Monat: Juni 2016

30 06 2016
By: Redaktion 2 0

TKG und ÖTH verurteilen den abscheulichen Terror in Istanbul scharf

Der Obmann der „Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG)“ Birol Kilic und der Präsident des „Österreichisch-Türkischen Handelsverbands(ÖTH)“ Ali Yavuz Kuscu haben den abscheulichen Anschlag in Istanbul scharf verurteilt und sind in tiefster Trauer und bekunden hiermit ihr herzlichstes Beileid mit den Familien der Opfer in der Türkei.

 

Wien. „Terrorismus ist eine internationale, kanibalistisch sich vermehrende Pest, wovon jedes Land betroffen sein kann. Niemand kann sagen: Es geht uns nichts an. Kanibalistisch deswegen, weil dieser Terror auch diejenigen treffen wird, die hier im In- und Ausland diesen Terror als Brandstifter vorbereiten, unterstützen und dann als Feuerlöscher auftreten. Man kann diesen Terror nicht auf einen Namen oder eine Richtung reduzieren, weil dieser Terror mehrere Mütter und Väter hat. Wir sollten hier alle Politiker in der Regierung und Opposition undalle Verantwortlichen in der Türkei aufrufen, sich gegenseitig nicht zu unterdrücken, sondern gemeinsam eine Versöhnungsebene zu finden, damit diese Terrorsümpfe in der Türkei überhaupt diagnostiziert und auch effektiv getrocknet werden können. Wer einen Sumpf trockenlegen will, darf nicht die Frösche fragen und die Türkei muss wieder zu dem außen- und innenpolitisch säkularen demokratischen Atatürk-Prinzip ‚Frieden zu Hause, Frieden in der Welt‘ zurückkehren.“, sagte der Obmann der TKG Birol Kilic.

 

„Hinter diesem Terror in Istanbul stecken mehrere Kräfte im In- und Ausland, die aus einem Stellvertreterkrieg stammen. Dieser Terroranschg am Istanbuler Flughafen ist ein abscheulicher Terror gegen die Menschheit. Die Türkei muss im Inland sofort zu einer politisch und rechtsstaatlich friedlichen Atmosphäre zurückkehren. Die Türkei sollte wieder stark an den säkularen und rechtsstaatlichen Prinzipien der Demokratischen Republik unbedingt festhalten und mit allen Mittel für diese Werte kämpfen“, sagte der Präsident des Österreich-Türkischen Handelsverbands.

 

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14 06 2016
By: Redaktion 2 0

TKG verurteilt aufs Schärfste den abscheulichen Terroranschlag in Orlando

 

Der Vorstand und die Mitglieder der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich (TKG) sind in tiefster Trauer und bekunden hiermit ihr herzlichstes Beileid mit den Familien der Opfer, den Freunden und Bekannten und der amerikanischen Bevölkerung.

 

Wien (OTS) – Terrorismus darf in keiner Art und Weise toleriert oder gerechtfertigt werden.Die größte Gefahr geht von jenen aus, die den Nährboden, den Sumpf für solchen Terror in der Welt aufbereiten und sich dann als Feuerlöscher vermarkten, obwohl sie die echten Brandstifter sind. Hier darf man nicht pauschalisieren, sondern muss ganz genau die Spreu vom Weizen trennen, damit man nicht in die Hände der Brandstifter spielt.

 

Der Vorstand und die Mitglieder der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich (TKG) sind in tiefster Trauer und bekunden hiermit ihr herzlichstes Beileid mit den Familien der Opfer, den Freunden und Bekannten und der amerikanischen Bevölkerung.

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich
Obmann
Birol Kilic

www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160614_OTS0069/tkg-verurteilt-aufs-schaerfste-den-abscheulichen-terroranschlag-in-orlando

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13 06 2016
By: Redaktion 2 0

CARITAS : „Enorme Zahl der rassistischen Angriffe in Deutschland“

Laut Caritas werden opfer rassistischer Gewalt werden im Stich gelassen.Der deutsche Staat vernachlässigt seine menschenrechtlichen Verpflichtungen, indem er Geflüchtete und andere People of Color nicht ausreichend vor Diskriminierung und rassistischen Angriffen schützt. Das geht aus dem neuen Amnesty-Bericht „Leben in Unsicherheit: Wie Deutschland die Opfer rassistischer Gewalt im Stich lässt“ hervor.

