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Türkische Kulturgemeinde (TKG) verweigert mit niemanden in Österreich das Gespräch

 
10 07 2020
By: TKG 0
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Wenn es um die Heimat Republik Österreich geht ist der Rest Einzelheiten.

In den letzten Tagen wurden einige Vereine in den österreichischen Zeitungen genannt, welche sich für ein Gespräch mit dem Innen- und Integrationsministerium treffen sollten, um über die aktuellen Geschehnisse in Favoriten zu sprechen.

Wir, die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG), wurden per Telefonat über diesen runden Tisch informiert und haben dafür zugesagt.

In den Medien wurde nun mitgeteilt, dass viele türkische und kurdische Vereine verweigert haben, an diesem geplanten Gespräch teilzunehmen. Wir als Think-Tank NGO gehören nicht zu diesen Verweigerern. Es geht um das friedliche Zusammenleben in Österreich.

Es geht um die freiheitlich demokratische und rechtsstaatliche Republik Österreich, wo niemand ein Herren- bzw. Untermensch ist. Wir sind dankbar in Österreich, trotz vieler Probleme,  in einem rechtsstattlichen Staate mit Gewaltenteilung, in Freiheit leben zu dürfen. Wir wissen es als wehrhafte Demokraten sehr zu schätzen und zu schützen.

Es geht um ein „vielgeprüftes und viel geliebtes Land“, die Republik Österreich, wo das Vereinsgesetz nicht von Parteien mit Tempelgemeinden und die von der EU anerkannten terroristischen Organisationen aus dem Ausland, als Selbstbedienungsladen bzw. Hinterland verwendet wird. In diesem Fall sollte, wie bis jetzt, das berühmte österreichische Sprichwort:
„Leben und leben lassen“ bzw. „Eine Hand wäscht die andere“ nicht mehr gelten. Es reicht nämlich…

Als Think-Tank Organisation warnen wir: „Die Brandstifter bzw. Brandbeschleuniger dürfen weder als Feuerlöscher noch Experten, insbesondere bezüglich der Probleme in Favoriten, wie Integration bzw. ähnliche Probleme, ab jetzt nicht mehr salonfähig gemacht werden“

In Favoriten haben stellvertreterkriegsähnliche Zustände stattgefunden, die in Zukunft Österreich große Probleme verursachen werden, welche sich niemand wünscht. Deswegen erwarten wir von den Parteien und Medien in aller Freundschaft nicht Hetze, sondern zum Wohle der Republik Österreich, große Vorsicht. Man kann nicht vorsätzliche, Menschen verächtliche Verhetzung als Berichterstattung bzw. Kommentar unter dem Volk, mit den Steuergeldern des Bundes und der Städte sowie Versicherungen, Lebensmittelketten, Banken etc., die in diesen Zeitungen ein Inserat buchen, verbreiten.  Es schmerzt…Wir rufen alle zur Verantwortung!

Wir waren die Ersten, die am Freitag vorletzte Woche sofort mit sehr vielen Vereinen und Personen in Wien Kontakt aufgenommen haben, um die Geschehnisse aus erster Hand zu erfahren und die Öffentlichkeit darüber zu informieren.

De facto, die Mehrheit der Menschen aus der Türkei in Österreich, egal ob sie sich türkisch oder kurdisch fühlen, haben mit den jüngsten Ereignissen in Favoriten, welche wir scharf verurteilen, nichts zu tun!
Trotzdem wurden leider viele dieser Kurdinnen und Kurden bzw. Türkinnen und Türken in der Öffentlichkeit dämonisiert, worüber wir Einspruch erheben.

Die angebliche Vertreter der TürkInnen bzw. KurdInnen bzw. MuslimInnen vertreten weder KurdInnen, noch TürkInnen, noch MuslimInnen.

Aber in den Medien wird der Kurde bzw. der Türke bzw. die Muslime für die Ereignisse leider pauschal verantwortlich gemacht.

