Monat: Dezember 2017

22 12 2017
By: TKG 0

TKG: „Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr“

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) wünscht allen ein frohes Weihnachtsfest und ein friedvolles Neues Jahr 2018!

Wien  – Wir alle sind Menschen mit Heimat und Gesinnung und nicht bloß Namen oder Nummern auf einem Ausweis! Weihnachten ist ein Fest, welches von Gläubigen, weniger religiösen und nicht religiösen Menschen gleichermaßen  gefeiert wird. Kaum jemand kann sich den Festlichkeiten im intimen Familienkreis oder bei Freunden entziehen. Auch nicht alle aber zehntausende Menschen aus der Türkei in Österreich. Wir freuen uns genauso. Weil die besinnliche Stimmung viele Menschen aus der Türkei die Ihre „Neue Heimat“ als Österreich sehen auch sehr berührt und Freude bereitet.

Auch im neuen Jahr wollen wir das Gemeinsame vor das Trennende stellen, nicht nur in religiösen, sondern auch in politischen und alltäglichen Angelegenheiten und Fragestellungen weil die Werte Europas glauben wir sind stärker als Hass und Gewalt.

Die „Urtürken“ und der Tannenbaum- Nardogan Fest immer am 22.12

Die renitente 93-Jährige ist Altertumsforscherin Prof. Dr. Muazzez Ilmiye Çig behauptet sogar die Ursprünge des Weihnachtsbaumes in der zentralasiatischen Steppe ausfindig gemacht haben. Vor langer Zeit, so schreibt sie, laut Spiegel Bericht „huldigten dort die Vorfahren der Türken einem Gott, den sie Ulgen nannten. Dieser Gott trug einen langen Bart und einen langen Mantel, und er wohnte in einem glitzernden Palast im Himmel. Erreichen konnte man den Palast nur über einen gewaltigen Baum, der vom Mittelpunkt der Erde bis hin zu den Sternen ragte. Um Ulgen für die Wintersonnenwende zu danken, richteten ihm die Urtürken jedes Jahr am 23. Dezember ein großes Fest aus. Nun musste Ulgen irgendwie ihre Gebete erhören. Also beschmückten die Menschen einen Baum mit kleinen Schleifen, wobei jede Schleife einen Wunsch symbolisierte. Und dann luden sie ihre Verwandten ein, sangen und tanzten um den Baum. Ein Brauch, den später die Hunnen auf ihren Kampfrössern nach Europa brachten, wo ihn alsbald die Christen übernahmen. Eine interessante Theorie. Deswegen Lametta und Lichterketten überall in Istanbul. In Istanbul lassen sich auch konservative Muslime sogar  von der globalen Weihnachtsstimmung anstecken. Zumal die Festtanne wie oben beschrieben eh eine Erfindung der „Urtürken“  ist, sagt die renitente Altertumsforscherin Muazzez Ilmiye Çig.“
    

 

Frohe Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches Jahr!

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

PS: Titelfoto Bauerwilli

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20 12 2017
By: Redaktion 3 0

Das Regierungsprogramm 2017-2022 aus Sicht der Türkische KULTURgemeinde in Österreich(TKG)

Die Türkische KULTURgemeinde (TKG) gratuliert der neuen ÖVP-FPÖ Regierung und Herrn Sebastian Kurz zum Amt des Bundeskanzlers. TKG begrüßt die Differenzierung zwischen Islam und „politisiertem Islam“ und bedauert die undifferenzierte Haltung gegenüber der Republik Türkei.

Wien (OTS) – Die Türkische KULTURgemeinde (TKG) begrüßt im neuen Regierungsprogramm die Hervorhebung der Loyalität gegenüber „der österreichischen Verfassung, der bürgerlichen Freiheiten sowie der Rechten von Minderheiten.“

Für die TKG bedeutet Rechtsstaatlichkeit, daß die Ausübung staatlicher Macht nur auf der Grundlage der Verfassung, Gewaltenteilung und von formell und materiell verfassungsmäßig erlassenen Gesetzen mit dem Ziel der Gewährleistung von Menschenwürde, Gemeinwohl, Freiheit, Gerechtigkeit und Rechtssicherheit zulässig ist. Für uns bedeutet „Zeit für Neues“ besonders diese Werte-Skala nach oben zu ziehen die wir sehr gerne beobachten werden.

