Kategorie: Welt

10 11 2018
By: TKG 0

ATATÜRK-TKG: „Wir erinnern uns mit Respekt und Sehnsucht. Er wird immer wichtiger…“

Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG): „Mustafa Kemal Atatürk, der Begründer der säkularen modernen Türkei, starb am 10. November 1938 im Alter von knapp 57 Jahren.Wir erinnern uns mit Respekt und Sehnsucht. Er wird immer wichtiger…“

Das Gedenken an Mustafa Kemal Atatürk ist in der Türkei sehr stark ausgeprägt. Im Dolmabahtsche-Palast (Dolmabahçe Sarayı) in Istanbul starb Mustafa Kemal am 10. November 1938.  Die Uhren im ganzen Palast stehen entsprechend alter Sitte auf seiner Todesstunde. Zum Todestag Mustafa Kemals wird in der Türkei eine Trauerminute eingelegt, zu der landesweit Sirenen erklingen.

Atatürks Patriotismus genannt hat war nach innen gerichtet, bezog sich auf die Türkei und ihre Bevölkerung und beinhaltete nach außen keine aggressive Komponente. Er lehnte eine pantürkisch motivierte imperialistische Expansion im Gegensatz zu seinem früheren Rivalen Enver Pascha ab:

„Heute sind alle Nationen der Erde fast Verwandte geworden oder bemühen sich, es noch zu werden. Infolgedessen muss der Mensch nicht nur an die Existenz und das Glück derjenigen Nation denken, der er angehört, sondern auch an das Vorhandensein und Wohlbefinden aller Nationen der Welt … Wir wissen nicht, ob uns nicht ein Ereignis, das wir weit entfernt glauben, eines Tages erreicht. Aus diesem Grund muss man die gesamte Menschheit als einen Körper und eine Nation als sein Glied betrachten.(ATATÜRK)“[23]

 

 

Gesellschaftsreformer (1924–1938)

Atatürk und ein Bürger, 1930

Der Bruch mit den Strukturen und Institutionen des Osmanischen Reiches blieb ein Wagnis, das Widerstand hervorrief. Einige der wichtigen Mitstreiter aus den Anfängen des Befreiungskrieges, darunter Kâzım Karabekir und Ali Fuad, trennten sich von der Volkspartei des Präsidenten und gründeten mit der Erlaubnis Mustafa Kemals im November 1924 die oppositionelle Fortschrittspartei. Diese machte sich u. a. den Respekt vor Gewissensfreiheit und religiösen Gefühlen zum Programm und gewann Unterstützung unter den Anhängern der Scharia. Zur ernsten Herausforderung der jungen Republik und ihres Präsidenten wurde diese Entwicklung, als es im Februar 1925 in Südostanatolien zu einem Aufstand von Kurden kam, deren geistiger Führer Scheich Said die Rückkehr zu Sultanat und Kalifat propagierte. Mit aller Härte und Brutalität wurde der Scheich-Said-Aufstand militärisch niedergeschlagen und dabei das Ziel verfolgt, die kurdische Opposition weitestmöglich auszulöschen. Im Juni erging ein Verbot der Fortschrittspartei; Notstandsgesetze, Pressezensur und Justizapparat wurden gegen Opponenten in Stellung gebracht. Ein 1926 in Izmir aufgedecktes Mordkomplott dreier Verschwörer gegen den Präsidenten wurde von Mustafa Kemal als Gelegenheit genutzt, mit den Häuptern der Opposition als vermeintlichen Drahtziehern des geplanten Anschlags im Rahmen eines Schauprozesses vor dem „Freiheitsgericht“ abzurechnen. Die Republik nahm Züge einer Diktatur an.

Seine gebieterische und rastlos vorwärts drängende Natur war dem Leitbild eines modernen republikanischen Staatswesens nach westlichem Orientierungsmuster verpflichtet. Schon in einer Tagebuchaufzeichnung vom 6. Juni 1918 hatte er das Grundmotiv aller späteren Reformschritte formuliert:

„Sollte ich eines Tages großen Einfluß oder Macht besitzen, halte ich es für das Beste, unsere Gesellschaft schlagartig – sofort und in kürzester Zeit – zu verändern. Denn im Gegensatz zu anderen glaube ich nicht, daß sich diese Veränderung erreichen läßt, indem die Ungebildeten nur schrittweise auf ein höheres Niveau geführt werden. Mein Innerstes sträubt sich gegen eine solche Auffassung. Aus welchem Grund sollte ich mich auf den niedrigeren Stand der allgemeinen Bevölkerung zurückbegeben, nachdem ich viele Jahre lang ausgebildet worden bin, Zivilisations- und Sozialgeschichte studiert und in allen Phasen meines Lebens Befriedigung durch Freiheit erfahren habe? Ich werde dafür sorgen, daß sie auch dahin kommen. Nicht ich darf mich ihnen, sondern sie müssen sich mir annähern.“[10]

Dieses Programm verwirklichte er Zug um Zug, nachdem er gesiegt und in der Funktion des Staatspräsidenten die erstrebte Schlüsselposition innehatte. Es war eine Vielzahl tiefer Veränderungen in Tradition und Gewohnheiten, die er seinen Landsleuten binnen weniger Jahre umzusetzen vorgab.

Auf die Abschaffung des Kalifats ließ er ein äußeres Zeichen prowestlicher Säkularisierung folgen, indem er den Hut als männliche Kopfbedeckung als Teil der „nationalen Tracht“ propagierte (Hutrevolution) anstelle des für das ganze Osmanische Reich bis dahin typischen Mischung aus Fes, Turban und Kalpak. Wer fernerhin in der Öffentlichkeit mit diesen orientalischen Kopfbedeckungen angetroffen wurde, riskierte eine Geld- oder Gefängnisstrafe. In den gleichen Zeitraum fällt das Verbot der religiösen Bruderschaften und Orden. In Ostanatolien erhob sich gegen diese Entwicklungen teilweise erbitterter Widerstand, der mit Verhängung des Ausnahmezustands, scharfen Polizeimaßnahmen und Verhaftungen beantwortet wurde. 1934 erfolgte eine zweite Kleiderreform, welche den Geistlichen das Tragen ihres Gewands nur in ihren Arbeitsbereichen (Moschee, Beerdigung) gestattete.

Eine Umwälzung gesellschaftlicher Strukturen bedeuteten die von Mustafa Kemal eingeleiteten Schritte zur Frauenemanzipation, die in einer Neuordnung des ehelichen Scheidungsrechts, in der rechtlichen Gleichstellung von Mann und Frau, in der Förderung einer höheren Schulbildung und im Universitätszugang auch für Mädchen und Frauen zum Ausdruck kam.

Wie bei seinem Reformwerk nahezu durchgängig, ist Mustafa Kemal auch hier mit eigenem Beispiel vorangegangen. Als der langjährige Junggeselle schließlich heiratete, war es Latife Uşşaki, eine selbstbewusste, von westlichen Einflüssen geprägte Frau, deren emanzipiertes Auftreten ihm imponierte. Die Trauung am 29. Januar 1923 fand ohne religiöse Zeremonie statt und wurde vom Bürgermeister von Izmir vollzogen, wobei Mustafa Kemal die Gelegenheit nutzte, zu verkünden, dass alle Eheschließungen in der Türkei künftig ebenfalls von Vertretern des Staates durchzuführen seien. In der Ehe wie in der Öffentlichkeit konnte Lâtife eigene Standpunkte vertreten und so zu einer Modernisierung des Frauenbilds in der Türkei beitragen. Dabei zeigte sich allerdings auch, dass Mustafa Kemal mit seinen Staatsgeschäften und nächtlichen Diskussionsrunden zu sehr befasst war, um der jungen Frau ein ihren Wünschen entsprechendes Eheleben zu bieten. Als ihre Kritik nach zweieinhalbjähriger Ehe das für ihn tolerierbare Maß überstieg, betrieb er die am 22. Juli 1925 erfolgte Trennung und am 12. August 1925 bekanntgegebene Scheidung durch ein Talakname.[12] In der Folge gelang es ihm mittels gezielter Förderung von ihm adoptierter Mädchen und junger Frauen im eigenen Einflussbereich, das Ziel der Frauenemanzipation erfolgreich zur Geltung zu bringen. Von grundlegender gesamtgesellschaftlicher Bedeutung war die Einführung des aktiven und passiven Frauenwahlrechts. Seit 1930 konnten Frauen an Kommunalwahlen teilnehmen, seit 1934 auch an den Parlamentswahlen.

Mustafa Kemal als oberster Lehrer der Türkei

Es ist charakteristisch für seine Arbeits- und Vorgehensweise, dass Mustafa Kemal die Reformvorstellungen, die er in groben Zügen bereits früh entwickelt hatte, einem Kreis ausgewählter Berater und Sachkundiger bei spätabendlichen Tischgesellschaften vorstellte, für die er jeweils eine spezielle Liste der Einzuladenden ausgab. Offene Kritik ertrug er schlecht und duldete sie kaum; aber ohne den Rat und die Ideen von Sachkennern gehört zu haben, machte er sich auch nicht an die politische Umsetzung seiner Projekte.

Ende 1925 wurde die islamische Jahreszählung nach der Hedschra durch die christliche Zeitrechnung abgelöst (zu Einzelheiten der Reform des Kalenders und der Jahreszählung siehe: Rumi-Kalender).[13] Zehn Jahre später trat dann der Sonntag als arbeitsfreier Tag an die Stelle des den Muslimen heiligen Freitags. Außerdem wurde das metrische System eingeführt. Die am Koranorientierte Rechtsprechung wurde durch das Schweizer Zivilrecht[13], welches mit nur unbedeutenden Anpassungen übernommen wurde, abgelöst. Die Rechtsübernahme schloss auch das moderne Erbrecht und Familienrecht des Zivilgesetzbuches ein. Daneben wurden das deutsche Handelsrecht und das italienische Strafrecht[13] übernommen.

Als Amtssprache wurde die osmanische Hochsprache der bisherigen Eliten, die stark von der höfischen Sprache Persisch und von der heiligen Sprache Arabisch beeinflusst war, in einem von Sprachwissenschaftlern begleiteten Prozess durch die türkische Volkssprache abgelöst. Bis 1928 wurde die osmanische Sprache nach islamischer Tradition in der arabischen Schrift notiert. Mustafa Kemal ließ diese durch das lateinische Alphabet ersetzen, das der vokalreichen türkischen Sprache besser entsprach. Außerdem ließ es sich mit deutlich weniger Zeitaufwand erlernen[14] und verstärkte die durch Mustafa Kemal angestrebte Westorientierung. Auch auf diesem Feld legte er persönlich Hand an, indem er, mit Tafel und Kreide umherreisend, Unterricht erteilte.

„Vater der Türken“

Heinrich Krippel bei der Erstellung der Reiterstatue für das „Onur Anıtı“ in Samsun

Am Ende des durchgreifenden Reformprozesses stand eine Änderung des Namensrechts, die zu einer effektiveren Verwaltung des Personenstandwesens führen sollte und wiederum an westliche Muster anknüpfte: Jeder Bürger der Türkei wurde zur Annahme eines Familiennamens verpflichtet. Mustafa Kemal erhielt von der Nationalversammlung mit dem Gesetz Nr. 2587 vom 24. November 1934 den Namenszusatz bzw. Nachnamen Atatürk (Vater der Türken), welcher mit dem Gesetz Nr. 2622 unter gesetzlichen Schutz gestellt wurde. Für einige Vertraute und Weggefährten suchte er selbst die künftigen ehrenden Nachnamen aus. So auch für Ismet Pascha, der wegen seiner Verdienste im Befreiungskrieg gegen die Griechen nach dem Ort seiner beiden großen Schlachtenerfolge den Nachnamen İnönü erhielt. İsmet İnönü hat als Ministerpräsident über viele Jahre Mustafa Kemal Atatürk von der alltäglichen Regierungsroutine entlastet und wurde nach dessen Tod sein Nachfolger als Staatspräsident. Mustafa Kemals Namenswahl und die Ehrenbezeugungen, die er auf sich vereinte (1926 wurde in Istanbul ein erstes Denkmalerrichtet, dem ungezählte weitere im ganzen Lande folgten, s. u.), entsprachen den zeittypischen Formen des Personenkults in autoritären Regimen. Dieser hat in der Folge eine bis heute fortwirkende integrierende Wirkung für das türkische Staatswesen entfaltet. Atatürk gelang es, als Freiheitskämpfer, Staatspräsident und „oberster Lehrer der Nation“ mit seiner Person das Vakuum zu füllen, das mit der Abschaffung von Sultanat und Kalifat sowie mit der Abkehr von herkömmlichem Brauchtum zum Zwecke der Modernisierung einherging. So hat er es zweifellos auch als seine Aufgabe angesehen, seinem nach der Kriegsniederlage in gänzlich neuem staatlichen Rahmen zu organisierenden Volk ein Selbstbewusstsein und eine Identität zu vermitteln, ohne die es womöglich keinen stabilen neuen Staatsverband hätte bilden können. Er ist dabei sehr weit gegangen. Nicht nur, indem er, in glorifizierender Absicht, die Wurzeln des Türkentums in Mittelasien bis auf Attila und Dschingis Khan zurückführte, sondern vor allem, indem er über die Türkische Geschichtsthese und die Sonnensprachtheorie die Lehrmeinung verbreiten ließ, die Türken seien das älteste Volk der Welt, von dem alle anderen Völker direkt oder indirekt abstammten.[17]

 

Außenpolitisches Wirken

Der jugoslawische König Alexander I. und Mustafa Kemal mit Zylinderhut.

Atatürks Nationalismus war nach innen gerichtet, bezog sich auf die Türkei und ihre Bevölkerung und beinhaltete nach außen keine aggressive Komponente. Er lehnte eine pantürkisch motivierte imperialistische Expansion im Gegensatz zu seinem früheren Rivalen Enver Pascha ab:

„Heute sind alle Nationen der Erde fast Verwandte geworden oder bemühen sich, es noch zu werden. Infolgedessen muss der Mensch nicht nur an die Existenz und das Glück derjenigen Nation denken, der er angehört, sondern auch an das Vorhandensein und Wohlbefinden aller Nationen der Welt … Wir wissen nicht, ob uns nicht ein Ereignis, das wir weit entfernt glauben, eines Tages erreicht. Aus diesem Grund muss man die gesamte Menschheit als einen Körper und eine Nation als sein Glied betrachten.“[23]

1932 trat die Türkei dem Völkerbund bei. 1936 wurde ihr durch das Abkommen von Montreux die im Vertrag von Lausanne noch vorenthaltene Souveränität über die Meerengen Bosporus und Dardanellen sowie die diesbezügliche Kontrolle der Schifffahrt zugestanden. Zu Griechenland konnte schon von 1930 an ein gutnachbarliches Verhältnis hergestellt werden, und beim Balkanpakt1934 in Athen war es vor allem Atatürks multilateralen Ausgleichsbemühungen zuzuschreiben, dass ein die Türkei, Griechenland, Jugoslawien und Rumänien zusammenführendes Vertragswerk geschlossen werden konnte. Im selben Jahr schlug der griechische Premierminister Venizelos – wenn auch erfolglos – Mustafa Kemal Atatürk für den Friedensnobelpreis vor.

Zu den faschistischen Diktatoren Mussolini und Hitler hielt Atatürk unmissverständlich Abstand und hieß eine Vielzahl zu Beginn der NS-Herrschaft ins türkische Exil flüchtender Wissenschaftler, Künstler und Architekten in der Türkei willkommen, die eine Mitwirkung der Exilanten bei der Modernisierung des Landes und beim Aufbau des türkischen Hochschulwesens gut gebrauchen konnte. Für manche von ihnen wurden die Universitäten von Ankara und Istanbul[24] zu neuen Wirkungsstätten. Unter denen, die in der Türkei eine Zuflucht fanden, waren der spätere Regierende Bürgermeister von Berlin Ernst Reuter sowie die Architekten Clemens Holzmeister, der den Regierungsbezirk in Ankara entwarf, und Bruno Taut, der 1938 den Katafalk zur Trauerfeier für den verstorbenen Atatürk entwerfen sollte.

Ambivalent war das Verhältnis Atatürks zur benachbarten Großmacht Sowjetunion. Beide Staaten unterstützten sich gegenseitig in dem Bemühen, die internationale Isolierung durch die Siegermächte zu überwinden. Auch die von sowjetischer Seite dem jungen türkischen Staat in begrenztem Umfang gewährten Aufbauhilfen hat Mustafa Kemal gern entgegengenommen. Von der kommunistischen Ideologie und dem sowjetischen Gesellschaftsmodell jedoch distanzierte er sich deutlich.

Bereits beim Festakt zum zehnjährigen Jubiläum der Republik Türkei im Oktober 1933 sah Mustafa Kemal einen möglichen neuen Krieg in Europa voraus und legte sein Land für diesen Fall auf einen Kurs der Neutralität fest.[25] Dem amerikanischen General Douglas MacArthur, der zur Manöverbeobachtung Anfang der 1930er Jahre die Türkei aufsuchte, gab er folgende Prophezeiung, die allerdings erst 1951 veröffentlicht wurde, mit auf den Weg:

„Meiner Meinung nach wird das Schicksal Europas wie gestern auch morgen von der Haltung Deutschlands abhängig sein. Diese außergewöhnlich dynamische und disziplinierte Nation von 70 Millionen wird, sobald sie sich einer politischen Strömung hingibt, die ihre nationalen Begierden aufpeitscht, früher oder später den Vertrag von Versailles zu beseitigen suchen. Deutschland wird in kürzester Zeit eine Armee aufstellen können, die imstande sein wird, ganz Europa, mit Ausnahme von England und Russland, zu besetzen … der Krieg wird in den Jahren 1940/45 ausbrechen … Frankreich hat keine Möglichkeit mehr, eine starke Armee aufzustellen. England kann sich bei der Verteidigung seiner Insel nicht mehr auf Frankreich verlassen. Amerika wird in diesem Krieg genau wie im Ersten Weltkrieg nicht neutral bleiben können. Und Deutschland wird wegen des amerikanischen Kriegseintritts diesen Krieg verlieren…“[26]

Alexander Rüstow-Kessler, der von 1933-1946 in Istanbul tätig war, schrieb über seine Zeit in der Emigration: „Wir Deutsche und sicherlich Österreich haben Anlass uns dankbar daran zu erinnern, dass die Türkei in den dunkelsten Stunden unserer Geschichte nach 1933 vielen vom nationalsozialistischen Regime verfolgten Deutschen und Österreich durch Atatürk Zuflucht geboten hat, auch vielen Hochschullehrern. Sie folgten dem Ruf Kemal Atatürks, der die Bedeutung von Wissenschaft und freier akademischer Forschung für ein modernes Staatswesen erkannt hatte. Sie sind hier aufgenommen worden, forschten an den Universitäten von Ankara und Istanbul und leisteten so auch einen Beitrag zum Aufbau eines modernen Hochschulwesens in der Türkei. Ich werde dem edlen und ritterlichen türkischen Volk für diese Möglichkeit immer dankbar bleiben.“ An diesen Satz möchte ich heute im Namen aller Deutschen und Österreich erinnern.“

Mustafa Kemal Pascha, genannt Atatürk, ist allgegenwärtig in der Türkei. Sein Porträt hängt in Geschäften, Büros, Wohnzimmern, sein Gesicht ist auf T-Shirts gedruckt, auf Postkarten und Postern, seine Unterschrift findet man auf Souvenirs wie Taschenmessern und Schreibgeräten.

Atatürk ist der Republikgründer, der mit militärischem Geschick und politischem Ehrgeiz aus der Konkursmasse des Osmanischen Reichs 1923 die moderne Türkei formte. Er schaffte die arabische Schrift ab, trennte strikt zwischen Religion und Staat und suchte die Anbindung an den Westen.

Mustafa Kemal Atatürk ist Gründer der Republik Türkei und erster Staatspräsident. Sein Geburtsname ist Mustafa.

Die Beinamen erhielt er im Laufe seines Lebens. Mustafa Kemal Atatürk 1881 n.Chr. ist in Thessaloniki, das damals noch zum Osmanischen Reich gehörte, als Kind von Ali Riza Efendi, und Zübeyde Hanim geboren. Von den fünf Geschwistern Atatürks starben vier bereits in ihrer Kindheit, nur Makbule Atadan lebte bis zum Jahre 1956. Sein eigenes Geburtsdatum steht nicht genau fest, so dass er dafür später den 19. Mai wählte, an dem er 1919 mit 38 Jahren in der anatolischen Küstenstadt Samsun landete, um die Kräfte für die Befreiung des Landes von Siegermächten und Sultanat zu sammeln. Das Geburtshaus in Thessaloniki liegt neben dem türkischen Generalkonsulat.

Ein Teil des Gebäudes ist der Öffentlichkeit zugänglich und zeigt eine umfangreiche Ausstellung über Mustafa Kemal Atatürk. Während seiner Schulausbildung verlor er 1888 seinen Vater. Eine Weile blieb er bei seinem Onkel auf dem Rapla Bauernhof, kehrte dann nach Saloniki zurück und beendete seine Schule. In 1893 trat er als zwölfjähriger in die Askeri Rüştiye (Militärschule) ein. In dieser Schule wurde durch seinen Mathematiklehrer Mustafa Bey seinem Namen „Kemal“ (Vollkommener) angehängt, da er seine Schulleistungen würdigen wollte.

Die Abschlussprüfung 1895 absolvierte er als Viertbester. Im Anschluss an diese Ausbildung begann er in Istanbul sein Studium auf der Harp Okulu (Wehrdienstschule) zum Offizier. In 1902 wurde er Leutnant und setzte seine schulische Laufbahn auf der Wehrdienstakademie fort bis zum Hauptmann. In den Jahren 1905-1907 stand er in Damaskus im Dienst der fünften Armee der Osmanen, stieg weiter in seiner Offizierslaufbahn auf und wurde nach Monastir in die dritte Armee versetzt. In Damaskus kam Atatürk in Kontakt mit einem jungtürkisch-oppositionell ausgerichteten Beteiligten an einem gescheiterten Attentat auf Sultan Abdülhamid II. Nach Verbüßung einer Gefängnisstrafe war jener nach Syrien in die Verbannung geschickt worden und betrieb nun einen Buchladen, u.a. mit verbotenen französischen Schriften. Mit ihm gründete Mustafa Kemal die revolutionäre Organisation „Vaterland und Freiheit“, für die er in Jerusalem, Jaffa und Beirut weitere Mitglieder anwarb. Ende 1906 gab ihm sein militärischer Vorgesetzter Rückendeckung für eine verdeckte Reise zurück nach Saloniki, wo er Zugang zu den führenden Köpfen der jungtürkischen Opposition suchte und eine Zweigstelle seiner Organisation gründete. Der Gefahr, dort als Deserteur entdeckt zu werden, entkam er durch rechtzeitige Rückreise nach Syrien. Am 19. April 1909 nahm er in der in Istanbul einmarschierenden Armee der Befreiungsbewegung die Stellung als Generalstabchef ein. Im Jahre 1910 wurde er nach Frankreich geschickt, wo er an den Picardie-Manövern teilnahm und Französisch sowie westliche Lebensart lernte. In 1911 nahm Mustafa Kemal gemeinsam mit einer Gruppe von Freunden im Gebiet von Tobruk und Derne gegen Italien teil. Durch den Sieg am 22.12.1911 erhielt er im Anschluss den Titel des Kommandeurs von Derne. Als im Oktober 1912 der Balkankrieg ausbrach, beteiligte sich Mustafa Kemal mit den Truppen in Gallipoli und Bolayır am Krieg. Bei der Rückeroberung von Dimetoka und Edirne hat er große Dienste geleistet. Im Jahre 1913 wurde er zum Militärattache von Sofia ernannt und wurde er im Jahre 1914 zum Oberstleutnant ernannt. Seinen Dienst als Militärattache beendete er im Januar 1915. In der Zwischenzeit brach der I. Weltkrieg aus und das osmanische Reich brach zusammen.

Mustafa Kemal wurde mit der Gründung der 19. Division in Tekirdağ beauftragt. Zum größten Ruhm gelang Mustafa Kemal in Çanakkale, da es ihm in schweren und verlustreichen Kämpfen gelang die Meerenge „unpassierbar“ zu gestalten. Aber auch die englischen und französischen Flotten mussten am 18. März 1915 bei der Passierung der Dardanellen schwere Verluste hinnehmen, worauf entschlossen wurde, auf der Halbinsel Gallipoli Truppenlandungen vorzunehmen. Die am 25. April 1915 Arıburnu (Schlachtort auf Gallipoli) erreichenden Besatzungstruppen wurden durch die 19. Division unter dem Kommando Mustafa Kemals bei Conkbayırı aufgehalten. Aufgrund dieses Erfolges Mustafa Kemals wurde er zum Oberst ernannt. Die Engländer setzten am 6.-7. August 1915 abermals bei Arıburnu zum Angriff an. Der Kommandant der Anafartalar Gruppe (Anafartalar = Orte auf der Halbinsel Gallipoli) Mustafa Kemal erzielte am 9.-10. August den Sieg bei Anafartalar. Diesem Sieg folgte am 17. August der Sieg bei Kireçtepe und am 21. August der zweite Sieg bei Anafartalar. Der Widerstand musste mit 253.000 Soldaten bezahlt werden. Mustafa Kemal nahm nach Çanakkale 1916 bei den Kriegen in Edirne und Diyarbakır teil. Am 1.4.1916 stieg er zum Generalmajor auf. Nach Kämpfen mit russischen Truppen, konnte er die Rückeroberung von Muş und Bitlis erreichen.

Nach seinen kurzen Einsätzen in Damaskus und Aleppo kehrte er im Jahre 1917 wieder nach Istanbul zurück. Gemeinsam mit Kronprinz Vahidettin Efendi reiste er nach Deutschland, wo er eine genaue Analyse der Front vornahm. Nach dieser Reise erkrankte er und wurde in Wien als auch in Karlsbad behandelt. Am 15. August 1918 kehrte er als Kommandant der VII. Armee nach Aleppo zurück. An dieser Front führte er erfolgreiche Abwehrkämpfe gegen die englischen Streitkräfte. Am 31. Oktober 1918, einen Tag nach der Unterzeichnung des Waffenstillstandes von Mudros, wurde er zum Kommandanten der schnellen Eingreifstruppen ernannt. Als diese Armee aufgelöst wurde, kehrte er am 13. November 1918 nach Istanbul zurück und wurde im Harbiye Nezâreti (Kriegsministerium) beauftragt. Als die Entente Staaten nach dem Waffenstillstand von Mudros begannen, die osmanischen Armeen zu vereinnahmen, ging Mustafa Kemal am 19. Mai 1919 als Inspektor der 9. Armee nach Samsun. Mit dem in Amasya veröffentlichten Rundschreiben „Die Unabhängigkeit des Volkes wird durch die Entschlossenheit und Entscheidung des Volkes wieder gewonnen“ hat er am 22. Juni 1919 den Sivas-Kongress einberufen. In den am 23. Juli bis zum 7. August 1919 in Erzurum und am 4.-11. September 1919 in Sivas stattfindenden Kongressen wurden die Strategien zur Befreiung der Heimat festgelegt. Es gibt Kontroversen unter Historikern, in wie weit der dabei vorgestellte türkische Nationalismus eine Reaktion auf den von Briten geschürten anti-osmanischen arabischen Nationalismus war. Am 27. Dezember 1919 wurde Mustafa Kemal in Ankara mit großer Begeisterung empfangen. Am 23. April 1920 wurde durch die Eröffnung der Großen Türkischen Nationalversammlung ein wichtiger Schritt Richtung Gründung der Türkischen Republik unternommen. Mustafa Kemal wurde zum Vorsitzenden der Nationalversammlung und der Regierung gewählt.

Die Grosse Türkische Nationalversammlung akzeptierte die Gesetze, die zur erfolgreichen Durchführung des Befreiungskrieges notwendig waren, und begann umgehend mit deren Umsetzung. Der Türkische Befreiungskrieg begann am 15. Mai 1919 zur Befreiung von Izmir von der durch Briten unterstützten griechischen Besatzung, was mit der Befreiung Izmirs endete. Am 20. September 1920 folgten die Befreiung von Sarıkamış, Kars (30. Oktober 1920) und Gümrü (7. November 1920) und Sieg von Sakarya (13. September 1921). Im Anschluss ernannte die Grosse Türkische Nationalversammlung am 19. September 1921 Mustafa Kemal zum Generalfeldmarschalls mit dem Ehrentitel „Gazi“. Der Befreiungskrieg wurde am 24. Juli 1923 mit der Unterzeichnung des Vertrages von Lausanne abgeschlossen. Das im Vertrag von Sevres in viele kleine Enklaven zergliederte Land wurde wieder zusammengeführt. Am 23. April 1920 wurde in Ankara mit der Eröffnung der Grossen Türkischen Nationalversammlung die Gründung der Türkischen Republik bekannt gegeben. Am 1. November 1922 wurde das Amt des Kalifen und das Sultanat voneinander getrennt, das Sultanat abgeschafft. Somit wurden die Verbindungen mit dem Osmanischen Reich auf der Verwaltungsebene abgebrochen. Am 13. Oktober 1923 wurde die Republik akzeptiert, Atatürk wurde einstimmig zum Staatspräsidenten gewählt.

Am 3. März 1924 wurde auch das Kalifat durch Atatürk abgeschafft. Zu den Umgestaltungen des Rechts- Und Gesellschaftssystems gehörte die Abschaffung des islamischen Rechts [scharia], das aber ohnehin nur noch in einer pervertierten Form in den Resten des Osmanischen Reichs den Menschen keinen Schutz bieten konnte. Auch die daran gekoppelten Symbole wurden verboten, u.a. in den Hut- und Bekleidungsneuordnungen (25. November 1925). Das Tragen von Turbanen in der Öffentlichkeit wurde unter Strafandrohung verboten. Am 21. Juni 1934 folgte die Einführung des Familiennamens nach westlichem Vorbild. Am 30. November 1925 wurden die Derwischklöster und Heiligengrabmäler geschlossen. Am 26. November 1934 wurden Beinamen und frühere Titel abgeschafft. Ende 1925 wurde die islamische Zeitrechnung durch den Gregorianischen Kalender mit der Zählung ab Christi Geburt ersetzt. 1935 trat dann der Sonntag als arbeitsfreier Tag an die Stelle des den Muslimen heiligen Freitags. Bis 1931 wurden alle internationalen Maßeinheiten wie z.B. das Metermaß eingeführt. 1929/30 ereignete sich die Geschichte um die Bewegte Villa (Yürüyen Köşk). Als wichtigsten „Reformansatz“ Atatürks wird immer die Einführung der laizistischen Rechtsordnung durch die Herausgabe der Türkischen Zivilgesetze und anderer Gesetze angegeben (1924-1937).  Insbesondere die Trennung von Staat und Religion in Form des Laizismus wird ihm zugeschrieben. Allerdings liegt hierbei oft eine verklärte Betrachtungsweise des Osmanischen Reichs vor, da bereits zuvor der Scheichülislam eine Instanz war, welche die oberste religiöse Autorität stellte, während der Kalif und Sultan der Erbmonarchie die weltliche Macht beanspruchte. Nach der Einführung des Familiennamengesetzes wurde am 24. November 1934 an Mustafa Kemal von der Grossen Türkischen Nationalversammlung (der Familienname „ATATÜRK“ (Stammvater der Türken) verliehen.

Atatürk wurde am 24. April 1920 sowie am 13. August 1923 zum Vorsitzenden der TBMM gewählt. Das TBMM hat Atatürk in den Jahren 1927, 1931 und 1935 wiederum zum Staatspräsidenten gewählt. Am 29. Januar 1923 heiratete Atatürk Latife Hanım (Foto links). Die Trauung fand ohne religiöse Zeremonie statt und wurde vollzogen vom Bürgermeister von Izmir, wobei Atatürk die Gelegenheit nutzte zu verkünden, dass alle künftigen Eheschließungen in der Türkei ebenfalls von Vertretern des Staates durchzuführen seien. Die Ehe dauerte bis zum 5. August 1925 und wurde nach einer Auseinandersetzung, dessen Hintergründe nie veröffentlicht wurden, geschieden. Atatürk adoptierte die Mädchen Afet Inan, Sabiha Göktschen, Fikriye, Ülkü, Nebile, Rukiye, Zehra und den Hirtenjungen Mustafa. Die Jungen Abdurrahim und Ihsan wurden unter seine Obhut genommen.

