Jahr: 2020

17 10 2020
By: TKG 0

Kaltblütiger Mord in Paris: Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt auf das schärfste

Wien (OTS) – Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt auf das Schärfste den kaltblütigen Mord gegenüber einem Geschichtslehrer in Paris.

Schon kurz nach dem Mord begannen die Spekulationen um ein mögliches Motiv. So soll der Mittelschullehrer Samuel P. im Geschichtsunterricht Mohammed-Karikaturen gezeigt und über Meinungs- und Pressefreiheit gesprochen haben.

TKG Obmann Birol Kilic: „Die Straftäter, die ihre kaltblütigen Morde mit einer Religion begründen, sind egal aus welchem Motiv, genauso Mörder wie alle anders motivierten Verbrecher. Dies war nicht nur ein Angriff auf das Opfer, sondern auf die Republik und Demokratie sowie den säkularen Rechtsstaat. Es ist eine abscheuliche Tat und eine Barbarei der Sonderklasse.Unser tiefes Mitgefühl gehört den Familien, Freunden und Kollegen der Opfer in Paris.“

Terror und Gewalttaten im Namen einer Religion, wenn auch im Ergebnis aus Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung sind absolut nicht hinnehmbar. Es darf nicht zugelassen werden, dass Rechtspopulisten und Rassisten diese Tat instrumentalisierten, um „ihre Hetze gegen Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Identitäten in Frankreich und in der EU zu begründen.

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16 10 2020
By: TKG 0

TKG bedauert die Entscheidung des Nationalrats bezüglich dem 3. Nationalratspräsidenten und FPÖ-Chef Norbert Hofer!

Wien (OTS) – Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) bedauert die Entscheidung des Nationalrats von Donnerstag, in der einstimmig gegen die staatsanwaltschaftliche Verfolgung des 3. Nationalratspräsidenten und FPÖ-Chefs Norbert Hofer gestimmt wurde.

Die Entscheidung des Nationalrats, über die Aussagen des 3. Nationalratspräsidenten und FPÖ-Chefs Norbert Hofer, wurde folgendermaßen begründet: „Die Abgeordneten im Nationalrat verweigerten am Donnerstag jedoch die Aufhebung der Immunität, weil sie einen Zusammenhang zwischen der Äußerung und der politischen Tätigkeit Hofers sahen.“

Das können wir als normale Staatsbürger nicht verstehen. Zwischen Verhetzung und politischer Tätigkeit ist ein großer Unterschied, wegen dem auch die Staatsanwaltschaft hier die Auslieferung gefordert hat.

TKG Obmann Birol Kilic: „Die Republik Österreich ist ein Rechtstaat und hat hier durch Einbezug der Staatsanwaltschaft richtig reagiert, wofür wir dankbar sind. Die Staatsanwaltschaft Wien hatte um die Auslieferung des Dritten Nationalratspräsidenten gebeten, weil sie Anzeigen wegen Verhetzung und Herabwürdigung religiöser Lehren gegen Hofer nachgehen wollte.Alle BürgerInnen sind vor dem Gesetz gleich zu behandeln. Das sollte auch für alle PolitikerInnen und Abgeordnete gelten. Oder?“

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) ist seit über 30 Jahren ein Aufklärer und Kämpfer (ProponentenInnen) auf der einen Seite und gegen den politischen Glauben auf der muslimische Seite, vor allem wenn der Glaube und die Religion für politische und wirtschaftliche Zwecke missbraucht wird.

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) wiederholt in aller Höflichkeit:

Wer in einer der höchsten Funktionen des Staates als 3.Nationalratspräsident der Republik Österreich und unseres Parlaments solche verhetzenden Aussagen wie: „Der Koran ist gefährlicher als das Corona Virus.“ (Tatbestand der Verhetzung – StGB Paragraph 283 und Paragraph 188 Herabwürdigung religiöser Lehren) vertritt, tätigt und nochmals bestätigt (Hofer: „Das ist mir nicht herausgerutscht.“, private TV), sollte umgehend von seiner Funktion als 3. Nationalratspräsident zurücktreten, um Schaden vom Hohen Haus, vom Parlament und den anderen Parlamentariern abzuwenden.

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09 10 2020
By: TKG 0

TKG: „Einladung zur Wiener Wahl am 11. Oktober. Tag der Dankbarkeit“

„Einladung zur Wiener Wahl am 11. Oktober. Tag der Dankbarkeit für diese schöne Stadt Wien, die wir lieben und wo wir leben“



Wien (OTS) – Die Wiener Wahlen am 11. Oktober haben in der über 60-jährigen Geschichte der Migranten aus der Türkei in Österreich mit österreichischer Staatsbürgerschaft ein noch nie da gewesenes Interesse in der türkischen Community in Wien erweckt.

Das ist gut so

Das Hauptthema in den sozialen Medien und in den türkisch erscheinenden Zeitungen, die auch zum Teil in deutscher Sprache erscheinen, scheint einzig und allein der 11. Oktober und die Wien Wahl zu sein.

Welche Partei wollen wir wählen?
Welchen Kandidaten sollen wir unsere Vorzugsstimme geben?
Was bieten die Parteien für die Zukunft der Stadt Wien an? Wie schaut es mit der Bildungs-, Arbeits-, Umwelt- und Wohnungspolitik der Parteien aus? Wie schaut es mit dem kulturellen Rassismus der Parteien aus, der auch missbraucht wird?
Welche Partei geht gegen den kulturellen Rassismus vor, der vor allem gegenüber den Menschen aus der Türkei, Dank der falschen Politik aus der Türkei, in Österreich als Brandbeschleuniger agiert? Das ist gut so.

Was nicht gut ist

Es ist in Wien vor den Wahlen auch ziemlich bedenklich, dass die alten Brandstifter jetzt als Feuerlöscher in verschiedenen Parteien agieren, was für die säkulare freiheitlich demokratische Republik Österreich kein gutes Zeichen ist.

Die politischen Geschehnisse aus der Türkei in Österreich und Ihre verlängerten Arme werden von den Rechten in Österreich mit herzlichem Dank aufgegriffen und aufgeputscht, ohne die Spreu vom Weizen zu trennen. Es wird jedes Ereignis pauschal gegen die Menschen aus der Türkei für die Stigmatisierung, Kriminalisierung und vor allem Dämonisierung missbraucht. Es gibt hier eine Win-Win Situation, von der alle PolitikerInnen gewarnt werden müssen, die rechtsstaatliche Verfassung und die demokratische Grundordnung in Österreich ohne Hetze gegen Verhetzer aus Österreich zu schützen. Vor allem muss auch aufgehört werden, die reaktionären Kräfte und Missbraucher des politischen Glaubens zu verteidigen.

Die Verteidigung funktioniert nicht, wenn man mit den Proponenten der Reaktionäre in den Parteien oder außerhalb der Parteien gleich ins Bett geht und sich nach draußen scheinheilig als Demokrat verkauft.

Die TKG warnt: Alten Wein in neue Schläuche

Die früheren reaktionären, fundamentalistischen Kräfte und Persönlichkeiten versuchen unter dem Vorwand der Wien Wahl am 11.Oktober alten Wein in neue Schläuche zu gießen um ihre reaktionäre Agenda zu vermarkten, Religion zu missbrauchen und ihre nationalistische Politik unter dem Deckmantel „wir sind Opfer des Rassismus in Wien“ verstecken. Die WienerInnen werden diesen PolitikerInnen, egal woher sie stammen, sicher nicht verzeihen. Weil diese WienerInnen die demokratische und freiheitliche Grundordnung mit Tränen und viel Schmerz erreicht haben. Die Erfolgsgeschichte in Wien ist nicht durch Zufall entstanden.

Erinnerung: Reaktionäre verhaften den roten Bürgermeister Karl Seitz -1934

Richtig: “ Der erfolgreiche rote Bürgermeister Karl Seitz wurde im Februar 1934 im Rathaus aus politischen Gründen verhaftet. Und zwar deshalb, weil das rote Wien immer für konservative und reaktionäre Kräfte ein Dorn im Auge war. Das rote Wien war immer ein Ort an dem fortschrittliche Politik gemacht wurde. Die damalige Demokratieverteidigung war an erster Stelle antifaschistisch, antiklerikal und antireaktionär.“

Heute 11 Oktober 2020: Wo sind heute die Reaktionäre, die mit neuen Schläuchen alten Wein gießen?

Jetzt erwarten wir im Jahre 2020 nach den Wahlen, dass die Politiker nicht Wasser predigen und Wein trinken, sondern auch gegen die reaktionären Gesinnungen in ihren Parteien aus der Türkei oder aus anderen Ländern vorgehen. Die österreichische Parteien mit Ihrem Holdingmäßigen Möglichkeiten darf nicht als Hinterland bzw. als Entwicklungskeim erlaubt werden. Das ist eine Gefahr nicht nur für die Parteien und Ihren wahren Gesinnungsmitgliedern, sondern die gesamte Republik Österreich.

Die Solidarität ist keine Einbahnstraße, sondern beruht auf Gegenseitigkeit

Die Proponenten der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG) kämpfen als überzeugte wehrhafte Demokraten seit 30 Jahren gegen politisierten Glauben und Rassismus jeder Art, egal welche Religion bzw. Nation, weil hier unter dem Vorwand Religionsfreiheit, Solidarität, Demokratie und Unkenntnis der AnsprechpartnerInnen der Gesellschaft die freiheitlich demokratische und rechtsstaatliche Grundordnung mit der Zeit ausgehöhlt wird. Die Mehrheit der Menschen aus der Türkei in Österreich sind gegen den reaktionären bzw. legalistischen, extremistischen und politisierten Glauben. Die Solidarität ist keine Einbahnstraße sondern beruht auf Gegenseitigkeit die man von MigratenInnen unbedingt ohne Scheinheiligkeit erwarten muss.

Obmann Birol Kilic: „Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) lädt alle WienerInnen, aber vor allem die Bürger aus der Türkei die in Wien ihr Lebenszentrum haben, unbedingt ein ihre Stimmen am 11. Oktober abzugeben. Es ist ein Tag der Dankbarkeit für diese schöne Stadt Wien, die wir lieben, in der wir leben und in der unsere Kinder als ehrenhafte säkulare Verfassungspatrioten und freiheitlich demokratische Bürger aufwachsen können und wollen. Sagen wir am 11. Oktober Danke mit unserer Stimme an die Schöne Stadt Wien und an die Menschen die Tag und Nacht für diese Stadt und für die Zukunft Sorgen und das Beste daraus gemacht haben und weiterhin machen wollen.“

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01 09 2020
By: TKG 0

TKG: Replik zu der heutigen Pressekonferenz des Innenministers und der Integrationsministerin

Wien  – Bei der heutigen( 01.09.2020)  Pressekonferenz von ÖVP-Innenminister Karl Nehammer und ÖVP-Integrationsministerin Susanne Raab wurde heute leider sehr pauschal und ohne jegliche Differenzierung über „Die Türken in Österreich, Türkei“ und  „Über die Einflussnahme der AKP-Erdogan regierten Türkei und über Integration der in Österreich lebenden Türken“, sowie „Parallelgesellschaften und „Spionage“ gesprochen.

Dabei wurden die Erwartungen, Wünsche und Message an die türkische Community in Österreich auch völlig zurecht zum Ausdruck gebracht.

Die entscheidende Frage ist, ob die Botschaft der Minister die türkischstämmigen Menschen (ca. 450.000 ) , welche in Österreich ihren Lebensmittelpunkt haben, erreicht oder erreichen wird?

Die TKG kann diese Fragestellung beantworten:
„Nein, diese wichtige Botschaft der heutigen Pressekonferenz und die Evaluierungen und Erwartungen bleiben leider für die Mehrheit der aus der Türkei stammenden Mitbürger in Österreich unbekannt.“

Die TürkenInnen in Österreich werden diese wichtige Botschaft leider kaum bis gar nicht erfahren.

Der Grund liegt darin, dass die Art und Weise, wie mit Migranten in Österreich umgegangen wird, eine Botschaft an die Mehrheitsbevölkerung der autochthonen Bevölkerung ausgerichtet ist, um über die Thematik der Integration Stimmung gegenüber Ausländern, MigrantenInnen und insbesondere Menschen aus der Türkei zu machen.

Hier übernimmt die ÖVP die gemäßigteren Positionen der FPÖ ein und schlägt einen Mitte-Rechts-Kurs, weil hier die meisten Stimmen, laut Umfragen für die ÖVP zu holen ist. Dies hat nichts mit Integrationsarbeit zu tun, sondern zeigt wieder ein Mal, dass Ausländer, Asylwerber, TürkenInnen als Spielball der Politik herhalten müssen, um die eigenen jahrzehntelangen Fehler Und Versäumnisse zu kaschieren sowie von anderen wesentlichen Politikfeldern abzulenken.

Das gesamte Konzept des sogenannten Integrationsministeriums ist für die Tribünen ausgelegt, also für die autochthonen ÖsterreicherInnen.

„Der ewige Jude“ wurde  de facto vom „Die ewigen Türken“ abgelöst. So kann man vom eigenen Antisemitismus und den eigenen Fehlern einer teils versagenden Integrationspolitik auch ablenken. Die österreichische  Politik drückt die alte, früher stigmatisierte Minderheit der Juden an die Brust, um die neue Minderheit, die TürkenInnen in Österreich, zu stigmatisieren. Sogar werden die Juden werden in Österreich missbraucht, um die TürkenInnen und MuslimeInnen pauschal als unverträglich zu kennzeichnen.

Hierfür gibt man der ÖVP nahestehende Institutionen, wie dem Österreichischen Integrationsfonds, Subventionen und öffentliche Gelder, um in Auftrag gegebene bedenkliche Studien erstellen zu lassen, welche dann wiederum von ÖVP Politikern politisch instrumentalisiert, um ein Thema medial hochzuziehen.

Man sollte nicht vergessen, dass die Menschen aus der Türkei, ca. 450.000 in Österreich, bei jeder Wahl seit 20 Jahren durch Verhetzungen satanisiert und pauschal als kulturelle Feinde der österreichischen Gesellschaft, dargestellt werden. Über 20(zwanzig Jahre) !

Man geht politisch absichtlich nicht sensibel genug vor, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Die Menschen aus der Türkei, insbesondere Muslime sind in Österreich der Spielball für die Politik aus beiden Ländern geworden.

Dagegen verwehren wir uns vehement und weißen auch als TKG seit Jahrzehnten auf die problematischen Entwicklungen hin.

Die TKG hat Parteivereine aus der Türkei und reaktionäre Kräfte, welche von der Türkei aus gesteuert werden, immer kritisch thematisiert und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht, ohne dafür auch nur irgend eine Form der Unterstützung zu erhalten. Wir wollen es auch nicht.

Es macht uns säkulare TürkenInnen( Gläubige und nicht gläubige) in Österreich unendlich traurig, wenn diese Hass-Politik, gesteuert aus der Türkei in Österreich das gesellschaftliche Klima vergiftet und, insbesondere bestimmte österreichische Politiker diese Geisteskinder jahrzehntelang hofiert haben, leider auch ranghohe ÖVP-PolitikerInnen.

Tatsächlich gibt es Probleme, sogar sehr viele. Hier sollte jedoch das Gespräch auf Augenhöhe, insbesondere von der Integrationsministerin mit den progressiven Migranten und deren Vereinen und Verbänden gesucht werden.

Wir, als TKG und austrotürkischen Community, welche sich mit den Werten Österreichs identifizieren und vor allem Demokraten sind, möchten auf Augenhöhe zusammenarbeiten, ohne hier neue aggressive und Möchtegern „Hoftürken bzw. Hofkurden“ aus der Community, wie Frankenstein, zu agieren.

Die Republik Österreich darf kein Selbstbedienungsladen der ausländischen Kräfte bzw. Politik der Herkunftsländer werden, diese Positionen vertritt die TKG seit Jahrzehnten. Auf der anderen Seite dürfen auch in Österreich lebende Menschen aus der Türkei und insbesondere Muslime nicht als „Spucknapf-Laden“ der österreichischen Rechten und konservativen Parteien werden.

Die Linken und dürfen auch nicht Hinterland

Nicht nur das. Die österreichischen linken Parteien dürfen auch nicht Hinterland bzw. Haus des reaktionären, politisierten Glaubens der  fundamentalistischen, faschistischen Kräfte aus dem Ausland, unter dem Vorwand Solidarität, werden. Man solidarisiert sich nicht mit politischen Glaubensanhängern in der Türkei, in Syrien, im Irak bzw. in Ägypten, welche in Österreich die freiheitlich demokratische Grundordnung der Republik Österreich missbrauchen und in ihren Ländern die Demokratie aushöhlen!

Dagegen erhebt TKG seit über 25 Jahren als wehrhafter Think-Tank Einspruch und schreibt in türkischer und in deutscher Sprache aufklärende Meinungen.

Integrationsfonds – Integrationsministerium?

Weder der Integrationsfond noch das Integrationsministerium erreicht die türkischsprechende Community in Österreich. Die türkische Community braucht keine Dompteure bzw. Dompteusen, die mit ihren abwertenden Körpersprachen, mit ihren abgeneigten Blicken und mit ihren in Auftrag gegebenen Gefälligkeitsstudien seit Jahren, und auch heute noch, ihre Vorurteile pflegen, Pauschalisierung verbreiten und mit einem giftigen Narrativ das Leben in Österreich und das Zusammenleben für alle vergiften.

Die TürkennInnen in Österreich bekommen leider eine Botschaft tagtäglich von dieser Art der Politik vermittelt: „Sie hassen uns“. Das darf nicht mehr passieren!

Wenn der Einfluss aus Ankara für unsere Bundesregierung in Österreich zweifelsohne und richtigerweise als Gift für die Integration in Österreich angesehen wird, dann soll auch die ÖVP-Regierung und insbesondere der unter dem Einfluss der ÖVP stehende Integrationsfond und die ÖVP-Integrationsministerin in aller Freundschaft ihre giftige dompteurische Art gegenüber den TürkenInnen zur Seite lassen. Wir sind keine Tiere und nicht im Zirkus!

Die Werte Österreichs und die freiheitlich demokratische säkulare Grundhaltung schätzen die Mehrheit der TürkenInnen in Österreich mehr als genug. Sie sind stolze BürgerInnen eines Rechtsstaates namens Republik Österreich.

Vertrauen schaffen ist die Aufgabe der Regierung. Die Menschen aus der Türkei sind keine Knechte, sondern BürgerInnen mit Würde und kein Spielball der Politik aus Ankara oder Wien.

Was tun für Kommunikation? 

Dafür gibt es genügend seriöse, kritische Kanäle, um die austrotürkische Community zu erreichen, man muss nur mit diesen progressiven austrotürkischen JournalistenInnen bzw. Vereinen kommunizieren.

Birol Kilic Obmann der TKG: “ Wir fordern als verfassungspatriotische Think-Tank NGO in aller Freundschaft folgendes. Wenn man sich zurecht so Sorgen um die österreichische Verfassung macht, sollte man auch selber wichtige Verfassungsgrundregeln der Republik Österreich in allen Bereichen halten. Auch die Austrotürken in Österreich haben eine Würde, und diese Würde ist auch verfassungsmäßig zu schützen und mit dem pauschalisierenden Hetzen aufzuhören! Die Mehrheit der TürkenInnen in Österreich schätzen und lieben Österreich. Es ist ein Privileg, BürgerInnen eines freiheitlich demokratischen Staates Republik Österreich zu sein und in einem der schönsten Länder der Erde leben zu dürfen.“

Pressekonferenz zu den aktuellen Entwicklungen nach Ermittlungen zu den Ausschreitungen in Favoriten

Im Bezug auf die Ermittlungen zu den Ausschreitungen in Favoriten informieren Innenminister Karl Nehammer, Integrationsministerin Susanne Raab und der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, über die aktuellen Entwicklungen.

Gepostet von Bundeskanzleramt Österreich am Dienstag, 1. September 2020

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26 08 2020
By: TKG 0

Forderungen: Austrotürkische Vereine besuchten den Wiener Bildungsdirektor Heinrich Himmer

WIEN. Die Türkische Kulturgemeinde (TKG) und einige unabhängige Vereine haben gemeinsam mit der Landesabgeordneten der Stadt Wien Safak Akcay den Wiener Bildungsdirektor Heinrich Himmer besucht um die Probleme der Austrotürkischen Kinder in der Stadt zu besprechen.

Die folgenden Vereine und Ihre VertreterInnen haben Ihre Forderungen, Wünsche und Erfahrungen mit einem Positionspapier  und Ideen  den Wiener Bildungsdirektor Heinrich Himmer überreicht: Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG),  Österreich-Türkischer Studentenverein. Es haben sich um die 16 Vereine gemeldet, die gerne dabei gewesen wären, doch aufgrund der Corona Maßnahmen war die Besucherzahl in den Räumlichkeiten begrenzt. In Zukunft wird eine größere Veranstaltung bei einem Türkischen Verein organisiert werden.

Der Bildungsdirektor Heinrich Himmer bedankte sich für die zahlreiche, jedoch aufgrund der Corona Maßnahmen begrenzte Teilnehmerzahl und sagte Folgendes: „Ich möchte mich herzlich bei den unabhängigen türkischen NGOs in Wien und den TeilnehmerInnen für die offene, konstruktive und zielführende Kritik, die verschiedenen Meinungen und diesen Erfahrungsaustausch bedanken. Wir brauchen solche Begegnungen mehr denn je, denn die Stadt Wien ist unsere gemeinsame Stadt und wir möchten, dass alle Kinder und Jugendliche erfolgreich und glücklich werden. Für uns ist jeder der in Wien wohnt Wiener. Wien ist eine Stadt die fair ist, in der Respekt hochgehalten wird, eine Stadt die sozial, weltoffen und modern ist. Das Positionspapier, das ich bekommen habe, werde ich sehr ernst studieren, damit wir alle Probleme gemeinsam lösen können.“

Die Landesabgeordnete Safak Akcay, die das Treffen mit dem Bildungsdirektor Himmer organisiert hat, bedankte sich bei allen TeilnehmerInnen herzlich und fügte hinzu: „Ich möchte hier eine Brücke für Integration sein, damit die Wünsche, Probleme und Forderungen direkt mit den Verantwortlichen besprochen werden können. Ich stehe für alle Menschen in Wien zur Verfügung, egal woher sie kommen. Ich danke auch dem Bildungsdirektor Herrn Himmer für seine Gastfreundschaft.“

Der Obmann der Türkischen Kulturgemeinde (TKG) Birol Kilic hat das Positionspapier überreicht und die Probleme der austrotürkischen Kinder in Wien mit einem kurzen Vortrag erörtert. Obmann Kilic hat sich bei dem Bildungsdirektor und der Landesabgeordneten für die Geduld bedankt, bei diesen  zum Wohle des Zusammenlebens in der Stadt Wien kritischen Worten. Später haben alle Vereine ihre Ansichten und Erfahrungen zum Ausdruck gebracht.

Die Notizen (Forderungen, Ideen etc.) zu dem Gespräch:

  1. „Chancengleichheit und Gleichbehandlung im Bildungsbereich ist leider nicht optimal und gewünscht gegeben, wenn es ganze Schulen und Klassen gibt, wo der MigrantInnen Anteil über 70% liegt.“

Forderung : Soziale Durchmischung der Klassen

  1. „Das Lernen erfolgt primär über die emotionale Beziehung. Es gibt leider viele PädagogInnen, welche diese Beziehung, insbesondere zu den Schülern mit Migrationshintergrund nicht aufbauen können, weil ihnen der Bezug zu den Herkunftsländern, der Kultur, der Religion und auch oft der Muttersprache fehlt.“

    Forderung:
    „Massiver Ausbau in der Ausbildung an den Pädagogischen Hochschulen bezüglicher Interkultureller Kompetenzen und vermehrter Einsatz von PädagogInnen mit Migrationshintergrund, welche unbedingt aufgeklärte, progressive und humanistische Haltungen vertreten sollten. Der Staat muss gegenüber jeder Religion neutral bleiben und blind sein . Wir respektieren alle Religionen. Religiöse Einstellung ist Privatsache.“
  2. „Lernen muss ganzheitlich erfolgen.“

Forderung : Öffnung der Schulen für Experten und themen-übergreifendes Lernen durch Exkursionen zu Firmen, Museen, Behörden, sowie die Implementierung von persönlichkeitsbildenden Maßnahmen (Ethik, Werte, Sexualität, Rollenbilder) in Kombination mit Elternarbeit. Die Eltern müssen unbedingt mehr in den Bildungsprozess mit einbezogen werden.

  1. „Natürlich ist die Familie ein wichtiger Ort, um Kinder auf die Gesellschaft vorzubereiten und Werte zu vermitteln. Doch was tun wir, wenn Eltern mit dieser Aufgabe überfordert sind oder bewusst andere Werte vermitteln. Die Schulen müssen lernen mehr Demokratie und Säkularität zu wagen. Wer unterrichtet muss Mut und Kompetenz haben über aktuelle politische Themen zu sprechen und auf demokratische, differenzierte Art Pädagogik zu betreiben – ohne Falsches zu tolerieren und ohne zu schnell zu verurteilen. Das heißt: Lehrer müssen in der Ausbildung eine viel größere interkulturelle Kompetenz entwickeln (z.B.: Umgang mit dem anderen Geschlecht, Radikalisierung oder Erziehungsmethoden in den Familien).“

Forderung : „Leider gibt es Lehrer, die diskriminieren und Kinder auf Grund ihrer Herkunft herabsetzen oder negativ bewerten und wenn sie dazu noch mit Ihrer Situation überfordert sind, dann Kinder auch in die Sonderschule abschieben. Solche Lehrer sollte es eigentlich nirgends geben.  Aber mit einer Fortbildung zu interkultureller Kompetenz könnte man auch hier Vorurteile abbauen und damit wäre allen Beteiligten geholfen.“

  1. „Zur Rechten, Pflichten und Demokratie gehört heute auch unbedingt eine starke Medienkompetenz.„Heranwachsende leben zwar alle mitten in der Mediengesellschaft, können aber oft zwischen einer Nachricht und einer abstrusen Verschwörungstheorie nicht unterscheiden. Im Ozean der Daten, in der Sinn und Unsinn nebeneinander schwimmen, muss man ihnen beibringen, richtig zu fischen.