Wir begrüßen ebenfalls die Differenzierung zwischen „Islam“ und „Politisiertem Islam“ auf der Seite 39 unter dem Titel „Kampf gegen politischen Islam“ mit dem folgenden Satz: „Dabei wird klar unterschieden zwischen dem politischen Islam mit dem Ziel, unsere Gesellschaft zu unterwandern, und der Religion des Islam“.  Diese wesentlich richtige Analyse sollte man in Zukunft nicht unter den Tisch fallen lassen, sondern immer die Spreu vom Weizen trennen. Die Religionsfreiheit darf auf der anderen Seite von niemanden  nicht dazu missbraucht werden unsere schwer erkämpften demokratische Grundordnung in Österreich auszuhöhlen.

Wir bedauern im Regierungsprogramm die unglückliche Haltung gegenüber der Türkei mit dem folgenden Satz: „Keine Zustimmung zu einem EU-Beitritt der Türkei.  Verbündete zur Erreichung des endgültigen Abbruchs der EU-Beitrittsverhandlungen zu Gunsten eines Europäisch-Türkischen Nachbarschaftskonzeptes werden gesucht“

Österreich-Brückenbauer-Rolle ?

Österreich hat in seiner 500-jähringen Geschichte mit der Türkei mit Höhen und Tiefen eigentlich eine freundschaftliche und immer gegenseitig unterstützende und vertrauliche Brückenbauer-Rolle gehabt. Trotz der vorhandenen Unterschiede bedarf es Stimmen, welche das Gemeinsame vor das Trennende stellen ohne alles gleich zu machen. Wir möchten weiterhin ein starkes neutrales Österreich mitten im Herzen von Europa und ebenso eine starke Türkei, welche wieder auf den Weg der Rechtsstaatlichkeit, Stärkung der Demokratie und in die europäische Wertegemeinschaft zurückfindet. Wir als TKG sehen uns in dieser Vermittlerrolle.   

Die Türkische KULTURgemeinde (TKG) hat in der Vergangenheit die türkische Regierung bezüglich Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Meinung- und Pressefreiheit in allen Ebenen hart kritisiert. Wir wollen eine demokratische und wirtschaftlich starke Türkei, wo Kriterien der Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und insbesondere Presse-und Meinungsfreiheit gelebt werden. 

Die TKG betont, dass die Türkei mit den Auswüchsen von Terrorismus seit Jahren zu tun hat sowie über 3 Millionen Flüchtlingen Schutz bietet, wobei die EU am meisten bereits davon erfreulicherweise profitiert hat. Gegen der transnationale Terrorismus brauchen wir die Türkei. Wir sollten gegenüber der Türkei, wo die Mehrheit der Menschen säkular und demokratiebewusst leben, fair sein und dies nicht wechselseitig für innenpolitische Ablenkungsmanöver in Zukunft verwenden. Das gleiche wünschen und bitten wir uns von beiden Regierungen.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

Foto: © Andy Wenzel / BKA

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11 12 2017
By: TKG 0

„Perfektioniere deine Muttersprache“

VHS: „Perfektioniere deine Muttersprache: Türkisch!“

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Kursnummer 1110 (69 Euro für 10 Unterrichtseinheiten)

Donnerstags ab 11.1.2018 bis 15.2. von 19 bis 21h

VHS Landstraße, Hainburger Straße 29, 1030 Wien

 Folgekurs (Kursnummer 1561, 62,10 Euro für 9 Unterrichtseinheiten)

Türkçe – Perfektioniere deine Muttersprache!

Ana dilinizi ya da ailenizin ana dilini en iyi şekilde anlamak, yazmak, okumak ve konuşmak istemez misiniz? Sizler için yaptığımız bu kurslarımız ile “ana dilinizi“ daha iyi kavramanızı ve kendinizi daha iyi ifade etmenizi sağlayacaksınız.

Freitags ab 16.2.2018 bis 23.3. von 18 bis 19:30h

VHS Landstraße, Hainburger Straße 29, 1030 Wien

 Buchungen sind ab sofort möglich – online via www.vhs.at oder persönlich/telefonisch in der VHS Landstraße: 01/891 74 103 000.

(Foto: (c) VHS )

 

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06 12 2017
By: TKG 0

Buchpräsentation: Kants Wanderung über das Nebelmeer

Kants Wanderung über das Nebelmeer
„Die wahre Entstehungsgeschichte der Kritik der Vernunft im Spiegel der Bilderwelt C.D. Friedrichs“

Buchpräsentation des Neue Welt Verlag  am 5.Dezember 2017 in Palais Eschenbach
mit der Kooperation  des Österreichischen Gewerbevereins und der
Türkische KULTURgemeinde in Österreich(TKG)

Eröffnung : Internationaler Preisträger Julij Malakh, Violine
Werke: Johann Sebastian Bach Allemanda und Sarabanda aus Nr.2 in d-Moll.BWV 1004

Neben dem Herausgeber und Verleger DI Birol Kilic und Autor Dr. Gregor Bernhard-Königstein haben folgende Personen am Podium gesprochen.

