Autor: Redaktion 2

21 09 2017
By: Redaktion 2 0

Türkische KULTUrgemeinde gratuliert zum jüdische Neujahrsfest

Scha­na To­va

 

Wien (OTS) – An diesem Donnerstag nach dem jüdischen Kalender das Jahr 5778 begonnen . Die Juden feiern das neue Jahr mit den zweitägigen Fest  Rosch Haschana.

Türkische KULTURgemeinde in Österreich(TKG) wünscht allen Juden in der Welt und insbesondere allen jüdischen FreundeInnen in Österreich, in Deutschland und in der Türkei ein glückliches, friedvolles, gesegnetes und ein „süßes“ neues Jahr- Schana tova.

Wir wünschen für die Welt, den nahen Osten und für Europa ein hassfreies und freundschaftliches korrektes Zusammenleben. Das wünschen wir von Herzen!

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170921_OTS0182/tuerkische-kulturgemeinde-gratuliert-zum-juedischen-neujahrsfest

Türkische KULTURgemeinde in Österreich(TKG)
Avusturya Türk KÜLTÜR Cemiyeti
Obmann
DI Birol Kilic

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19 07 2017
By: Redaktion 2 0

Österreich – Türkei: Eine historisch verankerte Freundschaft?

Im Jahr 1998, also vor rund 15 Jahren, wurde für das österreichische Bundeskanzleramt, im Auftrag des österreichischen Bundespressedienstes, über „Das Österreichbild in der Türkei“ geschrieben. Das gehört mittlerweile korrigiert, da unter diesen beiden Brücken inzwischen gewaltige Wässer geflossen sind. Der Artikel wurde damals in den Sprachen Deutsch, Türkisch und Englisch über österreichische Botschafter in der Welt verteilt. Heute leben in Österreich ca. 300.000 Menschen mit türkischen Wurzeln, davon sind ca. 180.000 österreichische StaatsbürgerInnen. Jedes Jahr besuchen um die 500.000 ÖsterreicherInnen die Türkei und umgekehrt, mit einer steigenden Tendenz.

von Birol Kilic

Damals, 1998, wurde nicht so viel über den Islam in Verbindung mit dem Terror oder die angeblich integrationsresistenten Menschen aus der Türkei geschimpft. Es waren auch nicht so viele HofperserInnen, -türkInnen und -kurdInnen auf dem österreichischen Integrationsmarkt, welche von den PolitikerInnen, die die Rolle als Domteure eingenommen haben, dirigiert werden. Dadurch wird genau das Gegenteil geschaffen, von dem was eigentlich erreicht werden sollte, bis auf die persönlichge Bereicherung der Beteiligten. Für viele MigrantInnen ist das problematisch, da sie nicht den direkten Zugang zu Leuten, die als ihre Vorbilder fungieren sollten, haben.

 

 

Wenn wir zurück zum Artikel aus dem Jahr 1998 kommen:

Der Artikel begann damals mit einem türkischen Sprichwort über Kaffee, denn ob man es glaubt oder nicht, die Parallelen zwischen diesen doch so unterschiedlich wirkenden Ländern lassen sich, vielleicht sogar insbesondere, im Kaffee finden.

„Eine Tasse Kaffee gewinnt das Herz für vierzig Jahre“ , sagt ein türkisches Sprichwort, welches im Original so klingt: „Bir fincan kahvenin kırk yıl hatırı vardır vardır“. Das Verstehen von Menschen beginnt mit gutem Zuhören und wo lässt sich besser reden, als bei einer Tasse dampfenden Kaffees? Wer auf eine Tasse Kaffee einlädt, nimmt sich Zeit für mich. Das ist die Besonderheit des österreichischen Kaffeehauses.

In der Innenstadt von Istanbul findet sich ein detailgetreu nachgebautes Wiener Kaffeehaus mit echtem Wiener Kaffee und frischen Wiener Mehlspeisen. Zum Milchkaffee sagen die trendigen jungen Türken bereits „Melange“. Der Wiener Kaffee ist in sein Ursprungsland zurückgekehrt. Die Türken empfinden die österreichische Mentalität als nahestehend. Fleiß, Ehrlichkeit und Höflichkeit sind gemeinsame Tugenden und besonders Letzteres hebt die Österreicher in den Augen der Türken wohltuend von den „trockeneren“ lieben Deutschen ab. Österreicher werden als geduldig, flexibel und sensibel charakterisiert, als traditions- und kulturbewusst. Deutsch ist nach Englisch die zweite Fremdsprache und ermöglicht den Gebildeteren daher eine problemlose Kommunikation mit Österreichern in der Türkei. Trotz der gemeinsamen Sprache wird Österreich nie mit Deutschland verwechselt, sondern besitzt im Bewusstsein der Türken eine ganz eigenständige Identität. Es ist chic, in Österreich den Urlaub zu verbringen, einen Wientrip zu unternehmen oder Ski zu fahren und – wer es sich leisten kann – sein Kind in Österreich studieren zu lassen.“…

So hat der Artikel begonnen – so haben wir vom Herzen auch gedacht.

 

Den ursprünglichen Artikel können Sie natürlich noch immer auf der Seite der Türkischen KULTURgemeinde nachlesen – es gibt aber auch etwas Neues:

Die Beziehungen zwischen Österreich und der Türkei haben sich in den 15 Jahren mit Tiefen und Höhen unglaublich verändert. Wir können hier sehr viele negative Ereignisse vermerken. Da ich das Glas als halb voll und nicht als halb leer sehen will, möchte ich in diesem Schreiben eher die positiven Seiten aus der Geschichte zum Ausdruck bringen. Im Jahr 2013 entstand eine schöne Buchbroschüre über die Verbindungen zwischen der Türkei und Österreich, herausgegeben von der österreichischen Botschaft in Ankara! Das Buch heißt „Avusturya & Türkei. Tarihi dostluk – Eine historisch verankerte Freundschaft“ und konnte mit Hilfe des österreichischen Botschafters in Ankara und des Hof- und Staatarchivs der österreichischen Republik realisiert werden – und geht weit über guten Kaffee hinaus.

 

Eine historisch verankerte Freundschaft

 

Österreich – Türkei

….“Es gibt wenige Länder, mit denen Österreich so lange diplomatische Beziehungen erhält, wie mit der Türkei. Vor fast 500 Jahren, d.h. im Jahr 1528, entsandte Ferdinand I. erstmals Gesandte an den Sultanshof: Gioan Maria Malvezzi, gefolgt von Ogier Ghislain de Busbecq. Seit dem Waffenstillstand des Jahres 1547 waren die Habsburger – mit Unterbrechungen – durch ständige Gesandte (Residenten) vertreten. Eine ständige diplomatische Vertretung Österreichs, bestand in Konstantinopel ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Die erste osmanische Botschaft in Europa

Seit 1798  ( über 220 Jahren-2018) war das Osmanische Reich durch ständige Diplomaten in Wien vertreten. Die erste osmanische Botschaft wurde 1791 in Wien als erste Vertretung in einem europäischen Land eingerichtet.

Diplomatische Akademie in Wien als „Orientalische Akademie (Osmanisches Reich)“ gegründet – Türkisch/Osmanisch als erste Fremdsprache!

Die Diplomatische Akademie in Wien wurde schon 1754 von Kaiserin Maria Theresia als „Orientalische Akademie“ , als staatliche Ausbildungsstätte für Diplomaten gegründet, die insbesondere dazu beitragen sollte, die Beziehungen zum osmanischen Reich zu vertiefen; an ihr war Türkisch/Osmanisch als erste Fremdsprache ein Pflichtfach. Die Akademie ist damit weltweit die älteste noch bestehende Institution ihrer Art.

Der türkische Republik – 28.01.1924: Auhnahme der diplomatischen Beziehungen

Zwischen der türkischen Republik und der Republik Österreich kann der 28. Jänner 1924 als Tag der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen gesehen werden, an dem ein Freundschaftsvertrag mit der am 29. Oktober 1923 gegründeten jungen türkischen Republik geschlossen wurde. Die Österreichische Botschaft Ankara wurde 1935 vom berühmten österreichischen Architekten Clemens Holzmeister fertig gestellt.

Der Name „Ostarrichi“ (Österreich): Seit 996

Die Wurzeln des heutigen Österreichs reichen in prähistorische Zeiten zurück. Das erste staatliche Gebilde war das keltische Königreich Noricum, das um Christi Geburt Großteiles in das Römische Reich integriert wurde. Damals entstanden viele römische Siedlungen wie beispielsweise Vindobona (Wien) oder Iuvavum (Salzburg). Mit den Wirren der Völkerwanderung zerbrach das Römische Reich. Germanenstämme und asiatische Reitervölker wie zum Beispiel die Hunnen, bevölkerten Europa. Ab dem 6. Jahrhundert siedelten sich die Bajuwaren (Bayern), ein Germanenstamm, im Donau- und Alpenraum und kolonialisierten nach und nach die österreichischen Kernländer. Der Name „Ostarrichi“ (Österreich) tauchte erstmals im Jahr 996 auf.

Das osmanische Reich und das Habsburgerreich : Lange wechselhafte Geschichte

Das osmanische Reich und das Habsburgerreich verbindet eine Jahrhunderte lange wechselhafte Geschichte geprägt von Konflikten und kriegerischen Auseinandersetzungen, von gegenseitiger Faszination, ja einem wahren „Orientboom“ , im 19. Jahrhundert und – in den letzten 90 Jahren – friedvolle und sehr freundschaftliche Beziehungen. Diese spiegeln sich in der Intensität politischer Besuche, ausgezeichneten Wirtschaftsbeziehungen und massiven wirtschaftlichen Investitionen, sowie in vielfältigen kulturellen Verbindungen und Kooperationen wider.

Aus den beiden Türkenbelagerungen Wiens 1529 und 1683 lässt sich unter anderem folgendes aus der Geschichte lernen: Je nach Bedrohungslage wurden die Türken als Angstgegner empfunden oder aber überwog die Faszination für das Exotische, das Neue. Nach der siegreichen Schlacht am Kahlenberg im September 1683 und dem Frieden in Karlowitz 1699, dem Ende des Großen Türkenkrieges, erhielt die Türkenmode, die Architektur und Kunst, die Hofzeremonien und Dramen und Opern den Einzug. In Mozarts „Entführung aus dem Serail“(1792) wird aus dem grausamen orientalischen Tyrannen „Selim Bassa“ ein aufklärerisches Ideal eines tugendhaften Herrschers – und ein musikalischer Ohrwurm. Die Wiener Weltausstellung 1873 präsentierte eine orientalische Stadt mit einer großen Moschee und einem türkischen Kaffeehaus. Mit der Gründung des Orientalischen Instituts an der Universität Wien 1886 setzte eine Hochblüte der Orientforschung österreichisch-ungarischer Wissenschaftler ein. Zu den wichtigsten zählten später unter anderem Joseph Freiherr, Hammer Purgstall oder Alois Musil.

Ephesos: Seit 1893

Seit 1893 werden, unter der Leitung des österreichischen Archäologischen Instituts, Grabungen und Forschungen in Ephesos durchgeführt. Deren kunsthistorische Bedeutung ist angesichts der etwa zwei Millionen Besucher pro Jahr auch ein Wirtschaftsfaktor – dementsprechend wird die archäologische Forschung in Ephesos finanziell von Wirtschaftsunternehmen unterstützt.

Unter österreichischen Archäologieprojekten wäre noch der Heroon von Trysa zu erwähnen, eine einzigartige Grabanlage in Lykien, im Südwesten der Türkei, die 1841 vom Gymnasiallehrer Julius August Schönborn entdeckt wurde. Erst 40 Jahre später veranlasste Otto Bendorf mit der Genehmigung der türkischen Behörden, den Transport der ca. 152, ursprünglich bemalten Reliefplatten, nach Wien. Seit 2007 finanziert das Kunsthistorische Museum in Wien ein Projekt zur Untersuchung des Heroons von Trysa.

St. Georgs-Kolleg

Zu den ältesten Einrichtungen Österreichs in der Türkei gehört das St. Georgs-Kolleg: erstmals 1303 urkundlich erwähnt, wurde die Kirche 1882 als Mittelpunkt eines deutschsprachigen Werkes erworben. Es entstand eine Schule für katholische, deutschsprachige Kinder, in die auch Kinder ärmerer Familien aufgenommen und in welche auch ein Waisenhaus integriert wurde. Ein deutscher Lazarist, Herr Conrad Stroever, unterzeichnete im November 1882 den Kaufvertrag für St. Georg. Im Jahre 1889 wurde dann St. Georg von den österreichischen Lazaristen und Barmherzigen Schwestern übernommen, welche es bis heute weiterführen. Die St. Georgs-Schule versteht sich als Schule der Begegnung auf dem Gebiet des Bildungswesens, der Kultur und Religion, der Sprachen und des sozialen Bereiches. Sie gehört zu den besten Bildungsinstitutionen der Türkei und ist für seine AbsolventInnen ein wertvolles Sprungbrett zu den österreichischen und europäischen Hochschulen. Seine Alumni haben eine zentrale Brückenfunktion zwischen der Türkei und Österreich. Das St. Georgs-Krankenhaus ( Sen Jorji Hastanesi) der Barmherzigen Schwestern feiert 2012 sein 140-jähriges Bestehen und bietet seinen über 32.000 PatientInnen im Jahr mit hoher Effizienz professionelle medizinische Leistung gepaart mit der Pflege und Fürsorge christlicher Tradition.

Das Österreichische Kulturforum Istanbul

Eine weitere sehr wichtige Vertretung Österreichs in der Türkei ist das österreichische Kulturforum Istanbul, welches es sich zum Schwerpunkt gesetzt hat, die kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu fördern und ein modernes und weltoffenes Österreichbild zu vermitteln. Dies geschieht derzeit mit über hundert Aktivitäten im Jahr. Alleine im Jahr 2012 fanden bereits in neun verschiedenen Städten der Türkei Veranstaltungen statt. Um eine nachhaltige Verankerung in der Türkei sicherzustellen, arbeitet das österreichische Kulturforum mit einer Reihe von türkischen Institutionen und Universitäten zusammen. Die Aktivitäten reichen von Ausstellungen, klassischen Musikkonzerten über Tanz, elektronische Musik, Performance, Installationen bis zu Film, Literatur, wissenschaftlichen Konferenzen und Symposien. An der Universität in Samsun und an der österreichischen Schule St. Georg in Istanbul wurden zwei Österreich-Bibliotheken eingerichtet. Seit 2011 gibt es in Istanbul auch ein Artist-in Residence-Programm des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur. 2013 wird das Kulturforum Istanbul sein 50-jähriges Bestehen feiern.

Bosnien-Herzegowina

1879 räumte der Berliner Kongress Österreich-Ungarn das Mandat zur Besetzung und Verwaltung des osmanischen Wilayets Bosnien-Herzegowina ein, welches 1908 annektiert wurde. 1912 wurde daraufhin der Islam nach hanafitischen Ritus in Österreich anerkannt – die Grundlage für die 1978 erfolgte Anerkennung des Islams (und grds. Aller seiner Rechtsschulen) als öffentlich-rechtliche Religionsgesellschaft und der Islamischen Glaubensgemeinschaft als Vertretung der heute rund 450.000 MuslimInnen in Österreich.

Die 100-Jahrfeier des Islamgesetzes: 29. Juni 2012

Die 100-Jahrfeier des Islamgesetzes fand am 29. Juni 2012 unter Mitwirkung des österreichischen Bundespräsidenten und Außenministers, sowie des Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich und des Präsidenten des Präsidiums für religiöse Angelegenheiten der Türkei (Diyanet) und weiterer Ehrengäste statt. Das in Europa bis dato einzigartige Islamgesetz, welches Status und Rechte der MuslimInnen und das Angebot des Staates zur Kooperation betrifft, ist eine der Grundlagen für das traditionelle und bis heute intensive Engagement Österreichs, im Dialog der Kulturen und Religionen.

Türken und Österreicher: 1. Weltkrieg in Gallipoli als Waffenbrüder

Das Osmanische Reich und das Habsburgerreich waren bis zum 1. Weltkrieg durch eine hohe Zahl an Konsulaten, etwa 40 k.k. Levantepostämter und durch die Österreichische Lloyd, eine der bedeutendsten Reedereien im östlichen Mittelmeer und zahlreiche wirtschaftliche Aktivitäten, aufs engste verbunden. Beide Vielvölkerstaaten kämpften bis zu ihrem Zerfall im 1. Weltkrieg, in Gallipoli als Waffenbrüder. Der österreichische Kriegsmaler Wilhelm Krausz schuf 1916 das älteste Ölbild „Mustafa Kemal“, dem Sieger von Anafartalar, für ein Album.

Mustafa Kemal Atatürk und ÖsterreicherInnen

1923 gründete Mustafa Kemal Atatürk die Republik Türkei. An der Gestaltung des Regierungsviertels der neuen Hauptstadt Ankara wirkten zahlreiche österreichische Architekten, unter ihnen Clemens Holzmeister, mit. Zu Holzmeisters wichtigsten 15 Bauten gehören das Parlament, der Präsidentenpalast, einige Ministerien und Banken sowie das Gebäude der österreichischen Botschaft. Der Bildhauer Heinrich Krippel schuf ein berühmtes Reiterstandbild Atatürks in Samsun. Auch heute sind aktuelle Architektur und Fragen des modernen, energieeffizienten Wohn- und Sozialwohnbaus wichtige Themen im Dialog zwischen Österreich und der Türkei.

Während des 2. Weltkrieges und der Zeit des Nationalsozialismus fanden in der neutralen Türkei zahlreiche deutschsprachige Flüchtlinge, also auch Österreicherinnen und Österreicher vor politischer und antisemitischer Verfolgung Zuflucht. Diese Gruppe der <<haymatloz>> stellte eine bedeutende Zahl an Wissenschaftlern, Professoren und Technikern an den neu gegründeten Universitäten der Türkei, ein; stellvertretend für viele seien hier Margarete Schütte-Lihotzky, Architektin, oder Andreas Tietze, Turkologe, genannt.

Der wirtschaftliche Aufschwung Mitte der 1950er Jahre in Westeuropa führte auch in Österreich zur verstärkten Nachfrage an Arbeitskräften. 1964 wurde das Anwerbeabkommen mit der Türkei unterzeichnet. 2012 leben in Österreich rund 250.000 Personen mit türk. Migrationshintergrund (Geburtsort bzw. Staatsbürgerschaft), die meisten in Wien (mehr als 75.000 Personen) und rangieren damit nach Deutschen und Serben an dritter Stelle. Seit April 2011 gibt es ein Staatssekretariat für Integration, welches zahlreiche Maßnahmen zur Integration und Partizipation von ZuwanderInnen setzt.

 

Rund 4000 türkische Studierende in Österreich fördern den intellektuellen Austausch und profitieren von der Ausbildung zu jungen Fach- und Führungskräften; die von türkischen Zuwanderern gegründeten Klein- und Mittelbetriebe sind längst ein bedeutsamer Wirtschaftsfaktor in Österreich. Die ZuwanderInnen aus der Türkei tragen auch zur kulturellen Vielfalt und zum wirtschaftlichen Erfolg Österreichs bei.

Etwa 500.000 Österreicherinnen und Österreicher verbringen ihren Urlaub jährlich in der Türkei, immer mehr ÖsterreicherInnen wählen Küstenorte im Süden und Westen der Türkei als Zweit- oder Altwohnsitz.

Mit einer der höchsten Wachstumsraten Europas präsentiert sich die Türkei als eine wirtschaftlich erfolgreiche und geopolitisch bedeutsame Schnittstelle zwischen Europa, dem Nahen Osten und Asien. Das macht die Türkei auch für zahlreiche österreichische Unternehmen attraktiv, welche in die Zusammenarbeit mit türkischen Partnern stark intensiviert haben; die Exporte Österreichs in die Türkei überschritten 2011 erstmals die Zwei-Milliarden-USD-Grenze; in den vergangenen Jahren war Österreich aufgrund des Engagements österreichischer Energiekonzerne der größte Auslandsinvestor in der Türkei.

Die traditionell engen politischen Beziehungen spiegeln sich an den bilateralen Staatsbesuchen 2008, 2010 und zuletzt von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer im Juni 2012 in der Türkei sowie in den laufenden Arbeitsbesuchen auf Regierungsebene und interministeriellen Kooperationen wider.

 

Die Zusammenarbeit von Universitäten, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Kultureinrichtungen beider Länder, zahlreiche Projekte im Bereich des Dialogs der Kulturen und Religionen, Menschenrechte oder Frauenförderung, zeigen die Notwendigkeit und das Interesse an der Intensivierung der Zusammenarbeit.

Österreich trägt zu den intensiven und erfolgreichen Beziehungen durch seine Botschaft in Ankara, sein Generalkonsulat in Istanbul, zwei Außenwirtschaftszentren, das Kulturforum in Istanbul, durch 10 Honorarkonsulate und ein Büro des österreichischen Rundfunks (ORF) in Istanbul maßgeblich bei – und selbstverständlich durch das Engagement und das Interesse der Bevölkerung beider Länder, sowie der AuslandsösterreicherInnen in der Türkei und türkischen ZuwanderInnen in Österreich.

Österreich und die Türkei, das soll hier deutlich werden, haben aus historischen Gründen und aufgrund gemeinsamer politischer und wirtschaftlicher Interessen ein hohes Potenzial an künftigen Kooperationen. “

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06 06 2017
By: Redaktion 2 0

TGK-London-Beileidsbekundung: Wir müssen uns an diesen IS-Terror nicht gewöhnen

Herzlichstes Beileid den Familien der Opfer, den Freunden und Bekannten.

 

Wien (OTS) – Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) drückt nach dem Anschlag in London auf der London Bridge und Borough Market ihre tiefste Trauer aus und bekundet hiermit ihr herzlichstes Beileid den Familien der Opfer, den Freunden und Bekannten.

 

Ohne hier die Ursachen des Problems zu diagnostizieren können wir weder in London noch bei den anderen Ländern und Städten den Terror und die Attentäter bei der Wurzel behandeln.

 

Der IS-Terror hat mehrere Väter und Mütter und man sollte hier diesen abscheulichen IS-Terror richtig diagnostizieren und die Bevölkerung unter dem Vorwand „Aufklärung“ nicht manipulieren bzw. die Wahrheit im Schatten lassen und sich unseren besseren Traditionen entledigen: nämlich der Vernunft, der Aufrechterhaltung des ethischen Prinzips und der Suche nach unabhängigen Beweisen in Zeiten von Konflikten.

 

Wir müssen uns an diesen IS-Terror nicht gewöhnen, der Zwietracht, Hass und Vorurteil zementieren will. Wer dirigiert und finanziert die IS-Terroristen in der Welt? Auf diese Frage gibt es mehrere Antworten.

 

Wir rufen vor allem alle Moslems in Österreich, die Verantwortung tragen, dazu auf, das Problem offen und ehrlich zu diskutieren und sich von allen fundamentalistischen Kräften in ihrer Umgebung, die die Feinde unserer offenen Gesellschaft sind, zu distanzieren bzw. mit den verantwortlichen Behörden eine Lösung zu finden, bevor es zu spät ist.

 

Wir fordern alle Verantwortlichen aus Presse und Politik dazu auf, nicht alle Moslems für den Terror verantwortlich zu machen. Wir müssen hier die Spreu vom Weizen trennen, bevor es zu spät ist.

 

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) ist eine unabhängige NGO Think Tank Organisation.

 

Die „Türkische Kulturgemeinde in Österreich – Brückenbauen“ ist ein den pluralistischen, freiheitlichen, demokratischen und rechtstaatlichen Prinzipien verpflichteter Verein.

 

Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG)

 

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170606_OTS0104/tgk-london-beileidsbekundung-wir-muessen-uns-an-diesen-is-terror-nicht-gewoehnen

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27 05 2017
By: Redaktion 2 0

TKG: Tiefe Betroffenheit über den Anschlag gegen koptische Christen

Wer dirigiert und finanziert die IS-Terroristen in der Welt politisch theologisch mit einem Masterplan?

 

Wien- Mit großer Trauer und tiefer Betroffenheit hat der Obmann der Türkische KULTURgemeinde in Österreich Birol Kilic auf die terroristischen Vorfälle auf koptische Christen in Ägypten, wie folgt, reagiert:

 

„Im Namen der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich verurteilen wir die abscheulichen terroristischen Vorfälle koptischer Christen auf das Schärfste und sprechen den Angehörigen der Opfer unser tief empfundenes Beileid aus. Unser tiefstes Mitgefühl ist bei den Opfern und deren Angehörigen in diesen harten und schmerzlichen Stunden in Ägypten.

 

Wir widerholen nochmals: Dieser Terroranschlag ist ein abscheulicher Terror gegen die Menschheit. Jeder, der menschlich empfindet, kann nur zutiefst verabscheuen, wenn unschuldige Menschen während des Gebets und innerhalb heiliger Handlungen zum Ziel eines Anschlags werden Wir solidarisieren uns mit den koptischen Christen Der Anschlag zielt auf die ganze Nation mit ihren Christen und Muslimen und will das friedliche Zusammenleben mit der widerlichen terroristischen Gewalt total zerstören. Wir solidarisieren uns mit den koptischen Christen aus Wien und teilen ihre Schmerzen. Eine Drohung für alle Länder Gegen Terror sollte man, egal in welche Art, zusammenarbeiten, aber nicht mit dem angeblichen Feuerlöscher, die eigentlich Brandstifter sind.

 

Terrorismus ist eine internationale, kannibalistisch sich vermehrende Pest, wovon jedes Land betroffen sein kann. Niemand kann sagen: Es geht uns nichts an. Welche „Kräfte“ stecken hinter diesem Terror?

 

Wir fordern sofort die Terroristen und diejenigen Kräfte, die hinter diesem Terror stehen, zu finden. Man kann diesen Terror nicht auf einen Namen oder eine Richtung reduzieren, weil dieser Terror mehrere Mütter und Väter hat. Hinter diesem Terror in Ägypten stecken mehrere Kräfte im In- und Ausland, die aus einem Stellvertreterkrieg stammen. Die Sümpfe, die seit Jahren für den IS-Terror vorbereitet wurden, verfolgen das Ziel mit diesen pseudo-islamischen Terrormilizen die Infrastruktur und das Zusammenleben der Menschen zu zerstören.

 

Hier darf man keine falsche, eindimensionale Pauschalisierung machen und wir müssen uns folgende Frage stellen und eine Antwort finden, bevor es zu spät ist: Ja zu dem Dialog mit der folgenden Frage: Wer dirigiert und finanziert die IS-Terroristen in der Welt politisch theologisch mit einem Masterplan?

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23 05 2017
By: Redaktion 2 0

TKG-Manchester Arena: Herzlichstes Beileid den Familien der Opfer, den Freunden und Bekannten…

Bei einer Explosion auf einem Popkonzert in der Manchester Arena in England sind mindestens 22 Menschen getötet worden.Türkischen KULTURgemeinde in Österreich (TKG) sind in tiefster Trauer und bekunden hiermit ihr herzlichstes Beileid den Familien der Opfer, den Freunden und Bekannten. Frage: Wer dirigiert und finanziert die IS-Terroristen in der Welt?

 

Wir müssen uns an diesen IS-Terror nicht gewöhnen, der Zwietracht, Hass und Vorurteil zementieren will.

Der IS-Terror hat mehrere Väter und Mütter und man sollte hier diesen abscheulichen IS-Terror richtig diagnostizieren und die Bevölkerung unter dem Vorwand „Aufklärung“ nicht manipulieren bzw. die Wahrheit im Schatten lassen und sich unseren besseren Traditionen entledigen: nämlich der Vernunft, der Aufrechterhaltung des ethischen Prinzips, und der Suche nach unabhängigen Beweisen in Zeiten von Konflikten.

Wir sollten nicht auf diese schlimmen Traditionen zurückgreifen: nämlich auf das imperiale Vorrecht, auf Intervention, unterstützt durch ein tief sitzendes rassistisches Vorurteil so wie durch eine armselige Berücksichtigung der Geschichte ihrer eigenen Kulturen.

Die Sümpfe, die seit Jahren für den IS-Terror vorbereitet wurden, verfolgen das Ziel mit diesen pseudo-islamischen Terrormilizen die Infrastruktur und das Zusammenleben der Menschen zu zerstören. Hier darf man keine falsche, eindimensionale Pauschalisierung machen und wir müssen uns folgende Frage stellen und eine Antwort finden, bevor es zu spät ist:  Wer dirigiert und finanziert die IS-Terroristen in der Welt?

 

Türkischen KULTURgemeinde in Österreich (TKG) sind in tiefster Trauer und bekunden hiermit ihr herzlichstes Beileid den Familien der Opfer, den Freunden und Bekannten…

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

Dr. Melissa Günes

Genralsekräterin

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26 04 2017
By: Redaktion 2 0

TKG: Türkei braucht keine religiöse Verfassung!



Wir sind tief besorgt über die Aussagen des Präsidenten, des türkischen Parlaments Herr Kahraman (AK Partei), bezüglich einer Forderung einer islamischen Verfassung, für die Türkei. Die Türkei braucht dringend eine Trennung von Religion und Politik. Die Türkei hat ein Problem mit Moral und Ethik weil die Religion für politische, wirtchaftliche und soziale Ziele missbraucht wird. Religion darf nicht dafür missbraucht werden um Gewalt zu legitimieren.

 

von Birol Kilic
Obmann der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich

 

Wir sind sehr besorgt über die Aussagen des Präsidenten, des türkischen Parlaments Herr Kahraman (AK Partei), bezüglich einer Forderung einer islamischen Verfassung, für die Türkei, mit der Aussage :
Wir sind ein muslimisches Land. Als Konsequenz müssen wir eine religiöse Verfassung haben. Das Wort „Allah“ taucht in der Verfassung kein einziges Mal auf. Säkularismus, Laizismus dürfe in der neuen Verfassung keine Rolle mehr spielen.

Wir können diese Aussage nicht akzeptieren.  Religion ist Privatsache, und der Staat hat in jeder Hinsicht neutral zu sein. Die Trennung von der Kirche, die Distanz zu Religionen und die Hinwendung zum Vernunftdenken sind die wichtigsten Errungenschaften des modernen Verfassungsstaates.  Die Türkei braucht dringend eine Nicht-Mischung von Religion und Politik. Die Türkei hat Moral und Ethik Problem weil die Religion für politische, wirtchaftliche, und soziale Ziele missbraucht wird.  Eine unmoralische Gesellschaft ist eine verdorbene Gesellschaft. Religion darf nicht dafür missbraucht werden, um Gewalt zu legitimieren.

Die EU ist kein christlicher Klub und die Türkei ist auch kein muslimisches Land, sondern eine Republik mit mehrheitlich muslimischen Staatsbürgern. Von den türkischen Staatsbürgern sind 70% sunnitische Muslime, 30% alevitische Muslime, 17.000 jüdische Staatsbürger und etwa 100.000 christliche türkische Staatsbürger, die seit Jahrtausenden in der Türkei leben.

In der Verfassung der, im Grunde tief katholischen, Republik Österreich steht auch nichts bezüglich Religion, Gott oder Jesus. Das Christentum ist nicht die Staatsreligion, sondern ein persönliches Bekenntnis der Bürger. So ist es auch in der Türkei und so soll es auch bleiben.

 

Die Türkei sollte eigentlich stolz sein die einzige mehrheitlich muslimische Bevölkerung zu sein, die in der Verfassung durch den Gründer der türkischen Republik Atatürk den Laizismus in der Verfassung als unantastbaren Punkt eingebracht hat. Laizismus bedeutet nicht, wie viele annehmen, Religion und weltliche Angelegenheiten voneinander zu trennen. Laizismus heißt, die Legitimation der Herrschenden, beziehungsweise Regierenden, nicht auf Gott oder Recht zu gründen, sondern auf den Willen des Volkes. Daher halten wir es, als türkische Kulturgemeinde in Österreich, nicht für möglich, dass sich die islamischen Gesellschaften demokratisieren können, ohne eine wirklich laizistische Verfassung in einer Republik verankert zu haben. Das Problem sei nicht der Laizismus, sondern die korrekte Anwendung des Laizismus.

Die Türkei ist in der Anwendung zur Zeit hundertprozentig keine laizistische Republik. Der in der Türkei in allen Bereichen stattfindende Religionsmissbrauch und Betrug im Namen Gottes, hat zu einem ethisch moralischen Verfall geführt durch den Millionen von Menschen unglücklich sind, obwohl das in Quellen des Korans verboten ist. Das passiert, weil die Türkei gerade ein Problem mit Moral und Ethik hat. Im Kapitel Lokman 33 (Enam 112, Araf 16, 17 genauso) zum Beispiel sagt Gott den Menschen, dass Er oder Sie dich im Namen Gottes („Allah“) verführen und betrügen können. Der umgekehrte Fall ist in der Türkei gerade durch den Vertreter des politisierten Glaubens salonfähig geworden. Hier besteht gerade ein brisanter Zustand, bei dem unter dem Vorwand Religion, den Namen Gottes in die Verfassung nehmen will. Diese verführen bzw. betrügen in seinem Namen und wollen das gegen den Willen Gottes in die Verfassung betonieren. Jeder mündige Bürger sollte die Sümpfe im Nahen Osten wie mehrheitlich muslimische Länder sehen, von denen immer behauptet wird religiös zu sein und in den Mündern die Worte Gottes zu tragen, aber in den Herzen heuchlerisch, scheinheilig, despotisch und unmoralisch sind. Das kann man nur durch eine starke demokratische, säkulare Verfassung schaffen und indem man alle religiösen Aussagen aus der Verfassung nimmt und alle Religiösen und nicht Religiösen mit einem Auge sieht und diese gleichwertig, mit Würde und Respekt, behandelt. So steht es auch, wenn richtig interpretiert wird, im Koran, wo man den wahren Islam gegenüber dem verfälschten Islam unterscheiden muss.

 

Die Türkei hat ein Moral und Ethik Problem. 

Wir alle haben uns bisher immer auf die Vorgehensweise der AKP Erdogan Regierung in der Türkei aus Österreich konzentriert.

Da sind wir nicht im Unrecht. Weil alles wurde immer schlimmer und alles wird weiterhin schlimmer.

Aber es gibt sehr viele Themen, die wir besprechen, diskutieren und für die wir, mit dem Einverständnis aller, Lösungen finden müssen, weil Österreich ein Hinterland der Türkei geworden ist.

Die Probleme bezüglich Moral und Ethik  in der Türkei sind so groß, dass auch ein Regierungswechsel allein diese nicht beheben kann.

Levent Gültekin ein früherer AKP Erdogan Unterstützer kritisiert seit Monaten AKP mit folgenden Gedanken, die ich hier aus dem Türkischen sinngemäß mit euch  teilen will:

Ein AKP Erdogan Staat, dessen Institutionen, Werte, Zusammenhalt der Bevölkerung und innerer Frieden derart gespalten und verwundet sind, kann auch mit einer neuen Regierung nicht all diese Probleme lösen und diesen bisher gegangenen Weg weiterverfolgen.

Vieles wurde  in der Türkei zerstört und infolgedessen Orte, an denen überall Menschen aus der Türkei  leben (siehe Deutschland und Österreich z.B.). Daher muss man die Probleme in der Türkei an deren Wurzeln behandeln, ein System einführen, in dem die Gleichstellung aller BürgerInnen gesichert ist und das Rücksicht auf die verschiedenen Schichten und Gruppen der Gesellschaft nimmt. Wir brauchen zudem eine ehrliche Politik in der Türkei und gegenüber der Türkei.

Zu aller erst müssen wir es einsehen, dass wir nach jahrelanger AKP Regierung in der Türkei keine Moral mehr haben. Einerseits schmerzt dies, andererseits ist es seltsam. Aber leider ist es die Wahrheit. Und wir sollten wissen, dass eine unmoralische Gesellschaft, eine verdorbene Gesellschaft ist. Wenn wir nicht verdorben sein wollen, müssen wir dieses Thema an die Tagesordnung bringen.  Und wir sollten nicht vergessen, dass wir, bevor wir die unmoralischen Handlungen der anderen verurteilen, unsere eigenen Handlungen überdenken sollten.

 

Der Grund der Verwüstung

Einer der wichtigsten Punkte ist, dass die gesellschaftlichen Moralvorstellungen in der Türkei zu Grunde gingen. Aber was ist denn die Moral?

Moral wird allgemein als die Verschiedenheit der Intentionen, Entscheidungen und Handlungen in Bezug auf Gut und Böse definiert. 

Es sind sogenannte Regeln, über die sich die Mitglieder der Gesellschaft einig sind oder sein sollten.

Und dann gibt es die Ethik: Die Regeln, die zur Unterscheidung von Richtig und Falsch dienen. Im Zentrum der Ethik steht das spezifisch moralische Handeln, insbesondere hinsichtlich seiner Begründbarkeit und Reflexion.

Der wichtigste Grund für die Verwüstung der Türkei ist der, dass wir keine konsensualen Moralvorstellungen und ethische Vorschriften mehr haben. Es ist seit 1980 sukzessiv verwüstet. Weil wir diese Vorstellungen und Regeln nicht deutlich festlegen konnten, weil wir den Staat nicht nach diesen Regeln ausrichten konnten, erleben wir derzeit eine schwerwiegende Verwüstung.

Nun können wir das klarer sehen, denn der Konkurs der AKP Erdogan Regierung, die mit der Behauptung von „überlegener Moral“ an die Macht kam, ist in dem Konkurs der gesamten Türkei gemündet. Wir können uns nicht der Verantwortung entziehen indem wir sagen „Die Religiösen sind in der Regierung. Sie sind verantwortlich für alles.“

Offensichtlich haben wir nicht das geistige Niveau erreicht, dass uns gewähren würde, die Unterschiede zwischen Gut und Böse, Richtig und Falsch, Schön und Hässlich zu erkennen. Seit 2003 konnte die türkische AKP Erdogan Regierung seiner Funktionen in Hinblick auf Bildung, Anstand und Kultur nicht gerecht werden. Wir konnten keine „Menschen“ erziehen. Daher können wir auch keine Gesellschaft sein. 

Wir wurden in der Türkei zu einem verantwortungslosen, gewissenslosen, unachtsamen, besinnungslosen, vernachlässigenden und rauem Haufen, der sagt: „Die Schlange, die mich nicht angreift, soll 1000 Jahre leben.“ Dies ist ein türkisches Sprichwort. Original auf Türkisch lautet es: “Beni isirmayan yilan bin yil yaschasin”….

 

Unsere Vorstellung von Moral war ein Kontrollmechanismus, der vom Geschlecht und von der sexuellen Enthaltsamkeit ausgeht. Wir haben Züchtigkeit beziehungsweise Enthaltsamkeit mit Moral verwechselt. Wir sind so rückständig geworden, dass wir auch die Ehre als einen geschlechtsbedingten, sexuellen Begriff aufgefasst haben.

Aber das, was den Menschen vom Tier unterscheidet, ist nicht das Geschlecht, sondern die Kultur. Wir haben die Moral nicht als etwas gesehen, was uns zu disziplinierten, professionellen, ehrbaren, stolzen, gerechten, aufgeklärten Menschen macht.

Eine Gesellschaft, in der die „Wir-Ihr“ Dichotomie  wie in der Türkei so zentral ist, in der Korruption und Lügen alltäglich geworden sind, kann keine fortschrittliche sein. Denn hier ist die Bereicherung des einen nur durch die Ausbeutung oder das Niedertreten anderer möglich.

Weshalb? Weil wir keine Moral haben. Keine Prinzipien. Keine Sitten. Keinen Verstand. Kein Bewusstsein, kein Gewissen, keinen Anstand, keine Höflichkeit und keine Würde.

Nichts ist übrig, was man als moralisch bezeichnen könnte.

Aber warum führt der Konkurs der Religiösen zum Konkurs der gesamten Türkei?

Die Geschichte der türkischen Republik ist die der Konflikte zweier Gesellschaftsschichten.

Die einen behaupten, dass der Ursprung der Moral die Religion sei, oder, dass Religion und Moral dasselbe seien. Die anderen behaupten, dass Religion und Moral zwei verschiedene Sachverhalte sind und dass der Ursprung der Moral nicht in der Religion liege.

Dieser Gegensatz hat unsere Bildung, Wirtschaft, Filmindustrie, Medien, Architektur etc. geprägt. Dieser Streitpunkt hat ebenfalls verhindert, dass ethische Vorschriften geltend wurden, an die sich alle halten würden.

Die Religiösen waren sich sicher, dass Religion den Menschen zu einem moralischen Wesen macht.

Die Anderen begnügten sich damit, diese These der Religiösen zu negieren. Sie haben also keine Vorschläge gemacht, was Moral sein soll, wenn sie nicht dasselbe wie Religion ist und wenn sie nicht in dieser gründet. Sie haben nicht erklärt, was Moral denn sei, wie man sie definiert, wie man Moralvorstellungen oder ethische Regeln etablieren kann, an die sich alle halten. Sie haben keine Moralvorstellungen vorgeschlagen, die alle Mitglieder der Gesellschaft akzeptieren würden.

Die letzte Periode zeigte uns, dass Religiosität und Moral verschiedene Sachverhalte sind. Aber von der Moral ist hier leider nichts mehr übrig geblieben.

 

Ein folgenschwerer Fehler

Zuallererst müssen wir es einsehen, dass wir keine Moral haben. Einerseits schmerzt dies, andererseits ist es seltsam. Aber leider ist es die Wahrheit.

Wir werden unsere Moralvorstellungen im positiven Sinne nicht ändern können, solange wir uns selbst als Volk als „hochragend, unerreichbar, heldenhaft, einzigartig, sauber und im Recht“ betrachten.

Nun haben wir ein großes Problem: Wie wollen wir unsere gesellschaftlichen Moralvorstellungen gestalten? Welchen Weg müssen wir einschlagen, sodass Sunniten, Aleviten, Kemalisten, Islamisten, Armenier und alle weiteren Gruppierungen unter „Ethik“ dasselbe verstehen? Muss zuerst der Staat sein Ethikverständnis ändern, oder die Gesellschaft?

Meine persönliche Einschätzung ist, dass beide durch gegenseitige Unterstützung Fortschritte erzielen sollten. Aber was schlage ich vor?

Wir müssen diese Themen, also Ethik und Moral an die Tagesordnung bringen. Experten müssen über dies sprechen und diskutieren. Wir werden über unsere Grundsätze und Maxime diskutieren.

Soll ich Ihnen etwas Interessantes verraten? Im Westen werden viele Werke über Ethik publiziert.

 

Über Ethik im Journalismus, in der Staatsverwaltung, in den Wissenschaften, in den künstlerischen Tätigkeiten, im Sport und weitere unterschiedliche ethische Problemstellungen und deren Lösungen… Wir müssen einsehen, dass der Westen Tag und Nacht diese Themen diskutiert und seine Ethikvorschriften aktualisiert. Für neue Situationen, die Lösungen bedürfen, werden Lösungsvorschläge gemacht.

Und bei uns? Wir verwenden den Begriff von „Moral“ schwammig und unbestimmt.

Wir müssen diesen schwerwiegenden Fehler wieder loswerden.  

Ethische Vorschriften und Regelungen müssen verfasst, systematisch und schematisch geregelt werden.

Jeder der ethische Vorschriften vernachlässigt, fällt der Gesellschaft zur Last. Diese Menschen sind also parasitär, im Unrecht, schuldig oder krank.

Alle unsere Probleme, sogar bezüglich des Verkehrs, hängen mit unseren gesellschaftlichen Moralvorstellungen zusammen. Die ungerechte Verteilung des Wohlstandes, der Verfall des Bildungssystems, der Religionszwang, die nicht funktionierende Justiz, die parteiische Berichterstattung der Medien… All dies hängt mit unseren Moralvorstellungen zusammen.

 

Wenn es keine Moral gibt…

Kurz vor den Wahlen erwarteten wir verstärkt gefestigte Moralvorstellungen. Bei den Parteien, bei deren Spitzenkandidaten und deren Kadern erwarten wir uns Sensibilität im Hinblick auf die Moral und Ethik.

Wenn es keine Moral gibt, wird ein Regierungswechsel auch nicht ausreichen.

Wir brauchen einen Staat und Regierungen, der seine Bürger nicht dazu drängt rechtswidrig zu handeln und Straftaten zu begehen, falsch oder gekünstelt zu sein, sondern einen Staat, der von seinen Bürgern erwartet, im Sinne der gesetzlichen und verfassungsrechtlichen Vorschriften zu handeln.

 

Eine unmoralische Gesellschaft ist eine verdorbene Gesellschaft

Das Versagen jener, die behaupteten, dass Religion alle Probleme lösen würde, hat eine positive Konsequenz. Nun können wir neue moralische und ethische Werte etablieren, die alle Menschen und Gruppen in unserer Gesellschaft umfassen. Denn, wenn wir keine ethischen Vorschriften in Bezug auf die Staatsverwaltung haben, führt dies auch zu Gesetzlosigkeit, Falschheit und Schlechtheit der Gesellschaft. Der Staat verdirbt die Gesellschaft und im Umkehrschluss verdirbt die Gesellschaft den Staat. Das, was wir heute erleben, ist genau dies.

Wir müssen zwei Themen in der Türkei, also Ethik und Moral an die Tagesordnung bringen. Experten müssen über dies sprechen und diskutieren. Wir müssen über unsere Grundsätze und Maxime diskutieren.

 

Offene Kritik muss in Österreich möglich sein

Morallosigkeit hat Österreich erreicht und es ist dadurch salonfähig geworden.

Wir haben ein großes Problem in Österreich, nämlich, dass die konservativen Muslime hier einen sehr verantwortungslosen Weg eingeschlagen haben, wenn sie durch Vernebelung, Verdunkelung und durch dauerndes Beleidigtsein die Wahrheit nicht sehen wollen und nicht bereit sind, eine offene Kritik über ihre dramatische Lage auszudiskutieren.

Eine Lage, die nicht nur für die muslimische Welt ein Problem geworden ist, sondern für die Menschheit insgesamt. Offenbar fühlen sich die konservativen Muslime so sicher, dass sie jede Kritik getrost übergehen können.

Wir möchten eines hervorheben: Das Problem ist nicht der Koran und der darin enthaltene Islam oder der wahre Mohammed, sondern diejenigen konservativen Muslime, die diesen Glauben manipuliert und verfälscht haben und somit zur Schande der Menschheit geworden sind.

Auch die konservativen Moslems, die gerade als Funktionäre dubioser Vereine quasi alle Moslems in Österreich zu vertreten vorgeben und auf der anderen Seite, unter dem Vorwand „Dialog“, das Unwissen und die Vorurteile vieler Medien, Wähler und Politiker ausnützen, mögen sich hier angesprochen fühlen!

Eine echte Aufklärung findet nicht statt und bei der geringsten Kritik spielt man die beleidigte Leberwurst und attackiert den Gesprächspartner, schreibt ihnen böse E-Mails oder überhäuft sie mit Klagen. Zudem wird mit dubiosen Gruppen kooperiert, um die kritischen säkularen Moslems als „nicht echte Moslems“ darzustellen.

 

Die Regierungsparteien der westlichen Länder haben leider genau jene Personen und Gruppen („politischer Islam“) salonfähig gemacht, die ihre Kultur und Ideologie eben aus diesem „verfälschten Islam“ beziehen. Es wird medial alles verdunkelt und vernebelt, damit niemand mehr die Unterschiede zwischen „Glauben“ und „politischem Glauben“ erkennen kann.

 Es wird pauschal gegen einen „Glauben“ geschimpft und die Retter sind dann die Brandstifter, die sich bis jetzt schön verpackt als Feuerlöscher verkauft haben. Überall sieht man sie als „Retter“ oder „Brückenbauer“. Das Fernsehen und die Zeitungen sind voll von „Islam- und Terrorexperten“ oder „Gewalt-Experten“ und niemand kritisiert diese Leute und fragt sie, wie sie es schaffen, Islam und Terror gleichsetzen zu können! Weil sich die Journalisten auch nicht mehr auskennen. Wie auch, bei der Flut von Falschinformationen, die den Medienmarkt überschwemmen! Um sich zu informieren, braucht man vor allem Zeit und einen breiten Horizont. Beides ist Mangelware in einer linksliberalen Medienbranche.

 So wird es gemacht und diese konservativen Funktionäre klären nicht auf, sondern leben davon und das in einer unheiligen „Win-Win-Situation“. Um was für ein Dilemma handelt es sich bei eben diesen teuflischen Pseudo-Brückenbauern, die eigentlich seit Jahren alle Brücken in Österreich zerschlagen haben? Es ist eine teuflische, unheilige Allianz!

Die Türkei braucht dringend eine Nicht-Mischung von Religion und Politik.   Die Türkei hat ein Moral und Ethik Problem. Eine unmoralische Gesellschaft ist eine verdorbene Gesellschaft…

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26 04 2017
By: Redaktion 2 0

Solidarität ist gut, aber mit wem Herr Bundespräsident Van der Bellen?

Wir begrüßen die Haltung von Bundespräsident Van der Bellen gegen jeglichen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit und Antisemitismus. Vielen Dank.

 

Aber auf die Solidarität vom Bundespräsidenten bezüglich Kopftuch können wir als Opfer der modernen, säkularen und gläubigen Austrotürken in aller Höflichkeit verzichten. Warum? Weil diese Solidarität ist für uns ein Freibrief und eine Unterstützung der Unterdrücker, der Diskriminierer und der religiösen Klerikalfaschisten der „politischen Islamanhänger“  die wir aus der Türkei kennen.

 

Zwischen „Islam“ und „politischem Islam“(Verfälschten Islam)  gibt es einen diamateriellen Unterschied. Islam bedeutet als Wort Friede, Glück, Wohlbefinden und Vertrauen und „Poltische Islam“ bedeutet Ausnützung, Tränen, Missbrauch, Hetze und Unterdrückung.

Der „politische Islam“ ist der Feind des „Islams im Koran“ der gerade auch in Österreich alle MoslemInnen (ca.700.000) in Geiselhaft genommen hat.

Der „poltische Islam“ ist ein „verfälschter Islam“, der demokratische Errungenschaften, die man vor Jahrhunderten als Land gewonnen hat, missbraucht, manipuliert und vernebelt.

 

„Wir“ und „Ihr“

 

Es ist eine „Wir“(Aufgeklärten, Moralisch überlegenen) und „Ihr“ (Nicht-Aufgeklärten-Moralisch verdorbenen, ewige Verlierer-Cahilliye also die EuropäerInnen und säkulare MolemInnen)  Gesellschaft, die man in eine feindliche Position durch Hetze und Polarisierung bringt in der man lebt. Damit sie diese Ziele erreichen können, verwenden sie insbesondere das „Kopftuch“, obwohl das Kopftuch im Islam keine religiöse Pflicht bzw.Zeichen ist.  Wir betonen hiermit ausdrücklich  das Recht von Frauen ihre Bekleidung selbst zu wähle. Das  Kopftuchdebatte  wird  aber vorsätzlich für Ihre (Politische Islam) ideologische Ziele Instrumentalisiert und zweckentfremdet. Mann sollte aber über das Thema Kopftuch nicht alle alle MoslemInnen stigmatisieren. Das wollen die Anhänger der „Poltischen Islam“  damit hier die Spreu vom Weizen nicht mehr trennbar ist und Sie de facto Brandstifter unter dem Vorwand Feuerlöscher auftreten können.

 

Islam bedeutet Friede, Glück, Wohlbefinden und Vertrauen und nicht umgekehrt

 

Das Wort „Islam“ des Korans hat als Wurzel die Worte „selam“ und „silm“ und diese bedeuten „Friede“, „Glück“, „Wohlbefinden“ und „Vertrauen“.  Infolgedessen sind nach unserer Meinung alle Muslime in Österreich und in der Welt, die ihr „wahres Islam“-Bekenntnis aus dem Koran beziehen, verpflichtet, durch ihre Taten und Handlungen das Wort „selam“ auch zu leben – für sich und gegenüber dem Nächsten – und gewaltbereitende und selbstverherrlichende Theologien des Islam, die wir als „verfälschten Islam“ (Politische Islam) bezeichnen, kritisch zu betrachten, ja, sich von diesen um ihres Theologie Willen zu distanzieren.

Es stellt sich die Frage, ob es sich bei islamischen Kopftüchern um ein religiöses Gebot bzw. Pflicht handelt (dann müsste dieses allerdings im Koran stehen) oder ob wir es viel mehr mit einem historisch gewachsenen, politisch-religiösen-tradition Phänomen zu tun haben, das sich auf den Einfluss politischer und kultureller Traditionen zurückführen lässt und durch „Poltischen Islam“ Anhänger für die Gesellschaftsmodel „Wir“ und „Ihr“  als religiöses Gebot ausgenützt und politisiert wird.

Da das Kopftuch aber nicht  als Kopf-tuch im Koran erwähnt wird, kann es auch kein Gebot bzw. Pflicht dazu geben.Das häufig angeführte Argument, das Kopftuch solle „vor den Blicken der Männer schützen“, erscheint in unserer aufgeklärten Zeit jedenfalls vielen Leuten absurd und selbst im traditionell-historischen Kontext nicht als ganz stimmig. Im Koran gibt es nur 3 Verse bezüglich „Kopf”, “Tuch“ und „Schleier“, aber man sucht das Wort „Kopf-Tuch“ und infolgedessen „Pflicht bzw.Gebot zu Kopftuch vergeblich.
(Sure/Kapitel 24 Vers 31,  Sure/Kapitel 24 Vers 60, Sure/Kapitel 33 Vers 59). Bei Betrachtung der oben angeführten Zitate sieht man, dass das Wort „Tuch“ (Überwurf, Schleier, Kleider) vorkommt, aber nicht das Wort „Kopf-tuch“ als solches.

 

1980-Wendepunkt in der Türkei-Türkischen Erfahrungen

 

In der Türkei wurden vor 40 Jahren das Kopftuch, Turban und der Schleier absichtlich durch „Politische Islam“ anhänger politisiert. Bis vor 40 bis 50 Jahren diskutierte fast niemand in der Türkei  über das Kopftuch. Erst durch den Militärputsch vom 12. September 1980 und die darauf folgende Politisierung des Kopftuchs durch manche Gruppen aus Saudi Arabien, Katar und Ägypten, die die Religion für ihre politischen Interessen ausnützten, wurde es zu einem heiklen Propagandainstrument. Das Thema „Kopftuch“ wurde mit den „Migranten“ (Politischen Islam-Vereine, die eigentlich reaktionäre politische Parteien in der Türkei waren) nach Europa importiert und sorgt hier für heftige Diskussionen, auch innerhalb der Migrationsgruppen.  Die türkischen Erfahrungen sollten in Österreich, Deutschland und in der EU nicht wiederholt werden. Schließlich ist offensichtlich, dass im Islam nach den koranischen Versen und Suren keine Verpflichtung zum Tragen eines Kopftuchs besteht – auch wenn das von einigen Gruppen behauptet, ausgenützt und Propagiert wird. Man sollte in Österreich Kopftuch nich politisieren. Als Österreicher und mit Überzeugung säkularer Lebenseinstellung treten wir für uneingeschränkte Meinungsfreiheit ein und spricht sich grundsätzlich gegen Kleidervorschriften aus.

 

Was heute von den Medien eigentlich kritisiert wird, sind nicht der koranische Islam und der Prophet Mohammed, sondern eine künstliche Ideologie, die Bekenntnis-Merkmale und koranische Worte des Islams, wie z.B. „Allah’ u Ekber“ (arab. allāhu akbar; übersetzt „Gott ist am Größten / ist der Größte“ – Bedeutung hat Ähnlichkeiten mit „Halleluhja“, „Gott preisen, verherrlichen, ausrufen“), missbraucht und gleichzeitig alles, was der koranische Islam ausdrücklich verbietet, praktiziert. Nämlich Intoleranz, Gewalt, Hetze, Politisierung der Glaube und die Nichtnutzung des Verstandes und der Vernunft.

 

These



Das größte Opfer dieser  Ideologie (Politische Islam) ist zuerst der koranische Islam und der Prophet Muhammed selbst, der doch die Vielgötterei und die Unmenschlichkeit bekämpft hat.

Der Koran ruft zur unbedingten Nutzung des Verstandes und der Vernunft auf und er ermahnt die Menschen warmherzig zu sein. Der Koran erinnert den Menschen daran, sein Vermögen und seine Liebe mit den Nachbarn zu teilen, egal welcher Religion, Sprache oder Nationalität man angehört. Es ist für uns Muslime schmerzlich, wenn dieser Gedanke der Nächstenliebe in der heutigen Wahrnehmung ganz untergeht und Morallosigkeit salonfähig ist. Die Türkei hat  deswegen ein Moral und Ethik Problem. Eine unmoralische Gesellschaft ist eine verdorbene Gesellschaft. Es wird alles missbraucht. Insbesondere Glaube! Es gibt sehr viele Themen, die wir besprechen, diskutieren und für die wir, mit dem Einverständnis aller, Lösungen finden müssen, weil Österreich ein Hinterland der „Morallosen Politisierten Islam“  geworden ist die wir ‘Verfälschten Islam“(Politische Islam) nennen die keine Moral und Ethik kennt und am meisten die Mehrheit der Menschen aus der Türkei schadet. Das verhindert natürlich seit  langem Integration und stört das Zusammenleben.

 

Vor zehn Jahren legte die Tochter des Gründers der Milli-Görus-Bewegung  Frau Emil Zeynelabidin ihr Kopftuch ab und schreibt folgende Worte am 23.04.2015 in der WELT:

 

 „Die Welt ist in Verhüllte und Unverhüllte gespalten. Erst heute ist mir bewusst, unter welch einschränkenden Umständen ich durch das Kopftuchtragen gelebt hatte. Auch hätte ich mir damals nicht vorstellen können, dass es überhaupt nicht schlimm ist, kein Kopftuch zu tragen und meine Haare in der Öffentlichkeit zu zeigen.  Heute sind Frauen weltweit in Verhüllte und Nichtverhüllte gespalten. Und das im Namen der islamischen Religion. Eine (veraltete) Maßnahme aus der Zeit des Propheten ist heute zum Merkmal einer Apartheidpolitik geworden und niemanden stört es, dass dem ein Irrtum im Verständnis von Islam zugrunde liegen muss.

 

In der Debatte um das Kopftuch, das falsch gesetzte Prioritäten bei Muslimen und Befremden bei Nichtmuslimen zum Vorschein gebracht hat, liegt dennoch eine große Chance, mithilfe kluger Fragen die Streiterei in eine lebenspraktische Debatte umzuwandeln, um möglichen Irrtümern in Glaubensvorstellungen über Gott und den Islam nachzugehen. Was hat lieber Allah gegen Damenfrisuren? Warum soll Gott strafen, wenn eine Frau Verantwortung für ihre Reize übernimmt und Männer entsprechend Verantwortung für adäquates, faires Verhalten? Haben Männer nicht auch ihre Reize? Ist das Kopftuchtragen gesund für die Haare? Warum fällt es so schwer, auf das Kopftuch zu verzichten, wenn es doch angeblich freiwillig getragen wird?

Mein Leben ist seit zehn Jahren für mich freier und leichter geworden, ohne dass ich dabei auf meinen Glauben verzichtet habe. Im Gegenteil, durch das Fehlen meines Kopftuches genieße ich einerseits die Unauffälligkeit in der Öffentlichkeit, in der ich 30 Jahre lang ein Kopftuch trug und mich mit der religiös begründeten Bekleidungsform zum Maßstab der Zeiten vor 1400 Jahren bekannte, als man (“freie“) gläubige Frauen und Sklavinnen unterscheiden wollte. Und andererseits gefällt mir der nahe Kontakt zu Menschen, die mich als Mensch erkennen, und nicht als „die Muslimin“. Dabei schien ich als Verhüllte nicht zu wissen, was ich da wirklich genau tat. Mir hatte niemand davon erzählt, dass es sich bei der Verhüllung um ein Unterscheidungsmerkmal handelte und dass es um die „gefährlichen“ weiblichen Reize ging.

Eigentlich bestand bei mir überhaupt kein Bedarf, mich mit den Beweggründen meiner Glaubensansichten genauer zu befassen. Es gab keine Herausforderungen und Anlässe für ein kritisches Hinterfragen. Bis zur Kopftuchdebatte, die 2003 mit Fereshta Ludins Gang zum Bundesverfassungsgericht begann, war das Tragen von Kopftüchern bei muslimischen Frauen in Deutschland überhaupt kein Thema.Dass aber das Kopftuch zum Gradmesser von Gläubigkeit und Gehorsam auch gegen eine Frau gerichtet werden kann, musste ich am eigenen Leibe erfahren, als ich mich freien Willens von der Überflüssigkeit der Verhüllung löste, und damit auch von meiner Stigmatisierung und Uniformierung.

Es geht auch um die Würde von Männern

Längst hat das Kopftuch den Zweck, die Zugehörigkeit zu einer Minderheit zu markieren, statt mir als Individuum auch das Recht auf ein Aufgehen in der Allgemeinheit und Gesamtheit der Gesellschaft zu geben. Zudem ist es ein Betrug an der Weiblichkeit und eine eklatante Infragestellung der Würde von Männern. Es legt eine moralische Schamhaftigkeit bei Frauen fest, die in ihre natürliche Persönlichkeitsentwicklung eingreift. Der Glaube an Gott braucht keine demonstrativen Äußerlichkeiten. Was also hat das Kopftuch heute noch mit Islam zu tun? Nichts.“

 

Wo liegt das Hauptproblem?

 

Das Hauptproblem liegt in der korrumpierten, manipulierten und mutierten Poltischen Islam-Theologie, die sich auf verfälschte Quellen und traditionelle Islam-Interpretationen stützt die wir Theologie des Verdachtes, Theologie der Gewalt nennen.

 

Die Islamische Welt leidet in Wirklichkeit unter einem abgöttischen Götzendienst. (Schirk) Nach außen hin wird das Wort „Allah“ verwendet und mit ihren Bärten, Turbanen und ihren schönen Gebetshäusern geben sie sich den Anschein, als ob sie gottesfürchtig wären, obwohl Gott von ihnen nur eines verlangt: Lesen, die Benutzung des Verstandes und der Vernunft, die Anpassung an Zeit und Ort und zu teilen, was man hat. Wenn man nichts zum Teilen hat, dann sollte man zumindest das Wort „Salam“, als Friedenstifter, mit dem Nachbarn teilen.

 

Die  nicht weniger Teil der muslimischen Welt bekennt sich zu dieser Verstands-beleidigenden Theologie der Verachtung und Gewalt und sieht sie als ihre wichtigste Säule in der Interpretation des Islams. Durch die verbreitete, muslimische Theologie werden alle guten Werte der eigentlichen Friedensreligion Islam aus ihrer Kern-Botschaft, nämlich, dass die Religion für das Glück der Menschen und zur Verherrlichung Gottes da ist, absichtlich herausgerissen und manipuliert, nämlich insofern, als man behauptet, dass der Mensch für die Religion geschaffen wurde – so wurde und wird der Koran für dynastische, monarchistisch-faschistische Zwecke und in Form eines politisch instrumentalisierten Glaubens vorsätzlich missinterpretiert.

 

Der koranische Islam setzt ethisch und moralisch hohe Tugenden voraus, aus denen die Menschen zeit- und ortsgemäß ihr Leben, sei es innerhalb einer Demokratie, sei es in der Republik, in Frieden leben können. Und nicht umgekehrt, wo der Mensch zum Knecht eines Vielgötterglaubens wird, wo Menschenknochen und Steine als Vermittler zwischen Gott und dem Menschen stehen. Und das ist die Ursache dieses großen Dramas, das die islamische Welt gerade durchleben muss.

Eine sehr schwierige Aufgabe ist daher die Aufklärung, um die Spreu (namentlich den „verfälschten Islam“) vom Weizen (dem „wahren Islam“) trennen zu können. 

Also den „wahren Islam“, der auf Friede, Wohlbefinden und Nächstenliebe beruht, von dem „verfälschten, traditionalistischen Islam“.

 

Ganz umgekehrt die die Propagandisten der Poltischen Islam Anhänger unterdrücken, diskriminieren und divergieren die Gesellschaft.  Man muss auf der Seite der unterdrückten sein und sich solidarisieren.

 

Lieber Herr Bundespräsident „WIR“ brauchen Ihre Solidarität.

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

Obmann

DI Birol Kilic

Quellen:

Welt-Artikel-Emel Zeynelabidin

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article139984819/Im-Iran-oder-Saudi-Arabien-waere-ich-laengst-tot.html

 

„Im Koran sucht man das „Kopf-tuch“ vergeblich! Burka, Burkini, Bushiya, Hijap, Chador(Abaya) und Nigab sowieso…“

http://www.turkischegemeinde.at/index.php?id=2011&tx_ttnews %5Btt_news%5D=14144&cHash=2cb23bf370f9001b95035ce582782c04

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04 04 2017
By: Redaktion 2 0

Türkei-Referendum: Nein! zur Abschaffung der Demokratie!

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) und die Verfassungsexperten des Europarates („Venedig-Kommission“) warnen vor einem Ein-Personen-Regime und vor der Abschaffung der Demokratie in der Türkei die Gegenstand eines Referendums am 16. April 2017 ist.

 

TKG möchte hiermit  als streitbare, wehrhafte Demokraten mit sachlichen Argumenten ihr Nein zur Abschaffung der Demokratie in der Türkei positionieren.

 

Integration bedeutet mehr als Pass und Sprache, sie erfordert eine Citoyen-Identität, sowie eine demokratische Identität. Für die TKG bezeichnet der Citoyen den  Bürger  bzw. Staatsbürger,  der in der Tradition und im Geist der  Aufklärung aktiv und eigenverantwortlich am  Gemeinwesen EU teilnimmt und dieses mitgestaltet.

 

Vorsicht: Gewaltenteilung aufgehoben

 

Die Experten und die Türkische KULTURgemeinde in Österreich weisen auf die Gefahr hin, dass die Verfassungsänderung durch den Abbau der nötigen Kontrollmöglichkeiten („Checks and Balances“) nicht dem Modell eines demokratischen Präsidialsystems entspricht( USA, Frankreich), das auf der Gewaltentrennung basiert.

Die Befugnisse des Präsidenten werden so ausgeweitet, dass er die Exekutive, Legislative und Judikative kontrolliert, womit die Gewaltenteilung aufgehoben wird.

 

Vielmehr bestehe das Risiko, dass sich ein autoritäres Präsidialsystem entwickelt. Zu den in der Schlussfolgerung geäußerten Bedenken zählen folgende Punkte:

 

1) Der Präsident wird zum Chef der Exekutive. Das Ministerpräsidentenamt und der Ministerrat werden mit Streichung des Artikels 109 abgeschafft. Stattdessen ermächtigt der ergänzte Artikel 104 den Präsidenten, den Vizepräsidenten und den Minister zu berufen (er kann als Vizepräsidenten jeden ernennen) und zu entlassen. Die Minister werden nicht mehr vom Parlament, sondern vom Staatspräsidenten kontrolliert. Das bedeutet: Alleinige Ausübung der exekutiven Gewalt durch den neuen Präsidenten mit nicht kontrollierter Befugnis zur Ernennung und Entlassung von Ministern und hohen Beamten auf Grundlage von Kriterien, die nur der Präsident festlegt.

