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Trauriger Kundin bei Hofer?: „Wo ein Wille, da ein Weg. Ende gut, alles gut“

 
08 08 2018
By: TKG 0
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Eine Österreicherin mit türkischer Abstammung, Frau Sükran F., welche seit 25 Jahren Stammkundin des Supermarktes Hofer ist, erschien sehr unglücklich, in der Ehre und Würde verletzt als Opfer einer Hofer Mitarbeiterin in den österreichischen und türkischen Zeitungen. Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich(TKG) hat diesen Fall  eigenständig unter die Lupe genommen und versucht hier eine friedliche Lösung zu finden.

WIEN. Nicht nur das, ihr Video, welches sie auf ihrem eigenen Balkon gemacht hat und in dem sie von dem Fall, welcher sich am 27. Juli 2018 um ca. 19:50 in der Breitenfurter-Straße ereignet hat, berichtet, hat in einer Woche ungefähr eine Million Menschen im In- und Ausland erreicht. Das Video wurde ca. 8000-mal geteilt, hat 1037 Kommentare und 2300 Likes.

Wir als Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG)  haben es am Freitag, 2. August 2018, gesehen und sofort mit Frau Fidan Kontakt aufgenommen, um mit unserem Rechtsberater und Beirat Unterstützung anzubieten. Es war uns wichtig, das Problem von beiden Seiten erläutert zu bekommen um es richtig und korrekt zu verstehen, da wir den Supermarkt Hofer als ein sehr seriöses Unternehmen wahrnehmen.

Dieses Angebot für ein schnelles Treffen mit dem Obmann der TKG hat Sükran F. angenommen. Sie ist eine Stunde später eingetroffen und hat den Fall weinend erzählt. Wir (TKG) haben von dem Treffen am 02.08.2018 ab 14:00 Uhr ein Gesprächsprotokoll geführt, welches jedoch intern und vertraulich für weiteres Vorgehen behalten wird.

Der Obmann der TKG hat Frau Sükran F. gebeten, ihn zu der Hofer-Filiale zu begleiten, damit er sich ein eigenes Bild vor Ort machen kann, bevor öffentlich agiert wird.

Am Ort des Geschehens, in der Breitenfurter-Straße, hat der Obmann der Türkische KULTURgemeinde mit der stellvertretenden Filialleitung (ohne Frau Sükran F.) über den Fall gesprochen und darum gebeten, den Fall so freundlich und kooperativ als möglich zu lösen, um die Lage nicht eskalieren zu lassen, weil alles nicht normal ist.

Die Geschäftsführung des Supermarktes ist innerhalb der folgenden Stunde zur Hofer-Filiale gekommen, wo Frau Sükran F., der TKG Obmann und der inzwischen eingetroffene Sohn sowie die Schwiegertochter von Frau Sükran F. derweilen warteten.

Der Obmann der TKG hat mit der Hofer-Geschäftsführung zuerst unter vier Augen gesprochen, die Fotos sowie Protokolle hergezeigt und empfohlen das Problem mit gutem Willen zu lösen. Von der Geschäftsführung wurde das Problem eingesehen und den Fall sehr bedauert. Es wurde versichert das die Hofer-Philosophie verspricht, dass alle Menschen gleich behandelt, geschätzt und respektiert werden, egal welche Herkunft bzw. Abstammung die KundInnen haben. Nach diesem erfreulichen Gespräch schlug der TKG Obmann vor, die 25-jährige Stammkundin hinzuzuholen. Der Hofer Geschäftsführer hat dieses Angebot gerne angenommen, da nun eine konstruktive, zielführende und vor allen aus dem „guten Willen“ stammende gute Gesprächsatmosphäre beidseitigem Vertrauen geschafft wurde.

TKG Obmann hat Frau  Sükran F. draußen auf das Gespräch mit dem Geschäftsführer vorbereitet und empfohlen jetzt die Unannehmlichkeiten aus der Welt zu schaffen, da der Hofer-Geschäftsführer, welcher auch für das Personal zuständig ist, sein Bedauern für die stattgefundene Unannehmlichkeit ausgedrückt hat.

Bei dem Treffen mit der Geschäftsführung hat Frau Sükran F. erzählt, dass sie bereits so lange Kundin ist, dass sie sogar mit geschlossenen Augen die Waren im Supermarkt finden würde, dass sie wöchentlich um ca. 200 Euro einkauft und daher nicht versteht warum Sie von einer Hofer Mitarbeiten so behandelt wurde.

Die freundliche, spontane und ehrliche Art von Frau Sükran F. hat der Geschäftsführer sehr geschätzt. Auch der TKG Obmann war sehr überrascht, weil Sie nicht mit Kritik begonnen hat sondern den guten Willen der beiden Herren verstanden hat und beim Brückenbauen behilflich sein wollte.

Der Hofer Geschäftsführer hat sien tiefstes Bedauern nochmals betont und Frau Sükran F. als Wiedergutmachung Blumen, Schokolade und einen Einkaufsgutschein geschenkt sowie sich für die 25-jährige Treue herzlich bedankt.

Wir als TKG  bedanken uns bei dem Hofer-Geschäftsführer. Besonders seine starke Empathie, Menschlichkeit und sein freundlicher Auftritt haben uns motiviert hier als Brückenbauer zu agieren.

Wir danken Frau Sükran F.  aufrichtig und herzlich nach so einem traurigen, ehre verletzenden Erlebnis, dass sie uns Vertrauen geschenkt hat, unserer Einladung gefolgt ist und mit dem geschätzten Geschäftsführer ein Treffen, bei guter Atmosphäre, angenommen hat. Aus einer trauriger Kundin wurde  eine  durch TKG Brückenbau halbwegs glückliche…

Wir freuen uns in diesem Fall als Brückenbauer und Helfer agieren zu dürfen und wünschen Frau Sükran Fidan alles Gute sowie dem Supermarkt Hofer viel Erfolg bei seinen Geschäften, bei welchen der Mensch, laut ihrer Philosophie, tatsächlich noch im Mittelpunkt zu stehen scheint. Nicht bei allen Firmen ist das so. Viele verhalten sich in solchen Situationen verantwortungslos und vertrauen auf Ihre finanzielle Macht. Somit werden deren KundenInnen Opfer solcher ziemlich bedenklicher Diskrimierungen wo sie sogar als Täterin bzw. Täter dargestellt wird. In solchen Fällen würden wir sicherlich auch anders handeln!

TKG Fazit:  Österreichischer Weg: „Wo ein Wille, da ein Weg“ und „Ende gut, alles Gut“!