Forderung : Was ist genießbar und was nicht? Was sind Fakten und was Gerüchte, was ist Hetze? Es muss eine konstruktive Diskussion über das Geschehen in den Nachrichten und über Weltpolitik stattfinden, damit junge Menschen lernen, kritisch zu denken und sich eine eigene differenzierte Meinung zu bilden.Dazu gehört auch immer  die Metakommunikation über Medien, etwa darüber, wie man seriöser von unseriöser Berichterstattung unterscheidet. Gerade in virtuellen Räumen haben die Feinde der Demokratie und des Rechtsstaats überproportional großen Einfluss. Das muss sich dringend ändern, um die Jugendlichen mit Gegennarrativen zu gewinnen oder zurückzugewinnen.“

  1. „Eine aktive Elternarbeit mit einem direkten, mutigen und klaren Dialog, der keine falsche Toleranz gegenüber undemokratischen Haltungen zeigt, ist auch sehr wichtig. Um allen Kindern und Jugendlichen demokratische Grundwerte und soziale Kompetenzen vermitteln zu können, braucht es den Ethikunterricht und am besten ab der 1. Klasse. So lernen Kinder die Vielfalt an Weltanschauungen und Glaubensrichtungen kennen. Im Ethikunterricht sollten auch Themen, wie das Verhältnis der Religionen untereinander, die Menschenrechte und ihre Entstehung und die Reche von Individuen gegenüber Gruppen, angesprochen werden.“

Forderung : Die Kinder sollten zu wehrhaften Demokraten und Verfassungspatrioten ausgebildet werden.

7. Weitere Empfehlungen, die von Expertinnen und Eltern an uns weitergereicht wurden, sind folgende Punkte gewesen :

  • „Ideologische Orientierung der FachinspektorInnen ist eine Gefahr für die Qualität des IRU“
  • „Intensive Beobachtung des IRU durch die Schulleitungen“
  • „An der KPH unterrichten weiterhin leider Dozenten, die die Säulen des politisierten Glaube in Wien sind“
  • „Isolierung der SchülerInnen in bestimmten Bezirken müssen aufgebrochen werden: Physisch mittelfristig nicht möglich, aber Aktivitäten in anderen Bezirken können in Anspruch genommen werden.“

„Das Sprachproblem ist kein technisches, sondern ein emotionales Problem, daran muss man arbeiten, damit Kinder mehr Freude an der Sprache empfinden.“

 

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23 08 2020
By: TKG 0

TKG verurteilt den Angriff auf den Präsidenten der Jüdische Gemeinde Graz auf das Schärfste!

Der Präsident der Jüdischen Gemeinde Graz, Elie Rosen, ist am Samstagabend vor dem jüdischen Gemeindehaus von einem Unbekannten mit einem Holzprügel attackiert worden, bestätigte der Sprecher des Landespolizeikommandos Steiermark, Fritz Grundnig. Nach zwei Angriffen auf die Grazer Synagoge binnen weniger Tage wurde am Samstag Elie Rosen mit einem Holzprügel attackiert.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG) verurteilt den Angriff auf den Präsidenten der Jüdische Gemeinde Graz , Elie Rosen auf das Schärfste. Unsere Mitgefühl und Gedanken sind bei Elie Rosen und der jüdischen Gemeinde in Graz.In Österreich darf heute, morgen und auch übermorgen Judenhass und Antisemitismus keinen Platz haben. Wir solidarisieren uns in Österreich lebenden JudenInnen und fordern dass die Täter rasch ausgeforscht und für ihre Tat zur Rechenschaft gezogen werden.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG)

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200822_OTS0029/erneuter-anschlag-auf-grazer-synagoge

 

 

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21 08 2020
By: TKG 0

TKG: Die heutige Umwandlung der ehemaligen Chora-Kirche in Istanbul in eine Moschee ist sehr bedauerlich!

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) findet die heutige Umwandlung, einer der schönsten ehemaligen ca.1400 Jahre alten Chora-Kirche, in eine Mosche sehr bedauerlich. Die frühere Kirche war seit 1945 ein Museum und gilt als eines der wichtigsten byzantinischen Baudenkmäler in Istanbul. Bekannt ist der Bau vor allem wegen seiner Fresken und Mosaike. Die Geschichte des Baus reicht offiziellen Angaben zufolge bis ins 6. Jahrhundert zurück und ist besonders wegen seiner Fresken und Mosaike eine beliebte Touristenattraktion. Er gilt als eines der wichtigsten byzantinischen Baudenkmäler Istanbuls. 1511 wurde die damalige Kirche von den Osmanen in eine Moschee umgewandelt. Ab 1949 wurde die Chora-Kirche in eine Kirche-Mosche Museum umgewandelt.

Die Moscheen werden immer leerer

Es war nicht nötig, weil in Istanbul schon ca. 3271 Moscheen existieren und es keine Stadt auf der Welt gibt, die so viele Moscheen hat und laut seriösen Studien immer leerer wird.

Griechenland ist leider keine Vorbild

Das Griechenland keine einzige ältere Moschee in dem Land aus der 500-jährigen Geschichte erlaubt und in Kirchen umgewandelt hat und in der Hauptstadt Athen nicht eine einzige Moschee geblieben ist, sollte für die moderne Türkei kein Vorbild sein, weil man immer auch die schlechte Moschee-in-Kirchen-Umwandlung Griechenlands als Beispiel gibt. Die moderne Türkei hat immer, auch heute, die Kirchen und Synagogen erneuert, worauf alle TürkeInnen in der Türkei und in der Welt stolz sein können. Aber die Umwandlungen der Kirchen-Moschee-Museen in Moscheen, wie das Hagia Sophia-Museum und jetzt das Chora-Museum zeigt Eines: Ein Minderwertigkeitsgefühl im Jahre 2020 des politisierten Glaubens.

Die Mehrheit der TürkenInnen sind nicht einverstanden

Die Mehrheit der modernen Türkei ist mit diesen Entscheidungen nicht zufrieden, weil die Kirchen-Moschee -Museen  zu der Vergangenheit der Stadt Istanbul gehören und von UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt sind und damit der Menschheit gehören.

Laizistische Türkei

Die Türkei sollte eigentlich stolz sein, die einzige mehrheitlich muslimische Bevölkerung zu sein, die in der Verfassung durch den Gründer der türkischen Republik Atatürk den Laizismus in der Verfassung als unantastbaren Punkt eingebracht hat. Laizismus bedeutet nicht, wie viele annehmen, Religion und weltliche Angelegenheiten voneinander zu trennen. Laizismus heißt, die Legitimation der Herrschenden, beziehungsweise Regierenden, nicht auf Gott oder Recht zu gründen sprich politisierte Glaube, sondern auf den Willen des Volkes.

Dieser politisierte Glauben hat heute die Türkei in einen Moral und Ethik Problem-Sumpf hineinkatapultiert, weil die Religion für politische, wirtschaftliche, und soziale Ziele missbraucht wird. Eine unmoralische Gesellschaft ist eine verdorbene Gesellschaft. Religion darf nicht missbraucht werden, um Politik auszuüben bzw. Wahlen zu gewinnen oder Gewalt zu legitimieren. Wir wollen Friede daheim und Friede in der Welt. Und im Jahre 2020 kann das nur durch Respekt, friedliche Handlung, Wertschätzung, Brücken bauen statt zu zerschlagen, Aufklärung satt Vernebelung, Gestaltungswille statt Fatalismus und  insbesondere Empathie statt Egomanie, passieren.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich

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07 08 2020
By: TKG 0

Der internationale Österreichisch-türkische Presseverein in Wien-Gegründet 2000

Wird bald aktiviert!

STATUTEN

von

„THE INTERNATIONAL AUSTRIAN-TURKISH PRESS ASSOCIATION IN VIENNA“

Der internationale Österreichisch-türkische Presseverein in Wien

„A.T.P“

GEGRÜNDET 2000

Inhaltsübersicht

 

 

 

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07 08 2020
By: TKG 0

TKG ist gegen die Anerkennung als Volksgruppe in Österreich

Die in den letzten Tagen durch diverse Medien kolportierte Forderung nach einer Anerkennung als Volksgruppe in Österreich bezüglich der Menschen aus der Türkei, kommt für die Mehrheit der AustrotürkenInnen in Österreich nicht in Frage.

Inoffiziell leben in Österreich ca. 450.000 Menschen aus der Türkei (Neugeborene von österreichischen Staatsbürgern mit einberechnet).

Es wird in Österreich von keinem unabhängigen türkischen Verein bzw. österreichischer Zeitung in türkischer Sprache über die Anerkennung der Menschen aus der Türkei als Volksgruppe in Österreich bis jetzt diskutiert oder von jemandem verlangt. Wir kennen aus unserer Umgebung bis jetzt niemanden, welcher so eine Anerkennung als Volksgruppe verlangt.

Die AustrotürkInnen wollen in Österreich keinen Hass und keine Vorurteile aufgrund ihres Glaubens, Sprache oder Abstammung haben, was eigentlich durch die demokratische Verfassung der Republik Österreich geschützt ist.

Leider missbrauchen manche Parteien, NGOs und Medien Ihre Machtposition und betreiben tagtäglich auf dem Rücken von hunderttausenden Menschen aus der Türkei und Muslimen, welche in Österreich leben, billige, durchschaubare Politik.

Mit diesem gefährlichen Populismus zermürbt man den gesellschaftlichen Frieden und das seelische Leben sowie erschwert den Menschen das ohnehin schwere Leben.

Aber leider sind Verhetzungen in Österreich auf Kosten von Migranten, seit Jahren auf der politischen Tagesordnung.

Wir kennen aber sehr viele Leute, die sich aufgrund von Diskriminierungen und Nicht-Gleichbehandlung beschweren, was in den letzten Jahren vermehrt auftritt. Das sind Probleme die man durch nicht-hetzen und offene, konstruktive und zielführende Gespräche für das Wohl des Landes und des Zusammenlebens, lösen kann. Diskriminierungen auf Beamten Ebene, in der Schule, Arbeitswelt und bei der Wohnungssuche sind die häufigsten Probleme.

Die Mehrheit der Menschen in Österreich sind in allen Lebensbereichen voll integriert. Sie sind Ärzte oder Ärztinnen, AnwältInnen und RechtsanwältInnen, RichterInnen, ProfessorInnen, Landesabgeordnete, Abgeordnete im Parlament, BezirkspolitikerInnen etc.

Es gibt auch über 20.000 aus der Türkei stammende UnternehmerInnen und tausende StudentInnen und sie sind alle dankbar, dass sie in einem noch halbwegs gut funktionierenden, freiheitlich demokratischen und rechtsstaatlichen Land, der Republik Österreich, leben dürfen.

Sie sind stolz Bürger bzw. Citiyons dieser Republik Österreich zu sein, dessen Verfassung im Oktober 2020 einhundert Jahre alt wird.

Sie verlangen von PolitikerInnen, von BeamtInnen, Behörden und von der Magistratsdirektorin Chancengleichheit und Gleichbehandlung.

Sie wollen als MigrantenInnen Citoyens der Republik Österreich, unter der Fahne rot-weiß-rot und in der Tradition und im Geist der Aufklärung aktiv und eigenverantwortlich am Gemeinwesen in Österreich teilnehmen und dieses auch mitgestalten. Die Citoyens  als wehrhafte Demokraten sind sehr wertvoll für dieses Land, wenn man sie anerkennt. Sie kommen aus einem Land namens Republik Türkei, wo zum ersten Mal in der Welt, unter den mehrheitlich muslimisch lebende Staaten, eine laizistische, demokratische Republik gegründet wurde.. Unterstützen wir sie bitte…

In der österreichischen Verfassung unter Artikel 8.1. heißt es: „Die deutsche Sprache ist, unbeschadet der den sprachlichen Minderheiten bundesgesetzlich eingeräumten Rechte, die Staatssprache der Republik.“

Und unter der Bundesverfassung Artikel 8.2 steht folgendes:
„Die Republik (Bund, Länder und Gemeinden) bekennt sich zu ihrer gewachsenen sprachlichen und kulturellen Vielfalt, die in den autochthonen Volksgruppen zum Ausdruck kommt. Sprache und Kultur, Bestand und Erhaltung dieser Volksgruppen, sind zu achten, zu sichern und zu fördern. “
Die burgenländischen Kroaten, die Kärntner Slowenen, die Roma und Sinti und die Slowaken haben eine ganz andere Vergangenheit in Österreich und sind als Volksgruppen anerkannt.

Die aus der Türkei stammende Volksgruppen sind keine autochthonen (einheimische, alteingesessene) Volksgruppen in Österreich und deshalb sollte man die, aus dem 1. und 2. Weltkrieg auf einer traurigen Geschichte aufbauenden, Gesetze der Republik Österreich nicht strapazieren.

Die Austrotürken in Österreich sollten nach Meinung der TKG eher erst ihre Rechte, besonders gegenüber Diskriminierungen, nicht Gleichbehandlung, nicht ernstgenommener Chancengleichheit in Österreich mit der mehrheitlichen Bevölkerung offen diskutieren (offene Gesellschaft).

Für die aus der Verfassung gewonnenen Rechte der Gleichbehandlung und eine würdevolle Behandlung wehrhafter Demokraten die für die freiheitlich demokratische Rechtsstaatliche Grundordnung in Österreich einstehen, sollte man noch lauter verlangen. Das ist Demokratie.

Wir verlangen als TKG in aller Freundschaft gegenüber den Menschen aus der Türkei nicht unter dem Vorwand Erdogan Kritik bzw. IS bzw. politischen Islam, pauschal anzugreifen oder zu hetzen. Bis jetzt hat das nichts gebracht, ganz im Gegenteil, es hat die fundamentalistischen Kräfte innerhalb der Community bestärkt. Die Mehrheit der Menschen aus der Türkei, die ihren Lebensmittelpunkt in Österreich haben, schätzen und lieben Österreich als Heimat und möchten ebenbürtige Bürger dieses Staates werden. Sie möchten unter keinen Umständen die Probleme aus der Türkei bzw. aus anderen Ländern nach Österreich importiert sehen.

 

Fakt ist:

„Man geht davon aus, dass eine Volksgruppe dann vorliegt, wenn sie seit mindestens drei Generationen im Land lebt und sich eine eigene Sprache und Kultur bewahrt hat. „Das würde dafür sprechen, dass man in Zukunft auch Türken und Serben als Volksgruppe anerkennen muss“, meint Verfassungsjurist Bernd-Christian Funk. Die Sache sei aber strittig, so Funk. Man könne auch meinen, dass nur jene Volksgruppen anzuerkennen sind, die (beim Inkrafttreten der Verfassung) im Jahr 1920 im Land waren. Funk glaubt aber, dass aus Gründen der Gleichbehandlung rechtlich mehr dafür spricht, auch neue Volksgruppen anzuerkennen.  Wer als Volksgruppe gilt und somit gefördert wird, legt die Bundesregierung in einer Verordnung fest. Aufgezählt sind dort die slowenische, die burgenland kroatische, die ungarische, die tschechische und die slowakische Volksgruppe sowie die Roma. Der Innsbrucker Völkerrechtler Peter Hilpold hält diese starre Einteilung in anerkannte Volksgruppen und sonstige Minderheiten für überholt. „Wir brauchen mehr Flexibilität“, betont er. Dies habe auch der zuständige Ausschuss im Europarat gefordert.“(Die Presse, 08.04.2011)

1.) Zu den zentralen Aufgaben einer modernen Verfassung gehört der besondere rechtliche Schutz von Minderheiten im Staat. Angehörige ethnischer, sprachlicher, religiöser und anderer Minderheiten sollen vor Benachteiligungen geschützt werden. Die Erfahrung zeigt, dass das allgemeine Gebot, alle Menschen „vor dem Gesetz gleich zu behandeln“ sehr oft nicht ausreicht. Dies ist etwa dann schwierig, wenn ein Gesetz es nicht möglich macht, auf die spezifische Situationen einer bestimmten Bevölkerungsgruppe, einzugehen.

2.) Deshalb gebietet die Bundesverfassung nicht nur die Gleichbehandlung. Sie verbietet auch Diskriminierung, also die nachteilige Behandlung von jemandem, ohne, dass es dafür einen sachlichen Grund gibt.

3.) Vor allem die Frage der Aufstellung von zweisprachigen Ortstafeln hat immer wieder Anlass zu Konflikten gegeben, die schließlich vom Verfassungsgerichtshof entschieden werden mussten. Andererseits wurde im Bereich des Schulunterrichts und der Volksgruppenförderung sehr viel erreicht und umgesetzt.
Die Volksgruppenrechte schützen allerdings nur jene Minderheiten und deren Angehörige, die als Volksgruppen anerkannt sind und die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen. Menschen, die aus anderen Ländern nach Österreich gekommen sind und hier leben, können diese Rechte nicht in Anspruch nehmen, auch wenn sie schon StaatsbürgerInnen sind.

4.) Zu den Rechten der Volksgruppen zählt heute, dass sie ihre Muttersprache als Amtssprache bei Ämtern und Behörden gebrauchen können. Es gibt spezielle Bestimmungen für den Schulunterricht, die Sprachen- und die Kulturförderung. Ebenso müssen in Gebieten, in denen ein bestimmter Anteil an Volksgruppenangehörigen lebt, zwei- oder mehrsprachige Ortstafeln und Hinweisschilder angebracht werden.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

 

Mehr:

https://www.parlament.gv.at/PERK/VERF/VOLK/

 

https://www.diepresse.com/648970/volksgruppen-in-zukunft-auch-turken-anerkennen

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23 07 2020
By: TKG 0

TKG: „Hagia Sophia Entscheidung ist mir unserem Gewissen und Religionsverständnis nicht zu vereinbaren“

Ein souveräner Staat kann alle inneren und äußeren Angelegenheiten selbst entscheiden.

Es existieren auch ungeschriebene Gesetze.

Wir, die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG), bedauern trotzdem die Entscheidung am 10. July 2020 des höchsten Verwaltungsgerichts der Türkei, die eine nicht nur methodisch (usulen) gesehen verfassungswidrige, sondern auch eine zwingende populistische und politische Entscheidung bzw. als  Akte der Hilflosigkeit  die Hagia Sophia betreffend, ermöglicht hat.  („Ayasofya kararı esasen doğru  ama usulen yanlış karar/ Esas usula mukaddemdir“)

Es ist für uns als Anhänger und Unterstützer der modernen Türkei, sowie als wehrhafter Demokrat mit unserem Gewissen und Religionsverständnis nicht zu vereinbaren, dass man das Hagia Sophia Kirchen-Moschee-Museum im 21. Jahrhundert, wo man eigentlich viel mehr christlich-muslimische Brückenbauprojekte bräuchte und dringend sucht, durch das Missbrauchen und Politisieren der Religion wieder in eine Moschee umwandelt. Wir erheben hier Einspruch, weil das Hagia Sophia Museum Jahrzehnte lang für Völkerverständigung und religiöse Toleranz der modernen Türkei stand.

1935 wurde die Hagia Sophia unter Mustafa Kemal Atatürk, dem Gründer der säkularen Republik Türkei, zu einem Museum („Ayasofya Müzesi“) umfunktioniert, das jährlich Hunderttausende Besucher anzieht. Das zeigt auch die Toleranz und Großzügigkeit Atatürks und des türkischen Volkes. Wir sind stolz darauf, mit der Hagia Sophia eine christlich-orthodoxe und islamische Vergangenheit zu haben.

Nicht die Türken haben Byzanz und Hagia Sophia im Jahre 1204 während des 4. Kreuzzugs vorsätzlich zerstört und geplündert, sondern die Venezianer und Franken: „Vor 800 Jahren, am 13. April 1204, eroberte das Heer des vierten Kreuzzugs Konstantinopel und zerstörte damit das Byzantinische Reich, das seit der Spätantike die christliche Vormacht im östlichen Mittelmeerraum gewesen war. Bis heute gilt dieser Kreuzzug als die große katastrophale Pervertierung des Kreuzzuggedankens schlechthin. Der vierte Kreuzzug, so folgerte man aus der Eroberung Konstantinopels, habe ein für allemal den intoleranten, ja fanatischen Geist der Kreuzzüge bewiesen. So sprach der Kreuzzugshistoriker Steven Runciman pathetisch davon, dass „es niemals ein größeres Verbrechen an der Menschheit gegeben hat als den vierten Kreuzzug“, und 2001 bat Papst Johannes Paul II. bei einem Besuch in Athen offiziell um Vergebung, für die im Namen der katholischen Kirche auf diesem Kreuzzug verübten Verbrechen. Die anhaltende Empörung erklärt sich daraus, dass der vierte Kreuzzug der Erste gewesen ist, der sich ausschließlich gegen Christen richtete. “ (Prof. Dr. Ralph-Johannes Lilie)

Wo keine Wahrheit ist, ist auch keine Liebe. Reden wir über die Wahrheit.

Was sagt der Koran? 

In der Sure Hac – Vers 40 im Koran heißt es, dass es verboten ist, alte Gotteshäuser in Moscheen umzuwandeln. Der Schutz der Gotteshäuser ist eine internationale Verantwortung für die Menschheit. Wir müssen alle Gotteshäuser schützen, ohne dabei religiöse Differenzen zu machen. Gott schützt alle Menschen, ohne dabei die Religion zu differenzieren. Gott spricht alle Menschen an, wodurch der Schutz der Gotteshäuser nicht nur eine islamische Angelegenheit, sondern eine Angelegenheit für alle Menschen ist und somit eine internationale Verantwortung entsteht.

Die Begründung für die in Sure Hac – Vers 40 verkündete Erlaubnis, trägt einen deutlichen Internationalen Charakter, der an die Menschheit gerichtet ist: nämlich „den Schutz von Klöstern, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen der Name Gottes oft genannt wird“. Mit diesen Worten bestätigt der Koran, dass die Moschee nicht der einzige Platz ist, der im Namen des einen Gottes gewählt wird. Wir verstehen das so, dass der Sure Hac – Vers 40 uns zu verstehen gibt, dass allen religiösen Gemeinschaften die Unversehrtheit ihrer Gotteshäuser zusteht. Wir interpretieren das somit so, dass nicht nur islamische Stätten geschützt werden sollen und weiteres auch, dass wir alle Recht auf Religionsfreiheit haben, bzw. das Recht, zu beten wo wir wollen. Somit sollen wir auch Kirchen und Synagogen schützen. Die Türkei hat diese Tradition bis jetzt verfolgt.

Das Museum, die Hagia Sophia, jetzt im 21. Jahrhundert in eine Mosche zurück zu wandeln ist infolgedessen nicht unterstützbar. Nicht nur, weil die Mehrheit der Türkinnen und Türken in der Türkei sowie im Ausland diese Entscheidung sicherlich nicht unterstützen, ebenso nicht nur, weil es in der Nähe der Hagia Sophia genug andere wenig besuchte Moscheen gibt (in Istanbul sind gerade 3065 Moscheen gebaut worden), sondern auch, weil die Türkei dadurch eigentlich seine Funktion als Brückenbauer zwischen Ost und West, zwischen Orient und Okzident sowie zwischen Süd und Nord verliert.

Nur weil in Griechenland oder auch im alten Cordoba de facto alle Moscheen in Kirchen umgewandelt wurden, sollte nicht durch den Wunsch nach Revanche, auch in der Türkei dieser Fehler gemacht werden. Darauf soll und kann man nicht stolz sein. In Europa leben über sechs Millionen Menschen, welche aus der Türkei stammen, woraus resultierend auch die Zahl der Moscheen und Cem Häuser  in Deutschland, Schweiz, Belgien, Österreich, Frankreich  bzw. in der EU  steigt . Mit der Umwandlung der Hagia Sophia wird in der Symbolpolitik ein falsches Signal an alle Muslime und Christen sowie an die gesamte Welt vermittelt.

Kein*e normale*r durchschnittliche*r türkische*r Staatsbürger*in, kurz die Mehrheit, will so eine Umwandlung des Hagia Sofia Museums.

Die kolportierten Zahlen, welchen nach 70 % der Türkinnen und Türken die Umwandlung unterstützen sollten, sind manipulierte Propagandaberichte, mit welchen die Opposition in der Türkei sowie die modernen Türkinnen und Türken im In- und Ausland unter Druck gesetzt werden.

Für die reaktionären Kräfte in der Türkei und deren verlängerten Arme in Europa gilt es, hier zuerst die Symbolwirkung der monumentalen Gebetsgebäuden zu definieren und de facto einen „Sieg“ gegen die säkulare moderne Republik Türkei und der Gründer der modernen Türkei Atatürk zu gewinnen, indem ein bedeutendes Museum zu einer Moschee transformiert wird.

Die christliche Welt sollte hier auf der Seite der modernen säkularen Türkei stehen und als Unterstützer dienen.

Die Türkei darf man an der Grenze der EU nicht verlieren.

Es ist wichtig, dass erkannt wird, dass die reaktionären Kräfte den Glauben sowie Gott für ihre Politik missbrauchen – etwas, das für den Weltfrieden bis jetzt nichts gebracht hat.

Man sollte Griechenland, Zypern, sowie die gesamte rechte Politik in Europa warnen und bitten, dass keine pauschalen Vorurteile gegen die Türkei, die Türkinnen und Türken sowie gegen die türkische Fahne mehr verbreitet werden sollen, wo die Spreu vom Weizen absichtlich nicht getrennt wird und pauschal „Dämonisierung“  stattfindet.  Diese Hetze kommt den reaktionären Kräften in der Türkei bloß zu nutzen.

Es muss mit dieser Scheinheiligkeit aufgehört werden.Wir, die TKG in Österreich, sind eine Think-Tank NGO, welche sich dazu verpflichtet fühlt, den pluralistischen, freiheitlichen, demokratischen und rechtsstaatlichen Prinzipien zu folgen. Dazu gehört das Missbrauchen des Glaubens nicht! Ganz im Gegenteil.

Wir wünschen uns „Friede daheim und Friede in der Welt“, so wie Atatürk Innen- und Außenpolitik für die moderne Türkei definiert hat und damit eigentlich den Grundstein der modernen Türkei gelegt hat.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

Links:

Einspruch für die Hagia Sophia

Warum die geplante Umwandlung des Weltkulturerbes in eine Moschee ein Sieg der Regierung gegen die säkulare Republik sein soll

https://kurier.at/meinung/einspruch-fuer-die-hagia-sophia/400955837

HAGIA SOPHIA: „WIR WOLLEN FRIEDEN UND KEINEN HASS“
Kritische Stimmen aus dem islamischen Raum zur Umwandlung des Gotteshauses in eine Moschee mehren sich – Obmann der „Türkischen Kulturgemeinde in Österreich“ gegen „Missbrauch und Politisierung der Religion“

https://www.pro-oriente.at/?site=ne20200722154903

„Wollen Frieden und keinen Hass“

In Österreich äußerte sich zuletzt auch die „Türkische Kulturgemeinde in Österreich“ (TKG) kritisch zur Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee.

https://www.kathpress.at/goto/meldung/1915255/experte-hagia-sophia-umwandlung-hat-mit-religion-wenig-zu-tun

 

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23 07 2020
By: TKG 0

TKG unterstützt selbstverständlich Bekenntnisse zur österreichischen Verfassung

Wien/23.06.2020

Die Aussagen von Herrn Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka, in der er zum Bekenntnis zur Verfassung aufruft, werden nicht nur von der Türkischen Kulturgemeinde (TKG), sondern auch von anderen unabhängigen, freien österreich-türkischen Vereinen und Ihren MitgliederInnen unterstützt.

