Monat: März 2018

30 03 2018
By: TKG 0

Frohe Osterfeiertage-Hayırlı Paskalya! So feiert man Ostern in der Türkei

Wir wünschen unseren christlichen Freunden, Nachbarn und auch allen anderen, die dieses christliche Fest nicht begehen,
frohe Osterfeiertage und ein schönes Wochenende.

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

 

Info:

Hayirli Paskalya! So feiert man Ostern in der Türkei

Auch in der Türkei wird an manchen Orten Ostern gefeiert, vor allem in Ostanatolien. Will man sich gegenseitig „Frohe Ostern!“ wünschen, so sagt man dort „Hayirli Paskalya!“. Aber wie wird Paskalya in der Türkei gefeiert? Hier ein paar Eindrücke.

Was wäre Ostern ohne einem leckeren Hefezopf? Das dachte man sich wohl auch in der Türkei. Deshalb wird dort an Ostern ein Osterkuchen aus Hefeteig gebacken. Das Besondere daran ist, dass in den Kuchen traditionell eine Münze eingebacken wird – wer diese dann beim Verspeisen findet, der kann sich über Gesundheit und Glück freuen. Aber natürlich gibt es in der Türkei noch viele weitere Gaumenfreunden zu Ostern. Deswegen kommt an den Feiertagen meist die ganze Familie zusammen, um gemeinsam leckeren Fisch und grüne Linsen zu essen. Das ist nämlich Brauch am Karfreitag.

Gibt es in der Türkei auch Ostereier?

Und auch auf die Ostereier muss man bei einem Osterfest in der Türkei nicht verzichten. Hierzu gibt es sogar einen speziellen Brauch. Zwei Personen müssen ihre Ostereier gegeneinander schlagen und derjenige, dessen Ei nicht zerbricht wird auch wieder mit Gesundheit und Glück beschenkt. Neugierig geworden? Wer nun vielleicht sogar über die Osterfeiertage einen Urlaub in der Türkei machen möchte, weiß nun zumindest, dass man auch dort sehr gut Ostern feiern kann. In manchen Orten in der Türkei gibt es außerdem auch christliche Kirchen, in denen man zur  Ostermesse gehen kann. Na dann, Hayirli Paskalya! (Myheimat.de)

 

Izmir – türkische Ostern für Anfänger

von Marie Christen

Die Türkei fällt einem vielleicht nicht als erstes ein, wenn man an das Osterfest denkt, doch auch hier wird das Fest mit seinen ganz eigenen Osterbräuchen zelebriert! Erlebt türkische Ostern mit uns!

FROHE OSTERN!

Hayirli Paskalya! (Frohe Ostern!) wird euch in der Türkei gewünscht! Nicht viele Türken feiern das Osterfest, auch ist es kein gesetzlicher Feiertag und doch überrascht die Türkei mit einigen Osterbräuchen.

Ostern ist auch hier ein Fest der Familie, alle kommen zusammen und veranstalten ein großes Festessen! Für die Feiertage wird ein Osterkuchen aus Hefeteig gebacken, also ganz ähnlich wie bei uns. Doch das Besondere und außergewöhnliche steckt hier im Detail: In den Hefezopf wird nämlich eine Münze mit eingebacken und wer diese dann findet oder verspeist, soll sich dem Glauben nach besonderer Gesundheit und Glück in diesem Jahr erfreuen dürfen. Aber natürlich gibt es noch andere Freuden für den Gaumen wenn man türkische Ostern feiert. An Karfreitag zum Beispiel wird sich in großer Runde getroffen und statt Osterbrot werden traditionell Fisch und grüne Linsen zum Mittag serviert.

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Auch die Ostereier werden in der Türkei nicht vergessen. Hier muss man sie allerdings nicht erst finden, denn in der Türkei gibt es diesbezüglich einen speziellen Brauch. Hierbei schlagen zwei Personen ihre Ostereier gegeneinander und derjenige, dessen Ei nicht zerbricht wird auch hier wieder mit Gesundheit und Glück gesegnet! Neugierig geworden? Dann besucht doch mal…

IZMIR

Die Perle an der türkischen Ägäis hat dir so einiges zu bieten! Die drittgrößte Stadt der Türkei, nach Istanbul und Ankara, wurde 3000 v. Chr. gegründet und ist somit eine der ältesten Städte der Welt. Viele verschiedene Kulturen haben während der wechselvollen Stadtgeschichte ihre Spuren hier hinterlassen.

Das Hafenviertel sowie der moderne Innenstadtbereich mit seinem Basarviertel, dem Museum und dem Kulturpark bieten eine Vielfalt an Besichtigungsmöglichkeiten. Besonders Kulturliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Neben zahlreichen Museen findet man in Izmir auch ein Staatstheater und die Staatsoper mit einem berühmten Orchester. Musikfreunde reisen aus der ganzen Türkei an, um das Orchester spielen zu hören!

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Der Uhrturm auf dem Konak-Platz ist nicht nur Wahrzeichen der Stadt sondern auch ein Symbol für die Befreiung von der griechischen Besatzung. Unweit davon befindet sich das Archäologische Museum, das mit Funden aus der Antike aufwarten kann und absolut einen Besuch wert ist. Wer einen besonderen Ausblick über die Bucht von Izmir erleben möchte, sollte sich nicht scheuen, den Berg Kadifekale zu erklimmen. Auf diesem Berg lassen sich heute noch Ruinen einer eindrucksvollen Burg und ihrer Mauern, die während der Herrschaft von Alexander des Großen errichtet wurden, finden. Man kann also sagen, dass Izmir ein Ort mit großer Vergangenheit hat, die bis in die Moderne hineinreicht. Ein toller Ort um Kultur hautnah zu erleben oder für ein paar Tage zu entspannen. Also…packt die Ostereier ein, fahrt nach Izmir und Hayirli Paskalya! (blog.surprice-hotels.com)

 

CHRISTENTUM STAMMT AUS DER TÜRKEI VON BIROL KILIC

http://www.turkischegemeinde.at/christentum-stammt-aus-der-tuerkei/

 

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29 03 2018
By: TKG 0

„Frohe Ostern“: Türkischer Imam reinigt seit 13 Jahren armenische Kirche

„In meiner Freizeit gehe ich regelmäßig in die Kirche und schau, dass es dort gepflegt ausschaut. Meine Frau und meine Kinder helfen mir auch dabei”, so Metin Halıcı, Imam (Vorbeter) der Terzili Moschee in Sarıkaya in der mittelanatolischen Provinz Yozgat. Seit 13 Jahren reinigt der islamische Geistliche eine armenische Kirche – Ein Beispiel für gelebte Toleranz und Respekt!