Frau Kommerzialrat  Margarete Kriz-Zwittkovits- Ehrenpräsidentin Österreichische Gewerbeverein

Herr Dr. Werner Fasslabend -Präsident des Austria Institut für Europa- und Sicherheitspolitik / AIES

Herr Otmar Lahodynsky-Präsident der Vereinigung Europäischer Journalisten/ Profil Journalist

Herr Klaus Prömpers-ZDF Ex Südosteuropa Chef

Efgani Dönmez, PMM. Abgeordneter zum Nationalrat; Österreichische Volkspartei

 

 

 

 

 

 

 

 

Kants Wanderung über das Nebelmeer

Die wahre Entstehungsgeschichte der Kritik der Vernunft
im Spiegel der Bilderwelt C.D. Friedrichs

Eine poetisch-humorvolle Einführung in das kritische Werk Kants und in die daraus resultierende, verzweifelte Gottessuche des Königsberger Philosophen, die uns nicht den nüchternen, sondern einen neuen romantisch-mystischen Kant zeigt.

Zugleich schlägt der Autor eine naturphilosophische Neupositionierung Kants vor:  der Leser begleitet den Spaziergänger Kant auf seinen eigentlichen Wanderungen, den metaphysischen – optisch unterstützt durch den norddeutschen Künstler Caspar David Friedrich – zu Kants gleichlautenden erhabenen Naturmetaphern, dem „Nebelmeer“ und dem „bestirnten Himmel über ihn“, um letztlich dahinter die „Dinge an sich“ zu entdecken, die übersinnlich in einem Reich natürlicher und moralischer Zwecke zueinanderstimmen.

Dass Kant den physikotheologischen Gottesbeweis eigentlich nicht widerlegen will, sondern ihm ein neues moralisches, ewig gültiges Fundament gibt, kann der Autor hier erstmals biographisch schlüssig mit der psychologischen Entwicklung von Kants Denken und Fühlen belegen. Damit wird der oft „säkularisierte“, aber hier neu gelesene Kant zur möglichen Basis des „Intelligent Design“, sowie zur ermutigenden Orientierungshilfe für den Gottsuchenden heute, gerade wo die Religionsfreiheit durch das Sittenbild des Islam wieder in Diskussion steht, die für den Verleger auch einen großen Stellenwert hat. Den Abschluss bildet eine für den Ethikunterricht geeignete, erste deutschsprachige Kantballade.

Einer der frühesten Kantforscher, Karl Rosenkranz (1805 – 1875), der mehrmals Rektor der Königsberger Universität war, schrieb einmal: „Daß Kant hier das Licht der reinen Vernunft anzündete, erkläre ich mir so, wie die Holländer auch die besten Landschaftsmaler wurden. Im Dunkel sucht man nach Licht.“

Dieser „Gedanke des Behauptungswillens“ gegen die unwirtlichen Kräfte des nebeligen Wetters in nördlicher Breiten, der sich durch viele Metaphern Immanuel Kants zieht und sich durch seine physikotheologische Würdigung der Erhabenheit der Natur bestätigt, ist in diesem vorliegenden Essay über den metaphysischen Spaziergänger Kant konsequent durchgeführt. Nur wird hier nicht die realistische Landschaftsmalerei der Holländer, etwa eines Jakob van Ruisdael – immerhin als qualifizierte Natur – herangezogen, sondern die idealistische Bilderwelt von Kants näherem Zeit- und Ortsgenossen Caspar David Friedrich. Das Motiv des „Wanderers über dem Nebelmeer“ wurde schon von Lovis Corinth mit Kant als Spaziergänger über Königsberg nachgeahmt.

Es handelt sich also bei unserer Nebelwanderung um ein Opus, das darauf wartete, einmal geschrieben zu werden, und mich durch die seltene Studienfächerkombination aus Philosophie und Kunstgeschichte erst finden musste.

