Kategorie: Diskrimierung/Ayrımcılık

08 08 2018
By: TKG 0

Trauriger Kundin bei Hofer?: „Wo ein Wille, da ein Weg. Ende gut, alles gut“

Eine Österreicherin mit türkischer Abstammung, Frau Sükran F., welche seit 25 Jahren Stammkundin des Supermarktes Hofer ist, erschien sehr unglücklich, in der Ehre und Würde verletzt als Opfer einer Hofer Mitarbeiterin in den österreichischen und türkischen Zeitungen. Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich(TKG) hat diesen Fall  eigenständig unter die Lupe genommen und versucht hier eine friedliche Lösung zu finden.

WIEN. Nicht nur das, ihr Video, welches sie auf ihrem eigenen Balkon gemacht hat und in dem sie von dem Fall, welcher sich am 27. Juli 2018 um ca. 19:50 in der Breitenfurter-Straße ereignet hat, berichtet, hat in einer Woche ungefähr eine Million Menschen im In- und Ausland erreicht. Das Video wurde ca. 8000-mal geteilt, hat 1037 Kommentare und 2300 Likes.

Wir als Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG)  haben es am Freitag, 2. August 2018, gesehen und sofort mit Frau Fidan Kontakt aufgenommen, um mit unserem Rechtsberater und Beirat Unterstützung anzubieten. Es war uns wichtig, das Problem von beiden Seiten erläutert zu bekommen um es richtig und korrekt zu verstehen, da wir den Supermarkt Hofer als ein sehr seriöses Unternehmen wahrnehmen.

Dieses Angebot für ein schnelles Treffen mit dem Obmann der TKG hat Sükran F. angenommen. Sie ist eine Stunde später eingetroffen und hat den Fall weinend erzählt. Wir (TKG) haben von dem Treffen am 02.08.2018 ab 14:00 Uhr ein Gesprächsprotokoll geführt, welches jedoch intern und vertraulich für weiteres Vorgehen behalten wird.

Der Obmann der TKG hat Frau Sükran F. gebeten, ihn zu der Hofer-Filiale zu begleiten, damit er sich ein eigenes Bild vor Ort machen kann, bevor öffentlich agiert wird.

Am Ort des Geschehens, in der Breitenfurter-Straße, hat der Obmann der Türkische KULTURgemeinde mit der stellvertretenden Filialleitung (ohne Frau Sükran F.) über den Fall gesprochen und darum gebeten, den Fall so freundlich und kooperativ als möglich zu lösen, um die Lage nicht eskalieren zu lassen, weil alles nicht normal ist.

Die Geschäftsführung des Supermarktes ist innerhalb der folgenden Stunde zur Hofer-Filiale gekommen, wo Frau Sükran F., der TKG Obmann und der inzwischen eingetroffene Sohn sowie die Schwiegertochter von Frau Sükran F. derweilen warteten.

Der Obmann der TKG hat mit der Hofer-Geschäftsführung zuerst unter vier Augen gesprochen, die Fotos sowie Protokolle hergezeigt und empfohlen das Problem mit gutem Willen zu lösen. Von der Geschäftsführung wurde das Problem eingesehen und den Fall sehr bedauert. Es wurde versichert das die Hofer-Philosophie verspricht, dass alle Menschen gleich behandelt, geschätzt und respektiert werden, egal welche Herkunft bzw. Abstammung die KundInnen haben. Nach diesem erfreulichen Gespräch schlug der TKG Obmann vor, die 25-jährige Stammkundin hinzuzuholen. Der Hofer Geschäftsführer hat dieses Angebot gerne angenommen, da nun eine konstruktive, zielführende und vor allen aus dem „guten Willen“ stammende gute Gesprächsatmosphäre beidseitigem Vertrauen geschafft wurde.

TKG Obmann hat Frau  Sükran F. draußen auf das Gespräch mit dem Geschäftsführer vorbereitet und empfohlen jetzt die Unannehmlichkeiten aus der Welt zu schaffen, da der Hofer-Geschäftsführer, welcher auch für das Personal zuständig ist, sein Bedauern für die stattgefundene Unannehmlichkeit ausgedrückt hat.

Bei dem Treffen mit der Geschäftsführung hat Frau Sükran F. erzählt, dass sie bereits so lange Kundin ist, dass sie sogar mit geschlossenen Augen die Waren im Supermarkt finden würde, dass sie wöchentlich um ca. 200 Euro einkauft und daher nicht versteht warum Sie von einer Hofer Mitarbeiten so behandelt wurde.

Die freundliche, spontane und ehrliche Art von Frau Sükran F. hat der Geschäftsführer sehr geschätzt. Auch der TKG Obmann war sehr überrascht, weil Sie nicht mit Kritik begonnen hat sondern den guten Willen der beiden Herren verstanden hat und beim Brückenbauen behilflich sein wollte.

Der Hofer Geschäftsführer hat sien tiefstes Bedauern nochmals betont und Frau Sükran F. als Wiedergutmachung Blumen, Schokolade und einen Einkaufsgutschein geschenkt sowie sich für die 25-jährige Treue herzlich bedankt.

Wir als TKG  bedanken uns bei dem Hofer-Geschäftsführer. Besonders seine starke Empathie, Menschlichkeit und sein freundlicher Auftritt haben uns motiviert hier als Brückenbauer zu agieren.