Yozgat (Türkei, Yeni Vatan-Neue Heimat Zeitung)-Bestimmte Armenier aus aller Welt, die bis 1960 im Stadtteil Terzili gelebt haben, kommen an bestimmten Zeiten des Jahres in ihre alte Ortschaft. Sie wollen in der historischen Kirche ihre Gebete verrichten. Dank dem islamischen Seelsorger ist das für die Christen problemlos möglich. Egal zu welcher Zeit man die Kirche besucht, man findet eine saubere Ortschaft vor um seine Religion frei zu praktizieren.

Die “uralte” Kirche wird von Menschen aus aller Welt besucht

Die fast 2.000 Jahre alte Kirche, befindet sich im Hof des Imams und wird seit 13 Jahren von ihm gereinigt und gewartet. „Als ich vor 13 Jahren in diesem Stadtteil als Imam beauftragt wurde, hat mich die Kirche mitten in meinem Hof natürlich verwundert. Mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt. Aus Respekt habe ich es für mich als eine Aufgabe gesehen, die benachbarte Glaubenseinrichtung zu säubern, “ sagte er. Die meisten Besucher sind aus Argentinien, der Türkei und den USA.

Zur Zeit der Osmanen soll es zu einer Tradition geworden sein

„Auf diesem Land hat die Toleranz und Barmherzigkeit des Osmanischen Reichs gelebt. Wir wollten, dass diese Werte hier weiterhin ihren Platz finden. Meistens wird sie von christlich-orthodoxen Personen besucht. Die früheren Imame haben diesen Auftrag auch übernommen und durchgeführt. Außerdem gehört die Gebetsstätte unserer “Nachbarreligion”. So habe ich es mit besonderer Vorsicht als eine Pflicht gesehen, diesen religiösen Ort sauber und jederzeit zum Beten bereit zu halten“, fügte er hinzu. Es ist auch zu vermerken, dass die türkischen Gastarbeiter in Wien größtenteils aus derselben Provinz stammten. So ist dieser Ort der Toleranz die zweite Heimat vieler hier lebender Türken in ganz Österreich. (yenivatan.com)

http://www.yenivatan.at/tuerkischer-imam-reinigt-seit-13-jahren-armenische-kirche/

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27 03 2018
By: TKG 0

Paris-TKG: “Es gibt kein Wort unser Mitgefühl gegen diese Unmenschlichkeit und Antisemitismus auszudrücken”

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) ist zutiefst betroffen über den abscheulichen Mord an der 85-jährigen Holocaust-Überlebenden Mireille Knoll in Ihrem Haus in Paris am Sabbat.

Wien (OTS) -Laut unseren Informationen hat sich Mireille Knoll bereits vor der Attacke über gewalttätige Drohungen gegenüber ihrem Leben bei der Pariser Polizei beschwert und Anzeige erstattet.

Der Obmann der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich dazu: „Wir, als aus der Türkei stammende ÖsterreicherInnen sind zutiefst traurig und teilen die Schmerzen der Familie Mireille Knoll, der Jüdischen Gemeinde in Frankreich und in der Welt. Es gibt kein Wort, keinen Satz um unser Mitgefühl gegen diese Unmenschlichkeit und Antisemitismus ausdrücken. Die muslimischen Menschen haben Jahrhunderte lang in der Türkei und in der Osmanischen Zeit ab dem Mittelalter, friedlich vom Balkan, über die jetzige Türkei, bis zum Nahen Osten zusammengelebt. 1492 haben die Türken aus Spanien und Portugal die Juden aus der Inquisition (Verfolgungen, Folter, Verbrennungen etc.) in den Balkan und in die Türkei aus eigenem Interesse und mit Selbstverständlichkeit gerettet. 1992 wurde in Istanbul mit allen türkischen Juden ein 500-jähriges Zusammenleben gefeiert. Da sehen wir, dass der Glaube eigentlich kein Hindernis ist, sondern der politisierte Glaube, Fanatismus, die Nahost-Konflikte und die dauernde Hetze. Wir müssen mit allen demokratischen Kräften gegen diesen Fanatismus arbeiten und unbedingt die Spreu vom Weizen trennen. Wir rufen alle Muslime und Musliminnen auf, dagegen etwas zu tun. Wir werden in Österreich in Zukunft mit mehreren Vereinen darüber reden um eine Aktion und Informationskampagne in unseren Gemeinden beginnen zu können.“

 

TKG-AUFKLÄRUNG: „DIE GESCHICHTE DER TÜRKISCHEN JUDEN“

Die Geschichte der türkischen Juden

TKG-AUFKLÄRUNG: „WAS SAGT DER QUR’AN (KORAN) ZUM JUDENTUM?“

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19 03 2018
By: TKG 0

Türkische Kulturgemeinde bedankt sich für die Ausstellung Byzanz & der Westen-1000 vergessene Jahre

  • „Byzanz & der Westen-die Geschichte schreibt sich fort“
    (Kurt Farasin, Küntlerischer-Leiter Schallaburg)
  • „Kommunikation ist alles“
    (Faiko Daim&Dominik Heher, Kuratoren)
  • „Gesellschaft und Geschichte differenzierter betrachten und mit unserer Identität in Beziehung setzen“
    (Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner)

Wien(APA-OTS)-Diese drei Zitate sagen mehr als tausend Sätze, warum die Ausstellung „Byzanz & der Westen-1000 Jahre vergessene Jahre“ in Schallaburg-NÖ besuchenswert ist. Die Schallaburg in NÖ ruft ab 17. März 2018 eine völkerverbindende und faszinierende Geschichte ins Gedächtnis! Zwei Welten, die einander vertraut und doch in vielem so fremd waren. Es ist die Geschichte von Byzanz und dem Westen.

Die Ausstellung ist nicht nur für ÖstereicherInnen sehr wichtig, sondern auch für alle Menschen mit Wurzeln im Balkan und der Türkei, die unbewusst ihre kulturellen byzantinischen Traditionen, durch Musik, Essen, Glauben oder Kunst, fortführen.

