Monat: Mai 2016

25 05 2016
By: Redaktion 2 0

Veranstaltet wird der „Dialogue for climate action“ mit hochkarätiger Besetzung in Wien am 24. und 25. Mai 2016 von der World Bank Group und der Bundesministerium für Finanzen. Hakan Bulgurlu, CEO der zur Koc-Gruppe aus der Türkei, einer der 30 größten Familienunternehmen weltweit, gehörenden Arçelik-Gruppe, nahm im Rahmen des gestern und morgen in der Wiener Hofburg stattfindenden „Dialogue for climate action“ Stellung.

Wien. Hakan Bulgurlu nahm besonders Stellung zum Beitrag und zur Ausrichtung des Arcelik-Konzerns im globalen Kampf gegen den Klimawandel und der Erarbeitungen von industriellen Lösungen zur Verringerung von CO2-Emissionen.“Nachhaltigkeit ist kein ‚Nice-to-have‘, sondern ein erfolgreiches Geschäftsmodell“, äußerte sich Bulgurlu über die Chance den Kampf gegen den Klimawandel als Chance zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit zu nützen. 

„Wir wollen der Impulsgeber in unserer Branche sein“, deponierte der Arçelik-CEO bei der Podiumsdiskussion zum Thema „The CEOs Agenda and climate action“. „Wir überarbeiten unsere Planung laufend und nach aktuellsten technischen Erkenntnissen, um als einer größten Haushaltsgeräte-Produzenten weltweit unseren Beitrag zu leisten, welche rdie Verringerung Treibhausgas-Emissionen vorantreibt“.

 

Lebenszyklus von Produkten und Umweltauswirkungen im Fokus

Die Geschäftsweise von Arçelik A.Ş  Muttergesellschaft der Hausgerätemarken  Altus, Arctic, Beko, Blomberg, Defy, elektrabregenz, Flavel,  Grundig, Leisure, etc., ist fokussiert darauf ausgerichtet, den Lebenszyklus von Produkten zu verbessern. Denn unser Ziel ist nicht nur die Minimierung der Umweltauswirkungen unserer Produkte, sondern auch die Erhöhung der Energie- und Materialeffizienz von der Beschaffung bis zum Verkauf“, so Bulgurlu.

 

Nachhaltige Produkte und Verfahren als Gewinner

Der Umgang mit dem Klimawandel erfordert kollektives Handeln und globale Solidarität von Akteuren im öffentlichen und privaten Umfeld“, erklärte Arçelik-CEO Hakan Bulgurlu. Unternehmen, die eine Klimaschutzpolitik in ihre Strategien eingebunden und ihre Geschäftsmodelle an eine kohlenstoffarme Wirtschaft angepasst haben sowie gleichzeitig die neuen Ziele einer nachhaltigen Entwicklung für 2030 verfolgen, seien auf Erfolgskurs, so Bulgurlu. Nachhaltigkeit ist kein ‚Nice-to-have‘, sondern ein Geschäftsmodell bei Arcelik. Jene Industrien, die auf nachhaltige Produkte und Verfahren setzen, gewinnen Marktanteile, steigern die Wettbewerbsfähigkeit  und erzielen gleichzeitig die größten Einsparungen – im Unternehmen und zugunsten des gesamtgesellschaftlichen Interesses des Klimaschutzes“.

 

Rasanter Anstieg des Haushaltsgerätebedarfes bis 2030

„Wir tätigen jedes Jahr umfangreiche Investitionen in die Entwicklung energie- und wassersparender Produkte. Der Geschirrspüler, der nur 5,5 Liter Wasser verbraucht, ist dafür eines der besten Beispiele“ Bulgurlu, der aufgrund der erwarteten Zunahme der BIP, der Urbanisierung und der weltweit wachsenden Single-Gesellschaft einen rasanten Anstieg des Bedarfs an Haushaltsgeräten prognostiziert.