 

2) Der Staatshaushalt wird nicht mehr vom Ministerrat (Artikel 162 wird aufgehoben) dem Parlament vorgelegt, sondern vom Staatspräsidenten (neuer Artikel 161). Die nationale Sicherheitspolitik wird vom Ministerrat auf den Staatspräsidenten übertragen (Änderungen der Artikel 104, 117 und 118).

 

3) Der Ausnahmezustand wird nicht mehr vom Parlament (Artikel 120 wird abgeschafft), sondern künftig vom Staatspräsidenten ausgerufen (Artikel 120). Es wird hier der Anschein erweckt, die Gesamtdauer des Ausnahmezustandes werde auf insgesamt 10 Monate beschränkt. Diese zeitliche Beschränkung entfällt jedoch im Kriegsfall. Das legt die Befürchtung nahe, dass der Präsident bereits einen Krieg ins Auge gefasst hat.

 

4) Die Verfassungsänderungen sehen folglich vor, die exekutiven Kompetenzen des Staatspräsidenten in einem starken Maße auszuweiten. Der Staatspräsident soll darüber hinaus einen Zugriff auf die Legislative bekommen, der dem Gedanken der Gewaltenteilung widerspricht.

 

5) Das Parlament darf Minister nicht mehr mündlich befragen (Art. 105). Das Parlament kann die neue Regierung nicht mehr mit einem Vertrauensvotum bestätigen (Art. 110).

 

6) Ein Misstrauensvotum gegenüber der Regierung ist nicht mehr möglich (Art. 109 wird abgeschafft)

 

7) Dekrete mit Gesetzeskraft (Art. 87) werden nicht mehr vom Parlament, sondern vom Staatspräsidenten verabschiedet (Art. 104). Der Präsident hat die Befugnis, aus einem beliebigen Grund das Parlament aufzulösen, was grundsätzlich unvereinbar mit einem demokratischen Präsidialsystem ist. Außerdem eine weitere Schwächung der bereits unzureichenden Möglichkeiten, die der Justiz zur Kontrolle der Exekutive zur Verfügung stehen, sowie die weitere Schwächung der Unabhängigkeit der Justiz.

 

8) Der Staatspräsident muss nicht mehr seine Parteizugehörigkeit (Art. 101) ablegen. Das bedeutet, dass der Präsident auch Mitglied oder gar Vorsitzender einer Partei ist, wodurch er einen unzulässigen Einfluss auf die Gesetzgebung erhält. Da der Präsident und das Parlament am gleichen Tag gewählt werden und den türkischen Parteien die innerparteiliche Demokratie weitgehend fremd ist, wird die größte Fraktion im Parlament vom Präsidenten bestimmt.

 

9) Mit dem Referendum von 2010 hat Erdogan durchgesetzt, dass die Zahl der Mitglieder des Hohen Rates der Richter und Staatsanwälte von 7 auf 22 erhöht wurden (Art. 159). Somit konnte Erdogan seine Leute in dieses Gremium implementieren. Jetzt will er den Rat auf 13 Mitglieder verkleinern und weitgehend von sich und seiner Fraktion im Parlament bestimmen lassen.

 

10) 12 von 15 Mitgliedern des Verfassungsgerichtes werden vom Präsidenten und drei von seiner Partei im Parlament bestimmt. Während die Macht und Immunität des Staatspräsidenten maßlos ausgebaut werden, wird seine Rechenschaftspflicht vor dem Verfassungsgericht durch die von ihm gewählte Richterschaft ausgeschaltet.

 

Es ist die Pflicht aller Bürger, ihre Demokratie zu verteidigen, weil durch die Abschaffung der Demokratie die Türkei leider sehr traurige Zeiten erwartet, die in nächster Zeit Auswirkungen  auf Österreich, Deutschland und die gesamte EU haben wird.

 

Türkische  KULTURgemeinde in Österreich

Obmann

DI Birol Kilic

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31 03 2017
By: Redaktion 2 0

Faktum-Türkei 2 : Die Gewaltenteilung aufgehoben- Eine Gefahr für Europa

 

Am 16. April wird über die Verfassungsänderung in der Türkei abgestimmt. In Deutschland, in Österreich, in Holland, Frankreich, in der Schweiz kurz im Ausland lebende Türkische Staatsbürger dürfen ihre Stimme bereits seit dem 27. März bis 9. April abgeben.

 

Die Verfassungsexperten des Europarates („Venedig-Kommission“) warn „Ein-Personen-Regime“ in der Türkei gewart: So lautet die Schlussfolgerung eines endgültigen, von der Kommission verabschiedeten Gutachtens über die vorgeschlagene Verfassungsänderung, die Gegenstand eines Referendums im kommenden Monat ist. Die Befugnisse des Präsidenten werden so ausgeweitet, dass er die Exekutive, Legislative und Judikative kontrolliert, womit die Gewaltenteilung aufgehoben wird.

 

1) Präsident wird zum Chef der Exekutive. Das Ministerpräsidentenamt und der Ministerrat werden mit Streichung des Artikels 109 abgeschafft. Stattdessen ermächtigt der ergänzte Artikel 104 den Präsidenten, den Vizepräsidenten und den Minister zu berufen und zu entlassen. Die Minister werden nicht mehr vom Parlament, sondern vom Staatspräsidenten kontrolliert.

 

2) Der Staatshaushalt wird nicht mehr vom Ministerrat (Artikel 162 wird aufgehoben) dem Parlament vorgelegt, sondern vom Staatspräsidenten (neuer Artikel 161). Die nationale Sicherheitspolitik wird vom Ministerrat auf den Staatspräsidenten übertragen (Änderungen der Artikel 104, 117 und 118).

 

3) Der Ausnahmezustand wird nicht mehr vom Parlament (Artikel 120 wird abgeschafft), sondern künftig vom Staatspräsidenten ausgerufen (Artikel 120). Es wird hier der Anschein erweckt, die Gesamtdauer des Ausnahmezustandes werde auf insgesamt 10 Monate beschränkt. Jedoch entfällt diese zeitliche Beschränkung für den Kriegsfall. Das legt die Befürchtung nahe, dass Erdogan bereits einen Krieg ins Auge gefasst hat.

 

4) Die Verfassungsänderungen sehen folglich vor, die exekutiven Kompetenzen des Staatspräsidenten in einem starken Maße auszuweiten. Der Staatspräsident soll darüber hinaus einen Zugriff auf die Legislative bekommen, der dem Gedanken der Gewaltenteilung widerspricht.

 

5) Das Parlament darf Minister nicht mehr mündlich befragen (Art. 105). Das Parlament kann die neue Regierung nicht mehr mit einem Vertrauensvotum bestätigen (Art. 110).

 

6) Ein Misstrauensvotum gegenüber der Regierung ist nicht mehr möglich (Art. 109 wird abgeschafft).

 

7) Dekrete mit Gesetzeskraft (Art. 87) werden nicht mehr vom Parlament, sondern vom Staatspräsidenten verabschiedet (Art. 104).

 

8) Der Staatspräsident muss nicht mehr seine Parteizugehörigkeit (Art. 101) ablegen. Da der Präsident und das Parlament am gleichen Tag gewählt werden und den türkischen Parteien die innerparteiliche Demokratie weitgehend fremd ist, wird die größte Fraktion im Parlament von Erdogan bestimmt.

 

9) Mit dem Referendum von 2010 hatte Erdogan durchgesetzt, dass die Zahl der Mitglieder des Hohen Rates der Richter und Staatsanwälte von 7 auf 22 erhöht wurden (Art. 159). Somit konnte Erdogan seine Leute in dieses Gremium implementieren. Jetzt will er den Rat auf 13 Mitglieder verkleinern und weitgehend von sich und seiner Fraktion im Parlament bestimmen lassen.

 

10) 12 von 15 Mitgliedern des Verfassungsgerichtes werden von Erdogan und drei von seiner Partei im Parlament bestimmt. Während die Macht und Immunität des Staatspräsidenten maßlos ausgebaut wird, wird seine Rechenschaftspflicht vor dem Verfassungsgericht durch die von ihm gewählte Richterschaft ausgeschaltet.

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29 03 2017
By: Redaktion 2 0

Faktum 1-Türkei-„Ein-Personen-Regime“: „Gefährlicher Rückschlag“ für die Demokratie

Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG), die Verfassungsexperten des Europarates („Venedig-Kommission“) und in der Türkei warnen vor einem „Ein-Personen-Regime“ in der Türkei. So lautet die Schlussfolgerung eines endgültigen, von der Kommission verabschiedeten Gutachtens über die vorgeschlagene Verfassungsänderung, die Gegenstand eines Referendums im kommenden Monat ist.

 

Die Befugnisse des Präsidenten werden so ausgeweitet, dass er die Exekutive, Legislative und Judikative kontrolliert, womit die Gewaltenteilung aufgehoben wird. Die Experten weisen auf die Gefahr hin, dass die Verfassungsänderung durch den Abbau der nötigen Kontrollmöglichkeiten („Checks and Balances“) nicht dem Modell eines demokratischen Präsidialsystems entspreche, das auf der Gewaltentrennung basiert. Vielmehr bestehe das Risiko, dass sich ein autoritäres Präsidialsystem entwickelt. Zu den in der Schlussfolgerung geäußerten Bedenken zählen folgende Punkte:

 

  • alleinige Ausübung der exekutiven Gewalt durch den neuen Präsidenten, mit nicht kontrollierter Befugnis zur Ernennung und Entlassung von Ministern und hohen Beamten auf Grundlage von Kriterien, die nur der Präsident festlegt;
  • Möglichkeit, dass der Präsident auch Mitglied oder gar Vorsitzender, Vorsitzende einer Partei ist, wodurch er einen unzulässigen Einfluss auf die Gesetzgebung erhält;
  • Befugnis des Präsidenten, aus einem beliebigen Grund das Parlament aufzulösen, was grundsätzlich unvereinbar mit einem demokratischen Präsidialsystem ist;
  • weitere Schwächung der bereits unzureichenden Möglichkeiten, die der Justiz zur Kontrolle der Exekutive zur Verfügung stehen;
  •  weitere Schwächung der Unabhängigkeit der Justiz.

 

Das Gutachten wurde vom Monitoring-Ausschuss der Parlamentarischen Versammlung des Europarates beantragt und verweist auf ernste verfahrensrechtliche Bedenken.

 

Vollständige Pressemitteilung – Türkei: Geplante Verfassungsänderung laut Venedig-Kommission ein „gefährlicher Rückschlag“ für die Demokratie

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20 03 2017
By: Redaktion 2 0

Tatlıses’in Haydi Söyle’si İsrail’de Birinci Oldu

 

İsrail’de düzenlenen The Voice’in bu yıl gerçekleştirilen yarışmasında, sahneye çıktığında herkesi büyüleyen ve ünlü sanatçı Şlomi Şabat ile birlikte ‚Bebeğim‘ şarkısını seslendiren, Türk asıllı Sapir Saban yarışmanın galibi oldu.

 

İsrail’de düzenlenen The Voice’un bu yıl gerçekleştirilen yarışmasında, sahneye çıktığında herkesi büyüleyen ve ünlü Türk sanatçı Şlomi Şabat ile birlikte ‚Bebeğim‘ şarkısını seslendiren, Sapir Saban şaşırtmadı ve yarışmanın galibi oldu.

 

Cumartesi akşamı gerçekleşen finalde Saban yine büyüledi. Kimsenin şaşırmadığı birinciliği bileğinin hakkı ile aldı.

 

https://www.izlesene.com/video/o-ses-israilin-galibi-turk-asilli-sapir-saban/9780516

 

http://odatv.com/vid_video.php?id=8EA17

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05 03 2017
By: Redaktion 2 0

Faktum-Gesetzt-Türkei: Wahlpropagandaverbot im Ausland

Wahlpropagandaverbot im Ausland geht auf eine Gesetzesänderung der AK Partei zurück! Nach dieser Gesetzesänderung heißt es im letzten Artikel (94/A), “Im Ausland und in den ausländischen Vertretungen darf man keine Wahlpropaganda machen.”

 

2008, in der Regierungszeit von AK Partei, wurde das Gesetz mit der Nummer 298 über Wahlen im Ausland neu geregelt.

 

Die Gesetzesänderung wurde von AK Partei gemacht, in der Zeit, in der der jetzige Bundespräsident Erdogan noch Regierungschef war und sie ist auch in deren Regierungszeit in Kraft getreten. Es reicht das vorhandene Wahlgesetz in der Türkei anzuwenden. Die Abgeordneten verletzen mit der Wahlkampfpropaganda im Ausland ihre eigenen beschlossen Gesetze. Daran erkennt man, wie blank die Nerven liegen.

 

Nach dieser Gesetzesänderung heißt es im letzten Artikel (94/A),  “Im Ausland  und in den ausländischen Vertretungen darf man keine Wahlpropaganda machen.”

 

Entschluss des hohen Wahlausschusses in der Türkei

 

„Yurtdisi Secim Kurulu“  kurz YSK, (“Der hohe Wahlausschuss”, d.h. Die höchste Wahlbehörde in der Türkei) hat bezüglich des Referendums am 16.April ein Entschluss erlassen und der lautet so:

 

-Im Ausland an öffentlichen Plätzen und an den Zollgrenzen darf man keine mündliche Propaganda machen (298/94/A-son, 94/E 6)

 

-Im Ausland und in den geschlossenen Räumen an den Zollgrenzen darf keine Propaganda gemacht werden.

 

-In den ausländischen Printmedien darf man mit Hilfe der Anzeigen und den Werbungen keine schriftliche oder visuelle Propaganda machen.

 

-Im Ausland und an den Zollgrenzen darf man keine öffentlichen Umfragen gestalten. Veröffentlichungen über eventuelle Ergebnisse eines Referendums und/oder ein Minirefarandum ist verboten.  (298/94/A-son, 94/E-6)

 

-Im Ausland und an den Zollgrenzen darf man nicht Propaganda über Lautsprecher machen.  (298/94/A-son, 94/E-6)

 

-Im Ausland und an den Zollgrenzen darf man keine Publikationen und Materialen mit der Absicht der Propaganda verteilen. (298/94/A-son, 94/E-6)

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich 

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04 03 2017
By: Redaktion 2 0

Alevi profesör aranıyor-Universitätsprofessur für Alevitisch-theologische Studien

Dünyaca ünlü Viyana Üniversitesi, dünyada bir olarak Alevi İslam Fakültesine ilk Alevi profesör atanması amacıyla uluslararası ilan vererek tarihi bir adım daha attı.

Kuruluşunun 652. yılını geride bırakan, dünyanın en köklü üniversitelerinden birisi olan Viyana Üniversitesi bünyesinde kuruluşu devam eden Alevilik Anabilim Dalı’na, ilk Alevi profesör atanması amacıyla uluslararası ilan vererek tarihi bir adım attı. Avusturya Alevilerinin tanınması için 23 Mart 2008 yılında yapılan başvuru ve Alevilerin din toplumu statüsünde 22 Mayıs 2013 tarihinde tanınmalarının ardından çalışmalar hız kazandı.

 

OKULLARDA 2014 YILINDAN İTİBAREN ALEVİLİK DERSİ VERİLİYOR

Okullarda Alevilik Derslerinin 2014 yılından itibaren verilmeye başlanmasıyla birlikte, 2016 yılında resmi olarak Viyana-Krems İnançlar Eğitim Bilimleri Yüksek Okulunda Alevilik İnanç Öğretisi Enstitüsü kuruldu. Alevilik Enstitüsü’nde, Alevilik dersleri öğretmenleri yetiştirilmeye başlandı.

Bu sürece Avrupa ve Avusturya’nın en köklü Üniversitesi de dâhil olarak, Alevi Teolojisinin (İnanç Öğretisi) okutulacağı, Alevilik Anabilim Dalı‘nın kuruluşunu gerçekleştirdi. Viyana Üniversitesi bu gelişmeyle Alevilik Teolojisi öğrenimini sunan dünyadaki ilk üniversite unvanına sahip oldu.

 

2015 YILINDA YASALAŞAN İSLAM YASASI

2015 yılında yasallaşan İslam yasası; birbirinden bağımsız, eşit haklara sahip iki inanç toplumunu resmen tanıdı. Aleviler ve Sünniler bu yasada birbirlerinden bağımsız, kendilerine özgü inanç grupları olarak yer aldılar. Yasada tanınan bu her bir inanç grupları için üniversite bünyesinde bir anabilim dalı açılması öngörüldü. Bu görev inanç toplumlarının istemi doğrultusunda (bir kaç üniversite daha talip olmuştu) Viyana Üniversitesine verildi. Yasayla Alevilik Anabilim Dalının kuruluşu yasal bir zorunluluk oldu. Bu yasal zorunluluğun ilk adımı olan Alevilik İnanç Öğretisi Anabilim Dalını kurularak, kurucu bir profesörlük kadrosu için alım ilanı verildi.

 

ALEVİ EĞİTİM DAİRESİ’NDEN AÇIKLAMA

Avusturya Alevi Eğitim Dairesi de konuya ilişkin açıklama yaptı. Alevi Eğitim Dairesi açıklamasında Avusturya’ya teşekkür ederek şöyle dedi:

“Bu başarı, bu onur 1400 yıldır, Hak-Muhammed-Ali inancına olan ikrarından taviz vermeyen, horlanan, dışlanan, ötekileştirilen, yok sayılan, katledilen, asimile edilmeye çalışılan ya da inancından koparılarak folklorik bir grup, siyasal bir grup haline getirmeye çalışanlar vede Ali’siz Alevilik yaratmak isteyenlere yönelik biz Alevilerin, bilim yoluyla verdiğimiz açık ve net yanıttır. Her inanç gibi, Alevi inancımızın öğretisi de, bilim yuvasında, öğretilmeli, araştırılmalıdır. Çünkü biz “İlimden gidilmeyen yolun sonu karanlıktır” diyen Hünkârın takipçileriyiz.

Bizlere kadar yasal noktada sorunlarla dolu gelen inancımız Aleviliği, sorunlarını bir bir çözmüş ya da çözümü için önemli bir mesafe kat etmiş olarak çocuklarımıza bırakmaya ahdımız var. Bilimi rehber olarak öğütleyen inancımızın bilim dünyasında hak ettiği yere ulaştırmaya ahdımız var.

 

Alevilik Öğretisi Anabilim Dalı, insanlığa bir umut ışığı olsun.

Bu tarihsel sürece katkıda bulunan, başta inanç önderlerimiz, dedelerimiz, babalarımız olmak üzere, ALEVI kurumunun tüm yönetim kadrosuna, Alevi inancından ödün vermeyen Canlara ve Alevi dostlarına aşk ola.

Teşekkürler Avusturya! Teşekkürler Viyana Üniversitesi!

ALEVI Eğitim Dairesi”

 

Link:

http://personalwesen.univie.ac.at/fuer-mitarbeiterinnen/professorinnen/job/prof/singleview/article/philologisch-kulturwissenschaftliche-fakultaet/?tx_ttnews


[backPid]=11882&cHash=721f8ecf16a6dbd4b776885e0a60ab71

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02 03 2017
By: Redaktion 2 0

STAAT UND RECHT: Bürde des Doppelpasses

Mehrfache Staatsangehörigkeit als Damoklesschwert: Jedes Land kann Doppelstaatler auf seinem Gebiet als nur eigene Landsleute behandeln.

Von Stefan Talmon

 

Da zwei oder mehr Staatsangehörigkeiten zu rechtlichen und politischen Schwierigkeiten führen können, verpflichteten sich mehrere Staaten im Jahr 1963 vertraglich zur Verringerung der Mehrstaatigkeit. Volljährige Staatsangehörige, die freiwillig eine andere Staatsangehörigkeit erwarben, sollten ihre vorherige Staatsangehörigkeit verlieren. Vor allem aus integrationspolitischen Gründen wurde das Verbot der Mehrstaatigkeit in den Folgejahren in vielen westeuropäischen Staaten immer weiter ausgehöhlt. Im Dezember 2001 kündigte Deutschland das Übereinkommen über die Verringerung der Mehrstaatigkeit – eines der wenigen multilateralen Verträge, welche die Bundesrepublik in ihrer Geschichte jemals gekündigt hat. Heute leben in Deutschland mehr als 4,3 Millionen Personen, die neben ihrer deutschen mindestens eine weitere Staatsangehörigkeit besitzen. Für diese Menschen, aber auch für den deutschen Staat ist die doppelte Staatsangehörigkeit mit nicht unerheblichen Nachteilen verbunden.

 

In jüngster Zeit haben vor allem zwei Ereignisse diese Nachteile ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt. Die von dem amerikanischen Präsidenten Trump am 27. Januar 2017 unterzeichnete Verfügung zum „Schutz der Nation gegen die Einreise von Terroristen“, die Staatsangehörige der mehrheitlich islamischen Länder Iran, des Iraks, Sudan, Syrien, Somalia, Libyen und des Jemens mit einem generellen Einreiseverbot belegte, betraf zunächst auch mehr als 130000 deutsche Staatsangehörige, die neben der deutschen die Staatsangehörigkeit eines dieser Länder besitzen.

 

Das generelle Einreiseverbot für Personen mit doppelter Staatsangehörigkeit wurde zwar auf politische Intervention hin nach nur wenigen Tagen wieder zurückgenommen. Zwingend war dies jedoch nicht. Völkerrechtlich steht es der amerikanischen Regierung frei, ob sie Personen mit doppelter Staatsangehörigkeit zum Beispiel als Deutsche oder Iraner behandelt. Insbesondere gibt es keine völkerrechtliche Regel, die es der Regierung vorschreibt, ihren Entscheidungen oder der Anwendung ihres Recht ausschließlich die Staatsangehörigkeit des Staates zugrunde zu legen, in dessen Gebiet ein Doppelstaater seinen gewöhnlichen oder hauptsächlichen Aufenthalt hat oder mit dem dieser den Umständen nach tatsächlich am meisten verbunden ist. Die entsprechende Bestimmung des Übereinkommens über gewisse Fragen beim Konflikt von Staatsangehörigkeitsgesetzen von 1930 ist für die Vereinigten Staaten als Nichtvertragspartei nicht bindend und hat sich auch völkergewohnheitsrechtlich nicht durchgesetzt. So stellen viele Staaten heute bei der Anwendung ihres Rechts auf Doppelstaater nicht auf die effektive Staatsangehörigkeit, sondern darauf ab, mit welchem Pass eine Person eingereist ist oder unter welcher Staatsangehörigkeit sie ihren Visumantrag gestellt hat.

 

Dass es den Staaten freisteht, welche Staatsangehörigkeit sie als maßgeblich ansehen, zeigt sich vor allem in Ausnahmesituationen. So rechtfertigte das Deutsche Reich 1916 die Behandlung eines Amerikaners, der auch die britische Staatsbürgerschaft besaß, als Feindstaatsangehöriger mit „dem allgemeinen Grundsatz des Völkerrechts, wonach ein Feindstaatsangehöriger, der zugleich auch die Staatsangehörigkeit eines neutralen Staats besitzt, als Feindstaatsangehöriger behandelt werden darf und keine Rücksicht auf seine neutrale Staatsangehörigkeit genommen werden muss“. Die Vereinigten Staaten verfuhren während des Zweiten Weltkriegs ebenso und internierten auch Japaner mit neutraler Staatsangehörigkeit. Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 führte die Regierung das „Nationale Sicherheit Einreise-Ausreise Registrierungssystem“ ein, das Angehörige von 25 zumeist islamischen und arabischen Staaten, die sich in den Vereinigten Staaten aufhielten, einer verschärften Meldepflicht unterwarf. Dieses System, das erst in den letzten Tagen der Obama-Präsidentschaft aufgehoben wurde, galt ausdrücklich für „alle Ausländer, die Bürger oder Staatsangehörige eines der aufgelisteten Länder sind, ungeachtet einer doppelten Staatsangehörigkeit“. Auch Deutsche waren betroffen. Vor diesem Hintergrund dürften Reisen von Deutschen mit doppelter Staatsangehörigkeit nach Amerika auf nicht absehbare Zeit unter dem Damoklesschwert der doppelten Staatsangehörigkeit stehen.

 

Das zweite Ereignis, das die Nachteile der doppelten Staatsangehörigkeit jüngst zutage treten ließ, ist der Fall des Journalisten Deniz Yücel. Der Journalist, der neben der deutschen auch die türkische Staatsbürgerschaft besitzt, wurde am 14. Februar 2017 in Istanbul wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung in Polizeigewahrsam genommen. Später wies Bundeskanzlerin Merkel in einem Gespräch mit dem türkischen Ministerpräsidenten darauf hin, „wie wichtig es sei, dass Herr Yücel durch die deutsche Botschaft umfassend konsularisch betreut werden kann“. Schon diese Formulierung zeigt, dass es sich hier lediglich um einen politischen Wunsch handelte, denn ein völkerrechtlicher Rechtsanspruch auf Ausübung des konsularischen Schutzes besteht im Fall Yücel nicht.

 

Nach Artikel 36 Abs. 1(b) des Wiener Übereinkommens über konsularische Beziehungen von 1963 sind die Konsuln eines Staates zwar grundsätzlich berechtigt, ihre Staatsangehörigen während der Haft aufzusuchen, mit ihnen zu sprechen und zu korrespondieren, sich für angemessene Haftbedingungen einzusetzen sowie für ihre Vertretung in rechtlicher Hinsicht zu sorgen. Dies gilt jedoch nicht für Doppelstaater. In Fällen von doppelter Staatsangehörigkeit hat jeder der beiden Heimatstaaten völkerrechtlich das Recht, diese Personen auf seinem Staatsgebiet ausschließlich als seine eigenen Staatsangehörigen zu behandeln. Da die Türkei Deutsch-Türken nur als Türken und nicht als Deutsche sieht, kann sie sich gegen jegliche Form konsularischer Einmischung durch Deutschland verwahren. Auch nach einer Haftentlassung nutzt Yücel der deutsche Pass in der Türkei wenig. Ausreisen kann er als Türke nur mit einem gültigen türkischen Reisepass. Ist dieser abgelaufen oder wird dieser von den Behörden eingezogen, sitzt er trotz deutscher Staatsangehörigkeit in der Türkei fest.

 

Auch dem diplomatischen Schutz Yücels durch Deutschland sind im vorliegenden Fall enge Grenzen gesetzt. Grundsätzlich kann ein Staat durch diplomatische Mittel oder Klage vor einem internationalen Gericht die Verantwortlichkeit eines anderen Staates für völkerrechtswidrige Handlungen gegenüber seinen Staatsangehörigen geltend machen. Ursprünglich war der diplomatische Schutz gegenüber einem anderen Staat, dem eine Person ebenfalls angehört, gänzlich ausgeschlossen. Noch im Jahr 2003 argumentierten die Vereinigten Staaten im Fall von amerikanisch-mexikanischen Doppelstaatern vor dem Internationalen Gerichtshof, dass Mexiko diesen keinen diplomatischen Schutz gegenüber den Vereinigten Staaten gewähren könne. Die UN-Völkerrechtskommission stellte jedoch zwei Jahre später in einem nicht bindenden Entwurf fest, dass bei Doppelstaatern diplomatischer Schutz gegen den anderen Heimatstaat ausnahmsweise dann zulässig sein soll, wenn die Staatsangehörigkeit des einen Staates die Staatsangehörigkeit des anderen Staates zum Zeitpunkt des Völkerrechtsverstoßes „überwiegt“.

 

Diese Ausnahme ist jedoch eng auszulegen. Deutschland trüge hier die Beweislast für das Überwiegen seiner Staatsangehörigkeit. Im Hinblick darauf, dass Deniz Yücel seit Mai 2015 in Istanbul gelebt und gearbeitet hat, wäre dies schwierig; insbesondere, da er mangels offizieller Akkreditierung dort formal nicht als ausländischer Journalist tätig war. Vor diesem Hintergrund müssen sich Deutsch-Türken, die im derzeitigen politischen Klima in die Türkei reisen, im Klaren darüber sein, dass sie in der Türkei keine Deutschen sind und gegen hoheitliche Maßnahmen ihres anderen Heimatlandes nur sehr begrenzt geschützt werden können.

 

Professor Dr. Stefan Talmon ist Inhaber des

 

Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Völkerrecht und

 

https://www.jura.uni-bonn.de/institut-fuer-voelkerrecht/direktorendirectors/prof-dr-stefan-talmon/

 

 

Europarecht an der Rheinischen Friedrich-

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27 02 2017
By: Redaktion 2 0

Journalist Deniz Yücel: TKG fordert sofortige Freilassung

 

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) protestiert gegen die Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel und fordert seine sofortige Freilassung.

 

Wien (OTS) -Über heikle Themen wie Terrorismus und Attentate gegen die Regierung zu schreiben, bedeute in der Türkei sogleich, dass diese Aktivitäten von diesen Journalisten auch unterstützt werden. Die AKP Regierung sollte hier die kritischen Journalisten nicht mit unfairen Ermittlungsmethoden zum Schweigen oder in Verruf oder hinter Gitter bringen. Das schadet der Türkei und seiner Bevölkerung.

Das Ganze riecht nach McCarthyismus. Die McCarthy-Ära in USA bedeutete Gesinnungskontrolle. Personen wurden mit unzureichenden Anschuldigungen und unfairen Ermittlungsmethoden zum Schweigen oder in Verruf gebracht. Yücel hat mit Terror nichts zu tun.

TKG fordert eine rechtsstaatliche starke Türkei mit strenger demokratischer Gewaltenteilung damit alle BürgerInnen sich sicher fühlen können.

 

www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170228_OTS0097/journalist-deniz-yuecel-tkg-fordert-sofortige-freilassung

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23 02 2017
By: Redaktion 2 0

TKG: Beileidsbekundung für Frau Dr. Sabine Oberhauser

Im Namen des gesamten Vorstandes der Türkischen Kulturgemeinde (TKG) und deren Mitgliedern möchten wir den nahen Angehörigen unser tiefstes Beileid und Mitgefühl aussprechen.

 

Ministerin Frau Dr. Sabine Oberhauser diente unserem Land bis zur letzten Minute als die schwere Krankheit sie so sehr schwächte, bis es unmöglich war dagegen anzukämpfen. Sie war eine Kämpferin gegen Ungerechtigkeit und eine vorbildliche Politikerin.

Unser aufrichtiges Beileid und Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen, insbesondere ihrer Familie und ihren Freunden.

Ihr Mut und Ihr Eintritt für Solidarität in der Gesellschaft machen Sie unvergessen in den Herzen der Menschen.

Ihr Pflichtbewusstsein, das Sie auch noch in Tagen der schweren Krankheit zur Arbeit trieb, war beispielhaft für die Tugend der österreichischen Staatsbürger.

 

Gesundheits-und Frauenministerin Frau Dr. Sabine Oberhauser war eine engagierte Persönlichkeit der österreichischen Demokratie, die für Frauenpolitik und das gesellschaftliche Miteinander und insbesondere Zusammenleben wirkte. Wir danken herzlich.  Sie war noch eine Vollblutpolitikerin, für die der Mensch im Mittelpunkt stand. Wir werden insbesondere Ihr natürliche Lächen vermissen…

 

Für die Türkische KULTURgemeinde in Österreich

Im Namen des Vorstandes und deren Mitglieder

DI Birol Kilic

Obmann

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19 02 2017
By: Redaktion 2 0

DNA-Beweis: Etrusker stammten aus Anatolien

Vor den Griechen und Römern florierte in Italien die Kultur der Etrusker. So sehr ihr Zivilisationsgrad bekannt ist und geschätzt wird, so stark war bisher ihre Herkunft umstritten. Neueste genetische Untersuchungen geben dem altgriechischen Geschichtsschreiber Herodot Recht. Der hatte schon vor 2.500 Jahren gemeint, dass die Wurzeln der Etrusker in Anatolien liegen, in der heutigen Südtürkei.

 

Alberto Piazza von der Universität Turin und Kollegen haben hohe Übereinstimmungen im Erbgut von heutigen Toskanern und Türken gefunden, wie sie bei der Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Humangenetik (ESHG) berichteten.

http://sciencev1.orf.at/news/148385.html

 

https://www.welt.de/wissenschaft/article953355/Die-Etrusker-stammen-aus-der-heutigen-Tuerkei.html

 

https://www.youtube.com/watch?v=oM-l318gnB8

 

diepresse.com/home/science/311414/Geschichte_Etrusker-doch-aus-Anatolien

 

derstandard.at/2925152/Etrusker-stammten-aus-dem-Gebiet-der-heutigen-Tuerkei

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19 02 2017
By: Redaktion 2 0

DER ZAUBER DES ALTEN ORIENTS 27. April – 05. November 2017

Der Reiz des Fremden und Exotischen hat viele Jahrhunderte hindurch das Denken und die Phantasie des Abendlandes beflügelt. Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) wird die Ausstellung mit Öffentlichkeitsarbeit unterstützen.

 

Seit den ersten Kontakten Europas mit dem Osten, dem Orient der griechisch-römischen Antike, fand die Neugierde und Bewunderung für orientalische Kultur und Lebensweise ihren Ausdruck in dem vielzitierten Ausspruch „Ex Oriente lux“ — das Licht aus dem Orient, im Sinne von Wissen, Weisheit, und kultivierter Lebensform.

Beginnend mit den Kreuzzügen im 11. u. 12. Jhdt. gelangten kämpfende Ritter, Mönche u. Chronisten, Händler, Abenteurer und Geschichtenerzähler in den Nahen Osten — und kaum einer konnte sich der Faszination dieser fremden Welt entziehen. Die oft phantastisch ausgeschmückten Berichte über märchenhafte Reiche, prächtige Paläste, die geheimnisvolle Institution des Harems voll mit schönen Frauen, dies alles ließ den Orient zu einer europäischen Sehnsuchtswelt werden, deren Faszination bis heute ungebrochen ist. Mit dem Rückzug des Osmanischen Reiches aus Europa während des 18. Jhdts. gelangten immer mehr europäische Diplomaten, Gesandte, Geschäftsleute und Reisende in den Orient.

Ihre farbigen Berichte von prachtvollen Moscheen und Palästen, atemberaubend üppigen Basaren, kostbaren Stoffen u. Geschmeiden, wertvollen Gewürzen und Parfums verschmolzen zu einer Sinfonie des Luxus und des Wohllebens. Dies führte besonders im 18. u. 19. Jhdt. zu einer Europa weiten Begeisterung für alles Orientalische und inspirierte in vielen Bereichen die europäische Kunst, Architektur u. Literatur zu einem eigenen Genre: dem sogenannten „Orientalismus“.

Der Orient in seiner Gesamtheit wurde zum Inbegriff für Exotik und Abenteuer und ist es für viele Europäer auch heute noch. Dieser Jahrhunderte langen Faszination trägt die heurige Ausstellung auf Schloss Halbturn Rechnung. Ein aufwendig gestalteter orientalischer Basar, ein geheimnisvoller Harem und hunderte kostbare Exponate aus allen Bereichen orientalischer Kultur sollen den „Zauber des Alten Orients“ für den Besucher wieder lebendig machen.

Die Ausstellung ist von 27. April bis 06. November 2017, Dienstag bis Sonntag und feiertags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.


EIN TAG AUF SCHLOSS HALBTURN
Planen Sie einen Tagesausflug und verbinden Sie die Ausstellung mit einem Besuch in der Vinothek „Antikes und Wein“, spazieren Sie durch den ganzjährig geöffneten Skulpturenpark und genießen Sie die exzellente Küche des Restaurants Knappenstöckl. Schloss Halbturn mit der barocken Parkanlage ist nur 45 Minuten von Wien, Eisenstadt und Bratislava entfernt.

 

Eintrittspreise Ausstellung 2017:
Eintritt regulär € 9,00
Ermäßigt (Senioren, Studenten) € 7,00
Schüler (bis 15 Jahre) € 6,00
Gruppen (ab 15 Personen) € 7,00
Schulklassen inkl. Führung € 6,00
Familienkarte € 19,00
Führungen (nur nach Voranmeldung) € 2,00
iGuide € 2,00

http://www.schlosshalbturn.com/wp-

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12 02 2017
By: Redaktion 2 0

OHNE WENN UND ABER – Lesenswert egal welche Religion wir angehören…

Es kam einmal ein junger Mann zu Jesus und fragte ihn: „Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen?“ Jesus gibt ihm eine ganz einfache Antwort: „Halte die Gebote!“ Und Jesus meint damit die Zehn Gebote. Ausdrücklich nennt er einige: „Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen…“

GASTKOMMENTAR

 

Gedanken zum Evangelium von Kardinal Christoph Schönborn, am 12. Februar  2017 (Matthäus 5,20-22a.27-28.33-34a.37).

 

Jesus erinnert ihn einfach an das, was wir alle gelernt haben (und hoffentlich nicht vergessen haben): die beiden Tafeln der Zehn Gebote Gottes. Wenn du dich an sie hältst, werden sie dich halten und dir den Weg zum ewigen Leben öffnen.

 

Heute geht Jesus einen Schritt weiter. Er macht unmissverständlich klar, dass es zu wenig ist, wenn du gerade das Minimum erfüllt hast. Die Gebote Gottes, wie sie Mose am Berg Sinai von Gott erhalten hat, sind auf äußere Handlungen bezogen: Töten, Ehebrechen, Stehlen, Lügen. Es ist gut, sehr gut, wenn wir es nie zu solchen Handlungen kommen lassen. Für unser Zusammenleben im Kleinen der Familie oder im Großen der Staaten wäre es schon etwas Hervorragendes, wenn all das unter uns keinen Platz hätte, wenn wir einander nicht belügen und betrügen oder gar uns gegenseitig umbringen.

 

Jesus genügt das nicht. Aus einem einfachen und einsichtigen Grund: Die bösen Taten haben eine „Vorlaufzeit“: Selten überfallen sie uns aus heiterem Himmel. Sie sind meist das „Endprodukt“ einer längeren Vorbereitung. Auf die zielt Jesus ab. Er legt die Wurzeln unserer bösen Taten frei. Sie entspringen unseren Herzen, unseren Gedanken und verkehrten Haltungen.

 

Ich habe oft als eine Art Ausweis für die eigene Güte gehört: „Ich habe doch niemanden umgebracht.“ Gott sei Dank! Aber Jesus schärft unser Gewissen: „Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein.“ Mich erschreckt der Ton vieler „Postings“ in den Internet-Foren. Das Strafrecht beginnt sich mit den „Hass-Postings“ zu beschäftigen. Denn die Erfahrung zeigt: Was mit Worten des Hasses, der Verachtung, des Heruntermachens beginnt, kann in Gewalt und Terror enden.

 

Jesus begnügt sich nicht mit einer rein äußerlichen Anständigkeit. Sie kann sehr brüchig sein. Wenn wir uns nicht um ein wirkliches Wohlwollen im Herzen bemühen, wird es unter uns keinen echten Frieden geben. Ich erinnere mich an ein Wort, das mein Vater mir einmal sagte, als ich schlecht über jemand sprach: „Wie willst du, dass er gut wird, wenn du schlecht von ihm denkst?“

 

Ehebruch beginnt nicht, wenn es zum Vollzug kommt. Jesus ist da sehr nüchtern. Ehebruch beginnt im Herzen. Nicht erst die Tat ist Ehebruch, sondern schon der begehrliche Blick. In einer Gesellschaft, in der der Mann (fast) alle Rechte hatte und die Frau sehr wenig Schutz erfuhr, waren Jesu Worte auch eine Aufforderung zur Achtung vor der Würde der Frau. Sie haben nichts an Aktualität verloren.

 

Und schließlich Jesu Worte über das Schwören und die Wahrhaftigkeit. „Schwört überhaupt nicht!“ Leider haben wir uns zu wenig an diese klare Weisung gehalten. Auch in der Kirche sind Amtseide immer noch üblich. Warum schwören wir? Weil wir einander nicht vertrauen. Weil unsere Worte so oft nicht wirklich ehrlich sind. Wie gut tut es, wenn wir uns auf das Wort des anderen verlassen können, auf sein klares Ja oder Nein. Alle diese Weisungen Jesu sind anspruchsvoll. Aber sie stimmen einfach, ohne Wenn und Aber!

 

Erstellt von: Kardinal Christoph Schönborn

 

MATTHÄUS 5,20-22A.27-28.33-34A.37

 

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Darum sage ich euch: Wenn eure Gerechtigkeit nicht weit größer ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst nicht töten; wer aber jemand tötet, soll dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder auch nur zürnt, soll dem Gericht verfallen sein. Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst nicht die Ehe brechen. Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen. Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt worden ist: Du sollst keinen Meineid schwören, und: Du sollst halten, was du dem Herrn geschworen hast. Ich aber sage euch: Schwört überhaupt nicht. Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.

 

Die zehn Gebote – eine Einleitung

 

1. Gebot: Du sollst den Herrn, deinen Gott anbeten und ihm dienen

2. Gebot: Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren

3. Gebot: Du sollst den Tag des Herrn heiligen

4. Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren

5. Gebot: Du sollst nicht töten

6. Gebot: Du sollst nicht die Ehe brechen

7. Gebot: Du sollst nicht stehlen

8. Gebot: Du sollst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen

9. und 10. Gebot: Begehren

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07 02 2017
By: Redaktion 2 0

Niederösterreichische Landesausstellung „Alles was Recht ist“

Das offizielle Werbe-Sujet der Niederösterreichischen Landesausstellung „Alles was Recht ist“ bringt das Ausstellungsthema auf den Punkt. Die Kampagne zeigt: Recht betrifft uns Alle!

 

Unter dem Titel „Alles was Recht ist“ blicken wir auf die Geschichte der Rechtsprechung und dahin, wo wir uns gemeinsam hinbewegen. Wie wir miteinander unsere Welt gestalten, im Kleinen wie im Großen. Wie Menschen früher miteinander umgingen – und wir jetzt und hier.

Von 1. April bis 12. November 2017 ist Schloss Pöggstall im Südlichen Waldviertel zentraler Ausstellungsort der Niederösterreichischen Landesausstellung.

Es liegt an uns wie wir diese Gesetze leben und ändern. Im Ausstellungsrundgang gehen wir in einem gemeinsamen Austausch mit unseren Gästen den Fragen nach: Reden oder richten? Versöhnen oder vergelten? Verfolgen oder vergessen? Demonstrieren oder dulden?

Link zum VIDEO, „Das Südliche Waldviertel macht sich bereit“: youtu.be/6EaMz9-x-4g&nbsp;

 

Weitere Informationen: 

 

Vom neu renovierten Schloss Pöggstall ausgehend, können die Gäste die einmalige Region des Südlichen Waldviertels erleben. Zwischen Donau, Ysper- und Weitental bis hin zum Weinsberger Wald eröffnet sich eine vielfach unbekannte Welt, welche uns einlädt, diese zu entdecken. Das vielfältige Landschaftsbild ist geprägt von unterschiedlichen Klimazonen und Landschaftselementen; die Region gilt als eine der sonnenreichsten in Niederösterreich. Die vielen Sonnenstunden sind auch einer der Gründe warum hier Kräuter, Pflanzen und Früchte besonders intensiv kultiviert werden.

So mancher Hausgarten birgt einen kleinen Naturschatz. Viel Wissen darüber ist bereits verlorengegangen. Durch die Möglichkeit einer professionellen Begleitung von Naturvermittlerinnen soll dieses Wissen wieder in das Bewusstsein der Gäste, aber auch in die Bevölkerung der Region gelangen. Neben der Natur ist das Südliche Waldviertel auch für seine kulinarischen Highlights bekannt. Nicht nur der Mohn ist sehr präsent, auch die alte Kulturpflanze, das Kriecherl hat seinen festen Platz in der Küche des Südlichen Waldviertels gefunden.

Die Niederösterreichischen Landesausstellung 2017 „Alles was Recht ist“ findet von 1. April bis 12. November 2017 im Schloss Pöggstall statt – das Südliche Waldviertel lässt sich aber jetzt schon erkunden!

 

Passendes Bildmaterial wird für Pressezwecke honorarfrei zur Verfügung gestellt und kann hier in druckfähiger Auflösung heruntergeladen werden:

 

 

Hauptplatz 1

3650 Pöggstall

 

Der Landesausstellungsbesuch ist für alle Menschen erlebbar.

Bei Fragen zur Zugänglichkeit rufen Sie uns gerne an: T +43 (0)800/24 10 45

 

ÖFFNUNGSZEITEN 

1. April bis 12. November 2017 täglich von 9–18 Uhr

Einlass bis 17 Uhr

 

Die Generalsanierung im Zuge der Landesausstellung lässt die Geschichte des Schlosses neu schreiben: Die gesamte Baugeschichte – von Anbeginn des Baues bis hin zu den Um- und Ausbauten der jeweiligen Besitzer – wurde neu entdeckt.

 

Link zum VIDEO, Dr. Andreas Zajic: „Pöggstall ist nicht das was es zu sein scheint!“:

youtu.be/9y94xthcAck

 

Mitten im ländlichen Raum, in Pöggstall, fand Kunstförderung und allermodernste Architektur statt – umgesetzt von Künstlern und Handwerkern, die danach für die Habsburger tätig waren.

 

So ist aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, als die Familie der Hölzlers, ein Wiener Bürgergeschlecht, die Burg innehatte eine hölzerne Stube erhalten – eine Abfolge von Stube, Kammer und Saal. Genauso hat man in einer Burg im Spätmittelalter gelebt – das ist in Teilen noch erhalten – ein wunderschönes Dokument welches das historische Burgleben abbildet.

 

Pöggstall – ein einzigartiger Ausnahmefall

 

Die Anlage geht ins 13. Jahrhundert zurück. Während den Renovierungsarbeiten wurde festgestellt, dass sehr viel noch erhalten ist: die Ostmauern, die Zinnen in voller Höhe bis hin zum Zwinger – alle Bauphasen können herausgearbeitet, dargestellt und den jeweiligen Eigentümern zugeordnet werden. „Bei anderen Schlössern tut man sich oft schwer zu unterscheiden. Bei den Rogendorfern kann man differenzieren: was hat der Kasper gemacht, was hat der Christoph gemacht. Wir können die Abrechnungen, die Rechnungen des Baumeisters, der Künstler zuordnen. Wir können also genau bestimmen wer was, wann, und wo gemacht hat. Und das ist natürlich hoch spannend“, unterstreicht der Bauhistoriker Dr. Peter Aichinger-Rosenberger die Bedeutung von Schloss Pöggstall.

 

Pöggstall – als Glücksfall

 

Die Besitzer von Schloss Pöggstall spielten in der allerersten Reihe der Politik mit – als die großen Diplomaten und Feldherren der Habsburger. Sie kannten das gesamte aktuelle Kunstgeschehen in den damaligen Kunstmetropolen; Italien und Niederlande. Dieses Wissen nahmen sie zeitnahe, unmittelbar mit und setzten es im Südlichen Waldviertel um. „Das ist ein seltener Glücksfall, dass wir das so gut nachvollziehen können und es freut mich wirklich sehr, dass das an einem so spannenden, architektonisch qualitätsvollen Beispiel wie dem Schloss Pöggstall funktioniert. Die Dichte, in der moderne architektonische Lösungen im Laufe der Jahrhunderte in Pöggstall umgesetzt wurden, ist einzigartig“, erklärt der Bauhistoriker Dr. Peter Aichinger-Rosenberger.

 

Das Rondell – die Achse, der Nabel, das Zentrum von Pöggstall

 

Eine eigene Sonderausstellung im Rondell widmet sich den sensationellen Erkenntnissen der Bauforschung und der Besitzgeschichte von Schloss Pöggstall. Das Rondell, mit seinen italienischen Einflüssen aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde möglicherweise auch von einem weiteren Künstler von Weltformat beeinflusst. Die Rogendorfer hatten persönlichen Kontakt zu Albrecht Dürer, dies geht aus einem Briefwechsel hervor.

 

Die riesige Schlosskapelle: „Nicht kleckern sondern glotzen!“

 

Kasper von Rogendorf baute sich eine Residenz auf. Er begann den großen Umbau der mittelalterlichen Burg Pöggstall zum Schloss. Dazu gehörte beispielsweise die Schlosskapelle – die heutige Pfarrkirche von Pöggstall – freistehend neben dem Schloss nach großen Vorbildern gebaut. Eine Kirche mit ungewöhnlicher Bauform.

Diesen Bautyp einer zweischiffigen Hallenkirche mit geradem Ostabschluss findet man – bei der Georgskapelle Friedrichs des III. in Wiener Neustadt und ebenso als Grundriss in der Zisterzienser Stiftskirche von Neuberg an der Mürz. Überspitzt ausgedrückt: Kasper von Rogendorf baute sich eine kaiserliche Schlosskapelle neben seinem Schloss.

„Das ist so als ob sich heute jemand einen Rolls-Royce kauft, dann zeigt er ja auch damit was er meint. Das ist ein Statement – ich zeige wer ich bin, wie mächtig und einflussreich“, erläutert Dr. Peter Aichinger-Rosenberger.

 

Link zum VIDEO, „Bauarbeiten im Schloss Pöggstall“:

youtu.be/8rUiV1gSXGw

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31 01 2017
By: Redaktion 2 0

Ja zu „Neutralitätsgebot im öffentlichen Dienst“ -Österreichs Achillesferse: Säkularität

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich unterstützt diese Haltung.Ja zu „Neutralitätsgebot im öffentlichen Dienst“ – Nein zu „politisiertem Glauben“, egal welche Religion

Wien (OTS) – Laut dem neuen Regierungsprogramm soll im öffentlichen Raum, sowie in Ämtern ein Vollverschleierungsverbot eingeführt werden. Polizistinnen, Richterinnen und Staatsanwältinnen dürfen zudem kein Kopftuch tragen („Neutralitätsgebot im öffentlichen Dienst“). Für Lehrer soll das Kopftuchverbot allerdings nicht gelten, hieß es in Regierungskreisen.

 

Österreichs Achillesferse: Säkularität

Die Türkische Kulturgemeinde verlangt ein weltanschauliches Neutralitätsgebot und bittet religiöse Symbole in den privaten Bereich zu verlegen, egal welche Religion und Weltanschauung man vertritt. Dies ist notwendig, um ein echtes säkulares Leben in Österreich zu erhalten, da Österreich immer vielfältiger wird und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sich ändern und infolgedessen die Säkularität Österreichs „Achillesferse“ wird.

 

EGMR Urteil: Das Verbot sei nicht gegen Religionsfreiheit

Laut vielen Berichten hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in einem europaweit maßgeblichen Urteil das Verbot des Ganzkörperschleiers in Frankreich genehmigt. Die Richter wiesen in Straßburg die Beschwerde einer französischen Muslimin in allen Punkten zurück. Das Verbot sei keine Diskriminierung, es verstoße nicht gegen den Schutz des Privatlebens und auch nicht gegen die Meinungs- und Religionsfreiheit, hieß es als Begründung.

Noch dazu: Vollverschleierung, Nikab und Burka sind nicht durch den Koran gedeckt, sondern regionale, traditionelle Bräuche, die wir respektieren, die jedoch nicht durch die Glaubensfreiheit geschützt sind. Dies gilt insbesondere für öffentliche Ämter und Orte.

 

Der Freiheitlich-pluralistische Staat hat eine Aufgabe

Für die TKG bedeutet Toleranz nicht, alles anzuerkennen, was von außen an eine Gesellschaft herangetragen wird. Der weltoffene, säkulare, freiheitlich-pluralistische Staat hat die Aufgabe und das Ziel, hier eigene Maßstäbe zu setzen und diese zu verteidigen, um ein gemeinsames Leben mit allen Menschen, egal welche Religion, Rasse, Sprache, Farbe und Weltanschauung sie haben.

Allerdings lassen wir Meinungen, die auf die (politische) Instrumentalisierung von bestimmten Kleidungsstücken in Österreich bzw. in der EU abzielen, nicht gelten. „Vollschleier wie Burka und Nikab gehören nicht nach Europa. Sie stellen eine Kampfansage an die Werte der Aufklärung dar und sie degradieren Frauen zu Objekten männlicher Verfügungsgewalt“, oder Ähnliches schreiben viele Kommentatoren seit vielen Jahren.

 

Kopftuch und 3 Verse in Koran : Sure 24 Vers 31 und 60, Sure 33 Vers 59

Der Koran besteht aus 114 Kapiteln, die man Suren nennt. Jede Sure besteht aus 3-300 Versen. Die Gesamtzahl der Verse im Koran beläuft sich auf 6263. In drei Versen findet sich zwar die Formulierung „den Körper bedecken, besonders sexuelle Stellen“ (Sure 24 Vers 31 und 60, Sure 33 Vers 59), das Wort „Kopftuch“ selbst wird in diesen drei Versen aber in keiner Form erwähnt.  Darüber hat die Türkische Kulturgemeinde im deutschsprachigen Raum als einzige NGO eine Aufklärung über das Thema mit dem Titel:

TKG-Aufklärungsversuch: „Im Koran sucht man das „Kopf-tuch“ vergeblich! Burka, Burkini, Bushiya, Hijap, Chador(Abaya) und Nigab sowieso…“ veröffentlicht.

http://www.ots.at/redirect/turkischegemeinde6

 

„Das Kopftuch sei kein religiöses Symbol“

„Das Kopftuch sei kein religiöses und erst recht kein politisches Symbol“ , sagt der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft. Wir bitten den Präsidenten der Islamischen Glaubensgemeinschaft, diese theologische Tatsache auch in allen Moscheen zu verbreiten und besonders die konservativen Moslems darüber zu informieren, dass das Kopftuch kein religiöses Symbol oder gar Pflicht ist.

 

Wendepunkt 1980-Koptuch wird poltisiert

Wir müssen aber leider seit 1980 besonders in islamischen Ländern feststellen, dass unter dem Vorwand, das Kopftuch sei ein religiöses Symbol, durch einige westliche Länder bei politischen Islamanhängern die Vollverschleierung als politisches Symbol salonfähig gemacht wurde. Dies löste in der Gesellschaft z. B in der Türkei eine Diskussion pro und contra Kopftuch aus, wo das Thema dann ein politischer Kampfbegriff für die pro Kopftuch Anhänger wurde. Diejenigen, die eine säkulare Einstellung hatten, wurden besonders bedroht, verletzt oder sogar ermordet. Wir wollen Österreich davor warnen, dass hier ein großes „Politisches Islam“ Spiel im Gang ist. Dies geschieht mit der Unterstützung von vielen österreichischen Intuitionen, Parteien und Medien, die das Problem unter dem Vorwand „Solidarität, Religionsfreiheit, Integration, Freundschaft und Freunderlwirstchaft“ versuchen zu verwässern bzw. zu vertuschen.

 

Der Staat ist verpflichtet

Es geht bei dieser Diskussion um öffentliche Ämter und nicht darum, was im Kopf stecke und womit dieser bedeckt sei. Es geht um das Neutralitätsgebot im öffentlichen Dienst. „Der Staat ist verpflichtet, weltanschaulich und religiös neutral aufzutreten. In den jeweiligen Ressorts wird bei uniformierten Exekutivbeamtinnen, sowie Richterinnen und Staatsanwältinnen darauf geachtet, dass bei Ausübung des Dienstes dieses Neutralitätsgebot gewahrt wird.“

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich unterstützt diese Haltung.

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170131_OTS0149/tkg-vollverschleierung-in-oeffentlichen-aemtern-nein-danke

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28 01 2017
By: Redaktion 2 0

Aynur Temel: Ein Vorbild für unsere Jugend

Viyana’nın en önemli etkinliklerinden biri olan Viyana Filarmoni Balosu’nun (Wiener Philharmoniker Ball) açılış dansını bu yıl, Türk kökenli genç bir konuşmacı olan Aynur Temel yaptı.

 

Viyana balo sezonu kapsamında her yıl düzenlenen ve Avrupa’nın müzik başkenti olarak bilinen Viyana’nın en prestijli etkinliklerinden biri olan Filarmoni Balosu’nun bu yıl 76.sı gerçekleştirildi. 19 Ocak Perşembe akşamı, dünyaca ünlü Viyana Filarmoni Orkestrası’nın ev sahipliği yaptığı Musikverein salonunda gerçekleştirilen bu heyecan verici etkinliğin bu yılki açılış dansını Avusturya’da doğup büyüyen 16 yaşındaki Aynur Temel yaptı.  Aynur Temel, bu başarısıyla hem ailesini hem de Avusturya’da yaşayan Türk kökenli tüm vatandaşları gururlandırdı.

 

Yeni Vatan Gazetesine konuşan Aynur Temel, bir yıldan daha uzun süredir Elmayer Dans Okuluna devam ettiğini ve orada öğrendiklerini bu açılışta sergilemekten büyük mutluluk duyduğunu ifade etti. Tüm dersleri pek iyi olan Aynur Temel’in yıl sonu karnesinin hep taktirnameli olduğu öğrenildi. Şu anda liseye devam eden Aynur Temel’in hedefi ekonomi okumak. Tüm ailelere çocuklarının özellikle Almanca dilini çok iyi öğrenmeleri için teşvik etmelerini tavsiye eden Aynur,Avusturya’da mutlaka sosyal hayata karışmamız gerekiyor. Bunu için hem sosyal aktivitelere, hem de kültürel çalışmalara Avusturyalılar ile birlikte katılmamız gerekiyor. Aileme ve kardeşlerime bu vesile ile teşekkür ederim“dedi.

 

Aynur Temel’in babası Ali Temel Yeni Vatan Gazetesine şunları söyledi:“Kızımla gurur duyuyorum ve onu sonuna kadar destekliyorum. Avusturya gibi medeniyetin olduğu ülkede, eğitim olanakları çok yüksek. Bundan mutlaka çocuklarımızı yararlandıralım. Biz okuyamadık ama çocuklarımıza meslek sahibi olmaları için her türlü desteği verelim.“

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27 01 2017
By: Redaktion 2 0

Türkei gewinnt mit „Home of Turquoise“

Türkei gewinnt mit „Home of Turquoise“ den Grand Prix CIFFT 2016 für den besten Tourismus-Film

 

Berlin/Frankfurt, 27. Januar 2017 – Der weltweit beste Tourismus-Film kommt aus der Türkei. Nach insgesamt 22 internationalen Preisen wurde der Film „Home of Turquoise“ des Ministeriums für Kultur und Tourismus der Republik Türkei nun auch mit dem „Grand Prix CIFFT 2016“ ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 27. Januar 2017 in der Julius-Raab-Halle, Wirtschaftskammer Österreich, in Wien statt. Auch dieses Jahr waren wieder über 1.500 Tourismusfilme am Wettbewerb beteiligt.

 

Unter der Regie von Daghan Celayir, der auch das Drehbuch geschrieben hat, erzählt der rund zweieinhalbminütige Imagefilm die Geschichte einer Kite-Surferin, die auf einer abenteuerlichen Reise das türkisfarbene Meer der türkischen Küsten entdeckt. Die Idee und die Umsetzung entstanden in einem sechsmonatigen Prozess. Insgesamt wirkten 65 Personen zwölf Tage lang bei den Dreharbeiten entlang der 800 Kilometer langen Süd-West-Küste an Land und unter Wasser mit. Den imposanten Soundtrack, der im Fame’s Orchestra Studio mit 72 Musikern aufgenommen wurde, konzipierte Mario Takoushis. Für die musikalische Untermalung sorgte der britische Komponist Alastair King, der bereits für den Soundtrack von Harry Potter verantwortlich war.

 

Der Film wurde im Auftrag des Ministeriums für Kultur und Tourismus der Republik Türkei in Zusammenarbeit mit Turkish Airlines produziert. Seit seiner Veröffentlichung ist der Film bereits mehr als 60 Millionen Mal im Internet angeschaut und bei den größten TV-Sendern sowie in Kinos vor allem in Europa und Nordamerika ausgestrahlt worden.

 

Der Link zum Film: https://www.youtube.com/watch?v=NIy073bOKSA

 

Über CIFFT

 

CIFFT steht für Comité International des Festivals du Film Touristique. 1989 haben sich unter der Federführung des Internationalen Tourismusfilm-Festivals „Festival der Festivals“ die Veranstalter der bedeutendsten internationalen Tourismusfilm-Festivals zum C.I.F.F.T.- Komitee zusammengeschlossen. Aus allen preisgekrönten Filmen der beteiligten Filmfestivals wird am Ende des Jahres nach einem Punktesystem der Gesamtsieger ermittelt. Er erhält als bester Tourismusfilm des Jahres den Grand Prix C.I.F.F.T. bei der feierlichen Preisverleihung in Wien überreicht.

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27 01 2017
By: Redaktion 2 0

„Wissen um den Holocaust weitergeben“

In seiner Rede zum heutigen Holocaustgedenktag, am 27. Jänner 2017 am Heldenplatz in Wien, zitierte der Präsident der Israeltischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch, den Schriftsteller und Nobelpreisträger Imre Kertész mit den Worten: „Seit Auschwitz ist nichts geschehen, was Auschwitz aufgehoben, was Auschwitz widerlegt hätte“

 

Präsident Deutsch erinnerte an den Beginn der Verfolgung durch die Nationalsozialisten, die mittels drastischer Maßnahmen wie Berufsverboten, Boykott von Geschäften, der Erlassung der „Nürnberger Gesetze“, Schulverweis jüdischer Kinder, Aufenthaltsbeschränkungen etc. jüdische Familien in die Armut, Isolation und Verzweiflung trieben. Nochmals führte er vor Augen, wozu aufgehetzte Bürger fähig waren, die, verstärkt von Einheiten der SA, SS und Hitlerjugend, in der Nacht von 9. auf 10. November 1938 alleine in Wien 49 Synagogen und Bethäuser zerstörten, 4038 Geschäfte verwüsteten und 27 Juden ermordeten. Von den 6000 verhafteten Juden wurden mehr als die Hälfte nach Dachau deportiert. Das Ausmaß der Gräueltaten, die Dimension der Vernichtungspolitik und das ungeheure Leid der Opfer müsse für immer Bestandteil des kollektiven Gedächtnisses bleiben, mahnte Oskar Deutsch in seiner Rede.

 

Dass immer mehr Überlebende des Holocaust sterben, hinterlasse eine nicht zu schließende Lücke. Mit Zeitzeugen wie Ari Rath und Leo Luster, die vor kurzem gestorben sind, erinnerte der Präsident der IKG an Menschen, welchen die Weitergabe ihrer Erfahrungen, vor allem auch an die Jugend, von großer Wichtigkeit war. „Es liegt nun in der Verantwortung der nachfolgenden Generationen, sich der Vergangenheit bewusst zu bleiben und dafür zu sorgen, dass mit dem Verlust der Zeitzeugen diese Zeit nicht in Vergessenheit gerät.Der Holocaust konnte in meinem Werk niemals in der Vergangenheitsform erscheinen.“ Diese Worte drücken nicht nur die unmenschliche Dimension des Verbrechens aus, sondern auch die Unmöglichkeit dieses Verbrechen der Geschichte zu überantworten und zu vergessen.“, so der Appell des Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, Oskar Deutsch.

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26 01 2017
By: Redaktion 2 0

Nusret Gökçe ist der heißeste Metzger der Welt

Noch etwas Salz gefällig? Kein Problem für Metzger und Restaurantbesitzer Nusret Gökçe, der zur Zeit das Web mit seinen – nennen wir es einmal besonders würzigen – Moves begeistert!

 

 

Dabei wird nicht nur die Zubereitung von Fleisch, sondern besonders das Würzen dessen mit Salz so gefeiert, dass sich der Türke bereits über mehr als 1,4 Millionen Instagram-Follower freuen darf!

 

Wenn Nusret Gökçe Fleisch zubereitet, kommt dies eher einem Erlebnis gleich. Denn der türkische Metzger weiß nicht nur sich dabei mit Sonnenbrille, stahlharten Oberarmmuskeln und discotauglichen Outfits in Szene zu setzen, das Würzen und Schneiden von Steak, Rippchen und Co. wirkt wie eine perfekt einstudierte Choreo. Von seinen Fans wird er inszwischen liebevoll #SaltBae genannt, denn niemand zuvor hat jemals mit einer solch erotischen Hingabe Fleisch gesalzen wie er…

 

Vom Metzger zum Kult-Koch

 

Was für die meisten Köche tagtägliches Würzen mit einer Prise Meersalz ist, ist für Nusret eine Passion und das weiß er gekonnt in Szene zu setzen. Sein Move des Salzens ist inzwischen im Netz ein absoluter Trend und wird unter dem Hashtag #SaltBae immer weiter verbreitet.

Auch internationale Stars wie Torhüter Manuel Neuer sind bereits auf den Geschmack gekommen und haben den Kult-Koch in seinem Restaurant besucht.

 

2glory.de/metzger-nusret-goekce/9898

 

kurier.at/leben/niemand-salzt-fleisch-so-hingebungsvoll-wie-salt-bae/242.599.242

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12 01 2017
By: Redaktion 2 0

Schallaburg Museum baut Brücken

Von 18. März bis 5. November 2017 präsentiert die Schallaburg die Ausstellung ISLAM. Im Fokus steht das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher religiöser und kultureller Traditionen.

 

Ausgangspunkt sind Begegnungsräume von heute: Anhand vertrauter Situationen im täglichen Zusammenleben werden in acht Kapiteln u.a. in bewohnt, besprochen oder bekleidet aktuelle Fragen, historische Entwicklungen und unterschiedliche Sichtweisen in den Mittelpunkt gerückt. Sie laden zu einer vertieften kulturellen Begegnung ein. Im Austausch mit den Gästen sollen möglichst viele Stimmen hörbar werden, sollen auch Unsicherheit und Ungewissheit zulässig sein. Die Ausstellung schafft einen Raum, in dem diese Kultur der Begegnung möglich ist, bereichert und Lust auf ein Mehr an Auseinandersetzung macht.

 

Als Leitung des inhaltlichen Teams steht der Schallaburg Lisa Noggler-Gürtler zu Verfügung. In enger Zusammenarbeit mit Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft und muslimischen Communities nähert sich die Ausstellung diesem Thema. Für die Entwicklung der Vermittlungsdidaktik zeichnet Wolfgang Schmutz verantwortlich.

 

Um sich auf den Dialog in der Ausstellung ISLAM vorzubereiten, wurde gemeinsam mit dem inhaltlichen Team eine eigene Workshopreihe für die Kulturvermittlerinnen und Kulturvermittler auf der Schallaburg konzipiert. In einer Zeitspanne von einem halben Jahr entwickelt diese Gruppe gemeinsam mit pädagogischen Expertinnen und Experten aus Deutschland und Österreich Ansätze und Inhalte für die Vermittlung.

 

In einer öffentlichen Vortragsreihe gibt die Schallaburg Einblicke in diesen Prozess und macht sichtbar, womit sich die Kulturvermittlung im Vorfeld der Ausstellung beschäftigt. Die öffentliche Vortragsreihe startete am 21. Oktober 2016 und endet am 10. März 2017.

 

Dritter öffentlicher Vortrag

Fr 20. Jänner 2017, 19.00 Uhr

Thema: „Kultur im Dialog! Dialog als Methode in der Kulturvermittlung und Erwachsenenbildung“

Vortragende: Gundula Avenarius, Kultur im Dialog, Berlin

Ort: Schallaburg, 3382 Schallaburg 1

Freier Eintritt!

Welche grundlegenden Prinzipien bedingen das Lernen von Menschen in Ausstellungen? Wie kann eine dialogisch verstandene Kulturvermittlung darauf Bezug nehmen? Und was bedeutet dies für ein methodisches Vorgehen?

