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BESA: Ein Ehrenkodex – Die Rettung von Juden durch muslimische Albaner zur Zeit des Holocaust

 
09 04 2019
By: TKG 0
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Eine Analyse von Birol Kilic

Wien am 09.04.2019

Wir haben vor Kurzem bei einer Veranstaltung des österreichischen Sportministeriums im Zusammenhang mit dem Thema bzw. Buch „Islamischer Antisemitismus“ (Titelbild: Der ewige wandernde Jude) einige Länder mit einer mehrheitlich muslimischen Bevölkerung als Beispiele genannt, die auf keinen Fall automatisch Antijüdisch bzw. Antisemitisch eingestellt sind. Wir brauchen mehr positive Beispiele die das Zusammenleben fördern.

Das „Der ewige wandernde Jude“-Vorurteil ist in mehrheitlich muslimischen Ländern, in der Form wie es im Abendland vorhanden war, nicht existent. Dieses Vorurteil gab es auch in den letzten 1400 Jahren (Beginn Islam) kaum, weil „Der ewige wandernde Jude“ eine Figur aus christlichen Volkssagen ist, dessen Quellen in der Bibel liegen und somit im 13. Jahrhundert entstanden sind. Die Muslime und insbesondere Menschen aus der säkularen modernen Türkei sollten großes Interesse haben, hier die Ängste der Juden gegenüber der Aufnahmegesellschaft durch Aufklärung aus der Welt zu schaffen, da es ein großes Potential an Problemen gibt. Egal von welcher Seite gehetzt wird, wir brauchen eine Lösung ohne antimuslimischen bzw. antitürkischen Rassismus gelten zu lassen.

Das Buch mit dem Titel, „Islamischer Antisemitismus“, welches bei dieser Veranstaltung vorgestellt wurde, hatte den Ewigen wandernden Juden als Titelbild, was zum Fremdschämen ist, da dieser eigentlich mit dem Islam bzw. Koran nichts zu tun hat. Ich will hier nicht über dieses Buch eine Rezension schreiben, obwohl ich über 71 Faktenbasierte, nicht den Tatsachen entsprechende, Verse, Behauptungen und für den psychologischen Krieg bekannte Propaganda Methoden, durch akribisches studieren des Buches notiert habe. Das Buch ist eine billige Nachmache von den „Protokollen der Weisen von Zion“ und ist unter dem Strich und unter dem Vorwand gegen den politischen Islam zu kämpfen, was wir verurteilen und uns distanzieren, nicht glaubwürdig. Das Bild, aus farbigem Holzschnitt, wurde 1852 von Gustave Doré produziert und ist seit 2007 als Reproduktion in einer Ausstellung im Yad Vashem zu sehen. Doch ich frage mich, was dieses Bild mit dem Islam bzw. mit dem islamischen Antisemitismus zu tun haben soll?

Original-Der wandernde Ewige Jude, farbiger Holzschnitt von Gustave Doré, 1852, Reproduktion in einer Ausstellung im Yad Vashem, 2007

 

Yad Vashem, Wien-1940-Der ewige Jude-Propaganda gegen Juden in Wien mit dem Bild , „Der wandernde ewige Jude“ angelehnt an den farbigen Holzschnitt von Gustave Doré, 1852

 

Besa – Albanien und Juden 

BESA ist ein Ehrenkodex, der tief in der albanischen Kultur verankert und in den Glauben der albanischen Muslime verflochten ist. Es diktiert eine moralische Instanz, die so wichtig ist, dass eine Nichteinhaltung Schande über einen Selbst und die Familie bringt. Einfach gesagt schreibt Besa Verantwortlichkeit für andere vor, die Hilfe brauchen. In Albanien und dem Kosovo wurden Familien aufgenommen und versteckt, auch wenn man selbst und die eigene Familie dadurch in Lebensgefahr gebracht wurde. Diese Familien waren nicht nur Juden aus den eigenen Städten sondern Juden aus anderen europäischen Ländern, die von den Nazis geflohen sind.

Albanien, ein kleines, bergiges Land an der Südostküste der Balkanhalbinsel, zählte eine Bevölkerung von 803.000 Einwohnern. Darunter waren nur 500 Juden. Nachdem Hitler 1933 die Macht in Deutschland übernommen hatte, fanden viele Juden Zuflucht in Albanien. Es gibt keine genauen Angaben über deren Anzahl, aber verschiedene Quellen gelangen zu der Einschätzung, dass zwischen 600 und 1.800 jüdische Flüchtlinge aus Deutschland, Österreich, Serbien, Griechenland und Jugoslawien nach Albanien kamen, in der Hoffnung, von hier aus nach Israel oder an andere Fluchtorte zu gelangen. Nach der Besetzung Albaniens durch die Deutschen im Jahr 1943 weigerte sich die Bevölkerung Albaniens in einem außergewöhnlichen Akt, die Anweisungen der Besatzer zu befolgen und ihnen Listen mit den Namen der Juden auszuhändigen, die unter ihnen lebten. Darüber hinaus versorgten verschiedene staatliche Einrichtungen viele jüdische Familien mit gefälschten Papieren, mit denen sie sich unter die Lokalbevölkerung mischen konnten.

