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TKG- 12.09.1683: Geschichte in Demut erinnern – für Frieden, Gemeinwohl und gemeinsame Zukunft

Kahlenberg soll ein Ort des Respekts bleiben. Geschichte darf nicht für Feindbilder instrumentalisiert werden; sie muss dem Gemeinwohl, dem friedlichen Zusammenleben und der Res publica zur Lehre dienen. Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich – TKG Think Tank – nahm am 06.09.2026 als geladener Gast an der Messe in der St.-Josefs-Kirche am Kahlenberg teil und legte dort einen Kranz mit einer Botschaft für Frieden, Versöhnung und gemeinsame Zukunft nieder. Die TKG dankt den polnischen Botschaftsvertretern, den geistlichen Gastgebern und der polnischen Gemeinde in Österreich herzlich für die freundliche Aufnahme und die Atmosphäre des Respekts. Die Erfahrung dieser persönlichen Begegnung in einer wunderbaren Kirche mit herzberührenden Gebeten sollte stärker sein als jede spätere Versuchung zur Polarisierung. Die Geschichte Polens, Österreichs und der Türkei kennt genug Kriege – vor und nach dem 12. September 1683 –, die unnötig waren und aus denen man keine Fahnen, sondern Lehren machen sollte. Geschichte darf nicht dazu dienen, neue religiöse oder nationalistische Vorurteile zu nähren. Die Europäische Union ist als Friedensprojekt aus der Erfahrung von Kriegen, Nationalismen und auch christlich-konfessionellen Vorurteilen entstanden. Sie erinnert uns daran, dass Europa nicht durch Feindbilder, sondern durch Rechtsstaatlichkeit, Menschenwürde, gegenseitigen Respekt und die mühsame Arbeit an Verständigung zusammengehalten wird.

Wien, Samstag, 12. September 2026 – Vor einer Woche, am Sonntag, dem 6. September 2026, nahmen Vertreter der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich – TKG Think Tank – als geladene Gäste und Beobachter an der Sonntagsmesse und den Gedenkfeierlichkeiten am Kahlenberg teil. Die TKG bedankt sich ausdrücklich bei der Polnischen Botschaft in Wien, bei den Geistlichen der St.-Josefs-Kirche am Kahlenberg sowie bei der polnischen Gemeinde in Österreich für die Gastfreundschaft, die freundliche Aufnahme und die respektvolle Begegnung.

Gerade weil diese Feier am 6. September in einer ruhigen, würdevollen und religiös geprägten Atmosphäre stattfand, erfüllt es uns mit Sorge, dass heute, am Samstag, dem 12. September 2026, rund um den Kahlenberg verschiedene Kundgebungen und Gegenkundgebungen angekündigt sind. Der Kahlenberg ist ein historisch und religiös sensibler Ort. Umso wichtiger ist es, dass von diesem Ort kein Signal der Provokation, sondern ein Signal der Besonnenheit, des gegenseitigen Respekts und des friedlichen Zusammenlebens ausgeht.

Während der mehrstündigen Feier in der Kirche standen katholische Liturgie, Gebete, Musik und die Erinnerung an 1683 im Mittelpunkt. Polnische Gebete, liturgische Texte und Ansprachen konnten von internationalen Gästen, darunter auch militärischen Attachés, über Kopfhörer simultan auf Deutsch und Englisch mitverfolgt werden. Die TKG-Vertreter nahmen eine ruhige, religiöse und würdevolle Atmosphäre wahr. In der Kirche wurden nach unserer Wahrnehmung weder Musliminnen und Muslime noch Türkinnen und Türken angegriffen oder herabgewürdigt.

Herzlichen Dank

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG Think Tank) dankt nochmals herzlich jenen polnischen Botschafts‑ und geistlichen Gastgebern, die unsere Delegation am 6. September 2026 sehr freundlich empfangen haben. Diese Erfahrung der persönlichen Begegnung, der Höflichkeit und des Respekts in einer wunderbaren Kirche mit herzberührenden Gebeten sollte stärker sein als jede spätere Versuchung zur Polarisierung.