Zur ernsten Herausforderung der jungen Republik und ihres Präsidenten wurde im gleichen Jahr eine Entwicklung, als im Februar 1925 in Südostanatolien ein Aufstand der Kurden ausbrach, dessen geistiger Führer, Scheich Said, die Rückkehr zu Sultanat und Kalifat propagierte. Der Aufstand wurde militärisch besiegt und Scheich Said hingerichtet. Im Gleichen Jahr gab es zudem Widerstand gegen die Hutrevolution. Zwischen dem 15. und 20. Oktober 1927 hielt er in dem Gebäude des ersten Parlaments, das heute Museum der Republikzeit ist, seine berühmte Marathonrede, die als Nutuk bekannt geworden ist. 1928 folgte die Buchstabenrevolution. Gekoppelt an die Reformen Atatürks wurde das Bildungs- und Kulturwesen umgestaltet. Am 1.11.1928 wurden die neuen türkischen Buchstaben auf Basis der Lateinischen eingeführt. Dieser Bruch mit der osmanischen Zeit führte dazu, dass die meisten Türken den Heiligen Qur’an nicht mehr in der Originalschrift lesen konnten. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass zum Ende des Osmanischen Reichs die Analphabetenrate ohnehin sehr hoch war. Die Inhalte des Heiligen Qur’an waren nur sehr wenigen Geistlichen [ulama] bekannt. Atatürk ließ den Heiligen Qur’an ins Türkische übertragen und las im Dolmabahtsche-Palast (Dolmabahçe Sarayı) als erster aus der Übersetzung vor. Zuvor gab es nur eine Übersetzung von den Nichtmuslimen Zeki Megamiz und Mihran Efendi. Atatürks Idee jedoch, dass in den Moscheen statt auf Arabisch nur noch auf Türkisch gebetet werden sollte, erwies sich als undurchführbar und wurde zurückgenommen. Von grundlegender gesellschaftlicher Bedeutung war die Einführung des aktiven und passiven Frauenwahlrechts. Seit 1930 konnten Frauen an Kommunalwahlen teilnehmen, seit 1934 auch an den Parlamentswahlen. Im Jahre 1937 vermachte Atatürk seine Bauernhöfe der Schatzkammer sowie einen Teil seiner Grundbesitze an die Stadtverwaltungen von Ankara und Bursa.

In seinem Erbe wurden seine Schwester, seine Adoptivkinder sowie das Institut für Türkische Sprache und Geschichte bedacht. Zu den Diktatoren Mussolini und Hitler hielt Atatürk unmissverständlich Abstand und hieß eine Vielzahl zu Beginn der NS-Herrschaft ins Exil flüchtender Wissenschaftler, Künstler und Architekten in der Türkei willkommen, die bei der Modernisierung des Landes und beim Aufbau des türkischen Hochschulwesens mithalfen. Für manche von ihnen wurden die Universitäten von Ankara und Istanbul zu neuen Wirkungsstätten. Unter denen, die in der Türkei eine Zuflucht fanden, waren z.B. der spätere Berliner Regierende Bürgermeister Ernst Reuter und der Architekt Bruno Taut, der 1938 den Katafalk zur Trauerfeier für den verstorbenen Atatürk entwerfen sollte. Biographen bescheinigen ihm zudem eine Zuneigung zu seinem Pferd Sakarya und seinem Hund Fox. In seinem Privatleben genoss er auch Alkohol, was zwar allgemein bekannt war aber aufgrund der islamischen Gebote dazu nie thematisiert wurde zu seinen Lebzeiten. Er starb am 10. November 1938, um 9.05 Uhr im Dolmabahtsche-Palast an einer Leberzirrhose, die nicht mehr geheilt werden konnte. Sein Leichnam wurde gegen alle Traditionen des Islam aufgebahrt. Erst neu Tage nach seinem Ableben soll im Dolmabahtsche-Palast (Dolmabahçe Sarayı) auf Drängen einer Verwandten ein Ritualgebet für Verstorbene durchgeführt, wobei umstritten ist, ob die religiösen Riten eingehalten wurden. Atatürk wurde nach Ankara überführt und am 21. November 1938 vorübergehend im Ethnographische Museum Adana in Alkohol zeremoniell bestattet. Nach dem Bau des Anıtkabir (Gedenkgrabstätte) wurde er am 10. November 1953 mit einer Zeremonie umgebettet.

Manche Aussagen, die Atatürk nach seinem Ableben zugeschrieben wurden, darunter Schmähaussagen, die Atatürk angeblich gegen Prophet Muhammad (s.) geäußert haben soll, wurden ihm von einigen westlichen Orientalisten zugeschrieben, finden sich aber nicht in originalen türkischen Quellen, so dass ihr Wahrheitsgehalt umstritten ist. Unbestritten hingegen ist seine besondere nationalistisch orientierte Denkweise, die so weit ging, dass er die Wurzeln des Türkentums in Mittelasien bis auf Attila und Dschingis Khan in glorifizierender Art zurückgeführte und die Lehrmeinung verbreiten ließ, die Türken seien eines der ältesten Völker der Welt, von dem viele der anderen Völker direkt oder indirekt abstammten; eine Lehrmeinung, die heute noch in der Türkei vorhanden ist. Außenpolitisch hatten insbesondere seine Befreiungskämpfe Wirkung. So verehrte ihn 1944 Indiens späterer Ministerpräsident Dschawaharlal Nehru als Vorkämpfer der Unabhängigkeit von den Kolonialmächten. Das Gedenken an Mustafa Kemal Atatürk ist in der Türkei sehr stark ausgeprägt. Im Dolmabahtsche-Palast (Dolmabahçe Sarayı) in Istanbul starb Mustafa Kemal am 10. November 1938.

Die Uhren im ganzen Palast stehen entsprechend alter Sitte auf seiner Todesstunde. Zum Todestag Mustafa Kemals wird in der Türkei eine Trauerminute eingelegt, zu der landesweit Sirenen erklingen. Sein Abbild findet sich auf sämtlichen Münzen und Geldscheinen der türkischen Währung. In vielen türkischen Städten stehen mehrere Atatürk-Statuen auf öffentlichen Plätzen und Parks. Daneben befinden sich in fast allen öffentlichen Gebäuden Büsten von Atatürk und einige Einrichtungen tragen seinen Namen: der Atatürk-Staudamm, der Internationale Flughafen Istanbuls (Atatürk Havalimanı) und das Istanbuler Atatürk Olimpiyat Stadı. Als erstes Denkmal Atatürks gilt eine Arbeit des österreichischen Bildhauer Heinrich Krippel auf der Saray-Spitze in Istanbul, welches 1925 entstand. Die Büste wurde zahllose Male reproduziert und findet sich überall im Land. Im Güvenpark in Ankara steht das „Denkmal des Vertrauens“. Es wurde 1935 nach den Entwürfen der österreichischen Bildhauer Clemens Holzmeister, Anton Hanak und Josef Thorak errichtet und trägt als Inschrift ein Zitat von Atatürk: „Türke, rühme dich, arbeite und vertraue. (Türk, öğün, calış, güven.).“ Das „Siegesdenkmal“ Atatürks des italienischen Bildhauers Pietro Canonica von 1927 auf dem Sieges-Platz in Ankara zeigt ihn in Uniform. Das „Republik-Denkmal“ (1927) des österreichischen Bildhauers Heinrich Krippel auf dem Ulus-Platz in Ankara zeigt Atatürk auf einem Pferd und soll den türkischen Freiheitskampf symbolisieren. Anhänger der laizistischen Ideologie Atatürks werden oft als „Kemalisten“ bezeichnet. Sie finden sich traditionell vor allem in der türkischen Armee, die sich als Hüter des „kemalistischen Erbes“ versteht.

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27 10 2018
By: TKG 0

TKG: Angriff auf Synagoge- Wir verurteilen auf das Schärfste

Angriff auf Synagoge mit elf Toten sorgt für Entsetzen nicht nur  in den USA sondern auch in Österreich.

Ein schwer bewaffneter Angreifer hat am Samstag in einer Synagoge in Pittsburgh um sich geschossen und mindestens elf Menschen getötet. Sechs weitere Menschen wurden verletzt, darunter vier Polizisten, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen.  Der Angreifer hatte während einer Zeremonie zur Namensgebung für ein Baby am Sabbat-Tag das Feuer eröffnet. Dabei soll er Medienberichten zufolge „Alle Juden müssen sterben!“ gebrüllt haben. Nach Behördenangaben war er mit einem Sturmgewehr und mindestens drei Handgranaten bewaffnet. Nach einem Schusswechsel mit der Polizei wurde er festgenommen und in ein Krankenhaus eingeliefert.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG)  verurteilt  dieser aus der rechtsextremen Szene stammende terroristischen Schandtat.  Egal welcher Religion wir angehören oder nicht was uns verbinden sollte ist Menschlichkeit, Moral, Zivilisation, Anstand und Verstand. Wer diese Werte nicht verteidigt und nicht verstanden hat kann egal aus welchen Kreis, Nation und welche Religion nicht unser Freund bzw. Partner sein.

Unser aufrichtiges Beileid, Solidarität und tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer . Wir  wünsche den Verletzten rasche Genesung.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)
Obmann
DI Birol Kilic

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29 03 2018
By: TKG 0

„Frohe Ostern“: Türkischer Imam reinigt seit 13 Jahren armenische Kirche

„In meiner Freizeit gehe ich regelmäßig in die Kirche und schau, dass es dort gepflegt ausschaut. Meine Frau und meine Kinder helfen mir auch dabei”, so Metin Halıcı, Imam (Vorbeter) der Terzili Moschee in Sarıkaya in der mittelanatolischen Provinz Yozgat. Seit 13 Jahren reinigt der islamische Geistliche eine armenische Kirche – Ein Beispiel für gelebte Toleranz und Respekt!

Yozgat (Türkei, Yeni Vatan-Neue Heimat Zeitung)-Bestimmte Armenier aus aller Welt, die bis 1960 im Stadtteil Terzili gelebt haben, kommen an bestimmten Zeiten des Jahres in ihre alte Ortschaft. Sie wollen in der historischen Kirche ihre Gebete verrichten. Dank dem islamischen Seelsorger ist das für die Christen problemlos möglich. Egal zu welcher Zeit man die Kirche besucht, man findet eine saubere Ortschaft vor um seine Religion frei zu praktizieren.

Die “uralte” Kirche wird von Menschen aus aller Welt besucht

Die fast 2.000 Jahre alte Kirche, befindet sich im Hof des Imams und wird seit 13 Jahren von ihm gereinigt und gewartet. „Als ich vor 13 Jahren in diesem Stadtteil als Imam beauftragt wurde, hat mich die Kirche mitten in meinem Hof natürlich verwundert. Mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt. Aus Respekt habe ich es für mich als eine Aufgabe gesehen, die benachbarte Glaubenseinrichtung zu säubern, “ sagte er. Die meisten Besucher sind aus Argentinien, der Türkei und den USA.

Zur Zeit der Osmanen soll es zu einer Tradition geworden sein

„Auf diesem Land hat die Toleranz und Barmherzigkeit des Osmanischen Reichs gelebt. Wir wollten, dass diese Werte hier weiterhin ihren Platz finden. Meistens wird sie von christlich-orthodoxen Personen besucht. Die früheren Imame haben diesen Auftrag auch übernommen und durchgeführt. Außerdem gehört die Gebetsstätte unserer “Nachbarreligion”. So habe ich es mit besonderer Vorsicht als eine Pflicht gesehen, diesen religiösen Ort sauber und jederzeit zum Beten bereit zu halten“, fügte er hinzu. Es ist auch zu vermerken, dass die türkischen Gastarbeiter in Wien größtenteils aus derselben Provinz stammten. So ist dieser Ort der Toleranz die zweite Heimat vieler hier lebender Türken in ganz Österreich. (yenivatan.com)

http://www.yenivatan.at/tuerkischer-imam-reinigt-seit-13-jahren-armenische-kirche/

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27 03 2018
By: TKG 0

Paris-TKG: “Es gibt kein Wort unser Mitgefühl gegen diese Unmenschlichkeit und Antisemitismus auszudrücken”

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) ist zutiefst betroffen über den abscheulichen Mord an der 85-jährigen Holocaust-Überlebenden Mireille Knoll in Ihrem Haus in Paris am Sabbat.

Wien (OTS) -Laut unseren Informationen hat sich Mireille Knoll bereits vor der Attacke über gewalttätige Drohungen gegenüber ihrem Leben bei der Pariser Polizei beschwert und Anzeige erstattet.

Der Obmann der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich dazu: „Wir, als aus der Türkei stammende ÖsterreicherInnen sind zutiefst traurig und teilen die Schmerzen der Familie Mireille Knoll, der Jüdischen Gemeinde in Frankreich und in der Welt. Es gibt kein Wort, keinen Satz um unser Mitgefühl gegen diese Unmenschlichkeit und Antisemitismus ausdrücken. Die muslimischen Menschen haben Jahrhunderte lang in der Türkei und in der Osmanischen Zeit ab dem Mittelalter, friedlich vom Balkan, über die jetzige Türkei, bis zum Nahen Osten zusammengelebt. 1492 haben die Türken aus Spanien und Portugal die Juden aus der Inquisition (Verfolgungen, Folter, Verbrennungen etc.) in den Balkan und in die Türkei aus eigenem Interesse und mit Selbstverständlichkeit gerettet. 1992 wurde in Istanbul mit allen türkischen Juden ein 500-jähriges Zusammenleben gefeiert. Da sehen wir, dass der Glaube eigentlich kein Hindernis ist, sondern der politisierte Glaube, Fanatismus, die Nahost-Konflikte und die dauernde Hetze. Wir müssen mit allen demokratischen Kräften gegen diesen Fanatismus arbeiten und unbedingt die Spreu vom Weizen trennen. Wir rufen alle Muslime und Musliminnen auf, dagegen etwas zu tun. Wir werden in Österreich in Zukunft mit mehreren Vereinen darüber reden um eine Aktion und Informationskampagne in unseren Gemeinden beginnen zu können.“

 

TKG-AUFKLÄRUNG: „DIE GESCHICHTE DER TÜRKISCHEN JUDEN“

Die Geschichte der türkischen Juden

TKG-AUFKLÄRUNG: „WAS SAGT DER QUR’AN (KORAN) ZUM JUDENTUM?“

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27 01 2018
By: TKG 0

Türkische Kulturgemeinde: 27.Januar-Erinnerung und Wachsamkeit!

Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen unter anderem auch MigratenInnen in Österreich zur Wachsamkeit mahnen.

Wien (OTS) – Heute am 27.Januar gedenken wir-Türkische Kulturgemeinde in Österreich- der Millionen Opfer des Nationalsozialismus. Wir müssen verhindern, dass „alte“ und „neue“ Formen des Antisemitismus und Rassismus alltäglicher Begleiter werden. So sei für uns das Verbrennen von israelischen Flaggen auf den Wiener Straßen nicht hinzunehmen. Egal woher wir stammen. Wir dürfen rassistischer und antisemitischer Hetze und Ausgrenzung keinen Raum geben.Ausgrenzung, Hetze und Vorurteilen müssen wir Aufklärung und Wachsamkeit der Zivilgesellschaft und des Rechtsstaates entgegenstellen. Religionen könnten besondere Akzente für den Frieden setzen – und zwar mit Besinnung auf den Kern aller Religionen zum Schutz der Menschenwürde.

Religiösen Antijudaismus, wie er von der Theologie des traditionellen und politisierten Islams, mit fundamentalistischen und aus dem historischen Zusammenhang gerissenen verfälschten Koran-Interpretationen vertreten wird, lehnen wir strikt ab. Insbesondere verurteilen wir alle unmenschlichen Hadithe späteren Datums, die Verleumdungen gegenüber der Lehre und gegenüber Propheten per se darstellen.

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21 09 2017
By: Redaktion 2 0

Türkische KULTUrgemeinde gratuliert zum jüdische Neujahrsfest

Scha­na To­va

 

Wien (OTS) – An diesem Donnerstag nach dem jüdischen Kalender das Jahr 5778 begonnen . Die Juden feiern das neue Jahr mit den zweitägigen Fest  Rosch Haschana.

Türkische KULTURgemeinde in Österreich(TKG) wünscht allen Juden in der Welt und insbesondere allen jüdischen FreundeInnen in Österreich, in Deutschland und in der Türkei ein glückliches, friedvolles, gesegnetes und ein „süßes“ neues Jahr- Schana tova.

Wir wünschen für die Welt, den nahen Osten und für Europa ein hassfreies und freundschaftliches korrektes Zusammenleben. Das wünschen wir von Herzen!

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170921_OTS0182/tuerkische-kulturgemeinde-gratuliert-zum-juedischen-neujahrsfest

Türkische KULTURgemeinde in Österreich(TKG)
Avusturya Türk KÜLTÜR Cemiyeti
Obmann
DI Birol Kilic

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14 09 2017
By: Redaktion 3 0

TKG: Islamic Banking verstößt gegen das EU Recht? 31 Thesen!

TKG erwartet EU-Vertragsverletzungsverfahren gegen mehrere Finanzinstitute und EU-Staaten. Islamic Finance bzw. Islamic Banking verstößt gegen das EU-Recht und das EU-Diskriminierungsverbot.


„Das Scharia-Recht“ und die Einführung zweier verschiedener Rechtssysteme sind in Europa verboten. Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) ist nicht gegen den „Islam“, sondern gegen Islamic „Banking“, das gerade von einer Privatbank als erste Bank in Österreich ab Februar starten soll. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat in seiner Entscheidung vom 13.2.2003 etabliert und anerkannt, dass das „Scharia Recht“ und die Diskriminierung, die sich aus dem Scharia Recht ableitet, sowie die Einführung zweier verschiedener Rechtssysteme, in Europa verboten sind.

Am 14.01.2016 wurde in mehreren Zeitungen in Österreich folgendes berichtet: „Als erste österreichische Bank (Name bekannt), wagt sie sich in das wachsende Geschäft mit „Islamic Banking“ – eine Finanz- und Anlageform, welche die Scharia, das religiöse Gesetz des Islam, als Grundlage hat. Zinsen sind beim „Islamic Banking“ verboten, wie auch Geschäfte mit Unternehmen, die in Glücksspiel, Waffen, Alkohol oder Pornografie investieren. Überwacht werden diese Regeln von einem Korangelehrten (Scharia-Board). Als Zielgruppe werden die fast 600.000 in Österreich lebenden Menschen genannt, die sich zum muslimischen Glauben bekennen. Abgesehen hat es die Bank vor allem auf die türkische und bosnische Community, die zum Teil in der Muttersprache betreut wird. Der Flüchtlingsstrom aus dem arabischen Raum dürfte zusätzliche Nachfrage nach den Produkten bringen. Vor Jahren verlief ein ähnliches Projekt der Oberbank noch im Sand.“

Hier die 31 Thesen,  und Meinung der TKG (Türkische KULTURgemeinde in Österreich), warum diese das Islamic Banking in aller Freundschaft nicht unterstützt und ihren Mitgliedern nicht empfiehlt:
Die Sach­ver­halts­dar­stel­lung:

1. Islamic Finance (Banking, Versicherung) verstößt gegen das EU-Recht in allen 28 EU-Staaten, die freie Marktwirtschaft, die WTO-Regeln, das UWG, und die nationalen Gesetze von 170 Staaten in der ganzen Welt. Was hat die Religion mit dem Bankwesen zu tun? Halal-Zertifizierungen (Konformitätsbewertungen) sind kommerzielle (wirtschaftliche) Tätigkeiten mit einem Gewerbeschein, und keine religiösen Tätigkeiten. Konformitätsbewertungen sind kein Monopol der Glaubensgemeinschaften. Durch „konservative politische islamische Gruppen“ wird aus unserer Sicht, die „Islamische Religion“ als Vehikel benutzt um allen Bereichen der EU einen steuerbaren Marktmechanismus aufzuerlegen. In Koran und Sunna gibt es kein Scharia-Board. Dieses ist vor einigen Jahrzehnten erst von den poltisierten Islam Parteien und Verbänden für die Steuerung des europäischen und weltweiten Exportes Ihrer Politik (poltisierter Glaube) von Wirtschaft und Gesellschaft „erfunden“ worden. Hier wird unter dem Vorwand der Religionsfreiheit ein steuerbarer Marktmechanismus bei Halal-Zertifizierungen (inkludiert Islamic Banking, Islamic Finance, Islamic Versicherung) aufgebaut, der gegen das EU Recht, die freie Marktwirtschaft, das Gleichbehandlungsgesetz und das Diskriminierungsverbot der EU verstößt. Die Freiheit der Religionsausübung ist in erster Linie eine Angelegenheit des Gewissens jedes Einzelnen. Aber die Sphäre des individuellen Gewissens ist grundverschieden von der des „Privatrechts“, welches die Organisation und das Funktionieren der Gesellschaft als Ganzes betrifft und wo sich der Rechtsstaat aufbaut. Hier beginnen die Probleme für uns als säkulare muslimische AustrotürkInnen. Hier wird nach unserer Meinung auch unsere Religion Islam missbraucht.

2. 96 Artikel der konsolidierten Fassung des „Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union“, gültig ab 30.3.2010 (Amtsblatt der Europäischen Union C 83/47), 15 Artikel des „Vertrages über die Europäische Union“ (C 83/13) und 16 Artikel der „Charta der Grundrechte der Europäischen Union“ (C 83/02), werden durch die Zulassung von „Halal“ und „Islamic Finance“ verletzt. Um dem EU Staatsgrundsatz der Trennung von Kirche und Staat keine Umgehungsmöglichkeit zu schaffen, forden wir im Namen der TKG (Türkische KULTURgemeinde in Östereich) in diversen Normen Entstehungsprozessen, international und national, besonders dem Thema widmend, eine Normierung dieses Themas in allen Bereichen zu unterbinden!

3. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat in seiner Entscheidung vom 13.2.2003 etabliert und anerkannt, dass das Scharia Recht und die Diskriminierung, die sich aus der Scharia ableitet, sowie die Einführung zweier verschiedener Rechtssysteme, in Europa verboten sind: „Die Einführung verschiedener Rechtssysteme kann nicht als vereinbar mit der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) betrachtet werden. Überdies würde es dem Diskriminierungsverbot des Art. 14 EMRK widersprechen. Die Scharia ist unvereinbar mit den grundlegenden Prinzipien der Demokratie, die in der Konvention festgeschrieben sind. Die Freiheit der Religionsausübung ist in erster Linie eine Angelegenheit des Gewissens jedes Einzelnen. Die Sphäre des individuellen Gewissens ist grundverschieden von der des Privatrechts, welche die Organisation und das Funktionieren der Gesellschaft als Ganzes betrifft.“
(Quellen: EGMR Entscheidung 13.2.2003, Bsw41340/98, Bsw41342/98, Bsw41343/98, Bsw41344/98)

4. Das gesamte bisherige Rechts- und Gesellschaftssystem wird ausgehebelt und das Scharia-Recht in Österreich und Europa eingeführt. Wenn es in allen europäischen Ländern „Ausnahmen und Befreiungen“ für eine Unterscheidung und Differenzierungen zwischen „Halal“ (reinen, erlaubten) und „Haram“ (unreinen, nicht erlaubten, verbotenen) EU-Produkten, EU-Unternehmungen, EU-Lebensmittel-Sektoren, die EU-Finanzdienstleistungs-Sektoren (Banken, Versicherungen, etc.), Arbeiter, Angestellte und Verbraucher in der EU gibt, würde sich eine neue rechtliche Situation in ganz Europa entwickeln, die in Widerspruch zu den bestehenden Grundsätzen der EU stehen. Die Einführung eines Islamischen Rechtssystem – (siehe letzte Entscheidungen der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) unter Saudi Arabien etc.) führt zu einer Spaltung der europäischen Gesellschaft: Zweiklassengesellschaft. Wir müssen hier in aller Freundschaft Einspruch erheben.

5. Bei Rechtsstreitigkeiten müssen die Gerichte, Verwaltungsbehörden, der Oberste Gerichtshof, der Verwaltungsgerichtshof und der Verfassungsgerichtshof auf Grundlage des Scharia-Rechtes entscheiden und zwischen „reinen“ (erlaubten) und „unreinen“ (verbotenen) Produkten, Unternehmen, Konsumenten und Arbeitnehmern unterscheiden. Die zahlreichen Anstöße aus dem arabischen Raum übersehen für die europäischen Rechtskreise nämlich ein zentrales Faktum: Fragen der technischen Normung sind vom jeweiligen Gesetzgeber ganz genau für den Standardisierungs-Vorgang zugewiesenen Regelungseinheiten definiert, die ansonsten den parlamentarischen/demokratischen Prozess zur allgemeinen Gesetzeswerdung nicht stören dürfen. Somit darf es auch nicht sein, dass mit technischer Normung Grundprinzipien des Rechtstaates umgangen werden, wie z.B. jenes Faktum, dass das Staatskirchenrecht jedenfalls eine parlamentarische Aufgabe ist und keine Angelegenheit eines technischen Standards.

Es ist daher unvertretbar, parlamentarische Kompetenzen durch Herabstufung auf technische Normen zu nivellieren und zu umgehen. Ganz generell darf das Prinzip der Trennung von Kirche und Staat auch und gerade im technischen Bereich nicht durch Hereinnahme islamischer Vorschriften verwässert werden.

Auch aus Sicht der technischen Normengestaltung ist es einfach widersinnig für ein und dieselbe Sachfrage einmal eine sogenannte säkulare Norm zu schaffen und parallel dazu eine sogenannte Islam-konforme Norm, denn es besteht die Gefahr, dass auch die Frage eines allfälligen Vorrangs einer Norm nach dem Kulturkreis und politischer Einflussnahme entschieden werden könnte. Zum letzten Punkt ist besonders anzumerken: Über die Nomenklatur, was HALAL/rein und was HARAM/unrein ist, herrscht zwischen den Glaubensrichtungen der Schiiten, der Sunniten und der Alewiten kein einheitliches Verständnis. Entscheiden sich Firmen wegen der Hoffnung auf neue Geschäftsfelder, Kundenwünschen nach religiös gestalteten Produkten entgegen zu kommen, ist das jeweils eine eigene Unternehmensentscheidung auf freiwilliger Basis –mit allen Konsequenzen, die ein solcher Entschluss mit sich bringt. Die Umstrukturierung der EU-Wirtschaft wird die Folge sein. Das Geschäftsvolumen für alle Bereiche des Lebens der EU-BürgerInnen soll bis zum Jahr 2050 für „Halal food“ (Lebensmittel, Getränke etc.) und „Islamic Finance“ (Bankwesen, Versicherungen, Finanzdienstleitungen, KFZ, Häuser, Wohnungen, etc.) beabsichtigen in jedem Jahr rund 2 Billionen Euro in ganz Europa zu erreichen. Eine solche Überlegung der Marktteilnahme rechtfertigt jedoch nicht die Schaffung allgemeiner Normen „erga omnes“(gegenüber Allen – kennzeichnet absolute Rechte, die nicht nur wie etwa vertragliche Rechte inter partes wirken, sondern gegenüber jedermann Geltung beanspruchen).

6.
  Der Hintergrund des Scharia-Rechts „Halal“ (und auch „Islamic Finance“) diskriminiert die Wirtschaft, Lebensmittel-Sektoren (Hersteller und Konsumenten), die Finanzdienstleistungen-Sektoren (Banken, Versicherungen, etc.), Produkte, Arbeiter, Angestellte und Verbraucher nicht nur in Österreich sondern in der ganzen Welt. Dies ist eine Verletzung des Gleichheitsprinzips. Die Konzeption (durch politisierten Glauben des Islam) von „Halal“ und „Haram“ wird unserer Ansicht nach der Europäischen Integrationspolitik entgegenwirken und steht in Widerspruch zu den Prinzipien der säkularen Europäischen Union.

7. Es gibt keine Trennung zwischen Staat und Religion.

8. Das Scharia-Recht ist die Grundlage des Islamic Finance Vertrages zwischen Bank und Kunde und umfasst alle Lebensbereiche und Handlungen eines Menschen.

9. Die Scharia hat keine fixierte Gesetzessammlung wie etwa österreichische Gesetzestexte im Bürgerlichen Gesetzbuch oder im Strafgesetzbuch, sondern eine Methode und Methodologie der Rechtsschöpfung. Die Scharia („Rechtsgutachten“) ist nicht der koranische Islam, sondern eine Deutung und ist daher subjektiv. Der Koran wurde bislang falsch interpretiert, sagen moderne Theologen. Der Theologe fordert eine Befreiung des Glaubens.

10. Religiöse Vorschriften und das Rechtsystem der Scharia stehen über den nationalen staatlichen Gesetzen und dem EU-Recht, was europäisches Recht verletzt.

11. Es wird zwischen „halal“ (reinen, erlaubten) und „haram“ (unreinen, verbotenen) Produkten, Unternehmen, Konsumenten und Arbeitnehmern unterschieden.

12. Unternehmen, Produkte, Konsumenten und Arbeitnehmer, die nicht „halal“ sind, werden in Österreich und in der EU diskriminiert.

13. Es werden der Gleichheitsgrundsatz, das Gleichbehandlungsgesetz, das Gleichbehandlungsgebot und das Diskriminierungsverbot der EU verletzt.

14. Aus den Entscheidungen der europäischen Gerichtshöfe geht hervor, dass die Einführung des Scharia-Rechtes und die damit verbundene Diskriminierung mit den grundlegenden Prinzipien der Demokratie, der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), der Charta der Grundrechte der Europäischen Union (GRC) und dem EU-Recht nicht vereinbar sind.

15. Die wiederholten Versuche verschiedener Banken und Versicherungen in Europa übersehen, dass Islamic Finance (Islamic Banking, Versicherung, etc.) den parlamentarischen und demokratischen Prozess zur allgemeinen Gesetzeswerdung nicht stören dürfen.

16. Somit darf es auch nicht sein, dass mit Islamic Finance die Grundprinzipien des Rechtstaates umgangen werden, wie z.B. jenes Faktum, dass das Staatskirchenrecht jedenfalls eine parlamentarische Aufgabe ist und keine Angelegenheit eines Standards einer Bank oder Versicherung. Die islamischen Staaten wollen sich aus vielen Presseberichten auf einheitliche Standards für sogenannte Halal-Produkte ink. Islamic Finance/Banking verständigen, die den Maßgaben des islamischen Religionsrechts (Scharia) entsprechen. Auch pharmazeutische Produkte und Kosmetika sollen geprüft werden. Anfang Dezember 2015 kam dazu am Sitz der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) im saudi-arabischen Dschidda ein zweitägiges Forum zusammen. Nach Angaben des staatlichen emiratischen Pressedienstes WAM sollte es dabei unter anderem um Fragen der Zertifizierung von Unternehmen sowie um Produktrichtlinien und Verfahrensweisen im internationalen Handel gehen. OIC-Generalsekretär Iyad bin Amin Madani betonte, Halal-Erzeugnisse umfassten nicht nur Nahrungsmittel, sondern etwa auch pharmazeutische Produkte, Kosmetika und Banken. Die Ergebnisse des Forums sollten als Empfehlungen kommendes Jahr dem Außenministerrat der OIC-Staaten vorgelegt werden. Das Marktvolumen von Produkten, die ausdrücklich in Einklang mit islamischen Vorschriften stehen, wird laut WAM auf 2,3 Billionen US-Dollar geschätzt (2,1 Billionen Euro). Davon entfallen 1,4 Billionen auf Nahrungsmittel und 506 Milliarden auf Kosmetik. Im Falle des internationalen Gründungsantrags der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) mit Sitz in Saudi Arabien oder „Vereinigte Arabische Emirate“ (V. A. E.) geht es nun nicht mehr alleine um Lebensmittel oder Finanzen, sondern es geht um fast alle Technologiefragen, um die Umwelt, um Textilien, chemische Produkte (Kosmetika), islamkonforme Krankenhausausstattungen, Logistik, usw.

Aus österreichischer Sicht können diese Vorhaben keinesfalls gutgeheißen werden, da ganz stark in säkulare Erzeugungs-, Bedienungs-, Verkaufs- und Servicevorschriften eingegriffen werden würde.