Obmann der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich(TKG) Birol Kilic bedankt sich herzlich für die Ausstellung „BYZANZ & DER WESTEN – 1000 VERGESSENE JAHRE“ in Schallburg-NÖ bei Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner , bei der künstlerischen- Leitung der Schallaburg Kurt Farasin und bei den beiden ausgezeichneten Kuratoren Faiko Daim und Dominik Heher.  Kilic weiter:  „Viele unserer Mitglieder und Bekannten stammen aus Istanbul, dem früheren Konstantinopel und kennen die  unglaublich wechselvolle Geschichte die auch in dieser Ausstellung in Schallaburg gerade für die jetzige Zeit eigentlich die größte Lektion sein sollte. Obwohl uns die byzantinische Kultur sehr nahe ist und seit Generationen weitergegeben wird, wird sie nicht bewusst wahrgenommen.  Schallaburg NÖ weckt in uns als Österreicher mit türkischen Wurzel die brüderlichen Gefühle die wir dankbar sehen und schätzen. Niederösterreich hat in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten im Kulturbereich sehr viele nationale und internationale Anerkennungen erarbeitet. Nicht ohne Grund. Hochachtung“

 

 

Mehr Info:

„Byzanz & der Westen- 1000 vergessene Jahre“ in NÖ-Schallaburg

 

„Byzanz&der Westen-die Geschichte schreibt sich fort“
Kurt Farasin, Küntlerischer-Leiter Schallaburg

„Kommunikation ist alles“
Faiko Daim&Dominik Heher, Kuratoren

„Gesellschaft und Geschichte diffenzierter betrachten und mit unserer Identität in Beziehung setzen“
Landeshauptfrau Johhanna Mikl-Leitner

Die drei Zitate sagen mehr als tausend Sätze um die Ausstellung Byzanz&der Westen-1000 Jahre vergessene Jahre in Schallaburg-NÖ zu besuchen.

Die Schallaburg in NÖ ruft 2018 eine faszinierende Geschichte ins Gedächtnis! Zwei Welten, die einander vertraut und doch in vielem so fremd waren. Es ist die Geschichte von Byzanz und dem Westen.

Wir reisen zurück ins Mittelalter: Schauplatz ist das Mittelmeer – ein Ort, der seit jeher Kulturen verknüpfte und bereicherte. Auf den Trümmern des weströmischen Reiches entsteht eine Vielzahl neuer Staatsgebilde, während das oströmische Reich mit seiner Hauptstadt Konstantinopel zum Weltreich aufsteigt. Lange Zeit gilt es im Westen als prestigeträchtig, an der Kultur der Byzantiner teilzuhaben. Mit Exponaten aus namhaften Sammlungen wie dem Pariser Musée du Louvre, der Schatzkammer von San Marco in Venedig oder dem Israel Museum in Jerusalem ist „Byzanz & der Westen“ die wertvollste Ausstellung in der Geschichte der Schallaburg.

 

Wir reisen zurück ins Mittelalter

Schauplatz ist das Mittelmeer. „Byzanz & der Westen“ ist die erste Ausstellung zum wechselvollen Verhältnis zwischen dem Byzantinischen Reich und dem lateinischen Westen.

Zugleich ist sie die wertvollste Schau in der Geschichte der Schallaburg mit Exponaten aus namhaften Sammlungen wie dem Pariser Musée du Louvre, der Schatzkammer von San Marco in Venedig oder dem Israel Museum in Jerusalem.

Mit dieser Ausstellung ruft die Schallaburg eine Geschichte in Erinnerung, die im gemeinsamen Gedächtnis Mittel- und Westeuropas eine weitgehend unbedeutende Rolle spielt. Sie handelt von Neugier und Vorurteilen, von Gier und Faszination, von zwei Welten, die einander vertraut und doch in vielem so fremd waren. Es geht uns um die Verbindungen und die Kommunikation zwischen Ost und West sowie um den Raum dazwischen, das Mittelmeer, in dem der Austausch stattgefunden hat. Byzanz hat als Brücke von der Antike zur Moderne fungiert. Wir verdanken Byzanz jede Menge Wissen, ohne das die Renaissancezeit kaum möglich gewesen wäre, so wie wir sie erlebt haben“, erörtert der Kurator Falko Daim.

Eine chronologische Reise

Der Ausstellungsrundgang beginnt im Innenhof am Schauplatz Mittelmeer, dem wesentlichen Kommunikationsraum, wo der aus Italien stammende Künstler Angelo Monne bedeutende Küstenorte des Mittelmeers mit historischen und gegenwärtigen Bezügen großformatig illustriert hat.

In der Ausstellung werden unterschiedliche Aspekte der wechselhaften Beziehung zwischen griechischem Osten und lateinischem Westen einzeln und in chronologischer Abfolge erzählt. „Herzstück der Ausstellung sind die verschiedenen Wege der Kommunikation. Wie kommunizierten diese beiden Welten miteinander: Sei es über Diplomaten, politische Ehen, aber auch über reisende Personen wie Pilger, Künstler, Leute die ausgewandert sind und ein Bild ihrer Kultur vermittelt haben.  Aber natürlich auch über Gegenstände und Texte“, so Kurator Dominik Heher.

Drei Übergangsräume, als Rauminstallation in der Ausstellung angelegt, widmen sich dem aktuellen Beziehungsstatus der beiden Protagonisten. „Hier kommen Byzanz und der Westen zu Wort, sie sprechen miteinander, übereinander und gegeneinander. Wie stehen diese beiden Welten zueinander? Vertragen sie sich? Uns ist es wichtig, dass der ganze Raum das Gefühl und diese Gedanken, diese Beziehungsgeschichte erzählt“, erklärt Renate Woditschka vom Team zunder zwo, welche die Vermittlungsebene in der Ausstellung gestaltet haben. Hörstationen, interaktive Spiele, Aktionskarten und das Mitmach-Heft laden zum selbst aktiv werden und ausprobieren ein.

Die Ausstellung mündet in ein offenes Ende. Im Magazin mit dem Titel „Mittelmeer wohin“ analysieren Persönlichkeiten aus den Bereichen Politik, Wissenschaft, Kunst und Kultur vergangene und gegenwärtige Entwicklungen im Mittelmeerraum. „Die Schallaburg ist ein Ausstellungszentrum wo spannende Geschichten mit starkem Bezug zur Gegenwart erzählt werden. So auch wieder heuer mitByzanz & der Westen“. Erzählt wird eine Sehnsuchts – bzw. Beziehungsgeschichte, wo man zuerst begehrt, dann liebt und zum Schluss auch zerstört. Byzanz ist aktueller denn je, für das Verständnis von Europa und vor allem auch der Diskussionen, die wir heute führen“, betont Kurt Farasin, Künstlerische Leiter der Schallaburg.