Die Albaner schützten nicht nur ihre eigenen jüdischen Bürger, sondern gewährten auch jenen Flüchtlingen Zuflucht, die nach Albanien gekommen sind, als es noch unter italienischer Herrschaft stand und die nun in der ständigen Gefahr lebten, in Konzentrationslager deportiert zu werden. Die bemerkenswerte Unterstützung, die den Juden entgegengebracht wurde, war begründet in dem Ehrenkodex Besa, der noch heute in Albanien als der höchste ethische Wert gilt. Besa heißt wörtlich „ein Versprechen halten“. Jemand, der nach dem Prinzip Besa handelt, ist jemand, der sein Wort hält, jemand, dem man sein eigenes Leben und das seiner Familie anvertrauen kann. Die Hilfe, die Juden und Nicht-Juden gewährt wurde, kann als Angelegenheit nationaler Ehre verstanden werden. Die Albaner scheuten keine Mühe, um zu helfen, ja sie konkurrierten sogar untereinander um das Privileg, Juden zu retten. Sie handelten aus Mitleid, menschlicher Güte und dem Bedürfnis, Menschen in Not zu helfen, sogar denen, die einen anderen Glauben oder eine andere Herkunft hatten als sie. Albanien, ein europäischer Staat mit einer muslimischen Mehrheit, brachte zuwege, woran andere europäische Länder scheiterten.

Alle Juden, die während der deutschen Besatzung innerhalb der Staatsgrenzen Albaniens lebten, und zwar albanische Staatsbürger ebenso wie Flüchtlinge, wurden – bis auf einige Mitglieder einer einzigen Familie – gerettet. Es ist eine beeindruckende Tatsache, dass in Albanien am Ende des Krieges mehr Juden lebten als zuvor. (0)

Über einen Zeitraum von fünf Jahren hat Norman H. Gershman diese berührenden Geschichten und Fotos in dem Buch „BESA: Ein Ehrenkodex“ (Englisch) aufgeschrieben und gesammelt. Das Buch deckt eine vergessene Zeit in der Geschichte auf, die langsam aus einem isolierten kommunistischen Regime auftaucht und zeigt die passionierte Seite einfacher Leute die Juden gerettet haben. Sie haben dabei in Ihrem wahren muslimischen Glauben gehandelt.

Präsident Jimmy Carter schreibt über das Buch folgendes: „Ich hoffe, dass sich diese Fotos und Geschichten in der Welt verbreiten. Sie bringen Hoffnung für eine Zukunft in der Muslime und Juden ihre Konflikte überwinden und sich auf ihre gemeinsame Menschlichkeit besinnen.“

James Earl „Jimmy“ Carter Jr. (* 1. Oktober 1924 in Plains, Georgia) ist ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei. Er war zwischen 1977 und 1981 der 39. Präsident der Vereinigten Staaten. Von 1971 bis 1975 bekleidete er das Amt des Gouverneurs von Georgia.

Asher Naim, ein israelischer Diplomat, schreibt folgendes:  „Durch Norman H. Gershmans Ausstellungen und Bücher ist es möglich, das wahre Gesicht von Menschlichkeit zu sehen, welches in einem individuellen und kollektiven Licht auf die bescheidenen, jedoch mutigen, muslimischen Albaner scheint, welche, geleitet durch den Kodex des Besa, nach Juden gesucht und sie als Gäste aufgenommen, aber niemals als Fremde behandelt haben.“

Asher Naim (December 28, 1929 – November 11, 2016) ist ein israelischer Diplomat, welcher in israelischen Missionen in die USA, Finnland, Äthiopien, United Nations und Südkorea gedient hat. Naim war von 1990 bis 1991 Israels Botschafter in Äthiopien und hat 1991 eine wichtige Rolle in der Operation Solomon gespielt, bei der ungefähr 14.200 äthiopische Juden nach Israel in nur einem Tag transportiert wurden.

Thomas Peter Lantos, ein US-amerikanischer Politiker jüdischer und ungarischer Herkunft:  „Norman H. Gershman hat sich dafür entschieden, die Welt mit der Tradition des Besa zu belehren und zu beleuchten, welche heutzutage stark, bedeutsam und wunderbar angebracht ist, im Hinblick auf die Hindernisse auf dem Weg zu Frieden, mit denen wir zu kämpfen haben.“

Thomas Peter „Tom“ Lantos (* 1. Februar 1928 in Budapest; † 11. Februar 2008 in Bethesda, Maryland) war ein US-amerikanischer Politiker ungarischer Herkunft.

