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TKG verurteilt die Randale und Sachbeschädigung sowie Gewalt gegen die Polizeibeamten in der Silvesternacht in Wien-Favoriten auf das Schärfste

Wien.  In der Silvesternacht kam es im Wiener Gemeindebezirk Favoriten, einem Bezirk mit knapp 50% MigrantInnen-Anteil, zu äußerst bestürzenden und befremdlichen Szenen.

Ein Mob, bestehend aus überwiegend Jugendlichen mit Migrationshintergrund, verwüstete einen Straßenzug, verübte massive Sachbeschädigungen und ging gewalttägig gegen die im Dienst einschreitenden Beamten vor, indem sie diese mit pyrotechnischen Gegenständen unter Beschuss nahmen.

Leser/Heute

Ein Verdächtiger sagte laut österreichischen Medien, denen der Polizeibericht vorlag, aus warum ein Christbaum brennen solle: “Ein Christbaum habe in einem muslimischen Bezirk nichts verloren, meinte einer der Randalierer“, so einer der Einsatzkräfte. Mehrere Beamte wurden vom tobenden Mob mit Raketen und „Allahu Akbar“-Parolen beworfen, es gab neun kurzfristige Festnahmen”

Diese These entspricht nicht der Wahrheit und ist schärfsten zurückzuweisen. Siehe in unserer Weihnachtsaussendung 2020: 

 

Leser/Heute

Leider wird durch einige wenige Personen, welche ein untolerierbares Fehlverhalten zu Tage legen, ein gesamter Bezirk in Verruf gebracht und in ein schlechtes Licht gerückt.

Die TKG (Türkische KULTURgemeinde in Österreich)  als unabhängiger Think-Tank setzt sich seit Jahren für ein konstruktives Miteinander ein. Wir warnen seit Jahren, dass es mittlerweile viele Jugendliche mit Migrationshintergrund in Bezirken, wie Wien-Favoriten gibt, welche sich selbst überlassen sind. Weder die mobile Sozialarbeit erreicht diese Jugendlichen, noch die Migrantenvereine.

 

Des Öfteren sind keine familiären Bindungen und sonstige soziale Netzwerke vorhanden, welche sich den Jugendlichen annehmen. Dies sind die Kehrseiten der allein Geflüchteten mit all ihren problematischen Facetten. Statt dankbar zu sein und sich der Freiheiten und Möglichkeiten, welche die Republik Österreich und seine Bürgerinnen einem bieten, anzunehmen und zu verinnerlichen, missbrauchen einige wenige Migranten dies.

Unser Rechtsstaat verfügt über ausreichende Gesetze, um diesem Treiben einen Riegel vorzuschieben. Hier sind wir alle gefordert, insbesondere die Mitbürger mit Migrationshintergrund, um solch ein entbehrliches Verhalten schon im Keim zu ersticken.

Leser/Heute

An diesem Abend wurden wie aus dem Bilderbuch alle Vorurteile und Stigmatisierungen gegenüber MuslimInnen bedient.

Bei dieser furchterregenden Silvesternacht wurden leider alle Vorurteile und Stigmatisierungen gegenüber Migranten, insbesondere MuslimInnen wie aus dem Bilderbuch bedient, da die Randalierer Gottes-Lobpreisungen, wie „Allahu Akbar“ (Gott ist am größten und sei gepriesen) mit missbraucherischen und hinterhältigen Tendenzen  gerufen haben. Würden die Straßen-Lumpen,  Gottes Wort tatsächlich verstehen, dann würden sie weder randalieren, noch solch ein entbehrliches Verhalten zu Tage legen.

Keine Jugendsünde – Viele Menschen haben diese Szenen als einen Akt des Terrors wahrgenommen!

Wer mutwillig Sachbeschädigungen verursacht, wer vorsätzlich Schaufenster von Juweliergeschäften demoliert, um an die dahinterliegende Wertgegenstände zu kommen, wer durch vorsätzliches Abfeuern von pyrotechnischen Gegenständen auf Menschen, welche Hunderte an Grad Hitze entwickeln, absichtlich abfeuert, fällt nicht mehr in die Kategorie Jugendsünde. Ein derartiges Verhalten ist selbst von leichtsinnigen Jugendlichen nicht entschuldbar!