Halal (erlaubt, zulässig) -Zertifizierungen (siehe Spar Produkte) sind keine religiösen Praktiken, sondern wirtschaftliche Aktivitäten.

Durch „islamistische und konservative islamische Gruppen“ wird aus unserer Sicht „islamische Religion“ als Vehikel benutzt um allen Bereichen der EU einen steuerbaren Marktmechanimus aufzuerlegen.

Die Halal-Zertifizierungen (Konformatitäts-Bewertung) sind eine kommerzielle (wirtschaftliche) Art mit einem Gewerbeschein, und keine religiösen Tätigkeiten.  Schlussfolgerung: Konformitätsbewertung (Zertifizierung) ist kein Monopol der religiösen Gemeinschaften.

17. Es ist hier unvertretbar, parlamentarische Kompetenzen durch Herabstufung auf finanztechnische Standards zu nivellieren und zu umgehen. Ganz generell darf das Prinzip der Trennung von Religion und Staat auch und gerade im finanztechnischen Bereich nicht durch die Hereinnahme von Scharia Vorschriften verwässert werden.

18. Islamic Banking verstößt gegen das EU-Recht und das EU-Diskriminierungsverbot. „Das Scharia-Recht“ und die Einführung zweier verschiedener Rechtssysteme sind in Europa verboten. Die Scharia wird von Menschen beeinflusst von ihren Instikten, Komplexen, Neigungen, ihren Interessen und ihrer Voreingenommenheit. Koranische Verse und Aussagen von Propheten werden hier selbst produziert, verfälscht, manupuliert – die wenigen Richtigen vernebelt, verdunkelt oder aus dem Kontext gerissen, falsch übersetzt, falsch interpretiert oder für eigene Zwecke missbraucht und an die Öffentlichkeit unter dem Vorwand „Scharia“ bzw. „Scharia Board“ (subjektives Rechtsgutachten von Menschen) gebracht. Wir haben hier den Verdacht, dass am europäischen Finanz- und Lebensmittelmarkt durch Lobbyisten systematisch aus den Unkenntnissen, Unwissenheiten bzw. Vorurteilen der Menschen bezüglich des verstandbezogenen „koranischen Islams“  im Unterschied zu subjektiven „von Menschen gemachten Scharia bzw. Scharia Vorstand(Board)“ Parallelwelten gebildet werden. Ein Beispiel sind Halal-Lebensmittel sowie Banken und Finanzprodukte, die religiöse Muslime ansprechen sollen. Wir müssen hier zur sachlichen und kritischen Aufklärung zurückkommen und das fordert ein an Wahrheit gebundenes sachliches Wissen. Also Inhalte ohne Vernebelung der Fakten und Quellen. Wir brauchen hier aber dringend wahre Freunde ohne Hetze und auch ohne Vernebelung damit wir die Spreu vom Weizen trennen können.

19. Wenn es in allen europäischen Ländern „Ausnahmen und Befreiungen“ für Unterscheidungen und Differenzierungen zwischen „Halal (reinen, erlaubten) und „Haram“ (unreinen, verbotenen) Produkten, Unternehmungen, Lebensmittel-Sektoren, Finanzdienstleistungs-Sektoren (Banken, Versicherungen, etc.), Arbeitern, Angestellten und Verbrauchern gibt, würde sich eine neue rechtliche Situation in ganz Europa entwickeln, die in Widerspruch zu den bestehenden Grundsätzen der EU steht.

20. Die Einführung eines islamischen, finanztechnischen Rechtssystems neben dem bereits bestehenden europäischen Rechtssystem und die Unterscheidung in „halal“ und „haram“ führen zu einer Spaltung der europäischen Gesellschaft (2-Klassen Gesellschaft), was nach EU-Recht verboten ist.

21. Jedes Finanzinstitut, das diese Grundsätze nicht einhält, macht sich strafbar und schadenersatzpflichtig.

22. Beim bisherigen europäischen und weltweiten Finanzsystem nehmen die Bürger, Firmen und Behörden einen Kredit auf und sind der Besitzer ihres Eigentums. Bei Islamic Finance sind die Finanzinstitute der Besitzer des Eigentums für die Dauer der Rückzahlungsraten im Zeitraum von zwanzig oder dreißig Jahren bis zur letzten Rate. Es kommt zu einer Umverteilung des Vermögens.

23. Im Jahr 2050 werden etwa 10 Milliarden Menschen auf der Erde leben, wovon etwa 2,5 Milliarden Muslime sein werden.

24. In der Vergangenheit sind bereits zahlreiche Finanzinstitute insolvent geworden. Die Konkursmasse beinhaltet auch das Eigentum von Islamic Finance. Durch die Finanzkrise der Finanzinstitute geht bei einer Insolvenz das Vermögen in die Konkursmasse über.

25. Fast alle weltweiten Finanzinstitute haben ausländische Beteiligungen. Diese nehmen politischen, wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Einfluss auf die Länder. Durch die Umverteilung des Vermögens kommt es zu einer verstärkten Einflussnahme, was gegen das EU-Recht und den Gleichheitsgrundsatz sowie gegen die Interessen der EU verstößt.

26. Wenn EU-Kommission, EU-Parlament und EU-Staaten erkennen, dass die finanztechnische Islamisierung der europäischen Wirtschaft und des Finanzwesens eine Bedrohung der EU-Grundsätze ist, muss damit gerechnet werden, dass es EU-Vertragsverletzungsverfahren mit sehr hohen Schadenersatzbeträgen und sehr schwerwiegenden Sanktionen gegen die jeweiligen Finanzinstitute und EU-Staaten gibt.

27. Warum gibt es nicht Begriffe oder Bestimmungen mit dem Namen „Jewish Banking“ oder „Christian Banking“, aber den Begriff „Islamic Banking“? Und warum unterstützen das so gerne viele Europäer gierig mit verschiedenen sehr bedenklichen Argumenten? Welche Länder, welche politischen Parteien, Institutionen, Verbände, Medien, Finansinstitute (in Österreich und in der Welt) und welche Personen mit welchen Zwecken unterstützen Islamic Finance (Banken, Versicherungen)?

28. Warum versucht man im Islam so etwas wie Islamic Banking aufzubauen, das sogar in der Türkei von der Mehrheit der Bevölkerung (75 Mio. Einwohner) nicht angenommen wird. (ab 1980 steigend)

29. Das Wort „Riba“ im Koran darf nicht als „Zins“ verengt interpretiert werden, sondern deutet auf jede heuchlerische, underdrückerische und ausbeuterische Vermehrung des Vermögens hin.

30. Wie können also zwei türkische Banken (Vakifbank, Denizbank) auf dem freien Markt sogar mit höheren (Spar- und Kredit-) Zinsen als ihre Konkurrenz in Österreich Kunden gewinnen und Inserate auf den (teuren) ersten Seiten der Zeitschriften und Magazine in Europa täglich für solche Spareinlagen schalten?

31.  Wir möchten eines hervorheben:  Die Scharia und „Scharia Board“ etc. sind keine fixierte Gesetzessammlung (wie etwa  öster. Gesetzestexte im Bürgerlichen Gesetzbuch oder im Strafgesetzbuch), sondern eine subjektive von Menschen gemachte Methode und Methodologie der Rechtsschöpfung“. Der Begriff Scharia (Bedeutung: Weg zur Wasserquelle, deutlicher, gebahnter Weg) hat seinen Ursprung im Koran.

Erwähnt wird er dort jedoch nur an einer einzigen Stelle: Sure 45, Vers 18, wo er ursprünglich den Pfad in der Wüste bezeichnet, der zur Wasserquelle führt, woraus sich für Muslime der göttliche Ursprung der Scharia herleitet, die seine Bezüge nach dem Zeitalter der Kinder Israels nehmen. Sure 45 Vers 18: „Hierauf (das heißt nach dem Zeitalter der Kinder Israels) haben wir dich in der Angelegenheit auf einen (eigenen) Ritus festgelegt“. Das Wort „Ritus“ steht in vielen Übersetzungen für Scharia als religiöses Gesetz und hier liegt das Problem. Sollte nicht gegen diese verkehrte Logik, die hier Kunden, Institutionen, politische Parteien und Medien für ihre eigenen Zwecke missbrauchen, demokratischer Einspruch erhoben werden?

Fazit: Nach unserer Meinung sind diese „Halal“-Produktlinien (halal bedeutet übersetzt „erlaubt“) und das „Islamic Banking“ durch die Unterstützung mancher Standesvertretungen bzw. Personen nicht Formen der erwünschten kulturellen Vielfalt, sondern Anzeichen für die Schaffung einer „parallelen Welt“ oder sogar eines „parallelen Planeten“ in ganz Europa.Diese Entwicklung verfolgen wir Europäer mit türkischer Abstammung kurz „Euro-Türken“ deswegen mit Trauer, weil hier der wahre Glaube (der Islam), der im Koran schwarz auf weiß aufgezeichnet ist, gegenüber den Menschen verfälscht („Verfälschter Islam“) wiedergegeben wird. Das schafft leider Vorurteile und erschwert das Zusammenleben. Alle politisch Handelnden stehen nun in der Pflicht und in der Verantwortung, alles daran zu setzen, dass die Menschen friedlich zusammenleben können und die Religion nicht missbraucht wird.

Wir, als TKG, wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass wir als Menschheit friedlich zusammenleben müssen. Denn das Wort „Islam“ des Korans hat als Wurzel die Worte „selam“ und „silm“ und diese bedeuten „Friede“, „Glück“, „Wohlbefinden“, „Aufklärung“ und „Vertrauen“. Infolgedessen sind nach unserer Meinung alle Muslime in Österreich und in der Welt verpflichtet, durch ihre Taten und Handlungen das Wort „selam“ auch zu leben – für sich und gegenüber dem Nächsten: Friede, Glück, Wohlbefinden, Vertrauen und Aufklärung!

https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/SNME/SNME_02180/fnameorig_372300.html

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)
Obmann

Dipl.-Ing. Birol Kilic

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01 09 2017
By: Redaktion 0

Leben am Zaun –der spanischen Exklave Melilla

Als es im Anschluss an den Vertrag von 1860 zwischen den Königreichen Spanien und Marokko das heutige Stadtgebiet Melillas zu bestimmen galt, feuerte man von der über der Mittelmeerküste thronenden Altstadt aus ein gutes Dutzend Kanonenkugeln damaligen Standards nach Nord, West und Süd ab. Wo sie einschlugen, zog man die Grenze. Nur an der Stelle, wo sich seit Jahrhunderten ein muslimischer Friedhof befand, macht die halbmondförmig verlaufende Linie einen Knick. Sichtbar wurde er erst, als Spanien, Marokko und die EU ab 1998 den ersten Grenzzaun errichteten. Nach und nach hat man ihn verdreifacht,  auf bis zu sechs Meter erhöht, mit rassiermesserscharfen Klingen versehen und zu einer Hightech-Befestigungsanlage mit Nachtsichtkameras und Bewegungsmeldern im Boden aufgerüstet.

 

Von Stephanie Schuster

Melilla/Wien. Der Knick ist nun nicht mehr zu übersehen – und so wie der Grenzwall längst zum Sinnbild für die Flüchtlingskrise, für die Angst vor dem Fremden einerseits und die Hoffnung auf ein besseres Leben andererseits geworden ist, so könnte der Knick symbolisch für den Pragmatismus und die Flexibilität stehen, mit denen diese Stadt voller Gegensätze und Widersprüche ihren Alltag meistert. Für die zweierlei Maße, mit denen sie misst, für die Doppelmoral, die einem überall begegnet, oder für die Leichtigkeit, mit der unangenehme Fragen einfach ignoriert werden.

Geht man von der Plaza España in der Innenstadt die Avenida Juan Carlos I. hinauf, vorbei an endlosen, teils etwas heruntergekommenen, aber wunderschönen Jugendstilfassaden, könnte man sich einen Moment in Barcelona wähnen – und tatsächlich hat spanienweit nur die katalanische Hauptstadt mehr modernistische Bausubstanz aufzuweisen als Melilla. Es war Enrique Nieto, ein Schüler Gaudis, der sich einst aufmachte in den Norden Afrikas und die spanische Exklave architektonisch revolutionierte. Die katholische Kirche Sagrado Corazón und die Synagoge Or Zoruha tragen ebenso seine Handschrift wie die Zentralmoschee.

Alle drei Gotteshäuser können bei einem vom örtlichen Tourismusbüro organisierten Rundgang besucht werden, dazu ein hinduistischer Tempel – ein großes Wort für eine mit Sitzkissen und einigen bunten Buddhabildern dekorierte Hochparterrewohnung. Da der nächste Hindu-Priester in Málaga sitze, greife man beim Gebetsritual auf Fernseher und DVD zurück, erklärt Lachmi Ghanshandas, die Vorsteherin von Melillas hinduistischer Gemeinde, die bereits in fünfter Generation existiert, aber mit akuten Nachwuchssorgen kämpft. „Wir sind keine 100 Mitglieder mehr, die Jungen gehen eben weg.“ Auch Rabbiner Salomon Aserraf Cohen berichtet ein wenig wehmütig, dass es in der 85.000 Einwohner-Stadt heute nur noch knapp 1.000 Juden und sechs Synagogen gebe, während die hebräische Gemeinde vor rund 70 Jahren noch ein Drittel der Bevölkerung stellte.

Über die Befindlichkeiten der katholischen und muslimischen Gemeinde spricht niemand. Dabei ist offensichtlich, dass der Islam längst die vorherrschende Religion in Melilla ist, Spanier mit marokkanischen Wurzeln plus etwa 12.000 Marokkaner stellen mittlerweile gut 50 Prozent der Bevölkerung. Neun katholischen Kirchen, die selbst zur Sonntagsmesse nur mäßig gefüllt sind, stehen 16 Moscheen gegenüber, in denen es beim Gebet nach dem Fastenbrechen teils so eng wird, dass die Polizei das Gelände davor absperrt, damit die Gläubigen alle Platz finden. Die Festbeleuchtung in den Hauptstraßen der Innenstadt  verheißt während des Fastenmonats einen „Feliz Ramadan“ und das islamische Opferfest ist seit einigen Jahren sogar gesetzlicher Feiertag. Innerhalb der EU ist das nur noch in Ceuta, der anderen spanischen Exklave, der Fall.

Wenngleich Kritiker es für reines Ablenkungsmanöver von der drohenden muslimischen Übermacht halten – die Stadtoberen erwähnen bei jeder Gelegenheit die vier Kulturen der Stadt, deren friedvolles Zusammenleben Melilla so einzigartig und zu einem Beispiel für die Zukunft ganz Europas mache. “Es gibt hier nicht mehr Konflikte als an anderen, weniger heterogenen Orten, und das ist allein der Verdienst der melillenses”, sagt Abdelmalik El Barkani stolz. Er hat es 2012 als erster Muslim ins Amt des Delegierten der Madrider Zentralregierung geschafft – als Kandidat der spanischen Volkspartei PP und nicht etwa im Namen der “Koalition für Melilla”, dem politischen Sprachrohr der marokkanischstämmigen Bevölkerung, die unter anderem fordert, den Berberdialekt Tamazight zur zweiten Amtssprache zu erheben. Wer Karriere machen will, muss sich dem Establishments beugen – und dessen Sprache sprechen. “Was uns eint, ist der Mantel der spanischen Flagge“, sagt El Barkani.

Die Dramen, die sich immer wieder abspielen, wenn schwarzafrikanische Migranten zu Dutzenden den Grenzzaun zu stürmen versuchen, oder die Polizeigewalt, die dabei laut Menschenrechtsorganisationen regelmäßig zum Einsatz kommt, haben im offiziellen Diskurs nichts verloren. Auch nicht der Rassismus, der sich in den abfälligen Bemerkungen der christlichen (und aus deren Sicht echten) Spanier über die moros, die muslimischen Mitbürger, und andersrum, widerspiegelt. Und erst recht nicht die „Cañada de Hidum“, besser bekannt als “Cañada de la Muerte” (Schlucht des Todes). Das Viertel aus würfelartigen, schmucklosen Häusern, die aus der Ferne wie bunte Legosteine wirken, ist fest in muslimischer Hand und absolute No go-Area für aromis, wie die christlichen Spanier im Berberidiom heißen. In den verwinkelten Gassen trifft man auf kleine Teestuben, spielende Kinder und mit Fan-Botschaften des IS beschmierte Wände. Selbst die Polizei schaut hier nur noch gelegentlich für Drogenrazzien vorbei oder um mutmaßliche Dschihadisten zu verhaften. Die Weiße Moschee des Viertels gilt als Keimzelle islamistischen Terrors.

 

Tania Costa, Chefredakteurin der Lokalzeitung „El Faro“, spricht indes Tacheles. „Diese Stadt ist echt hart“, sagt die gebürtige Kubanerin, die seit fünf Jahren in Melilla lebt. Da sei die Enge, die manchen Bewohner dazu veranlasst, ohne Not ins Auto zu steigen und eine Runde um die Stadt zu drehen, selbst auf die Gefahr hin, in einen Stau zu geraten. „Ich dachte, die sind verrückt hier“, erzählt Costa. „Aber dann hab ich dazu einen Psychologen interviewt, der mir sagte, dass die Leute das tun, weil es entspannt und befreiend wirkt.“ Da seien die extremen sozialen Gegensätze: auf der einen Seite die Besserverdiener, die größtenteils dem aufgeblasenen Beamtenapparat angehören, der nach wie vor von den Christen dominiert wird und üppige Ortszulagen kassiert – auf der anderen Seite das Gros der Muslime. „Die haben viele Kinder, aber keine Ausbildung und keine Jobs“, sagt Costa, die mit ihrem dunklen Teint oft  selbst für eine Muslimin gehalten wird. „Dass es hier Diskriminierung gibt, kann ich bestätigen: Ich werde im Krankenhaus schlecht behandelt, bis sie meinen Namen lesen oder ich den Mund aufmache.“ Als günstige Kindermädchen hingegen seien die Marokkanerinnen sehr gefragt, ebenso als Haushälterinnen, die neben Paella und Tortilla gern auch mal Tajine mit Dattelfleisch oder Couscous auftischen dürfen. Und den morgendlichen café con leche trinkt man natürlich – es gibt ja kaum mehr Alternativen – in der Bar eines marokkanischstämmigen Mitbürgers,  wo freilich auch der feine Minztee auf der Karte steht.

Filmemacher Driss Deiback, der in Paris studiert und viele Jahre in den USA und in Berlin gelebt hat, widmete seiner Heimatstadt 2002 eine überaus kritische Doku, die die Stadtspitze anfangs sogar zensieren wollte. Heute stimmt er versöhnlichere Töne an. “Wir sind irgendwo zwischen Nebeneinanderher- und Zusammenleben.” Es gebe inzwischen über 3.000 gemischte Ehen, die hier stationierten Soldaten seien zu einem Drittel muslimisch, selbst muslimische Ärzte und Anwälte seien keine Seltenheit mehr, sagt Deiback. Richtig in Rage bringt ihn jedoch ein anderes Thema, bei dem in Melilla immer noch eigene Maßstäbe gelten: In der Stadt stehen mehrere Franco-Denkmäler herum – eines davon gerade frisch restauriert –, obwohl Spanien deren Verbannung bereits 2007 per Gesetz angeordnet hat. „Und wer denkt, die Franco-Statue im Hafen wurde versetzt, damit sie nicht mehr gar so exponiert wirkt, der irrt“, verkündet Deiback mit einem triumphierenden Lacher. Der alte Diktator sollte vielmehr vor Vandalen geschützt werden. „Er steht jetzt direkt vor der Überwachungskamera an der Hafeneinfahrt.“

Unweit der Innenstadt, im Rastro-Viertel, stapeln sich Obst- und Gemüsekisten auf dem Asphalt, auch Klamotten und Haushaltswaren breiten die Händler einfach auf dem Boden aus, während sich verschleierte Frauen mit Einkaufstrolleys und voll bepackten Tüten durchs Getümmel schieben. Kulturministerin Fadela Mohatar, ebenfalls von der PP, ebenfalls Muslimin, ist in dem Viertel aufgewachsen, heute fühlt sie sich fremd. „Die Berberfrauen haben höchstens mal ein Kopftuch getragen.“ Doch nun seien hier die strenggläubigen Strömungen des Islam auf dem Vormarsch, sagt Mohatar. Sogar junge Frauen gingen nur noch verhüllt auf die Straße. Als sie am Morgen ganz in der Nähe in kurzem Kleid im Wartezimmer eines Arztes saß, wurde sie mit missbilligenden Blicken gestraft. „Das wäre vor 20 Jahren nicht passiert, und das macht mir Sorge.“

Die Marktleute treibt anderer Kummer um. „An der Grenze ist es grade kompliziert“, sagt Hamid, der jeden Tag mit Säcken voller Gebäck aus der Nachbarprovinz Nador nach Melilla kommt. Etwa 30.000  Marokkaner haben eine Arbeitserlaubnis für die spanische Stadt: Sie liefern Fisch, verkaufen Schmuck, fahren Taxi oder putzen bei den aromi. Am wichtigsten aber sind die Transporteure, die jeden Tag tonnenweise Waren – auf dem Rücken, im klapprigen Mercedes oder Lastwagen – von Melilla nach Marokko bringen. Dass die spanischen Behörden dem irren Treiben, das sich tagtäglich am Grenzposten abspielt und freilich auch Schmugglern Tür und Tor öffnet, mit limitierten Passierzeiten Einhalt gebieten wollen, führt seit Wochen zu Protesten. Großhändler und Geschäftsleute klagen über Umsatzeinbußen. „Diese Stadt lebt von der Grenze“, sagt Metzger Mohamad. Von seinem Tresen sind es keine 20 Meter bis zum Grenzübergang – wo Europa endet und Afrika beginnt. Weil dort vor 157 eine Kanonenkugel einschlug.

 

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29 08 2017
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Die Deutsche Sprache kommt aus Anatolien

Die Wiege der indoeuropäischen Sprachen stand in der heutigen Türkei, besagt eine neue Studie. Sie steht im Widerspruch zur Theorie vieler historischer Linguisten.

Es war einmal, in grauer Vorzeit, ein kleines Volk. Wir wissen fast nichts über seine Angehörigen. Und trotzdem beeinflussen sie das Leben von etwa drei Milliarden Menschen, die heute zwischen Island und Sri Lanka siedeln. Denn sie verständigten sich in einer Sprache, aus der sich mehr als 400 indoeuropäische Sprachen entwickelten. Die Krux jedoch ist: Obwohl historische Linguisten seit etwa 200 Jahren ihre Fährte verfolgen und sorgfältig Sprachstammbäume zeichnen, ist noch unklar, wer diese Menschen waren und wo sie wohnten. Nun treten Naturwissenschaftler auf den Plan und verkünden siegesgewiss, dass ihre Methoden das vertrackte Rätsel besser lösen können. Im Fachblatt „Science“ erscheint heute eine solche Studie und wird vermutlich den Streit zwischen Sprach- und Naturwissenschaftlern erneut entzünden.

Zwei Thesen dominieren die Debatte und geben auf Wo, Wann und Warum eine unterschiedliche Antwort. Die Wiege der indoeuropäischen Sprache habe vor zirka 6000 Jahren irgendwo nördlich des Kaspischen und des Schwarzen Meeres in der russischen Steppe gestanden, behauptet die Mehrzahl der historischen Linguisten gemeinsam mit etlichen Archäologen. Ein kriegerisches Nomadenvolk der Kurgan-Kultur habe die proto-indoeuropäische Sprache auf dem Pferderücken verbreitet, im Gepäck zwei wichtige Erfindungen: das Rad und die Zähmung des Pferdes.

Die naturwissenschaftliche Konkurrenz favorisiert die friedliche Gegenthese und verortet die Urheimat der indoeuropäischen Sprachen in Anatolien. Die Bauern der Jungsteinzeit hätten allmählich ihre Felder ausgedehnt und so vor 8000 bis 9500 Jahren nicht nur den Lebensstil der Jäger und Sammler verdrängt, sondern auch deren Sprachen. Das untermauert auch die Studie, die Russel Gray und Quentin Atkinson von der Universität von Auckland in Neuseeland und ihre Kollegen nun in „Science“ veröffentlichen. (Tagesspiegel.de)

Weiter:

http://www.tagesspiegel.de/wissen/urspruenge-in-der-tuerkei-die-deutsche-sprache-kommt-aus-anatolien/7048426.html

 

KURGUN KULTUR ?(russisch курга́н = kurgán = Hügel, Hügelgrab, urspr. Türkisch)
“ Zwei Thesen dominieren die Debatte und geben auf Wo, Wann und Warum eine unterschiedliche Antwort. Die Wiege der indoeuropäischen Sprache habe vor zirka 6000 Jahren irgendwo nördlich des Kaspischen und des Schwarzen Meeres in der russischen Steppe gestanden, behauptet die Mehrzahl der historischen Linguisten gemeinsam mit etlichen Archäologen. Ein kriegerisches Nomadenvolk der KURGAN-Kultur habe die proto-indoeuropäische Sprache auf dem Pferderücken verbreitet, im Gepäck zwei wichtige Erfindungen: das Rad und die Zähmung des Pferdes.Die naturwissenschaftliche Konkurrenz favorisiert die friedliche Gegenthese und verortet die Urheimat der indoeuropäischen Sprachen in Anatolien. Die Bauern der Jungsteinzeit hätten allmählich ihre Felder ausgedehnt und so vor 8000 bis 9500 Jahren nicht nur den Lebensstil der Jäger und Sammler verdrängt, sondern auch deren Sprachen. Das untermauert auch die Studie, die Russel Gray und Quentin Atkinson von der Universität von Auckland in Neuseeland und ihre Kollegen nun in „Science“ veröffentlichen.“

KURGAN: Es gibt zwei Hauptquellen des Wortes Kurgan. Eine Erklärung wäre die Herleitung vom alttürkischen korgan ‘Zuflucht, Festung’ und mitteltürkischen kurgan ‘Festung, Festungswall, Haupt-Schrein’. Beide werden als Lautverschiebung des alttürkischen korigan betrachtet, mit der Wortwurzel korı- ‘schützen, verteidigen’ und dem alttürkischen Suffix -gan.[1] Eine andere Erklärung wäre die Herleitung vom alttürkischen Wortstamm qur-, aus dem das Wort Kurgan eine Ableitung darstellt, ursprünglich aus Urtürkisch *Kur- ‘errichten (Gebäude), gründen’. Eine klare Trennung zwischen „Kurgan“ und dem urtürkischen *Kōrɨ-kan ‘Zaun, Schutz’ ist oft schwer festzusetzen.[2

www.tagesspiegel.de/…/urspruenge-in…/7048426.html

de.wikipedia.org/wiki/Kurgan_(Grabhügel)

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29 08 2017
By: Redaktion 0

DECLARATION OF JOINT INTERNATIONAL EMERGENCY

Following an international press freedom mission to Turkey on 7 February to 2 March 2017, the undersigned participants, representing six international free expression watchdog organisations, express severe concern about media freedom and respect for human rights and warn that the country’s democracy is under threat.

The mission came in response to an ongoing purge by Turkey’s government in the wake of a failed 15 July 2016 coup attempt that traumatized the country. Hundreds of thousands have been dismissed from jobs or detained under wide-ranging emergency powers granted after the coup attempt.

This includes some 155 journalists and media workers behind bars, 125 of whom have been arrested since the coup attempt. Most were detained for alleged support of terrorists on shifting, contradictory and illogical accusations that relate to their criticism of government officials or policy.

Journalists held for months in pre-trial detention are punished without conviction, having been presented with no indictments illuminating the charges or evidence against them. Instead, they face arbitrary limits on outside contact and interference with the right to mount a legal defence.

These developments cast doubt on judicial independence and rule of law, and are compounded by the Constitutional Court’s failure to review detentions and remedy rights violations.

The mission also preceded an April 16 referendum on constitutional changes that would convert Turkey from a parliamentary to a presidential system, vastly expanding the president’s powers over all branches of government.

Mass closures of media outlets by executive decree under the state of emergency have left few remaining spaces for the expression of opinions not in line with the government’s views; voters will be forced to make crucial decisions about the political system of the country under state of emergency conditions and within a severely restricted space for public debate.

Mission delegates met with journalists and media facing unwarranted pressure; with detained journalists’ families and attorneys; and with civil society, opposition politicians and foreign diplomats. However, representatives of Turkey’s Justice Ministry and advisers to Erdoğan refused to meet with them, and the Ministry ignored delegates’ request to visit imprisoned journalists.

 

Recognizing that the free exchange of information is necessary for informed decision-making and democracy, and the referendum’s profound potential impact, the delegates stand in solidarity with journalists in Turkey and recommend that Turkey’s government:

– Release all journalists and others detained for engaging in free expression or sharing news or other public interest information and recommit to upholding international human rights norms.

– End the ongoing state of emergency, restore legal and administrative safeguards for freedom of expression and access to justice suspended since the imposition of emergency powers, and allow Turkey’s judicial system to function independently, according to law and absent political pressure.

– Cease all activity hindering or preventing journalists or others from freely discussing the merits of the proposed constitutional changes in advance of the referendum and ensure that the public enjoys full access to a broad range of information, including through fair, equitable and non-discriminatory television and radio coverage of diverse political views.

– Allow journalists to question government policy and freely investigate public interest issues without reprisal, including corruption, the “Kurdish issue”, human rights violations, armed conflict in southeast Turkey and Syria, and activity by militants such as the Islamic State group.

– Ensure that government-authorised press cards are awarded freely to all journalists, domestic and foreign, and that the decision to do so is not subject to political pressure.

– Stop using hostile rhetoric targeting journalists as “traitors” or “terrorists”, and send a clear signal to police, the judiciary and the public that attackers of journalists must be brought to justice. Similarly, ensure that foreign journalists are not singled out for intimidation or harassment.

– Reform overly-broad anti-terrorism law, in text and implementation, and clearly distinguish between individuals who actively plot, incite or engage in violence, and journalists who merely report on terrorist groups.

– Ensure that everyone in Turkey facing a criminal charge is afforded due process and all human rights guaranteed under the European Convention of Human Rights and other international agreements to which Turkey has acceded.

– Moreover, end arbitrary restrictions targeting journalists behind bars more harshly than other prisoners.

– Increase transparency, not only in terms of access to information but also officials’ willingness to speak with independent media outlets and to engage in dialogue with international observers who share the mutual goal of ensuring a stable, prosperous and democratic Turkey.

– Implement recommendations in Council of Europe Human Rights Commissioner Nils Muižnieks’ 15 February 2017 “Memorandum on freedom of expression and media freedom in Turkey”1 and in the OSCE/ODIHR Limited Election Observation Mission’s reports on parliamentary elections on 7 June 2015 and 1 November 2015.

– Heed conclusions and implement recommendations detailed in forthcoming reports by the Council of Europe’s Venice Commission on judicial independence in Turkey, on the proposed constitutional changes and on the impact emergency decree laws have had on media freedom.

 

The delegates also call on foreign governments to:

 

– Press Turkey to uphold its human rights commitments and recognize that derogations ostensibly intended to serve short-term security or economic interests risk severely weakening Turkey’s democracy and exacerbating those same challenges over the long term.

– Make use of international fora – e.g. meetings before bodies of the U.N., the Council of Europe and the OSCE – to emphasise the need for Turkey to release imprisoned journalists and to relax pressure on the media, both generally and ahead of the referendum.

– Use all available channels to continue to engage the Turkish government to that end.

 

6 March 2017

Steven M. Ellis, Director of Advocacy and Communications, International Press Institute (IPI)

Sandy Bremner, Representative, IPI UK National Committee; Managing Editor for the Northeast and Northern Isles, BBC Scotland

Georgia Nash, Programme Officer, ARTICLE 19

Anna Livion Ingvarsson, Secretary General, Swedish PEN

Sophie Busson, Advocacy Advisor, Reporters Without Borders (RSF)

Erol OnderogluTurkey Representative, Reporters Without Borders (RSF)

Otmar Lahodynsky, President, Association of European Journalists (AEJ); European Editor, Profil Michelle

Trimborn, PR and Communications Officer, European Centre for Press and Media Freedom (ECPMF)

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26 04 2017
By: Redaktion 2 0

TKG: Türkei braucht keine religiöse Verfassung!



