Kategorie: Reportagen

05 03 2017
By: Redaktion 2 0

Faktum-Gesetzt-Türkei: Wahlpropagandaverbot im Ausland

Wahlpropagandaverbot im Ausland geht auf eine Gesetzesänderung der AK Partei zurück! Nach dieser Gesetzesänderung heißt es im letzten Artikel (94/A), “Im Ausland und in den ausländischen Vertretungen darf man keine Wahlpropaganda machen.”

 

2008, in der Regierungszeit von AK Partei, wurde das Gesetz mit der Nummer 298 über Wahlen im Ausland neu geregelt.

 

Die Gesetzesänderung wurde von AK Partei gemacht, in der Zeit, in der der jetzige Bundespräsident Erdogan noch Regierungschef war und sie ist auch in deren Regierungszeit in Kraft getreten. Es reicht das vorhandene Wahlgesetz in der Türkei anzuwenden. Die Abgeordneten verletzen mit der Wahlkampfpropaganda im Ausland ihre eigenen beschlossen Gesetze. Daran erkennt man, wie blank die Nerven liegen.

 

Nach dieser Gesetzesänderung heißt es im letzten Artikel (94/A),  “Im Ausland  und in den ausländischen Vertretungen darf man keine Wahlpropaganda machen.”

 

Entschluss des hohen Wahlausschusses in der Türkei

 

„Yurtdisi Secim Kurulu“  kurz YSK, (“Der hohe Wahlausschuss”, d.h. Die höchste Wahlbehörde in der Türkei) hat bezüglich des Referendums am 16.April ein Entschluss erlassen und der lautet so:

 

-Im Ausland an öffentlichen Plätzen und an den Zollgrenzen darf man keine mündliche Propaganda machen (298/94/A-son, 94/E 6)

 

-Im Ausland und in den geschlossenen Räumen an den Zollgrenzen darf keine Propaganda gemacht werden.

 

-In den ausländischen Printmedien darf man mit Hilfe der Anzeigen und den Werbungen keine schriftliche oder visuelle Propaganda machen.

 

-Im Ausland und an den Zollgrenzen darf man keine öffentlichen Umfragen gestalten. Veröffentlichungen über eventuelle Ergebnisse eines Referendums und/oder ein Minirefarandum ist verboten.  (298/94/A-son, 94/E-6)

 

-Im Ausland und an den Zollgrenzen darf man nicht Propaganda über Lautsprecher machen.  (298/94/A-son, 94/E-6)

 

-Im Ausland und an den Zollgrenzen darf man keine Publikationen und Materialen mit der Absicht der Propaganda verteilen. (298/94/A-son, 94/E-6)

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich 

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27 02 2017
By: Redaktion 2 0

Journalist Deniz Yücel: TKG fordert sofortige Freilassung

 

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) protestiert gegen die Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel und fordert seine sofortige Freilassung.

 

Wien (OTS) -Über heikle Themen wie Terrorismus und Attentate gegen die Regierung zu schreiben, bedeute in der Türkei sogleich, dass diese Aktivitäten von diesen Journalisten auch unterstützt werden. Die AKP Regierung sollte hier die kritischen Journalisten nicht mit unfairen Ermittlungsmethoden zum Schweigen oder in Verruf oder hinter Gitter bringen. Das schadet der Türkei und seiner Bevölkerung.

Das Ganze riecht nach McCarthyismus. Die McCarthy-Ära in USA bedeutete Gesinnungskontrolle. Personen wurden mit unzureichenden Anschuldigungen und unfairen Ermittlungsmethoden zum Schweigen oder in Verruf gebracht. Yücel hat mit Terror nichts zu tun.

TKG fordert eine rechtsstaatliche starke Türkei mit strenger demokratischer Gewaltenteilung damit alle BürgerInnen sich sicher fühlen können.

 

www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170228_OTS0097/journalist-deniz-yuecel-tkg-fordert-sofortige-freilassung

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26 01 2017
By: Redaktion 2 0

Nusret Gökçe ist der heißeste Metzger der Welt

Noch etwas Salz gefällig? Kein Problem für Metzger und Restaurantbesitzer Nusret Gökçe, der zur Zeit das Web mit seinen – nennen wir es einmal besonders würzigen – Moves begeistert!

 

 

Dabei wird nicht nur die Zubereitung von Fleisch, sondern besonders das Würzen dessen mit Salz so gefeiert, dass sich der Türke bereits über mehr als 1,4 Millionen Instagram-Follower freuen darf!

 

Wenn Nusret Gökçe Fleisch zubereitet, kommt dies eher einem Erlebnis gleich. Denn der türkische Metzger weiß nicht nur sich dabei mit Sonnenbrille, stahlharten Oberarmmuskeln und discotauglichen Outfits in Szene zu setzen, das Würzen und Schneiden von Steak, Rippchen und Co. wirkt wie eine perfekt einstudierte Choreo. Von seinen Fans wird er inszwischen liebevoll #SaltBae genannt, denn niemand zuvor hat jemals mit einer solch erotischen Hingabe Fleisch gesalzen wie er…

 

Vom Metzger zum Kult-Koch

 

Was für die meisten Köche tagtägliches Würzen mit einer Prise Meersalz ist, ist für Nusret eine Passion und das weiß er gekonnt in Szene zu setzen. Sein Move des Salzens ist inzwischen im Netz ein absoluter Trend und wird unter dem Hashtag #SaltBae immer weiter verbreitet.

Auch internationale Stars wie Torhüter Manuel Neuer sind bereits auf den Geschmack gekommen und haben den Kult-Koch in seinem Restaurant besucht.

 

2glory.de/metzger-nusret-goekce/9898

 

kurier.at/leben/niemand-salzt-fleisch-so-hingebungsvoll-wie-salt-bae/242.599.242

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23 12 2016
By: Redaktion 2 0

Gewalt kennt keine Weihnachtspause – die Frauenhelpline 0800 / 222 555 auch nicht!

Gewalt an Frauen und Kindern kommt an 365 Tagen im Jahr in Österreich vor.

 

Sie kennt leider keine Weihnachtsferien oder sonstige Feiertage. Die Frauenhelpline 0800 / 222 555 steht Betroffenen und Angehörigen ebenso wie Institutionen auch in dieser emotional oft angespannten Zeit rund um die Uhr, österreichweit und kostenlos zur Verfügung.

Besonders an Weihnachtstagen ist es wichtig, dass jemand da ist, der sich Zeit nimmt, um Anliegen anzuhören und gemeinsam nach möglichen Lösungen zu suchen. Durch einen Anruf bei der Frauenhelpline können Betroffene, Angehörige und Personen aus dem Umfeld von betroffenen Frauen rund um die Uhr Unterstützung, Begleitung, Beratung und Entlastung durch ein kompetentes Team von Psychologinnen, Juristinnen und Sozialarbeiterinnen erhalten.

Die Frauenhelpline bietet weiters Beratungen in arabischer, bosnisch-kroatisch-serbischer, englischer, persischer/Farsi, russischer und türkischer Sprache an und kann durch eine Kooperation mit dem RelayService von gehörlosen Menschen in Anspruch genommen werden.

 

Das Team der Frauenhelpline unterstützt auch gewaltbetroffene Frauen, die geflüchtet sind.