Selbst wenn Kant als junger Professor der Geographie, auch um viele Hörer zu bekommen, mit Vorliebe über populäre Themen referierte, wie: „Ob die Westwinde in unseren Gegenden darum feucht seien, weil sie über ein großes Meer streichen“, erweckte die Liebe zur Natur und ihrer Reflexion eigentlich schon Kants, leider früh in der Adoleszenz verstorbene, pietistisch gesinnte Mutter, die ihm nach seinem Selbstzeugnis, nicht nur den „ersten Keim des Guten“ in ihm legte, sondern auch das „Herz für die Eindrücke der Natur öffnete“ und – in dieser Reihenfolge – seine „Begriffe erweckte und erweiterte“.

Die meisten Kantbiographien und Erläuterungen seiner kritischen Lehre konzentrieren sich auf den ersten analytisch-logischen Teil der „Kritik der reinen Vernunft“, und viele (erste) Kantleser haben große Schwierigkeiten mit dem „a priori“. – Ja, wie sollen transzendentale Erkenntnisse ohne empirisches Bewusstsein – kein Mensch fällt vom Himmel – möglich sein. Dieser chronologische Mangel der Ausklammerung der Kindheit oder des Erwachsenwerdens wird, wie kaum gewusst, von Kant selbst in der kritischen Phase in seiner „Orientierungsschrift“ noch einmal umgedreht. Da geht er vom „a posteriori“ aus, und er reduziert die Empirie schrittweise, um zur transzendentalen Vernunft vorzustoßen, mit der er sich nochmals mit der „Kritik der praktischen Vernunft“ und der „Kritik der Urteilskraft“ auf dieselbe dialektische Reise des zweiten Teiles der „Kritik der Vernunft“ begibt. Und ab da gelingt es ihm als Teil der Vernunft oder des Ichs etwas mitzunehmen, worauf er zuvor noch verzichten musste, auf die Welt der Gefühle, die am Beginn all seiner Denkprozesse in der vorkritischen Phase stehen und sich erst in Begriffe „auswickeln“ mussten und müssen.

So wollen wir in dieser metaphysisch-ästhetischen Schrift insbesondere ermessen, welche Rolle das Gefühl der Erhabenheit der Natur, die Caspar David Friedrich – ganz gewiss als Kantianer – mit metrologischer Qualität dargestellt hat, für Kants Transzendental- und Moralphilosophie spielte, und wir stoßen tatsächlich auf eine bisher nicht genügend beachtete Stelle in einer Frühschrift Kants, die man religionspsychologisch nur als mystisches Erweckungserlebnis bezeichnen kann. Dass Kant, nachdem er die Endlichkeit des Denkens bewiesen hatte, und damit den Materialismus zugleich mit einer schon verfallenen Scholastik entsorgte, und damit im Stile des Humanismus Ciceros wieder für den Glauben Platz schuf, nicht im luftleeren Raum agiert, denn an der platonischen Ideenwelt konnte er nicht mehr hochklettern, ist nicht allein seinem mutigen umfassenden Dogma der Freiheit zu verdanken, sondern eben auch seiner späteren Zuneigung zur Physikotheologie, die mehr als eine regulative Idee (oder des regulativen Gebrauches einer transzendentalen) auch seine „Dinge an sich“ als verbleibenden realen Rest in einem „Reich der Zwecke“ miteinander verbindet. Sei dieses nur, wie im „Opus postumum“, eine erste „Vorahnung“ der Quantenwelt, ein „hinreichender Beweis für eine verständige Weltursache“ oder – der Antinomie der Gerechtigkeit folgend – postuliertes himmlisches Jerusalem, jedes Zeitalter hat seine eigene Sprache und sein Wissen Kant neu und anders zu lesen.

Kants Religion der „inneren Moral“ oder des Gewissensgesetzes bietet aber – ähnlich wie dem Theologiestudium seit den Anfängen der Wissenschaft eine Artistenfakultät vorgereiht ist – auch den Laien heute einen humanistischen Minimalkonsens, der allen Gläubigen, egal welcher Religion, zur dauernden Erhaltung des Weltfriedens, wie auch eines jeden inneren Friedens, dringlich zur Kenntnis gebracht werden sollte.

Neue Welt Verlag

Kants Wanderung über das Nebelmeer
978-3-9503981-9-9
Deutschland: 9,90EUR (DE), Reduzierter Satz, Gebundener Ladenpreis inklusive Steuer
Österreich: 9,90EUR (AT), Reduzierter Satz, Gebundener Ladenpreis inklusive Steuer
Schweiz: 9,90CHF, Reduzierter Satz, UVP

Der Autor ist Dr. Gregor Bernhart-Königstein und
Verleger DI Birol Kilic.