Herman Bernstein, der amerikanische Botschafter Albaniens, 1934 : „Es gibt keine Spur von Judendiskriminierung in Albanien, denn Albanien ist heute eines der seltenen Länder in Europa, in denen es weder religiöse Vorurteile noch Hass gibt, obwohl sich die Albaner selbst aus drei verschiedenen Glaubensgruppen zusammensetzen.“

 

Islamischer Antisemitismus

Aber das Buch „Islamischer Antisemitismus“, welches ich akribisch gelesen habe, hat kurz und prägnant folgende Message: Alle MuslimeInnen sind antisemitisch bzw. Judenfeindlich. Ich finde, dass dieser kulturelle Rassismus (Neo Rassismus) gegenüber allen MuslimeInnen bis zum Himmel stinkt. Diese Pauschalisierung, vor allem gegenüber Juden und Israel, ist ziemlich hinterhältig, feindlich und nicht zielführend. Ich habe bei dieser Veranstaltung, bei der ich immerhin fair und korrekt von den Organisatoren behandelt wurde, meine Einsprüche kundgetan. Ich will mit dieser Analyse nur sachlich Aufklären, weil ich mich dazu, als Österreicher mit türkischen Wurzel und einer säkularen Einstellung, verpflichtet fühle.

Der Ewige Jude (auch der Wandernde Jude) ist eine Figur aus christlichen Volkssagen, die im 13. Jahrhundert entstand. Das Neue Testament (NT) erwähnt im Rahmen der Passionserzählungen verschiedene Knechte und Soldaten, die Jesus misshandelt haben sollen und die in späteren Versionen der Ahasver-Legende mit dem Ewigen Wanderer oder als der Ewige Jude identifiziert wurden: Sie erzählten ursprünglich von einem Menschen unbekannter Herkunft, der Jesus Christus auf dessen Weg zur Kreuzigung verspottete und dafür von diesem verflucht wurde, unsterblich durch die Welt zu wandern.

Das anonyme deutschsprachige Volksbuch vom Ewigen Juden, gedruckt erschienen in Leiden 1602, machte aus dieser Figur einen Juden und gab ihm den Namen Ahasveros. Diese Variante verbreitete sich in ganz Europa. Fast alle der vorwiegend mündlich überlieferten Orts- und Volkssagen entstanden nach 1602 und beruhten auf der Leidener Legende. Doch sie lösten den ewigen Wanderer bald von seiner Beziehung zur Passion Jesu und machten ihn zum Sinnbild für die Leidensgeschichte des ganzen Judentums. Seine Rastlosigkeit wurde nicht mehr als durch konkrete Schuld verursachte göttliche Strafe, sondern als natürliche Eigenschaft aller Juden verstanden. So gab der lutherische Theologe und Orientalist Johann Jacob Schudt (1664–1722) der Figur in seinem Werk Jüdische Merckwürdigkeiten (1714–1717) folgende Deutung (1): „Dieser umlauffende Jude seye nicht eine eintzelne Person, sondern das gantze Jüdische nach der Creutzigung Christi in alle Welt zerstreuete umherschweifende und nach Christi Zeugnuss biss an den jüngsten Tag bleibende Volck.“

 

Yad Vashem ehrt 22.000 nicht-jüdische Retter von Juden

In Yad Vashem, dem Holocaust Memorial in Jerusalem, ehrt man mehr als 22.000 nicht-jüdische Retter von Juden, die während des Holocausts als „Gerechte unter den Völkern“ gehandelt haben. Die meisten davon sind Christen. Ein kleiner Anteil davon sind jedoch auch Muslime aus Albanien, aus der Türkei, Marokko und anderen naheliegenden Regionen.

Die Signifikanz ihrer Taten übersteigt die kleine Anzahl der Retter, 56 Gerechte wurden aus Albanien geehrt, welche Juden während der deutschen Besetzung von 1943-44 aufgenommen haben.

So wie überall auf der Welt in der Zeit des 2. Weltkriegs, wurden die Juden in Albanien von den Deutschen besonders ins Augenmerk genommen. Aber ihr Schicksal hat sich durch den alten und hochheiligen Brauch des Besa – das Wort der Ehre, erheblich verändert. Wenn dir in Albanien jemand das Besa-Wort in einer bestimmten Weise gibt, ist er dazu verpflichtet, dieses Wort zu halten, koste es, was es wolle. Das hat, zusammen mit einem anderen alten Prinzip der Albaner, jemandem der Hilfe braucht Hilfe zu geben, viel bewirkt.

Nahezu alle 2000 jüdischen Albaner konnten Auschwitz entkommen, da sie versteckt oder auf eine andere Art und Weise von den vorwiegend muslimischen albanischen Landsleuten beschützt wurden. Überlebende berichten, dass sich die Albaner darüber gestritten haben, wer die Ehre haben darf, die fliehenden Juden zu beschützen, ein Phänomen, von dem man in keinem anderen europäischen Land unter der Macht der Nazis gehört hat. Dieses islamische Verhalten der Aufopferung und Gnade feiert die Vernunft des Lebens und die Sicht auf die Anderen, den Fremden, als Familienmitglied.

