Blumen aus Glasperlen, Eier am Christbaum

 

Eine alte Kunst wird wiederbelebt


Schon die alten Ägypter benutzen Perlen, um kunstvoll verzierte Gegenstände herzustellen. Die Kunst, die Natur in Perlen wiederzugeben, hat ihren Ursprung in Frankreich und Norditalien des 18. und 19. Jahrhunderts. Landarbeiter in den Weinbaugebieten, die in den Wintermonaten arbeitslos waren, bekamen "Heimarbeit" von ideenreichen Glasfabrikanten, Glasperlen auf Stoffe zu nähen oder Stoffe mit Perlen zu weben, aus denen pompöse Ballgewänder und Paradeuniformen gefertigt wurden. Die "schlechten" Perlen ? angebrochene, krumme, oder nicht auf Nadeln passende ?wurden ausgesondert. Die Arbeiter reihten diese Perlen auf Drähte und bogen den Draht zu kunstreichen Blumenformen für Tisch- und Altarschmuck sowie Dekoration für Oster- und Weihnachts-prozessionen.


In der Regierungszeit der Königin Viktoria erlebte die Blumenkunst aus Glasperlen ihre Hochblüte. Die Totenverehrung und Grabpflege nach dem Tode des geliebten Prinzgemahls, des Prinzen Albert, wuchsen über die bis dahin bekannten Rituale hinaus. Bei häufigen Besuchen an den Gräbern der Verstorbenen wurden ? so wie heute ? Blumen niedergelegt, allerdings waren damals Blumen nur in manchen Monaten erhältlich. Also begannen die Frauen, Blumenkränze aus Perlen zu binden, die zeitlos und billiger als Naturblumen und waren. Diese "immortelles" sind heute in vielen Museen der Welt zu bewundern.

 

Anregungen von Frau Umar finden sich unter www.eggeria.com, die ihre kleinen Kunstwerke Interessierten gerne selbst präsentiert.

 

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte:
Raika Umar
Tel: 0676/525 13 93
e-mail: raika.umar(at)kabsi.at
A-2362 Biedermannsdorf, Klosterstraße 3




 


Geschmackvolle Dekoration aus Hühnereiern & Co. 


Biedermannsdorf, 25.10.04: Ein eigenartiges Kunsthandwerk aus Eiern aller Art hält Einzug in den Wiener Vorstadtraum. In Biedermannsdorf, südlich von Wien, werden neuerdings die Christbäume mit filigranem Schmuck aus ausgeblasenen Eiern dekoriert. Raika Umar beschäftigt sich seit mittlerweile zwei Jahren mit dieser speziellen Form, Eier zu bearbeiten. Dabei wird die Schale des Eis mit einem Bohrer so fest und gleichzeitig vorsichtig durchstochen, dass wunderschöne Formen entstehen.

 

Frau Umar hat schon viel Zeit mit dekorativen Handarbeiten zugebracht. Dies beweist ein Gang durch das Haus in Biedermannsdorf. "In meinem Zuhause möchte ich mich an hübschen Details erfreuen können", so Frau Umar und zeigt eine Vitrine mit selbst-bearbeiteten Eiern, die nicht nur von Hühnern, sondern von Enten, Gänsen, Fasanen und von Perlhühnern stammen. Einen Teil davon wird sie heuer zum ersten Mal am Weihnachtsmarkt in Biedermannsdorf präsentieren. Sicher ist, dass sie dort Neugierde für dieses noch wenig bekannte Kunsthandwerk erwecken wird.

 

Die Idee, Eierschalen so zu verarbeiten, stammt aus den USA. Dort werden auch Wettbewerbe veranstaltet, deren Juroren besonders auf den Schwierigkeitsgrad des Musters und das verwendete Material achten. Im vergangen Jahr konnte die Hobby-Bastlerin sogar einen ersten und einen zweiten Platz bei.dem "Egg Carving Contest" in den USA". für sich verbuchen. "Diese Wertung hat mich wirklich überrascht", so die damalige Anfängerin dieser hohen Kunst des Eier-Bohrens.

 

Tatsächlich gestaltet sich die Formgebung als wahre Herausforderung. Muss man doch, abgesehen von den entsprechenden Geräten, wie Bohrer und Halterung,... ? vor allem den Drahtseilakt zwischen Festhalten und gleichzeitigem Drücken gegen die Eierschale perfekt beherrschen. Und das will geübt werden. Bis zu einem herzeigbaren Modell dauert es schon seine Zeit. "Die ersten 30 Eier, die ich bearbeitete, landeten am Bio-Müll", erzählt Frau Umar. Zur Perfektion gelangt man auch bei dieser Bestätigung nur durch hartes Training. Einerseits bedarf es mehrerer Wochen, bis man die Handhabung des Bohrers beherrscht, andererseits ist jedes Ei anders.

 

"Die Perlhuhneier zum Beispiel sind besonders klein und die Schale so hauchdünn, dass es schon mal vorkommt, dass bei der letzten geritzten Spirale, die Schale bricht und alles wieder als Übungsei im Kompost landet." Doch dadurch lässt sich Frau Umar nicht beirren und hält sogleich das nächste ausgeblasene Ei in Händen und die Formen für das Ritzen des Musters bereits im Kopf, kann es sofort weitergehen. Ein filigran geritzter Weihnachtsengel wartet darauf, die Eierschale zu verdrängen. Geschmackvoll, gelungen und einzigartig. Dem Einzug dieser Dekoration in die Weihnachtszeit steht somit auch hierzulande nichts mehr im Weg. Anregungen von Frau Umar finden sich unter www.eggeria.com, die ihre kleinen Kunstwerke Interessierten gerne selbst präsentiert.

 

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte:
Raika Umar
Tel: 0676/525 13 93
e-mail: raika.umar@kabsi.at
A-2362 Biedermannsdorf, Klosterstraße 3

 


 




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