 

Gundula Avenarius berät und trainiert unter dem Namen Kultur im Dialog Abteilungen der Bildung, Vermittlung und Besucherdienste in Museen und Gedenkstätten mit dem Schwerpunkt dialogische Vermittlung. Aktuell entwickelt sie in einem interdisziplinären Team museumspädagogische Zugänge für die Jugendarbeit in Moscheegemeinden.

 

Weitere Vortragstermine auf der Schallaburg:

Fr 17. Februar 2017, 19.00 Uhr

„Kommunikationsprozesse in Ausstellungen als Möglichkeitsraum Konflikte (kennen)zu lernen“

Karin Schneider, Wien

Fr 10. März 2017, 19.00 Uhr

„Politische Salafiyya und gewalttätiger Extremismus“

Moussa Al-Hassan Diaw (Vorstandsmitglied der NGO DERAD-Netzwerk sozialer Zusammenhalt, Extremismus-Prävention und Dialog, Wien)

 

 

Weitere Informationen:

– Detailinformationen Schallaburg

– Hauptfolder ISLAM als PDF

– Ausstellungssujet ISLAM

– Illustration „Schubladendenken“ © tuffix

Veranstaltungen finden Sie auf unserer Website: www.schallaburg.at

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11 01 2017
By: Redaktion 2 0

TKG begrüßt das EGMR-Urteil zum Schwimmunterricht

Integration statt Separation ist der richtige Slogan für ein gutes Zusammenleben

 

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) begrüßt das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrecht (EGMR )zum gemischten Schwimmunterricht für junge muslimische Mädchen als Sieg des Rechts und der Weisheit.

 

Das Interesse an der Integration der beiden Kinder und damit am Besuch sämtlicher schulischer Fächer sei höher zu gewichten, als die privaten Interessen der Eltern, die eine Dispens aus religiösen Gründen gewünscht hatten, heisst es im Urteil.

 

Die Strassburger Richter setzen damit einen Schlusspunkt unter einen jahrelangen Rechtsstreit. A.O (41) hat den Schweizer Pass – sollte also in der Schweiz integriert sein und die hiesige Rechtsordnung akzeptieren.

 

Das Bundesgericht in der Schweiz begründete seine Praxisänderung mit den wachsenden Forderungen nach Integration.

 

Dazu gehöre auch, die Teilnahme an den Unterrichtsfächern inklusive Sportunterricht durchzusetzen – zumal Schwimmen eine wichtige Fähigkeit sei. Dieser Praxis ist das Bundesgericht in der Schweiz bis heute treu geblieben.

 

Weder im Koran noch in den Überlieferungen Mohammeds(Hadith) gebe es einen klaren Hinweis darauf, der einen gemeinsamen Unterricht verbiete. TKG bezeichnet die Kleidervorschriften und die strikte Trennung der Geschlechter als historisches Produkt der männlichen patriarchalischen Herrschaft. Theologisch (Koranische Islam) lasse sich dies nicht begründen. Der Islam veränderte die Gesellschaft und die Ansicht von den Frauen radikal vor 1400 Jahren, obwohl das Patriarchat im Arabien des siebten Jahrhunderts tief verwurzelt war. Der Koran spricht vor 1400 Jahren Frauen ausdrückliche Rechte zu: auf Erbschaft, unabhängiges Eigentum, Scheidung und das Recht, vor Gericht als Zeugin auszusagen . Er verbietet vor 1400 Jahren willkürliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen und wendet sich gegen Zwang in der Ehe und in Gemeinschaftsangelegenheiten.

 

Integration statt Separation ist das richtige Slogan für ein gutes Zusammenleben aller Menschen und die Schule muss ein Ort der Bildung und der Integration sein. Dazu zähle auch der Schwimm- und Sportunterricht der teil des gesellschaftlichen Lebens in Europa ist.

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08 01 2017
By: Redaktion 2 0

TKG verurteilt LKW-Terroranschlag in Jerusalem als widerlich und tragisch

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) schreibt in seiner Aussendung wie folgt: „Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten bei den Opern und den Angehörigen derer, die bei dieser Tragödie ihr Leben in Jerusalem verloren haben.“

 

Am Sonntag lenkte ein 28-jähriger Terörist einen Lastwagen in eine Gruppe von Soldaten in Jerusalem. Dabei kamen mindestens vier Menschen ums Leben, 17 weitere Personen wurden teils schwer verletzt. Der Attentäter wurde erschossen.

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01 01 2017
By: Redaktion 2 0

“Lanet olsun bu terörü yapanlara, destekleyenlere ve sevinenlere!“

Yeni yılın ilk saatlerinde İstanbul-Ortaköy’de, bir mekanda yeni yıl münasebetiyle toplanan insanların kurşunlara hedef edilerek öldürülmeleri ve yaralanmaları sadece Türkiye’de değil yurtdışında yaşayan aziz vatanlarına karşılıksız gönülden seven ve en iyisini dileyen milyonlarca insanı derinden üzmüş ve sarsmıştır. Avusturya Türk KÜLTÜR Cemiyetinin konu ile alakalı açıklaması şöyle.

 

Bu katliamı yapanların indirilmiş din olan İslam’ın üyeleri olan müslümanların yapmış olması acıları azaltmamakta. Tam tersine arttırmaktadır.

 

Bu elim hadise nedeniyle Avusturya Türk KÜLTÜR Cemiyeti ve üyeleri adına Türkiye’nin ve kurbanların yakınlarının acılarını gönülden paylaşır, canlarını kaybedenlere Yüce Allah’tan rahmet, yaralılara acil şifalar dileriz.

 

‚Irkı, inancı, mezhebi, dili, rengi ve  geldiği ülke ne olursa olsun,  indirilmiş dinin sahibi Allah katında bir masumun katledilmesi, alemin katledilmesidir. Katil ya da katiller savunmasız, masum insanları hedef almış, alemleri katletmiş, yaralamıştır.‘ denir. Doğrudur.  Lanet olsun bu teröristlere, destekleyenlere ve sevinenlere.

 

Sözde Kur’an’dan bahseden ama özünde uydurulmuş şirkin dibi olan bu İslam dairesinde hareket eden dinin mensuplarına, teröristlere ve bu terörün arkasında buluna tüm kişi, kurum, kuruluş ve devletlere lanet olsun.

 

Türkiye’de yıllardır nefret körükleyen, sen ben ayrımını devamlı gündemde tutan, laik anti laik, Türk Kürt diye insanları birbirine düşüren siyasiler, bürokratlar, medya temsilcileri ve  din adamı diye geçinip sözde İdris ama özünde yıllardır İblislik yapan Allah’n,  ‚Aman o yaman aldatıcı seni Allah diye kandırmasın‘ diye özellikle Lokman Süresi 33. ayetinde ve Ankebut Süresinin genellinde uyardığı  ‚Şeytan-ı Evliyalar‘ artık defolun….

 

Kindar bir nesil istemiyoruz. Dinimizin siyallaşmasını, suistimal edilmesini, sömürüsünü ve  özellikle din bezirganlığı yapılmasını istemiyoruz.

 

Resmen ve alenen dış güçlerin Irak ve Suriye’de yol açtığı ter savaşını bağıra bağıra Türkiye içine taşıyarak ülkeyi adeta şiddet teolojinin bataklığı  terör üzerinden siyasi, manevi ve manevi olarak nemalanıp sonradan sahtekarca göz yaşı döken İblislerin askerleri defolun….

 

Bu terörü anlamsızlaştırmanın tek çaresi katiller ve zihniyetleri karşısında kinleri toprağa akıtıp masumiyetin genel geçer çatısı altında birleşmektir.

 

Bu şiddet teolojisinin terörist evlatlarına ve bunu destekleyen iç ve dış güçlere hayır demeye davet ediyoruz. Hedef terörü kurumsallaştırıp bu teröre insanları alıştırmak ve akabetinde tepkisiz hale getirip kendi demokrasi dışı, cumhuriyet düşmanı, medeni dünyada kazanılmış değerleri yok eden sistemi oturmak isteyenlere hayır diyelim.

 

Avusturya Türk Kültür Cemiyeti

Başkan

Birol Kılıç

www.turkischegemeinde.at

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23 12 2016
By: Redaktion 2 0

TKG: „Frohe Weihnachten und gutes neues Jahr!“

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) wünscht allen Freunden und ihren Familien ein frohes Weihnachtsfest und ein friedvolles Neues Jahr 2016!

 

Wir alle sind Menschen mit Heimat und Gesinnung und nicht bloß Namen oder Nummern auf einem Ausweis! Deswegen bedankt sich die Türkische KULTURgemeinde im Besonderen bei denen, die die Schutzsuchenden betreut und unterstützt haben. Dass die Sicherheit dabei nicht außer Acht gelassen werden darf, halten wir für selbstverständlich. Auch im neuen Jahr wollen wir das Gemeinsame vor das Trennende stellen, nicht nur in religiösen, sondern auch in politischen und alltäglichen Angelegenheiten und Fragestellungen. In diesem Sinne streckt die unabhängige Türkische KULTURgemeinde wie bisher als verlässlicher Partner im gesellschaftspolitischen Diskurs Österreichs die Hände aus.

Weihnachten ist ein Fest, welches von Gläubigen, weniger religiösen und nicht religiösen Menschen gleichermaßen als Kulturgut gefeiert wird. Kaum jemand kann sich den Festlichkeiten im intimen Familienkreis oder bei Freunden entziehen. Auch zehntausende  Menschen aus der Türkei in Österreich. Wir freuen uns genauso. Weil die besinnliche Stimmung viele Menschen aus der Türkei, die Ihre „Neue Heimat“ als Österreich sehen, auch sehr berührt.

Millionen von Christen werden in diesen Tagen die Freude haben, die Geburt Jesus Christi zu Hause und bei der Christmette  zu feiern. Nach Ihrem Glauben  tragen Sie, „ die christliche Weihnachtsbotschaft von der Menschwerdung Gottes, der zu den Menschen hinabgestiegen ist, in die Welt, die von Leid und Elend erschüttert ist.“  Auch bei den Muslimen steht Jesus Christus als einer der drei wichtigsten Propheten in hohem Ansehen, Liebe und Respekt. Isa, Sohn der Maria (Īsā ibn Maryam ). „Und wir haben Jesus, dem Sohn der Maria, die klaren Beweise gegeben und ihn mit dem heiligen Geist gestärkt.“ (Sure 2, Vers 87)

Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie im Namen unseres Vorstandes gesegnete Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2016! Möge es Glück und Frieden bringen, den sich die Welt so sehr erhofft!

Wir bedanken uns herzlich für die freundliche, konstruktive und zielführende gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr, und freuen uns auf weiterhin gute Kooperationen in der Zukunft. Frohe Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches Jahr!

 

Türkische Kulturgemeinde in Österreich
Dipl.-Ing. Birol Kilic
Obmann

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23 12 2016
By: Redaktion 2 0

Gewalt kennt keine Weihnachtspause – die Frauenhelpline 0800 / 222 555 auch nicht!

Gewalt an Frauen und Kindern kommt an 365 Tagen im Jahr in Österreich vor.

 

Sie kennt leider keine Weihnachtsferien oder sonstige Feiertage. Die Frauenhelpline 0800 / 222 555 steht Betroffenen und Angehörigen ebenso wie Institutionen auch in dieser emotional oft angespannten Zeit rund um die Uhr, österreichweit und kostenlos zur Verfügung.

Besonders an Weihnachtstagen ist es wichtig, dass jemand da ist, der sich Zeit nimmt, um Anliegen anzuhören und gemeinsam nach möglichen Lösungen zu suchen. Durch einen Anruf bei der Frauenhelpline können Betroffene, Angehörige und Personen aus dem Umfeld von betroffenen Frauen rund um die Uhr Unterstützung, Begleitung, Beratung und Entlastung durch ein kompetentes Team von Psychologinnen, Juristinnen und Sozialarbeiterinnen erhalten.

Die Frauenhelpline bietet weiters Beratungen in arabischer, bosnisch-kroatisch-serbischer, englischer, persischer/Farsi, russischer und türkischer Sprache an und kann durch eine Kooperation mit dem RelayService von gehörlosen Menschen in Anspruch genommen werden.

 

Das Team der Frauenhelpline unterstützt auch gewaltbetroffene Frauen, die geflüchtet sind.

 

Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 / 222 555

österreichweit – kostenlos – rund um die Uhr – anonym – vertraulich

Weitere Informationen unter www.frauenhelpline.at

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23 12 2016
By: Redaktion 2 0

TKG: „Frohe Weihnachten und gutes neues Jahr“

 

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) wünscht allen ein frohes Weihnachtsfest und ein friedvolles Neues Jahr 2017!

 

Wien (OTS) – Wir alle sind Menschen mit Heimat und Gesinnung und nicht bloß Namen oder Nummern auf einem Ausweis! Weihnachten ist ein Fest, welches von Gläubigen, weniger religiösen und nicht religiösen Menschen gleichermaßen als Kulturgut gefeiert wird. Kaum jemand kann sich den Festlichkeiten im intimen Familienkreis oder bei Freunden entziehen. Auch zehntausende Menschen aus der Türkei in Österreich. Wir freuen uns genauso. Weil die besinnliche Stimmung viele Menschen aus der Türkei die Ihre „Neue Heimat“ als Österreich sehen auch sehr berührt und Freude bereitet.

 

Säkularer, verfassungspatriotischer Partner

In diesem Sinne streckt die unabhängige Türkische KULTURgemeinde wie bisher als verlässlicher säkularer, verfassungspatriotischer Partner, der für Demokratie, Frauenrechte, Pressefreiheit und freie Meinungsäußerung und gegen Religionsmissbrauch in Österreich und in der Welt eintritt im gesellschaftspolitischen Diskurs Österreichs die Hände aus.

 

Trotzdem: Gemeinsame vor das Trennende stellen

Auch im neuen Jahr wollen wir das Gemeinsame vor das Trennende stellen, nicht nur in religiösen, sondern auch in politischen und alltäglichen Angelegenheiten und Fragestellungen weil die Werte Europas glauben wir sind stärker als Hass und Gewalt.

 

Wir leiden mit Ihnen

Unsere Gedanken ist in Berlin: Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten bei den Opfern und den Angehörigen derer, die bei dieser Tragödie ihr Leben verloren. Wir teilen Ihren Schmerz, wir fühlen und leiden mit Ihnen.

 

Nicht gewöhnen

Der IS-Terror hat mehrere Väter und Mütter, und man sollte hier diesen abscheulichen IS-Terror richtig diagnostizieren und die Bevölkerung unter dem Vorwand „Aufklärung“ nicht manipulieren bzw. die Wahrheit im Schatten lassen und uns nicht unserer besseren Traditionen entledigen: nämlich der Vernunft, der Aufrechterhaltung des ethischen Prinzips und der Suche nach unabhängigen Beweisen in Zeiten von Konflikten. Die Sümpfe, die seit Jahren für den IS-Terror vorbereitet wurden, verfolgen das Ziel, mit diesen pseudo-islamischen Terrormilizen die Infrastruktur und das Zusammenleben der Menschen zu zerstören. Hier darf man nicht falsch, eindimensional pauschalisieren, und wir müssen uns folgende Frage stellen und Antworten finden, bevor es zu spät ist: Wer dirigiert und finanziert die IS-Terroristen in der Welt? Nein wir werden an den Terror und Bedrohung als Teil des Lebens nicht gewöhnen.

 

Frohe Weihnachten und ein gesundes und erfolgreiches Jahr!
Möge es Glück und Frieden bringen, den sich die Welt so sehr erhofft.

 

Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG) 

Dr. Melissa Günes
Generalsekretärin

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20161223_OTS0063/tkg-frohe-weihnachten-und-gutes-neues-jahr

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21 12 2016
By: Redaktion 2 0

TKG: „In Gedanken bei den Opfern und ihren Angehörigen“

Ein Lastwagen ist in Berlin in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gefahren. Es wurden zwölf Menschen getötet, 48 verletzt. Der Beifahrer wurde offenbar erschossen. Eine Flüchtlingsunterkunft wurde durchsucht. Der Verdächtige soll ein 23-jähriger Pakistaner sein. Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) schreibt in seiner Aussendung wie folgt: „Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten bei den Opern und den Angehörigen derer, die bei dieser Tragödie ihr Leben verloren“

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20 12 2016
By: Redaktion 2 0

TKG drückt sein herzliches Beileid aus

 

Wien (OTS) – Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich(TKG) drückt hiermit den Angehörigen des Botschafters in Ankara, der russischen Regierung und dem russischen Volk, sowie dem russischen Botschafter in Österreich herzliches Beileid aus.

 

Der Botschafter wollte in der Bildergalerie in Ankara mit dem Namen „Zentrum der zivilisierten Kunstzentrale“ eine Vernissage der Fotoausstellung „Russland in türkischem Auge“ eröffnen.

Dass ein fundamentalistischer und radikalisierter Polizist in der Türkei den Botschafter hinterrücks ermordet, zeigt wie hinterhältig und feige diese Menschen sind, egal welcher Nation sie angehören. Millionen Menschen in der Türkei und auch im Ausland finden diesen unzivilisierten, verräterischen und perfiden Mord inakzeptabel und unentschuldbar.

 

 

Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG) 

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11 12 2016
By: Redaktion 2 0

TKG verurteilt den widerlichen Terroranschlag in Istanbul und in Kairo aufs Schärfste! LANET OLSUN!

Die Türkische Kulturgemeinde Österreich (TKG) ist in diesen Stunden mit den Gedanken bei den Angehörigen der Todesopfer (38 bis jetzt davon 30 Polizisten und 8 Zivilisten) und den Verletzten(155 bist jetzt), die bei der jüngsten Anschlagsserie am Samstag in Istanbul durch einen widerlichen Terroranschlag ums Leben gekommen sind. TKG verurteile auch den Anschlag(23 Tode und 49 Verletzte) auf koptische Christen in Kairo heute am Sonntag auch auf das Schärfste.

Der Obmann der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich, Birol Kilic, verurteilt den widerlichen Terroranschlag in Istanbul wie folgt scharf:

„Im Namen der Türkische KULTURgemeinde in Österreich verurteilen wir die abscheuliche Terror in Istanbul und Kairo und Kafr-el-Sheikh  auf das Schärfste und sprechen den Angehörigen der Opfer unser tief empfundenes Beileid aus. Unser tiefstes Mitgefühl ist bei den Opfern und deren Angehörigen in diesen harten und schmerzlichen Stunden in Istanbul und in Kairo. Dieser Terroranschlag in Istanbul und in Kairo  ist ein abscheulicher Terror gegen die Menschheit.

Wir solidarisieren uns mit den koptischen Christen

Der Anschlag in Kairo zielt auf die ganze Nation mit ihren Christen und Muslimen und will das friedliche Zusammenleben mit der widerlichen terroristischen Gewalt total zerstören. Wir solidarisieren uns mit den koptischen Christen aus Wien und teilen ihre Schmerzen.

Welche „Kräfte“ stecken hinter diesem Terror?

 

Wir fordern sofort die Terroristen und diejenigen Kräfte, die hinter diesem Terror stehen, fündig zu machen. Man kann diesen Terror nicht auf einen Namen oder eine Richtung reduzieren, weil dieser Terror mehrere Mütter und Väter hat.  Hinter diesem Terror in Istanbul stecken mehrere Kräfte im In- und Ausland, die aus einem Stellvertreterkrieg stammen.


Eine Drohung für alle Länder

Gegen Terror sollte man, egal in welche Art, zusammenarbeiten und nicht in Schadenfreude agieren. Niemand sollte aus solchen Terrorakten versuchen Ziele zu erreichen, die eigentlich einen selbst treffen könnten. Ein solcher Akt des Terrors im Herzen von  Istanbul ist eigentlich eine Drohung für alle Länder. Terrorismus ist eine internationale, kannibalistisch sich vermehrende Pest, wovon jedes Land betroffen sein kann.  Niemand kann sagen: Es geht uns nichts an. Kannibalistisch deswegen, weil dieser Terror auch diejenigen treffen wird, die hier im In- und Ausland diesen Terror als Brandstifter vorbereiten, unterstützen und dann als Feuerlöscher auftreten.

 

Aussöhnung in der Türkei-Rückkehr zum Rechtsstaat 

 

Wir fordern eine Rückkehr zum Rechtsstaat in der Türkei, einen umfassenden Friedensprozess und ein Wiederaufleben der Demokratie.

 

Die Aussöhnung in der Türkei ist der einzige Weg, der die Türkei in eine sichere und wohlhabende Zukunft führt.

 

Wir sollten hier alle Politiker in der Regierung und alle Verantwortlichen in der Türkei aufrufen, sich sofort gemeinsam eine Versöhnungsebene zu finden.

 

Die Türkei muss im Inland sofort zu einer politisch und rechtsstaatlich friedlichen Atmosphäre zurückkehren. Wir fordern in der Türkei eine Rückkehr zum Rechtsstaat, einen umfassenden Friedensprozess und ein Wiederaufleben der Demokratie. Wir fordern alle demokratischen Kräfte auf, die Augen vor diesen Ereignissen nicht zu verschließen und die Türkei wieder auf den richtigen, demokratischen Pfad zu bringen.

 

Die Türkei sollte wieder stark an den säkularen und rechtsstaatlichen Prinzipien der Demokratischen Republik unbedingt festhalten und mit allen Mittel für diese Werte kämpfen.

Die Türkei muss wieder zu dem außen- und innenpolitisch säkularen demokratischen Prinzip ‚Frieden zu Hause, Frieden in der Welt‘ zurückkehren. „

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09 12 2016
By: Redaktion 2 0

Menschenrechtsbefund 2016: Hass im Netz gegen Geflüchtete steigt

Am 10. Dezember wird der Tag der Menschenrechte begangen.

Er gilt als Gedenktag zur Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948.  Aus diesem Anlass präsentiert die „Österreichische Liga für Menschenrechte“ den Menschenrechtsbefund 2016. Darin werden unter anderem menschenrechtliche Schieflagen in puncto Rassismus und Asylpolitik aufgezeigt.

Hetze und Hass im Internet gegen Geflüchtete nehmen demnach zu. Die „Obergrenze“ verstoße gegen die Grundrechtecharta. Das Schutzsystem für geflüchtete Frauen weise Lücken auf. Die Medienservicestelle Neue Österreicher/innen (MSNÖ) fasst die wichtigsten Ergebnisse in den Bereichen Asyl und Flucht zusammen.

 

Hass im Netz zielt auf geflüchtete Personen

„Geflüchtete – und assoziiert mit den Herkunftsregionen generell Personen, die dem Islam zugeordnet werden – sind seit Herbst 2015 zu einer der Hauptzielscheiben für Online Hass avanciert, und das nicht nur in Österreich, sondern in vielen Teilen Europas“, schreibt Claudia Schäfer von der Antirassismus-Stelle ZARA. Nach wie vor nehmen Hetze und Hass im Internet laut Menschenrechtsbefund zu. Betroffen sind nicht nur geflüchtete Personen, sondern auch all jene, die sich für einen menschenrechtlichen Umgang mit Flüchtlingen aussprechen (zum Beispiel PolitikerInnen oder JournalistInnen).

 

Auch der Verfassungsschutz berichtet von zunehmender Hetze im Internet. So stiegen die strafrechtlich relevanten Hinweise, die bei der NS-Meldestelle eingegangen sind, um mehr als das Doppelte: 2014 gingen 629 strafrechtlich relevante Hinweise ein, 2015 waren es 1.351. Der Anstieg sei auf die Anzeigen auf Grund von Verhetzung vor allem auf die steigende Zahl entsprechender Beiträge im Internet, zurückzuführen, heißt es im Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2015 (siehe auch MSNÖ-Artikel: Massiver Anstieg rechtsmotivierter Straftaten).

Von den von ZARA dokumentierten Fällen von Rassismus und Diskriminierung im Jahr 2015 fanden 20 Prozent im Internet statt. Dem Forum gegen Antisemitismus wurden im vergangenen Jahr 465 antisemitische Vorfalle gemeldet, 20 Prozent davon fanden im Internet statt.

 

Als besonders problematisch sieht Schäfer dabei zahllose Beispiele, die zeigen, dass der im Netz ausgedrückte Hass sich offline manifestieren kann – sei es, weil dadurch die Debatte rund um die Themen Flucht und Migration zusätzlich angeheizt wird oder weil Aufrufe zu Gewalt gegen Geflüchtete tatsächlich umgesetzt werden.

 

Um Hetze und Hass im Internet entgegenzusteuern, richtet der Menschenrechtsbericht u.a. folgende Empfehlungen an die Politik:

 

  • Informations- und Bildungsangebote für Internet-NutzerInnen zur Erkennung gefährdender und illegaler Inhalte
  • Schaffung von Anlaufstellen und Beratungseinrichtungen für Opfer und ZeugInnen
  • Einrichtung einer Infrastruktur, die die Einhaltung des „Code of Conduct für den Umgang mit illegaler Hassrede“ kontrolliert und sicherstellt
  • Stärkung bestehender Beratungs- und Meldeeinrichtungen

 

Lücken beim Schutz von geflüchteten Frauen

Einen Schwerpunkt widmet der Menschrechtsbefund dem Thema Gewalt gegen Frauen. Dabei wird kritisiert, dass nicht alle Frauen den gleichen Zugang zu Unterstützungsstrukturen sowie den entsprechenden Rechtsmitteln haben. Dazu zählen auch Frauen auf der Flucht.

 

In Österreich stieg der Anteil der Frauen, die um Asyl ansuchen, von 24,2 Prozent im Jahr 2014 auf 27,7 Prozent im Jahr 2015. Im laufendem Jahr gingen bis Ende Oktober 2015 12.099 Anträge von Frauen ein. Das entspricht einem Anteil an allen Asylanträgen von 32,5 Prozent (siehe MSNÖ-Artikel: Frauen und Flucht: Zahlen und Fakten).

 

Während in der Istanbul-Konvention* und in der Allgemeinen Empfehlung Nr. 32 der UN-Frauenrechtskommission festgelegt ist, dass von Gewalt betroffene Frauen ausreichenden Schutz erhalten müssen sowie frauenspezifische Verfolgungsgründe anzuerkennen sind, sieht die Realität laut aktuellem Menschenrechtsbefund anders aus. Konkret wird kritisiert, dass geflüchtete Frauen in der öffentlichen Diskussion zu Asyl und Flucht zu selten thematisiert werden. Zudem fehlen Daten, um das Ausmaß von geschlechtsspezifischer Gewalt bemessen zu können.

 

Weitere Kritikpunkte, die die Wissenschafterin Sabine Mandl benennt, betreffen insbesondere die Unterbringung. So seien die „im Gewaltschutzgesetz vorgesehenen Instrumente, wie die Wegweisung, das Betretungsverbot oder die Einstweilige Verfügung nur bedingt auf asylsuchende Frauen in Flüchtlingsunterkünften anwendbar“. Gleichzeitig werde Gewalt gegen geflüchtete Frauen begünstigt durch überfüllte Wohneinheiten, oftmals fehlenden Dusch- und Waschmöglichkeit oder durch die gemeinsame Unterbringung von alleinstehenden Frauen und minderjährigen unbegleiteten Mädchen mit Männern.

 

„Obergrenze“ verstößt gegen Grundrechtecharta

Anfang des Jahres beschloss die Bundesregierung die „Obergrenze“ für Flüchtlinge und verkündete, dass im laufenden Jahr 37.500 Personen in Österreich um Asyl ansuchen dürfen. Auch für die kommenden Jahre wurden „Obergrenzen“ festgelegt: 35.000 Asylanträge 2017, 30.000 Asylanträge 2018, 25.000 Asylanträge 2019 (siehe MSNÖ-Artikel: Österreich 2016: Maximal 37.500 AsylwerberInnen). Bis Ende Oktober gingen im laufenden Jahr 37.256 Asylanträge in Österreich ein, davon wurden jedoch nur 21.680 zum Verfahren zugelassen.

 

Die „Obergrenze“ für Flüchtlinge wurde und wird nicht nur von Zivilgesellschaft und unterschiedlichen NGO’s stark kritisiert, sondern verletzt laut dem Menschenrechtsbefund die Charta der Grundrechte der Europäischen Union.

 

„Tatsächlich führt die 2016 in Österreich vorgenommene Gesetzesänderung zu einer Verletzung von EU Primärrecht und stellt eine reele Gefahr der Verletzung der Grundrechte dar“, erklärt Emanuel Matti vom Institut für Österreichisches und Europäisches Öffentliches Recht im Menschenrechtsbefund. Konkret verstößt die neueste Novelle des Asylgesetzes gegen Artikel 47 der Grundrechtecharta: Diese legt das Recht auf ein unparteiisches Gericht und auf einen wirksamen Rechtsbehelf fest. Durch die Gesetzesänderung sei jedoch „kein effektives Rechtsmittel gegen behördliche Zwangsmaßnahmen vorgesehen“ sowie der „Zugang zum regulären Asylverfahren und seinen Garantien eingeschränkt“, erklärt Matti weiter. Zudem verstoße die österreichische Gesetzesänderung gegen Artikel 20 der Grundrechtecharta, der die Gleichheit aller vor dem Gesetz regelt.

 

Nicht nur Flüchtlinge von Kürzung der Mindestsicherung betroffen

Ein in den vergangenen Monaten heftig diskutiertes Thema in Österreich ist die Bedarfsorientierte Mindestsicherung für subsidiär Schutzberechtigte und Flüchtlinge. Im Menschenrechtsbericht wird aufgezeigt, dass die BezieherInnen-Zahlen der Mindestsicherung nicht erst seit den verstärkten Fluchtbewegungen steigen. Bereits seit 2000 – also auch im alten System der Sozialhilfe – nahmen die Zahlen der BezieherInnen in einem ähnlichen Ausmaß zu wie jetzt: „Über Flüchtlinge wird gesprochen, um über die wahren Gründe für den Anstieg der Mindestsicherung im letzten Jahrzehnt zu schweigen: fehlende Arbeitsplätze, steigende Wohnkosten, schwere gesundheitliche und psychische Probleme, Pflegekosten, ein aussonderndes Bildungssystem, prekäre und nichtexistenzsichernde Jobs“, so der Mitbegründer der Armutskonferenz, Martin Schenk, über die seiner Meinung wahren Gründe des Anstiegs der BezieherInnen.

 

Einzelne Bundesländer änderten bereits ihre Gesetze bezüglich der Frage, wer wie viel Mindestsicherung erhalten soll. Laut Armutskonferenz seien von den Gesetzesänderungen nicht ausschließlich Schutzberechtige oder Asylberechtigte betroffen. Massive Verschlechterungen werde es künftig u.a. für GeringverdienerInnen, alleinerziehende Mütter, chronisch kranke Personen, für MindestpensionistInnen oder für Eltern, die mit ihren erwachsenen Kindern mit Behinderung in einem Haushalt leben, geben.

 

Daher kritisiert Schenk, dass auf dem Rücken der aktuellen Fluchtbewegungen eine Neiddebatte geführt werde, obwohl von der Kürzung der Mindestsicherung nicht nur Flüchtlinge, sondern generell die Ärmsten der Gesellschaft betroffen sind: „Während Menschenrechte im Kontext von Asyl zunehmend ausgehebelt werden und soziale Grundrechte bei den ärmsten zehn Prozent der Bevölkerung unter Druck geraten, wird in fast jeder Diskussion, in beinahe jeder Rede, sowie in jedem zweiten Zeitungsartikel auf ‚unsere Werte‘ gepocht“, so Schenk.

 

 

Weitere Informationen und Kontakte:

 

* Die Konvention des Europarates zur Verhinderung und Bekämpfung von Gewalt an Frauen und häuslicher Gewalt, auch Istanbul-Konvention genannt, trat 2014 in Kraft. Österreich ratifizierte die Konvention bereits 2013.

 

Österreichische Liga für Menschenrechte, Kira Preckel, Tel.: 0650 416 76 44,  k.preckel@liga.or.at

 

Bundesministerium für Inneres, Asylstatistiken

 

Karl-Heinz Grundböck, Sprecher des Bundesministeriums für Inneres; karl-heinz.grundboeck@bmi.gv.at; Tel: 01 53126 – 2490

 

ZARA – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit, Claudia Schäfer, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: +43 (0) 1 929 13 9918, presse@zara.or.at  

 

Armutskonferenz, Martin Schenk, Tel.: 01 40 9 80 0 1- 12, martin.schenk@diakonie.at

www.facebook.com/pages/Medien-Servicestelle-Neue-%C3%96sterreicherinnen/220692274684591

 

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05 12 2016
By: Redaktion 2 0

TKG gratuliert Van der Bellen zu Wahlerfolg!

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) gratuliert Alexander Van der Bellen zu seinem Sieg bei der Bundespräsidentenwahl.

„Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) gratuliert und wünscht dem neuen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen viel Erfolg und viel Kraft für die Ausübung seines Amtes. Wir wünschen auch dem 3. NR-Präsidenten und Gegenkandidaten Norbert Hofer alles Gute. Wir haben in Österreich gerade sehr viele Probleme wo die Spreu vom Weizen immer wieder nicht getrennt wird. Aber die Probleme sind da, um diese gemeinsam zielführend zum Wohl des Landes Österreich und für alle Menschen ausnahmslos zu lösen. Wir sollten mehr als vorher das Gemeinsame, nicht das Trennende in den Vordergrund stellen.“, so TKG Obmann Birol Kilic.

Quelle-Link:

APA-OTS am Montag – 5.12.2016 um 9:17 Uhr

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20161205_OTS0020/tkg-gratuliert-van-der-bellen-zu-wahlerfolg

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03 12 2016
By: Redaktion 2 0

Unbedingt am 4. Dezember wählen gehen! 14 Antworten für Unentschlossene

Die Wiederholung der Bundespräsidenten-Stichwahl wurde auf Sonntag, den 4. Dezember 2016 VERSCHOBEN. Es dürfen alle österreichischen Staatsbürgerinnen/österreichischen Staatsbürger, die am Wahltag mindestens 16 Jahre alt sind, an der Wahl teilnehmen.

14 Antworten für Unentschlossene

Welche Frage würden Sie den beiden Stichwahlkandidaten im Hofburg-Rennen stellen: Das wollten wir von unserem Publikum wenige Tage nach der US-Wahl wissen. Zu den sieben repräsentativsten bzw. prägnantesten Fragen der ORF.at-Leserinnen und -Leser haben sich Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen in kurzen Video-Statements positioniert.

 

orf.at/wahl/beingpresident/stories/2368909/

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21 11 2016
By: Redaktion 2 0

Buchpräsentation Orient & Okzident- Das neue Buch des „Neue Welt Verlag“

Der Neue Welt Verlag, die Österreichische Akademie der Wissenschaften und die „Türkische Kulturgemeinde in Österreich“(TKG) freuen sich JournalistenInnen und Interessierte begrüßen zu dürfen.

Das Buch Orient & Okzident-Begegnungen und Wahrnehmungen aus 500 Jahren ist Band 4 der Buchreihe des „Neue Welt Verlag“ und wird vom Verleger Birol Kilic herausgegeben. Für diesen Band konnte der „Neue Welt Verlag“ zwei hervorragende Herausgeber und 24 hochqualifizierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen gewinnen. Die beiden Herausgeber Barbara Haider-Wilson und Maximilian Graf sind auch Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften und waren schon an einer Vielzahl historischer Publikationen beteiligt.

 

EINLADUNG

Datum: 30.11.2016
Mittwoch 18:00 c.t.

Ort: Theatersaal der Österreichischen
Akademie der Wissenschaften
Wien I., Sonnenfelsgasse 19

Anmeldung erbeten unter:
office@neueweltverlag.at
oder 0043-1-513 76 15-0

 

Es ist für unseren Neue Welt Verlag in Wien eine große Freude, mit 24 Top-Wissenschaftlern und -Wissenschaftlerinnen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Freien Universität Berlin, des Österreichischen Historischen Instituts in Rom, der Universität Wien, dem Museum für angewandte Kunst in Wien, der Karl-Franzens-Universität Graz, der Kunstuniversität Belgrad, der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, der Westböhmischen Universität Pilsen und freischaffenden Wissenschaftlern verschiedener Fachbereiche dieses Buch zu präsentieren.

 

Das Buch „Orient & Okzident – Begegnungen und Wahrnehmungen aus 500 Jahren“ ist Band 4 der Buchreihe des „Neue Welt Verlag“ und wird vom Verleger Birol Kilic herausgegeben. Für diesen Band konnte der „Neue Welt Verlag“ zwei hervorragende Herausgeber und 24 hochqualifizierte Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen gewinnen. Die beiden Herausgeber des Buches Barbara Haider-Wilson und Maximilian Graf sind auch Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften und waren schon an einer Vielzahl historischer Publikationen beteiligt.

 

Das Buch thematisiert eine historische Betrachtung des Verhältnisses zwischen „Orient“ und „Okzident“, beides weit mehr als Raumkategorien, und verweist auf ein enges Beziehungsgeflecht, das sich über die Jahrhunderte aufbaute. Wie die darin versammelten Beiträge mit einem besonderen Schwerpunkt auf die Nachbarn Habsburgermonarchie und Osmanisches Reich zeigen, standen neben den bekannten kriegerischen Auseinandersetzungen eine Vielzahl friedlicher Interaktionen und ein reger Austausch. In der historischen Reflexion wird ein wirkmächtiges Naheverhältnis sichtbar, das sich aus Gemeinsamkeiten und Gegensätzen, aus Begegnungen und Bilderwelten speiste.

 

Über die Entstehung der monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam hinweg führt das Buch durch einen historischen Diskurs, der sämtliche Stationen der Geschichte behandelt.

 

Neue Welt Verlag
Orient&Okzident 
Begegnungen und Wahrnehmungen aus fünf Jahrhunderten
Hardcover, 770 Seiten mit Bildern
ISBN 9783950306194
€ 49,90

 

PROGRAMM 

Begrüßung

Arnold Suppan

Österreichische Akademie der Wissenschaften

 

Worte des Verlegers
„Ein Traum wird Wirklichkeit“
Birol Kilic
Neue Welt Verlag / Geschäftsführer

 

Vorstellung des Buches
Barbara Haider-Wilson
Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
& Maximilian Graf
Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien

Moderation und Diskussionsleitung
Otmar Lahodynsky
President, Association of European Journalists, profil

 

„Der Neue Welt Verlag legt mit diesem facettenreichen Band einen gewichtigen Beitrag zur langen Geschichte von Interaktionen zwischen Orient und Okzident vor. Damit beweist er erneut sein gesellschaftspolitisches Engagement, wissenschaftliche Erkenntnisse zu aktuellen Themen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dem bedeutungsvollen Buch sind viele Leserinnen und Leser zu wünschen.“
Prof. Dr. Arnold Suppan,
Österreichische Akademie der Wissenschaften

 

Mehr: http://www.neueweltverlag.at/index.php?id=1252

 

Rückfragen & Kontakt:

Neue Welt Verlag
Mag. Deniz Sel
d.sel@neueweltverlag.at
www.neueweltverlag.at

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19 11 2016
By: Redaktion 2 0

Der Koran entlarvt den „Islamischen Staat“ als antiislamisch

 

Terror-Chef Al-Bagdadi hat Muslime aller Welt zu den Waffen gerufen. Nicht nur der gesunde Menschenverstand hält davon ab, ihm zu folgen, sondern auch islamische Ein Kommentar von Tahir Chaudhry

 

Der selbst ernannte Kalif des „Islamischen Staates“ hat Muslime aus aller Welt erneut  aufgefordert, seinen Terror-Feldzug zu unterstützen. „Es gibt keine Entschuldigung für Muslime, nicht dem Islamischen Staat beizutreten“, betonte der IS-Chef Al-Bagdadi nun in einer Audio-Botschaft. Die meisten Muslime werden diesen Appell natürlich weit von sich weisen. Aus gesundem Menschenverstand, aber auch, weil hier Terroristen das Label „Muslim“ missbrauchen – in völliger Verkennung der islamischen Frühgeschichte und der religiösen Prinzipien des Islam.

Islamisten ziehen sich aus 6.000 Versen sechs heraus, um ihre menschenverachtende Ideologie zu rechtfertigen. Sie behaupten zu wissen, was der „wahre“ Islam sei. Die westlichen Islamkritiker sind bereit, diese Interpretation der Extremisten zu akzeptieren, um ein Terrorpotenzial in seinen Quellen ausmachen zu können. Warum aber kommen sie nicht auf den Gedanken, dass nicht eine bestimmte Lesart des Koran zur Gewalt führen muss – sondern die Lust an der Gewalt zur entsprechenden Lesart?

Der Koran ist kein Nachschlagewerk, wie viele Menschen im Westen – und auch viele ungebildete Muslime – glauben. Es ist ein Buch, das als Gesamtwerk im historischen und textuellen Kontext verstanden werden muss.

 

Muslime müssen Verteidiger der Glaubensfreiheit sein

Der Islam ist deshalb längst keine pazifistische Religion. Es gibt Koranverse, die Gewalt rechtfertigen. Immerhin entstand der Islam in kriegerischen Zeiten, indem Muslime ständig fürchten mussten, ausgerottet zu werden. Für die Mekkaner des 7. Jahrhunderts galt die Botschaft des Propheten Mohammed als Blasphemie. Außerdem sahen sie ihr Geschäft und ihre Macht gefährdet. Sie verspotteten, verfolgten und töteten die frühen Muslime. Erst nach 13 Jahren, als die Muslime aus Mekka auswanderten und trotzdem weiter verfolgt wurden, verkündete der Prophet, dass es erlaubt sei, zu den Waffen zu greifen. Unmittelbar danach begrenzte er diese Erlaubnis zum Kampf: „Und wenn sie sich dem Frieden zuneigen, dann neige (auch du) dich ihm zu (und lass vom Kampf ab)!“ (8:61).

Im Koran heißt es explizit, dass nur diejenigen sich verteidigen dürfen, denen „Unrecht geschehen ist“ und die „unberechtigterweise aus ihren Wohnungen vertrieben worden sind, nur weil sie sagen: Unser Herr ist Allah!“.  Im nächsten Vers wird erklärt, dass wenn Muslime sich weiterhin zurückhalten würden, „Klöster, Kirchen, Synagogen und (andere) Kultstätten zerstört würden, in denen der Name Allahs unablässig erwähnt wird.“ (22:40). Vor diesem Hintergrund ist die blinde Zerstörungswut des IS, die sich gegen die Heiligen Stätten aller Andersgläubigen und auch ihrer Glaubensbrüder richtet, Verrat an ihrer eigenen Religion.

 

Für den Krieg gibt es Regeln und Grenzen

Der erste Kalif des Islam, Abu Bakr, mit dessen Namen sich der Terror-Chef des IS nun schmückt, führte zwar tatsächlich mehrere Kriege. Vor dem ersten Marsch verbot er den Kämpfern jedoch, Menschen zu betrügen und auszubeuten. Er forderte: „Verstümmelt keine Leichen, tötet keine Kinder, keine alten Männer und keine Frauen!“ (at-Tabarī). Sie durften keine Bäume fällen, Tiere töten, Andersgläubige beim Gebet stören oder Kirchen und Tempel zerstören. Diese Regeln kennt die gesamte islamische Orthodoxie. Der IS-Terror kennt sie nicht.

Der Koran untersagt außerdem, dass Gefangene getötet werden – der IS köpft sie vor laufenden Kameras. Sklaverei wurde durch den Propheten Mohammed schrittweise abgeschafft. Mehrere Koranverse fordern eine Freilassung von Sklaven. Auch die beim IS beliebte Zwangskonvertierung widerspricht unzähligen Koranversen. So heißt es zum Beispiel: „Und wenn dein Herr wollte, würden die, die auf der Erde sind, alle zusammen gläubig werden. Willst nun du die Menschen (dazu) zwingen, dass sie glauben?“ (10:99).

 

Mohammed war kein machtbesessener Wüstenkrieger

Allerdings ist der Versuch radikaler Islamisten, den Propheten Mohammed als machtbesessenen Wüstenkrieger darzustellen, nicht bloß eine Erfindung der Islamkritiker. Radikale Denker entwickelten dieses Bild als Reaktion auf Fremdherrschaft und Kolonialismus. Es ist also nicht sinnvoll, die jüngste Geschichte des politischen Islam rückwirkend auf die gesamte Geschichte des Islam zu projizieren. Fanatiker gleich welchen Hintergrundes waren schon immer das Produkt von sozialen oder politischen Problemen.

Mohammed steht im Koran hingegen eher für seine unzähligen Akte der Gnade, Liebe und des Mitgefühls. Im Koran heißt es sogar: „Wir entsandten dich nur als eine Barmherzigkeit für alle Welten“ (21:107). Gemäß Eigendefinition ist der Koran eine „Rechtleitung für die Rechtschaffenen“ (2:2), die „Gereinigten“ (56:79) und nicht für Menschen gedacht, „in deren Herzen Verderbnis wohnt“ (3:7). 113 der 114 Suren des Koran beginnen mit den Worten „Im Namen Gottes des Gnädigen des Barmherzigen“.

Der IS fällt in vorislamische Muster zurück

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09 11 2016
By: Redaktion 2 0

TKG: Gedenken an Novemberpogrome-„Türkischer Tempel“

Der Novemberpogrom bildete den Höhepunkt der anti-jüdischen Politik des nationalsozialistischen Regimes im Jahr 1938 und insbesondere am 9.-10.November. Die Systematik, mit der innerhalb einer einzigen Nacht die Synagogen im gesamten Reichsgebiet in Brand gesteckt wurden. Eine davon war der „Türkischer Tempel“ -Die Wiener türkisch-israeilitische Gemeinde und Synagoge-in der Zirkusgasse 22 in 1020 Wien.“

 

 In Österreich wurden in der Nacht auf den 10. November 1938 30 Juden getötet, 7.800 verhaftet und aus Wien rund 4.000 sofort ins Konzentrationslager Dachau deportiert. Der Begriff „Pogrom“ kommt aus dem Russischen und bedeutet „Verwüstung“ und „Unwetter“. Die NS-Propaganda versuchte, die Aktion als spontane Antwort der Bevölkerung auf den Tod des deutschen Diplomaten Ernst von Rath auszugeben. Dieser war am 7. November 1938 in Paris von einem 17-jährigen Juden namens Herschel Grynszpan niedergeschossen worden und starb später.“(1)

„Im ausgehenden 19. Jahrhundert erfuhr Wien infolge des stetigen Wachstums der jüdischen Bevölkerung und deren rechtlicher Gleichstellung, die es ihr erlaubte, auch nach außen hin sichtbare Gebetsstätten zu errichten, eine bis dahin nie erlebte Blüte im

Synagogenbau. Unter den zahlreichen neu errichteten Gebetshäusern zählte der Tempel der türkisch-sephardischen Gemeinde zu den prachtvollsten überhaupt. Der Bau, der in den Jahren 1885-1887 im 2. Bezirk in der Zirkusgasse 22 errichtet worden war, wurde sogar über die österreichische Grenze hinaus als einer der schönsten Mitteleuropas angesehen und diente auch als Vorbild für auswärtige jüdische Kultstätten, unter anderem für die Synagoge in Sofia.(2)“

 


Naim Güleryüz

Deutsche Bearbeitung Birol Kilic

Am 16. November 1885, bei den Feierlichkeiten zur Grundsteinlegung einer neuen Synagoge in Wien 2., Zirkusgasse 22, wurden die eingeladenen Gäste vom Vorsitzenden der Wiener sefardischen Juden1 Marcos Russo mit folgenden Worten begrüßt: „Während der Regentschaft seiner Majestät Franz-Josef als Kaiser von Österreich und seiner Majestät Abdülhamid II. als Sultan des Osmanischen Reiches, und der Dienstzeit von Sadullah Pascha als dem Botschafter des Osmanischen Reiches in Wien und Marcos Russo als dem Vorsitzenden der türkisch-israelitischen Gemeinde wurde mit dem Bau dieses Gebäudes angefangen, um die religiösen Bedürfnisse der sefardischen Juden zu befriedigen.“

 

Während der offiziellen Eröffnungszeremonie der Synagoge, deren Tor von nebeneinander gehissten österreichischen und osmanischen Fahnen geschmückt war, am 17. September 1887 um 19 Uhr, folgte auf sefardisch-spanische Gebete das Anoten-Gebet für Franz-Josef und Abdülhamid II. und die Nationalhymnen der beiden Länder.

Diese Synagoge, in deren Mittelhalle die lebensgroßen Portraits beider Herrscher hingen, wurde durch die Schönheit ihrer unverfälscht modernisierten traditionellen östlich-spanischen Musik und die ausgezeichneten Gottesdienste auch unter den Aschkenasim beliebt. Nach der Gründung der Türkischen Republik wurden die Herrscherportraits entfernt und durch große Spiegel ersetzt.

In dieser Synagoge, die vom Architekten Ritter von Weidenfeld nach dem Vorbild des Alhambra-Palastes in Granada im Maghreb-Stil erbaut wurde, und die 314 Sitzplätze für Männer (bei Bedarf bis 594 ausbaubar), 100 Sitzplätze für Frauen und etwa 500 Stehplätze bot, wurde jedes Jahr der Geburtstag von Abdü

lhamid II. mit einer besonderen Zeremonie gefeiert. Die österreichische Regierung wurde von einem leitenden Beamten des

Außenministeriums und einem hochrangigen General des Kriegsministeriums vertreten; der osmanische Botschafter und das Botschaftspersonal nahmen in Galauniformen an der sog. Sultanfeier teil.

Während des Ersten Weltkrieges wehten nach wie vor österreichische und osmanische Fahnen zu jedem feierlichen Anlass zusammen am Tor der Synagoge, da beide Länder im Krieg auf der gleichen Seite kämpften.

In Folge der neuen nationalistischen Bewegung um 1925 fingen die Sefarden an, Wien zu verlassen. Die letzte prunkvolle Zeremonie in der Synagoge, an die man sich erinnert, war die Gedenkfeier zum 800. Geburtstag des großen Denkers Maimonides.

In der Kristallnacht4 vom 9. auf den 10. November 1938 teilte die Wiener sefardische Synagoge das Schicksal aller anderen deutschen und österreichischen Synagogen: sie wurde von den Nazis zerstört und in Brand gesteckt.

 

Woher kam nun dieses Interesse an den Osmanen, deren Sultan, Fahne und Nationalhymne in Wien, in der Stadt, die die Osmanen zwar unter Süleyman dem Prächtigen (1529) und mit Kara Mustafa Pascha (1683) zweimal belagert, aber nie regiert und vor deren Toren sie kehrt gemacht hatten? Gehen wir jetzt zu den Anfängen unserer Geschichte, in das Spanien des 18. Jahrhunderts zurück, wo noch die Inquisition herrschte.

Laut Überlieferung wird zu der Zeit in Madrid ein Junge namens Mosche Lopez Pereira seiner Familie weggenommen, auf den Namen Diego dÂ’Aguilar getauft und als Priester erzogen. Diego macht schnelle Fortschritte in seiner Erziehung, wird zum leidenschaftlichen Befürworter der Inquisition und wird sogar zum Bischof ernannt. Mosche LopezÂ’ Mutter und Schwester sind Maranos und üben ihr Judentum heimlich aus. Seine Schwester wird denunziert, festgenommen und zur Verbrennung am Scheiterhaufen (Autodafé) verurteilt. Am Tag vor der Vollstreckung des Urteils besucht die traurige und hoffnungslose Mutter den Bischof Diego dÂ’Aguilar in seinem Palast und fleht um die Begnadigung ihrer Tochter, doch der Bischof lehnt diese Bitte ab. Die verzweifelte Mutter erzählt daraufhin die Wahrheit, erklärt ihm, dass sie seine Mutter und die Verurteilte seine Schwester sind, er in Wirklichkeit Mosche Lopez heißt.

Dieser Name erweckt viele Kindheitserinnerungen beim jungen Bischof. Er fängt zu weinen an, läuft aus seinem Palast hinaus, aber er kommt aber zu spät: seine Schwester ist auf dem Scheiterhaufen auf schreckliche Art und Weise gestorben. Diego, oder Mosche, zieht sein Bischofsgewand aus und wirft es weg. In diesem Land kann er nicht mehr bleiben und flieht nach Österreich, das von Maria Theresia regiert wird. Einst besuchte die Königin, damals noch Erzherzogin, mit ihrem Vater Karl VI. Madrid und schenkte dem Bischof als Dank eine Goldkette nach einem Empfang zu ihren Ehren. Die Kaiserin gewährt Mosche und einigen anderen Juden, die mit ihm fliehen konnten, Asyl und erlaubt ihnen, in Österreich zu bleiben und ihre Religion frei ausüben zu können.

 

Diese Darstellung basiert auf einer Erzählung von Graf von Hoyos, die von Dr. Angel Pulido Fernandez und Rabbi Dr. Manfred Papo6 überliefert wurde und unterscheidet sich von der Darstellung in Encyclopedia Judaica und in den geschichtlichen Untersuchungen. Laut Encyclopedia Judaica kommt Mosche Lopez Pereira im Jahre 1699 als Sohn eines Marano-Bankiers in Portugal auf die Welt. Der Vater ist im Besitz des portugiesischen Tabak-Monopols. Angesichts der Schwierigkeiten, als Marano in Portugal zu leben, immigriert Diego 1722 zuerst nach London und dann nach Wien. Nachdem er sich durch wessen Hilfe auch immer in Wien niedergelassen hat, tritt er aus der Kirche aus, kehrt zum Judentum zurück und nimmt wieder seinen ursprünglichen Namen Mosche (Moses) Lopez Pereira an.

Mosche Lopez besitzt das österreichische Tabakmonopol zwischen den Jahren 1723-1739 für 7 Millionen Gulden im Jahr, organisiert das Unter

nehmen neu und bekommt 1726 den Titel eines Barons verliehen. In dieser Zeit beteiligt er sich an den Baukosten des Schlosses Schönbrunn mit 300.000 Gulden. Mit dem Titel „Hofjude“ zum privaten Berater des Palastes ernannt, verwendet er seinen Einfluss für den Schutz der Leben und Rechte seiner Glaubensgenossen in Österreich und anderen Ländern, so z.B. 1742 in Mähren, 1744 in Prag, 1752 in Mantua und Belgrad. Auf einer silbernen Thora-Krone in der Wiener Synagoge (Sifrei-Torah-Pergamentrollen)7 befand sich der hebräische Eintrag „Mosche Lopez Pereira-5498“ (=1737-1738) und jedes Jahr am Jom Kippur-Fest wurde für ihn als den Gründer der Gemeinde gebetet, bis die Synagoge zerstört wurde.

 

 

In dieser Zeit siedelten sich andere spanisch-stämmige Familien wie Kamondo9, Nisan und Eskenazi in Wien an. Mosche Lopez, seine Frau, Samuel Oppenheimer und sein Neffe Samson Wertheimer organisierten die sefardischen Juden in der Stadt und gründeten 1736 die erste sefardische Gemeinde in Wien. Die sefardischen Juden, mehrheitlich osmanischen Ursprungs, genossen die Klausel des Passarowitzer Vertrages (21. Juli 1718), die den osmanischen Bürgern Niederlassungs- und Handelsfreiheit garantierte und lebten in Frieden unter meist besseren Umständen als die österreichischen Juden. Die Gottesdienste wurden im Haus Nr. 307 innerhalb des Rings abgehalten, das als Synagoge benutzt wurde.

Leider dauert dieser friedliche Zustand nicht lange. Mosche Lopez Pereira erfährt 1742, dass das Kaiserreich unter dem Einfluss der fanatischen Kirche die Juden deportieren will. Pereira berichtet die Lage über seine im Osmanischen Reich ansässigen Glaubensgenossen, speziell durch die Vermittlung des Obergeldwechslers Yuda Baruh, an den Sultan Mahmud I. und es gelingt ihm, die Unterstützung des Sultans zu bekommen. Die Königin Maria Theresia kann es sich nicht erlauben, das durch einen Sonderbotschafter übermittelte Memorandum des Sultans abzulehnen und zieht ihren Erlass zurück.

 

Um 1750 lebten mehrere sefardische Familien in Wien, die aus beruflichen Gründen aus der Türkei gekommen und sich hier niedergelassen hatten. Diese Juden, die ihre osmanische Zugehörigkeit immer beibehalten hatten und unter dem Schutz des Sultans standen, lebten mehrheitlich in Wien, zum Teil auch in Temesvar. Sie wurden türkische Juden genannt. Dieser Begriff wurde von österreichischen Ämtern angenommen, registriert und in offiziellen Dokumenten verwendet. Im Erlass vom 17. Juni 1778, der aus 14 Artikeln besteht und die Statuten der sefardischen Gemeinschaft bestimmt, ist von „türkisch-israelitischer Gemeinde“ die Rede.  Die Vorsitzenden waren in dieser Zeit Salamon Kapon und Israel B. Haim.

Bis 1840 errichteten die türkischen Juden ihre Gebetsräume in gemieteten Häusern. Nach dem unaufgeklärten Brand der Synagoge in der Oberen Donaustrasse 1824 wurde das Haus Nr. 321 in der Leopoldstrasse gemietet. Die Synagoge wurde 1848 erweitert und 1868 vollkommen neu erbaut und dennoch konnte sie den religiösen Bedürfnissen der immer größer werdenden osmanisch-jüdischen Bevölkerung der Stadt  nicht genügen. Nach der Wahl von Marcos Russo zum Vorsitzenden der türkisch-israelitischen Gemeinde 1881 und seiner Wiederwahl 1885 wurde der Abriss der alten Synagoge und der Neubau eines größeren Gebetshauses einstimmig angenommen.

 

 

Dies also ist die kurze Zusammenfassung der interessanten Geschichte der türkischen Juden in Wien und der Synagoge, deren Bau am 16. November 1885 mit der Grundsteinlegung begonnen wurde. Einige wenige religions-rituelle Objekte der 1887 eröffneten und 1938 vernichteten Synagoge sind heute im Jüdischen Museum in Wien zu sehen, der Parochet wird im jüdischen im Museum in Jerusalem ausgestellt. Nur wenige Juden, die während der Nazi-Herrschaft festgenommen und nach Dachau transportiert wurden, blieben am Leben. Die wertvollsten Überbleibsel aus der prunkvollen Ära der Wiener türkisch-jüdischen Sefardim sind die Grabsteine im sefardischen Teil des Wiener Zentralfriedhofs. Die heute in Wien lebenden sefardischen Juden haben ihre Wurzeln in Taschkent und Buchara und stehen in keinem Zusammenhang mit den osmanisch-türkischen sefardischen Juden.

Der große Brand von Edirne vernichtete im August 1905 in einer Nacht 13 Synagogen11. Als Ersatz wurde mit Erlass vom 6. Jänner 1906 dem Bau der Grossen Synagoge im Gebiet der ehemaligen Mayor und Polya-Synagogen stattgegeben. Die Grosse Synagoge wurde vom französischen Architekten France Depre nach dem Vorbild der Wiener Synagoge erbaut und unter dem Namen Kal Kadosch Ha Gadol (Die heilige große Synagoge) im Jahre 1907 eröffnet. Leider leben in Edirne keine Juden mehr und die Synagoge, ihrem Schicksal überlassen,  verfällt von Tag zu Tag trotz aller 1979 begonnenen zeitweiligen Rettungsversuche des Kultusministeriums, der Abgeordneten der Provinz, der Universität von Trakya und des Oberrabbinats der Türkei.

 

 

Bibliographie

_________________________

1 -Sefardische Juden: Juden, die gemäß dem Erlaß vom 31. März 1492 des spanischen Königs Ferdinand und der Königin Isabella Spanien verlassen mussten, um ihren Glauben und ihre Traditionen nicht aufzugeben und mehrheitlich im Osmanischen Reich Asylrecht bekamen.

2 -Anoten: Gebet für das Wohlergehen und Verbleib des Staatsoberhauptes des Landes, in dem man lebt.

3-Aschkenasische Juden: Meist in Mittel- und Nordeuropa ansässige, polnisch- und deutschstämmige, nach Arthur Koestlers unbewiesener These zum Teil von kaspischen Türken abstammende Juden. Ab dem 12. Jh. flüchteten unzählige aschkenasische Juden immer wieder ins Osmanische Reich auf der Suche nach Schutz vor der Unterdrückung  Folter und Massenvernichtung in diversen christlich-europäischen Ländern. Heute leben etwa 1000 aschkenasisch-türkische Juden in der Türkei.

4-Kristallnacht: Die Nacht vom 9.auf den 10. November 1938, in der in Deutschland und Österreich hunderte von Synagogen zerstört und in Brand gesteckt wurden.

5-Maranos: Juden, die während der Inquisiton offiziell dem Christentum beigetreten waren, aber ihren jüdischen Glauben heimlich beibehielten.

6-Manfred Papo: 1919-1925 der stellvertretende Rabbiner der Wiener Synagoge, 1925-1928 Rabbiner der Salzburger Synagoge, nach 1928 in der Wiener Synagoge beschäftigt.

7-Schriftrollen aus Pergament, auf der die fünf Bücher Mose in hebräischen Buchstaben von Hand aufgeschrieben sind. In jeder Synagoge werden sie in einem speziellen Schrein, dem Aron Kodesh (Heilige Lade) an der Ostwand in Richtung Jerusalem aufbewahrt.

8-Das Fest des großen Fastens im Judentum.

9-Abraham Salomon Kamondo, der von Kaiser Franz-Josef zum Ritter geschlagen und zum Ehrenbürger von Wien ernannt wurde, bekam 1865 die italienische Staatsbürgerschaft, nachdem im österreichisch-italienischen Krieg Venedig an die Italiener abgetreten werden musste und am 17. März 1861 die italienische Einheit gegründet wurde. Victor Emmanuel II. verlieh ihm am 28. April 1867 den Titel eines Grafen, der an den ältesten Sohn der Familie vererbt werden durfte.

10-Parochet: der bestickte Vorhang des Thoraschrankes.

11-Die vernichteten Synagogen: Polya, Tolya, Italya, Sicilya, Katalonya, Büyük Portokal, Küçük Portokal, Aragon, Geruş, Budin, Istanbul, Mayor und Ataman.

12-https://www.ikg-wien.at/gedenken-an-novemberpogrome/ (1)

13-(2) Vorhalle des türkischen Tempels in Wien (Quelle: P. Kortz, Wien am Anfang d. 20. Jhdts, 1906).  Dr. Ursula Prokop, Zeitschrift David. Die Synagoge in Sofia wurde 1905 vom österreichischen Architekten Friedrich Grünanger erbaut.

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08 11 2016
By: Redaktion 2 0

Ratten und Moskitos: Zur Gleichsetzung von Menschen mit Tieren in Texten, Bildern und Geschichte

Bemerkungen und Zitate zum Vergleich von Menschen mit Tieren, zur Frage, ob „Ratte“ als Bezeichnung von Menschen eine Beschimpfung sei, zur Technik der Dehumanisierung von als feindlich oder schädlich bezeichneten Menschengruppen durch deren Gleichsetzung mit Tiere.

 

„Ratten und Moskitos“

 

http://www.krone.at/oesterreich/geheimdienst-legende-sperrt-eure-grenzen-zu-entfuehrte-eichmann-story-538016

 

diepresse.com/home/politik/innenpolitik/5114249/Der-EichmannJaeger-bei-Strache


http://www.wienerzeitung.at/meinungen/blogs/juedisch_leben/854789_Vereinnahmung.html


https://www.youtube.com/watch?v=DgDM5ox_SUk

 

 

Zur Gleichsetzung von Menschen mit Tieren in Texten, Bildern und Geschichte

 

Zur Verwendung von solchen Diffamierungstechniken, insbesondere auch der Gleichsetzung von bis hin zum millionenfachen Massenmord verfolgten Menschengruppen mit Tieren, insbesondere auch mit Ratten, durch nationalsozialistische Propaganda, sowie Erwägungen zum Ratten-Plakat der SVP in der Schweiz zur Abstimmung am 16. Mai 2004 und am 7.November  hat das FPÖ-Bildungsinstitut lud Montag Abend zu einem Podium zum Thema „Haben wir aus der Geschichte gelernt? Neuer Antisemitismus in Europa“ ins Grand Hotel in Wien wo man folgende Sätze über Moslem leider unter anderem auch verwendet hat: „Moskitos! „Moskitos mit Moslem“ „Versucht nicht, Tausende Moskitos zu erschlagen, legt den Sumpf trocken.“  als Experte in Wien zu vergleichen ist Menschenunwürdig und Entmenschlichung .

Der Vergleich von Menschen mit Tieren ist in vielen Kunstformen und Textgattungen gang und gäbe. So empfiehlt die Bibel beispielsweise, klug wie die Schlange und sanft wie die Taube zu sein, oder sie vergleicht reiche Menschen mit Kamelen (und die Himmelspforte mit einem Nadelöhr), um die Situation vermögender Menschen beim Übertritt ins ewige Leben gemäss christlicher Vorstellung bildlich auszudrücken. Fabeln im Stil von Äsop, Phädrus oder Lafontaine führen Tiere vor, welche wie Menschen sprechen und handeln. Diese Fabeln dienen der Veranschaulichung von moralischen und psychologischen Problemstellungen unter Menschen und sind nicht beleidigend, sondern lehrreich, allerdings nicht auf dem Gebiet der Zoologie, deren Erkenntnisse sie spielerisch ignorieren.

Herrscher oder Völker werden in Texten, Bildern und in der Heraldik mit Löwen, Adlern, Stieren, Bären oder Steinböcken verglichen und teilweise auch gleichgesetzt, oder auch mit Phantasietieren wie Drachen oder Doppelkopf-Adlern. Solche Vergleiche sind nicht beleidigend, sondern sie sollen Macht, Stärke, Tugend oder Tradition der Verglichenen anschaulich machen. Derartige bildliche Darstellungen oder Text-Metaphern werden von den mit ihnen Assoziierten mit Stolz betrachtet und oft selber in Auftrag gegeben.

 

In den verschiedenen Kulturen auf dem vielfältigen Planeten Erde gibt es demgegenüber auch zahlreiche Tiervergleiche und Gleichsetzungen von Menschen mit gewissen Tieren, welche als Beleidigungen wirken und meist auch bewusst als solche ausgesprochen werden. Diese beleidigende und beschimpfende Wirkung des Vergleichs und noch mehr der Gleichsetzung der angesprochenen Menschen mit solchen Tieren hat, wie bei der Fabel, ebenfalls wenig oder nichts mit zoologisch beobachtbaren Eigenschaften dieser Tiere zu tun, sondern mit kulturspezifischen Traditionen. Für Europa und die Schweiz von Belang sind in diesem Zusammenhang Traditionen, welche den Vergleich oder die Gleichsetzung von mit solchen Vergleichen oder Gleichsetzungen Angesprochenen mit gewissen Tieren als besonders beleidigend erweisen. Es handelt sich dabei um Tiere, welche in einer anthropozentrischen Aufteilung in sogenannte „Nützlinge“ oder „Schädlinge“ auf beiden Seiten dieser Skala figurieren können. Tiernamen, welche in unserer Kultur in diesem Sinn zur Beleidigung oder Beschimpfung von Menschen eingesetzt wurden und werden, sind beispielsweise Kuh, Kalb, Esel, Kamel, Ziege, Schaf, Schwein, Filzlaus, Zecke, Hund, Affe oder Ratte.

Im Zusammenhang mit dem Ratten-Plakat der SVP vom 9. Februar 2004 und des beschimpfenden Gebrauchs des Wortes Ratte als Bezeichnung für Menschen ist folgende Ausführung der Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden klärend:

„Das Simplex Ratte bezogen auf den Menschen ist ausschließlich negativ besetzt und gilt als grobes Schimpfwort.“

(Zitat nach der Homepage der Gesellschaft für deutsche Sprache, Stand 20. Februar 2004).