 

Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 / 222 555

österreichweit – kostenlos – rund um die Uhr – anonym – vertraulich

Weitere Informationen unter www.frauenhelpline.at

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19 11 2016
By: Redaktion 2 0

Der Koran entlarvt den „Islamischen Staat“ als antiislamisch

 

Terror-Chef Al-Bagdadi hat Muslime aller Welt zu den Waffen gerufen. Nicht nur der gesunde Menschenverstand hält davon ab, ihm zu folgen, sondern auch islamische Ein Kommentar von Tahir Chaudhry

 

Der selbst ernannte Kalif des „Islamischen Staates“ hat Muslime aus aller Welt erneut  aufgefordert, seinen Terror-Feldzug zu unterstützen. „Es gibt keine Entschuldigung für Muslime, nicht dem Islamischen Staat beizutreten“, betonte der IS-Chef Al-Bagdadi nun in einer Audio-Botschaft. Die meisten Muslime werden diesen Appell natürlich weit von sich weisen. Aus gesundem Menschenverstand, aber auch, weil hier Terroristen das Label „Muslim“ missbrauchen – in völliger Verkennung der islamischen Frühgeschichte und der religiösen Prinzipien des Islam.

Islamisten ziehen sich aus 6.000 Versen sechs heraus, um ihre menschenverachtende Ideologie zu rechtfertigen. Sie behaupten zu wissen, was der „wahre“ Islam sei. Die westlichen Islamkritiker sind bereit, diese Interpretation der Extremisten zu akzeptieren, um ein Terrorpotenzial in seinen Quellen ausmachen zu können. Warum aber kommen sie nicht auf den Gedanken, dass nicht eine bestimmte Lesart des Koran zur Gewalt führen muss – sondern die Lust an der Gewalt zur entsprechenden Lesart?

Der Koran ist kein Nachschlagewerk, wie viele Menschen im Westen – und auch viele ungebildete Muslime – glauben. Es ist ein Buch, das als Gesamtwerk im historischen und textuellen Kontext verstanden werden muss.

 

Muslime müssen Verteidiger der Glaubensfreiheit sein

Der Islam ist deshalb längst keine pazifistische Religion. Es gibt Koranverse, die Gewalt rechtfertigen. Immerhin entstand der Islam in kriegerischen Zeiten, indem Muslime ständig fürchten mussten, ausgerottet zu werden. Für die Mekkaner des 7. Jahrhunderts galt die Botschaft des Propheten Mohammed als Blasphemie. Außerdem sahen sie ihr Geschäft und ihre Macht gefährdet. Sie verspotteten, verfolgten und töteten die frühen Muslime. Erst nach 13 Jahren, als die Muslime aus Mekka auswanderten und trotzdem weiter verfolgt wurden, verkündete der Prophet, dass es erlaubt sei, zu den Waffen zu greifen. Unmittelbar danach begrenzte er diese Erlaubnis zum Kampf: „Und wenn sie sich dem Frieden zuneigen, dann neige (auch du) dich ihm zu (und lass vom Kampf ab)!“ (8:61).

Im Koran heißt es explizit, dass nur diejenigen sich verteidigen dürfen, denen „Unrecht geschehen ist“ und die „unberechtigterweise aus ihren Wohnungen vertrieben worden sind, nur weil sie sagen: Unser Herr ist Allah!“.  Im nächsten Vers wird erklärt, dass wenn Muslime sich weiterhin zurückhalten würden, „Klöster, Kirchen, Synagogen und (andere) Kultstätten zerstört würden, in denen der Name Allahs unablässig erwähnt wird.“ (22:40). Vor diesem Hintergrund ist die blinde Zerstörungswut des IS, die sich gegen die Heiligen Stätten aller Andersgläubigen und auch ihrer Glaubensbrüder richtet, Verrat an ihrer eigenen Religion.

 

Für den Krieg gibt es Regeln und Grenzen

Der erste Kalif des Islam, Abu Bakr, mit dessen Namen sich der Terror-Chef des IS nun schmückt, führte zwar tatsächlich mehrere Kriege. Vor dem ersten Marsch verbot er den Kämpfern jedoch, Menschen zu betrügen und auszubeuten. Er forderte: „Verstümmelt keine Leichen, tötet keine Kinder, keine alten Männer und keine Frauen!“ (at-Tabarī). Sie durften keine Bäume fällen, Tiere töten, Andersgläubige beim Gebet stören oder Kirchen und Tempel zerstören. Diese Regeln kennt die gesamte islamische Orthodoxie. Der IS-Terror kennt sie nicht.

Der Koran untersagt außerdem, dass Gefangene getötet werden – der IS köpft sie vor laufenden Kameras. Sklaverei wurde durch den Propheten Mohammed schrittweise abgeschafft. Mehrere Koranverse fordern eine Freilassung von Sklaven. Auch die beim IS beliebte Zwangskonvertierung widerspricht unzähligen Koranversen. So heißt es zum Beispiel: „Und wenn dein Herr wollte, würden die, die auf der Erde sind, alle zusammen gläubig werden. Willst nun du die Menschen (dazu) zwingen, dass sie glauben?“ (10:99).

 

Mohammed war kein machtbesessener Wüstenkrieger

Allerdings ist der Versuch radikaler Islamisten, den Propheten Mohammed als machtbesessenen Wüstenkrieger darzustellen, nicht bloß eine Erfindung der Islamkritiker. Radikale Denker entwickelten dieses Bild als Reaktion auf Fremdherrschaft und Kolonialismus. Es ist also nicht sinnvoll, die jüngste Geschichte des politischen Islam rückwirkend auf die gesamte Geschichte des Islam zu projizieren. Fanatiker gleich welchen Hintergrundes waren schon immer das Produkt von sozialen oder politischen Problemen.

Mohammed steht im Koran hingegen eher für seine unzähligen Akte der Gnade, Liebe und des Mitgefühls. Im Koran heißt es sogar: „Wir entsandten dich nur als eine Barmherzigkeit für alle Welten“ (21:107). Gemäß Eigendefinition ist der Koran eine „Rechtleitung für die Rechtschaffenen“ (2:2), die „Gereinigten“ (56:79) und nicht für Menschen gedacht, „in deren Herzen Verderbnis wohnt“ (3:7). 113 der 114 Suren des Koran beginnen mit den Worten „Im Namen Gottes des Gnädigen des Barmherzigen“.

Der IS fällt in vorislamische Muster zurück

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02 11 2016
By: Redaktion 2 0

TKG: Nein zu McCarty-Arä in der Türkei

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt ganz entschieden die Inhaftierung von 18 Journalisten der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet“ (Republik) in der Türkei. Die TKG verlangt Freiheit für die Zeitung „Cumhuriyet“ und alle anderen kritischen und oppositionellen Zeitungen.

Der vereitelte terroristische Putsch in der Türkei, den wir in aller schärfe verurteilt haben, ist nicht zu rechtfertigen. Die AK Partei-Regierung sollte aber die Gewaltentrennung respektieren und nicht versuchen kritischen und oppositionellen Medien und Journalisten mittels Anti-Terror-Gesetzen und außerordentlichen Zuständen hinter Gitter zu bringen.  Die Rechtsstaatlichkeit in der Türkei bleibt damit auf der Strecke. Die Meinungs- und Pressefreiheit ist eine wichtige Errungenschaft und ein hohes demokratisches Gut eines Rechtsstaates.

 

Nicht plausibel

„Redakteure der linken Zeitung „Cumhuriyet“ wegen Förderung der  „terroristischen Gülen-Bewegung(FETÖ)“  festzunehmen ist in etwa so plausibel, als wollte man die „taz“ wegen Kollaboration mit dem NSU anklagen. Kaum eine Redaktion hat früher oder vehementer vor den Gülenisten gewarnt. Und mittelfristig ist eine undemokratische Türkei die weitaus größere Gefahr als ein paar Hunderttausend Flüchtlinge mehr oder weniger.Doch in Wahrheit hat gerade die Funktionsunfähigkeit von Autokratien jene Katastrophen im Nahen Osten geschaffen, deren Folgen auch uns in Europa gefährden. Gewaltherrschaft erzeugt Konflikte, je länger und härter sie wirkt, desto schlimmer. Diese Logik ist durch keine westliche Diplomatie wegzuverhandeln.“schreibt die  Zeitung Welt.