Ironischerweise blieben die Geschichten jahrelang vergraben, wegen des rigiden kommunistischen Regimes in Albanien, welches jeden Kontakt zur Außenwelt verbot. Dadurch kamen die Geschichten der geretteten Juden in Albanien erst vor Kurzem zum Vorschein. Als dann, vor einigen Jahren, Norman H. Gershman das erste Mal Yad Vashem betrat und von seinem Wunsch, professionelle Fotos von den Gerechten in verschiedenen europäischen Ländern zu machen, erzählte, wurde er auf Albanien und seine Retter aufmerksam gemacht.

Norman H. Gershmans Weg

Seine unzähligen Besuche dort und seine Begegnungen mit den gutherzigen Bewohnern haben einen tiefen Eindruck bei Norman hinterlassen. Er ist ein anderer Mann und sein Buch ist ein Zeugnis für den Glauben und die Hingabe der Retter für die Werte der Menschlichkeit, genauso wie seine Entschlossenheit die Nachricht über die Existenz dieser Menschen an die Öffentlichkeit zu bringen. Er hat seine Investigationen von den Kriegszeiten in Albanien intensiviert und auch auf den Kosovo ausgebreitet, eine Region, die immer noch unter einem zerstörerischen Krieg leidet und auch von einer beträchtlichen Zahl an Muslimen bewohnt wird. Man kann nur hoffen, dass Gershmans Dokumentationen der Gesichter und Geschichten dieser einfachen Leute mit den Herzen aus Gold, zukünftige Generationen inspiriert und an das Potenzial von Gutem erinnert, dass in jedem und jeder herrscht, sowie als Vorbilder in anderen schweren Zeiten dienen. Norman H. Gershmans klare und bewegende Fotos dieser Ritter des Geistes, gemeinsam mit den persönlichen Erinnerungen an diese Taten, sollten von jedem und jeder, der sich um die Zukunft der Menschheit sorgt, gesehen und gelesen werden.(2) Norman H. Gershman hat Geschichten aus dunklen Zeiten vor der Vergessenheit gerettet, in denen Juden von Muslimen, während der deutschen Besetzung in Albanien, beschützt und aufgenommen wurden. Er hat sich um den Dialog und um Verständnis zwischen Juden und Muslimen bemüht.

Die Gemeinsamkeiten Abrahamistischer Religionen und Gershmans Buch

Neben dem Christentum bilden das Judentum und der Islam die drei „abrahamistischen“ Religionen, die alle auf den Propheten Abraham zurückzuführen sind. Die Botschaft der Gemeinsamkeiten vieler grundlegender Werte ist eine, die heute zutiefst notwendig ist.

Durch dieses Buch hat sich der etablierte Fotograf Norman von der traditionellen Rolle eines Fotojournallisten entfernt und ist zu einem Historiker, mit den Fähigkeiten und Intentionen zwei Glaubensrichtungen in Zeiten großer Auseinandersetzungen zusammenzubringen, geworden. Sein Talent als humanistischer Fotograf und Dokumentarist wird hier veranschaulicht, indem seine Linse die guten Intentionen der albanischen Familien einfängt. Obwohl die meisten erst jetzt von diesen Heldentaten erfahren, schafft es Norman H. Gershman sicherzustellen, dass diese Geschichten noch für Generationen bewahrt werden.

Das Buch ist mehr als eine Sammlung von Bildern. Um es zu kreieren, ist Norman mehrmals nach Albanien gereist. Er hat mit den Menschen, die involviert waren und mit deren Kindern gesprochen, um die Geschichten zu protokollieren. Er hat Fotos von den Familien gemacht, wie sie heute, nach all den Jahren, aussehen. Fotos, die, verschmolzen mit den Geschichten und Artefakten aus der Vergangenheit die Gershman gesammelt hat, durch ein emotionales und beispielloses Fenster in eine vergessene Periode der Geschichte Einblick bieten. Ethnografie, mit Leuten zu sprechen, um ihre Geschichten und Kulturen besser zu verstehen, hat Norman in diesem Buch großartig zustande gebracht.

Norman hat so auch ein Licht auf die wahre Natur des Islams, als mitfühlende und abrahamistische Religion, geworfen. Für die albanischen Muslime war es eine religiöse Tat, Juden zu retten, durch das enge Band, das zwischen Juden und Moslems im Islam besteht. Indem sie Juden gerettet haben, waren sie gute Muslime. Die tiefe Verbindung zwischen dem Islam und dem Judentum, zusammen mit der Verbindung, die beide Religionen zum Christentum haben, was den dritten Punkt in dem abrahamistsichen Dreieck bildet, muss anerkannt und diskutiert werden.