„Wir gehen davon aus, dass sich der Bestand an installierten Kühlschränken zwischen 2010 und 2030 um 70 Prozent erhöhen wird, und zwar in erster Linie in Nicht-OECD-Staaten. Energieeffizientere Geräte zu besitzen, bietet große Vorteile für die Verbraucher und führt gleichzeitig zu geringeren Treibhausgasemissionen.“

 

Solarenergie Kühlschrank für Südafrika

In Südafrika haben nur 47 Prozent der Bevölkerung Zugang zum Elektrizitätsnetz. Das hat Arçelik dazu veranlasst, für jene Provinzen ohne Strom einen Kühlschrank zu entwickeln, der mit Solarenergie betrieben wird. „Diese erfolgreiche kohlenstoffarme Lösung bietet nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern hat auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens in der Region gesteigert“, zieht Bulgurlu eine erfolgreiche Bilanz der konzernalen Bemühungen um einen Beitrag zu Versorgungssicherheit und Innovationen Klima-Schutzideen und –maßnahmen.

 

Industrie muss treibende Kraft für den Klimaschutz sein

Um erfolgreich für die Umwelt agieren zu können, brauchen Dialoge Führungskompetenz und strukturierte, nachhaltige Entwicklungsprozesse um Kreditgeber, Partner und Initiativen ins Boot zu holen, ist Bulgurlu überzeugt. Schlüssel-Komponenten für effektive Dialoge und Maßnahmen auf initiativer, freiwilliger industrieller Basis, die den private und öffentliche Sektor und die Zivilgesellschaft mitziehen.

Gesetzliche und regulatorische Reformen in Bezug auf die Reduzierung der Ausbeutung traditioneller Energiequellen würden, so die Ansicht von Bulgurlu, Innovationen und die Nutzung neuer Technologien beschleunigen, und Anreize für mehr Public-Private Partnerships (PPPs), bei denen Innovationswille, effizientes Management und Verhaltensänderungen in Richtung umweltverträglicher Produktionsmethoden und Produkte belohnt werden, z. B. mit bevorzugten Finanzierungen. Dies, so Bulgurlu, würde auch für den Konsumenten deutliche Vorteile, z.B. bei niedrigeren Preisen für umweltschonende Produkte bringen.

 

Eintreten für das Klimaabkommen

Arçelik fördert die Einführung von Energieeffizienzmaßnahmen durch internationale Vereinbarungen. Das Unternehmen unterstützt neu aufkommende Technologien und die Festlegung von Standards und Regelungen in Wachstumsmärkten in Zusammenarbeit mit Kontrollorganen. Arçelik ist ein Partner der SE4ALL-Initiative und setzt sich für das „Efficient Appliances and Equipment Global Partnership Program“ (Globales Partnerschaftsprogramm für sparsame Haushaltsgeräte und Ausrüstungen) der UNEP in Südafrika und in Thailand ein, zählt zu den Unterzeichnern der „United for Efficiency“-Initiative (U4E) im Rahmen der SE4ALL und nahm an der UN-Klimakonferenz COP21 in Paris maßgeblich teil. „Wir treten entschieden für das neue globale Klimaabkommen ein und sind seit Jahren bemüht unseren Beitrag dazu – auch zum besten der Wirtschaftlichkeit von Arcelik –zu leisten.

Der börsennotierte türkischer Hersteller von Haushaltsgeräten, der zu 57 % zur Koç Holding gehört, und in Österreich über die Elektra Bregenz AG die Marken Beko, elektrabregenz und Grundig vertreibt, ist in über 100 Ländern aktiv. Der Unternehmensschwerpunkt liegt hauptsächlich bei sogenannter „Weißer Ware“, Kleingeräten für Bad und Küche sowie Unterhaltungselektronik. Mit 14 Produktionsstätten in 5 Ländern (Türkei, Russland, Rumänien, China und Südafrika) und Vertriebsorganisationen in 19 Ländern beschäftigt das Unternehmen 19.000 Mitarbeiter. ( G.Walsch)

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25 05 2016
By: Redaktion 2 0

„Step Up!“: Start der europaweiten Kampagne für die Rechte von gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern

Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) beteiligt sich an europaweiter Kampagne “Step Up!”