Für die TKG sind die Inhaftierungen ein weiterer Beweis dafür, dass die AK Partei-Regierung sämtliche oppositionelle Medien und Personen sukzessiv, Schritt für Schritt mit McCarthy-Methoden mundtot machen will. In der jüngeren Geschichte der Vereinigten Staaten (USA) bedeutet die McCarthy-Ära (McCarthyismus) eine Gesinnungskontrolle über alle Bürger und Institutionen. Personen wurden mit unzureichenden Anschuldigungen und unfairen Ermittlungsmethoden zum Schweigen oder in Verruf gebracht.

 


Rechtstatt und Verfassung: Achtung und Schutz

In der Türkei und auch in Österreich ist die Meinungsfreiheit in der Verfassung festgeschrieben und sie ist ein wichtiger Teil der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Dort steht: „Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung; dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten. (Art. 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)“

Ohne Presse- und Meinungsfreiheit und ohne Opposition kann in der Türkei von Demokratie und Rechtsstaat keine Rede sein!  Wir fordern ihre Achtung und ihren Schutz auch von der  AK Partei Regierung in der Türkei. Die TKG fordert in der Türkei einen Rückkehr zum Rechtsstaat, einen umfassenden Friedensprozess und ein Wiederaufleben der Demokratie.

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

Obmann

Dip.-Ing. Birol Kilic

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29 09 2016
By: Redaktion 2 0

Falsche Informationen bezüglich mehr Beihilfe vom Finanzamt kommen aus Deutschland!

 

Hier die richtigen Fakten

Yeni Vatan Gazetesi-Neue Heimat Zeitung

Wien.Die am Montag den 28.11.2016 über Österreicher Finanzämter eingebrochen Sturmflut an E-Mails, ist von Deutschland von einer Facebook-Seite aus verursacht worden, die auch in Österreich über Facebookteilungen bekannt geworden sind.

 

Die Fakten:

-Zum ersten Mal wurden diese Falschinformationen über das Österreichisches Finanzamt von Deutschland von einer Seite “ Kölner Gurbetciler“, die eine Verfolgerzahl  von 107.00 hat, am 25. November 2016 um 19:34 Uhr veröffentlich und 694 mal auf  Facebook geteilt.

https://www.facebook.com/gurbetcisayfasi/posts/10154859224137873

-Diese Facebook-Seite  wurde 2012 gegründet und man muss hier genau verfolgen wer hinter dieser Seite steckt. Diese Falschinformationen sind noch online.

Die Generalsekretärin der türkischen Kulturgemeinde in Österreich Melissa Günes, hat dazu folgendes gesagt: „Man will in Österreich, mit aus der Türkei stammenden Menschen, durch falsche Informationen mit den Behörden und der Gesellschaft Spannungen verursache, Vorurteile schüren und betonieren. Wenn wir diese Teilung aus dem türkischen Übersetzen, sehen wir hier fast eine Hetzkampagne, die die Türken in Österreich durch Falschmeldungen gegen das Messer laufen lassen. Deswegen bitte wir hier alle betroffenen nicht in die Falle zu tappen. Diejenigen die in Österreich so etwas geteilt haben sollten diese Teilungen löschen und sich für die Verbreitung falscher Informationen entschuldigen und dergleichen in Zukunft  vermeiden. Die türkische Kulturgemeinde (TKG) wird sich bemühen mit dieser Seite (Kölner Gurbetciler) in Kontakt zu treten um diese Seite zu löschen und ruft die Betroffenen dazu auf folgende Informationen, die dankenswerterweise von dem Finanzamt sofort in deutscher und in türkische Sprache vermittelt wurden, zu betrachten“

 

Finanzamt korrigiert wie folgt

Information zu Falschmeldungen zur Familienbeihilfe

Leider wurden über das Wochenende mehrfach Falschmeldungen bezüglich einer etwaigen Neuberechnung der Familienbeihilfe verbreitet.

Die Höhe der Familienbeihilfe steht in keinem Zusammenhang mit dem Einkommen der Eltern. Hier finden Sie einen Familienbeihilfenrechner des zuständigen Bundesministeriums für Familien und Jugend (http://www.bmfj.gv.at/), der Ihnen Auskunft über die zustehende Familienbeihilfe gibt: http://familienbeihilfenrechner.bmfj.gv.at/

Das Arbeitsmarktservice (http://www.ams.at/) stellt unter folgendem Link www.ams.at/service-arbeitsuchende_nachberechnung eine Information über eine Nachberechnung des Arbeitslosengeldes zur Verfügung. Dies hat keinen Einfluss auf die Familienbeihilfe, daher besteht keine Möglichkeit auf eine „Neuaufrollung“ der Familienbeihilfe. (yenivatan.at)

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06 07 2016
By: Redaktion 2 0

Kartellabsprachen und Marktmachtmissbrauch!

Kartellabsprachen schaden dem Wettbewerb und führen damit zu einer Reihe von negativen Effekten wie überhöhten Preisen, weniger Auswahl für Unternehmen und Konsumenten, weniger Innovationen. Sie schaden so massiv der Volkswirtschaft. Dies gilt für missbräuchliches Verhalten von marktbeherrschenden Unternehmen.

Informationen von Unternehmen, die von verbotenen Verhaltensweisen betroffen sind oder sich an solchen beteiligt haben und diese Teilnahme beenden möchten, können einen wesentlichen Beitrag zur Aufdeckung, Aufklärung, Beendigung und Bestrafung von Wettbewerbsverstößen leisten.

 

Was sind Kartelle?

Unter Kartellen versteht man insbesondere Vereinbarungen und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen von Unternehmen, die entweder zum Zweck oder zum Ergebnis haben, den Wettbewerb einzuschränken oder zu verhindern. Dazu zählen in erster Linie Preisabsprachen, Quotenabsprachen und die Aufteilung von Märkten zwischen Wettbewerbern.

Kartelle behindern die wirtschaftliche Betätigungsfreiheit von Unternehmen und wirken sich für den Verbraucher grundsätzlich preistreibend aus. Eine Studie der OECD ergab, dass Preise um ca. 16% höher als unter normalen Wettbewerbsbedingungen festgesetzt werden. Kartelle sind deshalb in hohem Maße wirtschafts- und sozialschädigend.

 

Was ist Marktmachtmissbrauch?

Unterliegt ein Unternehmen keinem hinreichenden Wettbewerbsdruck, kann es sich im wesentlichen unabhängig von seinen Wettbewerbern und letzlich auch von seinen Abnehmern verhalten. Eine solche dominante Marktstellung innezuhaben, ist nicht verboten. Ziel des Kartellrechtes und der Tätigkeit der BWB ist es, Missbräuche abzustellen.

Missbräuchlich sind Verhaltensweisen von marktbeherrschenden Unternehmen, die andere Unternehmen oder auch Kunden von Unternehmen benachteiligen und bei wirksamem Wettbewerb nicht möglich wären. Dazu zählen beispielsweise Erzwingung unangemessener Preise, Einschränkung des Absatzes, Benachteiligung bestimmter Vertragspartner oder auch der Verkauf von Waren unter dem Einstandspreis.

 

Rechtliche Grundlagen

 

Kartellverbot

§ 1. (1) Verboten sind alle Vereinbarungen zwischen Unternehmern, Beschlüsse von Unternehmervereinigungen und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen, die eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken (Kartelle).