Wir danken Frau Sükran F.  aufrichtig und herzlich nach so einem traurigen, ehre verletzenden Erlebnis, dass sie uns Vertrauen geschenkt hat, unserer Einladung gefolgt ist und mit dem geschätzten Geschäftsführer ein Treffen, bei guter Atmosphäre, angenommen hat. Aus einer trauriger Kundin wurde  eine  durch TKG Brückenbau halbwegs glückliche…

Wir freuen uns in diesem Fall als Brückenbauer und Helfer agieren zu dürfen und wünschen Frau Sükran Fidan alles Gute sowie dem Supermarkt Hofer viel Erfolg bei seinen Geschäften, bei welchen der Mensch, laut ihrer Philosophie, tatsächlich noch im Mittelpunkt zu stehen scheint. Nicht bei allen Firmen ist das so. Viele verhalten sich in solchen Situationen verantwortungslos und vertrauen auf Ihre finanzielle Macht. Somit werden deren KundenInnen Opfer solcher ziemlich bedenklicher Diskrimierungen wo sie sogar als Täterin bzw. Täter dargestellt wird. In solchen Fällen würden wir sicherlich auch anders handeln!

TKG Fazit:  Österreichischer Weg: „Wo ein Wille, da ein Weg“ und „Ende gut, alles Gut“!

 

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05 08 2018
By: TKG 0

Sarrazins Hetze in Wien und offener Brief an den Herausgeber der Schweizer Wochenblick, Herrn Roger Köppel

Türkische KULTURgemeinde in Österreich(TKG): „Sarrazins Volksverhetzung unter dem Deckmantel Religionskritik wird, durch die Schweizer Wochenzeitung, in Wien salonfähig gemacht“

Wien (APA-OTS) – Die Denkfabrik Türkische KULTURgemeinde in Österreich(TKG) findet den heutigen Abend in der Wiener Stadthalle, bei welchem „Ausländer“ Sarrazins neues Buch unter der Organisation mit dem  „Ausländischen“ Herausgeber  Roger Köppel der Schweizer Zeitung „Wochenblick“ zu diskutieren, ziemlich bedenklich. Kurz, es wird aus dem Ausland durch „zwei Ausländer“ etwas nach Wien exportiert, was hunderttausenden „Österreichern“ mit muslimischem Glauben oder aus diesem Kreis stammenden Menschen gegenüber de facto hetzerisch ist und nur die reaktionären Kräfte noch mächtiger macht.

Das Treffen soll Interessierten die Möglichkeit bieten, sich selbst ein Bild von den Thesen des Ex-Politikers aus Berlin zu machen, erklärt der Ausländer Roger Köppel, aus der Schweiz, im Gespräch mit mit einer österreichischen Tageszeitung, welche weiter folgendes berichtet:

„Der Schweizer erhofft sich von der Veranstaltung eine Diskussion „ohne Übertreibungen“ aber auch ‚ohne Beschönigungen‘, denn letztlich würden Demokratien auch gerade von verschiedenen Meinungen leben.“

Thilo Sarrazins neues Buch „Feindliche Übernahme“ ist wie sein vorheriges Buch „Deutschland schafft sich ab” weder ein Fachbuch, ein Informationsbuch noch ein Provokationsbuch, sondern ein Hetzebuch (Volksverhetzung), in dem biologisch und kulturell gefärbter Rassismus mit den folgenden Worten vertreten wird: „Die religiös gefärbte kulturelle Andersartigkeit der Mehrheit der Muslime und deren steigende Geburtenzahlen gefährden offene Gesellschaft, Demokratie und Wohlstand.“

Die Volksverhetzung ist in Deutschland ein Äußerungsdelikt nach §130 StGB:Volksverhetzung,
auch in Österreich, nach §283 StGB: Verhetzung.

Sachverhaltsdarstellung

Unserer Meinung nach stört der Deutsche Herr Thilo Sarrazin mit dem Buch „Feindliche Übernahme“, durch die Hilfe des Wochenblick Herausgebers Herrn Köppel unter dem Vorwand Religionskritik, den öffentlichen Frieden vorsätzlich. Er stachelt Hass an bzw. fordert Willkürmaßnahmen gegen eine nationalistische, rassistische, religiöse und durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, kurz, alle Muslime in Deutschland und Österreich wegen der Zugehörigkeit zu der islamischen Religion. Herr Sarrazin greift die Menschenwürde in dem Buch dadurch an, dass er vorgezeichnete Gruppen und Teile der Bevölkerung beschimpft, schikaniert, böswillig verächtlich macht und pauschal verleumdet. Unter dem Vorwand der freien Meinungsäußerung übt Sarrazin mit diesem Buch pure Verhetzung gegenüber einer Religionsgemeinschaft in Deutschland und in Österreich aus. Vorsicht: Deutschland und Österreich verlieren damit ihre moralische Überlegenheit bzw. Deutungshoheit.

Sehr geehrter Herr Wochenzeitung Herausgeber Köppel!

TKG fragt sich, welche Thesen, welche verschiedenen Meinungen?

In Österreicher leben mehr als 700.000 Menschen mit muslimischem Glauben oder aus diesem Kulturkreis. Davon besitzen mehr als 400.000 bereits die österreichische Staatsbürgerschaft und haben mit den österreichischen Werten kein Problem. Es gibt Probleme, die kann man aber mit solchen Büchern nicht lösen, sondern nur Lösungswege schließen. Sie können nicht in Österreich als Ausländer Dompteur spielen unter dem Vorwand Feuerlöscher zu sein und wie und der Sarrazin aus dem Ausland „noch“ Brandstifter gegenüber Staatsbürger der Republik Österreich, mit muslimischen Glauben, hetzten.