 

Diese Formulierung weist darauf hin, dass einige Verbindungen oder Composita, also Wörter, von denen der Begriff Ratte nur einen Teil bildet, auch neutral oder gar positiv und nicht beleidigend verwendet werden können, z.B. „Ballettratte“, „Leseratte“ oder „Wasserratte“.

Die Verwendung von Tierbezeichnungen zur Bezeichnung von einzelnen Menschen oder auch von Menschengruppen kann neben dem Zweck von deren Beschimpfung auch weiter gehende Attacken gegen die Beschimpften begleiten oder auslösen. Insbesondere wenn einzelne Menschen oder Menschengruppen als Feinde mit einem Feindbild belegt werden, welches die Attackierten als schimpfliche Tiere und somit nicht mehr als Menschen, sondern als mit negativen Assoziationen verbundene Lebewesen ohne menschliche Würde und menschliche Rechte darstellt, können solche Beschimpfungen den Anfang einer Behandlung der Attackierten machen, welche diesen gegenüber die Gebote des Respekts vor der Menschenwürde, den Menschenrechten, dem Existenzrecht und schliesslich oft auch vor dem Leben und physischen Dasein der solcherart angefeindeten Menschen oder Menschengruppen ausser Kraft setzt. Dies wiederum kann zu entwürdigender und sadistischer Behandlung bis hin zu Folter oder Massenmord an den attackierten Menschen und Menschengruppen gehen, wie die Geschichte mehrfach zeigte.

 

Der amerikanische Literaturwissenschaftler und Philosoph Richard Rorty von der Universität Stanford, USA, schreibt zum Selbst- und Fremdenbild von Menschen, welche andere Menschen mittels Tiervergleich und der Gleichsetzung mit Tieren dehumanisieren und in der Folge oft auch unmenschlich behandeln, folgendes:

„Sie alle meinen, die Grenze zwischen Menschen und Tieren sei nicht einfach identisch mit der Grenze zwischen ungefiederten Zweifüssern und sonstigen Lebewesen. Vielmehr verlaufe diese Grenze zwischen einer Gruppe ungefiederter Zweifüsser und einer anderen Gruppe; denn es gebe Tiere, die in menschenähnlicher Gestalt herumlaufen.“

(Zitat aus Richard Rorty: Menschenrechte, Vernunft und Empfindsamkeit, in: Richard Rorty: Wahrheit und Fortschritt, Frankfurt a. M. 2003, S. 241-268, S.2 42)

 

Die Nationalsozialisten gehörten seit der Ausarbeitung der theoretischen Grundlagen und praktischen Ziele dieser politischen Bewegung durch ihren Führer Adolf Hitler in dessen Buch „Mein Kampf“ zu jenen, welche ihre Feinde mit dehumanisierenden Feindbildern belegten und zu deren Vernichtung aufriefen, bis sie nach ihrer demokratischen Wahl in hohe Staatsstellen sowie anschliessender terrroristischer und diktatorischer Machtergreifung sowie organisatorischem Aufbau entsprechender Machtmittel schliesslich in der Lage waren, die mit solchen Feindbildern belegten Menschengruppen nicht mehr nur verbal, sondern auch physisch zu attackieren und millionenfach zu ermorden. Unter solche Feindbilder und demgemäss in die Vernichtungsmaschinerie der nationalsozialistischen Diktatur gerieten Juden, Roma, Sinti und Jenische, Afrikaner, Menschen slawischer Muttersprache, politisch Linksstehende, Geisteskranke, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, körperlich und geistig Behinderte, bekennende Christen und viele andere. Zu den Feindbildern, welche Hitler schon in seiner programmatischen Schrift „Mein Kampf“ verwendete, gehört die Gleichsetzung von Juden mit Ratten. Adolf Hitler schilderte Interessen- und Verteilungskämpfe, wie sie in allen Völkern vorkommen, mit ausschliesslichem Bezug auf die Juden in folgenden Worten:

„Aus dem einigen Volk wird im Handumdrehen eine sich blutig bekämpfende Rotte von Ratten.“

(Adolf Hitler, Mein Kampf, München 1924 ff., S. 331).

Hitler setzte somit das jüdische Volk mit Ratten gleich.

 

Die Wege, welche Hitler zunächst als Putschist, dann als in einem demokratischen System agierender Populist, anschliessend als brutaler Diktator suchte und fand, um seinem Ziel näher zu kommen, nämlich der Vernichtung der von ihm gehassten Menschengruppen, sind in vielen geschichtswissenschaftlichen Abhandlungen nachzulesen.

Während allen Phasen der nationalsozialistischen Attacken auf diese Menschengruppen kam es immer wieder zu Vergleichen und Gleichsetzungen der Attackierten mit Tieren, so mit Ratten, mit Insekten, oft auch mit dem Sammelbegriff „Ungeziefer“ für als „Schädlinge“ eingestufte Lebewesen; ein grosser Teil der Attackierten wurden schliesslich auch mit chemischen Mitteln, welche ursprünglich gegen Insekten in Haushalten oder Gastronomiebetrieben entwickelt und eingesetzt wurden, umgebracht, so insbesondere mit dem Gift der Marke „Zyklon B“. Auch dazu existiert umfangreiche und genaue Literatur.

Nicht nur Adolf Hitler, sondern auch seine Mittäter bezeichneten die von ihnen angefeindeten Menschengruppen immer wieder entweder direkt als Tiere, wie Hitler das jüdische Volk als „Rotte von Ratten“, oder aber als „Untermenschen“ ohne Anspruch auf Menschenwürde und Menschenrechte, dafür mit tierähnlichen Eigenschaften.

 

So heisst es in der ersten Phase der nazistischen Judenverfolgung in einem Memorandum der Abteilung IV/2 des SS-Sicherheitsamts zuhanden seines Leiters Reinhard Heydrich vom 24. Mai 1934:

„Den Juden sind die Lebensmöglichkeiten – nicht nur wirtschaftlich genommen – einzuschränken. Deutschland muss ihnen ein Land ohne Zukunft sein, in der wohl die alte Generation in ihren Restpositionen sterben, nicht aber die junge leben kann, so dass der Anreiz zur Auswanderung dauernd wach bleibt. Abzulehnen sind die Mittel des Radau-Antisemitismus. Gegen Ratten kämpft man nicht mit dem Revolver, sondern mit Gift und Gas. Der aussenpolitische Schaden der Strassenmethoden steht in gar keinem Verhältnis zu dem örtlichen Erfolg.“

(Auszug aus dem Memorandum SD IV/2 an Heydrich, 24.5.1934; der ganze Text ist abgedruckt in: Die Judenpolitik des SD 1935-1938, Eine Dokumentation, herausgegeben von Michael Wildt, München 1995, S. 66-69.)

Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbels schrieb am 14. März 1945, im Rückblick auf den inzwischen brutal durchgeführten Massenmord an Juden und anderen von den Nationalsozialisten verfolgten Menschengruppen mit Gift, Gas und sonstigen mörderischen Mitteln, in sein Tagebuch:

„Es ist nötig, diese Juden wie Ratten auszurotten, ein für alle Mal.“

 

Da es jedoch immer wieder, selbst unter den Bedingungen der Nazi-Diktatur, Menschen gab, welche Menschen aller Gruppen weiterhin als Menschen und nicht als Ratten, Ungeziefer oder Giftpflanzen betrachteten, unternahm die Nazi-Propagandamaschinerie teure Anstrengungen, um diese rassistische Betrachtungsweise mit Hilfe von Texten, bildlichen Darstellungen und Filmen zu propagieren.

So erschien 1938 im Stürmer-Verlag von Julius Streicher ein gereimtes Kinderbuch mit Texten von Ernst Hiemer unter dem Titel „Der Giftpilz“, welches jüdische Menschen mit giftigen Pilzen gleichsetzte und worin unter anderem folgende Zeilen standen:

„Er schächtet Tiere, schächtet Menschen, Es kennt sein Blutdurst keine Grenzen! Es wird die Welt erst dann genesen, Wenn wir vom Juden sie erlösen.“

Es handelt sich dabei um ein Bild-Text-Konstrukt, welches die jüdischen Menschen diesmal nicht mit als „Schädlinge“ eingestuften Tieren, sondern mit giftigen Pilzen gleichsetzte. Die Botschaft, ihnen ihre Menschenwürde abzusprechen und sie als angebliche Gefahr wie andere als schädlich eingestufte Lebewesen zu vernichten, blieb die gleiche.

Die berüchtigtste bildliche Gleichsetzung von Menschen, wiederum von Juden, mit Ratten in der Nazi-Propaganda ist der Film „Der ewige Jude“, von Fritz Hippler 1940 im Auftrag von Goebbels Propagandaministerium in die Kinos gebracht. „Der ewige Jude“ ist ein Paradebeispiel audiovisueller Manipulation. Joseph Goebbels sah ihn selbst als sein „propagandistisches Meisterstück“ an. Vergleich und Gleichsetzung von Juden und Ratten in unmittelbar aufeinander folgenden Filmsequenzen sind ein zentraler Teil des Films. Vergleichspunkt der Gleichsetzung ist die Schädlichkeit von Ratten, welche gespeicherte Vorräte fressen, mit der angeblichen Schädlichkeit jüdischer Menschen. Zweck der propagandistischen Darstellung ist hier wie in den ähnlichen Konstrukten die Darstellung der Juden als schädliche Tiere, um ihre unmenschliche Verfolgung zu propagieren.

 

Das Ratten-Plakat der SVP hat vordergründig nicht den Zweck, die in diesem Bild-Text-Konstrukt mit schädlichen Ratten gleichgesetzten Linken der Vernichtung anheim zu stellen. Sondern es gibt vor, ein sinnvoller Beitrag zur einer am 16. Mai 2004 stattfindenden demokratischen Abstimmung über eine politische Sachfrage im rechtsstaatlichen Rahmen zu sein.

Eben dies ist es jedoch nicht. Es nimmt nicht informierend Stellung zur Frage, ob und wie in der Schweiz eine Alters- und Hinterbliebenenversicherung (AHV)zu finanzieren sei.

Hingegen stellt es offenkundig tatsachenwidrige Behauptungen auf, so etwa, die linken Kräfte in der Schweiz wollten die AHV zerstören. Es ist aber durch zahlreiche Quellen und historische Darstellungen belegt, dass es die linken Kräfte waren, welche diese Einrichtung in der Schweiz immer wieder forderten, so z.B. im Generalstreik von 1918, während die rechten Kräfte in der schweizerischen Politik, auch die Bauern-Gewerbe- und Bürgerpartei, eine Vorläuferorganisation der heutigen SVP, solche Forderungen ablehnten und bekämpften, bis sich 1947 in einer Abstimmung die linken und sozialstaatlich orientierten Kräfte durchsetzten. Es blieb seitdem eine stete Position der Schweizer Linken, die AHV zu erhalten, auszubauen und zu finanzieren. Hingegen gab und gibt es in letzter Zeit in der Schweiz Stimmen von rechts, welche den Schweizer Sozialstaat und auch die ihrer Auffassung nach gemäss einem unangemessenen sogenannten „Giesskannenprinzip“ ausbezahlte AHV in Frage stellen wollen, weil sie ihre eigenen, in der Regel eher hohen bis sehr hohen, Einkommen durch die diesbezügliche sozialstaatliche Steuer- und Abgabenlast geschmälert sehen. Es waren, dies zu einer weiteren tatsachenwidrigen Behauptung auf dem Ratten-Plakat der SVP, auch zumeist Akteure aus diesen Kreisen, welche durch sogenannte „Gesundschrumpfungen“ und Massenentlassungen Zehntausenden von Arbeitsplätzen vernichteten.

 

Vor allem aber bildet das Rattenplakat der SVP, anknüpfend an eine rassistische und eliminatorische Bildsprache und an ebenfalls rassistische und eliminatorische sprachliche Vergleiche, Gleichsetzungen und Wertungen, wie sie auch aus ähnlichen Machwerken der Nazi-Propaganda sprechen, eine Beschimpfung einer grossen Menschengruppe unter Negierung und Absprechung von deren Würde und Rechten als menschliche Wesen, indem es dieser Gruppe vorwirft, „unser Land“, welches die SVP in der Darstellung dieses Plakats offenbar als „ihren Geldbeutel“ betrachtet, „ruinieren“ zu wollen, sie als angebliche Landes-Schädlinge anspricht und mit Ratten, welche Schaden anrichten, gleichsetzt.

Die hier beanstandete Art der bildlichen und textlichen Diffamierung von Mitmenschen und Andersdenkenden als tierische Schädlinge, wie sie das Rattenplakat der SVP und seine Urheber und Verbreiter vornehmen, ist in einem demokratischen, menschenrechtlich und antirassistisch fundierten Staat respektive in einer Zivilgesellschaft mit diesen Werten nicht tolerierbar und steht in Konflikt mit verschiedenen gesetzlichen Vorschriften und Normen, welche in der Schweiz auch unter Justiz-Vorsteher Bundesrat Dr. Christoph Blocher, SVP, zu gelten haben.

 

Zürich, 8. März 2004

 

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04 11 2016
By: Redaktion 2 0

TKG verurteilt und fordert Rückkehr zum Rechtsstaat und einen umfassenden Friedensprozess in der Türkei

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt die Inhaftierung von den oppositionellen, demokratisch gewählten Abgeordneten der Partei HDP heute Früh in der Türkei. Die TKG fordert eine Rückkehr zum Rechtsstaat, einen umfassenden Friedensprozess und ein Wiederaufleben der Demokratie.

 

Die gewählten Parlamentarier sollten auch durch Wahlen wieder abgewählt werden, damit in einem Rechtsstaat das Vertrauen in die parlamentarische Repräsentation nicht verloren geht.

Ob wir die Politik der HDP und die Abgeordneten unterstützen oder nicht, sei dahingestellt. Wir stehen dieser Partei nicht nahe, aber für die türkische Demokratie müssen wir hier unbedingt einen großen Anspruch erheben. Es kann in einer Demokratie nicht passieren, dass diejenigen, die an der Macht sind, die Justiz, die Legislative und die Exekutive und damit die Gewaltenteilung so dermaßen außer Kraft setzen. Wir machen uns Sorgen um den demokratischen Rechtsstaat und die Menschenrechte in der Türkei und fordern die sofortige Freilassung der gewählten Parlamentarier.

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt auch die Inhaftierung von 18 Journalisten der regierungskritischen sekularen Zeitung „Cumhuriyet“ (Republik) in der Türkei.

In der Türkei und auch in Österreich ist die Meinungsfreiheit in der Verfassung festgeschrieben und sie ist ein wichtiger Teil der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Dort steht: „Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung; dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten. (Art. 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)“

Ohne Presse- und Meinungsfreiheit und ohne Opposition kann in der Türkei von Demokratie und Rechtsstaat keine Rede sein!

Wir fordern ihre Achtung und ihren Schutz auch von der AK Partei Regierung in der Türkei. Die TKG fordert in der Türkei eine Rückkehr zum Rechtsstaat, einen umfassenden Friedensprozess und ein Wiederaufleben der Demokratie. Wir fordern alle demokratischen Kräfte auf, die Augen vor diesen Ereignissen nicht zu verschließen und die Türkei wieder auf den richtigen, demokratischen Pfad zu bringen, ohne hier die gesamte Türkei zu bashen.

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich
http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20161104_OTS0122/tkg-verurteilt-inhaftierungen-in-der-tuerkei-scharf

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02 11 2016
By: Redaktion 2 0

TKG: Nein zu McCarty-Arä in der Türkei

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt ganz entschieden die Inhaftierung von 18 Journalisten der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet“ (Republik) in der Türkei. Die TKG verlangt Freiheit für die Zeitung „Cumhuriyet“ und alle anderen kritischen und oppositionellen Zeitungen.

Der vereitelte terroristische Putsch in der Türkei, den wir in aller schärfe verurteilt haben, ist nicht zu rechtfertigen. Die AK Partei-Regierung sollte aber die Gewaltentrennung respektieren und nicht versuchen kritischen und oppositionellen Medien und Journalisten mittels Anti-Terror-Gesetzen und außerordentlichen Zuständen hinter Gitter zu bringen.  Die Rechtsstaatlichkeit in der Türkei bleibt damit auf der Strecke. Die Meinungs- und Pressefreiheit ist eine wichtige Errungenschaft und ein hohes demokratisches Gut eines Rechtsstaates.

 

Nicht plausibel

„Redakteure der linken Zeitung „Cumhuriyet“ wegen Förderung der  „terroristischen Gülen-Bewegung(FETÖ)“  festzunehmen ist in etwa so plausibel, als wollte man die „taz“ wegen Kollaboration mit dem NSU anklagen. Kaum eine Redaktion hat früher oder vehementer vor den Gülenisten gewarnt. Und mittelfristig ist eine undemokratische Türkei die weitaus größere Gefahr als ein paar Hunderttausend Flüchtlinge mehr oder weniger.Doch in Wahrheit hat gerade die Funktionsunfähigkeit von Autokratien jene Katastrophen im Nahen Osten geschaffen, deren Folgen auch uns in Europa gefährden. Gewaltherrschaft erzeugt Konflikte, je länger und härter sie wirkt, desto schlimmer. Diese Logik ist durch keine westliche Diplomatie wegzuverhandeln.“schreibt die  Zeitung Welt.

Für die TKG sind die Inhaftierungen ein weiterer Beweis dafür, dass die AK Partei-Regierung sämtliche oppositionelle Medien und Personen sukzessiv, Schritt für Schritt mit McCarthy-Methoden mundtot machen will. In der jüngeren Geschichte der Vereinigten Staaten (USA) bedeutet die McCarthy-Ära (McCarthyismus) eine Gesinnungskontrolle über alle Bürger und Institutionen. Personen wurden mit unzureichenden Anschuldigungen und unfairen Ermittlungsmethoden zum Schweigen oder in Verruf gebracht.

 


Rechtstatt und Verfassung: Achtung und Schutz

In der Türkei und auch in Österreich ist die Meinungsfreiheit in der Verfassung festgeschrieben und sie ist ein wichtiger Teil der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

Dort steht: „Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung; dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten anzuhängen und Informationen und Ideen mit allen Verständigungsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten. (Art. 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte)“

Ohne Presse- und Meinungsfreiheit und ohne Opposition kann in der Türkei von Demokratie und Rechtsstaat keine Rede sein!  Wir fordern ihre Achtung und ihren Schutz auch von der  AK Partei Regierung in der Türkei. Die TKG fordert in der Türkei einen Rückkehr zum Rechtsstaat, einen umfassenden Friedensprozess und ein Wiederaufleben der Demokratie.

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

Obmann

Dip.-Ing. Birol Kilic

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26 10 2016
By: Redaktion 2 0

„Alles Gute zum Nationalfeiertag“

Nach dem 26. Oktober 1955 konnte Österreich auch darangehen ein Instrument aufzubauen, das die Aufgabe hatte, die neu erreichten Werte Frieden, Freiheit und Unabhängigkeit zu schützen und zu verteidigen. Es lebe die Republik Österreich!

TKG: „Alles Gute zum Nationalfeiertag“

 

Nationalfeiertag ist ”Tag des Friedens”

2015 Ex-Bundespräsident Heinz Fischer

 

Wien (APA/OTS). In seinem Tagesbefehl zum Nationalfeiertag würdigt (2015) der Bundespräsident die friedenssichernde Tätigkeit des Bundesheeres

 

Soldatinnen und Soldaten,
Angehörige des Bundesheeres,
der Zentralstelle und der Heeresverwaltung!

Der österreichische Nationalfeiertag erinnert uns – wie Sie alle wissen – daran, dass am 26. Oktober 1955 nach dem Abzug aller ausländischen Besatzungssoldaten aus Österreich das Verfassungsgesetz über die österreichische Neutralität beschlossen wurde.

Unser Nationalfeiertag ist daher auch ein Tag des Friedens.

Nach dem 26. Oktober 1955 konnte Österreich auch darangehen ein Instrument aufzubauen, das die Aufgabe hatte, die neu erreichten Werte Frieden, Freiheit und Unabhängigkeit zu schützen und zu verteidigen – unser Bundesheer.

Seit damals hat sich das Bild Europas stark verändert. Vor 20 Jahren fiel der „Eiserne Vorhang“ und der Prozess der Demokratisierung im Osten unseres Kontinents wurde eingeleitet. Viele dieser Länder sind inzwischen – so wie Österreich – Mitglied der Europäischen Union und versuchen, gemeinsam und solidarisch an einer friedlichen und sicheren europäischen Zukunft zu bauen.

Durch unsere neue Rolle in einem starken, vereinten Europa haben sich auch die Aufgaben des Österreichischen Bundesheeres gewandelt. Es geht längst nicht mehr nur um die Sicherung der eigenen Staatsgrenzen. Unsere Soldatinnen und Soldaten helfen im Rahmen von internationalen Friedensmissionen und humanitären Hilfsaktionen tatkräftig mit, dass Menschen in Krisengebieten mehr Sicherheit zuteil wird und den Menschenrechten mehr Achtung geschenkt wird.

Aber auch im Inland ist das Bundesheer nach wie vor zur Stelle, wenn es gebraucht wird. So haben im vergangenen Sommer die Soldatinnen und Soldaten bei den Hochwassereinsätzen in bewährter Weise ihre Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt, um betroffenen Menschen zu helfen und so rasch wie möglich die Schäden zu beseitigen.

Zur Bewältigung der globalen Herausforderungen ist neben der Stärkung der Europäischen Union auch eine Stärkung der Vereinten Nationen erstrebenswert. Es ist wichtig, dass unser Engagement für Frieden, für Menschenrechte und Menschenwürde auch global vertreten wird.

Als Bundespräsident und Oberbefehlshaber des Österreichischen Bundesheeres möchte ich allen Soldatinnen und Soldaten, Angehörigen des Bundesheeres, der Zentralstellen und der Heeresverwaltung meinen Dank und meine Hochachtung zum Ausdruck bringen.

Für die Zukunft wünsche ich alles Gute.

Es lebe das Österreichische Bundesheer!

Es lebe die Republik Österreich!

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25 10 2016
By: Redaktion 2 0

„Du schaust, und die Wolken ziehen/Bakarsın Bulutlar Gider“

Premiere in deutscher Sprache findet am 2. November, in türkischer Sprache am 7. November im Werk-X Eldorado am Petersplatz statt.

 

„Du schaust, und die Wolken ziehen/Bakarsın Bulutlar Gider„ von Özen Yula ist ein Zweipersonenstück, das im türkischen religiös-konservativen Milieu einer Großstadt spielt. Die Uraufführung wurde in Istanbul über die Grenzen der weltanschaulichen Lager hinweg zum Erfolg.
Regisseurin Ülkü Akbaba hat es ins Deutsche übersetzt und realisiert die Wiener Aufführung gemeinsam mit zwei SchauspielerInnen, Kenan Ece und Zeynep Buyraç in beiden Sprachen.

 

Eine junge Frau (Betül) im islamisch-konservativen Milieu der Stadt bekommt unerwartet Besuch. Ein fremder Mann (Kaya) überbringt ihr den Brief ihres kürzlich verstorbenen Ehemannes. Was könnte der Brief enthüllen? Es entsteht ein packender Dialog über die strikten Konventionen des religiösen Milieus und das individuellen Streben nach Selbstverwirklichung, über die Verwurzelung im Glauben und die Anforderungen des modernen Lebens. Diese Begegnung zerstört nach und nach alle Gewissheiten ihres sorgsam geordneten Lebens, das aus Konsum und Alltags-Religiosität besteht. Nach Phasen des Leugnens, Ablenkens und Herunterspielens stellen sich beide Zug um Zug den schmerzhaften Wahrheiten ihres Lebens.

 

Aufführungen in Deutsch und in Türkisch richten sich an alle Theaterinteressierten in Wien, insbesondere aber auch an ein migrantisches Publikum, das sich mit seinen Interessen, Fragen und Lebensproblemen im vielfältigen Theaterangebot in der Stadt nach wie vor unzureichend vertreten fühlt.

 

Aufführungstermine:

 

in deutscher Sprache: 4./ 9./ 14./ 15./16./19. November 2016

in türkischer Sprache: 11./12./18. November 2016

Beginn jeweils 20 Uhr

www.wolkenziehen.at 

Tickets: www.werk-x.at 

Tel: 01 535 32 00 11

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24 10 2016
By: Redaktion 2 0

Aufklärung: Was bedeutet „Das Schem Jisrael“ und vergleich mit Tauhid?

Das Schema (Schma) ist das zentrale Credo des Judentums und bringt einerseits den strengen Monotheismus dieser Religion, andererseits auch den Gedanken der Auserwähltheit zum Ausdruck. Es ist im Islam mit dem Begriff Tauhīd/Tevhid(Türkisch) zu vergleichen. Tauhid (Glaube an die Einheit (und Einzigkeit) (Gottes)‘) bedeutet „Glaube an die Einheit Gottes“, abgeleitet aus dem Verb/ waḥḥada / ‚vereinigen, vereinheitlichen‘ und entspricht dem Begriff Monotheismus. Lā ilāha illā ʾllāh(u) „Es gibt keinen Gott außer Gott“ . Tauhīd bedeutet, Gott als den Einen erklären, sich zum Glauben an die Einheit Gottes bekennen.

von Dr. Martin Bauschke/schule-weltethos

 

Das Schema (Schma) ist das zentrale Credo des Judentums und bringt einerseits den strengen Monotheismus dieser Religion, andererseits auch den Gedanken der Auserwähltheit zum Ausdruck.

Das Schema ist die Kernbotschaft der göttlichen, durch Mose übermittelten „Weisung“ (hebr. Tora). Es findet sich in Deuteronomium (= 5. Mose) 6,4. Vgl. auch im Talmud: Traktat Sukkot 42a; Tr. Berachot 13b.

 

• Der hebräische Text wird durch Juden so ausgesprochen: schəma jisrael adonai elohenu adonai echad.

• Der hebräische Text wird durch Juden im Deutschen so wiedergegeben: „Höre Israel! Der EWIGE ist unser G’tt, der EWIGE ist eins/einer/einzig.“

• Der hebräische Text lautet folgendermaßen mit exakter Übersetzung: !Israel Höre שְׁ מַע יִשְׂ רָאֵל .einzig/einer ist JHWH, Gott unser ist JHWH יְהוָה אֱלֹהֵינוּ יְהוָה אֶחָד Aufgrund des Gebots der Tora, den Namen Gottes nicht zu missbrauchen (das dritte der sog. „ZEHN GEBOTE“), wird der Gottesname JHWH (lies: „Jahwe“ oder „Jehova“) von Juden generell niemals ausgesprochen, sondern im Hebräischen mit Adonaj („der Herr“) oder auch ha-Schem („der Name“) und im Deutschen mit „der EWIGE“ wiedergegeben.

 

Es hat sich quasi prophylaktisch sogar die Gewohnheit oder der Brauch (minhag) entwickelt,  nicht nur den Eigennamen Gottes, sondern auch das Gattungswort GOTT nur unvollständig abzudrucken, um einen Missbrauch zu vermeiden: also G’tt statt Gott (engl. G’d statt God, frz. D.ieu statt Dieu, span. D’s statt Dios) zu schreiben.

Das Schema sowie die anschließenden Verse der Tora (Dtn. 6,4ff) gehören zum täglichen rituellen Gebet am Morgen beim Schacharit (שחרית = Morgengebet) und am Abend beim Ma’ariw (מעריב = Abendgebet).

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23 10 2016
By: Redaktion 2 0

Entfremdung: Der Neoliberalismus macht einsam und krank!

Das zeigen jüngste Erhebungen zu psychischen Störungen bei Kindern einmal mehr.

von Freitag.de 

 

Kann man sich eine schwerwiegendere Anklage gegen ein System vorstellen als eine epidemische Ausbreitung psychischer Erkrankungen? Heute leiden Menschen auf der ganzen Welt unter Angststörungen, Stress, Depressionen, sozialen Phobien, Essstörungen, dem Zwang, sich selbst zu verletzen und Einsamkeit. Die jüngsten Zahlen über die psychische Gesundheit von Kindern in England geben ein schreckliches Bild ab machen deutlich, dass es sich um eine globale Krise handelt.

Es mag dafür viele Gründe geben, aber mir scheint, dass ein grundelegende Ursache überall dieselbe ist: Menschliche Wesen, diese ultrasozialen Säugetiere, deren Gehirne darauf ausgerichtet sind, auf andere Menschen zu reagieren, werden systematisch auseinandergetrieben. Wirtschaftliche und technologische Veränderungen spielen dabei eine wichtige Rolle. Sie erzählen uns beständig, dass wir unser Glück im kompetetiven Eigeninteresse finden, und in einem grenzenlosen Individualismus.

Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Der Konkurrenzdruck im Bildungssystem wird immer härter. Die Jobsuche grenzt oft genug an eine Nahtoderfahrung, bei der immer verzweifeltere Menschen immer weniger Stellen hinterherjagen. Endlose Wettbewerbe und Castingshows im Fernsehen fördern völlig unrealistische Erwartungen, während die realen Möglichkeiten immer weniger werden.

Die wachsende soziale Lücke wird mit Konsum gestopft. Doch er heilt nicht die Krankheit der Isolation, sondern verstärkt den Hang unseren sozialen Status zu vergleichen – bis wir alles andere verschlungen haben und anfangen, uns selbst zu zerfleischen. Die sozialen Medien bringen uns zusammen und treiben uns gleichzeitig auseinander, indem sie uns ermöglichen, unser soziales Ansehen genau zu quantifizieren. Sie zeigen uns, dass andere mehr Freunde und Follower haben als wir.

Wie Rhiannon Lucy Cosslett sehr gut gezeigt hat, verändern Mädchen und junge Frauen routinemäßig ihre geposteten Fotos, um schlanker zu wirken. Manche Handys machen das mit ihren Beauty-Settings ganz automatisch, ohne ihre Besitzerinnen überhaupt zu fragen. So kann man heute zu seiner eigenen Dünnspiration werden. Willkommen in der nächsten Stufe der Hobb’schen Dystopie: ein Krieg aller gegen sich selbst.

Ist es verwunderlich, dass in diesen einsamen Innenwelten, in denen Berührung durch einen Klick auf die Filterfunktion ersetzt werden, junge Frauen massenhaft an psychischen Störungen leiden? Eine neue Studie in England legt nahe, dass jede vierte Frau zwischen 16 und 24 sich schon einmal selbst verletzt hat und jede achte an posttraumatischen Belastungsstörungen leidet. 26 Prozent der Frauen dieser Altersgruppe sind von Angst, Depression, Phobien oder Zwangsstörungen betroffen. So sieht eine öffentliche Gesundheitskrise aus.

 

Weiter:

www.freitag.de/autoren/the-guardian/alle-gegen-sich-selbst

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18 10 2016
By: Redaktion 2 0

Santander Bank wurde wegen zu hoher Verzugszinsen und Mahnspesen geklagt!

Der VKI (Verein für Konsumenteninformation) hat im Auftrag des Sozialministeriums gegen die AGB der Santander Bank im Kreditgeschäft wegen zu hoher Verzugszinsen und Mahnspesen geklagt und Recht bekommen.

 

Laut die Sektion Konsumentenpolitik im Sozialministerium hat die Santander Bank hatte zuvor bei nicht rechtzeitiger Zahlung der Kreditrate nicht nur die erlaubten 5% Verzugszinsen pro Jahr verrechnet, sondern einen durch die vierteljährliche Kapitalisierung (Saldoerstellung) über 5% hinausgehenden Zinssatz.

Die Mahnkosten wiederum stehen einem Unternehmen nur zu, wenn sie in einem angemessenen Verhältnis zur betriebenen Forderung stehen; eine Einschränkung, die die AGB von Santander nicht erwähnten. Zudem wurden die Kosten pro Mahnschreiben umso teurer je öfter man gemahnt wurde, wofür das Gericht keine sachliche Rechtfertigung sah.

Die Bank hat daher auf Grund des Urteils KundInnen mit aktiven und fällig gestellten Verträgen, bei denen Verzugszinsen (5% Aufschlag) verrechnet wurden,  von sich aus entschädigt.

Darüber hinaus können Kundinnen der Santander Bank die Rückerstattung von Mahnspesen verlangen, wenn diese pro Mahnung den Betrag von 20 € überstiegen haben. Dafür können sie sich noch bis Ende des Jahres sowohl an die Bank direkt als auch an den VKI wenden.

Selbst wenn Kreditnehmerinnen ihre Schuld nicht zahlen konnten und schließlich von einem Gericht zur Zahlung verurteilt wurden – also ein Urteil über das Bestehen der Schuld existiert – zahlt die Bank obige Entschädigungen. Voraussetzung in diesem Fall ist allerdings, dass in den letzten 36 Monaten zumindest eine Zahlung geleistet wurde.

Zusammenfassung: Der Ausgleich der Verzugszinsen wird von der Bank selbsttätig vorgenommen; wollen die KundInnen aber auch eine Entschädigung für zu hohe Mahnkosten, müssen sie sich aktiv an die Bank oder den VKI wenden. (VKI)

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16 10 2016
By: Redaktion 2 0

„Türken-Luther“: Prof.Dr. Yasar Nuri Öztürk und „Der verfälschte Islam“

Prof.Dr. Yasar Nuri Öztürk, bekannter islamischer Theologe in der Türkei, argumentiert seit vielen Jahren gegen verzerrte Auslegungen des Koran. So öffnet sein Buch „Der verfälschte Islam“ Türen zum Dialog.

 

 

Letztlich sind Öztürks Ansichten extrem, doch sein Ansatz muss als reformatorisch bezeichnet werden. Schon mancher hat ihn daher als den „Türken-Luther“ bezeichnet. Tatsächlich lehrt er echt lutherisch die „Rückkehr zum Koran“.

Yasar Nuri Öztürk gilt vielen Menschen als Reformtheologe, doch er selber bezeichnet sich als nur Muslim. Ihm geht es darum, den Islam in seiner reinen und ursprünglichen Form zu rekonstruieren. Es ist keine Salafist. Der promovierte Philosoph möchte den islamischen Glauben von dem Ballast der Jahrhunderte befreien, der ihn überdeckt hat und die ursprünglichen Inhalte der Religion freilegen. Daher unterscheidet Öztürk einerseits zwischen einem „Islam der Traditionen“, der auf den Sitten und Gebräuchen des Nahen Osten basiert, sowie dem „wahren Islam“ andererseits, festgehalten im Koran und verkündet durch den Propheten Muhammad.

Bereits zur Frühzeit des Islam, kurz nach dem Tode des Propheten, hätten die Menschen begonnen, den Islam zu verfälschen. Schuld daran seien die damaligen Herrscher gewesen, die den ursprünglichen Islam mit heidnischen arabischen Traditionen vermischt hätten. Öztürk verurteilt daher den Missbrauch der Religion zu politischen Zwecken. Und er warnt davor, die Person des Propheten zu instrumentalisieren und ihn in einen übermenschlichen Stand zu erheben: Muhammad, den der Koran selbst als Menschen bezeichnet, werde heutzutage in solchem Maße verehrt, dass die Gläubigen nicht nur seinen Bart, seine Fingernägel und seine Kleidung hochschätzten, sondern auch seine Exkremente.

Die Überhöhung des Propheten habe aber auch dazu geführt, dass die Muslime sich andere Vorbilder geschaffen hätten, Personen, die in religiöser Hinsicht nicht in Frage gestellt werden dürften und dadurch unfehlbar seien. Dazu gehören in erster Linie die geistlichen Würdenträger. Nach Öztürks Meinung hatte diese Handlung nur das Ziel, kritische und vernunftbewusste Menschen aus dem islamischen Diskurs auszuschließen.

Doch Öztürk befürwortet die Kritik durch die Anwendung der Vernunft. Für ihn ist diese das wichtigste Handwerkszeug des gläubigen Muslims. Sie zieht sich wie ein roter Faden durch seine Argumentationen. Skeptisch steht er den heutigen Phänomenen in der islamischen Welt gegenüber, die er als „Degenerationserscheinungen im Islam“ verurteilt und deren Ursprung er im Aberglauben sieht, der sich in der islamischen Welt verbreitet hat und auf dem viele Praktiken der Muslime heutzutage beruhen.

Yasar Nuri Öztürks „Der verfälschte Islam“ eignet sich weniger zur durchgehenden Lektüre, sondern mehr als Nachschlagewerk und Ratgeber. So geht er wichtigen Fragen nach wie dem Genuss von alkoholischen Getränken. Öztürk hält diesen für erlaubt, wenn auch eingeschränkt, solange er nicht in den Zustand der Trunkenheit führe. Damit umgeht er das koranische Alkoholverbot. In den Augen vieler strenggläubiger Muslime wäre dies schon ein Tabubruch.

Doch Öztürk geht noch weiter: Das rituelle Gebet, das jeder Muslim fünf Mal am Tag verrichten muss, stellt für ihn keine Pflicht dar, sondern ist lediglich eine freiwillige Handlung. Öztürk wendet sich in seinem Buch auch gegen die Verhängung der Todesstrafe gegen solche Muslime, die ihren Glauben wechseln. Diese Handlung sei alleine eine religiöse Angelegenheit zwischen dem einzelnen Menschen und Gott. Da die Sanktionierung von Abtrünnigen jedoch zum religiösen Dogma erhoben worden sei, habe sich in der jüngsten Zeit so etwas wie eine „islamische Inqusition“ entwickelt, die einzig dem politisierten Islam dazu diene, Gegner zu neutralisieren oder auszuschalten.

Und hätte die Frankfurter Richterin, die einen Vers des Korans so auslegte, dass der Ehemann das Recht habe seine Frau zu schlagen, bei Öztürk nachgelesen, so hätte sie erfahren: Das inkriminierte Wort „daraba“ lässt sich auf 20 verschiedene Weisen übersetzen. Und man sollte, so Öztürk, bei der Übersetzung der „Logik des Korans“ und nicht der Logik der Fundamentalisten folgen: Der Prophet habe seine der Untreue verdächtigte Ehefrau Aischa nicht geschlagen, sondern sie in ihr Elternhaus verwiesen. Öztürk schlägt vor, ebenso zu verfahren.

Und er wendet sich ganz klar gegen die in vielen islamischen Ländern praktizierte Geschlechtertrennung, in dem er sie als eine alte arabische Sitte bezeichnet. Yasar Nuri Öztürks Ansichten sind extrem, doch sein Ansatz muss als reformatorisch bezeichnet werden. Schon mancher hat ihn daher als den „Türken-Luther“ bezeichnet. Tatsächlich lehrt er echt lutherisch die „Rückkehr zum Koran“, also die Schrift als einzigen Maßstab. Und permanent reizt er das gesamte traditionell islamische Establishment. So erklärte er alle islamischen Rechtsschulen zu unnötigem Ballast oder die letzten 800 Jahre Theologie für weitgehend vernunftfrei.

Zudem wettert er gegen die Strenggläubigen, die sich gottgefällig wähnen, weil sie Schweinefleisch und Alkohol meiden, während sie ungerührt ihre Frauen versklaven. Solche Provokation hat ihren Preis: Über Jahre wagte sich Öztürk nur mit Bodyguards und Waffe unterm Jackett auf die Straße. Aber so viele Todesdrohungen er auch bekommt, die Zahl seiner Verehrer ist größer: Öztürk vertritt keine Minderheitenmeinung.

In seiner Heimat ist er ein Medienstar: Er hat regelmäßige Auftritte im türkischen Fernsehen und schreibt in einer Kolumne in einer türkischen Tageszeitung. Seine zahlreichen Bücher erreichen hohe Auflagen. Mehr solcher kritischen Geister würden der islamischen Welt sicherlich gut tun.

 

Rezensiert von Abdul-Ahmad Rashid

http://www.deutschlandradiokultur.de

Yasar Nuri Öztürk: Der verfälschte Islam
Übersetzt von Nevfel Cumart.
Grupello-Verlag, Düsseldorf 2007, 192 Seiten, 14,90 Euro

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14 10 2016
By: Redaktion 2 0

Wie umgehen mit in Stein gemeißeltem Hass?

Judensäue an Kirchenmauern! Es gibt auch genug in Stein gemeißeltem Hass gegen Türken. Aus der Gesichte muss man Lernen. Aus der Geschichte kann man manchmal auch nicht lernen, weil jede Situation neu ist. Aus der Geschichte könnte man lernen, aber oft gelingt es nicht. Darüber sollte man diskutieren. Aber bleiben wir bei Judensäue an Kirchenmauern bei Bayerischer Rundfunk/ br.de Bericht: “ In Stein gemeißelter Antisemitismus: Eine Sau, an deren Zitzen Juden säugen und der ein Rabbiner unter den Schwanz schaut. Weg damit, sagen die einen. Geschichte lässt sich nicht einfach entsorgen, die anderen. Wie also umgehen mit judenfeindlicher Propaganda an alten Kirchenmauern?“

Es ist die Predigtkirche von Martin Luther, auf die alle blicken, jetzt, zum Reformationsjubiläum. Und dann das: Ein Relief aus dem Jahr 1305 zeigt eine Judensau. Es sorgt bereits seit Monaten für Streit. Ein britischer Theologe forderte letzte Woche erneut die Entfernung des Spottbildes.

Anders sieht das Christian Fuhrmeister vom Münchner Zentralinstitut für Kunstgeschichte. Aus speziell kunstgeschichtlicher Sicht sollten solche historischen Objekte in ihrem ursprünglichen Kontext erhalten bleiben. Das gilt auch und gerade für problematische Darstellungen und Denkmäler, sagt er. Von Entfernung oder Verbannung in ein Museum hält der Kunsthistoriker nichts. ( Quelle: Bayerischer Rundfunk)

 

Mehr: 

http://www.br.de/themen/religion/judensau-kirchenmauer-100.html

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09 10 2016
By: Redaktion 2 0

TKG-Aufklärung: „Was sagt der Qur’an (Koran) zum Judentum?“

Was sagt der Qur’an (Koran) zum Judentum? Koran Kapital (Sure) 7-Vers 159: „Und unter dem Volk Moses gab es eine Gemeinschaft, die nach der Wahrheit leiteten und danach Gerechtigkeit übten.“ (Koran, 7: 159)

 

Koran Kapital(Sure) 5-Vers 69: „Gewiß, diejenigen, die glauben, und diejenigen, die dem Judentum angehören, und die Ṣābier und die Christen, – wer (immer) an Gott und den Jüngsten Tag glaubt und rechtschaffen handelt, – über die soll keine Furcht kommen, noch sollen sie traurig sein“. ( Koran, 5,69)

Bevor wir Einzelheiten dessen betrachten, was der Qur’an zum Judentum und zu den Juden sagt, möchte ich einige Vorbemerkungen vorwegschicken:

Der Qur’an entstand im 7. Jhdt., als die beiden anderen abrahamitischen Religionen schon etabliert waren. Er versteht sich als Niederschlag der religiösen Erfahrung des Propheten Muhammad, die gesondert von Überlieferungen von seinen übrigen Handlungen und Aussagen sowie biographischen Darstellungen schriftlich festgehalten wurde. Der Prophet sah sich selbst in einer Linie u.a. mit den biblischen Propheten, in ähnlicher Weise sollte seine Botschaft auf religiöse Missstände (Götzendienst) und soziale Ungerechtigkeit korrigierend einwirken, darüber hinaus gibt es hier auch einen Ausblick auf die Beziehungen zwischen den monotheistischen Religionen. Zu den Werkzeugen, die für die Bearbeitung des Textes erforderlich sind, gehören:

 

Sprache: 

 

Arabisch ist eine lebendige Sprache, bei der sich in den vergangenen 1400 Jahren naturgemäß Veränderungen ergeben haben, so dass es auch für Muttersprachler notwendig ist, der ursprünglichen Bedeutung nachzuspüren. Schon seit sehr früher Zeit sind daher Wörterbücher und Grammatiken geschrieben worden, und Kommentatoren wie Zamakhshari (12. Jhdt.) und Baidawi (13. Jhdt.) haben großes Gewicht auf sprachliche Aspekte gelegt.

Da Arabisch und Hebräisch als semitische Sprachen miteinander verwandt sind, kommt es im jüdisch-muslimischen Dialog oft zu einer schnellen Verständigung über Schlüsselbegriffe (z.B. nabî, salâm, dîn etc.).

Zu den Besonderheiten gehören der Aufbau auf Verbstämmen, aus denen Wörter hergeleitet werden, die zusammen Wortfelder ergeben, mit deren Hilfe man Bedeutungsnuancen erschließen kann – so hängt z.B. Salâm (Friede) mit Islâm (Hingabe, Versöhnung) zusammen und kommt von einer Wurzel, die einen ganzheitlichen, ausgewogenen Zustand impliziert.

Verbformen, die ursprünglich eher auf abgeschlossene oder unabgeschlossene Handlungen oder Prozesse hinweisen als auf „Zeiten“ – so wird z.B. der Ausdruck sadaqAllâhul-azîm, den man nach der Qur’anrezitation ausspricht, oft übersetzt mit „G-tt sprach die Wahrheit“, und auf die Offenbarungszeit bezogen, während es eher die Feststellung ist: „G-tt spricht (grundsätzlich) die Wahrheit“, eine unabhängig von der Zeit abgeschlossene Tatsache.

Der Gebrauch des bestimmten Artikels: er erscheint im Arabischen sehr viel öfter als in europäischen Sprachen, wird aber oft demonstrativ gebraucht, d.h. wenn im Text „die Juden“, „die Christen“ oder „die Araber“ erwähnt werden, geht es nicht um alle Juden, Christen oder Araber, sondern um diejenigen von ihnen, die aus einem bestimmten Zusammenhang bekannt sind.

 

 

Geschichte:

 

Anders als die Bibel entstand der Qur’an in einem relativ übersichtlichen Zeitraum von 23 Jahren. In seiner endgültigen Fassung ist er nach hermeneutischen und didaktischen Gesichtspunkten angeordnet als eine kontinuierliche Lesung, und tatsächlich haben viele Muslime eine bestimmte Routine, nach der sie den Qur’an immer wieder ganz lesen, sei es im Ramadan, zu bestimmten Anlässen oder ganz einfach in Form einer täglichen Lesung. Gleichzeitig ist aber die chronologische Abfolge immer wichtig genug geblieben, um zumindest in groben Umrissen in der Kopfzeile jeder Sura angedeutet zu werden. Darüberhinaus ist die Kenntnis des historischen Hintergrundes jedes einzelnen Abschnittes (auch eine Sura ist nicht immer als Ganzes entstanden) als wesentliche Voraussetzung zur verbindlichen Interpretation. Seit jeher hat man sich daher mit den Offenbarungsanlässen (asbab an-nuzûl) beschäftigt (wenn auch die Überlieferungen, die dabei eine Rolle spielen, selbst der kritischen Untersuchung zu unterziehen sind). Dies wird an den islamischen Hochschulen auch weltweit zumindest formal gelehrt. Der Kommentar von Tabari (10. Jhdt.), der auch für seine Sammlung von Geschichtsüberlieferungen bekannt ist, befaßt sich schwerpunktmäßig vor allem mit historischen Hintergründen. Abgesehen davon setzt der Qur’an die Kenntnis älterer (u.a. biblischer) Traditionen voraus. Wo diese Kenntnis fehlt, bleiben Anspielungen auf deren Inhalte zumindest schwer verständlich.

 

Systematik:

 

Da ist einmal der Zusammenhang im Text selbst zu beachten, denn wie in jeder anderen Schrift (und das braucht nicht einmal eine heilige Schrift zu sein) kann man aus isolierten Bruchstücken von Versen oder gar Sätzen das Gegenteil dessen herleiten, was intendiert ist (sowohl muslimische Extremisten als auch antiislamische Polemiker benutzen auf diese Weise den Text gern im Steinbruchverfahren).

 

Ein weiterer Punkt ist die thematische Arbeit, indem man systematisch ein bestimmtes Thema verfolgt – in unserem Fall Judentum und Juden. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, die methodischen Grundbegriffe zu kennen und der Frage nachzugehen, ob z.B. eine Aussage allgemeingültig (‚amm) oder speziell (khass), grundsätzlich (mujmal) oder erläuternd (mufassir) ist und auf welcher der verschiedenen äußeren und inneren Bedeutungsebenen wir uns bewegen.

 

Darüber hinaus weist der Qur’an selbst wiederholt darauf hin, dass er im Zusammenhang mit anderen „Zeichen G-ttes“ in der Natur, der Geschichte und anderen heiligen Schriften gelesen und verstanden werden will. In Verbindung mit der Sunna (der Praxis des Propheten und der Urgemeinde) und Vernunftmethoden ist der Qur’an schließlich eine Grundlage zum Ijtihâd (wörtl. intensive Bemühung, Rechtsfindung aus islamischen Prinzipien für eine gegebene Problemstellung).

 

Zwei Drittel des Qur’an wurden in Mekka offenbart, wo Muhammad geboren wurde, den Kaufmannsberuf erlernte und ausübte und eine Familie gründete. Hier erfahren wir auch von seinem Engagement für soziale Gerechtigkeit und seine religiöse Suche. Mekka lag an der Kreuzung von antiken Handelsstraßen, die vier Kontinente miteinander verbanden. Auf diese Weise war Reichtum zustande gekommen, aber auch eine tiefe Kluft zwischen arm und Reich. Abgesehen davon war Mekka ein Zentrum der Pilgerfahrt zu einem uralten Heiligtum, das allerdings damals mit polytheistischen Kulten verbunden war, während einige Menschen immer noch mit den mündlichen Überlieferungen vertraut waren, die ihre Abstammung von Abraham herleiteten, und sich ihrer Verwandtschaft mit ihren jüdischen Kollegen und Konkurrenten durchaus bewusst waren, manchmal sogar eigene monotheistische Ansätze suchten (Hanifen). Abgesehen von jüdischen Kaufleuten gab es auf der arabischen Halbinsel jüdische oder judaisierte Stämme sowie vereinzelte Christen. Muhammads Kritik richtete sich gegen Polytheismus und soziale Ungerechtigkeit, und seine Zukunftshoffnung war auf den Glauben an den Einen G-tt und die Verantwortung vor Ihm begründet.

 

In den mekkanischen Abschnitten des Qur’an finden wir also allgemeine Grundsätze von Glauben und Ethik mit einer Betonung der individuellen Verantwortlichkeit, darunter auch einen konzentrierten Abschnitt in Sura 17:22-38, der klare Parallelen zum biblischen Dekalog aufweist. Darüber hinaus finden wir Warnungen vor Arroganz, Unrecht und Achtlosigkeit, für die Menschen am Tag des göttlichen Gerichts zur Rechenschaft gezogen werden, die Verheißung der Früchte von Aufrichtigkeit, Menschlichkeit und guten Handlungen, die in einem zukünftigen Garten zu ernten sind (vgl. z.B. Sura 107:1-7; 99:6-8; 95:1-8 usw.) sowie Rückverweise auf die Erfahrungen älterer Gesandter G-ttes und früherer Generationen (z.B. Sura 21:48-93).

 

In Medina werden die Texte komplexer. Nach der Auswanderung (Hijra) finden wir als neuen Schwerpunkt die Bezugnahme auf Gemeinschaftsbildung. Um die Wurzeln späterer Konflikte verstehen zu können, ist es erforderlich, die Vorgeschichte zu untersuchen. Allem Anschein nach gab es mehrere Generationen vor der Hijra eine Vorherrschaft der lokalen jüdischen Stämme, von der sich die arabischen Stämme lösten und einen unabhängigen Status, vielleicht sogar eine Umkehrung der Verhältnisse erreichten. Hier ist noch einiges an Forschung notwendig. Jedenfalls gab es unmittelbar vor der Hijra eine generationenlange Fehde mit jüdischen und arabischen Stammesgruppen auf beiden Seiten, die zu einer allgemeinen Erschöpfung führte. Eine friedliche Lösung erhoffte man sich von der Vermittlung Muhammads, der daher zusammen mit den in Mekka verfolgten frühen Muslimen eingeladen wurde. Das Ergebnis war tatsächlich ein Friedensschluss und ein Vertrag, der den Stadtstaat „Madinatun-Nabi“ als Föderation autonomer Stämme mit einer gemeinsamen Außen- und Verteidigungspolitik begründete. Die arabischen Stämme nahmen dabei mehr oder weniger aufrichtig den Islam an, und die jüdischen Stämme behielten ihre gesellschaftliche und religiöse Identität und ihre interne Rechtsautonomie. Ein happy end?

 

In Wirklichkeit ist jedoch ein Friedensabkommen immer ein Neuanfang mit neuen Herausforderungen: Welche Hoffnungen und Erwartungen hatten die beteiligten gesellschaftlichen Gruppen damit verbunden, und wie weit sind sie erfüllbar? Wie geht man mit Spannungen um, die schon zur Tradition geworden waren? Wie wirkt sich der Übergang von der Kriegs- zur Friedenswirtschaft aus? Was wird aus den Ambitionen derer, die vom Krieg Vorteile hatten?

 

Im Fall von Medina haben wir verschiedene, oft widersprüchliche Berichte von der Dynamik zwischen den verschiedenen Gesellschaftsgruppe und Individuen. Muslime sind meistens vertraut mit der Art und Weise, wie der Prophet die Muhâjirûn (Auswanderer) und die Ansâr (Helfer in der lokalen Bevölkerung) miteinander integrierte, mit den zahllosen Beispielen von Solidarität und Austausch. Andererseits erfahren wir von der Enttäuschung einiger arabischer Stammesführer darüber, dass die opportunistischen (munâfiq) Motive hinter ihrem Übertritt nicht den gewünschten Erfolg hatten. Wir fragen uns nach den Folgen von Rückschlägen und materiellen Engpässen auf die jeweiligen Stämme und Sippen. Wir finden Spuren von Dialog und Polemik zwischen Religionsgemeinschaften, und hören von Einzelnen, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Rechtssystemen für eigene Zwecke zu nutzen versuchten. Dass es nach außen zu Zusammenstößen mit den heidnischen Quraish kam, hat jedenfalls praktische Versuche zu einer tiefergreifenden Versöhnung erheblich behindert.

 

In diesem Zusammenhang gab es einige Führer von Munâfiqûn und jüdischen Stämmen, die sich Hintertürchen offen hielten und mit dem Feind paktierten. Es braucht mehr als die traditionellen asbab an-nuzûl, um die soziopolitischen Hintergründe der inneren Konflikte zu klären, die daraus folgen, und die relevanten Qur’antexte von diesem Gesichtspunkt her zu betrachten.

 

Wie in Mekka gibt es Rückblicke auf Erfahrungen früherer prophetischer Gestalten und ihrer Gemeinschaften, jetzt aber auch zur Veranschaulichung von praktischen und ethischen Fragen. In unserem Zusammenhang wichtig ist die Bezugnahme auf die „Leute der Schrift“ im Hinblick auf das Zusammenleben mit ihnen, aber auch als kritische Lektion für die junge Gemeinschaft der Muslime, die erst im Entstehen begriffen war und noch keine einschlägigen eigenen Erfahrungen hatte. Wir finden  Kritik an Lehren und Praktiken in lokalen jüdischen (und christlichen) Gruppierungen (Allem Anschein nach gehörten diese Gruppierungen nicht dem „Mainstream“, ihrer jeweiligen religiösen Tradition an, denn sonst wären einige dieser Kritikpunkte unzutreffend.)

 

Es fällt auf, dass im Qur’an die „Kinder Israel“ oft direkt angesprochen werden, im Sinne von „erinnert euch an G-ttes Gnade und haltet euren Bund“, auch im Zusammenhang mit Tadel für die Nichteinhaltung der Gebote, wenn auch sanfter als bei den biblischen Propheten (z.B. 4:40-42). Die Inhalte treffen aber generell auf jede Gemeinschaft zu, die auf einem Bund mit G-tt und ethischen Prinzipien beruht und in Stagnation und Selbstsucht abgleitet, und die erwähnten Werte sind durchaus Teil des islamischen ethisch-rechtlichen Systems wie z.B. der Gedanke in Sura 5:35: „… wenn jemand einen Menschen tötet …, ist es, als ob er die ganze Menschheit getötet hätte, und wenn jemand einem Menschen das Leben rettet, ist es, als ob er der ganzen Menschheit das Leben gerettet hätte.“ Die Lehren aus diesen exemplarischen Ermahnungen treffen nicht unbedingt auf die Juden in der übrigen Welt zu, wohl aber auf Muslime zukünftiger Generationen wie im folgenden Beispiel:

 

Und (denke daran), wie Wir mit den Kindern Israel einen Bund schlossen: Dient keinem außer Mir und (erweist) den Eltern Güte und den Verwandten und den Waisen und den Armen und verwirklicht das Gebet und gebt die Spende. Dann wandtet ihr euch ab und rebelliertet bis auf wenige von euch. (2:83)

 

Anfangs wird allgemein der Leser angesprochen (aller Wahrscheinlichkeit ein Muslim) und an den Bund G-ttes mit den Kindern Israel mit allen Implikationen erinnert. Dann folgt eine unerwartete Wendung zur zweiten Person Plural. Ist damit eine direkte Kritik an lokalen Gruppen für die Abwendung von Prinzipien intendiert bzw. eine Kritik an Juden, für die es zutrifft? Oder wendet sich die Anrede an die muslimischen Leser zur präventiven Reflexion oder Selbstkritik? Oder ist es vielleicht beides?

 

Wichtig ist jedenfalls, dass es nicht um „alle“ geht und dass es durchaus Angehörige der betreffenden Gemeinschaft gibt, die treu an ihrem Bund festhalten. Auf die „Leute der Schrift“ bezogen wird dies noch stärker in Sura 3:113-115 betont:

 

Sie sind nicht alle gleich. Unter den Leuten der Schrift gibt es eine Gemeinschaft, die (für das Rechte) einsteht. Sie tragen in der Nacht G-ttes Zeichen vor und werfen sich (vor Ihm) nieder. Sie glauben an G-tt und an den Jüngsten Tag und regen zum Guten an und verwehren Böses und wetteifern miteinander zum Guten. Sie gehören zu den Rechtschaffenen. Was sie an Gutem tun, nichts wird ihnen vorenthalten, und G-tt kennt die Achtsamen.

 

Daher ist ein weiterer Punkt die Kritik an Absolutheitsansprüchen.

 

Grundsätzlich betont der Qur’an wiederholt, dass es im wesentlichen dieselbe Botschaft war, die die prophetischen Lehrer im Laufe der Menschheitsgeschichte den Völkern und Generationen gebracht haben, und beklagt Haltungen, die religiöse Unterschiede zum Vorwand für Konflikte und Spaltungen nehmen (siehe z.B. Sura 42:13-15). Tatsächliche inter- und intrareligiöse Spannungen, die zur Prophetenzeit bekannt waren, spiegeln sich z.B. in Sura 2:113:

 

Die Juden sagen: die Christen fußen auf nichts, und die Christen sagen: die Juden fußen auf nichts, und doch studieren beide die Schrift. Gleicher Art, gerade wie sie, redeten auch diejenigen, die kein Wissen hatten. Aber G-tt entscheidet am Tag der Auferstehung zwischen dem, worin sie uneins waren.

Trotz gegenseitiger Polemik gab es aber offensichtlich damals auch Juden und Christen, die auf konstruktive Weise zusammenlebten. Somit wäre der bestimmte Artikel irreführend, wenn wir darunter „alle“ verstehen würden, und es ist ein Missbrauch, wenn er absichtlich auf „alle“ bezogen wird, wie es leider immer wieder geschieht. Der bestimmte Artikel verweist, wie zuvor erwähnt, auf als bekannt vorausgesetzte Beispiele, und niemand käme beispielsweise auf den Gedanken, das Wort al-A’râb in Sura 9:97: „Die Wüstenaraber sind am hartnäckigsten in der Ablehnung und der Heuchelei …“ so zu verstehen, als ob es auf alle Wüstenaraber oder gar alle Araber Bezug nähme!

 

Statt ihre Lektion zu lernen, sind Muslime jedoch mittlerweile Teil der Kontroverse geworden. Die Diskriminierung der „Leute der Schrift“ in Geschichte und Gegenwart war bei Muslimen vielleicht „nicht so schlimm wie bei anderen“; vielleicht gab es weniger Zwangsmaßnahmen und Vertreibungen und auf weite Strecken ein fruchtbares Zusammenleben (z.B. Andalusien, Palästina, der indische Subkontinent). Aber am Ideal gemessen bleibt immer noch viel zu wünschen übrig.

 

Das bringt uns zu dem qur’anischen Vorwurf des Missbrauchs oder der Entstellung von heiligen Schriften.

 

Im modernen Diskurs taucht gegenüber den „Leuten der Schrift“ oft der Vorwurf auf, sie hätten die Bibel „verfälscht“, wobei u.a. auf Sura 3:78 verwiesen wird:

 

Unter ihnen gibt es eine Gruppe, die mit ihren Zungen die Schrift verdrehen, so dass ihr meint, es ei aus der Schrift, während es nicht in der Schrift ist, und sie sagen: „Es ist von G-tt“, während es nicht von G-tt ist, und sie sprechen bewusst eine Lüge gegen G-tt aus.

 

Im Zusammenhang mit unserem Thema möchte ich mich hier auf die Torah beschränken und auf verschiedene Sichtweisen hinweisen, die von Fachleuten vertreten werden. Sie reichen von der Auffassung, die sich zumindest teilweise mit orthodoxen jüdischen Positionen deckt, dass nämlich die gesamte Torah Mose gegeben wurde (z.B. Shah Waliullah, gest. 1763; Muhammad Abduh, gest. 1905) über die Auffassung, sie sei sinngemäß (bil ma’na) offenbart worden, bis hin zu Vorstellungen von einer Integration verbal inspirierter Lehren in eine Rahmenerzählung des Lebens und Wirkens prophetischer Persönlichkeiten und der Schlüsselerfahrungen der Kinder Israel zu einem einzigartigen, die Generationen umspannenden Gefüge – letzteres auch in Verbindung mit Ergebnissen der historisch-kritischen Bibelforschung. Allerdings gibt es unter muslimischen Gelehrten nie die Vorstellung, die ganze Torah sei Menschenwerk.

 

Andererseits kennen Gelehrte aller Schriftreligionen, auch der Muslime, sehr wohl die Versuchungen, denen man bei der Auslegung der Schriften ausgesetzt ist, und die Notwendigkeit der Selbstdisziplin und Aufrichtigkeit bei der Predigt und Lehre. Inzwischen gibt es in allen drei Religionen Beispiele von selektiver Auslegung, absichtlich oder unabsichtlich, zugunsten bestimmter Interessen, die nicht nur dem Ruf der Religion überhaupt Schaden zugefügt, sondern ganz konkret Menschenleben gefordert haben.

 

Kritik an Treulosigkeit seitens der „Leute der Schrift“

 

Es gibt im Qur’an wenig direkte Bezugnahme auf Konflikte speziell mit den jüdischen Stämmen in Medina. So bezieht sich z.B. Sura 8:48-61 auf die Qainuqah nach dem Kampf von Badr 624 n.C., Sura 49:2-11 auf die Banu Nadir nach dem Kampf von Uhud 625 n.C. und Sura 22:22-27 auf die Banu Quraiza nach dem Grabenkrieg 627 n.C.. In kriegsbezogenen Texten geht es sonst um die Auseinandersetzung mit den heidnischen Quraish in Mekka. Zu wenig erforscht ist bislang noch die Verbindung zwischen den Munâfiqûn und einigen jüdischen Stammesführern. Der Schock, dass es Mitmonotheisten gab, die mit polytheistischen Feinden gemeinsame Sache machten, muss für die Muslime aber ebenso stark gewesen sein wie die ernüchternde Erkenntnis, dass es in den eigenen Reihen verräterische Elemente gab. Während man sich auf den ersten Blick vor „anderen“ durch Abgrenzung schützen kann, wird es bei den Munâfiqûn problematischer, denn „wenn du sie anschaust, bewunderst du ihr Äußeres, und wenn sie sprechen, hörst du ihnen zu … sie sind der Feind, also hüte dich vor ihnen“ (Sura 63:6).

 

Da die Munâfiqûn aber formaljuristisch der Umma der Muslime angehörten, wurde bei der Bestrafung von Verratsfällen islamisches Recht angewandt. Für die Juden galt demgegenüber jüdisches Recht, und zwar nach ihrem eigenen Verständnis, das nicht deckungsgleich mit den Rechtsvorstellungen von Juden anderswo in der Welt gewesen sein muss, und nicht einmal der Prophet selbst hatte die Möglichkeit, hier eigenmächtig einzugreifen. Nach dieser Rechtsauffassung wurden im Fall der Banu Quraiza die kampffähigen Männer hingerichtet, andere Stämme wurden ausgewiesen, und die übrigen jüdischen Gruppen wurden unter den Schutz der Muslime gestellt. Hier bleibt für Historiker einiges zu klären, und die Forschung sollte nicht durch Idealisierung oder die grundsätzliche Vorverurteilung der einen oder anderen Seite beeinträchtigt werden.

 

Für alle ist jedoch angeraten zu lernen, welche Schritte nach einem „Friedensvertrag“ zur tatsächlichen Aussöhnung und Vertrauensbildung notwendig sind.

 

Und schließlich gibt es Aussagen der Wertschätzung der „Leute der Schrift“ und die Einladung, sich auf Gemeinsamkeiten zu besinnen, wie sie auch in einer Kalligraphie über dem Haupteingang unseres Zentrums enthalten ist:

 

„Sprich: Ihr Leute der Schrift, kommt herbei zu einem Wort, das zwischen uns und euch gleich ist: dass wir niemandem dienen außer G-tt und Ihm nichts zur Seite setzen und dass nicht die einen von uns die anderen als Herren neben G-tt annehmen …“ (Sura 3:64).

 

Chronologisch verlaufen parallel zu den Kritik aussprechenden und auf den Konflikt bezogenen speziellen Texten allgemeine Aussagen zur Koexistenz zumindest der drei abrahamitischen Religionen und münden ein in den Ausblick in Sura 5:47-51

 

Wir hatten die Torah niedergesandt mit Führung und Licht darin. Danach haben die Propheten, die sich (G-tt) hingegeben hatten, den Juden (alladhîna hâdû – kann auch übersetzt werden: „denen, die Rechtleitung empfangen haben“) Recht gesprochen, und desgleichen die Rabbiner und Gelehrten, denn ihnen war befohlen, an G-ttes Schrift festzuhalten, und sie waren Zeugen dafür. Also fürchtet nicht die Menschen, sondern fürchtet Mich und verkauft nicht Meine Zeichen um einen geringfügigen Preis. Und wer nicht nach dem richtet, was G-tt niedergesandt hat – sie sind die Leugner (kâfirûn). … Und Wir ließen Jesus, den Sohn der Maria, in ihren Spuren folgen, das bestätigend, was ihm in der Torah voranging, und Wir gaben ihm das Evangelium mit Führung und Licht darin, das bestätigend, was ihm in der Torah voranging … Und Wir haben dir die Schrift in Wahrheit niedergesandt, das bestätigend, was ihr an Schrift voranging und zur Bewahrung dessen. Richte also zwischen ihnen nach dem, was G-tt niedergesandt hat, und folge nicht ihren Wünschen gegen die Wahrheit, die zu dir gekommen ist. Einem jeden von euch haben Wir ein ethisch-rechtliches System (shir’ah) und einen Weg (minhaj) gegeben. Wenn G-tt gewollt hätte, hätte Er euch zu einer einzigen Gemeinschaft gemacht. Er will euch jedoch prüfen durch das, was Er euch gegeben hat. Wetteifert also miteinander zum Guten. Zu G-tt ist euer aller Heimkehr, dann wird Er euch über das aufklären, worin ihr uneinig gewesen seid.