Wir sind oft schuldig, wenn wir unseren Glauben in Gegenüberstellung oder Gegensätzlichkeit zu anderen Glaubensrichtungen stellen und eine Exklusivität erwarten. „Wir sind die Reinsten, die Besten,“ sagen wir zu uns selbst. Diese Annahme ist ein Mythos, weil es so viel Osmose, Synthese und Überlappungen zwischen den Religionen gibt.

Der Islam sieht sich als abrahamistische Glaubensrichtung und absorbiert das abrahamistische Vermächtnis: Begriffe des Heiligen, Monotheistischen, Allmächtigen und Unsichtbaren, die 10 Gebote, viele diätische Vorschriften, die großen Propheten- all diese Elemente reflektieren die übernommene abrahamistische Tradition. Abraham ist so wichtig für die Muslime, dass er fünf Mal am Tag erwähnt wird, bei jedem Gebet. Das größte Heiligtum der Muslime, die Kaaba in Mekka, wird stark mit Abraham assoziiert. Der heilige Prophet des Islams, Friede sei mit ihm, war stolz seine Abstammung von Abraham zu verlautbaren.

Norman zeigt uns eine humane, akzeptierende muslimische Gemeinschaft. Sein Interview mit Baba Haxhi Reshat Bardhi, der Vorsitzende des albanischen Bektaschi Orden, reflektiert Mitgefühl und Humanismus im Islam: „Wir Bektaschi sehen Gott überall und in jedem,“ erklärt er. „Gott ist in jeder Pore und jeder Zelle. Das heißt, dass jeder Gottes Kind ist. Es kann keine Ungläubigen geben. Es kann keine Diskriminierung geben. Wenn man ein gutes Gesicht sieht, sieht man das Gesicht Gottes. ‚Gott ist Schönheit, Schönheit ist Gott‘. Es gibt keinen Gott außer Gott.“

Es ist eine Zeit der Herausforderungen, aber auch eine Zeit der Möglichkeiten. Viele Initiativen wurden ergriffen, die in Angesicht auf die Geschichte der abrahamistischen Religionen ein Durchbruch sind. Normans Buch ist ein exzellentes und aktuelles Beispiel dafür.

Wir müssen erkennen, dass der Weg nach vorne durch Dialog stattfindet, wir müssen erkennen, wie wichtig diese Aufgabe ist. Ein kontinuierlicher holistischer Weg ist notwendig: Kurzfristige und oberflächliche Maßnahmen reichen nicht mehr aus. Ich sehe Normans Buch als ein wunderbares Werkzeug und eine Bemühung, Dialog und Verständnis zwischen den abrahamistischen Religionen zu schaffen. Ich habe die Hoffnung, dass seine unvergleichlichen Leistungen von Juden, Muslimen und Christen gelesen und diskutiert werden.

Normans Studien des albanischen Exempels sind ein Zeugnis eines islamischen Verhaltensmusters, das sich fundamental von denen unterscheidet, die man heutzutage überall in den Schlagzeilen liest. Es ist eine Bestandsaufnahme von Taten, die nichts mit Rache, Vergeltung, Hass und Selbstmord zu tun haben, sondern von Mitgefühl, Güte und Hilfe für Personen einer anderen Glaubensrichtung und Herkunft sprechen. Ich hoffe das Beispiel, der albanischen Retter wird als Vorbild für andere dienen, die in ihre Fußstapfen treten und echte Menschlichkeit zeigen, wenn sie vor ähnliche moralische Herausforderungen gestellt sind. Wir haben alle die Aufgabe, nicht nur das Böse des Holocausts in Erinnerung zu behalten, sondern auch das Gute, das die nicht jüdischen Retter, in Form einer helfenden Hand, für die Juden in Not geboten haben.

Als zivilisierte Gesellschaft sind wir an einem Scheideweg. Diese Brücken zwischen den Religionen und Kulturen zu bauen ist nicht mehr intellektueller Zeitvertreib, es ist eine Notwendigkeit, wenn wir das 21. Jahrhundert überleben wollen. Die transzendierte Humanität, die Norman H. Gershman in den Gesichtern und Geschichten der Menschen dokumentiert hat, hat eine tiefgreifende inspirierende Botschaft in Zeiten von Konflikt und Konfrontationen und ich hoffe, diese wird viele Menschen erreichen. Die Intention und Geistlichkeit in Normans Buch und die initiativen die ergriffen wurden, sind dasselbe: Rauszugehen, zu reisen, die verwundete Welt zu retten, zu lernen, zuzuhören, miteinander zu sprechen und Verständnis zu schaffen. (2)

ALI SHEQER PASHKAJ

„Warum hat mein Vater sein Leben und das des ganzen Dorfes riskiert, um einen Fremden zu retten? Mein Vater war ein frommer Muslim. Er glaubte, dass man ins Paradies kommt, wenn man ein Leben rettet.“

Enver Pashkaj vor einer Statue des albanischen Nationalhelden Skanderbeg Fotograf: Norman H. Gershman