Forschung trifft Ausstellung
Für die Ausstellung arbeitete die Schallaburg mit den führenden Institutionen für die Erforschung byzantinischer Kultur, wie dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, zusammen. Diese Institute präsentieren nicht nur ihre aktuellsten Forschungsergebnisse in der Ausstellung – dieses Wissenschaftsnetzwerk beantwortet ab Ausstellungsbeginn auch persönliche Fragen zum Thema Byzanz – entweder direkt in der Ausstellung oder auch bei Vorträgen und Diskussionsrunden.Durch die Eröffnungsfeier führte Moderatorin Barbara Stöckl. Auf der Bühne mimte eine Geräuschkulisse Möwengeschrei und Meeresbrandung nach. Ein akustisches Stimmungsbild vom Mittelmeer – jenem Ort – der seit jeher Kulturen verknüpfte und bereicherte. Für die  musikalische Reise in den Mittelmeerraum zeichnete das Ensemble Fiori Musicali Austria verantwortlich: musikalische Elemente aus verschiedenen Genres trafen auf Musikstile aus unterschiedlichen Epochen und aus aller Welt. Das Beziehungswechselspiel zwischen dem WESTEN und BYZANZ verkörperten die beiden Schauspielerinnen Vanessa Payer Kumar und Eva Maria Neubauer; sie zitierten Botschaften der beiden Protagonisten, unterstrichen die jeweilige Identität und verdeutlichten die Gegensätze.Die Eröffnung der Ausstellung beim feierlichen Festakt nahm Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner vor: „Ein wesentliches Markenzeichen im Kulturland Niederösterreich ist die Schallaburg, die zu den erfolgreichsten Ausstellungszentren Österreichs zählt. In bunter und lebendiger Form widmet man sich in den jährlich wechselnden Ausstellungen historischen, zeitgeschichtlichen und ethnologischen Themen. Mit der Kulturvermittlung geht die Schallaburg neue Wege und lädt das Publikum zu einem Austausch, zu einem Dialog ein. Das führt dazu, dass wir Gesellschaft und Geschichte differenzierter betrachten und mit unserer Identität in Beziehung setzen können. Die heurige Ausstellung zeigt wie Kulturen sich wechselseitig stark beeinflussen aber auch wie eine fehlende Kommunikation zu Missverständnissen und in weiterer Folge zu Entfremdung und Konkurrenz führen kann. Ein Blick in die Geschichte kann uns helfen, größere Zusammenhänge zu verstehen und zeigt, wie sehr unsere Gegenwart von der Historie auch geprägt ist. Die Schallaburg lädt ein, unsere Welt kennenzulernen, und das – in spannender und familiengerechter Aufbereitung.“

Kaiser Herakleios als Kreuzfahrer ©Museé du Louvre, Paris

Von 17. März bis 11. November 2018 ruft die Schallaburg eine faszinierende Geschichte ins Gedächtnis. Sie handelt von Neugier und Vorurteilen, von Gier und Faszination, von zwei Welten, die einander vertraut und doch in vielem so fremd waren. Es ist die Geschichte von Byzanz und dem Westen.

Wir reisen zurück ins Mittelalter

Schauplatz ist das Mittelmeer – ein Ort, der seit jeher Kulturen verknüpfte und bereicherte. Das Römische Reich wird im 4. Jahrhundert geteilt: Auf den Trümmern des weströmischen Reichesentsteht eine Vielzahl neuer Staatsgebilde, während das oströmische Reich mit seiner Hauptstadt Konstantinopel zum Weltreich aufsteigt – es wird zum politischen und kulturellem Zentrum.

Byzanz glänzt

Seide, Gold und Elfenbein sind im Westen heiß begehrt! Lange Zeit gilt es als prestigeträchtig, an der Kultur der Byzantiner teilzuhaben – man tauscht sich aus, wird inspiriert und imitiert. Atemberaubende Kunstwerke und bedeutende archäologische Funde aus namhaften Sammlungen wie dem Musée du Louvre, der Schatzkammer von San Marco in Venedig oder dem Israel Museum in Jerusalem machen „Byzanz & der Westen“ zu einer einzigartigen Schau.

Das Ende einer Erfolgsstory

Politische und religiöse Differenzen, Sprachbarrieren und entgegengesetzte Interessen belasten zunehmend die Beziehung zwischen Byzanz und dem Westen. Die Kluft wird immer tiefer. Beide Seiten schüren vorhandene Vorurteile und heben die trennenden Elemente ihrer Kulturen hervor. Ein fatales Spiel, das schließlich mit dem Untergang der einstigen Supermacht Byzanz endet.

Kaiser Herakleios als Kreuzfahrer ©Museé du Louvre, Paris

Für die ganze Familie

Interaktive Spiele, Hörstationen, das Mitmach-Heft und die Familienführung laden Klein und Groß zu einer Entdeckungsreise durch die Ausstellung ein und machen 1000 vergessene Jahre für die ganze Familie erlebbar.

Forschung trifft Ausstellung Vorhang auf für die Wissenschaft

Die Ausstellung „Byzanz & der Westen. 1000 vergessene Jahre“ wurde vom Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz (RGZM) in Zusammenarbeit mit der Abteilung Byzanzforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften sowie dem Institut für Byzantinistik und Neogräzistik der Universität Wien für die Schallaburg konzipiert. Das RGZM Mainz tritt nicht nur als kuratierende Instanz auf, sondern ist auch maßgeblich an einem Forschungsnetzwerk beteiligt, das unter anderem die Universität Mainz, aber auch andere Einrichtungen unter dem Namen „Leibniz- WissenschaftsCampus Mainz“ zusammenfasst.

Die aktuellen Forschungsergebnisse aller genannten Institute sind direkt in „Byzanz & der Westen“ eingeflossen und machen die faszinierende Geschichte eines imposanten Weltreiches lebendig. Erstmals beantwortet das Wissenschaftsnetzwerk auch ganz persönliche Fragen – entweder direkt in der Ausstellung oder auch bei Vorträgen und Diskussionsrunden.