(2) Nach Abs. 1 sind insbesondere verboten

1. die unmittelbare oder mittelbare Festsetzung der An- oder Verkaufspreise oder sonstiger Geschäftsbedingungen;

2. die Einschränkung oder Kontrolle der Erzeugung, des Absatzes, der technischen Entwicklung oder der Investitionen;

3. die Aufteilung der Märkte oder Versorgungsquellen;

4. die Anwendung unterschiedlicher Bedingungen bei gleichwertigen Leistungen gegenüber Handelspartnern, wodurch diese im Wettbewerb benachteiligt werden;

5. die an den Abschluss von Verträgen geknüpfte Bedingung, dass die Vertragspartner zusätzliche Leistungen annehmen, die weder sachlich noch nach Handelsbrauch in Beziehung zum Vertragsgegenstand stehen.

(3) Die nach Abs. 1 verbotenen Vereinbarungen und Beschlüsse sind nichtig.

(4) Einem Kartell im Sinn des Abs. 1 stehen Empfehlungen zur Einhaltung bestimmter Preise, Preisgrenzen, Kalkulationsrichtlinien, Handelsspannen oder Rabatte gleich, durch die eine Beschränkung des Wettbewerbs bezweckt oder bewirkt wird (Empfehlungskartelle). Ausgenommen sind Empfehlungen, in denen ausdrücklich auf ihre Unverbindlichkeit hingewiesen wird und zu deren Durchsetzung wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Druck weder ausgeübt werden soll noch ausgeübt wird.

 

Missbrauchsverbot

§ 5. (1) Der Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung ist verboten. Dieser Missbrauch kann insbesondere in Folgendem bestehen:

1. der Forderung nach Einkaufs- oder Verkaufspreisen oder nach sonstigen Geschäftsbedingungen, die von denjenigen abweichen, die sich bei wirksamem Wettbewerb mit hoher Wahrscheinlichkeit ergeben würden, wobei insbesondere die Verhaltensweisen von Unternehmern auf vergleichbaren Märkten mit wirksamem Wettbewerb zu berücksichtigen sind,

2. der Einschränkung der Erzeugung, des Absatzes oder der technischen Entwicklung zum Schaden der Verbraucher,

3. der Benachteiligung von Vertragspartnern im Wettbewerb durch Anwendung unterschiedlicher Bedingungen bei gleichwertigen Leistungen,

4. der an die Vertragsschließung geknüpften Bedingung, dass die Vertragspartner zusätzliche Leistungen annehmen, die weder sachlich noch nach Handelsbrauch in Beziehung zum Vertragsgegenstand stehen,

5. dem sachlich nicht gerechtfertigten Verkauf von Waren unter dem Einstandspreis.

(2) Im Fall des Abs. 1 Z 5 trifft den marktbeherrschenden Unternehmer die Beweislast für die Widerlegung des Anscheins eines Verkaufs unter dem Einstandspreis sowie für die sachliche Rechtfertigung eines solchen Verkaufs.

 

Gemeinschaftsrecht

Art 101 und Art 102 VAEU enthalten ähnliche Verbote und betreffen Verhaltensweisen, die den Handel zwischen den Mitgliedstaaten beeinflussen können oder einen wesentlichen Teil des gemeinsamen Marktes betreffen.

 

Bringen Sie Beschwerde ein!

Sind Ihnen Verstöße gegen Kartell- oder Marktmachtmissbrauchsverbot bekannt, dann bringen Sie Beschwerde ein.

Nutzen sie dazu das Beschwerdeformular, das Sie uns gerne per Post senden oder auch mailen oder faxen können.

http://www.bwb.gv.at/KartelleUndMarkmachtmissbrauch/Beschwerdeeinbringung/Seiten/default.aspx

 

Melden Sie sich als Kronzeuge!

Ist Ihr Unternehmen selbst in Kartellabsprachen verwickelt und möchte dies beenden? Dann werden Sie Kronzeuge!

Informieren Sie sich genau: Kronzeugenregelung

 

www.bwb.gv.at/SiteCollectionDocuments/Leniency%20Handbuch%202014.pdf

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13 06 2016
By: Redaktion 2 0

CARITAS : „Enorme Zahl der rassistischen Angriffe in Deutschland“

Laut Caritas werden opfer rassistischer Gewalt werden im Stich gelassen.Der deutsche Staat vernachlässigt seine menschenrechtlichen Verpflichtungen, indem er Geflüchtete und andere People of Color nicht ausreichend vor Diskriminierung und rassistischen Angriffen schützt. Das geht aus dem neuen Amnesty-Bericht „Leben in Unsicherheit: Wie Deutschland die Opfer rassistischer Gewalt im Stich lässt“ hervor.

 

Berlin. Die deutschen Strafverfolgungsbehörden sind auch fünf Jahre nach ihrem Versagen beim NSU-Skandal nicht in der Lage, entschieden gegen rassistische Gewalt vorzugehen, die sich mehr denn je gegen Flüchtlinge und andere People of Color richtet. „Die Zahl der erfassten rassistisch motivierten Angriffe ist so hoch wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik“, sagt Selmin Çalışkan, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland.

 

„Das Bild, das Deutschland aktuell abgibt, könnte widersprüchlicher nicht sein: Auf der einen Seite haben wir die großartige, mitfühlende Willkommenskultur, die geprägt wird vom Engagement Zehntausender ehren- und hauptamtlicher Helferinnen und Helfer. Auf der anderen Seite sehen wir, wie rassistische Ressentiments mit erschreckender Hemmungslosigkeit ausgelebt werden.“

 

Oft brechen sich solche Vorurteile gewaltsam Bahn: „Die abstoßenden Angriffe traumatisieren Flüchtlinge und Asylsuchende, die ohnehin schon Krieg und Verfolgung durchleben mussten, bevor sie nach Europa geflohen sind“, sagt Marco Perolini, Researcher bei Amnesty International und Hauptautor des Berichts. „Fast täglich kommt es zu rechten Übergriffen, werden Menschen beleidigt, bedroht, verletzt, wird eine Flüchtlingsunterkunft angegriffen.“

 

Selmin Çalışkan: „Amnesty fordert die Innenministerkonferenz dazu auf, ein bundesweites Konzept zum Schutz von Flüchtlingsunterkünften vor rassistischen Angriffen zu vereinbaren.“

 

Gleichzeitig müssen die deutschen Strafverfolgungsbehörden rassistische Straftaten eben auch als solche behandeln. In dem Amnesty-Bericht finden sich zahlreiche Beispiele dafür, dass zum Beispiel Polizistinnen und Polizisten nicht erkennen, dass sie es mit einem Opfer rassistischer Gewalt zu tun haben.

 

„Die deutschen Strafverfolgungsbehörden haben aus ihrem Versagen beim NSU-Komplex wenig gelernt. Außerdem gibt es deutliche Hinweise darauf, dass deutsche Behörden ein Problem haben: institutionellen Rassismus – also das Unvermögen, alle Menschen angemessen und professionell zu behandeln, unabhängig von ihrer Hautfarbe, ihres kulturellen Hintergrunds oder ethnischen Herkunft“, so Çalışkan.

 

Amnesty fordert daher die Bundesregierung dazu auf, unabhängig untersuchen zu lassen, inwieweit institutioneller Rassismus bei den Strafverfolgungsbehörden, insbesondere in der Polizei, vorhanden ist und dieser die Ermittlungen bei rassistischen Straftaten behindert. 