 

Wien, 25. Mai 2016 – Heute startet die europaweite Kampagne “Step Up!”. Sie setzt sich für die Rechte von gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern sowie für ihren Zugang zu Unterstützung und Schutz ein. Das europäische Netzwerk gegen Gewalt an Frauen WAVE (Women Against Violence Europe) mit Sitz in Wien koordiniert die zweijährige Kampagne, an der sich Fraueneinrichtungen aus mehr als 20 europäischen Ländern beteiligen. Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) trägt die Kampagne nach Österreich. Gewalt an Frauen und Kindern ist nach wie vor die häufigste Menschenrechtsverletzung. In Europa erlebt eine von drei Frauen physische oder sexuelle Gewalt. 47 Prozent aller Morde an Frauen werden von Familienmitgliedern oder ihren Partner verübt.

 

Eine von drei Frauen in Europa erlebt physische oder sexuelle Gewalt

 

Eine von drei Frauen ist in Europa von physischer oder sexueller Gewalt betroffen, lautet das Ergebnis der Studie der Europäischen Grundrechtsagentur von 2014. Für viele von ihnen endet die Gewalt tödlich, vor allem wenn sie innerhalb der Familie ausgeübt wird: 47 Prozent aller Morde an Frauen werden von Familienmitgliedern oder ihren Partnern verübt, so die Studie der UNODC (United Nations Office on Drugs and Crime) aus dem Jahr 2013. Doch spezialisierte Unterstützungseinrichtungen für die Betroffenen fehlen. Nur 15 der 46 erfassten europäischen Staaten haben eine spezialisierte Helpline für Betroffene, zeigt der WAVE-Country Report 2015. Und es fehlen mindestens 47.000 Frauenhausplätze in Europa. Auch Beratungsstellen für Frauen, die vergewaltigt wurden oder einen sexuellen Übergriff erleben mussten, fehlen. „Step up!“ ruft die Regierung und die Zivilbevölkerung auf, für ein Ende der Gewalt an Frauen einzutreten und den Zugang zu spezialisierten Unterstützungseinrichtungen sicherzustellen.

 

„In vielen europäischen Ländern gibt es viel zu wenige spezialisierte Unterstützungseinrichtungen für Frauen, die Gewalt erleben mussten. Das hat zur Folge, dass jene Frauen nirgendwo adäquate Hilfe finden. Darum: STEP UP! Unser Aufruf richtet sich sowohl an die Entscheidungsträgerinnen und -träger auf EU-Ebene als auch an nationale Regierungen und an die Zivilgesellschaft. Investitionen um Gewalt an Frauen zu stoppen sind dringend notwendig!“, so Rosa Logar, Präsidentin von WAVE.

 

Ein Grund für die Unterfinanzierung: Victim-Blaming

 

Ein Grund für die Unterfinanzierung von adäquaten Unterstützungseinrichtungen für Frauen, die Gewalt erleben müssen, ist das so genannte Victim-Blaming. Obwohl Gewalt in der Gesellschaft als verboten gilt, wird Gewalt an Frauen häufig heruntergespielt. Den Betroffenen wird sogar die Schuld für ihre Gewalterfahrungen gegeben. Damit sich Frauen aus gewalttätigen Beziehungen befreien können, müssen sie Zugang zu adäquaten Unterstützungseinrichtungen haben. Darum ruft der Verein AÖF gemeinsam mit Fraueneinrichtungen aus mehr als 20 Ländern mit „Step up!“ dazu auf, in spezialisierte Unterstützungseinrichtungen für Frauen zu investieren.

 

Die Situation in Österreich: Nationale Helpline: ja, ausreichend Frauenhausplätze: nein

 

Im europäischen Vergleich schneidet Österreich in Hinsicht auf spezialisierte Beratungseinrichtungen für Frauen, die von Gewalt betroffen sind, gut ab. Es gibt ein gut ausgebautes Netz an Beratungs- und Opferschutzeinrichtungen und seit 1998 die österreichweite Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 / 222 555, bei der Betroffene und ihr Umfeld an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr anonym und kostenlos Hilfe und Unterstützung finden. Doch auch in Österreich gibt es nicht genug Frauenhausplätze. Laut der – in Österreich geltenden – Istanbulkonvention müsste es pro 10.000 EinwohnerInnen einen Frauenhausplatz geben. In Österreich gibt es derzeit 759 Plätze in Frauenhäusern, das sind um rund 70 Plätze zu wenig. Bundesländerübergreifende Aufnahme in Frauenhäusern, verpflichtende Schulungen und Zugang von allen Betroffenen zu Opferschutzeinrichtungen dringend gefordert