Unsere Heimatstadt ist Pukë. Mein Vater besaß einen Lebensmittelladen. Es war der einzige Laden dieser Art im Umkreis von Meilen. Eines Tages kam ein deutscher Transport mit neunzehn albanischen Gefangenen auf dem Weg zur Zwangsarbeit vorbei, und mit einem Juden, der erschossen werden sollte. Mein Vater sprach ausgezeichnet deutsch. Er lud die Nazis in seinen Laden ein und bot ihnen Essen und Wein an. Er zwang ihnen den Wein regelrecht auf, bis sie betrunken waren. In der Zwischenzeit versteckte er einen Zettel in einem Stück Melone, das er dem jungen Juden gab. Dort hieß es, er solle hinausspringen und in den Wald zu einem bestimmten Platz fliehen. Die Nazis waren wütend über diese Flucht, aber mein Vater bestand auf seiner Unschuld. Sie brachten meinen Vater in das Dorf und stellten ihn an die Wand, um Informationen aus ihm herauszuholen, wo der Jude sich versteckt hielt. Viermal setzten sie ihm die Pistole an den Kopf. Sie kamen zurück und drohten, das ganze Dorf niederzubrennen, wenn mein Vater nicht gestehen würde. Mein Vater hielt durch, und schließlich zogen sie ab. Mein Vater holte den Mann aus dem Wald ab und versteckte ihn in seinem Haus, bis der Krieg vorüber war. Sein Name war Yeoshua Baruchowiç. Es gab dreißig Familien in diesem Dorf, aber niemand wusste, dass mein Vater einen Juden versteckte. Yeoshua ist noch am Leben. Er ist Zahnarzt und lebt in Mexiko.

Erzählt von Enver Pashkaj (Ali Sheqer Pashkajs Sohn).

Am 18. März 2002 wurde Ali Sheqer Pashkaj von Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern anerkannt.

 

DESTAN UND LIME BALLA

„Alle in unserem Dorf waren Muslime. Wir haben die Kinder Gottes unter unserem Besa beschützt.“

Lime Balla Fotograf: Norman H. Gershman

Ich wurde 1910 geboren. Im Jahr 1943, zur Zeit des Ramadan, kamen 17 Leute aus Tirana in unser Dorf, Shengjergji. Sie waren alle auf der Flucht vor den Deutschen. Am Anfang wusste ich nicht, dass sie Juden waren. Wir teilten sie unter den Dorfbewohnern auf. Wir nahmen drei Brüder namens Lazar auf. Wir waren arm – wir hatten nicht einmal einen Esstisch – aber wir erlaubten ihnen kein einziges Mal, für Essen oder Unterkunft zu bezahlen. Ich ging in den Wald um Holz zu hacken und Wasser zu holen. Wir zogen Gemüse in unserem Garten, so hatten wir jede Menge zu essen. Die Juden blieben für 15 Monate in unserem Dorf versteckt. Wir kleideten sie wie Bauern, wie uns selbst. Sogar die Ortspolizei wusste, dass das Dorf Juden versteckte. Ich kann mich erinnern, dass sie viele verschiedene Sprachen sprachen. Im Dezember 1944 verließen die Juden unser Dorf und gingen nach Priština, wo unser Neffe, der bei den Partisanen war, ihnen half. Danach verloren wir jeden Kontakt mit den Brüdern Lazar. Erst im Jahr 1990, fünfundvierzig Jahre später, nahmen Sollomon und Mordehaj Lazar von Israel aus Kontakt mit uns auf. Erzählt von Lime Balla.  Am 4. Oktober 1992 wurden Destan Balla und seine Frau Lime Balla von Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern anerkannt.

IE BRÜDER HAMID UND XHEMAL VESELI

„Unsere Eltern waren fromme Muslime und glaubten wie wir auch, dass „jedes Klopfen an der Tür ein Segen Gottes“ ist. Wir haben nie Geld von unseren jüdischen Gästen genommen. Alle Menschen sind von Gott. Besa existiert in jeder albanischen Seele.“

Von links nach rechts: Hamid Veseli, Xhemal Veseli Fotograf: Norman H. Gershman

Unser verstorbener Bruder Refik war der erste, der von Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern anerkannt wurde. Jetzt haben wir beide dieselbe Ehre dafür erfahren, dass wir die Famile von Joseph Ben Joseph und die Familie Mandil aufgenommen haben. Unter italienischer Besetzung arbeitete Joseph für mich (Hamid) in meinem Bekleidungsgeschäft, Moshe Mandil arbeitete in dem Fotostudio unseres Bruders Refik. Beide Familien waren Flüchtlinge aus Jugoslawien.