Forschungen zu Orient und Okzident
herausgegeben  von Birol Kilic

 

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05 12 2017
By: Redaktion 3 0

TKG: Nikolaus! Ja zu einer Kultur des Teilens und Gebens

Alle Jahre wieder wird leider auf die Austrotürken in Österreich durch gewisse Kreise eine Hexenjagd über die Nikolo-Weihnachtskultur veranstaltet. Wir müssen heuer leider laut, „Nein zu Nikolo-Rassismus und ja zu einer Kultur des Teilens und Gebens“ sagen. Jedes Kind kennt ihn, jedes Kind freut sich auf ihn! Unser Landsmann aus der Türkei „Nikolo“ kommt auch dieses Jahr zu den Wiener Kindern.

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich(TKG) stellt klar: Die austrotürkischen Familien in Wien und in ganz Österreich haben mit dem historischen Nikolaus und dem kostümierten „Nikolo“ (mit oder ohne Bart) kein Problem, ganz im Gegenteil, sie sehen dieses Fest als kulturelle Bereicherung und als Zeichen für das barmherzige Teilen und mildtätige Geben. Der  Nikolo der auch der Schutzheilige von Russen, Serben und Griechen  und der Schutzpatron der Seeleute, Fischer, Händler, Apotheker, Schüler, Kinder, Bäcker, Schnapsbrenner, Kerzenzieher, Pfandleiher – und sogar der Diebe usw. ist auch für Muslime genau wie für die Christen ein Vorbild der Nächstenliebe! „Für die Katholiken existiert die mildtätige Bischofsfigur, die am 6. Dezember brave Kinder belohnte, weiter. „In Holland hielten die Reformierten ebenfalls an ihrem Nikolaus fest“, erklärt Becker-Huberti. Als ihre Siedler in Nordamerika Nieuw Amsterdam, das heutige New York, gründeten, feierten diese auch dort ihren „Sinterklaas“. Aus ihm wurde schließlich der volkstümliche Santa Claus – der Weihnachtsmann, der heute in der Adventszeit weltweit anzutreffen ist und der vor allem den Umsatz ankurbeln soll.“

 

Die TKG  findet das gut und bittet, dass der Hl. Nikolaus nicht als Kultureller Rassismus-Keule gegen Muslime  und insbesondere Austrotürken verwendet wird! Stattdessen soll von Politikern, Gemeinden und Pädagogen eine gemeinsame Kultur der Nächstenliebe vermittelt werden.

 

Es schmertz-Nikolaus- Diffamierung! 

 

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich fordert außerdem, diesen alljährlichen „Nikolaus-Diffamierung“ besonders gegenüber den aus der Türkei stammenden Kindern, Kleinkindern und Familien zu unterlassen! Es schmertz…Dazu gehören auch die mittlerweile entlarvten Unwahrheiten, die sich um die Wiener Kindergärten und andere Einrichtungen drehen. In der Vergangenheit haben diese Artikel zu einer Unzahl von Irritationen, Hasspostings und Hetze in den Print- und Internet-Medien geführt.

 

Wer war Nikolaus?

 

Der  Nikolaus, er wirkte Ende des 3. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts, stammt nicht aus New York oder aus Toronto und auch nicht etwa aus Rom, sondern aus der heutigen Türkei, nämlich aus der antiken lykischen Bischofsstadt Myra, dem heutigen Demre, in der Nähe der schönen Küstenstadt Antalya an der Südküste Kleinasiens.  In Demre steht auch heute noch sein (leerer) Sarkophag, die ruinöse, aber im 20. Jahrhundert restaurierte Basilika ist ein wichtiges Pilgerziel, besonders für griechisch-orthodoxe Christen. Die Gebeine kamen 1087 n. Chr. in die süditalienische Stadt Bari (Provinz Apulien) und werden, über die ganze Welt hinausgetragen, als Reliquien verehrt.

 

Wir sind stolz auf Bischof Nikolaus aus der Türkei

 

Wir, die Türkische Kulturgemeinde in Österreich und viele tausende türkische Familien in Österreich, sind sehr stolz auf „ihren“ Bischof Nikolaus, dessen Leben historisch belegt ist und dessen barmherzige Taten über den Erdkreis weitererzählt werden und die Kinderherzen erfreuen.  Wenn solch ein gutherziger Mensch und großes Vorbild aus dem eigenen Land stammt, wäre auch alles andere verwerflich! Im Gegenteil: Nikolaus von Myra ist auch für das Zusammenleben von Moslems und Christen ein perfekter Brückenbauer und ein pädagogisches Vorbild. Jedes kleine Kind, egal welcher Abstammung oder Herkunft, würde sich über die Geschichte vom Hl. Nikolaus freuen.