 

Die Autonomen Österreichischen Frauenhäuser setzen sich bereits seit mehreren Jahren für eine bundesländerübergreifende Aufnahme von Betroffenen ein. Da die Finanzierung der Frauenhäuser in die Zuständigkeit der Länder fällt, ist es derzeit schwer, eine Betroffene aus einem anderen Bundesland aufzunehmen. Dabei wäre gerade in Hochrisikofällen eine Unterbringung von Betroffenen und ihren Kindern für einen bestmöglichen Schutz oftmals sinnvoll. Für manche Betroffenen ist der Zugang zu Frauenhäusern aber überhaupt erschwert, wie für Asylwerberinnen oder Frauen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen. Ihr Recht auf den Zugang zu Frauenschutzeinrichtungen will der Verein AÖF im Rahmen von „Step Up!“ ebenfalls stärken. Ein weiteres Anliegen, auf das der Verein AÖF im Rahmen der „Step Up!“-Kampagne aufmerksam machen will, sind verpflichtende Schulungen für Berufsgruppen, die mit Betroffenen in Kontakt kommen – so wie es auch in der Istanbulkonvention vorgesehen ist. Gerade vor Gericht, im Gesundheitsbereich oder in der Schule ist ein Wissen über die Dynamiken, Hintergründe und Hilfsmöglichkeiten bei Gewalt grundlegend, um Betroffene bestmöglich vor weiterer Gewalt schützen zu können.

 

Mehr über die Kampagne „Step Up!“

 

Video zum Kampagnen-Launch unter https://www.youtube.com/watch?v=lvcu2lZgpNE

 

Das WAVE-Netzwerk wurde 1994 gegründet. Derzeit umfasst es 114 Mitgliedsorganisationen aus 46 europäischen Ländern. Mitgliedsorganisationen sind hauptsächlich europäische NGOs, die im Bereich der Prävention von (häuslicher) Gewalt an Frauen und Kindern tätig sind.

 

Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) ist seit 1988 das Netzwerk der autonomen Frauenhäuser in Österreich. Autonome Frauenhäuser sind überparteiliche und überkonfessionelle Einrichtungen, in denen alle Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen oder bedroht sind, und ihre Kinder rasche und unbürokratische Hilfe, Schutz, Unterstützung und Beratung bekommen. Sie leisten als autonome Einrichtungen gesellschaftspolitische feministische Arbeit und setzen sich für den gleichen Zugang von Frauen zu Rechten und Ressourcen ein. Der Verein AÖF ist Mitglied von WAVE.

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23 05 2016
By: Redaktion 2 0

»Selam Opera!«: Die Komische Oper Berlin – eine für alle

Auf den Spuren der »Gastarbeiterroute« von Berlin über München, Wien, Belgrad und Sofia nach IstanbulOpernbus »Operndolmuş« der Komischen Oper Berlin gastiert in Wien: Am Mittwoch, 1. Juni 2016 im GB*10 (18 Uhr) und in der VHS Ottakring (20:30 Uhr)

 

Dass Musiktheater keine abgehobene Kunstform nur für das Bildungsbürgertum sein muss, sondern eine Bereicherung für Menschen jeglicher kultureller und sozialer Herkunft sein kann, beweist die Komische Oper Berlin bereits seit 2012: Seitdem trägt sie mit ihrem »Operndolmuş«, dem Opernbus im Rahmen des interkulturellen Projekts »Selam Opera!«, mit großem Erfolg Musiktheater in die Kieze der Hauptstadt. Dank der Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes und unterstützt von der Mercedes-Benz Niederlassung Berlin kommt dieses einzigartige Outreach-Programm nun erstmals international zum Einsatz: Ab 29. Mai 2016 fährt der Opern-Kleinbus von Berlin aus nach Istanbul und legt über die vier Stationen München, Wien, Belgrad und Sofia eine musikalische Spur entlang der sogenannten »Gastarbeiterroute« und gastiert am 1. Juni auf der zweiten Station in Wien im GB*10 und in der VHS Ottakring.