Die Mehrheit dieser Menschen ist friedliebend sowie besonnen, lebt seit über fünfzig Jahren in Österreich und identifiziert sich mit vielen schönen österreichischen Werten, wie Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung etc.

Diese Menschen wollen weder aus dem Nahen Osten, aus der Türkei, noch aus dem balkanischen Bereich importierte Konflikte hier in Österreich, insbesondere nicht in Arbeiterbezirken wie Favoriten, in welchen sehr viele Menschen aus verschiedenen Kulturen und Nationen leben.

Sie wollen diese schmutzigen importierten Kriege nicht vor ihren eigenen Haustüren sehen, weil ihnen das Zusammenleben mit verschiedenen Nationen und Religionen unter der Rot-Weiß-Roten Fahne sehr wichtig ist.

Das sagen alle Menschen, mit welchen wir im Namen der TKG in den letzten Tagen Interviews und Gespräche geführt haben. Für diese Menschen ist Österreich die neue Heimat mit vielen Pflichten und Rechten, die in der österreichischen Bundesverfassung festgeschrieben wurden und am 30. Oktober 2020 hundert Jahre alt wird. Hier ist es wichtig, die Spreu vom Weizen zu trennen und die Wörter „Türke“ oder „Kurde“ nicht so inflationär mit Gewalt, Terror, Mord, Kriminalität unter dem Vorwand „Aufklärung“ zu verwenden und vermischen.

Keine politische Partei in Österreich oder aus anderen Ländern, darf in Österreich eine Religionsgemeinschaft oder Kultusgemeinde gründen und die Religionsfreiheit in Österreich oder das Islamgesetz missbrauchen. Keine politische Partei darf aus dem Ausland in Österreich, weder eine Kirche noch eine Mosche betreiben. Eine der Wurzeln der Probleme liegt hier und man sollte das Problem nicht unter dem Vorwand „wir sind ein Rechtsstaat“ unter den Teppich kehren.

Es geht um die freiheitliche, demokratische, säkulare Republik Österreich, die wir, egal wann und wo, unabhängig als wehrhafte Demokraten schützen werden.

Die Republik Österreich darf kein Selbstbedienungsladen werden. Die AustrotürkInnen und AustrokurdInnen haben für Österreich in den letzten fünfzig Jahren, sei es als Arbeiter*innen, Krankenpfleger*innen, Ärztinnen und Ärzte, Wissenschaftler*innen, Unternehmer*innen etc. sehr viel geleistet.

Sie wünschen sich nur das Beste für das Land Österreich.

Nein!
Nein zur Vernebelung,
Vereinfachung, Infotainment, Fortschreibung, Oberflächenpolitur, Egomanie, Anpassung, Belehrung, „Anything goes“, Fatalismus!

Ja!
Ja zur Aufklärung statt Vernebelung,

Differenzierung statt Vereinfachung,

Analyse statt Infotainment,

Utopien statt Fortschreibung,

Tiefenschärfe statt Oberflächenpolitur,

Empathie statt Egomanie,

Widerspruch statt Anpassung,

Auseinandersetzung statt Belehrung,

Werte statt „Anything goes“.

Gestaltungswille statt Fatalismus!

Ja zur wehrhaften, freiheitlich demokratischen und rechtsstaatlichen Republik Österreich!

Die TKG in Österreich wird alle Bemühungen und Maßnahmen unterstützen, die die säkulare Verfassung der Republik Österreich unterstützen.

Ohne Scheinheiligkeit…„Scheinheiligkeit ist die Sprache der Korrupten“

Türkische Kulturgemeinde in Österreich ( TKG)

Links:

TKG: VERSAMMLUNGSGESETZ DARF NICHT MISSBRAUCHT WERDEN

TKG: Versammlungsgesetz darf nicht missbraucht werden

Die Türkische Community ist verwundert, distanziert sich und verurteilt die Ereignisse in Favoriten