 

Quelle :

Mag.a Christine Newald,
MA Pressesprecherin Amnesty International Österreich
Tel.: +43-1-78008-47
christine.newald(at)amnesty.at
www.amnesty.at

Christine Newald : „Den vollständigen Bericht Finden Sie im Internet, Interviews mit den deutschen Kollegen und englischsprachigen Researchern vermittle ich Ihnen gerne“

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09 06 2016
By: Redaktion 2 0

Erziehung zur Verantwortung-Schüler Cybermobbing

Was bedeutet Berufsethos im Lehrberuf? Worin liegt die Verantwortung von Lehrpersonen? Sind Lehrer mitverantwortlich wenn Schüler Cybermobbing betreiben?

 

Gibt es Modelle, die den Umgang mit sozialen oder ethischen Konfliktsituationen in der Schule erleichtern? Solche Fragen stehen von 6. – 9. Juli 2016 an der Universität Salzburg im Fokus der internationalen Konferenz „Professionals´ Ethos and Education for Responsibility“. Sie wird von der School of Education und dem Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Salzburg sowie der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz veranstaltet.

 

 Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir, hat der römische Philosoph Seneca vor 2000 Jahren beklagt und kritisiert, dass die Erziehung in der Schule kaum dazu geeignet sei, die jungen Menschen auf das Leben vorzubereiten. Eine Klage, die sich im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert hat. Sie bezieht sich aber nicht nur auf die Wissensvermittlung, sondern auch auf ethisch moralische Fragen. Mit diesen setzt sich die Konferenz „Professionals´ Ethos and Education for Responsibility“ auseinander, die vom 6.- 9. Juli 2016 an der Universität Salzburg stattfindet. http://www.sig13-salzburg2016.sbg.ac.at/

 

Die Konferenz wird im Rahmen der EARLI Special Interest Group 13 durchgeführt. Die „European Association for Research on Learning and Instruction“, kurz EARLI, ist eine internationale wissenschaftliche Vereinigung zur Lernforschung. Das Generalthema der Special Interest Group 13 ist die moralische und demokratische Erziehung.

 

Wie können Lehrer verantwortungsvolles Handeln bei Schülern nicht nur beiläufig fördern, sondern nach anerkannten Modellen? Welche derartigen Modelle gibt es? „Alle reden von der Verantwortung für die nächste Generation, von der Verantwortung für die Natur, von der Verantwortung für die Mitmenschen. Aber wie sich eine Erziehung zu verantwortungsvollem Handeln strukturiert vermitteln lässt, das wissen die wenigsten Lehrer. Davon haben sie in ihrer Ausbildung kaum etwas gehört“, sagt Mitorganisatorin Dr. Sieglinde Weyringer vom Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Salzburg.

 

Ein Modell zur Wert-Erziehung, das bereits an mehreren Schulen eingesetzt wird, stammt vom Salzburger Erziehungswissenschaftler Univ.-Prof. Dr. Jean-Luc Patry. Erfahrungen mit diesem Modell, das in Fachkreisen als „VaKE“ (Values and Knowledge Education) bekannt ist, werden eines der Themen bei der Konferenz sein. Bei einem Vorkongress von 4. – 6. Juli steht es im Zentrum des Interesses. Worum es bei diesem Modell im Kern geht beschreibt Sieglinde Weyringer so: „Moral predigen bringt bekanntlich nichts. Wichtig für die Wert-Erziehung ist es, das Alltagserleben der Schüler/innen aufzunehmen. Das VaKE-Modell geht von konkreten Dilemmasituationen aus. Zum Beispiel beim Einkaufen. Soll ich mit meinem Geld mehrere spottbillige T-Shirts aus menschenunwürdiger Produktion kaufen oder entscheide ich mich für ein einziges teures, aber fair gehandeltes? Darüber wird emotional und rational diskutiert und sachlich informiert.“

 

Horst Biedermann, Professor für Empirische Bildungswissenschaften an der School of Education der Universität Salzburg, betont die gesellschaftspolitische Brisanz der Konferenz-Thematik. „Wir müssen uns in der Lehrer/innenaus- und -weiterbildung fragen, ob wir die Pädagogen gut genug für die aktuellen Entwicklungen sensibilisieren und ausreichend auf diese vorbereiten, etwa im Bereich der neuen Technologien. Sind wir als Lehrer mitverantwortlich, wenn Schüler Cybermobbing betreiben? Thematisieren wir, dass immer mehr Schüler auf pornographischen Seiten surfen? Wie gehen wir mit der Diskussion über die Flüchtlinge um?“ Biedermann führt gerade eine Studie über Cybermobbing durch. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor.

 

Mit Spannung wird bei der Konferenz u.a. der Vortrag der pädagogischen Psychologin Brigitte Latzko von der Universität Leipzig erwartet. 2013 hat ihre Schummel-Studie (Ist Schummeln in der Schule moralisch verwerflich?) für großes mediales Echo gesorgt. In Salzburg wird Latzko die Frage nach dem Berufsethos pädagogischer Professionalität stellen. Mit der Frage „Metaethik und moralische Erziehung“ wird sich der Salzburger Philosoph Univ.-Prof. Dr. Edgar Morscher beschäftigen.

 

Die Teilnehmer der Konferenz erwarten insgesamt 70 Beiträge von Referent/innen aus 13 Ländern. Die Expertinnen und Experten kommen aus der empirischen und theoretischen Bildungsforschung, der Erziehungswissenschaft, der Psychologie, der Soziologie, Politikwissenschaft und Ökonomie. Zielpublikum sind neben Forschenden vor allem Lehrpersonen sowie alle an Bildungsprozessen beteiligten und interessierten Personen.

 

Kontakt:

Mag. Dr. Sieglinde Weyringer, Erziehungswissenschaft, Universität Salzburg, Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Sbg,sieglinde.weyringer(at)sbg.ac.at, Tel. 0662/8044-4212

Univ.-Prof. Dr. Horst Biedermann, Empirische Bildungswissenschaft, School of Education, Universität Salzburg, Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Sbg, horst.biedermann(at)sbg.ac.at, Tel. 0662/8044-7387

 

Veranstaltungen:

Vorkonferenz: „VaKE and beyond 2“, 4. – 6. Juli 2016, Universität Salzburg, http://www.vake.eu

Hauptkonferenz: „Professionals´ Ethos and Education for Responsibility“ 6.- 9. Juli 2016, Universität Salzburg, http://www.sig13-salzburg2016.sbg.ac.at/

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25 05 2016
By: Redaktion 2 0

„Step Up!“: Start der europaweiten Kampagne für die Rechte von gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern

Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) beteiligt sich an europaweiter Kampagne “Step Up!”

 

Wien, 25. Mai 2016 – Heute startet die europaweite Kampagne “Step Up!”. Sie setzt sich für die Rechte von gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern sowie für ihren Zugang zu Unterstützung und Schutz ein. Das europäische Netzwerk gegen Gewalt an Frauen WAVE (Women Against Violence Europe) mit Sitz in Wien koordiniert die zweijährige Kampagne, an der sich Fraueneinrichtungen aus mehr als 20 europäischen Ländern beteiligen. Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) trägt die Kampagne nach Österreich. Gewalt an Frauen und Kindern ist nach wie vor die häufigste Menschenrechtsverletzung. In Europa erlebt eine von drei Frauen physische oder sexuelle Gewalt. 47 Prozent aller Morde an Frauen werden von Familienmitgliedern oder ihren Partner verübt.