Während einer Hungersnot soll Nikolaus von Myra in der Türkei seinen darbenden Mitbürgern Getreide verschafft haben, indem er einige Kaufleute, deren Schiffe im Hafen von Myra vor Anker lagen, veranlasste, ihre für den Kaiser in Byzanz bestimmten Schiffsladungen nicht an ihren ursprünglichen Bestimmungsort zu bringen, sondern in die hungernden Städte und Dörfer Kleinasiens zu liefern. Als die Händler mit beklommenen Herzen weitersegelten und sich fürchteten, mit leeren Händen nach Hause zu kommen, waren die Schiffe plötzlich auf wunderbare Weise wieder vollständig beladen. Diese Legende gab den Anlass, dass neben den Kaufleuten auch die Getreidehändler, Müller und Bäcker den heiligen Nikolaus zu ihrem Zunftpatron auserkoren. Die unzähligen Patrozinien christlicher Gotteshäuser, die dem Hl. Nikolaus geweiht sind, geben davon ein beredtes Zeugnis.

Noch viele andere Legenden werden vom Hl. Nikolaus erzählt. Eine bekannte Geschichte ist, dass ein verarmter Mann sich genötigt sah, seine drei Töchter als Prostituierte zu verkaufen, weil er sie mangels Mitgift nicht standesgemäß verheiraten konnte. Nikolaus, damals noch nicht Bischof und selbst ohne entsprechende Mittel, erfuhr von der Notlage und warf in drei aufeinander folgenden Nächten je einen großen Goldklumpen durch das Fenster des Zimmers der drei Jungfrauen. Der Vater hatte nun genug Geld für die Mitgift und war nicht mehr genötigt, seine Töchter zu verkaufen. Aufgrund dieser Legende wird der Heilige oft mit drei goldenen Kugeln oder Äpfeln dargestellt. Diese Geschichte ist auch der Anlass für den Brauch, den Kindern Kleinigkeiten zum Naschen zu schenken. Dieser Brauch des Schenkens verlagerte sich später in reformatorischer Zeit auf das Weihnachtsfest. Der Rest ist bekannt.

 

„Wer Zwietracht sät, wird Hass ernten!“ 

 

Um dieses Kulturgut zu bewahren, erwarten wir von den Verantwortlichen in der Politik, den Gemeinden bei den Medien und von Pädagogen, die alljährlich über das Fest berichten oder es veranstalten, diese Tradition des „Nikolo“ an unsere christlichen und muslimischen Kinder weiterzugeben und nicht Zwietracht zu säen! Wir alle sollten mit diesem Brauchtum verantwortungsvoll umgehen und nicht die türkischen Kinder und Familien diskriminieren, als wären sie gegen den „Nikolo“. Auch die Gemeinde Wien hat nie die Nikolo-Feiern mit einem kostümierten Nikolaus untersagt, wie es in den letzten Jahren falsch in den Medien kolportiert wurde. Man ist lediglich davon abgekommen, professionelle Nikoläuse zu bestellen, da man der Meinung ist, dass dies die den Kindern bekannten Erwachsenen Personen übernehmen sollen.

Der Hl. Nikolaus darf nicht als Rassismus-Werkzeug gegen Muslime missbraucht werden! Wir sind gegen diesen „Neo-Rassismus“, also einen kulturellen Rassismus, der einen Keil zwischen die Nationen und Religionen treiben möchte oder eine Gemeinde deswegen zu Unrecht verleumdet. Wie wir gezeigt haben, eignet sich gerade der Hl. Nikolaus dazu überhaupt nicht. Dennoch versuchen alljährlich verschiedene Gruppen und Parteien, daraus politisches Kleingeld zu schlagen.

Wir wollen verhindern, dass eine Gruppe von Menschen, die eine andere Religion, Konfession oder Nationalität hat, jedes Jahr wieder auf’s Neue pauschal diskriminiert wird. Wir Austro-Türken lieben den humanistischen, christlichen Nikolaus, unseren Landsmann, und wir sind stolz auf ihn! Nein zu Nikolo-Kultureller Rassismus. Ja zu einer Kultur des Teilens und Gebens.

 

Türkische Kulturgemeinde in Österreich

 

http://www.n-tv.de/reise/Myra-die-Heimat-des-Nikolaus-article591191.html

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