„Dass der Nationalratspräsident alle Muslime kurz nach der Präsentation der Dokustelle Politischer Islam zu einem Demokratiebekenntnis auffordert, riecht nach Generalverdacht.Das riecht im Anschluss an die Präsentation nach Generalverdacht. Wie: Wir trauen euch allen nicht so richtig, deshalb hört jetzt gut zu.“  (Der Standart, Jan Michael Marchart, 23.07.2020)

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) wird auch den 100. Jahrestag der Verfassung der Republik Österreich mitfeiern und dieses Ereignis durch Medien seinen Mitgliedern und den mehr als 400.000 Menschen aus der Türkei in Österreich nahebringen. Es muss klar sein, dass es den Rechtsstaat, die Gewaltenteilung, den Säkularismus und die freiheitlich demokratische Grundordnung, die durch die österreichische Verfassung gefestigt ist zu schützen gilt. Diese schützt jeden Menschen in Österreich, egal welcher Abstammung, Sprache, Religion oder Konfession er oder sie hat. Nicht nur das, die Türkische Kulturgemeinde in Österreich verlangt noch mehr Gewaltenteilung, Demokratisierung und Rechtsstaatlichkeit in

Österreich. Die Republik Österreich ist kein Selbstbedienungsladen für ausländische Fundamentalisten bzw. faschistische Organisationen, in dem man unter dem Vorwand Religionsfreiheit bzw. Demokratie und Solidarität, die gesamte mit Tränen, Schweiß und Blut gewonnenen Rechte der Verfassung der Republik Österreich aushöhlen kann.

TKG fordert: „Die Republik Österreich ist eine laizistische Republik“

Auf der anderen Seite darf die Republik auch kein Selbstbedienungsladen von Parteien, Bürokraten, Angestellten, Holdings, Medien, die demokratischen Wahlen bzw. ihre Macht missbrauchen werden.( Sprich: Institutionelle Korruption) Das Parlament ist sicher vor allem der  richtige Ort für die Diskussion über die Bekämpfung von Korruption und  zur Verschärfung des Korruptionsstrafrechts, zum Parteiengesetz, zum Lobbyistengesetz und zum Medientransparenzgesetz. Haben wir jetzt als TKG die erlaubten Grenzen( Nur über Islam und nur Opfer Spielen..) überschritten?

Bezüglich des laizistischen Islams, was sich der Nationalratspräsident der Republik wünscht, können wir das nicht nur unterstützen, sondern auch einen Schritt weiter gehen und den Begriff Laizismus in die Verfassung mit den folgenden Worten aufnehmen: „Die Republik Österreich ist eine laizistische Republik mit all seinen Gewaltenteilungen, dem Parlament und Bürokratiestruktur.“

TKG fordert  auch die Verankerung der Menschenwürde in der Verfassung genauso wie in Deutschland der Fall ist:  „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“  Warum findet in der österreichischen Verfassung  sich ein so expliziter Hinweis nicht?

Türkische Kulturgemeinde in Österreich( TKG)

https://www.derstandard.at/story/2000118926088/sobotkas-appell-an-muslime-ein-fatales-signal

https://kurier.at/politik/inland/sobotka-fordert-von-muslimen-bekenntnis-zur-verfassung/400979438

https://www.krone.at/2196725

https://www.derstandard.at/story/2000118913849/sobotka-fordert-oesterreichs-muslime-sollen-sich-zur-verfassung-bekennen

https://www.sn.at/politik/innenpolitik/sobotka-fordert-von-muslimen-bekenntnis-zur-verfassung-ein-90533704

https://www.diepresse.com/5843232/sobotka-verlangt-von-muslimen-bekenntnis-zur-verfassung

https://www.yenivatan.at/sobotka-fordert-von-muslimen-bekenntnis-zur-verfassung/

https://www.oe24.at/oesterreich/politik/sobotka-fordert-vom-islam-bekenntnis-zur-verfassung/438926067

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11 07 2020
By: TKG 0

Bosnien-Srebrenica: Völkermord mitten in Europa – Niemals vergessen!

WIEN. Anlässlich des Jahrestages des Völkermordes von Srebrenica, hat die Türkische Kulturgemeinde in Österreich am 11. Juli eine Gedenkveranstaltung an einem privaten Ort mit organisiert und wird heute teilnehmen.

Der Völkermord ereignete sich im Juli 1995 in Folge des Bosnien-Krieges. Die Türkische Kulturgemeinde hat mit ca. 250 Personen an die mehr als 8000 Opfer des Völkermordes gedenkt. Noch heute werde neue Opfer geborgen und beigesetzt.

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) fordert von der EU und von den Balkanstaaten, den Srebrenica Völkermord  und dessen Ursachen ohne Vertuschung genau zu erforschen. Die Frage welche wir ergründen möchten ist, wie es zu einem solchen Völkermord-Verbrechen mitten in Europa, vor den Augen der EU, kommen konnte? Könnten in Europa nochmals Srebrenica-ähnliche Völkermorde passieren? Was kann man dagegen tun? Es ist egal welche Seite und welche aktuellen gesellschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Entwicklungen solche teuflischen Ausartungen begünstigen.

Bida Smajlovic, prays near the Memorial plaque with names of killed in Srebrenica massacre before watching the Trial in Hague Tribunal, in Potocari near Srebrenica, Bosnia and Herzegovina March 24, 2016. Bida lost her husband and brother, and dozens members of family. REUTERS/Dado Ruvic TPX IMAGES OF THE DAY

„Völkermord an tausenden Bosniaken bleibt ein dunkler Fleck in der europäischen Geschichte“, erklärte der österreichische Außenminister am 25. Jahrestag des Massakers. „Völkermord an tausenden Bosniaken bleibt ein dunkler Fleck in der europäischen Geschichte“, erklärte der österreichische Außenminister am 25. Jahrestag des Massakers am 11.Juli.2020. Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) hat anlässlich des 25. Jahrestags des Massakers von Srebrenica betont, „der Völkermord von Srebrenica“ sei „das schlimmste Verbrechen in Europa seit Ende des zweiten Weltkriegs“ gewesen. Dieser Gedenktag diene „der Erinnerung an die tausenden Ermordeten, die ihr Leben in den Tagen nach dem 10. Juli 1995 verloren haben.“
„Völkermord an tausenden Bosniaken bleibt ein dunkler Fleck in der europäischen Geschichte“, erklärte der österreichische Außenminister am 25. Jahrestag des Massakers.

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) hat anlässlich des 25. Jahrestags des Massakers von Srebrenica betont, „der Völkermord von Srebrenica“ sei „das schlimmste Verbrechen in Europa seit Ende des zweiten Weltkriegs“ gewesen. Dieser Gedenktag diene „der Erinnerung an die tausenden Ermordeten, die ihr Leben in den Tagen nach dem 10. Juli 1995 verloren haben.“

„Der Völkermord an tausenden Bosniaken bleibt ein dunkler Fleck in der europäischen Geschichte“, so Schallenberg in einer Aussendung am Samstag. „Heute erinnern wir uns an die tausenden unschuldigen Opfer und sind in Gedanken bei ihren Angehörigen“.

Schallenbergs deutscher Amtskollege Heiko Maas (SPD) hat eine weitere Aufarbeitung der damaligen Verbrechen angemahnt. „Am heutigen Tag sind wir mit unseren Herzen und unseren Gedanken bei den Opfern des Völkermords von Srebrenica und ihren Angehörigen“, erklärte Maas am Samstag. „Das Gedenken muss Ansporn sein, den Weg der Versöhnung und Aufarbeitung konsequent zu gehen.“

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich teilt die Schmerzen der Hinterbliebenen vom Bosnien-Srebrenica Völkermord und drückt auch heute nochmals Mitgefühl und Anteilnahme aus. Wir werden es niemals vergessen.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

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10 07 2020
By: TKG 0

Türkische Kulturgemeinde (TKG) verweigert mit niemanden in Österreich das Gespräch

Wenn es um die Heimat Republik Österreich geht ist der Rest Einzelheiten.

In den letzten Tagen wurden einige Vereine in den österreichischen Zeitungen genannt, welche sich für ein Gespräch mit dem Innen- und Integrationsministerium treffen sollten, um über die aktuellen Geschehnisse in Favoriten zu sprechen.

Wir, die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG), wurden per Telefonat über diesen runden Tisch informiert und haben dafür zugesagt.

In den Medien wurde nun mitgeteilt, dass viele türkische und kurdische Vereine verweigert haben, an diesem geplanten Gespräch teilzunehmen. Wir als Think-Tank NGO gehören nicht zu diesen Verweigerern. Es geht um das friedliche Zusammenleben in Österreich.

Es geht um die freiheitlich demokratische und rechtsstaatliche Republik Österreich, wo niemand ein Herren- bzw. Untermensch ist. Wir sind dankbar in Österreich, trotz vieler Probleme,  in einem rechtsstattlichen Staate mit Gewaltenteilung, in Freiheit leben zu dürfen. Wir wissen es als wehrhafte Demokraten sehr zu schätzen und zu schützen.

Es geht um ein „vielgeprüftes und viel geliebtes Land“, die Republik Österreich, wo das Vereinsgesetz nicht von Parteien mit Tempelgemeinden und die von der EU anerkannten terroristischen Organisationen aus dem Ausland, als Selbstbedienungsladen bzw. Hinterland verwendet wird. In diesem Fall sollte, wie bis jetzt, das berühmte österreichische Sprichwort:
„Leben und leben lassen“ bzw. „Eine Hand wäscht die andere“ nicht mehr gelten. Es reicht nämlich…

Als Think-Tank Organisation warnen wir: „Die Brandstifter bzw. Brandbeschleuniger dürfen weder als Feuerlöscher noch Experten, insbesondere bezüglich der Probleme in Favoriten, wie Integration bzw. ähnliche Probleme, ab jetzt nicht mehr salonfähig gemacht werden“

In Favoriten haben stellvertreterkriegsähnliche Zustände stattgefunden, die in Zukunft Österreich große Probleme verursachen werden, welche sich niemand wünscht. Deswegen erwarten wir von den Parteien und Medien in aller Freundschaft nicht Hetze, sondern zum Wohle der Republik Österreich, große Vorsicht. Man kann nicht vorsätzliche, Menschen verächtliche Verhetzung als Berichterstattung bzw. Kommentar unter dem Volk, mit den Steuergeldern des Bundes und der Städte sowie Versicherungen, Lebensmittelketten, Banken etc., die in diesen Zeitungen ein Inserat buchen, verbreiten.  Es schmerzt…Wir rufen alle zur Verantwortung!

Wir waren die Ersten, die am Freitag vorletzte Woche sofort mit sehr vielen Vereinen und Personen in Wien Kontakt aufgenommen haben, um die Geschehnisse aus erster Hand zu erfahren und die Öffentlichkeit darüber zu informieren.

De facto, die Mehrheit der Menschen aus der Türkei in Österreich, egal ob sie sich türkisch oder kurdisch fühlen, haben mit den jüngsten Ereignissen in Favoriten, welche wir scharf verurteilen, nichts zu tun!
Trotzdem wurden leider viele dieser Kurdinnen und Kurden bzw. Türkinnen und Türken in der Öffentlichkeit dämonisiert, worüber wir Einspruch erheben.

Die angebliche Vertreter der TürkInnen bzw. KurdInnen bzw. MuslimInnen vertreten weder KurdInnen, noch TürkInnen, noch MuslimInnen.

Aber in den Medien wird der Kurde bzw. der Türke bzw. die Muslime für die Ereignisse leider pauschal verantwortlich gemacht.

Die Mehrheit dieser Menschen ist friedliebend sowie besonnen, lebt seit über fünfzig Jahren in Österreich und identifiziert sich mit vielen schönen österreichischen Werten, wie Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung etc.

Diese Menschen wollen weder aus dem Nahen Osten, aus der Türkei, noch aus dem balkanischen Bereich importierte Konflikte hier in Österreich, insbesondere nicht in Arbeiterbezirken wie Favoriten, in welchen sehr viele Menschen aus verschiedenen Kulturen und Nationen leben.

Sie wollen diese schmutzigen importierten Kriege nicht vor ihren eigenen Haustüren sehen, weil ihnen das Zusammenleben mit verschiedenen Nationen und Religionen unter der Rot-Weiß-Roten Fahne sehr wichtig ist.

Das sagen alle Menschen, mit welchen wir im Namen der TKG in den letzten Tagen Interviews und Gespräche geführt haben. Für diese Menschen ist Österreich die neue Heimat mit vielen Pflichten und Rechten, die in der österreichischen Bundesverfassung festgeschrieben wurden und am 30. Oktober 2020 hundert Jahre alt wird. Hier ist es wichtig, die Spreu vom Weizen zu trennen und die Wörter „Türke“ oder „Kurde“ nicht so inflationär mit Gewalt, Terror, Mord, Kriminalität unter dem Vorwand „Aufklärung“ zu verwenden und vermischen.

Keine politische Partei in Österreich oder aus anderen Ländern, darf in Österreich eine Religionsgemeinschaft oder Kultusgemeinde gründen und die Religionsfreiheit in Österreich oder das Islamgesetz missbrauchen. Keine politische Partei darf aus dem Ausland in Österreich, weder eine Kirche noch eine Mosche betreiben. Eine der Wurzeln der Probleme liegt hier und man sollte das Problem nicht unter dem Vorwand „wir sind ein Rechtsstaat“ unter den Teppich kehren.

Es geht um die freiheitliche, demokratische, säkulare Republik Österreich, die wir, egal wann und wo, unabhängig als wehrhafte Demokraten schützen werden.

Die Republik Österreich darf kein Selbstbedienungsladen werden. Die AustrotürkInnen und AustrokurdInnen haben für Österreich in den letzten fünfzig Jahren, sei es als Arbeiter*innen, Krankenpfleger*innen, Ärztinnen und Ärzte, Wissenschaftler*innen, Unternehmer*innen etc. sehr viel geleistet.

Sie wünschen sich nur das Beste für das Land Österreich.

Nein!
Nein zur Vernebelung,
Vereinfachung, Infotainment, Fortschreibung, Oberflächenpolitur, Egomanie, Anpassung, Belehrung, „Anything goes“, Fatalismus!

Ja!
Ja zur Aufklärung statt Vernebelung,

Differenzierung statt Vereinfachung,

Analyse statt Infotainment,

Utopien statt Fortschreibung,

Tiefenschärfe statt Oberflächenpolitur,

Empathie statt Egomanie,

Widerspruch statt Anpassung,

Auseinandersetzung statt Belehrung,

Werte statt „Anything goes“.

Gestaltungswille statt Fatalismus!

Ja zur wehrhaften, freiheitlich demokratischen und rechtsstaatlichen Republik Österreich!

Die TKG in Österreich wird alle Bemühungen und Maßnahmen unterstützen, die die säkulare Verfassung der Republik Österreich unterstützen.

Ohne Scheinheiligkeit…„Scheinheiligkeit ist die Sprache der Korrupten“

Türkische Kulturgemeinde in Österreich ( TKG)

Links:

TKG: VERSAMMLUNGSGESETZ DARF NICHT MISSBRAUCHT WERDEN

TKG: Versammlungsgesetz darf nicht missbraucht werden

Die Türkische Community ist verwundert, distanziert sich und verurteilt die Ereignisse in Favoriten

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02 07 2020
By: TKG 0

TKG: „Einspruch für die Hagia Sophia“

KURIER Gastkommentar 

In der Türkei wird immer wieder ein Pseudoproblem im Bezug auf die Hagia Sophia erschaffen. Aktuell wird nach einem erneuten Umwidmungsaufruf vom obersten Verwaltungsgerichtshof „Danistay“ am 2. Juli eine Entscheidung erwartet.

„Aktuell wird nach einem erneuten Umwidmungsaufruf vom obersten Verwaltungsgerichtshof „Danistay“ am 2. Juli eine Entscheidung erwartet. Kein normaler, durchschnittlicher türkischer Staatsbürger, kurz: die Mehrheit, will so eine Umwandlung.“

https://kurier.at/meinung/einspruch-fuer-die-hagia-sophia/400955837?fbclid=IwAR1U0v2-tvaUizxjhQbEXohm0N3jMhjyzzrKVCm0wwxt4nu1dbo6G_F_PoE

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02 07 2020
By: TKG 0

Offener Brief an den 1.Parlamentspräsidenten und an alle Parlamentarier der Republik Österreich

„Kein  Buch (Koran, Bibel, etc.) darf man mit dem Corona-VIRUS vergleichen….“

Mehrere austrotürkische NGOs haben sich am 30.06.2020 vor dem österreichischen Parlament bei einer Versammlung, die von der Polizei Wien genehmigt wurde, zusammengefunden um einen schwarzen Kranz niederzulegen. Der Kranz drückt Enttäuschung, Entsetzen und Trauer aus und ist ein Protest gegen den 3. Nationalratspräsidenten Norbert Hofer aufgrund seiner Aussage: „Der Koran ist gefährlicher als das Corona (Virus).“ Die Vereine haben sich, wie von der Polizei gebeten wurde, vor dem originalen Parlament versammelt, wo auch die Presse dabei war. Nachher wurde der schwarze Kranz bei dem aktuellen Parlamentssitz von zwei Personen niedergelegt. Das Ereignis hat in der türkischen Presse in der Türkei, in europäischen türkischen Zeitungen sowie im Fernsehen große Aufmerksamkeit erhalten. Es wurde auch ein offener Brief an den Parlamentspräsidenten und an alle Parlamentarier beim Parlamentssekretariat abgegeben. Unten veröffentlichen wir die Bilder und den offenen Brief. Auf einem Plakat wurde folgendes verlautbart: „Kein  Buch (Koran, Bibel, etc.) darf man mit dem Corona-VIRUS vergleichen. Wir fordern den Rücktritt des 3. Nationalratspräsidenten der Republik Österreich!“

Offener Brief an den 1.Parlamentspräsidenten und
an alle Parlamentarier der Republik Österreich

Kranzniederlegung der unabhängigen türkischstämmigen NGO’s vor dem Parlament.
Kein heiliges Buch (Tora, Talmud, Bibel, Koran etc.) darf man mit dem Corona-Virus vergleichen.
Wir fordern den Rücktritt des 3. Nationalratspräsidenten der Republik Österreich wegen dieser Nazidiktion!

Sehr geehrter Herr Parlamentspräsident Mag. Sobotka!

Sehr geschätzte Parlamentarier der Republik Österreich!

Wien, 30.06.2020

Wir sind heute, am 30. Juni 2020, hier vor dem Parlament mit ca. 30 unabhängigen, austro-türkischen NGOs zusammengekommen, um mit diesem in schwarzer Farbe gehaltenen Kranz unser Entsetzen, unsere Trauer und unsere Bedenken zu äußern.

Dieser schwarze Kranz ist ein Symbol für unser Vertrauen an die österreichische, freiheitliche und demokratische Grundordnung und unseren starken Glauben an den Rechtsstaat. In diesem Jahr 2020 begehen wir die hundertjährige Verfassungsgeschichte der Republik Österreich. Wir sehen die österreichische Verfassung als unser einziges verbindliches, schützendes, Grenzen aufzeigende Rechtsgrundlage, welche wir mit seinem Wertekanon respektieren und als ersten und letzten Hafen für unsere Würde, Rechte und Pflichten ansehen.

Der 3. Nationalratspräsident der Republik Österreich hat bei einer öffentlichen Veranstaltung gesagt: „Der Koran ist gefährlicher als das Corona (Virus) “  Der 3. Nationalratspräsident der Republik Österreich hat am nächsten Tag bei Ö24 seine Aussage weder relativiert noch zurückgenommen, sondern mit der Aussage: „Es ist mir nicht aus dem Mund gerutscht“ gekontert. Er hat die österreichische Geschichte nach dem Nationalsozialismus im Jahre 1945 im Juni 2020 erneut mit solchen Nazi-Diktion einbetoniert. Eine Person, welche ein derartiges Gedankengut vertritt, schadet der Republik, schadet dem Parlamentarismus und ist für die Würde des Hohen Hauses untragbar. Hier, kann und darf man nicht, nach halbherzigen Aussagen von manchen im Parlament vertretenen Parteien schulterzuckend zur Tagesordnung übergehen.

Wir möchten mit dieser Kranzniederlegung vor dem Parlament unseren Anspruch und zu gleich unsere Bestürzung gegen die unerträglichen Aussagen des 3. Nationalratspräsidenten der Republik Österreich in aller Offenheit zum Ausdruck bringen. Herr Hofer hat mit seiner Nazi-Diktion 800 000 Menschen, die in Österreich leben (2 Milliarden Muslime weltweit) – in seiner Funktion als 3. Nationalratspräsident der Republik Österreich einem Virus( Parasit, Krankheit) gleichgesetzt und dadurch entmenschlicht bzw. dehumanisiert sowie als Krankheit bezeichnet, welche es zu vernichten bzw. beseitigen gilt.

Herr Hofer hat als 3. Nationalratspräsident, nachdem er alle Muslime und ihr heiliges Buch als Virus in einer Nazi-Diktion dämonisiert und einem Parasiten gleichgesetzt hat, bei einer darauffolgenden Sendung auf „ServusTV“  noch mehr Öl ins Feuer gegossen. Indem er sich in einer verzerrten Darstellung der Opfer-Täter-Umkehr in übelster Form bedient hat. Hofers Worte in der Sendung: „Hoffentlich sind nicht alle Muslime solche Terroristen.“

Die goldene Regel, als Grundsatz der praktischen Ethik, besagt: „Behandle andere so wie du von Ihnen behandelt werden willst“. Der berühmte kategorischen Imperativ des Philosophen Immanuel Kant lautet: „Handle nach denjenigen Maxima, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Unsere Frage an den höchsten Vertreter des Volkes der Republik Österreich: „Würden Sie so eine Nazi Diktion (Siehe „Jüdischer Parasit, Virus Sprache“ NSDAP) nach 1945 oder nach dem Ibiza Video, bei dem es geheißen hat: „So sind wir nicht“, egal ob Sie gläubig sind oder nicht, akzeptieren?“ Falls nicht fordern wir Sie als 1. Nationalratspräsidenten in aller Höflichkeit auf, die notwendigen Schritte in die Wege zu leiten, um den 3. Nationalratspräsidenten der Republik Österreich abzuwählen. Er hat mehrfach bewiesen, dass er für das Ansehen der Republik und die Würde des Amtes nicht würdig ist.

Wer in einer der höchsten Funktionen des Staates als 3.Nationalratspräsident der Republik Österreich und unseres Parlaments, solche verhetzenden Aussagen (Tatbestand der Verhetzung – Paragraf 283 und Paragraf 188 Herabwürdigung religiöser Lehren) vertritt, tätigt und noch bestätigt, muss umgehend von seiner Funktion als 3. Nationalratspräsident abgelöst werden. Nur so ist der Schaden vom Hohen Haus, vom Parlament und den anderen Parlamentariern abzuwenden.

Zuerst war der Talmud der Parasit( Siehe „Jüdischer Parasit- Virus“ Diktion der NSDAP), mehr als jedes andere Buch, das die NSDAP als schlüssigen Beweis für die Minderwertigkeit der Juden und die Rassengefahr des jüdischen Volkes und Religion verwendeten. Der Talmud ist das Hauptwerk der „mündlichen Lehre“, das Diskussionen jüdischer Gelehrter aus mehreren Jahrhunderten umfasst. https://blog.nli.org.il/en/nazisandthetalmud/

Der dritte Nationalratspräsident in Österreich Norbert Hofer verwendet im Jahr 2020, im freiheitlich demokratischen Rechtsstaat Österreich, die selbe Diktion wie sie zu Zeiten des Nationalsozialismus existierte. Corona ist ein Virus, ein Virus begegnet dem Organismus nur als Parasit.

3. Nationalratspräsident der Republik Österreich Hofer dämonisiert pauschal gegen den Koran und alle Muslime aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit (Hauptbuch: Koran), gegen eine Religionsgemeinschaft Islam (Hauptbuch: Koran) die in Österreich und die seit über 100 Jahren in Österreich anerkannt ist.

Hofer versucht in der Funktion als 3. Nationalratspräsident der Republik Österreich alle Muslime in Österreich und in der Welt als Anhänger einer parasitären Religion mit dem Koran, den er kulturrassistisch dämonisiert und verachtet unserer Meinung nach, mittels geistigen Freiticket, zuerst zu deportieren und wenn nicht dann zu vernichten.

Sie Herr 1. Nationalratspräsident und alle ParlamentarierInnen sind gefordert, ihren Worten des „Nie wieder“ auch Taten folgen zu lassen.

Kein heiliges Buch (Tora, Talmud, Bibel, Koran etc.) darf man mit dem Corona-VIRUS(Parasit) vergleichen. Wir fordern den Rücktritt des 3. Nationalratspräsidenten der Republik Österreich wegen dieser Nazidiktion.