Ja genau, zwei Ausländer, aus der Schweiz und aus Deutschland, gegen Österreicher mit muslimischem Glauben versuchen die Muslime in Österreich als der „ewige Muslime“ bzw. der „ewige Türke“  mit Vorurteilen und Klischees zu betonieren und um Hass zu schüren.

Warum?

Weil Sie, Herr Wochenblick Herausgeber, auch nicht unter dem Vorwand „Meinungsfreiheit“ in der Schweiz, in Deutschland und in Österreich, mit 30 Tagen Lektüre der Tora oder Talmud, Juden satanisieren, Talmud & Tora manipulieren und aus dem historischen Kontext und Zusammenhang herausreißen, um die Juden, das Judentum (und den Glauben) pauschal zu schikanieren bzw. terrorisieren und zu verächtlichen, können.  In Sarrazin’s Buch existiert sogar ein Kapitel „alle Muslime mit Erbdummheit“ schikanieren. Was sollen wir mit Ihnen, Herr Köppel, noch diskutieren?

In Wahrheit, unserer Meinung nach, muss man unbedingt betonen: Mit Sarrazin, welcher anscheinend unter „Confirmation Bias“ (Bestätigungsfehler) leidet, eine Islam-Debatte zu führen ist, als ob man mit Goebbels über Judentum diskutieren würde…

Und Sie, Herr Köppel, missbrauchen gerade in Österreich, als Wochenblick Herausgeber, diese „Confirmation Bias“ (Bestätigungsfehler) als Brandstifter.

Ein Bestätigungsfehler ist in der Kognitionspsychologie  die Neigung, Informationen so auszuwählen, zu ermitteln und zu interpretieren, dass diese die eigenen Erwartungen erfüllen (bestätigen). Heute Abend in der Wiener Stadthalle wird diese „Confirmation Bias“ durch Ihre Organisation aus dem Ausland einen Höhepunkt erleben, was für Wien bzw. Österreich und für das Zusammenleben mit verschiedenen Menschen mit verschiedenen Religionen einen großen Schaden zufügen wird. Wenn Sie glauben damit werden Muslime an Ihren Glauben verzweifeln, dann können wir Ihnen sagen: großer Irrtum. Ganz im Gegenteil. „Halleluja = Allahu Ekber“ Herr Köppel!

Man kann hier nicht von einer Verantwortungslosigkeit, Provokation, Meinungsfreiheit oder Religionskritik reden, Herr Röger, sondern von einer puren Volksverhetzung ersten Grades.

Hunde setzt Sarrazin mit Menschen gleich – Wo ist die Menschenwürde? 

Unserer Meinung nach, werden in dem neuem Buch in einem Kapitel „alle Muslime mit Erbdummheit“ rassistisch und verächtlich schikaniert. In einem Interview  des Profil der Ausgabe 2011, propagierte Sarrazin  auch für eine rassistische eugenische Demographie. Sarrazin hat in diesem Interview wortwörtlich eine nach Erbkriterien gesteuerte Bevölkerungspolitik mit folgenden Worten argumentiert: „Jeder Hunde- und Pferdezüchter lebt davon, dass es große Unterschiede im Temperament- und Begabungsprofil der Tiere gibt. Und dass diese Unterschiede erblich sind“. (Profil, Januar 2011)

Das ist für uns lächerlich, aber in der Öffentlichkeit wird das Buch leider, nach unserem Empfinden, wie „Mein Kampf“ de facto von manchen Parteien, NGOs und Zeitungen leider ohne kritische Distanz propagiert und damit insbesondere in Deutschland, in der  Schweiz und  in Österreich gegenüber der freiheitlich demokratischen Grundordnung das Vertrauen von Millionen Menschen gestört.

Wir sind als säkulare Österreicher mit türkischer Abstammung gegen jeglichen politisierten Glauben, insbesondere gegen die fundamentalistischen Bewegungen aus unseren Kreisen, die wir seit Jahren in Österreich durch Verstand, Vernunft, Kritik und Aufklärung und einem tiefen Glauben an die österreichische freiheitlich demokratische Grundordnung und den Rechtsstaat, durch Aufklärung und Warnungen hart kämpfen. Das Buch Sarrazin und Ihr Auftritt, Herr Köppel, unterstützt nur die Fundamentalisten aus der islamischen Seite und nur die kulturellen Rassisten (Neo-Rassismus, Rassismus ohne Rasse) in der EU.

Die liberalen Muslime aus der Türkei, aus Deutschland und aus Österreich, mit einer säkularen Einstellung gegenüber dem Staat und der Gesellschaft, fühlen sich sicher nicht von Sarrazin und seinen verallgemeinernden Ansichten vertreten. Er schreibt in dem Buch immer von liberalen Muslimen, oder angeblich liberalen Quellen muslimischer Wissenschaftler, als ob er hier auch uns vertritt oder eine Stimme für alle ist und tut so, als ob er uns dadurch stärken würde. Sarrazin beruft sich auf liberale muslimische Stimmen in Deutschland. Wer sind die Brandstifter die als Feuerlöscher auftreten überhaupt?

