Blog

26 Okt
By: TKG 0

Türkische KULTURgemeinde: „Alles Gute zum Nationalfeiertag. Es lebe die säkulare Republik Österreich!“

Österreich feiert mit seinem Nationalfeiertag die „immerwährende Neutralität“ ab 26.OKTOBER.2020 und Türkische Kulturgemeinde(TKG) in Österreich feiert mit. Einen wunderschönen Nationalfeiertag allen Österreicherinnen und Österreichern.

Die letzten Besatzungsmächte verlassen das Land. Am 26.10. 1955 tritt die österreichische Neutralität in Kraft. Nach dem 26. Oktober 1955 konnte Österreich auch darangehen ein Instrument aufzubauen, das die Aufgabe hatte, die neu erreichten Werte Frieden, Freiheit, Rechtsstaat, Gewaltenteilung, Säkularität und Unabhängigkeit zu schützen und souveränes Österreich zu verteidigen.

Jetzt, in einer nicht gerade einfachen Zeit, ist dies wichtiger denn je, ein Zeichen der Solidarität und des Zusammenhalts setzen. Denn durch Zusammenhalt werden wir auch in Zukunft mehr erreichen. Deswegen ist die Nationalfeiertag Tag des Friedens, der Solidarität und des Zusammenhalts.

Einen wunderschönen Nationalfeiertag allen Österreicherinnen und Österreichern. Es lebe die säkulare Republik Österreich!

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

Categories: Ausgewählt
Read More
17 Okt
By: TKG 0

Kaltblütiger Mord in Paris: Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt auf das schärfste

Wien (OTS) – Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt den kaltblütigen Mord in Paris gegenüber einem Geschichtslehrer ohne wenn und aber auf das Schärfste.

Schon kurz nach dem Mord begannen die Spekulationen um ein mögliches Motiv. So soll der Mittelschullehrer Samuel P. im Geschichtsunterricht Mohammed-Karikaturen gezeigt und über Republik, Meinungs- und Pressefreiheit gesprochen haben.

TKG Obmann Birol Kilic: „Die Straftäter, die ihre kaltblütigen Morde mit einer Religion begründen, sind egal aus welchem Motiv, ohne wenn und aber genauso Mörder wie alle anders motivierten Verbrecher. Dies war nicht nur ein Angriff auf das Opfer, sondern auf die Republik und Demokratie sowie den säkularen Rechtsstaat . Es ist eine abscheuliche Tat und eine Barbarei der Sonderklasse.Unser tiefes Mitgefühl gehört den Familien, Freunden und Kollegen der Opfer in Paris.“

Terror und Gewalttaten im Namen einer Religion, wenn auch im Ergebnis aus Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung sind absolut nicht hinnehmbar. Es darf nicht zugelassen werden, dass Rechtspopulisten und Rassisten diese Tat instrumentalisierten, um „ihre Hetze gegen Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Identitäten in Frankreich, aber auch auf der ganzen Welt zu begründen.

Categories: Ausgewählt
Read More
16 Okt
By: TKG 0

TKG bedauert die Entscheidung des Nationalrats bezüglich dem 3. Nationalratspräsidenten und FPÖ-Chef Norbert Hofer!

Wien (OTS) – Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) bedauert die Entscheidung des Nationalrats von Donnerstag, in der einstimmig gegen die staatsanwaltschaftliche Verfolgung des 3. Nationalratspräsidenten und FPÖ-Chefs Norbert Hofer gestimmt wurde.

Die Entscheidung des Nationalrats, über die Aussagen des 3. Nationalratspräsidenten und FPÖ-Chefs Norbert Hofer, wurde folgendermaßen begründet: „Die Abgeordneten im Nationalrat verweigerten am Donnerstag jedoch die Aufhebung der Immunität, weil sie einen Zusammenhang zwischen der Äußerung und der politischen Tätigkeit Hofers sahen.“

Das können wir als normale Staatsbürger nicht verstehen. Zwischen Verhetzung und politischer Tätigkeit ist ein großer Unterschied, wegen dem auch die Staatsanwaltschaft hier die Auslieferung gefordert hat.

TKG Obmann Birol Kilic: „Die Republik Österreich ist ein Rechtstaat und hat hier durch Einbezug der Staatsanwaltschaft richtig reagiert, wofür wir dankbar sind. Die Staatsanwaltschaft Wien hatte um die Auslieferung des Dritten Nationalratspräsidenten gebeten, weil sie Anzeigen wegen Verhetzung und Herabwürdigung religiöser Lehren gegen Hofer nachgehen wollte.Alle BürgerInnen sind vor dem Gesetz gleich zu behandeln. Das sollte auch für alle PolitikerInnen und Abgeordnete gelten. Oder?“

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) ist seit über 30 Jahren ein Aufklärer und Kämpfer (ProponentenInnen) auf der einen Seite und gegen den politischen Glauben auf der muslimische Seite, vor allem wenn der Glaube und die Religion für politische und wirtschaftliche Zwecke missbraucht wird.

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) wiederholt in aller Höflichkeit:

Wer in einer der höchsten Funktionen des Staates als 3.Nationalratspräsident der Republik Österreich und unseres Parlaments solche verhetzenden Aussagen wie: „Der Koran ist gefährlicher als das Corona Virus.“ (Tatbestand der Verhetzung – StGB Paragraph 283 und Paragraph 188 Herabwürdigung religiöser Lehren) vertritt, tätigt und nochmals bestätigt (Hofer: „Das ist mir nicht herausgerutscht.“, private TV), sollte umgehend von seiner Funktion als 3. Nationalratspräsident zurücktreten, um Schaden vom Hohen Haus, vom Parlament und den anderen Parlamentariern abzuwenden.

Read More
09 Okt
By: TKG 0

TKG: „Einladung zur Wiener Wahl am 11. Oktober. Tag der Dankbarkeit“

„Einladung zur Wiener Wahl am 11. Oktober. Tag der Dankbarkeit für diese schöne Stadt Wien, die wir lieben und wo wir leben“



Wien (OTS) – Die Wiener Wahlen am 11. Oktober haben in der über 60-jährigen Geschichte der Migranten aus der Türkei in Österreich mit österreichischer Staatsbürgerschaft ein noch nie da gewesenes Interesse in der türkischen Community in Wien erweckt.

Das ist gut so

Das Hauptthema in den sozialen Medien und in den türkisch erscheinenden Zeitungen, die auch zum Teil in deutscher Sprache erscheinen, scheint einzig und allein der 11. Oktober und die Wien Wahl zu sein.

Welche Partei wollen wir wählen?
Welchen Kandidaten sollen wir unsere Vorzugsstimme geben?
Was bieten die Parteien für die Zukunft der Stadt Wien an? Wie schaut es mit der Bildungs-, Arbeits-, Umwelt- und Wohnungspolitik der Parteien aus? Wie schaut es mit dem kulturellen Rassismus der Parteien aus, der auch missbraucht wird?
Welche Partei geht gegen den kulturellen Rassismus vor, der vor allem gegenüber den Menschen aus der Türkei, Dank der falschen Politik aus der Türkei, in Österreich als Brandbeschleuniger agiert? Das ist gut so.

Was nicht gut ist

Es ist in Wien vor den Wahlen auch ziemlich bedenklich, dass die alten Brandstifter jetzt als Feuerlöscher in verschiedenen Parteien agieren, was für die säkulare freiheitlich demokratische Republik Österreich kein gutes Zeichen ist.

Die politischen Geschehnisse aus der Türkei in Österreich und Ihre verlängerten Arme werden von den Rechten in Österreich mit herzlichem Dank aufgegriffen und aufgeputscht, ohne die Spreu vom Weizen zu trennen. Es wird jedes Ereignis pauschal gegen die Menschen aus der Türkei für die Stigmatisierung, Kriminalisierung und vor allem Dämonisierung missbraucht. Es gibt hier eine Win-Win Situation, von der alle PolitikerInnen gewarnt werden müssen, die rechtsstaatliche Verfassung und die demokratische Grundordnung in Österreich ohne Hetze gegen Verhetzer aus Österreich zu schützen. Vor allem muss auch aufgehört werden, die reaktionären Kräfte und Missbraucher des politischen Glaubens zu verteidigen.

Die Verteidigung funktioniert nicht, wenn man mit den Proponenten der Reaktionäre in den Parteien oder außerhalb der Parteien gleich ins Bett geht und sich nach draußen scheinheilig als Demokrat verkauft.

Die TKG warnt: Alten Wein in neue Schläuche

Die früheren reaktionären, fundamentalistischen Kräfte und Persönlichkeiten versuchen unter dem Vorwand der Wien Wahl am 11.Oktober alten Wein in neue Schläuche zu gießen um ihre reaktionäre Agenda zu vermarkten, Religion zu missbrauchen und ihre nationalistische Politik unter dem Deckmantel „wir sind Opfer des Rassismus in Wien“ verstecken. Die WienerInnen werden diesen PolitikerInnen, egal woher sie stammen, sicher nicht verzeihen. Weil diese WienerInnen die demokratische und freiheitliche Grundordnung mit Tränen und viel Schmerz erreicht haben. Die Erfolgsgeschichte in Wien ist nicht durch Zufall entstanden.

Erinnerung: Reaktionäre verhaften den roten Bürgermeister Karl Seitz -1934

Richtig: “ Der erfolgreiche rote Bürgermeister Karl Seitz wurde im Februar 1934 im Rathaus aus politischen Gründen verhaftet. Und zwar deshalb, weil das rote Wien immer für konservative und reaktionäre Kräfte ein Dorn im Auge war. Das rote Wien war immer ein Ort an dem fortschrittliche Politik gemacht wurde. Die damalige Demokratieverteidigung war an erster Stelle antifaschistisch, antiklerikal und antireaktionär.“

Heute 11 Oktober 2020: Wo sind heute die Reaktionäre, die mit neuen Schläuchen alten Wein gießen?

Jetzt erwarten wir im Jahre 2020 nach den Wahlen, dass die Politiker nicht Wasser predigen und Wein trinken, sondern auch gegen die reaktionären Gesinnungen in ihren Parteien aus der Türkei oder aus anderen Ländern vorgehen. Die österreichische Parteien mit Ihrem Holdingmäßigen Möglichkeiten darf nicht als Hinterland bzw. als Entwicklungskeim erlaubt werden. Das ist eine Gefahr nicht nur für die Parteien und Ihren wahren Gesinnungsmitgliedern, sondern die gesamte Republik Österreich.

Die Solidarität ist keine Einbahnstraße, sondern beruht auf Gegenseitigkeit

Die Proponenten der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG) kämpfen als überzeugte wehrhafte Demokraten seit 30 Jahren gegen politisierten Glauben und Rassismus jeder Art, egal welche Religion bzw. Nation, weil hier unter dem Vorwand Religionsfreiheit, Solidarität, Demokratie und Unkenntnis der AnsprechpartnerInnen der Gesellschaft die freiheitlich demokratische und rechtsstaatliche Grundordnung mit der Zeit ausgehöhlt wird. Die Mehrheit der Menschen aus der Türkei in Österreich sind gegen den reaktionären bzw. legalistischen, extremistischen und politisierten Glauben. Die Solidarität ist keine Einbahnstraße sondern beruht auf Gegenseitigkeit die man von MigratenInnen unbedingt ohne Scheinheiligkeit erwarten muss.

Obmann Birol Kilic: „Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) lädt alle WienerInnen, aber vor allem die Bürger aus der Türkei die in Wien ihr Lebenszentrum haben, unbedingt ein ihre Stimmen am 11. Oktober abzugeben. Es ist ein Tag der Dankbarkeit für diese schöne Stadt Wien, die wir lieben, in der wir leben und in der unsere Kinder als ehrenhafte säkulare Verfassungspatrioten und freiheitlich demokratische Bürger aufwachsen können und wollen. Sagen wir am 11. Oktober Danke mit unserer Stimme an die Schöne Stadt Wien und an die Menschen die Tag und Nacht für diese Stadt und für die Zukunft Sorgen und das Beste daraus gemacht haben und weiterhin machen wollen.“

Categories: AusgewähltWelt
Read More
01 Sep
By: TKG 0

TKG: Replik zu der heutigen Pressekonferenz des Innenministers und der Integrationsministerin

Wien  – Bei der heutigen( 01.09.2020)  Pressekonferenz von ÖVP-Innenminister Karl Nehammer und ÖVP-Integrationsministerin Susanne Raab wurde heute leider sehr pauschal und ohne jegliche Differenzierung über „Die Türken in Österreich, Türkei“ und  „Über die Einflussnahme der AKP-Erdogan regierten Türkei und über Integration der in Österreich lebenden Türken“, sowie „Parallelgesellschaften und „Spionage“ gesprochen.

Dabei wurden die Erwartungen, Wünsche und Message an die türkische Community in Österreich auch völlig zurecht zum Ausdruck gebracht.

Die entscheidende Frage ist, ob die Botschaft der Minister die türkischstämmigen Menschen (ca. 450.000 ) , welche in Österreich ihren Lebensmittelpunkt haben, erreicht oder erreichen wird?

Die TKG kann diese Fragestellung beantworten:
„Nein, diese wichtige Botschaft der heutigen Pressekonferenz und die Evaluierungen und Erwartungen bleiben leider für die Mehrheit der aus der Türkei stammenden Mitbürger in Österreich unbekannt.“

Die TürkenInnen in Österreich werden diese wichtige Botschaft leider kaum bis gar nicht erfahren.

Der Grund liegt darin, dass die Art und Weise, wie mit Migranten in Österreich umgegangen wird, eine Botschaft an die Mehrheitsbevölkerung der autochthonen Bevölkerung ausgerichtet ist, um über die Thematik der Integration Stimmung gegenüber Ausländern, MigrantenInnen und insbesondere Menschen aus der Türkei zu machen.

Hier übernimmt die ÖVP die gemäßigteren Positionen der FPÖ ein und schlägt einen Mitte-Rechts-Kurs, weil hier die meisten Stimmen, laut Umfragen für die ÖVP zu holen ist. Dies hat nichts mit Integrationsarbeit zu tun, sondern zeigt wieder ein Mal, dass Ausländer, Asylwerber, TürkenInnen als Spielball der Politik herhalten müssen, um die eigenen jahrzehntelangen Fehler Und Versäumnisse zu kaschieren sowie von anderen wesentlichen Politikfeldern abzulenken.

Das gesamte Konzept des sogenannten Integrationsministeriums ist für die Tribünen ausgelegt, also für die autochthonen ÖsterreicherInnen.

„Der ewige Jude“ wurde  de facto vom „Die ewigen Türken“ abgelöst. So kann man vom eigenen Antisemitismus und den eigenen Fehlern einer teils versagenden Integrationspolitik auch ablenken. Die österreichische  Politik drückt die alte, früher stigmatisierte Minderheit der Juden an die Brust, um die neue Minderheit, die TürkenInnen in Österreich, zu stigmatisieren. Sogar werden die Juden werden in Österreich missbraucht, um die TürkenInnen und MuslimeInnen pauschal als unverträglich zu kennzeichnen.

Hierfür gibt man der ÖVP nahestehende Institutionen, wie dem Österreichischen Integrationsfonds, Subventionen und öffentliche Gelder, um in Auftrag gegebene bedenkliche Studien erstellen zu lassen, welche dann wiederum von ÖVP Politikern politisch instrumentalisiert, um ein Thema medial hochzuziehen.

Man sollte nicht vergessen, dass die Menschen aus der Türkei, ca. 450.000 in Österreich, bei jeder Wahl seit 20 Jahren durch Verhetzungen satanisiert und pauschal als kulturelle Feinde der österreichischen Gesellschaft, dargestellt werden. Über 20(zwanzig Jahre) !

Man geht politisch absichtlich nicht sensibel genug vor, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Die Menschen aus der Türkei, insbesondere Muslime sind in Österreich der Spielball für die Politik aus beiden Ländern geworden.

Dagegen verwehren wir uns vehement und weißen auch als TKG seit Jahrzehnten auf die problematischen Entwicklungen hin.

Die TKG hat Parteivereine aus der Türkei und reaktionäre Kräfte, welche von der Türkei aus gesteuert werden, immer kritisch thematisiert und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht, ohne dafür auch nur irgend eine Form der Unterstützung zu erhalten. Wir wollen es auch nicht.

Es macht uns säkulare TürkenInnen( Gläubige und nicht gläubige) in Österreich unendlich traurig, wenn diese Hass-Politik, gesteuert aus der Türkei in Österreich das gesellschaftliche Klima vergiftet und, insbesondere bestimmte österreichische Politiker diese Geisteskinder jahrzehntelang hofiert haben, leider auch ranghohe ÖVP-PolitikerInnen.

Tatsächlich gibt es Probleme, sogar sehr viele. Hier sollte jedoch das Gespräch auf Augenhöhe, insbesondere von der Integrationsministerin mit den progressiven Migranten und deren Vereinen und Verbänden gesucht werden.

Wir, als TKG und austrotürkischen Community, welche sich mit den Werten Österreichs identifizieren und vor allem Demokraten sind, möchten auf Augenhöhe zusammenarbeiten, ohne hier neue aggressive und Möchtegern „Hoftürken bzw. Hofkurden“ aus der Community, wie Frankenstein, zu agieren.

Die Republik Österreich darf kein Selbstbedienungsladen der ausländischen Kräfte bzw. Politik der Herkunftsländer werden, diese Positionen vertritt die TKG seit Jahrzehnten. Auf der anderen Seite dürfen auch in Österreich lebende Menschen aus der Türkei und insbesondere Muslime nicht als „Spucknapf-Laden“ der österreichischen Rechten und konservativen Parteien werden.

Die Linken und dürfen auch nicht Hinterland

Nicht nur das. Die österreichischen linken Parteien dürfen auch nicht Hinterland bzw. Haus des reaktionären, politisierten Glaubens der  fundamentalistischen, faschistischen Kräfte aus dem Ausland, unter dem Vorwand Solidarität, werden. Man solidarisiert sich nicht mit politischen Glaubensanhängern in der Türkei, in Syrien, im Irak bzw. in Ägypten, welche in Österreich die freiheitlich demokratische Grundordnung der Republik Österreich missbrauchen und in ihren Ländern die Demokratie aushöhlen!

Dagegen erhebt TKG seit über 25 Jahren als wehrhafter Think-Tank Einspruch und schreibt in türkischer und in deutscher Sprache aufklärende Meinungen.

Integrationsfonds – Integrationsministerium?

Weder der Integrationsfond noch das Integrationsministerium erreicht die türkischsprechende Community in Österreich. Die türkische Community braucht keine Dompteure bzw. Dompteusen, die mit ihren abwertenden Körpersprachen, mit ihren abgeneigten Blicken und mit ihren in Auftrag gegebenen Gefälligkeitsstudien seit Jahren, und auch heute noch, ihre Vorurteile pflegen, Pauschalisierung verbreiten und mit einem giftigen Narrativ das Leben in Österreich und das Zusammenleben für alle vergiften.

Die TürkennInnen in Österreich bekommen leider eine Botschaft tagtäglich von dieser Art der Politik vermittelt: „Sie hassen uns“. Das darf nicht mehr passieren!

Wenn der Einfluss aus Ankara für unsere Bundesregierung in Österreich zweifelsohne und richtigerweise als Gift für die Integration in Österreich angesehen wird, dann soll auch die ÖVP-Regierung und insbesondere der unter dem Einfluss der ÖVP stehende Integrationsfond und die ÖVP-Integrationsministerin in aller Freundschaft ihre giftige dompteurische Art gegenüber den TürkenInnen zur Seite lassen. Wir sind keine Tiere und nicht im Zirkus!

Die Werte Österreichs und die freiheitlich demokratische säkulare Grundhaltung schätzen die Mehrheit der TürkenInnen in Österreich mehr als genug. Sie sind stolze BürgerInnen eines Rechtsstaates namens Republik Österreich.

Vertrauen schaffen ist die Aufgabe der Regierung. Die Menschen aus der Türkei sind keine Knechte, sondern BürgerInnen mit Würde und kein Spielball der Politik aus Ankara oder Wien.

Was tun für Kommunikation? 

Dafür gibt es genügend seriöse, kritische Kanäle, um die austrotürkische Community zu erreichen, man muss nur mit diesen progressiven austrotürkischen JournalistenInnen bzw. Vereinen kommunizieren.

Birol Kilic Obmann der TKG: “ Wir fordern als verfassungspatriotische Think-Tank NGO in aller Freundschaft folgendes. Wenn man sich zurecht so Sorgen um die österreichische Verfassung macht, sollte man auch selber wichtige Verfassungsgrundregeln der Republik Österreich in allen Bereichen halten. Auch die Austrotürken in Österreich haben eine Würde, und diese Würde ist auch verfassungsmäßig zu schützen und mit dem pauschalisierenden Hetzen aufzuhören! Die Mehrheit der TürkenInnen in Österreich schätzen und lieben Österreich. Es ist ein Privileg, BürgerInnen eines freiheitlich demokratischen Staates Republik Österreich zu sein und in einem der schönsten Länder der Erde leben zu dürfen.“

Pressekonferenz zu den aktuellen Entwicklungen nach Ermittlungen zu den Ausschreitungen in Favoriten

Im Bezug auf die Ermittlungen zu den Ausschreitungen in Favoriten informieren Innenminister Karl Nehammer, Integrationsministerin Susanne Raab und der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, über die aktuellen Entwicklungen.

Gepostet von Bundeskanzleramt Österreich am Dienstag, 1. September 2020

Read More
26 Aug
By: TKG 0

Forderungen: Austrotürkische Vereine besuchten den Wiener Bildungsdirektor Heinrich Himmer

WIEN. Die Türkische Kulturgemeinde (TKG) und einige unabhängige Vereine haben gemeinsam mit der Landesabgeordneten der Stadt Wien Safak Akcay den Wiener Bildungsdirektor Heinrich Himmer besucht um die Probleme der Austrotürkischen Kinder in der Stadt zu besprechen.

Die folgenden Vereine und Ihre VertreterInnen haben Ihre Forderungen, Wünsche und Erfahrungen mit einem Positionspapier  und Ideen  den Wiener Bildungsdirektor Heinrich Himmer überreicht: Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG),  Österreich-Türkischer Studentenverein. Es haben sich um die 16 Vereine gemeldet, die gerne dabei gewesen wären, doch aufgrund der Corona Maßnahmen war die Besucherzahl in den Räumlichkeiten begrenzt. In Zukunft wird eine größere Veranstaltung bei einem Türkischen Verein organisiert werden.

Der Bildungsdirektor Heinrich Himmer bedankte sich für die zahlreiche, jedoch aufgrund der Corona Maßnahmen begrenzte Teilnehmerzahl und sagte Folgendes: „Ich möchte mich herzlich bei den unabhängigen türkischen NGOs in Wien und den TeilnehmerInnen für die offene, konstruktive und zielführende Kritik, die verschiedenen Meinungen und diesen Erfahrungsaustausch bedanken. Wir brauchen solche Begegnungen mehr denn je, denn die Stadt Wien ist unsere gemeinsame Stadt und wir möchten, dass alle Kinder und Jugendliche erfolgreich und glücklich werden. Für uns ist jeder der in Wien wohnt Wiener. Wien ist eine Stadt die fair ist, in der Respekt hochgehalten wird, eine Stadt die sozial, weltoffen und modern ist. Das Positionspapier, das ich bekommen habe, werde ich sehr ernst studieren, damit wir alle Probleme gemeinsam lösen können.“

Die Landesabgeordnete Safak Akcay, die das Treffen mit dem Bildungsdirektor Himmer organisiert hat, bedankte sich bei allen TeilnehmerInnen herzlich und fügte hinzu: „Ich möchte hier eine Brücke für Integration sein, damit die Wünsche, Probleme und Forderungen direkt mit den Verantwortlichen besprochen werden können. Ich stehe für alle Menschen in Wien zur Verfügung, egal woher sie kommen. Ich danke auch dem Bildungsdirektor Herrn Himmer für seine Gastfreundschaft.“

Der Obmann der Türkischen Kulturgemeinde (TKG) Birol Kilic hat das Positionspapier überreicht und die Probleme der austrotürkischen Kinder in Wien mit einem kurzen Vortrag erörtert. Obmann Kilic hat sich bei dem Bildungsdirektor und der Landesabgeordneten für die Geduld bedankt, bei diesen  zum Wohle des Zusammenlebens in der Stadt Wien kritischen Worten. Später haben alle Vereine ihre Ansichten und Erfahrungen zum Ausdruck gebracht.

Die Notizen (Forderungen, Ideen etc.) zu dem Gespräch:

  1. „Chancengleichheit und Gleichbehandlung im Bildungsbereich ist leider nicht optimal und gewünscht gegeben, wenn es ganze Schulen und Klassen gibt, wo der MigrantInnen Anteil über 70% liegt.“

Forderung : Soziale Durchmischung der Klassen

  1. „Das Lernen erfolgt primär über die emotionale Beziehung. Es gibt leider viele PädagogInnen, welche diese Beziehung, insbesondere zu den Schülern mit Migrationshintergrund nicht aufbauen können, weil ihnen der Bezug zu den Herkunftsländern, der Kultur, der Religion und auch oft der Muttersprache fehlt.“

    Forderung:
    „Massiver Ausbau in der Ausbildung an den Pädagogischen Hochschulen bezüglicher Interkultureller Kompetenzen und vermehrter Einsatz von PädagogInnen mit Migrationshintergrund, welche unbedingt aufgeklärte, progressive und humanistische Haltungen vertreten sollten. Der Staat muss gegenüber jeder Religion neutral bleiben und blind sein . Wir respektieren alle Religionen. Religiöse Einstellung ist Privatsache.“
  2. „Lernen muss ganzheitlich erfolgen.“

Forderung : Öffnung der Schulen für Experten und themen-übergreifendes Lernen durch Exkursionen zu Firmen, Museen, Behörden, sowie die Implementierung von persönlichkeitsbildenden Maßnahmen (Ethik, Werte, Sexualität, Rollenbilder) in Kombination mit Elternarbeit. Die Eltern müssen unbedingt mehr in den Bildungsprozess mit einbezogen werden.