Wir sind tief besorgt über die Aussagen des Präsidenten, des türkischen Parlaments Herr Kahraman (AK Partei), bezüglich einer Forderung einer islamischen Verfassung, für die Türkei. Die Türkei braucht dringend eine Trennung von Religion und Politik. Die Türkei hat ein Problem mit Moral und Ethik weil die Religion für politische, wirtchaftliche und soziale Ziele missbraucht wird. Religion darf nicht dafür missbraucht werden um Gewalt zu legitimieren.

 

von Birol Kilic
Obmann der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich

 

Wir sind sehr besorgt über die Aussagen des Präsidenten, des türkischen Parlaments Herr Kahraman (AK Partei), bezüglich einer Forderung einer islamischen Verfassung, für die Türkei, mit der Aussage :
Wir sind ein muslimisches Land. Als Konsequenz müssen wir eine religiöse Verfassung haben. Das Wort „Allah“ taucht in der Verfassung kein einziges Mal auf. Säkularismus, Laizismus dürfe in der neuen Verfassung keine Rolle mehr spielen.

Wir können diese Aussage nicht akzeptieren.  Religion ist Privatsache, und der Staat hat in jeder Hinsicht neutral zu sein. Die Trennung von der Kirche, die Distanz zu Religionen und die Hinwendung zum Vernunftdenken sind die wichtigsten Errungenschaften des modernen Verfassungsstaates.  Die Türkei braucht dringend eine Nicht-Mischung von Religion und Politik. Die Türkei hat Moral und Ethik Problem weil die Religion für politische, wirtchaftliche, und soziale Ziele missbraucht wird.  Eine unmoralische Gesellschaft ist eine verdorbene Gesellschaft. Religion darf nicht dafür missbraucht werden, um Gewalt zu legitimieren.

Die EU ist kein christlicher Klub und die Türkei ist auch kein muslimisches Land, sondern eine Republik mit mehrheitlich muslimischen Staatsbürgern. Von den türkischen Staatsbürgern sind 70% sunnitische Muslime, 30% alevitische Muslime, 17.000 jüdische Staatsbürger und etwa 100.000 christliche türkische Staatsbürger, die seit Jahrtausenden in der Türkei leben.

In der Verfassung der, im Grunde tief katholischen, Republik Österreich steht auch nichts bezüglich Religion, Gott oder Jesus. Das Christentum ist nicht die Staatsreligion, sondern ein persönliches Bekenntnis der Bürger. So ist es auch in der Türkei und so soll es auch bleiben.

 

Die Türkei sollte eigentlich stolz sein die einzige mehrheitlich muslimische Bevölkerung zu sein, die in der Verfassung durch den Gründer der türkischen Republik Atatürk den Laizismus in der Verfassung als unantastbaren Punkt eingebracht hat. Laizismus bedeutet nicht, wie viele annehmen, Religion und weltliche Angelegenheiten voneinander zu trennen. Laizismus heißt, die Legitimation der Herrschenden, beziehungsweise Regierenden, nicht auf Gott oder Recht zu gründen, sondern auf den Willen des Volkes. Daher halten wir es, als türkische Kulturgemeinde in Österreich, nicht für möglich, dass sich die islamischen Gesellschaften demokratisieren können, ohne eine wirklich laizistische Verfassung in einer Republik verankert zu haben. Das Problem sei nicht der Laizismus, sondern die korrekte Anwendung des Laizismus.

Die Türkei ist in der Anwendung zur Zeit hundertprozentig keine laizistische Republik. Der in der Türkei in allen Bereichen stattfindende Religionsmissbrauch und Betrug im Namen Gottes, hat zu einem ethisch moralischen Verfall geführt durch den Millionen von Menschen unglücklich sind, obwohl das in Quellen des Korans verboten ist. Das passiert, weil die Türkei gerade ein Problem mit Moral und Ethik hat. Im Kapitel Lokman 33 (Enam 112, Araf 16, 17 genauso) zum Beispiel sagt Gott den Menschen, dass Er oder Sie dich im Namen Gottes („Allah“) verführen und betrügen können. Der umgekehrte Fall ist in der Türkei gerade durch den Vertreter des politisierten Glaubens salonfähig geworden. Hier besteht gerade ein brisanter Zustand, bei dem unter dem Vorwand Religion, den Namen Gottes in die Verfassung nehmen will. Diese verführen bzw. betrügen in seinem Namen und wollen das gegen den Willen Gottes in die Verfassung betonieren. Jeder mündige Bürger sollte die Sümpfe im Nahen Osten wie mehrheitlich muslimische Länder sehen, von denen immer behauptet wird religiös zu sein und in den Mündern die Worte Gottes zu tragen, aber in den Herzen heuchlerisch, scheinheilig, despotisch und unmoralisch sind. Das kann man nur durch eine starke demokratische, säkulare Verfassung schaffen und indem man alle religiösen Aussagen aus der Verfassung nimmt und alle Religiösen und nicht Religiösen mit einem Auge sieht und diese gleichwertig, mit Würde und Respekt, behandelt. So steht es auch, wenn richtig interpretiert wird, im Koran, wo man den wahren Islam gegenüber dem verfälschten Islam unterscheiden muss.

 

Die Türkei hat ein Moral und Ethik Problem. 

Wir alle haben uns bisher immer auf die Vorgehensweise der AKP Erdogan Regierung in der Türkei aus Österreich konzentriert.

Da sind wir nicht im Unrecht. Weil alles wurde immer schlimmer und alles wird weiterhin schlimmer.

Aber es gibt sehr viele Themen, die wir besprechen, diskutieren und für die wir, mit dem Einverständnis aller, Lösungen finden müssen, weil Österreich ein Hinterland der Türkei geworden ist.

Die Probleme bezüglich Moral und Ethik  in der Türkei sind so groß, dass auch ein Regierungswechsel allein diese nicht beheben kann.

Levent Gültekin ein früherer AKP Erdogan Unterstützer kritisiert seit Monaten AKP mit folgenden Gedanken, die ich hier aus dem Türkischen sinngemäß mit euch  teilen will:

Ein AKP Erdogan Staat, dessen Institutionen, Werte, Zusammenhalt der Bevölkerung und innerer Frieden derart gespalten und verwundet sind, kann auch mit einer neuen Regierung nicht all diese Probleme lösen und diesen bisher gegangenen Weg weiterverfolgen.

Vieles wurde  in der Türkei zerstört und infolgedessen Orte, an denen überall Menschen aus der Türkei  leben (siehe Deutschland und Österreich z.B.). Daher muss man die Probleme in der Türkei an deren Wurzeln behandeln, ein System einführen, in dem die Gleichstellung aller BürgerInnen gesichert ist und das Rücksicht auf die verschiedenen Schichten und Gruppen der Gesellschaft nimmt. Wir brauchen zudem eine ehrliche Politik in der Türkei und gegenüber der Türkei.

Zu aller erst müssen wir es einsehen, dass wir nach jahrelanger AKP Regierung in der Türkei keine Moral mehr haben. Einerseits schmerzt dies, andererseits ist es seltsam. Aber leider ist es die Wahrheit. Und wir sollten wissen, dass eine unmoralische Gesellschaft, eine verdorbene Gesellschaft ist. Wenn wir nicht verdorben sein wollen, müssen wir dieses Thema an die Tagesordnung bringen.  Und wir sollten nicht vergessen, dass wir, bevor wir die unmoralischen Handlungen der anderen verurteilen, unsere eigenen Handlungen überdenken sollten.

 

Der Grund der Verwüstung

Einer der wichtigsten Punkte ist, dass die gesellschaftlichen Moralvorstellungen in der Türkei zu Grunde gingen. Aber was ist denn die Moral?

Moral wird allgemein als die Verschiedenheit der Intentionen, Entscheidungen und Handlungen in Bezug auf Gut und Böse definiert. 

Es sind sogenannte Regeln, über die sich die Mitglieder der Gesellschaft einig sind oder sein sollten.

Und dann gibt es die Ethik: Die Regeln, die zur Unterscheidung von Richtig und Falsch dienen. Im Zentrum der Ethik steht das spezifisch moralische Handeln, insbesondere hinsichtlich seiner Begründbarkeit und Reflexion.

Der wichtigste Grund für die Verwüstung der Türkei ist der, dass wir keine konsensualen Moralvorstellungen und ethische Vorschriften mehr haben. Es ist seit 1980 sukzessiv verwüstet. Weil wir diese Vorstellungen und Regeln nicht deutlich festlegen konnten, weil wir den Staat nicht nach diesen Regeln ausrichten konnten, erleben wir derzeit eine schwerwiegende Verwüstung.

Nun können wir das klarer sehen, denn der Konkurs der AKP Erdogan Regierung, die mit der Behauptung von „überlegener Moral“ an die Macht kam, ist in dem Konkurs der gesamten Türkei gemündet. Wir können uns nicht der Verantwortung entziehen indem wir sagen „Die Religiösen sind in der Regierung. Sie sind verantwortlich für alles.“

Offensichtlich haben wir nicht das geistige Niveau erreicht, dass uns gewähren würde, die Unterschiede zwischen Gut und Böse, Richtig und Falsch, Schön und Hässlich zu erkennen. Seit 2003 konnte die türkische AKP Erdogan Regierung seiner Funktionen in Hinblick auf Bildung, Anstand und Kultur nicht gerecht werden. Wir konnten keine „Menschen“ erziehen. Daher können wir auch keine Gesellschaft sein. 

Wir wurden in der Türkei zu einem verantwortungslosen, gewissenslosen, unachtsamen, besinnungslosen, vernachlässigenden und rauem Haufen, der sagt: „Die Schlange, die mich nicht angreift, soll 1000 Jahre leben.“ Dies ist ein türkisches Sprichwort. Original auf Türkisch lautet es: “Beni isirmayan yilan bin yil yaschasin”….

 

Unsere Vorstellung von Moral war ein Kontrollmechanismus, der vom Geschlecht und von der sexuellen Enthaltsamkeit ausgeht. Wir haben Züchtigkeit beziehungsweise Enthaltsamkeit mit Moral verwechselt. Wir sind so rückständig geworden, dass wir auch die Ehre als einen geschlechtsbedingten, sexuellen Begriff aufgefasst haben.

Aber das, was den Menschen vom Tier unterscheidet, ist nicht das Geschlecht, sondern die Kultur. Wir haben die Moral nicht als etwas gesehen, was uns zu disziplinierten, professionellen, ehrbaren, stolzen, gerechten, aufgeklärten Menschen macht.

Eine Gesellschaft, in der die „Wir-Ihr“ Dichotomie  wie in der Türkei so zentral ist, in der Korruption und Lügen alltäglich geworden sind, kann keine fortschrittliche sein. Denn hier ist die Bereicherung des einen nur durch die Ausbeutung oder das Niedertreten anderer möglich.

Weshalb? Weil wir keine Moral haben. Keine Prinzipien. Keine Sitten. Keinen Verstand. Kein Bewusstsein, kein Gewissen, keinen Anstand, keine Höflichkeit und keine Würde.

Nichts ist übrig, was man als moralisch bezeichnen könnte.

Aber warum führt der Konkurs der Religiösen zum Konkurs der gesamten Türkei?

Die Geschichte der türkischen Republik ist die der Konflikte zweier Gesellschaftsschichten.

Die einen behaupten, dass der Ursprung der Moral die Religion sei, oder, dass Religion und Moral dasselbe seien. Die anderen behaupten, dass Religion und Moral zwei verschiedene Sachverhalte sind und dass der Ursprung der Moral nicht in der Religion liege.

Dieser Gegensatz hat unsere Bildung, Wirtschaft, Filmindustrie, Medien, Architektur etc. geprägt. Dieser Streitpunkt hat ebenfalls verhindert, dass ethische Vorschriften geltend wurden, an die sich alle halten würden.

Die Religiösen waren sich sicher, dass Religion den Menschen zu einem moralischen Wesen macht.

Die Anderen begnügten sich damit, diese These der Religiösen zu negieren. Sie haben also keine Vorschläge gemacht, was Moral sein soll, wenn sie nicht dasselbe wie Religion ist und wenn sie nicht in dieser gründet. Sie haben nicht erklärt, was Moral denn sei, wie man sie definiert, wie man Moralvorstellungen oder ethische Regeln etablieren kann, an die sich alle halten. Sie haben keine Moralvorstellungen vorgeschlagen, die alle Mitglieder der Gesellschaft akzeptieren würden.

Die letzte Periode zeigte uns, dass Religiosität und Moral verschiedene Sachverhalte sind. Aber von der Moral ist hier leider nichts mehr übrig geblieben.

 

Ein folgenschwerer Fehler

Zuallererst müssen wir es einsehen, dass wir keine Moral haben. Einerseits schmerzt dies, andererseits ist es seltsam. Aber leider ist es die Wahrheit.

Wir werden unsere Moralvorstellungen im positiven Sinne nicht ändern können, solange wir uns selbst als Volk als „hochragend, unerreichbar, heldenhaft, einzigartig, sauber und im Recht“ betrachten.

Nun haben wir ein großes Problem: Wie wollen wir unsere gesellschaftlichen Moralvorstellungen gestalten? Welchen Weg müssen wir einschlagen, sodass Sunniten, Aleviten, Kemalisten, Islamisten, Armenier und alle weiteren Gruppierungen unter „Ethik“ dasselbe verstehen? Muss zuerst der Staat sein Ethikverständnis ändern, oder die Gesellschaft?

Meine persönliche Einschätzung ist, dass beide durch gegenseitige Unterstützung Fortschritte erzielen sollten. Aber was schlage ich vor?

Wir müssen diese Themen, also Ethik und Moral an die Tagesordnung bringen. Experten müssen über dies sprechen und diskutieren. Wir werden über unsere Grundsätze und Maxime diskutieren.

Soll ich Ihnen etwas Interessantes verraten? Im Westen werden viele Werke über Ethik publiziert.

 

Über Ethik im Journalismus, in der Staatsverwaltung, in den Wissenschaften, in den künstlerischen Tätigkeiten, im Sport und weitere unterschiedliche ethische Problemstellungen und deren Lösungen… Wir müssen einsehen, dass der Westen Tag und Nacht diese Themen diskutiert und seine Ethikvorschriften aktualisiert. Für neue Situationen, die Lösungen bedürfen, werden Lösungsvorschläge gemacht.

Und bei uns? Wir verwenden den Begriff von „Moral“ schwammig und unbestimmt.

Wir müssen diesen schwerwiegenden Fehler wieder loswerden.  

Ethische Vorschriften und Regelungen müssen verfasst, systematisch und schematisch geregelt werden.

Jeder der ethische Vorschriften vernachlässigt, fällt der Gesellschaft zur Last. Diese Menschen sind also parasitär, im Unrecht, schuldig oder krank.

Alle unsere Probleme, sogar bezüglich des Verkehrs, hängen mit unseren gesellschaftlichen Moralvorstellungen zusammen. Die ungerechte Verteilung des Wohlstandes, der Verfall des Bildungssystems, der Religionszwang, die nicht funktionierende Justiz, die parteiische Berichterstattung der Medien… All dies hängt mit unseren Moralvorstellungen zusammen.

 

Wenn es keine Moral gibt…

Kurz vor den Wahlen erwarteten wir verstärkt gefestigte Moralvorstellungen. Bei den Parteien, bei deren Spitzenkandidaten und deren Kadern erwarten wir uns Sensibilität im Hinblick auf die Moral und Ethik.

Wenn es keine Moral gibt, wird ein Regierungswechsel auch nicht ausreichen.

Wir brauchen einen Staat und Regierungen, der seine Bürger nicht dazu drängt rechtswidrig zu handeln und Straftaten zu begehen, falsch oder gekünstelt zu sein, sondern einen Staat, der von seinen Bürgern erwartet, im Sinne der gesetzlichen und verfassungsrechtlichen Vorschriften zu handeln.

 

Eine unmoralische Gesellschaft ist eine verdorbene Gesellschaft

Das Versagen jener, die behaupteten, dass Religion alle Probleme lösen würde, hat eine positive Konsequenz. Nun können wir neue moralische und ethische Werte etablieren, die alle Menschen und Gruppen in unserer Gesellschaft umfassen. Denn, wenn wir keine ethischen Vorschriften in Bezug auf die Staatsverwaltung haben, führt dies auch zu Gesetzlosigkeit, Falschheit und Schlechtheit der Gesellschaft. Der Staat verdirbt die Gesellschaft und im Umkehrschluss verdirbt die Gesellschaft den Staat. Das, was wir heute erleben, ist genau dies.

Wir müssen zwei Themen in der Türkei, also Ethik und Moral an die Tagesordnung bringen. Experten müssen über dies sprechen und diskutieren. Wir müssen über unsere Grundsätze und Maxime diskutieren.

 

Offene Kritik muss in Österreich möglich sein

Morallosigkeit hat Österreich erreicht und es ist dadurch salonfähig geworden.

Wir haben ein großes Problem in Österreich, nämlich, dass die konservativen Muslime hier einen sehr verantwortungslosen Weg eingeschlagen haben, wenn sie durch Vernebelung, Verdunkelung und durch dauerndes Beleidigtsein die Wahrheit nicht sehen wollen und nicht bereit sind, eine offene Kritik über ihre dramatische Lage auszudiskutieren.

Eine Lage, die nicht nur für die muslimische Welt ein Problem geworden ist, sondern für die Menschheit insgesamt. Offenbar fühlen sich die konservativen Muslime so sicher, dass sie jede Kritik getrost übergehen können.

Wir möchten eines hervorheben: Das Problem ist nicht der Koran und der darin enthaltene Islam oder der wahre Mohammed, sondern diejenigen konservativen Muslime, die diesen Glauben manipuliert und verfälscht haben und somit zur Schande der Menschheit geworden sind.

Auch die konservativen Moslems, die gerade als Funktionäre dubioser Vereine quasi alle Moslems in Österreich zu vertreten vorgeben und auf der anderen Seite, unter dem Vorwand „Dialog“, das Unwissen und die Vorurteile vieler Medien, Wähler und Politiker ausnützen, mögen sich hier angesprochen fühlen!

Eine echte Aufklärung findet nicht statt und bei der geringsten Kritik spielt man die beleidigte Leberwurst und attackiert den Gesprächspartner, schreibt ihnen böse E-Mails oder überhäuft sie mit Klagen. Zudem wird mit dubiosen Gruppen kooperiert, um die kritischen säkularen Moslems als „nicht echte Moslems“ darzustellen.

 

Die Regierungsparteien der westlichen Länder haben leider genau jene Personen und Gruppen („politischer Islam“) salonfähig gemacht, die ihre Kultur und Ideologie eben aus diesem „verfälschten Islam“ beziehen. Es wird medial alles verdunkelt und vernebelt, damit niemand mehr die Unterschiede zwischen „Glauben“ und „politischem Glauben“ erkennen kann.

 Es wird pauschal gegen einen „Glauben“ geschimpft und die Retter sind dann die Brandstifter, die sich bis jetzt schön verpackt als Feuerlöscher verkauft haben. Überall sieht man sie als „Retter“ oder „Brückenbauer“. Das Fernsehen und die Zeitungen sind voll von „Islam- und Terrorexperten“ oder „Gewalt-Experten“ und niemand kritisiert diese Leute und fragt sie, wie sie es schaffen, Islam und Terror gleichsetzen zu können! Weil sich die Journalisten auch nicht mehr auskennen. Wie auch, bei der Flut von Falschinformationen, die den Medienmarkt überschwemmen! Um sich zu informieren, braucht man vor allem Zeit und einen breiten Horizont. Beides ist Mangelware in einer linksliberalen Medienbranche.

 So wird es gemacht und diese konservativen Funktionäre klären nicht auf, sondern leben davon und das in einer unheiligen „Win-Win-Situation“. Um was für ein Dilemma handelt es sich bei eben diesen teuflischen Pseudo-Brückenbauern, die eigentlich seit Jahren alle Brücken in Österreich zerschlagen haben? Es ist eine teuflische, unheilige Allianz!

Die Türkei braucht dringend eine Nicht-Mischung von Religion und Politik.   Die Türkei hat ein Moral und Ethik Problem. Eine unmoralische Gesellschaft ist eine verdorbene Gesellschaft…

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05 03 2017
By: Redaktion 2 0

Faktum-Gesetzt-Türkei: Wahlpropagandaverbot im Ausland

Wahlpropagandaverbot im Ausland geht auf eine Gesetzesänderung der AK Partei zurück! Nach dieser Gesetzesänderung heißt es im letzten Artikel (94/A), “Im Ausland und in den ausländischen Vertretungen darf man keine Wahlpropaganda machen.”

 

2008, in der Regierungszeit von AK Partei, wurde das Gesetz mit der Nummer 298 über Wahlen im Ausland neu geregelt.

 

Die Gesetzesänderung wurde von AK Partei gemacht, in der Zeit, in der der jetzige Bundespräsident Erdogan noch Regierungschef war und sie ist auch in deren Regierungszeit in Kraft getreten. Es reicht das vorhandene Wahlgesetz in der Türkei anzuwenden. Die Abgeordneten verletzen mit der Wahlkampfpropaganda im Ausland ihre eigenen beschlossen Gesetze. Daran erkennt man, wie blank die Nerven liegen.

 

Nach dieser Gesetzesänderung heißt es im letzten Artikel (94/A),  “Im Ausland  und in den ausländischen Vertretungen darf man keine Wahlpropaganda machen.”

 

Entschluss des hohen Wahlausschusses in der Türkei

 

„Yurtdisi Secim Kurulu“  kurz YSK, (“Der hohe Wahlausschuss”, d.h. Die höchste Wahlbehörde in der Türkei) hat bezüglich des Referendums am 16.April ein Entschluss erlassen und der lautet so:

 

-Im Ausland an öffentlichen Plätzen und an den Zollgrenzen darf man keine mündliche Propaganda machen (298/94/A-son, 94/E 6)

 

-Im Ausland und in den geschlossenen Räumen an den Zollgrenzen darf keine Propaganda gemacht werden.

 

-In den ausländischen Printmedien darf man mit Hilfe der Anzeigen und den Werbungen keine schriftliche oder visuelle Propaganda machen.

 

-Im Ausland und an den Zollgrenzen darf man keine öffentlichen Umfragen gestalten. Veröffentlichungen über eventuelle Ergebnisse eines Referendums und/oder ein Minirefarandum ist verboten.  (298/94/A-son, 94/E-6)

 

-Im Ausland und an den Zollgrenzen darf man nicht Propaganda über Lautsprecher machen.  (298/94/A-son, 94/E-6)

 

-Im Ausland und an den Zollgrenzen darf man keine Publikationen und Materialen mit der Absicht der Propaganda verteilen. (298/94/A-son, 94/E-6)

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich 

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26 01 2017
By: Redaktion 2 0

Nusret Gökçe ist der heißeste Metzger der Welt

Noch etwas Salz gefällig? Kein Problem für Metzger und Restaurantbesitzer Nusret Gökçe, der zur Zeit das Web mit seinen – nennen wir es einmal besonders würzigen – Moves begeistert!

 

 

Dabei wird nicht nur die Zubereitung von Fleisch, sondern besonders das Würzen dessen mit Salz so gefeiert, dass sich der Türke bereits über mehr als 1,4 Millionen Instagram-Follower freuen darf!

 

Wenn Nusret Gökçe Fleisch zubereitet, kommt dies eher einem Erlebnis gleich. Denn der türkische Metzger weiß nicht nur sich dabei mit Sonnenbrille, stahlharten Oberarmmuskeln und discotauglichen Outfits in Szene zu setzen, das Würzen und Schneiden von Steak, Rippchen und Co. wirkt wie eine perfekt einstudierte Choreo. Von seinen Fans wird er inszwischen liebevoll #SaltBae genannt, denn niemand zuvor hat jemals mit einer solch erotischen Hingabe Fleisch gesalzen wie er…

 

Vom Metzger zum Kult-Koch

 

Was für die meisten Köche tagtägliches Würzen mit einer Prise Meersalz ist, ist für Nusret eine Passion und das weiß er gekonnt in Szene zu setzen. Sein Move des Salzens ist inzwischen im Netz ein absoluter Trend und wird unter dem Hashtag #SaltBae immer weiter verbreitet.

Auch internationale Stars wie Torhüter Manuel Neuer sind bereits auf den Geschmack gekommen und haben den Kult-Koch in seinem Restaurant besucht.

 

2glory.de/metzger-nusret-goekce/9898

 

kurier.at/leben/niemand-salzt-fleisch-so-hingebungsvoll-wie-salt-bae/242.599.242

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11 01 2017
By: Redaktion 2 0

TKG begrüßt das EGMR-Urteil zum Schwimmunterricht

Integration statt Separation ist der richtige Slogan für ein gutes Zusammenleben

 

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) begrüßt das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrecht (EGMR )zum gemischten Schwimmunterricht für junge muslimische Mädchen als Sieg des Rechts und der Weisheit.

 

Das Interesse an der Integration der beiden Kinder und damit am Besuch sämtlicher schulischer Fächer sei höher zu gewichten, als die privaten Interessen der Eltern, die eine Dispens aus religiösen Gründen gewünscht hatten, heisst es im Urteil.

 

Die Strassburger Richter setzen damit einen Schlusspunkt unter einen jahrelangen Rechtsstreit. A.O (41) hat den Schweizer Pass – sollte also in der Schweiz integriert sein und die hiesige Rechtsordnung akzeptieren.

 

Das Bundesgericht in der Schweiz begründete seine Praxisänderung mit den wachsenden Forderungen nach Integration.

 

Dazu gehöre auch, die Teilnahme an den Unterrichtsfächern inklusive Sportunterricht durchzusetzen – zumal Schwimmen eine wichtige Fähigkeit sei. Dieser Praxis ist das Bundesgericht in der Schweiz bis heute treu geblieben.

 

Weder im Koran noch in den Überlieferungen Mohammeds(Hadith) gebe es einen klaren Hinweis darauf, der einen gemeinsamen Unterricht verbiete. TKG bezeichnet die Kleidervorschriften und die strikte Trennung der Geschlechter als historisches Produkt der männlichen patriarchalischen Herrschaft. Theologisch (Koranische Islam) lasse sich dies nicht begründen. Der Islam veränderte die Gesellschaft und die Ansicht von den Frauen radikal vor 1400 Jahren, obwohl das Patriarchat im Arabien des siebten Jahrhunderts tief verwurzelt war. Der Koran spricht vor 1400 Jahren Frauen ausdrückliche Rechte zu: auf Erbschaft, unabhängiges Eigentum, Scheidung und das Recht, vor Gericht als Zeugin auszusagen . Er verbietet vor 1400 Jahren willkürliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen und wendet sich gegen Zwang in der Ehe und in Gemeinschaftsangelegenheiten.

 

Integration statt Separation ist das richtige Slogan für ein gutes Zusammenleben aller Menschen und die Schule muss ein Ort der Bildung und der Integration sein. Dazu zähle auch der Schwimm- und Sportunterricht der teil des gesellschaftlichen Lebens in Europa ist.

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08 01 2017
By: Redaktion 2 0

TKG verurteilt LKW-Terroranschlag in Jerusalem als widerlich und tragisch

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) schreibt in seiner Aussendung wie folgt: „Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten bei den Opern und den Angehörigen derer, die bei dieser Tragödie ihr Leben in Jerusalem verloren haben.“

 

Am Sonntag lenkte ein 28-jähriger Terörist einen Lastwagen in eine Gruppe von Soldaten in Jerusalem. Dabei kamen mindestens vier Menschen ums Leben, 17 weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Der Attentäter wurde erschossen.

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01 01 2017
By: Redaktion 2 0

“Lanet olsun bu terörü yapanlara, destekleyenlere ve sevinenlere!“

Yeni yılın ilk saatlerinde İstanbul-Ortaköy’de, bir mekanda yeni yıl münasebetiyle toplanan insanların kurşunlara hedef edilerek öldürülmeleri ve yaralanmaları sadece Türkiye’de değil yurtdışında yaşayan aziz vatanlarına karşılıksız gönülden seven ve en iyisini dileyen milyonlarca insanı derinden üzmüş ve sarsmıştır. Avusturya Türk KÜLTÜR Cemiyetinin konu ile alakalı açıklaması şöyle.

 

Bu katliamı yapanların indirilmiş din olan İslam’ın üyeleri olan müslümanların yapmış olması acıları azaltmamakta. Tam tersine arttırmaktadır.

 

Bu elim hadise nedeniyle Avusturya Türk KÜLTÜR Cemiyeti ve üyeleri adına Türkiye’nin ve kurbanların yakınlarının acılarını gönülden paylaşır, canlarını kaybedenlere Yüce Allah’tan rahmet, yaralılara acil şifalar dileriz.

 

‚Irkı, inancı, mezhebi, dili, rengi ve  geldiği ülke ne olursa olsun,  indirilmiş dinin sahibi Allah katında bir masumun katledilmesi, alemin katledilmesidir. Katil ya da katiller savunmasız, masum insanları hedef almış, alemleri katletmiş, yaralamıştır.‘ denir. Doğrudur.  Lanet olsun bu teröristlere, destekleyenlere ve sevinenlere.

 

Sözde Kur’an’dan bahseden ama özünde uydurulmuş şirkin dibi olan bu İslam dairesinde hareket eden dinin mensuplarına, teröristlere ve bu terörün arkasında buluna tüm kişi, kurum, kuruluş ve devletlere lanet olsun.

 

Türkiye’de yıllardır nefret körükleyen, sen ben ayrımını devamlı gündemde tutan, laik anti laik, Türk Kürt diye insanları birbirine düşüren siyasiler, bürokratlar, medya temsilcileri ve  din adamı diye geçinip sözde İdris ama özünde yıllardır İblislik yapan Allah’n,  ‚Aman o yaman aldatıcı seni Allah diye kandırmasın‘ diye özellikle Lokman Süresi 33. ayetinde ve Ankebut Süresinin genellinde uyardığı  ‚Şeytan-ı Evliyalar‘ artık defolun….

 

Kindar bir nesil istemiyoruz. Dinimizin siyallaşmasını, suistimal edilmesini, sömürüsünü ve  özellikle din bezirganlığı yapılmasını istemiyoruz.

 

Resmen ve alenen dış güçlerin Irak ve Suriye’de yol açtığı ter savaşını bağıra bağıra Türkiye içine taşıyarak ülkeyi adeta şiddet teolojinin bataklığı  terör üzerinden siyasi, manevi ve manevi olarak nemalanıp sonradan sahtekarca göz yaşı döken İblislerin askerleri defolun….

 

Bu terörü anlamsızlaştırmanın tek çaresi katiller ve zihniyetleri karşısında kinleri toprağa akıtıp masumiyetin genel geçer çatısı altında birleşmektir.

 

Bu şiddet teolojisinin terörist evlatlarına ve bunu destekleyen iç ve dış güçlere hayır demeye davet ediyoruz. Hedef terörü kurumsallaştırıp bu teröre insanları alıştırmak ve akabetinde tepkisiz hale getirip kendi demokrasi dışı, cumhuriyet düşmanı, medeni dünyada kazanılmış değerleri yok eden sistemi oturmak isteyenlere hayır diyelim.

 

Avusturya Türk Kültür Cemiyeti

Başkan

Birol Kılıç

www.turkischegemeinde.at

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23 12 2016
By: Redaktion 2 0

TKG: „Frohe Weihnachten und gutes neues Jahr!“

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) wünscht allen Freunden und ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest und ein friedvolles Neues Jahr 2016!

 

Wir alle sind Menschen mit Heimat und Gesinnung und nicht bloß Namen oder Nummern auf einem Ausweis! Deswegen bedankt sich die Türkische KULTURgemeinde im Besonderen bei denen, die die Schutzsuchenden betreut und unterstützt haben. Dass die Sicherheit dabei nicht außer Acht gelassen werden darf, halten wir für selbstverständlich. Auch im neuen Jahr wollen wir das Gemeinsame vor das Trennende stellen, nicht nur in religiösen, sondern auch in politischen und alltäglichen Angelegenheiten und Fragestellungen. In diesem Sinne streckt die unabhängige Türkische KULTURgemeinde wie bisher als verlässlicher Partner im gesellschaftspolitischen Diskurs Österreichs die Hände aus.