Als im Jahr 1943 die deutsche Besetzung begann, wurden die beiden jüdischen Familien in unser Haus in Krujë gebracht. Xhemal ging mit den Eltern Tag und Nacht 36 Stunden lang, um unser Haus zu erreichen. Wir kleideten sie wie die Leute vom Dorf. Zwei Tage später transportierten wir die Kinder nach Krujë. Tagsüber versteckten wir die Erwachsenen in einer Höhle in den Bergen. Die Kinder spielten mit anderen Kindern im Dorf. Alle Nachbarn wussten, dass wir Juden versteckten. Eines Tages durchsuchten die Deutschen das Dorf. Sie gingen von Haus zu Haus und suchten nach einem Gewehr, das verloren gegangen war. Sie haben das Gewehr nie gefunden und exekutierten den Soldaten, der es verloren hatte.

Wir haben die Juden neun Monate lang bei uns versteckt, bis zur Befreiung. Wir haben jeden Kontakt mit der Familie Ben Joseph verloren. Sie haben Jugoslawien zu früh verlassen, und wir befürchteten, dass die Deutschen sie auf dem Rückzug ermordet haben. Die Familie Mandil ist ebenfalls in ihr Heim in Jugoslawien zurückgegangen. Unser Bruder Refik hat sie nach dem Krieg besucht und hat mit Moshe Fotografie studiert. Die Familie Mandil ist später nach Israel ausgewandert.

Viermal haben wir Albaner unsere Tür geöffnet. Das erstemal für die Griechen während der Hungersnot im Ersten Weltkrieg, dann für die italienischen Soldaten, die in unserem Land ankamen, nachdem sie sich den Alliierten ergeben hatten, dann für die Juden während der deutschen Besetzung, und in jüngster Zeit für die albanischen Flüchtlinge aus dem Kosovo, die auf der Flucht vor den Serben waren. Nur die Juden haben uns ihre Dankbarkeit erwiesen. Erzählt von Hamid Veseli und Xhemal Veseli. Am 23. Mai 2004 wurden die Brüder Hamid und Xhemal Veseli von Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern anerkannt.

BESIM UND AISHE KADIU

„Mein Vater sagte, die Deutschen müssten seine Familie umbringen, ehe er zuließe, dass sie unsere jüdischen Gäste umbrächten.“

Merushe Kadiu Fotograf: Norman H. Gershman

Wir lebten in dem Dorf Kavajë. Im Jahr 1940 versteckte unsere Familie für kurze Zeit zwei griechische Juden vor den italienischen Faschisten. Sie hießen Jakov und Sandra Batino und sie waren Geschwister. Sie kamen aus Tirana zu uns. Ihr Vater wurde von den Italienern in einem Lager festgehalten. Später, 1944, baten Jakov und Sandra uns noch einmal um Unterschlupf, aus Furcht vor den Nazis. Eine andere Familie versteckte ihre Eltern bei sich. Sandra, Jakov und ich waren enge Freunde. Wir haben alle in einem Schlafzimmer geschlafen. Ich kann mich erinnern, dass wir ein Loch in das Gitter unseres hinteren Schlafzimmerfensters gesägt haben, damit sie fliehen konnten, falls die Deutschen entdeckten, dass sie sich bei uns versteckt hielten. Wir hielten andauernd Ausschau nach den deutschen Patrouillen. Als die Deutschen mit den Razzien begannen und von Haus zu Haus gingen, um Juden zu suchen, brachte mein Vater Jakov und Sandra in ein abgelegenes Dorf. Von da an versorgten wir sie mit allem was nötig war, bis zur Befreiung. Das gab eine große Feier in Kavajë. Ich erinnere mich noch an das Telegramm, das wir von Jakov und Sandra erhielten, und an die Freude über die Befreiung. Sie verließen Tirana bald und gingen dann nach Israel. Ich habe so viele wunderbare Briefe und Bilder aus Israel. Im Jahr 1992 wurde ich von dort eingeladen, um die Auszeichnung als Gerechte unter den Völkern stellvertretend für meine Familie entgegen zu nehmen, und für eine Zeit lang war ich die Vorsitzende der Albanisch-Israelischen Gesellschaft. Es waren Jahre voller Angst damals, aber Freundschaft ist stärker als jede Angst. Erzählt von Merushe Kadiu (Besim und Aishe Kadius Tochter). Am 21. Juli 1992 wurden Besim Kadiu und seine Frau Aishe Kadiu von Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern anerkannt.

 

NURO HOXHA

„Als überzeugte Muslime erreichte unser Schutz und unsere Menschlichkeit auch selbstverständlich für die Juden. Warum? Besa, Freundschaft und der heilige Koran. Dies ist ein Bild meines Vaters, das ich in meinem Herzen bewahre.“

Sazan Hoxha mit einer Fotografie seines Vaters, Nuro Hoxha Fotograf: Norman H. Gershman

Ich bin der älteste Sohn von Nuro Hoxha, der hier in der Gemeinde von Vlorë als Lehrer und als religiöser Muslim gut bekannt war. Ich kann mich an diese furchtbare Zeit erinnern, als die Nazis von Griechenland nach Vlorë kamen, und die Juden sich verstecken mussten. Ich war zehn Jahre alt. Die Juden von Vlorë, Berat und Elbasan hatten seit 1490 in Albanien gelebt, und viele kamen auf der Flucht von Ioannina in Griechenland hierher.