  1. „Natürlich ist die Familie ein wichtiger Ort, um Kinder auf die Gesellschaft vorzubereiten und Werte zu vermitteln. Doch was tun wir, wenn Eltern mit dieser Aufgabe überfordert sind oder bewusst andere Werte vermitteln. Die Schulen müssen lernen mehr Demokratie und Säkularität zu wagen. Wer unterrichtet muss Mut und Kompetenz haben über aktuelle politische Themen zu sprechen und auf demokratische, differenzierte Art Pädagogik zu betreiben – ohne Falsches zu tolerieren und ohne zu schnell zu verurteilen. Das heißt: Lehrer müssen in der Ausbildung eine viel größere interkulturelle Kompetenz entwickeln (z.B.: Umgang mit dem anderen Geschlecht, Radikalisierung oder Erziehungsmethoden in den Familien).“

Forderung : „Leider gibt es Lehrer, die diskriminieren und Kinder auf Grund ihrer Herkunft herabsetzen oder negativ bewerten und wenn sie dazu noch mit Ihrer Situation überfordert sind, dann Kinder auch in die Sonderschule abschieben. Solche Lehrer sollte es eigentlich nirgends geben.  Aber mit einer Fortbildung zu interkultureller Kompetenz könnte man auch hier Vorurteile abbauen und damit wäre allen Beteiligten geholfen.“

  1. „Zur Rechten, Pflichten und Demokratie gehört heute auch unbedingt eine starke Medienkompetenz.„Heranwachsende leben zwar alle mitten in der Mediengesellschaft, können aber oft zwischen einer Nachricht und einer abstrusen Verschwörungstheorie nicht unterscheiden. Im Ozean der Daten, in der Sinn und Unsinn nebeneinander schwimmen, muss man ihnen beibringen, richtig zu fischen.

Forderung : Was ist genießbar und was nicht? Was sind Fakten und was Gerüchte, was ist Hetze? Es muss eine konstruktive Diskussion über das Geschehen in den Nachrichten und über Weltpolitik stattfinden, damit junge Menschen lernen, kritisch zu denken und sich eine eigene differenzierte Meinung zu bilden.Dazu gehört auch immer  die Metakommunikation über Medien, etwa darüber, wie man seriöser von unseriöser Berichterstattung unterscheidet. Gerade in virtuellen Räumen haben die Feinde der Demokratie und des Rechtsstaats überproportional großen Einfluss. Das muss sich dringend ändern, um die Jugendlichen mit Gegennarrativen zu gewinnen oder zurückzugewinnen.“

  1. „Eine aktive Elternarbeit mit einem direkten, mutigen und klaren Dialog, der keine falsche Toleranz gegenüber undemokratischen Haltungen zeigt, ist auch sehr wichtig. Um allen Kindern und Jugendlichen demokratische Grundwerte und soziale Kompetenzen vermitteln zu können, braucht es den Ethikunterricht und am besten ab der 1. Klasse. So lernen Kinder die Vielfalt an Weltanschauungen und Glaubensrichtungen kennen. Im Ethikunterricht sollten auch Themen, wie das Verhältnis der Religionen untereinander, die Menschenrechte und ihre Entstehung und die Reche von Individuen gegenüber Gruppen, angesprochen werden.“

Forderung : Die Kinder sollten zu wehrhaften Demokraten und Verfassungspatrioten ausgebildet werden.

7. Weitere Empfehlungen, die von Expertinnen und Eltern an uns weitergereicht wurden, sind folgende Punkte gewesen :

  • „Ideologische Orientierung der FachinspektorInnen ist eine Gefahr für die Qualität des IRU“
  • „Intensive Beobachtung des IRU durch die Schulleitungen“
  • „An der KPH unterrichten weiterhin leider Dozenten, die die Säulen des politisierten Glaube in Wien sind“
  • „Isolierung der SchülerInnen in bestimmten Bezirken müssen aufgebrochen werden: Physisch mittelfristig nicht möglich, aber Aktivitäten in anderen Bezirken können in Anspruch genommen werden.“

„Das Sprachproblem ist kein technisches, sondern ein emotionales Problem, daran muss man arbeiten, damit Kinder mehr Freude an der Sprache empfinden.“

 

Categories: Ausgewählt
Read More
23 Aug
By: TKG 0

TKG verurteilt den Angriff auf den Präsidenten der Jüdische Gemeinde Graz auf das Schärfste!

Der Präsident der Jüdischen Gemeinde Graz, Elie Rosen, ist am Samstagabend vor dem jüdischen Gemeindehaus von einem Unbekannten mit einem Holzprügel attackiert worden, bestätigte der Sprecher des Landespolizeikommandos Steiermark, Fritz Grundnig. Nach zwei Angriffen auf die Grazer Synagoge binnen weniger Tage wurde am Samstag Elie Rosen mit einem Holzprügel attackiert.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG) verurteilt den Angriff auf den Präsidenten der Jüdische Gemeinde Graz , Elie Rosen auf das Schärfste. Unsere Mitgefühl und Gedanken sind bei Elie Rosen und der jüdischen Gemeinde in Graz.In Österreich darf heute, morgen und auch übermorgen Judenhass und Antisemitismus keinen Platz haben. Wir solidarisieren uns in Österreich lebenden JudenInnen und fordern dass die Täter rasch ausgeforscht und für ihre Tat zur Rechenschaft gezogen werden.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG)

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200822_OTS0029/erneuter-anschlag-auf-grazer-synagoge

 

 

Categories: Ausgewählt
Read More
21 Aug
By: TKG 0

TKG: Die heutige Umwandlung der ehemaligen Chora-Kirche in Istanbul in eine Moschee ist sehr bedauerlich!

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) findet die heutige Umwandlung, einer der schönsten ehemaligen ca.1400 Jahre alten Chora-Kirche, in eine Mosche sehr bedauerlich. Die frühere Kirche war seit 1945 ein Museum und gilt als eines der wichtigsten byzantinischen Baudenkmäler in Istanbul. Bekannt ist der Bau vor allem wegen seiner Fresken und Mosaike. Die Geschichte des Baus reicht offiziellen Angaben zufolge bis ins 6. Jahrhundert zurück und ist besonders wegen seiner Fresken und Mosaike eine beliebte Touristenattraktion. Er gilt als eines der wichtigsten byzantinischen Baudenkmäler Istanbuls. 1511 wurde die damalige Kirche von den Osmanen in eine Moschee umgewandelt. Ab 1949 wurde die Chora-Kirche in eine Kirche-Mosche Museum umgewandelt.

Die Moscheen werden immer leerer

Es war nicht nötig, weil in Istanbul schon ca. 3271 Moscheen existieren und es keine Stadt auf der Welt gibt, die so viele Moscheen hat und laut seriösen Studien immer leerer wird.

Griechenland ist leider keine Vorbild

Das Griechenland keine einzige ältere Moschee in dem Land aus der 500-jährigen Geschichte erlaubt und in Kirchen umgewandelt hat und in der Hauptstadt Athen nicht eine einzige Moschee geblieben ist, sollte für die moderne Türkei kein Vorbild sein, weil man immer auch die schlechte Moschee-in-Kirchen-Umwandlung Griechenlands als Beispiel gibt. Die moderne Türkei hat immer, auch heute, die Kirchen und Synagogen erneuert, worauf alle TürkeInnen in der Türkei und in der Welt stolz sein können. Aber die Umwandlungen der Kirchen-Moschee-Museen in Moscheen, wie das Hagia Sophia-Museum und jetzt das Chora-Museum zeigt Eines: Ein Minderwertigkeitsgefühl im Jahre 2020 des politisierten Glaubens.

Die Mehrheit der TürkenInnen sind nicht einverstanden

Die Mehrheit der modernen Türkei ist mit diesen Entscheidungen nicht zufrieden, weil die Kirchen-Moschee -Museen  zu der Vergangenheit der Stadt Istanbul gehören und von UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt sind und damit der Menschheit gehören.

Laizistische Türkei

Die Türkei sollte eigentlich stolz sein, die einzige mehrheitlich muslimische Bevölkerung zu sein, die in der Verfassung durch den Gründer der türkischen Republik Atatürk den Laizismus in der Verfassung als unantastbaren Punkt eingebracht hat. Laizismus bedeutet nicht, wie viele annehmen, Religion und weltliche Angelegenheiten voneinander zu trennen. Laizismus heißt, die Legitimation der Herrschenden, beziehungsweise Regierenden, nicht auf Gott oder Recht zu gründen sprich politisierte Glaube, sondern auf den Willen des Volkes.

Dieser politisierte Glauben hat heute die Türkei in einen Moral und Ethik Problem-Sumpf hineinkatapultiert, weil die Religion für politische, wirtschaftliche, und soziale Ziele missbraucht wird. Eine unmoralische Gesellschaft ist eine verdorbene Gesellschaft. Religion darf nicht missbraucht werden, um Politik auszuüben bzw. Wahlen zu gewinnen oder Gewalt zu legitimieren. Wir wollen Friede daheim und Friede in der Welt. Und im Jahre 2020 kann das nur durch Respekt, friedliche Handlung, Wertschätzung, Brücken bauen statt zu zerschlagen, Aufklärung satt Vernebelung, Gestaltungswille statt Fatalismus und  insbesondere Empathie statt Egomanie, passieren.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich

Categories: AusgewähltWelt
Read More
07 Aug
By: TKG 0

Der internationale Österreichisch-türkische Presseverein in Wien-Gegründet 2000

Wird bald aktiviert!

STATUTEN

von

„THE INTERNATIONAL AUSTRIAN-TURKISH PRESS ASSOCIATION IN VIENNA“

Der internationale Österreichisch-türkische Presseverein in Wien

„A.T.P“

GEGRÜNDET 2000

Inhaltsübersicht

 

 

 

Categories: Ausgewählt
Read More
07 Aug
By: TKG 0

TKG ist gegen die Anerkennung als Volksgruppe in Österreich

Die in den letzten Tagen durch diverse Medien kolportierte Forderung nach einer Anerkennung als Volksgruppe in Österreich bezüglich der Menschen aus der Türkei, kommt für die Mehrheit der AustrotürkenInnen in Österreich nicht in Frage.

Inoffiziell leben in Österreich ca. 450.000 Menschen aus der Türkei (Neugeborene von österreichischen Staatsbürgern mit einberechnet).

Es wird in Österreich von keinem unabhängigen türkischen Verein bzw. österreichischer Zeitung in türkischer Sprache über die Anerkennung der Menschen aus der Türkei als Volksgruppe in Österreich bis jetzt diskutiert oder von jemandem verlangt. Wir kennen aus unserer Umgebung bis jetzt niemanden, welcher so eine Anerkennung als Volksgruppe verlangt.

Die AustrotürkInnen wollen in Österreich keinen Hass und keine Vorurteile aufgrund ihres Glaubens, Sprache oder Abstammung haben, was eigentlich durch die demokratische Verfassung der Republik Österreich geschützt ist.

Leider missbrauchen manche Parteien, NGOs und Medien Ihre Machtposition und betreiben tagtäglich auf dem Rücken von hunderttausenden Menschen aus der Türkei und Muslimen, welche in Österreich leben, billige, durchschaubare Politik.

Mit diesem gefährlichen Populismus zermürbt man den gesellschaftlichen Frieden und das seelische Leben sowie erschwert den Menschen das ohnehin schwere Leben.

Aber leider sind Verhetzungen in Österreich auf Kosten von Migranten, seit Jahren auf der politischen Tagesordnung.

Wir kennen aber sehr viele Leute, die sich aufgrund von Diskriminierungen und Nicht-Gleichbehandlung beschweren, was in den letzten Jahren vermehrt auftritt. Das sind Probleme die man durch nicht-hetzen und offene, konstruktive und zielführende Gespräche für das Wohl des Landes und des Zusammenlebens, lösen kann. Diskriminierungen auf Beamten Ebene, in der Schule, Arbeitswelt und bei der Wohnungssuche sind die häufigsten Probleme.

Die Mehrheit der Menschen in Österreich sind in allen Lebensbereichen voll integriert. Sie sind Ärzte oder Ärztinnen, AnwältInnen und RechtsanwältInnen, RichterInnen, ProfessorInnen, Landesabgeordnete, Abgeordnete im Parlament, BezirkspolitikerInnen etc.

Es gibt auch über 20.000 aus der Türkei stammende UnternehmerInnen und tausende StudentInnen und sie sind alle dankbar, dass sie in einem noch halbwegs gut funktionierenden, freiheitlich demokratischen und rechtsstaatlichen Land, der Republik Österreich, leben dürfen.

Sie sind stolz Bürger bzw. Citiyons dieser Republik Österreich zu sein, dessen Verfassung im Oktober 2020 einhundert Jahre alt wird.

Sie verlangen von PolitikerInnen, von BeamtInnen, Behörden und von der Magistratsdirektorin Chancengleichheit und Gleichbehandlung.

Sie wollen als MigrantenInnen Citoyens der Republik Österreich, unter der Fahne rot-weiß-rot und in der Tradition und im Geist der Aufklärung aktiv und eigenverantwortlich am Gemeinwesen in Österreich teilnehmen und dieses auch mitgestalten. Die Citoyens  als wehrhafte Demokraten sind sehr wertvoll für dieses Land, wenn man sie anerkennt. Sie kommen aus einem Land namens Republik Türkei, wo zum ersten Mal in der Welt, unter den mehrheitlich muslimisch lebende Staaten, eine laizistische, demokratische Republik gegründet wurde.. Unterstützen wir sie bitte…

In der österreichischen Verfassung unter Artikel 8.1. heißt es: „Die deutsche Sprache ist, unbeschadet der den sprachlichen Minderheiten bundesgesetzlich eingeräumten Rechte, die Staatssprache der Republik.“

Und unter der Bundesverfassung Artikel 8.2 steht folgendes:
„Die Republik (Bund, Länder und Gemeinden) bekennt sich zu ihrer gewachsenen sprachlichen und kulturellen Vielfalt, die in den autochthonen Volksgruppen zum Ausdruck kommt. Sprache und Kultur, Bestand und Erhaltung dieser Volksgruppen, sind zu achten, zu sichern und zu fördern. “
Die burgenländischen Kroaten, die Kärntner Slowenen, die Roma und Sinti und die Slowaken haben eine ganz andere Vergangenheit in Österreich und sind als Volksgruppen anerkannt.

Die aus der Türkei stammende Volksgruppen sind keine autochthonen (einheimische, alteingesessene) Volksgruppen in Österreich und deshalb sollte man die, aus dem 1. und 2. Weltkrieg auf einer traurigen Geschichte aufbauenden, Gesetze der Republik Österreich nicht strapazieren.

Die Austrotürken in Österreich sollten nach Meinung der TKG eher erst ihre Rechte, besonders gegenüber Diskriminierungen, nicht Gleichbehandlung, nicht ernstgenommener Chancengleichheit in Österreich mit der mehrheitlichen Bevölkerung offen diskutieren (offene Gesellschaft).

Für die aus der Verfassung gewonnenen Rechte der Gleichbehandlung und eine würdevolle Behandlung wehrhafter Demokraten die für die freiheitlich demokratische Rechtsstaatliche Grundordnung in Österreich einstehen, sollte man noch lauter verlangen. Das ist Demokratie.

Wir verlangen als TKG in aller Freundschaft gegenüber den Menschen aus der Türkei nicht unter dem Vorwand Erdogan Kritik bzw. IS bzw. politischen Islam, pauschal anzugreifen oder zu hetzen. Bis jetzt hat das nichts gebracht, ganz im Gegenteil, es hat die fundamentalistischen Kräfte innerhalb der Community bestärkt. Die Mehrheit der Menschen aus der Türkei, die ihren Lebensmittelpunkt in Österreich haben, schätzen und lieben Österreich als Heimat und möchten ebenbürtige Bürger dieses Staates werden. Sie möchten unter keinen Umständen die Probleme aus der Türkei bzw. aus anderen Ländern nach Österreich importiert sehen.

 

Fakt ist:

„Man geht davon aus, dass eine Volksgruppe dann vorliegt, wenn sie seit mindestens drei Generationen im Land lebt und sich eine eigene Sprache und Kultur bewahrt hat. „Das würde dafür sprechen, dass man in Zukunft auch Türken und Serben als Volksgruppe anerkennen muss“, meint Verfassungsjurist Bernd-Christian Funk. Die Sache sei aber strittig, so Funk. Man könne auch meinen, dass nur jene Volksgruppen anzuerkennen sind, die (beim Inkrafttreten der Verfassung) im Jahr 1920 im Land waren. Funk glaubt aber, dass aus Gründen der Gleichbehandlung rechtlich mehr dafür spricht, auch neue Volksgruppen anzuerkennen.  Wer als Volksgruppe gilt und somit gefördert wird, legt die Bundesregierung in einer Verordnung fest. Aufgezählt sind dort die slowenische, die burgenland kroatische, die ungarische, die tschechische und die slowakische Volksgruppe sowie die Roma. Der Innsbrucker Völkerrechtler Peter Hilpold hält diese starre Einteilung in anerkannte Volksgruppen und sonstige Minderheiten für überholt. „Wir brauchen mehr Flexibilität“, betont er. Dies habe auch der zuständige Ausschuss im Europarat gefordert.“(Die Presse, 08.04.2011)

1.) Zu den zentralen Aufgaben einer modernen Verfassung gehört der besondere rechtliche Schutz von Minderheiten im Staat. Angehörige ethnischer, sprachlicher, religiöser und anderer Minderheiten sollen vor Benachteiligungen geschützt werden. Die Erfahrung zeigt, dass das allgemeine Gebot, alle Menschen „vor dem Gesetz gleich zu behandeln“ sehr oft nicht ausreicht. Dies ist etwa dann schwierig, wenn ein Gesetz es nicht möglich macht, auf die spezifische Situationen einer bestimmten Bevölkerungsgruppe, einzugehen.

2.) Deshalb gebietet die Bundesverfassung nicht nur die Gleichbehandlung. Sie verbietet auch Diskriminierung, also die nachteilige Behandlung von jemandem, ohne, dass es dafür einen sachlichen Grund gibt.

3.) Vor allem die Frage der Aufstellung von zweisprachigen Ortstafeln hat immer wieder Anlass zu Konflikten gegeben, die schließlich vom Verfassungsgerichtshof entschieden werden mussten. Andererseits wurde im Bereich des Schulunterrichts und der Volksgruppenförderung sehr viel erreicht und umgesetzt.
Die Volksgruppenrechte schützen allerdings nur jene Minderheiten und deren Angehörige, die als Volksgruppen anerkannt sind und die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen. Menschen, die aus anderen Ländern nach Österreich gekommen sind und hier leben, können diese Rechte nicht in Anspruch nehmen, auch wenn sie schon StaatsbürgerInnen sind.

4.) Zu den Rechten der Volksgruppen zählt heute, dass sie ihre Muttersprache als Amtssprache bei Ämtern und Behörden gebrauchen können. Es gibt spezielle Bestimmungen für den Schulunterricht, die Sprachen- und die Kulturförderung. Ebenso müssen in Gebieten, in denen ein bestimmter Anteil an Volksgruppenangehörigen lebt, zwei- oder mehrsprachige Ortstafeln und Hinweisschilder angebracht werden.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

 

Mehr:

https://www.parlament.gv.at/PERK/VERF/VOLK/

 

https://www.diepresse.com/648970/volksgruppen-in-zukunft-auch-turken-anerkennen

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
23 Jul
By: TKG 0

TKG: „Hagia Sophia Entscheidung ist mir unserem Gewissen und Religionsverständnis nicht zu vereinbaren“

Ein souveräner Staat kann alle inneren und äußeren Angelegenheiten selbst entscheiden.

Es existieren auch ungeschriebene Gesetze.

Wir, die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG), bedauern trotzdem die Entscheidung am 10. July 2020 des höchsten Verwaltungsgerichts der Türkei, die eine nicht nur methodisch (usulen) gesehen verfassungswidrige, sondern auch eine zwingende populistische und politische Entscheidung bzw. als  Akte der Hilflosigkeit  die Hagia Sophia betreffend, ermöglicht hat.  („Ayasofya kararı esasen doğru  ama usulen yanlış karar/ Esas usula mukaddemdir“)

Es ist für uns als Anhänger und Unterstützer der modernen Türkei, sowie als wehrhafter Demokrat mit unserem Gewissen und Religionsverständnis nicht zu vereinbaren, dass man das Hagia Sophia Kirchen-Moschee-Museum im 21. Jahrhundert, wo man eigentlich viel mehr christlich-muslimische Brückenbauprojekte bräuchte und dringend sucht, durch das Missbrauchen und Politisieren der Religion wieder in eine Moschee umwandelt. Wir erheben hier Einspruch, weil das Hagia Sophia Museum Jahrzehnte lang für Völkerverständigung und religiöse Toleranz der modernen Türkei stand.

1935 wurde die Hagia Sophia unter Mustafa Kemal Atatürk, dem Gründer der säkularen Republik Türkei, zu einem Museum („Ayasofya Müzesi“) umfunktioniert, das jährlich Hunderttausende Besucher anzieht. Das zeigt auch die Toleranz und Großzügigkeit Atatürks und des türkischen Volkes. Wir sind stolz darauf, mit der Hagia Sophia eine christlich-orthodoxe und islamische Vergangenheit zu haben.

Nicht die Türken haben Byzanz und Hagia Sophia im Jahre 1204 während des 4. Kreuzzugs vorsätzlich zerstört und geplündert, sondern die Venezianer und Franken: „Vor 800 Jahren, am 13. April 1204, eroberte das Heer des vierten Kreuzzugs Konstantinopel und zerstörte damit das Byzantinische Reich, das seit der Spätantike die christliche Vormacht im östlichen Mittelmeerraum gewesen war. Bis heute gilt dieser Kreuzzug als die große katastrophale Pervertierung des Kreuzzuggedankens schlechthin. Der vierte Kreuzzug, so folgerte man aus der Eroberung Konstantinopels, habe ein für allemal den intoleranten, ja fanatischen Geist der Kreuzzüge bewiesen. So sprach der Kreuzzugshistoriker Steven Runciman pathetisch davon, dass „es niemals ein größeres Verbrechen an der Menschheit gegeben hat als den vierten Kreuzzug“, und 2001 bat Papst Johannes Paul II. bei einem Besuch in Athen offiziell um Vergebung, für die im Namen der katholischen Kirche auf diesem Kreuzzug verübten Verbrechen. Die anhaltende Empörung erklärt sich daraus, dass der vierte Kreuzzug der Erste gewesen ist, der sich ausschließlich gegen Christen richtete. “ (Prof. Dr. Ralph-Johannes Lilie)

Wo keine Wahrheit ist, ist auch keine Liebe. Reden wir über die Wahrheit.

Was sagt der Koran? 

In der Sure Hac – Vers 40 im Koran heißt es, dass es verboten ist, alte Gotteshäuser in Moscheen umzuwandeln. Der Schutz der Gotteshäuser ist eine internationale Verantwortung für die Menschheit. Wir müssen alle Gotteshäuser schützen, ohne dabei religiöse Differenzen zu machen. Gott schützt alle Menschen, ohne dabei die Religion zu differenzieren. Gott spricht alle Menschen an, wodurch der Schutz der Gotteshäuser nicht nur eine islamische Angelegenheit, sondern eine Angelegenheit für alle Menschen ist und somit eine internationale Verantwortung entsteht.

Die Begründung für die in Sure Hac – Vers 40 verkündete Erlaubnis, trägt einen deutlichen Internationalen Charakter, der an die Menschheit gerichtet ist: nämlich „den Schutz von Klöstern, Kirchen, Synagogen und Moscheen, in denen der Name Gottes oft genannt wird“. Mit diesen Worten bestätigt der Koran, dass die Moschee nicht der einzige Platz ist, der im Namen des einen Gottes gewählt wird. Wir verstehen das so, dass der Sure Hac – Vers 40 uns zu verstehen gibt, dass allen religiösen Gemeinschaften die Unversehrtheit ihrer Gotteshäuser zusteht. Wir interpretieren das somit so, dass nicht nur islamische Stätten geschützt werden sollen und weiteres auch, dass wir alle Recht auf Religionsfreiheit haben, bzw. das Recht, zu beten wo wir wollen. Somit sollen wir auch Kirchen und Synagogen schützen. Die Türkei hat diese Tradition bis jetzt verfolgt.

Das Museum, die Hagia Sophia, jetzt im 21. Jahrhundert in eine Mosche zurück zu wandeln ist infolgedessen nicht unterstützbar. Nicht nur, weil die Mehrheit der Türkinnen und Türken in der Türkei sowie im Ausland diese Entscheidung sicherlich nicht unterstützen, ebenso nicht nur, weil es in der Nähe der Hagia Sophia genug andere wenig besuchte Moscheen gibt (in Istanbul sind gerade 3065 Moscheen gebaut worden), sondern auch, weil die Türkei dadurch eigentlich seine Funktion als Brückenbauer zwischen Ost und West, zwischen Orient und Okzident sowie zwischen Süd und Nord verliert.

Nur weil in Griechenland oder auch im alten Cordoba de facto alle Moscheen in Kirchen umgewandelt wurden, sollte nicht durch den Wunsch nach Revanche, auch in der Türkei dieser Fehler gemacht werden. Darauf soll und kann man nicht stolz sein. In Europa leben über sechs Millionen Menschen, welche aus der Türkei stammen, woraus resultierend auch die Zahl der Moscheen und Cem Häuser  in Deutschland, Schweiz, Belgien, Österreich, Frankreich  bzw. in der EU  steigt . Mit der Umwandlung der Hagia Sophia wird in der Symbolpolitik ein falsches Signal an alle Muslime und Christen sowie an die gesamte Welt vermittelt.

Kein*e normale*r durchschnittliche*r türkische*r Staatsbürger*in, kurz die Mehrheit, will so eine Umwandlung des Hagia Sofia Museums.

Die kolportierten Zahlen, welchen nach 70 % der Türkinnen und Türken die Umwandlung unterstützen sollten, sind manipulierte Propagandaberichte, mit welchen die Opposition in der Türkei sowie die modernen Türkinnen und Türken im In- und Ausland unter Druck gesetzt werden.

Für die reaktionären Kräfte in der Türkei und deren verlängerten Arme in Europa gilt es, hier zuerst die Symbolwirkung der monumentalen Gebetsgebäuden zu definieren und de facto einen „Sieg“ gegen die säkulare moderne Republik Türkei und der Gründer der modernen Türkei Atatürk zu gewinnen, indem ein bedeutendes Museum zu einer Moschee transformiert wird.

