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25 05 2016
By: Redaktion 2 0
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Veranstaltet wird der „Dialogue for climate action“ mit hochkarätiger Besetzung in Wien am 24. und 25. Mai 2016 von der World Bank Group und der Bundesministerium für Finanzen. Hakan Bulgurlu, CEO der zur Koc-Gruppe aus der Türkei, einer der 30 größten Familienunternehmen weltweit, gehörenden Arçelik-Gruppe, nahm im Rahmen des gestern und morgen in der Wiener Hofburg stattfindenden „Dialogue for climate action“ Stellung.

Wien. Hakan Bulgurlu nahm besonders Stellung zum Beitrag und zur Ausrichtung des Arcelik-Konzerns im globalen Kampf gegen den Klimawandel und der Erarbeitungen von industriellen Lösungen zur Verringerung von CO2-Emissionen.“Nachhaltigkeit ist kein ‚Nice-to-have‘, sondern ein erfolgreiches Geschäftsmodell“, äußerte sich Bulgurlu über die Chance den Kampf gegen den Klimawandel als Chance zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit zu nützen. 

„Wir wollen der Impulsgeber in unserer Branche sein“, deponierte der Arçelik-CEO bei der Podiumsdiskussion zum Thema „The CEOs Agenda and climate action“. „Wir überarbeiten unsere Planung laufend und nach aktuellsten technischen Erkenntnissen, um als einer größten Haushaltsgeräte-Produzenten weltweit unseren Beitrag zu leisten, welche rdie Verringerung Treibhausgas-Emissionen vorantreibt“.

 

Lebenszyklus von Produkten und Umweltauswirkungen im Fokus

Die Geschäftsweise von Arçelik A.Ş  Muttergesellschaft der Hausgerätemarken  Altus, Arctic, Beko, Blomberg, Defy, elektrabregenz, Flavel,  Grundig, Leisure, etc., ist fokussiert darauf ausgerichtet, den Lebenszyklus von Produkten zu verbessern. Denn unser Ziel ist nicht nur die Minimierung der Umweltauswirkungen unserer Produkte, sondern auch die Erhöhung der Energie- und Materialeffizienz von der Beschaffung bis zum Verkauf“, so Bulgurlu.

 

Nachhaltige Produkte und Verfahren als Gewinner

Der Umgang mit dem Klimawandel erfordert kollektives Handeln und globale Solidarität von Akteuren im öffentlichen und privaten Umfeld“, erklärte Arçelik-CEO Hakan Bulgurlu. Unternehmen, die eine Klimaschutzpolitik in ihre Strategien eingebunden und ihre Geschäftsmodelle an eine kohlenstoffarme Wirtschaft angepasst haben sowie gleichzeitig die neuen Ziele einer nachhaltigen Entwicklung für 2030 verfolgen, seien auf Erfolgskurs, so Bulgurlu. Nachhaltigkeit ist kein ‚Nice-to-have‘, sondern ein Geschäftsmodell bei Arcelik. Jene Industrien, die auf nachhaltige Produkte und Verfahren setzen, gewinnen Marktanteile, steigern die Wettbewerbsfähigkeit  und erzielen gleichzeitig die größten Einsparungen – im Unternehmen und zugunsten des gesamtgesellschaftlichen Interesses des Klimaschutzes“.

 

Rasanter Anstieg des Haushaltsgerätebedarfes bis 2030

„Wir tätigen jedes Jahr umfangreiche Investitionen in die Entwicklung energie- und wassersparender Produkte. Der Geschirrspüler, der nur 5,5 Liter Wasser verbraucht, ist dafür eines der besten Beispiele“ Bulgurlu, der aufgrund der erwarteten Zunahme der BIP, der Urbanisierung und der weltweit wachsenden Single-Gesellschaft einen rasanten Anstieg des Bedarfs an Haushaltsgeräten prognostiziert.