Mein Vater nahm vier jüdische Familien auf. Sie waren alle seine Freunde. Ich weiß noch, was mein Vater ihnen sagte, als er sie aufnahm: „Jetzt sind wir alle eine Familie. Es wird euch kein Leid geschehen. Meine Söhne und ich werden euch gegen jede Gefahr mit unserem eigenen Leben verteidigen.“

Wir versteckten die Familien in unterirdischen Bunkern, die von unserem großen Haus ausgingen. Es waren drei Generationen der Großfamilie von Ilia Sollomoni und Mojsi Negrin, ingesamt zwölf Leute. Es gab noch andere, an deren Namen ich mich nicht mehr erinnere. Die Bunker waren miteinander verbunden, und es gab mehrere Fluchtwege. Mein Job war es, den Familien Essen in den Bunker zu bringen und einzukaufen, was sie brauchten. Alle Einwohner von Vlorë waren Antifaschisten, und alle wussten, dass viele Familien Juden versteckten. Erzählt von Sazan Hoxha (Nuro Hoxhas Sohn). Am 21. Juli 1992 wurde Nuro Hoxha von Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern anerkannt.

 

Norman H. Gershman schreibt: viele Leute haben mich gefragt wieso ich, 60 Jahre nach den Geschehnissen, albanische Muslime, die Juden während des 2. Weltkrieges gerettet haben, aufsuche und ich antwortete wie folgt: 

„Ich wurde 1932 in New Jersey geboren, weit weg von den aufsteigenden Gefahren des Nazismus in Zentraleuropa. Als Kind habe ich aufmerksam Radio gehört und von der wachsenden Bedrohung des Krieges und den darauffolgenden Ereignissen gelernt. Ich erinnere mich, dass mich meine Mutter darauf hingewiesen hat, meine Mahlzeiten in dem Bewusstsein zu essen, dass Juden in Europa verhungern. Der Krieg in Europa und das Wissen von dem Holocaust, der dort stattgefunden hat, haben meine Weltanschauung geprägt und wurde zu dem Hintergrund auf dem sich mein Leben, als weltlicher amerikanischer Jude, langsam entfaltet hat. Meine fotografischen Reisen haben mich in die ehemalige Sowjetunion geführt, zu den Ruinen von Auschwitz und in das Warschau Getto und, erst kürzlich, nach Albanien und in den Kosovo. In meiner Arbeit mit den Albanern und ethisch albanischen Muslimen, die bereitwillig ihre Türen für Tausende, vor Nazis fliehenden, Juden geöffnet haben, habe ich es auf mich genommen, als eine Art Botschafter zu reisen. Als Jude und im Namen der jüdischen Bevölkerung habe ich nach jeder fotografischen Sitzung jeder Familie für die Rettung der Juden während des Holocaust gedankt. Porträtfotografie ist meine Art zu verstehen und anderen meinen angeborenen Glauben an die Herzensgüte und Einheit der Menschen nahezubringen – Qualitäten, die die Grenzen aller Ethnien, Religionen und Nationen überschreiten.“

 

Ich hoffe hiermit habe ich genügend Gründe niedergeschrieben, warum ich bei dieser Veranstaltung besonders Albanien, im Zusammenhang mit dem BESA-Ehrenkodex, als Beispiel genannt habe. (Birol Kilic, 9.04.2019)

Buch: Besa, Muslim who saved Jews in World War II, Norman H. Gershman

 

DIE GESCHICHTE DER TÜRKISCHEN JUDEN
http://www.turkischegemeinde.at/1993/09/die-geschichte-der-tuerkischen-juden/

Austellung: „Die Türken in Wien-Geschichte einer jüdischen Gemeinde“ im Judischen Museum

TKG: GEDENKEN AN NOVEMBERPOGROME-„TÜRKISCHER TEMPEL“
http://www.turkischegemeinde.at/2016/11/tkg-gedenken-an-novemberpogrome-tuerkischer-tempel/

50 JAHRE NACH DEN MASSAKERN VON AUSCHWITZ, TREBLINKA UND DACHAU
http://www.turkischegemeinde.at/1995/09/50-jahre-nach-den-massakern-von-auschwitz-treblinka-und-dachau/

SELTSAME BEGEGNUNGEN: TÜRKEN IN MAUTHAUSEN
http://www.turkischegemeinde.at/2009/11/seltsame-begegnungen-tuerken-in-mauthausen/


Quellen:

(0) www.yadvashem.org

(1)  Alex BeinDie Judenfrage Band 1: Anmerkungen, Exkurse, Register, Deutsche Verlagsanstalt 1980, S. 77

(2) The international Raoul Wallenberg Foundation Direktor 

(3) Ibn Khaldun Vorsitzender der Islamwissenschaft  America University, Washington, D.C.