Hochachtungsvoll,

Die unabhängigen austro-türkischen Vereine in Österreich
Wien, 30.06.2020

http://www.turkischegemeinde.at/2020/06/virus-parasit-gestern-talmud-heute-koran-tkg-fordert-ruecktritt-des-dritten-nationalratspraesidenten-norbert-hofer/

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20201016_OTS0149/tkg-bedauert-die-entscheidung-des-nationalrats-bezueglich-dem-3-nationalratspraesidenten-und-fpoe-chef-norbert-hofer

https://www.sondakika.com/haber/haber-avusturya-da-kuran-i-kerim-e-hakaret-eden-irkci-13375956/

https://odatv4.com/sondakika.php?n=avusturyada-kurani-kerime-hakaret-eden-irkci-lider-istifaya-cagrildi-30062006

https://www.internethaber.com/avusturyada-turk-stklerden-kuran-koronadan-daha-tehlikeli-diyen-asiri-sagci-lidere-istifa-cagrisi-2111440h.htm

https://havadis.at/haber/avusturyada-turk-stklerden-kuran-koronadan-daha-tehlikeli-diyen-asiri-sagci-lidere-istifa-cagrisi-h13785.html

 https://www.haberler.com/avusturya-da-turk-stk-lerden-kur-an-koronadan-daha-13375484-haberi/

https://www.arti49.com/avusturya-meclisinin-onune-siyah-celenk-biraktilar-norbert-hofere-istifa-cagrisi-2345360h.htm

https://www.yenivatan.at/3-meclis-baskani-nazi-dilli-hofere-istifa/

https://www.haberjournal.at/m/avusturya/avusturyadaki-turk-stk-lardan-norbert-hofer-e-istifa-cagrisi-h18594.html

https://havadis.at/haber/avusturyada-turk-stklerden-kuran-koronadan-daha-tehlikeli-diyen-asiri-sagci-lidere-istifa-cagrisi-h13785.html

 https://www.virgulat.com/turk-stk-lardan-parlamento-onunde-basin-aciklamasi/7451/

https://www.yeniakit.com.tr/haber/kuran-i-kerime-hakaret-eden-naziye-istifa-cagrisi-1317519.html

https://www.yenialanya.com/haber/4937121/kurani-kerime-hakaret-eden-irkci-lider-istifaya-cagrildi

https://www.haber7.com/dunya/haber/2990771-kuran-i-kerime-hakaret-eden-irkci-lidere-istifa-cagrisi

 https://www.mynet.com/tv/embed/6521719/1?placement=featured_video

https://www.nethaber.com/gundem/kuran-i-kerime-hakaret-eden-lidere-istifa-cagrisi-25371

http://sohbet34.org/kuran-i-kerime-hakaret-eden-irkci-ondere-istifa-daveti.html/

http://www.sanalbasin.com/mobil/kuran-i-kerime-hakaret-eden-naziye-istifa-cagrisi-36729509/

https://www.dunyabulteni.net/avrupa/kur-an-i-kerim-koronadan-daha-tehlikeli-diyen-politikaciya-istifa-cagrisi-h471259.html

Kronen Zeitung, 01.07.2020

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29 06 2020
By: TKG 0

TKG: Versammlungsgesetz darf nicht missbraucht werden

Wir fordern auch alle Austrotürken in Österreich egal welche Versammlung bezüglich Türkei stattfindet zu respektieren und besonders friedlich und deeskalierend zur Kenntnis zu nehmen.

Wien (OTS) – Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) hat die gesamte Demo in Wien mit mehreren MitgliederInnen von verschiedenen Perspektiven beobachtet (Mittwoch bis Samstag) und möchte als freie Think Tank Organisation zum Wohle der Gesellschaft und Vielfalt der Meinungen für die Gegenwart als unsere freie Meinung und Erkenntnissen für die Geschichte festhalten:

1) Die pauschale Dämonisierung der Austrotürken durch unzuverlässige, halbgebildete und reaktionäre Lumpen-Jugendliche mit „Graue Wölfe Zeichen“, „Allahu Ekber“ bzw. „Erdogan Rufe“ Ausrufen muss aufhören. Die Türken in Österreich, die mehrheitlich die Arbeiterklasse sind, haben mit den „autonomen Linken bzw. allgemein Linken“ politischen Richtungen kein Problem, ganz im Gegenteil, sie sind dankbar. Gerade diese „Linken“ haben seit 50 Jahren die Austrotürken vor Rassismus bzw. Unterdrückungen aller Art geschützt. Das muss man in aller Offenheit und Klarheit betonen. Wenn die Linken in Österreich unter dem Vorwand „Versammlung“, bei der es eigentlich um Frauenrechte geht, egal ob in Österreich oder in der Türkei, die Menschenrechte in der Türkei kritisieren, muss aufgepasst werden, dass hier nicht Terror Organisationen (Bilder), die auch in Österreich und in der EU als Terrororganisation gelten und die „Politischen Konflikte“ aus er Türkei nach Österreich importieren. Noch dazu in einen Arbeiterbezirk wo mehrheitlich Ausländer, Flüchtlinge und Austrotürken leben, erwarten wir zumindest in aller Freundschaft, dass diese Versammlungen in Zukunft auf den Heldenplatz verschoben werden. Gegen Rassismus und Faschismus in Österreich und in der Türkei ist die TKG Seite als antirassistische und antifaschistische NGO bekannt. Wir müssen aber unsere Heimat Österreich von den Nah-Ost Konflikten, wo Terror jeden Tag herrscht, fern halten die wir seit 40 Jahren Tag und Nacht kennen und für Österreich nicht wünschen. Die Austrotürken haben in der Türkei genug von Terror, Hass und Konflikten aus der Türkei oder bzw. aus dem Nahen Osten. Die Türken in Österreich wollen in Österreich Frieden.

2) Nicht nur die Mehrheit der Austrotürken in Österreich, sondern de facto alle Austrotürken in Österreich, haben mit den bedenklichen Jugendlichen unter denen sich mehrheitlich „türkische, kurdische, aber auch syrische, irakische und tschetschenische“ Herkünfte finden, ein Problem.

3) Mehrere seriöse, unabhängige türkische Vereine und die regionale türkisch-österreichische Presse, haben sich von den unbekannten Jugendlichen nicht nur distanziert, sondern diese scharf verurteilt und deeskalierend gewirkt, unter anderem die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG).

4) Nachdem die TKG die Wiener Polizei und das Innenministerium bezüglich lascher Arbeit der Polizei am Mittwoch und am Donnertag am Freitag mit einer APA OTS Aussendung gewarnt hat, um das Hab und Gut der türkischen UnternehmerInnen und Menschen zu schützen und die beiden Gruppen nicht aufeinander treffen zu lassen, haben wir am Freitag Abend gesehen, dass der Polizei Einsatz nicht mehr so lasch war. Alle Wege wurden nicht nur gesperrt, sondern durch einen größeren Polizei-Einsatz wurde der Schaden begrenzt. Wir danken den Polizei Wien die ab Freitag eine Ausgezeichnete Arbeit geleistet die wir in Zukunft noch verbessert sehen wollen.

5) Bei dieser Videoaufnahme (siehe unten) sieht man, dass hier die Polizei am Mittwoch den 24.06.2020 den Park, der Ort an dem die unbekannten Jugendlichen versammelt waren, aufgesucht hat. Vor dem nicht einmal 100 Meter entfernten Ernst-Kirchweger-Haus ist vor den Jugendlichen korrekterweise eine Front gebildet worden, plötzlich sind allerdings alle Polizisten verschwunden. Daraufhin sind die Jugendlichen, die sich durch Provokateure gehetzt gefühlt haben, in Richtung Ernst-Kirchweger-Haus marschiert. Viele Menschen fragen sich warum hat hier die Polizei, obwohl sie vor Ort war, diesen verlassen und den Jugendlichen freie Bahn gelassen? Keine normalen türkischen Jugendlichen, die in Wien sozialisiert sind und in die Schule gegangen sind, wollen in ihrem Bezirk so etwas aggressives, mit 0815 und für Österreicher sehr abstoßenden Ausrufen.

https://youtu.be/aQ8gAfOP5pM

Wir fordern den Rechtsstaat und die Republik Österreich hier auf die Hintermänner auszuforschen und die Spreu vom Weizen zu trennen um nicht die gesamten Türken in Österreich zu dämonisieren und gegen den Missbrauch der Versammlungsrecht die wir auch als Grund-und Freiheitsrecht respektieren und hochalten.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich ( TKG)

Bild: (c) Parlament

 

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26 06 2020
By: TKG 0

Die Türkische Community ist verwundert, distanziert sich und verurteilt die Ereignisse in Favoriten

Wien , 26.06.2020 / Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) hat mit über 30 türkischen NGO Vereinen und mit mehreren Unternehmern in Favoriten gesprochen, die sich verwundert gezeigt haben, dass die Ereignisse in den letzten zwei Tagen so dermaßen ausgeartet sind. Sie wollen damit nichts zu tun haben und distanzieren sich von diesen inakzeptablen Vorfällen und verurteilen diese scharf.

Sehr schockiert zeigt sich auch der Klein-Unternehmer Baba Kokerec, da seine Fenster von einer österreichischen Dame, die vermummt war, zerstört wurden. Nicht nur das, er wollte seinen Namen nicht nennen, da er sein kleines Geschäft auf den Beinen halten muss: „Ich stamme aus der Türkei und lebe friedlich in Wien. Ich kenne diese Jugendlichen und auch die gegnerischen Vereine nicht. Ich appelliere an die Menschen, die Probleme aus der Türkei bzw. zwischenmenschliche Probleme, nicht hier in Wien auszutragen.“

Die regionale türkische Presse hat nicht wie behauptet wird, Öl ins Wasser geleert, sondern ganz im Gegenteil über Facebook Live Schaltungen die gesamten türkischsprechenden Österreicher zur Beruhigung aufgefordert, damit die Spreu vom Weizen getrennt wird.

Bei mehreren türkischen Vereinen kennt niemand diese Jugendlichen, unter denen Türken, aber auch sehr viele unbekannte Personen aus verschiedenen Ländern sind.

Es sollte nicht das Wort „Allahu Ekber“ bzw. „Recp Tayyip Erdogan“ in Wien als Slogan verwendet werden um Österreicher bzw. auch alle Menschen aus der Türkei zu provozieren und in ein schlechtes Licht zu stellen. Das das eine Provokation ist, sagen auch alle türkischen Vereine in Österreich und distanzieren sich von diesen Jugendlichen.

 

Auf der anderen Seite gibt es sehr viel Kritik an der Polizei Wien. Wieso durften die Jugendlichen durch eine Einbahnstraße marschieren? Warum erlaubt die Polizei Wien solche Versammlungen, obwohl es am Mittwoch schon Eskalationen gab, mitten in der Favoritenstraße, in der viele Menschen aus der Türkei leben?

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) ruft das Innenministerium und die Polizei Wien hiermit dazu auf, die beiden Gruppen in dem Arbeiterbezirk Favoriten, nicht aufeinander zukommen zu lassen, das Hab und Gut der Menschen zu schützen und hier unter dem falschen Vorwand das Demonstrationsrecht nicht missbrauchen zu lassen. Was wird passieren wenn hier sich tatsächlich Terroristen einmischen. Hier muss nicht Öl ins Feuer gegossen werden. Wir warnen…

Die Mehrheit der Austrotürken will die Probleme aus der Türkei nicht importiert sehen. Man will im Arbeiterbezirk Menschen gegeneinander aufhetzen und hier kann die türkische Community nur der Verlierer sein. Diejenigen, die Probleme aus der Türkei oder der Welt nach Wien bzw. nach Österreich bringen und daraus Politik machen wollen, sind hier nicht willkommen. Wir haben in Österreich genug Probleme. Wir wollen unsere Energie für Österreich verwenden und nicht für den Missbrauch aller Werte inkl. Religionen bzw. Menschenrechte.

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18 06 2020
By: TKG 0

Virus-Parasit: Gestern Talmud heute Koran! TKG fordert Rücktritt des dritten Nationalratspräsidenten Norbert Hofer

„Victim blaming oder blaming the victim, Täter-Opfer-Umkehr und Opferbeschuldigung ist die Beschreibung für ein Vorgehen, das die Schuld für einen Übergriff beim Opfer selbst sucht.“ Wird  in Österreich wieder Frechheit und Schamlosigkeit siegen?  Was bedeutet „Nie wieder/Never again“ bzw. “ So sind wir nicht“ (nach Ibiza-Video) in Österreich? Frage: Wie sind wir bitte? Hier eine Paradebeispiel  aus Wien …

 

Eine Analyse der Think Tank NGO „Türkische Kulturgemeinde in Österreich“ (TKG) 

Der dritte österreichische Nationalratspräsident Norbert Hofer, hat vorgestern und gestern unter der Vorwand „Kritik“ eine Religionsgemeinschaft, dessen Anhänger und deren heiliges Buch mit einer Virus-Parasitär-Diktion (Krankheit: Corona-Virus) der Propaganda der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) entmenschlicht sowie diffamiert und sich dann in der Öffentlichkeit als Opfer dargestellt. Wir verurteilen diese nicht akzeptablen, dummen Drohungen mit welchen Herr Hofer politisches Kleingeld zu verdienen versucht bzw. mit welchen er sich als Held gegen den Koran und gegen Muslime zu verkaufen versucht. Das ist eine primitive Schande für einen Mann der das Amt des dritten Nationalpräsidenten besetzt.

Anstelle sich zu entschuldigen und versuchen die Aussage zu relativieren, hetzt Hofer weiter!

Zum Vergleich des Corana-Virus‘ mit dem Koran steht der dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer weiterhin. Auf oe24.TV bestätigte er seine Meinung durch die Aussage: „Das ist mir nicht herausgerutscht.“

Fakt ist: „Corona ist ein Virus, ein Virus begegnet dem Organismus nur als Parasit. Das Virus als Parasit ist für die lebende Zelle ein unerwünschter, zehrender Gast, dessen Ansprüche vom Gastgeber mit pathogenen, toxischen, mutagenen, teratogenen oder onkogenen Schäden, die oft zum Tode führen, bezahlt werden müssen.“ (Quelle: Graf, Alfred. Viren Parasiten unseres Lebensraumes. Springer Verlag)

Somit versucht Hofer über den Koran und seine Anhänger ein Feindbild zu verbreiten, indem er das Corona-Virus als Parasit dem Koran gleichstellt. Er verwendet eine Methode, die wir alle aus der Geschichte des Antijudaismus bzw. Antisemitismus kennen. Damals wurde der Hass gegen die Juden und den Talmut verbreitet, heute ist der Hass mit den selben Argumenten gegen die Muslime und den Koran gerichtet (siehe der Film „Der Ewige Jude“).

1924/25 griff Adolf Hitler das Stereotyp in seiner Programmschrift ‚Mein Kampf‘ ebenfalls mit folgenden Worten auf: ‚Der Jude ist und bleibt der ewige Parasit (Virus), ein Schmarotzer, der wie ein schädlicher Bazillus sich immer mehr ausbreitet, sowie nur ein günstiger Nährboden dazu einlädt.“ 

Gestern Talmud heute Koran

Unmoral im Talmud, München 1933

The burning of books in Berlin, 1933. Source: Bundesarchiv, Germany

In die Tiefen des Bösen: Wie die Nazis den Talmud für antisemitische Propaganda „rekrutierten“: https://blog.nli.org.il/en/nazisandthetalmud/

Es war der Talmud, mehr als jedes andere Buch, das die Nazis als schlüssigen Beweis für die Minderwertigkeit der Juden und die Rassengefahr des jüdischen Volkes verwendeten.

Eine der härtesten antitalmudischen Veröffentlichungen dieser Zeit ist eine Broschüre mit Karikaturen, die von der antisemitischen Zeitung „Der Hammer“ mit dem Titel „The Jewish Appearance“ veröffentlicht wurde. Der Künstler Karl Relnik zeichnete 35 eindeutig antisemitische Illustrationen und kombinierte dies mit Wörtern und Sätzen aus dem Talmud.

Eine der bekanntesten Persönlichkeiten im nationalsozialistischen Deutschland war Julius Streicher, Herausgeber der antisemitischen Zeitung „Der Stürmer“. Viele Nazi-Intellektuelle veröffentlichten in dieser Zeitung giftige und detaillierte Angriffe auf das Judentum und seine Literatur, vor allem gegen den Talmud. Während den Nürnberger Prozessen gab Streicher zu, den Talmud ausführlich gelesen zu haben. Er sah sich als führender Experte für jüdische Werke, hauptsächlich den Talmud.

Der Nationalsozialist Johannes Pohl schrieb auch zwei Bücher über den jüdischen Talmud – eine Broschüre mit dem Namen „Die Religion des Talmud“ und ein längeres Buch mit dem Namen „Talmud Geist“. In diesem Buch erklärt Pohl die Struktur des Talmud und die Verpflichtung jedes Juden, das zu erfüllen, was darin geschrieben steht, einschließlich Juden, die sich nicht als religiös definieren. Das Buch enthält zahlreiche Zitate, die den jüdischen Hass auf Nichtjuden und den Glauben betonen, dass Juden das auserwählte Volk sind. Es ist interessant festzustellen, dass das Titelbild des Buches aus einer zensierten Ausgabe von Maimonides ‚Hilchot Avodah Zara (Gesetze des Götzendienstes) stammt.

Der dritte Nationalratspräsident in Österreich Norbert Hofer, verwendet im Jahr 2020, im freiheitlich demokratischen Rechtsstaat Österreich, die selbe Diktion wie sie zu Zeiten des Nationalsozialismus existierte. Er satanisiert pauschal gegen den Koran und seine Anhänger, gegen eine Religionsgemeinschaft die in Österreich seit über 100 Jahren anerkannt ist. Zwar ist die Aussage von Hofer nicht gegen den Talmud gerichtet, aber auf der selben Ebene, mit der gleichen bekannten Diktion, gegen den Koran. So etwas von einem Nationalratspräsidenten ist nicht tragbar. Er versucht hier alle Muslime als Anhänger einer parasitären Religion mit dem Koran, welchen er als noch gefährlicher als das Corona-Virus bezeichnet und somit mit Parasiten vergleicht und damit kulturrassistisch dämonisiert, verachtet und de facto versucht, mittels geistlichem Freiticket, zu vernichten bzw. deportieren.

Wir sind gegen jeglichen Fundamentalismus, politisierten Glauben und genauso gegen Rassismus aller Art! Man sollte hier keine gesamte Religion verunglimpfen. Wir warnen! Solche Aussagen geben einem Fundamentalisten Kraft und bringen Terror nach Österreich.

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich warnt in aller Höflichkeit und Offenheit: jede weitere Stunde, jeder weitere Tag, in welcher bzw. an welchem Hofer dieses Amt besetzt, ist ein Schlag gegen die demokratische Verfassung der Republik Österreich.

Wir leben in einem Land, in welchem die Würde der Menschen geschützt werden muss und in welchem Menschen aufgrund ihrer Glaubens- bzw. Religionsgemeinschaft weder direkt noch indirekt, mit einem parasitären Virus, wie das Corona-Virus, verglichen werden dürfen. Die Aussagen erfüllen unserer Meinung nach den Tatbestand der Verhetzung – Paragraf 283 und Paragraf 188 Herabwürdigung religiöser Lehren. Alle demokratischen Vertreter der Republik Österreich sind dazu verpflichtet, ihre freiheitlich demokratische Verfassung und Grundhaltung zu schützen. Aussagen wie, „Nie mehr“ bzw. „So sind wir nicht“ sollten ernst genommen und eingehalten werden.

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15 06 2020
By: TKG 0

Türkische Kulturgemeinde: „Die Hagia Sophia muss ein Museum bleiben! Sie gehört der Menschheit.“

In der Türkei wird gerade, als ob es keine anderen Probleme gäbe, leider ein Pseudoproblem über die Hagia Sophia (Die Heilige Weisheit) von den reaktionären Kräften erschaffen, das heiß, verletzlich und spaltend  diskutiert wird. Am 2 Juli 2020 wird nach einem erneuten Umwidmungs-Aufruf vom obersten Verwaltungsgerichtshof „Danistay“ eine Entscheidung erwartet, ob das Museum der Hagia Sophia erneut in eine Moschee umfunktioniert werden darf.

Die Hagia Sophia ist von der UNESCO als Kulturerbe der Menschheit anerkannt. Auch der oberste Verwaltungsgerichtshof der Türkischen Republik (Danistay) hat die Entscheidungen von Atatürk aus dem Jahre 1934 durch eine verbindliche Gerichtsentscheidung vor mehr als 10 Jahren schon bestätigt. Warum aber sollte der oberste Verwaltungsgerichtshof „Danistay“ der Türkei die Entscheidung jetzt rückgängig machen? In einem Rechtsstaat, darf so etwas nicht passieren.

Das kann und wird nur großes Unglück bringen

Die Türkische Kulturgemeinde (TKG) als  ein den pluralistischen, freiheitlichen, demokratischen und rechtstaatlichen Prinzipien verpflichteter Think Tank NGO fordert  die türkische Regierung in aller Freundschaft auf, im politischen, wirtschaftlichen, internationalen Interesse, sowie im Interesse der Türkei und der Auslandstürken die Moschee Diskussionen über das Hagia Sophia (Ayosofya) Museum zu beenden. Das kann und wird auf vielen Gebieten  im 21. Jahrhundert nur großes Unglück bringen.

1934  in ein Museum umgewandelt

Die im sechsten Jahrhundert erbaute Hagia Sophia, damals 900 Jahre die größte Kirche der Welt, wandelten Osmanen nach der Eroberung Konstantinopels, heute Istanbul, im Jahr 1453 in eine Moschee um. Unter Staatsführer Atatürk wurde sie nach 500 Jahren als Moschee 1934 profaniert und zu einem Kirche-Moschee-Museum umgewandelt. Unter der Regierung des Gründers der modernen Türkei Kemal Atatürk wurde im Jahre 1934 eine richtige und gute kulturpolitische Entscheidung getroffen. Atatürk und seine Mitstreiter hatten damals erkannt, dass die Widmung des Gebäudes für die junge Türkei ein religiöser und ethnischer Zündstoff ist. Die Regierung Atatürk und ihre Experten sahen, dass „die größte Bedrohung moderner Gesellschaften von den religiös oder ethnisch-rassisch motivierten Kulturkämpfen der Minderheiten, die durchaus die Mehrheit bilden können, ausgeht.“

Das Ziel von Atatürk und seinen zuständigen Freunden in der damaligen stark säkularen  Regierung war es, die Hagia Sophia als kulturelles Wahrzeichen der Welt zu präsentieren. Wir sind stolz darauf, mit der Hagia Sophia Museum eine christlich-orthodoxe,  römisch- katholisch( 1204-1261) uns ab 1453 auch islamische Vergangenheit zu haben. Seit 1934, also seit über 86 Jahren, ist die Hagia Sophia ein profanes Museum und wurde zum Weltkulturerbe ernannt, worauf viele Türken und Türkinnen in der Türkei, in Österreich und in der EU sehr  froh sind. Jetzt ist sie seit 1934 als Museum anerkannt und zeigt damit auch die Toleranz und Großzügigkeit der modernen Türkei die in Zukunft mehr und aber nicht weniger sein sollte.

Trotzdem wird seit Jahren von reaktionären Kräften in der Türkei versucht, unter dem Vorwand „Souveränität der Türkei“ beziehungsweise unter dem „Schwertrecht der Eroberung“ die Hagia Sophia wieder in eine Moschee umzuwandeln.

 

Nicht nur zeitgemäß ist sondern auch tief reaktionär

Die Moscheen in der Nähe der Hagia Sophia sind nicht so gut besucht, dass ein weiterer Gebetsort notwendig ist.  Fakt ist: Tagtäglich werden die über 84.000 Moscheen in der Türkei, aufgrund des Missbrauchs der Religion von bestimmten Sekten, Parteien und Organisation aus dem Aus- und Inland, leerer und leerer Die Hagia Sophia hat für das Christentum einen sehr wichtigen sozialen, architektonischen, kulturellen, politischen und klerikalen Wendepunkt durch mehrere Epochen verursacht. Die Wirkungen sind heute  in der Türkei und in der Welt vorhanden. Die reaktionären Kräfte wollen, dass die Hagia Sophia, die 1934 durch Atatürk in ein Museum umgewandelt wurde, nach 86 Jahren wieder in eine Moschee umwandeln. Das wird  indirekt auch die Auslandstürken in Österreich und in der EU. Nicht nur Auslandstürken, sondern alle Muslime in der Welt, die als MigrantInnen überall ( in der EU, Amerika, England etc. )leben negativ beeinflussen. Weil es nicht nur zeitgemäß ist sondern auch tief reaktionär

 

Wer will die Hagia Sophia in einer Moschee Umwandeln?

Laut dem staatlichen „Diyanet“ (deutsch Präsidium für Religionsangelegenheiten) existieren in der Türkei insgesamt 84.684 Moschen, davon 3.269 in Istanbul (Stand 30. August 2019). Vor einem Jahr haben sich in der „Camlica Moschee“ erstmals Gläubige zum Morgengebet unter dem Motto „die Größte Moschee in der Türkei“ versammelt. Die Camlica Moschee hat sechs Minarette und bietet Platz für bis zu 63.000 Menschen. Es gibt kein Land der Welt, das so viele Moschen hat oder baut. Nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland. Das Diyanet ist eine staatliche Einrichtung zur Verwaltung religiöser Angelegenheiten in der Türkei. Das Diyanet ist direkt dem Präsidenten der Republik Türkei unterstellt.

Die Hagia Sophia steht in der Türkei als Hauptinteresse auf der Liste der reaktionären Agenda. Das überholte Konzept des „Schwertrechts“, das einige reaktionäre und chauvinistische Historiker häufig und beharrlich aus der Mottenkiste der Geschichte zerren und immer wieder zitieren, wird gerne seit Jahren leider als aktuelles politisches Instrument von der gleichgeschalteten fundamentalistischen türkischen Presse verbreitet.

Der Hagia Sophia wird eine überhöhte gesellschaftspolitische Relevanz eingeräumt. Von Zeit zu Zeit werden die Umwidmungsphantasien auf die Tagesordnung der Politik gesetzt und damit das museale Gebäude politisch instrumentalisiert.

Man will hier eigentlich Sieg“ gegen die „säkulare“ Republik Türkei erringen

Das Kulturerbe der Hagia Sophia hat eine Transformation mit der Entscheidung durchlaufen, sich keinem Ritual einer Religionsgemeinschaft zu öffnen. Das utopische Ziel jener, die die Verwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee vertreten, ist es, sich über die intakte
Republik und ihr säkulares Staatsverständnis hinwegzusetzen. Für die reaktionären Kräfte in der Türkei gilt zuerst die Symbolwirkung, die von dem monumentalen Gebets-Gebäude ausgeht. Sie wollen einen „Sieg“ gegen die „säkulare“ Republik Türkei erringen, indem ein bedeutendes Museum zu einer Moschee transformiert wird.

Nicht nur das. Das heutige Museum wurde seit den ersten Jahren der Republik von reaktionären und fundamentalistischen Kreisen und der Eroberung des Dschihad instrumentalisiert. Sie war auch das Zentrum vieler reaktionär-islamischer Referenzen. Es wird damit deutlich, dass auch historisch das Phänomen der Hagia Sophia mehr ein politisches Symbol als ein religiöses Bestreben ist.

Alle Einwände gegen die Umwandlung der Hagia Sophia in ein Museum waren vom ersten Tag an politischer Natur. Die bisherige politische Kritik scheint jedoch kaum einen konsequenten Anhaltspunkt zu haben. Fast alle Kritikpunkte an politischen Interessen treten unter chauvinistischen, modernisierungsfeindlichen und religiösen bzw. reaktionären Eigenschaften in den Vordergrund.

