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TKG bedauert Grüne Abwahl von Bundesrat Efgani Dönmez

 
19 10 2015
By: Redaktion 2 0
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Mit Fassungslosigkeit hat die TKG –Türkische KULTURgemeinde in Österreich – zur Kenntnis genommen, dass das Bundesratmandat von Efgani Dönmez (Die Grünen) nicht verlängert wird.

 

Wien (OTS) – Was bitte ist in eine Partei gefahren, einen ihrer fähigsten und kompetentesten Funktionäre einfach ziehen zu lassen? Die Grünen verstricken sich unserer Meinung nach mit der Abwahl von Bundesrat Efgani Dönmez in weitere Personalintrigen. Bei den Grünen gibt es keinen Richtungsstreit, denn Richtung setzt Orientierung voraus und daran mangelt es. Das haben die Grünen gerade als einer „betulich-freundlichen Wohlfühlpartei“ mit dieser Fehlentscheidung wieder einmal zu Tage gelegt.

Dass bei anderen Parteien keine Querdenker erwünscht sind, ist ja bekannt. Jetzt greift diese Unsitte auch auf die Grünen über. Auf ihrer Website prangt groß: „Stoppt die Rechten!“. Wenn es aber um Radikalismus geht, der von Islamisten oder Rechtsextremen mit Migrationshintergrund ausgeht, sind die Grünen blind. Die neuen Grünen haben das Kapital der alten Grünen verspielt.

Damit überlassen die Grünen wichtige gesellschaftspolitische Themen den Rechten, die man auch konstruktiv-kritisch und zivilisiert diskutieren könnte, aber das passt wohl nicht in das grüne Schwarz-Weiß-Denken. Von der Pflicht, die Menschen- und besonders Frauenrechte zu achten, sind gewisse Gruppen anscheinend ausgenommen. Ein Schlag ins Gesicht vieler Frauen ist es, wenn um Verständnis für Burkaträgerinnen von einer Parteichefin geworben wird, welche sich angeblich für die Gleichberechtigung von Mann und Frau einsetzt. Nach unsere Meinung ist die Grüne Partei in Österreich heute sogar ein Hinterland des Politisierten Islams, den man uns unter dem Vorwand Demokratie, Vielfalt, Solidarität und Toleranz verkaufen möchte.

 

Die Grünen sind von einer Kontrollpartei zu einer reinen machthungrigen Bobo-Partei mutiert, die in netten Innenstadtcafés Latte Macchiato schlürft, während draußen die Realität vorbeizieht. Die Grünen sollten das scheinheilige Gutmenschgehabe ablegen und den anderen Menschen, Institutionen und Parteien bezüglich Moral und Anstand bitte keine arroganten Lektionen erteilen, ganz einfach weil sie bei vielen Themen und Haltungen leider nicht mehr glaubwürdig sind.

Übrigens können wir die Stellungnahme des grünen Abgeordneten Peter Pilz mit dem Titel „Aus für Effi“ auch unterschreiben, die über Facebook wie folgt geteilt wurde: „Die oberösterreichischen Grünen haben einen neuen Bundesrat gewählt. Dabei haben sie Efgani Dönmez abgewählt. Ich bedaure das. Ohne dort gewesen zu sein weiß ich: Auch Abwählen gehört zur Demokratie. Mit Effi ist einer der talentiertesten und widersprüchlichsten Abgeordneten abgewählt worden. Darüber sollten wir nachdenken: Warum werden Grüne wie Voggenhuber, Öllinger und Dönmez abgewählt und warum müssen viele, die nie aufgefallen sind, keine Minute um ihr Mandat fürchten? In unserer Partei gibt es nicht zu viel sondern zu wenig Diskussion; nicht zu viel sondern zu wenig Widerspruch. Damit wir Grüne als Partei lebendig und offen bleiben, brauchen wir auch Politiker wie Voggenhuber, Öllinger und Effi Dönmez. Ich hätte statt Effi lieber den Bundesrat abgeschafft. Aber der bleibt.“

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich
Dipl.-Ing. Birol Kilic, Obmann

 

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