 

Berlin. Die deutschen Strafverfolgungsbehörden sind auch fünf Jahre nach ihrem Versagen beim NSU-Skandal nicht in der Lage, entschieden gegen rassistische Gewalt vorzugehen, die sich mehr denn je gegen Flüchtlinge und andere People of Color richtet. „Die Zahl der erfassten rassistisch motivierten Angriffe ist so hoch wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik“, sagt Selmin Çalışkan, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland.

 

„Das Bild, das Deutschland aktuell abgibt, könnte widersprüchlicher nicht sein: Auf der einen Seite haben wir die großartige, mitfühlende Willkommenskultur, die geprägt wird vom Engagement Zehntausender ehren- und hauptamtlicher Helferinnen und Helfer. Auf der anderen Seite sehen wir, wie rassistische Ressentiments mit erschreckender Hemmungslosigkeit ausgelebt werden.“

 

Oft brechen sich solche Vorurteile gewaltsam Bahn: „Die abstoßenden Angriffe traumatisieren Flüchtlinge und Asylsuchende, die ohnehin schon Krieg und Verfolgung durchleben mussten, bevor sie nach Europa geflohen sind“, sagt Marco Perolini, Researcher bei Amnesty International und Hauptautor des Berichts. „Fast täglich kommt es zu rechten Übergriffen, werden Menschen beleidigt, bedroht, verletzt, wird eine Flüchtlingsunterkunft angegriffen.“

 

Selmin Çalışkan: „Amnesty fordert die Innenministerkonferenz dazu auf, ein bundesweites Konzept zum Schutz von Flüchtlingsunterkünften vor rassistischen Angriffen zu vereinbaren.“

 

Gleichzeitig müssen die deutschen Strafverfolgungsbehörden rassistische Straftaten eben auch als solche behandeln. In dem Amnesty-Bericht finden sich zahlreiche Beispiele dafür, dass zum Beispiel Polizistinnen und Polizisten nicht erkennen, dass sie es mit einem Opfer rassistischer Gewalt zu tun haben.

 

„Die deutschen Strafverfolgungsbehörden haben aus ihrem Versagen beim NSU-Komplex wenig gelernt. Außerdem gibt es deutliche Hinweise darauf, dass deutsche Behörden ein Problem haben: institutionellen Rassismus – also das Unvermögen, alle Menschen angemessen und professionell zu behandeln, unabhängig von ihrer Hautfarbe, ihres kulturellen Hintergrunds oder ethnischen Herkunft“, so Çalışkan.

 

Amnesty fordert daher die Bundesregierung dazu auf, unabhängig untersuchen zu lassen, inwieweit institutioneller Rassismus bei den Strafverfolgungsbehörden, insbesondere in der Polizei, vorhanden ist und dieser die Ermittlungen bei rassistischen Straftaten behindert. 

 

Quelle :

Mag.a Christine Newald,
MA Pressesprecherin Amnesty International Österreich
Tel.: +43-1-78008-47
christine.newald(at)amnesty.at
www.amnesty.at

Christine Newald : „Den vollständigen Bericht Finden Sie im Internet, Interviews mit den deutschen Kollegen und englischsprachigen Researchern vermittle ich Ihnen gerne“

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09 06 2016
By: Redaktion 2 0

Erziehung zur Verantwortung-Schüler Cybermobbing

Was bedeutet Berufsethos im Lehrberuf? Worin liegt die Verantwortung von Lehrpersonen? Sind Lehrer mitverantwortlich wenn Schüler Cybermobbing betreiben?

 

Gibt es Modelle, die den Umgang mit sozialen oder ethischen Konfliktsituationen in der Schule erleichtern? Solche Fragen stehen von 6. – 9. Juli 2016 an der Universität Salzburg im Fokus der internationalen Konferenz „Professionals´ Ethos and Education for Responsibility“. Sie wird von der School of Education und dem Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Salzburg sowie der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz veranstaltet.

 

 Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir, hat der römische Philosoph Seneca vor 2000 Jahren beklagt und kritisiert, dass die Erziehung in der Schule kaum dazu geeignet sei, die jungen Menschen auf das Leben vorzubereiten. Eine Klage, die sich im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert hat. Sie bezieht sich aber nicht nur auf die Wissensvermittlung, sondern auch auf ethisch moralische Fragen. Mit diesen setzt sich die Konferenz „Professionals´ Ethos and Education for Responsibility“ auseinander, die vom 6.- 9. Juli 2016 an der Universität Salzburg stattfindet. http://www.sig13-salzburg2016.sbg.ac.at/

 

Die Konferenz wird im Rahmen der EARLI Special Interest Group 13 durchgeführt. Die „European Association for Research on Learning and Instruction“, kurz EARLI, ist eine internationale wissenschaftliche Vereinigung zur Lernforschung. Das Generalthema der Special Interest Group 13 ist die moralische und demokratische Erziehung.