Eine chronologische Zeitreise

Die Erzählung in der Ausstellung setzt am Ende des 4. Jahrhunderts bei der Teilung des Römischen Reiches (395) in West und Ost ein und erstreckt sich über 1000 Jahre, in denen sich das Verhältnis zwischen dem Westen und Byzanz massiv verändert. Die Plünderung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer (1204) leitet den Untergang der einstigen Supermacht ein – 1453 wird Konstantinopel schließlich durch die Osmanen erobert; die Geschichte von Byzanz und dem Westen kommt zum Abschluss – in der Ausstellung mündet sie in ein offenes Ende: Beispielhaft wird gezeigt, wie Byzanz Europa bis heute prägt – besonders rund um das Mittelmeer.

Mit dieser einzigartigen Mischung von Geschichten, Objekten und historischen Persönlichkeiten macht die Schallaburg 1000 vergessene Jahre erlebbar und schlägt eine Brücke ins Heute.

Tragaltar ©Hohe Domkirche Trier

Überblick Rundgang

Der Ausstellungsrundgang beginnt im Innenhof am Schauplatz Mittelmeer, dem wesentlichen Kommunikationsraum, zwischen den beiden Protagonisten Byzanz und dem Westen. Der aus Italien stammende Künstler Angelo Monne hat hier bedeutende Küstenorte des Mittelmeers mit historischen und gegenwärtigen Bezügen großformatig illustriert.

 

Exponate aus der Ausstellung sind in die Darstellung eingebettet. Die Zeitebenen Antike, Mittelalter und Gegenwart verschwimmen – Epochen treffen aufeinander und prägen bis heute:

Venedig (Italien), Zadar (Kroatien), Monemvasia (Griechenland), Konstantinopel (Türkei), Iraklio (Griechenland), Akkon (Israel), Alexandria (Ägypten), Palermo (Italien), Marseille (Frankreich), Karthago (Tunesien), Portus (Italien)

In der Ausstellung werden unterschiedliche Aspekte der wechselhaften Beziehung zwischen dem griechischen Osten und lateinischem Westen einzeln und in chronologischer Abfolge erzählt.

Drei Übergangsräume sind als Rauminstallation angelegt. Sie widmen sich dem aktuellen Beziehungsstatus, in denen jeweils ein zentraler Aspekt der Geschichte thematisiert wird. Die Protagonisten, Byzanz und der Westen, kommen zu Wort. Sie sprechen miteinander, übereinander und gegeneinander.

Raum 1 – ANKOMMEN

In der Ausstellung

Schlüsselbegriffe sind in unterschiedlichen Mittelmeersprachen zu hören – dieser Raum dient der Einstimmung auf die Geschichte.

Raum 2 – ÜBERBLICK

Welcher Zeitraum wird abgedeckt? Wo befinden wir uns?

Raum 3 – VERSTÄNDNIS

Das Römische Reich umfasst viele Völker rund ums Mittelmeer – Latein ist die gemeinsame Amtssprache. Als das Weströmische Reich zerbricht, wird im Westen weiter Latein gesprochen. Im östlichen, von Byzanz beherrschten Mittelmeerraum setzt sich hingegen Griechisch durch. Die Kenntnis der jeweils anderen Sprache geht langsam verloren, die Verständigung wird schwieriger. Das Wissen der anderen Seite wird unzugänglich – es kommt zu immer mehr Missverständnissen.

Raum 4 – BEGIERDEN

Lange Zeit gilt es im Westen als prestigeträchtig, an der Kultur der Byzantiner teilzuhaben. Byzanz glänzt! Seide, Gold, Elfenbein und Reliquien sind im Westen heiß begehrt. Politische Vermählungen und eine diplomatische Geschenkdiplomatie von Byzanz in Richtung Westen stehen im Zentrum.

Raum 5 – BEWEGUNG

Reisende zwischen beiden Welten: Menschen reisen weiterhin von Ost nach West, vor allem aber von West nach Ost: Viele kommen, um Geld zu verdienen, indem sie für Byzanz kämpfen. Noch mehr machen sich auf den Weg, um die heiligen Stätten zu besuchen. Manche bleiben in der Ferne und beginnen dort ein neues Leben. Andere kehren zurück – in ihrem Gepäck haben sie kostbare Gegenstände, neue Ideen und fantastische Geschichten.

Raum 6 – Übergangsraum / Gemischte Gefühle

Zwei Welten, einander vertraut und doch in vielem so fremd. Gegenseitige Wahrnehmung, Faszination, Neugier und Vor-Urteile: welche Auswirkung haben diese Gefühlswelten auf die Kommunikation der beiden Welten?

Raum 7 – GLANZ

Nach dem Zerfall des Römischen Reiches werden die Karten im Westen neu gemischt: Germanische Königreiche breiten sich aus. Alle stehen in Kontakt mit Byzanz – ebenso die fränkischen Merowinger. Handelsbeziehungen machen sich auf – der byzantinische Lebensstil wird innerhalb der Eliten nachgeahmt.

Raum 8 – KONKURRENZ

Die Legitimation von Macht: Es gibt im Westen wieder einen Kaiser, welcher sich auf das römische Erbe beruft – Frankenkönig Karl der Große. Zu Weihnachten 800 krönt der Papst Karl zum Kaiser. Er ist nun der mächtigste Mann Europas – Byzanz ist schockiert, aber machtlos.

Raum 9 – FASZINATION

10. Jahrhundert: Die Deutschen erklären ihr Herrschaftsgebiet zum Heiligen Römischen Reich – aus byzantinischer Sicht eine Unverschämtheit. Trotz aller Konkurrenz gilt aber immer noch das reiche und gelehrte Byzanz als kulturelles Zentrum – der Westen übernimmt wird inspiriert und imitiert: Unter dem Einfluss östlicher Vorbilder gelangen Kunst und Architektur zu bemerkenswerter Blüte.