 

Die Entwicklung in Medina lässt uns mit ernsthaften Fragen, die uns bis heute beschäftigen: Wie können verschiedene gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Gruppen miteinander in einer Stadt, in einem Staat, in einer Welt leben? Ist Einheit nur als Uniformität denkbar? Geht es um ein System mit einer herrschenden Gruppe und Minderheiten, um Kultur und Subkulturen? Wie wäre eine echte multikulturelle Gesellschaft zu gestalten? Die muslimischen Reiche waren immer multiethnische und multireligiöse Gebilde, und es gab immer wieder die Herausforderung, mit Konflikten umzugehen, die durch materielle Versorgungsengpässe, interne Machtkämpfe und dergleichen zustandekamen. Die Welt wird immer komplexer, und es ist an der Zeit, sich gemeinsam Gedanken zur gemeinsamen Gestaltung der Zukunft zu machen.

 

In diesem Zusammenhang sehe ich einige „Hausaufgaben“. Zunächst die für die Muslime:

 

Es ist wichtig, dass wir auf breiter Basis den Qur’an gewissenhaft lesen, also nicht nur im rituellen Zusammenhang rezitieren und schon gar nicht als Steinbruch für irgendwelche Ideologien benutzen. Offenbarung bringt keine einfachen Instant-Lösungen für Probleme, sondern Denkanstöße für verantwortliche menschliche Entscheidungen.

 

In diesem Zusammenhang dürfen wir es nicht dabei bewenden lassen, früheren Propheten und heiligen Schriften verbale Anerkennung zu zollen. Es ist an der Zeit, das aufzuholen, was wir in den letzten 1400 Jahren versäumt haben, und uns inhaltlich damit auseinandersetzen – zum besseren Verständnis anderer religiöser Traditionen und unserer eigenen Grundlagen.

 

Und schließlich ist es notwendig, die Geschichte kritisch aufzuarbeiten. Es ist sicher wichtig, vorbildliche Persönlichkeiten zur Orientierung für unsere jüngere Generation hervorzuheben. Aber Geschichte ist mehr als ein Epos, wenn wir wirklich davon lernen wollen.

 

Insgesamt ist viel Forschungs- und Erziehungsarbeit zu leisten, denn ähnliche Aufgaben gibt es in jeder religiösen Tradition, abgesehen davon, dass wir einander besser kennenlernen und eine gegenseitige Vertrauensbasis schaffen müssen. Das bringt uns gleichzeitig näher an unsere gemeinsame Verantwortung, „den Garten zu bebauen und zu bewahren“ (Gen. 2:15) bzw. „G-ttes Statthalter auf Erden“ (2:30) zu sein, denn im Zeitalter der globalen Kommunikation und Interaktion kann dies nicht mehr so verstanden werden, als ob es einer Nation oder Glaubensgemeinschaft vorbehalten wäre.

Halima Krausen ist am Islamischen Zentrum Hamburg tätig und bei der Initiative für Islamische Studien.(© talmud.de 2006)

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01 10 2016
By: Redaktion 2 0

Eine polnische Oase in der Türkei

Wer den Istanbuler Stadtteil Beykoz auf der asiatischen Seite des Bosporus verlässt und auf der Straße nach Alemdag nach Kleinasien weiterfährt, stößt noch im Gemeindegebiet Istanbuls auf ein kleines Dorf Polonezköy(Adamdorf-Polendorf). Der türkische Name bedeutet Polendorf, und tatsächlich lebten hier auch zu Beginn des dritten Jahrtausends katholische Polen. Ihre Vorfahren kamen 1842 als Flüchtlinge und Asylsuchende in das Land des Sultans.

 

Von Prof. Dr. Rudolf Grulich – Dokumentation zur Journalistenreise von Kirche in Not, Juni 2005

 

Heute ist es umgekehrt: Seit Jahren kommen Asylsuchende aus der Türkei nach Mitteleuropa, zumeist Kurden aus Südostanatolien. Vor sechzig Jahren war es noch anders: Nach 1933 flohen zahlreiche von den Nationalsozialisten verfolgte Deutsche in die Türkei und erhielten dort bereitwillig Aufnahme. Bereits im Juli 1933 emigrierten die ersten Hochschullehrer aus Deutschland nach Istanbul und Ankara, nach dem „Anschluss“ Österreichs auch aus Wien. Unter ihnen waren bekannte Wissenschaftler: Agrarexperten, Altphilologen, Architekten, Mediziner, Juristen, Musikwissenschaftler. Viele kehrten nach 1945 zurück, wie Ernst Reuter, der spätere regierende Bürgermeister von Berlin. Sein Sohn Edzard Reuter, der langjährige Vorstandsvorsitzende von Daimler-Benz, hat seine Kindheit in der Türkei verbracht und berichtet, dass für seinen Vater „der Aufenthalt [dort] eine unglaubliche Phase seines Lebens gewesen ist“.

 

Weniger bekannt ist, dass auch im 19. Jahrhundert das Türkische Reich des Sultans ein Zufluchtsland war. Als vor 150 Jahren im August 1849 die ungarischen Aufständischen ihren Kampf gegen Habsburg verloren geben mussten und kapitulierten, flohen Tausende in die Türkei, darunter auch der Führer des Aufstandes, Lajos Kossuth. Er blieb bis 1851 in Istanbul, ehe er sich in Italien niederließ. Auch der polnische General und internationale Freiheitskämpfer Jozef Bem, der im Herbst 1848 die Verteidigung des aufständischen Wien geleitet hatte und den Kossuth am 1. Dezember 1848 zur Oberkommandierenden der Revolutionsarmee in Siebenbürgen ernannte, floh damals in die Türkei. Vor allem Offiziere traten dort in den türkischen Dienst, so auch Bem, der als Amurat Pascha bis zu seinem frühen Tode Ende 1850 Kommandeur der syrischen Armee in Aleppo war.

 

Bem war als polnischer Flüchtling in der Türkei keine Ausnahme. Auch vielen anderen Polen bot das Türkische Reich Zuflucht, vor allem nach den erfolglosen Aufständen von 1831 und 1863 gegen Russland. Daran erinnerte auch Papst Johannes Paul II. vor 20 Jahren bei seinem Besuch in Istanbul, als er sich am 30. November 1979 mit der dortigen polnischen Gemeinde traf. Er erinnerte seine Landsleute daran, dass es der Sultan war, der die Aufteilung Polens Ende des 18. Jahrhunderts nicht hinnahm, „ein etwas ungewöhnliches Faktum“, wie es der Papst nannte. Der Papst erwähnte auch, dass es bei Empfängen für das Diplomatische Korps bei der Hohen Pforte noch Jahrzehntelang hieß: „Der Botschafter von Lehistan (Polen) ist noch nicht eingetroffen.“ Damit sollte an das Schicksal des aufgeteilten Polens erinnert werden. „Hier haben die polnischen Aufständischen von 1830/31 Zuflucht gefunden,“ betonte der Papst, „ die von den Türken aus den Armeen des Zaren freigekauften Kriegsgefangenen, die polnischen Soldaten der 1856 aufgelösten Zamoyski-Division.“ Johannes Paul II. nannte auch Fürst Adam Jerzy Czartoryski, der 1842 eine polnische Kolonie auf der asiatischen Seite von Konstantinopel gründete, die nach ihm zunächst Adampol benannt wurde und heute offiziell Polonezköy heißt.

 

Das Dorf hat seinen polnischen Charakter bis heute erhalten, denn eine Kirche der Muttergottes von Tschenstochau, in der auch noch heute katholische Gottesdienste gehalten werden, fällt dem Besucher ebenso auf wie Häuser, die auch in den Beskiden oder Galizien stehen könnten und polnische Segenswünsche tragen. Fürst Czartorysky hatte 1842 mit Hilfe der Lazaristen Grund und Boden für die ersten Siedler erworben, die sich bald auch eine kleine Kapelle errichteten, die der hl. Anna geweiht war. „1855 traf unser größter Dichter, Adam Mickiewiecz, in Istanbul ein“, betonte der Papst 1979 vor der polnischen Gemeinde, „um hier den patriotischen Geist unter den Polen zu stärken und eine polnische Legion zu bilden, die nach der Vorstellung der Romantik zur Befreiung der Heimat dienen sollte, die nach dem November-Aufstand noch stärker unterdrückt worden war.“ Als Russland vom Sultan die Auslieferung polnischer Flüchtlinge verlangte, lehnte dies der Sultan mit Berufung auf den Koran und dem Gebot der Gastfreundschaft ab. Adampol hatte polnische Selbstverwaltung und war das einzige Stück eines freien Polen, bis Polen als Staat 1918 wieder erstand. Nach dem Ersten Weltkrieg kehrten manche Bewohner zurück, aber der Ort blieb bestehen, auch wenn er andere Nachbarn bekam, als die griechisch bewohnten Nachbardörfer umgesiedelt und Türken vom Balkan angesiedelt wurden.

 

„Ihr seid Erben jener Polen, die vor mehr als 100 Jahren diese polnische Oase am Bosporus gegründet haben“, sagte der Papst 1979 bei seinem Türkeibesuch zu ihnen. „Als euer Landsmann und zugleich erster Papst polnischer Herkunft begegne ich euch heute mit großer innerer Bewegung.“

 

Man muss sich in dem kleinen Dorf Zeit lassen, um seine 150-jährige Geschichte auszuloten. 1992 erschien in türkischer und englischer Sprache sogar eine kleine Festschrift. Man findet türkische und polnische Gedenktafeln an die großen Besucher. Mickiewicz starb sogar hier. Erst später wurde er in die Gruft der Könige nach Krakau überführt.

 

Franz Liszt besuchte auf einer Konzertreise nach Istanbul ebenso diese polnische Siedlung wie Gustave Flaubert, und natürlich fehlt als Besucher auch nicht der Gründer der modernen Türkei Kemal Atatürk.

 

70 Häuser reihen sich in den drei Straßen des Ortes. Kirche und Friedhof fallen ins Auge. Einige Pensionen, ein Hotel Gülay, das Restaurant Ziya, ein Cafe und ein Teehaus zeigen, dass es auch bescheidenen Tourismus gibt. Den Eingang zur Pension Rizi schmückt ein Holztor mit lebensgroßen Holzfiguren. Die Besitzerin ist Frau Elena Ryzy. An polnischen Familiennamen von Hausbesitzern begegnen uns Dohoda und Wilkoszewski, Biskupski und Gazewicz. Vor Frederik Nowicki war Edward Dohoda Bürgermeister bzw. Muhtar, eine Bezeichnung, die jedem Karl May-Leser bekannt ist.“

 

im Vergleich zu anderen Stadteilen hat dieses Dorf seine alte Struktur weitesgehend beibehalten- die Zeit scheint stehengeblieben zu sein in dieser Oase. Und das in einer Megacity wie Istanbul- das fasziniert mich noch immer deshalb habe ich vor diesen besonderen Ort Istanbuls zu thematisieren. ich will hierbei die überwiegend polnische Bevölkerung interviewen- v.a. interessiert es mich wie diese Diaspora es geschafft hat ihr Gebiet so zu erhalten wie es jetzt ist.

 

die malerische Landschaft und überhaupt diese Ruhe die man an dem Ort inmitten der umgebenen Hektik findet sind die Gründe warum viele Istanbuler das Polendorf aufsuchen. Der Tourismus und seine Auswirkungen und überhaupt das Polendorf im Verhältnis zu der „Mutter“ Istanbul sind alles Gebiete, die ich erforschen möchte.

 

Soweit erstmal, ich hoffe ich kann noch ein paar Leute mitreißen diesen Ort zu erkunden- wie wärs Emine und ljubica? 🙂

 

(übrigens gibt es auf der europäischen seite ein Pendant nämlich das arnavut köyü -Albanerdorf, welches sich zu einer noblen Wohnsiedlung am Bosporus entwickelt hat)

 

https://www.youtube.com/watch?v=ARzXgNqeLtk

 

https://www.youtube.com/watch?v=ZAemEhCq5-U

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29 09 2016
By: Redaktion 2 0

Falsche Informationen bezüglich mehr Beihilfe vom Finanzamt kommen aus Deutschland!

 

Hier die richtigen Fakten

Yeni Vatan Gazetesi-Neue Heimat Zeitung

Wien.Die am Montag den 28.11.2016 über Österreicher Finanzämter eingebrochen Sturmflut an E-Mails, ist von Deutschland von einer Facebook-Seite aus verursacht worden, die auch in Österreich über Facebookteilungen bekannt geworden sind.

 

Die Fakten:

-Zum ersten Mal wurden diese Falschinformationen über das Österreichisches Finanzamt von Deutschland von einer Seite “ Kölner Gurbetciler“, die eine Verfolgerzahl  von 107.00 hat, am 25. November 2016 um 19:34 Uhr veröffentlich und 694 mal auf  Facebook geteilt.

https://www.facebook.com/gurbetcisayfasi/posts/10154859224137873

-Diese Facebook-Seite  wurde 2012 gegründet und man muss hier genau verfolgen wer hinter dieser Seite steckt. Diese Falschinformationen sind noch online.

Die Generalsekretärin der türkischen Kulturgemeinde in Österreich Melissa Günes, hat dazu folgendes gesagt: „Man will in Österreich, mit aus der Türkei stammenden Menschen, durch falsche Informationen mit den Behörden und der Gesellschaft Spannungen verursache, Vorurteile schüren und betonieren. Wenn wir diese Teilung aus dem türkischen Übersetzen, sehen wir hier fast eine Hetzkampagne, die die Türken in Österreich durch Falschmeldungen gegen das Messer laufen lassen. Deswegen bitte wir hier alle betroffenen nicht in die Falle zu tappen. Diejenigen die in Österreich so etwas geteilt haben sollten diese Teilungen löschen und sich für die Verbreitung falscher Informationen entschuldigen und dergleichen in Zukunft  vermeiden. Die türkische Kulturgemeinde (TKG) wird sich bemühen mit dieser Seite (Kölner Gurbetciler) in Kontakt zu treten um diese Seite zu löschen und ruft die Betroffenen dazu auf folgende Informationen, die dankenswerterweise von dem Finanzamt sofort in deutscher und in türkische Sprache vermittelt wurden, zu betrachten“

 

Finanzamt korrigiert wie folgt

Information zu Falschmeldungen zur Familienbeihilfe

Leider wurden über das Wochenende mehrfach Falschmeldungen bezüglich einer etwaigen Neuberechnung der Familienbeihilfe verbreitet.

Die Höhe der Familienbeihilfe steht in keinem Zusammenhang mit dem Einkommen der Eltern. Hier finden Sie einen Familienbeihilfenrechner des zuständigen Bundesministeriums für Familien und Jugend (http://www.bmfj.gv.at/), der Ihnen Auskunft über die zustehende Familienbeihilfe gibt: http://familienbeihilfenrechner.bmfj.gv.at/

Das Arbeitsmarktservice (http://www.ams.at/) stellt unter folgendem Link www.ams.at/service-arbeitsuchende_nachberechnung eine Information über eine Nachberechnung des Arbeitslosengeldes zur Verfügung. Dies hat keinen Einfluss auf die Familienbeihilfe, daher besteht keine Möglichkeit auf eine „Neuaufrollung“ der Familienbeihilfe. (yenivatan.at)

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21 09 2016
By: Redaktion 2 0

TKG verurteilt den barbarischen Anschlag in Türkei-Gaziantep

So kann es nicht weiter gehen. Eine Abkehr von dieser negativen Spirale aller Parteien durch die Antwort „Frieden in allen Bereichen“ ist in der Türkei notwendiger denn je.

Wien (OTS) – Die Türkische Kulturgemeinde Österreich (TKG) ist in diesen Stunden mit den Gedanken bei den Angehörigen der Todesopfer und den Hunderten Verletzten, die bei der jüngsten Anschlagsserie in der Stadt Gaziantep in der Türkei durch einen barbarischen Terroranschlag ums Leben gekommen sind.

 

IS Sümpfe durch vorsätzliche Unterstützung 

Die dafür Verantwortlichen sind höchstwahrscheinlich jene, die auch von den türkischen Behörden als IS-Terroristen verifiziert wurden, die in der Türkei seit dem Syrien-Krieg ihre Sümpfe besonders in der Stadt Gaziantep und Umgebung aufgebaut haben und vorsätzlich leider unterstützt wurden.

 

IS: Erorberung Konstantiniyye

Faktum ist, dass es von unterschiedlichen Seiten Interesse gibt, die Türkei ins Chaos zu stürzen. Die Oppositionsparteien haben auch heute viele Informationen geteilt, dass in der Stadt Gaziantep eine Hochburg des IS entstanden ist und sogar viele Bezirke unter der Kontrolle vom sog. Islamischen Staat (IS) sind. Das kann nicht so weiter gehen, weil hier dieses Gebiet ein Knotenpunkt für Europa und auch für Österreich, gerade als Hinterland, geworden ist. Und das letzte Ziel des IS ist, ein Kalifat mit Hauptstadt Istanbul zu gründen. Dafür bringt der IS seit drei Jahren eine Zeitschrift in türkischer Sprache mit dem Titel „Erorberung Konstantiniyye“ (Kontsantiyye´nin Fethi) heraus. Wenn im IS eine Abspaltung mit einer türkischen IS-Gruppe zu Stande kommt, dann kommen die echten Probleme in die Türkei und nach Europa. Wir warnen.

 

Selbsternannte Deradikalisierungsspezialisten 

In Österreich und in Europa versucht der IS fleißig weiterhin, besonders sunnitische und alevitische Familien und Kinder, die ziemlich labil sind, durch salafistisch-wahabitische Konfessionen des Islam zu gewinnen, wo besonders in Österreich die deradikalisierenten Stellen sehr schwach sind, weil sie durch die politische Freunderlwirtschaft von Aktivisten und „selbst ernannten Beratern“ oder als „Feuerlöscher auftretende Brandstifter“, die aus diesem Geschäft per se Geld verdienen, auch nicht leistungsorientiert arbeiten, sondern sich selbst profilieren. Viele sunnitische und alevitische Familien in Österreich und besonders in Wien haben sich bei der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich darüber beschwert, dass ihre Kinder verloren gegangen sind.

Ziel: Türkei afghanisieren, irakisieren bzw. syrisieren

Nicht nur in Gaziantep, sondern in mehreren Städten in der Türkei sind IS-Hochburgen durch salafistisch-wahabitische IS-Strömungen vorhanden, die einfach bereit sind, in einem Bürgerkrieg in der Türkei genauso terroristische Aktivitäten auszuüben wie im Irak und Syrien. Kurz: Man will die Türkei syrisieren bzw. irakisieren, wie man es bereits bei den Städten Afghanistan und Pakistan gemacht hat.

 

Türken und Kurden sind Brüder seit 1000 Jahren

Weder die Türken sind Feinde der Kurden, noch die Kurden Feinde der Türken und das schon seit 1000 Jahren. Das will man die ganze Zeit propagieren, wobei man nur durch Brüderlichkeit und eine friedliche Politik ohne Hetze etwas dagegen machen kann.

Alle Parteien in der Türkei müssen jetzt gegen diese Hetze, die als Ziel hat, Türken gegen Kurden und Kurden gegen Türken aufzuhetzen und damit einen Bürgerkrieg zu verursachen, durch Frieden eine Antwort geben.

 

Säkulare Verfassung in der Türkei mit Demokratie stärken 

Die Türkische Kulturgemeinde Österreich wünscht allen politischen Verantwortlichen den Weitblick und die Erkenntnis, dass die Saat des Hasses und des Konfliktes in der Ungerechtigkeit liegt.

Das Resultat von blindem Fundamentalismus durch einen politisierten Islam und die Instrumentalisierung der Religion durch die Politik wird noch mehr Tote produzieren. Das Ziel sollte sein, die säkulare Verfassung der Türkei mit noch mehr demokratischen Gesetzen und die sterile Gewaltenteilung zu stärken, und als Beamte sollten nicht mehr Sektenbrüder, egal aus welcher islamischen Rechtsschule sie stammen, eingesetzt werden, sondern sie sollten den Verdienst (Liyakat) leisten und dafür die notwendige Bildung und Erfahrung haben.

Wir wünschen den Verletzen eine baldige Genesung und den Hinterbliebenen der Opfer viel Kraft in diesen schweren Stunden.

 

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160822_OTS0100/tkg-verurteilt-den-barbarischen-anschlag-in-tuerkei-gaziantep?utm_source=2016-08-22&utm_medium=email&utm_content=html&utm_campaign=mailaboeinzel

Dr. Melissa Günes
Generalsekretärin
Türkische KULTURgemeinde in Österreich

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17 09 2016
By: Redaktion 2 0

Leitartikel aus Deutsche Levante Zeitung, 1.7.1912

Wir sitzen im Allerheiligsten des großen Hamburger Importhauses, von dem hinüber zur Levante und herüber tausend Fäden spinnen. Der Chef, ein typischer Inselgrieche, klug, agil, mit allen Wassern des Orients und Okzidents gewaschen, gestikuliert überlebhaft und brennt sich alle Augenblicke einen frischen Papyros an. Natürlich dreht sich unser Gespräch ums „Geschäft“.

 

„Glauben Sie, daß der deutsche Kaufmann eine Zukunft hat in Ihrer Heimat?“ frage ich den vielgewandten Mann, der alle Kniffe und Pfiffe im orientalischen Handel kennt wie seinen Kassenschrank.

„Zweifellos, wenn er endlich lernen wird, die Leute da unten zu nehmen, wie sie genommen sein wollen. Wissen Sie aber, wie der Levantiner Ihre Landsleute nennt? Geizhälse! Sie lächeln ungläubig. Aber beobachten Sie mal in den Speise- und Kaffeehäusern Smyrnas oder Beiruts die verächtlichen Mienen der Türken, Griechen, Armenier, wenn der deutsche „Geschäftsfreund“ seelenruhig bloß die eigene Zeche bezahlt, anstatt den andern freizuhalten. Da liegt der Hase im Pfeffer!

Der deutsche Reisende glaubt, es genüge die Güte und Billigkeit seiner Waren darzutun, und spielt dann, im persönlichen Verkehr, den Zurückhaltenden. Meine Landsleute wollen aber, naiv wie sie in solchen Dingen sind, in Liebenswürdigkeiten eingewickelt, verwöhnt, regelrecht poussiert werden, wenn man sie als Kunden gewinnen will. Dann wird man aber auch Sachen an sie los, die lange nicht so gut und wohlfeil sind wie Ihre deutschen. Nehmen Sie dagegen z.B. den englischen oder französischen Importeur. Der geht in die Familie seines Kunden, tut da, als wäre er bei lieben Freunden, überschüttet die Leute mit Aufmerksamkeiten, und eins, zwei, drei hat er seinen Auftrag in der Tasche. Er disponiert eben mit dem Geld geschickter als der Deutsche. Allerdings muß man auch berücksichtigen, daß diese Nationen schon viel länger in der Levante arbeiten als Ihr.

Der Türke ist streng konservativ und bestellt mit zähem Eigensinn immer wieder bei solchen Firmen, die er von klein auf kennt; er sagt sich: warum soll ich mit andern Fabrikaten Experimente machen? Ich bleibe am besten bei der Firma, mit deren Ware ich zufrieden bin. Es ist riesig schwierig, solchen Hinterwäldlern einzubleuen, daß die Zeit vorwärts schreitet, und daß es töricht ist, die Konkurrenz nicht zu beachten.“

 

Aus dem Archiv der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg. resolver.sub.uni-hamburg.de/goobi/PPN833045369_1912

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13 09 2016
By: Redaktion 2 0

100 Jahre Dadaismus, Istanbul grüßt Wien

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich freut sich, in Räumen der Mekan68 mit „MIRROR OR RIM“ erstmals in Wien eine Einzelausstellung der namhaften türkischen Künstlerin Lale Tara auch mit einladen zur dürfen.

Eröffnung: Mittwoch, 14 September um 19:00 Uhr

Öffnungszeiten:  Fr, Sa jeweils von 15:00 bis 18:30

Kurator: Engin Özendes (ESFIAP)

 

Mekan68 freut sich, in seinen Räumen mit „MIRROR OR RIM“ erstmals in Wien eine Einzelausstellung der namhaften türkischen Künstlerin Lale Tara zeigen zu können. Die Ausstellung wird am 14. September 2016 um 19 Uhr eröffnet.

Lale Tara ist bekannt für ihre surrealen, atmosphärisch dichten und häufig provokanten fotografischen Arbeiten. Indem ihre erzählerische Fotografie alternative Realitäten konstruiert und die Thematik verschwommener Dualitäten erkundet, bringt sie Tendenzen hervor, die den herrschenden Kulturkanons zuwiderlaufen. Damit überschreitet sie bewusst die Grenzen zwischen verschiedenen künstlerischen Medien, zwischen Historischem und Zeitgenössischem, zwischen den Kulturen wie auch zwischen dem Selbst und dem Anderen.

Während in letzter Zeit auf den Bildern von Lale Tara immer eine lebensgroße Puppe als ihre Doppelgängerin zu sehen war, erscheint sie in ihrer neuen Bildreihe „MIRROR OR RIM“ selbst in den Szenen, gleichzeitig aber auch (hinter der Kamera) an deren Peripherie: im Spiegel und im Rahmen. Diese Arbeiten befassen sich mit der Absurdität von Zeit und Raum und spiegeln die rätselhafte Irrationalität der Welt mit feinem visuellem Witz wieder. In ihnen lebt wahrlich der Geist von DADA wieder auf. So hat Lale Tara denn auch drei Arbeiten dieser Serie drei DADA-Künstlerinnen gewidmet.

Besonders faszinierend ist das Bild von ihr selbst als Lampe, in dem sie beleuchtet und beleuchtet wird, sowohl Lichtquelle als auch Lichtempfängerin ist, das A und O der Kunst des Schattenfangens. Gewidmet ist das Werk Emmy Hennings.

Das Bild des Hochzeitspaares mit seinem Spiegel und dem Schoßhund in ein pfiffiger Verweis auf Jan van Eyck. Damit weist es sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft, erregt humorvoll Aufmerksamkeit und macht neugierig darauf, seine Details näher zu erkunden.

Tara hat den zeitgenössischen türkischen Künstler Ali Elmacı eingeladen, bei einem der Bilder mit ihr zusammenzuarbeiten. Dabei steht sie Elmacı für eine Zeichnung Modell, während sie selbst die Szene mit ihrer Kamera einfängt. Diese Arbeit ist Elsa von Freytag-Loringhoven gewidmet.

Der eingerahmte 50-SFr.-Geldschein ist dem Gedenken an Sophie Taeuber-Arp gewidmet.

Mit seinem Anliegen des humorvoll Absurden und der trotzigen Weigerung, verstanden zu werden, ist  „MIRROR OR RIM“ eine hundertjährige Hommage an DADA.

 

***

 

Über die Künstlerin

Lale Tara (geb. 1957) lebt und arbeitet in Istanbul, Türkei. Sie ist bekannt für ihre surrealen, atmosphärisch dichten und häufig provokanten Fotos mit einer lebensgroßen Puppe als ihrer Doppelgängerin, die an entfremdeten und verlassenen Orten in Szene gesetzt werden.

Hinter jedem Projekt steht eine einem Film vergleichbare Produktion, bei der Tara als Autorin, Produzentin und Fotografin mit einem erfahrenen Team von Mitarbeitern eine Aufnahme an einem Schauplatz oder im Studio inszeniert, um aus einer Fotografie ein Ereignis zu machen.

Tara hat an zahlreichen Ausstellungen im Nahen Osten, in Asien und Europa teilgenommen, darunter Gruppen- und Einzelausstellungen im Istanbuler Museum für Moderne Kunst (Türkei). Ihre Werke finden sich im Privatmuseum Salsali (Dubai, VAE), der Samawi-Sammlung (Dubai, VAE), dem Istanbuler Museum für Moderne Kunst (Türkei) und der Sevil-Sabancı-Sammlung (Türkei).

 

 

Vernissage: Mittwoch, 14 September 19:00

 

mekan68
Neustiftgasse 68/1

1070, Wien

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12 09 2016
By: Redaktion 2 0

Die Schallaburg sucht Interessentinnen/Interessenten für die Vermittlerausbildung zur Ausstellung „Islam“

Für die Ausstellung „Islam“ (18. März bis 5. November 2017) erweitert das Ausstellungszentrum Schallaburg das Team der Kulturvermittlung.

 

Dieses nimmt auf der Schallaburg eine wesentliche Rolle ein. Als Brücke zwischen Ausstellung und Besucherinnen und Besuchern schafft die Vermittlung persönliche Zugänge und greift Fragen auf, die sich im eigenen Umfeld ergeben. Die Schallaburg versteht sich als Ausstellungshaus und als Begegnungsraum aktueller Themenstellungen, die Menschen bewegen.

Die mehrteilige Ausbildung startet im Oktober 2016 und wird mit der Fortbildung bestehender Vermittlerinnen und Vermittler verschränkt. Sie bereitet die Teilnehmenden didaktisch und inhaltlich auf ihre Aufgabe vor und soll sie dazu befähigen, die Vielfalt des Islam und seiner Bezüge zur österreichischen Vergangenheit und Gegenwart zu beleuchten, diese gemeinsam mit den Besucherinnen und Besucher zu deuten und zu befragen.

Gesucht sind Personen mit Sprachkenntnissen in Türkisch, Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Arabisch oder Farsi, erforderlich ist ein der Tätigkeit entsprechendes, diskurssicheres Deutsch. Ausdrücklich möchten wir Menschen mit familiärer oder eigener Migrationserfahrung einladen, sich zu bewerben. Die rechtlichen Voraussetzungen für eine Beschäftigung in Österreich müssen gegeben sein.

An der Ausbildung Interessierte werden gebeten, sich an Wolfgang Schmutz, unter der E-Mail-Adresse vermittlung@schallaburg.at für Rückfragen bzw. mit Lebenslauf und Motivationsschreiben zu wenden. Bewerbungsschluss ist der 22. September 2016.

Die Hearings finden voraussichtlich Ende September/Anfang Oktober auf der Schallaburg statt. Am Montag, den 19. September 2016 wird um 20:00 Uhr ein Informationsabend in der Brunnenpassage (1160 Wien) veranstaltet, um über geplante Inhalte und die Rahmenbedingungen der Ausbildung sowie späteren Tätigkeit in der Kulturvermittlung zu informieren.

 

Kontakt:
vermittlung(at)schallaburg.at
www.schallaburg.at

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01 09 2016
By: Redaktion 2 0

EU-Türkei-Österreich-Fakten: Zeit für Zurückhaltung und Abrüstung der Wörter

„Die Causa Türkei ist für SPÖ und ÖVP eine Chance, sich zu profilieren. Das Thema besetzen und dominieren, lautet die Devise für Kern und Kurz. Und zwar bevor es die FPÖ tut.“ schreibt die Süddeutsche Zeitung.“

 

Die Abwärtsspirale der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit dreht sich mit zunehmender Schnelligkeit und sorgt bei den Betroffenen für eine regelrechten Erfolgsrausch! Meine Gedanken sind bei denen, die sich nicht in diesem Rausch befinden!“, schreibt die SPD-Abgeordnete a.D. Lale Akgün. Die TKG hat nachrecherchiert: Die seit 1996 intakte Zollunion der EU (500 Millionen Einwohner) mit der Türkei (80 Millionen) bringt der Europäischen Union mehr Vorteile als der Türkei, sagen die Fakten. Braucht die EU wirtschaftlich die Türkei also nicht eher als die Türkei die EU? Wer sitzt wirklich am längeren Ast?

Die Türkei ist für die EU nicht nur sicherheitsstrategisch und geopolitisch wichtig, sondern auch wegen des nicht ernst genommenen politisierten Islam-Sumpfes. Mit der Türkei sollte man aber hard aber doch im Gespräch bleiben weil der EU Beitrittsprozess der Türkei der beste Hebel die verschiedene unangenehme Prozesse in der Türkei beeinflussen zu können.

Weil das Epizentrum dieses Sumpfes gerade die Türkei, Saudi Arabien, Katar und seine Nachbarn geworden sind. Die EU (und der Balkan) waren bis jetzt das Hinterland dieser Sümpfe, die sich bis in die modernen Städte hinein erstrecken. Man sollte schleunigst diese Sümpfe trockenlegen, statt auf zahnlose wirtschaftliche Druckmittel zu setzen. Die Türkei spielt eine sehr wichtige Rolle für die EU, umgekehrt ist es genauso. Griechisch-Zypern blockiert schon länger weitere Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. Ein weiteres Veto aus Österreich durch Außenminister Kurz bzw. Bundeskanzler Kern ist daher unnötig. Ein außenpolitischer Fehler.

These: Die Europäische Union braucht die Türkei mehr als die Türkei die EU. Die Türkei aber braucht Europa als Partner, besonders was die Wertegemeinschaft angeht.

 

Rechtsstaatliche und demokratische Prinzipien

Bundeskanzler Kern: Die Türkei ist von uns weitgehend abhängig“

Das Statement des sozialdemokratischen Bundeskanzlers Christian Kern gegenüber der Zeitung „Die Presse“ sollte man genau bezüglich Zollunion EU-Türkei unter die Lupe nehmen: Würde man nun die Tür für die Türken öffnen und ihnen die vier Grundfreiheiten der EU (freier Waren-, Dienstleistungs-, Kapital- und Personenverkehr) einräumen, dann würde das zu massiven wirtschaftlichen Verwerfungen führen, die in Europa nicht mehr vertretbar sind. Die EU sollte vielmehr nach einem neuen machbaren Weg der wirtschaftlichen Heranführung der Türkei suchen. Ökonomisch sitzen wir am längeren Hebel. Die Türkei ist von uns weitgehend abhängig.“

Für die Türkische KULTURgemeinde geht es darum, dass die Türkei so viele EU-Wertestandards wie möglich umsetzt. Rechtsstaatlichkeit und Rechtssicherheit müssen in vollem Umfang Einzug halten! In der Türkei ist jedem klar, dass es der Europäischen Union gar nicht um einen vollen EU-Beitritt geht. Die EU und insbesondere Deutschland waren nicht ehrlich mit der Türkei, das zeigen die Probleme mit der bereits bestehenden Zollunion ab dem 1.1.1996.

 

Hintergrund

„Unnötiger kann Kerns Demarche tatsächlich nicht sein. Niemand in der EU glaubt, dass der Türkei-Beitritt in absehbarer Zeit erfolgen kann. Die Verhandlungen um eine Mitgliedschaft sind sowieso auf das Minimum zurückgefahren. Ein Plädoyer für einen Abbruch macht keinen Sinn, es befriedigt bloß jene nationale Öffentlichkeit, die seit eh und je die Türken nicht mag.Noch eins: An der Visa-Frage sollte das Flüchtlingsabkommen nicht scheitern. Dass die Visapflicht für die Türkei nicht schon längst abgeschafft ist, so wie für Mazedonien, Montenegro und Serbien – auch nicht gerade Westminster-Demokratien –, wird in Ankara seit Langem als feindseliger Akt der EU gesehen. Zu recht. Zudem würde eine von der EU geforderte Änderung der Definition von Terrorismus im türkischen Antiterrorgesetz – angesichts des ausgerufenen Ausnahmezustands – nichts an der Situation der verfolgten Journalisten oder Oppositionellen ändern. “ schreibt Profil (Georg Hoffmann-Ostenhof )

Laut der Standard vermutet der renommierter Politologe Peter Filzmaier innenpolitische Motive hinter dem außenpolitischen Schauspiel. „Es ist eine strategische Binsenweisheit, dass sich innere Einheit am besten gegen einen – unter Anführungszeichen – Außenfeind schaffen lässt,“ sagt er, „und so viele andere Themen, bei denen sich die Regierung einig ist, gibt es nicht.“ Die Türkei-Debatte sei „aufgelegt wie auf dem Silbertablett“, befindet Filzmaier, zumal sie für die Regierung weitgehend „risikolos“ sei. Schließt sich die EU, wo letztlich die relevanten Entscheidungen fallen, mehrheitlich der Haltung Österreichs an, könnten sich Kern und Kurz eines Erfolges rühmen. Wenn nicht, so Filzmaier, lasse sich immer noch mit EU-Bashing Kapital schlagen. „Wenn Verhandlungen auf Eis liegen, muss man nicht auch noch die Kühlschranktür zuschlagen“, sagt Peter Filzmaier  der Kerns und Kurz‘ Vorstöße für umso bemerkenswerter hält, als sich Österreich immer noch neutral nennt: „Von jeder diplomatischen Akademie fliegt man für so etwas im ersten Semester raus.“

Filzmaier vermutet innenpolitische Motive hinter dem außenpolitischen Schauspiel. „Es ist eine strategische Binsenweisheit, dass sich innere Einheit am besten gegen einen – unter Anführungszeichen – Außenfeind schaffen lässt,“ sagt er, „und so viele andere Themen, bei denen sich die Regierung einig ist, gibt es nicht.“ Die Türkei-Debatte sei „aufgelegt wie auf dem Silbertablett“, befindet Filzmaier, zumal sie für die Regierung weitgehend „risikolos“ sei. Schließt sich die EU, wo letztlich die relevanten Entscheidungen fallen, mehrheitlich der Haltung Österreichs an, könnten sich Kern und Kurz eines Erfolges rühmen. Wenn nicht, so Filzmaier, lasse sich immer noch mit EU-Bashing Kapital schlagen. – derstandard.at/2000042612107/Wie-der-Streit-mit-der-Tuerkei-der-Regierung-nuetzt

 

Die Süddeutsche Zeitung schreibt: „BK Kerns Aussagen lösten in der türkischen Regierung so viel Heiterkeit aus wie ein Zigarettenstummel in einer Melange. Nun kürte der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu Wien zur „Hauptstadt des radikalen Rassismus“. Sein österreichischer Amtskollege Sebastian Kurz bestellte den türkischen Botschafter ein, dann legte er nach. Am Freitagabend erklärte er den Flüchtlingsdeal sinngemäß für gescheitert. Die EU müsse die Außengrenzen selbst schützen, um nicht mehr erpressbar zu sein, sagte Kurz im ORF. Die Art und Weise, wie Wien die Eskalationsspirale dreht, gefällt Berlin ganz und gar nicht. Denn Deutschland will seinerseits weder das mühsam ausgehandelte Flüchtlingsabkommen kündigen, noch im Vorbeigehen die Beitrittsverhandlungen kippen. Wenn, dann muss das Ankara schon selbst machen.“

„Dass sich Wien nun so ins Zeug legt, hat augenscheinlich auch sehr austriakische Gründe. Hier kommt die FPÖ als Faktor hinzu. Die islamfeindliche Partei ist für die regierende Koalition aus Kerns SPÖ und Kurzens ÖVP ein ziemlich großes Problem. In Umfragen rangiert die FPÖ mit deutlichem Abstand vor den Volksparteien. Kanzler Kern hat sich klar von der rechtspopulistischen Partei abgegrenzt, aber manche in seiner SPÖ liebäugeln mit der FPÖ. Die wiederum umwirbt relativ offen Kurz und sein ÖVP-Umfeld. Der Minister ist im Volk beliebt, aber seine Partei darbt in Umfragen trotzdem. Seit mehreren Legislaturperioden blockieren sich SPÖ und ÖVP gegenseitig bei Reformprojekten, man gönnt einander keine Erfolge. In der Ausländerpolitik treibt die FPÖ die Regierung vor sich her, daran ändern auch weitere Asylrestriktionen nichts. Die Causa Türkei ist für SPÖ und ÖVP eine Chance, sich zu profilieren. Das Thema besetzen und dominieren, lautet die Devise für Kern und Kurz. Und zwar bevor es die FPÖ tut. Kurz hatte am 3. August im Interview mit Spiegel Online den Flüchtlingsdeal zwar kritisiert, aber noch nicht abgeschrieben. Er sprach von Plan A und Plan B. Am 4. August erklärte Kern im ORF die Beitrittsgespräche mit Ankara für gescheitert. Am 5. August erklärte der alerte Außenminister das Flüchtlingsabkommen für erledigt. Von einem Sozialdemokraten will sich der Christsoziale eben nicht rechts überholen lassen.Dabei gibt es noch eine andere

Komponente, die bemerkenswert ist. Denn Kanzler und Außenminister vertreten ähnliche Dinge, aber sie wirken nicht wie ein zusammenarbeitendes Duo wie etwa Merkel und Steinmeier. Die Wiener Wortwahl wird auch deshalb drastischer, weil der SPÖ-Kern und der ÖVP-Kurz sich gegenseitig die Butter vom Brot nehmen wollen, anstatt sich die Jause aufzuteilen. Es ist das alte Dilemma der SPÖ-ÖVP-Koalition.“ ( Süddeutsche Zeitung)

 

Wo bleibt die Demokratie? Wo bleibt der Rechtsstaat?

Die Türkei und die AKP-Regierung haben massive demokratiepolitische und rechtsstaatliche Defizite, die für die EU keinesfalls zu akzeptieren sind. Auf diesem Gebiet ganz besonders, wie der österreichische Bundeskanzler Kern, Außenminister Sebastian Kurz und der Grüne-Abgeordnete Peter Pilz unterstrichen haben. Österreich zeigt sich als türkischer Partner schockiert über Rückschritte bei der Achtung der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit, bei der Gewaltentrennung und insbesondere bei der Beschneidung der Meinungs- und Pressefreiheit sowie der Unabhängigkeit der Justiz.

Aber vorweg sagen wir ganz klar: Die Todesstrafe wird in der Türkei nicht kommen, weil das Verbot in der Verfassung dreifach abgesichert ist! Die türkische Innenpolitik droht überzukochen, aber am Ende wurde in der Türkei bekanntlich nie so heiß gegessen wie gekocht.

Es ist auch von den EU-Staaten ziemlich zynisch, ständig die Todesstrafe für den Abbruch der Beitrittsverhandlungen vorzuschieben. In der Türkei werden seit vielen Jahren die Menschenrechte missachtet und Journalisten verfolgt. Hätte man dann nicht schon längst alle Verhandlungen abbrechen müssen?

Die Türkische KULTURgemeinde fordert hohe Standards im Bereich der Menschenrechte, Rechtssicherheit und Pressefreiheit, denn alles andere stärkt nur die radikalen Kräfte in der Türkei!

 

Traum: Ein türkischer Rechtsstaat ohne islamistische Sekten

Ohne Wenn und Aber fordert die TKG einen säkularen, von religiös-islamistischen Sekten befreiten türkischen Rechtsstaat. Zuallererst gilt es, die Gewaltentrennung umzusetzen! Es kann nicht sein, dass die AKP-Regierung und Präsident Erdoğan von der EU Solidarität gegenüber einer islamistischen Sekte, die sich ungeniert FETO (Fethullahistische Terrororganisation) abkürzt, erwarten. Es handelt sich hier um jenen Prediger Fethullah Gülen, dem Tayyip Erdoğan jetzt auf den Fersen ist. Nicht zu vergessen: Fethullah Gülen war Erdoğans engster Verbündeter. Spätestens hier wird die Geschichte unglaubwürdig! Auf der anderen Seite ist die AKP-Alleinregierung gerade dabei, jenen Platz einnehmen, den bisher ihnen nahestehende, noch schlimmere fundamentalistische und klerikal-faschistischen Sekten, die seit Jahren gegen die säkular-demokratische Verfassung der Türkei kämpfen und sie vernichten oder verwässern wollen, einnehmen. Indem Präsident Erdoğan jetzt gegen diese Gruppierungen losschlägt, erhöht er seine Glaubwürdigkeit.

Die ehemalige SPD-Abgeordnete Lale Akgün denkt hier anders: „Eben habe ich mir die Liveübertragung der Großkundgebung „für Demokratie und Märtyrer“ in Istanbul angesehen. Die Show wurde nicht nur auf allen Fernsehkanälen übertragen, sondern auch auf Großwandleinwänden in allen 80 Provinzhauptstädten der Türkei , damit das Volk auch da zusammenkommen und jubeln konnte. Diese Veranstaltung diente dazu, alle auf die neue Türkei mit Erdogan als den Führer einzuschwören. Das ist gut gelungen. Erdogan und seine Equipe kennen keine Parteien mehr, sondern nur noch das Volk. Und dieses Volk ist heute ganz schön umschmeichelt worden. Und seine Einheit. Und sein Wille. Zum Beispiel die Todesstrafe. Wenn das Volk es will, dann wird es sie geben, sagt der Führer. Und die Feinde. Die müssen auch benannt werden, damit das Volk zusammenstehen kann, gegen die Feinde. Kurzum: die AKP hat alle Schleusen Richtung Islamo-Nationalismus geöffnet. Die Ideologie „Türk-Islam-sentezi“ , „die türkisch-islamische Synthese“, ist kaum noch zu bremsen oder gar aufzuhalten. Die Veranstaltung fand übrigens in Yenikapi statt, auf deutsch „Neues Tor“. Wenn das kein symbolträchtiger Name ist!“

Hier beginnen die Sicherheits-Probleme der EU und insbesondere der Republik Österreich. Denn genau diese anti-säkulare und anti-demokratische, orthodox-religiöse Partei und Sekten – durch westliche Unterstützung fleißig hinaufgehievt – benutzen seit Jahren Österreich und andere Staaten als politisches Hinterland.

Unter dem Vorwand falsch verstandener Solidarität, Religionsfreiheit und Demokratie oder was auch immer versinkt ein gutes Zusammenleben im Sumpf der Korruption. Statt wirtschaftlicher Sanktionen sollte man in Österreich diese – oft als Vereine getarnten – Parteien und Sekten genau unter die Lupe nehmen! Sie wollen einen Staat im Staat aufbauen und die österreichischen Regierungsparteien unterwandern. Sie wollen alle hart erworbenen demokratischen Werte einreißen. Auch die die anderen EU-Staaten sind von dieser Unterwanderung betroffen!

 

Privileg oder Schande? Die EU-Türkei-Zollunion ist schon lange da: seit 1.1.1996

Auf der anderen Seite dürfen wir als Türkische KULTURgemeinde in Erinnerung rufen, dass die Türkische Republik – zu Lasten seiner eigenen wirtschaftlichen Interessen – mit der EU schon lange in einer Zollunion ist!

Außer der Landwirtschaft (soll ausgedehnt werden) und den Dienstleistungen (wird ausgedehnt), die stark reglementiert sind, soll die Zollunion weiter expandieren, der Gewinner ist die EU! Diese Zollunion mit der EU ist bereits seit 1.1.1996 in Kraft! Zwischen den EU-Staaten und der Türkei werden seit über 20 Jahren Waren, Dienstleistungen (begrenzt) und Kapital (unbegrenzt) gehandelt und transferiert. Die EU exportiert seit 1996 mehr Waren und Dienstleistungen in die Türkei als diese in die EU. Bis Ende 2015 betrug das Handelsbilanzdefizit für die Türkei über 50 Milliarden Euro, im Durchschnitt ca. 2,5 Milliarden Euro pro Jahr! Das Leistungsbilanzdefizit der Türkei wird durch die Zollunion keineswegs positiv beeinflusst, wie von allen Seiten bisher stets behauptet wurde. Im Gegenteil profitiert vielmehr die EU davon.

 

Faktum: Einmalig für die EU: Null Mitspracherecht seit 1.1. 1996, damit ist die Türkei „Partner zweiter Klasse“

 

Denn die Türkei hat viele vertragliche Verpflichtungen auf sich genommen, aber in den politischen Entscheidungsgremien ist sie weder vertreten, noch irgendwie eingebunden. Ist sie ja nicht Mitglied der EU. Die Türkei hat durch strategische Fehlentscheidungen seit den Neunziger Jahren einen Großteil ihrer nationalen Souveränität nach Brüssel abgetreten, ohne in der Brüsseler EU-Zentrale irgendeinen Einfluss auf den multinationalen Entscheidungsprozess zu haben!

1996 ist die Türkei der inoffizielle „Partner zweiter Klasse“ Europas geworden, der – man mag es bedauern oder nicht – nie Vollmitglied sein wird, allen Diskussionen zum Trotz! Warum sollten sich auch die 28 EU-Vollmitglieder ein handelstechnisch bereits vollkommen abhängiges Land als Vollmitglied wünschen? Mit der Zollunion hat die EU die Türkei ohnedies bereits an der Kandare. Genau deswegen sagt Bundeskanzler Kern im Interview der „Presse“ : Ökonomisch sitzen wir am längeren Hebel. Die Türkei ist von uns weitgehend abhängig.“  Stimmt das?

Zum Beispiel durften aufgrund ihrer nationalen Interessen Spanien, Portugal und Griechenland erst nach Jahren ihrer Vollmitgliedschaft die Zollunion sukzessive verwirklichen. Aber bei der Türkei sollte es nicht nur umgekehrt sein, sie agierte zudem dramatisch falsch. Ja, in gewisser Weise wurde die Türkei sogar Opfer ihres eigenen verhandlungsstrategisch durchaus klugen Stufenplans. Man wollte auf gut Wienerisch „von der Maschekseite“, also durch die Hintertür, in die EU kommen. Dass auf halber Strecke der Pilot aussteigt und beide Fallschirme mitnimmt, war nicht geplant. Auch die jüngeren 14 Mitglieder aus Osteuropa, wie etwa Polen, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Slowenien, Tschechien und die Slowakei, haben nie über „erst Zollunion, dann Vollmitgliedschaft“ verhandelt, keiner hat es auch nur angesprochen, keiner hätte es akzeptiert. Man wurde Vollmitglied und ist parallel dazu gleichzeitig in die Zollunion als gleichberechtigter Partner auf Kommissionsebene und Parlamentsebene eingestiegen. So war das immer, außer bei der Türkei! Auch der jüngste Kandidat, Kroatien, wurde nicht sofort in die Zollunion aufgenommen.

Nun hat die Türkei zwar mit 1.1.1996 als Mitglied der EU-Zollunion sozusagen die höheren Weihen erreicht, aber nicht bedacht, dass es kein politisches Mitspracherecht in Brüssel bezüglich seiner eigenen Zölle mit Drittländern hat. Das bedeutet, in Brüssel entscheiden gerade 28 Vollmitglieder der EU mit den jeweiligen politischen und wirtschaftlichen Repräsentanten und Interessenvertretern auf allen Ebenen über die Zukunft der Europäischen Union, wobei jedes Mitgliedsinteresse berücksichtigt wird. Nicht aber jenes der Türkei. Denn die hat kein Mitspracherecht.

 

Brüsseler Doppelmoral

Wenn Politiker jetzt über die Türkei und ihre Vollmitgliedschaft in der EU reden, ist das nach diesem Putschversuch nicht seriös und rein populistisch. Und davor war es reines Geflunker! Die Vollmitgliedschaft der Türkei steht seit Langem nicht mehr zur Debatte. Nur für die rechtsradikalen Parteien, die dieses Thema ständig aufkochen. Für sie wird die dünne Suppe zur reinen Kraftnahrung! Und wie wir gesehen haben, ziehen nun alle anderen österreichischen Parteien mit. Man sieht: in Österreich ist neuerlich Wahlkampf. Es gilt, die Fähnchen nach dem Wind zu richten! Seit 14 Jahren sehen wir zwischen der EU und der Regierung der Türkei eine gegenseitige Doppelmoral, die den Interessen der EU, wenn man die Rahmenbedingungen genauer analysiert, mehr schadet als der Türkei.

Man musste bald erkennen, dass die Zollunion der EU mit der Türkei kein ausgewogener Handelsvertrag war, sondern ein einseitiges, undemokratisches und rechtswidriges Unionsdiktat. Ohne ihn könnte Brüssel nicht über die türkischen Außengrenzen entscheiden. Eine Mitgliedschaft in der EFTA wäre zumindest sinnvoller als die Zollunion mit dem EU-Zollgebiet. Dann könnte dieser unwürdige Zustand der Türkei aus der Welt geschaffen werden. Da die Zollunion mit dem EU-Zollgebiet im türkischen Parlament nie auf demokratische Weise ratifiziert wurde, bräuchte man nur eine Erklärung der Regierung, damit man aus dieser Zollunion heraus in eine Handelsbeziehung ähnlich jener der EU mit der Schweiz treten kann. Es bleibt abzuwarten, wann die Erdogan-Türkei diesen Schritt macht.

 

Selam Selam Euroasien-Lebewohl, Amerika und Europa?

Für die Türkei wäre es der falsche Weg, zu versuchen, durch wirtschaftlichen Druck etwas von der EU zu erreichen, denn die Türkei sitzt nicht unbedingt am kürzeren Ast. Die EU ist nicht mehr die alte, starke EU, sondern bewegt sich hin zu einer Zwergerl-Gemeinschaft, die politisch und wirtschaftlich, wenn es so weiter geht, nicht mehr ernst genommen wird. In der Türkei herrscht sowieso kein großes Interesse an einer Vollmitgliedschaft, außer an der attraktiven Touristen-Visa-Liberalisierung. Die Türkei verabschiedet sich gerade schrittweise von der westlichen Welt und wendet sich langsam Russland, China, dem Iran, Syrien und anderen Ländern zu. Hier besonders der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) und BRICS. Die Amerika-Enttäuschung ist groß und mit Europa gibt es nur Probleme. Das ist der Status quo. Warum sollte die Türkei sich nicht aus der Zollunion lösen und eine EFTA-ähnliche Wirtschaftsbeziehung, wie sie die Schweiz mit der EU für sich speziell vereinbart hat, eingehen?

 

Österreich ist Weltspitze: Verlässlichkeit, Qualität, Innovation, Know-how

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich unterstützt die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen Österreich und der Türkei, die sukzessiv in den letzten Jahren ein Handelsvolumen in der Höhe von ca. 2,85 Milliarden Euro erreicht haben (Jahr 2015). Die österreichischen Unternehmen exportieren Waren und Dienstleistungen in der Höhe von 1,4 Milliarden Euro und schaffen in Österreich damit ca. 8.000 Arbeitsplätze. Österreich exportiert mehrheitlich Produkte wie Arbeitsmaschinen, Eisen und Stahl, Kunststoffe, elektrische Maschinen, Apparate und Geräte, worauf im übrigen der Putsch vom Juli 2016 bisher keinen messbaren Einfluss hatte. Wiedereinmal zeigt sich, dass solide Handelsbeziehungen nachhaltiger sind, als politische Kleinkrämerei.

Im Zeitraum 2002 bis Juni 2015 wurden insgesamt 9,34 Mrd. US-Dollar aus Österreich in der Türkei investiert, womit wir im kumulierten Zeitraum hinter den Niederlanden auf Platz 2 liegen. Österreich ist in den letzten Jahren bezüglich Inventionen in der Türkei allerdings mit ca. 40 Millionen ziemlich zurückgegangen.

Die Türkische KULTURgemeinde anerkennt die Leistung der österreichischen Wirtschaft, denn die österreichischen Unternehmen gehören am globalen Parkett puncto Qualität, Innovationskraft, Know-how und Verlässlichkeit zur Weltspitze.

 

Es wird nicht so heiß gegessen wie gekocht.

Dabei muss man unbedingt zwischen der Regierung mit 58% der Parlamentssitze und den türkischen Bürgern unterscheiden. Es ist zur Zeit vielleicht populistisch chic, die Türkei mit ihren Bürgern, der AKP-Regierung und Präsident Erdoğan in einen Topf zu werfen und pauschal anzugreifen. Fair ist es nicht.

 

TKG fordert: Zurückhaltung im Ton und Abrüstung der Wörter!

Österreich sollte sich daher verbal zurückhalten!

Die Türkei muss – ohne die Hilfe religiöser Sekten – auf den Boden der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zurückfinden!

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

Obmann

Dipl.-Ing. Birol Kilic

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01 09 2016
By: Redaktion 2 0

Schulstart – Vielfalt an Österreichs Schulen nimmt weiter zu-Führende Sprachen: Türkisch und BKS

Die Vielfalt an Österreichs Schulen nimmt weiter zu. Mitte der 1980er Jahre hatten 3,2 Prozent aller SchülerInnen einen nicht-österreichischen Pass, 2014/15 waren es 11,9 Prozent

Auch der Anteil jener SchülerInnen, die eine andere Umgangssprache als Deutsch sprechen, nahm in den vergangenen Jahren zu und war im Schuljahr 2014/15 mit 22,2 Prozent deutlich höher als der AusländerInnen-Anteil.

Trotz der zunehmenden Vielfalt an Österreichs Schulen ging die Anzahl der TeilnehmerInnen am muttersprachlichen Unterricht leicht zurück: So besuchten 2013/14 33.920 SchülerInnen die unverbindliche Übung „Muttersprachlicher Unterricht“, ein Jahr später waren es 33.016.

 

Führende Sprachen: Türkisch und BKS

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei einem detaillierten Blick auf die Umgangssprachen: So gaben nach Deutsch die meisten SchülerInnen Türkisch als ihre Umgangssprache an (60.714). Fasst man jedoch die Sprache Bosnisch, Kroatisch und Serbisch (BKS) zusammen, liegt BKS um 8.700 SchülerInnen vor Türkisch. Danach folgen SchülerInnen, die Albanisch (16.481), Rumänisch (12.778) und Arabisch (8.798) als ihre Umgangssprache angeben

 

Anlässlich des Schulstarts wirft die Medienservice-Stelle Neue Österreicher/innen (MSNÖ) einen Blick auf diese Entwicklungen:

http://medienservicestelle.at/migration_bewegt/2016/09/01/schulstart-vielfalt-an-oesterreichs-schulen-nimmt-weiter-zu/ 

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24 08 2016
By: Redaktion 2 0

TKG: „Vielen Dank. Wir sind in Österreich schon zu Hause.“ Die Auflistung der Gründe!

Türkische KULTURgemeinde ist gegen „Auszahlen und Gehen“- Debatten die einfach zwischen den Menschen Vorurteil schafft, den extremen Seiten Stimmen bringt, aber Österreich schadet. Der erste Artikel der Verfassung legt die Menschenwürde als oberster Verfassungswert fest: Die Würde des Menschen ist unantastbar.

 

Die Mehrheit der Austrotürken möchten an diesen Diskussionen „Auszahlen und Tschüss – baba in die Türkei“ nicht teilnehmen, weil sie in solchen künstlichen Debatten über ihre neue Heimat Österreich mit allen ihren Facetten nicht missbraucht werden wollen. Die Mehrheit sagt kurz und bündig: „Vielen Dank und tut uns trotzdem leid. Wir sind in unserer Heimat Österreich schon zu Hause“

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG), die im Jahre 2004 gegründet wurde, vertritt als wichtige Thinktank-NGO nicht alle Menschen aus der Türkei in Österreich, sondern nur seine Mitglieder und hat mit vielen Menschen aus der Türkei in Österreich gesprochen mit folgenden Meinungen, die wir hier auflisten werden:

 

1. Weder jemand von unseren Mitgliedern, noch die Mehrheit aus der Türkei, möchte in eine Diskussion bezüglich einbezahlter Sozial- und Pensionsbeiträgen gezogen werden. Unter den 300.000 Menschen aus der Türkei in Österreich, sind über 200.000 schon österreichische Staatsbürger, mit allen Pflichten und Rechten. In Österreich sind mehr als 13.000 austrotürkische Unternehmer/-innen mit über 25.000 Mitarbeiter. Heuer sind in Österreich über 65.000 austrotürkische Kinder in den Schulen unterwegs. Österreich ist kein einfaches, aber auch kein schwieriges Land. Es gibt in Österreich, genauso wie in der Türkei auch, Spielregeln und die Mehrheit der Türken in Österreich sehen ihre Zukunft auch in Österreich. Die Austrotürken haben tatsächlich sehr viel direkt und indirekt in die Sozialtöpfe in Österreich eingezahlt, aber dafür auch in einem erstklassigen sozialen Staat im Gesundheitsbereich, Bildung, Pensionen, soziale Leistungen etc. bekommen und noch bekommen werden. Sie lieben Österreich genauso wie die Türkei und wünschen sich das Beste für beide Länder.

 

2. Wir finden solche Diskussionen unwürdig und fehl am Platz, besonders wenn man die Gründe und die Voraussetzungen der Befürworter liest. Wie kann man seine Heimat wegen Geld verlassen? In welcher unsere Kinder sogar Enkelkinder bekommen haben. In der unsere Friedhöfe langsam aber doch in Österreich sind. In welcher wir unsere glücklichsten und traurigsten Tage erlebt haben. Unsere Gefühle sind in Österreich und das kann man nicht mit Geld messen. Die Mehrheit der Austrotürken wissen wohin Sie gehen wollen und wo sie bleiben wollen und möchten nicht in extremen Positionen bei verschiedenen Stammtischen (auch Sozialmedien) etc.) in unwürdiger Weise Diskussionsthema sein.

 

3. Solche Diskussionen bezüglich einbezahlter Sozial- und Pensionsbeiträge gab es vor Jahren in Deutschland, Holland und Dänemark. In Dänemark gibt es solche Möglichkeiten für nicht-dänische Staatsbürger, dass diese vorzeitig das Land verlassen können mit ziemlich bedenklichen Zahlungsmodalitäten, die bis jetzt meistens von 20-29-Jährigen in Dänemark wenig genutzt wurden und eigentlich ein Fall für Masterthesen in Soziologie-Fakultäten sein sollten.

 

4. Die Kritik aus Österreich, besonders von österreichischen Politikern, bezüglich der Menschenrechte in der Türkei, sollte kein Vorwand für das „Unerwünschtsein“ der hier lebenden Menschen, als Keule verwendet werden. Die Menschenrechte in der Türkei sind für die EU und für Österreich ein wichtiges Thema, da die Türkei seit 2005 ein Kandidat für die Vollmitgliedschaft in der EU ist. Die Kritik aus Österreich in Richtung der Türkei ist nicht gegen die 300.000 Menschen aus der Türkei in Österreich gerichtet. Menschenrechte sind unteilbar. Menschen und Grundrechte sichern die wichtigsten Regeln des Zusammenlebens. Wir wünschen für die Türkei eine Demokratie erster Klasse und nicht eine Demokratie zweiter oder dritter Klasse.

 

5. Man muss hier die Spreu vom Weizen trennen. Die Spreu sind diejenigen Politiker in Österreich, die aus dieser Situation der türkischen politischen Lage, mit den IS-Terroristen, PKK und dem Syrien-Konflikt, einem innenpolitischen Profit in Österreich durch Pauschalisierung der Probleme, unter dem Deckmantel „die Türken“ beziehungsweise „die Regierung und der Präsident ist die Türkei und die Austrotürken“ versuchen zu ergattern. Wir wiederholen: In Österreich sollten wir unter dem Vorwand kritisieren, dass wegen der Menschenrechte pauschal alle Austrotürken in Österreich, die damit nichts zu tun haben, mit der Schlagzeile „Die Türken…“ „satanisiert“ werden. Beispiele gibt es genug. Das schadet mehr Österreich als den hier lebenden Menschen aus der Türkei. Nicht gut!

 

6. Auf der anderen Seite müssen diejenigen Vereine oder Personen, die sich als verlängerter Arm der türkischen Regierung in Österreich sehen bzw. sehen wollen oder dieser nahe stehen oder Sympathisanten sind, auch nicht diese Kritik der österreichischen Politiker pauschal als einen Angriff gegenüber allen Türken in Österreich interpretieren und im Namen aller Menschen aus der Türkei in Österreich eine Pauschalisierung mit dem Titel „alle Österreicher sind gegen uns“ propagieren. Das ist falsch und nicht richtig, da sonst Fragen wie „Wer ist hier der Brandstifter?“ und „Wer ist hier der Feuerlöscher?“ beziehungsweise „Wer tritt hier unter dem Vorwand Feuerlöscher auf, die doch eigentlich die Brandstifter sind?“ kommen wird. Hier darf man auch Kritiker nicht mundtot machen und durch verschiedene Methoden, sei es in sozialen Medien, privat oder persönlich, drohen oder diskriminieren, beziehungsweise in Angst und Schrecken versetzen, damit Menschen ihre Meinung nicht sagen können.

 

7. Diese Diskussionen über Pension und soziale Abgaben kann man gerne lange und mit vielen Beispielen argumentieren, die nichts außer Spott, Hass und Vorurteile bringen. Wir möchten friedlich zusammenleben – ohne Hetze und Vorurteile. Dafür müssen wir etwas tun. Im Herzen und im Hirn, mit Verstand und Vernunft: Frieden wollen und wünschen und so handeln. Die erfundenen künstlichen Zahlen, Stimmen und Gegenstimmen schaffen ein nicht menschenwürdige Klima.

 

Der erste Artikel der Verfassung legt die Menschenwürde als oberster Verfassungswert fest: Die Würde des Menschen ist unantastbar!  So nicht… Wir bitten höflichst um mehr Distanz!

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

Dipl.-Ing. Birol Kilic

Obmann

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27 07 2016
By: Redaktion 2 0

TKG verurteilt den abscheulichen Anschlag in der Kirche von Saint-Étienne-du-Rouvray

Wir müssen uns an diesen IS-Terror nicht gewöhnen, der Zwietracht, Hass und Vorurteil zementieren will. Der Vorstand und die Mitglieder der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich (TKG) sind in tiefster Trauer und bekunden hiermit ihr herzlichstes Beileid den Familien der Opfer, den Freunden und Bekannten in Saint-Étienne-du-Rouvray und der gesamten katholischen Kirche.

 

Der IS-Terror hat mehrere Väter und Mütter und man sollte hier diesen abscheulichen IS-Terror richtig diagnostizieren und die Bevölkerung unter dem Vorwand „Aufklärung“ nicht manipulieren bzw. die Wahrheit im Schatten lassen und sich unseren besseren Traditionen entledigen: nämlich der Vernunft, der Aufrechterhaltung des ethischen Prinzips, und der Suche nach unabhängigen Beweisen in Zeiten von Konflikten.

Wir sollten nicht auf diese schlimmen Traditionen zurückgreifen: nämlich auf das imperiale Vorrecht, auf Intervention, unterstützt durch ein tief sitzendes rassistisches Vorurteil so wie durch eine armselige Berücksichtigung der Geschichte ihrer eigenen Kulturen. Die Sümpfe, die seit Jahren für den IS-Terror vorbereitet wurden, verfolgen das Ziel mit diesen pseudo-islamischen Terrormilizen die Infrastruktur und das Zusammenleben der Menschen zu zerstören. Hier darf man keine falsche, eindimensionale Pauschalisierung machen und wir müssen uns folgende Frage stellen und eine Antwort finden, bevor es zu spät ist:

Wer dirigiert und finanziert die IS-Terroristen in der Welt?

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

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21 07 2016
By: Redaktion 2 0

Türkische KULTURgemeinde: „Bitte keine türkischen Fahnen und keine türkischen Kampfparolen in Österreich!“

Wir verurteilen aus Wien jede militärische Intervention in der Innenpolitik der Türkei. Trotzdem fordert die Türkische KULTURgemeinde ein Ende des Imports der türkischen Politik nach Österreich, die mit türkischen Fahnen die Vorurteile gegenüber allen Menschen aus der Türkei in Österreich vergrößert und das Zusammenleben erschwert. Wir erwarten uns von der türkischen Regierung,egal welche Partei, dass sie dafür sorgt, dass demokratiepolitische, rechtsstaatliche und insbesondere säkulare Standards in der Türkei eingehalten werden.