Die christliche Welt sollte hier auf der Seite der modernen säkularen Türkei stehen und als Unterstützer dienen.

Die Türkei darf man an der Grenze der EU nicht verlieren.

Es ist wichtig, dass erkannt wird, dass die reaktionären Kräfte den Glauben sowie Gott für ihre Politik missbrauchen – etwas, das für den Weltfrieden bis jetzt nichts gebracht hat.

Man sollte Griechenland, Zypern, sowie die gesamte rechte Politik in Europa warnen und bitten, dass keine pauschalen Vorurteile gegen die Türkei, die Türkinnen und Türken sowie gegen die türkische Fahne mehr verbreitet werden sollen, wo die Spreu vom Weizen absichtlich nicht getrennt wird und pauschal „Dämonisierung“  stattfindet.  Diese Hetze kommt den reaktionären Kräften in der Türkei bloß zu nutzen.

Es muss mit dieser Scheinheiligkeit aufgehört werden.Wir, die TKG in Österreich, sind eine Think-Tank NGO, welche sich dazu verpflichtet fühlt, den pluralistischen, freiheitlichen, demokratischen und rechtsstaatlichen Prinzipien zu folgen. Dazu gehört das Missbrauchen des Glaubens nicht! Ganz im Gegenteil.

Wir wünschen uns „Friede daheim und Friede in der Welt“, so wie Atatürk Innen- und Außenpolitik für die moderne Türkei definiert hat und damit eigentlich den Grundstein der modernen Türkei gelegt hat.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

Links:

Einspruch für die Hagia Sophia

Warum die geplante Umwandlung des Weltkulturerbes in eine Moschee ein Sieg der Regierung gegen die säkulare Republik sein soll

https://kurier.at/meinung/einspruch-fuer-die-hagia-sophia/400955837

HAGIA SOPHIA: „WIR WOLLEN FRIEDEN UND KEINEN HASS“
Kritische Stimmen aus dem islamischen Raum zur Umwandlung des Gotteshauses in eine Moschee mehren sich – Obmann der „Türkischen Kulturgemeinde in Österreich“ gegen „Missbrauch und Politisierung der Religion“

https://www.pro-oriente.at/?site=ne20200722154903

„Wollen Frieden und keinen Hass“

In Österreich äußerte sich zuletzt auch die „Türkische Kulturgemeinde in Österreich“ (TKG) kritisch zur Umwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee.

https://www.kathpress.at/goto/meldung/1915255/experte-hagia-sophia-umwandlung-hat-mit-religion-wenig-zu-tun

 

Categories: TürkeiWelt
Read More
23 Jul
By: TKG 0

TKG unterstützt selbstverständlich Bekenntnisse zur österreichischen Verfassung

Wien/23.06.2020

Die Aussagen von Herrn Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka, in der er zum Bekenntnis zur Verfassung aufruft, werden nicht nur von der Türkischen Kulturgemeinde (TKG), sondern auch von anderen unabhängigen, freien österreich-türkischen Vereinen und Ihren MitgliederInnen unterstützt.

„Dass der Nationalratspräsident alle Muslime kurz nach der Präsentation der Dokustelle Politischer Islam zu einem Demokratiebekenntnis auffordert, riecht nach Generalverdacht.Das riecht im Anschluss an die Präsentation nach Generalverdacht. Wie: Wir trauen euch allen nicht so richtig, deshalb hört jetzt gut zu.“  (Der Standart, Jan Michael Marchart, 23.07.2020)

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) wird auch den 100. Jahrestag der Verfassung der Republik Österreich mitfeiern und dieses Ereignis durch Medien seinen Mitgliedern und den mehr als 400.000 Menschen aus der Türkei in Österreich nahebringen. Es muss klar sein, dass es den Rechtsstaat, die Gewaltenteilung, den Säkularismus und die freiheitlich demokratische Grundordnung, die durch die österreichische Verfassung gefestigt ist zu schützen gilt. Diese schützt jeden Menschen in Österreich, egal welcher Abstammung, Sprache, Religion oder Konfession er oder sie hat. Nicht nur das, die Türkische Kulturgemeinde in Österreich verlangt noch mehr Gewaltenteilung, Demokratisierung und Rechtsstaatlichkeit in

Österreich. Die Republik Österreich ist kein Selbstbedienungsladen für ausländische Fundamentalisten bzw. faschistische Organisationen, in dem man unter dem Vorwand Religionsfreiheit bzw. Demokratie und Solidarität, die gesamte mit Tränen, Schweiß und Blut gewonnenen Rechte der Verfassung der Republik Österreich aushöhlen kann.

TKG fordert: „Die Republik Österreich ist eine laizistische Republik“

Auf der anderen Seite darf die Republik auch kein Selbstbedienungsladen von Parteien, Bürokraten, Angestellten, Holdings, Medien, die demokratischen Wahlen bzw. ihre Macht missbrauchen werden.( Sprich: Institutionelle Korruption) Das Parlament ist sicher vor allem der  richtige Ort für die Diskussion über die Bekämpfung von Korruption und  zur Verschärfung des Korruptionsstrafrechts, zum Parteiengesetz, zum Lobbyistengesetz und zum Medientransparenzgesetz. Haben wir jetzt als TKG die erlaubten Grenzen( Nur über Islam und nur Opfer Spielen..) überschritten?

Bezüglich des laizistischen Islams, was sich der Nationalratspräsident der Republik wünscht, können wir das nicht nur unterstützen, sondern auch einen Schritt weiter gehen und den Begriff Laizismus in die Verfassung mit den folgenden Worten aufnehmen: „Die Republik Österreich ist eine laizistische Republik mit all seinen Gewaltenteilungen, dem Parlament und Bürokratiestruktur.“

TKG fordert  auch die Verankerung der Menschenwürde in der Verfassung genauso wie in Deutschland der Fall ist:  „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“  Warum findet in der österreichischen Verfassung  sich ein so expliziter Hinweis nicht?

Türkische Kulturgemeinde in Österreich( TKG)

https://www.derstandard.at/story/2000118926088/sobotkas-appell-an-muslime-ein-fatales-signal

https://kurier.at/politik/inland/sobotka-fordert-von-muslimen-bekenntnis-zur-verfassung/400979438

https://www.krone.at/2196725

https://www.derstandard.at/story/2000118913849/sobotka-fordert-oesterreichs-muslime-sollen-sich-zur-verfassung-bekennen

https://www.sn.at/politik/innenpolitik/sobotka-fordert-von-muslimen-bekenntnis-zur-verfassung-ein-90533704

https://www.diepresse.com/5843232/sobotka-verlangt-von-muslimen-bekenntnis-zur-verfassung

https://www.yenivatan.at/sobotka-fordert-von-muslimen-bekenntnis-zur-verfassung/

https://www.oe24.at/oesterreich/politik/sobotka-fordert-vom-islam-bekenntnis-zur-verfassung/438926067

Read More
11 Jul
By: TKG 0

Bosnien-Srebrenica: Völkermord mitten in Europa – Niemals vergessen!

WIEN. Anlässlich des Jahrestages des Völkermordes von Srebrenica, hat die Türkische Kulturgemeinde in Österreich am 11. Juli eine Gedenkveranstaltung an einem privaten Ort mit organisiert und wird heute teilnehmen.

Der Völkermord ereignete sich im Juli 1995 in Folge des Bosnien-Krieges. Die Türkische Kulturgemeinde hat mit ca. 250 Personen an die mehr als 8000 Opfer des Völkermordes gedenkt. Noch heute werde neue Opfer geborgen und beigesetzt.

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) fordert von der EU und von den Balkanstaaten, den Srebrenica Völkermord  und dessen Ursachen ohne Vertuschung genau zu erforschen. Die Frage welche wir ergründen möchten ist, wie es zu einem solchen Völkermord-Verbrechen mitten in Europa, vor den Augen der EU, kommen konnte? Könnten in Europa nochmals Srebrenica-ähnliche Völkermorde passieren? Was kann man dagegen tun? Es ist egal welche Seite und welche aktuellen gesellschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Entwicklungen solche teuflischen Ausartungen begünstigen.

Bida Smajlovic, prays near the Memorial plaque with names of killed in Srebrenica massacre before watching the Trial in Hague Tribunal, in Potocari near Srebrenica, Bosnia and Herzegovina March 24, 2016. Bida lost her husband and brother, and dozens members of family. REUTERS/Dado Ruvic TPX IMAGES OF THE DAY

„Völkermord an tausenden Bosniaken bleibt ein dunkler Fleck in der europäischen Geschichte“, erklärte der österreichische Außenminister am 25. Jahrestag des Massakers. „Völkermord an tausenden Bosniaken bleibt ein dunkler Fleck in der europäischen Geschichte“, erklärte der österreichische Außenminister am 25. Jahrestag des Massakers am 11.Juli.2020. Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) hat anlässlich des 25. Jahrestags des Massakers von Srebrenica betont, „der Völkermord von Srebrenica“ sei „das schlimmste Verbrechen in Europa seit Ende des zweiten Weltkriegs“ gewesen. Dieser Gedenktag diene „der Erinnerung an die tausenden Ermordeten, die ihr Leben in den Tagen nach dem 10. Juli 1995 verloren haben.“
„Völkermord an tausenden Bosniaken bleibt ein dunkler Fleck in der europäischen Geschichte“, erklärte der österreichische Außenminister am 25. Jahrestag des Massakers.

Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) hat anlässlich des 25. Jahrestags des Massakers von Srebrenica betont, „der Völkermord von Srebrenica“ sei „das schlimmste Verbrechen in Europa seit Ende des zweiten Weltkriegs“ gewesen. Dieser Gedenktag diene „der Erinnerung an die tausenden Ermordeten, die ihr Leben in den Tagen nach dem 10. Juli 1995 verloren haben.“

„Der Völkermord an tausenden Bosniaken bleibt ein dunkler Fleck in der europäischen Geschichte“, so Schallenberg in einer Aussendung am Samstag. „Heute erinnern wir uns an die tausenden unschuldigen Opfer und sind in Gedanken bei ihren Angehörigen“.

Schallenbergs deutscher Amtskollege Heiko Maas (SPD) hat eine weitere Aufarbeitung der damaligen Verbrechen angemahnt. „Am heutigen Tag sind wir mit unseren Herzen und unseren Gedanken bei den Opfern des Völkermords von Srebrenica und ihren Angehörigen“, erklärte Maas am Samstag. „Das Gedenken muss Ansporn sein, den Weg der Versöhnung und Aufarbeitung konsequent zu gehen.“

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich teilt die Schmerzen der Hinterbliebenen vom Bosnien-Srebrenica Völkermord und drückt auch heute nochmals Mitgefühl und Anteilnahme aus. Wir werden es niemals vergessen.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

Categories: AusgewähltWelt
Read More
10 Jul
By: TKG 0

Türkische Kulturgemeinde (TKG) verweigert mit niemanden in Österreich das Gespräch

Wenn es um die Heimat Republik Österreich geht ist der Rest Einzelheiten.

In den letzten Tagen wurden einige Vereine in den österreichischen Zeitungen genannt, welche sich für ein Gespräch mit dem Innen- und Integrationsministerium treffen sollten, um über die aktuellen Geschehnisse in Favoriten zu sprechen.

Wir, die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG), wurden per Telefonat über diesen runden Tisch informiert und haben dafür zugesagt.

In den Medien wurde nun mitgeteilt, dass viele türkische und kurdische Vereine verweigert haben, an diesem geplanten Gespräch teilzunehmen. Wir als Think-Tank NGO gehören nicht zu diesen Verweigerern. Es geht um das friedliche Zusammenleben in Österreich.

Es geht um die freiheitlich demokratische und rechtsstaatliche Republik Österreich, wo niemand ein Herren- bzw. Untermensch ist. Wir sind dankbar in Österreich, trotz vieler Probleme,  in einem rechtsstattlichen Staate mit Gewaltenteilung, in Freiheit leben zu dürfen. Wir wissen es als wehrhafte Demokraten sehr zu schätzen und zu schützen.

Es geht um ein „vielgeprüftes und viel geliebtes Land“, die Republik Österreich, wo das Vereinsgesetz nicht von Parteien mit Tempelgemeinden und die von der EU anerkannten terroristischen Organisationen aus dem Ausland, als Selbstbedienungsladen bzw. Hinterland verwendet wird. In diesem Fall sollte, wie bis jetzt, das berühmte österreichische Sprichwort:
„Leben und leben lassen“ bzw. „Eine Hand wäscht die andere“ nicht mehr gelten. Es reicht nämlich…

Als Think-Tank Organisation warnen wir: „Die Brandstifter bzw. Brandbeschleuniger dürfen weder als Feuerlöscher noch Experten, insbesondere bezüglich der Probleme in Favoriten, wie Integration bzw. ähnliche Probleme, ab jetzt nicht mehr salonfähig gemacht werden“

In Favoriten haben stellvertreterkriegsähnliche Zustände stattgefunden, die in Zukunft Österreich große Probleme verursachen werden, welche sich niemand wünscht. Deswegen erwarten wir von den Parteien und Medien in aller Freundschaft nicht Hetze, sondern zum Wohle der Republik Österreich, große Vorsicht. Man kann nicht vorsätzliche, Menschen verächtliche Verhetzung als Berichterstattung bzw. Kommentar unter dem Volk, mit den Steuergeldern des Bundes und der Städte sowie Versicherungen, Lebensmittelketten, Banken etc., die in diesen Zeitungen ein Inserat buchen, verbreiten.  Es schmerzt…Wir rufen alle zur Verantwortung!

Wir waren die Ersten, die am Freitag vorletzte Woche sofort mit sehr vielen Vereinen und Personen in Wien Kontakt aufgenommen haben, um die Geschehnisse aus erster Hand zu erfahren und die Öffentlichkeit darüber zu informieren.

De facto, die Mehrheit der Menschen aus der Türkei in Österreich, egal ob sie sich türkisch oder kurdisch fühlen, haben mit den jüngsten Ereignissen in Favoriten, welche wir scharf verurteilen, nichts zu tun!
Trotzdem wurden leider viele dieser Kurdinnen und Kurden bzw. Türkinnen und Türken in der Öffentlichkeit dämonisiert, worüber wir Einspruch erheben.

Die angebliche Vertreter der TürkInnen bzw. KurdInnen bzw. MuslimInnen vertreten weder KurdInnen, noch TürkInnen, noch MuslimInnen.

Aber in den Medien wird der Kurde bzw. der Türke bzw. die Muslime für die Ereignisse leider pauschal verantwortlich gemacht.

Die Mehrheit dieser Menschen ist friedliebend sowie besonnen, lebt seit über fünfzig Jahren in Österreich und identifiziert sich mit vielen schönen österreichischen Werten, wie Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung etc.

Diese Menschen wollen weder aus dem Nahen Osten, aus der Türkei, noch aus dem balkanischen Bereich importierte Konflikte hier in Österreich, insbesondere nicht in Arbeiterbezirken wie Favoriten, in welchen sehr viele Menschen aus verschiedenen Kulturen und Nationen leben.

Sie wollen diese schmutzigen importierten Kriege nicht vor ihren eigenen Haustüren sehen, weil ihnen das Zusammenleben mit verschiedenen Nationen und Religionen unter der Rot-Weiß-Roten Fahne sehr wichtig ist.

Das sagen alle Menschen, mit welchen wir im Namen der TKG in den letzten Tagen Interviews und Gespräche geführt haben. Für diese Menschen ist Österreich die neue Heimat mit vielen Pflichten und Rechten, die in der österreichischen Bundesverfassung festgeschrieben wurden und am 30. Oktober 2020 hundert Jahre alt wird. Hier ist es wichtig, die Spreu vom Weizen zu trennen und die Wörter „Türke“ oder „Kurde“ nicht so inflationär mit Gewalt, Terror, Mord, Kriminalität unter dem Vorwand „Aufklärung“ zu verwenden und vermischen.

Keine politische Partei in Österreich oder aus anderen Ländern, darf in Österreich eine Religionsgemeinschaft oder Kultusgemeinde gründen und die Religionsfreiheit in Österreich oder das Islamgesetz missbrauchen. Keine politische Partei darf aus dem Ausland in Österreich, weder eine Kirche noch eine Mosche betreiben. Eine der Wurzeln der Probleme liegt hier und man sollte das Problem nicht unter dem Vorwand „wir sind ein Rechtsstaat“ unter den Teppich kehren.

Es geht um die freiheitliche, demokratische, säkulare Republik Österreich, die wir, egal wann und wo, unabhängig als wehrhafte Demokraten schützen werden.

Die Republik Österreich darf kein Selbstbedienungsladen werden. Die AustrotürkInnen und AustrokurdInnen haben für Österreich in den letzten fünfzig Jahren, sei es als Arbeiter*innen, Krankenpfleger*innen, Ärztinnen und Ärzte, Wissenschaftler*innen, Unternehmer*innen etc. sehr viel geleistet.

Sie wünschen sich nur das Beste für das Land Österreich.

Nein!
Nein zur Vernebelung,
Vereinfachung, Infotainment, Fortschreibung, Oberflächenpolitur, Egomanie, Anpassung, Belehrung, „Anything goes“, Fatalismus!

Ja!
Ja zur Aufklärung statt Vernebelung,

Differenzierung statt Vereinfachung,

Analyse statt Infotainment,

Utopien statt Fortschreibung,

Tiefenschärfe statt Oberflächenpolitur,

Empathie statt Egomanie,

Widerspruch statt Anpassung,

Auseinandersetzung statt Belehrung,

Werte statt „Anything goes“.

Gestaltungswille statt Fatalismus!

Ja zur wehrhaften, freiheitlich demokratischen und rechtsstaatlichen Republik Österreich!

Die TKG in Österreich wird alle Bemühungen und Maßnahmen unterstützen, die die säkulare Verfassung der Republik Österreich unterstützen.

Ohne Scheinheiligkeit…„Scheinheiligkeit ist die Sprache der Korrupten“

Türkische Kulturgemeinde in Österreich ( TKG)

Links:

TKG: VERSAMMLUNGSGESETZ DARF NICHT MISSBRAUCHT WERDEN

TKG: Versammlungsgesetz darf nicht missbraucht werden

Die Türkische Community ist verwundert, distanziert sich und verurteilt die Ereignisse in Favoriten

Categories: Ausgewählt
Read More
02 Jul
By: TKG 0

TKG: „Einspruch für die Hagia Sophia“

KURIER Gastkommentar 

In der Türkei wird immer wieder ein Pseudoproblem im Bezug auf die Hagia Sophia erschaffen. Aktuell wird nach einem erneuten Umwidmungsaufruf vom obersten Verwaltungsgerichtshof „Danistay“ am 2. Juli eine Entscheidung erwartet.

„Aktuell wird nach einem erneuten Umwidmungsaufruf vom obersten Verwaltungsgerichtshof „Danistay“ am 2. Juli eine Entscheidung erwartet. Kein normaler, durchschnittlicher türkischer Staatsbürger, kurz: die Mehrheit, will so eine Umwandlung.“

https://kurier.at/meinung/einspruch-fuer-die-hagia-sophia/400955837?fbclid=IwAR1U0v2-tvaUizxjhQbEXohm0N3jMhjyzzrKVCm0wwxt4nu1dbo6G_F_PoE

Categories: AusgewähltTürkei
Read More
02 Jul
By: TKG 0

Offener Brief an den 1.Parlamentspräsidenten und an alle Parlamentarier der Republik Österreich

„Kein  Buch (Koran, Bibel, etc.) darf man mit dem Corona-VIRUS vergleichen….“

Mehrere austrotürkische NGOs haben sich am 30.06.2020 vor dem österreichischen Parlament bei einer Versammlung, die von der Polizei Wien genehmigt wurde, zusammengefunden um einen schwarzen Kranz niederzulegen. Der Kranz drückt Enttäuschung, Entsetzen und Trauer aus und ist ein Protest gegen den 3. Nationalratspräsidenten Norbert Hofer aufgrund seiner Aussage: „Der Koran ist gefährlicher als das Corona (Virus).“ Die Vereine haben sich, wie von der Polizei gebeten wurde, vor dem originalen Parlament versammelt, wo auch die Presse dabei war. Nachher wurde der schwarze Kranz bei dem aktuellen Parlamentssitz von zwei Personen niedergelegt. Das Ereignis hat in der türkischen Presse in der Türkei, in europäischen türkischen Zeitungen sowie im Fernsehen große Aufmerksamkeit erhalten. Es wurde auch ein offener Brief an den Parlamentspräsidenten und an alle Parlamentarier beim Parlamentssekretariat abgegeben. Unten veröffentlichen wir die Bilder und den offenen Brief. Auf einem Plakat wurde folgendes verlautbart: „Kein  Buch (Koran, Bibel, etc.) darf man mit dem Corona-VIRUS vergleichen. Wir fordern den Rücktritt des 3. Nationalratspräsidenten der Republik Österreich!“

Offener Brief an den 1.Parlamentspräsidenten und
an alle Parlamentarier der Republik Österreich

Kranzniederlegung der unabhängigen türkischstämmigen NGO’s vor dem Parlament.
Kein heiliges Buch (Tora, Talmud, Bibel, Koran etc.) darf man mit dem Corona-Virus vergleichen.
Wir fordern den Rücktritt des 3. Nationalratspräsidenten der Republik Österreich wegen dieser Nazidiktion!

Sehr geehrter Herr Parlamentspräsident Mag. Sobotka!

Sehr geschätzte Parlamentarier der Republik Österreich!

Wien, 30.06.2020

Wir sind heute, am 30. Juni 2020, hier vor dem Parlament mit ca. 30 unabhängigen, austro-türkischen NGOs zusammengekommen, um mit diesem in schwarzer Farbe gehaltenen Kranz unser Entsetzen, unsere Trauer und unsere Bedenken zu äußern.

Dieser schwarze Kranz ist ein Symbol für unser Vertrauen an die österreichische, freiheitliche und demokratische Grundordnung und unseren starken Glauben an den Rechtsstaat. In diesem Jahr 2020 begehen wir die hundertjährige Verfassungsgeschichte der Republik Österreich. Wir sehen die österreichische Verfassung als unser einziges verbindliches, schützendes, Grenzen aufzeigende Rechtsgrundlage, welche wir mit seinem Wertekanon respektieren und als ersten und letzten Hafen für unsere Würde, Rechte und Pflichten ansehen.

Der 3. Nationalratspräsident der Republik Österreich hat bei einer öffentlichen Veranstaltung gesagt: „Der Koran ist gefährlicher als das Corona (Virus) “  Der 3. Nationalratspräsident der Republik Österreich hat am nächsten Tag bei Ö24 seine Aussage weder relativiert noch zurückgenommen, sondern mit der Aussage: „Es ist mir nicht aus dem Mund gerutscht“ gekontert. Er hat die österreichische Geschichte nach dem Nationalsozialismus im Jahre 1945 im Juni 2020 erneut mit solchen Nazi-Diktion einbetoniert. Eine Person, welche ein derartiges Gedankengut vertritt, schadet der Republik, schadet dem Parlamentarismus und ist für die Würde des Hohen Hauses untragbar. Hier, kann und darf man nicht, nach halbherzigen Aussagen von manchen im Parlament vertretenen Parteien schulterzuckend zur Tagesordnung übergehen.

Wir möchten mit dieser Kranzniederlegung vor dem Parlament unseren Anspruch und zu gleich unsere Bestürzung gegen die unerträglichen Aussagen des 3. Nationalratspräsidenten der Republik Österreich in aller Offenheit zum Ausdruck bringen. Herr Hofer hat mit seiner Nazi-Diktion 800 000 Menschen, die in Österreich leben (2 Milliarden Muslime weltweit) – in seiner Funktion als 3. Nationalratspräsident der Republik Österreich einem Virus( Parasit, Krankheit) gleichgesetzt und dadurch entmenschlicht bzw. dehumanisiert sowie als Krankheit bezeichnet, welche es zu vernichten bzw. beseitigen gilt.

Herr Hofer hat als 3. Nationalratspräsident, nachdem er alle Muslime und ihr heiliges Buch als Virus in einer Nazi-Diktion dämonisiert und einem Parasiten gleichgesetzt hat, bei einer darauffolgenden Sendung auf „ServusTV“  noch mehr Öl ins Feuer gegossen. Indem er sich in einer verzerrten Darstellung der Opfer-Täter-Umkehr in übelster Form bedient hat. Hofers Worte in der Sendung: „Hoffentlich sind nicht alle Muslime solche Terroristen.“

Die goldene Regel, als Grundsatz der praktischen Ethik, besagt: „Behandle andere so wie du von Ihnen behandelt werden willst“. Der berühmte kategorischen Imperativ des Philosophen Immanuel Kant lautet: „Handle nach denjenigen Maxima, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Unsere Frage an den höchsten Vertreter des Volkes der Republik Österreich: „Würden Sie so eine Nazi Diktion (Siehe „Jüdischer Parasit, Virus Sprache“ NSDAP) nach 1945 oder nach dem Ibiza Video, bei dem es geheißen hat: „So sind wir nicht“, egal ob Sie gläubig sind oder nicht, akzeptieren?“ Falls nicht fordern wir Sie als 1. Nationalratspräsidenten in aller Höflichkeit auf, die notwendigen Schritte in die Wege zu leiten, um den 3. Nationalratspräsidenten der Republik Österreich abzuwählen. Er hat mehrfach bewiesen, dass er für das Ansehen der Republik und die Würde des Amtes nicht würdig ist.

Wer in einer der höchsten Funktionen des Staates als 3.Nationalratspräsident der Republik Österreich und unseres Parlaments, solche verhetzenden Aussagen (Tatbestand der Verhetzung – Paragraf 283 und Paragraf 188 Herabwürdigung religiöser Lehren) vertritt, tätigt und noch bestätigt, muss umgehend von seiner Funktion als 3. Nationalratspräsident abgelöst werden. Nur so ist der Schaden vom Hohen Haus, vom Parlament und den anderen Parlamentariern abzuwenden.

