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Grüß Gott, lieber Ramadan!

 
23 04 2020
By: TKG 0
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Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) wünscht in Österreich allen Musliminnen, Menschen aus der Türkei und ihren Mitgliedern (TKG)  alles Gute für einen besinnlichen und schönen Ramadan.

Am 23. Mai 2018 beginnt wieder der Ramadan. Auch für 700.000 Muslime in Österreich beginnt das Fasten vom 15. Mai bis 14. Juni.  Nicht alle Muslime fasten, aber alle schätzen und respektieren den Ramadan Monat. Während der Corana-Pandemie beginnt am Donnerstagabend beziehungsweise in der Nacht auf den 24. April (Freitag) für Muslime der Fastenmonat Ramadan – sobald die Neumondsichel gesichtet wird.

Der Obmann der Türkische KULTURgemeinde in Österreich(TKG), Birol Kilic:
     „ Wir wünschen allen Musliminnen, Menschen aus der Türkei,  allen unseren MitgliederInnen  (TKG) in Österreich alles Gute für einen besinnlichen und schönen Ramadan und sagen grüß Gott lieber Ramadan. Wir haben nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa und der Welt turbulente Zeiten wegen dem Corona-Virus . Wir müssen nicht nur gegen die Abspaltung und den Rassismus in der Gesellschaft und für das Zusammenleben in Österreich eintreten, sondern auch wie alle Menschen aus der Türkei in Österreich auch die Mehrheit der MuslimeInnen uns weiter an Corona-Gesetze und staatliche Forderungen halten und auf uns selber, auf unsere Familie und auf alle anderen Menschen in Österreich penibel aufpassen. Es folgt eine Zeit der inneren Ruhe, dem Versuch vom irdischen Leben Abstand zu gewinnen und sich nur dem einen und barmherzigen Schöpfer zu widmen. Ramadan ist die Zeit in welcher man mehr an Armut, Hunger und Teilung denken muss. Ramadan ist eine Erziehung zur Selbstüberwindung und zugleich ein Weg zur Bewusstmachung, dass es Menschen gibt, die tagtäglich Hunger erleiden. Ramadan ist eine Zeit, in welcher man in Österreich auch über die Werte der österreichischen Gesellschaft diskutiert.  Richtig. In diesem Monat der Reinigung wird ein besonderes Programm zur Erziehung aufgelegt. Unter Erziehung verstehen wir auch Bildung und Erinnerung an unsere gemeinsamen Werte in Österreich.“

 

Ramadan ?

Ramadan heißt übersetzt so viel wie „der heiße Monat“. Gemeint ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender. An einem Tag in diesem Monat soll der Koran auf die Erde gesandt worden sein. Dieser Zeitpunkt wird auch „Nacht der göttlichen Bestimmung“ genannt und wird hauptsächlich am 27. Ramadan gefeiert. Da der Termin durch den Koran jedoch nicht genau festgelegt ist, gibt es hier Unterschiede. In Deutschland wird dieser Zeitraum nach Angaben des Zentralrates der Muslime in Deutschland exakt astronomisch berechnet. Gefastet wird den gesamten Monat lang jeweils von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, in diesem Jahr ab den 24. April.

Darauf verzichten die Muslime im Ramadan

Nach dem muslimischen Gesetz bedeutet Fasten die Enthaltung von bestimmten Dingen: Verboten sind der Verzehr von Speisen und Getränken, Rauchen, Geschlechtsverkehr und Trunkenheit, so die Informationsplattform „islam.de“. Außerdem sind üble Nachrede, Verleumdung, Lüge und Beleidigung streng untersagt. Schweigen gehört ebenfalls zur Enthaltsamkeit im Ramadan.

Jeder Muslim, der geistig zurechnungsfähig, volljährig und körperlich dazu im Stande ist, muss fasten. Auch Minderjährige können fasten, hier gibt es aber ein Unterscheidungsvermögen. Schwangere, Kranke und Kinder sind nicht zum Fasten verpflichtet, wie die Informationsseite „islam.de“ bekannt gibt.

Schwangere und Kranke müssen die versäumten Fastentage aber nachholen. Laut einer Statistik, auf die sich das „National Bureau of Economic Research“ der USA bezieht, fasten die meisten schwangeren Muslimas trotzdem. Dadurch reduziere sich häufig das Geburtsgewicht des Kindes und die Länge der Schwangerschaft, wodurch körperliche und geistige Behinderungen der Kinder viel wahrscheinlicher würden.

Zuckerfest beendet den Fastenmonat

Am Ende des Fastenmonats, nach 29 beziehungsweise 30 Tagen, feiert man das Fest des Fastenbrechens, auch als kleines Fest oder Zuckerfest bekannt. Die Vorbereitungen beginnen bereits in den letzten Tagen des Fastenmonats.

Vorher muss jeder Muslim eine pflichtmäßige Spende entrichten, die auch als Almosensteuer des Fastenbrechens bekannt ist. Sie kommt Bedürftigen zugute und gehört nach Angaben des Verbandes der islamischen Kulturzentren zu den wichtigsten Pflichten eines Moslems. Anschließend wird drei Tage lang gefeiert.  Der erste Tag ist dabei laut „islam.de“ der Familie gewidmet. Obwohl das „große“ Opferfest im Pilgerfahrtsmonats eigentlich das höchste Fest der Muslime ist, wird das Fastenbrechen traditionell größer und umfangreicher gefeiert, ähnlich wie Weihnachten bei den Christen .(tkg, dpa)