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) fordert alle Demonstranten auf, auf den österreichischen Straßen keine türkischen Fahnen zu tragen, wie es jüngst bei den verschiedenen Demonstrationen in Österreich während des Putsches am 15. und 16. Juli 2016 (und auch vorher) geschehen ist.

 

Unmut, Angst und Antipathie erzeugen!

Man kann nicht als Österreicher mit türkischen Wurzeln oder als türkischer Staatsbürger, Demos organisieren, die Unmut, Angst, Furcht und Antipathie erzeugen.

Das schadet dem Ansehen der Türken und der Türkei in Österreich!

Niemand tut sich damit etwas Gutes! Es ist ein Schuss ins eigene Knie!

Die Vorurteile und Anfeindungen werden die Austrotürken noch in den nächsten Tagen und Wochen bei der Arbeit, bei den Behörden und in der Schule zu spüren kriegen.

Der Ruf ist wieder einmal zerstört! Sehr traurig…

 

Schaden mehr als sie nützen

Das Demonstrationsrecht in Österreich ist für den Rechtstaat Österreich und für seine Bürger aufgrund seiner Geschichte heilig. Aber solche Demos schaden der friedlichen Integration der Menschen aus der Türkei.

Oder anders gefragt: Wie gut integriert ist ein Türke, wenn er auf dem Wiener Heldenplatz mit der türkischen Staatsflagge bekleidet türkische Kampfparolen schreit? : „Sag es und wir töten, sag es und wir sterben!“ (Heldenplatz, 15./16. Juli 2016) Wir wollen nicht, dass ein Staats-Präsident  bedenkliche Botschaften absetzt und alle Menschen in der ganzen Welt auffordert, öffentliche Plätze zu besetzen. Solche Demonstrationen in Österreich schaden mehr als sie nützen. Darüber müssen wir ohne Hetzerei offen reden und diskutieren können, ohne als Staatsfeinde körperlich angegriffen, verfolgt bzw. Verleumdungen in Österreich ausgesetzt zu werden.

 

Politik-Import: Nein! Danke!

Die türkische Fahne hat für alle Menschen aus der Türkei eine wichtige Bedeutung und ist für viele auch „kulturhistorisch“, ob wir wollen oder nicht, heilig besetzt.

Die türkische Fahne steht nicht für die Ziele einer bestimmten Partei oder eines Vereines.

Sie ist ein nationales Symbol und soll nicht inflationär verwendet werden.

Die Politik eines anderen Landes oder irgendeiner ausländischen Partei – egal welche – soll nicht auf die österreichischen Straßen mit den Fahnen importiert werden.

 

Demonstrationsrecht in Österreich nicht missbrauchen

Dass in Österreich Demonstrationsfreiheit gelte, finden wir ausgezeichnet.

Man sollte bitte das verfassungsrechtlich verankerte Demonstrationsgrundrecht (Staatsgrundgesetz-Artikel 12, auch in der Europäischen Menschenrechtskonvention-Artikel 11 geregelt) in Österreich und die türkische Fahne ab jetzt nicht mehr missbrauchen und Österreich unter dem Vorwand „Gebrauch von Demonstrationsrecht“ unter Geisel nehmen, – wir wiederholen – wo am Ende alle Menschen aus der Türkei auf dem Arbeitsmarkt, auf Behördenwege und auch im privaten Leben enorme Schäden nehmen. Wir müssen auch hier betonen: Die Versammlungsfreiheit gilt nur auf die österreichische Staatsbürgerschaft. Wörtlich heißt es in Paragraf 8 des Versammlungsgesetzes: „Ausländer dürfen weder als Veranstalter noch als Ordner oder Leiter einer Versammlung zur Verhandlung öffentlicher Angelegenheiten auftreten.“ 

 

Bedenklich: Heldenplatz, Türkische Fahnen, Prinz-Eugen-Denkmal im Hintergrund, Hitler, Anschluss…

Ein voller Heldenplatz.

Türken rund um das Prinz-Eugen-Denkmal, im Hintergrund der Balkon, auf dem Adolf Hitler den Anschluss an das Deutsche Reich verkündet hat.

Was sollen sich die österreichischen ZuseherInnen dabei denken?

Dazu Parolen, die einem anderen Land, einer anderen Regierung unumschränkte Gefolgschaft schwören.

Das verunsichert, – wir wiederholen – erzeugt nur Unmut, Angst und Antipathie und macht Angst, lässt die Österreicher, aber auch andersdenkende Austrotürken mit vielen Fragen zurück.

 

 

Wir wiederholen: Beängstigend und furchterregend

Die verschiedenen nationalen Ereignisse in der Türkei, wie zum Beispiel Parlamentswahlen, Präsidentenwahlen, besonders aber der jüngste militärische Putsch, verursachen für manche Vereine in Österreich, als auch für ihre organisierten Demonstranten, eine Situation, die für die Gesellschaft beängstigend und furchterregend ist.

 

 

Geiselhaft und wie?

Die Menschen aus der Türkei in Österreich machen fast 300.000 aus.

Diese österreichischen Türken werden mit solchen bildreichen und medienwirksamen Demonstrationen in Geiselhaft genommen.

Sie werden wieder einmal den alten Vorurteilen ausgeliefert – von ihren eigenen Landsleuten! 

Als ob alle Türken diese Demos gutheißen würden, was mitnichten der Fall ist.

Sind doch die meisten zu Hause geblieben.

Die meisten haben damit nichts zu tun und wollen damit nichts zu tun haben.

Aber zurück bleiben die Bilder in den Medien.

Zurück bleibt das Bild einer türkischen Flut am Wiener Heldenplatz, wahnwitzige Parolen brüllend. Die TKG fordert deswegen: Bitte keine türkischen Fahnen, keine türkischen Kampfparolen in Österreich!

 

 

Bitte: Appell an die Medien

Von der österreichische Presse erwarten wir bei aller Freundschaft, dass man nicht alle Austrotürken in einen Topf werfen kann. Kurz: Bitte keine Pauschalisierungen. Bei der Berichterstattung erwarten wir, dass man nicht allen Türken dasselbe Mascherl umhängt. 

 

 

Österreich ist das letze Land auf der Welt?

Jede Staatsfahne auf der Welt ist zu respektieren.

Aber wir wissen, dass unter den Fahnen Patriotismus, Nationalismus und viel Ungerechtigkeit gegenüber anders denkenden Menschen im Inland passiert ist.

Österreich ist das letzte Land, wo man mit einem Fahnenmeer auf die Straße gehen sollte.

Woran denkt der Österreicher dabei?

Es weckt Assoziationen, wie Besatzung, Anschluss an das Dritte Reich, die Belagerungen Wiens durch die Osmanen.

Auch wenn vielen Demonstranten das gar nicht bewusst ist und es ihnen auch ferne liegen mag.

Hier ist der Österreicher sehr sensibel.

Ihm ist die Freiheit seines Landes sehr wichtig.

Und dazu passen eben keine Paraden und Aufmärsche von fremden Flaggen, schon gar nicht auf dem Heldenplatz. Auch Dritte und Zaungäste sollten verstehen, was hier los ist.

Das verhindert, dass es zu Verunsicherung und Angst in der Bevölkerung kommt.

Das gebietet die politische Reife einer Organisation und der Respekt gegenüber Österreich und seiner Mentalität, seiner wechselhaften Geschichte.

 

 

Dezent und zürückhaltend ?

Dazu muss man auch wissen, dass der Österreicher mit seinem Patriotismus dezent und
zurückhaltend umgeht.

Zu kurzlebig waren Fahnen, Symbole, Parolen und Hymnen in der Vergangenheit, als dass sie
für totalitäre Kundgebungen und lautes Hinausplärren noch taugen würden.

Hier ist der Österreicher vorsichtig geworden, er ist ein gebranntes Kind.

Aber diese Umsichtigkeit fordert er auch von anderen ein und findet es geradezu dumm, plärrend und skandierend sich zusammenzurotten und bei jeder Gelegenheit die Nationalflagge zu schwingen.

 

 

Von den Österreichern Verständnis und Sympathie erwarten?

Es ist wichtig zu erwähnen, dass viele türkische Vereine und Organisationen diese Türkenfahnen-Demos nicht unterstützen, weil sie das Gefühl haben, dass die türkische Fahne hier für eine politische Partei und für Politiker aus der Türkei missbraucht wird. Egal welche Partei.

Andersdenkende Menschen sollte man auch ausnahmslos respektieren.

Man kann hier nicht Demokratie fordern und auf der anderen Seite antidemokratisch im In- und Ausland agieren oder diejenigen, die antidemokratisch sind, unterstützen und von den Österreichern Verständnis und Sympathie erwarten.

Wir erwarten uns von der türkischen Regierung, dass sie dafür sorgen, dass demokratiepolitische, rechtsstaatliche und insbesondere säkulare Standards in der Türkei eingehalten werden.

 

Die Gräber sind sogar hier

Die Türken in Österreich leben in einem neutralen Land, haben hier ihre Bildung erhalten, haben hier ihre Arbeit, viele Familien haben hier sogar ihre Gräber. Wir wollen nicht aus der Türkei regiert werden!

Wir wollen nicht ständig Vorurteilen ausgesetzt sein!

Wir wollen, dass sich unsere Landsleute hier so benehmen, wie es in Österreich angemessen ist.



Wir wollen in Österreich in Frieden leben

Viele Menschen aus der Türkei haben Angst, weil sie bedroht werden, weil sie anders denken als die Demonstranten oder nahestehende Vereine und ihre Vorstände.

Die Politisierung der österreichischen Türken durch ausländische Parteien, Vereine und Organisationen sorgt für eine Spaltung innerhalb der Community.

Wir wollen keinen Konflikt-Import aus der Türkei, egal aus welcher Ecke.

Wir sind nicht im Krieg! Wir wollen in Österreich in Frieden leben!

 

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG)

Dipl.-Ing. Birol Kilic

Obmann

TKG-Statuten:

Deutsch:

http://www.turkischegemeinde.at/fileadmin/Redakteure/turkischegemeinde/dokumente/Download_Statuten.pdf

http://www.turkischegemeinde.at/fileadmin/Redakteure/turkischegemeinde/dokumente/Download-Tuerkce-Dernek-Tuezuegue-PDF.pdf

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21 07 2016
By: Redaktion 2 0

Sei Wachsam!

 

Merk’ dir die Gesichter gut! Die schlimmsten Böcke als Gärtner, na wunderbar!Bewahr dir deinen Mut.Sei wachsam. Sie biegen die Wahrheit und verdrehen das Recht:So viel gute alte Werte, echt, da wird mir echt schlecht! Erpressen, bestechen, versuchen, dich zu kaufen. Wie sie das Volk zu Besonnenheit und Opfern ermahnen, Sie nennen es das Volk, aber sie meinen Untertanen.

 

 Reinhard Mey: Sei wachsam (live) . Album : „Leuchtfeuer“ (1996)

https://www.youtube.com/watch?v=CdBo34ycvkw



Ein Wahlplakat zerrissen auf dem nassen Rasen,

Sie grinsen mich an, die alten aufgeweichten Phrasen,

Die Gesichter von auf jugendlich gemachten Greisen,

Die Dir das Mittelalter als den Fortschritt anpreisen.

Und ich denk’ mir, jeder Schritt zu dem verheiß’nen Glück

Ist ein Schritt nach ewig gestern, ein Schritt zurück.

Wie sie das Volk zu Besonnenheit und Opfern ermahnen,

Sie nennen es das Volk, aber sie meinen Untertanen.

All das Leimen, das Schleimen ist nicht länger zu ertragen,

Wenn du erst lernst zu übersetzen, was sie wirklich sagen:

Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:

Halt du sie dumm, – ich halt’ sie arm!

 

Sei wachsam,

Präg’ dir die Worte ein!

Sei wachsam,

Fall nicht auf sie rein!Paß auf, daß du deine Freiheit nutzt,

Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!

Sei wachsam,

Merk’ dir die Gesichter gut!

Sei wachsam,

Bewahr dir deinen Mut.

Sei wachsam

Und sei auf der Hut!

 

Du machst das Fernsehen an, sie jammern nach guten, alten Werten.

Ihre guten, alten Werte sind fast immer die Verkehrten.

Und die, die da so vorlaut in der Talk-Runde strampeln,

Sind es, die auf allen Werten mit Füßen rumtrampeln:

Der Medienmogul und der Zeitungszar,

Die schlimmsten Böcke als Gärtner, na wunderbar!

Sie rufen nach dem Kruzifix, nach Brauchtum und guten Sitten,

Doch ihre Botschaft ist nichts als Arsch und Titten.

Verrohung, Verdummung, Gewalt sind die Gebote,

Ihre Götter sind Auflage und Einschaltquote.

Sie biegen die Wahrheit und verdrehen das Recht:

So viel gute alte Werte, echt, da wird mir echt schlecht!

 

Sei wachsam,

Präg’ dir die Worte ein!

Sei wachsam,

Fall nicht auf sie rein!Paß auf, daß du deine Freiheit nutzt,

Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!

Sei wachsam,

Merk’ dir die Gesichter gut!

Sei wachsam,
Bewahr dir deinen Mut.

Sei wachsam

Und sei auf der Hut!

 

Es ist ‘ne Riesenkonjunktur für Rattenfänger,

Für Trittbrettfahrer und Schmiergeldempfänger,

‘ne Zeit für Selbstbediener und Geschäftemacher,

Scheinheiligkeit, Geheuchel und Postengeschacher.

Und die sind alle hochgeachtet und sehr anerkannt,

Und nach den schlimmsten werden Straßen und Flugplätze benannt.

Man packt den Hühnerdieb, den Waffenschieber läßt man laufen,

Kein Pfeifchen Gras, aber ‘ne ganze Giftgasfabrik kannst du kaufen.

Verseuch’ die Luft, verstrahl’ das Land, mach ungestraft den größten Schaden,

Nur laß dich nicht erwischen bei Sitzblockaden!

Man packt den Grünfried, doch das Umweltschwein genießt Vertrau’n,

Und die Polizei muß immer auf die Falschen drauf hau’n.

 

Sei wachsam,

Präg’ dir die Worte ein!

Sei wachsam,

Fall nicht auf sie rein!Paß auf, daß du deine Freiheit nutzt,

Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!

Sei wachsam,

Merk’ dir die Gesichter gut!

Sei wachsam,

Bewahr dir deinen Mut.

Sei wachsam

Und sei auf der Hut!

 

Wir ha’m ein Grundgesetz, das soll den Rechtsstaat garantieren.

Was hilft’s, wenn sie nach Lust und Laune dran manipulieren,

Die Scharfmacher, die immer von der Friedensmission quasseln

Und unterm Tisch schon emsig mit dem Säbel rasseln?

Der alte Glanz in ihren Augen beim großen Zapfenstreich,

Abteilung kehrt, im Gleichschritt marsch, ein Lied und heim ins Reich!

„Nie wieder soll von diesem Land Gewalt ausgehen!“

„Wir müssen Flagge zeigen, dürfen nicht beiseite stehen!

„Rein humanitär natürlich und ganz ohne Blutvergießen!“

„Kampfeinsätze sind jetzt nicht mehr so ganz auszuschließen.“

Sie zieh’n uns immer tiefer rein, Stück für Stück,

Und seit heute früh um fünf Uhr schießen wir wieder zurück!

 

Sei wachsam,

Präg’ dir die Worte ein!

Sei wachsam,

Fall nicht auf sie rein!Paß auf, daß du deine Freiheit nutzt,

Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!

Sei wachsam,

Merk’ dir die Gesichter gut!

Sei wachsam,

Bewahr dir deinen Mut.

Sei wachsam

Und sei auf der Hut!

 

Ich hab’ Sehnsucht nach Leuten, die mich nicht betrügen,

Die mir nicht mit jeder Festrede die Hucke voll lügen,

Und verschon’ mich mit den falschen Ehrlichen,

Die falschen Ehrlichen, die wahren Gefährlichen!

Ich hab’ Sehnsucht nach einem Stück Wahrhaftigkeit,

Nach ‘nem bißchen Rückgrat in dieser verkrümmten Zeit.

Doch sag die Wahrheit und du hast bald nichts mehr zu lachen,

Sie wer’n dich ruinier’n, exekutier’n und mundtot machen,

Erpressen, bestechen, versuchen, dich zu kaufen.

Wenn du die Wahrheit sagst, laß draußen den Motor laufen,

Dann sag sie laut und schnell, denn das Sprichwort lehrt:

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd.

 

Sei wachsam,

Präg’ dir die Worte ein!

Sei wachsam,

Fall nicht auf sie rein!Paß auf, daß du deine Freiheit nutzt,

Die Freiheit nutzt sich ab, wenn du sie nicht nutzt!

Sei wachsam,

Merk’ dir die Gesichter gut!

Sei wachsam,

Bewahr dir deinen Mut.

Sei wachsam

Und sei auf der Hut!

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15 07 2016
By: Redaktion 2 0

Terror in Nizza: Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt den Terror aufs Schärfste!

Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt den Terror in Nizza in Frankreich aufs Schärfste. Der Vorstand und die Mitglieder der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich (TKG) sind in tiefster Trauer und bekunden hiermit ihr herzlichstes Beileid mit den Familien der Opfer, den Freunden und Bekannten und der Französischen Bevölkerung.

 

Terrorismus darf in keiner Art und Weise toleriert oder gerechtfertigt werden.Die größte Gefahr geht von jenen aus, die den Nährboden, den Sumpf für solchen Terror in der Welt aufbereiten und sich dann als Feuerlöscher vermarkten, obwohl sie die echten Brandstifter sind.

Dieser Terror hat mehrere Väter und Mütter und man sollte hier bei der Diagnose der „Hintermänner“ keine falsche, eindimensionale Pauschalisierung machen.

Wir erwarten von allen Institutionen und Regierungen, dass man hier gegen diesen Angst und Schrecken verbreitenden Terror den Slogan „Wir werden uns an diesen Terror nicht gewöhnen“ hochhält.

Genauso erwarten wir die entprechenden Aktivitäten in allen Ebenen zu schaffen und in aller Härte zu bekämpfen, ohne sich von den europäischen Grundwerten zu verabschieden.

Unser tiefstes Mitgefühl ist bei den Opfern und deren Angehörigen in diesen harten und schmerzlichen Stunden in Nizza.

Türkische KULTURgemeinde in Österreich
Obmann
Birol Kilic

 

Was ist Islam und was ist er nicht?

http://www.turkischegemeinde.at/index.php?id=2011&tx_ttnews %5Btt_news%5D=10418&cHash=42d35ee26e8d25e054c01252e6de39d7

 

Theologie des Verachten durch verfälschte Hadith

www.einspruch.at/index.php

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09 07 2016
By: Redaktion 2 0

Dünya birincisi Ayşe Begüm Onbaşı’nın müthiş hikayesi

Aerobik Cimnastik Dünya Şampiyonası’nda altın madalya kazanan 15 yaşındaki Ayşe Begüm Onbaşı’nın Manisa’da yaşayan ailesi, şampiyon sporcu yetiştirmenin sevinci ve gururunu yaşıyor.

 

Güney Kore’de 13 Haziran’da başlayan 14. Aerobik Jimnastik Dünya Şampiyonası’nda, 6 kategoride finale yükselen milli takımda, 15-17 yaş kategorisinde Ayşe Begüm Onbaşı altın madalya kazanarak şampiyon oldu. Cumhurbaşkanı Recep Tayyip Erdoğan da Aerobik Cimnastik Dünya Şampiyonası’nda altın madalya kazanan 15 yaşındaki Ayşe Begüm Onbaşı ve hocası Gürkan Er’i telefonla arayarak tebrik etti.

https://www.youtube.com/watch?v=H-hTCL2gnYM

 

Aynı kategoride, Ayşe Begüm Onbaşı, Mehmet Ercoş ve Deniz Şahin’den oluşan Trio Milli Takımı ise gümüş madalya kazandı.

Sporcular madalyalarına 16 Haziran’da kavuştu ve ertesi gün Türkiye’ye geldi.

 

AYŞE BEGÜM ONBAŞI’NIN HİKAYESİ

 

Zete sitesinin istekadinlar.com’dan aktardığına göre, Akhisar’da yaşayan jimnastikçi Ayşe Begüm Onbaşı’nın hikayesi şu şekilde:

 

“Milli jimnastikçi Ayşe Begüm Onbaşı, Manisa’nın Akhisar ilçesinde yaşıyor. Anne babası pazarcılık yapıyor. Tekstil ürünleri satan Onbaşı Ailesi’nin ilk ve tek göz ağrısı. Bütün aile, altın madalya kazandığı için biricik kızlarıyla gurur duyuyor. Ayşe’nin başarısında ailesinin desteği çok büyük. Onu küçük yaşlarda önce bale kursuna, 8 yaşında ise belediyenin jimnastik kursuna yazdıran anne babası, onun en büyük sevgi ve motivasyon kaynağı.

15 yaşındaki Ayşe Begüm Onbaşı, 7 yılda sayısız başarıya imza attı. Yani Dünya Şampiyonluğundan kazandığı altın madalya onun ilk madalyası değil. Ayşe’nin dolabının üzerinde hiç boş yer yok.

 

“BEN BİR MADALYA CANAVARIYIM”

Her yerde madalyaları olan Ayşe, şimdiye kadar kaç madalya kazandığını bilmediğini söylüyor ama gazetelerin arşivlerine göre 60’dan fazla madalya kazandı, bunların 35’i ise altın madalya ve çoğunu uluslararası yarışmalardan kazanmış. O’na “Madalya Canavarı” diyorlar. O da çevresine “Ben bir madalya canavarıyım” diyormuş ama bu güzel, minik kız bir canavardan ziyade olsa olsa “Altın Kız” denilmeyi hak ediyor.

Altın Kız diyoruz çünkü gerçekten Ayşe Begüm Onbaşı çok özel bir sporcu. Katıldığı her yarışmada 3 farklı seride yarışıyor. Tek başına, bir başka arkadaşıyla ikili, ya da üçlü grupların içinde yarışıyor ve en az 1 madalya kazanıyor.

Geçen yıl Meksika’da yapılan Aerobik Jimnastik Dünya Şampiyonasında gösterisini yaparken düştüğü için altın madalyayı kıl payı kaçırıp Bronz madalya kazandı. Bu durum Ayşe Begüm’ü daha da kamçılamış. Hem okuluna gitmiş hem de her gün Akhisar’dan Manisa’ya 45 dakikalık yolculuk yapıp, hafta için 3,5 saat, hafta sonları ise 5 saat antreman yapmış. Azmi ve disiplini onun başarıdan başarıya koşmasını sağlıyor.

 

Hiç kuşkusuz başarıya giden yolda Ayşe Begüm Onbaşı yalnız değil. Milli Jimnastik Takımı Antrenörü Gürkan Er, Ayşe’nin yetişmesinde en

 

büyük rolü oynayan kişi. Manisa Spil Jimnastik Kulubü’nde Emire Özkan ve Yasin Talay ile birlikte antrenörlük yapıp pek çok çocuğun başarılı bir sporcu olması için çalışan Gürkan Er, aynı zamanda Celal Bayar Üniversitesi Beden Eğitim ve Spor Yüksek Okulu’nda öğretim üyesi.

Yıldız sporcu için hem antrenörü Er, hem Manisa Büyükşehir Belediyesi Spor Kulubü, hem de Celal Bayar Üniversitesi Spor Kulübü el ele vermiş. Üç kulübün de sporcusu olan Ayşe Begüm Onbaşı’nın ulaşım, kıyafet vb ihtiyaçlarını belediye, antreman yapmak için gerekli olan salonu ise üniversite sunuyor.

2008 yılından beri sporcularını hazırladığı özel programla çalıştıran Antrenör Gürkan Er, emeğinin karşılığını 2013’ten itibaren almaya başlamış. Fransa’daki yarışmalara katılan Ayşe Begüm Onbaşı ve diğer sporcuların neredeyse tüm madalyaları kazanmaları milad olmuş, gerisi çorap söküğü gibi gelmiş. Öğrendiğimiz kadarıyla Ayşe gibi onlarca sporcu altın madalya yolunda hızla ilerliyor.

Sporcuların yediğine içtiğine bile müdahale eden Antrenör Gürkan Er, Ayşe Begüm’ün ekmek, dondurma, çikolata yemesini yasaklıyor. 49 kilodaki Ayşe Begüm’ün kilo almaması için diyetini sürekli kontrol ediyor. Antrenörü, “Sen bir showgirl’sün, çık ve kendin ol, showunu göster onlara” diyerek motive ediyor. Ayşe Begüm de show’unu içinden geldiği gibi yapıyor. Kimseye benzemiyor, kendisine kimseyi örnek almıyor. Kimselere benzemek istemiyor. O kendisi, Ayşe Begüm Onbaşı olmak istiyor.

Tek rakibi var o da kendisi. Kostümünü giyiniyor, saçını makyajını tamamlıyor ve aynanın karşısına geçiyor. Aynada kendisine bakıp “Bugün bomba gibiyim. Elimden gelen her şeyi yapacağım” diyor ve yarışmaya çıkıyor.

Kore’deki Aerobik Jimnastik Şampiyonası’na da aynı şekilde çıkan Ayşe Begüm, 1,5 dakikalık şovunda yüksek tempodan oluşan müzik eşliğinde jimnastik ve dans gösterisi sundu. Gösterinin hemen ardından 15-17 yaş grubunda dünya şampiyonu olduğu açıklandığındaysa antrenörü Emire Özkan’a sarılıp, ağladı.

Ayşe Begüm Onbaşı, Mehmet Ercoş ve Deniz Şahin ile birlikte yarıştıkları trio kategorisinde ise gümüş madalya kazandı. Mehmet ve Deniz de tıpkı Ayşe gibi başarılı, madalyalara doymayan sporcularımızdan.

Ayşe’nin başarısı ülke çapında ses getirdi. Herkes onunla gurur duyarken Altın Kız çevresine “Tek rakibim kendimdim. Özveri, disiplin ve azimle çalıştım. Sadece kendimi aşmak için yarıştım ve başardım” diyordu. Herkes onun başarısını konuşurken Ayşe Begüm kazandığı altın madalyayı çoktan dolabının üzerine koyup soluğu antremanlarda aldı bile. Şu sıralar 11-18 Temmuz’da Trabzon’da düzenlenecek olan dünyanın 3. büyük organizasyonu ISF GYMNASİADE 2016 Okul sporları Olimpiyatları’na hazırlanıyor. İki yıl daha kendi yaş kategorisinde yine dünya şampiyonu olmak için mücadele edecek. Seneye Avrupa Şampiyonasına katılacak. Yani kazanacağı daha çook altın madalya var.”

 

ERDOĞAN’DAN AYŞE BEGÜM ONBAŞI’YA TEBRİK TELEFONU

Cumhurbaşkanlığı kaynaklarından edinilen bilgiye göre, Ayşe Begüm Onbaşı ve Aerobik Jimnastik Milli Takım Antrenörü Gürkan Er’in Ramazan bayramlarını tebrik eden Cumhurbaşkanı Erdoğan, Haziran ayında Güney Kore’de yapılan Aerobik Jimnastik Dünya Şampiyonası’nda kazanılan altın madalyanın tüm Türkiye için gurur verici olduğunu söyledi. Cumhurbaşkanı Erdoğan, milli sporcuya ve hocasına başarılarının devamı dileğinde de bulundu. Cumhurbaşkanı Erdoğan, Akhisar Anadolu Lisesi öğrencisi olan ve spor çalışmalarını Manisa Büyükşehir Belediyespor Spor Kulübü bünyesinde sürdüren Ayşe Begüm’ün çalışmaları ve okul d

urumu hakkında Er’den bilgi aldı. Cumhurbaşkanı Erdoğan’ın spor faaliyetlerinin yanı sıra derslerinde de başarılı olmasından büyük memnuniyet duyduğunu belirttiği Ayşe Begüm’den aile durumu hakkında da bilgi aldığı aktarıldı. Ayşe Begüm’ün ve hocası Er’in ise bayram vesilesiyle Cumhurbaşkanı Erdoğan tarafından aranmaktan büyük memnuniyet duyduklarını, bu ilginin kendileri için büyük onur olduğunu ifade ettikleri öğrenildi. (AA, ODATV, Fanatik)

 

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08 07 2016
By: Redaktion 2 0

Neue Online-Meldestelle für rechtsextreme Straftaten

Mauthausen Komitee startet systematische Dokumentation.Zahl der rechtsextremen Straftaten um mehr als die Hälfte gestiegen. Mauthausen Komitee: „einfache und effektive Möglichkeit“ Vorfälle zu melden.

 

Mauthausen-In nur einem Jahr ist die Zahl rechtsextremer und rassistischer Straftaten um mehr als die Hälfte gestiegen, nämlich von 750 (2014) auf 1156 (2015). Die stetige Zunahme der Hass-Delikte hat schon 2005 begonnen: Damals waren es noch 209 einschlägige Tathandlungen. Das heißt, dass sich die rechtsextreme Kriminalität in den vergangenen zehn Jahren mehr als verfünffacht hat!

 

„Fälle wie der Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Altenfelden, aber auch die enorme Zunahme von Hass, Hetze und Drohungen im Internet zeigen den Ernst der Lage. Gerade jetzt ist es wichtig, Menschen eine einfache und effektive Möglichkeit zu bieten derartige Vorfälle zu melden,“ so Willi Mernyi, Vorsitzender Mauthausen Komitee Österreich.

 

Deswegen startet das Mauthausen Komitee Österreich eine systematische Dokumentation von Meldungen rechtsextremer Vorfälle unter www.mkoe.at/rechtsextremismus-melden. Diese werden gegebenenfalls und wenn gewünscht auch angezeigt. Die Daten der MelderInnen bleiben anonym und werden nicht an Dritte weitergeschickt.

 

Rechtsextremismus melden

http://www.mkoe.at/rechtsextremismus-melden

http://www.mkoe.at/ueber-uns/mauthausen-komitee-oesterreich

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06 07 2016
By: Redaktion 2 0

Kartellabsprachen und Marktmachtmissbrauch!

Kartellabsprachen schaden dem Wettbewerb und führen damit zu einer Reihe von negativen Effekten wie überhöhten Preisen, weniger Auswahl für Unternehmen und Konsumenten, weniger Innovationen. Sie schaden so massiv der Volkswirtschaft. Dies gilt für missbräuchliches Verhalten von marktbeherrschenden Unternehmen.

Informationen von Unternehmen, die von verbotenen Verhaltensweisen betroffen sind oder sich an solchen beteiligt haben und diese Teilnahme beenden möchten, können einen wesentlichen Beitrag zur Aufdeckung, Aufklärung, Beendigung und Bestrafung von Wettbewerbsverstößen leisten.

 

Was sind Kartelle?

Unter Kartellen versteht man insbesondere Vereinbarungen und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen von Unternehmen, die entweder zum Zweck oder zum Ergebnis haben, den Wettbewerb einzuschränken oder zu verhindern. Dazu zählen in erster Linie Preisabsprachen, Quotenabsprachen und die Aufteilung von Märkten zwischen Wettbewerbern.

Kartelle behindern die wirtschaftliche Betätigungsfreiheit von Unternehmen und wirken sich für den Verbraucher grundsätzlich preistreibend aus. Eine Studie der OECD ergab, dass Preise um ca. 16% höher als unter normalen Wettbewerbsbedingungen festgesetzt werden. Kartelle sind deshalb in hohem Maße wirtschafts- und sozialschädigend.

 

Was ist Marktmachtmissbrauch?

Unterliegt ein Unternehmen keinem hinreichenden Wettbewerbsdruck, kann es sich im wesentlichen unabhängig von seinen Wettbewerbern und letzlich auch von seinen Abnehmern verhalten. Eine solche dominante Marktstellung innezuhaben, ist nicht verboten. Ziel des Kartellrechtes und der Tätigkeit der BWB ist es, Missbräuche abzustellen.

Missbräuchlich sind Verhaltensweisen von marktbeherrschenden Unternehmen, die andere Unternehmen oder auch Kunden von Unternehmen benachteiligen und bei wirksamem Wettbewerb nicht möglich wären. Dazu zählen beispielsweise Erzwingung unangemessener Preise, Einschränkung des Absatzes, Benachteiligung bestimmter Vertragspartner oder auch der Verkauf von Waren unter dem Einstandspreis.

 

Rechtliche Grundlagen

 

Kartellverbot

§ 1. (1) Verboten sind alle Vereinbarungen zwischen Unternehmern, Beschlüsse von Unternehmervereinigungen und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen, die eine Verhinderung, Einschränkung oder Verfälschung des Wettbewerbs bezwecken oder bewirken (Kartelle).

(2) Nach Abs. 1 sind insbesondere verboten

1. die unmittelbare oder mittelbare Festsetzung der An- oder Verkaufspreise oder sonstiger Geschäftsbedingungen;

2. die Einschränkung oder Kontrolle der Erzeugung, des Absatzes, der technischen Entwicklung oder der Investitionen;

3. die Aufteilung der Märkte oder Versorgungsquellen;

4. die Anwendung unterschiedlicher Bedingungen bei gleichwertigen Leistungen gegenüber Handelspartnern, wodurch diese im Wettbewerb benachteiligt werden;

5. die an den Abschluss von Verträgen geknüpfte Bedingung, dass die Vertragspartner zusätzliche Leistungen annehmen, die weder sachlich noch nach Handelsbrauch in Beziehung zum Vertragsgegenstand stehen.

(3) Die nach Abs. 1 verbotenen Vereinbarungen und Beschlüsse sind nichtig.

(4) Einem Kartell im Sinn des Abs. 1 stehen Empfehlungen zur Einhaltung bestimmter Preise, Preisgrenzen, Kalkulationsrichtlinien, Handelsspannen oder Rabatte gleich, durch die eine Beschränkung des Wettbewerbs bezweckt oder bewirkt wird (Empfehlungskartelle). Ausgenommen sind Empfehlungen, in denen ausdrücklich auf ihre Unverbindlichkeit hingewiesen wird und zu deren Durchsetzung wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Druck weder ausgeübt werden soll noch ausgeübt wird.

 

Missbrauchsverbot

§ 5. (1) Der Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung ist verboten. Dieser Missbrauch kann insbesondere in Folgendem bestehen:

1. der Forderung nach Einkaufs- oder Verkaufspreisen oder nach sonstigen Geschäftsbedingungen, die von denjenigen abweichen, die sich bei wirksamem Wettbewerb mit hoher Wahrscheinlichkeit ergeben würden, wobei insbesondere die Verhaltensweisen von Unternehmern auf vergleichbaren Märkten mit wirksamem Wettbewerb zu berücksichtigen sind,

2. der Einschränkung der Erzeugung, des Absatzes oder der technischen Entwicklung zum Schaden der Verbraucher,

3. der Benachteiligung von Vertragspartnern im Wettbewerb durch Anwendung unterschiedlicher Bedingungen bei gleichwertigen Leistungen,

4. der an die Vertragsschließung geknüpften Bedingung, dass die Vertragspartner zusätzliche Leistungen annehmen, die weder sachlich noch nach Handelsbrauch in Beziehung zum Vertragsgegenstand stehen,

5. dem sachlich nicht gerechtfertigten Verkauf von Waren unter dem Einstandspreis.

(2) Im Fall des Abs. 1 Z 5 trifft den marktbeherrschenden Unternehmer die Beweislast für die Widerlegung des Anscheins eines Verkaufs unter dem Einstandspreis sowie für die sachliche Rechtfertigung eines solchen Verkaufs.

 

Gemeinschaftsrecht

Art 101 und Art 102 VAEU enthalten ähnliche Verbote und betreffen Verhaltensweisen, die den Handel zwischen den Mitgliedstaaten beeinflussen können oder einen wesentlichen Teil des gemeinsamen Marktes betreffen.

 

Bringen Sie Beschwerde ein!

Sind Ihnen Verstöße gegen Kartell- oder Marktmachtmissbrauchsverbot bekannt, dann bringen Sie Beschwerde ein.

Nutzen sie dazu das Beschwerdeformular, das Sie uns gerne per Post senden oder auch mailen oder faxen können.

http://www.bwb.gv.at/KartelleUndMarkmachtmissbrauch/Beschwerdeeinbringung/Seiten/default.aspx

 

Melden Sie sich als Kronzeuge!

Ist Ihr Unternehmen selbst in Kartellabsprachen verwickelt und möchte dies beenden? Dann werden Sie Kronzeuge!

Informieren Sie sich genau: Kronzeugenregelung

 

www.bwb.gv.at/SiteCollectionDocuments/Leniency%20Handbuch%202014.pdf

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30 06 2016
By: Redaktion 2 0

TKG und ÖTH verurteilen den abscheulichen Terror in Istanbul scharf

Der Obmann der „Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG)“ Birol Kilic und der Präsident des „Österreichisch-Türkischen Handelsverbands(ÖTH)“ Ali Yavuz Kuscu haben den abscheulichen Anschlag in Istanbul scharf verurteilt und sind in tiefster Trauer und bekunden hiermit ihr herzlichstes Beileid mit den Familien der Opfer in der Türkei.

 

Wien. „Terrorismus ist eine internationale, kanibalistisch sich vermehrende Pest, wovon jedes Land betroffen sein kann. Niemand kann sagen: Es geht uns nichts an. Kanibalistisch deswegen, weil dieser Terror auch diejenigen treffen wird, die hier im In- und Ausland diesen Terror als Brandstifter vorbereiten, unterstützen und dann als Feuerlöscher auftreten. Man kann diesen Terror nicht auf einen Namen oder eine Richtung reduzieren, weil dieser Terror mehrere Mütter und Väter hat. Wir sollten hier alle Politiker in der Regierung und Opposition undalle Verantwortlichen in der Türkei aufrufen, sich gegenseitig nicht zu unterdrücken, sondern gemeinsam eine Versöhnungsebene zu finden, damit diese Terrorsümpfe in der Türkei überhaupt diagnostiziert und auch effektiv getrocknet werden können. Wer einen Sumpf trockenlegen will, darf nicht die Frösche fragen und die Türkei muss wieder zu dem außen- und innenpolitisch säkularen demokratischen Atatürk-Prinzip ‚Frieden zu Hause, Frieden in der Welt‘ zurückkehren.“, sagte der Obmann der TKG Birol Kilic.

 

„Hinter diesem Terror in Istanbul stecken mehrere Kräfte im In- und Ausland, die aus einem Stellvertreterkrieg stammen. Dieser Terroranschg am Istanbuler Flughafen ist ein abscheulicher Terror gegen die Menschheit. Die Türkei muss im Inland sofort zu einer politisch und rechtsstaatlich friedlichen Atmosphäre zurückkehren. Die Türkei sollte wieder stark an den säkularen und rechtsstaatlichen Prinzipien der Demokratischen Republik unbedingt festhalten und mit allen Mittel für diese Werte kämpfen“, sagte der Präsident des Österreich-Türkischen Handelsverbands.

 

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14 06 2016
By: Redaktion 2 0

TKG verurteilt aufs Schärfste den abscheulichen Terroranschlag in Orlando

 

Der Vorstand und die Mitglieder der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich (TKG) sind in tiefster Trauer und bekunden hiermit ihr herzlichstes Beileid mit den Familien der Opfer, den Freunden und Bekannten und der amerikanischen Bevölkerung.

 

Wien (OTS) – Terrorismus darf in keiner Art und Weise toleriert oder gerechtfertigt werden.Die größte Gefahr geht von jenen aus, die den Nährboden, den Sumpf für solchen Terror in der Welt aufbereiten und sich dann als Feuerlöscher vermarkten, obwohl sie die echten Brandstifter sind. Hier darf man nicht pauschalisieren, sondern muss ganz genau die Spreu vom Weizen trennen, damit man nicht in die Hände der Brandstifter spielt.

 

Der Vorstand und die Mitglieder der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich (TKG) sind in tiefster Trauer und bekunden hiermit ihr herzlichstes Beileid mit den Familien der Opfer, den Freunden und Bekannten und der amerikanischen Bevölkerung.

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich
Obmann
Birol Kilic

www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160614_OTS0069/tkg-verurteilt-aufs-schaerfste-den-abscheulichen-terroranschlag-in-orlando

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13 06 2016
By: Redaktion 2 0

CARITAS : „Enorme Zahl der rassistischen Angriffe in Deutschland“

Laut Caritas werden opfer rassistischer Gewalt werden im Stich gelassen.Der deutsche Staat vernachlässigt seine menschenrechtlichen Verpflichtungen, indem er Geflüchtete und andere People of Color nicht ausreichend vor Diskriminierung und rassistischen Angriffen schützt. Das geht aus dem neuen Amnesty-Bericht „Leben in Unsicherheit: Wie Deutschland die Opfer rassistischer Gewalt im Stich lässt“ hervor.

 

Berlin. Die deutschen Strafverfolgungsbehörden sind auch fünf Jahre nach ihrem Versagen beim NSU-Skandal nicht in der Lage, entschieden gegen rassistische Gewalt vorzugehen, die sich mehr denn je gegen Flüchtlinge und andere People of Color richtet. „Die Zahl der erfassten rassistisch motivierten Angriffe ist so hoch wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik“, sagt Selmin Çalışkan, Generalsekretärin von Amnesty International in Deutschland.

 

„Das Bild, das Deutschland aktuell abgibt, könnte widersprüchlicher nicht sein: Auf der einen Seite haben wir die großartige, mitfühlende Willkommenskultur, die geprägt wird vom Engagement Zehntausender ehren- und hauptamtlicher Helferinnen und Helfer. Auf der anderen Seite sehen wir, wie rassistische Ressentiments mit erschreckender Hemmungslosigkeit ausgelebt werden.“

 

Oft brechen sich solche Vorurteile gewaltsam Bahn: „Die abstoßenden Angriffe traumatisieren Flüchtlinge und Asylsuchende, die ohnehin schon Krieg und Verfolgung durchleben mussten, bevor sie nach Europa geflohen sind“, sagt Marco Perolini, Researcher bei Amnesty International und Hauptautor des Berichts. „Fast täglich kommt es zu rechten Übergriffen, werden Menschen beleidigt, bedroht, verletzt, wird eine Flüchtlingsunterkunft angegriffen.“

 

Selmin Çalışkan: „Amnesty fordert die Innenministerkonferenz dazu auf, ein bundesweites Konzept zum Schutz von Flüchtlingsunterkünften vor rassistischen Angriffen zu vereinbaren.“

 

Gleichzeitig müssen die deutschen Strafverfolgungsbehörden rassistische Straftaten eben auch als solche behandeln. In dem Amnesty-Bericht finden sich zahlreiche Beispiele dafür, dass zum Beispiel Polizistinnen und Polizisten nicht erkennen, dass sie es mit einem Opfer rassistischer Gewalt zu tun haben.

 

„Die deutschen Strafverfolgungsbehörden haben aus ihrem Versagen beim NSU-Komplex wenig gelernt. Außerdem gibt es deutliche Hinweise darauf, dass deutsche Behörden ein Problem haben: institutionellen Rassismus – also das Unvermögen, alle Menschen angemessen und professionell zu behandeln, unabhängig von ihrer Hautfarbe, ihres kulturellen Hintergrunds oder ethnischen Herkunft“, so Çalışkan.

 

Amnesty fordert daher die Bundesregierung dazu auf, unabhängig untersuchen zu lassen, inwieweit institutioneller Rassismus bei den Strafverfolgungsbehörden, insbesondere in der Polizei, vorhanden ist und dieser die Ermittlungen bei rassistischen Straftaten behindert. 

 

Quelle :

Mag.a Christine Newald,
MA Pressesprecherin Amnesty International Österreich
Tel.: +43-1-78008-47
christine.newald(at)amnesty.at
www.amnesty.at

Christine Newald : „Den vollständigen Bericht Finden Sie im Internet, Interviews mit den deutschen Kollegen und englischsprachigen Researchern vermittle ich Ihnen gerne“

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09 06 2016
By: Redaktion 2 0

Erziehung zur Verantwortung-Schüler Cybermobbing

Was bedeutet Berufsethos im Lehrberuf? Worin liegt die Verantwortung von Lehrpersonen? Sind Lehrer mitverantwortlich wenn Schüler Cybermobbing betreiben?

 

Gibt es Modelle, die den Umgang mit sozialen oder ethischen Konfliktsituationen in der Schule erleichtern? Solche Fragen stehen von 6. – 9. Juli 2016 an der Universität Salzburg im Fokus der internationalen Konferenz „Professionals´ Ethos and Education for Responsibility“. Sie wird von der School of Education und dem Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Salzburg sowie der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz veranstaltet.

 

 Nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir, hat der römische Philosoph Seneca vor 2000 Jahren beklagt und kritisiert, dass die Erziehung in der Schule kaum dazu geeignet sei, die jungen Menschen auf das Leben vorzubereiten. Eine Klage, die sich im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert hat. Sie bezieht sich aber nicht nur auf die Wissensvermittlung, sondern auch auf ethisch moralische Fragen. Mit diesen setzt sich die Konferenz „Professionals´ Ethos and Education for Responsibility“ auseinander, die vom 6.- 9. Juli 2016 an der Universität Salzburg stattfindet. http://www.sig13-salzburg2016.sbg.ac.at/

 

Die Konferenz wird im Rahmen der EARLI Special Interest Group 13 durchgeführt. Die „European Association for Research on Learning and Instruction“, kurz EARLI, ist eine internationale wissenschaftliche Vereinigung zur Lernforschung. Das Generalthema der Special Interest Group 13 ist die moralische und demokratische Erziehung.

 

Wie können Lehrer verantwortungsvolles Handeln bei Schülern nicht nur beiläufig fördern, sondern nach anerkannten Modellen? Welche derartigen Modelle gibt es? „Alle reden von der Verantwortung für die nächste Generation, von der Verantwortung für die Natur, von der Verantwortung für die Mitmenschen. Aber wie sich eine Erziehung zu verantwortungsvollem Handeln strukturiert vermitteln lässt, das wissen die wenigsten Lehrer. Davon haben sie in ihrer Ausbildung kaum etwas gehört“, sagt Mitorganisatorin Dr. Sieglinde Weyringer vom Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Salzburg.

 

Ein Modell zur Wert-Erziehung, das bereits an mehreren Schulen eingesetzt wird, stammt vom Salzburger Erziehungswissenschaftler Univ.-Prof. Dr. Jean-Luc Patry. Erfahrungen mit diesem Modell, das in Fachkreisen als „VaKE“ (Values and Knowledge Education) bekannt ist, werden eines der Themen bei der Konferenz sein. Bei einem Vorkongress von 4. – 6. Juli steht es im Zentrum des Interesses. Worum es bei diesem Modell im Kern geht beschreibt Sieglinde Weyringer so: „Moral predigen bringt bekanntlich nichts. Wichtig für die Wert-Erziehung ist es, das Alltagserleben der Schüler/innen aufzunehmen. Das VaKE-Modell geht von konkreten Dilemmasituationen aus. Zum Beispiel beim Einkaufen. Soll ich mit meinem Geld mehrere spottbillige T-Shirts aus menschenunwürdiger Produktion kaufen oder entscheide ich mich für ein einziges teures, aber fair gehandeltes? Darüber wird emotional und rational diskutiert und sachlich informiert.“

 

Horst Biedermann, Professor für Empirische Bildungswissenschaften an der School of Education der Universität Salzburg, betont die gesellschaftspolitische Brisanz der Konferenz-Thematik. „Wir müssen uns in der Lehrer/innenaus- und -weiterbildung fragen, ob wir die Pädagogen gut genug für die aktuellen Entwicklungen sensibilisieren und ausreichend auf diese vorbereiten, etwa im Bereich der neuen Technologien. Sind wir als Lehrer mitverantwortlich, wenn Schüler Cybermobbing betreiben? Thematisieren wir, dass immer mehr Schüler auf pornographischen Seiten surfen? Wie gehen wir mit der Diskussion über die Flüchtlinge um?“ Biedermann führt gerade eine Studie über Cybermobbing durch. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor.

 

Mit Spannung wird bei der Konferenz u.a. der Vortrag der pädagogischen Psychologin Brigitte Latzko von der Universität Leipzig erwartet. 2013 hat ihre Schummel-Studie (Ist Schummeln in der Schule moralisch verwerflich?) für großes mediales Echo gesorgt. In Salzburg wird Latzko die Frage nach dem Berufsethos pädagogischer Professionalität stellen. Mit der Frage „Metaethik und moralische Erziehung“ wird sich der Salzburger Philosoph Univ.-Prof. Dr. Edgar Morscher beschäftigen.

 

Die Teilnehmer der Konferenz erwarten insgesamt 70 Beiträge von Referent/innen aus 13 Ländern. Die Expertinnen und Experten kommen aus der empirischen und theoretischen Bildungsforschung, der Erziehungswissenschaft, der Psychologie, der Soziologie, Politikwissenschaft und Ökonomie. Zielpublikum sind neben Forschenden vor allem Lehrpersonen sowie alle an Bildungsprozessen beteiligten und interessierten Personen.

 

Kontakt:

Mag. Dr. Sieglinde Weyringer, Erziehungswissenschaft, Universität Salzburg, Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Sbg,sieglinde.weyringer(at)sbg.ac.at, Tel. 0662/8044-4212

Univ.-Prof. Dr. Horst Biedermann, Empirische Bildungswissenschaft, School of Education, Universität Salzburg, Erzabt-Klotz-Straße 1, 5020 Sbg, horst.biedermann(at)sbg.ac.at, Tel. 0662/8044-7387

 

Veranstaltungen:

Vorkonferenz: „VaKE and beyond 2“, 4. – 6. Juli 2016, Universität Salzburg, http://www.vake.eu

Hauptkonferenz: „Professionals´ Ethos and Education for Responsibility“ 6.- 9. Juli 2016, Universität Salzburg, http://www.sig13-salzburg2016.sbg.ac.at/

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25 05 2016
By: Redaktion 2 0

Veranstaltet wird der „Dialogue for climate action“ mit hochkarätiger Besetzung in Wien am 24. und 25. Mai 2016 von der World Bank Group und der Bundesministerium für Finanzen. Hakan Bulgurlu, CEO der zur Koc-Gruppe aus der Türkei, einer der 30 größten Familienunternehmen weltweit, gehörenden Arçelik-Gruppe, nahm im Rahmen des gestern und morgen in der Wiener Hofburg stattfindenden „Dialogue for climate action“ Stellung.

Wien. Hakan Bulgurlu nahm besonders Stellung zum Beitrag und zur Ausrichtung des Arcelik-Konzerns im globalen Kampf gegen den Klimawandel und der Erarbeitungen von industriellen Lösungen zur Verringerung von CO2-Emissionen.“Nachhaltigkeit ist kein ‚Nice-to-have‘, sondern ein erfolgreiches Geschäftsmodell“, äußerte sich Bulgurlu über die Chance den Kampf gegen den Klimawandel als Chance zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit zu nützen. 

„Wir wollen der Impulsgeber in unserer Branche sein“, deponierte der Arçelik-CEO bei der Podiumsdiskussion zum Thema „The CEOs Agenda and climate action“. „Wir überarbeiten unsere Planung laufend und nach aktuellsten technischen Erkenntnissen, um als einer größten Haushaltsgeräte-Produzenten weltweit unseren Beitrag zu leisten, welche rdie Verringerung Treibhausgas-Emissionen vorantreibt“.

 

Lebenszyklus von Produkten und Umweltauswirkungen im Fokus

Die Geschäftsweise von Arçelik A.Ş  Muttergesellschaft der Hausgerätemarken  Altus, Arctic, Beko, Blomberg, Defy, elektrabregenz, Flavel,  Grundig, Leisure, etc., ist fokussiert darauf ausgerichtet, den Lebenszyklus von Produkten zu verbessern. Denn unser Ziel ist nicht nur die Minimierung der Umweltauswirkungen unserer Produkte, sondern auch die Erhöhung der Energie- und Materialeffizienz von der Beschaffung bis zum Verkauf“, so Bulgurlu.

 

Nachhaltige Produkte und Verfahren als Gewinner

Der Umgang mit dem Klimawandel erfordert kollektives Handeln und globale Solidarität von Akteuren im öffentlichen und privaten Umfeld“, erklärte Arçelik-CEO Hakan Bulgurlu. Unternehmen, die eine Klimaschutzpolitik in ihre Strategien eingebunden und ihre Geschäftsmodelle an eine kohlenstoffarme Wirtschaft angepasst haben sowie gleichzeitig die neuen Ziele einer nachhaltigen Entwicklung für 2030 verfolgen, seien auf Erfolgskurs, so Bulgurlu. Nachhaltigkeit ist kein ‚Nice-to-have‘, sondern ein Geschäftsmodell bei Arcelik. Jene Industrien, die auf nachhaltige Produkte und Verfahren setzen, gewinnen Marktanteile, steigern die Wettbewerbsfähigkeit  und erzielen gleichzeitig die größten Einsparungen – im Unternehmen und zugunsten des gesamtgesellschaftlichen Interesses des Klimaschutzes“.

 

Rasanter Anstieg des Haushaltsgerätebedarfes bis 2030

„Wir tätigen jedes Jahr umfangreiche Investitionen in die Entwicklung energie- und wassersparender Produkte. Der Geschirrspüler, der nur 5,5 Liter Wasser verbraucht, ist dafür eines der besten Beispiele“ Bulgurlu, der aufgrund der erwarteten Zunahme der BIP, der Urbanisierung und der weltweit wachsenden Single-Gesellschaft einen rasanten Anstieg des Bedarfs an Haushaltsgeräten prognostiziert.

„Wir gehen davon aus, dass sich der Bestand an installierten Kühlschränken zwischen 2010 und 2030 um 70 Prozent erhöhen wird, und zwar in erster Linie in Nicht-OECD-Staaten. Energieeffizientere Geräte zu besitzen, bietet große Vorteile für die Verbraucher und führt gleichzeitig zu geringeren Treibhausgasemissionen.“

 

Solarenergie Kühlschrank für Südafrika

In Südafrika haben nur 47 Prozent der Bevölkerung Zugang zum Elektrizitätsnetz. Das hat Arçelik dazu veranlasst, für jene Provinzen ohne Strom einen Kühlschrank zu entwickeln, der mit Solarenergie betrieben wird. „Diese erfolgreiche kohlenstoffarme Lösung bietet nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern hat auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens in der Region gesteigert“, zieht Bulgurlu eine erfolgreiche Bilanz der konzernalen Bemühungen um einen Beitrag zu Versorgungssicherheit und Innovationen Klima-Schutzideen und –maßnahmen.

 

Industrie muss treibende Kraft für den Klimaschutz sein

Um erfolgreich für die Umwelt agieren zu können, brauchen Dialoge Führungskompetenz und strukturierte, nachhaltige Entwicklungsprozesse um Kreditgeber, Partner und Initiativen ins Boot zu holen, ist Bulgurlu überzeugt. Schlüssel-Komponenten für effektive Dialoge und Maßnahmen auf initiativer, freiwilliger industrieller Basis, die den private und öffentliche Sektor und die Zivilgesellschaft mitziehen.

Gesetzliche und regulatorische Reformen in Bezug auf die Reduzierung der Ausbeutung traditioneller Energiequellen würden, so die Ansicht von Bulgurlu, Innovationen und die Nutzung neuer Technologien beschleunigen, und Anreize für mehr Public-Private Partnerships (PPPs), bei denen Innovationswille, effizientes Management und Verhaltensänderungen in Richtung umweltverträglicher Produktionsmethoden und Produkte belohnt werden, z. B. mit bevorzugten Finanzierungen. Dies, so Bulgurlu, würde auch für den Konsumenten deutliche Vorteile, z.B. bei niedrigeren Preisen für umweltschonende Produkte bringen.

 

Eintreten für das Klimaabkommen

Arçelik fördert die Einführung von Energieeffizienzmaßnahmen durch internationale Vereinbarungen. Das Unternehmen unterstützt neu aufkommende Technologien und die Festlegung von Standards und Regelungen in Wachstumsmärkten in Zusammenarbeit mit Kontrollorganen. Arçelik ist ein Partner der SE4ALL-Initiative und setzt sich für das „Efficient Appliances and Equipment Global Partnership Program“ (Globales Partnerschaftsprogramm für sparsame Haushaltsgeräte und Ausrüstungen) der UNEP in Südafrika und in Thailand ein, zählt zu den Unterzeichnern der „United for Efficiency“-Initiative (U4E) im Rahmen der SE4ALL und nahm an der UN-Klimakonferenz COP21 in Paris maßgeblich teil. „Wir treten entschieden für das neue globale Klimaabkommen ein und sind seit Jahren bemüht unseren Beitrag dazu – auch zum besten der Wirtschaftlichkeit von Arcelik –zu leisten.

Der börsennotierte türkischer Hersteller von Haushaltsgeräten, der zu 57 % zur Koç Holding gehört, und in Österreich über die Elektra Bregenz AG die Marken Beko, elektrabregenz und Grundig vertreibt, ist in über 100 Ländern aktiv. Der Unternehmensschwerpunkt liegt hauptsächlich bei sogenannter „Weißer Ware“, Kleingeräten für Bad und Küche sowie Unterhaltungselektronik. Mit 14 Produktionsstätten in 5 Ländern (Türkei, Russland, Rumänien, China und Südafrika) und Vertriebsorganisationen in 19 Ländern beschäftigt das Unternehmen 19.000 Mitarbeiter. ( G.Walsch)

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25 05 2016
By: Redaktion 2 0

„Step Up!“: Start der europaweiten Kampagne für die Rechte von gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern

Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) beteiligt sich an europaweiter Kampagne “Step Up!”

 

Wien, 25. Mai 2016 – Heute startet die europaweite Kampagne “Step Up!”. Sie setzt sich für die Rechte von gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern sowie für ihren Zugang zu Unterstützung und Schutz ein. Das europäische Netzwerk gegen Gewalt an Frauen WAVE (Women Against Violence Europe) mit Sitz in Wien koordiniert die zweijährige Kampagne, an der sich Fraueneinrichtungen aus mehr als 20 europäischen Ländern beteiligen. Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) trägt die Kampagne nach Österreich. Gewalt an Frauen und Kindern ist nach wie vor die häufigste Menschenrechtsverletzung. In Europa erlebt eine von drei Frauen physische oder sexuelle Gewalt. 47 Prozent aller Morde an Frauen werden von Familienmitgliedern oder ihren Partner verübt.

 

Eine von drei Frauen in Europa erlebt physische oder sexuelle Gewalt

 

Eine von drei Frauen ist in Europa von physischer oder sexueller Gewalt betroffen, lautet das Ergebnis der Studie der Europäischen Grundrechtsagentur von 2014. Für viele von ihnen endet die Gewalt tödlich, vor allem wenn sie innerhalb der Familie ausgeübt wird: 47 Prozent aller Morde an Frauen werden von Familienmitgliedern oder ihren Partnern verübt, so die Studie der UNODC (United Nations Office on Drugs and Crime) aus dem Jahr 2013. Doch spezialisierte Unterstützungseinrichtungen für die Betroffenen fehlen. Nur 15 der 46 erfassten europäischen Staaten haben eine spezialisierte Helpline für Betroffene, zeigt der WAVE-Country Report 2015. Und es fehlen mindestens 47.000 Frauenhausplätze in Europa. Auch Beratungsstellen für Frauen, die vergewaltigt wurden oder einen sexuellen Übergriff erleben mussten, fehlen. „Step up!“ ruft die Regierung und die Zivilbevölkerung auf, für ein Ende der Gewalt an Frauen einzutreten und den Zugang zu spezialisierten Unterstützungseinrichtungen sicherzustellen.

 

„In vielen europäischen Ländern gibt es viel zu wenige spezialisierte Unterstützungseinrichtungen für Frauen, die Gewalt erleben mussten. Das hat zur Folge, dass jene Frauen nirgendwo adäquate Hilfe finden. Darum: STEP UP! Unser Aufruf richtet sich sowohl an die Entscheidungsträgerinnen und -träger auf EU-Ebene als auch an nationale Regierungen und an die Zivilgesellschaft. Investitionen um Gewalt an Frauen zu stoppen sind dringend notwendig!“, so Rosa Logar, Präsidentin von WAVE.

 

Ein Grund für die Unterfinanzierung: Victim-Blaming

 

Ein Grund für die Unterfinanzierung von adäquaten Unterstützungseinrichtungen für Frauen, die Gewalt erleben müssen, ist das so genannte Victim-Blaming. Obwohl Gewalt in der Gesellschaft als verboten gilt, wird Gewalt an Frauen häufig heruntergespielt. Den Betroffenen wird sogar die Schuld für ihre Gewalterfahrungen gegeben. Damit sich Frauen aus gewalttätigen Beziehungen befreien können, müssen sie Zugang zu adäquaten Unterstützungseinrichtungen haben. Darum ruft der Verein AÖF gemeinsam mit Fraueneinrichtungen aus mehr als 20 Ländern mit „Step up!“ dazu auf, in spezialisierte Unterstützungseinrichtungen für Frauen zu investieren.

 

Die Situation in Österreich: Nationale Helpline: ja, ausreichend Frauenhausplätze: nein

 

Im europäischen Vergleich schneidet Österreich in Hinsicht auf spezialisierte Beratungseinrichtungen für Frauen, die von Gewalt betroffen sind, gut ab. Es gibt ein gut ausgebautes Netz an Beratungs- und Opferschutzeinrichtungen und seit 1998 die österreichweite Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 / 222 555, bei der Betroffene und ihr Umfeld an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr anonym und kostenlos Hilfe und Unterstützung finden. Doch auch in Österreich gibt es nicht genug Frauenhausplätze. Laut der – in Österreich geltenden – Istanbulkonvention müsste es pro 10.000 EinwohnerInnen einen Frauenhausplatz geben. In Österreich gibt es derzeit 759 Plätze in Frauenhäusern, das sind um rund 70 Plätze zu wenig. Bundesländerübergreifende Aufnahme in Frauenhäusern, verpflichtende Schulungen und Zugang von allen Betroffenen zu Opferschutzeinrichtungen dringend gefordert

 

Die Autonomen Österreichischen Frauenhäuser setzen sich bereits seit mehreren Jahren für eine bundesländerübergreifende Aufnahme von Betroffenen ein. Da die Finanzierung der Frauenhäuser in die Zuständigkeit der Länder fällt, ist es derzeit schwer, eine Betroffene aus einem anderen Bundesland aufzunehmen. Dabei wäre gerade in Hochrisikofällen eine Unterbringung von Betroffenen und ihren Kindern für einen bestmöglichen Schutz oftmals sinnvoll. Für manche Betroffenen ist der Zugang zu Frauenhäusern aber überhaupt erschwert, wie für Asylwerberinnen oder Frauen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen. Ihr Recht auf den Zugang zu Frauenschutzeinrichtungen will der Verein AÖF im Rahmen von „Step Up!“ ebenfalls stärken. Ein weiteres Anliegen, auf das der Verein AÖF im Rahmen der „Step Up!“-Kampagne aufmerksam machen will, sind verpflichtende Schulungen für Berufsgruppen, die mit Betroffenen in Kontakt kommen – so wie es auch in der Istanbulkonvention vorgesehen ist. Gerade vor Gericht, im Gesundheitsbereich oder in der Schule ist ein Wissen über die Dynamiken, Hintergründe und Hilfsmöglichkeiten bei Gewalt grundlegend, um Betroffene bestmöglich vor weiterer Gewalt schützen zu können.

 

Mehr über die Kampagne „Step Up!“

 

Video zum Kampagnen-Launch unter https://www.youtube.com/watch?v=lvcu2lZgpNE

 

Das WAVE-Netzwerk wurde 1994 gegründet. Derzeit umfasst es 114 Mitgliedsorganisationen aus 46 europäischen Ländern. Mitgliedsorganisationen sind hauptsächlich europäische NGOs, die im Bereich der Prävention von (häuslicher) Gewalt an Frauen und Kindern tätig sind.

 

Der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) ist seit 1988 das Netzwerk der autonomen Frauenhäuser in Österreich. Autonome Frauenhäuser sind überparteiliche und überkonfessionelle Einrichtungen, in denen alle Frauen, die von häuslicher Gewalt betroffen oder bedroht sind, und ihre Kinder rasche und unbürokratische Hilfe, Schutz, Unterstützung und Beratung bekommen. Sie leisten als autonome Einrichtungen gesellschaftspolitische feministische Arbeit und setzen sich für den gleichen Zugang von Frauen zu Rechten und Ressourcen ein. Der Verein AÖF ist Mitglied von WAVE.

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23 05 2016
By: Redaktion 2 0

»Selam Opera!«: Die Komische Oper Berlin – eine für alle

Auf den Spuren der »Gastarbeiterroute« von Berlin über München, Wien, Belgrad und Sofia nach IstanbulOpernbus »Operndolmuş« der Komischen Oper Berlin gastiert in Wien: Am Mittwoch, 1. Juni 2016 im GB*10 (18 Uhr) und in der VHS Ottakring (20:30 Uhr)

 

Dass Musiktheater keine abgehobene Kunstform nur für das Bildungsbürgertum sein muss, sondern eine Bereicherung für Menschen jeglicher kultureller und sozialer Herkunft sein kann, beweist die Komische Oper Berlin bereits seit 2012: Seitdem trägt sie mit ihrem »Operndolmuş«, dem Opernbus im Rahmen des interkulturellen Projekts »Selam Opera!«, mit großem Erfolg Musiktheater in die Kieze der Hauptstadt. Dank der Förderung durch die Kulturstiftung des Bundes und unterstützt von der Mercedes-Benz Niederlassung Berlin kommt dieses einzigartige Outreach-Programm nun erstmals international zum Einsatz: Ab 29. Mai 2016 fährt der Opern-Kleinbus von Berlin aus nach Istanbul und legt über die vier Stationen München, Wien, Belgrad und Sofia eine musikalische Spur entlang der sogenannten »Gastarbeiterroute« und gastiert am 1. Juni auf der zweiten Station in Wien im GB*10 und in der VHS Ottakring.

 

Der Operndolmuş ist eine Musiktheater-Vorstellung in Kleinbus-Besetzung: zwei Sänger_innen und drei Musiker_innen sowie ein_e Moderator_in fahren gezielt in Kieze, in denen besonders viele Bürger_innen unterschiedlicher kultureller Herkunft leben, und zeigen durch musikalische, künstlerische und persönliche Begegnungen, dass Musiktheater eine universell verständliche Sprache spricht. Seit Jahrhunderten durch interkulturellen Austausch geprägt, hat das Musiktheater gleichzeitig durch die Musik die Kraft, Gefühle und Erlebnisse über die Grenzen einzelner Kulturen erfahr- und erlebbar zu machen. Die Komische Oper Berlin hat sich diese Offenheit seit ihrer Gründung 1947 zu einem Grundsatz gemacht: Sie versteht sich als eine Oper »für alle«.