Im politischen Interesse sollten die Moscheediskussionen der Hagia Sophia als illegitime, unbegründete und inakzeptable Täuschung entlarvt und die Diskussion beendet werden. Der einzige Angriffspunkt, den nationalistische und reaktionäre Geister seit vielen Jahren vertreten, sind ideologische Rückzugsgefechte. Eine falsche und schädliche Stimmung, die von diesen Demagogen gespeist wird, hält von den ersten Jahren der Republik Türkei bis heute an. Die Debatte über die Hagia Sophia sehen wir als TKG  ungerechtfertigt an, weil sie als politische Agenda betrieben wird und sich keiner echten Diskussion stellen will.

 

Tolerant gegenüber allen Religionen. So haben wir es gelernt.

Wenn die Debatte bloß auf Religion und Nationalität reduziert wird, gibt es keinen Raum mehr für einen echten Dialog. Die moderne Türkei und die Mehrheit der TürkInnen sind tolerant gegenüber allen Religionen. So haben wir es gelernt.

Es handelt sich hier offensichtlich um eine einseitige Politik gegen die Modernisierung des Staates und gegen die moderne Türkische Republik. Diese engstirnige Politik ignoriert universelle Prinzipien und fordert unter dem Vorwand, angebliche islamische und ethnische Gefühle zu vertreten (was nicht stimmt), die Öffnung der Hagia Sophia für den Gottesdienst.

Die Kontroverse, die Hagia Sophia in eine Moschee zu verwandeln, ist ebenso religiös unbegründet wie staatspolitisch fehl am Platz. Auch nach Ansicht der Mehrheit nationaler Rechtsprechung -der oberste Verwaltungsgerichtshof der Türkischen Republik – ist dies nicht der Fall.

Die Umwandlung des Inneren des Gebäudes in eine Moschee würde viele innenarchitektonische Umbaumaßnahmen erfordern, die den historischen Zustand verändern und zerstören. Selbst unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen wäre die bauliche Substanz stark gefährdet.

Darüber hinaus wird die UNESCO die Entscheidung, die Hagia Sophia in eine Moschee umzubauen, als politische Entscheidung werten. Alleine aus diesen beiden Gründen hat die UNESCO schon das Recht Istanbul allgemein von der Liste des Weltkulturerbes zu streichen. Diskussionen über die Hagia Sophia sind ein ernstes internationales Agenda-Thema. Ihre Umwandlung in eine Moschee ist unter den genannten Bedingungen oder den damit einhergehenden Gefahren und Auswirkungen unmöglich.

Dazu kommt noch der Zuwachs der Minderheiten, der MuslimInnen bzw. TürkInnen, die in der EU und in Österreich leben. Die Diskussion sorgt für Irritationen in der christlichen Welt.  Hetze gegen TürkInnen und der Türkei im Ausland sind die Folge. Die Türkei hat in den letzten Jahren mit den Steuergeldern der türkischen BürgerInnen immerhin dreißig wichtige Kirchen in der Türkei renoviert, worauf man sehr stolz sein sollte. Doch auch der Instandhaltung von Synagogen, wie z. B. jener in Edirne, der größten Synagoge Europas, wurde viel Aufmerksamkeit geschenkt.


Was erwarten wir?

In der Hagia Sophia muss ein modernes und lebendiges Museumsverständnis wie in Österreich geschaffen werden.

Die Vervollständigung der Bestandsaufnahme der vorhandenen Kulturgüter, die Umsetzung von Bauleitplänen, die Überwachung der archäologischen Stätten und der sie umgebenden Kulturlandschaft sind wichtige Themen.

Die Hagia Sophia ist ein einzigartiges Wertesymbol

Es ist nicht vertretbar eine solche historische Baustruktur mit ihrer komplexen Geschichte auf Konflikte zu beschränken, die wissenschaftliche Studien ignorieren. Hinter den Diskussionen darüber, dass die Hagia Sophia wieder in eine Moschee verwandelt werden soll, steht ein tiefer politischer Kampf.

Die Tatsache, dass die Hagia Sophia als Museum allen Besuchern gleichermaßen offen steht, ist die einzige Möglichkeit, die den universellen Wert dieses einzigartigen Denkmals offenbart. Die Hagia Sophia sollte als Museum erhalten bleiben, das mit universellen Konservierungs- und Restaurierungspraktiken alle kulturellen Relikte zu erhalten hat. Denn so ein wichtiges Wertesymbol existiert auf der Welt kein zweites Mal.

Die Hagia Sophia gehört keiner bestimmten Menschengruppe an. Sie gehört der gesamten Menschheit und steht lediglich unter der Verwaltung und Besitz eines Staates, der sich mithilfe von Stiftungen gewissenhaft und engagiert um ihren Erhalt kümmern soll.

Die Türkei und die Mehrheit ihrer BürgerInnen, sowie alle aus der Türkei stammenden Europäer und Europäerinnen in Österreich und in der Welt können auf diese Diskussion verzichten. Niemand muss sich mehr mit der Umwandlung der Hagia Sophia beschäftigen. Es geht nicht um die Umwandlung, sondern um den Erhalt eines Wertesymbols für die ganze Welt und Menschheit. Die TKG fordert, dass die Hagia Sophia als Museum mit universellem Konservierungs- und Restaurierungsbedarf für die kulturellen Relikte erhalten bleibt. Zudem schlägt die TKG die Gründung eines Hagia-Sophia-Instituts vor

Wir wünschen „Friede daheim, Friede in der Welt.“

Wir wünschen uns, dass die Türkei wieder mit diesen wichtigen Worten den eigentlichen Grundstein der modernen Türkei wiederfindet, ohne die Gesellschaft im In- und Ausland zu spalten.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)-

Obmann

DI Birol Kilic

 

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22 05 2020
By: TKG 0

TKG und Wiener Taxiverein begrüßen Deutschpflicht für Taxigewerbe

Wien (OTS) – Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) und der „Wiener Taxiverein“, ein aus mehrheitlich türkischen Taxifahrern bestehender Verein, begrüßen die vom Infrastrukturministerium erarbeitete Verordnung, welche einige Voraussetzungen festlegt, die Taxifahrer künftig erfüllen müssen. Unter anderem ist ein mäßiges beherrschen der deutschen Sprache (Sprachniveau B1) Teil der Verordnung.

Obmann des Wiener Taxivereins Hasan Aycicek, der selber aus der Türkei stammt, sieht die Deutschpflicht bei Taxifahrer*innen sogar als menschliche Pflicht und Respekt gegenüber der Stadt oder dem Ort wo man als Taxifahrer tätig ist.

Dazu der Obmann der TKG Birol Kilic: „Es ist das Mindeste, dass ein/e FahrerIn im Taxigewerbe in Österreich halbwegs der deutschen Sprache mächtig ist. Das Taxigewerbe ist eines der gefährlichsten und schwierigsten Gewerbe, da beispielsweise der Verdienst aufgrund der Konkurrenz immer eher weniger als mehr wird. Auch für das Image der Branche ist es wichtig, dass einfach in deutscher Sprache kommuniziert werden kann. Im Taxigewerbe arbeiten seit über 50 Jahren sehr viele eingesessene Türken für welche es ein großer Image Verlust wäre, wenn die Deutschpflicht nicht umgesetzt werde würde. FahrerInnen in der Taxibranche sollten nicht nur die Stadt oder den Ort in welchem sie Großteils fahren sehr gut kennen, sie sollten auch in der Lage sein mit den Kunden eine einfache Kommunikation in deutscher Sprache zu führen. Wie lieben unsere Stadt und erwarten für das Gemeinwohl sogar noch höhere Qualitäts- und Quantitätsvoraussetzungen von den TaxifahrerInnen für eine so wichtige Branche wobei die Stadt und die Wirtschaftskammer sie unterstützen sollten.

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19 05 2020
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Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich gratuliert Andrea Mayer zur Ernennung zur Kultur-Staatssekretärin

Spitzenbeamtin Andrea Mayer wird Kulturstaatssekretärin der Republik Österreich der Grünen. „Herzlich willkommen, und  viel Erfolg für die Arbeit im Kultur-Staatssekretariat“, so gratuliert der Obmann der Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG)  Birol Kilic der neuen Kultur-Staatssekretärin Andrea Mayer: „Wie freuen uns, hoffen auf eine gute Zusammenarbeit und wünschen alles Gute  für die Arbeit im Kultur-Staatssekretariat

 

 

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23 04 2020
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Grüß Gott, lieber Ramadan!

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) wünscht in Österreich allen Musliminnen, Menschen aus der Türkei und ihren Mitgliedern (TKG)  alles Gute für einen besinnlichen und schönen Ramadan.

Am 23. Mai 2018 beginnt wieder der Ramadan. Auch für 700.000 Muslime in Österreich beginnt das Fasten vom 15. Mai bis 14. Juni.  Nicht alle Muslime fasten, aber alle schätzen und respektieren den Ramadan Monat. Während der Corana-Pandemie beginnt am Donnerstagabend beziehungsweise in der Nacht auf den 24. April (Freitag) für Muslime der Fastenmonat Ramadan – sobald die Neumondsichel gesichtet wird.

Der Obmann der Türkische KULTURgemeinde in Österreich(TKG), Birol Kilic:
     „ Wir wünschen allen Musliminnen, Menschen aus der Türkei,  allen unseren MitgliederInnen  (TKG) in Österreich alles Gute für einen besinnlichen und schönen Ramadan und sagen grüß Gott lieber Ramadan. Wir haben nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa und der Welt turbulente Zeiten wegen dem Corona-Virus . Wir müssen nicht nur gegen die Abspaltung und den Rassismus in der Gesellschaft und für das Zusammenleben in Österreich eintreten, sondern auch wie alle Menschen aus der Türkei in Österreich auch die Mehrheit der MuslimeInnen uns weiter an Corona-Gesetze und staatliche Forderungen halten und auf uns selber, auf unsere Familie und auf alle anderen Menschen in Österreich penibel aufpassen. Es folgt eine Zeit der inneren Ruhe, dem Versuch vom irdischen Leben Abstand zu gewinnen und sich nur dem einen und barmherzigen Schöpfer zu widmen. Ramadan ist die Zeit in welcher man mehr an Armut, Hunger und Teilung denken muss. Ramadan ist eine Erziehung zur Selbstüberwindung und zugleich ein Weg zur Bewusstmachung, dass es Menschen gibt, die tagtäglich Hunger erleiden. Ramadan ist eine Zeit, in welcher man in Österreich auch über die Werte der österreichischen Gesellschaft diskutiert.  Richtig. In diesem Monat der Reinigung wird ein besonderes Programm zur Erziehung aufgelegt. Unter Erziehung verstehen wir auch Bildung und Erinnerung an unsere gemeinsamen Werte in Österreich.“

 

Ramadan ?

Ramadan heißt übersetzt so viel wie „der heiße Monat“. Gemeint ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender. An einem Tag in diesem Monat soll der Koran auf die Erde gesandt worden sein. Dieser Zeitpunkt wird auch „Nacht der göttlichen Bestimmung“ genannt und wird hauptsächlich am 27. Ramadan gefeiert. Da der Termin durch den Koran jedoch nicht genau festgelegt ist, gibt es hier Unterschiede. In Deutschland wird dieser Zeitraum nach Angaben des Zentralrates der Muslime in Deutschland exakt astronomisch berechnet. Gefastet wird den gesamten Monat lang jeweils von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, in diesem Jahr ab den 24. April.

Darauf verzichten die Muslime im Ramadan

Nach dem muslimischen Gesetz bedeutet Fasten die Enthaltung von bestimmten Dingen: Verboten sind der Verzehr von Speisen und Getränken, Rauchen, Geschlechtsverkehr und Trunkenheit, so die Informationsplattform „islam.de“. Außerdem sind üble Nachrede, Verleumdung, Lüge und Beleidigung streng untersagt. Schweigen gehört ebenfalls zur Enthaltsamkeit im Ramadan.

Jeder Muslim, der geistig zurechnungsfähig, volljährig und körperlich dazu im Stande ist, muss fasten. Auch Minderjährige können fasten, hier gibt es aber ein Unterscheidungsvermögen. Schwangere, Kranke und Kinder sind nicht zum Fasten verpflichtet, wie die Informationsseite „islam.de“ bekannt gibt.

Schwangere und Kranke müssen die versäumten Fastentage aber nachholen. Laut einer Statistik, auf die sich das „National Bureau of Economic Research“ der USA bezieht, fasten die meisten schwangeren Muslimas trotzdem. Dadurch reduziere sich häufig das Geburtsgewicht des Kindes und die Länge der Schwangerschaft, wodurch körperliche und geistige Behinderungen der Kinder viel wahrscheinlicher würden.

Zuckerfest beendet den Fastenmonat

Am Ende des Fastenmonats, nach 29 beziehungsweise 30 Tagen, feiert man das Fest des Fastenbrechens, auch als kleines Fest oder Zuckerfest bekannt. Die Vorbereitungen beginnen bereits in den letzten Tagen des Fastenmonats.

Vorher muss jeder Muslim eine pflichtmäßige Spende entrichten, die auch als Almosensteuer des Fastenbrechens bekannt ist. Sie kommt Bedürftigen zugute und gehört nach Angaben des Verbandes der islamischen Kulturzentren zu den wichtigsten Pflichten eines Moslems. Anschließend wird drei Tage lang gefeiert.  Der erste Tag ist dabei laut „islam.de“ der Familie gewidmet. Obwohl das „große“ Opferfest im Pilgerfahrtsmonats eigentlich das höchste Fest der Muslime ist, wird das Fastenbrechen traditionell größer und umfangreicher gefeiert, ähnlich wie Weihnachten bei den Christen .(tkg, dpa)

 

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21 04 2020
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TKG: Appell an Regierung bezüglich Ramadan-Monat

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) wünscht allen Musliminnen, Menschen aus der Türkei und ihren Mitgliedern (TKG) in Österreich alles Gute für einen besinnlichen und schönen Ramadan.

Der Ramadan beginnt übermorgen. Die Regierung sollte bitte MuslimInnen, wie es auch bei anderen Religionen gemacht wurde,  alles Gute wünschen. Nicht mehr und nicht weniger.

In Österreich leben derzeit hochgerechnet mehr oder weniger rund 750.000 Angehörige aus dem muslimischen Kulturkreis, davon ca. 300.000 Menschen aus der Türkei, davon mehr als 100.000 UnternehmerInnen. Man sollte vor der muslimischen Bevölkerung keine Angst haben. Sie schätzen die Republik Österreich weil sie hier ihre Freiheit genießen können.

Viele der MuslimInnen sind schon österreichische Staatsbürger und rechnen die freiheitlich, demokratische, säkulare und rechtsstaatliche Grundordnung Österreich hoch an. Viele der AustromuslimInnen leben nicht in ihren Ursprungsländern, weil es in diesen Ländern keine pluralistische, rechtsstaatliche Grundordnung, beginnend mit Gewaltenteilung gibt, bzw. diese mit der Zeit durch reaktionäre Kräfte, Parteien und fundamentalistischen Sekten zerstört wurde. Die Mehrheit der MuslimInnen hat Erfahrung mit solchen Staatsordnungen gemacht und schätzt die Republik Österreich umso mehr.

Es ist für die MuslimInnen das höchste Gut in der Republik Österreich mit einer 100-jährigen demokratischen Verfassung und einem unabhängigen Verfassungsgericht leben zu dürfen.

TKG bekennt sich zu der österreichischen Verfassung und sieht diese als höchstes und für das Zusammenleben in Österreich einzig verbindliche Buch an. In Österreich leben Menschen aus vielen Schichten, unter anderen auch Menschen aus muslimischen Kreisen, die genauso Atheisten, Agnostiker oder Deisten sind. Aber man findet auch stark säkulare Gläubige und orthodoxe MuslimInnen darunter.

TKG empfiehlt in aller Freundschaft der österreichischen Regierung am Beginn des übermorgigen Ramadan Monats diesen Bürgerinnen alles Gute oder einen Besinnlichen bzw. segensreichen, schönen Ramadan zu wünschen. Ein Einfaches: „Schönen Ramadan!“ genügt auch.

Für die TKG ist es wichtig die Bürgerinnen in Österreich, Österreich als Staat und die österreichische Regierung transparent und wenn nötig auch sehr kritisch der türkischen Gemeinschaft Nahe zu bringen, damit andere Kräfte diese Kluft nicht ausnützen bzw. missbrauchen können.

Denn der Ramadan Monat ist auch ein Monat in dem Religionsmissbrauch aus dem Ausland durch reaktionäre, angebliche Vereine, Personen und Institutionen, die eigentlich politischen Parteien zugehören bzw. durch Regierungsvertreter, am meisten stattfindet. Hier muss die Regierung die Spreu vom Weizen trennen und allen MuslimInnen in Österreich bei ihrem wichtigsten, religiösen Fest einen direkten Kommunikationsweg öffnen, damit keine anderen Kräfte in Österreich, unter dem Vorwand Religionsfreiheit, diese Kluft ausnützen können. Man sollte hart in der Sache, aber höflich mit dem Umgang und mit gegenseitiger Empathie handeln.

Wir sollten hier im Namen des Friedens und des guten Zusammenlebens für das „viel gerühmte, viel geprüfte und viel geliebte“ Land Österreich einstehen.

Türkische Kulturgemeinde in  Österreich( TKG)

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20 04 2020
By: TKG 0

Bildung: Germanica Bildungsinstitut bietet Deutschkurse an

Das Germanica Bildungsinstitut bietet Deutschkurse an und hat von der Türkische Kulturgemeinde in Österreich um Hilfe bei der Bewerbung Ihre Leistungen gebeten. Gerne kommen wir dieser Bitte nach.

Das Germanica Bildungsinstitut schreibt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind ein Bildungsinstitut mit 25 Jahren Erfahrung. Unser Sitz ist in Wien, in der unmittelbaren Nähe vom Westbahnhof. Bei uns haben mehrere Tausende von Menschen erfolgreich Deutsch gelernt und somit auch Sprachzertifikate erhalten.

Unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen mithilfe von unseren Lehrwerken „GEMEINSAM“ Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Sie wurden im Germanica Bildungsinstitut, als Materialien für den Deutschunterricht in der Erwachsenenbildung, entwickelt. In jedem Buch sind, die über QR-Codes und unsere Webseite erreichbaren, Video- und Hörbeispiele, als Beitrag zur Hör- und Videoschulung im Unterricht, vorhanden. Die QR- Codes befinden sich am Ende jedes Buches und sind über Mobiltelefone mit QR- Scanner abrufbar.

Mit viel Stolz können wir sagen, dass wir das einzige Bildungsinstitut in Österreich sind, das solche Lehrwerke für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache herausgegeben hat.

Diese Zeit der Selbstisolation, Ausgangsbeschränkung, Ungewissheit und schlechten Nachrichten können wir auch sinnvoll nutzen! Aber wie?

Wir schlagen Ihnen vor, Deutsch ohne soziale Kontakte zu lernen!

Viele brauchen gute Deutschkenntnisse, damit Sie ein Teil der österreichischen Gesellschaft werden oder eine bessere Arbeit finden können. Viele brauchen auch einen Nachweis über ihre Sprachkenntnisse, damit Sie Ihr Visum verlängern können. Unsere Sprachzertifikate sind in ganz Österreich anerkannt. Aus allen diesen Gründen haben wir uns entschieden, Online- Kurse abzuhalten.

Sie können ganz bequem von Zuhause am Online-Unterricht teilnehmen. Unsere Trainerinnen und Trainer stehen Ihnen für alle Fragen während des Unterrichts zur Verfügung.

Wir bieten Deutschkurse und Deutschprüfungen auf allen Niveaus, von A1 bis C2, an. Das Einzige, was Sie brauchen, ist ein Internetzugang.
Hier finden Sie Anweisungen, wie Sie sich für die Kurse anmelden können. Für alle Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Bleiben Sie gesund.

Mit freundlichen Grüßen Germanica Bildungsinstitut

www.germanica.at 

Tel.: 01 895 78 41

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11 04 2020
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TKG: FROHE OSTERFEIERTAGE-HAYIRLI PASKALYA!

Wir wünschen unseren christlichen Freunden, allen MitgliedernInnen, Nachbarn und auch allen anderen, die dieses christliche Fest nicht begehen, frohe Osterfeiertage .

Türkische Kulturgemeinde in Österreich

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07 04 2020
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Forderungen: Vor – während – und nach der Coronakrise: Gewalt an Frauen und Kindern gehen weiter

Vor – während – und nach der Coronakrise. Gewalt an Frauen und Kindern gehen weiter. Über wirksame gesetzliche Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen und Kindern. TKG und AÖF im Videogespräch mit Frau Bundesministerin für Justiz Alma Zadic

Wien (OTS) – Aktuell kam es zu einer Videokonferenz  mit der Frau Bundesministerin für Justiz Alma Zadic. Anlass war der offene Brief, den die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) und der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) gemeinsam am 1. März – also noch vor der Coronakrise – an die Justizministerin und an die Bundesregierung gesendet haben.

Darin haben beide Vereine appelliert, mehr Verantwortung bei häuslicher Gewalt zu übernehmen und Morde sowie Mordversuche an Frauen* und Mädchen* zu verhindern. Vor der Coronakrise gab es bereits 6 Morde und 6 Mordversuche, mittlerweile haben die Mordversuche stark zugenommen (12 Mordversuche laut Medienberichte).

Die Forderungen der TKG und AÖF

Im offenen Brief waren viele Forderungen an die Justiz und die Regierung geknüpft, wie etwa endliche wirksame und effektive Maßnahmen zur Verhinderung von Frauenmorden und Gewalt an Frauen zu setzen, Frauen* ernster zu nehmen, wenn sie Anzeige erstatten, besonders gefährliche Täter rasch strafrechtlich zu verfolgen und zur Rechenschaft zu ziehen, die Anzeigeneinstellung zu reduzieren, lückenloser zu ermitteln, klare Richtlinien für Gefährlichkeitseinschätzungen und für U-Haftanträge zu erstellen. Die Coronakrise verschärft die Situation noch zusätzlich, die Anspannung in den Familien steigt, aber viele Verhandlungen werden verschoben oder ausgesetzt, Gefährder drängen trotz Ausgangsbeschränkungen und strengen Sicherheitsmaßnahmen das Besuchskontaktrecht ein, Frauen warten lange auf richterliche Beschlüsse wegen Kindesunterhaltsvorschüsse und vieles mehr.

Frau Rosa Logar GF von der Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie und Frau Mag.a Sonja Aziz, Rechtsanwältin, die auch an der Konferenz teilnahmen regten an, den Ausbau der Digitalisierung (wie im Regierungsprogramm angekündigt) voranzutreiben, sodass Anträge trotz eingeschränkten Gerichtsbetriebes bearbeitet werden und mehr Gerichtsverhandlungen über Videokonferenzen stattfinden können. Frau Logar fordert die Justiz  die Untersuchungshaft zu Verhängen, wenn es Haftgründe gibt, insbesondere wenn Täter bereits wiederholt Gewalt ausgeübt und gedroht haben die Frau und/oder die Kinder umzubringen. Enorm wichtig ist auch, dass die Polizei in jedem Fall einer Anzeige wegen Gewalt ein Betretungs- und Annäherungsverbot verhängt, auch bei Stalking und sexualisierter Gewalt gegen Kinder.

 

Jede Gewalt gegen Frauen und Kinder ist für uns eine Tat zu viel

Birol Kilic Obmann der TKG, dem die Bekämpfung der Gewalt an Frauen, insbesondere bei Migrantinnen, ein großes Anliegen ist, stellt immer wieder fest, dass diese Frauen verstärkt von häuslicher Gewalt betroffen sind weil sie weniger Perspektiven haben aus einer Gewaltbeziehung auszubrechen. Ohne hier zu verallgemeinern, jede Gewalt gegen Frauen und Kinder ist für uns eine Tat zu viel, egal welcher Abstammung. Ein weiterer Grund ist auch, dass sie von Behörden (Polizei und Justiz) oft weniger unterstützt werden, aufgrund von Sprachbarrieren oder wegen Unverständnis für kulturelle Situationen. „Hier sollte die Bundesregierung, wie auch bei den Corona-Virus Informationen, häusliche Gewalt mit der emotionalen Sprache der Migrantinnen, sei es serbisch-kroatisch-bosnisch oder türkisch, versuchen, die Community zu erreichen. Die Kinder dieser Familien werden in Zukunft als Erwachsene Teil der österreichischen Gesellschaft sein und wir brauchen gesunde Bürger*innen, damit der Wert der freiheitlich demokratischen rechtsstaatlichen Grundordnung in Österreich geschätzt und geschützt wird“, so Kilic.

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) und der Verein AÖF ersuchen daher  um verpflichtende Schulungen auch für Jurist*innen, Anwält*innen, Staatsanwält*innen und Richter*innen einzuführen und für mehr Sensibilisierung bei Gewalt an Frauen, für ein besseres Verständnis für die Situation von Migrantinnen, von Traumatisierung, häuslicher Gewalt an Frauen und Täterstrategien und Manipulation von Gewalttätern. Darüber hinaus braucht es auch vermehrt geschulte Dolmetscher*innen, die über das spezifische Know How bei häuslicher Gewalt verfügen.

Justizministerin Zadic nimmt die gesamten Appelle sehr ernst

„Es bräuchte auch viel mehr ausgebildetes Personal mit mehrsprachigen Kenntnissen in den Männerberatungsstellen und bei Anti-Gewalttrainings, damit auch und Migranten und Männer allgemein mehr Verantwortung übernehmen für ihr gewalttätiges Verhalten. All das gehört zu Gewaltprävention. Frau Bundesministerin hat unsere Anliegen sehr ernst genommen und versprochen sich um unsere Anliegen Allgemein rasch zu kümmern. „, so die TKG und AÖF.

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02 04 2020
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TKG: „Bunun şakası yok: Komşumuz İtalya gibi olmayalım“

Corona Maske kampanyası

 

Viyana´da 2 Nisan tarihinde saat 18.00 sularında Mariahilfestr.’de çekilen bu fotoğraf Türkiye asıllı vatandaşların Avusturya hükümetinin aldığı Korona kurallarına Türk medyasından okuyarak veya dinliyerek dikkat ettiğini gösterdi.