Zuerst war der Talmud der Parasit( Siehe „Jüdischer Parasit- Virus“ Diktion der NSDAP), mehr als jedes andere Buch, das die NSDAP als schlüssigen Beweis für die Minderwertigkeit der Juden und die Rassengefahr des jüdischen Volkes und Religion verwendeten. Der Talmud ist das Hauptwerk der „mündlichen Lehre“, das Diskussionen jüdischer Gelehrter aus mehreren Jahrhunderten umfasst. https://blog.nli.org.il/en/nazisandthetalmud/

Der dritte Nationalratspräsident in Österreich Norbert Hofer verwendet im Jahr 2020, im freiheitlich demokratischen Rechtsstaat Österreich, die selbe Diktion wie sie zu Zeiten des Nationalsozialismus existierte. Corona ist ein Virus, ein Virus begegnet dem Organismus nur als Parasit.

3. Nationalratspräsident der Republik Österreich Hofer dämonisiert pauschal gegen den Koran und alle Muslime aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit (Hauptbuch: Koran), gegen eine Religionsgemeinschaft Islam (Hauptbuch: Koran) die in Österreich und die seit über 100 Jahren in Österreich anerkannt ist.

Hofer versucht in der Funktion als 3. Nationalratspräsident der Republik Österreich alle Muslime in Österreich und in der Welt als Anhänger einer parasitären Religion mit dem Koran, den er kulturrassistisch dämonisiert und verachtet unserer Meinung nach, mittels geistigen Freiticket, zuerst zu deportieren und wenn nicht dann zu vernichten.

Sie Herr 1. Nationalratspräsident und alle ParlamentarierInnen sind gefordert, ihren Worten des „Nie wieder“ auch Taten folgen zu lassen.

Kein heiliges Buch (Tora, Talmud, Bibel, Koran etc.) darf man mit dem Corona-VIRUS(Parasit) vergleichen. Wir fordern den Rücktritt des 3. Nationalratspräsidenten der Republik Österreich wegen dieser Nazidiktion.

Hochachtungsvoll,

Die unabhängigen austro-türkischen Vereine in Österreich
Wien, 30.06.2020

http://www.turkischegemeinde.at/2020/06/virus-parasit-gestern-talmud-heute-koran-tkg-fordert-ruecktritt-des-dritten-nationalratspraesidenten-norbert-hofer/

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20201016_OTS0149/tkg-bedauert-die-entscheidung-des-nationalrats-bezueglich-dem-3-nationalratspraesidenten-und-fpoe-chef-norbert-hofer

https://www.sondakika.com/haber/haber-avusturya-da-kuran-i-kerim-e-hakaret-eden-irkci-13375956/

https://odatv4.com/sondakika.php?n=avusturyada-kurani-kerime-hakaret-eden-irkci-lider-istifaya-cagrildi-30062006

https://www.internethaber.com/avusturyada-turk-stklerden-kuran-koronadan-daha-tehlikeli-diyen-asiri-sagci-lidere-istifa-cagrisi-2111440h.htm

https://havadis.at/haber/avusturyada-turk-stklerden-kuran-koronadan-daha-tehlikeli-diyen-asiri-sagci-lidere-istifa-cagrisi-h13785.html

 https://www.haberler.com/avusturya-da-turk-stk-lerden-kur-an-koronadan-daha-13375484-haberi/

https://www.arti49.com/avusturya-meclisinin-onune-siyah-celenk-biraktilar-norbert-hofere-istifa-cagrisi-2345360h.htm

https://www.yenivatan.at/3-meclis-baskani-nazi-dilli-hofere-istifa/

https://www.haberjournal.at/m/avusturya/avusturyadaki-turk-stk-lardan-norbert-hofer-e-istifa-cagrisi-h18594.html

https://havadis.at/haber/avusturyada-turk-stklerden-kuran-koronadan-daha-tehlikeli-diyen-asiri-sagci-lidere-istifa-cagrisi-h13785.html

 https://www.virgulat.com/turk-stk-lardan-parlamento-onunde-basin-aciklamasi/7451/

https://www.yeniakit.com.tr/haber/kuran-i-kerime-hakaret-eden-naziye-istifa-cagrisi-1317519.html

https://www.yenialanya.com/haber/4937121/kurani-kerime-hakaret-eden-irkci-lider-istifaya-cagrildi

https://www.haber7.com/dunya/haber/2990771-kuran-i-kerime-hakaret-eden-irkci-lidere-istifa-cagrisi

 https://www.mynet.com/tv/embed/6521719/1?placement=featured_video

https://www.nethaber.com/gundem/kuran-i-kerime-hakaret-eden-lidere-istifa-cagrisi-25371

http://sohbet34.org/kuran-i-kerime-hakaret-eden-irkci-ondere-istifa-daveti.html/

http://www.sanalbasin.com/mobil/kuran-i-kerime-hakaret-eden-naziye-istifa-cagrisi-36729509/

https://www.dunyabulteni.net/avrupa/kur-an-i-kerim-koronadan-daha-tehlikeli-diyen-politikaciya-istifa-cagrisi-h471259.html

Kronen Zeitung, 01.07.2020

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
29 Jun
By: TKG 0

TKG: Versammlungsgesetz darf nicht missbraucht werden

Wir fordern auch alle Austrotürken in Österreich egal welche Versammlung bezüglich Türkei stattfindet zu respektieren und besonders friedlich und deeskalierend zur Kenntnis zu nehmen.

Wien (OTS) – Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) hat die gesamte Demo in Wien mit mehreren MitgliederInnen von verschiedenen Perspektiven beobachtet (Mittwoch bis Samstag) und möchte als freie Think Tank Organisation zum Wohle der Gesellschaft und Vielfalt der Meinungen für die Gegenwart als unsere freie Meinung und Erkenntnissen für die Geschichte festhalten:

1) Die pauschale Dämonisierung der Austrotürken durch unzuverlässige, halbgebildete und reaktionäre Lumpen-Jugendliche mit „Graue Wölfe Zeichen“, „Allahu Ekber“ bzw. „Erdogan Rufe“ Ausrufen muss aufhören. Die Türken in Österreich, die mehrheitlich die Arbeiterklasse sind, haben mit den „autonomen Linken bzw. allgemein Linken“ politischen Richtungen kein Problem, ganz im Gegenteil, sie sind dankbar. Gerade diese „Linken“ haben seit 50 Jahren die Austrotürken vor Rassismus bzw. Unterdrückungen aller Art geschützt. Das muss man in aller Offenheit und Klarheit betonen. Wenn die Linken in Österreich unter dem Vorwand „Versammlung“, bei der es eigentlich um Frauenrechte geht, egal ob in Österreich oder in der Türkei, die Menschenrechte in der Türkei kritisieren, muss aufgepasst werden, dass hier nicht Terror Organisationen (Bilder), die auch in Österreich und in der EU als Terrororganisation gelten und die „Politischen Konflikte“ aus er Türkei nach Österreich importieren. Noch dazu in einen Arbeiterbezirk wo mehrheitlich Ausländer, Flüchtlinge und Austrotürken leben, erwarten wir zumindest in aller Freundschaft, dass diese Versammlungen in Zukunft auf den Heldenplatz verschoben werden. Gegen Rassismus und Faschismus in Österreich und in der Türkei ist die TKG Seite als antirassistische und antifaschistische NGO bekannt. Wir müssen aber unsere Heimat Österreich von den Nah-Ost Konflikten, wo Terror jeden Tag herrscht, fern halten die wir seit 40 Jahren Tag und Nacht kennen und für Österreich nicht wünschen. Die Austrotürken haben in der Türkei genug von Terror, Hass und Konflikten aus der Türkei oder bzw. aus dem Nahen Osten. Die Türken in Österreich wollen in Österreich Frieden.

2) Nicht nur die Mehrheit der Austrotürken in Österreich, sondern de facto alle Austrotürken in Österreich, haben mit den bedenklichen Jugendlichen unter denen sich mehrheitlich „türkische, kurdische, aber auch syrische, irakische und tschetschenische“ Herkünfte finden, ein Problem.

3) Mehrere seriöse, unabhängige türkische Vereine und die regionale türkisch-österreichische Presse, haben sich von den unbekannten Jugendlichen nicht nur distanziert, sondern diese scharf verurteilt und deeskalierend gewirkt, unter anderem die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG).

4) Nachdem die TKG die Wiener Polizei und das Innenministerium bezüglich lascher Arbeit der Polizei am Mittwoch und am Donnertag am Freitag mit einer APA OTS Aussendung gewarnt hat, um das Hab und Gut der türkischen UnternehmerInnen und Menschen zu schützen und die beiden Gruppen nicht aufeinander treffen zu lassen, haben wir am Freitag Abend gesehen, dass der Polizei Einsatz nicht mehr so lasch war. Alle Wege wurden nicht nur gesperrt, sondern durch einen größeren Polizei-Einsatz wurde der Schaden begrenzt. Wir danken den Polizei Wien die ab Freitag eine Ausgezeichnete Arbeit geleistet die wir in Zukunft noch verbessert sehen wollen.

5) Bei dieser Videoaufnahme (siehe unten) sieht man, dass hier die Polizei am Mittwoch den 24.06.2020 den Park, der Ort an dem die unbekannten Jugendlichen versammelt waren, aufgesucht hat. Vor dem nicht einmal 100 Meter entfernten Ernst-Kirchweger-Haus ist vor den Jugendlichen korrekterweise eine Front gebildet worden, plötzlich sind allerdings alle Polizisten verschwunden. Daraufhin sind die Jugendlichen, die sich durch Provokateure gehetzt gefühlt haben, in Richtung Ernst-Kirchweger-Haus marschiert. Viele Menschen fragen sich warum hat hier die Polizei, obwohl sie vor Ort war, diesen verlassen und den Jugendlichen freie Bahn gelassen? Keine normalen türkischen Jugendlichen, die in Wien sozialisiert sind und in die Schule gegangen sind, wollen in ihrem Bezirk so etwas aggressives, mit 0815 und für Österreicher sehr abstoßenden Ausrufen.

https://youtu.be/aQ8gAfOP5pM

Wir fordern den Rechtsstaat und die Republik Österreich hier auf die Hintermänner auszuforschen und die Spreu vom Weizen zu trennen um nicht die gesamten Türken in Österreich zu dämonisieren und gegen den Missbrauch der Versammlungsrecht die wir auch als Grund-und Freiheitsrecht respektieren und hochalten.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich ( TKG)

Bild: (c) Parlament

 

Read More
26 Jun
By: TKG 0

Die Türkische Community ist verwundert, distanziert sich und verurteilt die Ereignisse in Favoriten

Wien , 26.06.2020 / Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) hat mit über 30 türkischen NGO Vereinen und mit mehreren Unternehmern in Favoriten gesprochen, die sich verwundert gezeigt haben, dass die Ereignisse in den letzten zwei Tagen so dermaßen ausgeartet sind. Sie wollen damit nichts zu tun haben und distanzieren sich von diesen inakzeptablen Vorfällen und verurteilen diese scharf.

Sehr schockiert zeigt sich auch der Klein-Unternehmer Baba Kokerec, da seine Fenster von einer österreichischen Dame, die vermummt war, zerstört wurden. Nicht nur das, er wollte seinen Namen nicht nennen, da er sein kleines Geschäft auf den Beinen halten muss: „Ich stamme aus der Türkei und lebe friedlich in Wien. Ich kenne diese Jugendlichen und auch die gegnerischen Vereine nicht. Ich appelliere an die Menschen, die Probleme aus der Türkei bzw. zwischenmenschliche Probleme, nicht hier in Wien auszutragen.“

Die regionale türkische Presse hat nicht wie behauptet wird, Öl ins Wasser geleert, sondern ganz im Gegenteil über Facebook Live Schaltungen die gesamten türkischsprechenden Österreicher zur Beruhigung aufgefordert, damit die Spreu vom Weizen getrennt wird.

Bei mehreren türkischen Vereinen kennt niemand diese Jugendlichen, unter denen Türken, aber auch sehr viele unbekannte Personen aus verschiedenen Ländern sind.

Es sollte nicht das Wort „Allahu Ekber“ bzw. „Recp Tayyip Erdogan“ in Wien als Slogan verwendet werden um Österreicher bzw. auch alle Menschen aus der Türkei zu provozieren und in ein schlechtes Licht zu stellen. Das das eine Provokation ist, sagen auch alle türkischen Vereine in Österreich und distanzieren sich von diesen Jugendlichen.

 

Auf der anderen Seite gibt es sehr viel Kritik an der Polizei Wien. Wieso durften die Jugendlichen durch eine Einbahnstraße marschieren? Warum erlaubt die Polizei Wien solche Versammlungen, obwohl es am Mittwoch schon Eskalationen gab, mitten in der Favoritenstraße, in der viele Menschen aus der Türkei leben?

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) ruft das Innenministerium und die Polizei Wien hiermit dazu auf, die beiden Gruppen in dem Arbeiterbezirk Favoriten, nicht aufeinander zukommen zu lassen, das Hab und Gut der Menschen zu schützen und hier unter dem falschen Vorwand das Demonstrationsrecht nicht missbrauchen zu lassen. Was wird passieren wenn hier sich tatsächlich Terroristen einmischen. Hier muss nicht Öl ins Feuer gegossen werden. Wir warnen…

Die Mehrheit der Austrotürken will die Probleme aus der Türkei nicht importiert sehen. Man will im Arbeiterbezirk Menschen gegeneinander aufhetzen und hier kann die türkische Community nur der Verlierer sein. Diejenigen, die Probleme aus der Türkei oder der Welt nach Wien bzw. nach Österreich bringen und daraus Politik machen wollen, sind hier nicht willkommen. Wir haben in Österreich genug Probleme. Wir wollen unsere Energie für Österreich verwenden und nicht für den Missbrauch aller Werte inkl. Religionen bzw. Menschenrechte.

Read More
18 Jun
By: TKG 0

Virus-Parasit: Gestern Talmud heute Koran! TKG fordert Rücktritt des dritten Nationalratspräsidenten Norbert Hofer

„Victim blaming oder blaming the victim, Täter-Opfer-Umkehr und Opferbeschuldigung ist die Beschreibung für ein Vorgehen, das die Schuld für einen Übergriff beim Opfer selbst sucht.“ Wird  in Österreich wieder Frechheit und Schamlosigkeit siegen?  Was bedeutet „Nie wieder/Never again“ bzw. “ So sind wir nicht“ (nach Ibiza-Video) in Österreich? Frage: Wie sind wir bitte? Hier eine Paradebeispiel  aus Wien …

 

Eine Analyse der Think Tank NGO „Türkische Kulturgemeinde in Österreich“ (TKG) 

Der dritte österreichische Nationalratspräsident Norbert Hofer, hat vorgestern und gestern unter der Vorwand „Kritik“ eine Religionsgemeinschaft, dessen Anhänger und deren heiliges Buch mit einer Virus-Parasitär-Diktion (Krankheit: Corona-Virus) der Propaganda der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) entmenschlicht sowie diffamiert und sich dann in der Öffentlichkeit als Opfer dargestellt. Wir verurteilen diese nicht akzeptablen, dummen Drohungen mit welchen Herr Hofer politisches Kleingeld zu verdienen versucht bzw. mit welchen er sich als Held gegen den Koran und gegen Muslime zu verkaufen versucht. Das ist eine primitive Schande für einen Mann der das Amt des dritten Nationalpräsidenten besetzt.

Anstelle sich zu entschuldigen und versuchen die Aussage zu relativieren, hetzt Hofer weiter!

Zum Vergleich des Corana-Virus‘ mit dem Koran steht der dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer weiterhin. Auf oe24.TV bestätigte er seine Meinung durch die Aussage: „Das ist mir nicht herausgerutscht.“

Fakt ist: „Corona ist ein Virus, ein Virus begegnet dem Organismus nur als Parasit. Das Virus als Parasit ist für die lebende Zelle ein unerwünschter, zehrender Gast, dessen Ansprüche vom Gastgeber mit pathogenen, toxischen, mutagenen, teratogenen oder onkogenen Schäden, die oft zum Tode führen, bezahlt werden müssen.“ (Quelle: Graf, Alfred. Viren Parasiten unseres Lebensraumes. Springer Verlag)

Somit versucht Hofer über den Koran und seine Anhänger ein Feindbild zu verbreiten, indem er das Corona-Virus als Parasit dem Koran gleichstellt. Er verwendet eine Methode, die wir alle aus der Geschichte des Antijudaismus bzw. Antisemitismus kennen. Damals wurde der Hass gegen die Juden und den Talmut verbreitet, heute ist der Hass mit den selben Argumenten gegen die Muslime und den Koran gerichtet (siehe der Film „Der Ewige Jude“).

1924/25 griff Adolf Hitler das Stereotyp in seiner Programmschrift ‚Mein Kampf‘ ebenfalls mit folgenden Worten auf: ‚Der Jude ist und bleibt der ewige Parasit (Virus), ein Schmarotzer, der wie ein schädlicher Bazillus sich immer mehr ausbreitet, sowie nur ein günstiger Nährboden dazu einlädt.“ 

Gestern Talmud heute Koran

Unmoral im Talmud, München 1933

The burning of books in Berlin, 1933. Source: Bundesarchiv, Germany

In die Tiefen des Bösen: Wie die Nazis den Talmud für antisemitische Propaganda „rekrutierten“: https://blog.nli.org.il/en/nazisandthetalmud/

Es war der Talmud, mehr als jedes andere Buch, das die Nazis als schlüssigen Beweis für die Minderwertigkeit der Juden und die Rassengefahr des jüdischen Volkes verwendeten.

Eine der härtesten antitalmudischen Veröffentlichungen dieser Zeit ist eine Broschüre mit Karikaturen, die von der antisemitischen Zeitung „Der Hammer“ mit dem Titel „The Jewish Appearance“ veröffentlicht wurde. Der Künstler Karl Relnik zeichnete 35 eindeutig antisemitische Illustrationen und kombinierte dies mit Wörtern und Sätzen aus dem Talmud.

Eine der bekanntesten Persönlichkeiten im nationalsozialistischen Deutschland war Julius Streicher, Herausgeber der antisemitischen Zeitung „Der Stürmer“. Viele Nazi-Intellektuelle veröffentlichten in dieser Zeitung giftige und detaillierte Angriffe auf das Judentum und seine Literatur, vor allem gegen den Talmud. Während den Nürnberger Prozessen gab Streicher zu, den Talmud ausführlich gelesen zu haben. Er sah sich als führender Experte für jüdische Werke, hauptsächlich den Talmud.

Der Nationalsozialist Johannes Pohl schrieb auch zwei Bücher über den jüdischen Talmud – eine Broschüre mit dem Namen „Die Religion des Talmud“ und ein längeres Buch mit dem Namen „Talmud Geist“. In diesem Buch erklärt Pohl die Struktur des Talmud und die Verpflichtung jedes Juden, das zu erfüllen, was darin geschrieben steht, einschließlich Juden, die sich nicht als religiös definieren. Das Buch enthält zahlreiche Zitate, die den jüdischen Hass auf Nichtjuden und den Glauben betonen, dass Juden das auserwählte Volk sind. Es ist interessant festzustellen, dass das Titelbild des Buches aus einer zensierten Ausgabe von Maimonides ‚Hilchot Avodah Zara (Gesetze des Götzendienstes) stammt.

Der dritte Nationalratspräsident in Österreich Norbert Hofer, verwendet im Jahr 2020, im freiheitlich demokratischen Rechtsstaat Österreich, die selbe Diktion wie sie zu Zeiten des Nationalsozialismus existierte. Er satanisiert pauschal gegen den Koran und seine Anhänger, gegen eine Religionsgemeinschaft die in Österreich seit über 100 Jahren anerkannt ist. Zwar ist die Aussage von Hofer nicht gegen den Talmud gerichtet, aber auf der selben Ebene, mit der gleichen bekannten Diktion, gegen den Koran. So etwas von einem Nationalratspräsidenten ist nicht tragbar. Er versucht hier alle Muslime als Anhänger einer parasitären Religion mit dem Koran, welchen er als noch gefährlicher als das Corona-Virus bezeichnet und somit mit Parasiten vergleicht und damit kulturrassistisch dämonisiert, verachtet und de facto versucht, mittels geistlichem Freiticket, zu vernichten bzw. deportieren.

Wir sind gegen jeglichen Fundamentalismus, politisierten Glauben und genauso gegen Rassismus aller Art! Man sollte hier keine gesamte Religion verunglimpfen. Wir warnen! Solche Aussagen geben einem Fundamentalisten Kraft und bringen Terror nach Österreich.

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich warnt in aller Höflichkeit und Offenheit: jede weitere Stunde, jeder weitere Tag, in welcher bzw. an welchem Hofer dieses Amt besetzt, ist ein Schlag gegen die demokratische Verfassung der Republik Österreich.

Wir leben in einem Land, in welchem die Würde der Menschen geschützt werden muss und in welchem Menschen aufgrund ihrer Glaubens- bzw. Religionsgemeinschaft weder direkt noch indirekt, mit einem parasitären Virus, wie das Corona-Virus, verglichen werden dürfen. Die Aussagen erfüllen unserer Meinung nach den Tatbestand der Verhetzung – Paragraf 283 und Paragraf 188 Herabwürdigung religiöser Lehren. Alle demokratischen Vertreter der Republik Österreich sind dazu verpflichtet, ihre freiheitlich demokratische Verfassung und Grundhaltung zu schützen. Aussagen wie, „Nie mehr“ bzw. „So sind wir nicht“ sollten ernst genommen und eingehalten werden.

Read More
15 Jun
By: TKG 0

Türkische Kulturgemeinde: „Die Hagia Sophia muss ein Museum bleiben! Sie gehört der Menschheit.“

In der Türkei wird gerade, als ob es keine anderen Probleme gäbe, leider ein Pseudoproblem über die Hagia Sophia (Die Heilige Weisheit) von den reaktionären Kräften erschaffen, das heiß, verletzlich und spaltend  diskutiert wird. Am 2 Juli 2020 wird nach einem erneuten Umwidmungs-Aufruf vom obersten Verwaltungsgerichtshof „Danistay“ eine Entscheidung erwartet, ob das Museum der Hagia Sophia erneut in eine Moschee umfunktioniert werden darf.

Die Hagia Sophia ist von der UNESCO als Kulturerbe der Menschheit anerkannt. Auch der oberste Verwaltungsgerichtshof der Türkischen Republik (Danistay) hat die Entscheidungen von Atatürk aus dem Jahre 1934 durch eine verbindliche Gerichtsentscheidung vor mehr als 10 Jahren schon bestätigt. Warum aber sollte der oberste Verwaltungsgerichtshof „Danistay“ der Türkei die Entscheidung jetzt rückgängig machen? In einem Rechtsstaat, darf so etwas nicht passieren.

Das kann und wird nur großes Unglück bringen

Die Türkische Kulturgemeinde (TKG) als  ein den pluralistischen, freiheitlichen, demokratischen und rechtstaatlichen Prinzipien verpflichteter Think Tank NGO fordert  die türkische Regierung in aller Freundschaft auf, im politischen, wirtschaftlichen, internationalen Interesse, sowie im Interesse der Türkei und der Auslandstürken die Moschee Diskussionen über das Hagia Sophia (Ayosofya) Museum zu beenden. Das kann und wird auf vielen Gebieten  im 21. Jahrhundert nur großes Unglück bringen.

1934  in ein Museum umgewandelt

Die im sechsten Jahrhundert erbaute Hagia Sophia, damals 900 Jahre die größte Kirche der Welt, wandelten Osmanen nach der Eroberung Konstantinopels, heute Istanbul, im Jahr 1453 in eine Moschee um. Unter Staatsführer Atatürk wurde sie nach 500 Jahren als Moschee 1934 profaniert und zu einem Kirche-Moschee-Museum umgewandelt. Unter der Regierung des Gründers der modernen Türkei Kemal Atatürk wurde im Jahre 1934 eine richtige und gute kulturpolitische Entscheidung getroffen. Atatürk und seine Mitstreiter hatten damals erkannt, dass die Widmung des Gebäudes für die junge Türkei ein religiöser und ethnischer Zündstoff ist. Die Regierung Atatürk und ihre Experten sahen, dass „die größte Bedrohung moderner Gesellschaften von den religiös oder ethnisch-rassisch motivierten Kulturkämpfen der Minderheiten, die durchaus die Mehrheit bilden können, ausgeht.“

Das Ziel von Atatürk und seinen zuständigen Freunden in der damaligen stark säkularen  Regierung war es, die Hagia Sophia als kulturelles Wahrzeichen der Welt zu präsentieren. Wir sind stolz darauf, mit der Hagia Sophia Museum eine christlich-orthodoxe,  römisch- katholisch( 1204-1261) uns ab 1453 auch islamische Vergangenheit zu haben. Seit 1934, also seit über 86 Jahren, ist die Hagia Sophia ein profanes Museum und wurde zum Weltkulturerbe ernannt, worauf viele Türken und Türkinnen in der Türkei, in Österreich und in der EU sehr  froh sind. Jetzt ist sie seit 1934 als Museum anerkannt und zeigt damit auch die Toleranz und Großzügigkeit der modernen Türkei die in Zukunft mehr und aber nicht weniger sein sollte.

Trotzdem wird seit Jahren von reaktionären Kräften in der Türkei versucht, unter dem Vorwand „Souveränität der Türkei“ beziehungsweise unter dem „Schwertrecht der Eroberung“ die Hagia Sophia wieder in eine Moschee umzuwandeln.

 

Nicht nur zeitgemäß ist sondern auch tief reaktionär

Die Moscheen in der Nähe der Hagia Sophia sind nicht so gut besucht, dass ein weiterer Gebetsort notwendig ist.  Fakt ist: Tagtäglich werden die über 84.000 Moscheen in der Türkei, aufgrund des Missbrauchs der Religion von bestimmten Sekten, Parteien und Organisation aus dem Aus- und Inland, leerer und leerer Die Hagia Sophia hat für das Christentum einen sehr wichtigen sozialen, architektonischen, kulturellen, politischen und klerikalen Wendepunkt durch mehrere Epochen verursacht. Die Wirkungen sind heute  in der Türkei und in der Welt vorhanden. Die reaktionären Kräfte wollen, dass die Hagia Sophia, die 1934 durch Atatürk in ein Museum umgewandelt wurde, nach 86 Jahren wieder in eine Moschee umwandeln. Das wird  indirekt auch die Auslandstürken in Österreich und in der EU. Nicht nur Auslandstürken, sondern alle Muslime in der Welt, die als MigrantInnen überall ( in der EU, Amerika, England etc. )leben negativ beeinflussen. Weil es nicht nur zeitgemäß ist sondern auch tief reaktionär

 

Wer will die Hagia Sophia in einer Moschee Umwandeln?