Raum 10 – Geschichte Backstage
Der Vermittlungsansatz
Eine Gelegenheit um miteinander ins Gespräch zu kommen oder auch Hintergrundinformationen zur Ausstellung zu bekommen: Auf Knopfdruck steht das Ausstellungsteam (Kuratoren, Teams der Vermittlung, Produktion oder auch der Künstl. Leiter) an drei Familientischen und drei Erwachsenentischen Antwort u.a. auf: „Was hat die Geschichte von Byzanz & dem Westen mit mir zu tun?“, „Woher wissen wir das alles?“ oder „Was war deine Aufgabe bei dieser Ausstellung?“

Frag nach

Auf einer eigens eingerichteten Online-Plattform kann das Ausstellungspublikum Fragen an das Wissenschaftsteam stellen und bekommt diese (binnen drei Tagen) persönlich beantwortet. Entweder direkt aus der Ausstellung oder via: www.schallaburg.at

Raum 11 – Übergangsraum / Es spitzt sich zu

Im Fokus steht das Auseinanderbrechen. Die beiden Welten – Ost und West treffen aufeinander und geraten aneinander. Immer öfter suchen die beiden Kontrahenten die Konfrontation.

Raum 12 – STANDPUNKTE

Der wahre Glaube: Nichts trennt Byzanz und den Westen mehr als die gemeinsame Religion – den christlichen Glauben. Religiöse Spannungen vermischen sich immer mehr mit den politischen Konflikten. Im Jahr 1054 dann der Skandal: Der Papst und der Patriarch von Konstantinopel schließen einander gegenseitig aus der Kirche aus. In den folgenden Jahrhunderten wird die Kluft immer tiefer.

Raum 13 – MISSTRAUEN

Der Krieg im Zeichen des Kreuzes verändert die Beziehung zwischen Ost und West (beide gehören dem Christentum an). Im Jahr 1095 ruft Papst Urban II. zum Kreuzzug ins Heilige Land auf. Zum einen um dort Pilgerwege zu sichern und zum anderen als Unterstützung der Byzantiner im Kampf – die Kreuzfahrer erobern Jerusalem von den Muslimen und gründen eigene Reiche. In den folgenden 100 Jahren schließen sich zehntausende Ritter aus dem Westen weiteren Kreuzzügen an. So wird auch der Kontakt mit Byzanz eng wie nie zuvor.

Raum 14 – ANEIGNUNG

Als erste westliche Macht scheuen die Normannen die kriegerische Auseinandersetzung mit Byzanz nicht – gleichzeitig werden kulturelle Elemente in Herrschaft und Verwaltung übernommen.

Raum 15 – BRÜCHE

Der vierte Kreuzzug: Die Eroberung und Plünderung Konstantinopels im Jahr 1204 durch eine französische und venezianische Flotte lässt das Machtverhältnis zugunsten des Westens kippen. Drei Tage lang plündern die Angreifer die reichste Stadt der christlichen Welt und lassen wenig übrig. Sie teilen die Schätze und das Reich untereinander auf und verbreiten den katholischen Glauben auf byzantinischem Boden. Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Das verstehen selbst viele Kreuzfahrer nicht. Denn eigentlich waren sie ja zur Befreiung des Heiligen Landes von den Muslimen aufgebrochen.

Raum 16 – Übergangsraum / Was jetzt?

Die Suche nach Orientierung. Was tun? Wohin? Wer waren und wer sind wir? Was ist von uns geblieben? Byzanz muss sich neu erfinden.

Raum 17 – DOMINANZ

Nach der Plünderung Konstantinopels werden weitere byzantinische Gebiete durch die Kreuzfahrer aufgeteilt. Die Venezianer bekommen wichtige Hafenstädte und die französischen Kreuzritter die restlichen Gebiete – ihrem neuen griechischen Umfeld verleihen sie ein westliches Antlitz. Eine neue

Gesellschaftsordnung und katholische Strukturen setzen sich auf die einst byzantinischen Gebiete durch; es geht um ein Stück innereuropäischer Kolonialgeschichte.

Raum 18 – UMBRUCH

Die Byzantiner erobern im Jahr 1261 Konstantinopel zurück jedoch Byzanz ist nur mehr eine regionale Macht. Einerseits existieren die lateinischen Kolonien weiter, andererseits erlebt Byzanz einen kulturellen und intellektuellen Aufschwung von Wissenschaft, Kunst und Architektur. Als die Osmanen eine immer größere Gefahr darstellen, bleibt den Byzantinern keine Wahl und sie wenden sich um Hilfe an den Westen. Die Bedingung an den Osten lautet: Der byzantinische Kaiser muss die Oberhoheit des Papstes über die orthodoxe Kirche anerkennen.

Raum 19 – ERBE

Im Zentrum steht die westliche Wahrnehmung. 1453 fällt Konstantinopel an die Osmanen. Das Byzantinische Reich ist damit Geschichte, sein Erbe wirkt aber weiter: In der orthodoxen Welt ist es allgegenwärtig.

Raum 20 – Nachspann

Die Ausstellung endet offen und führt ans Mittelmeer: an den Schauplatz der historischen Erzählung und an unser Mittelmeer von heute, wo die Geschichte weitergeht.

Magazin „Mittelmeer, wohin?“

Die inhaltliche Ausrichtung der Ausstellung wird aufgenommen und mit aktuellen Fragestellungen verknüpft: An welchen Fragen wird sich die Zukunft des Mittelmeerraums entscheiden – und damit vielleicht auch die Zukunft Europas? Was können wir von den Regionen rund ums Mittelmeer lernen, und was können wir umgekehrt für den Mittelmeerraum tun?

Vor dem Hintergrund der historischen Erzählung gibt das Magazin Impulse zur Auseinandersetzung mit der Gegenwart und der Zukunft des Mittelmeerraums. Persönlichkeiten aus den Bereichen Politik, Wissenschaft, Kunst und Kultur analysieren vergangene und gegenwärtige Entwicklungen, sprechen über Einschätzungen, Hoffnungen und Initiativen. Verschränkt werden diese Beiträge mit Einblicken in den Entstehungsprozess der Ausstellung „Byzanz & der Westen“ und mit der Vorstellung von Forschungsprojekten aus dem Forschungscluster zur Ausstellung.