Viyana. Kısa adı TKG olan Avusturya Türk Kültür Cemiyeti Viyana‘da,”Corona Maske kampanyası” başlattı. “Avusturya’da yaşayan Türkler olarak  özellikle Türk medyasının son günlerde yaptığı sorumlu yayıncılığı sayesinde en azından alışveriş yaparken “Corona Virüse“ karşı maske takmaya başladık, Avusturya hükümeti ve eyaletlerinin  koyduğu kurallara uymaya özen gösteriyoruz.Komşumuz İtalya’da Korona Virüsü nedeniyle Hastaneler dolup taşıyor. Şu aralar kurallara çok dikkat ediyoruz, etmek zorundayız. Bunun şakası yok” diyen TKG , ” Ya siz?” diye sordu.

TKG,“Aramızdaki mesafeye şu aralar, aynı hanede yaşadığımız aile bireyleri dışında istinasız herkese karşı  en az 1 metre olmasına dikkat edelim. Avusturya‘da kurallara ve kanunlara tüm Türkiye göçmenleri olarak uyarak hem kendimizi, hem ailemizi hem de yaşadığımız toplumu koruyalım.” diye devam ettiği açıklamasında , “Sevmek sadece sözle olmaz! Korumakla olur! İcraat ile olur! Siz de katılın…Yoksa sonumuz komşumuz İtalya gibi olur” diyerek kampanyaya tüm vatandaşları davet etti.

İtalya’da hastaneler yetmiyor…

 

İtalya’da hastaneler yetmiyor…

 

 

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25 03 2020
19 03 2020
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Aktuelle Informationen für Unternehmen zum Coronavirus

Wichtige Links zur Bewältigung der Corona-Krise ( ÖGV)

SOFORTHILFEN & SOFORTMASSNAHMEN

Kurzarbeit

 

 

 

 

 

 

 

BMF – Bundesministerium für Finanzen

 

 

 

 

SVS Sozialversicherung der Selbständigen

 

 

Sozialpartner

 

 

 

 

 

Arbeitsmarktservice

 

 

ÜBERBRÜCKUNGEN

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BESTÄTIGTE INFORMATIONEN

 

 

Informationen der Ministerien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BUNDESGESETZE UND VERORDNUNGEN

 

 

 

ANDERES NÜTZLICHES

 

 

 

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13 03 2020
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Coronavirus – Informationen in türkischer Sprache-Koronavirüs ile ilgili soru ve cevaplar

Panik yapmayın/ Keine Panik

 

Avusturya Sosyal ve Sağlık Bakanlığı tarafından  Türkçe dilinde yapılan Koronavirüs ile ilgili soru ve cevaplar şunlardır.

 

Yeni Koronavirüs’ün enfeksiyonu, belirtileri ve önlemleri ile ilgili genel bilgileri 7 gün 24 saat 0800 555 621 numaralı AGESKoronavirüs Bilgi Hattı (AGESInfoline Coronavirus) üzerinden alabilirsiniz. Somut enfeksiyon olma şüphesi varsa lütfen 1450 numaralı sağlık hattını („Gesundheitsnummer„) arayınız.

Yeni Koronavirüs nedir?

Koronavirüs’leri (CoV) büyük bir virüs ailesidir. Bazı Koronavirüs’leri insanlarda hafif bir soğuk algınlığından ağır bir zatürreye kadar ciddi hastalıklara neden olabilir. Başka Koronavirüs’leri hayvanlarda hastalık yapabilir. Bazı Koronavirüs’leri hayvanlardan insanlara geçebilir.

2019 yılının sonlarında Çin Halk Cumhuriyeti’nde ortaya çıkan SARS-CoV-2 diye adlandırılan yeni Koronavirüs’ü daha önce insanda saptanmamıştır. Yeni patojenin gerçekte ne kadar tehlikeli olduğu henüz bilinmemektedir. Sezonluk gripte olduğu gibi yaşlı yetişkinleri ve bağışıklık sistemi zayıf bireyleri daha fazla etkilemektedir.

Yeni Koronavirüs nasıl bulaşır?

SARS-CoV-2 Koronavirüs’ü en çok insandan insana bulaşma göstermektedir. Bulaşma yolları şunlar olabilir:

  • Solunum yolunun balgam ve salya gibi salgıları
  • İdrar ve dışkı
  • Kan gibi vücut salgıları

Belirtiler hangileridir ve ne zaman COVID-19 enfeksiyonu şüphesi bulunmaktadır?

Normal Koronavirüs enfeksiyonu genelde hafif ve hastalık belirtileri göstermeden geçmektedir. Yeni Koronavirüs enfeksiyonunun en çok karşılaşılan belirtileri şunlardır:

  • Ateş
  • Öksürük
  • Boğaz ağrısı
  • Nefes darlığı
  • Solunum sıkıntıları

Enfekte olmuş şiddetli vakalarda SARS-CoV-2 Koronavirüs, zatürre ya da ağır solunum yetmezliği belirtisine neden olabilir.

Koronavirüs’ten korunmak için ne yapabilirim?

Sezonluk gripte olduğu gibi aşağıdaki korunma önlemleri uygulanmalıdır:

  • Ellerinizi günde sık aralıklarla sabun ve suyla yıkayınız ya da alkol bazlı antiseptik kullanınız.
  • Öksürme ve hapşırma sırasında ağız ve burnunuzu kâğıt mendille ya da dirsek içini kullanarak kapatınız. Öksürme ve hapşırma sırasında ağız ve burnunuzu ellerinizle kapatmayınız. Kâğıt mendili hemen sonrasında çöpe atınız ve ellerinizi yıkayınız. Kâğıt mendilleri eski kâğıt çöpüne atmayınız.
  • Hasta insanlarla doğrudan temastan kaçınınız.

Bana Koronavirüs’ün bulaştığını düşünüyorum? Ne yapmalıyım? Hangi uygulama izlenmelidir?

Aşağıdaki durumlarda lütfen 1450 numaralı sağlık hattını (Gesundheitstelefon) (Almanca) arayınız. 

  • Soğuk algınlığı ya da zatürre belirtileriniz varsa
    ve
  • COVID-19 hastasıyla ya da COVID-19 olası tanısı konan bir kişiyle yakın mesafede bulunduysanız
    ya da
  • SARS-CoV-2’nin yayıldığı ve yayılmakta olduğu bir bölgeden geldiyseniz: Çin Halk Cumhuriyeti, İtalya, Güney Kore, İran, Japonya, Hong Kong, Singapur.
    ya da
  • COVID-19 hastalarının geçmişte ve hala tedavi olduğu bir sağlık kurumunda çalıştıysanız veya böyle bir sağlık kurumuna gittiyseniz.

„Yakın temas“ ne demektir?

  • Aynı ortamı paylaşmak, örneğin sınıf, iş yeri, ev ve hane, hastane ve başka sağlık kurumu, başka konaklama ortamı, koğuş, tatil köyü. Bu ortamlarda uzun ya da kısa bir süre kalmış olmanız önemli değildir.
  • Kesin ya da olası SARS-CoV-2 enfeksiyonu olan bir bireyin bakımı ve gözetimi. Sağlık personeli ya da aile bireyi olarak bakıma muhtaç bir bireye baktıysanız.

Sağlık telefonu („Gesundheitstelefon„) çalışanlarına şunları bildirin:

  • SARS-CoV-2’nin yayıldığı hangi bölgede ve ne zaman bulundunuz ve
  • hangi belirtiler ne zaman başladı?

1450 numaralı sağlık telefonunun tıbbi olarak eğitimli uzman kişileri telefon üzerinden gerçekten Koronavirüs tanımına uyup uymadığınızı saptarlar.
Tanıma uymadığınız durumda ev doktorunuza gidebilirsiniz.
Size evde kalıp kalmamanız gerektiğini söyleyecekler ve tam olarak uymanız gereken önerilerde bulunacaklardır.

 

  • DEUTSCH

    Leichter Lesen – Corona-Virus in Österreich: Die wichtigsten Informationen

    Am 7. Jänner 2020 wurde in China, in der Region Wuhan,
    ein neuartiges Virus bestimmt.
    Die Welt-Gesundheits-Organisation WHO hat darüber informiert.
    Das Virus ist nun auch in Österreich angekommen.

    Informieren und schützen

    Die österreichischen Bürgerinnen und Bürger
    sollen gut informiert sein.
    So gibt das Gesundheits-Ministerium täglich
    auf seiner Internet-Seite bekannt:
    Wie viele Untersuchungen hat es bis jetzt gegeben?
    Wie viele Menschen sind wirklich am Corona-Virus erkrankt?

    „Wir möchten die Menschen so gut wie möglich informieren und schützen.
    Die nächsten Wochen sind entscheidend dafür,
    wie sich die Lage mit dem Corona-Virus weiter entwickelt.“
    Das sagt der Gesundheitsminister Rudolf Anschober.

    Beratung per Hotline

    Am Corona-Virus erkrankte Menschen sollen das Haus nicht verlassen,
    damit sie das Virus nicht weiter verbreiten.
    Die Symptome, also die Anzeichen für die Erkrankung,
    sind ähnlich wie bei einer Grippe:

    • Fieber
    • Husten
    • Kurzatmigkeit,
      wenn man also oft und schnell atmen muss
    • Andere Atembeschwerden

    Es gibt Beratung per Telefon,
    damit erkrankte Menschen nicht das Haus verlassen müssen:

    Gesundheits-Telefon:    1450
    Der Anruf und die Beratung sind kostenlos.

    Hotline Corona-Virus:    0800 555 621
    an allen 7 Wochentagen, von 0 bis 24 Uhr
    Expertinnen und Experten beantworten alle Fragen zum Corona-Virus.
    Zum Beispiel erklären sie,
    wie sich das Virus überträgt und
    wie man am besten eine Ansteckung verhindern kann.
    Oder was man tun muss,
    wenn man glaubt, dass man sich angesteckt hat.

    Maßnahmen zur Vorbeugung

    Die österreichische Regierung trifft laufend Maßnahmen,
    damit sich das Corona-Virus nicht weiter ausbreitet.

    Wie können Sie sich schützen?

    • Reinigen Sie regelmäßig Ihre Hände gründlich mit Wasser und Seife.
      Oder mit Desinfektionsmittel, das Alkohol enthält.
      Gründliches Händewaschen heißt: Mindestens 20 Sekunden.
      Tipp: 20 Sekunden sind ungefähr 4 – 6 tiefe Atemzüge.
      Sie können auch die 20 Sekunden mitzählen.
    • Greifen Sie sich nicht mit ungewaschenen Händen in das Gesicht.
      Beim Husten oder Niesen bedecken Sie Mund und Nase
      mit einem Taschentuch, nicht mit den Händen.
      Werfen Sie danach gleich das Taschentuch weg
      und waschen Sie Ihre Hände.
    • Vermeiden Sie den Kontakt zu kranken Menschen.
    • Vermeiden Sie den Kontakt zu toten Tieren.
      Vermeiden Sie auch den Kontakt zu lebendigen Wildtieren.
    • Essen Sie keine rohen Tierprodukte.
      Essen Sie keine Tierprodukte,
      die nicht ganz gar gekocht sind.
    • Wenn Sie Symptome wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden haben,
      lassen Sie sich bitte medizinisch untersuchen.
      Verlassen Sie aber bitte nicht das Haus.
      Rufen Sie lieber das Gesundheits-Telefon 1450
      oder die Hotline Corona-Virus 0800 555 621 an.
      Oder Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

    Überblick und Information

    • Aktuelle Informationen finden Sie täglich auf der Seite
      des Gesundheits-Ministeriums.
      www.sozialministerium.at
      Es heißt genau:
      Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
    • Gesundheitsberatung am Telefon:
      Gesundheits-Telefon 1450
      Infoline Corona-Virus: 0800 555 621
    • Aktuelle Reisewarnungen finden Sie auf der Seite des
      österreichischen Außenministeriums.
      https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reisewarnungen/
      Sie erfahren dort,
      in welche Länder man derzeit lieber nicht reisen soll.
    • Häufig gestellte Fragen zum Corona-Virus
      können Sie – in schwerer Sprache –
      auf der Seite des Sozialministeriums nachlesen.

    Einzelheiten über das Corona-Virus

    Es gibt verschiedene Corona-Viren.
    Corona-Viren können leichte Erkältungen,
    aber auch schwere Lungenentzündungen verursachen.
    Sie können zwischen Tieren und Menschen übertragen werden.
    Die Abkürzung für Corona-Viren ist: CoV

    Am häufigsten steckt man sich von Mensch zu Mensch an.
    Speichel und andere Körperflüssigkeiten,
    zum Beispiel auch Blut,
    können das Virus übertragen.
    Aber auch die Atmung kann zur Weiterverbreitung
    der Lungenkrankheit beitragen.

    Es gibt noch keinen Impfstoff.
    Daher kann man derzeit nur die Symptome behandeln,
    also zum Beispiel den Husten oder das Fieber.

    Betroffene Personen können dadurch geheilt werden,
    dass ihre Krankheits-Beschwerden gelindert werden.
    Zum Beispiel mit Medikamenten,
    die das Fieber senken.

    Das neue Corona-Virus

    Seit dem 31. Dezember 2019 haben die chinesischen Gesundheitsbehörden
    immer mehr Fälle von Lungenentzündung gemeldet.
    Laut der Welt-Gesundheits-Organisation WHO wurde
    am 7. Jänner 2020 ein neuartiges Corona-Virus entdeckt und bestimmt.

    Ende Jänner hat das Notfall-Komitee der WHO wieder beraten
    und dann den internationalen Gesundheits-Notstand ausgerufen.
    Ergänzung: Das bedeutet, dass die Länder gemeinsam handeln müssen,
    damit die Ausbreitung der Krankheit eingeschränkt wird.
    Nun arbeiten Expertinnen und Experten aus allen Ländern zusammen,
    damit die Menschen weltweit so gut wie möglich geschützt werden.

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10 03 2020
By: TKG 0

TKG Vorsichtsmaßnahmen gegenüber Coronavirus!

Wir möchten bezüglich dem Coronavirus folgende Information teilen und Sie darum bitten, diese weiterzuleiten:

Man sieht es geht auch ohne Panikmache!

Das neue NCP-Coronavirus zeigt möglicherweise viele Tage lang keine Anzeichen einer Infektion, wie kann man dann wissen, ob man infiziert ist ?
Neueste Informationen besagen, dass die Inkubationszeit bis zu 20 Tage betragen kann, bevor die Symptome von COVID 19 sichtbar werden.

Wenn eine Person Fieber und/oder Husten hat und ins Krankenhaus geht, ist die Lunge normalerweise zu 50 % fibrös und es ist recht spät !

Die Experten aus Taiwan bieten eine einfache Selbstkontrolle an, die wir jeden Morgen durchführen können;

Atmen Sie tief ein und halten Sie den Atem für mehr als 10 Sekunden an.
Wenn Sie die Untersuchung ohne Husten, ohne Beschwerden, ohne Prallheit oder Engegefühl usw. erfolgreich durchführen, beweist dies, dass keine Fibrose in den Lungen vorliegt, was im Grunde genommen auf keine Infektion hinweist.

Bitte führen Sie in kritischen Zeiten jeden Morgen in einer Umgebung mit sauberer Luft einen Selbsttest durch!

EXZELLENTE BERATUNG durch japanische Ärzte, die COVID-19-Fälle behandeln.

Jeder sollte sicherstellen, dass Ihr Mund und Hals feucht und niemals trocken ist.

Nehmen Sie mindestens alle 15 Minuten ein paar Schlucke Wasser.
WARUM ?

Selbst wenn das Virus in Ihren Mund gelangt … das Trinken von Wasser oder anderen Flüssigkeiten spült es durch Ihre Speiseröhre in den Magen.

Dort angekommen, tötet die Magensäure das Virus ab.

Wenn Sie nicht regelmäßig genug Wasser trinken… kann das Virus in Ihre Luftröhre und in die Lunge gelangen.

Das ist gefährlich.

Bitte senden Sie diese Informationen an Ihrer Familie, Ihre Freunde und alle Menschen die sie kennen

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08 03 2020
By: TKG 0

TKG-WELTFRAUENTAG: „ GLÜCKWÜNSCHE ZUM INTERNATIONALEN FRAUENTAG“

Anlässlich des Weltfrauentages ruft TKG ohne Wenn und Aber zu Aufklärung und Solidarität gegen Gewalt an Frauen auf. Gewalt an Frauen, unabhängig davon, welche Religion, welche Kultur und welche Staatsbürgerschaft der Täter hat.

Die Agentur der europäischen Union für Grundrechte (FRA) veröffentlichen verschiedene Studien zur Gewalt gegen Frauen.

Darin kommt sie zu dem Ergebnis im Jahre Z. B 2018, 2019  auch, dass ca. 31%-32%  aller Frauen in der EU seit ihrem 15.

Lebensjahr körperliche und sexuelle Gewalt erfahren haben. In Österreich gibt die Polizei bekannt, dass jeden Tag durchschnittlich 20 Wegweisungen von Männern aufgrund der Gewalttätigkeit gegen eine Frau geschehen, das macht im Jahr 7300-8.000 Gewaltfälle, die von der Polizei registriert wurden. Die Zahl der nicht registrierten Fälle ist vielleicht noch höher.

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sollte in Österreich nicht ein Lippenbekenntnis sein, sondern beginnend vom Kindergarten bis zur Reife des Kindes, besonders bei Männern, Werte für die gesamte Gesellschaft bilden.

Bei der Gewalt gegen Frauen spielen kulturelle, soziale und wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. Um das zu beheben, unterstützt die TKG die in der österreichischen Verfassung festgeschriebenen Grundgesetze, wo die Würde des Menschen das höchste Gut der Gesellschaft darstellt und in allen Ebenen zu schützen ist.

Wir wissen, dass die Mehrheit der Menschen aus der Türkei  besonders in ihren Familien Frauen, Mütter und Töchter hochschätzen und unterstützen und vor allem Frauen und Männer gleich sehen.

Sie haben mit österreichischen Werten und der österreichischen Verfassung nicht nur kein Problem, sondern vermitteln diese verinnerlichten Ansichten auch ihren Kindern. Gewalt gegen Frauen kennt keine regionalen, religiösen und kulturellen Grenzen.

Deswegen fordern wir Solidarität, nicht nur am 8. März am Weltfrauentag, sondern 365 Tage im Jahr, gegen Gewalt an Frauen, unabhängig davon, welche Religion, welche Kultur und welche Staatsbürgerschaft der Täter hat.

NEIN ZU GEWALT GEGEN FRAUEN-365 TAGE IM JAHR! GLÜCKWÜNSCHE ZUM INTERNATIONALEN FRAUENTAG

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

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04 03 2020
By: TKG 0

Ein offener Brief an alle Regierungsmitglieder und an die Frau Bundesministerin für Justiz!

6 Frauenmorde und 6 Mordversuche an Frauen innerhalb von 9 Wochen! Wir appellieren an Ihre Verantwortung!

Wie viele Frauen und Mädchen müssen noch sterben und Gewalt erleben?

Der Verein AÖF- Autonome Österreichische Frauenhäuser und die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) appellieren gemeinsam an die Regierung mit folgendem offenen Brief, damit endlich wirksame und effektive Maßnahmen zu Verhinderung von Frauenmorden und Gewalt an Frauen gesetzt werden.

Sehr geehrte Frau Bundesministerin für Justiz, Frau Dr.in Alma Zadic‘, LL.M!

Sehr geehrte Frau Bundesministerin für Frauen, Frau Dr.in  Susanne Raab!

Sehr geehrte Regierungsmitglieder!

Faktisch wöchentlich wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner ermordet oder lebensgefährlich verletzt.

Das letzte und jüngste Opfer war ein 16-jähriges Mädchen in Wien, das mit 30 Messerstichen von ihrem Ex-Freund lebensbedrohlich verletzt wurde. Sie erstattete davor bereits wegen Körperverletzung eine Anzeige bei der Polizei. Aber er wurde nicht in U-Haft genommen, sondern nur auf freiem Fuß angezeigt. In Folge hat er seine Ex-Freundin fast ermordet und sie schwebt noch immer in Lebensgefahr.

Das ist kein Einzelfall.

Wir wissen, dass viele Mörder und Gewalttäter bereits polizeibekannt, gefährlich, bedrohlich und auffällig sind, aber viele dieser gefährlichen Täter werden nicht in U-Haft genommen, sondern lediglich auf freiem Fuß angezeigt.

Viele Frauen erstatten Anzeige, aber viele dieser Anzeigen werden eingestellt, da nicht lückenlos ermittelt wird. Außerdem kommt es immer wieder zu Freisprüchen, auch wieder, weil zu wenig ermittelt wird. Nur etwa 10% der Anzeigen bei häuslicher Gewalt werden überhaupt verurteilt.

Wir wissen, dass viele zu Wiederholungstätern werden, bei 92%[1] der polizeilichen Wegweisungen bereits eine Straftat begangen wurde und dass Trennung, Scheidung und Anzeige die gefährlichste Zeit für Frauen ist.

Für ein Land wie Österreich, das bis vor kurzem noch internationaler Vorreiter beim Gewaltschutz- und Opferschutz war, ist diese Entwicklung eine Schande! Österreich liegt an der traurigen Spitze bei Frauenmorden in ganz Europa!

Diese ermordeten und schwerverletzten Frauen hätten vielleicht gerettet und unterstützt werden können. Die staatlichen Behörden hätten diese gefährlichen Gewalttäter ernsthaft strafrechtlich verfolgen sollen um die Frauen nicht alleine zu lassen, oder die Frauen besser informiert gewesen wären, wo sie Hilfe bekommen können.

Wir appellieren dringend an Ihre Verantwortung und fordern Sie auf, endlich wirksame und effektive Maßnahmen zu Verhinderung von Frauenmorden und Gewalt an Frauen zu setzen!

  • Wir fordern Sie auf, Frauen endlich ernst zu nehmen, wenn sie Anzeige erstatten.
  • Wir fordern Sie auf, Frauen den bestmöglichen Schutz vor Gewalt zu bieten.
  • Wir fordern Sie auf, gefährliche Täter rasch strafrechtlich zu verfolgen und zur Verantwortung zu ziehen!
  • Wir fordern Sie auf, alles zu tun, um die Anzeigeneinstellung zu reduzieren und lückenlos zu ermitteln!
  • Wir fordern Sie auf, klare Richtlinien und Gefährlichkeitseinschätzungen für U-Haftanträge zu erstellen!
  • Wie fordern Sie auf, verpflichtende Schulungen auch für Jurist*innen, Anwält*innen, Staatsanwält*innen und Richter*innen einzuführen, für mehr Sensibilisierung und für ein besseres Verständnis von Traumatisierung, geschlechtsspezifischer Gewalt an Frauen, Täterstrategien und Manipulation von Gewalttätern!
  • Wir fordern Sie auf, endlich das Budget für den Gewalt- und Opferschutz substanziell zu erhöhen, so wie es im Regierungsprogramm angekündigt wurde!
  • Wir fordern Sie auf, die Frauenhelpline gegen Gewalt 0800/222 555 finanziell und langfristig abzusichern!

Wir wollen endlich Taten sehen! Keine Frau darf im Stich gelassen werden! Keine Frau darf mehr ermordet werden!

[1] siehe Tätigkeitsbericht 2017 der Wiener Interventionsstelle, Seite 37

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2053207-Appell-Anzeigen-von-Frauen-endlich-ernst-nehmen.html

Mag.a Maria Rösslhumer,
GF von Verein AÖF- Autonome Österreichische Frauenhäuser, maria.roesslhumer@aoef.at, Tel.: 0664 793 07 89,  www.aoef.at

DI Birol Kilic,
Obmann der Türkische Kulturgemeinde in Österreich,  01/ 513 76 15-0 , www.turkischegemeinde.at

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01 03 2020
By: TKG 0

TKG: „Helfen Sie mit, die 24 Stunden Frauenhelpline 0800 222 555 zu erhalten!“

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)  unterstützt die Frauenhelpline als Partner und ruft um Hilfe:“Helfen Sie mit, dass die Frauenhelpline auch in Zukunft rund um die Uhr von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen unterstützen kann!“

WIEN. Die Frauenhelpline bietet derzeit rund um die Uhr Hilfe bei allen Formen struktureller, körperlicher, psychischer, verbaler, ökonomischer und sexueller Gewalt, inklusive Gewalt im Internet. Die Beratungs- und Hilfsangebote der Frauenhelpline sind für die AnruferInen kostenlos und anonym. Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)  unterstützt die Frauenhelpline und ruft um Hilfe: „ „Helfen Sie mit, die 24 Stunden Frauenhelpline 0800 222 555 zu erhalten! Helfen Sie mit, dass die Frauenhelpline auch in Zukunft rund um die Uhr von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen unterstützen kann!“

Aufgrund von seit Jahren nicht erhöhtem Budget und fehlenden Indexanpassungen bei gleichzeitig steigenden Betriebskosten (Miete, Personal- und Sachkosten) hat die Frauenhelpline aktuell ein großes Defizit von 72.000 Euro. Wenn das Budget seitens der neuen Regierung nicht signifikant aufgestockt wird, muss der 24 Stunden Betrieb der Frauenhelpline notgedrungen ab Juni 2020 eingeschränkt werden.

Die Frauenhelpline ist seit mehr als 20 Jahren eine erste Anlaufstelle von für von Gewalt betroffene Frauen und deren Angehörige – ein Anruf bei der Frauenhelpline kann lebensrettend sein!

Helfen Sie mit, dass die Frauenhelpline auch in Zukunft rund um die Uhr von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen unterstützen kann!

Jede einzelne Spende hilft!

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Hier auch unsere Bankverbindung:
Die Erste
IBAN: AT77 2011 1841 3644 3300
Lautend auf Verein AÖF/Spendenkonto

Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 222 555 – rund um die Uhr, anonym, kostenlos und mehrsprachig: www.frauenhelpline.at

http://gewaltfreileben.at/de/partnerinnen/partnerliste/124-tuerkische-kulturgemeinde-in-oesterreich

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23 02 2020
By: TKG 0

16. März 2020: Sufi-Sound im Wiener Konzerthaus

Von Sufismus zu anatolischen Poeten – Die Türkei zu Gast in Österreich.

Eine Gala der besonderen Art findet am 16. März 2020 im Wiener Konzerthaus statt: Unter dem Titel „Von Sufismus zu anatolischen Poeten“ werden sowohl traditionelle türkische Werke als auch Sufi-Dichtkunst in klassischer Interpretation in einem einzigartigen Fusion-Projekt erstmals in Wien aufgeführt. Geboten werden musikalische und tänzerische Einblicke in die traditionelle türkische Musik sowie Vertonungen der schönsten sufistischen Verse.