Auf dem am 6. September niedergelegten Kranz der Türkischen Kulturgemeinde in Östereich stand in mehreren Sprachen eine Botschaft, die auch heute gelten sollte : „Mehr als drei Jahrhunderte später gedenken wir der Vergangenheit mit Respekt und Demut; heute stehen wir in unserer Stadt Wien für Frieden, Versöhnung und eine gemeinsame Zukunft.“

Auf dem am 6. September niedergelegten Kranz der Türkischen Kulturgemeinde in Östereich stand in mehreren Sprachen eine Botschaft, die auch heute gelten sollte

 

06.12.2026

Wenn wir Frieden, Ruhe und Freundschaft wollen, müssen wir heute mit Vernunft, Gewissen und Verantwortungsgefühl handeln – für Wien, für Österreich und für das gemeinsame Europa.

Erinnerung ja.  Feindbilder nein.

Geschichte verdient Respekt. Aber Geschichte darf nicht aus dem Zusammenhang gerissen und für die politischen Kämpfe der Gegenwart benutzt werden. Wer 1683 heute verwendet, um Musliminnen und Muslime, Türkinnen und Türken oder Menschen mit Migrationsgeschichte unter Verdacht zu stellen, beschädigt nicht nur das Zusammenleben in Wien, sondern auch die Würde historischer Erinnerung. 1683 ist ein Teil der europäischen Geschichte. Der Entsatz Wiens, die Rolle des polnischen Königs Jan III. Sobieski und die Bedeutung dieser Schlacht gehören zur historischen Wahrheit. Aber daraus im Jahr 2026 eine einfache Erzählung von „Europa gegen den Islam“ zu machen, ist weder historisch sauber noch gesellschaftlich verantwortungsvoll.

Kein Krieg der Religionen

Auch die historische Forschung mahnt zur Genauigkeit. Der Historiker Johannes Feichtinger von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften weist seit Jahren darauf hin, dass die Erinnerung an 1683 immer wieder politisch verwendet wurde. Die Geschichte der „Befreiung Wiens“ wurde besonders seit dem 19. Jahrhundert unterschiedlich aufgeladen und für religiöse, nationale und politische Zwecke nutzbar gemacht. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften kündigt für den 24. September 2026 die Buchpräsentation „Der Entsatz von Wien 1683“ an. Das Werk untersucht nicht nur die Schlacht selbst, sondern auch, wie Kirche, Politik, nationale Vereine, Geschichtswissenschaft und Medien das Bild von 1683 bis heute geprägt und für Identitätspolitik verwendet haben.

Feichtinger widerspricht der einfachen Deutung, 1683 sei ein reiner Religions- oder Zivilisationskrieg gewesen. Es ging damals auch um Dynastien, Imperien, Bündnisse, Machtpolitik und geostrategische Interessen. Auf habsburgischer Seite kämpften Katholiken, Protestanten und ausländische Kontingente. Auf osmanischer Seite standen neben Muslimen auch Christen. Die Geschichte war also komplizierter als heutige Parolen.

Sobieski ehren, nicht missbrauchen

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich hat bereits in früheren öffentlichen Stellungnahmen betont, dass es zu einfach wäre, Jan III. Sobieski oder ein historisches Erinnerungszeichen pauschal als „türkenfeindlich“ oder „islamophob“ abzustempeln. Sobieski ist eine bedeutende Figur der europäischen Geschichte. Seine Rolle beim Entsatz Wiens gehört zur historischen Redlichkeit. Gerade deshalb sollte sein Name nicht verkürzt und politisch aufgeladen werden.

Sobieski darf nicht aus dem Zusammenhang gerissen und als Symbol gegen heutige Musliminnen und Muslime, gegen Türkinnen und Türken oder gegen Menschen mit Migrationsgeschichte verwendet werden. Wer das tut, ehrt nicht Polen, sondern benutzt polnische Geschichte für eigene politische Zwecke.

Polen selbst kennt wie kaum ein anderes Land die Erfahrung von Teilung, Fremdherrschaft, Verlust und Freiheitskampf. Nur wenige Jahrzehnte nach Sobieski begann 1772 die erste Teilung Polens. Es folgten 1793 und 1795 weitere Teilungen durch Russland, Preußen und Österreich. Polen verschwand danach für mehr als ein Jahrhundert von der Landkarte Europas. Diese Geschichte gehört ebenfalls zur Erinnerung.

„Polen ist nicht verloren“ – Die polnische Nationalhymne

Auch die polnische Nationalhymne, der „Mazurek Dąbrowskiego“, erzählt genau von dieser Erfahrung. Sie entstand 1797 in Italien, nach dem Verlust der polnischen Staatlichkeit, als Lied der Polnischen Legionen. Ihr berühmter Anfang lautet auf Deutsch: „Noch ist Polen nicht verloren, solange wir leben.“ Der Text wurde von Józef Wybicki für die polnischen Legionen unter General Jan Henryk Dąbrowski geschrieben.