 

Der Operndolmuş ist eine Musiktheater-Vorstellung in Kleinbus-Besetzung: zwei Sänger_innen und drei Musiker_innen sowie ein_e Moderator_in fahren gezielt in Kieze, in denen besonders viele Bürger_innen unterschiedlicher kultureller Herkunft leben, und zeigen durch musikalische, künstlerische und persönliche Begegnungen, dass Musiktheater eine universell verständliche Sprache spricht. Seit Jahrhunderten durch interkulturellen Austausch geprägt, hat das Musiktheater gleichzeitig durch die Musik die Kraft, Gefühle und Erlebnisse über die Grenzen einzelner Kulturen erfahr- und erlebbar zu machen. Die Komische Oper Berlin hat sich diese Offenheit seit ihrer Gründung 1947 zu einem Grundsatz gemacht: Sie versteht sich als eine Oper »für alle«.

 

Der Operndolmuş geht auf eine mehr als 3000 km lange Reise entlang jener Strecke, die viele als »Gastarbeiter« in West-Deutschland tätige Arbeitsmigranten seit den 1960er Jahren alljährlich nutzten, um im Urlaub für einige Wochen in ihre ursprünglichen Heimatorte zurückzukehren. Für diese Reise entsteht eigens eine 45-minütige Musiktheaterrevue. Sie spürt den äußeren Beweggründen und seelischen Bewegungen nach, die die Menschen zu allen Zeiten dazu antreibt, ihr Glück in der Ferne zu suchen, auch wenn dies mit der Sehnsucht nach der Heimat einhergeht. Das Programm gestaltet sich dabei zugleich als Kurztrip durch die Geschichte des Musiktheaters: von den Anfängen der Oper in der italienischen Re- naissance über die Wiener Klassik, die italienische Opera buffa und die französi- sche Opéra comique, mit einem Abstecher über die osteuropäischen Meisterwerke der vorvergangenen Jahrhundertwende, bis zum Berliner Jazz-Musical der wilden 1920er Jahre.

 

Gemeinsam mit Kulturveranstaltern vor Ort, den Vereinigten Bühnen Wien (VBW) und der Magistratsabteilung 17 – Integration und Diversität der Stadt Wien sowie den Goethe-Instituten in Belgrad, Sofia und Istanbul als Partnern trägt das Ensemble der Komischen Oper Berlin nicht nur die Kunstform Musiktheater, sondern auch die Idee des »Operndolmuş« zu ganz unterschiedlichen Zuschauern_innen – von Nachbarschaftsgruppen aus München-Hasenbergl bis zum türkisch-bulgarischen Frauenverein, von den ehemaligen »Gastarbeitern« und ihren Nachfahren über die Alteingesessenen in den besuchten Ländern bis hin zu Menschen, die sich zwischen den Kulturen bewegen und zu Hause fühlen.

 

Zeitplan und Hintergrund zu den Veranstaltungsorten

 

29. Mai : Fahrt nach München

30. Mai: München

18 Uhr im Stadtteilkultur 2411

Blodigstraße 4, 3. Stock 80933 München www.stadtteilkultur2411.de

20:30 Uhr im Giesinger Bahnhof Giesinger Bahnhofplatz 1

81539 München www.giesinger-bahnhof.de

31. Mai: Fahrt nach Wien 1. Juni: Wien

18 Uhr im GB*10 Wien Quellenstr. 149, 1100 Wien

 

Die Gebietsbetreuungen Stadterneuerung – kurz GB* – sind eine Service- Einrichtung der Stadt Wien. Aktuell sind sie mit 9 GB*-Teams an 17 Standorten im Stadtteil tätig. Die Tätigkeitsschwerpunkte umfassen wohn- und mietrechtliche Beratung, Projektarbeit im öffentlichen Raum, Informationen zu Stadterneuerung und Aktivitäten im Gemeinwesen, für starke Nachbarschaft und ein gutes Zusammenlebens in der Stadt.