 

Eine von drei Frauen in Europa erlebt physische oder sexuelle Gewalt

 

Eine von drei Frauen ist in Europa von physischer oder sexueller Gewalt betroffen, lautet das Ergebnis der Studie der Europäischen Grundrechtsagentur von 2014. Für viele von ihnen endet die Gewalt tödlich, vor allem wenn sie innerhalb der Familie ausgeübt wird: 47 Prozent aller Morde an Frauen werden von Familienmitgliedern oder ihren Partnern verübt, so die Studie der UNODC (United Nations Office on Drugs and Crime) aus dem Jahr 2013. Doch spezialisierte Unterstützungseinrichtungen für die Betroffenen fehlen. Nur 15 der 46 erfassten europäischen Staaten haben eine spezialisierte Helpline für Betroffene, zeigt der WAVE-Country Report 2015. Und es fehlen mindestens 47.000 Frauenhausplätze in Europa. Auch Beratungsstellen für Frauen, die vergewaltigt wurden oder einen sexuellen Übergriff erleben mussten, fehlen. „Step up!“ ruft die Regierung und die Zivilbevölkerung auf, für ein Ende der Gewalt an Frauen einzutreten und den Zugang zu spezialisierten Unterstützungseinrichtungen sicherzustellen.

 

„In vielen europäischen Ländern gibt es viel zu wenige spezialisierte Unterstützungseinrichtungen für Frauen, die Gewalt erleben mussten. Das hat zur Folge, dass jene Frauen nirgendwo adäquate Hilfe finden. Darum: STEP UP! Unser Aufruf richtet sich sowohl an die Entscheidungsträgerinnen und -träger auf EU-Ebene als auch an nationale Regierungen und an die Zivilgesellschaft. Investitionen um Gewalt an Frauen zu stoppen sind dringend notwendig!“, so Rosa Logar, Präsidentin von WAVE.

 

Ein Grund für die Unterfinanzierung: Victim-Blaming

 

Ein Grund für die Unterfinanzierung von adäquaten Unterstützungseinrichtungen für Frauen, die Gewalt erleben müssen, ist das so genannte Victim-Blaming. Obwohl Gewalt in der Gesellschaft als verboten gilt, wird Gewalt an Frauen häufig heruntergespielt. Den Betroffenen wird sogar die Schuld für ihre Gewalterfahrungen gegeben. Damit sich Frauen aus gewalttätigen Beziehungen befreien können, müssen sie Zugang zu adäquaten Unterstützungseinrichtungen haben. Darum ruft der Verein AÖF gemeinsam mit Fraueneinrichtungen aus mehr als 20 Ländern mit „Step up!“ dazu auf, in spezialisierte Unterstützungseinrichtungen für Frauen zu investieren.

 

Die Situation in Österreich: Nationale Helpline: ja, ausreichend Frauenhausplätze: nein

 

Im europäischen Vergleich schneidet Österreich in Hinsicht auf spezialisierte Beratungseinrichtungen für Frauen, die von Gewalt betroffen sind, gut ab. Es gibt ein gut ausgebautes Netz an Beratungs- und Opferschutzeinrichtungen und seit 1998 die österreichweite Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 / 222 555, bei der Betroffene und ihr Umfeld an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr anonym und kostenlos Hilfe und Unterstützung finden. Doch auch in Österreich gibt es nicht genug Frauenhausplätze. Laut der – in Österreich geltenden – Istanbulkonvention müsste es pro 10.000 EinwohnerInnen einen Frauenhausplatz geben. In Österreich gibt es derzeit 759 Plätze in Frauenhäusern, das sind um rund 70 Plätze zu wenig. Bundesländerübergreifende Aufnahme in Frauenhäusern, verpflichtende Schulungen und Zugang von allen Betroffenen zu Opferschutzeinrichtungen dringend gefordert

 

Die Autonomen Österreichischen Frauenhäuser setzen sich bereits seit mehreren Jahren für eine bundesländerübergreifende Aufnahme von Betroffenen ein. Da die Finanzierung der Frauenhäuser in die Zuständigkeit der Länder fällt, ist es derzeit schwer, eine Betroffene aus einem anderen Bundesland aufzunehmen. Dabei wäre gerade in Hochrisikofällen eine Unterbringung von Betroffenen und ihren Kindern für einen bestmöglichen Schutz oftmals sinnvoll. Für manche Betroffenen ist der Zugang zu Frauenhäusern aber überhaupt erschwert, wie für Asylwerberinnen oder Frauen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen. Ihr Recht auf den Zugang zu Frauenschutzeinrichtungen will der Verein AÖF im Rahmen von „Step Up!“ ebenfalls stärken. Ein weiteres Anliegen, auf das der Verein AÖF im Rahmen der „Step Up!“-Kampagne aufmerksam machen will, sind verpflichtende Schulungen für Berufsgruppen, die mit Betroffenen in Kontakt kommen – so wie es auch in der Istanbulkonvention vorgesehen ist. Gerade vor Gericht, im Gesundheitsbereich oder in der Schule ist ein Wissen über die Dynamiken, Hintergründe und Hilfsmöglichkeiten bei Gewalt grundlegend, um Betroffene bestmöglich vor weiterer Gewalt schützen zu können.

 

Mehr über die Kampagne „Step Up!“

 

Video zum Kampagnen-Launch unter https://www.youtube.com/watch?v=lvcu2lZgpNE

 

Das WAVE-Netzwerk wurde 1994 gegründet. Derzeit umfasst es 114 Mitgliedsorganisationen aus 46 europäischen Ländern. Mitgliedsorganisationen sind hauptsächlich europäische NGOs, die im Bereich der Prävention von (häuslicher) Gewalt an Frauen und Kindern tätig sind.

 

Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) ist seit 1988 das Netzwerk der autonomen Frauenhäuser in Österreich. Autonome Frauenhäuser sind überparteiliche und überkonfessionelle Einrichtungen, in denen alle Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen oder bedroht sind, und ihre Kinder rasche und unbürokratische Hilfe, Schutz, Unterstützung und Beratung bekommen. Sie leisten als autonome Einrichtungen gesellschaftspolitische feministische Arbeit und setzen sich für den gleichen Zugang von Frauen zu Rechten und Ressourcen ein. Der Verein AÖF ist Mitglied von WAVE.

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23 05 2016
By: Redaktion 2 0

NÖ Tage der offenen Ateliers“ 2016!-Anmeldungen bis 20. Juni möglich!

Bis einschließlich 20. Juni können sich Kunstschaffende zur Teilnahme an den 14. „NÖ Tagen der offenen Ateliers“ am 15. & 16. Oktober 2016 anmelden.

 

Bei den „Niederösterreichischen (NÖ) Tagen der offenen Ateliers“ am 15. und 16. Oktober 2016 stehen Malerei, Grafik, Bildhauerei und Fotografie ebenso im Rampenlicht wie Film-, Textil-, Schmuck- und Schmiedekunst. Im Rahmen dieser Initiative der Kulturvernetzung NÖ sind alle niederösterreichischen bildenden KünstlerInnen dazu eingeladen, ihre Ateliers, Galerien, Studios und Werkstätten zu präsentieren. Ein Wochenende lang stehen diese dem interessierten Publikum offen. Man kann neue Werke sehen, beim kreativen Schaffensprozess dabei sein und so einen sehr persönlichen und intensiven Zugang zur Kunst erleben.

 

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll zeigt sich beeindruckt von dem Erfolg der „NÖ Tage der offenen Ateliers“: „Die laufend wachsenden Teilnehmerzahlen sind eine erfreuliche Bestätigung für die lebendige und vielfältige Kunst- und Kulturszene in unserem Land. Die unzähligen Künstlerinnen und Künstler ermöglichen an diesem besonderen Wochenende allen Interessierten, sich mit der Kunst „vor der Haustür“ auseinander zu setzen. Die „NÖ Tage der offenen Ateliers“ sind eine Bereicherung des Niederösterreichischen Kulturkalenders.“

 

Zur Teilnahme anmelden kann man sich bis Montag, den 20. Juni. Die Anmeldung erfolgt online unter www.kulturvernetzung.at oder mittels Anmeldeformular, das in den Regionalbüros der Kulturvernetzung NÖ erhältlich ist.