Mazurek Dąbrowskiego – Deutsche Übersetzung

Noch ist Polen nicht verloren, solange wir leben. Was uns fremde Übermacht nahm, holen wir mit dem Säbel zurück. Marsch, marsch, Dąbrowski, aus dem italienischen Land nach Polen. Unter deiner Führung vereinen wir uns mit dem Volk. Wir überqueren die Weichsel, wir überqueren die Warthe, wir werden Polen sein. Bonaparte gab uns das Beispiel, wie wir zu siegen haben. Schon spricht dort ein Vater zu seiner Basia, unter Tränen: „Hör nur, es heißt, die Unsrigen schlagen die Trommeln.“

Diese Hymne richtet sich historisch nicht gegen Türken, nicht gegen Musliminnen und Muslime und nicht gegen den Islam. Sie ist ein Freiheitslied eines Volkes, dessen Staat von den Teilungsmächten Russland, Preußen und Österreich zerschlagen worden war. Wenn darin von fremder Übermacht, vom Säbel und vom Marsch zurück nach Polen die Rede ist, dann spricht daraus der Wille, die verlorene staatliche Freiheit zurückzugewinnen.

Gerade darin liegt eine bittere Ironie der Geschichte: 1683 wurde Sobieski in Wien als Retter gefeiert. Weniger als ein Jahrhundert später war es nicht das Osmanische Reich, sondern waren christliche Mächte Europas – Russland, Preußen und Österreich –, die Polen teilten und von der Landkarte verschwinden ließen. Wer die polnische Hymne aufmerksam hört, hört daher keinen Hass gegen Muslime oder Türken. Man hört den Schmerz eines Volkes, das nicht verschwinden wollte. Man hört Vaterlandsliebe, Exil, Widerstand und die Hoffnung auf Rückkehr.

Lehistan blieb in Erinnerung

Wer 1683 erwähnt, darf 1772, 1793 und 1795 nicht ausblenden. Wer Sobieski würdigt, sollte auch die polnischen Leiden, das polnische Exil und die lange Geschichte polnisch-osmanischer und später polnisch-türkischer Beziehungen mitdenken. Das Osmanische Reich erkannte die Teilungen Polens politisch nicht an. In der historischen Erinnerung blieb der symbolische Platz für den Gesandten von Lehistan bestehen. Auch fanden im 19. Jahrhundert polnische Patrioten im Osmanischen Reich Zuflucht.

Zu ihnen gehörte Józef Bem, eine der großen Freiheitsfiguren Polens und Ungarns. Bem war General im polnischen Novemberaufstand von 1830/31 und spielte später im ungarischen Freiheitskampf von 1848/49 eine herausragende militärische Rolle. Nach der Niederlage floh er ins Osmanische Reich, trat als Murad Pascha in den Dienst des Sultans und wurde General der osmanischen Armee. In Polen und Ungarn gilt Bem bis heute als Symbolfigur des Freiheitskampfes.

Michał Czajkowski, bekannt als Mehmed Sadık Pascha, war Schriftsteller, politischer Emigrant und Organisator polnischer Aktivitäten im Osmanischen Reich. Er stand dem Hôtel Lambert nahe, dem wichtigsten Zentrum der polnischen politischen Emigration in Paris. In Istanbul wurde er zu einer wichtigen Verbindungsperson zwischen polnischen Exilkreisen und der Hohen Pforte. 1842 gründete er im Auftrag von Fürst Adam Czartoryski Adampol, das heutige Polonezköy bei Istanbul. Dieses Dorf besteht bis heute und gilt als eines der sichtbarsten Zeichen polnisch-türkischer Freundschaft.

Auch Adam Mickiewicz, einer der größten Dichter Polens und eine geistige Stimme des polnischen Freiheitswillens, kam 1855 im Zusammenhang mit dem Krimkrieg nach Konstantinopel. Er hoffte, dass der Krieg gegen Russland die polnische Frage wieder auf die europäische Tagesordnung bringen könnte, und interessierte sich für die Organisation polnischer Einheiten an der Seite der Osmanen. Mickiewicz starb am 26. November 1855 in Istanbul. Für die polnische Erinnerung ist sein Aufenthalt kurz, aber symbolisch bedeutend: Einer der großen geistigen Namen Polens suchte im Osmanischen Reich eine politische Möglichkeit für die Sache seines geteilten Vaterlandes.