20:30 Uhr in der VHS Ottakring Ludo-Hartmann-Platz 7, 1160 Wien

 

Das Volksheim Ottakring wurde 1901 durch Ludo Moritz Hartmann und Emil Reich gegründet und 1905 erhielt es ein eigenes Gebäude und ist damit das älteste Volkshochschulgebäude Europas. Bereits im ersten Kursprogramm des Volksheims Ottakring aus den Jahren 1905/06 finden sich „Deutschkurse für Ausländer“. Den laufenden verändernden gesellschaftlichen und bildungspolitischen Rahmenbedingungen stellt sich die Volkhochschule Ottakring heute ebenso wie vor 100 Jahren: Wir wollen Bildung für alle zugänglich machen sowie inklusiv denken und handeln.

2. Juni: Fahrt nach Belgrad

3. Juni: zwei Auftritte in Belgrad 4. Juni: Fahrt nach Sofia

5. Juni: zwei Auftritte in Sofia

6. Juni: Fahrt nach Istanbul

7. Juni: erster Auftritt Istanbul 8. Juni: zweiter Auftritt Istanbul 9. Juni: Rückfahrt

 

Für Pressevertreter gibt es zum Zwecke der Berichterstattung die Möglichkeit, die Reise auf einzelnen Stationen zu begleiten. Wir freuen uns bei Interesse auf Ihre Kontaktaufnahme!

Vor der Abfahrt und nach der Rückkehr des Operndolmuş ist jeweils eine Auftakt- bzw. Abschlussveranstaltung in Berlin geplant. Die Termine werden bekannt gegeben.

 

Hintergrund

 

Der Operndolmuş auf der »Gastarbeiterroute« Vermittlungsprogramm und künstlerisches Konzept

 

Seit 2012 lädt die Komische Oper Berlin ihr Publikum nicht nur ins Opernhaus an der Behrenstraße ein, sondern trägt ihre Kunstform gezielt in jene Berliner Kieze, deren Bewohner mehrheitlich nicht zum traditionellen Opernpublikum gehören.

 

Der Operndolmuş, der auf eine Idee von Mustafa Akça, dem »Selam Opera!«- Projektleiter, zurückgeht, gastiert regelmäßig in Einrichtungen in Stadtteilen mit einem hohen Anteil von Bürger_innen unterschiedlichster Kulturkreise und präsentiert vor Ort ein musikalisches Vermittlungsprogramm. Seit Jahren wird das Projekt von der Robert Bosch Stiftung, der Deutsche Bank Stiftung und der Mercedes-Benz Niederlassung Berlin unterstützt, so dass es seit einem Jahr neben dem »Erwachsenendolmuş« auch einen »Kinderdolmuş« gibt, der vor allem in Grundschulen auftritt.

 

Die Dramaturgin Johanna Wall entwickelte nun, inspiriert durch zahlreiche Ge- spräche mit Zeitzeugen und entsprechend der fünf angefahrenen Stationen, eine Revue aus fünf szenisch-musikalischen Bildern. Wie in der Oper steht im Zentrum einer jeder dieser anekdotenhaften Situationen eine große und allgemein zugäng- liche Emotion, um die sich die jeweilige musikalische Szene entspinnt: vom Traum des großen Glücks in weiter Ferne bis zum zwiespältigen Vergnügen der Ankunft in der Realität des Hier und Jetzt, vom »Nicht-Wissen-Wo-Man-Eigentlich-Hinge- hört« über den bittersüßen Trost des Sich-Erinnerns bis zu der Idee, dass »Hei- mat« vielleicht doch einen Plural haben kann. An jeder Station wird die von Regisseurin Anisha Bondy in Szene gesetzte Revue in Zusammenarbeit mit lokalen interkulturellen Begegnungsstätten je zweimal an unterschiedlichen Orten für ganz unterschiedliche Zuschauer_innen gespielt. Dabei soll es zu Begegnungen der unterschiedlichsten Art kommen, denn der Operndolmuş sucht bewusst den kulturellen Austausch, bei dem das persönliche Gespräch mit dem Publikum unbedingt dazu gehört. Auch für die Künstler_innen des Operndolmuş – viele von ihnen »alte Dolmuş-Hasen« – wird es eine Entdeckungsreise zu unbekannten Orten, aber auch zu einem bisher weithin unbekannten Teil der deutschen Geschichte sein. In München, Wien, Belgrad, Sofia und Istanbul macht der Operndolmuş mit seiner multikulturellen Besetzung Halt, um mit den Menschen vor Ort in Kontakt zu treten und ihnen auf diese Weise Musiktheater als Ausdruck menschlicher Gefühle näher zu bringen, aber auch die gemeinsamen Erfahrungen und Geschichten zu teilen.