Laut dem staatlichen „Diyanet“ (deutsch Präsidium für Religionsangelegenheiten) existieren in der Türkei insgesamt 84.684 Moschen, davon 3.269 in Istanbul (Stand 30. August 2019). Vor einem Jahr haben sich in der „Camlica Moschee“ erstmals Gläubige zum Morgengebet unter dem Motto „die Größte Moschee in der Türkei“ versammelt. Die Camlica Moschee hat sechs Minarette und bietet Platz für bis zu 63.000 Menschen. Es gibt kein Land der Welt, das so viele Moschen hat oder baut. Nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland. Das Diyanet ist eine staatliche Einrichtung zur Verwaltung religiöser Angelegenheiten in der Türkei. Das Diyanet ist direkt dem Präsidenten der Republik Türkei unterstellt.

Die Hagia Sophia steht in der Türkei als Hauptinteresse auf der Liste der reaktionären Agenda. Das überholte Konzept des „Schwertrechts“, das einige reaktionäre und chauvinistische Historiker häufig und beharrlich aus der Mottenkiste der Geschichte zerren und immer wieder zitieren, wird gerne seit Jahren leider als aktuelles politisches Instrument von der gleichgeschalteten fundamentalistischen türkischen Presse verbreitet.

Der Hagia Sophia wird eine überhöhte gesellschaftspolitische Relevanz eingeräumt. Von Zeit zu Zeit werden die Umwidmungsphantasien auf die Tagesordnung der Politik gesetzt und damit das museale Gebäude politisch instrumentalisiert.

Man will hier eigentlich Sieg“ gegen die „säkulare“ Republik Türkei erringen

Das Kulturerbe der Hagia Sophia hat eine Transformation mit der Entscheidung durchlaufen, sich keinem Ritual einer Religionsgemeinschaft zu öffnen. Das utopische Ziel jener, die die Verwandlung der Hagia Sophia in eine Moschee vertreten, ist es, sich über die intakte
Republik und ihr säkulares Staatsverständnis hinwegzusetzen. Für die reaktionären Kräfte in der Türkei gilt zuerst die Symbolwirkung, die von dem monumentalen Gebets-Gebäude ausgeht. Sie wollen einen „Sieg“ gegen die „säkulare“ Republik Türkei erringen, indem ein bedeutendes Museum zu einer Moschee transformiert wird.

Nicht nur das. Das heutige Museum wurde seit den ersten Jahren der Republik von reaktionären und fundamentalistischen Kreisen und der Eroberung des Dschihad instrumentalisiert. Sie war auch das Zentrum vieler reaktionär-islamischer Referenzen. Es wird damit deutlich, dass auch historisch das Phänomen der Hagia Sophia mehr ein politisches Symbol als ein religiöses Bestreben ist.

Alle Einwände gegen die Umwandlung der Hagia Sophia in ein Museum waren vom ersten Tag an politischer Natur. Die bisherige politische Kritik scheint jedoch kaum einen konsequenten Anhaltspunkt zu haben. Fast alle Kritikpunkte an politischen Interessen treten unter chauvinistischen, modernisierungsfeindlichen und religiösen bzw. reaktionären Eigenschaften in den Vordergrund.

Im politischen Interesse sollten die Moscheediskussionen der Hagia Sophia als illegitime, unbegründete und inakzeptable Täuschung entlarvt und die Diskussion beendet werden. Der einzige Angriffspunkt, den nationalistische und reaktionäre Geister seit vielen Jahren vertreten, sind ideologische Rückzugsgefechte. Eine falsche und schädliche Stimmung, die von diesen Demagogen gespeist wird, hält von den ersten Jahren der Republik Türkei bis heute an. Die Debatte über die Hagia Sophia sehen wir als TKG  ungerechtfertigt an, weil sie als politische Agenda betrieben wird und sich keiner echten Diskussion stellen will.

 

Tolerant gegenüber allen Religionen. So haben wir es gelernt.

Wenn die Debatte bloß auf Religion und Nationalität reduziert wird, gibt es keinen Raum mehr für einen echten Dialog. Die moderne Türkei und die Mehrheit der TürkInnen sind tolerant gegenüber allen Religionen. So haben wir es gelernt.

Es handelt sich hier offensichtlich um eine einseitige Politik gegen die Modernisierung des Staates und gegen die moderne Türkische Republik. Diese engstirnige Politik ignoriert universelle Prinzipien und fordert unter dem Vorwand, angebliche islamische und ethnische Gefühle zu vertreten (was nicht stimmt), die Öffnung der Hagia Sophia für den Gottesdienst.

Die Kontroverse, die Hagia Sophia in eine Moschee zu verwandeln, ist ebenso religiös unbegründet wie staatspolitisch fehl am Platz. Auch nach Ansicht der Mehrheit nationaler Rechtsprechung -der oberste Verwaltungsgerichtshof der Türkischen Republik – ist dies nicht der Fall.

Die Umwandlung des Inneren des Gebäudes in eine Moschee würde viele innenarchitektonische Umbaumaßnahmen erfordern, die den historischen Zustand verändern und zerstören. Selbst unter strengsten Sicherheitsmaßnahmen wäre die bauliche Substanz stark gefährdet.

Darüber hinaus wird die UNESCO die Entscheidung, die Hagia Sophia in eine Moschee umzubauen, als politische Entscheidung werten. Alleine aus diesen beiden Gründen hat die UNESCO schon das Recht Istanbul allgemein von der Liste des Weltkulturerbes zu streichen. Diskussionen über die Hagia Sophia sind ein ernstes internationales Agenda-Thema. Ihre Umwandlung in eine Moschee ist unter den genannten Bedingungen oder den damit einhergehenden Gefahren und Auswirkungen unmöglich.

Dazu kommt noch der Zuwachs der Minderheiten, der MuslimInnen bzw. TürkInnen, die in der EU und in Österreich leben. Die Diskussion sorgt für Irritationen in der christlichen Welt.  Hetze gegen TürkInnen und der Türkei im Ausland sind die Folge. Die Türkei hat in den letzten Jahren mit den Steuergeldern der türkischen BürgerInnen immerhin dreißig wichtige Kirchen in der Türkei renoviert, worauf man sehr stolz sein sollte. Doch auch der Instandhaltung von Synagogen, wie z. B. jener in Edirne, der größten Synagoge Europas, wurde viel Aufmerksamkeit geschenkt.


Was erwarten wir?

In der Hagia Sophia muss ein modernes und lebendiges Museumsverständnis wie in Österreich geschaffen werden.

Die Vervollständigung der Bestandsaufnahme der vorhandenen Kulturgüter, die Umsetzung von Bauleitplänen, die Überwachung der archäologischen Stätten und der sie umgebenden Kulturlandschaft sind wichtige Themen.

Die Hagia Sophia ist ein einzigartiges Wertesymbol

Es ist nicht vertretbar eine solche historische Baustruktur mit ihrer komplexen Geschichte auf Konflikte zu beschränken, die wissenschaftliche Studien ignorieren. Hinter den Diskussionen darüber, dass die Hagia Sophia wieder in eine Moschee verwandelt werden soll, steht ein tiefer politischer Kampf.

Die Tatsache, dass die Hagia Sophia als Museum allen Besuchern gleichermaßen offen steht, ist die einzige Möglichkeit, die den universellen Wert dieses einzigartigen Denkmals offenbart. Die Hagia Sophia sollte als Museum erhalten bleiben, das mit universellen Konservierungs- und Restaurierungspraktiken alle kulturellen Relikte zu erhalten hat. Denn so ein wichtiges Wertesymbol existiert auf der Welt kein zweites Mal.

Die Hagia Sophia gehört keiner bestimmten Menschengruppe an. Sie gehört der gesamten Menschheit und steht lediglich unter der Verwaltung und Besitz eines Staates, der sich mithilfe von Stiftungen gewissenhaft und engagiert um ihren Erhalt kümmern soll.

Die Türkei und die Mehrheit ihrer BürgerInnen, sowie alle aus der Türkei stammenden Europäer und Europäerinnen in Österreich und in der Welt können auf diese Diskussion verzichten. Niemand muss sich mehr mit der Umwandlung der Hagia Sophia beschäftigen. Es geht nicht um die Umwandlung, sondern um den Erhalt eines Wertesymbols für die ganze Welt und Menschheit. Die TKG fordert, dass die Hagia Sophia als Museum mit universellem Konservierungs- und Restaurierungsbedarf für die kulturellen Relikte erhalten bleibt. Zudem schlägt die TKG die Gründung eines Hagia-Sophia-Instituts vor

Wir wünschen „Friede daheim, Friede in der Welt.“

Wir wünschen uns, dass die Türkei wieder mit diesen wichtigen Worten den eigentlichen Grundstein der modernen Türkei wiederfindet, ohne die Gesellschaft im In- und Ausland zu spalten.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)-

Obmann

DI Birol Kilic

 

Categories: Ausgewählt
Read More
22 Mai
By: TKG 0

TKG und Wiener Taxiverein begrüßen Deutschpflicht für Taxigewerbe

Wien (OTS) – Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) und der „Wiener Taxiverein“, ein aus mehrheitlich türkischen Taxifahrern bestehender Verein, begrüßen die vom Infrastrukturministerium erarbeitete Verordnung, welche einige Voraussetzungen festlegt, die Taxifahrer künftig erfüllen müssen. Unter anderem ist ein mäßiges beherrschen der deutschen Sprache (Sprachniveau B1) Teil der Verordnung.

Obmann des Wiener Taxivereins Hasan Aycicek, der selber aus der Türkei stammt, sieht die Deutschpflicht bei Taxifahrer*innen sogar als menschliche Pflicht und Respekt gegenüber der Stadt oder dem Ort wo man als Taxifahrer tätig ist.

Dazu der Obmann der TKG Birol Kilic: „Es ist das Mindeste, dass ein/e FahrerIn im Taxigewerbe in Österreich halbwegs der deutschen Sprache mächtig ist. Das Taxigewerbe ist eines der gefährlichsten und schwierigsten Gewerbe, da beispielsweise der Verdienst aufgrund der Konkurrenz immer eher weniger als mehr wird. Auch für das Image der Branche ist es wichtig, dass einfach in deutscher Sprache kommuniziert werden kann. Im Taxigewerbe arbeiten seit über 50 Jahren sehr viele eingesessene Türken für welche es ein großer Image Verlust wäre, wenn die Deutschpflicht nicht umgesetzt werde würde. FahrerInnen in der Taxibranche sollten nicht nur die Stadt oder den Ort in welchem sie Großteils fahren sehr gut kennen, sie sollten auch in der Lage sein mit den Kunden eine einfache Kommunikation in deutscher Sprache zu führen. Wie lieben unsere Stadt und erwarten für das Gemeinwohl sogar noch höhere Qualitäts- und Quantitätsvoraussetzungen von den TaxifahrerInnen für eine so wichtige Branche wobei die Stadt und die Wirtschaftskammer sie unterstützen sollten.

Categories: Ausgewählt
Read More
19 Mai
By: TKG 0

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich gratuliert Andrea Mayer zur Ernennung zur Kultur-Staatssekretärin

Spitzenbeamtin Andrea Mayer wird Kulturstaatssekretärin der Republik Österreich der Grünen. „Herzlich willkommen, und  viel Erfolg für die Arbeit im Kultur-Staatssekretariat“, so gratuliert der Obmann der Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG)  Birol Kilic der neuen Kultur-Staatssekretärin Andrea Mayer: „Wie freuen uns, hoffen auf eine gute Zusammenarbeit und wünschen alles Gute  für die Arbeit im Kultur-Staatssekretariat

 

 

Read More
23 Apr
By: TKG 0

Grüß Gott, lieber Ramadan!

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) wünscht in Österreich allen Musliminnen, Menschen aus der Türkei und ihren Mitgliedern (TKG)  alles Gute für einen besinnlichen und schönen Ramadan.

Am 23. Mai 2018 beginnt wieder der Ramadan. Auch für 700.000 Muslime in Österreich beginnt das Fasten vom 15. Mai bis 14. Juni.  Nicht alle Muslime fasten, aber alle schätzen und respektieren den Ramadan Monat. Während der Corana-Pandemie beginnt am Donnerstagabend beziehungsweise in der Nacht auf den 24. April (Freitag) für Muslime der Fastenmonat Ramadan – sobald die Neumondsichel gesichtet wird.

Der Obmann der Türkische KULTURgemeinde in Österreich(TKG), Birol Kilic:
     „ Wir wünschen allen Musliminnen, Menschen aus der Türkei,  allen unseren MitgliederInnen  (TKG) in Österreich alles Gute für einen besinnlichen und schönen Ramadan und sagen grüß Gott lieber Ramadan. Wir haben nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa und der Welt turbulente Zeiten wegen dem Corona-Virus . Wir müssen nicht nur gegen die Abspaltung und den Rassismus in der Gesellschaft und für das Zusammenleben in Österreich eintreten, sondern auch wie alle Menschen aus der Türkei in Österreich auch die Mehrheit der MuslimeInnen uns weiter an Corona-Gesetze und staatliche Forderungen halten und auf uns selber, auf unsere Familie und auf alle anderen Menschen in Österreich penibel aufpassen. Es folgt eine Zeit der inneren Ruhe, dem Versuch vom irdischen Leben Abstand zu gewinnen und sich nur dem einen und barmherzigen Schöpfer zu widmen. Ramadan ist die Zeit in welcher man mehr an Armut, Hunger und Teilung denken muss. Ramadan ist eine Erziehung zur Selbstüberwindung und zugleich ein Weg zur Bewusstmachung, dass es Menschen gibt, die tagtäglich Hunger erleiden. Ramadan ist eine Zeit, in welcher man in Österreich auch über die Werte der österreichischen Gesellschaft diskutiert.  Richtig. In diesem Monat der Reinigung wird ein besonderes Programm zur Erziehung aufgelegt. Unter Erziehung verstehen wir auch Bildung und Erinnerung an unsere gemeinsamen Werte in Österreich.“

 

Ramadan ?

Ramadan heißt übersetzt so viel wie „der heiße Monat“. Gemeint ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender. An einem Tag in diesem Monat soll der Koran auf die Erde gesandt worden sein. Dieser Zeitpunkt wird auch „Nacht der göttlichen Bestimmung“ genannt und wird hauptsächlich am 27. Ramadan gefeiert. Da der Termin durch den Koran jedoch nicht genau festgelegt ist, gibt es hier Unterschiede. In Deutschland wird dieser Zeitraum nach Angaben des Zentralrates der Muslime in Deutschland exakt astronomisch berechnet. Gefastet wird den gesamten Monat lang jeweils von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, in diesem Jahr ab den 24. April.

Darauf verzichten die Muslime im Ramadan

Nach dem muslimischen Gesetz bedeutet Fasten die Enthaltung von bestimmten Dingen: Verboten sind der Verzehr von Speisen und Getränken, Rauchen, Geschlechtsverkehr und Trunkenheit, so die Informationsplattform „islam.de“. Außerdem sind üble Nachrede, Verleumdung, Lüge und Beleidigung streng untersagt. Schweigen gehört ebenfalls zur Enthaltsamkeit im Ramadan.

Jeder Muslim, der geistig zurechnungsfähig, volljährig und körperlich dazu im Stande ist, muss fasten. Auch Minderjährige können fasten, hier gibt es aber ein Unterscheidungsvermögen. Schwangere, Kranke und Kinder sind nicht zum Fasten verpflichtet, wie die Informationsseite „islam.de“ bekannt gibt.

Schwangere und Kranke müssen die versäumten Fastentage aber nachholen. Laut einer Statistik, auf die sich das „National Bureau of Economic Research“ der USA bezieht, fasten die meisten schwangeren Muslimas trotzdem. Dadurch reduziere sich häufig das Geburtsgewicht des Kindes und die Länge der Schwangerschaft, wodurch körperliche und geistige Behinderungen der Kinder viel wahrscheinlicher würden.

Zuckerfest beendet den Fastenmonat

Am Ende des Fastenmonats, nach 29 beziehungsweise 30 Tagen, feiert man das Fest des Fastenbrechens, auch als kleines Fest oder Zuckerfest bekannt. Die Vorbereitungen beginnen bereits in den letzten Tagen des Fastenmonats.

Vorher muss jeder Muslim eine pflichtmäßige Spende entrichten, die auch als Almosensteuer des Fastenbrechens bekannt ist. Sie kommt Bedürftigen zugute und gehört nach Angaben des Verbandes der islamischen Kulturzentren zu den wichtigsten Pflichten eines Moslems. Anschließend wird drei Tage lang gefeiert.  Der erste Tag ist dabei laut „islam.de“ der Familie gewidmet. Obwohl das „große“ Opferfest im Pilgerfahrtsmonats eigentlich das höchste Fest der Muslime ist, wird das Fastenbrechen traditionell größer und umfangreicher gefeiert, ähnlich wie Weihnachten bei den Christen .(tkg, dpa)

 

Categories: Ausgewählt
Read More
21 Apr
By: TKG 0

TKG: Appell an Regierung bezüglich Ramadan-Monat

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) wünscht allen Musliminnen, Menschen aus der Türkei und ihren Mitgliedern (TKG) in Österreich alles Gute für einen besinnlichen und schönen Ramadan.

Der Ramadan beginnt übermorgen. Die Regierung sollte bitte MuslimInnen, wie es auch bei anderen Religionen gemacht wurde,  alles Gute wünschen. Nicht mehr und nicht weniger.

In Österreich leben derzeit hochgerechnet mehr oder weniger rund 750.000 Angehörige aus dem muslimischen Kulturkreis, davon ca. 300.000 Menschen aus der Türkei, davon mehr als 100.000 UnternehmerInnen. Man sollte vor der muslimischen Bevölkerung keine Angst haben. Sie schätzen die Republik Österreich weil sie hier ihre Freiheit genießen können.

Viele der MuslimInnen sind schon österreichische Staatsbürger und rechnen die freiheitlich, demokratische, säkulare und rechtsstaatliche Grundordnung Österreich hoch an. Viele der AustromuslimInnen leben nicht in ihren Ursprungsländern, weil es in diesen Ländern keine pluralistische, rechtsstaatliche Grundordnung, beginnend mit Gewaltenteilung gibt, bzw. diese mit der Zeit durch reaktionäre Kräfte, Parteien und fundamentalistischen Sekten zerstört wurde. Die Mehrheit der MuslimInnen hat Erfahrung mit solchen Staatsordnungen gemacht und schätzt die Republik Österreich umso mehr.

Es ist für die MuslimInnen das höchste Gut in der Republik Österreich mit einer 100-jährigen demokratischen Verfassung und einem unabhängigen Verfassungsgericht leben zu dürfen.

TKG bekennt sich zu der österreichischen Verfassung und sieht diese als höchstes und für das Zusammenleben in Österreich einzig verbindliche Buch an. In Österreich leben Menschen aus vielen Schichten, unter anderen auch Menschen aus muslimischen Kreisen, die genauso Atheisten, Agnostiker oder Deisten sind. Aber man findet auch stark säkulare Gläubige und orthodoxe MuslimInnen darunter.

TKG empfiehlt in aller Freundschaft der österreichischen Regierung am Beginn des übermorgigen Ramadan Monats diesen Bürgerinnen alles Gute oder einen Besinnlichen bzw. segensreichen, schönen Ramadan zu wünschen. Ein Einfaches: „Schönen Ramadan!“ genügt auch.

Für die TKG ist es wichtig die Bürgerinnen in Österreich, Österreich als Staat und die österreichische Regierung transparent und wenn nötig auch sehr kritisch der türkischen Gemeinschaft Nahe zu bringen, damit andere Kräfte diese Kluft nicht ausnützen bzw. missbrauchen können.

Denn der Ramadan Monat ist auch ein Monat in dem Religionsmissbrauch aus dem Ausland durch reaktionäre, angebliche Vereine, Personen und Institutionen, die eigentlich politischen Parteien zugehören bzw. durch Regierungsvertreter, am meisten stattfindet. Hier muss die Regierung die Spreu vom Weizen trennen und allen MuslimInnen in Österreich bei ihrem wichtigsten, religiösen Fest einen direkten Kommunikationsweg öffnen, damit keine anderen Kräfte in Österreich, unter dem Vorwand Religionsfreiheit, diese Kluft ausnützen können. Man sollte hart in der Sache, aber höflich mit dem Umgang und mit gegenseitiger Empathie handeln.

Wir sollten hier im Namen des Friedens und des guten Zusammenlebens für das „viel gerühmte, viel geprüfte und viel geliebte“ Land Österreich einstehen.

Türkische Kulturgemeinde in  Österreich( TKG)

Categories: ÖsterreichReligion
Read More
20 Apr
By: TKG 0

Bildung: Germanica Bildungsinstitut bietet Deutschkurse an

Das Germanica Bildungsinstitut bietet Deutschkurse an und hat von der Türkische Kulturgemeinde in Österreich um Hilfe bei der Bewerbung Ihre Leistungen gebeten. Gerne kommen wir dieser Bitte nach.

Das Germanica Bildungsinstitut schreibt:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir sind ein Bildungsinstitut mit 25 Jahren Erfahrung. Unser Sitz ist in Wien, in der unmittelbaren Nähe vom Westbahnhof. Bei uns haben mehrere Tausende von Menschen erfolgreich Deutsch gelernt und somit auch Sprachzertifikate erhalten.

Unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen mithilfe von unseren Lehrwerken „GEMEINSAM“ Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Sie wurden im Germanica Bildungsinstitut, als Materialien für den Deutschunterricht in der Erwachsenenbildung, entwickelt. In jedem Buch sind, die über QR-Codes und unsere Webseite erreichbaren, Video- und Hörbeispiele, als Beitrag zur Hör- und Videoschulung im Unterricht, vorhanden. Die QR- Codes befinden sich am Ende jedes Buches und sind über Mobiltelefone mit QR- Scanner abrufbar.

Mit viel Stolz können wir sagen, dass wir das einzige Bildungsinstitut in Österreich sind, das solche Lehrwerke für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache herausgegeben hat.

Diese Zeit der Selbstisolation, Ausgangsbeschränkung, Ungewissheit und schlechten Nachrichten können wir auch sinnvoll nutzen! Aber wie?

Wir schlagen Ihnen vor, Deutsch ohne soziale Kontakte zu lernen!

Viele brauchen gute Deutschkenntnisse, damit Sie ein Teil der österreichischen Gesellschaft werden oder eine bessere Arbeit finden können. Viele brauchen auch einen Nachweis über ihre Sprachkenntnisse, damit Sie Ihr Visum verlängern können. Unsere Sprachzertifikate sind in ganz Österreich anerkannt. Aus allen diesen Gründen haben wir uns entschieden, Online- Kurse abzuhalten.

Sie können ganz bequem von Zuhause am Online-Unterricht teilnehmen. Unsere Trainerinnen und Trainer stehen Ihnen für alle Fragen während des Unterrichts zur Verfügung.

Wir bieten Deutschkurse und Deutschprüfungen auf allen Niveaus, von A1 bis C2, an. Das Einzige, was Sie brauchen, ist ein Internetzugang.
Hier finden Sie Anweisungen, wie Sie sich für die Kurse anmelden können. Für alle Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Bleiben Sie gesund.

Mit freundlichen Grüßen Germanica Bildungsinstitut

www.germanica.at 

Tel.: 01 895 78 41

Read More
11 Apr
By: TKG 0

TKG: FROHE OSTERFEIERTAGE-HAYIRLI PASKALYA!

Wir wünschen unseren christlichen Freunden, allen MitgliedernInnen, Nachbarn und auch allen anderen, die dieses christliche Fest nicht begehen, frohe Osterfeiertage .

Türkische Kulturgemeinde in Österreich

Read More
07 Apr
By: TKG 0

Forderungen: Vor – während – und nach der Coronakrise: Gewalt an Frauen und Kindern gehen weiter

Vor – während – und nach der Coronakrise. Gewalt an Frauen und Kindern gehen weiter. Über wirksame gesetzliche Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen und Kindern. TKG und AÖF im Videogespräch mit Frau Bundesministerin für Justiz Alma Zadic

Wien (OTS) – Aktuell kam es zu einer Videokonferenz  mit der Frau Bundesministerin für Justiz Alma Zadic. Anlass war der offene Brief, den die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) und der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) gemeinsam am 1. März – also noch vor der Coronakrise – an die Justizministerin und an die Bundesregierung gesendet haben.

Darin haben beide Vereine appelliert, mehr Verantwortung bei häuslicher Gewalt zu übernehmen und Morde sowie Mordversuche an Frauen* und Mädchen* zu verhindern. Vor der Coronakrise gab es bereits 6 Morde und 6 Mordversuche, mittlerweile haben die Mordversuche stark zugenommen (12 Mordversuche laut Medienberichte).

Die Forderungen der TKG und AÖF

Im offenen Brief waren viele Forderungen an die Justiz und die Regierung geknüpft, wie etwa endliche wirksame und effektive Maßnahmen zur Verhinderung von Frauenmorden und Gewalt an Frauen zu setzen, Frauen* ernster zu nehmen, wenn sie Anzeige erstatten, besonders gefährliche Täter rasch strafrechtlich zu verfolgen und zur Rechenschaft zu ziehen, die Anzeigeneinstellung zu reduzieren, lückenloser zu ermitteln, klare Richtlinien für Gefährlichkeitseinschätzungen und für U-Haftanträge zu erstellen. Die Coronakrise verschärft die Situation noch zusätzlich, die Anspannung in den Familien steigt, aber viele Verhandlungen werden verschoben oder ausgesetzt, Gefährder drängen trotz Ausgangsbeschränkungen und strengen Sicherheitsmaßnahmen das Besuchskontaktrecht ein, Frauen warten lange auf richterliche Beschlüsse wegen Kindesunterhaltsvorschüsse und vieles mehr.