Konstanty Borzęcki, später Mustafa Celaleddin Pascha, war ein polnischer Aufständischer und Emigrant, der im Osmanischen Reich eine bemerkenswerte zweite Heimat fand. Er wurde osmanischer Offizier, General, Autor und Denker. In der polnisch-türkischen Erinnerung gilt er als eine der wichtigen Brückenfiguren des 19. Jahrhunderts. Die polnische Präsidentschaft erinnerte selbst daran, dass Borzęcki zu den geistigen Vätern eines modernen türkischen Patriotismus gezählt wird.

Diese Namen zeigen: Geschichte ist nicht eindimensional. Sie besteht nicht nur aus Schlachten, sondern auch aus Schutz, Exil, Diplomatie, Erinnerung und menschlicher Nähe. Wer heute über Sobieski, 1683 und Polen spricht, sollte diese Kapitel nicht ausblenden.

Kein Denkmal für neue Gräben

Die Diskussion um ein mögliches weiteres Sobieski-Denkmal am Kahlenberg muss deshalb mit großer Sorgfalt geführt werden. Ein Denkmal in Wien darf kein Denkmal für neue Gräben sein. Es müsste dem Gemeinwohl dienen: der Stadt, der Republik, der Res publica, dem friedlichen Zusammenleben und der Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Sprache.

Nicht die polnische Erinnerung ist das Problem. Polen und die polnische Geschichte verdienen Respekt. Problematisch wird es dort, wo rechtsextreme und islamfeindliche Kreise den Namen Sobieski aus dem historischen Zusammenhang lösen und daraus ein Symbol gegen Menschen von heute machen.

Wenn es am Kahlenberg eines Tages ein neues Zeichen geben sollte, dann nur eines, das Sobieski und die polnische Erinnerung ehrt, aber zugleich alle Menschen in Wien mitdenkt: Polinnen und Polen, Österreicherinnen und Österreicher, Türkischstämmige, Christinnen und Christen, Musliminnen und Muslime, Menschen ohne religiöse Bindung und alle, die diese Stadt als gemeinsame Heimat begreifen.

Ein Denkmal des 21. Jahrhunderts muss Brücken bauen. Ein Denkmal, das nur Sieger und Besiegte kennt, gehört in eine andere Zeit.

Kahlenberg darf keine Bühne für Hass sein

Gerade jetzt zeigt sich, wie schnell ein historischer Ort politisch vereinnahmt werden kann. Der Kahlenberg darf nicht denjenigen überlassen werden, die aus Geschichte Feindschaft machen wollen. Wien ist heute eine Stadt vieler Sprachen, vieler Religionen und vieler Lebenswege. Österreich ist für viele Menschen unterschiedlicher Herkunft zur neuen Heimat geworden. Als loyale Bürgerinnen und Bürger dieses Landes wollen wir in Frieden, Würde, Rechtsstaatlichkeit und gegenseitigem Respekt zusammenleben.

Die Europäische Union ist ein Friedensprojekt. Sie ist aus den schmerzhaften Erfahrungen von Kriegen, Nationalismus, Vertreibung und Zerstörung entstanden. Auch die immerwährende Neutralität Österreichs erinnert uns daran, dass Frieden nicht selbstverständlich ist. Frieden braucht Haltung, Maß und Verantwortung. Als wehrhafte Demokraten und Verfassungspatrioten müssen wir jede Form von Provokation, Extremismus, Hass und Spaltung entschieden ablehnen – von welcher Seite sie auch kommt. Ein freies, demokratisches und vielfältiges Österreich verdient eine politische Kultur, die Konflikte nicht anheizt, sondern zur Verständigung beiträgt.

Die Türkische Kulturgemeinde dankt nochmals jenen polnischen und österreichischen Gastgebern, die unsere Delegation am 6. September 2026 freundlich empfangen haben. Diese Erfahrung der persönlichen Begegnung, der Höflichkeit und des Respekts sollte stärker sein als jede spätere Versuchung zur Polarisierung. Auf dem am 6. September niedergelegten Kranz der Türkischen Kulturgemeinde stand in mehreren Sprachen eine Botschaft, die auch heute gelten sollte: „Mehr als drei Jahrhunderte später gedenken wir der Vergangenheit mit Respekt und Demut; heute stehen wir in unserer Stadt Wien für Frieden, Versöhnung und eine gemeinsame Zukunft.“

Wenn wir Frieden, Ruhe und Freundschaft wollen, müssen wir heute mit Vernunft, Gewissen und Verantwortungsgefühl handeln – für Wien, für Österreich und für das gemeinsame Europa.