Weihnachten ist ein Fest, welches von Gläubigen, weniger religiösen und nicht religiösen Menschen gleichermaßen als Kulturgut gefeiert wird. Kaum jemand kann sich den Festlichkeiten im intimen Familienkreis oder bei Freunden entziehen. Auch zehntausende  Menschen aus der Türkei in Österreich. Wir freuen uns genauso. Weil die besinnliche Stimmung viele Menschen aus der Türkei, die Ihre „Neue Heimat“ als Österreich sehen, auch sehr berührt.

Millionen von Christen werden in diesen Tagen die Freude haben, die Geburt Jesus Christi zu Hause und bei der Christmette  zu feiern. Nach Ihrem Glauben  tragen Sie, „ die christliche Weihnachtsbotschaft von der Menschwerdung Gottes, der zu den Menschen hinabgestiegen ist, in die Welt, die von Leid und Elend erschüttert ist.“  Auch bei den Muslimen steht Jesus Christus als einer der drei wichtigsten Propheten in hohem Ansehen, Liebe und Respekt. Isa, Sohn der Maria (Īsā ibn Maryam ). „Und wir haben Jesus, dem Sohn der Maria, die klaren Beweise gegeben und ihn mit dem heiligen Geist gestärkt.“ (Sure 2, Vers 87)

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie im Namen unseres Vorstandes gesegnete Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2016! Möge es Glück und Frieden bringen, den sich die Welt so sehr erhofft!

Wir bedanken uns herzlich für die freundliche, konstruktive und zielführende gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr, und freuen uns auf weiterhin gute Kooperationen in der Zukunft. Frohe Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches Jahr!

 

Türkische Kulturgemeinde in Österreich
Dipl.-Ing. Birol Kilic
Obmann

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23 12 2016
By: Redaktion 2 0

TKG: „Frohe Weihnachten und gutes neues Jahr“

 

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) wünscht allen ein frohes Weihnachtsfest und ein friedvolles Neues Jahr 2017!

 

Wien (OTS) – Wir alle sind Menschen mit Heimat und Gesinnung und nicht bloß Namen oder Nummern auf einem Ausweis! Weihnachten ist ein Fest, welches von Gläubigen, weniger religiösen und nicht religiösen Menschen gleichermaßen als Kulturgut gefeiert wird. Kaum jemand kann sich den Festlichkeiten im intimen Familienkreis oder bei Freunden entziehen. Auch zehntausende Menschen aus der Türkei in Österreich. Wir freuen uns genauso. Weil die besinnliche Stimmung viele Menschen aus der Türkei die Ihre „Neue Heimat“ als Österreich sehen auch sehr berührt und Freude bereitet.

 

Säkularer, verfassungspatriotischer Partner

In diesem Sinne streckt die unabhängige Türkische KULTURgemeinde wie bisher als verlässlicher säkularer, verfassungspatriotischer Partner, der für Demokratie, Frauenrechte, Pressefreiheit und freie Meinungsäußerung und gegen Religionsmissbrauch in Österreich und in der Welt eintritt im gesellschaftspolitischen Diskurs Österreichs die Hände aus.

 

Trotzdem: Gemeinsame vor das Trennende stellen

Auch im neuen Jahr wollen wir das Gemeinsame vor das Trennende stellen, nicht nur in religiösen, sondern auch in politischen und alltäglichen Angelegenheiten und Fragestellungen weil die Werte Europas glauben wir sind stärker als Hass und Gewalt.

 

Wir leiden mit Ihnen

Unsere Gedanken ist in Berlin: Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten bei den Opfern und den Angehörigen derer, die bei dieser Tragödie ihr Leben verloren. Wir teilen Ihren Schmerz, wir fühlen und leiden mit Ihnen.

 

Nicht gewöhnen

Der IS-Terror hat mehrere Väter und Mütter, und man sollte hier diesen abscheulichen IS-Terror richtig diagnostizieren und die Bevölkerung unter dem Vorwand „Aufklärung“ nicht manipulieren bzw. die Wahrheit im Schatten lassen und uns nicht unserer besseren Traditionen entledigen: nämlich der Vernunft, der Aufrechterhaltung des ethischen Prinzips und der Suche nach unabhängigen Beweisen in Zeiten von Konflikten. Die Sümpfe, die seit Jahren für den IS-Terror vorbereitet wurden, verfolgen das Ziel, mit diesen pseudo-islamischen Terrormilizen die Infrastruktur und das Zusammenleben der Menschen zu zerstören. Hier darf man nicht falsch, eindimensional pauschalisieren, und wir müssen uns folgende Frage stellen und Antworten finden, bevor es zu spät ist: Wer dirigiert und finanziert die IS-Terroristen in der Welt? Nein wir werden an den Terror und Bedrohung als Teil des Lebens nicht gewöhnen.

 

Frohe Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches Jahr!
Möge es Glück und Frieden bringen, den sich die Welt so sehr erhofft.

 

Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG) 

Dr. Melissa Günes
Generalsekretärin

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20161223_OTS0063/tkg-frohe-weihnachten-und-gutes-neues-jahr

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21 12 2016
By: Redaktion 2 0

TKG: „In Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen“

Ein Lastwagen ist in Berlin in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gefahren. Es wurden zwölf Menschen getötet, 48 verletzt. Der Beifahrer wurde offenbar erschossen. Eine Flüchtlingsunterkunft wurde durchsucht. Der Verdächtige soll ein 23-jähriger Pakistaner sein. Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) schreibt in seiner Aussendung wie folgt: „Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten bei den Opern und den Angehörigen derer, die bei dieser Tragödie ihr Leben verloren“

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20 12 2016
By: Redaktion 2 0

TKG drückt sein herzliches Beileid aus

 

Wien (OTS) – Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich(TKG) drückt hiermit den Angehörigen des Botschafters in Ankara, der russischen Regierung und dem russischen Volk, sowie dem russischen Botschafter in Österreich herzliches Beileid aus.

 

Der Botschafter wollte in der Bildergalerie in Ankara mit dem Namen „Zentrum der zivilisierten Kunstzentrale“ eine Vernissage der Fotoausstellung „Russland in türkischem Auge“ eröffnen.

Dass ein fundamentalistischer und radikalisierter Polizist in der Türkei den Botschafter hinterrücks ermordet, zeigt wie hinterhältig und feige diese Menschen sind, egal welcher Nation sie angehören. Millionen Menschen in der Türkei und auch im Ausland finden diesen unzivilisierten, verräterischen und perfiden Mord inakzeptabel und unentschuldbar.

 

 

Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG) 

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19 11 2016
By: Redaktion 2 0

Der Koran entlarvt den „Islamischen Staat“ als antiislamisch

 

Terror-Chef Al-Bagdadi hat Muslime aller Welt zu den Waffen gerufen. Nicht nur der gesunde Menschenverstand hält davon ab, ihm zu folgen, sondern auch islamische Ein Kommentar von Tahir Chaudhry

 

Der selbst ernannte Kalif des „Islamischen Staates“ hat Muslime aus aller Welt erneut  aufgefordert, seinen Terror-Feldzug zu unterstützen. „Es gibt keine Entschuldigung für Muslime, nicht dem Islamischen Staat beizutreten“, betonte der IS-Chef Al-Bagdadi nun in einer Audio-Botschaft. Die meisten Muslime werden diesen Appell natürlich weit von sich weisen. Aus gesundem Menschenverstand, aber auch, weil hier Terroristen das Label „Muslim“ missbrauchen – in völliger Verkennung der islamischen Frühgeschichte und der religiösen Prinzipien des Islam.

Islamisten ziehen sich aus 6.000 Versen sechs heraus, um ihre menschenverachtende Ideologie zu rechtfertigen. Sie behaupten zu wissen, was der „wahre“ Islam sei. Die westlichen Islamkritiker sind bereit, diese Interpretation der Extremisten zu akzeptieren, um ein Terrorpotenzial in seinen Quellen ausmachen zu können. Warum aber kommen sie nicht auf den Gedanken, dass nicht eine bestimmte Lesart des Koran zur Gewalt führen muss – sondern die Lust an der Gewalt zur entsprechenden Lesart?

Der Koran ist kein Nachschlagewerk, wie viele Menschen im Westen – und auch viele ungebildete Muslime – glauben. Es ist ein Buch, das als Gesamtwerk im historischen und textuellen Kontext verstanden werden muss.

 

Muslime müssen Verteidiger der Glaubensfreiheit sein

Der Islam ist deshalb längst keine pazifistische Religion. Es gibt Koranverse, die Gewalt rechtfertigen. Immerhin entstand der Islam in kriegerischen Zeiten, indem Muslime ständig fürchten mussten, ausgerottet zu werden. Für die Mekkaner des 7. Jahrhunderts galt die Botschaft des Propheten Mohammed als Blasphemie. Außerdem sahen sie ihr Geschäft und ihre Macht gefährdet. Sie verspotteten, verfolgten und töteten die frühen Muslime. Erst nach 13 Jahren, als die Muslime aus Mekka auswanderten und trotzdem weiter verfolgt wurden, verkündete der Prophet, dass es erlaubt sei, zu den Waffen zu greifen. Unmittelbar danach begrenzte er diese Erlaubnis zum Kampf: „Und wenn sie sich dem Frieden zuneigen, dann neige (auch du) dich ihm zu (und lass vom Kampf ab)!“ (8:61).

Im Koran heißt es explizit, dass nur diejenigen sich verteidigen dürfen, denen „Unrecht geschehen ist“ und die „unberechtigterweise aus ihren Wohnungen vertrieben worden sind, nur weil sie sagen: Unser Herr ist Allah!“.  Im nächsten Vers wird erklärt, dass wenn Muslime sich weiterhin zurückhalten würden, „Klöster, Kirchen, Synagogen und (andere) Kultstätten zerstört würden, in denen der Name Allahs unablässig erwähnt wird.“ (22:40). Vor diesem Hintergrund ist die blinde Zerstörungswut des IS, die sich gegen die Heiligen Stätten aller Andersgläubigen und auch ihrer Glaubensbrüder richtet, Verrat an ihrer eigenen Religion.

 

Für den Krieg gibt es Regeln und Grenzen

Der erste Kalif des Islam, Abu Bakr, mit dessen Namen sich der Terror-Chef des IS nun schmückt, führte zwar tatsächlich mehrere Kriege. Vor dem ersten Marsch verbot er den Kämpfern jedoch, Menschen zu betrügen und auszubeuten. Er forderte: „Verstümmelt keine Leichen, tötet keine Kinder, keine alten Männer und keine Frauen!“ (at-Tabarī). Sie durften keine Bäume fällen, Tiere töten, Andersgläubige beim Gebet stören oder Kirchen und Tempel zerstören. Diese Regeln kennt die gesamte islamische Orthodoxie. Der IS-Terror kennt sie nicht.

Der Koran untersagt außerdem, dass Gefangene getötet werden – der IS köpft sie vor laufenden Kameras. Sklaverei wurde durch den Propheten Mohammed schrittweise abgeschafft. Mehrere Koranverse fordern eine Freilassung von Sklaven. Auch die beim IS beliebte Zwangskonvertierung widerspricht unzähligen Koranversen. So heißt es zum Beispiel: „Und wenn dein Herr wollte, würden die, die auf der Erde sind, alle zusammen gläubig werden. Willst nun du die Menschen (dazu) zwingen, dass sie glauben?“ (10:99).

 

Mohammed war kein machtbesessener Wüstenkrieger

Allerdings ist der Versuch radikaler Islamisten, den Propheten Mohammed als machtbesessenen Wüstenkrieger darzustellen, nicht bloß eine Erfindung der Islamkritiker. Radikale Denker entwickelten dieses Bild als Reaktion auf Fremdherrschaft und Kolonialismus. Es ist also nicht sinnvoll, die jüngste Geschichte des politischen Islam rückwirkend auf die gesamte Geschichte des Islam zu projizieren. Fanatiker gleich welchen Hintergrundes waren schon immer das Produkt von sozialen oder politischen Problemen.

Mohammed steht im Koran hingegen eher für seine unzähligen Akte der Gnade, Liebe und des Mitgefühls. Im Koran heißt es sogar: „Wir entsandten dich nur als eine Barmherzigkeit für alle Welten“ (21:107). Gemäß Eigendefinition ist der Koran eine „Rechtleitung für die Rechtschaffenen“ (2:2), die „Gereinigten“ (56:79) und nicht für Menschen gedacht, „in deren Herzen Verderbnis wohnt“ (3:7). 113 der 114 Suren des Koran beginnen mit den Worten „Im Namen Gottes des Gnädigen des Barmherzigen“.

Der IS fällt in vorislamische Muster zurück

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04 11 2016
By: Redaktion 2 0

TKG verurteilt und fordert Rückkehr zum Rechtsstaat und einen umfassenden Friedensprozess in der Türkei

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt die Inhaftierung von den oppositionellen, demokratisch gewählten Abgeordneten der Partei HDP heute Früh in der Türkei. Die TKG fordert eine Rückkehr zum Rechtsstaat, einen umfassenden Friedensprozess und ein Wiederaufleben der Demokratie.

 

Die gewählten Parlamentarier sollten auch durch Wahlen wieder abgewählt werden, damit in einem Rechtsstaat das Vertrauen in die parlamentarische Repräsentation nicht verloren geht.

Ob wir die Politik der HDP und die Abgeordneten unterstützen oder nicht, sei dahingestellt. Wir stehen dieser Partei nicht nahe, aber für die türkische Demokratie müssen wir hier unbedingt einen großen Anspruch erheben. Es kann in einer Demokratie nicht passieren, dass diejenigen, die an der Macht sind, die Justiz, die Legislative und die Exekutive und damit die Gewaltenteilung so dermaßen außer Kraft setzen. Wir machen uns Sorgen um den demokratischen Rechtsstaat und die Menschenrechte in der Türkei und fordern die sofortige Freilassung der gewählten Parlamentarier.

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt auch die Inhaftierung von 18 Journalisten der regierungskritischen sekularen Zeitung „Cumhuriyet“ (Republik) in der Türkei.

In der Türkei und auch in Österreich ist die Meinungsfreiheit in der Verfassung festgeschrieben und sie ist ein wichtiger Teil der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Dort steht: „Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung; dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten. (Art. 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)“

Ohne Presse- und Meinungsfreiheit und ohne Opposition kann in der Türkei von Demokratie und Rechtsstaat keine Rede sein!

Wir fordern ihre Achtung und ihren Schutz auch von der AK Partei Regierung in der Türkei. Die TKG fordert in der Türkei eine Rückkehr zum Rechtsstaat, einen umfassenden Friedensprozess und ein Wiederaufleben der Demokratie. Wir fordern alle demokratischen Kräfte auf, die Augen vor diesen Ereignissen nicht zu verschließen und die Türkei wieder auf den richtigen, demokratischen Pfad zu bringen, ohne hier die gesamte Türkei zu bashen.

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20161104_OTS0122/tkg-verurteilt-inhaftierungen-in-der-tuerkei-scharf

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02 11 2016
By: Redaktion 2 0

TKG: Nein zu McCarty-Arä in der Türkei

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt ganz entschieden die Inhaftierung von 18 Journalisten der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet“ (Republik) in der Türkei. Die TKG verlangt Freiheit für die Zeitung „Cumhuriyet“ und alle anderen kritischen und oppositionellen Zeitungen.

Der vereitelte terroristische Putsch in der Türkei, den wir in aller schärfe verurteilt haben, ist nicht zu rechtfertigen. Die AK Partei-Regierung sollte aber die Gewaltentrennung respektieren und nicht versuchen kritischen und oppositionellen Medien und Journalisten mittels Anti-Terror-Gesetzen und außerordentlichen Zuständen hinter Gitter zu bringen.  Die Rechtsstaatlichkeit in der Türkei bleibt damit auf der Strecke. Die Meinungs- und Pressefreiheit ist eine wichtige Errungenschaft und ein hohes demokratisches Gut eines Rechtsstaates.

 

Nicht plausibel

„Redakteure der linken Zeitung „Cumhuriyet“ wegen Förderung der  „terroristischen Gülen-Bewegung(FETÖ)“  festzunehmen ist in etwa so plausibel, als wollte man die „taz“ wegen Kollaboration mit dem NSU anklagen. Kaum eine Redaktion hat früher oder vehementer vor den Gülenisten gewarnt. Und mittelfristig ist eine undemokratische Türkei die weitaus größere Gefahr als ein paar Hunderttausend Flüchtlinge mehr oder weniger.Doch in Wahrheit hat gerade die Funktionsunfähigkeit von Autokratien jene Katastrophen im Nahen Osten geschaffen, deren Folgen auch uns in Europa gefährden. Gewaltherrschaft erzeugt Konflikte, je länger und härter sie wirkt, desto schlimmer. Diese Logik ist durch keine westliche Diplomatie wegzuverhandeln.“schreibt die  Zeitung Welt.

Für die TKG sind die Inhaftierungen ein weiterer Beweis dafür, dass die AK Partei-Regierung sämtliche oppositionelle Medien und Personen sukzessiv, Schritt für Schritt mit McCarthy-Methoden mundtot machen will. In der jüngeren Geschichte der Vereinigten Staaten (USA) bedeutet die McCarthy-Ära (McCarthyismus) eine Gesinnungskontrolle über alle Bürger und Institutionen. Personen wurden mit unzureichenden Anschuldigungen und unfairen Ermittlungsmethoden zum Schweigen oder in Verruf gebracht.

 


Rechtstatt und Verfassung: Achtung und Schutz

In der Türkei und auch in Österreich ist die Meinungsfreiheit in der Verfassung festgeschrieben und sie ist ein wichtiger Teil der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Dort steht: „Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung; dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten. (Art. 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)“

Ohne Presse- und Meinungsfreiheit und ohne Opposition kann in der Türkei von Demokratie und Rechtsstaat keine Rede sein!  Wir fordern ihre Achtung und ihren Schutz auch von der  AK Partei Regierung in der Türkei. Die TKG fordert in der Türkei einen Rückkehr zum Rechtsstaat, einen umfassenden Friedensprozess und ein Wiederaufleben der Demokratie.

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

Obmann

Dip.-Ing. Birol Kilic

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23 10 2016
By: Redaktion 2 0

Entfremdung: Der Neoliberalismus macht einsam und krank!

Das zeigen jüngste Erhebungen zu psychischen Störungen bei Kindern einmal mehr.

von Freitag.de 

 

Kann man sich eine schwerwiegendere Anklage gegen ein System vorstellen als eine epidemische Ausbreitung psychischer Erkrankungen? Heute leiden Menschen auf der ganzen Welt unter Angststörungen, Stress, Depressionen, sozialen Phobien, Essstörungen, dem Zwang, sich selbst zu verletzen und Einsamkeit. Die jüngsten Zahlen über die psychische Gesundheit von Kindern in England geben ein schreckliches Bild ab machen deutlich, dass es sich um eine globale Krise handelt.

Es mag dafür viele Gründe geben, aber mir scheint, dass ein grundelegende Ursache überall dieselbe ist: Menschliche Wesen, diese ultrasozialen Säugetiere, deren Gehirne darauf ausgerichtet sind, auf andere Menschen zu reagieren, werden systematisch auseinandergetrieben. Wirtschaftliche und technologische Veränderungen spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie erzählen uns beständig, dass wir unser Glück im kompetetiven Eigeninteresse finden, und in einem grenzenlosen Individualismus.

Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Der Konkurrenzdruck im Bildungssystem wird immer härter. Die Jobsuche grenzt oft genug an eine Nahtoderfahrung, bei der immer verzweifeltere Menschen immer weniger Stellen hinterherjagen. Endlose Wettbewerbe und Castingshows im Fernsehen fördern völlig unrealistische Erwartungen, während die realen Möglichkeiten immer weniger werden.

Die wachsende soziale Lücke wird mit Konsum gestopft. Doch er heilt nicht die Krankheit der Isolation, sondern verstärkt den Hang unseren sozialen Status zu vergleichen – bis wir alles andere verschlungen haben und anfangen, uns selbst zu zerfleischen. Die sozialen Medien bringen uns zusammen und treiben uns gleichzeitig auseinander, indem sie uns ermöglichen, unser soziales Ansehen genau zu quantifizieren. Sie zeigen uns, dass andere mehr Freunde und Follower haben als wir.

Wie Rhiannon Lucy Cosslett sehr gut gezeigt hat, verändern Mädchen und junge Frauen routinemäßig ihre geposteten Fotos, um schlanker zu wirken. Manche Handys machen das mit ihren Beauty-Settings ganz automatisch, ohne ihre Besitzerinnen überhaupt zu fragen. So kann man heute zu seiner eigenen Dünnspiration werden. Willkommen in der nächsten Stufe der Hobb’schen Dystopie: ein Krieg aller gegen sich selbst.

Ist es verwunderlich, dass in diesen einsamen Innenwelten, in denen Berührung durch einen Klick auf die Filterfunktion ersetzt werden, junge Frauen massenhaft an psychischen Störungen leiden? Eine neue Studie in England legt nahe, dass jede vierte Frau zwischen 16 und 24 sich schon einmal selbst verletzt hat und jede achte an posttraumatischen Belastungsstörungen leidet. 26 Prozent der Frauen dieser Altersgruppe sind von Angst, Depression, Phobien oder Zwangsstörungen betroffen. So sieht eine öffentliche Gesundheitskrise aus.

 

Weiter:

www.freitag.de/autoren/the-guardian/alle-gegen-sich-selbst

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18 10 2016
By: Redaktion 2 0

Santander Bank wurde wegen zu hoher Verzugszinsen und Mahnspesen geklagt!

Der VKI (Verein für Konsumenteninformation) hat im Auftrag des Sozialministeriums gegen die AGB der Santander Bank im Kreditgeschäft wegen zu hoher Verzugszinsen und Mahnspesen geklagt und Recht bekommen.

 

Laut die Sektion Konsumentenpolitik im Sozialministerium hat die Santander Bank hatte zuvor bei nicht rechtzeitiger Zahlung der Kreditrate nicht nur die erlaubten 5% Verzugszinsen pro Jahr verrechnet, sondern einen durch die vierteljährliche Kapitalisierung (Saldoerstellung) über 5% hinausgehenden Zinssatz.

Die Mahnkosten wiederum stehen einem Unternehmen nur zu, wenn sie in einem angemessenen Verhältnis zur betriebenen Forderung stehen; eine Einschränkung, die die AGB von Santander nicht erwähnten. Zudem wurden die Kosten pro Mahnschreiben umso teurer je öfter man gemahnt wurde, wofür das Gericht keine sachliche Rechtfertigung sah.

Die Bank hat daher auf Grund des Urteils KundInnen mit aktiven und fällig gestellten Verträgen, bei denen Verzugszinsen (5% Aufschlag) verrechnet wurden,  von sich aus entschädigt.

Darüber hinaus können Kundinnen der Santander Bank die Rückerstattung von Mahnspesen verlangen, wenn diese pro Mahnung den Betrag von 20 € überstiegen haben. Dafür können sie sich noch bis Ende des Jahres sowohl an die Bank direkt als auch an den VKI wenden.

Selbst wenn Kreditnehmerinnen ihre Schuld nicht zahlen konnten und schließlich von einem Gericht zur Zahlung verurteilt wurden – also ein Urteil über das Bestehen der Schuld existiert – zahlt die Bank obige Entschädigungen. Voraussetzung in diesem Fall ist allerdings, dass in den letzten 36 Monaten zumindest eine Zahlung geleistet wurde.

Zusammenfassung: Der Ausgleich der Verzugszinsen wird von der Bank selbsttätig vorgenommen; wollen die KundInnen aber auch eine Entschädigung für zu hohe Mahnkosten, müssen sie sich aktiv an die Bank oder den VKI wenden. (VKI)

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09 10 2016
By: Redaktion 2 0

TKG-Aufklärung: „Was sagt der Qur’an (Koran) zum Judentum?“

Was sagt der Qur’an (Koran) zum Judentum? Koran Kapital (Sure) 7-Vers 159: „Und unter dem Volk Moses gab es eine Gemeinschaft, die nach der Wahrheit leiteten und danach Gerechtigkeit übten.“ (Koran, 7: 159)

 

Koran Kapital(Sure) 5-Vers 69: „Gewiß, diejenigen, die glauben, und diejenigen, die dem Judentum angehören, und die Ṣābier und die Christen, – wer (immer) an Gott und den Jüngsten Tag glaubt und rechtschaffen handelt, – über die soll keine Furcht kommen, noch sollen sie traurig sein“. ( Koran, 5,69)

Bevor wir Einzelheiten dessen betrachten, was der Qur’an zum Judentum und zu den Juden sagt, möchte ich einige Vorbemerkungen vorwegschicken:

Der Qur’an entstand im 7. Jhdt., als die beiden anderen abrahamitischen Religionen schon etabliert waren. Er versteht sich als Niederschlag der religiösen Erfahrung des Propheten Muhammad, die gesondert von Überlieferungen von seinen übrigen Handlungen und Aussagen sowie biographischen Darstellungen schriftlich festgehalten wurde. Der Prophet sah sich selbst in einer Linie u.a. mit den biblischen Propheten, in ähnlicher Weise sollte seine Botschaft auf religiöse Missstände (Götzendienst) und soziale Ungerechtigkeit korrigierend einwirken, darüber hinaus gibt es hier auch einen Ausblick auf die Beziehungen zwischen den monotheistischen Religionen. Zu den Werkzeugen, die für die Bearbeitung des Textes erforderlich sind, gehören:

 

Sprache: 

 

Arabisch ist eine lebendige Sprache, bei der sich in den vergangenen 1400 Jahren naturgemäß Veränderungen ergeben haben, so dass es auch für Muttersprachler notwendig ist, der ursprünglichen Bedeutung nachzuspüren. Schon seit sehr früher Zeit sind daher Wörterbücher und Grammatiken geschrieben worden, und Kommentatoren wie Zamakhshari (12. Jhdt.) und Baidawi (13. Jhdt.) haben großes Gewicht auf sprachliche Aspekte gelegt.

Da Arabisch und Hebräisch als semitische Sprachen miteinander verwandt sind, kommt es im jüdisch-muslimischen Dialog oft zu einer schnellen Verständigung über Schlüsselbegriffe (z.B. nabî, salâm, dîn etc.).

Zu den Besonderheiten gehören der Aufbau auf Verbstämmen, aus denen Wörter hergeleitet werden, die zusammen Wortfelder ergeben, mit deren Hilfe man Bedeutungsnuancen erschließen kann – so hängt z.B. Salâm (Friede) mit Islâm (Hingabe, Versöhnung) zusammen und kommt von einer Wurzel, die einen ganzheitlichen, ausgewogenen Zustand impliziert.

Verbformen, die ursprünglich eher auf abgeschlossene oder unabgeschlossene Handlungen oder Prozesse hinweisen als auf „Zeiten“ – so wird z.B. der Ausdruck sadaqAllâhul-azîm, den man nach der Qur’anrezitation ausspricht, oft übersetzt mit „G-tt sprach die Wahrheit“, und auf die Offenbarungszeit bezogen, während es eher die Feststellung ist: „G-tt spricht (grundsätzlich) die Wahrheit“, eine unabhängig von der Zeit abgeschlossene Tatsache.

Der Gebrauch des bestimmten Artikels: er erscheint im Arabischen sehr viel öfter als in europäischen Sprachen, wird aber oft demonstrativ gebraucht, d.h. wenn im Text „die Juden“, „die Christen“ oder „die Araber“ erwähnt werden, geht es nicht um alle Juden, Christen oder Araber, sondern um diejenigen von ihnen, die aus einem bestimmten Zusammenhang bekannt sind.

 

 

Geschichte:

 

Anders als die Bibel entstand der Qur’an in einem relativ übersichtlichen Zeitraum von 23 Jahren. In seiner endgültigen Fassung ist er nach hermeneutischen und didaktischen Gesichtspunkten angeordnet als eine kontinuierliche Lesung, und tatsächlich haben viele Muslime eine bestimmte Routine, nach der sie den Qur’an immer wieder ganz lesen, sei es im Ramadan, zu bestimmten Anlässen oder ganz einfach in Form einer täglichen Lesung. Gleichzeitig ist aber die chronologische Abfolge immer wichtig genug geblieben, um zumindest in groben Umrissen in der Kopfzeile jeder Sura angedeutet zu werden. Darüberhinaus ist die Kenntnis des historischen Hintergrundes jedes einzelnen Abschnittes (auch eine Sura ist nicht immer als Ganzes entstanden) als wesentliche Voraussetzung zur verbindlichen Interpretation. Seit jeher hat man sich daher mit den Offenbarungsanlässen (asbab an-nuzûl) beschäftigt (wenn auch die Überlieferungen, die dabei eine Rolle spielen, selbst der kritischen Untersuchung zu unterziehen sind). Dies wird an den islamischen Hochschulen auch weltweit zumindest formal gelehrt. Der Kommentar von Tabari (10. Jhdt.), der auch für seine Sammlung von Geschichtsüberlieferungen bekannt ist, befaßt sich schwerpunktmäßig vor allem mit historischen Hintergründen. Abgesehen davon setzt der Qur’an die Kenntnis älterer (u.a. biblischer) Traditionen voraus. Wo diese Kenntnis fehlt, bleiben Anspielungen auf deren Inhalte zumindest schwer verständlich.

 

Systematik:

 

Da ist einmal der Zusammenhang im Text selbst zu beachten, denn wie in jeder anderen Schrift (und das braucht nicht einmal eine heilige Schrift zu sein) kann man aus isolierten Bruchstücken von Versen oder gar Sätzen das Gegenteil dessen herleiten, was intendiert ist (sowohl muslimische Extremisten als auch antiislamische Polemiker benutzen auf diese Weise den Text gern im Steinbruchverfahren).

 

Ein weiterer Punkt ist die thematische Arbeit, indem man systematisch ein bestimmtes Thema verfolgt – in unserem Fall Judentum und Juden. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die methodischen Grundbegriffe zu kennen und der Frage nachzugehen, ob z.B. eine Aussage allgemeingültig (‚amm) oder speziell (khass), grundsätzlich (mujmal) oder erläuternd (mufassir) ist und auf welcher der verschiedenen äußeren und inneren Bedeutungsebenen wir uns bewegen.

 

Darüber hinaus weist der Qur’an selbst wiederholt darauf hin, dass er im Zusammenhang mit anderen „Zeichen G-ttes“ in der Natur, der Geschichte und anderen heiligen Schriften gelesen und verstanden werden will. In Verbindung mit der Sunna (der Praxis des Propheten und der Urgemeinde) und Vernunftmethoden ist der Qur’an schließlich eine Grundlage zum Ijtihâd (wörtl. intensive Bemühung, Rechtsfindung aus islamischen Prinzipien für eine gegebene Problemstellung).

 

Zwei Drittel des Qur’an wurden in Mekka offenbart, wo Muhammad geboren wurde, den Kaufmannsberuf erlernte und ausübte und eine Familie gründete. Hier erfahren wir auch von seinem Engagement für soziale Gerechtigkeit und seine religiöse Suche. Mekka lag an der Kreuzung von antiken Handelsstraßen, die vier Kontinente miteinander verbanden. Auf diese Weise war Reichtum zustande gekommen, aber auch eine tiefe Kluft zwischen arm und Reich. Abgesehen davon war Mekka ein Zentrum der Pilgerfahrt zu einem uralten Heiligtum, das allerdings damals mit polytheistischen Kulten verbunden war, während einige Menschen immer noch mit den mündlichen Überlieferungen vertraut waren, die ihre Abstammung von Abraham herleiteten, und sich ihrer Verwandtschaft mit ihren jüdischen Kollegen und Konkurrenten durchaus bewusst waren, manchmal sogar eigene monotheistische Ansätze suchten (Hanifen). Abgesehen von jüdischen Kaufleuten gab es auf der arabischen Halbinsel jüdische oder judaisierte Stämme sowie vereinzelte Christen. Muhammads Kritik richtete sich gegen Polytheismus und soziale Ungerechtigkeit, und seine Zukunftshoffnung war auf den Glauben an den Einen G-tt und die Verantwortung vor Ihm begründet.