Das ist eine Farce, Manipulation, Verdrehung, Verdunkelung, Vernebelung der hinterhältigen, hinterlistigen und doppelmoralischen Ziele von Thilo Sarrazin und seinen Unterstützern. Sarrazin unterstützt mit diesem Buch den politisierten Glauben und die Fundamentalisten der islamischen Welt, insbesondere in Deutschland und in Österreich und spaltet nicht nur die Gesellschaft, sondern missbraucht Meinungsfreiheit und hetzt pauschal gegen Menschen, die aus dem Islamischen Kulturbereich stammen. Die Geschichte ist da, um aus der Geschichte zu lernen.

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

Bild Quelle: Karikatur – Silvan Wegmann

Mehr:

http://www.turkischegemeinde.at/tkg-stellungnahme-zu-sarrazins-buch

1. Stellungnahme September 2018

Stellungnahme der Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) bezüglich Sarrazins neuem Buch:

Wir würden, als liberale, säkulare Muslime aus der Türkei in Österreich, die wir nicht alle vertreten, sehr gerne Herrn Thilo Sarrazin und sein zweites Buch „Feindliche Übernahme“ unterstützen.

Wir haben immer, bei unseren österreichischen und deutschen Ansprechpartnern, egal ob aus der Politik, Medien, Bürokraten bzw. aus Religionsgemeinschaften, um eines gebeten: “ Bitte die Spreu vom Weizen zu trennen. Nicht pauschalisieren. Wissen aneignen und sachlich bleiben, damit wir zusammen für die freiheitliche, demokratische Grundordnung als wehrhafte Demokraten zusammen auf Augenhöhe kooperieren können. Und hier haben wir Säkularität als Sauerstoff der Demokratie definiert.  Wir sind keine Hoftürken bzw. keine Hofmuslime und möchten keine werden sondern wir wollen bewusste Bürger bzw. Citiyons der Republik Österreich bzw. EU werden mit gleichen Rechten und  natürlich mit gleichen Pflichten.“

 

Das Buch von T. Sarrazin ist schlecht recherchiert (E.E.):

Antwort: Prof. Dr. Aziz Sancar und andere

Aziz Sancar Aziz Sancar (8. September 1946 in Savur, Provinz Mardin, Türkei) ist ein türkisch-amerikanischer Genetiker. Für 2015 wurde ihm „für die mechanistischen Studien zur DNA-Reparatur“ gemeinsam mit Tomas Lindahl und Paul Modrich der Nobelpreis für Chemie zugesprochen.

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Aziz_Sancar?wprov=sfti1

 

Hetzebuch -Volksverhetzung

Thilo Sarrazins neues Buch „Feindliche Übernahme“ ist wie sein vorheriges Buch „Deutschland schafft sich ab” weder ein Fachbuch, ein Informationsbuch noch ein Provokationsbuch, sondern ein Hetzebuch (Volksverhetzung), in dem biologisch und kulturell gefärbter Rassismus mit den folgenden Worten vertreten wird: „Die religiös gefärbte kulturelle Andersartigkeit der Mehrheit der Muslime und deren steigende Geburtenzahlen gefährden offene Gesellschaft, Demokratie und Wohlstand.

Die liberalen Muslime aus der Türkei, aus Deutschland und aus Österreich, mit einer säkularen Einstellung gegenüber dem Staat und der Gesellschaft, fühlen sich sicher nicht von Sarrazin und seinen verallgemeinernden Ansichten vertreten. Er schreibt in dem Buch immer von liberalen Muslimen, oder angeblich liberalen Quellen muslimischer Wissenschaftler, als ob er hier auch uns vertritt oder eine Stimme für alle ist und tut so, als ob er uns dadurch stärken würde. Sarrazin beruft sich auf liberale muslimische Stimmen in Deutschland. Wer sind die Brandstifter die als Feuerlöscher auftreten überhaupt?

Das ist eine Farce, Manipulation, Verdrehung, Verdunkelung, Vernebelung der hinterhältigen, hinterlistigen und doppelmoralischen Ziele von Thilo Sarrazin und seinen Unterstützern. Sarrazin unterstützt mit diesem Buch den politisierten Glauben und die Fundamentalisten der islamischen Welt, insbesondere in Deutschland und in Österreich und spaltet nicht nur die Gesellschaft, sondern missbraucht Meinungsfreiheit und hetzt pauschal gegen Menschen, die aus dem Islamischen Kulturbereich stammen. Die Geschichte ist da, um aus der Geschichte zu lernen.

Wir sollten aus der Gesichte in  der EU vor allem lernen.

Wir erheben Einspruch!

TKG Thesen

Volksverhetzung unter dem Deckmantel Religionskritik? 

Unter dem Vorwand „Meinungsfreiheit“ darf man in Deutschland auch nicht Juden satanisieren, Talmud & Tora manipulieren und aus dem historischen Kontext und Zusammenhang reißen, um die Juden, das Judentum (und den Glauben über TALMUD ) pauschal zu schikanieren bzw. terrorisieren und zu verächtlichen.

In Wahrheit muss man unbedingt betonen: Mit Sarrazin der anscheinend unter „Confirmation Bias“ (Bestätigungsfehler) leidet, eine Islamdebatte zu führen, ist, als ob man mit Goebbels über Judentum diskutieren würde…  

Man kann hier nicht von einer Verantwortungslosigkeit, Provokation, Meinungsfreiheit oder Religionskritik reden, sondern von einer puren Volksverhetzung ersten Grades. In dem Buch werden „alle Muslime mit Erbdummheit“ verächtlich bezeichnet und schikaniert, was für uns lächerlich ist, aber in der Öffentlichkeit wird das Buch wie „Mein Kampf“ de facto von manchen Parteien, NGOs und Zeitungen propagiert und damit Deutschlands freiheitliche demokratische Grundordnung zerstört, da hier vorsätzlich und absichtlich Hass gestachelt und mit der Würde der Menschen gespielt wird. 