Leser/Heute

 

“Das Denken besetzen”

Das ist keine Jugendsünde und das sind auch keine leichtsinnigen Jugendlichen mehr, sondern für viele Menschen Terror im wahrsten Sinn, welcher hier Furcht und Schrecken verursacht hat. Die sehr bedenklichen Vorfälle am Silvesterabend empfanden Viele de facto als Terror. Die Terroristen wollen allgemein „das Denken besetzen“ und dadurch Veränderungsprozesse erzwingen.

Wir kennen den Terror und Terrorismus aus der Türkei sehr gut und wünschen uns, dass solche mit hohen kriminellen Energien geladenen Zustände, wie in der Silvesternacht in Favoriten, allgemein im Keim erstickt werden.  Die Experten definieren Terrorismus als keine Militär- sondern eine Kommunikationsstrategie.  Mit Verlaub: Es muss dringend geklärt werden, welche Ziele diese Jugendlichen verfolgen und ob hinter diesen Jugendlichen andere Kräfte stecken. Welche politischen, religiösen oder ideologischen Ziele will man hier erreichen?

Erzeugt Angst und Schrecken – Neue Normalität?

Dieser Vorfall erzeugte Angst in der Bevölkerung, besonders unter den MuslimInnen und Menschen aus der Türkei, welche seit Jahrzehnten in Wien wohnen und besonders Wien-Favoriten als ihre neue Heimat lieben und die loyal gegenüber ihrer Stadt sind.

Viele Menschen, auch alteingesessene MigrantInnen machten diese Szenen Angst, sie fühlen sich entfremdet von ihrem eigenem Grätzel und fühlen sich daher auch nicht mehr besonders wohl. Viele Eltern haben Angst um ihre Kinder. So etwas darf nicht zur neuen Normalität werden! Viele Menschen mit Migrationshintergrund leben seit Jahrzehnten in Wien, haben hier ihren Lebensmittelpunkt und gehen ihrer Arbeit, ihren Geschäfte nach und haben sich dadurch etwas aufgebaut. Diese Menschen leiden nun sehr, da sich solche Szenen in ihrem Viertel abspielen. Insbesondere diese Bewohner distanzieren sich und verurteilen es auf das Allerschärfste, wenn solche Aktionen vor ihrer Haustüre passieren.

Selbstverständlich darf man nicht alle MuslimInnen in denselben Topf werfen und die Religion Islam pauschal, wegen einiger weniger Knallköpfe, stigmatisieren. Hier müssen besonders die MuslimInnen in Österreich die notwendigen Maßnahmen setzen, um solche Jugendliche, welche eine Gefahr für sich selbst und für die Allgemeinheit darstellen, rechtzeitig durch staatliche und pädagogische Mittel zu rehabilitieren.

Fragen und Forderungen 

Die TKG (Türkische Kulturgemeinde in Österreich) hat mit mehreren Experten über das Thema Gewalt und Integration in Zusammenhang mit den Geschehnissen von der Silvesternacht gesprochen und stellt sich in diesem Zuge folgende Fragen und Forderungen:

  • Werden bei der Wiener Polizei, speziell für die Aufklärungs-, und Präventionsarbeit speziell geschulte Jugendkontaktbeamte abgestellt, welche sich ausschließlich der Jugendarbeit widmen, wie zum Beispiel in Berlin?
  • Wird die Wiener Polizei eine Quote einführen, um Menschen mit Migrationshintergrund, welche die Sprache, Kultur und die Szene kennen und gegenüber der Republik ohne Scheinheiligkeit absolut loyal sind, verstärkt in den Polizeidienst holen?
  • Wird die Lokalpolitik der Frage nachgehen, wer denn diese Jugendlichen sind und welche Kräfte eventuell dahinterstecken? Wer finanziert sie und wovon leben diese Jugendlichen? Sind sie vielleicht bezahlte Provokateure?
  • Wird das Integrationsministerium unterschiedliche Community-Beauftragte in den Stadtteilen installieren?
  • Wie konnte es passieren, dass diese Jugendlichen pyrotechnischen Geschosse auf Geschäftslokale richteten und somit massive Schäden zufügten? So wurden beispielsweise die gesamten Fenster eines bekannten Eisgeschäfts absichtlich zerstört. Das ist kein Krawall mehr, sondern eine vorsätzliche Schädigung.
  • Wie und aus welchem Grund sind die Jugendlichen zusammengekommen? (Staat, Verbänden, Vereinen, Geheimdienste?)
  • Warum hat die Wiener Polizei nicht schnell genug reagiert, obwohl drei Polizeistationen in unmittelbarer Nähe sind? Es wird gefordert, dass im zehnten Bezirk zwischen Keplerstraße und Favoritenstraße, besonders in der Nähe des Reumannplatzes, eine gut ersichtliche Polizeistation errichtet wird und im gesamten Bezirk generell mehr Polizeieinsatzkräfte zur Verfügung stehen, um ein schnelleres Agieren zu ermöglichen. Außerdem soll eine geeignete und angemessene Lösung gefunden werden, die den Zustrom von Flüchtlingen vor allem in diesem Bezirk kontrolliert und nachprüft.
  • Wie möchten die politisch Verantwortlichen die Menschen mit Migrationshintergrund erreichen? Die üppig ausbezahlte Medienförderung (Allgemein Gleichbehandlung)  durch die Regierung erreicht seriöse muttersprachige österreichische Medien, welche in Österreich ansässig sind, gar nicht. Welche Maßnahmen gedenkt der Bundeskanzler und die Integrationsministerin hier zu setzen, um die fast 2 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Österreich zu erreichen?

Schlechte Signale für die Zukunft, wenn man hier nicht rigoros durchgreift – Aufenthaltsbeendigende Maßnahmen gefordert!

Für die TKG ist dieses Ereignis, welches nicht leichtsinnig unter den Teppich gekehrt werden darf, mit den Mitteln des Rechtsstaates auf das Schärfste zu verurteilen! Es werden sehr schlechte Signale für die Zukunft gesendet, wenn man hier nicht rigoros durchgreift und auch aufenthaltsbeendende Maßnahmen für die Beteiligten in Erwägung zieht.

Die Ankündigung des Innenminsters Karl Nehammer (ÖVP) die Polizeikräfte im 10. Bezirk und rund um den Reumannplatz zu verstärken wird von den Anrainern begrüßt. Eine weitere Forderung der Bewohner ist, dass der ungezügelte Zuzug von Flüchtlingen von den Verantwortlichen der Stadt Wien überdacht werden sollte.

Wenn der Staat verschiedene Maßnahmen ergreifen kann, darf dieses Problem nicht allein dem Staat überlassen werden. Ohne die Beiträge der seriösen Migranten-Organisationen, Moscheen und Kulturvereine kann dieses Problem vor Ort nicht gelöst werden. Wir sind alle gefordert einen eigenen Beitrag zur Lösung des Gewaltproblems in Favoriten zu leisten. Es geht um die Zukunft der MigrantInnen in Österreich und diese dürfen ihre eigene Zukunft nicht aufs Spiel setzen.

Gerade die Bewohner von Wiener Bezirken mit einem hohen MigrantInnen-Anteil sollten darauf achten, dass Fehlverhalten von einigen wenigen im öffentlichen Raum nicht schulterzuckend zur Kenntnis genommen oder gar toleriert wird, sondern dass die wenigen Verhaltensauffälligen zur Rede gestellt werden. Das Fehlverhalten von einigen wenigen jugendlichen Migranten reicht aus, um die ohnehin bestehenden Vorurteile zu verstärken, zu pauschalisieren und alle MigrantInnen in einen Topf zu werfen und in ein negatives Licht zu rücken. Hier müssen vor allem MigrantInnen bzw. Ihre NGOs Einspruch erheben.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG)

Link: Nicht von der TKG

https://www.youtube.com/watch?v=M7Uee0k3XhU&feature=youtu.be&fbclid=IwAR2wPviP378foZEWj55eHyzrJ0t2aF664vtaMfZ_OTHqTNxsonqYYr2vZHQ

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