 

Der Operndolmuş geht auf eine mehr als 3000 km lange Reise entlang jener Strecke, die viele als »Gastarbeiter« in West-Deutschland tätige Arbeitsmigranten seit den 1960er Jahren alljährlich nutzten, um im Urlaub für einige Wochen in ihre ursprünglichen Heimatorte zurückzukehren. Für diese Reise entsteht eigens eine 45-minütige Musiktheaterrevue. Sie spürt den äußeren Beweggründen und seelischen Bewegungen nach, die die Menschen zu allen Zeiten dazu antreibt, ihr Glück in der Ferne zu suchen, auch wenn dies mit der Sehnsucht nach der Heimat einhergeht. Das Programm gestaltet sich dabei zugleich als Kurztrip durch die Geschichte des Musiktheaters: von den Anfängen der Oper in der italienischen Re- naissance über die Wiener Klassik, die italienische Opera buffa und die französi- sche Opéra comique, mit einem Abstecher über die osteuropäischen Meisterwerke der vorvergangenen Jahrhundertwende, bis zum Berliner Jazz-Musical der wilden 1920er Jahre.

 

Gemeinsam mit Kulturveranstaltern vor Ort, den Vereinigten Bühnen Wien (VBW) und der Magistratsabteilung 17 – Integration und Diversität der Stadt Wien sowie den Goethe-Instituten in Belgrad, Sofia und Istanbul als Partnern trägt das Ensemble der Komischen Oper Berlin nicht nur die Kunstform Musiktheater, sondern auch die Idee des »Operndolmuş« zu ganz unterschiedlichen Zuschauern_innen – von Nachbarschaftsgruppen aus München-Hasenbergl bis zum türkisch-bulgarischen Frauenverein, von den ehemaligen »Gastarbeitern« und ihren Nachfahren über die Alteingesessenen in den besuchten Ländern bis hin zu Menschen, die sich zwischen den Kulturen bewegen und zu Hause fühlen.

 

Zeitplan und Hintergrund zu den Veranstaltungsorten

 

29. Mai : Fahrt nach München

30. Mai: München

18 Uhr im Stadtteilkultur 2411

Blodigstraße 4, 3. Stock 80933 München www.stadtteilkultur2411.de

20:30 Uhr im Giesinger Bahnhof Giesinger Bahnhofplatz 1

81539 München www.giesinger-bahnhof.de

31. Mai: Fahrt nach Wien 1. Juni: Wien

18 Uhr im GB*10 Wien Quellenstr. 149, 1100 Wien

 

Die Gebietsbetreuungen Stadterneuerung – kurz GB* – sind eine Service- Einrichtung der Stadt Wien. Aktuell sind sie mit 9 GB*-Teams an 17 Standorten im Stadtteil tätig. Die Tätigkeitsschwerpunkte umfassen wohn- und mietrechtliche Beratung, Projektarbeit im öffentlichen Raum, Informationen zu Stadterneuerung und Aktivitäten im Gemeinwesen, für starke Nachbarschaft und ein gutes Zusammenlebens in der Stadt.

20:30 Uhr in der VHS Ottakring Ludo-Hartmann-Platz 7, 1160 Wien

 

Das Volksheim Ottakring wurde 1901 durch Ludo Moritz Hartmann und Emil Reich gegründet und 1905 erhielt es ein eigenes Gebäude und ist damit das älteste Volkshochschulgebäude Europas. Bereits im ersten Kursprogramm des Volksheims Ottakring aus den Jahren 1905/06 finden sich „Deutschkurse für Ausländer“. Den laufenden verändernden gesellschaftlichen und bildungspolitischen Rahmenbedingungen stellt sich die Volkhochschule Ottakring heute ebenso wie vor 100 Jahren: Wir wollen Bildung für alle zugänglich machen sowie inklusiv denken und handeln.

2. Juni: Fahrt nach Belgrad

3. Juni: zwei Auftritte in Belgrad 4. Juni: Fahrt nach Sofia

5. Juni: zwei Auftritte in Sofia

6. Juni: Fahrt nach Istanbul

7. Juni: erster Auftritt Istanbul 8. Juni: zweiter Auftritt Istanbul 9. Juni: Rückfahrt

 

Für Pressevertreter gibt es zum Zwecke der Berichterstattung die Möglichkeit, die Reise auf einzelnen Stationen zu begleiten. Wir freuen uns bei Interesse auf Ihre Kontaktaufnahme!

Vor der Abfahrt und nach der Rückkehr des Operndolmuş ist jeweils eine Auftakt- bzw. Abschlussveranstaltung in Berlin geplant. Die Termine werden bekannt gegeben.

 

Hintergrund

 

Der Operndolmuş auf der »Gastarbeiterroute« Vermittlungsprogramm und künstlerisches Konzept

 

Seit 2012 lädt die Komische Oper Berlin ihr Publikum nicht nur ins Opernhaus an der Behrenstraße ein, sondern trägt ihre Kunstform gezielt in jene Berliner Kieze, deren Bewohner mehrheitlich nicht zum traditionellen Opernpublikum gehören.

 

Der Operndolmuş, der auf eine Idee von Mustafa Akça, dem »Selam Opera!«- Projektleiter, zurückgeht, gastiert regelmäßig in Einrichtungen in Stadtteilen mit einem hohen Anteil von Bürger_innen unterschiedlichster Kulturkreise und präsentiert vor Ort ein musikalisches Vermittlungsprogramm. Seit Jahren wird das Projekt von der Robert Bosch Stiftung, der Deutsche Bank Stiftung und der Mercedes-Benz Niederlassung Berlin unterstützt, so dass es seit einem Jahr neben dem »Erwachsenendolmuş« auch einen »Kinderdolmuş« gibt, der vor allem in Grundschulen auftritt.

 

Die Dramaturgin Johanna Wall entwickelte nun, inspiriert durch zahlreiche Ge- spräche mit Zeitzeugen und entsprechend der fünf angefahrenen Stationen, eine Revue aus fünf szenisch-musikalischen Bildern. Wie in der Oper steht im Zentrum einer jeder dieser anekdotenhaften Situationen eine große und allgemein zugäng- liche Emotion, um die sich die jeweilige musikalische Szene entspinnt: vom Traum des großen Glücks in weiter Ferne bis zum zwiespältigen Vergnügen der Ankunft in der Realität des Hier und Jetzt, vom »Nicht-Wissen-Wo-Man-Eigentlich-Hinge- hört« über den bittersüßen Trost des Sich-Erinnerns bis zu der Idee, dass »Hei- mat« vielleicht doch einen Plural haben kann. An jeder Station wird die von Regisseurin Anisha Bondy in Szene gesetzte Revue in Zusammenarbeit mit lokalen interkulturellen Begegnungsstätten je zweimal an unterschiedlichen Orten für ganz unterschiedliche Zuschauer_innen gespielt. Dabei soll es zu Begegnungen der unterschiedlichsten Art kommen, denn der Operndolmuş sucht bewusst den kulturellen Austausch, bei dem das persönliche Gespräch mit dem Publikum unbedingt dazu gehört. Auch für die Künstler_innen des Operndolmuş – viele von ihnen »alte Dolmuş-Hasen« – wird es eine Entdeckungsreise zu unbekannten Orten, aber auch zu einem bisher weithin unbekannten Teil der deutschen Geschichte sein. In München, Wien, Belgrad, Sofia und Istanbul macht der Operndolmuş mit seiner multikulturellen Besetzung Halt, um mit den Menschen vor Ort in Kontakt zu treten und ihnen auf diese Weise Musiktheater als Ausdruck menschlicher Gefühle näher zu bringen, aber auch die gemeinsamen Erfahrungen und Geschichten zu teilen.

 

»Selam Opera!«: Die Komische Oper Berlin – eine für alle

 

Seit ihrer Gründung im Jahre 1947 versteht sich die Komische Oper Berlin als Opernhaus für alle. Dieser Gedanke wird durch den aktuellen Intendanten Barrie Kosky weitergeführt und nimmt nicht zuletzt im Projekt »Selam Opera!« Gestalt an, mit dem gezielt die große türkeistämmige Bevölkerung Berlins angesprochen werden soll, unter anderem mit dem Operndolmuş, mit individuell wählbaren Untertiteln auch auf Türkisch und Programmheftteilen in türkischer Sprache.

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

https://www.komische-oper-berlin.de

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23 05 2016
By: Redaktion 2 0

NÖ Tage der offenen Ateliers“ 2016!-Anmeldungen bis 20. Juni möglich!

Bis einschließlich 20. Juni können sich Kunstschaffende zur Teilnahme an den 14. „NÖ Tagen der offenen Ateliers“ am 15. & 16. Oktober 2016 anmelden.

 

Bei den „Niederösterreichischen (NÖ) Tagen der offenen Ateliers“ am 15. und 16. Oktober 2016 stehen Malerei, Grafik, Bildhauerei und Fotografie ebenso im Rampenlicht wie Film-, Textil-, Schmuck- und Schmiedekunst. Im Rahmen dieser Initiative der Kulturvernetzung NÖ sind alle niederösterreichischen bildenden KünstlerInnen dazu eingeladen, ihre Ateliers, Galerien, Studios und Werkstätten zu präsentieren. Ein Wochenende lang stehen diese dem interessierten Publikum offen. Man kann neue Werke sehen, beim kreativen Schaffensprozess dabei sein und so einen sehr persönlichen und intensiven Zugang zur Kunst erleben.

 

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll zeigt sich beeindruckt von dem Erfolg der „NÖ Tage der offenen Ateliers“: „Die laufend wachsenden Teilnehmerzahlen sind eine erfreuliche Bestätigung für die lebendige und vielfältige Kunst- und Kulturszene in unserem Land. Die unzähligen Künstlerinnen und Künstler ermöglichen an diesem besonderen Wochenende allen Interessierten, sich mit der Kunst „vor der Haustür“ auseinander zu setzen. Die „NÖ Tage der offenen Ateliers“ sind eine Bereicherung des Niederösterreichischen Kulturkalenders.“

 

Zur Teilnahme anmelden kann man sich bis Montag, den 20. Juni. Die Anmeldung erfolgt online unter www.kulturvernetzung.at oder mittels Anmeldeformular, das in den Regionalbüros der Kulturvernetzung NÖ erhältlich ist.

 

Mitmachen kann jede/r, die/der über ein Atelier, eine Galerie oder eine Kunsthandwerkstätte in Niederösterreich verfügt, das bzw. die am 15. oder 16. Oktober an mindestens einem Halbtag ge- öffnet ist. Begleitprogramme wie Kreativ-Workshops, Konzerte, Lesungen und Aktivitäten für Kinder sind willkommen, aber nicht verpflichtend.

 

Die Kulturvernetzung NÖ führt die „NÖ Tage der offenen Ateliers“ in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Kunst und Kultur des Amtes der NÖ Landesregierung seit 2003 durch.

 

Die Veranstalter sind zuversichtlich, auch 2016 an die Erfolge der vorhergehenden Jahre anzu- schließen: 2015 wirkten 1.350 Kunstschaffende mit, rund 64.000 Besuche wurden gezählt. Somit konnten in den vergangenen 13 Jahren über 630.000 Besuche verzeichnet werden.

 

Die „NÖ Tage der offenen Ateliers“ finden in Abstimmung mit dem Land Oberösterreich und den tschechischen Bundesländern Südböhmen, Vysočina und Südmähren statt.

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04 05 2016
By: Redaktion 2 0

In tiefer Anteilnahme und stillem Gebet

Türkische KULTURgemeinde trauert um Maria Eschelmüller in tiefer Anteilnahme und stillem Gebet

 

Liebe Trauerfamilie,

in diesen Momenten ist es schwer, die richtigen Worte zu finden, weil Schmerz einfach nicht in Worte zu fassen ist. Die Türkische KULTURgemeinde trauert um Maria Eschelmüller in tiefer Anteilnahme und stillem Gebet, drückt Ihrer Familie und Ihren Angehörigen ihr tiefes Mitgefühl aus. Sie ruhe in Frieden.

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich
Obmann
Dipl.-Ing. Birol Kilic

 

 

PS: Nach dem brutalen Mord an einer 54-jährigen Wienerin  Maria Eschenmüller herrscht in Ottakring unter den Austrotürken Entsetzen und großer Trauer über die grausame Bluttat. Türkische KULTURgemeinde in Österreich hat sich im Bezirk umgehört. Viele  Austrotürken (Anrainer, Geschäftslokal-Besitzer)   Rund um den Brunnenmarkt in Ottakring beteuerten, den Täter gekannt, gefürchtet und mehrfach vor ihm gewarnt zu haben.

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03 05 2016
By: Redaktion 2 0

Wollen Sie Arzt werden? – Ein vorbildliches austrotürkisches Integrationsmuster

15.129 Personen haben sich für den, am 8. Juli stattfindenden, Aufnahmetest für das Medizinstudium, in Österreich, beworben. In Wien sind es für 740 Plätze 7.519 BewerberInnen, somit fallen auf einen Studienplatz rechnerisch 10 BewerberInnen. Einer, der diese Hürde hinter sich hat und in Wien Medizin studiert, heißt Bedirhan Boztepe, der aus der zweiten Generation einer austrotürkischen Familie kommt. Mit dem Buch „MedAT Training“ möchte er und sein Freund Pascal Casetti BewerberInnen eine Hilfestellung anbieten. Eine echt vorbildliche Integrationsgeschichte, die auch von der türkischen Kulturgemeinde in Österreich herzlich gratuliert und in Zukunft auch unterstützt wird.

 

Wien. Bedirhan ist in Wien geboren, seine Eltern stammen aus der Türkei. Er möchte viele ermutigen, angesichts der hohen Bewerberzahlen, nicht gleich aufzugeben.

Damit die BewerberInnen sich auch gut auf die Prüfung vorbereiten können, hat er mit seinem Freund Pascal Casetti ein Buch vorbereitet. „Übung, Übung, und nochmals Übung… man sagt ja nicht umsonst, Übung macht den Meister“, sagt Bedirhan Boztepe. Über ihr StartUp-Unternehmen mit dem Namen „MEDithappen“, bieten die jungen Studierenden seit kurzem ihr erstes Übungsbuch an. „Wir haben den Schwerpunkt des Buches auf möglichst viele Beispiele gesetzt. Je mehr Beispiele, desto besser, war unser Motto; und davon bietet das ‚MedAT Training Band 1’ genügend.“

Kaum ist das Buch „MedAT Training Band 1“ in den Bücherregalen angekommen, besser gesagt, über Amazon bestellbar (http://medithappen.at), arbeitet das dynamische Team schon am zweiten Buchprojekt (MedAT Training Band 2), welches demnächst zu bestellen sein wird. Während der erste Band auf die Untertests „Figuren zusammensetzen & Wortflüssigkeit“ setzt, wird Band 2 auf „Gedächtnis und Merkfähigkeit, Zahlenfolgen & Implikationen erkennen“ setzen. Insgesamt werden Bedirhan und Pascal in den Vorbereitungsbüchern 18 komplette Testsets mit 1.350 „100% neuen“ Beispielen anbieten. Wer also auf der Suche nach einem Übungsbuch für den Aufnahmetest der Med-Uni ist, und sich optimal auf den Test vorbereiten möchte, ist mit Bedirhans und Pascals Büchern bestens gewappnet.

 

Für weitere Informationen siehe:

 

http://medithappen.at/

 

und www.facebook.com/MEDithappen/

 

MEDithappen – MedAT Training, Band 1:

von B. Boztepe (Autor, Herausgeber),

P. Casetti (Autor, Herausgeber, Illustrator)

ISBN-13: 978-3950423501, Preis: € 24,90.

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22 03 2016
By: Redaktion 2 0

Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt den abscheulichen Terror in Brüssel

TKG: „Wir werden uns an diesen Terror nicht gewöhnen“

 

Wien (OTS) – Der Vorstand und die Mitglieder der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich sind erschüttert und in  tiefer Trauer.

Ziel dieser Terroranschläge ist an erster Stelle, die Menschen in Belgien und in allen europäischen Staaten an diesen Terror zu gewöhnen bzw. sie damit vertraut zu machen.

Dieser Terror hat mehrere Väter und Mütter und man sollte hier bei der Diagnose der „Hintermänner“ keine falsche, eindimensionale Pauschalisierung machen.

Wir erwarten von allen Institutionen und Regierungen, dass man hier gegen diesen Angst und Schrecken verbreitenden Terror den Slogan „Wir werden uns an diesen Terror nicht gewöhnen“ hochhält.

Genauso erwarten wir die entprechenden Aktivitäten in allen Ebenen zu schaffen und in aller Härte zu bekämpfen, ohne sich von den europäischen Grundwerten zu verabschieden.

Unser tiefstes Mitgefühl ist bei den Opfern und deren Angehörigen in diesen harten und schmerzlichen Stunden in Brüssel.

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich
Obmann
Dipl.-Ing Birol Kilic

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15 03 2016
By: Redaktion 2 0

TKG verurteilt den widerlichen Terroranschlag in Ankara und in Istanbul aufs Schärfste

Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt den abscheulichen Terroranschlag wie folgt! Versöhnung: „Frieden zu Hause, Frieden in der Welt“

 

Ein solcher Akt des Terrors im Herzen von Ankara (zum dritten Mal in sechs Monaten!) ist eigentlich eine Drohung für alle Länder. Im Namen der TKG verurteile ich die Bombenanschläge in Ankara auf das Schärfste und spreche den Angehörigen der Opfer unser tief empfundenes Beileid aus. Wir fordern sofort die Terroristen und diejenigen Kräfte, die hinter diesem Terror stehen, fündig zu machen.

Gegen Terror, egal in welcher Art, sollte man zusammenarbeiten und nicht in Schadenfreude agieren. Niemand sollte aus solchen Terrorakten versuchen Ziele zu erreichen, die eigentlich einen selbst treffen könnten. Wir vertrauen darauf, dass die demokratischen Kräfte in der Türkei jetzt zusammen stehen und die Gewaltspirale brechen.

Die Aussöhnung in der Türkei ist der einzige Weg, der die Türkei in eine sichere und wohlhabende Zukunft führt. Die Türkische AKP Regierung sollte hier die innere Aussöhnung in der Türkei als erste Aufgabe ab jetzt wahrnehmen und die Nah-Ost Konflikte und Interessen nicht in die Türkei  importieren bzw. exportieren. Wir trauen auch um diejenigen unschuldigen Menschen, auch um die in Süd-Ost Anatolien, die zwischen zwei Feuern geblieben sind und viele Opfer gebracht haben.

Wir fordern hier eine radikale Ausöhnungspolitik von der Regierung und von allen Parlamentsperteien in der Türkei beginnend aus der Region Südosttürkei. „Frieden zu Hause, Frieden in der Welt“ sollte der Leitspruch der Türkei Innen- und Aussenpolitik sein.

 

Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

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08 03 2016
By: Redaktion 2 0

TKG – Weltfrauentag: „365 Tage im Jahr: NEIN zu Gewalt gegen Frauen“

 

Anlässlich des Weltfrauentages ruft TKG ohne Wenn und Aber zu Aufklärung und Solidarität gegen Gewalt an Frauen auf. Gewalt an Frauen, unabhängig davon, welche Religion, welche Kultur und welche Staatsbürgerschaft der Täter hat.

 

Wien (OTS) – Die Agentur der europäischen Union für Grundrechte (FRA) veröffentlichte 2014 eine Studie zur Gewalt gegen Frauen. Darin kommt sie zu dem Ergebnis, dass 33% aller Frauen in der EU seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und sexuelle Gewalt erfahren haben. In Österreich gibt die Polizei bekannt, dass jeden Tag durchschnittlich 20 Wegweisungen von Männern aufgrund der Gewalttätigkeit gegen eine Frau geschehen, das macht im Jahr 7300 Gewaltfälle, die von der Polizei registriert wurden. Die Zahl der nicht registrierten Fälle ist vielleicht noch höher.

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sollte in Österreich nicht ein Lippenbekenntnis sein, sondern beginnend vom Kindergarten bis zur Reife des Kindes, besonders bei Männern, Werte für die gesamte Gesellschaft bilden. Bei der Gewalt gegen Frauen spielen kulturelle, soziale und wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. Um das zu beheben, unterstützt die TKG die in der österreichischen Verfassung festgeschriebenen Grundgesetze, wo die Würde des Menschen das höchste Gut der Gesellschaft darstellt und in allen Ebenen zu schützen ist.

Wir wissen, dass die Mehrheit der Menschen aus der Türkei keine Scharia und keinen religiösen Staat fordern und besonders in ihren Familien Frauen, Mütter und Töchter hochschätzen und unterstützen und vor allem Frauen und Männer gleich sehen. Sie haben mit österreichischen Werten und der österreichischen Verfassung nicht nur kein Problem, sondern vermitteln diese verinnerlichten Ansichten auch ihren Kindern. Gewalt gegen Frauen kennt keine regionalen, religiösen und kulturellen Grenzen. Deswegen fordern wir Solidarität, nicht nur am 8. März am Weltfrauentag, sondern 365 Tage im Jahr, gegen Gewalt an Frauen, unabhängig davon, welche Religion, welche Kultur und welche Staatsbürgerschaft der Täter hat.

 

www.ots.at/presseaussendung/OTS_20160308_OTS0149/tkg-weltfrauentag-365-tage-im-jahr-nein-zu-gewalt-gegen-frauen

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

Obmann
Dipl.-Ing. Birol Kilic

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21 02 2016
By: Redaktion 2 0

Das Frauenhauskochbuch- Einladung zur Buchpräsentation „So schmeckt die Welt“

 

Auf Initiative der autonomen österreichischen Frauenhäuser ist dieses besondere Kochbuch entstanden, das auf lustvolle Art und Weise ein ernstes Thema mit dem Genuss guten Essens verbindet. Die Idee dahinter ist, exotische Rezepte aus der internationalen Küche nebenbekannten Gerichten in einer bunten Mischung zu präsentieren.

 

Essen ist ein Grundbedürfnis und Grundrecht. Beim gemeinsamen Zubereiten und Einnehmen von Speisen kommen Menschen zusammen, kommunizieren und feiern. Kochen und Essen stehen in diesemZusammenhang für Selbstermächtigung und Stärke, aber auch für Freude und Kreativität.


Mit diesem Kochbuch wird die kraftvolle, lebensbejahende Funktion
guten Essens hervorgehoben. Frauen, die in Frauenhäusern leben,
haben meist eine lange Leidensgeschichte hinter sich. Das Frauenhaus
gibt den Frauen erst einmal physischen Schutz, ein Dach über dem
Kopf und ein Umfeld, in dem sie zur Ruhe kommen können. Darüber
hinaus ist das Frauenhaus ein Ort, an dem von Gewalt betroffene
Frauen sich wieder auf sich selbst und ihre Ressourcen besinnen und
Kraft finden können. Gemeinsame Aktivitäten wie Kochen können
dabei helfen.

Prominente Köchinnen und Köche – u. a. Eva Rossmann und Manfred
Buchinger, Lisl Wagner-Bacher, Sarah Wiener, Stefanie Herkner,
Annik Wecker, Rupert Schnait, Jacquline Pfeiffer, Raffaele de Sieno,
Harald Pollak, Tom Frötsch – haben Rezepte beigesteuert, die Fotokünstlerin
Claudia Prieler hat sie mit ihrer Kamera besucht.

 

ca. 200 Seiten, färbig, 19x22cm

Lieferbar ab 8. März!

 

Einladung zur Buchpräsentation „So schmeckt die Welt“

Der Verein Autonomen Österreichische Frauenhäuser und der echomedia Buchverlag freuen sich, zur Präsentation des Kochbuchs einzuladen: „So schmeckt die Welt – besondere Frauen, besondere Rezepte“Cover des Kochbuchs So schmeckt die Welt

 

Moderation: Eva Rossmann
Wann: 7. März 2016 / Beginn: 19:00 Uhr
Wo: Studio 44 / 1030 Wien, Rennweg 44

 

Der Erlös des Kochbuches kommt den Autonomen Österreichischen Frauenhäusern und dem Verein AÖF zu Gute kommt, sofern es über den Verein autonome österreichische Frauenhäuser oder eines der Frauenhäuser direkt bezogen wird!

Sie haben die Möglichkeit bereits jetzt ein Kochbuch zu bestellen (lieferbar ab 8. März 2016)

Die persönlichen und internationalen Rezepte wurden von gewaltbetroffenen Frauen aus den Frauenhäusern zur Verfügung  gestellt und von prominenten KöchInnen nachgekocht und durch ihre persönliche Note abgerundet. KöchInnen wie Manfred Buchinger, Eva Rossmann, Lisl Wagner-Bacher oder Sarah Wiener und viele mehr sind in diesem besonderen Kochbuch zu finden.

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12 01 2016
By: Redaktion 2 0

Wir empfinden unendliche Trauer

Liebe Freunde, wir empfinden unendliche Trauer mit den Angehörigen und Freunden der Opfer des Terroranschlags von Istanbul. Was sind diese Terroristen doch für teuflische Amokläufer! Gegen die Menschheit und gegen den Islam.

 

Die westliche Antiterror-Strategie ist krachend gescheitert. Jeden Tag steigt durch unser geistloses Bombardieren die Zahl der internationalen Terroristen. Es ist Zeit für einen fundamentalen Strategiewechsel.

Ich fordere von unseren Politikern eine neue Anti-Terrorstrategie:

1.) Schneidet den IS von neuen Waffen und neuer Munition ab! Stoppt die saudischen Waffenlieferungen an die Terrorgruppen in Syrien!

2.) Schneidet den IS von neuen Kämpfern ab! Helft der Türkei, ihre Grenze zum ‚Anti-Islamischen Staat‘ zu schließen!

3.) Entzieht dem IS den Nährboden! Indem Ihr Euch für eine nationale Aussöhnung in Syrien und im Irak einsetzt! Der IS profitiert massiv von den Konflikten in diesen Ländern.

Wir sitzen alle in einem Boot: Juden, Christen, Muslime, Europäer, Araber, Kurden, Yesiden. Egal ob im Mittleren Osten, in Europa oder in den USA. Deutsche wie Migranten. Rassisten und Terroristen jedoch sind teuflische Kumpane. Augenzwinkernd profitieren sie voneinander. Wir sollten uns nicht von ihnen spalten lassen. Euer JT

 

Danke Jürgen Todenhöfer
Türkische KULTURgemeinde in Österreich

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07 01 2016
By: Redaktion 2 0

Stammt Ötzi von asiatischen Vorfahren („Pro Türken“) ab?

Was Ötzis Magenbakterium über die Besiedlung Europas verrät. Bioinformatiker rekonstruieren urzeitliche DNA. Ein internationales ForscherInnenteam um die Bioinformatiker Dmitrij Turaev und Thomas Rattei von der Universität Wien entdeckte Spuren des Bakteriums Helicobacter pylori im Verdauungstrakt der besterhaltenen Mumie aus der Steinzeit – „Ötzi“. Mit der Rekonstruktion des Genoms liegt nun der älteste bekannte Vertreter dieses Bakteriums vor und gibt Überraschendes preis: Frühe Einwanderer aus Asien müssen bei der Besiedlung Europas eine zentrale Rolle gespielt haben, denn das Genom stammt fast vollständig von asiatischen Vorfahren ab.

Department für Mikrobiologie und Ökosystemforschung
Universität Wien

 

Der Mensch lebt mit einer Vielzahl von Mikroorganismen, die sich an das Überleben in unserem Verdauungstrakt oder auf unserer Haut angepasst haben. Die meisten von ihnen sind für uns nützliche Bakterien, einige sind jedoch Erreger von Infektionskrankheiten, die bereits unsere frühen Vorfahren peinigten.

Das Bakterium Helicobacter pylori ist ein besonders interessanter Krankheitserreger und ein wichtiges Forschungsobjekt. Es ist seit mehr als 100.000 Jahren an den Menschen gebunden und hat sich an das Überleben im sauren Milieu des Magens angepasst. Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung ist mit diesem Erreger infiziert, wovon die überwiegende Mehrheit von 90 Prozent jedoch nicht erkrankt. So wird Helicobacter pylori seit langem von einer Generation an die nächste weitergegeben, und hat damit eine geografische Verbreitung erlangt, die die Stammesgeschichte der Menschen erstaunlich genau widerspiegelt.

Die Sequenzen ausgewählter Gene dieses Bakteriums ermöglichten es, die Ursprünge der Menschheit und die Geschichte der Wanderungsbewegungen der Völker mit hoher Genauigkeit nachzuvollziehen. Bisher konnten jedoch nur Daten von heute lebenden Menschen verwendet werden, auf deren Basis man die Geschichte der Völker mit Hilfe von Computerprogrammen rekonstruierte.

Die Helicobacter pylori-Genome der heutigen Europäer sind eine Mischung aus Bakterien afrikanischer und asiatischer Abstammung. Viele Fragen zum genauen Ursprung dieser Vermischung sind bis heute ungeklärt.

In einem bislang einzigartigen Forschungsprojekt suchte ein interdisziplinäres WissenschafterInnenteam daher nach Spuren von Helicobacter pylori in der Gletschermumie. Ötzis Magen war erst vor wenigen Jahren aufgrund neuer radiologischer Daten in der Mumie lokalisiert worden. Gemeinsam mit ihren KollegInnen der EURAC (Europäische Akademie Bozen), der Universität Kiel, der Veterinärmedizinischen Universität Wien und weiterer Partner, werteten die Bioinformatiker Dmitrij Turaev und Thomas Rattei von der Universität Wien die aus Ötzis Verdauungstrakt gesammelten DNA-Sequenzen aus und entdeckten tatsächlich Spuren des Bakteriums Helicobacter pylori.

Das Genom des Bakteriums wurde mit Hilfe einer speziell entwickelten Anreicherungsmethode für dessen bereits gealtertes und in Fragmente zerfallenes Erbgut sequenziert. So konnten am Ende mehr als 90 Prozent des Helicobacter pylori-Genoms aus Ötzis Magen rekonstruiert werden.

Der Vergleich des 5.300 Jahre alten Bakteriengenoms aus Ötzis Magen mit Daten der heutigen Europäer brachte eine große Überraschung: Es entspricht so gut wie vollständig der asiatischen Komponente. „Das lässt sich am besten dadurch erklären, dass der Hauptteil der afrikanischen Bevölkerungskomponente erst nach Ötzis Lebenszeit, also in den letzten 5.000 Jahren, nach Europa eingewandert ist“, erklärt Thomas Rattei. „Ötzis Magen-Bakterium stützt also jene Theorie, wonach frühe Einwanderer aus Asien bei der Besiedlung Europas eine zentrale Rolle gespielt haben“.

Zugleich demonstriert dieses Forschungsergebnis eindrucksvoll das große Potenzial moderner Methoden zur Analyse alter DNA in Verbindung mit speziellen Methoden der Bioinformatik. Die Entdeckung und Genomrekonstruktion von Ötzis Helicobacter pylori ist somit erst der Anfang eines neuen Forschungsgebietes, in dem ForscherInnen die Evolution des Menschen, seiner Krankheitserreger und seiner Umwelt anhand tausende Jahre alter Mikroorganismen nachvollziehen können.

 

Publikation in „Science“:

„The 5,300-year-old Helicobacter pylori genome of the Iceman“: Frank Maixner, Ben Krause-Kyora, Dmitrij Turaev, Alexander Herbig, Michael R. Hoopmann, Janice L. Hallows, Ulrike Kusebauch, Eduard Egarter Vigl, Peter Malfertheiner, Francis Megraud, Niall O´Sullivan, Giovanna Cipollini, Valentina Coia, Marco Samadelli, Lars Engstrand, Bodo Linz, Robert L. Moritz, Rudolf Grimm, Johannes Krause, Almut Nebel, Yoshan Moodley, Thomas Rattei, Albert Zink,
DOI: http://www.sciencemag.org/lookup/doi/10.1126/science.aad2545

 

Quelle:
Wissenschaftlicher Kontakt

Department für Mikrobiologie und Ökosystemforschung
Universität Wien
Rückfragehinweis
Mag. Alexandra Frey
alexandra.frey@univie.ac.at

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19 10 2015
By: Redaktion 2 0

TKG bedauert Grüne Abwahl von Bundesrat Efgani Dönmez

Mit Fassungslosigkeit hat die TKG –Türkische KULTURgemeinde in Österreich – zur Kenntnis genommen, dass das Bundesratmandat von Efgani Dönmez (Die Grünen) nicht verlängert wird.

 

Wien (OTS) – Was bitte ist in eine Partei gefahren, einen ihrer fähigsten und kompetentesten Funktionäre einfach ziehen zu lassen? Die Grünen verstricken sich unserer Meinung nach mit der Abwahl von Bundesrat Efgani Dönmez in weitere Personalintrigen. Bei den Grünen gibt es keinen Richtungsstreit, denn Richtung setzt Orientierung voraus und daran mangelt es. Das haben die Grünen gerade als einer „betulich-freundlichen Wohlfühlpartei“ mit dieser Fehlentscheidung wieder einmal zu Tage gelegt.

Dass bei anderen Parteien keine Querdenker erwünscht sind, ist ja bekannt. Jetzt greift diese Unsitte auch auf die Grünen über. Auf ihrer Website prangt groß: „Stoppt die Rechten!“. Wenn es aber um Radikalismus geht, der von Islamisten oder Rechtsextremen mit Migrationshintergrund ausgeht, sind die Grünen blind. Die neuen Grünen haben das Kapital der alten Grünen verspielt.

Damit überlassen die Grünen wichtige gesellschaftspolitische Themen den Rechten, die man auch konstruktiv-kritisch und zivilisiert diskutieren könnte, aber das passt wohl nicht in das grüne Schwarz-Weiß-Denken. Von der Pflicht, die Menschen- und besonders Frauenrechte zu achten, sind gewisse Gruppen anscheinend ausgenommen. Ein Schlag ins Gesicht vieler Frauen ist es, wenn um Verständnis für Burkaträgerinnen von einer Parteichefin geworben wird, welche sich angeblich für die Gleichberechtigung von Mann und Frau einsetzt. Nach unsere Meinung ist die Grüne Partei in Österreich heute sogar ein Hinterland des Politisierten Islams, den man uns unter dem Vorwand Demokratie, Vielfalt, Solidarität und Toleranz verkaufen möchte.

 

Die Grünen sind von einer Kontrollpartei zu einer reinen machthungrigen Bobo-Partei mutiert, die in netten Innenstadtcafés Latte Macchiato schlürft, während draußen die Realität vorbeizieht. Die Grünen sollten das scheinheilige Gutmenschgehabe ablegen und den anderen Menschen, Institutionen und Parteien bezüglich Moral und Anstand bitte keine arroganten Lektionen erteilen, ganz einfach weil sie bei vielen Themen und Haltungen leider nicht mehr glaubwürdig sind.

Übrigens können wir die Stellungnahme des grünen Abgeordneten Peter Pilz mit dem Titel „Aus für Effi“ auch unterschreiben, die über Facebook wie folgt geteilt wurde: „Die oberösterreichischen Grünen haben einen neuen Bundesrat gewählt. Dabei haben sie Efgani Dönmez abgewählt. Ich bedaure das. Ohne dort gewesen zu sein weiß ich: Auch Abwählen gehört zur Demokratie. Mit Effi ist einer der talentiertesten und widersprüchlichsten Abgeordneten abgewählt worden. Darüber sollten wir nachdenken: Warum werden Grüne wie Voggenhuber, Öllinger und Dönmez abgewählt und warum müssen viele, die nie aufgefallen sind, keine Minute um ihr Mandat fürchten? In unserer Partei gibt es nicht zu viel sondern zu wenig Diskussion; nicht zu viel sondern zu wenig Widerspruch. Damit wir Grüne als Partei lebendig und offen bleiben, brauchen wir auch Politiker wie Voggenhuber, Öllinger und Effi Dönmez. Ich hätte statt Effi lieber den Bundesrat abgeschafft. Aber der bleibt.“

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich
Dipl.-Ing. Birol Kilic, Obmann

 

Rückfragen & Kontakt:

Türkische KULTURgemeinde in Österreich
Generalsekretärin
Dr. Melissa Günes
E-mail: m.gunes@turkischegemeinde.at

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05 10 2015
By: Redaktion 2 0

Ehrenzeichen von Bundespräsident für Verdienste um die Republik Österreich an TKG Obmann Birol Kilic

Der Obmann der Türkischen Kulturgemeine in Österreich (TKG), Dipl.-Ing. Birol Kilic, bekam Ende September von der Präsidentschaftskanzlei im Rahmen einer Feierlichkeit das „Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich“ von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer verliehen. Die Ehrung lautete wie folgt: „Die Präsidentschaftskanzlei beurkundet hiermit, dass der Bundespräsident der Republik Österreich Herrn Dipl.-Ing. Birol Kilic, Verleger, Herausgeber und Kulturvermittler, das ‚Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich‘ verliehen hat.“Das Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich wird an Personen verliehen, die hervorragende gemeinnützige Leistungen für die Republik Österreich erbracht und ausgezeichnete Dienste geleistet haben.

 

Laut Bundespräsidentenamt lege Bundespräsident Dr. Heinz Fischer besonderen Wert darauf, dass bei der Beantragung dieser Auszeichnung ein strenger Maßstab angelegt wird, um dem Willen des Gesetzgebers zu entsprechen, wonach das Ehrenzeichen nur an jene Personen zur Verleihung gelangen soll,

die für die Republik Österreich hervorragende gemeinnützige Leistungen erbracht und/oder ausgezeichnete Dienste geleistet haben.

Birol Kilic bedankte sich im Herrensaal des Palais Niederösterreich unter anwesenden Ministerialrätin Frau Mag.Hildegard Sieß (Bundeskanzleramt), Abgeordneten, WissenschaftlerInnen, Verleger und KünstlerInnen.

 

Hier einige Zitate aus seiner Rede:

 

„Für mich ist dieser Tag ein ganz besonderer und ich möchte mich nicht nur beim Herrn Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer für diese Ehre bedanken; sondern vor allem auch bei meinem neuen Heimatland, der Republik Österreich.

 

Ganz besonders denke ich in dieser Stunde auch an meine liebe Mutter Hüsniye Kilic und meinen lieben Vater Hüseyin Kilic, Danke auch an meine Schwester, Perihan Kilic. Ich möchte hier meinen Vater zitieren, der sein Leben nach folgendem Motto führte und mich lehrte: „Das Leben ruht im Wissen und die Ruhe liegt in der Erkenntnis.“

 

Das türkisch-österreichische Miteinander blickt bereits auf eine lange Geschichte zurück. Als junger Student in Wien war ich sehr überrascht, tausende Kilometer entfernt von meiner Geburtsstadt Istanbul –Konstantinopel, beeindruckende Spuren des historischen Konstantinopel vorzufinden. Nicht nur byzantinisch-österreichische Ehen beeinflussten das Stadtbild, auch berühmte österreichische Künstler ließen sich vom byzantinischen Stil beeinflussen.  So sind beispielsweise der Schottenstift, die Residenz Am Hof oder die Kirche am Steinhof Ergebnisse dieses interkulturellen Austauschs.

 

Ich bin mir dessen sehr bewusst, dass diese Auszeichnung auch ein Auftrag ist, mich künftig weiterhin mit allen Kräften für das Blühen und Gedeihen der österreichischen Wirtschaft einzusetzen und die Förderung von Kunst und Kultur mitzugestalten, die Integration unter den Migranten voranzutreiben sowie das Zusammenleben zu fördern. Als Verleger von Literaturwerken und Magazinen und als Unternehmer und Investor ist es mir ein Anliegen, für den Bau dieser Brücken aus Österreich in das Ausland und auch im Inland einzutreten.

 

Insbesondere ist es mir als ein aus der Türkei abstammender, säkularer Verfassungspatriot, ein Anliegen, die Integration und Wertevermittlung der österreichischen Lebenskultur und Geschichte, und das demokratische Verständnis meinen  Landsleuten aus der Türkei in Österreich zu vermitteln bzw. nahe zu bringen.

 

Die Außenpolitik ist direkt mit der Innenpolitik verbunden, und die Innenpolitik beeinflusst und gestaltet direkt das Wohl unseres Landes Österreich, sowohl in den Bereichen Kunst, Kultur und Wirtschaft, als auch im Rahmen der Integration von Migranten. Hier möchte ich Mustafa Kemal Atatürk, den Gründer der modernen säkularen Türkischen Republik, erwähnen, der einmal sagte: „Yurtta sulh, cihanda sulh!“ Zu Deutsch „Friede in der Heimat, Friede in der ganzen Welt!“ Und deswegen ist es wichtig, als säkularer Moslem stark an die Jesus-bezogenen Worte des Papst Franziskus zu denken: „Scheinheiligkeit ist diSprac-

he der Korrupten, wir müssen endlich damit aufhören! „Eure Sprache sei: Ja, ja! Nein, nein!. Die Scheinheiligkeit ist keine Sprache der Wahrheit, weil die Wahrheit nie nur für sich steht. Nie! Sie geht immer mit der Liebe einher! Es gibt keine Wahrheit ohne Liebe. Die Liebe ist die erste Wahrheit. Wenn es keine Liebe gibt, gibt es keine Wahrheit. Diese Menschen wollen eine Wahrheit, die sie zum Zweck ihrer eigenen Interessen versklavt haben. Man kann sagen, auch hier gibt es eine Art Liebe: aber es ist eine Liebe zu sich selbst und für sich selbst. Diese narzisstische Vergötterung verführt sie dazu, andere zu betrügen, zu dem Missbrauch des Vertrauens.“

 

Ich kann diesen Worten eigentlich nichts mehr hinzufügen, doch möchte ich eines noch anmerken, nämlich, dass es der größte Betrug ist, den Namen des Gottes zu missbrauchen. Damit wird eine Theologie produziert und in weiterer Form auch provoziert, die wir „Theologie des Verachtens“, bzw. den „politisierten Glauben“ nennen, der im Namen Gottes grauenhafte Verbrechen, Ausbeutung und Religionsmissbrauch begeht und gegen jegliches säkulares Leben auftritt. Glaubensmissbrauch war gestern ein Thema, heute ist es eines und morgen wird es das auch sein!

 

Deshalb sollten wir an erster Stelle in Österreich eine säkulare, ethisch und moralisch vertretbare Religion verlangen, die auch den Mut hat, sich selbst zu kritisieren und zu korrigieren, und allen Angehörigen von Religionen, die im Namen Gottes Ausbeutung religiöser Gefühle betreiben, den Kampf ansagen. Das gebietet einem der säkulare Verfassungspatriotismus! Verfassungspatriotismus im aufgeklärten Sinne orientiert sich an übergeordneten moralischen Prinzipien des Zusammenlebens selbstbestimmter, freier BürgerInnen.

 

Und dasselbe verlangt sogar Moses selbst von den abrahamitischen Propheten, als er ihnen den Missbrauch von Gottes Namen verbietet: „Du sollst den Namen des Herrn, Deines Gottes, nicht missbrauchen, denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.“ (Exodus 20,7)

 

Im Bewusstsein der zukünftigen Herausforderungen, nehme ich diese hohe Auszeichnung gerne entgegen und bedanke mich herzlich, dass Sie mit mir heute diese Verleihung feiern!

 

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und nochmals vielen herzlichen Dank an die Republik Österreich!“

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24 09 2015
By: Redaktion 2 0

Frohes Opferfest

Eid (Ul-Adha) Mubarak / Kurban Bayram Mubarek Kurban Bayramınız kutlu olsun. Wir wünschen im Namen der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG) allen unseren muslimischen Brüdern und Schwestern ein schönes Opferfest im Kreise ihrer Familien und Freunde. 

 

Das Opferfest ist eines der höchsten religiösen Feste für Muslime. Die Feierlichkeiten dauern vier Tage und beginnen gleichzeitig mit den bedeutendsten Tagen der Wallfahrt nach Mekka. Es ist ein bewegliches Fest, das sich jedes Jahr um ungefähr 10 Tage verschiebt.

 

Im Gottvertrauen ist der Prophet Abraham vielen Muslimen, Juden und Christen ein großes Vorbild. Alle drei Religionen kennen eine Überlieferung, nach der Abraham aus Liebe und Vertrauen zu Gott sogar bereit war, seinen Sohn zu opfern. Gott erlöste ihn jedoch und hielt ihn im letzten Moment von der Tat ab. Abraham musste schließlich nur ein Tier opfern.

 

Der Ursprung des Opferfestes ist auf eine Begebenheit im Koran mit dem Propheten Ibrahim zurückzuführen. Ibrahim und seine Frau waren lange kinderlos. Nach vielen Gebeten bekamen sie zwei Söhne. Zur Prüfung seiner Ergebenheit wurde ihm durch Träume aufgetragen, einen Sohn zu opfern.

 

Als Zeichen seiner Dankbarkeit und seines Gehorsams wollte Ibrahim diese Pflicht auch erfüllen. Doch im letzten Augenblick wurde er von dieser Aufgabe entbunden. Statt seines Sohnes durfte er ein Schaf opfern. Zum Gedenken an den Propheten Abraham und dessen Erfahrung mit göttlicher Barmherzigkeit begehen die Muslime das Opferfest.

 

Es ist ebenso ein Ausdruck ihrer Ergebenheit wie auch ihres Vertrauens in Allahs Gnade. Der Grundgedanke ist das Spenden an andere Menschen und das Teilen (Infak/Paylaşma).

 

In Gedanken sind wir bei den Menschen, die um ihre ermordeten oder verunglückten Angehörigen trauern oder auf der Flucht sind, unabhängig davon welcher Religion sie angehören, ob es sich nun um Muslime, Christen, Juden oder Yesiden handelt.

 

Wir hoffen und streben danach, dass die Vernunft und die Stimmen für einen Frieden in diesen Zeiten von Flucht und Vertreibung Oberhand bekommen.

 

Wirtschaftlicher Egoismus, blinder Nationalismus und religiöser Fanatismus haben noch nie zu einem besseren Leben geführt. Wir müssen das Gemeinsame vor das Trennende stellen und jene in die Schranken weisen, welche die Religionen missbrauchen, um ihre Interessen durchzusetzen.

 

Der unumgängliche Lösungsansatz der gegenwärtigen Konflikte liegt in der Implementierung einer säkularen, überkonfessionellen Ethik, besonders in der muslimischen Welt. Wir sind der festen Überzeugung, dass der Schlüssel zu einer langfristigen Lösung der gegenwärtigen Probleme im Nahen Osten und Nordafrika in dieser säkularen Ethik liegt, welche wiederum auf einer globalen Verantwortung basieren soll.

 

Wir müssen Brücken zwischen den Kulturen, Religionen und Ethnien bauen. Zusätzlich zum herkömmlichen Religionsunterricht gehört daher ein Ethikunterricht verankert, damit das Gemeinsame wie Nächstenliebe, Mitgefühl und Respekt in der Erziehung Eingang findet. Der Ethikstoff sollte den religiösen Unterricht nicht ersetzen, sondern muss ihn unbedingt ergänzen.

 

Eine säkulare Ethik schärft die sozialen Fähigkeiten und soll nicht aus Verboten und Zwängen bestehen, sondern die Anleitung zu einem friedlichen und unterstützenden Miteinander beinhalten.

 

Wenn wir es schaffen, allgemein verbindlichen säkularen ethischen Werten zu folgen, werden wir über die Grenzen hinweg Frieden stiften und in Dialog treten können.

 

Ein realistischer Blick auf die Gegenwart zeigt, dass ein universeller Zugang zu Fragen der Ethik unumgänglich ist. Der gemeinsame Weg führt über mehr Verantwortung auf globaler, europäischer, nationaler und regionaler Ebene. Frieden und Wohlstand werden nur dann von Dauer sein, wenn die Völker in ihrer Entwicklung und ihrem Fortkommen frei sind, wenn die einzelnen Menschen Arbeit, Bildung und Essen haben und die allgemein gültigen Menschenrechte als Mindestkonsens verbrieft und umgesetzt werden. Egoismus und blinder Nationalismus führen letztlich nicht zu einem besseren Leben, die Geschichte ist der beste Beweis dafür.

 

Möge das Opferfest für alle Menschen mehr Gesundheit, mehr Wohlergehen und insbesondere mehr Frieden bescheren.

 

Ein fröhliches gesegnetes Opferfest wünscht Ihnen, Ihren Freunden und Nachbarn die

 

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

Obmann
Dipl.-Ing. Birol Kilic

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10 09 2015
By: Redaktion 2 0

TKG verurteilt Terror in der Türkei

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt Terrorangriffe gegen die Türkei und Anschläge auf die Hürriyet-Redaktion. In der letzten Zeit befindet sich die Türkei in einer angespannten und sehr beunruhigenden Lage, die eng verbunden ist mit dem innenpolitischen Geschehen und auch mit der Hetze diverser in- und ausländischer Kräfte der letzten Jahre. Wir verurteilen im Namen der TKG die Terrorangriffe gegen die Türkei auf das Schärfste und sprechen den Familien der Opfer der Terrorangriffe und anderer Attacken gegen Polizei- und Militäreinheiten unser Mitgefühl aus. Wir verurteilen auch die Anschläge auf die oppositionellen Parteien in der Türkei. Terrorismus darf in keiner Art und Weise toleriert oder gerechtfertigt werden.

Die letzten Ereignisse rund um die Anschläge auf die türkische Tageszeitung Hürriyet zeigen jetzt die unglaublichen Auswirkungen dieser politischen Schieflage auch auf die Medienwelt in der Türkei. Wir bedauern, dass die Zeitung „Hürriyet“ zweimal in 72 Stunden überfallen wurde und verfolgen die aktuellen Ereignisse mit ernsten Befürchtungen.

Das Redaktionsgebäude der angesehenen „Hürriyet“ wurde mit Steinen beworfen und die Mitarbeiter von mit Stöcken bewaffneten Schlägern überfallen. Wir lehnen diese Gewalttat entschieden ab. Die Täter und deren Auftraggeber müssen ausfindig gemacht und vor Gericht gestellt werden. Die Türkische KULTURgemeinde verurteilt solche Angriffe strengstens.

Unsere Sorgen und Ängste um die Demokratie und den Parlamentarismus haben sich zusätzlich dadurch verstärkt, dass man bisher keine einzige Kritik oder Stellungnahme von den regierenden Politikern – vor allem dem türkischen Präsidenten und dem türkischen Premierminister –  zu diesen Angriffen gehört hat. Auch die Parteispitzen müssen sich klar zu dem Vorfall äußern.

Die TKG ruft alle österreichischen Parteien, insbesondere die Parlamentarier des Europäischen Parlaments, auf, diesem Schritt eine klare Absage zu erteilen. Alles andere wäre ein Schlag ins Gesicht der Vertreter der Demokratie und der säkularen Muslime in und außerhalb der Türkei.

Die TKG ruft alle Vertreter der diversen österreichisch-türkischen Kulturvereine aus der Türkei, welche sich in Österreich niedergelassen haben, dazu auf, die Konflikte nicht nach Österreich zu tragen. Die Vorstände der diversen Vereine tragen in diesen schwierigen Zeiten eine besondere Verantwortung. Die TKG ersucht höflichst, die Menschen nicht gegeneinander aufzuhetzen. Wir haben in Österreich die Möglichkeit, die unterschiedlichen Haltungen ohne Angst vor Repressalien auf demokratische Weise zum Ausdruck zu bringen.

Die TKG vertraut darauf, dass die Türkei einen Weg aus diesen schwierigen Zeiten finden wird. Dieser Weg soll und muss aber unserer Meinung nach ein demokratischer sein, um den Frieden im Land zu gewährleisten.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

Dipl.-Ing. Birol Kilic
Obmann

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09 09 2015
By: Redaktion 2 0

Unfähigkeit von Muslimen?

Nach dem Fund des leblosen Körpers von Aylan sind wir alle herausgefordert, unsere eigene Verantwortung den Flüchtlingen gegenüber zu überdenken, und ob wir uns wirklich ausreichend genug für den Frieden einsetzen.

 

Gastkommentar von Prof. Dr. Ednan Aslan

 

Aylan ist wegen des Bildes nun ein Flüchtlingsopfer mit Namen – nicht das erste und weitaus nicht das letzte Kind als Opfer der Kriege in unserer Welt. Dass nun eines dieser Kinder mit Bild und Namen durch die Medienlandschaft gereicht wird, sollte ausreichend sein, um mehr Sensibilität in diesen Tagen aufkommen zu lassen, denn alle Flüchtlingskinder dieser Tage sind Aylan.

 

Die westlichen Staaten sind mit den Flüchtlingsströmen anscheinend überfordert. Ist es der Wohlstand, das unbekümmerte und gesicherte Leben, welches angesichts dieser hereingebrochenen Dramatik diese Überforderung erzeugt? Wie sonst kann es sein, dass im Vergleich zu den Flüchtlingszahlen anderer Länder im Nahen Osten diese vergleichsweise geringe Zahl an Flüchtlingen dermaßen für Aufruhr sorgt? Würden die Flüchtlinge gerecht aufgeteilt werden, würden in manchen Gemeinden Europas gerade mal max. 30 Flüchtlinge leben müssen. Politische Uneinigkeit erzeugt hier noch mehr Leid als nötig.

 

Umso weniger kann ich die Haltung der reichen islamischen Staaten wie Saudi Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate oder des Oman nachvollziehen, die doch allein schon aus religiöser Pflicht ihre geschundenen Glaubensgeschwister, die ihnen auch noch kulturell nahe stehen, aufnehmen müssten. Die großen Gelehrten wie Qaradawi und Politiker wie Erdogan kritisieren paradoxerweise das Verhalten des Westens, verlieren aber kein Sterbenswörtchen an Kritik gegenüber Saudi Arabien oder aber Katar, die eigentlich an diesem Krieg in Syrien direkt beteiligt sind!

 

Auch richtet sich mein Unverständnis an die Muslime in Österreich, die einerseits ganz berechtigt die Flüchtlingspolitik des Westens kritisieren, sich aber andererseits nicht aufraffen können, lautstark vor der Botschaft Saudi Arabiens ihren Protest zu verkünden, um diese an ihre Verantwortung zu erinnern. Sonst sind viele aktive Organisationen ja mit den netten und berauschend beeindruckenden Einladungen und finanziellen Förderungen dieser arabischen Staaten sehr gut vertraut.

 

Wenn es auch sehr bitter ist, diese Realität zur Kenntnis zu nehmen, möchte ich doch wiederholt sagen, dass die Muslime selbst in der Lage sein sollten, ihre eigenen Probleme zu lösen. Wenn über eine Milliarde Muslime nicht in der Lage sind, diesen Krieg in Syrien zu beenden, dann scheint mir deren Kritik gegen den Westen wie ein Schrei hoffnungsloser Unfähigkeit zu sein. Wie anders sonst kann man diese Dramatik gegenwärtig verstehen?

 

Ein Koranzitat soll diesen Artikel beenden und zum Nachdenken anregen, denn eine friedliche und positive Zukunft der Muslime hängt allein davon ab:

 

„Wahrlich, Gott ändert nicht die Lage der Menschen, außer sie ändern ihr inneres Selbst.“ Koran 13;1

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08 07 2015
By: Redaktion 2 0

TKG gratuliert herzlich: “Ephesos ist nun Weltkulturerbe”

Das in Bonn tagende UNESCO Weltkulturerbe-Kommittee hat den Eintrag von Ephesos (Westtürkei) in die Liste der Weltkulturerbe beschlossen. Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich gratuliert allen MitarbeiterInnen des Österreichischen Archäologischen Instituts und insbesondere der Direktorin Sabine Ladstätter und dem Türkischen Kulturministerium der Republik Türkei sowie der  Gemeinde Selçuk in der Stadt İzmir, die dies ermöglicht haben!

 

Der Obmann der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG), Birol Kilic, sagt dazu: „Als ÖsterreicherInnen mit türkischen Wurzeln sind wir sehr stolz, dass aus einer 120jährigen guten Zusammenarbeit von Österreich und der Türkei ein großes Weltkulturerbe geworden ist. Diese wissenschaftliche Kooperation fungiert auch als Brückenbau zwischen beiden Ländern und Kulturen, der weiter transparent unterstützt und gefördert werden sollte.

 

Die antike Stadt, die seit 120 Jahren unter österreichischer Leitung ausgegraben wird, blickt auf eine Geschichte von 9.000 Jahren zurück. Ephesos war Hauptstadt der römischen Provinz Asia, beherbergte eines der sieben Weltwunder der Antike und entwickelte sich in christlicher Zeit zu einem wichtigen Pilgerzentrum. Zu seinen bekanntesten Bauwerken zählen der Artemistempel, die Celsus­-Bibliothek, das Hanghaus, die Kirche der Gottesmutter Maria und die Johannesbasilika.

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22 06 2015
By: Redaktion 2 0

TKG: Unser herzlichstes Beileid – Başsağlığı

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) drückt im Namen des Vorstands und seiner Mitglieder ihr tiefes und aufrichtiges Beileid für die Angehörigen und Bekannten aller Opfer, die in Graz am Samstag (20.06.2015) ermordet und schwer verletzt wurden, aus. Unsere Gedanken sind bei den Opfern, die getötet wurden, bei den Menschen, die in den Krankenhäusern liegen und bei allen Angehörigen und Freunden. Allen Betroffenen wünschen wir viel Kraft für die nächste Zeit – es mögen für Graz wieder glückliche Tage kommen! In tiefer Trauer und in Gedanken bei den Angehörigen! Türkische Kulturgemeinde in Österreich

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21 06 2015
By: Redaktion 2 0

GALERIEN AUS DER TÜRKEI AUF DER viennacontemporary

viennacontemporary in der Marx Halle Highlight im internationalen Messekalender Vom 24. bis 27. September 2015 steht Wien ganz im Zeichen der internationalen Kunstmesse viennacontemporary. Rund 100 Galerien, darunter die Galeri Zilberman und Sanatorium aus Istanbul, und rund 1.000 KünstlerInnen bieten spannende Einblicke in die unterschiedlichsten Kunstszenen.

 

Mit einem Fokus auf Galerien aus Osteuropa, der starken Präsenz der Wiener Galerienszene und einem inhaltlich dichten generationsübergreifenden Rahmenprogramm in der Marx Halle ist die viennacontemporary 2015 ein Highlight im internationalen Messekalender.

 

Reflections


Mit dem Präsentationsformat REFLECTIONS betont die viennacontemporary den kuratorischen Aspekt der Galeriearbeit und bietet den teilnehmenden Galerien eine spezielle Präsentationsfläche für eigens zur Kunstmesse konzipierte Ausstellungen.

 

Zone1

 

Auch am neuen Standort Marx Halle, ermöglicht die viennacontemporary Galerien, junge KünstlerInnen in Einzelpräsentationen zu speziellen Konditionen vorzustellen. Bisher auf Galerien aus Österreich beschränkt, steht die ZONE1 ab diesem Jahr auch internationalen Galerien zur Verfügung.

 

Gespräche und Diskussionen

 

Unter dem Motto „Keys to Contemporary Art“ – ko-kuratiert von Christina Steinbrecher-Pfandt, Künstlerische Leitung viennacontemporary und Nicolaus Schafhausen, Direktor Kunsthalle Wien – spannt sich der Bogen von der beginnenden Wiederentdeckung der Avantgardebewegungen in Osteuropa über Einflussmöglichkeiten zeitgenössischer gesellschaftskritischer Kunst und den immer wichtiger werdenden performativen Strategien aktueller Kunstproduktion bis hin zu den Konzepten der Vermittlung zeitgenössischer Kunst in Museen und Kunsthallen.

 

Weiters geben im Rahmen von „20four7“ jeden Tag um 14 Uhr internationale KunstsammlerInnen aus Ost und West Einblick in ihre Strategien des Kunstkaufs und die Präsentation ihrer Sammlungen und Christina Steinbrecher-Pfandt lädt junge SammlerInnen zu ihrem „Young Collectors Talk“ein.

 

Führungen und Programm zum Mitmachen für alle Altersgruppen
Bei VIENNA Gold treffen sich SeniorInnen und junge KünstlerInnen und tauschen ihre Sichtweisen über zeitgenössische Kunst aus. Führungen mit KünstlerInnen finden täglich um 14 Uhr statt.

 

VIENNA Studio bietet StudentInnen die Möglichkeit, zeitgenössische Kunstpositionen im Rahmen von Führungen täglich um 16 Uhr, näher kennen zu lernen. Am Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr können Erwachsene und Kinder ab zwei Jahren am Kunstvermittlungsstand der VIENNA Family ihre Kreativität entdecken und Techniken selbst ausprobieren, um Farbe, Form und Bewegung auf Papier zu bringen. Der Einstieg ist jederzeit möglich.

 

www.viennacontemporary.at

 

viennacontemporary 
24. – 27. September 2015 

ORT
Marx Halle 
Karl-Farkas-Gasse 19, A – 1030 Wien

 

ÖFFNUNGSZEITEN 
Donnerstag, 24. September 2015: 11:00–19:00 Uhr 
Freitag, 25. September 2015: 11:00–19:00 Uhr 
Samstag, 26. September 2015: 11:00–19:00 Uhr 
Sonntag, 27. September 2015: 11:00–18:00 Uhr 

EINTRITTSPREISE
12,50 Euro Tageskarte für Erwachsene
9,00 Euro Tageskarte / Vorverkauf und Online Buchung
9,00 Euro SeniorInnenkarte nach Vorweis eines gültigen Ausweises
5,00 Euro After-Work-Ticket (Donnerstag/Freitag ab 16:00 Uhr)
Freier Eintritt für Kinder unter 14 und Studierende ab 15:00 Uhr mit einem gültigen Studierendenausweis

ANREISE / ÖFFENTLICHE VERKEHRSMITTEL 
U-Bahn: U3-Station Erdberg – Ausgang Nottendorfer Gasse über Karl Farkas Gasse 
S-Bahn: S-Bahnlinie 7 – Station St. Marx
Straßenbahn: Linie 71 – Haltestelle St. Marx, Linie 18 – Haltestelle
Viehmarktgasse oder St. Marx
Bus: Linie 74A – Haltestelle St. Marx, 80A – Endstation St. Marx

 

INFORMATION
www.viennacontemporary.at
www.viennacontemporarymag.com
www.fb.com/viennacontemporary

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31 03 2015
By: Redaktion 2 0

Geert Wilders: Reaktion der Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) auf den Auftritt in Wien!

§ 283 StGB (Strafgesetzbuch)-Verhetzung  

Sachverhaltsdarstellung – Stellungnahme und Kritik der TKG

Die FPÖ lud für den 27.03.2015 den niederländischen Politiker und bekannten Islamkritiker Geert Wilders in die Wiener Hofburg ein, um einen angeblichen islamkritischen Vortrag zum Thema „Europas Bedrohung durch die Islamisierung“ zu halten.

 

Dies sorgte bereits vorab für Diskussionen, Proteste und Befürchtungen von weiterer Islam-Hetze. Und Hetzer Wilders liefert: Aussagen wie „Der Islam wurde an den Toren Wiens besiegt. Johann Sobieski ist nicht tot. Er lebt in uns. In Ihnen. In mir. In jedem von uns. Wir fühlen sein Herz in unserer Brust schlagen. Und mit ihm und den Helden von 1683 sagen wir: […] Wir werden den Islam besiegen! und seine Vorschläge zur Handhabung von ausgereisten Jihadisten schlagen hohe Wellen und spalten die Ansichten der Menschen auch geografisch: während innerhalb der Räumlichkeiten das Publikum jubelt, wird vor der Hofburg protestiert.

 

Wilders schlägt einen sehr deutlich islamfeindlichen Ton an, der pauschalisierend alle Muslime unter Generalverdacht stellt, quasi einer „Terror-Religion“ anzugehören. Der rechtsextreme Massenmörder Anders Breivik bekannte sich als Wiedergänger Sobieskis und anderer kriegerischer Abendland-Retter mit dem bekannten Massaker. Dies kann man nicht unkommentiert lassen.

 

Übrigens: Interessant bei der Betrachtung der Beziehung zwischen der FPÖ (H.C. Strache) und dem Islamkritiker Wilders ist auch die Tatsache, dass Strache vor nicht allzu langer Zeit noch in sehr distanzierten Tönen von Wilders sprach. So meinte Strache 2011 noch: „Ich halte Geert Wilders für ein Strohfeuer, das bald erlöschen könnte. Eine Zusammenarbeit strebe ich aufgrund seiner undifferenzierten Positionen zur Zeit nicht an“, weiters könne Wilders aufgrund seiner radikalen Ansichten und Aussagen „für uns (die FPÖ) kein Partner sein“.

 

§283 StGB Verhetzung sagt:

 

„(1) Wer öffentlich auf eine Weise, die geeignet ist, die öffentliche Ordnung zu gefährden, oder wer für eine breite Öffentlichkeit wahrnehmbar zu Gewalt gegen eine Kirche oder Religionsgesellschaft oder eine andere nach den Kriterien der Rasse, der Hautfarbe, der Sprache, der Religion oder Weltanschauung, der Staatsangehörigkeit, der Abstammung oder nationalen oder ethnischen Herkunft, des Geschlechts, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung definierte Gruppe von Personen oder gegen ein Mitglied einer solchen Gruppe ausdrücklich wegen dessen Zugehörigkeit zu dieser Gruppe auffordert oder aufreizt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren zu bestrafen.

 

(2) Ebenso ist zu bestrafen, wer für eine breite Öffentlichkeit wahrnehmbar gegen eine in Abs. 1 bezeichnete Gruppe hetzt oder sie in einer die Menschenwürde verletzenden Weise beschimpft und dadurch verächtlich zu machen sucht.“

 

 

Analyse



 

Am 27.03. hielt der niederländische Politiker Geert Wilders in der Wiener Hofburg einen Vortrag zum Thema  „Bedrohung Europas durch die Islamisierung“.

 

Und diese Rede hatte es in sich. Wir von der Türkischen KULTURgemeinde in Österreich (TKG) zeigen uns schockiert darüber, wie hemmungslos und radikal hetzend Wilders hier Anti-Islam-Propaganda betreibt. Unter dem Deckmantel des „Patriotismus“ betreibt Wilders in der Hofburg eine Hetze, wie sie im Lehrbuch steht. Laut österreichischem Strafgesetzbuch §241 wird neben Hetzern auch bestraft, wer wider besseres Wissen einem Menschen vortäuscht, dass die Verwirklichung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bevorstehe.

 

Frage 1: Wer sind hier die Verbrecher? Wer sind hier die Bedroher? Wer ist hier entgegen jeder Vernunft der doppelte Verhetzer? Oder sind nicht alle Verhetzer gleichermaßen gesinnt ?

Ist hier nicht eine Analyse aller bestehenden Informationen, Datenquellen und Bestände aus der flächendeckenden Einführung einer Diagnose-Dokumentation notwendig?

 

Wir wollen vorausschickend betonen, dass wir zur Meinungsfreiheit stehen und auch Geert Wilders diese nicht absprechen wollen. Wir distanzieren uns auch von Fundamentalisten („Islamisten“), die Menschen mit Morddrohungen zum Schweigen bringen möchten und fragen: Hat Wilders in seiner Vergangenheit öffentlich nicht schon genug gegen den Islam, gegen Moslems und Austro-Türken gewettert? Wo sind die angeblichen Vertreter der „Islamischen“ bzw. der „Austro-Türken“ in Österreich? Ein Mitglied der TKG schreibt uns:„Ich melde eurer TKG-Seite, dass das, was Hetzer Wilders in Wien redet, das Schüren von Hass gegenüber allen Moslems und Austrotürken ist und niemand erhebt Einspruch mit sachlichen Argumenten, Tatsachen und belegbaren Angaben. Wir wurden hier entmenschlicht, bitte! Was ist der Unterschied zwischen IS-Hasspredigern und Hetze wie der von Wilders?“

 

Böse ist Faschismus, gut ist der Antifaschismus

 

Ohne den Versuch einer Aufklärung teilt Wilders in seiner Rede die Welt schlicht in Gut und Böse auf: In den Westen und den Osten und demnach natürlich in die „gute“ westliche, christlich-jüdische, und in die muslimische, „böse“ Kultur. Islamisten teilen auch die Welt schlicht in Gut und Böse, in Freund und Feind der Gegner, wie Wilders. Damit macht Wilders hier in Wien keine andere Unterscheidung und Aufteilung, als beispielsweise die Angehörigen des IS, nur eben auf der anderen Seite. Böse ist Faschismus aller Art, gut ist der Antifaschismus. Was Wilders vernebelt bzw. nicht zu wissen scheint, ist, dass er damit den radikalen Islamisten und IS-Angehörigen mit derlei Hetze (ungewollt) direkt in die Hände spielt.