Kahlenberg darf keine Bühne für Hass sein

Gerade jetzt zeigt sich, wie schnell ein historischer Ort politisch vereinnahmt werden kann. Der Kahlenberg darf nicht denjenigen überlassen werden, die aus Geschichte Feindschaft machen wollen.

Wien ist heute eine Stadt vieler Sprachen, vieler Religionen und vieler Lebenswege. Österreich ist für viele Menschen unterschiedlicher Herkunft zur neuen Heimat geworden. Als loyale Bürgerinnen und Bürger dieses Landes wollen wir in Frieden, Würde, Rechtsstaatlichkeit und gegenseitigem Respekt zusammenleben.

Die Europäische Union ist ein Friedensprojekt. Sie ist aus den schmerzhaften Erfahrungen von Kriegen, Nationalismus, Vertreibung und Zerstörung entstanden. Auch die immerwährende Neutralität Österreichs erinnert uns daran, dass Frieden nicht selbstverständlich ist. Frieden braucht Haltung, Maß und Verantwortung.

Als wehrhafte Demokraten und Verfassungspatrioten müssen wir jede Form von Provokation, Extremismus, Hass und Spaltung entschieden ablehnen – von welcher Seite sie auch kommt. Ein freies, demokratisches und vielfältiges Österreich verdient eine politische Kultur, die Konflikte nicht anheizt, sondern zur Verständigung beiträgt.

Geschichte darf nicht dazu dienen, neue religiöse oder nationalistische Vorurteile zu nähren. Die Europäische Union ist als Friedensprojekt aus der Erfahrung von Kriegen, Nationalismen und auch christlich-konfessionellen Vorurteilen entstanden. Sie erinnert uns daran, dass Europa nicht durch Feindbilder, sondern durch Rechtsstaatlichkeit, Menschenwürde, gegenseitigen Respekt und die mühsame Arbeit an Verständigung zusammengehalten wird.

Türkische Kulturgemeine in Österreich (TKG Think Tank)
Wien, 12.09.2026

Quellen:

 „Schlacht um Kahlenberg: Extreme Rechte und ihre türkische Erzählung“

https://kurier.at/chronik/wien/wien-kahlenberg-demonstration-identitaere-antifa-gegendemo/403189343

Video 12.06.2026

Remigration

Recon.12.09.2026

ORF Wien (12.09.2026 m):
https://wien.orf.at/stories/3370624/

Stadt Wien, Presse-Service (08.11.2024, Sobieski-Denkmal):

Kulturstadträtin zur Debatte um Sobieski-Denkmal: Keine Bühne für Spaltung der Gesellschaft
https://presse.wien.gv.at/presse/2024/11/08/kulturstadtraetin-zur-debatte-um-sobieski-denkmal-keine-buehne-fuer-spaltung-der-gesellschaft

ÖAW / Johannes Feichtinger (1683 anısının siyasi araçsallaştırılması — proje yayın sayfası):
https://www.oeaw.ac.at/tuerkengedaechtnis/home/ueberblick/ueber-uns/publikationen

ÖAW / Feichtinger (spesifik makale „Auf dem Zauberhaufen“ — 1683 anısının işlevselleştirilmesi):
https://www.oeaw.ac.at/tuerkengedaechtnis/kontexte/theorie/auf-dem-zauberhaufen-zur-funktionalisierung-der-vertheidigung-und-befreiung-wiens-im-jahr-1683

Krzysztof Ruchniewicz: „Noch ist Polen nicht verloren. Das historische Denken der Polen“, Mittel- und Ostmitteleuropastudien, Bd. 7, LIT-Verlag, Berlin 2007
https://digilab.uwr.edu.pl/en/dlibra/publication/111603/

 „Mazurek Dąbrowskiego“ (Polnische Nationalhymne)
https://de.wikipedia.org/wiki/Mazurek_Dąbrowskiego

„Sobieskis Name sollte nicht verkürzt und politisch aufgeladen werden“

https://exxpress.at/politik/birol-kilic-sobieskis-name-sollte-nicht-verkuerzt-und-politisch-aufgeladen-werden/

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