 

In den mekkanischen Abschnitten des Qur’an finden wir also allgemeine Grundsätze von Glauben und Ethik mit einer Betonung der individuellen Verantwortlichkeit, darunter auch einen konzentrierten Abschnitt in Sura 17:22-38, der klare Parallelen zum biblischen Dekalog aufweist. Darüber hinaus finden wir Warnungen vor Arroganz, Unrecht und Achtlosigkeit, für die Menschen am Tag des göttlichen Gerichts zur Rechenschaft gezogen werden, die Verheißung der Früchte von Aufrichtigkeit, Menschlichkeit und guten Handlungen, die in einem zukünftigen Garten zu ernten sind (vgl. z.B. Sura 107:1-7; 99:6-8; 95:1-8 usw.) sowie Rückverweise auf die Erfahrungen älterer Gesandter G-ttes und früherer Generationen (z.B. Sura 21:48-93).

 

In Medina werden die Texte komplexer. Nach der Auswanderung (Hijra) finden wir als neuen Schwerpunkt die Bezugnahme auf Gemeinschaftsbildung. Um die Wurzeln späterer Konflikte verstehen zu können, ist es erforderlich, die Vorgeschichte zu untersuchen. Allem Anschein nach gab es mehrere Generationen vor der Hijra eine Vorherrschaft der lokalen jüdischen Stämme, von der sich die arabischen Stämme lösten und einen unabhängigen Status, vielleicht sogar eine Umkehrung der Verhältnisse erreichten. Hier ist noch einiges an Forschung notwendig. Jedenfalls gab es unmittelbar vor der Hijra eine generationenlange Fehde mit jüdischen und arabischen Stammesgruppen auf beiden Seiten, die zu einer allgemeinen Erschöpfung führte. Eine friedliche Lösung erhoffte man sich von der Vermittlung Muhammads, der daher zusammen mit den in Mekka verfolgten frühen Muslimen eingeladen wurde. Das Ergebnis war tatsächlich ein Friedensschluss und ein Vertrag, der den Stadtstaat „Madinatun-Nabi“ als Föderation autonomer Stämme mit einer gemeinsamen Außen- und Verteidigungspolitik begründete. Die arabischen Stämme nahmen dabei mehr oder weniger aufrichtig den Islam an, und die jüdischen Stämme behielten ihre gesellschaftliche und religiöse Identität und ihre interne Rechtsautonomie. Ein happy end?

 

In Wirklichkeit ist jedoch ein Friedensabkommen immer ein Neuanfang mit neuen Herausforderungen: Welche Hoffnungen und Erwartungen hatten die beteiligten gesellschaftlichen Gruppen damit verbunden, und wie weit sind sie erfüllbar? Wie geht man mit Spannungen um, die schon zur Tradition geworden waren? Wie wirkt sich der Übergang von der Kriegs- zur Friedenswirtschaft aus? Was wird aus den Ambitionen derer, die vom Krieg Vorteile hatten?

 

Im Fall von Medina haben wir verschiedene, oft widersprüchliche Berichte von der Dynamik zwischen den verschiedenen Gesellschaftsgruppe und Individuen. Muslime sind meistens vertraut mit der Art und Weise, wie der Prophet die Muhâjirûn (Auswanderer) und die Ansâr (Helfer in der lokalen Bevölkerung) miteinander integrierte, mit den zahllosen Beispielen von Solidarität und Austausch. Andererseits erfahren wir von der Enttäuschung einiger arabischer Stammesführer darüber, dass die opportunistischen (munâfiq) Motive hinter ihrem Übertritt nicht den gewünschten Erfolg hatten. Wir fragen uns nach den Folgen von Rückschlägen und materiellen Engpässen auf die jeweiligen Stämme und Sippen. Wir finden Spuren von Dialog und Polemik zwischen Religionsgemeinschaften, und hören von Einzelnen, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Rechtssystemen für eigene Zwecke zu nutzen versuchten. Dass es nach außen zu Zusammenstößen mit den heidnischen Quraish kam, hat jedenfalls praktische Versuche zu einer tiefergreifenden Versöhnung erheblich behindert.

 

In diesem Zusammenhang gab es einige Führer von Munâfiqûn und jüdischen Stämmen, die sich Hintertürchen offen hielten und mit dem Feind paktierten. Es braucht mehr als die traditionellen asbab an-nuzûl, um die soziopolitischen Hintergründe der inneren Konflikte zu klären, die daraus folgen, und die relevanten Qur’antexte von diesem Gesichtspunkt her zu betrachten.

 

Wie in Mekka gibt es Rückblicke auf Erfahrungen früherer prophetischer Gestalten und ihrer Gemeinschaften, jetzt aber auch zur Veranschaulichung von praktischen und ethischen Fragen. In unserem Zusammenhang wichtig ist die Bezugnahme auf die „Leute der Schrift“ im Hinblick auf das Zusammenleben mit ihnen, aber auch als kritische Lektion für die junge Gemeinschaft der Muslime, die erst im Entstehen begriffen war und noch keine einschlägigen eigenen Erfahrungen hatte. Wir finden  Kritik an Lehren und Praktiken in lokalen jüdischen (und christlichen) Gruppierungen (Allem Anschein nach gehörten diese Gruppierungen nicht dem „Mainstream“, ihrer jeweiligen religiösen Tradition an, denn sonst wären einige dieser Kritikpunkte unzutreffend.)

 

Es fällt auf, dass im Qur’an die „Kinder Israel“ oft direkt angesprochen werden, im Sinne von „erinnert euch an G-ttes Gnade und haltet euren Bund“, auch im Zusammenhang mit Tadel für die Nichteinhaltung der Gebote, wenn auch sanfter als bei den biblischen Propheten (z.B. 4:40-42). Die Inhalte treffen aber generell auf jede Gemeinschaft zu, die auf einem Bund mit G-tt und ethischen Prinzipien beruht und in Stagnation und Selbstsucht abgleitet, und die erwähnten Werte sind durchaus Teil des islamischen ethisch-rechtlichen Systems wie z.B. der Gedanke in Sura 5:35: „… wenn jemand einen Menschen tötet …, ist es, als ob er die ganze Menschheit getötet hätte, und wenn jemand einem Menschen das Leben rettet, ist es, als ob er der ganzen Menschheit das Leben gerettet hätte.“ Die Lehren aus diesen exemplarischen Ermahnungen treffen nicht unbedingt auf die Juden in der übrigen Welt zu, wohl aber auf Muslime zukünftiger Generationen wie im folgenden Beispiel:

 

Und (denke daran), wie Wir mit den Kindern Israel einen Bund schlossen: Dient keinem außer Mir und (erweist) den Eltern Güte und den Verwandten und den Waisen und den Armen und verwirklicht das Gebet und gebt die Spende. Dann wandtet ihr euch ab und rebelliertet bis auf wenige von euch. (2:83)

 

Anfangs wird allgemein der Leser angesprochen (aller Wahrscheinlichkeit ein Muslim) und an den Bund G-ttes mit den Kindern Israel mit allen Implikationen erinnert. Dann folgt eine unerwartete Wendung zur zweiten Person Plural. Ist damit eine direkte Kritik an lokalen Gruppen für die Abwendung von Prinzipien intendiert bzw. eine Kritik an Juden, für die es zutrifft? Oder wendet sich die Anrede an die muslimischen Leser zur präventiven Reflexion oder Selbstkritik? Oder ist es vielleicht beides?

 

Wichtig ist jedenfalls, dass es nicht um „alle“ geht und dass es durchaus Angehörige der betreffenden Gemeinschaft gibt, die treu an ihrem Bund festhalten. Auf die „Leute der Schrift“ bezogen wird dies noch stärker in Sura 3:113-115 betont:

 

Sie sind nicht alle gleich. Unter den Leuten der Schrift gibt es eine Gemeinschaft, die (für das Rechte) einsteht. Sie tragen in der Nacht G-ttes Zeichen vor und werfen sich (vor Ihm) nieder. Sie glauben an G-tt und an den Jüngsten Tag und regen zum Guten an und verwehren Böses und wetteifern miteinander zum Guten. Sie gehören zu den Rechtschaffenen. Was sie an Gutem tun, nichts wird ihnen vorenthalten, und G-tt kennt die Achtsamen.

 

Daher ist ein weiterer Punkt die Kritik an Absolutheitsansprüchen.

 

Grundsätzlich betont der Qur’an wiederholt, dass es im wesentlichen dieselbe Botschaft war, die die prophetischen Lehrer im Laufe der Menschheitsgeschichte den Völkern und Generationen gebracht haben, und beklagt Haltungen, die religiöse Unterschiede zum Vorwand für Konflikte und Spaltungen nehmen (siehe z.B. Sura 42:13-15). Tatsächliche inter- und intrareligiöse Spannungen, die zur Prophetenzeit bekannt waren, spiegeln sich z.B. in Sura 2:113:

 

Die Juden sagen: die Christen fußen auf nichts, und die Christen sagen: die Juden fußen auf nichts, und doch studieren beide die Schrift. Gleicher Art, gerade wie sie, redeten auch diejenigen, die kein Wissen hatten. Aber G-tt entscheidet am Tag der Auferstehung zwischen dem, worin sie uneins waren.

Trotz gegenseitiger Polemik gab es aber offensichtlich damals auch Juden und Christen, die auf konstruktive Weise zusammenlebten. Somit wäre der bestimmte Artikel irreführend, wenn wir darunter „alle“ verstehen würden, und es ist ein Missbrauch, wenn er absichtlich auf „alle“ bezogen wird, wie es leider immer wieder geschieht. Der bestimmte Artikel verweist, wie zuvor erwähnt, auf als bekannt vorausgesetzte Beispiele, und niemand käme beispielsweise auf den Gedanken, das Wort al-A’râb in Sura 9:97: „Die Wüstenaraber sind am hartnäckigsten in der Ablehnung und der Heuchelei …“ so zu verstehen, als ob es auf alle Wüstenaraber oder gar alle Araber Bezug nähme!

 

Statt ihre Lektion zu lernen, sind Muslime jedoch mittlerweile Teil der Kontroverse geworden. Die Diskriminierung der „Leute der Schrift“ in Geschichte und Gegenwart war bei Muslimen vielleicht „nicht so schlimm wie bei anderen“; vielleicht gab es weniger Zwangsmaßnahmen und Vertreibungen und auf weite Strecken ein fruchtbares Zusammenleben (z.B. Andalusien, Palästina, der indische Subkontinent). Aber am Ideal gemessen bleibt immer noch viel zu wünschen übrig.

 

Das bringt uns zu dem qur’anischen Vorwurf des Missbrauchs oder der Entstellung von heiligen Schriften.

 

Im modernen Diskurs taucht gegenüber den „Leuten der Schrift“ oft der Vorwurf auf, sie hätten die Bibel „verfälscht“, wobei u.a. auf Sura 3:78 verwiesen wird:

 

Unter ihnen gibt es eine Gruppe, die mit ihren Zungen die Schrift verdrehen, so dass ihr meint, es ei aus der Schrift, während es nicht in der Schrift ist, und sie sagen: „Es ist von G-tt“, während es nicht von G-tt ist, und sie sprechen bewusst eine Lüge gegen G-tt aus.

 

Im Zusammenhang mit unserem Thema möchte ich mich hier auf die Torah beschränken und auf verschiedene Sichtweisen hinweisen, die von Fachleuten vertreten werden. Sie reichen von der Auffassung, die sich zumindest teilweise mit orthodoxen jüdischen Positionen deckt, dass nämlich die gesamte Torah Mose gegeben wurde (z.B. Shah Waliullah, gest. 1763; Muhammad Abduh, gest. 1905) über die Auffassung, sie sei sinngemäß (bil ma’na) offenbart worden, bis hin zu Vorstellungen von einer Integration verbal inspirierter Lehren in eine Rahmenerzählung des Lebens und Wirkens prophetischer Persönlichkeiten und der Schlüsselerfahrungen der Kinder Israel zu einem einzigartigen, die Generationen umspannenden Gefüge – letzteres auch in Verbindung mit Ergebnissen der historisch-kritischen Bibelforschung. Allerdings gibt es unter muslimischen Gelehrten nie die Vorstellung, die ganze Torah sei Menschenwerk.

 

Andererseits kennen Gelehrte aller Schriftreligionen, auch der Muslime, sehr wohl die Versuchungen, denen man bei der Auslegung der Schriften ausgesetzt ist, und die Notwendigkeit der Selbstdisziplin und Aufrichtigkeit bei der Predigt und Lehre. Inzwischen gibt es in allen drei Religionen Beispiele von selektiver Auslegung, absichtlich oder unabsichtlich, zugunsten bestimmter Interessen, die nicht nur dem Ruf der Religion überhaupt Schaden zugefügt, sondern ganz konkret Menschenleben gefordert haben.

 

Kritik an Treulosigkeit seitens der „Leute der Schrift“

 

Es gibt im Qur’an wenig direkte Bezugnahme auf Konflikte speziell mit den jüdischen Stämmen in Medina. So bezieht sich z.B. Sura 8:48-61 auf die Qainuqah nach dem Kampf von Badr 624 n.C., Sura 49:2-11 auf die Banu Nadir nach dem Kampf von Uhud 625 n.C. und Sura 22:22-27 auf die Banu Quraiza nach dem Grabenkrieg 627 n.C.. In kriegsbezogenen Texten geht es sonst um die Auseinandersetzung mit den heidnischen Quraish in Mekka. Zu wenig erforscht ist bislang noch die Verbindung zwischen den Munâfiqûn und einigen jüdischen Stammesführern. Der Schock, dass es Mitmonotheisten gab, die mit polytheistischen Feinden gemeinsame Sache machten, muss für die Muslime aber ebenso stark gewesen sein wie die ernüchternde Erkenntnis, dass es in den eigenen Reihen verräterische Elemente gab. Während man sich auf den ersten Blick vor „anderen“ durch Abgrenzung schützen kann, wird es bei den Munâfiqûn problematischer, denn „wenn du sie anschaust, bewunderst du ihr Äußeres, und wenn sie sprechen, hörst du ihnen zu … sie sind der Feind, also hüte dich vor ihnen“ (Sura 63:6).

 

Da die Munâfiqûn aber formaljuristisch der Umma der Muslime angehörten, wurde bei der Bestrafung von Verratsfällen islamisches Recht angewandt. Für die Juden galt demgegenüber jüdisches Recht, und zwar nach ihrem eigenen Verständnis, das nicht deckungsgleich mit den Rechtsvorstellungen von Juden anderswo in der Welt gewesen sein muss, und nicht einmal der Prophet selbst hatte die Möglichkeit, hier eigenmächtig einzugreifen. Nach dieser Rechtsauffassung wurden im Fall der Banu Quraiza die kampffähigen Männer hingerichtet, andere Stämme wurden ausgewiesen, und die übrigen jüdischen Gruppen wurden unter den Schutz der Muslime gestellt. Hier bleibt für Historiker einiges zu klären, und die Forschung sollte nicht durch Idealisierung oder die grundsätzliche Vorverurteilung der einen oder anderen Seite beeinträchtigt werden.

 

Für alle ist jedoch angeraten zu lernen, welche Schritte nach einem „Friedensvertrag“ zur tatsächlichen Aussöhnung und Vertrauensbildung notwendig sind.

 

Und schließlich gibt es Aussagen der Wertschätzung der „Leute der Schrift“ und die Einladung, sich auf Gemeinsamkeiten zu besinnen, wie sie auch in einer Kalligraphie über dem Haupteingang unseres Zentrums enthalten ist:

 

„Sprich: Ihr Leute der Schrift, kommt herbei zu einem Wort, das zwischen uns und euch gleich ist: dass wir niemandem dienen außer G-tt und Ihm nichts zur Seite setzen und dass nicht die einen von uns die anderen als Herren neben G-tt annehmen …“ (Sura 3:64).

 

Chronologisch verlaufen parallel zu den Kritik aussprechenden und auf den Konflikt bezogenen speziellen Texten allgemeine Aussagen zur Koexistenz zumindest der drei abrahamitischen Religionen und münden ein in den Ausblick in Sura 5:47-51

 

Wir hatten die Torah niedergesandt mit Führung und Licht darin. Danach haben die Propheten, die sich (G-tt) hingegeben hatten, den Juden (alladhîna hâdû – kann auch übersetzt werden: „denen, die Rechtleitung empfangen haben“) Recht gesprochen, und desgleichen die Rabbiner und Gelehrten, denn ihnen war befohlen, an G-ttes Schrift festzuhalten, und sie waren Zeugen dafür. Also fürchtet nicht die Menschen, sondern fürchtet Mich und verkauft nicht Meine Zeichen um einen geringfügigen Preis. Und wer nicht nach dem richtet, was G-tt niedergesandt hat – sie sind die Leugner (kâfirûn). … Und Wir ließen Jesus, den Sohn der Maria, in ihren Spuren folgen, das bestätigend, was ihm in der Torah voranging, und Wir gaben ihm das Evangelium mit Führung und Licht darin, das bestätigend, was ihm in der Torah voranging … Und Wir haben dir die Schrift in Wahrheit niedergesandt, das bestätigend, was ihr an Schrift voranging und zur Bewahrung dessen. Richte also zwischen ihnen nach dem, was G-tt niedergesandt hat, und folge nicht ihren Wünschen gegen die Wahrheit, die zu dir gekommen ist. Einem jeden von euch haben Wir ein ethisch-rechtliches System (shir’ah) und einen Weg (minhaj) gegeben. Wenn G-tt gewollt hätte, hätte Er euch zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht. Er will euch jedoch prüfen durch das, was Er euch gegeben hat. Wetteifert also miteinander zum Guten. Zu G-tt ist euer aller Heimkehr, dann wird Er euch über das aufklären, worin ihr uneinig gewesen seid.

 

Die Entwicklung in Medina lässt uns mit ernsthaften Fragen, die uns bis heute beschäftigen: Wie können verschiedene gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Gruppen miteinander in einer Stadt, in einem Staat, in einer Welt leben? Ist Einheit nur als Uniformität denkbar? Geht es um ein System mit einer herrschenden Gruppe und Minderheiten, um Kultur und Subkulturen? Wie wäre eine echte multikulturelle Gesellschaft zu gestalten? Die muslimischen Reiche waren immer multiethnische und multireligiöse Gebilde, und es gab immer wieder die Herausforderung, mit Konflikten umzugehen, die durch materielle Versorgungsengpässe, interne Machtkämpfe und dergleichen zustandekamen. Die Welt wird immer komplexer, und es ist an der Zeit, sich gemeinsam Gedanken zur gemeinsamen Gestaltung der Zukunft zu machen.

 

In diesem Zusammenhang sehe ich einige „Hausaufgaben“. Zunächst die für die Muslime:

 

Es ist wichtig, dass wir auf breiter Basis den Qur’an gewissenhaft lesen, also nicht nur im rituellen Zusammenhang rezitieren und schon gar nicht als Steinbruch für irgendwelche Ideologien benutzen. Offenbarung bringt keine einfachen Instant-Lösungen für Probleme, sondern Denkanstöße für verantwortliche menschliche Entscheidungen.

 

In diesem Zusammenhang dürfen wir es nicht dabei bewenden lassen, früheren Propheten und heiligen Schriften verbale Anerkennung zu zollen. Es ist an der Zeit, das aufzuholen, was wir in den letzten 1400 Jahren versäumt haben, und uns inhaltlich damit auseinandersetzen – zum besseren Verständnis anderer religiöser Traditionen und unserer eigenen Grundlagen.

 

Und schließlich ist es notwendig, die Geschichte kritisch aufzuarbeiten. Es ist sicher wichtig, vorbildliche Persönlichkeiten zur Orientierung für unsere jüngere Generation hervorzuheben. Aber Geschichte ist mehr als ein Epos, wenn wir wirklich davon lernen wollen.

 

Insgesamt ist viel Forschungs- und Erziehungsarbeit zu leisten, denn ähnliche Aufgaben gibt es in jeder religiösen Tradition, abgesehen davon, dass wir einander besser kennenlernen und eine gegenseitige Vertrauensbasis schaffen müssen. Das bringt uns gleichzeitig näher an unsere gemeinsame Verantwortung, „den Garten zu bebauen und zu bewahren“ (Gen. 2:15) bzw. „G-ttes Statthalter auf Erden“ (2:30) zu sein, denn im Zeitalter der globalen Kommunikation und Interaktion kann dies nicht mehr so verstanden werden, als ob es einer Nation oder Glaubensgemeinschaft vorbehalten wäre.

Halima Krausen ist am Islamischen Zentrum Hamburg tätig und bei der Initiative für Islamische Studien.(© talmud.de 2006)

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29 09 2016
By: Redaktion 2 0

Falsche Informationen bezüglich mehr Beihilfe vom Finanzamt kommen aus Deutschland!

 

Hier die richtigen Fakten

Yeni Vatan Gazetesi-Neue Heimat Zeitung

Wien.Die am Montag den 28.11.2016 über Österreicher Finanzämter eingebrochen Sturmflut an E-Mails, ist von Deutschland von einer Facebook-Seite aus verursacht worden, die auch in Österreich über Facebookteilungen bekannt geworden sind.

 

Die Fakten:

-Zum ersten Mal wurden diese Falschinformationen über das Österreichisches Finanzamt von Deutschland von einer Seite “ Kölner Gurbetciler“, die eine Verfolgerzahl  von 107.00 hat, am 25. November 2016 um 19:34 Uhr veröffentlich und 694 mal auf  Facebook geteilt.

https://www.facebook.com/gurbetcisayfasi/posts/10154859224137873

-Diese Facebook-Seite  wurde 2012 gegründet und man muss hier genau verfolgen wer hinter dieser Seite steckt. Diese Falschinformationen sind noch online.

Die Generalsekretärin der türkischen Kulturgemeinde in Österreich Melissa Günes, hat dazu folgendes gesagt: „Man will in Österreich, mit aus der Türkei stammenden Menschen, durch falsche Informationen mit den Behörden und der Gesellschaft Spannungen verursache, Vorurteile schüren und betonieren. Wenn wir diese Teilung aus dem türkischen Übersetzen, sehen wir hier fast eine Hetzkampagne, die die Türken in Österreich durch Falschmeldungen gegen das Messer laufen lassen. Deswegen bitte wir hier alle betroffenen nicht in die Falle zu tappen. Diejenigen die in Österreich so etwas geteilt haben sollten diese Teilungen löschen und sich für die Verbreitung falscher Informationen entschuldigen und dergleichen in Zukunft  vermeiden. Die türkische Kulturgemeinde (TKG) wird sich bemühen mit dieser Seite (Kölner Gurbetciler) in Kontakt zu treten um diese Seite zu löschen und ruft die Betroffenen dazu auf folgende Informationen, die dankenswerterweise von dem Finanzamt sofort in deutscher und in türkische Sprache vermittelt wurden, zu betrachten“

 

Finanzamt korrigiert wie folgt

Information zu Falschmeldungen zur Familienbeihilfe

Leider wurden über das Wochenende mehrfach Falschmeldungen bezüglich einer etwaigen Neuberechnung der Familienbeihilfe verbreitet.

Die Höhe der Familienbeihilfe steht in keinem Zusammenhang mit dem Einkommen der Eltern. Hier finden Sie einen Familienbeihilfenrechner des zuständigen Bundesministeriums für Familien und Jugend (http://www.bmfj.gv.at/), der Ihnen Auskunft über die zustehende Familienbeihilfe gibt: http://familienbeihilfenrechner.bmfj.gv.at/

Das Arbeitsmarktservice (http://www.ams.at/) stellt unter folgendem Link www.ams.at/service-arbeitsuchende_nachberechnung eine Information über eine Nachberechnung des Arbeitslosengeldes zur Verfügung. Dies hat keinen Einfluss auf die Familienbeihilfe, daher besteht keine Möglichkeit auf eine „Neuaufrollung“ der Familienbeihilfe. (yenivatan.at)

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21 09 2016
By: Redaktion 2 0

TKG verurteilt den barbarischen Anschlag in Türkei-Gaziantep

So kann es nicht weiter gehen. Eine Abkehr von dieser negativen Spirale aller Parteien durch die Antwort „Frieden in allen Bereichen“ ist in der Türkei notwendiger denn je.

Wien (OTS) – Die Türkische Kulturgemeinde Österreich (TKG) ist in diesen Stunden mit den Gedanken bei den Angehörigen der Todesopfer und den Hunderten Verletzten, die bei der jüngsten Anschlagsserie in der Stadt Gaziantep in der Türkei durch einen barbarischen Terroranschlag ums Leben gekommen sind.

 

IS Sümpfe durch vorsätzliche Unterstützung 

Die dafür Verantwortlichen sind höchstwahrscheinlich jene, die auch von den türkischen Behörden als IS-Terroristen verifiziert wurden, die in der Türkei seit dem Syrien-Krieg ihre Sümpfe besonders in der Stadt Gaziantep und Umgebung aufgebaut haben und vorsätzlich leider unterstützt wurden.

 

IS: Erorberung Konstantiniyye

Faktum ist, dass es von unterschiedlichen Seiten Interesse gibt, die Türkei ins Chaos zu stürzen. Die Oppositionsparteien haben auch heute viele Informationen geteilt, dass in der Stadt Gaziantep eine Hochburg des IS entstanden ist und sogar viele Bezirke unter der Kontrolle vom sog. Islamischen Staat (IS) sind. Das kann nicht so weiter gehen, weil hier dieses Gebiet ein Knotenpunkt für Europa und auch für Österreich, gerade als Hinterland, geworden ist. Und das letzte Ziel des IS ist, ein Kalifat mit Hauptstadt Istanbul zu gründen. Dafür bringt der IS seit drei Jahren eine Zeitschrift in türkischer Sprache mit dem Titel „Erorberung Konstantiniyye“ (Kontsantiyye´nin Fethi) heraus. Wenn im IS eine Abspaltung mit einer türkischen IS-Gruppe zu Stande kommt, dann kommen die echten Probleme in die Türkei und nach Europa. Wir warnen.

 

Selbsternannte Deradikalisierungsspezialisten 

In Österreich und in Europa versucht der IS fleißig weiterhin, besonders sunnitische und alevitische Familien und Kinder, die ziemlich labil sind, durch salafistisch-wahabitische Konfessionen des Islam zu gewinnen, wo besonders in Österreich die deradikalisierenten Stellen sehr schwach sind, weil sie durch die politische Freunderlwirtschaft von Aktivisten und „selbst ernannten Beratern“ oder als „Feuerlöscher auftretende Brandstifter“, die aus diesem Geschäft per se Geld verdienen, auch nicht leistungsorientiert arbeiten, sondern sich selbst profilieren. Viele sunnitische und alevitische Familien in Österreich und besonders in Wien haben sich bei der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich darüber beschwert, dass ihre Kinder verloren gegangen sind.

Ziel: Türkei afghanisieren, irakisieren bzw. syrisieren

Nicht nur in Gaziantep, sondern in mehreren Städten in der Türkei sind IS-Hochburgen durch salafistisch-wahabitische IS-Strömungen vorhanden, die einfach bereit sind, in einem Bürgerkrieg in der Türkei genauso terroristische Aktivitäten auszuüben wie im Irak und Syrien. Kurz: Man will die Türkei syrisieren bzw. irakisieren, wie man es bereits bei den Städten Afghanistan und Pakistan gemacht hat.

 

Türken und Kurden sind Brüder seit 1000 Jahren

Weder die Türken sind Feinde der Kurden, noch die Kurden Feinde der Türken und das schon seit 1000 Jahren. Das will man die ganze Zeit propagieren, wobei man nur durch Brüderlichkeit und eine friedliche Politik ohne Hetze etwas dagegen machen kann.

Alle Parteien in der Türkei müssen jetzt gegen diese Hetze, die als Ziel hat, Türken gegen Kurden und Kurden gegen Türken aufzuhetzen und damit einen Bürgerkrieg zu verursachen, durch Frieden eine Antwort geben.

 

Säkulare Verfassung in der Türkei mit Demokratie stärken 

Die Türkische Kulturgemeinde Österreich wünscht allen politischen Verantwortlichen den Weitblick und die Erkenntnis, dass die Saat des Hasses und des Konfliktes in der Ungerechtigkeit liegt.

Das Resultat von blindem Fundamentalismus durch einen politisierten Islam und die Instrumentalisierung der Religion durch die Politik wird noch mehr Tote produzieren. Das Ziel sollte sein, die säkulare Verfassung der Türkei mit noch mehr demokratischen Gesetzen und die sterile Gewaltenteilung zu stärken, und als Beamte sollten nicht mehr Sektenbrüder, egal aus welcher islamischen Rechtsschule sie stammen, eingesetzt werden, sondern sie sollten den Verdienst (Liyakat) leisten und dafür die notwendige Bildung und Erfahrung haben.

Wir wünschen den Verletzen eine baldige Genesung und den Hinterbliebenen der Opfer viel Kraft in diesen schweren Stunden.

 

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160822_OTS0100/tkg-verurteilt-den-barbarischen-anschlag-in-tuerkei-gaziantep?utm_source=2016-08-22&utm_medium=email&utm_content=html&utm_campaign=mailaboeinzel

Dr. Melissa Günes
Generalsekretärin
Türkische KULTURgemeinde in Österreich

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27 07 2016
By: Redaktion 2 0

TKG verurteilt den abscheulichen Anschlag in der Kirche von Saint-Étienne-du-Rouvray

Wir müssen uns an diesen IS-Terror nicht gewöhnen, der Zwietracht, Hass und Vorurteil zementieren will. Der Vorstand und die Mitglieder der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich (TKG) sind in tiefster Trauer und bekunden hiermit ihr herzlichstes Beileid den Familien der Opfer, den Freunden und Bekannten in Saint-Étienne-du-Rouvray und der gesamten katholischen Kirche.

 

Der IS-Terror hat mehrere Väter und Mütter und man sollte hier diesen abscheulichen IS-Terror richtig diagnostizieren und die Bevölkerung unter dem Vorwand „Aufklärung“ nicht manipulieren bzw. die Wahrheit im Schatten lassen und sich unseren besseren Traditionen entledigen: nämlich der Vernunft, der Aufrechterhaltung des ethischen Prinzips, und der Suche nach unabhängigen Beweisen in Zeiten von Konflikten.

Wir sollten nicht auf diese schlimmen Traditionen zurückgreifen: nämlich auf das imperiale Vorrecht, auf Intervention, unterstützt durch ein tief sitzendes rassistisches Vorurteil so wie durch eine armselige Berücksichtigung der Geschichte ihrer eigenen Kulturen. Die Sümpfe, die seit Jahren für den IS-Terror vorbereitet wurden, verfolgen das Ziel mit diesen pseudo-islamischen Terrormilizen die Infrastruktur und das Zusammenleben der Menschen zu zerstören. Hier darf man keine falsche, eindimensionale Pauschalisierung machen und wir müssen uns folgende Frage stellen und eine Antwort finden, bevor es zu spät ist:

Wer dirigiert und finanziert die IS-Terroristen in der Welt?

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

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15 07 2016
By: Redaktion 2 0

Terror in Nizza: Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt den Terror aufs Schärfste!

Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt den Terror in Nizza in Frankreich aufs Schärfste. Der Vorstand und die Mitglieder der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich (TKG) sind in tiefster Trauer und bekunden hiermit ihr herzlichstes Beileid mit den Familien der Opfer, den Freunden und Bekannten und der Französischen Bevölkerung.

 

Terrorismus darf in keiner Art und Weise toleriert oder gerechtfertigt werden.Die größte Gefahr geht von jenen aus, die den Nährboden, den Sumpf für solchen Terror in der Welt aufbereiten und sich dann als Feuerlöscher vermarkten, obwohl sie die echten Brandstifter sind.

Dieser Terror hat mehrere Väter und Mütter und man sollte hier bei der Diagnose der „Hintermänner“ keine falsche, eindimensionale Pauschalisierung machen.

Wir erwarten von allen Institutionen und Regierungen, dass man hier gegen diesen Angst und Schrecken verbreitenden Terror den Slogan „Wir werden uns an diesen Terror nicht gewöhnen“ hochhält.

Genauso erwarten wir die entprechenden Aktivitäten in allen Ebenen zu schaffen und in aller Härte zu bekämpfen, ohne sich von den europäischen Grundwerten zu verabschieden.

Unser tiefstes Mitgefühl ist bei den Opfern und deren Angehörigen in diesen harten und schmerzlichen Stunden in Nizza.