 

»Selam Opera!«: Die Komische Oper Berlin – eine für alle

 

Seit ihrer Gründung im Jahre 1947 versteht sich die Komische Oper Berlin als Opernhaus für alle. Dieser Gedanke wird durch den aktuellen Intendanten Barrie Kosky weitergeführt und nimmt nicht zuletzt im Projekt »Selam Opera!« Gestalt an, mit dem gezielt die große türkeistämmige Bevölkerung Berlins angesprochen werden soll, unter anderem mit dem Operndolmuş, mit individuell wählbaren Untertiteln auch auf Türkisch und Programmheftteilen in türkischer Sprache.

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.komische-oper-berlin.de

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23 05 2016
By: Redaktion 2 0

NÖ Tage der offenen Ateliers“ 2016!-Anmeldungen bis 20. Juni möglich!

Bis einschließlich 20. Juni können sich Kunstschaffende zur Teilnahme an den 14. „NÖ Tagen der offenen Ateliers“ am 15. & 16. Oktober 2016 anmelden.

 

Bei den „Niederösterreichischen (NÖ) Tagen der offenen Ateliers“ am 15. und 16. Oktober 2016 stehen Malerei, Grafik, Bildhauerei und Fotografie ebenso im Rampenlicht wie Film-, Textil-, Schmuck- und Schmiedekunst. Im Rahmen dieser Initiative der Kulturvernetzung NÖ sind alle niederösterreichischen bildenden KünstlerInnen dazu eingeladen, ihre Ateliers, Galerien, Studios und Werkstätten zu präsentieren. Ein Wochenende lang stehen diese dem interessierten Publikum offen. Man kann neue Werke sehen, beim kreativen Schaffensprozess dabei sein und so einen sehr persönlichen und intensiven Zugang zur Kunst erleben.

 

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll zeigt sich beeindruckt von dem Erfolg der „NÖ Tage der offenen Ateliers“: „Die laufend wachsenden Teilnehmerzahlen sind eine erfreuliche Bestätigung für die lebendige und vielfältige Kunst- und Kulturszene in unserem Land. Die unzähligen Künstlerinnen und Künstler ermöglichen an diesem besonderen Wochenende allen Interessierten, sich mit der Kunst „vor der Haustür“ auseinander zu setzen. Die „NÖ Tage der offenen Ateliers“ sind eine Bereicherung des Niederösterreichischen Kulturkalenders.“

 

Zur Teilnahme anmelden kann man sich bis Montag, den 20. Juni. Die Anmeldung erfolgt online unter www.kulturvernetzung.at oder mittels Anmeldeformular, das in den Regionalbüros der Kulturvernetzung NÖ erhältlich ist.

 

Mitmachen kann jede/r, die/der über ein Atelier, eine Galerie oder eine Kunsthandwerkstätte in Niederösterreich verfügt, das bzw. die am 15. oder 16. Oktober an mindestens einem Halbtag ge- öffnet ist. Begleitprogramme wie Kreativ-Workshops, Konzerte, Lesungen und Aktivitäten für Kinder sind willkommen, aber nicht verpflichtend.

 

Die Kulturvernetzung NÖ führt die „NÖ Tage der offenen Ateliers“ in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Kunst und Kultur des Amtes der NÖ Landesregierung seit 2003 durch.

 

Die Veranstalter sind zuversichtlich, auch 2016 an die Erfolge der vorhergehenden Jahre anzu- schließen: 2015 wirkten 1.350 Kunstschaffende mit, rund 64.000 Besuche wurden gezählt. Somit konnten in den vergangenen 13 Jahren über 630.000 Besuche verzeichnet werden.

 

Die „NÖ Tage der offenen Ateliers“ finden in Abstimmung mit dem Land Oberösterreich und den tschechischen Bundesländern Südböhmen, Vysočina und Südmähren statt.