 

Wie können Lehrer verantwortungsvolles Handeln bei Schülern nicht nur beiläufig fördern, sondern nach anerkannten Modellen? Welche derartigen Modelle gibt es? „Alle reden von der Verantwortung für die nächste Generation, von der Verantwortung für die Natur, von der Verantwortung für die Mitmenschen. Aber wie sich eine Erziehung zu verantwortungsvollem Handeln strukturiert vermitteln lässt, das wissen die wenigsten Lehrer. Davon haben sie in ihrer Ausbildung kaum etwas gehört“, sagt Mitorganisatorin Dr. Sieglinde Weyringer vom Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Salzburg.

 

Ein Modell zur Wert-Erziehung, das bereits an mehreren Schulen eingesetzt wird, stammt vom Salzburger Erziehungswissenschaftler Univ.-Prof. Dr. Jean-Luc Patry. Erfahrungen mit diesem Modell, das in Fachkreisen als „VaKE“ (Values and Knowledge Education) bekannt ist, werden eines der Themen bei der Konferenz sein. Bei einem Vorkongress von 4. – 6. Juli steht es im Zentrum des Interesses. Worum es bei diesem Modell im Kern geht beschreibt Sieglinde Weyringer so: „Moral predigen bringt bekanntlich nichts. Wichtig für die Wert-Erziehung ist es, das Alltagserleben der Schüler/innen aufzunehmen. Das VaKE-Modell geht von konkreten Dilemmasituationen aus. Zum Beispiel beim Einkaufen. Soll ich mit meinem Geld mehrere spottbillige T-Shirts aus menschenunwürdiger Produktion kaufen oder entscheide ich mich für ein einziges teures, aber fair gehandeltes? Darüber wird emotional und rational diskutiert und sachlich informiert.“

 

Horst Biedermann, Professor für Empirische Bildungswissenschaften an der School of Education der Universität Salzburg, betont die gesellschaftspolitische Brisanz der Konferenz-Thematik. „Wir müssen uns in der Lehrer/innenaus- und -weiterbildung fragen, ob wir die Pädagogen gut genug für die aktuellen Entwicklungen sensibilisieren und ausreichend auf diese vorbereiten, etwa im Bereich der neuen Technologien. Sind wir als Lehrer mitverantwortlich, wenn Schüler Cybermobbing betreiben? Thematisieren wir, dass immer mehr Schüler auf pornographischen Seiten surfen? Wie gehen wir mit der Diskussion über die Flüchtlinge um?“ Biedermann führt gerade eine Studie über Cybermobbing durch. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor.

 

Mit Spannung wird bei der Konferenz u.a. der Vortrag der pädagogischen Psychologin Brigitte Latzko von der Universität Leipzig erwartet. 2013 hat ihre Schummel-Studie (Ist Schummeln in der Schule moralisch verwerflich?) für großes mediales Echo gesorgt. In Salzburg wird Latzko die Frage nach dem Berufsethos pädagogischer Professionalität stellen. Mit der Frage „Metaethik und moralische Erziehung“ wird sich der Salzburger Philosoph Univ.-Prof. Dr. Edgar Morscher beschäftigen.

 

Die Teilnehmer der Konferenz erwarten insgesamt 70 Beiträge von Referent/innen aus 13 Ländern. Die Expertinnen und Experten kommen aus der empirischen und theoretischen Bildungsforschung, der Erziehungswissenschaft, der Psychologie, der Soziologie, Politikwissenschaft und Ökonomie. Zielpublikum sind neben Forschenden vor allem Lehrpersonen sowie alle an Bildungsprozessen beteiligten und interessierten Personen.

 

Kontakt:

Mag. Dr. Sieglinde Weyringer, Erziehungswissenschaft, Universität Salzburg, Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Sbg,sieglinde.weyringer(at)sbg.ac.at, Tel. 0662/8044-4212

Univ.-Prof. Dr. Horst Biedermann, Empirische Bildungswissenschaft, School of Education, Universität Salzburg, Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Sbg, horst.biedermann(at)sbg.ac.at, Tel. 0662/8044-7387

 

Veranstaltungen:

Vorkonferenz: „VaKE and beyond 2“, 4. – 6. Juli 2016, Universität Salzburg, http://www.vake.eu

Hauptkonferenz: „Professionals´ Ethos and Education for Responsibility“ 6.- 9. Juli 2016, Universität Salzburg, http://www.sig13-salzburg2016.sbg.ac.at/

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