Türkische KULTURgemeinde in Österreich
Obmann
Birol Kilic

 

Was ist Islam und was ist er nicht?

http://www.turkischegemeinde.at/index.php?id=2011&tx_ttnews %5Btt_news%5D=10418&cHash=42d35ee26e8d25e054c01252e6de39d7

 

Theologie des Verachten durch verfälschte Hadith

www.einspruch.at/index.php

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30 06 2016
By: Redaktion 2 0

TKG und ÖTH verurteilen den abscheulichen Terror in Istanbul scharf

Der Obmann der „Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG)“ Birol Kilic und der Präsident des „Österreichisch-Türkischen Handelsverbands(ÖTH)“ Ali Yavuz Kuscu haben den abscheulichen Anschlag in Istanbul scharf verurteilt und sind in tiefster Trauer und bekunden hiermit ihr herzlichstes Beileid mit den Familien der Opfer in der Türkei.

 

Wien. „Terrorismus ist eine internationale, kanibalistisch sich vermehrende Pest, wovon jedes Land betroffen sein kann. Niemand kann sagen: Es geht uns nichts an. Kanibalistisch deswegen, weil dieser Terror auch diejenigen treffen wird, die hier im In- und Ausland diesen Terror als Brandstifter vorbereiten, unterstützen und dann als Feuerlöscher auftreten. Man kann diesen Terror nicht auf einen Namen oder eine Richtung reduzieren, weil dieser Terror mehrere Mütter und Väter hat. Wir sollten hier alle Politiker in der Regierung und Opposition undalle Verantwortlichen in der Türkei aufrufen, sich gegenseitig nicht zu unterdrücken, sondern gemeinsam eine Versöhnungsebene zu finden, damit diese Terrorsümpfe in der Türkei überhaupt diagnostiziert und auch effektiv getrocknet werden können. Wer einen Sumpf trockenlegen will, darf nicht die Frösche fragen und die Türkei muss wieder zu dem außen- und innenpolitisch säkularen demokratischen Atatürk-Prinzip ‚Frieden zu Hause, Frieden in der Welt‘ zurückkehren.“, sagte der Obmann der TKG Birol Kilic.

 

„Hinter diesem Terror in Istanbul stecken mehrere Kräfte im In- und Ausland, die aus einem Stellvertreterkrieg stammen. Dieser Terroranschg am Istanbuler Flughafen ist ein abscheulicher Terror gegen die Menschheit. Die Türkei muss im Inland sofort zu einer politisch und rechtsstaatlich friedlichen Atmosphäre zurückkehren. Die Türkei sollte wieder stark an den säkularen und rechtsstaatlichen Prinzipien der Demokratischen Republik unbedingt festhalten und mit allen Mittel für diese Werte kämpfen“, sagte der Präsident des Österreich-Türkischen Handelsverbands.

 

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14 06 2016
By: Redaktion 2 0

TKG verurteilt aufs Schärfste den abscheulichen Terroranschlag in Orlando

 

Der Vorstand und die Mitglieder der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich (TKG) sind in tiefster Trauer und bekunden hiermit ihr herzlichstes Beileid mit den Familien der Opfer, den Freunden und Bekannten und der amerikanischen Bevölkerung.

 

Wien (OTS) – Terrorismus darf in keiner Art und Weise toleriert oder gerechtfertigt werden.Die größte Gefahr geht von jenen aus, die den Nährboden, den Sumpf für solchen Terror in der Welt aufbereiten und sich dann als Feuerlöscher vermarkten, obwohl sie die echten Brandstifter sind. Hier darf man nicht pauschalisieren, sondern muss ganz genau die Spreu vom Weizen trennen, damit man nicht in die Hände der Brandstifter spielt.

 

Der Vorstand und die Mitglieder der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich (TKG) sind in tiefster Trauer und bekunden hiermit ihr herzlichstes Beileid mit den Familien der Opfer, den Freunden und Bekannten und der amerikanischen Bevölkerung.

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich
Obmann
Birol Kilic

www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160614_OTS0069/tkg-verurteilt-aufs-schaerfste-den-abscheulichen-terroranschlag-in-orlando

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13 06 2016
By: Redaktion 2 0

CARITAS : „Enorme Zahl der rassistischen Angriffe in Deutschland“

Laut Caritas werden opfer rassistischer Gewalt werden im Stich gelassen.Der deutsche Staat vernachlässigt seine menschenrechtlichen Verpflichtungen, indem er Geflüchtete und andere People of Color nicht ausreichend vor Diskriminierung und rassistischen Angriffen schützt. Das geht aus dem neuen Amnesty-Bericht „Leben in Unsicherheit: Wie Deutschland die Opfer rassistischer Gewalt im Stich lässt“ hervor.

 

Berlin. Die deutschen Strafverfolgungsbehörden sind auch fünf Jahre nach ihrem Versagen beim NSU-Skandal nicht in der Lage, entschieden gegen rassistische Gewalt vorzugehen, die sich mehr denn je gegen Flüchtlinge und andere People of Color richtet. „Die Zahl der erfassten rassistisch motivierten Angriffe ist so hoch wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik“, sagt Selmin Çalışkan, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland.

 

„Das Bild, das Deutschland aktuell abgibt, könnte widersprüchlicher nicht sein: Auf der einen Seite haben wir die großartige, mitfühlende Willkommenskultur, die geprägt wird vom Engagement Zehntausender ehren- und hauptamtlicher Helferinnen und Helfer. Auf der anderen Seite sehen wir, wie rassistische Ressentiments mit erschreckender Hemmungslosigkeit ausgelebt werden.“

 

Oft brechen sich solche Vorurteile gewaltsam Bahn: „Die abstoßenden Angriffe traumatisieren Flüchtlinge und Asylsuchende, die ohnehin schon Krieg und Verfolgung durchleben mussten, bevor sie nach Europa geflohen sind“, sagt Marco Perolini, Researcher bei Amnesty International und Hauptautor des Berichts. „Fast täglich kommt es zu rechten Übergriffen, werden Menschen beleidigt, bedroht, verletzt, wird eine Flüchtlingsunterkunft angegriffen.“

 

Selmin Çalışkan: „Amnesty fordert die Innenministerkonferenz dazu auf, ein bundesweites Konzept zum Schutz von Flüchtlingsunterkünften vor rassistischen Angriffen zu vereinbaren.“

 

Gleichzeitig müssen die deutschen Strafverfolgungsbehörden rassistische Straftaten eben auch als solche behandeln. In dem Amnesty-Bericht finden sich zahlreiche Beispiele dafür, dass zum Beispiel Polizistinnen und Polizisten nicht erkennen, dass sie es mit einem Opfer rassistischer Gewalt zu tun haben.

 

„Die deutschen Strafverfolgungsbehörden haben aus ihrem Versagen beim NSU-Komplex wenig gelernt. Außerdem gibt es deutliche Hinweise darauf, dass deutsche Behörden ein Problem haben: institutionellen Rassismus – also das Unvermögen, alle Menschen angemessen und professionell zu behandeln, unabhängig von ihrer Hautfarbe, ihres kulturellen Hintergrunds oder ethnischen Herkunft“, so Çalışkan.

 

Amnesty fordert daher die Bundesregierung dazu auf, unabhängig untersuchen zu lassen, inwieweit institutioneller Rassismus bei den Strafverfolgungsbehörden, insbesondere in der Polizei, vorhanden ist und dieser die Ermittlungen bei rassistischen Straftaten behindert. 

 

Quelle :

Mag.a Christine Newald,
MA Pressesprecherin Amnesty International Österreich
Tel.: +43-1-78008-47
christine.newald(at)amnesty.at
www.amnesty.at

Christine Newald : „Den vollständigen Bericht Finden Sie im Internet, Interviews mit den deutschen Kollegen und englischsprachigen Researchern vermittle ich Ihnen gerne“

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25 05 2016
By: Redaktion 2 0

Veranstaltet wird der „Dialogue for climate action“ mit hochkarätiger Besetzung in Wien am 24. und 25. Mai 2016 von der World Bank Group und der Bundesministerium für Finanzen. Hakan Bulgurlu, CEO der zur Koc-Gruppe aus der Türkei, einer der 30 größten Familienunternehmen weltweit, gehörenden Arçelik-Gruppe, nahm im Rahmen des gestern und morgen in der Wiener Hofburg stattfindenden „Dialogue for climate action“ Stellung.

Wien. Hakan Bulgurlu nahm besonders Stellung zum Beitrag und zur Ausrichtung des Arcelik-Konzerns im globalen Kampf gegen den Klimawandel und der Erarbeitungen von industriellen Lösungen zur Verringerung von CO2-Emissionen.“Nachhaltigkeit ist kein ‚Nice-to-have‘, sondern ein erfolgreiches Geschäftsmodell“, äußerte sich Bulgurlu über die Chance den Kampf gegen den Klimawandel als Chance zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit zu nützen. 

„Wir wollen der Impulsgeber in unserer Branche sein“, deponierte der Arçelik-CEO bei der Podiumsdiskussion zum Thema „The CEOs Agenda and climate action“. „Wir überarbeiten unsere Planung laufend und nach aktuellsten technischen Erkenntnissen, um als einer größten Haushaltsgeräte-Produzenten weltweit unseren Beitrag zu leisten, welche rdie Verringerung Treibhausgas-Emissionen vorantreibt“.

 

Lebenszyklus von Produkten und Umweltauswirkungen im Fokus

Die Geschäftsweise von Arçelik A.Ş  Muttergesellschaft der Hausgerätemarken  Altus, Arctic, Beko, Blomberg, Defy, elektrabregenz, Flavel,  Grundig, Leisure, etc., ist fokussiert darauf ausgerichtet, den Lebenszyklus von Produkten zu verbessern. Denn unser Ziel ist nicht nur die Minimierung der Umweltauswirkungen unserer Produkte, sondern auch die Erhöhung der Energie- und Materialeffizienz von der Beschaffung bis zum Verkauf“, so Bulgurlu.

 

Nachhaltige Produkte und Verfahren als Gewinner

Der Umgang mit dem Klimawandel erfordert kollektives Handeln und globale Solidarität von Akteuren im öffentlichen und privaten Umfeld“, erklärte Arçelik-CEO Hakan Bulgurlu. Unternehmen, die eine Klimaschutzpolitik in ihre Strategien eingebunden und ihre Geschäftsmodelle an eine kohlenstoffarme Wirtschaft angepasst haben sowie gleichzeitig die neuen Ziele einer nachhaltigen Entwicklung für 2030 verfolgen, seien auf Erfolgskurs, so Bulgurlu. Nachhaltigkeit ist kein ‚Nice-to-have‘, sondern ein Geschäftsmodell bei Arcelik. Jene Industrien, die auf nachhaltige Produkte und Verfahren setzen, gewinnen Marktanteile, steigern die Wettbewerbsfähigkeit  und erzielen gleichzeitig die größten Einsparungen – im Unternehmen und zugunsten des gesamtgesellschaftlichen Interesses des Klimaschutzes“.

 

Rasanter Anstieg des Haushaltsgerätebedarfes bis 2030

„Wir tätigen jedes Jahr umfangreiche Investitionen in die Entwicklung energie- und wassersparender Produkte. Der Geschirrspüler, der nur 5,5 Liter Wasser verbraucht, ist dafür eines der besten Beispiele“ Bulgurlu, der aufgrund der erwarteten Zunahme der BIP, der Urbanisierung und der weltweit wachsenden Single-Gesellschaft einen rasanten Anstieg des Bedarfs an Haushaltsgeräten prognostiziert.

„Wir gehen davon aus, dass sich der Bestand an installierten Kühlschränken zwischen 2010 und 2030 um 70 Prozent erhöhen wird, und zwar in erster Linie in Nicht-OECD-Staaten. Energieeffizientere Geräte zu besitzen, bietet große Vorteile für die Verbraucher und führt gleichzeitig zu geringeren Treibhausgasemissionen.“

 

Solarenergie Kühlschrank für Südafrika

In Südafrika haben nur 47 Prozent der Bevölkerung Zugang zum Elektrizitätsnetz. Das hat Arçelik dazu veranlasst, für jene Provinzen ohne Strom einen Kühlschrank zu entwickeln, der mit Solarenergie betrieben wird. „Diese erfolgreiche kohlenstoffarme Lösung bietet nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern hat auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens in der Region gesteigert“, zieht Bulgurlu eine erfolgreiche Bilanz der konzernalen Bemühungen um einen Beitrag zu Versorgungssicherheit und Innovationen Klima-Schutzideen und –maßnahmen.

 

Industrie muss treibende Kraft für den Klimaschutz sein

Um erfolgreich für die Umwelt agieren zu können, brauchen Dialoge Führungskompetenz und strukturierte, nachhaltige Entwicklungsprozesse um Kreditgeber, Partner und Initiativen ins Boot zu holen, ist Bulgurlu überzeugt. Schlüssel-Komponenten für effektive Dialoge und Maßnahmen auf initiativer, freiwilliger industrieller Basis, die den private und öffentliche Sektor und die Zivilgesellschaft mitziehen.

Gesetzliche und regulatorische Reformen in Bezug auf die Reduzierung der Ausbeutung traditioneller Energiequellen würden, so die Ansicht von Bulgurlu, Innovationen und die Nutzung neuer Technologien beschleunigen, und Anreize für mehr Public-Private Partnerships (PPPs), bei denen Innovationswille, effizientes Management und Verhaltensänderungen in Richtung umweltverträglicher Produktionsmethoden und Produkte belohnt werden, z. B. mit bevorzugten Finanzierungen. Dies, so Bulgurlu, würde auch für den Konsumenten deutliche Vorteile, z.B. bei niedrigeren Preisen für umweltschonende Produkte bringen.

 

Eintreten für das Klimaabkommen

Arçelik fördert die Einführung von Energieeffizienzmaßnahmen durch internationale Vereinbarungen. Das Unternehmen unterstützt neu aufkommende Technologien und die Festlegung von Standards und Regelungen in Wachstumsmärkten in Zusammenarbeit mit Kontrollorganen. Arçelik ist ein Partner der SE4ALL-Initiative und setzt sich für das „Efficient Appliances and Equipment Global Partnership Program“ (Globales Partnerschaftsprogramm für sparsame Haushaltsgeräte und Ausrüstungen) der UNEP in Südafrika und in Thailand ein, zählt zu den Unterzeichnern der „United for Efficiency“-Initiative (U4E) im Rahmen der SE4ALL und nahm an der UN-Klimakonferenz COP21 in Paris maßgeblich teil. „Wir treten entschieden für das neue globale Klimaabkommen ein und sind seit Jahren bemüht unseren Beitrag dazu – auch zum besten der Wirtschaftlichkeit von Arcelik –zu leisten.

Der börsennotierte türkischer Hersteller von Haushaltsgeräten, der zu 57 % zur Koç Holding gehört, und in Österreich über die Elektra Bregenz AG die Marken Beko, elektrabregenz und Grundig vertreibt, ist in über 100 Ländern aktiv. Der Unternehmensschwerpunkt liegt hauptsächlich bei sogenannter „Weißer Ware“, Kleingeräten für Bad und Küche sowie Unterhaltungselektronik. Mit 14 Produktionsstätten in 5 Ländern (Türkei, Russland, Rumänien, China und Südafrika) und Vertriebsorganisationen in 19 Ländern beschäftigt das Unternehmen 19.000 Mitarbeiter. ( G.Walsch)

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23 05 2016
By: Redaktion 2 0

»Selam Opera!«: Die Komische Oper Berlin – eine für alle

Auf den Spuren der »Gastarbeiterroute« von Berlin über München, Wien, Belgrad und Sofia nach IstanbulOpernbus »Operndolmuş« der Komischen Oper Berlin gastiert in Wien: Am Mittwoch, 1. Juni 2016 im GB*10 (18 Uhr) und in der VHS Ottakring (20:30 Uhr)

 

Dass Musiktheater keine abgehobene Kunstform nur für das Bildungsbürgertum sein muss, sondern eine Bereicherung für Menschen jeglicher kultureller und sozialer Herkunft sein kann, beweist die Komische Oper Berlin bereits seit 2012: Seitdem trägt sie mit ihrem »Operndolmuş«, dem Opernbus im Rahmen des interkulturellen Projekts »Selam Opera!«, mit großem Erfolg Musiktheater in die Kieze der Hauptstadt. Dank der Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes und unterstützt von der Mercedes-Benz Niederlassung Berlin kommt dieses einzigartige Outreach-Programm nun erstmals international zum Einsatz: Ab 29. Mai 2016 fährt der Opern-Kleinbus von Berlin aus nach Istanbul und legt über die vier Stationen München, Wien, Belgrad und Sofia eine musikalische Spur entlang der sogenannten »Gastarbeiterroute« und gastiert am 1. Juni auf der zweiten Station in Wien im GB*10 und in der VHS Ottakring.

 

Der Operndolmuş ist eine Musiktheater-Vorstellung in Kleinbus-Besetzung: zwei Sänger_innen und drei Musiker_innen sowie ein_e Moderator_in fahren gezielt in Kieze, in denen besonders viele Bürger_innen unterschiedlicher kultureller Herkunft leben, und zeigen durch musikalische, künstlerische und persönliche Begegnungen, dass Musiktheater eine universell verständliche Sprache spricht. Seit Jahrhunderten durch interkulturellen Austausch geprägt, hat das Musiktheater gleichzeitig durch die Musik die Kraft, Gefühle und Erlebnisse über die Grenzen einzelner Kulturen erfahr- und erlebbar zu machen. Die Komische Oper Berlin hat sich diese Offenheit seit ihrer Gründung 1947 zu einem Grundsatz gemacht: Sie versteht sich als eine Oper »für alle«.

 

Der Operndolmuş geht auf eine mehr als 3000 km lange Reise entlang jener Strecke, die viele als »Gastarbeiter« in West-Deutschland tätige Arbeitsmigranten seit den 1960er Jahren alljährlich nutzten, um im Urlaub für einige Wochen in ihre ursprünglichen Heimatorte zurückzukehren. Für diese Reise entsteht eigens eine 45-minütige Musiktheaterrevue. Sie spürt den äußeren Beweggründen und seelischen Bewegungen nach, die die Menschen zu allen Zeiten dazu antreibt, ihr Glück in der Ferne zu suchen, auch wenn dies mit der Sehnsucht nach der Heimat einhergeht. Das Programm gestaltet sich dabei zugleich als Kurztrip durch die Geschichte des Musiktheaters: von den Anfängen der Oper in der italienischen Re- naissance über die Wiener Klassik, die italienische Opera buffa und die französi- sche Opéra comique, mit einem Abstecher über die osteuropäischen Meisterwerke der vorvergangenen Jahrhundertwende, bis zum Berliner Jazz-Musical der wilden 1920er Jahre.

 

Gemeinsam mit Kulturveranstaltern vor Ort, den Vereinigten Bühnen Wien (VBW) und der Magistratsabteilung 17 – Integration und Diversität der Stadt Wien sowie den Goethe-Instituten in Belgrad, Sofia und Istanbul als Partnern trägt das Ensemble der Komischen Oper Berlin nicht nur die Kunstform Musiktheater, sondern auch die Idee des »Operndolmuş« zu ganz unterschiedlichen Zuschauern_innen – von Nachbarschaftsgruppen aus München-Hasenbergl bis zum türkisch-bulgarischen Frauenverein, von den ehemaligen »Gastarbeitern« und ihren Nachfahren über die Alteingesessenen in den besuchten Ländern bis hin zu Menschen, die sich zwischen den Kulturen bewegen und zu Hause fühlen.

 

Zeitplan und Hintergrund zu den Veranstaltungsorten

 

29. Mai : Fahrt nach München

30. Mai: München

18 Uhr im Stadtteilkultur 2411

Blodigstraße 4, 3. Stock 80933 München www.stadtteilkultur2411.de

20:30 Uhr im Giesinger Bahnhof Giesinger Bahnhofplatz 1

81539 München www.giesinger-bahnhof.de

31. Mai: Fahrt nach Wien 1. Juni: Wien

18 Uhr im GB*10 Wien Quellenstr. 149, 1100 Wien

 

Die Gebietsbetreuungen Stadterneuerung – kurz GB* – sind eine Service- Einrichtung der Stadt Wien. Aktuell sind sie mit 9 GB*-Teams an 17 Standorten im Stadtteil tätig. Die Tätigkeitsschwerpunkte umfassen wohn- und mietrechtliche Beratung, Projektarbeit im öffentlichen Raum, Informationen zu Stadterneuerung und Aktivitäten im Gemeinwesen, für starke Nachbarschaft und ein gutes Zusammenlebens in der Stadt.

20:30 Uhr in der VHS Ottakring Ludo-Hartmann-Platz 7, 1160 Wien

 

Das Volksheim Ottakring wurde 1901 durch Ludo Moritz Hartmann und Emil Reich gegründet und 1905 erhielt es ein eigenes Gebäude und ist damit das älteste Volkshochschulgebäude Europas. Bereits im ersten Kursprogramm des Volksheims Ottakring aus den Jahren 1905/06 finden sich „Deutschkurse für Ausländer“. Den laufenden verändernden gesellschaftlichen und bildungspolitischen Rahmenbedingungen stellt sich die Volkhochschule Ottakring heute ebenso wie vor 100 Jahren: Wir wollen Bildung für alle zugänglich machen sowie inklusiv denken und handeln.

2. Juni: Fahrt nach Belgrad

3. Juni: zwei Auftritte in Belgrad 4. Juni: Fahrt nach Sofia

5. Juni: zwei Auftritte in Sofia

6. Juni: Fahrt nach Istanbul

7. Juni: erster Auftritt Istanbul 8. Juni: zweiter Auftritt Istanbul 9. Juni: Rückfahrt

 

Für Pressevertreter gibt es zum Zwecke der Berichterstattung die Möglichkeit, die Reise auf einzelnen Stationen zu begleiten. Wir freuen uns bei Interesse auf Ihre Kontaktaufnahme!

Vor der Abfahrt und nach der Rückkehr des Operndolmuş ist jeweils eine Auftakt- bzw. Abschlussveranstaltung in Berlin geplant. Die Termine werden bekannt gegeben.

 

Hintergrund

 

Der Operndolmuş auf der »Gastarbeiterroute« Vermittlungsprogramm und künstlerisches Konzept

 

Seit 2012 lädt die Komische Oper Berlin ihr Publikum nicht nur ins Opernhaus an der Behrenstraße ein, sondern trägt ihre Kunstform gezielt in jene Berliner Kieze, deren Bewohner mehrheitlich nicht zum traditionellen Opernpublikum gehören.

 

Der Operndolmuş, der auf eine Idee von Mustafa Akça, dem »Selam Opera!«- Projektleiter, zurückgeht, gastiert regelmäßig in Einrichtungen in Stadtteilen mit einem hohen Anteil von Bürger_innen unterschiedlichster Kulturkreise und präsentiert vor Ort ein musikalisches Vermittlungsprogramm. Seit Jahren wird das Projekt von der Robert Bosch Stiftung, der Deutsche Bank Stiftung und der Mercedes-Benz Niederlassung Berlin unterstützt, so dass es seit einem Jahr neben dem »Erwachsenendolmuş« auch einen »Kinderdolmuş« gibt, der vor allem in Grundschulen auftritt.

 

Die Dramaturgin Johanna Wall entwickelte nun, inspiriert durch zahlreiche Ge- spräche mit Zeitzeugen und entsprechend der fünf angefahrenen Stationen, eine Revue aus fünf szenisch-musikalischen Bildern. Wie in der Oper steht im Zentrum einer jeder dieser anekdotenhaften Situationen eine große und allgemein zugäng- liche Emotion, um die sich die jeweilige musikalische Szene entspinnt: vom Traum des großen Glücks in weiter Ferne bis zum zwiespältigen Vergnügen der Ankunft in der Realität des Hier und Jetzt, vom »Nicht-Wissen-Wo-Man-Eigentlich-Hinge- hört« über den bittersüßen Trost des Sich-Erinnerns bis zu der Idee, dass »Hei- mat« vielleicht doch einen Plural haben kann. An jeder Station wird die von Regisseurin Anisha Bondy in Szene gesetzte Revue in Zusammenarbeit mit lokalen interkulturellen Begegnungsstätten je zweimal an unterschiedlichen Orten für ganz unterschiedliche Zuschauer_innen gespielt. Dabei soll es zu Begegnungen der unterschiedlichsten Art kommen, denn der Operndolmuş sucht bewusst den kulturellen Austausch, bei dem das persönliche Gespräch mit dem Publikum unbedingt dazu gehört. Auch für die Künstler_innen des Operndolmuş – viele von ihnen »alte Dolmuş-Hasen« – wird es eine Entdeckungsreise zu unbekannten Orten, aber auch zu einem bisher weithin unbekannten Teil der deutschen Geschichte sein. In München, Wien, Belgrad, Sofia und Istanbul macht der Operndolmuş mit seiner multikulturellen Besetzung Halt, um mit den Menschen vor Ort in Kontakt zu treten und ihnen auf diese Weise Musiktheater als Ausdruck menschlicher Gefühle näher zu bringen, aber auch die gemeinsamen Erfahrungen und Geschichten zu teilen.

 

»Selam Opera!«: Die Komische Oper Berlin – eine für alle

 

Seit ihrer Gründung im Jahre 1947 versteht sich die Komische Oper Berlin als Opernhaus für alle. Dieser Gedanke wird durch den aktuellen Intendanten Barrie Kosky weitergeführt und nimmt nicht zuletzt im Projekt »Selam Opera!« Gestalt an, mit dem gezielt die große türkeistämmige Bevölkerung Berlins angesprochen werden soll, unter anderem mit dem Operndolmuş, mit individuell wählbaren Untertiteln auch auf Türkisch und Programmheftteilen in türkischer Sprache.

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.komische-oper-berlin.de

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22 03 2016
By: Redaktion 2 0

Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt den abscheulichen Terror in Brüssel

TKG: „Wir werden uns an diesen Terror nicht gewöhnen“

 

Wien (OTS) – Der Vorstand und die Mitglieder der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich sind erschüttert und in  tiefer Trauer.

Ziel dieser Terroranschläge ist an erster Stelle, die Menschen in Belgien und in allen europäischen Staaten an diesen Terror zu gewöhnen bzw. sie damit vertraut zu machen.

Dieser Terror hat mehrere Väter und Mütter und man sollte hier bei der Diagnose der „Hintermänner“ keine falsche, eindimensionale Pauschalisierung machen.

Wir erwarten von allen Institutionen und Regierungen, dass man hier gegen diesen Angst und Schrecken verbreitenden Terror den Slogan „Wir werden uns an diesen Terror nicht gewöhnen“ hochhält.

Genauso erwarten wir die entprechenden Aktivitäten in allen Ebenen zu schaffen und in aller Härte zu bekämpfen, ohne sich von den europäischen Grundwerten zu verabschieden.

Unser tiefstes Mitgefühl ist bei den Opfern und deren Angehörigen in diesen harten und schmerzlichen Stunden in Brüssel.

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich
Obmann
Dipl.-Ing Birol Kilic

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15 03 2016
By: Redaktion 2 0

TKG verurteilt den widerlichen Terroranschlag in Ankara und in Istanbul aufs Schärfste

Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt den abscheulichen Terroranschlag wie folgt! Versöhnung: „Frieden zu Hause, Frieden in der Welt“

 

Ein solcher Akt des Terrors im Herzen von Ankara (zum dritten Mal in sechs Monaten!) ist eigentlich eine Drohung für alle Länder. Im Namen der TKG verurteile ich die Bombenanschläge in Ankara auf das Schärfste und spreche den Angehörigen der Opfer unser tief empfundenes Beileid aus. Wir fordern sofort die Terroristen und diejenigen Kräfte, die hinter diesem Terror stehen, fündig zu machen.

Gegen Terror, egal in welcher Art, sollte man zusammenarbeiten und nicht in Schadenfreude agieren. Niemand sollte aus solchen Terrorakten versuchen Ziele zu erreichen, die eigentlich einen selbst treffen könnten. Wir vertrauen darauf, dass die demokratischen Kräfte in der Türkei jetzt zusammen stehen und die Gewaltspirale brechen.

Die Aussöhnung in der Türkei ist der einzige Weg, der die Türkei in eine sichere und wohlhabende Zukunft führt. Die Türkische AKP Regierung sollte hier die innere Aussöhnung in der Türkei als erste Aufgabe ab jetzt wahrnehmen und die Nah-Ost Konflikte und Interessen nicht in die Türkei  importieren bzw. exportieren. Wir trauen auch um diejenigen unschuldigen Menschen, auch um die in Süd-Ost Anatolien, die zwischen zwei Feuern geblieben sind und viele Opfer gebracht haben.

Wir fordern hier eine radikale Ausöhnungspolitik von der Regierung und von allen Parlamentsperteien in der Türkei beginnend aus der Region Südosttürkei. „Frieden zu Hause, Frieden in der Welt“ sollte der Leitspruch der Türkei Innen- und Aussenpolitik sein.

 

Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

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08 03 2016
By: Redaktion 2 0

TKG – Weltfrauentag: „365 Tage im Jahr: NEIN zu Gewalt gegen Frauen“

 

Anlässlich des Weltfrauentages ruft TKG ohne Wenn und Aber zu Aufklärung und Solidarität gegen Gewalt an Frauen auf. Gewalt an Frauen, unabhängig davon, welche Religion, welche Kultur und welche Staatsbürgerschaft der Täter hat.

 

Wien (OTS) – Die Agentur der europäischen Union für Grundrechte (FRA) veröffentlichte 2014 eine Studie zur Gewalt gegen Frauen. Darin kommt sie zu dem Ergebnis, dass 33% aller Frauen in der EU seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und sexuelle Gewalt erfahren haben. In Österreich gibt die Polizei bekannt, dass jeden Tag durchschnittlich 20 Wegweisungen von Männern aufgrund der Gewalttätigkeit gegen eine Frau geschehen, das macht im Jahr 7300 Gewaltfälle, die von der Polizei registriert wurden. Die Zahl der nicht registrierten Fälle ist vielleicht noch höher.

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sollte in Österreich nicht ein Lippenbekenntnis sein, sondern beginnend vom Kindergarten bis zur Reife des Kindes, besonders bei Männern, Werte für die gesamte Gesellschaft bilden. Bei der Gewalt gegen Frauen spielen kulturelle, soziale und wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. Um das zu beheben, unterstützt die TKG die in der österreichischen Verfassung festgeschriebenen Grundgesetze, wo die Würde des Menschen das höchste Gut der Gesellschaft darstellt und in allen Ebenen zu schützen ist.

Wir wissen, dass die Mehrheit der Menschen aus der Türkei keine Scharia und keinen religiösen Staat fordern und besonders in ihren Familien Frauen, Mütter und Töchter hochschätzen und unterstützen und vor allem Frauen und Männer gleich sehen. Sie haben mit österreichischen Werten und der österreichischen Verfassung nicht nur kein Problem, sondern vermitteln diese verinnerlichten Ansichten auch ihren Kindern. Gewalt gegen Frauen kennt keine regionalen, religiösen und kulturellen Grenzen. Deswegen fordern wir Solidarität, nicht nur am 8. März am Weltfrauentag, sondern 365 Tage im Jahr, gegen Gewalt an Frauen, unabhängig davon, welche Religion, welche Kultur und welche Staatsbürgerschaft der Täter hat.

 

www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160308_OTS0149/tkg-weltfrauentag-365-tage-im-jahr-nein-zu-gewalt-gegen-frauen

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

Obmann
Dipl.-Ing. Birol Kilic

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12 01 2016
By: Redaktion 2 0

Wir empfinden unendliche Trauer

Liebe Freunde, wir empfinden unendliche Trauer mit den Angehörigen und Freunden der Opfer des Terroranschlags von Istanbul. Was sind diese Terroristen doch für teuflische Amokläufer! Gegen die Menschheit und gegen den Islam.

 

Die westliche Antiterror-Strategie ist krachend gescheitert. Jeden Tag steigt durch unser geistloses Bombardieren die Zahl der internationalen Terroristen. Es ist Zeit für einen fundamentalen Strategiewechsel.

Ich fordere von unseren Politikern eine neue Anti-Terrorstrategie:

1.) Schneidet den IS von neuen Waffen und neuer Munition ab! Stoppt die saudischen Waffenlieferungen an die Terrorgruppen in Syrien!

2.) Schneidet den IS von neuen Kämpfern ab! Helft der Türkei, ihre Grenze zum ‚Anti-Islamischen Staat‘ zu schließen!