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04 05 2016
By: Redaktion 2 0

In tiefer Anteilnahme und stillem Gebet

Türkische KULTURgemeinde trauert um Maria Eschelmüller in tiefer Anteilnahme und stillem Gebet

 

Liebe Trauerfamilie,

in diesen Momenten ist es schwer, die richtigen Worte zu finden, weil Schmerz einfach nicht in Worte zu fassen ist. Die Türkische KULTURgemeinde trauert um Maria Eschelmüller in tiefer Anteilnahme und stillem Gebet, drückt Ihrer Familie und Ihren Angehörigen ihr tiefes Mitgefühl aus. Sie ruhe in Frieden.

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich
Obmann
Dipl.-Ing. Birol Kilic

 

 

PS: Nach dem brutalen Mord an einer 54-jährigen Wienerin  Maria Eschenmüller herrscht in Ottakring unter den Austrotürken Entsetzen und großer Trauer über die grausame Bluttat. Türkische KULTURgemeinde in Österreich hat sich im Bezirk umgehört. Viele  Austrotürken (Anrainer, Geschäftslokal-Besitzer)   Rund um den Brunnenmarkt in Ottakring beteuerten, den Täter gekannt, gefürchtet und mehrfach vor ihm gewarnt zu haben.

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03 05 2016
By: Redaktion 2 0

Wollen Sie Arzt werden? – Ein vorbildliches austrotürkisches Integrationsmuster

15.129 Personen haben sich für den, am 8. Juli stattfindenden, Aufnahmetest für das Medizinstudium, in Österreich, beworben. In Wien sind es für 740 Plätze 7.519 BewerberInnen, somit fallen auf einen Studienplatz rechnerisch 10 BewerberInnen. Einer, der diese Hürde hinter sich hat und in Wien Medizin studiert, heißt Bedirhan Boztepe, der aus der zweiten Generation einer austrotürkischen Familie kommt. Mit dem Buch „MedAT Training“ möchte er und sein Freund Pascal Casetti BewerberInnen eine Hilfestellung anbieten. Eine echt vorbildliche Integrationsgeschichte, die auch von der türkischen Kulturgemeinde in Österreich herzlich gratuliert und in Zukunft auch unterstützt wird.

 

Wien. Bedirhan ist in Wien geboren, seine Eltern stammen aus der Türkei. Er möchte viele ermutigen, angesichts der hohen Bewerberzahlen, nicht gleich aufzugeben.

Damit die BewerberInnen sich auch gut auf die Prüfung vorbereiten können, hat er mit seinem Freund Pascal Casetti ein Buch vorbereitet. „Übung, Übung, und nochmals Übung… man sagt ja nicht umsonst, Übung macht den Meister“, sagt Bedirhan Boztepe. Über ihr StartUp-Unternehmen mit dem Namen „MEDithappen“, bieten die jungen Studierenden seit kurzem ihr erstes Übungsbuch an. „Wir haben den Schwerpunkt des Buches auf möglichst viele Beispiele gesetzt. Je mehr Beispiele, desto besser, war unser Motto; und davon bietet das ‚MedAT Training Band 1’ genügend.“

Kaum ist das Buch „MedAT Training Band 1“ in den Bücherregalen angekommen, besser gesagt, über Amazon bestellbar (http://medithappen.at), arbeitet das dynamische Team schon am zweiten Buchprojekt (MedAT Training Band 2), welches demnächst zu bestellen sein wird. Während der erste Band auf die Untertests „Figuren zusammensetzen & Wortflüssigkeit“ setzt, wird Band 2 auf „Gedächtnis und Merkfähigkeit, Zahlenfolgen & Implikationen erkennen“ setzen. Insgesamt werden Bedirhan und Pascal in den Vorbereitungsbüchern 18 komplette Testsets mit 1.350 „100% neuen“ Beispielen anbieten. Wer also auf der Suche nach einem Übungsbuch für den Aufnahmetest der Med-Uni ist, und sich optimal auf den Test vorbereiten möchte, ist mit Bedirhans und Pascals Büchern bestens gewappnet.

 

Für weitere Informationen siehe:

 

http://medithappen.at/

 

und www.facebook.com/MEDithappen/

 

MEDithappen – MedAT Training, Band 1:

von B. Boztepe (Autor, Herausgeber),

P. Casetti (Autor, Herausgeber, Illustrator)

ISBN-13: 978-3950423501, Preis: € 24,90.

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