Mit Beiträge von:

David Abulafia: Angelpunkt Mittelmeer
Daniel Kötter: KATALOG. Eine Reise rund ums Mittelmeer
Sebastian Schoepp: Mehr Süden wagen
Claus Leggewie: Zukunft im Süden?
Gudrun Biffl: Migrationen und Mittelmeer
Im Gespräch mit Kardinal Christoph Schönborn und Metropolit
Arsenios von Austria: Ein Haus mit vielen Wohnungen
Erhard Busek: Das Mittelmeer – Seele Europas?
Heidemarie Dobner: Geschichten des Gelingens
Zentrum für Politische Schönheit: Die Jean-Monnet-Brücke – ein Jahrhundertwerk der Humanität

Gedanken von David Abulafia, britischer Historiker, 21. Jahrhundert:

„Es ist verlockend, eine mediterrane Identität zu definieren. Doch statt nach Einheit sollten wir nach Vielfalt suchen, nach ethnischer, sprachlicher, religiöser und politischer Vielfalt. Die Mittelmeerregion war immer äußeren Einflüssen ausgesetzt und befand sich ständig im Fluss, zu allen Zeiten. Die Ränder des Mittelmeers waren stets Treffpunkt von Menschen unterschiedlichster Herkunft“.

Vermittlung

Weitere Informationen

Die Grundbasis der Vermittlung stellt eine gesprächsbereite und offene Form des Dialogs dar. Speziell beim mündlichen Erzählen wird bewusst, wie sehr diese Geschichte von Emotionen geprägt ist: Die Beziehung von Byzanz und dem Westen zeugt von intensiven Kontakten, von Faszination, von einem Mit- und Nebeneinander auf Augenhöhe. Im steten Wettstreit empfindet sich jede Seite selbst als überlegen, misstraut und übervorteilt. Ziel der Dialogführung ist es, dieses ambivalente Verhältnis von Byzanz und dem Westen möglichst intensiv erlebbar zu machen. Kern dieser Vermittlung ist die Frage der Identität. Welche Ebenen und Umstände formen diese und wie forme ich meine eigene Identität?

Mitmachheft

Das Mitmachheft richtet sich an alle Altersgruppen, bei der Entwicklung wurde jedoch besonders auf junge Zielgruppen Rücksicht genommen. Es begleitet die Besucherinnen und Besucher Raum für Raum durch die Ausstellung und Bild für Bild durch die spannende, mitunter auch emotionale Geschichte von „Byzanz & dem Westen“. Fragen und Aufgaben „zum Mitmachen“ führen hin zu den Exponaten und binden die Mitmachstationen in die Erzählung ein.

Mitmachstationen

An mehreren Stellen im Rundgang können Kinder die Raumthemen wie durch spielerisches Experimentieren mit lateinischen und griechischen Buchstaben oder auch durch das Malen einer Ikone vertiefen.

Aktionskarten

Diese Aktionskarten richten sich an Kinder und Erwachsene und bringen Anliegen und Gedanken aus der Ausstellung in Form von Handlungsanweisungen zu den Besucherinnen und Besuchern. Sie fordern auf aktiv zu werden, regen zum Nachdenken an und verweisen in die Ausstellung, schicken in den Arkadenhof und in den Schlossgarten.

Illustrationen

Die Illustrationen in der Ausstellung und im Mitmachheft stammen vom italienischen Illustrator Angelo Monne. Er lebt und arbeitet in Dorgali, Sardinien, und hat unter anderem Projekte und Illustrationen für die Tageszeitung „L’Unità“, die Stadt Rom, den Palazzo delle Esposizioni in Rom, die Universität Roma III oder die „Oberaufsicht für das archäologische Erbe der Stadt Rom“ realisiert. Zuletzt arbeitete er intensiv mit der Wochenzeitung „Internazionale“ zusammen. Seine Illustrationen erzählen eine vielschichtige Beziehungsgeschichte auf den Ebenen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Allen Illustrationen dienen Exponate oder historische Darstellungen als Vorlagen.

Inhaltliches Team

Biografien

Falko Daim, geboren am 28. Februar 1953 in Wien. Abgeschlossene Studien der Ur- und Frühgeschichte sowie mittelalterlicher und neuerer Geschichte an der Universität Wien. Seit 2003 Generaldirektor des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz (RGZM). Falko Daim ist Initiator des WissenschaftsCampus Mainz. Kuratierung der Niederösterreichischen Landesausstellung „Sein und Sinn – Burg und Mensch“ auf der Burg Ottenstein und dem Schloss Waldreichs (2001). Kuratierung der Ausstellung „Byzanz – Pracht und Alltag“ in der Bundeskunsthalle Bonn (2010). Kuratierung (mit Dominik Heher) der Ausstellung „Das goldene Byzanz und der Orient“ auf der Schallaburg (2012). Kuratierung (mit Dominik Heher) der Ausstellung „Byzanz & der Westen. 1000 vergessene Jahre (2018). Seit 2013 ist Falko Daim stellvertretender Sprecher des DFG Schwerpunktprogramms 1630 „Antike und mittelalterliche Häfen in Europa“. Ebenso ist er korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und Ehrenmitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften.

Dominik Heher, geboren am 22. Oktober 1984 in Melk und unweit der Schallaburg aufgewachsen. Abgeschlossene Studien der Byzantinistik und Neogräzistik und den Unterrichtsfächern Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung sowie Italienisch an der Universität Wien. Promotion in Byzantinistik 2015. Seit 2010 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz. Kuratierung (mit Falko Daim) der Ausstellung „Das Goldene Byzanz & der Orient“ auf der Schallaburg (2012). Kuratierung (mit Helene Miklas) der Sonderausstellung „Freyheit durch Bildung“ auf der Schallaburg (2017). Kuratierung (mit Falko Daim) der Ausstellung „Byzanz & der Westen. 1000 vergessene Jahre“ (2018). Daneben diverse Werkverträge und Lehraufträge an der Universität Wien. Seit 2013 Mitarbeit am DFG-finanzierten RGZM-Forschungsprojekt „Häfen an der Balkanküste des Byzantinischen Reiches“, Teilbereich Dalmatien, Montenegro und Albanien. Sonstige Forschungsschwerpunkte betreffen das byzantinische Zeremoniell und politische Rituale.

Künstlerischer Leiter

Kurt Farasin war von 1993 bis 2002 beim ORF (ORF-Zentrum Wien) u. a. zuletzt als Leiter der Familienredaktion tätig.
Von 2002 bis 2010 war er Projektleiter und Geschäftsführer von Schloss Hof und maßgeblich für das Konzept, die strategische Ausrichtung und Wiederherstellung der Schlossanlage verantwortlich. Von 2010 bis 2016 hatte Kurt Farasin die operative Geschäftsführung der Schallaburg Kulturbetriebsges.m.b.H. über und damit auch der Niederösterreichischen Landesausstellungen. Nach dem Abschluss der strategischen Neuausrichtung der Schallaburg übernimmt Kurt Farasin 2016 die Künstlerische Leitung, in der er sich voll und ganz auf die weitere inhaltliche Entwicklung und Positionierung der beiden eigenständigen Marken konzentriert: die Schallaburg als Ausstellungszentrum sowie die Niederösterreichischen Landesausstellungen als kulturelles Regionalentwicklungsprojekt.