Wir sind als säkulare Österreicher mit türkischer Abstammung gegen jeglichen politisierten Glauben, insbesondere gegen die fundamentalistischen Bewegungen aus unseren Kreisen, die wir seit Jahren in Österreich durch Verstand, Vernunft, Kritik und Aufklärung und einem tiefen Glauben an die österreichische Demokratie und den Rechtsstaat, hart bekämpfen.  

Wir brauchen keine Freunde wie Sarrazin! Wenn man solche Volksverhetzer als Freunde hat, braucht man keine Feinde!

 

Deutschland-Art. 1 Absatz 1 Grundgesetzt

 

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
 

„Unter Menschenwürde versteht man die Vorstellung, dass alle Menschen unabhängig irgendwelchen Merkmalen wie etwa Herkunft, Geschlecht oder Alter denselben Wert haben, da sie sich alle durch ein dem Menschen einzig gegebenes schützenswertes Merkmal auszeichnen, nämlich die Würde. Seine Verankerung als erste Norm des Grundgesetzes ist eine bewusste Reaktion auf die massive Missachtung der Menschenwürde im Nationalsozialismus.

Im Verständnis des Bundesverfassungsgerichts  bezieht nach der Ordnung des Grundgesetzes der Staat seine Legitimation allein daraus, dass er den Menschen konkret dient. Die Menschenwürde ist damit der oberste Grundwert und die Wurzel aller Grundrechte. Als einzige Verfassungsnorm gilt die Menschenwürde absolut, sie kann durch keine andere Norm beschränkt werden, auch nicht durch ein anders, von der Menschenwürde abgeleitetes Grundrecht.“

 

Die Volksverhetzung ist in Deutschland ein Äußerungsdelikt nach §130 StGB: Volksverhetzung,
auch in Österreich, nach §283 StGB: Verhetzung.   

Unserer Meinung nach stört der Deutsche Herr Thilo Sarrazin mit dem Buch „Feindliche Übernahme“, unter dem Vorwand Religionskritik, den öffentlichen Frieden vorsätzlich.  

Er stachelt Hass an bzw. fordert Willkürmaßnahmen gegen eine nationalistische, rassistische, religiöse und durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, kurz, alle Muslime in Deutschland und Österreich wegen der Zugehörigkeit zu der Islamische Religion.  

Herr Sarrazin greift die Menschenwürde in dem Buch dadurch an, dass er vorbezeichnete Gruppen und Teile der Bevölkerung beschimpft, schikaniert, böswillig verächtlich macht und pauschal verleumdet. Unter dem Vorwand der freien Meinungsäußerung übt Sarrazin mit diesem Buch pure Verhetzung gegenüber einer Religionsgemeinschaft in Deutschland und in Österreich aus.  Vorsicht: Deutschland und Österreich verlieren damit ihre moralische Überlegenheit bzw.Deutungshoheit.

Zwischenfrage:
Rechtstaat oder  mit Sarrazins Willkür Un·rechts·staat gegen Moslem.

Der Begriff Unrechtsstaat gegen Katholiken in Deutschland? 

„Der Begriff wird auf den preußischen Katholiken  Peter Reichensperger (1810–1892) zurückgeführt. Mit dem Begriff des Unrechtsstaates wollte Reichensperger andeuten, dass Preußen ein solcher würde, wenn es die Rechte seiner katholischen Untertanen beschneidet. In der 24. Sitzung der  Zweiten Kammer des Preußischen Landtags am 12. Februar 1853 äußerte der Abgeordnete Reichensperger: „Ich denke, der Rechtsstaat besteht darin, dass der Obrigkeit das Schwert zum Schrecken der Bösen anvertraut ist, und zum Schutze derer, die in ihrem Recht sind, ihr Recht üben; einen Unrechtsstaat würde man dagegen meines Erachtens denjenigen zu nennen haben, welcher die Unruhestifter schützen und diejenigen bedrohen wollte, die in ihrem Rechte sind.“

 

Sarrazins Quellen: Leserbriefe und „Achse des Guten“

Die von Sarrazin verwendeten Quellen zeigen eines deutlich: Er verwendet keine seriösen, sachkundigen Quellen. Er zitiert hinterlistig Islamwissenschaftler sowie Vertreter des angeblichen liberalen Islams in Deutschland. Wenn man die Quellen genau unter die Lupe nimmt sieht man, dass sich die Mehrheit seiner Quellenangaben auf Zeitungs- und Fernsehbeiträge, bis hin zu Leserbriefen der BILD Zeitung, sowie auf Internetportale wie die als antiislamisch bekannte Hetze-Webseite „Achse des Guten“, beziehen. Das sind Sarrazins Quellen.

Er macht keine objektive bzw. profunde Analyse, sondern baut auf Verzerrung, Manipulation von Fakten und Geschichte. Unter dem Deckmantel der Sachlichkeit, die er versucht, durch das Anführen mehrerer Statistiken mit angeblichen Fußnoten, zu untermauern, steckt im Wesen ein feindliches, hetzerisches, kulturrassistisches, antiislamisches Hetzebuch.