„Wir gehen davon aus, dass sich der Bestand an installierten Kühlschränken zwischen 2010 und 2030 um 70 Prozent erhöhen wird, und zwar in erster Linie in Nicht-OECD-Staaten. Energieeffizientere Geräte zu besitzen, bietet große Vorteile für die Verbraucher und führt gleichzeitig zu geringeren Treibhausgasemissionen.“

 

Solarenergie Kühlschrank für Südafrika

In Südafrika haben nur 47 Prozent der Bevölkerung Zugang zum Elektrizitätsnetz. Das hat Arçelik dazu veranlasst, für jene Provinzen ohne Strom einen Kühlschrank zu entwickeln, der mit Solarenergie betrieben wird. „Diese erfolgreiche kohlenstoffarme Lösung bietet nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern hat auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens in der Region gesteigert“, zieht Bulgurlu eine erfolgreiche Bilanz der konzernalen Bemühungen um einen Beitrag zu Versorgungssicherheit und Innovationen Klima-Schutzideen und –maßnahmen.

 

Industrie muss treibende Kraft für den Klimaschutz sein

Um erfolgreich für die Umwelt agieren zu können, brauchen Dialoge Führungskompetenz und strukturierte, nachhaltige Entwicklungsprozesse um Kreditgeber, Partner und Initiativen ins Boot zu holen, ist Bulgurlu überzeugt. Schlüssel-Komponenten für effektive Dialoge und Maßnahmen auf initiativer, freiwilliger industrieller Basis, die den private und öffentliche Sektor und die Zivilgesellschaft mitziehen.

Gesetzliche und regulatorische Reformen in Bezug auf die Reduzierung der Ausbeutung traditioneller Energiequellen würden, so die Ansicht von Bulgurlu, Innovationen und die Nutzung neuer Technologien beschleunigen, und Anreize für mehr Public-Private Partnerships (PPPs), bei denen Innovationswille, effizientes Management und Verhaltensänderungen in Richtung umweltverträglicher Produktionsmethoden und Produkte belohnt werden, z. B. mit bevorzugten Finanzierungen. Dies, so Bulgurlu, würde auch für den Konsumenten deutliche Vorteile, z.B. bei niedrigeren Preisen für umweltschonende Produkte bringen.

 

Eintreten für das Klimaabkommen

Arçelik fördert die Einführung von Energieeffizienzmaßnahmen durch internationale Vereinbarungen. Das Unternehmen unterstützt neu aufkommende Technologien und die Festlegung von Standards und Regelungen in Wachstumsmärkten in Zusammenarbeit mit Kontrollorganen. Arçelik ist ein Partner der SE4ALL-Initiative und setzt sich für das „Efficient Appliances and Equipment Global Partnership Program“ (Globales Partnerschaftsprogramm für sparsame Haushaltsgeräte und Ausrüstungen) der UNEP in Südafrika und in Thailand ein, zählt zu den Unterzeichnern der „United for Efficiency“-Initiative (U4E) im Rahmen der SE4ALL und nahm an der UN-Klimakonferenz COP21 in Paris maßgeblich teil. „Wir treten entschieden für das neue globale Klimaabkommen ein und sind seit Jahren bemüht unseren Beitrag dazu – auch zum besten der Wirtschaftlichkeit von Arcelik –zu leisten.

Der börsennotierte türkischer Hersteller von Haushaltsgeräten, der zu 57 % zur Koç Holding gehört, und in Österreich über die Elektra Bregenz AG die Marken Beko, elektrabregenz und Grundig vertreibt, ist in über 100 Ländern aktiv. Der Unternehmensschwerpunkt liegt hauptsächlich bei sogenannter „Weißer Ware“, Kleingeräten für Bad und Küche sowie Unterhaltungselektronik. Mit 14 Produktionsstätten in 5 Ländern (Türkei, Russland, Rumänien, China und Südafrika) und Vertriebsorganisationen in 19 Ländern beschäftigt das Unternehmen 19.000 Mitarbeiter. ( G.Walsch)