 

Mitmachen kann jede/r, die/der über ein Atelier, eine Galerie oder eine Kunsthandwerkstätte in Niederösterreich verfügt, das bzw. die am 15. oder 16. Oktober an mindestens einem Halbtag ge- öffnet ist. Begleitprogramme wie Kreativ-Workshops, Konzerte, Lesungen und Aktivitäten für Kinder sind willkommen, aber nicht verpflichtend.

 

Die Kulturvernetzung NÖ führt die „NÖ Tage der offenen Ateliers“ in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Kunst und Kultur des Amtes der NÖ Landesregierung seit 2003 durch.

 

Die Veranstalter sind zuversichtlich, auch 2016 an die Erfolge der vorhergehenden Jahre anzu- schließen: 2015 wirkten 1.350 Kunstschaffende mit, rund 64.000 Besuche wurden gezählt. Somit konnten in den vergangenen 13 Jahren über 630.000 Besuche verzeichnet werden.

 

Die „NÖ Tage der offenen Ateliers“ finden in Abstimmung mit dem Land Oberösterreich und den tschechischen Bundesländern Südböhmen, Vysočina und Südmähren statt.

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22 03 2016
By: Redaktion 2 0

Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt den abscheulichen Terror in Brüssel

TKG: „Wir werden uns an diesen Terror nicht gewöhnen“

 

Wien (OTS) – Der Vorstand und die Mitglieder der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich sind erschüttert und in  tiefer Trauer.

Ziel dieser Terroranschläge ist an erster Stelle, die Menschen in Belgien und in allen europäischen Staaten an diesen Terror zu gewöhnen bzw. sie damit vertraut zu machen.

Dieser Terror hat mehrere Väter und Mütter und man sollte hier bei der Diagnose der „Hintermänner“ keine falsche, eindimensionale Pauschalisierung machen.

Wir erwarten von allen Institutionen und Regierungen, dass man hier gegen diesen Angst und Schrecken verbreitenden Terror den Slogan „Wir werden uns an diesen Terror nicht gewöhnen“ hochhält.

Genauso erwarten wir die entprechenden Aktivitäten in allen Ebenen zu schaffen und in aller Härte zu bekämpfen, ohne sich von den europäischen Grundwerten zu verabschieden.

Unser tiefstes Mitgefühl ist bei den Opfern und deren Angehörigen in diesen harten und schmerzlichen Stunden in Brüssel.

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich
Obmann
Dipl.-Ing Birol Kilic

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08 03 2016
By: Redaktion 2 0

TKG – Weltfrauentag: „365 Tage im Jahr: NEIN zu Gewalt gegen Frauen“

 

Anlässlich des Weltfrauentages ruft TKG ohne Wenn und Aber zu Aufklärung und Solidarität gegen Gewalt an Frauen auf. Gewalt an Frauen, unabhängig davon, welche Religion, welche Kultur und welche Staatsbürgerschaft der Täter hat.

 

Wien (OTS) – Die Agentur der europäischen Union für Grundrechte (FRA) veröffentlichte 2014 eine Studie zur Gewalt gegen Frauen. Darin kommt sie zu dem Ergebnis, dass 33% aller Frauen in der EU seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und sexuelle Gewalt erfahren haben. In Österreich gibt die Polizei bekannt, dass jeden Tag durchschnittlich 20 Wegweisungen von Männern aufgrund der Gewalttätigkeit gegen eine Frau geschehen, das macht im Jahr 7300 Gewaltfälle, die von der Polizei registriert wurden. Die Zahl der nicht registrierten Fälle ist vielleicht noch höher.

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sollte in Österreich nicht ein Lippenbekenntnis sein, sondern beginnend vom Kindergarten bis zur Reife des Kindes, besonders bei Männern, Werte für die gesamte Gesellschaft bilden. Bei der Gewalt gegen Frauen spielen kulturelle, soziale und wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. Um das zu beheben, unterstützt die TKG die in der österreichischen Verfassung festgeschriebenen Grundgesetze, wo die Würde des Menschen das höchste Gut der Gesellschaft darstellt und in allen Ebenen zu schützen ist.

Wir wissen, dass die Mehrheit der Menschen aus der Türkei keine Scharia und keinen religiösen Staat fordern und besonders in ihren Familien Frauen, Mütter und Töchter hochschätzen und unterstützen und vor allem Frauen und Männer gleich sehen. Sie haben mit österreichischen Werten und der österreichischen Verfassung nicht nur kein Problem, sondern vermitteln diese verinnerlichten Ansichten auch ihren Kindern. Gewalt gegen Frauen kennt keine regionalen, religiösen und kulturellen Grenzen. Deswegen fordern wir Solidarität, nicht nur am 8. März am Weltfrauentag, sondern 365 Tage im Jahr, gegen Gewalt an Frauen, unabhängig davon, welche Religion, welche Kultur und welche Staatsbürgerschaft der Täter hat.

 

www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160308_OTS0149/tkg-weltfrauentag-365-tage-im-jahr-nein-zu-gewalt-gegen-frauen

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

Obmann
Dipl.-Ing. Birol Kilic

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05 10 2015
By: Redaktion 2 0

Ehrenzeichen von Bundespräsident für Verdienste um die Republik Österreich an TKG Obmann Birol Kilic

Der Obmann der Türkischen Kulturgemeine in Österreich (TKG), Dipl.-Ing. Birol Kilic, bekam Ende September von der Präsidentschaftskanzlei im Rahmen einer Feierlichkeit das „Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“ von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer verliehen. Die Ehrung lautete wie folgt: „Die Präsidentschaftskanzlei beurkundet hiermit, dass der Bundespräsident der Republik Österreich Herrn Dipl.-Ing. Birol Kilic, Verleger, Herausgeber und Kulturvermittler, das ‚Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich‘ verliehen hat.“Das Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich wird an Personen verliehen, die hervorragende gemeinnützige Leistungen für die Republik Österreich erbracht und ausgezeichnete Dienste geleistet haben.

 

Laut Bundespräsidentenamt lege Bundespräsident Dr. Heinz Fischer besonderen Wert darauf, dass bei der Beantragung dieser Auszeichnung ein strenger Maßstab angelegt wird, um dem Willen des Gesetzgebers zu entsprechen, wonach das Ehrenzeichen nur an jene Personen zur Verleihung gelangen soll,

die für die Republik Österreich hervorragende gemeinnützige Leistungen erbracht und/oder ausgezeichnete Dienste geleistet haben.

Birol Kilic bedankte sich im Herrensaal des Palais Niederösterreich unter anwesenden Ministerialrätin Frau Mag.Hildegard Sieß (Bundeskanzleramt), Abgeordneten, WissenschaftlerInnen, Verleger und KünstlerInnen.

 

Hier einige Zitate aus seiner Rede:

 

„Für mich ist dieser Tag ein ganz besonderer und ich möchte mich nicht nur beim Herrn Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer für diese Ehre bedanken; sondern vor allem auch bei meinem neuen Heimatland, der Republik Österreich.