Sarrazin und Kulturalismus (Kultureller Rassismus-Neorassismus)

In Sarrazins neuem Buch wird ein Kapital mit dem Titel „Erbdummheit der Muslime“ (S. 144 u. S. 499) unverschämt benannt.

Laut Experten:

„….-führt Sarrazin unter diesem Kapital anders als in „Deutschland schafft sich ab“ – nichts mehr auf biologisch-genetische Ursachen zurück, sondern auf den kulturellen Einfluss des Islams. Ihn macht er in Kapitel 3 für eine unumkehrbare Dummheit aus Mangel an intellektueller und kreativer Intelligenzentwicklung der Muslime verantwortlich. Mehr noch, Sarrazin behauptet ein religionsbezogenes „Intelligenzgefälle“, wobei er den höchsten Bildungsgrad bei Juden, gefolgt von Christen, Religionslosen, Buddhisten und Hindus sieht, wohingegen Muslime die niedrigste formale Bildung hätten (S. 157). Dieser Ansatz wird dem komplexen Phänomen der Intelligenz in kleinster Weise gerecht. Freilich, der Verfasser spricht hier nicht von Rassen oder Ethnien. Doch vom Denkansatz her ist dies nichts anderes als eine kulturell determinierte Spielart von Rassismus im Gewande einer angeblichen Religionskritik, durch die er den vermeintlich hochgebildeten jüdisch-christlichen Westen in Opposition bringt zu den vermeintlich ungebildeten Muslimen. Die Mechanismen seiner Argumentation, die eine Differenz postuliert zwischen den Muslimen und den Anderen, diese abwertend und verallgemeinernd etwa mit Intelligenz in Verbindung bringt und das Ganze benutzt, um die natürliche Überlegenheit der einen Gruppe zu postulieren, erfüllen alle Merkmale, die der französische Soziologe Albert Memmi kulturellen Rassismus benennt.“

-…“Der Faktencheck fällt nicht günstig aus. Mit Jahreszahlen nimmt es Sarrazin nicht genau (etwa bei der Eroberung von Bagdad durch die Mongolen), nicht mit der Geographie (Sudan ist nicht Teil des Maghreb) und auch nicht mit Übersetzungen. Sarrazin schreibt Namen und Vornamen falsch, verwechselt Aleviten und Alawiten, bringt Laizismus und Säkularismus durcheinander. Zu Afrika behauptet er, „viele Problemstaaten in Afrika und Asien“ würden dadurch geeint, „dass die dort lebenden Menschen überwiegend muslimischen Glaubens sind“. 63 Prozent der Einwohner von Subsahara-Afrika sind jedoch Christen; ihre Staaten gehören zu den ärmsten der Welt.“

-..“Je geringer das Wissen, desto sicherer das Urteil. Sarrazin kritisiert die vielen Wiederholungen im Koran und verrät schon damit seine Unkenntnis. Was wie eine Wiederholung erscheint, steht jedes Mal in anderem Kontext, da aus einer Geschichte mehrere Lehren gezogen werden können. So wird der Kontext wichtig. Völlig daneben ist Sarrazins Behauptung, der Koran kenne keine historisch-kritische Exegese. Gerade die „Umstände der Offenbarung“ stehen im Mittelpunkt der islamischen Theologie. Sarrazin aber zitiert Verse ohne diesen Kontext und verschweigt, dass es zu Versen, die etwa zu Gewalt aufrufen, solche gibt, die das Gegenteil fordern. “

-…“Immer wieder kehrt Sarrazin zur Obsession zurück, der Islam vermittle Hass auf die „Ungläubigen“, was ihm „expansive Eroberungskraft“ verleihe. Früher als andere hat der Islam aber das Kriegsrecht kodifiziert und vieles verboten – die Tötung von Frauen, Kindern und Greisen, das Verseuchen von Wasser. Als Leser fragt man sich immerzu, wie eine Religion, wenn sie denn so voller Hass und Rache wäre, wie Sarrazin suggeriert, sich 1400 Jahre halten konnte.

-..“Völlig absurd ist Sarrazins Behauptung, der Islam biete „keinen Anreiz zu einer Wissbegier“, die Muslime hätten nie einen Sinn für das Messen von Zeit und Distanzen entwickelt. Weiß Sarrazin denn nichts von der kreativen Periode der arabischen Wissenschaften, die 800 Jahre gedauert hat? Der Kartograph Biruni hatte bereits im 10. Jahrhundert große Distanzen exakt vermessen. Im 15. Jahrhundert entwickelte Taqi al-Din moderne Uhren mit Gewichtsantrieb oder mit einer konischen Feder, wie sie in Europa erst im 19. Jahrhundert bekanntwurden. Im 16. Jahrhundert erkannten die Muslime den Nutzen der Dampfkraft. Kolumbus segelte mit einem arabischen Kompass in die Neue Welt. Medizin, Chemie und Algebra waren viele Jahrhunderte arabische Wissenschaften. Sarrazin aber schreibt, der Koran habe den „Augenblickzustand in einer primitiven, auf Jagd, Kampf und Macht gestimmten Gesellschaft“ zu einer „religiösen Botschaft mit Ewigkeitscharakter überhöht“.

