Beitrag

Virus-Parasit: Gestern Talmud heute Koran! TKG fordert Rücktritt des dritten Nationalratspräsidenten Norbert Hofer

 
18 06 2020
By: TKG 0
Print Friendly, PDF & Email

„Victim blaming oder blaming the victim, Täter-Opfer-Umkehr und Opferbeschuldigung ist die Beschreibung für ein Vorgehen, das die Schuld für einen Übergriff beim Opfer selbst sucht.“ Wird  in Österreich wieder Frechheit und Schamlosigkeit siegen?  Was bedeutet „Nie wieder/Never again“ bzw. “ So sind wir nicht“ (nach Ibiza-Video) in Österreich? Frage: Wie sind wir bitte? Hier eine Paradebeispiel  aus Wien …

 

Eine Analyse der Think Tank NGO „Türkische Kulturgemeinde in Österreich“ (TKG) 

Der dritte österreichische Nationalratspräsident Norbert Hofer, hat vorgestern und gestern unter der Vorwand „Kritik“ eine Religionsgemeinschaft, dessen Anhänger und deren heiliges Buch mit einer Virus-Parasitär-Diktion (Krankheit: Corona-Virus) der Propaganda der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) entmenschlicht sowie diffamiert und sich dann in der Öffentlichkeit als Opfer dargestellt. Wir verurteilen diese nicht akzeptablen, dummen Drohungen mit welchen Herr Hofer politisches Kleingeld zu verdienen versucht bzw. mit welchen er sich als Held gegen den Koran und gegen Muslime zu verkaufen versucht. Das ist eine primitive Schande für einen Mann der das Amt des dritten Nationalpräsidenten besetzt.

Anstelle sich zu entschuldigen und versuchen die Aussage zu relativieren, hetzt Hofer weiter!

Zum Vergleich des Corana-Virus‘ mit dem Koran steht der dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer weiterhin. Auf oe24.TV bestätigte er seine Meinung durch die Aussage: „Das ist mir nicht herausgerutscht.“

Fakt ist: „Corona ist ein Virus, ein Virus begegnet dem Organismus nur als Parasit. Das Virus als Parasit ist für die lebende Zelle ein unerwünschter, zehrender Gast, dessen Ansprüche vom Gastgeber mit pathogenen, toxischen, mutagenen, teratogenen oder onkogenen Schäden, die oft zum Tode führen, bezahlt werden müssen.“ (Quelle: Graf, Alfred. Viren Parasiten unseres Lebensraumes. Springer Verlag)

Somit versucht Hofer über den Koran und seine Anhänger ein Feindbild zu verbreiten, indem er das Corona-Virus als Parasit dem Koran gleichstellt. Er verwendet eine Methode, die wir alle aus der Geschichte des Antijudaismus bzw. Antisemitismus kennen. Damals wurde der Hass gegen die Juden und den Talmut verbreitet, heute ist der Hass mit den selben Argumenten gegen die Muslime und den Koran gerichtet (siehe der Film „Der Ewige Jude“).

1924/25 griff Adolf Hitler das Stereotyp in seiner Programmschrift ‚Mein Kampf‘ ebenfalls mit folgenden Worten auf: ‚Der Jude ist und bleibt der ewige Parasit (Virus), ein Schmarotzer, der wie ein schädlicher Bazillus sich immer mehr ausbreitet, sowie nur ein günstiger Nährboden dazu einlädt.“ 

Gestern Talmud heute Koran

Unmoral im Talmud, München 1933

The burning of books in Berlin, 1933. Source: Bundesarchiv, Germany

In die Tiefen des Bösen: Wie die Nazis den Talmud für antisemitische Propaganda „rekrutierten“: https://blog.nli.org.il/en/nazisandthetalmud/

Es war der Talmud, mehr als jedes andere Buch, das die Nazis als schlüssigen Beweis für die Minderwertigkeit der Juden und die Rassengefahr des jüdischen Volkes verwendeten.