 

Zunächst sollte man die Begriffe Patriotismus, Rassismus, Neo-Rassismus, Hetze und Terror genauer betrachten und definieren. Denn Wilders hat in seiner Rede in Wien versucht, über den Begriff des Patriotismus an Gefühle und Leidenschaften zu appellieren, um bestehende tendenziöse Aufreizung zum Hass und zur Verachtung gegenüber einer Religion und Religionsangehörigen pauschalisierend zur Hetze zuzuspitzen.

 

Heuchler und Brandstifter!

 

Wilders und der Kulturkampfbegriff  jüdisch-christliche Erbe

 

Es ist sehr bedenklich, wenn sich Wilders in der Hofburg auf das „jüdisch-christliche Erbe“ beruft und dagegen den Islam und seine Angehörigen pauschal stigmatisiert und diffamiert. Nach Hetze gegen Arbeitsmigranten aus Bulgarien, Rumänien und Polen nannten ihn Politiker und Intellektuelle in den Niederlanden einen Brandstifter.

 

Der Kulturkampfbegriff der christlich-jüdischen Tradition des Abendlandes ist nämlich eine Farce. Passende Worte dazu fand dereinst der Journalist und Publizist Heribert Prantl in dem Artikel „Missbrauch der Juden durch die Politik“ in der Süddeutschen Zeitung wie folgt:

 

„Beim Reden von der christlich-jüdischen Tradition handelt es sich aber um eine gewaltige Heuchelei. Die deutsche Politik drückt die alte, früher stigmatisierte Minderheit der Juden an die Brust, um die neue Minderheit, die Muslime, zu stigmatisieren. Die Juden werden missbraucht, um die Muslime pauschal als unverträglich zu kennzeichnen. Eingeführt hat diese Unwortkombination wahrscheinlich der blonde Holländer Geert Wilders. In seinen pathetischen Reden betonte er geradezu beschwörend, dass wir Europäer unser christlich-jüdisches Erbe vor der Islamisierung verteidigen müssten.So innig wie heute war die Beziehung zwischen Christen und Juden in Deutschland noch nie. Die neue Innigkeit ist nicht von Theologen und Pastoralklerikern ausgerufen worden, sondern von Politikern. Im Jahr 72 nach der Reichspogromnacht haben sie etwas entdeckt, was es nicht gibt: eine christlich-jüdische Tradition, eine gemeinsame Kultur. Die christlich-jüdische Geschichte besteht vor allem in der Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung der Juden und in der Verketzerung des Talmud. Und wo es gemeinsame Wurzeln gab, hat die Mehrheitsgesellschaft sie ausgerissen. Wenn Juden anerkannt wurden, dann nach ihrem Übertritt zum Christentum. Und dieses Christentum hat bis in die jüngste Vergangenheit nicht die Gemeinsamkeit der Heiligen Schrift, sondern den Triumph des Neuen über das Alte Testament gepredigt. Zum 72. Jahrestag der Reichspogromnacht wird eine neue Kategorisierung der Minderheiten propagiert (nicht nur von scharfen Islamkritikern wie Geert Wilders und Thilo Sarrazin): in gute und schlechte, in kluge und dumme Minderheiten. Diese Sortierung wird nicht dadurch besser, dass muslimische Milieus oft sehr antisemitisch sind. Weil aber dieser Antisemitismus von der deutschen Mehrheitsgesellschaft lange kaum beachtet wurde, gibt es in jüdischen Gemeinden Sympathien für die gesellschaftliche Ausgrenzung deutscher Muslime.“ (Süddeutsche Zeitung, Heribert Prantl)

 

 

„Eine Erfindung der europäischen Moderne“

 

Es können viele historische Beispiele angeführt werden, die eine christlich-jüdische Tradition in Deutschland ad absurdum führen. Die jüdische Philosophin Almut Shulamit Bruckstein Coruh kann wie viele andere Juden eine christlich-jüdische Tradition in Deutschland nicht nachvollziehen. Hierzu meint sie: „Nein, es gab keine jüdisch-christliche Tradition, sie ist eine Erfindung der europäischen Moderne und ein Lieblingskind der traumatisierten Deutschen.“

 

„Der Talmud gibt dem heutigen Judentum sein Gesicht“

 

Aus jüdischer Sicht muss es wie ein Hohn klingen, wenn deutsche Politiker von christlich-jüdischer Tradition sprechen. Der freie Journalist Gerald Beyrodt lehnt die Verbindung christlich-jüdisch ebenso ab: „Sicher teilen Juden und Christen die Zehn Gebote und die hebräische Bibel. Sicher wäre es auch ganz nett, wenn Politiker weniger bedenkenlos von den ‚christlichen Zehn Geboten’ reden würden als in der Vergangenheit. Doch 2000 Jahre jüdische Religionsphilosophie sind in Europa weitgehend unbekannt. Der Talmud gibt dem heutigen Judentum sein Gesicht. Christen haben ihn jahrhundertelang ignoriert, verfemt und immer wieder verboten. Jüdische Kultur blieb der Mehrheitsgesellschaft verborgen, weil sie nichts davon wissen wollte. Stattdessen hat sie Juden jahrhundertelang mit absurden Vorwürfen belegt: Dass sie Hostien schänden, dass sie christliche Kinder töten und zu Mazze-Broten verarbeiten und an Pessach genüsslich verspeisen.“

 

Zentralrat der Juden in Deutschland

 

Bei den Juden in Deutschland herrscht keineswegs die Vorstellung einer christlich-jüdischen Tradition Deutschlands. So kann man auf der Website des Zentralrats der Juden in Deutschland Folgendes lesen: „Historisch gesehen wurde die deutsche Identität nicht nur von der deutschen Sprache und Kultur, sondern auch von der christlichen Religion geprägt. Wer außerhalb dieser Parameter stand, wurde als fremd empfunden, und kaum eine andere Bevölkerungsgruppe erlebte das schmerzvoller als Juden, deren Präsenz auf deutschem Boden seit der Zeitenwende datiert. Das tragische Ende der jüdischen Bestrebungen um Aufnahme ins deutsche Volk ist bekannt.“ Die Juden sehen Deutschlands kulturelle Wurzeln keineswegs im Judentum. Ihnen sind vielmehr die Verbrechen Deutschlands an den Juden präsent.

 


Strache 2011: “ Ich halte Wilders für ein Strohfeuer“

 

Übrigens: Interessant bei der Betrachtung der Beziehung zwischen der FPÖ (H.C. Strache) und dem Islamkritiker Wilders ist im übrigen auch die Tatsache, dass Strache vor nicht allzu langer Zeit in noch sehr distanzierten Tönen von Wilders sprach. So meinte Strache beispielsweise 2011 noch: „Ich halte Geert Wilders für ein Strohfeuer, das bald erlöschen könnte. Eine Zusammenarbeit strebe ich aufgrund seiner undifferenzierten Positionen zur Zeit nicht an“, weiters könne Wilders aufgrund seiner radikalen Ansichten und Aussagen „für uns (die FPÖ) kein Partner sein“.

 

Hetze, Terror, Rassismus und Patriotismus 

 

Hetze ist der Rechtssprechung nach eine in einem Appell an Gefühle und Leidenschaften bestehende tendenziöse Aufreizung zum Hass und zur Verachtung.

 

Terror (lat. terror „Schrecken“) ist die systematische und oftmals willkürlich erscheinende Verbreitung von Angst und Schrecken durch ausgeübte oder „angedrohte Gewalt“, um Menschen gefügig zu machen.

 

Rassismus meint die Ausgrenzung aufgrund körperlicher (physiognomischer) und/ oder biologischer (genetischer) Andersartigkeit und wurde bis 1945 vor allem biologisch begründet, d.h. es war die Rede von „überlegenen“ und „minderwertigen Rassen“. Diese Begründungen finden wir heute in dieser traditionellen Form selbst in Veröffentlichungen von Neonazis nur noch selten. Ist jedoch das Vorhandensein von biologischen Menschenrassen inzwischen genetisch widerlegt worden, wird auch schon die nächste Sau durchs Dorf getrieben. Nun versucht man, die soziokulturellen Charakteristika, wie Herkunft, Gebräuche, Sprache und Religion als (negative) Unterscheidungsmerkmale heranzuziehen. Rassismus ist nicht zuletzt deshalb ein relativ weit verbreitetes Phänomen in der Gesellschaft, weil sich die rassistische Ideologie (siehe auch „Sozialdarwinismus“) angepasst und zum Teil eine andere Form und Ausdrucksweise angenommen hat. Dieser sogenannte Neo-Rassismus („kultureller Rassismus“) gibt sich wissenschaftlich und spricht von „Kulturen“ statt von „Rassen“. Im Vergleich zum traditionellen Rassismus setzt der Neo-Rassismus, also der „kulturelle Rassismus“, auf kulturelle Gebräuche und religiöse Unterschiede.

 

Patriotismus bedeutet eine emotionale Verbundenheit mit dem eigenen Vaterland, in Abgrenzung zum Begriff der Nation (lat. natio, Geburt), der die Abstammung betont. Niemand hat etwas gegen gesunden Patriotismus oder Vaterlandsliebe, solange man andere Nationen und Länder nicht diskreditiert, diskriminiert und pauschalisiert, kurz: Solange man keinen Terror-Neo-Rassismus gegen andere Nationen und Religionen ausübt.

 

Unter dem Vorwand „Patriotismus“ darf kein Rassismus ausgeübt werden!

 

Wilders betreibt Hetze und Neo-Rassismus





Geert Wilders wirbt in Wien durch seine Rede unserer Meinung nach jedenfalls nicht für Patriotismus, sondern für puren „Neo-Rassismus“ durch das Mittel der Verhetzung.

 

Mit seiner Argumentation hat Wilders kulturellen Rassismus durch Hetze gegen Moslems und insbesondere Menschen aus der Türkei geschürt und weiter ausgebaut (u.a. durch Verweise auf die Türkenbelagerung von 1683 und Ähnlichem). Das Wort „Patriotismus“ wird im Munde Wilders ausgehöhlt und statt emotionaler Verbundenheit mit Rassismus und Hetze gefüllt. Das alles, gut verpackt unter dem Deckmantel des Patriotismus, ist eigentlich purer und primitiver Neo-Rassismus.

 

Jeder wahre Patriot, egal ob links-liberal oder rechts-konservativ, sollte hier gegen diese Ausnutzung des Wortes „Patriotismus“ Einspruch erheben. Denn in der Geschichte wurden die größten Verbrechen unter dem Vorwand von Vaterland, Ehre, Nation, Glaube und Konfession getätigt. Europa ist Zentrum dieser Probleme in der Weltgeschichte gewesen und steht noch immer in der Gefahr dieser Probleme, auch durch Ansichten wie jene des holländischen Hetzredners und Rechtspopulisten mit Neonazi-Jargon, der sich nicht sonderlich vom Jargon der ISIS-Terroristen bzw. des „Poltischen Islams“ unterscheidet.

 

Deswegen können wir hier in Wien solche neo-rassistischen Aussagen von Wilders, die unserer Meinung nach deutlich als pauschale Islamfeindlichkeit interpretiert werden können, nicht unkommentiert lassen.

 

 

Wilders und Etikettenschwindel

 

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) sieht sich an erster Stelle der verfassungspatriotischen Österreicherinnen und Österreicher mit türkischen Wurzeln, und wird für die Säkularität in diesem Land gegen jede fundamentalistische Kraft, egal ob Muslim, Christ oder Angehöriger einer anderen Religion, als Bollwerk des Widerstandes einstehen, um für die gewonnenen demokratischen Rechte zu kämpfen.
Aber man darf die schönsten Wörter, nämlich Freiheit und Patriotismus, nicht missbrauchen, wie es der Hetzer Wilders tut! Wir verwehren uns gegen diesen billigen Etikettenschwindel. Das gilt nicht nur für uns, sondern für alle, die glauben, das Patentrecht – oder gar Gottesrecht – auf die Begriffe Patriotismus, Freiheit und Ehre zu haben.

 

Die europäische Identität basiert für die TKG nicht nur auf Herkunft, Nationalität und Zugehörigkeit zu einer bestimmten (religiösen) Gruppe oder dem Abstammungsprinzip, sondern auf der Vernunft und dem Verstand und dem Hochhalten von gemeinsamen Werten, gegen die wir leider selbst in anderen Ländern oder an den Grenzen Europas täglich verstoßen.

 

Wilders als Kulturschmarotzer

 

Für die TKG ist Wilders aus den oben genannten Gründen einer der vielen Kulturschmarotzer, die die eigentlichen Inhalte der christlichen, patriotischen und humanistischen Kultur längst abgelegt oder nie verinnerlicht haben und sich lediglich die Rosinen aus dem westlichen Kulturkuchen herauspicken.

 

Kurzsichtigen und Hetze-affinen Menschen, die den Verstand und die Vernunft nicht (ausreichend) verwenden, und die nicht über genügend Grundlagenkenntnisse über die Thematik verfügen, kann man mit solchen Hetzreden, die wir auch aus der islamischen Welt zu Genüge kennen (besonders aus dem salafistischen und politisierten Islam und aus der Türkei), vielleicht imponieren. Langfristig bieten sie jedoch keine Orientierung, sondern führen zu Terror und zur Kultur des Verachtens.

Wilders versucht mit seinen Hasspredigten in Wien insbesondere, alle Moslems zu diffamieren, indem er sie einer Religion namens Islam angehören lässt, die scheinbar nichts anderes ist, als eine „Terror-Religion“.

 

Mit Aussagen wie: „Wir werden den Islam besiegen“ behandelt er die Mitglieder dieser vermeintlichen „Terror-Religion“ in seiner Rede als parasitäres, gefährliches Virus, das man offensichtlich mit drastischen Mitteln bekämpfen muss, um die reinen, „guten“ Werte der westlichen Welt vor der Invasion aus dem Osten zu beschützen – damit appelliert Wilders wiederholt an den Patriotismus des „Westens“.

 

Wilders Rhetorik – alles schon einmal da gewesen:

Wilders will Koran abschaffen? 

 

Ohne Motive und Hintergründe zu erläutern, pauschalisiert Wilders in seiner Hetze alle Muslime zu einem einheitlichen, scheinbar terroristischen Brei, der droht, sich über ganz Europa auszubreiten.

 

Die Methode, der sich Wilders in seiner Argumentation bedient, ist ebenso simpel wie fatal: Er greift in seinem Reden direkt den Islam, den Koran und den Propheten an – und zwar mit Versen, die er direkt aus dem Koran zitiert: Der Hetzprediger sagt beispielsweise: „Lesen Sie nur die Sure 47,4 im Koran: ‚Wo immer du die Ungläubigen triffst, schlag sie auf ihre Nacken und verursache ein Blutbad.‘ Das gilt bis heute.“

 

Wilders zitiert hier die Sure 47, Vers 4 nicht richtig, denn er reißt sie aus dem historischen Kontext und verwendet sie, um alle Moslems unter Generalverdacht zu stellen, einer „Terror-Religion“ anzugehören.

 

Die gleiche Vorgehensweise, nämlich die des aus-dem-Zusammenhang-Reißens von einzelnen Textpassagen aus religiösen Büchern, ist uns jedoch nicht unbekannt: Auch die nationalsozialistischen Propaganda-Beauftragten Goebbels und Rosenberg haben für ihre antisemitische Hetze Passagen aus dem Alten Testament herausgepickt und außerhalb des Zusammenhangs zitiert, um es mitsamt dem gesamten Judentum als „entartet“ und als „jüdische Lohnmoral“ zu verkaufen und verbreiten zu können.

 

 

NSDP: Altes Testament abschaffen?

 

In seinem Buch „Der Mythus des 20. Jahrhunderts“ forderte der damalige Leiter des außenpolitischen Amtes der NSDAP, Alfred Rosenberg, sogar die Abschaffung des Alten Testaments, denn Israel dürfe nicht Gegenstand der Bewunderung sein und das Alte Testament könne als Religionsbuch keine Bedeutung mehr beanspruchen, denn es sei der „misslungene Versuch der letzten anderthalb Jahrtausende, uns geistig zu Juden zu machen.“ Rosenbergs Buch war mit einer Auflage von über einer Million Exemplaren unter der deutschen Bevölkerung weit verbreitet.

 

 

Jedenfalls verwendete Rosenberg, ähnlich wie Goebbels, unter anderem auch folgende Verse des Alten Testaments sowohl in seinen Büchern als auch in seiner Propaganda (und seinen Reden), um zu zeigen, wie „unterwertig“, brutal und schlichtweg falsch das Judentum sei:

 

Numeri 31,14-17: Mose geriet in Zorn: Warum habt ihr alle Frauen am Leben gelassen? Nun bringt alle männlichen Kinder um und ebenso alle Frauen, die schon mit einem Mann geschlafen haben.

 

Josua 6,17/21: Die Stadt Jericho, mit allem, was in ihr ist, soll zu Ehren Gottes dem Untergang geweiht sein… Mit scharfem Schwert weihten sie alles dem Untergang. Männer, Frauen, Kinder, Greise, Rinder, Schafe und Esel.

 

Buch Könige 15,16: Menachem eroberte Tifach. Er tötete alle Bewohner der Stadt und ließ ihren schwangeren Frauen den Leib aufschlitzen.

 

Buch Könige 6,25/28f: Hungersnot im belagerten Samaria. Eine Frau sagte zum König: Diese Frau hat von mir verlangt: Gib deinen Sohn her, damit wir ihn heute aufessen. Meinen Sohn werden wir morgen verzehren. So haben wir meinen Sohn gekocht und aufgegessen.

 

Joel 4,9f: Ruft den Heiligen Krieg aus! Schmiedet Schwerter aus euren Pflugscharen und Lanzen aus euren Winzermessern!

 

Exodus 32,27f: Mose sagte zu ihnen: Zieht durch das Lager von Tor zu Tor. Jeder erschlage seinen Bruder, seinen Freund, seinen Nächsten. Vom Volk fielen an jenem Tag gegen dreitausend Mann.

 

Levitikus 24,16: Wer den Namen des Herrn schmäht, wird mit dem Tod bestraft. Die ganze Gemeinde soll ihn steinigen.

 

Diese und andere Verse aus dem Alten Testament (und dem Talmud) wurden von der NSDAP als Beweise verwendet, die die „Entartung“ und das generelle „schlecht-Sein“ des Judentums untermauern sollten – ein simpler wie praktischer Trick, da eben diese Worte doch direkt aus der Alten Schrift stammen.

 

Und ebenjener Methode bedient sich nun auch Wilders – er schneidet sich Verse aus dem Koran heraus und bastelt sie zusammenhanglos zu seiner Argumentations-Collage zusammen.

 

Diese Suren, auf die sich Wilders in diesem Zitat beruft, sind im Kriegszustand und in der Heidenzeit entstanden, die nicht mit der jetzigen Zeit und den heutigen Umständen vergleichbar ist!

 

Wilders propagiert und interpretiert den Koran so, wie es die IS-Terroristen tun und verwendet diese Interpretation dann, um Hass, Furcht, Schrecken und Vorurteile zu schaffen bzw. weiter auszubauen und zu festigen. 

Dabei handelt es sich um ebenjene Zitate, die auch die IS-Terroristen gerne für die Rechtfertigung ihres Terrors heranziehen, obwohl es eine „Theologie des Faschismus“, „Theologie des Verachtens“, „Theologie der Gewalt“ ist, die eben nicht auf auf dem wahren Islam beruht, sondern auf einer gefälschten, auf nahöstlichen Bräuchen basierenden, traditionell interpretierten Version davon.

 

Islamkritiker Wilders setzt den IS-Terror mit dem Glauben des Islams gleich. Dabei tarnt er sich als objektiver Kritiker, der doch „nur die Wahrheit sagt“, und macht liberale, demokratische, gläubige, wie auch nichtgläubige Muslime zu Gegnern seiner Thesen. Es ist ebenso herabwürdigend, wenn Wilders Muslime dazu auffordert, „sich vom Islam abzuwenden“, wie es die IS-Terroristen von Christen oder Yeziden auch fordern. 



Diese krankhafte Haltung einer Marionette des pauschalen Anti-Islams schadet Österreich und sie schadet auch der FPÖ.

 

Was Wilders aber nicht zu verstehen scheint, ist, dass er mit genau diesem Verhalten und diesen Aussagen beispielsweise den IS-Anhängern in ihrer Argumentation direkt in die Hände spielt. Denn ebendiese Aussagen geben dem IS aus seiner Sicht die Rechtfertigung, den Islam und dessen Angehörige doch nur vor dem bösen Westen schützen zu wollen.

 

 

Wir von der TKG meinen dazu: Wir Europäer sind durch die Aufklärung gegangen und dennoch haben wir die schmerzliche Tragödie des Faschismus erlebt. Wer glaubt, dass diese Erfahrungen der Vergangenheit angehören, der sollte den Blick schärfen. Europaweit glaubt eine seltsame Allianz zwischen einem islamistischen und einem rechtsradikalen Sumpf an die jüdische Weltverschwörung. Dass die Hetze gegen jüdische Mitbürger da wieder in Schwung kommt, braucht uns daher nicht zu wundern. Wenn nun Wilders eine Allianz zwischen Israel und Freiheitlichen herbeireden will, so bedient er sich der Vorurteile gegen den Islam und gegen die Türken. Ziemlich primitiv, durchschaubar, langfristig nicht haltbar und bringt das Gegenteil. Wir warnen als Freunde der Vernunft…

 

 

Hetzprediger wie Wilders stärken religiös-faschistische Organisationen

 

Die Terroristen wollen genau das, was Anti-Islam-Prediger Wilders betreibt, nämlich: pauschalisierende Hetze gegen den Islam, gegen den Koran, gegen Mohammed.

 

Und so funktioniert es: Durch Anti-Islam-Hetze bekommen sie den idealen Vorwand präsentiert, wiederum Gegenhetze zu betreiben, und zwar unter dem Vorwand, den Islam doch nur verteidigen und beschützen zu wollen.

 Diese „Logik des Schreckens“ bringt Neo-Rassisten und beispielsweise Terroristen des IS in eine Win-Win-Situation, in der ein Extremist und Religions-Faschist dem anderen Neo-Rassisten Wasser auf die Mühlen gießt.

 

 

Terror führt zu Terror: RNH AG ( „Religionsfaschismus und Neonazi-Hetze AG“) – Man muss die Spreu vom Weizen trennen!

 

Man könnte sagen, diese beiden Gruppen sitzen in der gleichen Aktiengesellschaft, zur Veranschaulichung nennen wir sie „Religionsfaschisten und Neonazi-Hetze AG“, jeder mit der Hälfte des Aktienbesitzes.

 

Diese Aktiengesellschaft steigert ihren Wert in der Börse immer mehr, je mehr die beiden Gruppen gegeneinander Hetze betreiben und so verdienen die beiden Pseudo-Feinde aneinander. Um dies unentdeckt tun zu können, bilden beide ein eigenes Unternehmen und bewerfen sich vielleicht auf dem „Wiener Naschmarkt“ mit Äpfeln und Birnen. Die Medienaufmerksamkeit ist ihnen gewiss. 

Sie sind eigentlich Freunde des gleichen Zieles im Nahen Osten und in der Welt – sie dienen gleichen Herrschern und Diktaturen, seien sie faschistisch, kapitalistisch, fundamentalistisch oder salafistisch oder von allem ein bisschen.

 

Hier müssen die wahren Patrioten, die auf Verstand, Vernunft, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit setzen, in ihrem eigenen Land darauf Acht geben, in ihrem eigenen Interesse, die Spreu vom Weizen zu trennen! Wenn sie dies nicht beachten, werden sie in Wirklichkeit Feinde ihrer eigenen Nation, Heimat, Religion, Konfession und allem Wertvollen, Menschlichen und Humanistischen, was es in ihrem Land noch zu verteidigen gibt. 

Hier spielen die Aktienbesitzer und Vorstände der „Religionsfaschismus und Neonazi-Hetze AG“, kurz „RNH AG“, den Feuerlöscher, obwohl sie eigentlich die Brandstifter sind. Man hat in Europa gegen die Fundamentalisten und Rassisten gewonnen und Freiheit und Demokratie geschaffen und nicht umgekehrt. Fundamentalisten, Faschisten und Rassisten haben in Europa nichts verloren und brauchen deswegen auch nicht den „Feuerlöscher“ zu spielen.

 

 

„Politischer Islam“ (Politisierter Glaube) ist der wahre Feind und nicht der Islam, der Koran oder Mohammed! Vorsicht: Die Spreu vom Weizen trennen!

 

Der Kern jeder modernen liberal-aufgeklärten und demokratischen Staatlichkeit ist die Trennung von Glauben und Wissenschaft, von Staat und Religion. Dies ist für Vertreter des politischen Islams undenkbar. Mittlerweile geht der Angriff gegen Europa nicht nur von den Rechtsextremisten aus, sondern auch von religiösen Extremisten. Zum politischen Islam werden alle Bewegungen gerechnet, welche die Religion des Islams als Einheit von Glaube, Gesellschaftsordnung und Politik betrachten und dieses System mit Gewalt oder durch die Teilhabe am politischen Diskurs implementieren möchten.

 

Im Kern geht es um Politik mit religiöser Begründung, dies macht den politischen Islam gefährlich, gerade in Europa und besonders in Österreich werden die Entwicklungen im schlechtesten Fall negiert, meist sogar wissentlich mit Unterstützung von den Regierungsparteien in Österreich hofiert. Diese Mischung aus Kalkül, Unwissenheit und kurzfristigem Profitdenken ist sträflich und gefährlich. Deshalb ist es wichtig, die Spreu vom Weizen zu trennen.

 

 

TKG: Aufklärung, statt radikaler Pauschalisierung

 

Die Türkische KULTURgemeinde (TKG) kämpft seit über 20 Jahren gegen den politisierten Glauben („Politischer Islam“) und gegen „die Theologie des Verachtens“ – an erster Stelle durch Aufklärung über die Unterscheidung zwischen dem „wahren Islam“ und dem „politisierten Islam“ und mit dem Appell, diese beiden Begriffe nicht gleichzusetzen, weil das die Fundamentalisten („Politischer Islam“, „Islamismus“) bis jetzt immer noch weiter gestärkt hat.

 

Für Außenstehende sind die Zusammenhänge und Hintergründe natürlich nicht leicht verständlich. Das wiederum nützen vor allem die IS-Terroristen und Anhänger des politisierten Islams genüsslich aus.

 

Wilders sieht, wie gesagt, offensichtlich in allen Muslimen aktive oder zumindest potentielle Anhänger des IS und der fundamentalistischen Kräfte. 

Er blendet die liberalen Muslime aus und schwächt ihren Stand innerhalb des Islams. Wilders stärkt damit aber indirekt die Fundamentalisten und schwächt die liberalen Muslime. Er schwächt damit die Position jener, die ebenso die Freiheit hochhalten und sich für eine säkulare Verfassung einsetzen.

 

Hetzer Wilders unterstützt damit indirekt den politischen Islam und die IS-Terroristen, weil sie seine Aussagen problemlos als Aufhänger für Gegenhetze verwenden können und werden, nämlich unter dem Vorwand, dass sie, wie bereits erwähnt, doch nur den Islam, die Moslems und den Propheten Mohammed schützen wollen und nehmen somit alle Moslems als Geisel.

 

Daraus folgt: wenn wir dann gegen den politischen Islam und den IS auftreten, werden wir, die andersdenkenden, liberalen Moslems, als Nestbeschmutzer mit allen Mitteln bekämpft und terrorisiert.

 

Wo stehen für Wilders die aufgeklärten, humanistischen Muslime? Oder existieren diese für ihn gar nicht? 

Mit den aus seiner Argumentation resultierenden Gedankengängen macht es den Eindruck, als wolle Wilders indirekt eine Art Endlösung provozieren, durch Aussagen, wie: „Ich will keine Imame, keine Moscheen mehr haben.“ (Kurier, 27.03.) Dafür verwendet er verschiedene Argumente, die einem nichtdenkenden Menschen gerade recht kommen, der sich mit diesen IS-Terroristen und nahöstlichen Konflikten und den salafistischen Systemen und Diktaturen identifizieren kann.

 

 

Wilders´ Argumentation und Kritik speist sich aus einer unzeitgemäßen, verfälschten Version des Korans

 

Wilders kritisiert weiters: „Ich glaube nicht daran, dass man den Islam reformieren kann“.

 

Er sieht den Islam, den Koran und den Propheten Mohammed demnach also als einen monolithischen Block, den man nicht zerschlagen kann, der nicht reformierbar ist, den man nicht an die Zeitumstände anpassen kann. Damit stempelt er 1,57 Milliarden Muslime als fundamentalistische Taliban, bzw. IS-Terroristen ab.

 

Doch weder Aleviten, Sunniten, noch Schiiten vertreten diese theologisch-hermetische Auffassung, dass der Koran absolut wörtlich und nicht zeitgemäß interpretiert verstanden werden darf!

 

Mit diesem Statement stellt er den Koran als unabänderlich und nicht reformierbar dar – Ruft Wilders damit indirekt zur Idee der Endlösung auf?

 

Ist es nicht eine Schande für Wien, für alle Leute, die diesen Gedanken salonfähig machen, wie für diejenigen Leute, die den politisierten Islam seit Jahren in Wien salonfähig machen und gemacht haben?

 

 

Stellungnahme, Aufklärung und Kritik der TKG

 

Diesen politischen Islam kritisieren wir im Namen der TKG seit Jahren und werden ihn weiterhin kritisieren und aufklären. Das bedeutet auch, dass wir die betriebene Hetze von Wilders an dieser Stelle nicht unkommentiert lassen können. In Österreich ist die Meinungsfreiheit in der Verfassung festgeschrieben und ist ein wichtiger Teil der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, aber ohne Hetze!

 

Das größte Gut einer Religion liegt in ihrer Theologie, aber ihr größtes Übel kommt ebenfalls aus ihrer Theologie – wenn sie stagniert. Diese Stagnation hat die muslimischen Länder in die Geiselhaft genommen und diese Haltung versuchen Vertreter des politisierten Islams auch in Europa zu implementieren und einen Keil in die Gesellschaft hineinzutreiben.

 

Daher sagen wir, die Türkische Kulturgemeinde Österreich, dass beispielsweise die von Wilders zitierten Suren neu interpretiert werden müssen, wie viele andere auch – ortsgemäß, zeitgemäß und unter Nutzung des Verstandes und der Vernunft! Es sind eben Terroristen und Verbrecher, die diese Verse für ihren Machtanspruch missbrauchen!

 

Diese Verbrechen, welche im Namen des Islam begangen werden, haben absolut nichts mit dem Islam zu tun. Der politische Islam, als Wegbereiter für Fundamentalismus und Extremismus ist auf das Schärfste abzulehnen und nicht der Islam als Religion. Denn Religion und Nicht-Religiosität ist immer das, was die Menschen daraus machen.

 

Die Verantwortung liegt letztendlich beim Individuum, denn der Mensch wurde mit freiem Willen geboren. Deswegen darf es keine Unterstützungsliebhaberei gegenüber dem politischen Islam geben, welcher sich mittlerweile in ganz Europa niedergelassen und große Netzwerke aufgebaut hat. Unter dem Vorwand des interreligiösen und interkulturellen Dialogs agieren diese Gruppierungen gegen die Werte der EU und die der allgemein gültigen Menschenrechte. Dem müssen wir mit der Kraft der Vernunft und des Verstandes, auf dem Fundament der gemeinsamen Werte und der allgemein gültigen Menschenrechte, sowie mit keiner falsch verstandenen Toleranz entschieden entgegentreten.

 

 

TKG: Nein zum politisierten Islam! Nein zu jeglichem Rassismus, zu Menschenfeindlichkeit und Faschismus aller Art!

 

So lautet das Motto der TKG, von stolzen Österreicherinnen und Österreichern mit türkischen Wurzeln. 


Der Kern des Islam besteht nicht darin, dass man nach Mekka pilgert oder fünfmal am Tag betet oder während des Ramadans fastet oder auf Alkohol verzichtet . Das ist alles sehr wichtig, aber im Wesentlichen geht es im Islam um Gerechtigkeit.

 

Prophet Mohammed war gegen Armut und gegen Ignoranz. Aber die heutigen Herrscher in den sogenannten „muslimischen Ländern“ setzen den Islam vor allem als Machtinstrument ein. (Askari, SZ) 

Das Wort „Islam“ besteht aus den Wörtern „Selam“ und „Silm“. Das Wort „Selam“ bedeutet Friede, Glück, Wohlbefinden und Vertrauen und beschreibt die Rahmenbedingungen des Glaubens, die jeder Moslem – besonders auch für andere – zu schaffen verpflichtet ist.

 

Im Nahen Osten werden gerade alle diese Werte zunichte gemacht und daher müssen alle, besonders die Moslems, hier gegen diesen Terror im Namen unserer Religion aufstehen.

 

„Die Grenze ist überschritten, die in einer zivilisierten Gesellschaft zulässig ist“





Muzicant sagte im Gespräch mit dem STANDARD am 21.05.2010: „Als Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde fühle ich mich verpflichtet, massiv davor zu warnen, dass zwischen dem, was die Antisemiten und Nazis in den 20er- und 30er-Jahren gemacht haben und dem, was die FPÖ-Politiker in diesen Wochen treiben, kein großer Unterschied ist. Wohl betont: 20er- und 30er-Jahre“.

Und weiter: „Die sagen’s jetzt gegen die Moslems, verunglimpfen eine Religionsgemeinschaft und deren Vertreter, beschimpfen Moslems, dass sie keine ordentlichen Österreicher sind und so weiter.“ Das sei unerträglich. „Es sind nur dieses Mal nicht die Juden sondern die Moslems. Aber die Diktion, die Sprache, die Vergleiche, die Unwahrheiten, die Hetze waren genau das selbe“, meint der IKG-Präsident. Es sei, so Muzicant, „eine Schande für unsere österreichische Heimat, dass im Jahr 2005 so etwas möglich ist. Und dann wundern wir uns, wenn man uns im Ausland als Nazis beschimpft.“ Für den IKG-Präsidenten ist längst „die Grenze überschritten, die in einer zivilisierten Gesellschaft zulässig ist. Wenn ich gegen eine Religionsgemeinschaft hetze, dann ist das in meinen Augen nicht mehr zulässig.“ (Der Standard, Printausgabe, 21.10.2005)

 

 

„Liebe Deinen Nächsten“ ist vielleicht schwer, aber…!

 

Wir, die TKG, wissen, dass das Judentum als abrahamitische Religion zu uns als Moslems, liberalen Aleviten und liberalen Sunniten, gehört und betrachten die Juden als Brüder und Schwestern, denn ebenso wie das Christentum, gehört es auch zu den Buchreligionen. 

„Du sollst Deinen Nächsten lieben wie dich selbst“, sagt das Alte Testament im Buch Levitikus 19,18. 

Ein Rabbiner sagte dazu vor kurzem einmal in Wien: „Das ist vielleicht zu viel verlangt.“

 

Wir finden, wir sollten uns aber wenigstens an den Vorsatz halten, niemandem das zuzufügen, was wir nicht für uns selbst wollen. Aber mehr noch, denn dieses Gebot lehrt uns, auf den Nächsten zu achten und ihm zu helfen, wo wir es nur können. Dieser Rabbiner und viele christliche, humanistische Menschen sind unsere Vorbilder! Und dafür müssen wir unsere Religion, den Islam, nicht aufgeben! Uns verbindet mit diesen Menschen vor allem der gegenseitige Respekt, die Achtung der Menschenwürde und unsere große Verbundenheit mit der österreichischen säkularen Verfassung.

 

 

Wilders hat die Menschenwürde verletzt, beschimpft und verächtlich gemacht

 

Immer wieder beschwört Wilders in seiner Rede den Wert der Freiheit. Dabei vergisst er, dass auch Muslime in Europa Freiheiten haben und gerade der Humanismus betont die Religionsfreiheit. O-Ton Wilders: „Der Islam darf sich nicht im eigenen Land ausbreiten!“. Damit beschränkt Wilders die Freiheiten andersgesinnter Gläubiger und Mitbürger. Damit wettert er eigentlich auch gegen die österreichische Verfassung, ohne sie beim Namen zu nennen. 

In dieser Logik kann man dann leicht zynisch fordern, verblendete Jugendliche doch einfach „in den Jihad ziehen zu lassen“.

 

Unsere Moral, unser Rechtssystem, unser familiäres Empfinden lassen diesen zynischen Umkehrschluss aber nicht zu. Dagegen verwehren wir uns! Kein muslimischer Familienvater will seinen Sohn in der syrischen Wüste sehen. Keine Mutter würde ihre Tochter dort hinschicken.

 Was darauf folgt, kennen wir aus der Geschichte und sagen: Wehret den Anfängen!

 

 

Wilders betreibt Hetze, auch nach dem Gesetz?

 

Der §130 des bundesdeutschen Strafgesetzbuches (StGB) „Volksverhetzung“ und der §283 des österreichischen Strafgesetzbuches (StGB) „Verhetzung“ sowie die entsprechenden internationalen Gesetze weltweit sind nicht umsonst von Parlamenten und Regierungen im Namen des Volkes verabschiedet worden.

 

Eine strafwürdige Verhetzung richtet sich demnach in allen Fällen gegen bestimmte Personengruppen, die der Täter als Angehörige einer bestimmten Rasse, Ethnie, Staatsbürgerschaft oder im Inland bestehender Kirchen und Religionsgesellschaften definiert. Nach Absatz 1 muss der Täter dabei öffentlich, das heißt für mindestens zehn Personen wahrnehmbar, zu Gewalt gegen die betroffene Gruppe auffordern oder aufreizen und damit die öffentliche Ordnung gefährden.

 

Nach Absatz 2 kann man das Delikt durch direkte Aufrufe zu Hass und Verachtung gegen eine Bevölkerungsgruppe begehen, die über einfaches Herabsetzen und Beleidigen hinausgehen, oder durch Äußerungen, die die Betroffenen als minderwertige Wesen quasi als Untermenschen hinstellen und damit „in ihrer Menschenwürde beeinträchtigen“.

 

TKG fordert: Menschenwürde in der österreichischen Verfassung verankern!

 

Für den hetzenden Wilders steht die „Verteidigung Wiens“ offenbar nicht für die Bewahrung des Christentums, das Bekenntnis zur Heiligen Dreifaltigkeit oder für die Kultur des Lebens, sondern für den Verteidigungskampf von „Freiheit, Ehre und Würde“.

 

Wir fragen: Welche Freiheit? Welche Ehre? Welche Würde?

 

Wie kann man diese drei Wörter dermaßen missbrauchen, vergewaltigen, verdrehen und gegen andere Religionen und Kulturen verwenden und die Ehre und Würde dieser Menschen derart mit Füßen treten? Jeder Moslem wird seine Freiheit, seine Ehre und Würde gegenüber Wilders und ähnlich tickenden Neo-Rassisten mit allen zu Gebote stehenden Mitteln zu schützen wissen.

 

Die TKG fordert nun, dass der Artikel 7 der Österreichischen Bundesverfassung, in dem unter anderem festgehalten ist, dass „alle Staatsbürger vor dem Gesetz gleich sind“, um folgende Formulierung ergänzt wird: „Die Menschenwürde ist unantastbar. Sie ist zu achten und zu schützen.“

 

Es wäre ein wichtiges Zeichen, diese Bestimmung der Charta der Menschenrechte auch in der österreichischen Bundesverfassung zu verankern. Dies würde auch dem Subsidiaritätsprinzip entsprechen. Verschiedene Menschenrechtsvergehen könnten dann direkt in Österreich einklagbar sein.

 

 

Wien taugt nicht als Symbol für den Anti-Islamismus.

 

Wer die Götzen „Freiheit, Ehre und Würde“ verehrt, sollte auch selbst danach handeln. 

Deswegen ist es einmal mehr lächerlich und unglaubwürdig, wenn sich national-liberale Leute wie Wilders zu demagogischen Führern aufspielen, als ginge es ihnen um die Verteidigung des christlichen Abendlandes oder des Christentums per se.

 

Überhaupt halten wir es für falsch, die Expansion des Osmanischen Reiches bis 1683 und die Zweite Türkenbelagerung mit der heutigen Situation zu vergleichen.

Das Osmanische Reich gibt es nicht mehr, Wien ist nicht belagert und braucht auch nicht entsatzt zu werden. Die TKG distanziert sich vom Neo-Osmanismus aller Art. Wir haben die Geschichte der Wiener Türkenbelagerungen schon oft studiert, sie taugt nicht als Sinnbild, Vergleich oder Metapher für heutige Probleme und Fragestellungen.

 

Dagegen wird die Türkenbelagerung heute trotzdem für populistische Hetze verwendet und ideologisch instrumentalisiert. Hetze gegen andere Rassen, andere Kulturen und andere Bekenntnisse, die in Wirklichkeit gar nicht so „anders“ sind. Nämlich Hetze gegenüber Türken und Moslems und alles, was der Volksmund darunter versteht.

 

 

Wettert Wilders gegen eine Kultur oder gegen eine Religion? 



 

Noch skurriler ist es, wenn Wilders dem Staat Israel einen Bärendienst erweisen zu wollen scheint. 

Wilders nimmt jeden Zuhörer in Geiselhaft: „Ein Krieg gegen Israel ist ein Krieg gegen uns alle!“. Wilders verschiebt auf dem ideologischen Schachbrett in einem Spiel gegen sich selbst FPÖler, Niederländer, Österreicher, Israelis, Jihadisten, Türken, Moslems, Juden, Christen, wie weiße und schwarze Bauern und stellt sich selbst einmal auf diese und einmal auf jene Seite.

 

In seiner Rede in der Wiener Hofburg stimmte er plötzlich die Zuhörer auf Israel ein: „Kann Israel nicht in Frieden existieren, können wir es auch nicht!“.

 

Noch verwirrter ist man, wenn man folgenden Aufruf Wilders´ analysieren will: „Lasst uns Seite an Seite mit Israel stehen, dem Bollwerk unserer Zivilisation im Nahen Osten, dem Leuchtfeuer in dunkler Gegend!“ Wilders will Israel und das Judentum, das Abendland und das Christentum dem Islam entgegensetzen. Wilders verwechselt hier aber Äpfel mit Birnen und glaubt scheinbar, damit Israel nützlich sein zu können. Seine Ideologie, seine Gedanken sind im Grunde nicht patriotisch, sondern zutiefst antisemitisch.

 

Wenn man sie objektiv analysiert, ist die Rede von Geert Wilders eigentlich indirekt Antisemitismus.

 

 

TKG: Wilders gebührt die „Saure Zitrone“




 

Wilders Rede ist eigentlich indirekt antisemitisch, wenn man richtig zuhört. Er ersetzt lediglich die Begriffe Judentum, Talmud und Tora durch die Begriffe Islam, Koran und Mohammed. Gestern sagte man: „An allem Schlechten sind die Juden schuld.“ Und morgen?

 

Unter dem Vorwand, für Israel einzustehen und unter der Behauptung, dieses sei ein Bollwerk der westlichen Zivilisation, führt er seine eigenartigen Thesen ad absurdum. Das Thema des Nahen Ostens ist dazu viel zu komplex und sollte nicht nach Wien transferiert werden und darf in Österreich nicht über Israel zur Hetze gegen Moslems werden.

 

Es ist ein Skandal erster Klasse, wenn sich der Islamkritiker Wilders in der Hofburg auf das „jüdisch-christliche Erbe“ beruft. Wer vom religiösen Erbe spricht, muss sich fragen lassen, wie sehr er denn überhaupt den Kern und die Lehre dieser Religionen verinnerlicht hat. Das Erbe kann schnell zur leeren Form werden, wenn man nicht am Kern festhält. Nächstenliebe, Gastfreundschaft, Feindesliebe sind kein Erbe, sondern Gebote und ziehen konkrete Taten nach sich. Der Begriff des Erbes ist auch problematisch, wenn das Erbe mit Hypotheken behaftet ist. Die Christen wissen das nur zu gut aus ihrer „eigenen“ Geschichte. Die Juden kennen das „jüdische Erbe“, das ihnen immer wieder wie ein Brandmal aufgedrückt wird. Fazit: Genozid! Die Moslems werden sich aber nicht genozidieren lassen!

 

Wilders spricht von jüdisch-christlichen Werten und einer „besseren Kultur“, einer „überlegenen Zivilisation“. Den Inhalt dieser Werte, dieser Kultur, dieser Zivilisation bleibt er aber schuldig. Wahrscheinlich meint er damit auch seine national-liberalen Forderungen nach Grenzüberwachung, Ausweisung und Assimilierung, jedenfalls nicht die Frohe Botschaft von Glaube, Liebe und Hoffnung. Fordert er doch in einem Aufwaschen den Austritt aus dem Schengen-Abkommen, die Ausweisung aller Jihadisten, etc.

 

Ihre Message, Herr Wilders, ist angekommen! 




 

Vielen Dank für den offenen Neo-Rassismus!

 

 

Fazit: Wir von der TKG halten die demagogische Logik von Geert Wilders für lächerlich, wenn nicht gar gefährlich, und empfehlen der FPÖ, sich von Hetzern wie Wilders zu distanzieren.

 

Wir fragen im Namen der TKG: Was ist der Unterschied zwischen der Propaganda der IS-Terroristen und der Hetze eines Herrn Wilders?

 

Die TKG ruft die FPÖ und Sympathisanten auf, die Spreu vom Weizen zu trennen und sich nicht auf platte Sonntagsredner einzulassen. Von Hetzern gegen Muslime muss sich die FPÖ eher distanzieren…Und wer hetzt und Hetze duldet, muss wissen, dass der Bumerang meist zurückkommt. Und jeder wahre demokratische Patriot muss Österreich von Hetze, egal aus welcher Ecke sie kommt, mit Vernunft, Verstand und Ehrlichkeit schützen.

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

Obmann
Dipl.-Ing. Birol Kilic

 

 

Was ist Islam und was ist er nicht?

www.turkischegemeinde.at/index.php?id=343&tx_ttnews[tt_news]=34&cHash=fdc2afe46ef6cd5b26e11f1a1d14fddc

 

Rükfragen:

Dr. Melissa Günes
Generalsekretärin

Türkische Kulturgemeinde in Österreich
Avusturya Türk Kültür Cemiyeti

E-mail: m.gunes@turkischegemeinde.at

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25 03 2015
By: Redaktion 2 0

TKG ruft zur Unterstützung auf

Wien – Jeder Euro ist ein Zeichen gegen diese Unmenschlichkeit. Erstarren wir nicht vor diesem Genozid wie ein Kaninchen vor der Schlange in unserem schönen Büro oder Zuhause vor dem Computer. Handeln wir!“

 

In Syrien herrscht ein blutiger Krieg, der täglich neue Opfer fordert.

Laut UHNCR werden in den Nachbarländern täglich 5.000 neue Flüchtlinge registriert.

Millionen Menschen brauchen dringend Hilfe, die meisten davon sind Frauen und Kinder.

Täglich werden in Syrien auch Buben und Mädchen getötet oder verwundet, viele fliehen in die Nachbarländer, oft ohne ihre Eltern.

 

nachbarinnot.orf.at

 

Die Türkische KULTURgemeinde ruft auf, die Aktivitäten des Internationalen Komitees des Roten Kreuz (IKRK) im Nordirak und Nordsyrien zu unterstützen. Das IKRK verteilt Hilfsgüter an Flüchtlinge – allen voran Wasser und Nahrungsmittel – und leistet medizinische Hilfe in den Städten Erbil, Mosul, Kirkuk und Kobane.

Seit gestern hat das Rote Kreuz ein Spendenkonto mit dem Kennwort „IRAK“ eingerichtet.

 

TKG bittet um Spenden:

ROTEZ KREUZ
Erste BankIBAN: AT57 2011 1400 1440 0144, BIC: GIBAATWWXXX
Kennwort: Irak

 

Die Generalsekretärin der TKG, Melissa Günes : „Die Türkische KULTURgemeinde begrüsst diese Aktivitäten, nimmt selbst daran teil und ruft auch alle anderen Menschen, egal welcher Religion oder Herkunft zum Spenden auf. Spenden wir 5 Euro, 10 Euro oder mehr. Jeder Cent, jeder Euro, der an dieses Konto geht, ist ein Zeichen gegen diesen Genozid, gegen diese Unmenschlichkeit, die uns wie ein Kaninchen vor der Schlange erstarren lässt. Jeder Betrag bedeutet, ich habe mindestens etwas getan, es ist mir nicht egal. Beteiligen Sie sich gegen diesen Mord im Nordirak. Das Rote Kreuz leistet direkt Hilfe vor Ort und das mit Transparenz. Die TKG glaubt an die Möglichkeit eines friedlichen Zusammenlebens in einer Gemeinschaft, in der wir unsere friedlichen Ideen teilen und Freundschaften knüpfen können, unabhängig von Herkunft, Religion und sozialer Stellung. Egal welcher Religion wir angehören, wir dürfen unsere Augen und Herzen angesichts des Genozids im Irak nicht verschließen!. Im Nahen Osten passiert ein Massaker in der Qualität und Quantität eines schrecklichen Genozids, der von ‚angeblichen sunnitisch Fundemantalisten‘, die ‚islamische Markenslogans‘ verwenden, verübt wird. TKG verurteilt auf das schärfste diese Unmenschlichkeiten in Namen der Religion Islam .Das Wort ‚Islam‘ besteht aus den Wörtern ‚Selam‘ und ‚Silm‘. Das Wort ‚Selam‘ bedeutet Friede, Glück, Wolhbefinden und Vetrauen, welche die Rahmenbedingungen des Glaubens beschreiben, die jeder Moslem verpflichtet ist zu schaffen. Im Irak werden gerade alle diese Werte zu Nichte gemacht und alle, besonders Moslems, müssen hier gegen diesen Terror im Namen Ihrer Religion aufstehen.

 

WIR müssen unsere Stimme gegen die Massaker im NordIrak und Nordsyrien erheben!

 

…..Für die Kobanische Kurden in Nordsyrien

 

… FÜR die Yezidischen Kurden . FÜR unsere christlichen Brüder und Schwestern

 

… FÜR die Aleviten, die schiitischen Türkmenen und die Muslime Verhetzung, Vertreibung und Mord haben im Irak eine fürchterliche Dimension erreicht. Hier wird der Glaube massiv missbraucht. Hier wird der Gottesname missbraucht?Diese IS-Terroristen haben mit dem wahren Islam nichts zu tun! Das sind Mörder und Verbrecher!bJeder Euro ist ein Zeichen gegen diese Unmenschlichkeit. Erstarren wir nicht vor diesem Genozid wie ein Kaninchen vor der Schlange in unserem schönen Büro oder Zuhause vor dem Computer. Handeln wir!“

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06 02 2015
By: Redaktion 2 0

Talk im Hangar 7 – Europas Extremisten – Wie gefährdet ist Österreich?

Servus TV – 23.01.2015 Europas Extremisten – Wie gefährdet ist Österreich?   Die Attentate von Paris und weitere Terrordrohungen gegen Europa haben die Debatte über den Islam und die Zuwanderung neu entfacht. Ist die gesellschaftliche Ausgrenzung der Grund für die zunehmende Radikalisierung gewisser muslimischer Gruppen? Oder ist die Religion der Grund? Während muslimische Organisationen und westliche Politiker behaupten, die Anschläge islamischer Extremisten hätten nichts mit dem Islam zu tun, kritisieren andere die Gewaltbereitschaft des Islam.   Die Frage, wie sich unsere Gesellschaft vor religiösen Extremisten schützen kann, ohne dabei alle Muslime unter Generalverdacht zu stellen, steht im Zentrum der Debatte. Tatsache ist: Rund 570.000 Muslime suchen ihren Platz in der österreichischen Gesellschaft. Nicht alle sind bestens integriert. Islamische Identität in einem europäischen Umfeld – kann das gut gehen?

 

www.servustv.com/at/Medien/Talk-im-Hangar-781

 

Talk im Hangar 7

Servus TV – 23.01.2015

 

Moderation: Michael Fleischkacker

 

Gäste:

Susanne Scholl – Journalistin und Auslandskorrespondentin

Birol Kilic – Präsident der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich

Friedrich Steinhäusler – Physiker und Terror-Experte

Henryk M. Broder – islamkritischer Publizist und Kolumnist

Gerhard Haderer – österreichischer Karikaturist

 

 

Talk im Hangar 7

Servus TV – 23.01.2015

 

Die Attentate von Paris und weitere Terrordrohungen gegen Europa haben die Debatte über den Islam und die Zuwanderung neu entfacht. Ist die gesellschaftliche Ausgrenzung der Grund für die

zunehmende Radikalisierung gewisser muslimischer Gruppen? Oder ist die Religionder Grund? Während muslimische Organisationen und westliche Politiker behaupten, die Anschläge islamischer Extremisten hätten nichts mit dem Islam zu tun, kritisieren andere die Gewaltbereitschaft des Islam. Die Frage, wie sich unsere Gesellschaft vor religiösen Extremisten schützen kann, ohne dabei alle Muslime unter Generalverdacht zu stellen, steht im Zentrum der Debatte.

 

Tatsache ist: Rund 570.000 Muslime suchen ihren Platz in der österreichischen Gesellschaft. Nicht alle sind bestens integriert. Islamische Identität in einem europäischen Umfeld – kann das gut gehen?

 

Fest steht: Die Drohungen islamistischer Extremisten beschäftigen den heimischen Verfassungsschutz. Die Sicherheitsbehörden sind alarmiert, die Politiker besorgt und die Bürger verunsichert. Europas Extremisten verbreiten Angst und Schrecken. Viele Staaten reagieren mit verstärkten Kontrollen und Anti-Terror-Aktionen. Spezial-Einheiten werden aufgerüstet. Die Überwachung intensiviert.

 

Wie groß ist die islamistische Gefahr in Österreich wirklich? Sollten wir als Reaktion auf die jüngste Terrorwelle unsere Einwanderungspolitik überdenken? Holen wir mit den Flüchtlingsströmen auch automatisch den Terror mit ins Land? Wie kann verhindert werden, dass sich junge Muslime radikalisieren? Wer stoppt den Vormarsch der Extremisten?

 

Moderation
Michael Fleischhacker

 

Gäste:

Susanne Scholl – Journalistin und

Auslandskorrespondentin

Birol Kilic – Präsident der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich

Friedrich Steinhäusler – Physiker und Terror-Experte

Henryk M. Broder – islamkritischer Publizist und Kolumnist

Gerhard Haderer – österreichischer Karikaturist

 

Sendetermine:

Freitag 23.01.2015 | 2:20
Donnerstag 22.01.2015 | 22:20

 

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26 01 2015
By: Redaktion 2 0

Gemeinsame Erklärung anlässlich des Int. Holocaust-Gedenktages am 27. Jänner 2015

Wien – Feindschaft gegen Juden als Menschen, Volk und Religion ist ein altes Phänomen. Diese zunächst religiöse Judenfeindschaft war die Grundlage des Rassenantisemitismus bis hin zum Holocaust. Die Vereinten Nationen erklärten den 27. Jänner, den Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945, zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Auschwitz ist das Synonym für den Massenmord der Nazis an den Juden, dem ersten Versuch einer technologisch organsierten Liquidierung eines ganzen Volkes. Diesem modernen Rassenantisemitismus ging eine religiöse Judenfeindschaft voraus. Christliche Religionsgemeinschaften haben Judenhass (Antisemitismus) längst thematisiert, scharf verurteilt und bereits wesentliche Schritte zur Überwindung dieses Erbes gesetzt.

 

www.ots.at/presseaussendung/OTS_20150126_OTS0023/gemeinsame-erklaerung-anlaesslich-des-int-holocaust-gedenktages-am-27-jaenner-2015

 

Im islamischen Raum und unter den hier wohnenden Muslimen in Europa verzeichnet man in letzten Jahrzehnten bedauerlicherweise eine dramatische Steigerung des Judenhasses. (Beispiel: Malmö, Paris, Toulouse, Brüssel) Das beweisen entsprechende Umfragen (WZB-Berlin, Amadeu-Antonio Stiftung, Bielefelder Institut für Konfliktforschung, Grundrechtsagentur der Europäischen. Union und Deutsches Institut für Islamfragen.

 

Die Menschen in Europa unabhängig von ihrer religiösen und ethnischen Zugehörigkeit – sind gerade an diesem Internationalen Holocausttag gefordert, sich in Solidarität gegenüber Rassismus, Fundamentalismus, Juden- und Muslimenfeindlichkeit zusammen zu finden und zu verhindern, dass Mitglieder ihrer Gemeinschaften selbst zu antijüdischen oder sonstigen religionsfeindlichen oder rassistischen Akteuren werden.

 

Im Sinne einer pädagogischen Aufklärung kommt den Religionsverantwortlichen eine besondere Bedeutung zu, weil sie mit Besinnung auf den Kern aller Religionen zum Schutz der Menschenwürde besondere Akzente für den Frieden setzen können. Daraus ergibt sich auch die Notwendigkeit eigene theologische Traditionen auf ihre gegenwärtige Bedeutung hin kritisch zu hinterfragen, um sich von menschenverachtenden und meist politisch motivierten und aus dem historischen Kontext gerissenen theologischen Inhalten klar zu distanzieren.

 

Spannungen aufgrund unterschiedlicher politischer Narrative und Ansichten bezüglich Konflikten in anderen Teilen der Welt dürfen nicht nach Österreich importiert werden. Ganz im Gegenteil: in Österreich sind Akzente zu setzen, die zeigen sollen, dass Frieden und Solidarität unter den Religionen möglich ist. Die Muslime unter uns verwehren sich dagegen, dass Verse ihres heiligen Buches, des Korans, dazu benutzt werden, gegen andere Religionen, wie das Judentum oder das Christentum, zu hetzen. Vielmehr genießen das Judentum wie auch das Christentum besondere Anerkennung im Koran. Religiösen Antijudaismus, wie er von der Theologie des politischen Islams mit fundamentalistischen und verfälschten Koran-Interpretationen vertreten wird, lehnen wir ab.

 

Insbesondere verurteilen wir alle unmenschlichen und rassistischen Hadithe späteren Datums, die Verleumdungen gegenüber der Lehre des Propheten darstellen. Das Wort „Islam“ im Koran hat als Wurzel das Wort „Selam“, das „Friede“ bedeutet. Alle Muslime sind verpflichtet durch ihre Taten und Handlungen das Wort „Selam“ auch zu leben.

 

Die Juden unter uns weisen darauf hin, dass gemäß den Prinzipien der sieben noachidischen Gesetze der Ethik (Talmud Sanh. 56) Andersgläubige einen den Juden gleichen Anteil an der kommenden Welt haben und wir aus diesem Grunde jegliche Missionierung ablehnen. Angehörige anderer Religionen sind für uns gleichberechtigte Partner. Die Österreichische Bundesverfassung zu der wir uns alle als oberster ziviler Rechtsordnung bekennen, legt die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben.

 

Islamische Alevitische Glaubensgemeinschaft in Österreich
Israelitische Kultusgemeinde Wien – Israelitische Religionsgesellschaft
Türkische Kulturgemeinde in Österreich

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07 01 2015
By: Redaktion 2 0

Türkische Kulturgemeinde (TKG) verurteilt auf das Schärfste den abscheulichen Terroranschlag in Paris

Wien – Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt auf das Schärfste den abscheulichen Terroranschlag in Paris.

 

TKG-Obmann Birol Kilic verurteilt die Angriffe auf das französische Satiremagazin „Charlie Hebdo“ wie folgt scharf: „Ein solcher Akt des Terrors im Herzen von Paris gegen Vertreter einer kritischen Presse ist eine abscheuliche Tat und eine Barbarei der Sonderklasse, die mit dem wahren Islam nichts zu tun hat. Jede Meinung ist für uns wichtig. Auch die kritischer Andersdenkender. Die Journalisten sind die Märtyrer der Freiheit.

 

Unser tiefes Mitgefühl gehört den Familien, Freunden und Kollegen der Opfer in Paris.

 

Das ist ein frontaler Angriff auf unsere demokratischen Werte und die Freiheit unserer Gesellschaften, dem wir uns zusammen mit aller Kraft entgegenstellen müssen. Wir sind schockiert und entsetzt, rufen aber alle demokratischen Kräfte auf, sich nicht einschüchtern zu lassen.“

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22 12 2014
By: Redaktion 2 0

Weihnachts- und Neujahrswünsche der Türkischen KULTURgemeinde

Wien – Komm, komm, was Du auch sein magst, komm wieder! Egal was du bist, auch wenn Du ein Ungläubiger bist, ein Götzendiener oder ein Feueranbeter, komm bitte trotzdem!   Komm, wenn Du auch deine Gelöbnis hundertmal gebrochen hast. Das ist nicht das Tor der Hoffnungslosigkeit. Komm so wie Du bist. MEVLANA   (Mevlana: Gründer des Alevitischen Derwisch-Ordens in der Türkei in der Stadt Konya im 13 Jahrhundert)

 

Mit diesen Worten Mevlanas mit denen wir groß geworden sind, wollen wir auch besonders an das kommende Weihnachtsfest erinnern, an dem niemand ausgeschlossen wird. Seelig sind die, die Frieden stiften sagt Jesus (Isa)…

 

In diesem Sinne wollen wir an allen im Namen der Türkischen KULTURgemeinde (TKG) in Österreich ein gesegnetes und fröhliches Weihnachtsfest und ein friedliches und erfolgreiches Zusammenleben wünschen.

 

Herzliche Grüße
Türkische KULTURgemeinde in Österreich
Obmann
Dip.-Ing.Birol Kilic

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13 10 2014
By: Redaktion 2 0

#stolzdrauf in Österreich:

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) ist besonders stolz auf die Österreichische Verfassung, die vom gesamten Volk über Jahrhunderte, mit vielen schmerzlichen Erfahrungen, geschaffen wurde. Sie steht über allen Gesetzen, neben allen Religionsgesetzen.

 

Die Österreichische Verfassung bringt alle Menschen in Österreich zusammen und schützt uns, egal welcher Religion und Konfession, Nation, Kultur und Sprache wir angehören. An ihr sollten wir als säkulare Verfassungspatrioten weiterhin konstruktiv und zielführend arbeiten. #TKG

 

www.stolzdrauf.at

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21 09 2014
By: Redaktion 2 0

EINLADUNG „DIE ROTEN RITTER“ Buchpräsentation

Mittwoch 29.10.2014 18Uhr Palais Eschenbach, Beletage
  

Anmeldung erbeten unter:
   office@neueweltverlag.at oder 0043-1-513 76 15-0

 

DIE ROTEN RITTER



Zwischen Medici, Habsburgern und Osmanen

Die Orden und Auszeichnungen des Großherzogtums Toskana

 

Herausgegeben von Birol Kilic

 

Mit einem Grußwort von Sigismund v. Habsburg-Lothringen

 

Kurzdarstellung



 

Die „Roten Ritter“ des Stefansordens operierten von 1561 bis 1773, als sie sich letztmalig an einer Flottenaktion gegen marokkanische Piraten bei Gibraltar beteiligten, in den Gewässern des Mittelmeers. Dabei sind laut den Aufzeichnungen im erhalten gebliebenen Archiv des Ordens 44 Schiffe der Osmanen und ihrer nordafrikanischen Verbündeten versenkt, sowie 270 aufgebracht und gekapert worden. Die Truppen des Ordens nahmen in diesem Zeitraum 14.870 Gefangene, befreiten 4.840 Christen aus der Sklaverei und brachten sich in den symbolträchtigen Besitz von 350 feindlichen Fahnen und Feldzeichen. Der Orden unter dem roten, achtspitzigen Kreuz hat seine Wurzeln in der Entstehung eines modernen Staatskonzepts für das Großherzogtum Toskana. Trotz oder gerade wegen des rationalen Charakters dieses Regimes, das zu Beginn noch innerhalb scheinrepublikanischer Formen operierte, versuchte der Ordensgründer und erste Großherzog Cosimo  I. de’ Medici später, sich eine dynastische Legitimation in traditionell-monarchischen Bahnen zurechtzulegen. Ein wesentliches Element in dieser Strategie bildete der Stefansorden, dem nach dem Vorbild des Malteserordens die Aufgabe einer christlichen „Seepolizei“ im Mittelmeer zufallen sollte. Im weiteren Verlauf entwickelte sich der Stefansorden zu einem dynastischen Verdienstorden, dem von Seiten der habsburgischen Großherzöge 1807 noch der Verdienstorden vom Hl. Joseph und 1853 der Orden für Zivil- und Militärverdienst an die Seite gestellt wurden. Dieses Buch leuchtet erstmalig die Geschichte der toskanischen Ordenslandschaft aus. Damit wird nicht nur eine Lücke in der historisch-hilfswissenschaftlichen Literatur geschlossen, sondern auch ein Kapitel österreichisch-habsburgischer Geschichte in Italien dargestellt.

 

Die Autoren



 

Gregor Gatscher-Riedl, Mag. phil., MPA, Dr. phil., PhDr., geboren 1974, Studium der Geschichte und Politikwissenschaft in Wien und Nitra (Slowakei), 2000 bis 2001 Mitarbeiter am Institut Österreichisches Biographisches Lexikon der Akademie der Wissenschaften, seit 2003 Archivar und Leiter der Umwelt- und Sozialabteilung der Marktgemeinde Perchtoldsdorf, Kolumnist bei den NÖ Nachrichten, Schriftleiter der Heimatkundlichen Beilage zum Amtsblatt der Bezirkshauptmannschaft Mödling, 2011 Preisträger des Theodor-Körner-Preises zur Förderung von Wissenschaft und Kunst der Republik Österreich.

Mario Strigl, Mag. phil. Dr. phil., Oberstleutnant des höheren militärfachlichen Dienstes, geboren 1972; Studium der Geschichte, Politikwissenschaft und Volkswirtschaft in Linz, München und Wien, Experte für Phaleristik im Auktionshaus Numismatik Lanz, München, Geschäftsführer des forum mozartplatz raum für wirtschaft und kultur, Wien, Lehrbeauftragter am Institut für Numismatik und Geldgeschichte der Universität Wien, Leiter des Archivs der Österreichischen Militärhistorie, Wien, Kommunikationstrainer und Experte für Geschichte des Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport, Vizepräsident der Offiziersgesellschaft Wien.

 

Hardcover, 276 Seiten,
64 zumeist farbige Abb,
ISBN 978-3-9503061-5-6

 

Neue Welt Verlag Bestellung:
office@neueweltverlag.at

 

Neue Welt Verlag GesmbH

 

Am Graben 31/24, A-1010 Wien

 

Mag. Deniz Sel 
Tel: +43 (0)1/513 76 15-0

 

d.sel(at)neueweltverlag.at

 

Palais Eschenbach, Beletage
 Wien I., Eschenbachgasse 11

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