Rassismus ohne Rassen=Kulturellen-Rassismus =Neo-Rassismus

Kurz, Sarrazin verwendet in dem zweiten Buch keine Rasse, sondern Kultur und Religion die jeglichem Versuch einer Veränderung entzogen sind.
Das nennt man in der Rassismus-Forschung „Rassismus ohne Rassen“, so wie der „Antisemitismus ohne Juden“ bekannt ist. Hier geht man von der Existenz eines Rassismus aus, bei dem der Begriff der Rasse nicht verwendet wird, sondern den man Kulturalismus sowie kulturellen-Rassismus und Neo-Rassismus nennt. In diesem Buch verwendet Sarrazin statt biologischem Rassismus(Deutschland schafft sich ab),  pure kulturellen Rassismus Argumente. Ohne Zweifel.

Die Experten definieren kulturellen Rassismus als: „Naturalisierung des Kulturellen, des Sozialen oder der Geschichte, wodurch diese sozusagen stillgestellt und jeglichem Versuch einer Veränderung entzogen seien. Ideologisch gehört der gegenwärtige Rassismus in den Zusammenhang eines „Rassismus ohne Rassen“, eines Rassismus, der – jedenfalls auf den ersten Blick – nicht mehr die Überlegenheit bestimmter Gruppen oder Völker über andere postuliert, sondern sich darauf beschränkt, die Schädlichkeit jeder Grenzverwischung und die Unvereinbarkeit der Lebensweise und Traditionen zu behaupten.“

Ist diese analogische Schlussfolgerung nicht die abstoßendste und älteste Form von biologischem und kultureller Rassismus, der gewisse genetische Merkmale zum Zentralpunkt sozialer Probleme macht und diese rassistische Haltung unter dem Deckmantel einer Pseudo-Naturwissenschaftlichkeit als korrekt und triftig zu verkaufen versucht?

Solche Thesen haben Rassisten in den USA damals vertreten, als sie behaupteten, dass Schwarzafrikaner den Tieren ähnlicher als den Menschen seien, und dass dies sich dadurch erklären ließe, dass deren Begabungen und Fähigkeiten, die eines Affen ähnlicher wären. Manche (hochrangige Politiker) fühlen sich sogar heute noch in Anbetracht jüngster Vorfälle in der Weltgeschichte durch solche „Feststellungen“ und „Schlussfolgerungen“ überlegen und stufen sich selbst in Folge als „Sozialingenieure“ ein, so wie es Sarrazin tut. Sein Ziel ist es, seine antisoziale und biologische Rassismus-Ideologie in Zukunft auf juristische Grundlagen zu stützen und unter Zuhilfenahme verfälschender Statistiken zu untermauern, so, wie es in der jüngsten Geschichte vorkam. Das ist eine Belastung und Muslime werden als volkswirtschaftliche Schädlinge darstellt.

 

Wie tickt der Sarrazin?

2011 wurde Thilo Sarrazin  zum „Menschen des Jahres“ von der Zeitschrift Profil gewählt. In dem Interview der Ausgabe propagiert  für eine eugenische Demographie. Sarrazin hat in diesem Interview wortwörtlich eine nach Erbkriterien gesteuerte Bevölkerungspolitik mit folgenden Worten argumentiert: „Jeder Hunde- und Pferdezüchter lebt davon, dass es große Unterschiede im Temperament- und Begabungsprofil der Tiere gibt. Und dass diese Unterschiede erblich sind“.

Herr Sarrazin hat damit „die Türken“  in Deutschland und in Österreich mit Hunden und Pferden verglichen.   Wie man weiß, war die nationalsozialistische Rassenhygiene (oder NS-Rassenhygiene), zur Zeit des Nationalsozialismus, die betriebene Radikalvariante der Eugenik. Punkt.

 

 

Vorbildlich sind sie nicht?

Frau Sarazzin zu japanischer Schülerin: „Du, Suzuki komm her“.

Der Vater: “Frau Sarrazin hat ihm mit der Blockflöte auf den Kopf gehauen.”

Hochzeitsfoto vor 37 Jahren.

 

Über eine Sammelbeschwerde von gut 50 Eltern aus dem März 2009 berichtet der “Spiegel”. Dort hieß es, dass die Lehrerin “im Unterricht die Beherrschung verliert und die Kinder anschreit”. Eltern eines japanisch-deutschen Jungen hätten sich beklagt, dass Ursula Sarrazin ihren Sohn wiederholt wie eine Automarke in “Suzuki” umtaufe. Dies geschehe “zum Teil unter dem Gelächter der Klassenkameraden, die ihn dann prompt auch so nennen”. Nach einem Bericht des “Tagesspiegels” soll Frau Sarrazin schon 2001 einen Schüler mit einer Flöte geschlagen haben. Der Vater des heute 22-Jährigen sagt: “Frau Sarrazin hat ihm mit der Blockflöte auf den Kopf gehauen.” Ursula Sarrazin verteidigt sich in mehreren Interviews. “Als Lehrer brauche ich Autorität, aber autoritär bin ich nicht. Ich stelle Regeln auf, an die sich die Schüler halten müssen. Das ist doch ganz selbstverständlich”, sagte sie dem “Focus”. “Ich schreie nicht im Unterricht”, sagte sie “Bild am Sonntag”.

Ausschnitt aus der Reportage von BILd am Sonntag NNTAg vom 16.01.11

BILD am SONNTAG: Frau Sarrazin, seit über einer Woche werden in der Öffentlichkeit Vorwürfe von Eltern und Schülern gegen Sie diskutiert. Sie seien zu autoritär, heißt es, würden einschüchtern und beleidigen . . .