Frau Rosa Logar GF von der Interventionsstelle gegen Gewalt in der Familie und Frau Mag.a Sonja Aziz, Rechtsanwältin, die auch an der Konferenz teilnahmen regten an, den Ausbau der Digitalisierung (wie im Regierungsprogramm angekündigt) voranzutreiben, sodass Anträge trotz eingeschränkten Gerichtsbetriebes bearbeitet werden und mehr Gerichtsverhandlungen über Videokonferenzen stattfinden können. Frau Logar fordert die Justiz  die Untersuchungshaft zu Verhängen, wenn es Haftgründe gibt, insbesondere wenn Täter bereits wiederholt Gewalt ausgeübt und gedroht haben die Frau und/oder die Kinder umzubringen. Enorm wichtig ist auch, dass die Polizei in jedem Fall einer Anzeige wegen Gewalt ein Betretungs- und Annäherungsverbot verhängt, auch bei Stalking und sexualisierter Gewalt gegen Kinder.

 

Jede Gewalt gegen Frauen und Kinder ist für uns eine Tat zu viel

Birol Kilic Obmann der TKG, dem die Bekämpfung der Gewalt an Frauen, insbesondere bei Migrantinnen, ein großes Anliegen ist, stellt immer wieder fest, dass diese Frauen verstärkt von häuslicher Gewalt betroffen sind weil sie weniger Perspektiven haben aus einer Gewaltbeziehung auszubrechen. Ohne hier zu verallgemeinern, jede Gewalt gegen Frauen und Kinder ist für uns eine Tat zu viel, egal welcher Abstammung. Ein weiterer Grund ist auch, dass sie von Behörden (Polizei und Justiz) oft weniger unterstützt werden, aufgrund von Sprachbarrieren oder wegen Unverständnis für kulturelle Situationen. „Hier sollte die Bundesregierung, wie auch bei den Corona-Virus Informationen, häusliche Gewalt mit der emotionalen Sprache der Migrantinnen, sei es serbisch-kroatisch-bosnisch oder türkisch, versuchen, die Community zu erreichen. Die Kinder dieser Familien werden in Zukunft als Erwachsene Teil der österreichischen Gesellschaft sein und wir brauchen gesunde Bürger*innen, damit der Wert der freiheitlich demokratischen rechtsstaatlichen Grundordnung in Österreich geschätzt und geschützt wird“, so Kilic.

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) und der Verein AÖF ersuchen daher  um verpflichtende Schulungen auch für Jurist*innen, Anwält*innen, Staatsanwält*innen und Richter*innen einzuführen und für mehr Sensibilisierung bei Gewalt an Frauen, für ein besseres Verständnis für die Situation von Migrantinnen, von Traumatisierung, häuslicher Gewalt an Frauen und Täterstrategien und Manipulation von Gewalttätern. Darüber hinaus braucht es auch vermehrt geschulte Dolmetscher*innen, die über das spezifische Know How bei häuslicher Gewalt verfügen.

Justizministerin Zadic nimmt die gesamten Appelle sehr ernst

„Es bräuchte auch viel mehr ausgebildetes Personal mit mehrsprachigen Kenntnissen in den Männerberatungsstellen und bei Anti-Gewalttrainings, damit auch und Migranten und Männer allgemein mehr Verantwortung übernehmen für ihr gewalttätiges Verhalten. All das gehört zu Gewaltprävention. Frau Bundesministerin hat unsere Anliegen sehr ernst genommen und versprochen sich um unsere Anliegen Allgemein rasch zu kümmern. „, so die TKG und AÖF.

Read More
02 Apr
By: TKG 0

TKG: „Bunun şakası yok: Komşumuz İtalya gibi olmayalım“

Corona Maske kampanyası

 

Viyana´da 2 Nisan tarihinde saat 18.00 sularında Mariahilfestr.’de çekilen bu fotoğraf Türkiye asıllı vatandaşların Avusturya hükümetinin aldığı Korona kurallarına Türk medyasından okuyarak veya dinliyerek dikkat ettiğini gösterdi.

Viyana. Kısa adı TKG olan Avusturya Türk Kültür Cemiyeti Viyana‘da,”Corona Maske kampanyası” başlattı. “Avusturya’da yaşayan Türkler olarak  özellikle Türk medyasının son günlerde yaptığı sorumlu yayıncılığı sayesinde en azından alışveriş yaparken “Corona Virüse“ karşı maske takmaya başladık, Avusturya hükümeti ve eyaletlerinin  koyduğu kurallara uymaya özen gösteriyoruz.Komşumuz İtalya’da Korona Virüsü nedeniyle Hastaneler dolup taşıyor. Şu aralar kurallara çok dikkat ediyoruz, etmek zorundayız. Bunun şakası yok” diyen TKG , ” Ya siz?” diye sordu.

TKG,“Aramızdaki mesafeye şu aralar, aynı hanede yaşadığımız aile bireyleri dışında istinasız herkese karşı  en az 1 metre olmasına dikkat edelim. Avusturya‘da kurallara ve kanunlara tüm Türkiye göçmenleri olarak uyarak hem kendimizi, hem ailemizi hem de yaşadığımız toplumu koruyalım.” diye devam ettiği açıklamasında , “Sevmek sadece sözle olmaz! Korumakla olur! İcraat ile olur! Siz de katılın…Yoksa sonumuz komşumuz İtalya gibi olur” diyerek kampanyaya tüm vatandaşları davet etti.

İtalya’da hastaneler yetmiyor…

 

İtalya’da hastaneler yetmiyor…

 

 

Categories: Ausgewählt
Read More
19 Mrz
By: TKG 0

Aktuelle Informationen für Unternehmen zum Coronavirus

Wichtige Links zur Bewältigung der Corona-Krise ( ÖGV)

SOFORTHILFEN & SOFORTMASSNAHMEN

Kurzarbeit

 

 

 

 

 

 

 

BMF – Bundesministerium für Finanzen

 

 

 

 

SVS Sozialversicherung der Selbständigen

 

 

Sozialpartner

 

 

 

 

 

Arbeitsmarktservice

 

 

ÜBERBRÜCKUNGEN

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BESTÄTIGTE INFORMATIONEN

 

 

Informationen der Ministerien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

BUNDESGESETZE UND VERORDNUNGEN

 

 

 

ANDERES NÜTZLICHES

 

 

 

Read More
13 Mrz
By: TKG 0

Coronavirus – Informationen in türkischer Sprache-Koronavirüs ile ilgili soru ve cevaplar

Panik yapmayın/ Keine Panik

 

Avusturya Sosyal ve Sağlık Bakanlığı tarafından  Türkçe dilinde yapılan Koronavirüs ile ilgili soru ve cevaplar şunlardır.

 

Yeni Koronavirüs’ün enfeksiyonu, belirtileri ve önlemleri ile ilgili genel bilgileri 7 gün 24 saat 0800 555 621 numaralı AGESKoronavirüs Bilgi Hattı (AGESInfoline Coronavirus) üzerinden alabilirsiniz. Somut enfeksiyon olma şüphesi varsa lütfen 1450 numaralı sağlık hattını („Gesundheitsnummer„) arayınız.

Yeni Koronavirüs nedir?

Koronavirüs’leri (CoV) büyük bir virüs ailesidir. Bazı Koronavirüs’leri insanlarda hafif bir soğuk algınlığından ağır bir zatürreye kadar ciddi hastalıklara neden olabilir. Başka Koronavirüs’leri hayvanlarda hastalık yapabilir. Bazı Koronavirüs’leri hayvanlardan insanlara geçebilir.

2019 yılının sonlarında Çin Halk Cumhuriyeti’nde ortaya çıkan SARS-CoV-2 diye adlandırılan yeni Koronavirüs’ü daha önce insanda saptanmamıştır. Yeni patojenin gerçekte ne kadar tehlikeli olduğu henüz bilinmemektedir. Sezonluk gripte olduğu gibi yaşlı yetişkinleri ve bağışıklık sistemi zayıf bireyleri daha fazla etkilemektedir.

Yeni Koronavirüs nasıl bulaşır?

SARS-CoV-2 Koronavirüs’ü en çok insandan insana bulaşma göstermektedir. Bulaşma yolları şunlar olabilir:

  • Solunum yolunun balgam ve salya gibi salgıları
  • İdrar ve dışkı
  • Kan gibi vücut salgıları

Belirtiler hangileridir ve ne zaman COVID-19 enfeksiyonu şüphesi bulunmaktadır?

Normal Koronavirüs enfeksiyonu genelde hafif ve hastalık belirtileri göstermeden geçmektedir. Yeni Koronavirüs enfeksiyonunun en çok karşılaşılan belirtileri şunlardır:

  • Ateş
  • Öksürük
  • Boğaz ağrısı
  • Nefes darlığı
  • Solunum sıkıntıları

Enfekte olmuş şiddetli vakalarda SARS-CoV-2 Koronavirüs, zatürre ya da ağır solunum yetmezliği belirtisine neden olabilir.

Koronavirüs’ten korunmak için ne yapabilirim?

Sezonluk gripte olduğu gibi aşağıdaki korunma önlemleri uygulanmalıdır:

  • Ellerinizi günde sık aralıklarla sabun ve suyla yıkayınız ya da alkol bazlı antiseptik kullanınız.
  • Öksürme ve hapşırma sırasında ağız ve burnunuzu kâğıt mendille ya da dirsek içini kullanarak kapatınız. Öksürme ve hapşırma sırasında ağız ve burnunuzu ellerinizle kapatmayınız. Kâğıt mendili hemen sonrasında çöpe atınız ve ellerinizi yıkayınız. Kâğıt mendilleri eski kâğıt çöpüne atmayınız.
  • Hasta insanlarla doğrudan temastan kaçınınız.

Bana Koronavirüs’ün bulaştığını düşünüyorum? Ne yapmalıyım? Hangi uygulama izlenmelidir?

Aşağıdaki durumlarda lütfen 1450 numaralı sağlık hattını (Gesundheitstelefon) (Almanca) arayınız. 

  • Soğuk algınlığı ya da zatürre belirtileriniz varsa
    ve
  • COVID-19 hastasıyla ya da COVID-19 olası tanısı konan bir kişiyle yakın mesafede bulunduysanız
    ya da
  • SARS-CoV-2’nin yayıldığı ve yayılmakta olduğu bir bölgeden geldiyseniz: Çin Halk Cumhuriyeti, İtalya, Güney Kore, İran, Japonya, Hong Kong, Singapur.
    ya da
  • COVID-19 hastalarının geçmişte ve hala tedavi olduğu bir sağlık kurumunda çalıştıysanız veya böyle bir sağlık kurumuna gittiyseniz.

„Yakın temas“ ne demektir?

  • Aynı ortamı paylaşmak, örneğin sınıf, iş yeri, ev ve hane, hastane ve başka sağlık kurumu, başka konaklama ortamı, koğuş, tatil köyü. Bu ortamlarda uzun ya da kısa bir süre kalmış olmanız önemli değildir.
  • Kesin ya da olası SARS-CoV-2 enfeksiyonu olan bir bireyin bakımı ve gözetimi. Sağlık personeli ya da aile bireyi olarak bakıma muhtaç bir bireye baktıysanız.

Sağlık telefonu („Gesundheitstelefon„) çalışanlarına şunları bildirin:

  • SARS-CoV-2’nin yayıldığı hangi bölgede ve ne zaman bulundunuz ve
  • hangi belirtiler ne zaman başladı?

1450 numaralı sağlık telefonunun tıbbi olarak eğitimli uzman kişileri telefon üzerinden gerçekten Koronavirüs tanımına uyup uymadığınızı saptarlar.
Tanıma uymadığınız durumda ev doktorunuza gidebilirsiniz.
Size evde kalıp kalmamanız gerektiğini söyleyecekler ve tam olarak uymanız gereken önerilerde bulunacaklardır.

 

  • DEUTSCH

    Leichter Lesen – Corona-Virus in Österreich: Die wichtigsten Informationen

    Am 7. Jänner 2020 wurde in China, in der Region Wuhan,
    ein neuartiges Virus bestimmt.
    Die Welt-Gesundheits-Organisation WHO hat darüber informiert.
    Das Virus ist nun auch in Österreich angekommen.

    Informieren und schützen

    Die österreichischen Bürgerinnen und Bürger
    sollen gut informiert sein.
    So gibt das Gesundheits-Ministerium täglich
    auf seiner Internet-Seite bekannt:
    Wie viele Untersuchungen hat es bis jetzt gegeben?
    Wie viele Menschen sind wirklich am Corona-Virus erkrankt?

    „Wir möchten die Menschen so gut wie möglich informieren und schützen.
    Die nächsten Wochen sind entscheidend dafür,
    wie sich die Lage mit dem Corona-Virus weiter entwickelt.“
    Das sagt der Gesundheitsminister Rudolf Anschober.

    Beratung per Hotline

    Am Corona-Virus erkrankte Menschen sollen das Haus nicht verlassen,
    damit sie das Virus nicht weiter verbreiten.
    Die Symptome, also die Anzeichen für die Erkrankung,
    sind ähnlich wie bei einer Grippe:

    • Fieber
    • Husten
    • Kurzatmigkeit,
      wenn man also oft und schnell atmen muss
    • Andere Atembeschwerden

    Es gibt Beratung per Telefon,
    damit erkrankte Menschen nicht das Haus verlassen müssen:

    Gesundheits-Telefon:    1450
    Der Anruf und die Beratung sind kostenlos.

    Hotline Corona-Virus:    0800 555 621
    an allen 7 Wochentagen, von 0 bis 24 Uhr
    Expertinnen und Experten beantworten alle Fragen zum Corona-Virus.
    Zum Beispiel erklären sie,
    wie sich das Virus überträgt und
    wie man am besten eine Ansteckung verhindern kann.
    Oder was man tun muss,
    wenn man glaubt, dass man sich angesteckt hat.

    Maßnahmen zur Vorbeugung

    Die österreichische Regierung trifft laufend Maßnahmen,
    damit sich das Corona-Virus nicht weiter ausbreitet.

    Wie können Sie sich schützen?

    • Reinigen Sie regelmäßig Ihre Hände gründlich mit Wasser und Seife.
      Oder mit Desinfektionsmittel, das Alkohol enthält.
      Gründliches Händewaschen heißt: Mindestens 20 Sekunden.
      Tipp: 20 Sekunden sind ungefähr 4 – 6 tiefe Atemzüge.
      Sie können auch die 20 Sekunden mitzählen.
    • Greifen Sie sich nicht mit ungewaschenen Händen in das Gesicht.
      Beim Husten oder Niesen bedecken Sie Mund und Nase
      mit einem Taschentuch, nicht mit den Händen.
      Werfen Sie danach gleich das Taschentuch weg
      und waschen Sie Ihre Hände.
    • Vermeiden Sie den Kontakt zu kranken Menschen.
    • Vermeiden Sie den Kontakt zu toten Tieren.
      Vermeiden Sie auch den Kontakt zu lebendigen Wildtieren.
    • Essen Sie keine rohen Tierprodukte.
      Essen Sie keine Tierprodukte,
      die nicht ganz gar gekocht sind.
    • Wenn Sie Symptome wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden haben,
      lassen Sie sich bitte medizinisch untersuchen.
      Verlassen Sie aber bitte nicht das Haus.
      Rufen Sie lieber das Gesundheits-Telefon 1450
      oder die Hotline Corona-Virus 0800 555 621 an.
      Oder Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

    Überblick und Information

    • Aktuelle Informationen finden Sie täglich auf der Seite
      des Gesundheits-Ministeriums.
      www.sozialministerium.at
      Es heißt genau:
      Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz
    • Gesundheitsberatung am Telefon:
      Gesundheits-Telefon 1450
      Infoline Corona-Virus: 0800 555 621
    • Aktuelle Reisewarnungen finden Sie auf der Seite des
      österreichischen Außenministeriums.
      https://www.bmeia.gv.at/reise-aufenthalt/reisewarnungen/
      Sie erfahren dort,
      in welche Länder man derzeit lieber nicht reisen soll.
    • Häufig gestellte Fragen zum Corona-Virus
      können Sie – in schwerer Sprache –
      auf der Seite des Sozialministeriums nachlesen.

    Einzelheiten über das Corona-Virus

    Es gibt verschiedene Corona-Viren.
    Corona-Viren können leichte Erkältungen,
    aber auch schwere Lungenentzündungen verursachen.
    Sie können zwischen Tieren und Menschen übertragen werden.
    Die Abkürzung für Corona-Viren ist: CoV

    Am häufigsten steckt man sich von Mensch zu Mensch an.
    Speichel und andere Körperflüssigkeiten,
    zum Beispiel auch Blut,
    können das Virus übertragen.
    Aber auch die Atmung kann zur Weiterverbreitung
    der Lungenkrankheit beitragen.

    Es gibt noch keinen Impfstoff.
    Daher kann man derzeit nur die Symptome behandeln,
    also zum Beispiel den Husten oder das Fieber.

    Betroffene Personen können dadurch geheilt werden,
    dass ihre Krankheits-Beschwerden gelindert werden.
    Zum Beispiel mit Medikamenten,
    die das Fieber senken.

    Das neue Corona-Virus

    Seit dem 31. Dezember 2019 haben die chinesischen Gesundheitsbehörden
    immer mehr Fälle von Lungenentzündung gemeldet.
    Laut der Welt-Gesundheits-Organisation WHO wurde
    am 7. Jänner 2020 ein neuartiges Corona-Virus entdeckt und bestimmt.

    Ende Jänner hat das Notfall-Komitee der WHO wieder beraten
    und dann den internationalen Gesundheits-Notstand ausgerufen.
    Ergänzung: Das bedeutet, dass die Länder gemeinsam handeln müssen,
    damit die Ausbreitung der Krankheit eingeschränkt wird.
    Nun arbeiten Expertinnen und Experten aus allen Ländern zusammen,
    damit die Menschen weltweit so gut wie möglich geschützt werden.

Categories: AusgewähltWelt
Read More
10 Mrz
By: TKG 0

TKG Vorsichtsmaßnahmen gegenüber Coronavirus!

Wir möchten bezüglich dem Coronavirus folgende Information teilen und Sie darum bitten, diese weiterzuleiten:

Man sieht es geht auch ohne Panikmache!

Das neue NCP-Coronavirus zeigt möglicherweise viele Tage lang keine Anzeichen einer Infektion, wie kann man dann wissen, ob man infiziert ist ?
Neueste Informationen besagen, dass die Inkubationszeit bis zu 20 Tage betragen kann, bevor die Symptome von COVID 19 sichtbar werden.

Wenn eine Person Fieber und/oder Husten hat und ins Krankenhaus geht, ist die Lunge normalerweise zu 50 % fibrös und es ist recht spät !

Die Experten aus Taiwan bieten eine einfache Selbstkontrolle an, die wir jeden Morgen durchführen können;

Atmen Sie tief ein und halten Sie den Atem für mehr als 10 Sekunden an.
Wenn Sie die Untersuchung ohne Husten, ohne Beschwerden, ohne Prallheit oder Engegefühl usw. erfolgreich durchführen, beweist dies, dass keine Fibrose in den Lungen vorliegt, was im Grunde genommen auf keine Infektion hinweist.

Bitte führen Sie in kritischen Zeiten jeden Morgen in einer Umgebung mit sauberer Luft einen Selbsttest durch!

EXZELLENTE BERATUNG durch japanische Ärzte, die COVID-19-Fälle behandeln.

Jeder sollte sicherstellen, dass Ihr Mund und Hals feucht und niemals trocken ist.

Nehmen Sie mindestens alle 15 Minuten ein paar Schlucke Wasser.
WARUM ?

Selbst wenn das Virus in Ihren Mund gelangt … das Trinken von Wasser oder anderen Flüssigkeiten spült es durch Ihre Speiseröhre in den Magen.

Dort angekommen, tötet die Magensäure das Virus ab.

Wenn Sie nicht regelmäßig genug Wasser trinken… kann das Virus in Ihre Luftröhre und in die Lunge gelangen.

Das ist gefährlich.

Bitte senden Sie diese Informationen an Ihrer Familie, Ihre Freunde und alle Menschen die sie kennen

Categories: AusgewähltWelt
Read More
08 Mrz
By: TKG 0

TKG-WELTFRAUENTAG: „ GLÜCKWÜNSCHE ZUM INTERNATIONALEN FRAUENTAG“

Anlässlich des Weltfrauentages ruft TKG ohne Wenn und Aber zu Aufklärung und Solidarität gegen Gewalt an Frauen auf. Gewalt an Frauen, unabhängig davon, welche Religion, welche Kultur und welche Staatsbürgerschaft der Täter hat.

Die Agentur der europäischen Union für Grundrechte (FRA) veröffentlichen verschiedene Studien zur Gewalt gegen Frauen.

Darin kommt sie zu dem Ergebnis im Jahre Z. B 2018, 2019  auch, dass ca. 31%-32%  aller Frauen in der EU seit ihrem 15.

Lebensjahr körperliche und sexuelle Gewalt erfahren haben. In Österreich gibt die Polizei bekannt, dass jeden Tag durchschnittlich 20 Wegweisungen von Männern aufgrund der Gewalttätigkeit gegen eine Frau geschehen, das macht im Jahr 7300-8.000 Gewaltfälle, die von der Polizei registriert wurden. Die Zahl der nicht registrierten Fälle ist vielleicht noch höher.

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sollte in Österreich nicht ein Lippenbekenntnis sein, sondern beginnend vom Kindergarten bis zur Reife des Kindes, besonders bei Männern, Werte für die gesamte Gesellschaft bilden.

Bei der Gewalt gegen Frauen spielen kulturelle, soziale und wirtschaftliche Faktoren eine Rolle. Um das zu beheben, unterstützt die TKG die in der österreichischen Verfassung festgeschriebenen Grundgesetze, wo die Würde des Menschen das höchste Gut der Gesellschaft darstellt und in allen Ebenen zu schützen ist.

Wir wissen, dass die Mehrheit der Menschen aus der Türkei  besonders in ihren Familien Frauen, Mütter und Töchter hochschätzen und unterstützen und vor allem Frauen und Männer gleich sehen.

Sie haben mit österreichischen Werten und der österreichischen Verfassung nicht nur kein Problem, sondern vermitteln diese verinnerlichten Ansichten auch ihren Kindern. Gewalt gegen Frauen kennt keine regionalen, religiösen und kulturellen Grenzen.

Deswegen fordern wir Solidarität, nicht nur am 8. März am Weltfrauentag, sondern 365 Tage im Jahr, gegen Gewalt an Frauen, unabhängig davon, welche Religion, welche Kultur und welche Staatsbürgerschaft der Täter hat.

NEIN ZU GEWALT GEGEN FRAUEN-365 TAGE IM JAHR! GLÜCKWÜNSCHE ZUM INTERNATIONALEN FRAUENTAG

Türkische KULTURgemeinde in Österreich

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
04 Mrz
By: TKG 0

Ein offener Brief an alle Regierungsmitglieder und an die Frau Bundesministerin für Justiz!

6 Frauenmorde und 6 Mordversuche an Frauen innerhalb von 9 Wochen! Wir appellieren an Ihre Verantwortung!

Wie viele Frauen und Mädchen müssen noch sterben und Gewalt erleben?

Der Verein AÖF- Autonome Österreichische Frauenhäuser und die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) appellieren gemeinsam an die Regierung mit folgendem offenen Brief, damit endlich wirksame und effektive Maßnahmen zu Verhinderung von Frauenmorden und Gewalt an Frauen gesetzt werden.

Sehr geehrte Frau Bundesministerin für Justiz, Frau Dr.in Alma Zadic‘, LL.M!

Sehr geehrte Frau Bundesministerin für Frauen, Frau Dr.in  Susanne Raab!

Sehr geehrte Regierungsmitglieder!

Faktisch wöchentlich wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner ermordet oder lebensgefährlich verletzt.

Das letzte und jüngste Opfer war ein 16-jähriges Mädchen in Wien, das mit 30 Messerstichen von ihrem Ex-Freund lebensbedrohlich verletzt wurde. Sie erstattete davor bereits wegen Körperverletzung eine Anzeige bei der Polizei. Aber er wurde nicht in U-Haft genommen, sondern nur auf freiem Fuß angezeigt. In Folge hat er seine Ex-Freundin fast ermordet und sie schwebt noch immer in Lebensgefahr.

Das ist kein Einzelfall.

Wir wissen, dass viele Mörder und Gewalttäter bereits polizeibekannt, gefährlich, bedrohlich und auffällig sind, aber viele dieser gefährlichen Täter werden nicht in U-Haft genommen, sondern lediglich auf freiem Fuß angezeigt.

Viele Frauen erstatten Anzeige, aber viele dieser Anzeigen werden eingestellt, da nicht lückenlos ermittelt wird. Außerdem kommt es immer wieder zu Freisprüchen, auch wieder, weil zu wenig ermittelt wird. Nur etwa 10% der Anzeigen bei häuslicher Gewalt werden überhaupt verurteilt.

Wir wissen, dass viele zu Wiederholungstätern werden, bei 92%[1] der polizeilichen Wegweisungen bereits eine Straftat begangen wurde und dass Trennung, Scheidung und Anzeige die gefährlichste Zeit für Frauen ist.

Für ein Land wie Österreich, das bis vor kurzem noch internationaler Vorreiter beim Gewaltschutz- und Opferschutz war, ist diese Entwicklung eine Schande! Österreich liegt an der traurigen Spitze bei Frauenmorden in ganz Europa!

Diese ermordeten und schwerverletzten Frauen hätten vielleicht gerettet und unterstützt werden können. Die staatlichen Behörden hätten diese gefährlichen Gewalttäter ernsthaft strafrechtlich verfolgen sollen um die Frauen nicht alleine zu lassen, oder die Frauen besser informiert gewesen wären, wo sie Hilfe bekommen können.

Wir appellieren dringend an Ihre Verantwortung und fordern Sie auf, endlich wirksame und effektive Maßnahmen zu Verhinderung von Frauenmorden und Gewalt an Frauen zu setzen!

  • Wir fordern Sie auf, Frauen endlich ernst zu nehmen, wenn sie Anzeige erstatten.
  • Wir fordern Sie auf, Frauen den bestmöglichen Schutz vor Gewalt zu bieten.
  • Wir fordern Sie auf, gefährliche Täter rasch strafrechtlich zu verfolgen und zur Verantwortung zu ziehen!
  • Wir fordern Sie auf, alles zu tun, um die Anzeigeneinstellung zu reduzieren und lückenlos zu ermitteln!
  • Wir fordern Sie auf, klare Richtlinien und Gefährlichkeitseinschätzungen für U-Haftanträge zu erstellen!
  • Wie fordern Sie auf, verpflichtende Schulungen auch für Jurist*innen, Anwält*innen, Staatsanwält*innen und Richter*innen einzuführen, für mehr Sensibilisierung und für ein besseres Verständnis von Traumatisierung, geschlechtsspezifischer Gewalt an Frauen, Täterstrategien und Manipulation von Gewalttätern!
  • Wir fordern Sie auf, endlich das Budget für den Gewalt- und Opferschutz substanziell zu erhöhen, so wie es im Regierungsprogramm angekündigt wurde!
  • Wir fordern Sie auf, die Frauenhelpline gegen Gewalt 0800/222 555 finanziell und langfristig abzusichern!