Eine der härtesten antitalmudischen Veröffentlichungen dieser Zeit ist eine Broschüre mit Karikaturen, die von der antisemitischen Zeitung „Der Hammer“ mit dem Titel „The Jewish Appearance“ veröffentlicht wurde. Der Künstler Karl Relnik zeichnete 35 eindeutig antisemitische Illustrationen und kombinierte dies mit Wörtern und Sätzen aus dem Talmud.

Eine der bekanntesten Persönlichkeiten im nationalsozialistischen Deutschland war Julius Streicher, Herausgeber der antisemitischen Zeitung „Der Stürmer“. Viele Nazi-Intellektuelle veröffentlichten in dieser Zeitung giftige und detaillierte Angriffe auf das Judentum und seine Literatur, vor allem gegen den Talmud. Während den Nürnberger Prozessen gab Streicher zu, den Talmud ausführlich gelesen zu haben. Er sah sich als führender Experte für jüdische Werke, hauptsächlich den Talmud.

Der Nationalsozialist Johannes Pohl schrieb auch zwei Bücher über den jüdischen Talmud – eine Broschüre mit dem Namen „Die Religion des Talmud“ und ein längeres Buch mit dem Namen „Talmud Geist“. In diesem Buch erklärt Pohl die Struktur des Talmud und die Verpflichtung jedes Juden, das zu erfüllen, was darin geschrieben steht, einschließlich Juden, die sich nicht als religiös definieren. Das Buch enthält zahlreiche Zitate, die den jüdischen Hass auf Nichtjuden und den Glauben betonen, dass Juden das auserwählte Volk sind. Es ist interessant festzustellen, dass das Titelbild des Buches aus einer zensierten Ausgabe von Maimonides ‚Hilchot Avodah Zara (Gesetze des Götzendienstes) stammt.

Der dritte Nationalratspräsident in Österreich Norbert Hofer, verwendet im Jahr 2020, im freiheitlich demokratischen Rechtsstaat Österreich, die selbe Diktion wie sie zu Zeiten des Nationalsozialismus existierte. Er satanisiert pauschal gegen den Koran und seine Anhänger, gegen eine Religionsgemeinschaft die in Österreich seit über 100 Jahren anerkannt ist. Zwar ist die Aussage von Hofer nicht gegen den Talmud gerichtet, aber auf der selben Ebene, mit der gleichen bekannten Diktion, gegen den Koran. So etwas von einem Nationalratspräsidenten ist nicht tragbar. Er versucht hier alle Muslime als Anhänger einer parasitären Religion mit dem Koran, welchen er als noch gefährlicher als das Corona-Virus bezeichnet und somit mit Parasiten vergleicht und damit kulturrassistisch dämonisiert, verachtet und de facto versucht, mittels geistlichem Freiticket, zu vernichten bzw. deportieren.

Wir sind gegen jeglichen Fundamentalismus, politisierten Glauben und genauso gegen Rassismus aller Art! Man sollte hier keine gesamte Religion verunglimpfen. Wir warnen! Solche Aussagen geben einem Fundamentalisten Kraft und bringen Terror nach Österreich.

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich warnt in aller Höflichkeit und Offenheit: jede weitere Stunde, jeder weitere Tag, in welcher bzw. an welchem Hofer dieses Amt besetzt, ist ein Schlag gegen die demokratische Verfassung der Republik Österreich.

Wir leben in einem Land, in welchem die Würde der Menschen geschützt werden muss und in welchem Menschen aufgrund ihrer Glaubens- bzw. Religionsgemeinschaft weder direkt noch indirekt, mit einem parasitären Virus, wie das Corona-Virus, verglichen werden dürfen. Die Aussagen erfüllen unserer Meinung nach den Tatbestand der Verhetzung – Paragraf 283 und Paragraf 188 Herabwürdigung religiöser Lehren. Alle demokratischen Vertreter der Republik Österreich sind dazu verpflichtet, ihre freiheitlich demokratische Verfassung und Grundhaltung zu schützen. Aussagen wie, „Nie mehr“ bzw. „So sind wir nicht“ sollten ernst genommen und eingehalten werden.