Veranstalter Martin Kerschbaum, der in diesem Rahmen die „Vienna Classical Players“ dirigiert, hat die Vorstellung in zwei Teilen konzipiert: „Gestartet wird mit der Interpretation traditioneller Lieder anatolischer Poeten, u.a. durch eine der berühmtesten türkischen Sängerinnen, Zara, und Erdal Erzincan auf der Bağlama, einem traditionellen Saiteninstrument.“

Der zweite Teil beginnt mit der symphonischen Dichtung „Mevlana – Der Alchemist“ von Sabri Tuluğ Tırpan, in der dieser die schönsten Gedichte des mittelalterlichen Gelehrten und Poeten Dschalal ad-Dinar-Rumi, des „Meisters“, („Mevlana“) und Begründer des Derwisch-Ordens, vertont und am Ende des Werkes dabei auch eine musikalische Brücke zu Johann Sebastian Bach schlägt. Darüber hinaus gelangen Auszüge aus dem Masnavi, dem Hauptwerk des Sufismus, in Wort, Musik (mit Burcu Karadağ auf der Ney-Föte und Sabri Tuluğ Tırpan am Klavier), Gesang und Derwisch-Tanz (Su Güneş Mıhladız) zur Aufführung. Schauspieler Okan Yalabik rezitiert Gedichte, mit denen er Rumis Weg der Befreiung hin zum innersten Selbst und zur Botschaft der Liebe darstellt.

Birol Kilic, Obmann der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich, zeigt sich als Sponsor und Unterstützer des Projekts sehr erfreut über diese musikalisch-kulturelle Dialoginitiative: „Wir sind stolz, hier als Brückenbauer zu fungieren und sehen den enormen Wert dieses Projekts zur weiteren Annäherung beider Kulturen.“

In seiner symphonischen Dichtung „Mevlâna – The Alchemist“ vertont Sabri Tuluğ Tirpan die schönsten Gedichte des mittelalterlichen Gelehrten Dschalal ad-Dinar-Rumi und schlägt dabei zuletzt eine Brücke zu Johann Sebastian Bach.

Folgende Künstler und Künstlerinnen werden an diesem Abend auftreten:

Dirigent:                    Martin Kerschbaum

Sopran:                    Zara

Bağlama:                 Erdal Erzincan

Ney Flöte:                Burcu Karadağ

Derwisch Tanz:      Su Güneş Mihladiz

Sprecher:                 Okan Yalabik

Klavier:                     Sabri Tuluğ Tirpan

Orchester:                Vienna Classical Players

Ticketkauf:

https://konzerthaus.at/konzert/eventid/57406

Erdal Erzincan

Die Aufführung wird unter anderem von dem berühmten Virtuosen Erdal Erzincan begleitet, der nicht nur in der Türkei als eine lebende Legende gilt, sondern auch im Kaukasus und in Europa, wo er für seine virtuosen Fähigkeiten auf der Bağlama ebenfalls bekannt ist. Er spiegelt mit der Bağlama die Jahrtausende alte anatolische Kultur aller Zivilisationen wieder. Die Bağlama, was in etwa binden oder zusammenschließen heißt, ist eine türkische Laute. Sie stammt aus Anatolien, sowie dem Kaukasus und gilt als das traditionelle Begleitinstrument der so genannten Asik (Barden). Dies bedeutet etwa soviel wie „der Liebende“.

Zara

Die Sopranistin Zara ist eine beliebte türkische Folk-Sängerin und Schauspielerin.

Burcu Karadağ

Burcu Karadağ ist die einzige über Landesgrenzen hinaus bekannte Ney-Spielerin der Türkei. Die Längsflöte Ney spielt in der islamischen Mystik der Sufis eine zentrale Rolle. Burcu Karadağ gilt als Ausnahme-Musikerin in der männlich dominierten Tradition der Sufi-Musik, die sie durch Begleitung mit klassischen Instrumenten zeitgenössisch interpretiert.

Su Güneş Mihladiz

Su Güneş Mihladiz wird den Zusehern einen tänzerischen Einblick in den drehenden Derwisch Tanz geben.

Sabri Tuluğ Tirpan

Sabri Tuluğ Tirpan, der exzellente Pianist und Komponist, schreibt tolle Jazz-Stücke, bei denen er swingt als hätte er nie etwas anderes getan. Der zwischen der Türkei und Österreich pendelnde Künstler arangiert traditionelle türkische Volksweisen, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass sich dieselben Melodien auch in anderen Ländern wiederfinden lassen. Seine Musik steht im Zeichen des kuturellen Austauschs und kann sowohl funky als auch sehr besinnlich sein.

An diesem Abend werden sowohl türkisch-anatolische traditionelle Werke, wie auch die symphonische Dichtung „Mevlana – The Alchemist“ von Sabri Tuluğ Tırpan, als Hauptwerk des Abends, zur Aufführung kommen.

Das Konzert bietet musikalische und tänzerische Einblicke in die traditionelle türkische Musik und verzaubert die Zuhörer und Zuhörerinnen unter anderem mit berührenden sufistischen Versen. Den aus Istanbul stammenden Komponisten und Pianisten Sabri Tuluğ Tirpan darf man einen echten Allrounder nennen, der in vielen Ländern Europas, in den USA, Kanada und natürlich auch in der Türkei von sich reden gemacht hat.

Martin Kerschbaum

Der gebürtige Österreicher absolvierte seine gesamte musikalische Ausbildung in Wien. Die Erfahrungen, die er als Orchestermusiker bei den Wiener Symphonikern sammeln konnte, prägen bis heute seine Arbeit als Dirigent.

Seine Karriere als Dirigent begann Martin Kerschbaum im Jahr 2000 mit einem Konzert der Wiener Symphoniker im Wiener Konzerthaus, nach welchem er in der Rezension der Zeitung Die Presse als „Entdeckung des Abends“ hervorgehoben wurde. Besonders erfolgreich war sein Beitrag zum offiziellen Mozartjahr 2006 mit einem Konzert im Wiener Konzerthaus als Chefdirigent der Vienna Classical Players unter dem Motto „Mozart und die Türken“ sowie mit einer Doppel-CD-Einspielung von Mozarts Violinkonzerten mit dem Solisten Rainer Honeck.

Neben CD-Einspielungen aller Haydn-Cello-Konzerte im Juni 2008, Mendelssohn Bartholdys Konzerten für Violine, sowie für Violine und Klavier 2009 und Dvoráks Cellokonzert 2010 fand auch eine Ersteinspielung von Franz Danzis Cellokonzert in e-Moll im selben Jahr große Beachtung. 2014 erschien mit dem Kärntner Sinphonieorchester eine CD mit einer Ersteinspielung von Franz von Suppés Concerto Nr. 2 und Kurt Schwertsiks 1. Violinkonzert.

Seit 2008 geht Martin Kerschbaum regelmäßig mit den K&K Philharmonikern auf Tournee nach Deutschland, Skandinavien, Italien, Frankreich und in die Schweiz. Mit diesem Orchester ist er auch seit 2009 als Gastdirigent bei den Beethoven-Tagen in Thiersee (Tirol) tätig.

Im August 2009 gab er im Rahmen eines großen Open-Air-Konzerts sein Debüt bei den Bregenzer Festspielen. 2010 wurde er eingeladen, ein Konzert im Rahmen von „Kunst aus der Zeit“ mit Kompositionen von Johannes Maria Staud zu leiten. Wie 2013 leitete er auch im August 2015 ein Konzert im Festspielhaus unter dem Motto „Brass Meets Banda“. Dieses Abschlusskonzert eines internationalen Blasmusikcamps findet seither im 2 Jahresrhythmus statt.

2010 führte ihn eine Einladung von Maestro Wladimir Fedosejew erstmals nach Moskau, wo er das berühmte Tschaikowsky Symphonieorchester mit Werken von Haydn und Mozart dirigierte. Dem folgten weitere Einladungen für die Saison 2012 und 2017. Sein Debüt beim Orquesta de Córdoba in Spanien und beim Rundfunkorchester des WDR Köln gab Martin Kerschbaum jeweils im Jahr 2010; im Jahr 2014 debütierte er bei den Würzburger Philharmonikern.

Martin Kerschbaum hat mit folgenden Orchestern als Dirigent zusammengearbeitet:

Wiener Symphoniker, Tschaikowsky Symphonie Orchester, Kölner Rundfunkorchester, Oldenburger Opernorchester, Mozarteum Orchester Salzburg, Symphonieorchester Vorarlberg, Sinfonieorchester St.Gallen (Schweiz), Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, Neue Philharmonie Westfalen, Würzburger Philharmonikern, Rundfunkorchester des WDR Köln, Wiener Concert-Verein, Salzburg Orchester Solisten, Orchester des Lehár Festivals Bad Ischl, Kammerorchester Belluno, Wieniawski Philharmonie Lublin, Tampa West Coast Orchestra, Cairo Symphony Orchestra, Philharmonie Koszalin, Sarajevo Philharmoniker, National Orchestra of Malta, Orchester der Oper Almaty, Städtisches Orchester Baden.

 

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21 02 2020
By: TKG 0

TKG: „Wie viele Tobias R. existieren in Deutschland und Österreich?“

Wir müssen über den Mörder Tobias R., der selber schrieb, dass er ein „Volk löschen“ will, dringend, ohne Angst und Scham mit großer Empathie diskutieren, bevor es zu spät ist.

Wien (OTS) – Türkische Kulturgemeinde in Österreich begrüßt die Aussagen vom Deutschen Innenminister Horst Seehofer (CSU) von Heute. Aber hier sollte die Taten jetzt folgen.

Seehofer bezeichnet den Rechtsextremismus in Deutschland, welcher unserer Meinung nach auch nach Österreich exportiert wird bzw. umgekehrt, als höchste Sicherheitsbedrohung für Deutschland. Seehofer sagte, “ Andere Bedrohungslagen, etwa Islamismus und Reichsbürger, behalte man im Blick.“ Vergleiche und Relativierungen lehne er ab.

Die TKG hat nichts dagegen, wenn gegen islamistische und fundamentalistische Personen, Vereinigungen oder Gruppierungen, die die freiheitlich demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland verwässern oder zerstören wollen und das Zusammenleben in Deutschland erschweren, hart vorgegangen wird.

Deutschland ist für die Deutschtürken und für Austrotürken sehr wichtig. Wir, die TKG, wünschen uns für die Republik Deutschland das Beste, weil viele unserer MitgliederInnen auch in Deutschland entweder die Grundschule besucht haben oder noch Familie, Beziehungen etc. dort haben und infolgedessen eine emotionale Bindung vorhanden ist.

TKG wiederholt nochmals:

– Die gesamten rechtsextremen Angriffe, inkl. dem Massaker gegen Deutschtürken vorgestern in Hanau, sind gegen die wehrhafte, demokratische und freiheitlichen Grundhaltung sowie Verfassung der Deutschen Republik.

– Wir empfehlen hier nicht die selben Fehler zu machen, zu welchen es beim sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU), bei welchem 1999  mehrere Deutschtürken ermordet wurden, durch die Behörden, Exekutive
(BND) und Gerichte mit sehr vielen bedenklichen Fehler gekommen ist. Seit dem ist das Vertrauen gegenüber dem Rechtstaat infolgedessen ziemlich erschüttert. Das darf nicht mehr passieren.

– Genau vor 50 Jahren, also 1970, sind sieben Menschen bei einem Brandanschlag in einem Elternheim in München ums Leben gekommen, schreibt Oskar Deutsch, Präsident der Israelischen Kultusgemeinde, am 13. Februar 2020 in Wien. Er fragt: „Warum wurden diese Menschen angegriffen? Weil sie Juden und Jüdinnen waren. Es war ein jüdisches Elternheim. Die Opfer waren Shoah-Überlebende. Bis heute wurde der oder die Täter nicht gefasst, bis heute wurde der Fall nicht geklärt.“ Das darf nicht mehr passieren.

In Deutschland herrscht leider: 

„Klima des Hasses, der Verachtung und verbaler Gewalt.
Gegen die Explosionen hässlicher und ungerechtfertigter Gewalt müsse auf den Grund gegangen werden.“ Wenn jemand, wie der Täter bzw. Mörder aus Hanau, von „Auslöschung“ spricht, muss man hier das Problem des Rechtsextremismus beim Namen nennen und auf der Seite von Deutsche Bevölkerung und Deutsche Republik sein. Im Grunde wird der Extremismus unter dem Vorwand „gegen Türken bzw. Muslime“ betrieben, ist aber gegen die wehrhafte, freiheitlich demokratische Verfassung und dessen Grundwerte ausgerichtet.

Wir Vertrauen der Republik Deutschland und den wehrhaften Demokraten in Deutschland. Wir werden Deutschland, ein Land das auch für uns und für Europa sehr wichtig ist, nicht im Stich lassen und fordern null Toleranz gegen den rechten Extremismus genauso aber gegen jeglichen Fundamentalismus egal aus welcher Religion. Als wehrhafte Demokraten sind wir dazu verpflichtet.

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20 02 2020
By: TKG 0

TKG: „Unsere Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Opfer in Hanau“

Türkische Kulturgemeinde in Österreich verurteilt das teuflische kranke rechtsextreme Terror Attentat gegenüber Deutschtürken in Hanau in Deutschland aufs Schärfste.  Unsere Gedanken und unsere tiefe Anteilnahme sind bei den Familien und Freunden der Massaker-Opfer in Hanau – Deutschland.  Wir wünschen den Verletzen baldige Genesung. TKG fordert Aufklärung bis ins letzte Detail. Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) sieht dieses von einem rechtsextremen kranken Deutschen verursachte Terrormassaker, Volksverhetzung als einen Angriff an wehrhaften, den freiheitlich demokratischen und sozialen Rechtstaat der Bundesrepublik Deutschland.

dpa-Bildfunk

Wien. Im hessischen Hanau sind am Mittwochabend mindestens neuen Menschen bei Schießereien in einer Shisha-Bar getötet und mehrere weitere Personen verletzt worden. Der mutmaßliche Täter Tobias R. (43) von Hanau, welcher Betriebswirtschaftslehre Absolvent war, wurde leblos in seiner Wohnung aufgefunden. Laut unseren seriösen Quellen aus dem hessischen Hanau, hat der mutmaßliche Mörder, welcher nur fünf Fußminuten von der Massaker Shisha-Bar entfernt gewohnt hat, in der türkischen Community Informationen gesammelt, welche sehr bemerkenswert sind.

Die Opfer haben etwas Gemeinsames:

– Alle sind in Deutschland geboren.
– Die Eltern oder Großeltern aller Opfer stammen aus der Türkei.
– Mehrere Opfer sind deutsche Staatsbürger.

Deutschland hat mit einigen anderen Ländern der EU etwas Gemeinsames:

– In Deutschland wurde es bereits salonfähig gemacht, dass gegen TürkInnen und Muslime, durch manche PolitikerInnen und einige Medien, suggestiv, institutionell, rassistisch geschimpft und satanisiert wird.

– In Deutschland existiert rechtsextremes Gedankengut, welches bereits, auch unter dem Vorwand „Meinungsfreiheit“ und ohne aus der Vergangenheit eine Lektion gelernt zu haben, salonfähig geworden ist und Brand stiftet. 

 

– Die Rechten bzw. Konservativen in Deutschland dürfen nicht mit den Rechtsextremen gleichgesetzt und von denen repräsentiert werden. Genauso dürfen die Deutsch-TürkInnen und Muslime nicht von den politischen Islam Anhängern repräsentiert werden. Hier müssen die Gesellschaft, die Medien, die PolitikerInnen und insbesondere die Polizeiapparate in Deutschland die Spreu vom Weizen trennen und die Gefahr erst diagnostizieren um dann für die Zukunft Lösungsansätze finden. Was nutzen Gesetzte, wenn sich in der Gesellschaft solche Gesinnungen entwickeln, gegen Rassismus keine Verachtung vorhanden ist sowie dauernd verantwortungslos der gesellschaftliche Zusammenhalt zerstört wird.

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) sieht dieses von einem rechtsextremen kranken Deutschen verursachte Terrormassaker, Volksverhetzung als einen Angriff an wehrhaften, den freiheitlich demokratischen und sozialen Rechtstaat der Bundesrepublik Deutschland. Seit Tagen ist bekannt, dass die Behörden in Deutschland in mindestens acht Zentren in verschiedenen Orten Festnahmen durchgeführt haben und Untersuchungen gegen einige Rechtsextreme Gruppierungen wegen Bürgerkrieg ähnlichen Absichten stattgefunden haben. Man will die nach dem Zweiten Weltkrieg erreichte pluralistische demokratische Grundordnung in Deutschland zerstören.

Wir fordern daher, besonders von den deutschen PolitikerInnen und BürokratInnen sowie von den Polizeiapparaten, das Problem nicht zu verwässern, sondern beim Namen zu nennen.

Es ist wichtig, dass hier insbesondere gegenüber Menschen aus der Türkei in Deutschland, welche schon seit mehreren Jahrzehnten ein Teil der deutschen Gesellschaft sind, keine Verhetzung entsteht.

Unsere Gedanken und unsere tiefe Anteilnahme sind bei den Familien und Freunden der Massaker-Opfer in Hanau – Deutschland. Wir wünschen den Verletzen baldige Genesung.

TKG fordert Aufklärung bis ins letzte Detail.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

(Bilder: DPA)

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04 02 2020
By: TKG 0

Abhängen von Kreuzen und die Sündenböcke

Die Mehrheit  hat überhaupt kein Problem mit dem Kruzifix in Krankenhäusern!

Das Abhängen der Kreuze im skandalumwitterten KH Nord löst heftige Diskussionen aus.

Es hat keine 15 Minuten gedauert bis führende FPÖ-Politiker ausgerückt sind und diese Entscheidung des Direktoriums des KH Nord mit dem Einknicken vor den muslimischen Zuwanderern verknüpfte.

Die Diskussion um das Abhängen der Kreuze hat sehr viel mehr mit den eigenen Glaubensgrundsätzen, dem inneren Zustand der Gesellschaft und der Kirche zu tun als mit muslimischen Mitbürgern in Österreich.

Im Gegenteil, insbesondere der Großteil der muslimischen Mitbürger suchen gerne von christlichen Orden geführte Krankenhäuser auf, weil dort der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht die Herkunft oder Zugehörigkeit. Dafür danken wir als TKG auch herzlich.

Das muslimische Mitbürgerinnen ein Problem mit dem Kruzifix haben, möge für einige wenige Ausnahmen gelten, jedoch die Mehrheit hat überhaupt kein Problem mit dem Kruzifix in Krankenhäusern, Gerichten oder Schulen. Die Muslime achten Jesus (Friede sei auf ihm) und seine Mutter Maria sehr. „Friede sei mit mir an dem Tag, wo ich geboren bin, an dem Tag, wo ich sterbe und an dem Tag, wo ich wieder auferstanden werde.“ Mit diesen Worten gibt der Koran das Wort Jesu und seine Botschaft des Friedens wieder (Koran,  Sure 19, Vers 33).

Der Glaube Jesus Gott eint Muslime, Christen und genauso Juden, der Glaube an Jesus als Gott trennt Muslime und Juden gegenüber Christen.

Die Politik und manche Politiker generalisieren und skandalisieren gerne einzelne Fehlverhalten, um politisches Kleingeld daraus zu schlagen, jedoch den Grund für das Abhängen von Kreuzen in Krankenhäusern den in Österreich lebenden Muslimen umzuhängen, ist ein populistischer sowie leicht durchschaubarer Versuch – von anderen Bereichen des öffentlichen Lebens – abzulenken.

Wenn die Verwurzelung der österreichischen Gesellschaft im Christentum aufgeweicht wird, dann sollte man sich auf die Suche nach den tieferen Gründen dafür begeben und nicht unschuldige Mitbürger zum Sündenbock abstempeln, um die wahren Beweggründe zu vernebeln.

Die Muslime für die Ohnmacht, Enttäuschung und Empörung sowie die eigene Orientierungslosigkeit in Fragen des christlichen Glaubens und das öffentlichen Leben in Österreich verantwortlich zu machen, verschärft nur die Spannungen in der Gesellschaft. Durch Schuldzuweisungen löst man keine Probleme in Österreich. Für das Abhängen der Kreuze in öffentlichen Einrichtungen sind nicht die Muslime oder andere Angehörige von anderen Religionsgemeinschaften verantwortlich, sondern einzig und allein manche politische Parteien, welche versuchen ihre Vorstellungen von einer religionsfreien Gesellschaft durchzusetzen.

Wir als Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) sind nicht nur ein unabhängiger Think Thank, sondern auch säkulare Verfassungspatrioten.

Wir setzen uns im öffentlichen Bereich für die Trennung von Staat und Religion ein, jedoch treten wir entschieden gegen jede Form der Diskriminierung von Religionen und Gläubigen, entgegen. Die TKG ist gegen die Politisierung und den Missbrauch der Religionen. Der politischen Instrumentalisierung, jeglicher Religionen tritt die TKG entschieden entgegen.

Säkularität ist in einer rechtsstaatlichen Demokratie, wo Gewaltenteilung funktionieren soll, so essentiell, wie Sauerstoff für unser Leben. Das ist das Wichtigste, denn das schützt die Gläubigen und die Nichtgläubigen. Säkularismus bedeutet für uns Türken aber nicht, wie viele annehmen, immer Religion und weltliche Angelegenheiten voneinander zu trennen.

Säkularismus heißt für progressive Türken , die Legitimation der Herrschenden beziehungsweise Regierenden nicht auf Gott oder religiöses Recht zu gründen, sondern auf den Willen des Volkes durch Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Als mit Vernunft ausgestattete, mündige Bürger sollten wir den Unterschied zwischen Moral und ethisches Handeln sowie Religion erkennen. Wir,  wissen aus Erfahrung, dass zwischen moralischem Handeln und Religiosität kein unmittelbarer Zusammenhang besteht. Unser Glaube ist unsere Privatsache. Der Staat sollte besonders bim öffentlichen Bereich gegenüber jedem Bürger, egal welcher Religion, Nation, Geschlecht oder politischer Ansichten, absolut objektiv sein. (TKG, Wien, 4.Februar.2020)

Türkische Kulturgemeinde in Österreich ( TKG)

Bild: The Scapegoat (Der Sündenbock) William Holman Hunt (1854)

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27 01 2020
By: TKG 0

TKG: Mitgefühl und Anteilnahme nach Erdbeben in der Türkei

Tiefstes Beileid und Anteilnahme an die Hinterbliebenen sowie baldige Gesundheit an die Verletzten, wünscht die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) den Opfern des schrecklichen Erdbebens in der Türkei. Mitglieder der TKG werden gesammelte Hilfe an die zuständigen Behörden senden.

WIEN. Ein Erdbeben mit der Stärke 6,8 hat Freitagabend den Osten der Türkei erschüttert. Das Epizentrum lag im Bezirk Sivrice der Provinz Elazig. Nach jüngsten Angaben ist die Zahl der Todesopfer bereits auf 39 gestiegen. Türkischen Medien zufolge werden zwei weitere Menschen unter den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes vermutet. Bisher wurden 45 Opfer lebend geborgen. 1600 Menschen wurden laut Behörden verletzt. Dutzende seien weiter in Behandlung. Fast 4000 RettungshelferInnen sind demnach immer noch bei den Bergungsarbeiten im Einsatz.

Über 70 Gebäude wurden zerstört und viele weitere beschädigt. Viele Überlebende müssen bei Minusgraden in Zelten und Notunterkünften übernachten. Laut Katastrophenschutz gab es mehr als 900 Nachbeben.

Die Türkei wird immer wieder von Erdbeben erschüttert – zuletzt gab es 2010 bei einer Erschütterung in Elazig 51 Tote. Bei einem Beben im Nordwesten des Landes  starben 1999 rund 18.000 Menschen.

Die TKG drückt allen Opfern sowie Hinterbliebenen nochmals herzliches Beileid und baldige Genesung aus.

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22 01 2020
By: TKG 0

TKG: „We remember“

Am 27. Jänner 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Zum Gedenken an die Millionen von Opfern des Holocaust wird seit 2006 weltweit der „International Holocaust Remembrance Day“ begangen.

Dien Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) engagiert sich zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2020 für die Erinnerung an den Mord an sechs Millionen Juden – und für den Kampf gegen alten und neuen Anti-Semitismus. Es sind nicht nur Juden durch das Nazi-Regime ermordet worden, sondern auch anders denkende linke Kommunisten, Sozial Demokraten, christliche Sozial-Demokraten, Homosexuelle, Roma-Sinti, nicht ebenbürtig gesund gesehene Menschen und sogar Menschen aus verschiedenen Nationen die das Nazi-Regime nicht unterstützt sondern kritisiert haben, also Gegner davon waren.

Atatürk: „Friede im Lande und Friede in der Welt“

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) Obmann Birol Kilic dazu: „Wir sind auch gegen das Vergessen! Ein weltweites Zeichen der Erinnerung an sechs Millionen ermordete Juden muss gesetzt werden. Wir müssen uns erinnern, denn auch heute lebt der Antisemitismus, die Propaganda der Holocaust-Leugner weiter. Die Türkei hat sich während dem 2. Weltkrieg durch ehrenvolle Diplomaten, wie den Botschaftern Selahattin Ülkümen, Behic Erken, Necdet Kent und Namik Kemal Yolga, hunderten Juden das Leben gerettet. Auch an diese wird im Yad Vashem in Ewigkeit erinnert. Die Türkei hat auch tausenden Juden im 2. Weltkrieg nicht nur Asyl gewehrt, sie hat auch den Durchzug nach Israel ermöglicht, trotz den vielen fehlgegangenen Ereignissen durch den Druck des damaligen Nazi-Regimes auf die Türkei. Egal wie man zu Israels Regierungspolitik heute steht, man muss hier die Spreu vom Weizen trennen und an diesem ‚Internationalen Holocaust Remembrance Day‘ teilnehmen, damit die eigene Kritik auch wahrgenommen wird. Das ist der höchste schmerzliche Wendepunkt der Welt, nicht nur für Juden, für die gesamte Menschheit. Und kein keinDaran sollte also auch die Türkei Interesse haben, aufgrund der vergangenen Geschichte zwischen den Türken und Juden, welche zum Glück eher positiv ist. Wir haben erfahren nur Albanien ( Land: mehrheitlich muslimischer BürgerInnen)  bei den Feierlichkeiten teilnimmt. Schade dass die Türkei nicht dabei ist. Hoffentlich aber in Zukunft. Egal welche Beziehung man mit  der Israelitischen Regierung hat. Die Völker zwischen der Türkei und Israel sind Freunde und nicht Feinde und wollen eines „Friede im Lande und Friede in der Welt“ wie der Atatürk bereits sagte.  “

In den Beständen der  ORF Mediathek wird eine Vielzahl von historischen Aufnahmen gesichert, die an dieses grausame Kapitel der österreichischen Geschichte erinnern.