Wir wollen endlich Taten sehen! Keine Frau darf im Stich gelassen werden! Keine Frau darf mehr ermordet werden!

[1] siehe Tätigkeitsbericht 2017 der Wiener Interventionsstelle, Seite 37

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2053207-Appell-Anzeigen-von-Frauen-endlich-ernst-nehmen.html

Mag.a Maria Rösslhumer,
GF von Verein AÖF- Autonome Österreichische Frauenhäuser, maria.roesslhumer@aoef.at, Tel.: 0664 793 07 89,  www.aoef.at

DI Birol Kilic,
Obmann der Türkische Kulturgemeinde in Österreich,  01/ 513 76 15-0 , www.turkischegemeinde.at

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
01 Mrz
By: TKG 0

TKG: „Helfen Sie mit, die 24 Stunden Frauenhelpline 0800 222 555 zu erhalten!“

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)  unterstützt die Frauenhelpline als Partner und ruft um Hilfe:“Helfen Sie mit, dass die Frauenhelpline auch in Zukunft rund um die Uhr von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen unterstützen kann!“

WIEN. Die Frauenhelpline bietet derzeit rund um die Uhr Hilfe bei allen Formen struktureller, körperlicher, psychischer, verbaler, ökonomischer und sexueller Gewalt, inklusive Gewalt im Internet. Die Beratungs- und Hilfsangebote der Frauenhelpline sind für die AnruferInen kostenlos und anonym. Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)  unterstützt die Frauenhelpline und ruft um Hilfe: „ „Helfen Sie mit, die 24 Stunden Frauenhelpline 0800 222 555 zu erhalten! Helfen Sie mit, dass die Frauenhelpline auch in Zukunft rund um die Uhr von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen unterstützen kann!“

Aufgrund von seit Jahren nicht erhöhtem Budget und fehlenden Indexanpassungen bei gleichzeitig steigenden Betriebskosten (Miete, Personal- und Sachkosten) hat die Frauenhelpline aktuell ein großes Defizit von 72.000 Euro. Wenn das Budget seitens der neuen Regierung nicht signifikant aufgestockt wird, muss der 24 Stunden Betrieb der Frauenhelpline notgedrungen ab Juni 2020 eingeschränkt werden.

Die Frauenhelpline ist seit mehr als 20 Jahren eine erste Anlaufstelle von für von Gewalt betroffene Frauen und deren Angehörige – ein Anruf bei der Frauenhelpline kann lebensrettend sein!

Helfen Sie mit, dass die Frauenhelpline auch in Zukunft rund um die Uhr von Gewalt betroffene Frauen und Mädchen unterstützen kann!

Jede einzelne Spende hilft!

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

Hier auch unsere Bankverbindung:
Die Erste
IBAN: AT77 2011 1841 3644 3300
Lautend auf Verein AÖF/Spendenkonto

Frauenhelpline gegen Gewalt 0800 222 555 – rund um die Uhr, anonym, kostenlos und mehrsprachig: www.frauenhelpline.at

http://gewaltfreileben.at/de/partnerinnen/partnerliste/124-tuerkische-kulturgemeinde-in-oesterreich

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
23 Feb
By: TKG 0

16. März 2020: Sufi-Sound im Wiener Konzerthaus

Von Sufismus zu anatolischen Poeten – Die Türkei zu Gast in Österreich.

Eine Gala der besonderen Art findet am 16. März 2020 im Wiener Konzerthaus statt: Unter dem Titel „Von Sufismus zu anatolischen Poeten“ werden sowohl traditionelle türkische Werke als auch Sufi-Dichtkunst in klassischer Interpretation in einem einzigartigen Fusion-Projekt erstmals in Wien aufgeführt. Geboten werden musikalische und tänzerische Einblicke in die traditionelle türkische Musik sowie Vertonungen der schönsten sufistischen Verse.

Veranstalter Martin Kerschbaum, der in diesem Rahmen die „Vienna Classical Players“ dirigiert, hat die Vorstellung in zwei Teilen konzipiert: „Gestartet wird mit der Interpretation traditioneller Lieder anatolischer Poeten, u.a. durch eine der berühmtesten türkischen Sängerinnen, Zara, und Erdal Erzincan auf der Bağlama, einem traditionellen Saiteninstrument.“

Der zweite Teil beginnt mit der symphonischen Dichtung „Mevlana – Der Alchemist“ von Sabri Tuluğ Tırpan, in der dieser die schönsten Gedichte des mittelalterlichen Gelehrten und Poeten Dschalal ad-Dinar-Rumi, des „Meisters“, („Mevlana“) und Begründer des Derwisch-Ordens, vertont und am Ende des Werkes dabei auch eine musikalische Brücke zu Johann Sebastian Bach schlägt. Darüber hinaus gelangen Auszüge aus dem Masnavi, dem Hauptwerk des Sufismus, in Wort, Musik (mit Burcu Karadağ auf der Ney-Föte und Sabri Tuluğ Tırpan am Klavier), Gesang und Derwisch-Tanz (Su Güneş Mıhladız) zur Aufführung. Schauspieler Okan Yalabik rezitiert Gedichte, mit denen er Rumis Weg der Befreiung hin zum innersten Selbst und zur Botschaft der Liebe darstellt.

Birol Kilic, Obmann der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich, zeigt sich als Sponsor und Unterstützer des Projekts sehr erfreut über diese musikalisch-kulturelle Dialoginitiative: „Wir sind stolz, hier als Brückenbauer zu fungieren und sehen den enormen Wert dieses Projekts zur weiteren Annäherung beider Kulturen.“

In seiner symphonischen Dichtung „Mevlâna – The Alchemist“ vertont Sabri Tuluğ Tirpan die schönsten Gedichte des mittelalterlichen Gelehrten Dschalal ad-Dinar-Rumi und schlägt dabei zuletzt eine Brücke zu Johann Sebastian Bach.

Folgende Künstler und Künstlerinnen werden an diesem Abend auftreten:

Dirigent:                    Martin Kerschbaum

Sopran:                    Zara

Bağlama:                 Erdal Erzincan

Ney Flöte:                Burcu Karadağ

Derwisch Tanz:      Su Güneş Mihladiz

Sprecher:                 Okan Yalabik

Klavier:                     Sabri Tuluğ Tirpan

Orchester:                Vienna Classical Players

Ticketkauf:

https://konzerthaus.at/konzert/eventid/57406

Erdal Erzincan

Die Aufführung wird unter anderem von dem berühmten Virtuosen Erdal Erzincan begleitet, der nicht nur in der Türkei als eine lebende Legende gilt, sondern auch im Kaukasus und in Europa, wo er für seine virtuosen Fähigkeiten auf der Bağlama ebenfalls bekannt ist. Er spiegelt mit der Bağlama die Jahrtausende alte anatolische Kultur aller Zivilisationen wieder. Die Bağlama, was in etwa binden oder zusammenschließen heißt, ist eine türkische Laute. Sie stammt aus Anatolien, sowie dem Kaukasus und gilt als das traditionelle Begleitinstrument der so genannten Asik (Barden). Dies bedeutet etwa soviel wie „der Liebende“.

Zara

Die Sopranistin Zara ist eine beliebte türkische Folk-Sängerin und Schauspielerin.

Burcu Karadağ

Burcu Karadağ ist die einzige über Landesgrenzen hinaus bekannte Ney-Spielerin der Türkei. Die Längsflöte Ney spielt in der islamischen Mystik der Sufis eine zentrale Rolle. Burcu Karadağ gilt als Ausnahme-Musikerin in der männlich dominierten Tradition der Sufi-Musik, die sie durch Begleitung mit klassischen Instrumenten zeitgenössisch interpretiert.

Su Güneş Mihladiz

Su Güneş Mihladiz wird den Zusehern einen tänzerischen Einblick in den drehenden Derwisch Tanz geben.

Sabri Tuluğ Tirpan

Sabri Tuluğ Tirpan, der exzellente Pianist und Komponist, schreibt tolle Jazz-Stücke, bei denen er swingt als hätte er nie etwas anderes getan. Der zwischen der Türkei und Österreich pendelnde Künstler arangiert traditionelle türkische Volksweisen, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass sich dieselben Melodien auch in anderen Ländern wiederfinden lassen. Seine Musik steht im Zeichen des kuturellen Austauschs und kann sowohl funky als auch sehr besinnlich sein.

An diesem Abend werden sowohl türkisch-anatolische traditionelle Werke, wie auch die symphonische Dichtung „Mevlana – The Alchemist“ von Sabri Tuluğ Tırpan, als Hauptwerk des Abends, zur Aufführung kommen.

Das Konzert bietet musikalische und tänzerische Einblicke in die traditionelle türkische Musik und verzaubert die Zuhörer und Zuhörerinnen unter anderem mit berührenden sufistischen Versen. Den aus Istanbul stammenden Komponisten und Pianisten Sabri Tuluğ Tirpan darf man einen echten Allrounder nennen, der in vielen Ländern Europas, in den USA, Kanada und natürlich auch in der Türkei von sich reden gemacht hat.

Martin Kerschbaum

Der gebürtige Österreicher absolvierte seine gesamte musikalische Ausbildung in Wien. Die Erfahrungen, die er als Orchestermusiker bei den Wiener Symphonikern sammeln konnte, prägen bis heute seine Arbeit als Dirigent.

Seine Karriere als Dirigent begann Martin Kerschbaum im Jahr 2000 mit einem Konzert der Wiener Symphoniker im Wiener Konzerthaus, nach welchem er in der Rezension der Zeitung Die Presse als „Entdeckung des Abends“ hervorgehoben wurde. Besonders erfolgreich war sein Beitrag zum offiziellen Mozartjahr 2006 mit einem Konzert im Wiener Konzerthaus als Chefdirigent der Vienna Classical Players unter dem Motto „Mozart und die Türken“ sowie mit einer Doppel-CD-Einspielung von Mozarts Violinkonzerten mit dem Solisten Rainer Honeck.

Neben CD-Einspielungen aller Haydn-Cello-Konzerte im Juni 2008, Mendelssohn Bartholdys Konzerten für Violine, sowie für Violine und Klavier 2009 und Dvoráks Cellokonzert 2010 fand auch eine Ersteinspielung von Franz Danzis Cellokonzert in e-Moll im selben Jahr große Beachtung. 2014 erschien mit dem Kärntner Sinphonieorchester eine CD mit einer Ersteinspielung von Franz von Suppés Concerto Nr. 2 und Kurt Schwertsiks 1. Violinkonzert.

Seit 2008 geht Martin Kerschbaum regelmäßig mit den K&K Philharmonikern auf Tournee nach Deutschland, Skandinavien, Italien, Frankreich und in die Schweiz. Mit diesem Orchester ist er auch seit 2009 als Gastdirigent bei den Beethoven-Tagen in Thiersee (Tirol) tätig.

Im August 2009 gab er im Rahmen eines großen Open-Air-Konzerts sein Debüt bei den Bregenzer Festspielen. 2010 wurde er eingeladen, ein Konzert im Rahmen von „Kunst aus der Zeit“ mit Kompositionen von Johannes Maria Staud zu leiten. Wie 2013 leitete er auch im August 2015 ein Konzert im Festspielhaus unter dem Motto „Brass Meets Banda“. Dieses Abschlusskonzert eines internationalen Blasmusikcamps findet seither im 2 Jahresrhythmus statt.

2010 führte ihn eine Einladung von Maestro Wladimir Fedosejew erstmals nach Moskau, wo er das berühmte Tschaikowsky Symphonieorchester mit Werken von Haydn und Mozart dirigierte. Dem folgten weitere Einladungen für die Saison 2012 und 2017. Sein Debüt beim Orquesta de Córdoba in Spanien und beim Rundfunkorchester des WDR Köln gab Martin Kerschbaum jeweils im Jahr 2010; im Jahr 2014 debütierte er bei den Würzburger Philharmonikern.

Martin Kerschbaum hat mit folgenden Orchestern als Dirigent zusammengearbeitet:

Wiener Symphoniker, Tschaikowsky Symphonie Orchester, Kölner Rundfunkorchester, Oldenburger Opernorchester, Mozarteum Orchester Salzburg, Symphonieorchester Vorarlberg, Sinfonieorchester St.Gallen (Schweiz), Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, Neue Philharmonie Westfalen, Würzburger Philharmonikern, Rundfunkorchester des WDR Köln, Wiener Concert-Verein, Salzburg Orchester Solisten, Orchester des Lehár Festivals Bad Ischl, Kammerorchester Belluno, Wieniawski Philharmonie Lublin, Tampa West Coast Orchestra, Cairo Symphony Orchestra, Philharmonie Koszalin, Sarajevo Philharmoniker, National Orchestra of Malta, Orchester der Oper Almaty, Städtisches Orchester Baden.

 

Categories: AusgewähltWelt
Read More
21 Feb
By: TKG 0

TKG: „Wie viele Tobias R. existieren in Deutschland und Österreich?“

Wir müssen über den Mörder Tobias R., der selber schrieb, dass er ein „Volk löschen“ will, dringend, ohne Angst und Scham mit großer Empathie diskutieren, bevor es zu spät ist.

Wien (OTS) – Türkische Kulturgemeinde in Österreich begrüßt die Aussagen vom Deutschen Innenminister Horst Seehofer (CSU) von Heute. Aber hier sollte die Taten jetzt folgen.

Seehofer bezeichnet den Rechtsextremismus in Deutschland, welcher unserer Meinung nach auch nach Österreich exportiert wird bzw. umgekehrt, als höchste Sicherheitsbedrohung für Deutschland. Seehofer sagte, “ Andere Bedrohungslagen, etwa Islamismus und Reichsbürger, behalte man im Blick.“ Vergleiche und Relativierungen lehne er ab.

Die TKG hat nichts dagegen, wenn gegen islamistische und fundamentalistische Personen, Vereinigungen oder Gruppierungen, die die freiheitlich demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland verwässern oder zerstören wollen und das Zusammenleben in Deutschland erschweren, hart vorgegangen wird.

Deutschland ist für die Deutschtürken und für Austrotürken sehr wichtig. Wir, die TKG, wünschen uns für die Republik Deutschland das Beste, weil viele unserer MitgliederInnen auch in Deutschland entweder die Grundschule besucht haben oder noch Familie, Beziehungen etc. dort haben und infolgedessen eine emotionale Bindung vorhanden ist.

TKG wiederholt nochmals:

– Die gesamten rechtsextremen Angriffe, inkl. dem Massaker gegen Deutschtürken vorgestern in Hanau, sind gegen die wehrhafte, demokratische und freiheitlichen Grundhaltung sowie Verfassung der Deutschen Republik.

– Wir empfehlen hier nicht die selben Fehler zu machen, zu welchen es beim sogenannten Nationalsozialistischen Untergrund (NSU), bei welchem 1999  mehrere Deutschtürken ermordet wurden, durch die Behörden, Exekutive
(BND) und Gerichte mit sehr vielen bedenklichen Fehler gekommen ist. Seit dem ist das Vertrauen gegenüber dem Rechtstaat infolgedessen ziemlich erschüttert. Das darf nicht mehr passieren.

– Genau vor 50 Jahren, also 1970, sind sieben Menschen bei einem Brandanschlag in einem Elternheim in München ums Leben gekommen, schreibt Oskar Deutsch, Präsident der Israelischen Kultusgemeinde, am 13. Februar 2020 in Wien. Er fragt: „Warum wurden diese Menschen angegriffen? Weil sie Juden und Jüdinnen waren. Es war ein jüdisches Elternheim. Die Opfer waren Shoah-Überlebende. Bis heute wurde der oder die Täter nicht gefasst, bis heute wurde der Fall nicht geklärt.“ Das darf nicht mehr passieren.

In Deutschland herrscht leider: 

„Klima des Hasses, der Verachtung und verbaler Gewalt.
Gegen die Explosionen hässlicher und ungerechtfertigter Gewalt müsse auf den Grund gegangen werden.“ Wenn jemand, wie der Täter bzw. Mörder aus Hanau, von „Auslöschung“ spricht, muss man hier das Problem des Rechtsextremismus beim Namen nennen und auf der Seite von Deutsche Bevölkerung und Deutsche Republik sein. Im Grunde wird der Extremismus unter dem Vorwand „gegen Türken bzw. Muslime“ betrieben, ist aber gegen die wehrhafte, freiheitlich demokratische Verfassung und dessen Grundwerte ausgerichtet.

Wir Vertrauen der Republik Deutschland und den wehrhaften Demokraten in Deutschland. Wir werden Deutschland, ein Land das auch für uns und für Europa sehr wichtig ist, nicht im Stich lassen und fordern null Toleranz gegen den rechten Extremismus genauso aber gegen jeglichen Fundamentalismus egal aus welcher Religion. Als wehrhafte Demokraten sind wir dazu verpflichtet.

Read More
20 Feb
By: TKG 0

TKG: „Unsere Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Opfer in Hanau“

Türkische Kulturgemeinde in Österreich verurteilt das teuflische kranke rechtsextreme Terror Attentat gegenüber Deutschtürken in Hanau in Deutschland aufs Schärfste.  Unsere Gedanken und unsere tiefe Anteilnahme sind bei den Familien und Freunden der Massaker-Opfer in Hanau – Deutschland.  Wir wünschen den Verletzen baldige Genesung. TKG fordert Aufklärung bis ins letzte Detail. Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) sieht dieses von einem rechtsextremen kranken Deutschen verursachte Terrormassaker, Volksverhetzung als einen Angriff an wehrhaften, den freiheitlich demokratischen und sozialen Rechtstaat der Bundesrepublik Deutschland.

dpa-Bildfunk

Wien. Im hessischen Hanau sind am Mittwochabend mindestens neuen Menschen bei Schießereien in einer Shisha-Bar getötet und mehrere weitere Personen verletzt worden. Der mutmaßliche Täter Tobias R. (43) von Hanau, welcher Betriebswirtschaftslehre Absolvent war, wurde leblos in seiner Wohnung aufgefunden. Laut unseren seriösen Quellen aus dem hessischen Hanau, hat der mutmaßliche Mörder, welcher nur fünf Fußminuten von der Massaker Shisha-Bar entfernt gewohnt hat, in der türkischen Community Informationen gesammelt, welche sehr bemerkenswert sind.

Die Opfer haben etwas Gemeinsames:

– Alle sind in Deutschland geboren.
– Die Eltern oder Großeltern aller Opfer stammen aus der Türkei.
– Mehrere Opfer sind deutsche Staatsbürger.

Deutschland hat mit einigen anderen Ländern der EU etwas Gemeinsames:

– In Deutschland wurde es bereits salonfähig gemacht, dass gegen TürkInnen und Muslime, durch manche PolitikerInnen und einige Medien, suggestiv, institutionell, rassistisch geschimpft und satanisiert wird.

– In Deutschland existiert rechtsextremes Gedankengut, welches bereits, auch unter dem Vorwand „Meinungsfreiheit“ und ohne aus der Vergangenheit eine Lektion gelernt zu haben, salonfähig geworden ist und Brand stiftet. 

 

– Die Rechten bzw. Konservativen in Deutschland dürfen nicht mit den Rechtsextremen gleichgesetzt und von denen repräsentiert werden. Genauso dürfen die Deutsch-TürkInnen und Muslime nicht von den politischen Islam Anhängern repräsentiert werden. Hier müssen die Gesellschaft, die Medien, die PolitikerInnen und insbesondere die Polizeiapparate in Deutschland die Spreu vom Weizen trennen und die Gefahr erst diagnostizieren um dann für die Zukunft Lösungsansätze finden. Was nutzen Gesetzte, wenn sich in der Gesellschaft solche Gesinnungen entwickeln, gegen Rassismus keine Verachtung vorhanden ist sowie dauernd verantwortungslos der gesellschaftliche Zusammenhalt zerstört wird.

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) sieht dieses von einem rechtsextremen kranken Deutschen verursachte Terrormassaker, Volksverhetzung als einen Angriff an wehrhaften, den freiheitlich demokratischen und sozialen Rechtstaat der Bundesrepublik Deutschland. Seit Tagen ist bekannt, dass die Behörden in Deutschland in mindestens acht Zentren in verschiedenen Orten Festnahmen durchgeführt haben und Untersuchungen gegen einige Rechtsextreme Gruppierungen wegen Bürgerkrieg ähnlichen Absichten stattgefunden haben. Man will die nach dem Zweiten Weltkrieg erreichte pluralistische demokratische Grundordnung in Deutschland zerstören.

Wir fordern daher, besonders von den deutschen PolitikerInnen und BürokratInnen sowie von den Polizeiapparaten, das Problem nicht zu verwässern, sondern beim Namen zu nennen.

Es ist wichtig, dass hier insbesondere gegenüber Menschen aus der Türkei in Deutschland, welche schon seit mehreren Jahrzehnten ein Teil der deutschen Gesellschaft sind, keine Verhetzung entsteht.

Unsere Gedanken und unsere tiefe Anteilnahme sind bei den Familien und Freunden der Massaker-Opfer in Hanau – Deutschland. Wir wünschen den Verletzen baldige Genesung.

TKG fordert Aufklärung bis ins letzte Detail.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

(Bilder: DPA)

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
04 Feb
By: TKG 0

Abhängen von Kreuzen und die Sündenböcke

Die Mehrheit  hat überhaupt kein Problem mit dem Kruzifix in Krankenhäusern!

Das Abhängen der Kreuze im skandalumwitterten KH Nord löst heftige Diskussionen aus.

Es hat keine 15 Minuten gedauert bis führende FPÖ-Politiker ausgerückt sind und diese Entscheidung des Direktoriums des KH Nord mit dem Einknicken vor den muslimischen Zuwanderern verknüpfte.

Die Diskussion um das Abhängen der Kreuze hat sehr viel mehr mit den eigenen Glaubensgrundsätzen, dem inneren Zustand der Gesellschaft und der Kirche zu tun als mit muslimischen Mitbürgern in Österreich.

Im Gegenteil, insbesondere der Großteil der muslimischen Mitbürger suchen gerne von christlichen Orden geführte Krankenhäuser auf, weil dort der Mensch im Mittelpunkt steht und nicht die Herkunft oder Zugehörigkeit. Dafür danken wir als TKG auch herzlich.

Das muslimische Mitbürgerinnen ein Problem mit dem Kruzifix haben, möge für einige wenige Ausnahmen gelten, jedoch die Mehrheit hat überhaupt kein Problem mit dem Kruzifix in Krankenhäusern, Gerichten oder Schulen. Die Muslime achten Jesus (Friede sei auf ihm) und seine Mutter Maria sehr. „Friede sei mit mir an dem Tag, wo ich geboren bin, an dem Tag, wo ich sterbe und an dem Tag, wo ich wieder auferstanden werde.“ Mit diesen Worten gibt der Koran das Wort Jesu und seine Botschaft des Friedens wieder (Koran,  Sure 19, Vers 33).

Der Glaube Jesus Gott eint Muslime, Christen und genauso Juden, der Glaube an Jesus als Gott trennt Muslime und Juden gegenüber Christen.

Die Politik und manche Politiker generalisieren und skandalisieren gerne einzelne Fehlverhalten, um politisches Kleingeld daraus zu schlagen, jedoch den Grund für das Abhängen von Kreuzen in Krankenhäusern den in Österreich lebenden Muslimen umzuhängen, ist ein populistischer sowie leicht durchschaubarer Versuch – von anderen Bereichen des öffentlichen Lebens – abzulenken.

Wenn die Verwurzelung der österreichischen Gesellschaft im Christentum aufgeweicht wird, dann sollte man sich auf die Suche nach den tieferen Gründen dafür begeben und nicht unschuldige Mitbürger zum Sündenbock abstempeln, um die wahren Beweggründe zu vernebeln.

Die Muslime für die Ohnmacht, Enttäuschung und Empörung sowie die eigene Orientierungslosigkeit in Fragen des christlichen Glaubens und das öffentlichen Leben in Österreich verantwortlich zu machen, verschärft nur die Spannungen in der Gesellschaft. Durch Schuldzuweisungen löst man keine Probleme in Österreich. Für das Abhängen der Kreuze in öffentlichen Einrichtungen sind nicht die Muslime oder andere Angehörige von anderen Religionsgemeinschaften verantwortlich, sondern einzig und allein manche politische Parteien, welche versuchen ihre Vorstellungen von einer religionsfreien Gesellschaft durchzusetzen.

Wir als Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) sind nicht nur ein unabhängiger Think Thank, sondern auch säkulare Verfassungspatrioten.

Wir setzen uns im öffentlichen Bereich für die Trennung von Staat und Religion ein, jedoch treten wir entschieden gegen jede Form der Diskriminierung von Religionen und Gläubigen, entgegen. Die TKG ist gegen die Politisierung und den Missbrauch der Religionen. Der politischen Instrumentalisierung, jeglicher Religionen tritt die TKG entschieden entgegen.

Säkularität ist in einer rechtsstaatlichen Demokratie, wo Gewaltenteilung funktionieren soll, so essentiell, wie Sauerstoff für unser Leben. Das ist das Wichtigste, denn das schützt die Gläubigen und die Nichtgläubigen. Säkularismus bedeutet für uns Türken aber nicht, wie viele annehmen, immer Religion und weltliche Angelegenheiten voneinander zu trennen.