URSULA SARRAZIN: Ich weiß, dieses Angstgerücht. das macht mir das Leben übrigens sehr schwer. Ihr Leben wird nicht leichter werden: Morgen konkretisiert der „Spiegel“ diese Gerüchte und berichtet zum Beispiel von einer 13-Jährigen, die auf einem Schulfest über Sie gesagt hat: „Meine Lehrerin war sehr streng und vor allen Dingen schrak ich manchmal davor zurück, wenn sie so laut schrie, dass ihr Kopf leicht rot anlief . . . Das Mädchen war eine ganz normale Schülerin. Ich weiß nicht, warum sie das erzählt hat.“

BILD am SONNTAG: Einen deutschjapanischen Schüler, 8 Jahre alt, sollen Sie vor der gesamten Klasse wiederholt als „Suzuki“(du Suziki komm hier) verhöhnt haben . . .

URSULA SARRAZIN: Das war vor zwei Jahren in der ersten Schulstunde, als ich die Klasse neu unterrichtet habe. Ich konnte mir noch nicht alle Namen merken und habe den japanischen Namen des Schülers S. falsch ausgesprochen, das klang phonetisch wie Suzuki. Ich habe dann Sie als Suziki gerufen. Da haben die anderen Kinder gelacht. Ich habe aber nicht böse gemeint.


Sarrazin, die Quelle der Weisheit?

Was für Juden die “Protokolle der Weisen von Zion” sind, ein seit Anfang des 20. Jahrhunderts verbreitetes antisemitisches Pamphlet, ist für Muslime das Buch von Theo Sarrazin mit dem Titel “Deutschland schafft sich ab” und das neue Buch „Feindliche Übernahme“.  Wir können nur alle anständigen Menschen dazu aufrufen, diese von Wissenschaftlern widerlegten Bücher nicht als “Quelle der Weisheit” zu verwenden.

Was denkt Sarrazin über Österreich? 

Auf die Frage, im gleichen Interview von Profil aus der Ausgabe von 2011, was die Österreicher für ein Volk wären, antwortete Sarrazin wortwörtlich: „Ich möchte den Österreichern nicht zu nahetreten. Sie sind eine Abspaltung des deutschen Volks.“ 

Auf die Antwort von Profil: „Das wird die meisten Österreicher nicht sehr freuen“, erwidert Sarrazin: „Aber sie haben ja selbst 1938 mit großer Mehrheit für den Anschluss an das deutsche Volk gestimmt.“ Auf die Profil Frage: „Die Morde an Abtreibungsärzten in Amerika würden Sie aber nicht als Beleg für eine dem Christentum inhärente Gewaltbereitschaft heranziehen, oder?“, gibt Sarrazin folgende Antwort: „Ich rede hier nicht über die USA, sondern über Europa.“

Wir müssen hier, die Spreu vom Weizen trennen und folgende Frage in dem Raum stellen: Was hat Deutschland und Österreich aus der Geschichte gelernt? Welche „Werte“ sind wichtig für Deutschland und Österreich? Man muss das Buch von Thilo Sarrazin nicht gelesen haben, um die abwertenden Thesen, speziell mit Bezugnahme auf „die Muslime“ – wahlweise auch auf „die Türken und Araber“ –, nachzuvollziehen oder rechtfertigen zu können. Auch nach intensiver Befassung bleiben sie tendenziös und pauschal abwertend. Die Grenze des Sagbaren hat sich im Zuge der Debatte verschoben und der Diskursraum hat sich bis an den Punkt öffentlicher Diffamierungen verlagert.

Was für die Juden die “Protokolle der Weisen von Zion” sind, ein seit Anfang des 20. Jahrhunderts verbreitetes antisemitisches Pamphlet, ist für die Türken das Buch von Theo Sarrazin mit dem Titel “Deutschland schafft sich ab” und das neue Buch „Feindliche Übernahme“.

Sarrazin und die stolzen Westliche Werte?

Die Goldene Regel der praktischen Ethik der christlichen Wertegemeinschaft besagt: „Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem andern zu.“ Auch der berühmte deutsche Philosoph Immanuel Kant hat hier eine, für die Moralphilosophie wichtige, Grundsatzerklärung abgeben: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie allgemeines Gesetz werde.“  Mann nennt es der kategorische Imperativ(KI)  und er ist im System Kants das grundlegende Prinzip der  Ethik und Moral. Also wenn wir Herrn Thilo Sarrazin und seine Unterstützer nach diesen christlichen und zutiefst europäischen Werten(KI) messen, ist er sicher, nach unserer Meinung und mit Verlaub, kein Musterschüler, sondern ein zutiefst primitiver Hetzer.

Wir werden weiter in Österreich und in der EU für freiheitliche, demokratische Werte als Cityons einstehen und wie immer gegen jeglichen fundamentalistischen, reaktionären und politisierten Glauben, egal aus welcher Religion, demokratischen Widerstand durch Aufklärung leisten. Genauso gegen Demokratie-feindliche  und rassistische Bewegungen die unter dem Vorwand des Feuerlöschers auftreten, aber eigentlich Brandstifter sind. Zum Beispiel wie der nette Thilo Sarrazin und seine als schrecklich nette Famile getarnten Freunde und Unterstützer aus verschiedenen Ecken und Löchern kriechen und uns sehr gerne mit Hunden (Siehe Profil Bericht) vergleichen…

Türkische Kulturgemeinde in Österreich

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