 

Ganz besonders denke ich in dieser Stunde auch an meine liebe Mutter Hüsniye Kilic und meinen lieben Vater Hüseyin Kilic, Danke auch an meine Schwester, Perihan Kilic. Ich möchte hier meinen Vater zitieren, der sein Leben nach folgendem Motto führte und mich lehrte: „Das Leben ruht im Wissen und die Ruhe liegt in der Erkenntnis.“

 

Das türkisch-österreichische Miteinander blickt bereits auf eine lange Geschichte zurück. Als junger Student in Wien war ich sehr überrascht, tausende Kilometer entfernt von meiner Geburtsstadt Istanbul –Konstantinopel, beeindruckende Spuren des historischen Konstantinopel vorzufinden. Nicht nur byzantinisch-österreichische Ehen beeinflussten das Stadtbild, auch berühmte österreichische Künstler ließen sich vom byzantinischen Stil beeinflussen.  So sind beispielsweise der Schottenstift, die Residenz Am Hof oder die Kirche am Steinhof Ergebnisse dieses interkulturellen Austauschs.

 

Ich bin mir dessen sehr bewusst, dass diese Auszeichnung auch ein Auftrag ist, mich künftig weiterhin mit allen Kräften für das Blühen und Gedeihen der österreichischen Wirtschaft einzusetzen und die Förderung von Kunst und Kultur mitzugestalten, die Integration unter den Migranten voranzutreiben sowie das Zusammenleben zu fördern. Als Verleger von Literaturwerken und Magazinen und als Unternehmer und Investor ist es mir ein Anliegen, für den Bau dieser Brücken aus Österreich in das Ausland und auch im Inland einzutreten.

 

Insbesondere ist es mir als ein aus der Türkei abstammender, säkularer Verfassungspatriot, ein Anliegen, die Integration und Wertevermittlung der österreichischen Lebenskultur und Geschichte, und das demokratische Verständnis meinen  Landsleuten aus der Türkei in Österreich zu vermitteln bzw. nahe zu bringen.

 

Die Außenpolitik ist direkt mit der Innenpolitik verbunden, und die Innenpolitik beeinflusst und gestaltet direkt das Wohl unseres Landes Österreich, sowohl in den Bereichen Kunst, Kultur und Wirtschaft, als auch im Rahmen der Integration von Migranten. Hier möchte ich Mustafa Kemal Atatürk, den Gründer der modernen säkularen Türkischen Republik, erwähnen, der einmal sagte: „Yurtta sulh, cihanda sulh!“ Zu Deutsch „Friede in der Heimat, Friede in der ganzen Welt!“ Und deswegen ist es wichtig, als säkularer Moslem stark an die Jesus-bezogenen Worte des Papst Franziskus zu denken: „Scheinheiligkeit ist diSprac-

he der Korrupten, wir müssen endlich damit aufhören! „Eure Sprache sei: Ja, ja! Nein, nein!. Die Scheinheiligkeit ist keine Sprache der Wahrheit, weil die Wahrheit nie nur für sich steht. Nie! Sie geht immer mit der Liebe einher! Es gibt keine Wahrheit ohne Liebe. Die Liebe ist die erste Wahrheit. Wenn es keine Liebe gibt, gibt es keine Wahrheit. Diese Menschen wollen eine Wahrheit, die sie zum Zweck ihrer eigenen Interessen versklavt haben. Man kann sagen, auch hier gibt es eine Art Liebe: aber es ist eine Liebe zu sich selbst und für sich selbst. Diese narzisstische Vergötterung verführt sie dazu, andere zu betrügen, zu dem Missbrauch des Vertrauens.“

 

Ich kann diesen Worten eigentlich nichts mehr hinzufügen, doch möchte ich eines noch anmerken, nämlich, dass es der größte Betrug ist, den Namen des Gottes zu missbrauchen. Damit wird eine Theologie produziert und in weiterer Form auch provoziert, die wir „Theologie des Verachtens“, bzw. den „politisierten Glauben“ nennen, der im Namen Gottes grauenhafte Verbrechen, Ausbeutung und Religionsmissbrauch begeht und gegen jegliches säkulares Leben auftritt. Glaubensmissbrauch war gestern ein Thema, heute ist es eines und morgen wird es das auch sein!

 

Deshalb sollten wir an erster Stelle in Österreich eine säkulare, ethisch und moralisch vertretbare Religion verlangen, die auch den Mut hat, sich selbst zu kritisieren und zu korrigieren, und allen Angehörigen von Religionen, die im Namen Gottes Ausbeutung religiöser Gefühle betreiben, den Kampf ansagen. Das gebietet einem der säkulare Verfassungspatriotismus! Verfassungspatriotismus im aufgeklärten Sinne orientiert sich an übergeordneten moralischen Prinzipien des Zusammenlebens selbstbestimmter, freier BürgerInnen.

 

Und dasselbe verlangt sogar Moses selbst von den abrahamitischen Propheten, als er ihnen den Missbrauch von Gottes Namen verbietet: „Du sollst den Namen des Herrn, Deines Gottes, nicht missbrauchen, denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.“ (Exodus 20,7)

 

Im Bewusstsein der zukünftigen Herausforderungen, nehme ich diese hohe Auszeichnung gerne entgegen und bedanke mich herzlich, dass Sie mit mir heute diese Verleihung feiern!

 

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und nochmals vielen herzlichen Dank an die Republik Österreich!“

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05 06 2010
By: Redaktion 2 0

TKG verurteilt den widerlichen Terroranschlag in Barcelona aufs Schärfste!

Die Türkische Kulturgemeinde Österreich (TKG) ist in diesen Stunden mit den Gedanken bei den Angehörigen der Todesopfer und den Verletzten die bei der jüngsten Terroranschlag in Barcelona . TKG verurteile auch den Anschlag auf das Schärfste. Im Stadtzentrum von Barcelona ist am Donnerstag (17.08.2017) ein Lieferwagen in eine Menschengruppe gerast. Traurige Bilanz: 13 Tote, mehr als 100 Verletzte.

 

Der Obmann der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich, Birol Kilic, verurteilt den widerlichen Terroranschlag in Barcelona wie folgt scharf:

„Im Namen der Türkische KULTURgemeinde in Österreich(TKG)  verurteilen wir die abscheuliche Terror in Barcelona  auf das Schärfste und sprechen den Angehörigen der Opfer unser tief empfundenes Beileid aus. Unser tiefstes Mitgefühl ist bei den Opfern und deren Angehörigen in diesen harten und schmerzlichen Stunden in Barcelona. Dieser Terroranschlag  ist ein abscheulicher Terror gegen die Menschheit.

 

Welche „Kräfte“ stecken hinter diesem Terror?

 

Wir fordern sofort die Terroristen und diejenigen Kräfte, die hinter diesem Terror stehen, fündig zu machen. Man kann diesen Terror nicht auf einen Namen oder eine Richtung reduzieren, weil dieser Terror mehrere Mütter und Väter hat.  Hinter diesem Terror in Barcelona stecken mehrere Kräfte im In- und Ausland.


Eine Drohung für alle Länder

 

Gegen Terror sollte man, egal in welche Art, zusammenarbeiten und nicht in Schadenfreude agieren. Niemand sollte aus solchen Terrorakten versuchen Ziele zu erreichen, die eigentlich einen selbst treffen könnten. Ein solcher Akt des Terrors im Herzen von  Barcelona ist eigentlich eine Drohung für alle Länder. Terrorismus ist eine internationale, kannibalistisch sich vermehrende Pest, wovon jedes Land betroffen sein kann.  Niemand kann sagen: Es geht uns nichts an. Kannibalistisch deswegen, weil dieser Terror auch diejenigen treffen wird, die hier im In- und Ausland diesen Terror als Brandstifter vorbereiten, unterstützen und dann als Feuerlöscher auftreten. „

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