3.) Entzieht dem IS den Nährboden! Indem Ihr Euch für eine nationale Aussöhnung in Syrien und im Irak einsetzt! Der IS profitiert massiv von den Konflikten in diesen Ländern.

Wir sitzen alle in einem Boot: Juden, Christen, Muslime, Europäer, Araber, Kurden, Yesiden. Egal ob im Mittleren Osten, in Europa oder in den USA. Deutsche wie Migranten. Rassisten und Terroristen jedoch sind teuflische Kumpane. Augenzwinkernd profitieren sie voneinander. Wir sollten uns nicht von ihnen spalten lassen. Euer JT

 

Danke Jürgen Todenhöfer
Türkische KULTURgemeinde in Österreich

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07 01 2016
By: Redaktion 2 0

Stammt Ötzi von asiatischen Vorfahren („Pro Türken“) ab?

Was Ötzis Magenbakterium über die Besiedlung Europas verrät. Bioinformatiker rekonstruieren urzeitliche DNA. Ein internationales ForscherInnenteam um die Bioinformatiker Dmitrij Turaev und Thomas Rattei von der Universität Wien entdeckte Spuren des Bakteriums Helicobacter pylori im Verdauungstrakt der besterhaltenen Mumie aus der Steinzeit – „Ötzi“. Mit der Rekonstruktion des Genoms liegt nun der älteste bekannte Vertreter dieses Bakteriums vor und gibt Überraschendes preis: Frühe Einwanderer aus Asien müssen bei der Besiedlung Europas eine zentrale Rolle gespielt haben, denn das Genom stammt fast vollständig von asiatischen Vorfahren ab.

Department für Mikrobiologie und Ökosystemforschung
Universität Wien

 

Der Mensch lebt mit einer Vielzahl von Mikroorganismen, die sich an das Überleben in unserem Verdauungstrakt oder auf unserer Haut angepasst haben. Die meisten von ihnen sind für uns nützliche Bakterien, einige sind jedoch Erreger von Infektionskrankheiten, die bereits unsere frühen Vorfahren peinigten.

Das Bakterium Helicobacter pylori ist ein besonders interessanter Krankheitserreger und ein wichtiges Forschungsobjekt. Es ist seit mehr als 100.000 Jahren an den Menschen gebunden und hat sich an das Überleben im sauren Milieu des Magens angepasst. Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung ist mit diesem Erreger infiziert, wovon die überwiegende Mehrheit von 90 Prozent jedoch nicht erkrankt. So wird Helicobacter pylori seit langem von einer Generation an die nächste weitergegeben, und hat damit eine geografische Verbreitung erlangt, die die Stammesgeschichte der Menschen erstaunlich genau widerspiegelt.

Die Sequenzen ausgewählter Gene dieses Bakteriums ermöglichten es, die Ursprünge der Menschheit und die Geschichte der Wanderungsbewegungen der Völker mit hoher Genauigkeit nachzuvollziehen. Bisher konnten jedoch nur Daten von heute lebenden Menschen verwendet werden, auf deren Basis man die Geschichte der Völker mit Hilfe von Computerprogrammen rekonstruierte.

Die Helicobacter pylori-Genome der heutigen Europäer sind eine Mischung aus Bakterien afrikanischer und asiatischer Abstammung. Viele Fragen zum genauen Ursprung dieser Vermischung sind bis heute ungeklärt.

In einem bislang einzigartigen Forschungsprojekt suchte ein interdisziplinäres WissenschafterInnenteam daher nach Spuren von Helicobacter pylori in der Gletschermumie. Ötzis Magen war erst vor wenigen Jahren aufgrund neuer radiologischer Daten in der Mumie lokalisiert worden. Gemeinsam mit ihren KollegInnen der EURAC (Europäische Akademie Bozen), der Universität Kiel, der Veterinärmedizinischen Universität Wien und weiterer Partner, werteten die Bioinformatiker Dmitrij Turaev und Thomas Rattei von der Universität Wien die aus Ötzis Verdauungstrakt gesammelten DNA-Sequenzen aus und entdeckten tatsächlich Spuren des Bakteriums Helicobacter pylori.

Das Genom des Bakteriums wurde mit Hilfe einer speziell entwickelten Anreicherungsmethode für dessen bereits gealtertes und in Fragmente zerfallenes Erbgut sequenziert. So konnten am Ende mehr als 90 Prozent des Helicobacter pylori-Genoms aus Ötzis Magen rekonstruiert werden.

Der Vergleich des 5.300 Jahre alten Bakteriengenoms aus Ötzis Magen mit Daten der heutigen Europäer brachte eine große Überraschung: Es entspricht so gut wie vollständig der asiatischen Komponente. „Das lässt sich am besten dadurch erklären, dass der Hauptteil der afrikanischen Bevölkerungskomponente erst nach Ötzis Lebenszeit, also in den letzten 5.000 Jahren, nach Europa eingewandert ist“, erklärt Thomas Rattei. „Ötzis Magen-Bakterium stützt also jene Theorie, wonach frühe Einwanderer aus Asien bei der Besiedlung Europas eine zentrale Rolle gespielt haben“.

Zugleich demonstriert dieses Forschungsergebnis eindrucksvoll das große Potenzial moderner Methoden zur Analyse alter DNA in Verbindung mit speziellen Methoden der Bioinformatik. Die Entdeckung und Genomrekonstruktion von Ötzis Helicobacter pylori ist somit erst der Anfang eines neuen Forschungsgebietes, in dem ForscherInnen die Evolution des Menschen, seiner Krankheitserreger und seiner Umwelt anhand tausende Jahre alter Mikroorganismen nachvollziehen können.

 

Publikation in „Science“:

„The 5,300-year-old Helicobacter pylori genome of the Iceman“: Frank Maixner, Ben Krause-Kyora, Dmitrij Turaev, Alexander Herbig, Michael R. Hoopmann, Janice L. Hallows, Ulrike Kusebauch, Eduard Egarter Vigl, Peter Malfertheiner, Francis Megraud, Niall O´Sullivan, Giovanna Cipollini, Valentina Coia, Marco Samadelli, Lars Engstrand, Bodo Linz, Robert L. Moritz, Rudolf Grimm, Johannes Krause, Almut Nebel, Yoshan Moodley, Thomas Rattei, Albert Zink,
DOI: http://www.sciencemag.org/lookup/doi/10.1126/science.aad2545

 

Quelle:
Wissenschaftlicher Kontakt

Department für Mikrobiologie und Ökosystemforschung
Universität Wien
Rückfragehinweis
Mag. Alexandra Frey
alexandra.frey@univie.ac.at

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24 09 2015
By: Redaktion 2 0

Frohes Opferfest

Eid (Ul-Adha) Mubarak / Kurban Bayram Mubarek Kurban Bayramınız kutlu olsun. Wir wünschen im Namen der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG) allen unseren muslimischen Brüdern und Schwestern ein schönes Opferfest im Kreise ihrer Familien und Freunde. 

 

Das Opferfest ist eines der höchsten religiösen Feste für Muslime. Die Feierlichkeiten dauern vier Tage und beginnen gleichzeitig mit den bedeutendsten Tagen der Wallfahrt nach Mekka. Es ist ein bewegliches Fest, das sich jedes Jahr um ungefähr 10 Tage verschiebt.

 

Im Gottvertrauen ist der Prophet Abraham vielen Muslimen, Juden und Christen ein großes Vorbild. Alle drei Religionen kennen eine Überlieferung, nach der Abraham aus Liebe und Vertrauen zu Gott sogar bereit war, seinen Sohn zu opfern. Gott erlöste ihn jedoch und hielt ihn im letzten Moment von der Tat ab. Abraham musste schließlich nur ein Tier opfern.

 

Der Ursprung des Opferfestes ist auf eine Begebenheit im Koran mit dem Propheten Ibrahim zurückzuführen. Ibrahim und seine Frau waren lange kinderlos. Nach vielen Gebeten bekamen sie zwei Söhne. Zur Prüfung seiner Ergebenheit wurde ihm durch Träume aufgetragen, einen Sohn zu opfern.

 

Als Zeichen seiner Dankbarkeit und seines Gehorsams wollte Ibrahim diese Pflicht auch erfüllen. Doch im letzten Augenblick wurde er von dieser Aufgabe entbunden. Statt seines Sohnes durfte er ein Schaf opfern. Zum Gedenken an den Propheten Abraham und dessen Erfahrung mit göttlicher Barmherzigkeit begehen die Muslime das Opferfest.

 

Es ist ebenso ein Ausdruck ihrer Ergebenheit wie auch ihres Vertrauens in Allahs Gnade. Der Grundgedanke ist das Spenden an andere Menschen und das Teilen (Infak/Paylaşma).

 

In Gedanken sind wir bei den Menschen, die um ihre ermordeten oder verunglückten Angehörigen trauern oder auf der Flucht sind, unabhängig davon welcher Religion sie angehören, ob es sich nun um Muslime, Christen, Juden oder Yesiden handelt.

 

Wir hoffen und streben danach, dass die Vernunft und die Stimmen für einen Frieden in diesen Zeiten von Flucht und Vertreibung Oberhand bekommen.

 

Wirtschaftlicher Egoismus, blinder Nationalismus und religiöser Fanatismus haben noch nie zu einem besseren Leben geführt. Wir müssen das Gemeinsame vor das Trennende stellen und jene in die Schranken weisen, welche die Religionen missbrauchen, um ihre Interessen durchzusetzen.

 

Der unumgängliche Lösungsansatz der gegenwärtigen Konflikte liegt in der Implementierung einer säkularen, überkonfessionellen Ethik, besonders in der muslimischen Welt. Wir sind der festen Überzeugung, dass der Schlüssel zu einer langfristigen Lösung der gegenwärtigen Probleme im Nahen Osten und Nordafrika in dieser säkularen Ethik liegt, welche wiederum auf einer globalen Verantwortung basieren soll.

 

Wir müssen Brücken zwischen den Kulturen, Religionen und Ethnien bauen. Zusätzlich zum herkömmlichen Religionsunterricht gehört daher ein Ethikunterricht verankert, damit das Gemeinsame wie Nächstenliebe, Mitgefühl und Respekt in der Erziehung Eingang findet. Der Ethikstoff sollte den religiösen Unterricht nicht ersetzen, sondern muss ihn unbedingt ergänzen.

 

Eine säkulare Ethik schärft die sozialen Fähigkeiten und soll nicht aus Verboten und Zwängen bestehen, sondern die Anleitung zu einem friedlichen und unterstützenden Miteinander beinhalten.

 

Wenn wir es schaffen, allgemein verbindlichen säkularen ethischen Werten zu folgen, werden wir über die Grenzen hinweg Frieden stiften und in Dialog treten können.

 

Ein realistischer Blick auf die Gegenwart zeigt, dass ein universeller Zugang zu Fragen der Ethik unumgänglich ist. Der gemeinsame Weg führt über mehr Verantwortung auf globaler, europäischer, nationaler und regionaler Ebene. Frieden und Wohlstand werden nur dann von Dauer sein, wenn die Völker in ihrer Entwicklung und ihrem Fortkommen frei sind, wenn die einzelnen Menschen Arbeit, Bildung und Essen haben und die allgemein gültigen Menschenrechte als Mindestkonsens verbrieft und umgesetzt werden. Egoismus und blinder Nationalismus führen letztlich nicht zu einem besseren Leben, die Geschichte ist der beste Beweis dafür.

 

Möge das Opferfest für alle Menschen mehr Gesundheit, mehr Wohlergehen und insbesondere mehr Frieden bescheren.

 

Ein fröhliches gesegnetes Opferfest wünscht Ihnen, Ihren Freunden und Nachbarn die

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

Obmann
Dipl.-Ing. Birol Kilic

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10 09 2015
By: Redaktion 2 0

TKG verurteilt Terror in der Türkei

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt Terrorangriffe gegen die Türkei und Anschläge auf die Hürriyet-Redaktion. In der letzten Zeit befindet sich die Türkei in einer angespannten und sehr beunruhigenden Lage, die eng verbunden ist mit dem innenpolitischen Geschehen und auch mit der Hetze diverser in- und ausländischer Kräfte der letzten Jahre. Wir verurteilen im Namen der TKG die Terrorangriffe gegen die Türkei auf das Schärfste und sprechen den Familien der Opfer der Terrorangriffe und anderer Attacken gegen Polizei- und Militäreinheiten unser Mitgefühl aus. Wir verurteilen auch die Anschläge auf die oppositionellen Parteien in der Türkei. Terrorismus darf in keiner Art und Weise toleriert oder gerechtfertigt werden.

Die letzten Ereignisse rund um die Anschläge auf die türkische Tageszeitung Hürriyet zeigen jetzt die unglaublichen Auswirkungen dieser politischen Schieflage auch auf die Medienwelt in der Türkei. Wir bedauern, dass die Zeitung „Hürriyet“ zweimal in 72 Stunden überfallen wurde und verfolgen die aktuellen Ereignisse mit ernsten Befürchtungen.

Das Redaktionsgebäude der angesehenen „Hürriyet“ wurde mit Steinen beworfen und die Mitarbeiter von mit Stöcken bewaffneten Schlägern überfallen. Wir lehnen diese Gewalttat entschieden ab. Die Täter und deren Auftraggeber müssen ausfindig gemacht und vor Gericht gestellt werden. Die Türkische KULTURgemeinde verurteilt solche Angriffe strengstens.

Unsere Sorgen und Ängste um die Demokratie und den Parlamentarismus haben sich zusätzlich dadurch verstärkt, dass man bisher keine einzige Kritik oder Stellungnahme von den regierenden Politikern – vor allem dem türkischen Präsidenten und dem türkischen Premierminister –  zu diesen Angriffen gehört hat. Auch die Parteispitzen müssen sich klar zu dem Vorfall äußern.

Die TKG ruft alle österreichischen Parteien, insbesondere die Parlamentarier des Europäischen Parlaments, auf, diesem Schritt eine klare Absage zu erteilen. Alles andere wäre ein Schlag ins Gesicht der Vertreter der Demokratie und der säkularen Muslime in und außerhalb der Türkei.

Die TKG ruft alle Vertreter der diversen österreichisch-türkischen Kulturvereine aus der Türkei, welche sich in Österreich niedergelassen haben, dazu auf, die Konflikte nicht nach Österreich zu tragen. Die Vorstände der diversen Vereine tragen in diesen schwierigen Zeiten eine besondere Verantwortung. Die TKG ersucht höflichst, die Menschen nicht gegeneinander aufzuhetzen. Wir haben in Österreich die Möglichkeit, die unterschiedlichen Haltungen ohne Angst vor Repressalien auf demokratische Weise zum Ausdruck zu bringen.

Die TKG vertraut darauf, dass die Türkei einen Weg aus diesen schwierigen Zeiten finden wird. Dieser Weg soll und muss aber unserer Meinung nach ein demokratischer sein, um den Frieden im Land zu gewährleisten.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

Dipl.-Ing. Birol Kilic
Obmann

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25 03 2015
By: Redaktion 2 0

TKG ruft zur Unterstützung auf

Wien – Jeder Euro ist ein Zeichen gegen diese Unmenschlichkeit. Erstarren wir nicht vor diesem Genozid wie ein Kaninchen vor der Schlange in unserem schönen Büro oder Zuhause vor dem Computer. Handeln wir!“

 

In Syrien herrscht ein blutiger Krieg, der täglich neue Opfer fordert.

Laut UHNCR werden in den Nachbarländern täglich 5.000 neue Flüchtlinge registriert.

Millionen Menschen brauchen dringend Hilfe, die meisten davon sind Frauen und Kinder.

Täglich werden in Syrien auch Buben und Mädchen getötet oder verwundet, viele fliehen in die Nachbarländer, oft ohne ihre Eltern.

 

nachbarinnot.orf.at

 

Die Türkische KULTURgemeinde ruft auf, die Aktivitäten des Internationalen Komitees des Roten Kreuz (IKRK) im Nordirak und Nordsyrien zu unterstützen. Das IKRK verteilt Hilfsgüter an Flüchtlinge – allen voran Wasser und Nahrungsmittel – und leistet medizinische Hilfe in den Städten Erbil, Mosul, Kirkuk und Kobane.

Seit gestern hat das Rote Kreuz ein Spendenkonto mit dem Kennwort „IRAK“ eingerichtet.

 

TKG bittet um Spenden:

ROTEZ KREUZ
Erste BankIBAN: AT57 2011 1400 1440 0144, BIC: GIBAATWWXXX
Kennwort: Irak

 

Die Generalsekretärin der TKG, Melissa Günes : „Die Türkische KULTURgemeinde begrüsst diese Aktivitäten, nimmt selbst daran teil und ruft auch alle anderen Menschen, egal welcher Religion oder Herkunft zum Spenden auf. Spenden wir 5 Euro, 10 Euro oder mehr. Jeder Cent, jeder Euro, der an dieses Konto geht, ist ein Zeichen gegen diesen Genozid, gegen diese Unmenschlichkeit, die uns wie ein Kaninchen vor der Schlange erstarren lässt. Jeder Betrag bedeutet, ich habe mindestens etwas getan, es ist mir nicht egal. Beteiligen Sie sich gegen diesen Mord im Nordirak. Das Rote Kreuz leistet direkt Hilfe vor Ort und das mit Transparenz. Die TKG glaubt an die Möglichkeit eines friedlichen Zusammenlebens in einer Gemeinschaft, in der wir unsere friedlichen Ideen teilen und Freundschaften knüpfen können, unabhängig von Herkunft, Religion und sozialer Stellung. Egal welcher Religion wir angehören, wir dürfen unsere Augen und Herzen angesichts des Genozids im Irak nicht verschließen!. Im Nahen Osten passiert ein Massaker in der Qualität und Quantität eines schrecklichen Genozids, der von ‚angeblichen sunnitisch Fundemantalisten‘, die ‚islamische Markenslogans‘ verwenden, verübt wird. TKG verurteilt auf das schärfste diese Unmenschlichkeiten in Namen der Religion Islam .Das Wort ‚Islam‘ besteht aus den Wörtern ‚Selam‘ und ‚Silm‘. Das Wort ‚Selam‘ bedeutet Friede, Glück, Wolhbefinden und Vetrauen, welche die Rahmenbedingungen des Glaubens beschreiben, die jeder Moslem verpflichtet ist zu schaffen. Im Irak werden gerade alle diese Werte zu Nichte gemacht und alle, besonders Moslems, müssen hier gegen diesen Terror im Namen Ihrer Religion aufstehen.

 

WIR müssen unsere Stimme gegen die Massaker im NordIrak und Nordsyrien erheben!

 

…..Für die Kobanische Kurden in Nordsyrien

 

… FÜR die Yezidischen Kurden . FÜR unsere christlichen Brüder und Schwestern

 

… FÜR die Aleviten, die schiitischen Türkmenen und die Muslime Verhetzung, Vertreibung und Mord haben im Irak eine fürchterliche Dimension erreicht. Hier wird der Glaube massiv missbraucht. Hier wird der Gottesname missbraucht?Diese IS-Terroristen haben mit dem wahren Islam nichts zu tun! Das sind Mörder und Verbrecher!bJeder Euro ist ein Zeichen gegen diese Unmenschlichkeit. Erstarren wir nicht vor diesem Genozid wie ein Kaninchen vor der Schlange in unserem schönen Büro oder Zuhause vor dem Computer. Handeln wir!“

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06 02 2015
By: Redaktion 2 0

Talk im Hangar 7 – Europas Extremisten – Wie gefährdet ist Österreich?

Servus TV – 23.01.2015 Europas Extremisten – Wie gefährdet ist Österreich?   Die Attentate von Paris und weitere Terrordrohungen gegen Europa haben die Debatte über den Islam und die Zuwanderung neu entfacht. Ist die gesellschaftliche Ausgrenzung der Grund für die zunehmende Radikalisierung gewisser muslimischer Gruppen? Oder ist die Religion der Grund? Während muslimische Organisationen und westliche Politiker behaupten, die Anschläge islamischer Extremisten hätten nichts mit dem Islam zu tun, kritisieren andere die Gewaltbereitschaft des Islam.   Die Frage, wie sich unsere Gesellschaft vor religiösen Extremisten schützen kann, ohne dabei alle Muslime unter Generalverdacht zu stellen, steht im Zentrum der Debatte. Tatsache ist: Rund 570.000 Muslime suchen ihren Platz in der österreichischen Gesellschaft. Nicht alle sind bestens integriert. Islamische Identität in einem europäischen Umfeld – kann das gut gehen?

 

www.servustv.com/at/Medien/Talk-im-Hangar-781

 

Talk im Hangar 7

Servus TV – 23.01.2015

 

Moderation: Michael Fleischkacker

 

Gäste:

Susanne Scholl – Journalistin und Auslandskorrespondentin

Birol Kilic – Präsident der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich

Friedrich Steinhäusler – Physiker und Terror-Experte

Henryk M. Broder – islamkritischer Publizist und Kolumnist

Gerhard Haderer – österreichischer Karikaturist

 

 

Talk im Hangar 7

Servus TV – 23.01.2015

 

Die Attentate von Paris und weitere Terrordrohungen gegen Europa haben die Debatte über den Islam und die Zuwanderung neu entfacht. Ist die gesellschaftliche Ausgrenzung der Grund für die

zunehmende Radikalisierung gewisser muslimischer Gruppen? Oder ist die Religionder Grund? Während muslimische Organisationen und westliche Politiker behaupten, die Anschläge islamischer Extremisten hätten nichts mit dem Islam zu tun, kritisieren andere die Gewaltbereitschaft des Islam. Die Frage, wie sich unsere Gesellschaft vor religiösen Extremisten schützen kann, ohne dabei alle Muslime unter Generalverdacht zu stellen, steht im Zentrum der Debatte.

 

Tatsache ist: Rund 570.000 Muslime suchen ihren Platz in der österreichischen Gesellschaft. Nicht alle sind bestens integriert. Islamische Identität in einem europäischen Umfeld – kann das gut gehen?

 

Fest steht: Die Drohungen islamistischer Extremisten beschäftigen den heimischen Verfassungsschutz. Die Sicherheitsbehörden sind alarmiert, die Politiker besorgt und die Bürger verunsichert. Europas Extremisten verbreiten Angst und Schrecken. Viele Staaten reagieren mit verstärkten Kontrollen und Anti-Terror-Aktionen. Spezial-Einheiten werden aufgerüstet. Die Überwachung intensiviert.

 

Wie groß ist die islamistische Gefahr in Österreich wirklich? Sollten wir als Reaktion auf die jüngste Terrorwelle unsere Einwanderungspolitik überdenken? Holen wir mit den Flüchtlingsströmen auch automatisch den Terror mit ins Land? Wie kann verhindert werden, dass sich junge Muslime radikalisieren? Wer stoppt den Vormarsch der Extremisten?

 

Moderation
Michael Fleischhacker

 

Gäste:

Susanne Scholl – Journalistin und

Auslandskorrespondentin

Birol Kilic – Präsident der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich

Friedrich Steinhäusler – Physiker und Terror-Experte

Henryk M. Broder – islamkritischer Publizist und Kolumnist

Gerhard Haderer – österreichischer Karikaturist

 

Sendetermine:

Freitag 23.01.2015 | 2:20
Donnerstag 22.01.2015 | 22:20

 

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07 01 2015
By: Redaktion 2 0

Türkische Kulturgemeinde (TKG) verurteilt auf das Schärfste den abscheulichen Terroranschlag in Paris

Wien – Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt auf das Schärfste den abscheulichen Terroranschlag in Paris.

 

TKG-Obmann Birol Kilic verurteilt die Angriffe auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ wie folgt scharf: „Ein solcher Akt des Terrors im Herzen von Paris gegen Vertreter einer kritischen Presse ist eine abscheuliche Tat und eine Barbarei der Sonderklasse, die mit dem wahren Islam nichts zu tun hat. Jede Meinung ist für uns wichtig. Auch die kritischer Andersdenkender. Die Journalisten sind die Märtyrer der Freiheit.

 

Unser tiefes Mitgefühl gehört den Familien, Freunden und Kollegen der Opfer in Paris.

 

Das ist ein frontaler Angriff auf unsere demokratischen Werte und die Freiheit unserer Gesellschaften, dem wir uns zusammen mit aller Kraft entgegenstellen müssen. Wir sind schockiert und entsetzt, rufen aber alle demokratischen Kräfte auf, sich nicht einschüchtern zu lassen.“

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03 12 2013
By: Redaktion 2 0

Hilferuf von der Türkischen KULTURgemeinde für die Hochwasseropfer in Österreich

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich ruft ihre Mitglieder auf, den Hochwasser-Opfern in Österreich beizustehen. Nicht nur Mitglieder, sondern auch alle türkischen Vereine und türkischsprachigen Zeitungen sowie die über 350.000 Menschen aus der Türkei in Österreich, egal welchen Alters und Klein-, Mittel- und Großunternehmen werden aufgrund dieser große Flutkatastrophe gebeten, Hilfe zu leisten, materiell oder immateriell.

 

Tausende österreichische Einwohner sind durch die Flut in ihrer Existenz bedroht und brauchen Ihre Hilfe. Bis jetzt haben sich bei der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich hunderte türkische Familien gemeldet, um zu erfahren, wie sie helfen können. Hiermit geben wir die Kontodaten einiger für die Flut-Opfer eingerichteten Spendenkonten an (siehe unten).

 

Wir danken auch der Yeni Vatan Gazetesi („Neue Heimat Zeitung“), einer österreichischen Zeitung in türkischer Sprache für die Titelseite in der nächsten Ausgabe, auf der ihre Leser und Leserinnen (über 200.000) einen Hilferuf in türkischer Sprache vorfinden werden, der sie diesbezüglich sensibilisieren soll, wie auch schon im Jahre 2002. Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich wird auch von ihren Mitgliedern spontan gesammelte Gelder an die unten angegebenen Konten überweisen.

 

 

  • ROTES KREUZ: Erste Bank, Kontonummer 40014400144, Bankleitzahl 20111
    Kennwort „Hochwasser“
  • CARITAS: Erste Bank, Kontonummer 01234560, Bankleitzahl 20111 sowie PSK, Kontonummer 7700004, Bankleitzahl 60000, Kennwort „Katastrophenfonds Österreich“
  • LAND NÖ: Hypo NÖ Landesbank, Kontonummer 04455014455, Bankleitzahl 53000, Kennwort „Hochwasser 2013“
  • LAND OÖ: Hypo OÖ Landesbank, Kontonummer 800003, Bankleitzahl 54000, Kennwort „Hochwasserhilfe OÖ 2013“

 

Rückfragen:
www.turkischegemeinde.at

 

Obmann der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich, Hr. Dipl.Ing. Birol Kilic, b.kilic(at)turkischekulturgemeinde.at , Tel: 01/513 76 150 oder Mobil: 0699/133 687 49

 

Generalsekretärin der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich, Fr. Dr. Melissa Günes, m.günes(at)turkischegemeinde.at, Tel: 01/513 76 150

 

Öffentlichkeitsarbeit der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich, Hr. Mag. Ata Sel, a.sel(at)turkischegemeinde.at, Tel: 01/513 76 150

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10 07 2010
By: Redaktion 2 0

TKG: Türkei und Österreich müssen gegenseitige Empathie zeigen

Die Türkei hat immense Probleme. Österreich genauso, aber anders geartete. Den Besuch des türkischen Wirtschaftsministers sollte man nicht emotionalisieren.

Wien (OTS) – Laut österreichischer Presse ist der türkische Wirtschaftsminister Nihat Zeybekci um den 15.07.2017 in Österreich mit folgender Argumentation nicht erwünscht: „Der Außenminister akkordiert mit dem Bundeskanzleramt und verbietet dem türkischen Wirtschaftsminister zum einjährigen Putschgedenken die Einreise. Es bestehe „Gefahr für öffentliche Ordnung und Sicherheit“

Der 15.07.2017 ist für Millionen Menschen in der Türkei und auch im Ausland ein wichtiger und schmerzlicher Tag, egal auf welcher Seite man steht. In Österreich leben über 300.000 Menschen aus der Türkei, die gerade wegen des letzten Referendums in der Türkei in den letzten fünf Jahren mit mehreren Demonstrationen auf den Straßen Wiens Bezug auf die Türkei nahmen. Aufgrund dieser Demonstrationen wurden Menschen aus der Türkei mit immensen Schwierigkeiten konfrontiert.

 

Großen Nachteil für Österreich

Es entstanden Probleme, die die Bereiche Integration und Zusammenleben in Österreich massiv erschwerten. Viele Menschen fühlen sich verfolgt, erpresst und in ihrer freien Meinungsäußerung massiv eingeschränkt. Wir erleben in einen freien demokratischen Land wie Österreich Dinge, die nicht normal sind und den inneren Frieden in Gefahr bringen. Das alles stellt einen „großen Nachteil“ für Österreich dar.

TKG zeigt vollstes Verständnis dafür, dass man der Opfer des Putschversuches vom 15.07.2016 in aller Ehre gedenkt. Wir sind fest davon überzeugt, dass auch die österreichische Regierung und das Außenministerium ein Zeichen der Solidarität setzt und Empathie für die Freunde und Angehörigen der Opfer hat.

Wir sind, besonders vor den bevorstehenden Wahlen im Oktober 2017, in einer prekären Lage, in der Menschen aus der Türkei ständig thematisiert werden. Realistisch gesehen erwarten wir auch vom türkischen Wirtschaftsminister, dass die innere Sicherheit und das Zusammenleben in Österreich geschätzt werden. Die ÖsterreicherInnen sehen die Türkei als Freund und wünschen sich einen starken demokratischen Rechtsstaat mit gute kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen. Aus diesem Grund sollten beide Länder Empathie und Respekt zu inneren Angelegenheiten, besonders in diesen schwierigen Zeiten, zeigen.

 

Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG)
DI Birol Kilic

 

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170710_OTS0114/tkg-tuerkei-und-oesterreich-muessen-gegenseitige-empathie-zeigen

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05 06 2010
By: Redaktion 2 0

TKG verurteilt den widerlichen Terroranschlag in Barcelona aufs Schärfste!

Die Türkische Kulturgemeinde Österreich (TKG) ist in diesen Stunden mit den Gedanken bei den Angehörigen der Todesopfer und den Verletzten die bei der jüngsten Terroranschlag in Barcelona . TKG verurteile auch den Anschlag auf das Schärfste. Im Stadtzentrum von Barcelona ist am Donnerstag (17.08.2017) ein Lieferwagen in eine Menschengruppe gerast. Traurige Bilanz: 13 Tote, mehr als 100 Verletzte.

 

Der Obmann der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich, Birol Kilic, verurteilt den widerlichen Terroranschlag in Barcelona wie folgt scharf:

„Im Namen der Türkische KULTURgemeinde in Österreich(TKG)  verurteilen wir die abscheuliche Terror in Barcelona  auf das Schärfste und sprechen den Angehörigen der Opfer unser tief empfundenes Beileid aus. Unser tiefstes Mitgefühl ist bei den Opfern und deren Angehörigen in diesen harten und schmerzlichen Stunden in Barcelona. Dieser Terroranschlag  ist ein abscheulicher Terror gegen die Menschheit.

 

Welche „Kräfte“ stecken hinter diesem Terror?

 

Wir fordern sofort die Terroristen und diejenigen Kräfte, die hinter diesem Terror stehen, fündig zu machen. Man kann diesen Terror nicht auf einen Namen oder eine Richtung reduzieren, weil dieser Terror mehrere Mütter und Väter hat.  Hinter diesem Terror in Barcelona stecken mehrere Kräfte im In- und Ausland.


Eine Drohung für alle Länder

 

Gegen Terror sollte man, egal in welche Art, zusammenarbeiten und nicht in Schadenfreude agieren. Niemand sollte aus solchen Terrorakten versuchen Ziele zu erreichen, die eigentlich einen selbst treffen könnten. Ein solcher Akt des Terrors im Herzen von  Barcelona ist eigentlich eine Drohung für alle Länder. Terrorismus ist eine internationale, kannibalistisch sich vermehrende Pest, wovon jedes Land betroffen sein kann.  Niemand kann sagen: Es geht uns nichts an. Kannibalistisch deswegen, weil dieser Terror auch diejenigen treffen wird, die hier im In- und Ausland diesen Terror als Brandstifter vorbereiten, unterstützen und dann als Feuerlöscher auftreten. „

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