Vor allem Oral-History-Interviews mit Überlebenden und Zeitzeug/innen tragen einen wichtigen Teil dazu bei, die Stimmen der Opfer nicht verstummen zu lassen.

Mehrere Sammlungen in der Mediathek widmen sich der Erstellung und Sicherung von akustischen und visuellen Lebenserinnerungen von Verfolgten des NS-Regimes:

https://www.youtube.com/watch?v=Kee7zYXnF8c&feature=emb_rel_err

Sammlung Nationalfonds/Zukunftsfonds – Interviews mit Verfolgten des NS-Regimes

Sammlung „MenschenLeben“

Zeitzeugen-Interviews von Waltraud und Georg Neuhauser – Fluchtspuren. Überlebensgeschichten aus Steyr

Zeitzeugen-Aufnahmen des Vereines „Roma-Service“

Sammlung Lichtblau – Interviews mit Opfern des Nationalsozialismus in Österreich

DIE GESCHICHTE DER TÜRKISCHEN JUDEN
http://www.turkischegemeinde.at/1993/09/die-geschichte-der-tuerkischen-juden/

SELTSAME BEGEGNUNGEN: TÜRKEN IN MAUTHAUSEN
http://www.turkischegemeinde.at/2009/11/seltsame-begegnungen-tuerken-in-mauthausen/

50 JAHRE NACH DEN MASSAKERN VON AUSCHWITZ, TREBLINKA UND DACHAU
http://www.turkischegemeinde.at/1995/09/50-jahre-nach-den-massakern-von-auschwitz-treblinka-und-dachau/

TKG: GEDENKEN AN NOVEMBERPOGROME-„TÜRKISCHER TEMPEL
http://www.turkischegemeinde.at/2016/11/tkg-gedenken-an-novemberpogrome-tuerkischer-tempel/

TKG-AUFKLÄRUNG: „WAS SAGT DER QUR’AN (KORAN) ZUM JUDENTUM?“
http://www.turkischegemeinde.at/2016/10/tkg-aufklaerung-was-sagt-der-quran-koran-zum-judentum/

AUSZEICHNUNG FÜR EHEMALIGEN MAROKKANISCHEN KÖNIG FÜR DEN SCHUTZ SEINER JUDEN IM ZWEITEN WELTKRIEG!
http://www.turkischegemeinde.at/2015/12/auszeichnung-fuer-ehemaligen-marokkanischen-koenig-fuer-den-schutz-seiner-juden-im-zweiten-weltkrieg/

 

TKG-GEDENKTAG: 7. NOVEMBER – „LIGHT OF HOPE“
http://www.turkischegemeinde.at/2019/11/tkg-gedenktag-7-november-light-of-hope/

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20 01 2020
By: TKG 0

TKG: „Ombudsfrau hat leider nicht immer geschlichtet sondern polarisiert und provoziert“

Ein offener Brief an Ex-Ombudsfrau des Bildungsministeriums, Frau Susanne Wiesinger.

Sehr geehrte Frau Wiesinger!

Sie haben sich bei ihrer Präsentation im Februar 2019 als Ombudsfrau beim Bildungsministerium für Wertefragen und Kulturkonflikte selbst als „Rote, sogar eine linke Rote“ vorgestellt. Diese Selbstbezeichnung kam uns damals schon sehr scheinheilig vor.

Leider haben Sie das Vertrauen als Ombudsfrau, als Schlichtungsstelle zwischen MigrantenInnen, zwischen TürkenInnen und überhaupt zwischen MuslimenInnen unsere Meinung nach keinen guten guten Dienst erwiesen.

Pauschalisierend

Unter dem Vorwand „Islamkritik“ jetzt mit der Aussage: „In unseren Klassenzimmern spielt sich tagtäglich eine bildungspolitische Katastrophe ab.“ haben wir von Ihnen hauptsächlich pauschalisierende und satanisierende Schlagzeilen gegenüber MuslimInnen und TürkenInnen gelesen.

Aber die Probleme müssen ohne Hetze, Diffamierung und ohne Satanisierung einer Volksgruppe oder eines Glaubens geschehen und insbesondere auf das Staatsgesetz 283 Verhetzung  aufgepasst werden.

Sie haben bis jetzt in Österreich als Ombudsfrau des Bildungsministeriums mit keinem türkischen Verein in Österreich oder einer türkischen Zeitung, mit der man direkt die Eltern in Österreich erreichen könnte um über die Probleme zu sprechen, Kontakt aufgenommen oder gesucht.

Warum?

Wie kann dann eine Ombudstelle hier schlichten, die nur einseitig und pauschalisierend (homogene Gruppen) die Aufnahmegesellschaft hetzt, polarisiert und das Zusammenleben zerreisend so dermaßen in den Schlagzeilen sucht?

Mehr Hass und Vorurteile als gestern!

Die Probleme die Sie nennen, nennen wir seit 2o Jahren als Türkische Kulturgemeinde in Österreich in aller Öffentlichkeit, aber ohne zu hetzen und zu pauschalisierend.  „Durch dieses Buch und dessen Erscheinungsformen bzw. Propagandatechnik  hasst mann jetzt TürkenInnen und MuslimeInnen  in Österreich mehr als gestern  „ sagen viele. Die Probleme kann man so einseitig nicht lösen.  Das Buch mit seiner Medialen und politischen Erscheinungsart bzw. Propagandatechnik hat bis jetzt außer die Gesellschaft mehr zu spalten wenig genützt.

Die Muslime und beängstigende Dracula oder Hitchcock Musik

Wie kann man mit dem vorhandenen chronischen Vorurteilen  das Unterbewusstsein  negativ gegen Türken und Moslem in Österreich beeinflussen?Wenn im Fernsehen das Buch von Ihnen ( Kulturkampf im Klassenzimmer) präsentiert und über das Thema diskutiert wird, wird als Intro-Fim-Szenen de fakto immer gezeigt, indem Szenen wie z. B aus der Brunnengasse gefilmt werden, in welchen man Damen von hinten filmt, welche Kopftuch tragen und ein billiges Plastiksackerl bei sich haben, wo Szenen in welchen nur noch mit Verlaub  die faulen Kanalratten fehlen.  Das darf nicht mehr sein.

Wiesinger: “Die Mehrheit der muslimischen Kinder spielt stundenlang Playstation” (S. 30, Buch:  „Kulturkampf im Klassenzimmer“)

Es ist leicht Korrelationen zu entdecken. Häufig vermutet man dann eine Kausalität wo keine ist. Eine Korrelation beschreibt jedoch keine Ursache-Wirkung-Beziehung in die eine und/oder andere Richtung, d. h. aus einem starken Zusammenhang folgt nicht, dass es auch eine eindeutige Ursache-Wirkungs-Beziehung gibt. Lehrer an einer NMS in Niederösterreich erhebt Einspruch: „Die meisten Erstsemestrigen haben in einer Statistikvorlesung schon einmal das wohl berühmteste Beispiel für Scheinkorrelationen gehört: In jenen Gegenden, in denen es mehr Störche gibt, gibt es auch mehr Babys. Ist nun bewiesen, dass Störche Babys bringen? Natürlich nicht, denn sobald der Grad der Industrialisierung des Ortes mit eingerechnet wird, gibt es keinen Zusammenhang mehr zwischen der Anzahl an Störchen und der Anzahl an Babys. In industrialisierten Gebieten gibt es einfach weniger Störche und weniger Babys.
Der von Frau Wiesinger angesprochene Zusammenhang zwischen dem Islam und der Playstation ist ein weiteres Beispiel für eine Korrelation ohne Kausalität. Unsere Schüler*innen spielen nicht Playstation, weil sie Muslime sind und es spielen auch nicht nur muslimische Kinder stundenlang Playstation. Muslimisch sein ist nicht der Grund für stundenlanges Playstation spielen. Der erklärende Faktor ist in den meisten Fällen der sozioökonomische Hintergrund der Kinder. Wenn zu wenig Geld für die wöchentliche Reitstunde, den Theaterbesuch oder das Skifahren da ist, bleibt oftmals die Playstation als Alternative. Dieser Satz erzeugt ein gewisses Bild von muslimischen Schüler*innen in der NMS. Er steht stellvertretend für die vielen Passagen des Buches wo der Islam als Sündenbock für Fehlentwicklungen und Probleme herhalten muss, deren Ursachen meist ganz woanders liegen.“ 

 

Mit freundlichen Grüßen,

Türkische Kulturgemeine in Österreich (TKG)

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17 01 2020
By: TKG 0

EIN OFFENER BRIEF AN ALLE REGIERUNGSMITGLIEDER UND AN DIE FRAU BUNDESMINISTERIN FÜR JUSTIZ!

6 Frauenmorde und 6 Mordversuche an Frauen innerhalb von 9 Wochen! Wir appellieren an Ihre Verantwortung!Wie viele Frauen und Mädchen müssen noch sterben und Gewalt erleben?

Wien (OTS) – Der Verein AÖF- Autonome Österreichische Frauenhäuser und die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) appellieren gemeinsam an die Regierung mit folgendem offenen Brief, damit endlich wirksame und effektive Maßnahmen zu Verhinderung von Frauenmorden und Gewalt an Frauen gesetzt werden.

Sehr geehrte Frau Bundesministerin für Justiz, Frau Dr.in Alma Zadic‘, LL.M!

Sehr geehrte Frau Bundesministerin für Frauen, Frau Dr.in  Susanne Raab!

Sehr geehrte Regierungsmitglieder!

Faktisch wöchentlich wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner ermordet oder lebensgefährlich verletzt.

Das letzte und jüngste Opfer war ein 16-jähriges Mädchen in Wien, das mit 30 Messerstichen von ihrem Ex-Freund lebensbedrohlich verletzt wurde. Sie erstattete davor bereits wegen Körperverletzung eine Anzeige bei der Polizei. Aber er wurde nicht in U-Haft genommen, sondern nur auf freiem Fuß angezeigt. In Folge hat er seine Ex-Freundin fast ermordet und sie schwebt noch immer in Lebensgefahr.

Das ist kein Einzelfall.

Wir wissen, dass viele Mörder und Gewalttäter bereits polizeibekannt, gefährlich, bedrohlich und auffällig sind, aber viele dieser gefährlichen Täter werden nicht in U-Haft genommen, sondern lediglich auf freiem Fuß angezeigt.

Viele Frauen erstatten Anzeige, aber viele dieser Anzeigen werden eingestellt, da nicht lückenlos ermittelt wird. Außerdem kommt es immer wieder zu Freisprüchen, auch wieder, weil zu wenig ermittelt wird. Nur etwa 10% der Anzeigen bei häuslicher Gewalt werden überhaupt verurteilt.


Wir wissen, dass viele zu Wiederholungstätern werden, bei 92%[1] der polizeilichen Wegweisungen bereits eine Straftat begangen wurde und dass Trennung, Scheidung und Anzeige die gefährlichste Zeit für Frauen ist. [1] siehe Tätigkeitsbericht 2017 der Wiener Interventionsstelle, Seite 3

Für ein Land wie Österreich, das bis vor kurzem noch internationaler Vorreiter beim Gewaltschutz- und Opferschutz war, ist diese Entwicklung eine Schande! Österreich liegt an der traurigen Spitze bei Frauenmorden in ganz Europa.

Diese ermordeten und schwerverletzten Frauen hätten vielleicht gerettet und unterstützt werden können.

Die staatlichen Behörden hätten diese gefährlichen Gewalttäter ernsthaft strafrechtlich verfolgen sollen um die Frauen nicht alleine zu lassen, oder die Frauen besser informiert gewesen wären, wo sie Hilfe bekommen können.

Wir appellieren dringend an Ihre Verantwortung und fordern Sie auf, endlich wirksame und effektive Maßnahmen zu Verhinderung von Frauenmorden und Gewalt an Frauen zu setzen!

  • Wir fordern Sie auf, Frauen endlich ernst zu nehmen, wenn sie Anzeige erstatten.
  • Wir fordern Sie auf, Frauen den bestmöglichen Schutz vor Gewalt zu bieten.
  • Wir fordern Sie auf, gefährliche Täter rasch strafrechtlich zu verfolgen und zur Verantwortung zu ziehen!
  • Wir fordern Sie auf, alles zu tun, um die Anzeigeneinstellung zu reduzieren und lückenlos zu ermitteln!
  • Wir fordern Sie auf, klare Richtlinien und Gefährlichkeitseinschätzungen für U-Haftanträge zu erstellen!
  • Wie fordern Sie auf, verpflichtende Schulungen auch für Jurist*innen, Anwält*innen, Staatsanwält*innen und Richter*innen einzuführen, für mehr Sensibilisierung und für ein besseres Verständnis von Traumatisierung, geschlechtsspezifischer Gewalt an Frauen, Täterstrategien und Manipulation von Gewalttätern!
  • Wir fordern Sie auf, endlich das Budget für den Gewalt- und Opferschutz substanziell zu erhöhen, so wie es im Regierungsprogramm angekündigt wurde!
  • Wir fordern Sie auf, die Frauenhelpline gegen Gewalt 0800/222 555 finanziell und langfristig abzusichern!

Wir wollen endlich Taten sehen! Keine Frau darf im Stich gelassen werden!
Keine Frau darf mehr ermordet werden!

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2053207-Appell-Anzeigen-von-Frauen-endlich-ernst-nehmen.html

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Maria Rösslhumer,
GF von Verein AÖF- Autonome Österreichische Frauenhäuser, maria.roesslhumer@aoef.at,
Tel.: 0664 793 07 89, www.aoef.at

DI Birol Kilic,
Obmann der Türkische Kulturgemeinde in Österreich,
01/ 513 76 15-0, www.turkischegemeinde.at

 

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07 01 2020
By: TKG 0

TKG wünscht der neuer Bundesregierung viel Erfolg

TKG: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt und die der neuen Türkis-Grünen Bundesregierung“

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)  wünscht Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Werner Kogler sowie allen türkis-grünen Regierungsmitgliedern viel Erfolg.

„So sind wir nicht…“  

Die Republik Österreich erlebte ab 27. Mai 2019 die turbulentesten Zeiten, seit der Gründung der 2. Republik, welche nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland für große Aufmerksamkeit gesorgt hat. Dunkle Schatten wurden über unser Land, durch eine ungeahnte Dimension der Verantwortungslosigkeit, geworfen. Unser Land hat massiv an internationaler Reputation eingebüßt. Die Worte des Bundespräsidenten brachten es zum Ausdruck : „So sind wir nicht…“.

Österreich ist seit dem 27. Mai 2019 mit dem Bekanntwerden des Ibiza Skandals nicht mehr das alte Österreich. Die alten Zeiten sind Vorbei. Hier wurden politische und menschliche Abgründe – über diesen Ibiza-Skandal hinaus – sichtbar, welche die Republik in ihren Grundfesten und das Vertrauen der Bürger massiv erschüttert haben.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt und die der neuen Türkis-Grünen Bundesregierung. Die Würde vieler  Menschen wurde durch Verhetzungen und Diskriminierungen in Österreich verletzt, welche viele in Sorge und Trauer, aber auch Wut versetzt hat.   Rassistische Hetze verbreitete sich in den letzten Jahren immer mehr in sozialen Netzwerken, in Medien durch diverse Publikationen und der Art der Berichterstattung, auf der Straße, am Arbeitsplatz, in der Schule, aber auch bei Ämtern, genährt durch eine Politik des Auseinanderdividierens und der Polarisierung. Verfassungsnorm und Lebenswirklichkeit klaffen auseinander.

„Die Würde des Menschen, ‚der Menschen‘, wird angetastet und angegriffen. In Österreich – ständig, jeden Tag, irgendwo. Das Gift der Hetze verbreitet sich langsam und schleichend. Es wird gekränkt und gepöbelt, und von der Seitenlinie wird darüber ausdrücklich Verständnis zu Protokoll gegeben. Beleidigungen, Verwünschungen, Diskriminierung, Diskreditierung, frei erfundene Lügengeschichten, Hetze, Todesdrohungen, Selbstjustiz, Banalisierung, Relativierung und Leugnung von Geschichte – all die drastische Verrohung von Sprache und Umgang, die immer mehr um sich greift: Ist das das Klima, ist das der Umgang, ist das das Land, das wir in Österreich wollen? Natürlich würde die ganz große Mehrheit im Land sagen: Nein! Erst die Sprache, dann die Tat. Und aus den Echokammern des Netzes brandet Beifall auf. Völkischer Hass nimmt alles ins Visier, was ihm nicht passt. Einzelpersonen, Mitglieder der Zivilgesellschaft, ganze Bevölkerungsgruppen: Geflüchtete, Ausländer, Muslime, Juden, Frauen, Linke, Homosexuelle, Transsexuelle, Umweltaktivisten. Faktisch werden immer weitere Kreise der Bevölkerung stigmatisiert. Ein Anspruch und ein Ideal, geboren aus den Schreckenserfahrungen von Holocaust und Weltkrieg. Aber die Diskrepanz zu unserer Realität ist krass.“ schreibt ein Künstler. Wir stimmen zu.

Wir fordern klare Differenzierungen

Jene Mitbürger, welche die Vorzüge einer offenen Gesellschaft und der Demokratie zu schätzen wissen, muss die Politik auch die Möglichkeit und das Gefühl vermitteln, Willkommen zu sein und mitgestalten zu können. Ebenso braucht es eine Politik der klaren Differenzierung, gegenüber jenen reaktionären Kräften, welche unsere Freiheiten und humanistische Grundhaltung missbrauchen.

Viele Menschen, welche aus der Türkei abstammen (ca. 240.000 -300.000 Mitbürger) und die Mehrheit der Muslime (ca. 700.000), aber ebenso viele andere mit Migrationshintergrund (ca. 1,8 Millionen) erlebten in den letzten Jahren eine deutliche Verschärfung und Polarisierung des gesellschaftlichen Klimas.

Die Republik Österreich braucht keine „Blender“ und „Helden“, sondern anständige und tugendhafte Persönlichkeiten, welche ohne parteipolitische, taktische oder persönliche Präferenzen unserer Republik in Demut dienen und unser schönes Österreich nicht als Selbstbedienungsladen für die Versorgung von Gefolgsleuten, Vertrauten und Apparatschiks ausnutzen. Der Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen hat es richtig auf den Punkt gebracht: „Macht braucht Balance. Macht braucht Kontrolle. Macht ist Mittel und nicht Zweck.“

Gesellschaftlichen Frieden nicht aufs Spiel setzen

Diesen befremdlichen Entwicklungen müssen wir uns gemeinsam entgegenstellen, allen voran die Bundesregierung, der Nationalrat, die Zivilgesellschaft und die Bürger unseres Landes, wenn wir unseren gesellschaftlichen Frieden nicht aufs Spiel setzen möchten. Eines ist glasklar: nur gemeinsam sind wir stark. Wir dürfen uns nicht wegen Herkunft, Abstammung, Ethnie oder Religionsgemeinschaft auseinander dividieren lassen!

Durch die demographischen Veränderungen, bedingt durch die Migration (knappe 1,8 Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund in Österreich), hat sich auch unsere Gesellschaft verändert. Gerade deshalb brauchen wir eine Politik, welche das Gemeinsame vor das Trennende stellt, ohne alles gleich zu machen. Ein gesellschaftliches Klima, welche nicht die Menschen gegeneinander in Stellung bringt, sondern jedem die Möglichkeit einräumt Verantwortung für Österreich, für seine unmittelbare Lebensumgebung und auch für das Herkunftsland zu übernehmen.

Die TKG wünscht der neuen Bundesregierung Weitsicht und Ausdauer.

Wir werden weiter ein sehr aufmerksamer und kritischer Beobachter sein.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG)

 

 

Bild: (c) Twitter Werner Kogler

 

 

 

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05 01 2020
By: TKG 0

TKG verurteilt die rassistischen Äußerungen gegenüber Abgeortneter Alma Zadic

„Eine kriminelle Muslima wird Justizministerin. Da kommt dann bald die Scharia.“

und

„Jetzt bekommen Ausländer Ministerposten – der Untergang.“

Dr. Alma Zadic (c) Wikipedia

Rassistische Taten sind Hassverbrechen.

Rassistische Hetze verbreitet sich immer mehr in den sozialen Medien, auf der Straße bis in die Politik. Mit ihr geht auch ein verächtlich machen des Rechtsstaats und seiner Institutionen einher.

Die Bekämpfung von Rassismus und die Auseinandersetzung mit diskriminierenden Strukturen und Einstellungen ist eine staatliche und gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das bedeutet aber beileibe nicht, dass sie einfach ist.

Sie kann für Menschen, die keine eigenen Erfahrungen mit rassistischen Diskriminierungen haben, schmerzhaft an vermeintlichen Selbstverständlichkeiten rühren und Widerstand und Abwehr auslösen. (1)

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt die Diffamierung, Hassverbrechen und Verachtung, welche Frau Dr. Alma Zadic in sozialen Medien, welche infolge eines Beitrags des Tiroler Landesobmanns der FPÖ Markus Abwerzger entgegenschlägt: „Eine kriminelle Muslima wird Justizministerin. Da kommt dann bald die Scharia“ und „Jetzt bekommen Ausländer Ministerposten – der Untergang“.

Der Tiroler Landesparteiobmann der FPÖ sorgte mit diesem Posting dafür, dass ein Rassismus- und Sexismus-Shitstorm losbrach.

Sachliche Kritik sollte immer willkommen sein, aber persönliche Diffamierung mit rassistischen Untertönen ist ein Aspekt, welcher die Radikalsprache emotional bedient, welche die Kränkungs-, und Minderwertigkeitsgefühle der geneigten Hörer, Leser und Wählerschaft anspricht und ihren Anhängern damit indirekt gleichsam eine Lösung für ihr „Leid“ in Aussicht stellt. Die FPÖ tut sich selbst keinen Gefallen, wenn sie die Lösung in der Radikalisierung der Sprache sucht und dies in eine digitale Beleidigungskultur, welche sich an Halbwahrheiten oder Unwahrheiten orientiert, versucht Gehör zu verschaffen.

Nicht die Herkunft steht im Vordergrund, sondern die Haltung und Einstellung. Frau Dr. Alma Zadic hat aufgrund ihrer Leistungen viel für Österreich geleistet und ihre bosnische Herkunft hat sie nie in den Vordergrund gestellt, ebenso ihre Religion. Sie selbst stammt aus einem muslimisch geprägten Land, jedoch spielt die Religion für sie keine Rolle in der Öffentlichkeit. Gerade in einem Land wie Österreich, wo es eine Trennung von Staat und Religion gibt, sollte gerade von einer ehemals staatstragenden Partei, wie es die FPÖ durch ihre Regierungsbeteiligung war, klar sein, dass Religion Privatsache ist. Wäre Frau Dr. Alma Zadic, wie unzulässiger Weise von manchen Teilen der FPÖ behauptet, eine Vertreterin des „politisierten Glaubens“, dann können Sie davon mit 100% Sicherheit ausgehen, dass die TKG diesbezügliche Verstrickungen, Haltungen und Aktivitäten längst thematisiert hätte.

Manche in der FPÖ müssen erkennen, dass Österreich auch die Heimat von Menschen mit anderen Herkünften und Religionszugehörigkeiten geworden ist. Viele dieser Menschen mit Migrationshintergrund haben für Österreich bereits viel geleistet. Wenn manche Teile der FPÖ dem schon keine Wertschätzung oder zumindest Anerkennung entgegenbringen können, dann wären diese Kräfte gut bedient, ihren Mund zu halten, um weiteren Schaden von der FPÖ und der Republik Österreich fernzuhalten.

 

Die TKG ist der Meinung, dass die neue Justizministerin, welche mit Migrationshintergrund aus Bosnien, aufgrund ihrer Herkunft und Religion (Muslima; laut Medien ist Sie ohne Bekenntnis) im 21. Jahrhundert zutiefst unwürdig unter dem Vorwand „Kritik“ laut Strafgesetzbuch § 283 Verhetzung verletzt wurde.

 

  • 283 Strafgesetzbuch (StGB) Verhetzung sagt:
  1. Wer öffentlich auf eine Weise, dass es vielen Menschen zugänglich wird, zu Hass gegen eine Kirche oder Religionsgesellschaft oder eine andere nach den vorhandenen oder fehlenden Kriterien der Rasse, der Hautfarbe, der Sprache, der Religion oder Weltanschauung, der Staatsangehörigkeit, der Abstammung oder nationalen oder ethnischen Herkunft, des Geschlechts, einer körperlichen oder geistigen Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung definierte Gruppe von Personen oder gegen ein Mitglied einer solchen Gruppe ausdrücklich wegen der Zugehörigkeit zu dieser Gruppe auffordert oder zu Gewalt gegen sie aufstachelt.

oder

  1. Wer öffentlich auf eine Weise, dass es vielen Menschen zugänglich wird, in der Absicht, die Menschenwürde anderer zu verletzen, eine der oben bezeichneten Gruppen in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, diese Gruppe in der öffentlichen Meinung verächtlich zu machen oder herabzusetzen ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen zu bestrafen.

 

Wir warnen: Biologischer Rassismus ist neben kulturellem Rassismus die bei weitem intensivste, stärkste und feindseligste Form des Rassismus.

Die alten Zeiten müssen vorbei sein…

Rassistische Taten sind Hassverbrechen.

Sie richten sich gegen Menschen, nur weil diese sind, was sie sind – oder wegen etwas, das die Täter in ihnen sehen. Zugleich sind sie auch ein Angriff auf das soziale Gefüge unserer Gesellschaft als Ganzes und auf die Menschenwürde als Grundlage unseres demokratischen Rechtsstaats. (1)

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

Obmann

DI Birol Kilic

 

 

Quellen:

https://www.jusline.at/gesetz/stgb/paragraf/283

https://kurier.at/politik/inland/fpoe-fordert-nicht-angelobung-von-zadic-als-justizministerin/400718244

https://www.heute.at/s/rassismus-welle-gegen-grune-nach-fpo-posting-43700783

https://www.derstandard.at/story/2000112802978/rassistischer-hass-gegen-gruene-zadic-nach-posting-von-fpoe-politiker

(1)

https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Weitere_Publikationen/Praxis_Staerkung_Strafjustiz.pdf

https://www.facebook.com/fpoefails/

https://twitter.com/fpoefails/status/1211757870708080641/photo/1?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1211757870708080641&ref_url=https%3A%2F%2Fkurier.at%2Fpolitik%2Finland%2Ffpoe-fordert-nicht-angelobung-von-zadic-als-justizministerin%2F400718244

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