 

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07 03 2018
By: TKG 0

Kanzlerminister „aus Budapest“ schürt „in Wien“ de facto Entwürdigung

Information ist Abwehr! TKG Informiert

Vorsicht: § 283 StGB Verhetzung: „Entmenschlichung“, „Entwürdigung“ und „Inhumanisierung“

Der Blick von außen schadet nicht Probleme zu benennen, jedoch sollte  gesellschaftspolitische Kritik  unabhängig davon aus welcher Ecke konstruktiv, zielführend und von Respekt getragen sein.

Orbans Kanzlerminister  Lazar aus Budapest dreht in Wien einen Film in der Qualität  „Der Ewige Jude“ für die „Moslem“ bzw. „Ausländer“.  Dieser in Wien gedrehte Film quasi „Der Ewige Moslem“ bzw. „Der Ewige Ausländer“ ist nach unserer Auffassung eine „Entmenschlichung“, „Entwürdigung“ und „Inhumanisierung“ der in diesem hetzerischen Film aufgezeigte Ausländer bzw. Menschen. Hier werden Menschen wegen Ihre Religionsangehörigkeit und Ihre Nationatinalität bzw. Rasse nicht nur Minderwertig „deklassifiziert“ sondern auch als „Parasiten“ wie in dem Film „Der Ewige Jude“ dargestellt. Nicht gut!

Wien Favoriten war immer ein Stadtteil wo Arbeiter und Arme gewohnt haben. Siehe die Geschichte der Tschechen in Favoriten.

Hetze und Hass erzeugt Hass. Im Hass liegt keine Zukunft.

Der Ex ungarische Präsident Pal Schmitt von ihrer Partei hat im Jahre 2011 in einem Interview  bei der spanischen Zeitung ABC folgendes gesagt sehr geehrter Herr Kanzlerminister Lazar: „Die 150 Jahre Türkenherrschaft erkenne ich als eine positiven Abschluss an. Die türkische Herrschaft von 1541-1686 erfinde ich als eine sehr gute Chance für das ungarische Volk. Wäre unser Land nicht von den Türken, sondern von einem anderen Volk beherrscht worden sein, dann hätten sie gewollt, dass wir unsere Sprache und Religion ändern und wir wären assimiliert.

Es gibt viele probleme aber die Lösung ist nicht Orbans Kanzlerminister Lazars bedenkliche, hetzende  und Stadt Wien beleidigende Video.

Türkische KULTURgemeinde in Österreich protestiert.

 

 

Bitte vergleichen Sie die beiden Videos:

Der Bericht bezüglich Orbans Kanzlerminister

http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Wegen-Fluechtlingen-Orban-Minister-beleidigt-Wien/324975666

Nazi film: Der Ewige Juden

https://youtu.be/Q5nzoh9aHbQ

Info über dem Film “ Der Ewige Jude“

https://de.wikipedia.org/wiki/Der_ewige_Jude

§ 283 StGB Verhetzung

https://www.jusline.at/gesetz/stgb/paragraf/283
https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Dokumentnummer=NOR12039063

(1) Wer öffentlich auf eine Weise, dass es vielen Menschen zugänglich wird,

1. zu Gewalt gegen eine Kirche oder Religionsgesellschaft oder eine andere nach den vorhandenen oder fehlenden Kriterien der Rasse, der Hautfarbe, der Sprache, der Religion oder Weltanschauung, der Staatsangehörigkeit, der Abstammung oder nationalen oder ethnischen Herkunft, des Geschlechts, einer körperlichen oder geistigen Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung definierte Gruppe von Personen oder gegen ein Mitglied einer solchen Gruppe ausdrücklich wegen der Zugehörigkeit zu dieser Gruppe auffordert oder zu Hass gegen sie aufstachelt,
2. in der Absicht, die Menschenwürde anderer zu verletzen, eine der in Z 1 bezeichneten Gruppen in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, diese Gruppe in der öffentlichen Meinung verächtlich zu machen oder herabzusetzen, oder
3. Verbrechen im Sinne der §§ 321 bis 321f sowie § 321k, die von einem inländischen oder einem internationalen Gericht rechtskräftig festgestellt wurden, billigt, leugnet, gröblich verharmlost oder rechtfertigt, wobei die Handlung gegen eine der in Z 1 bezeichneten Gruppen oder gegen ein Mitglied einer solchen Gruppe ausdrücklich wegen der Zugehörigkeit zu dieser Gruppe gerichtet ist und in einer Weise begangen wird, die geeignet ist, zu Gewalt oder Hass gegen solch eine Gruppe oder gegen ein Mitglied einer solchen Gruppe aufzustacheln,

 

ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen.

(2) Wer die Tat nach Abs. 1 in einem Druckwerk, im Rundfunk oder sonst auf eine Weise begeht, wodurch die in Abs. 1 bezeichneten Handlungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich werden, ist mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren zu bestrafen.

(3) Wer durch eine Tat nach Abs. 1 oder 2 bewirkt, dass andere Personen gegen eine in Abs. 1 Z 1 bezeichnete Gruppe oder gegen ein Mitglied einer solchen Gruppe wegen dessen Zugehörigkeit zu dieser Gruppe Gewalt ausüben, ist mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren zu bestrafen.

(4) Wer, wenn er nicht als an einer Handlung nach den Abs. 1 bis 3 Beteiligter (§ 12) mit strengerer Strafe bedroht ist, schriftliches Material, Bilder oder andere Darstellungen von Ideen oder Theorien, die Hass oder Gewalt gegen eine in Abs. 1 Z 1 bezeichnete Gruppe oder gegen ein Mitglied einer solchen Gruppe wegen dessen Zugehörigkeit zu dieser Gruppe befürworten, fördern oder dazu aufstacheln, in einem Druckwerk, im Rundfunk oder sonst auf eine Weise, wodurch diese einer breiten Öffentlichkeit zugänglich werden, in gutheißender oder rechtfertigender Weise verbreitet oder anderweitig öffentlich verfügbar macht, ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen zu bestrafen.

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