Säkularismus heißt für progressive Türken , die Legitimation der Herrschenden beziehungsweise Regierenden nicht auf Gott oder religiöses Recht zu gründen, sondern auf den Willen des Volkes durch Demokratie und Rechtsstaatlichkeit. Als mit Vernunft ausgestattete, mündige Bürger sollten wir den Unterschied zwischen Moral und ethisches Handeln sowie Religion erkennen. Wir,  wissen aus Erfahrung, dass zwischen moralischem Handeln und Religiosität kein unmittelbarer Zusammenhang besteht. Unser Glaube ist unsere Privatsache. Der Staat sollte besonders bim öffentlichen Bereich gegenüber jedem Bürger, egal welcher Religion, Nation, Geschlecht oder politischer Ansichten, absolut objektiv sein. (TKG, Wien, 4.Februar.2020)

Türkische Kulturgemeinde in Österreich ( TKG)

Bild: The Scapegoat (Der Sündenbock) William Holman Hunt (1854)

Categories: AusgewähltReligion
Read More
27 Jan
By: TKG 0

TKG: Mitgefühl und Anteilnahme nach Erdbeben in der Türkei

Tiefstes Beileid und Anteilnahme an die Hinterbliebenen sowie baldige Gesundheit an die Verletzten, wünscht die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) den Opfern des schrecklichen Erdbebens in der Türkei. Mitglieder der TKG werden gesammelte Hilfe an die zuständigen Behörden senden.

WIEN. Ein Erdbeben mit der Stärke 6,8 hat Freitagabend den Osten der Türkei erschüttert. Das Epizentrum lag im Bezirk Sivrice der Provinz Elazig. Nach jüngsten Angaben ist die Zahl der Todesopfer bereits auf 39 gestiegen. Türkischen Medien zufolge werden zwei weitere Menschen unter den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes vermutet. Bisher wurden 45 Opfer lebend geborgen. 1600 Menschen wurden laut Behörden verletzt. Dutzende seien weiter in Behandlung. Fast 4000 RettungshelferInnen sind demnach immer noch bei den Bergungsarbeiten im Einsatz.

Über 70 Gebäude wurden zerstört und viele weitere beschädigt. Viele Überlebende müssen bei Minusgraden in Zelten und Notunterkünften übernachten. Laut Katastrophenschutz gab es mehr als 900 Nachbeben.

Die Türkei wird immer wieder von Erdbeben erschüttert – zuletzt gab es 2010 bei einer Erschütterung in Elazig 51 Tote. Bei einem Beben im Nordwesten des Landes  starben 1999 rund 18.000 Menschen.

Die TKG drückt allen Opfern sowie Hinterbliebenen nochmals herzliches Beileid und baldige Genesung aus.

Categories: Ausgewählt
Read More
22 Jan
By: TKG 0

TKG: „We remember“

Am 27. Jänner 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Zum Gedenken an die Millionen von Opfern des Holocaust wird seit 2006 weltweit der „International Holocaust Remembrance Day“ begangen.

Dien Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) engagiert sich zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2020 für die Erinnerung an den Mord an sechs Millionen Juden – und für den Kampf gegen alten und neuen Anti-Semitismus. Es sind nicht nur Juden durch das Nazi-Regime ermordet worden, sondern auch anders denkende linke Kommunisten, Sozial Demokraten, christliche Sozial-Demokraten, Homosexuelle, Roma-Sinti, nicht ebenbürtig gesund gesehene Menschen und sogar Menschen aus verschiedenen Nationen die das Nazi-Regime nicht unterstützt sondern kritisiert haben, also Gegner davon waren.

Atatürk: „Friede im Lande und Friede in der Welt“

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) Obmann Birol Kilic dazu: „Wir sind auch gegen das Vergessen! Ein weltweites Zeichen der Erinnerung an sechs Millionen ermordete Juden muss gesetzt werden. Wir müssen uns erinnern, denn auch heute lebt der Antisemitismus, die Propaganda der Holocaust-Leugner weiter. Die Türkei hat sich während dem 2. Weltkrieg durch ehrenvolle Diplomaten, wie den Botschaftern Selahattin Ülkümen, Behic Erken, Necdet Kent und Namik Kemal Yolga, hunderten Juden das Leben gerettet. Auch an diese wird im Yad Vashem in Ewigkeit erinnert. Die Türkei hat auch tausenden Juden im 2. Weltkrieg nicht nur Asyl gewehrt, sie hat auch den Durchzug nach Israel ermöglicht, trotz den vielen fehlgegangenen Ereignissen durch den Druck des damaligen Nazi-Regimes auf die Türkei. Egal wie man zu Israels Regierungspolitik heute steht, man muss hier die Spreu vom Weizen trennen und an diesem ‚Internationalen Holocaust Remembrance Day‘ teilnehmen, damit die eigene Kritik auch wahrgenommen wird. Das ist der höchste schmerzliche Wendepunkt der Welt, nicht nur für Juden, für die gesamte Menschheit. Und kein keinDaran sollte also auch die Türkei Interesse haben, aufgrund der vergangenen Geschichte zwischen den Türken und Juden, welche zum Glück eher positiv ist. Wir haben erfahren nur Albanien ( Land: mehrheitlich muslimischer BürgerInnen)  bei den Feierlichkeiten teilnimmt. Schade dass die Türkei nicht dabei ist. Hoffentlich aber in Zukunft. Egal welche Beziehung man mit  der Israelitischen Regierung hat. Die Völker zwischen der Türkei und Israel sind Freunde und nicht Feinde und wollen eines „Friede im Lande und Friede in der Welt“ wie der Atatürk bereits sagte.  “

In den Beständen der  ORF Mediathek wird eine Vielzahl von historischen Aufnahmen gesichert, die an dieses grausame Kapitel der österreichischen Geschichte erinnern.

Vor allem Oral-History-Interviews mit Überlebenden und Zeitzeug/innen tragen einen wichtigen Teil dazu bei, die Stimmen der Opfer nicht verstummen zu lassen.

Mehrere Sammlungen in der Mediathek widmen sich der Erstellung und Sicherung von akustischen und visuellen Lebenserinnerungen von Verfolgten des NS-Regimes:

https://www.youtube.com/watch?v=Kee7zYXnF8c&feature=emb_rel_err

Sammlung Nationalfonds/Zukunftsfonds – Interviews mit Verfolgten des NS-Regimes

Sammlung „MenschenLeben“

Zeitzeugen-Interviews von Waltraud und Georg Neuhauser – Fluchtspuren. Überlebensgeschichten aus Steyr

Zeitzeugen-Aufnahmen des Vereines „Roma-Service“

Sammlung Lichtblau – Interviews mit Opfern des Nationalsozialismus in Österreich

DIE GESCHICHTE DER TÜRKISCHEN JUDEN
http://www.turkischegemeinde.at/1993/09/die-geschichte-der-tuerkischen-juden/

SELTSAME BEGEGNUNGEN: TÜRKEN IN MAUTHAUSEN
http://www.turkischegemeinde.at/2009/11/seltsame-begegnungen-tuerken-in-mauthausen/

50 JAHRE NACH DEN MASSAKERN VON AUSCHWITZ, TREBLINKA UND DACHAU
http://www.turkischegemeinde.at/1995/09/50-jahre-nach-den-massakern-von-auschwitz-treblinka-und-dachau/

TKG: GEDENKEN AN NOVEMBERPOGROME-„TÜRKISCHER TEMPEL
http://www.turkischegemeinde.at/2016/11/tkg-gedenken-an-novemberpogrome-tuerkischer-tempel/

TKG-AUFKLÄRUNG: „WAS SAGT DER QUR’AN (KORAN) ZUM JUDENTUM?“
http://www.turkischegemeinde.at/2016/10/tkg-aufklaerung-was-sagt-der-quran-koran-zum-judentum/

AUSZEICHNUNG FÜR EHEMALIGEN MAROKKANISCHEN KÖNIG FÜR DEN SCHUTZ SEINER JUDEN IM ZWEITEN WELTKRIEG!
http://www.turkischegemeinde.at/2015/12/auszeichnung-fuer-ehemaligen-marokkanischen-koenig-fuer-den-schutz-seiner-juden-im-zweiten-weltkrieg/

 

TKG-GEDENKTAG: 7. NOVEMBER – „LIGHT OF HOPE“
http://www.turkischegemeinde.at/2019/11/tkg-gedenktag-7-november-light-of-hope/

Categories: Ausgewählt
Read More
20 Jan
By: TKG 0

TKG: „Ombudsfrau hat leider nicht immer geschlichtet sondern polarisiert und provoziert“

Ein offener Brief an Ex-Ombudsfrau des Bildungsministeriums, Frau Susanne Wiesinger.

Sehr geehrte Frau Wiesinger!

Sie haben sich bei ihrer Präsentation im Februar 2019 als Ombudsfrau beim Bildungsministerium für Wertefragen und Kulturkonflikte selbst als „Rote, sogar eine linke Rote“ vorgestellt. Diese Selbstbezeichnung kam uns damals schon sehr scheinheilig vor.

Leider haben Sie das Vertrauen als Ombudsfrau, als Schlichtungsstelle zwischen MigrantenInnen, zwischen TürkenInnen und überhaupt zwischen MuslimenInnen unsere Meinung nach keinen guten guten Dienst erwiesen.

Pauschalisierend

Unter dem Vorwand „Islamkritik“ jetzt mit der Aussage: „In unseren Klassenzimmern spielt sich tagtäglich eine bildungspolitische Katastrophe ab.“ haben wir von Ihnen hauptsächlich pauschalisierende und satanisierende Schlagzeilen gegenüber MuslimInnen und TürkenInnen gelesen.

Aber die Probleme müssen ohne Hetze, Diffamierung und ohne Satanisierung einer Volksgruppe oder eines Glaubens geschehen und insbesondere auf das Staatsgesetz 283 Verhetzung  aufgepasst werden.

Sie haben bis jetzt in Österreich als Ombudsfrau des Bildungsministeriums mit keinem türkischen Verein in Österreich oder einer türkischen Zeitung, mit der man direkt die Eltern in Österreich erreichen könnte um über die Probleme zu sprechen, Kontakt aufgenommen oder gesucht.

Warum?

Wie kann dann eine Ombudstelle hier schlichten, die nur einseitig und pauschalisierend (homogene Gruppen) die Aufnahmegesellschaft hetzt, polarisiert und das Zusammenleben zerreisend so dermaßen in den Schlagzeilen sucht?

Mehr Hass und Vorurteile als gestern!

Die Probleme die Sie nennen, nennen wir seit 2o Jahren als Türkische Kulturgemeinde in Österreich in aller Öffentlichkeit, aber ohne zu hetzen und zu pauschalisierend.  „Durch dieses Buch und dessen Erscheinungsformen bzw. Propagandatechnik  hasst mann jetzt TürkenInnen und MuslimeInnen  in Österreich mehr als gestern  „ sagen viele. Die Probleme kann man so einseitig nicht lösen.  Das Buch mit seiner Medialen und politischen Erscheinungsart bzw. Propagandatechnik hat bis jetzt außer die Gesellschaft mehr zu spalten wenig genützt.

Die Muslime und beängstigende Dracula oder Hitchcock Musik

Wie kann man mit dem vorhandenen chronischen Vorurteilen  das Unterbewusstsein  negativ gegen Türken und Moslem in Österreich beeinflussen?Wenn im Fernsehen das Buch von Ihnen ( Kulturkampf im Klassenzimmer) präsentiert und über das Thema diskutiert wird, wird als Intro-Fim-Szenen de fakto immer gezeigt, indem Szenen wie z. B aus der Brunnengasse gefilmt werden, in welchen man Damen von hinten filmt, welche Kopftuch tragen und ein billiges Plastiksackerl bei sich haben, wo Szenen in welchen nur noch mit Verlaub  die faulen Kanalratten fehlen.  Das darf nicht mehr sein.

Wiesinger: “Die Mehrheit der muslimischen Kinder spielt stundenlang Playstation” (S. 30, Buch:  „Kulturkampf im Klassenzimmer“)

Es ist leicht Korrelationen zu entdecken. Häufig vermutet man dann eine Kausalität wo keine ist. Eine Korrelation beschreibt jedoch keine Ursache-Wirkung-Beziehung in die eine und/oder andere Richtung, d. h. aus einem starken Zusammenhang folgt nicht, dass es auch eine eindeutige Ursache-Wirkungs-Beziehung gibt. Lehrer an einer NMS in Niederösterreich erhebt Einspruch: „Die meisten Erstsemestrigen haben in einer Statistikvorlesung schon einmal das wohl berühmteste Beispiel für Scheinkorrelationen gehört: In jenen Gegenden, in denen es mehr Störche gibt, gibt es auch mehr Babys. Ist nun bewiesen, dass Störche Babys bringen? Natürlich nicht, denn sobald der Grad der Industrialisierung des Ortes mit eingerechnet wird, gibt es keinen Zusammenhang mehr zwischen der Anzahl an Störchen und der Anzahl an Babys. In industrialisierten Gebieten gibt es einfach weniger Störche und weniger Babys.
Der von Frau Wiesinger angesprochene Zusammenhang zwischen dem Islam und der Playstation ist ein weiteres Beispiel für eine Korrelation ohne Kausalität. Unsere Schüler*innen spielen nicht Playstation, weil sie Muslime sind und es spielen auch nicht nur muslimische Kinder stundenlang Playstation. Muslimisch sein ist nicht der Grund für stundenlanges Playstation spielen. Der erklärende Faktor ist in den meisten Fällen der sozioökonomische Hintergrund der Kinder. Wenn zu wenig Geld für die wöchentliche Reitstunde, den Theaterbesuch oder das Skifahren da ist, bleibt oftmals die Playstation als Alternative. Dieser Satz erzeugt ein gewisses Bild von muslimischen Schüler*innen in der NMS. Er steht stellvertretend für die vielen Passagen des Buches wo der Islam als Sündenbock für Fehlentwicklungen und Probleme herhalten muss, deren Ursachen meist ganz woanders liegen.“ 

 

Mit freundlichen Grüßen,

Türkische Kulturgemeine in Österreich (TKG)

Read More
17 Jan
By: TKG 0

EIN OFFENER BRIEF AN ALLE REGIERUNGSMITGLIEDER UND AN DIE FRAU BUNDESMINISTERIN FÜR JUSTIZ!

6 Frauenmorde und 6 Mordversuche an Frauen innerhalb von 9 Wochen! Wir appellieren an Ihre Verantwortung!Wie viele Frauen und Mädchen müssen noch sterben und Gewalt erleben?

Wien (OTS) – Der Verein AÖF- Autonome Österreichische Frauenhäuser und die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) appellieren gemeinsam an die Regierung mit folgendem offenen Brief, damit endlich wirksame und effektive Maßnahmen zu Verhinderung von Frauenmorden und Gewalt an Frauen gesetzt werden.

Sehr geehrte Frau Bundesministerin für Justiz, Frau Dr.in Alma Zadic‘, LL.M!

Sehr geehrte Frau Bundesministerin für Frauen, Frau Dr.in  Susanne Raab!

Sehr geehrte Regierungsmitglieder!

Faktisch wöchentlich wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner ermordet oder lebensgefährlich verletzt.

Das letzte und jüngste Opfer war ein 16-jähriges Mädchen in Wien, das mit 30 Messerstichen von ihrem Ex-Freund lebensbedrohlich verletzt wurde. Sie erstattete davor bereits wegen Körperverletzung eine Anzeige bei der Polizei. Aber er wurde nicht in U-Haft genommen, sondern nur auf freiem Fuß angezeigt. In Folge hat er seine Ex-Freundin fast ermordet und sie schwebt noch immer in Lebensgefahr.

Das ist kein Einzelfall.

Wir wissen, dass viele Mörder und Gewalttäter bereits polizeibekannt, gefährlich, bedrohlich und auffällig sind, aber viele dieser gefährlichen Täter werden nicht in U-Haft genommen, sondern lediglich auf freiem Fuß angezeigt.

Viele Frauen erstatten Anzeige, aber viele dieser Anzeigen werden eingestellt, da nicht lückenlos ermittelt wird. Außerdem kommt es immer wieder zu Freisprüchen, auch wieder, weil zu wenig ermittelt wird. Nur etwa 10% der Anzeigen bei häuslicher Gewalt werden überhaupt verurteilt.


Wir wissen, dass viele zu Wiederholungstätern werden, bei 92%[1] der polizeilichen Wegweisungen bereits eine Straftat begangen wurde und dass Trennung, Scheidung und Anzeige die gefährlichste Zeit für Frauen ist. [1] siehe Tätigkeitsbericht 2017 der Wiener Interventionsstelle, Seite 3

Für ein Land wie Österreich, das bis vor kurzem noch internationaler Vorreiter beim Gewaltschutz- und Opferschutz war, ist diese Entwicklung eine Schande! Österreich liegt an der traurigen Spitze bei Frauenmorden in ganz Europa.

Diese ermordeten und schwerverletzten Frauen hätten vielleicht gerettet und unterstützt werden können.

Die staatlichen Behörden hätten diese gefährlichen Gewalttäter ernsthaft strafrechtlich verfolgen sollen um die Frauen nicht alleine zu lassen, oder die Frauen besser informiert gewesen wären, wo sie Hilfe bekommen können.

Wir appellieren dringend an Ihre Verantwortung und fordern Sie auf, endlich wirksame und effektive Maßnahmen zu Verhinderung von Frauenmorden und Gewalt an Frauen zu setzen!

  • Wir fordern Sie auf, Frauen endlich ernst zu nehmen, wenn sie Anzeige erstatten.
  • Wir fordern Sie auf, Frauen den bestmöglichen Schutz vor Gewalt zu bieten.
  • Wir fordern Sie auf, gefährliche Täter rasch strafrechtlich zu verfolgen und zur Verantwortung zu ziehen!
  • Wir fordern Sie auf, alles zu tun, um die Anzeigeneinstellung zu reduzieren und lückenlos zu ermitteln!
  • Wir fordern Sie auf, klare Richtlinien und Gefährlichkeitseinschätzungen für U-Haftanträge zu erstellen!
  • Wie fordern Sie auf, verpflichtende Schulungen auch für Jurist*innen, Anwält*innen, Staatsanwält*innen und Richter*innen einzuführen, für mehr Sensibilisierung und für ein besseres Verständnis von Traumatisierung, geschlechtsspezifischer Gewalt an Frauen, Täterstrategien und Manipulation von Gewalttätern!
  • Wir fordern Sie auf, endlich das Budget für den Gewalt- und Opferschutz substanziell zu erhöhen, so wie es im Regierungsprogramm angekündigt wurde!
  • Wir fordern Sie auf, die Frauenhelpline gegen Gewalt 0800/222 555 finanziell und langfristig abzusichern!

Wir wollen endlich Taten sehen! Keine Frau darf im Stich gelassen werden!
Keine Frau darf mehr ermordet werden!

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2053207-Appell-Anzeigen-von-Frauen-endlich-ernst-nehmen.html

Rückfragen & Kontakt:

Mag.a Maria Rösslhumer,
GF von Verein AÖF- Autonome Österreichische Frauenhäuser, maria.roesslhumer@aoef.at,
Tel.: 0664 793 07 89, www.aoef.at

DI Birol Kilic,
Obmann der Türkische Kulturgemeinde in Österreich,
01/ 513 76 15-0, www.turkischegemeinde.at

 

Read More
07 Jan
By: TKG 0

TKG wünscht der neuer Bundesregierung viel Erfolg

TKG: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt und die der neuen Türkis-Grünen Bundesregierung“

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)  wünscht Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Werner Kogler sowie allen türkis-grünen Regierungsmitgliedern viel Erfolg.

„So sind wir nicht…“  

Die Republik Österreich erlebte ab 27. Mai 2019 die turbulentesten Zeiten, seit der Gründung der 2. Republik, welche nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland für große Aufmerksamkeit gesorgt hat. Dunkle Schatten wurden über unser Land, durch eine ungeahnte Dimension der Verantwortungslosigkeit, geworfen. Unser Land hat massiv an internationaler Reputation eingebüßt. Die Worte des Bundespräsidenten brachten es zum Ausdruck : „So sind wir nicht…“.

Österreich ist seit dem 27. Mai 2019 mit dem Bekanntwerden des Ibiza Skandals nicht mehr das alte Österreich. Die alten Zeiten sind Vorbei. Hier wurden politische und menschliche Abgründe – über diesen Ibiza-Skandal hinaus – sichtbar, welche die Republik in ihren Grundfesten und das Vertrauen der Bürger massiv erschüttert haben.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt und die der neuen Türkis-Grünen Bundesregierung. Die Würde vieler  Menschen wurde durch Verhetzungen und Diskriminierungen in Österreich verletzt, welche viele in Sorge und Trauer, aber auch Wut versetzt hat.   Rassistische Hetze verbreitete sich in den letzten Jahren immer mehr in sozialen Netzwerken, in Medien durch diverse Publikationen und der Art der Berichterstattung, auf der Straße, am Arbeitsplatz, in der Schule, aber auch bei Ämtern, genährt durch eine Politik des Auseinanderdividierens und der Polarisierung. Verfassungsnorm und Lebenswirklichkeit klaffen auseinander.

„Die Würde des Menschen, ‚der Menschen‘, wird angetastet und angegriffen. In Österreich – ständig, jeden Tag, irgendwo. Das Gift der Hetze verbreitet sich langsam und schleichend. Es wird gekränkt und gepöbelt, und von der Seitenlinie wird darüber ausdrücklich Verständnis zu Protokoll gegeben. Beleidigungen, Verwünschungen, Diskriminierung, Diskreditierung, frei erfundene Lügengeschichten, Hetze, Todesdrohungen, Selbstjustiz, Banalisierung, Relativierung und Leugnung von Geschichte – all die drastische Verrohung von Sprache und Umgang, die immer mehr um sich greift: Ist das das Klima, ist das der Umgang, ist das das Land, das wir in Österreich wollen? Natürlich würde die ganz große Mehrheit im Land sagen: Nein! Erst die Sprache, dann die Tat. Und aus den Echokammern des Netzes brandet Beifall auf. Völkischer Hass nimmt alles ins Visier, was ihm nicht passt. Einzelpersonen, Mitglieder der Zivilgesellschaft, ganze Bevölkerungsgruppen: Geflüchtete, Ausländer, Muslime, Juden, Frauen, Linke, Homosexuelle, Transsexuelle, Umweltaktivisten. Faktisch werden immer weitere Kreise der Bevölkerung stigmatisiert. Ein Anspruch und ein Ideal, geboren aus den Schreckenserfahrungen von Holocaust und Weltkrieg. Aber die Diskrepanz zu unserer Realität ist krass.“ schreibt ein Künstler. Wir stimmen zu.

Wir fordern klare Differenzierungen

Jene Mitbürger, welche die Vorzüge einer offenen Gesellschaft und der Demokratie zu schätzen wissen, muss die Politik auch die Möglichkeit und das Gefühl vermitteln, Willkommen zu sein und mitgestalten zu können. Ebenso braucht es eine Politik der klaren Differenzierung, gegenüber jenen reaktionären Kräften, welche unsere Freiheiten und humanistische Grundhaltung missbrauchen.

Viele Menschen, welche aus der Türkei abstammen (ca. 240.000 -300.000 Mitbürger) und die Mehrheit der Muslime (ca. 700.000), aber ebenso viele andere mit Migrationshintergrund (ca. 1,8 Millionen) erlebten in den letzten Jahren eine deutliche Verschärfung und Polarisierung des gesellschaftlichen Klimas.

Die Republik Österreich braucht keine „Blender“ und „Helden“, sondern anständige und tugendhafte Persönlichkeiten, welche ohne parteipolitische, taktische oder persönliche Präferenzen unserer Republik in Demut dienen und unser schönes Österreich nicht als Selbstbedienungsladen für die Versorgung von Gefolgsleuten, Vertrauten und Apparatschiks ausnutzen. Der Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen hat es richtig auf den Punkt gebracht: „Macht braucht Balance. Macht braucht Kontrolle. Macht ist Mittel und nicht Zweck.“

Gesellschaftlichen Frieden nicht aufs Spiel setzen

Diesen befremdlichen Entwicklungen müssen wir uns gemeinsam entgegenstellen, allen voran die Bundesregierung, der Nationalrat, die Zivilgesellschaft und die Bürger unseres Landes, wenn wir unseren gesellschaftlichen Frieden nicht aufs Spiel setzen möchten. Eines ist glasklar: nur gemeinsam sind wir stark. Wir dürfen uns nicht wegen Herkunft, Abstammung, Ethnie oder Religionsgemeinschaft auseinander dividieren lassen!

Durch die demographischen Veränderungen, bedingt durch die Migration (knappe 1,8 Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund in Österreich), hat sich auch unsere Gesellschaft verändert. Gerade deshalb brauchen wir eine Politik, welche das Gemeinsame vor das Trennende stellt, ohne alles gleich zu machen. Ein gesellschaftliches Klima, welche nicht die Menschen gegeneinander in Stellung bringt, sondern jedem die Möglichkeit einräumt Verantwortung für Österreich, für seine unmittelbare Lebensumgebung und auch für das Herkunftsland zu übernehmen.

Die TKG wünscht der neuen Bundesregierung Weitsicht und Ausdauer.

Wir werden weiter ein sehr aufmerksamer und kritischer Beobachter sein.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG)

 

 

Bild: (c) Twitter Werner Kogler

 

 

 

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
05 Jan
By: TKG 0

TKG verurteilt die rassistischen Äußerungen gegenüber Abgeortneter Alma Zadic

„Eine kriminelle Muslima wird Justizministerin. Da kommt dann bald die Scharia.“

und

„Jetzt bekommen Ausländer Ministerposten – der Untergang.“

Dr. Alma Zadic (c) Wikipedia

Rassistische Taten sind Hassverbrechen.

Rassistische Hetze verbreitet sich immer mehr in den sozialen Medien, auf der Straße bis in die Politik. Mit ihr geht auch ein verächtlich machen des Rechtsstaats und seiner Institutionen einher.

Die Bekämpfung von Rassismus und die Auseinandersetzung mit diskriminierenden Strukturen und Einstellungen ist eine staatliche und gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das bedeutet aber beileibe nicht, dass sie einfach ist.

Sie kann für Menschen, die keine eigenen Erfahrungen mit rassistischen Diskriminierungen haben, schmerzhaft an vermeintlichen Selbstverständlichkeiten rühren und Widerstand und Abwehr auslösen. (1)

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt die Diffamierung, Hassverbrechen und Verachtung, welche Frau Dr. Alma Zadic in sozialen Medien, welche infolge eines Beitrags des Tiroler Landesobmanns der FPÖ Markus Abwerzger entgegenschlägt: „Eine kriminelle Muslima wird Justizministerin. Da kommt dann bald die Scharia“ und „Jetzt bekommen Ausländer Ministerposten – der Untergang“.

Der Tiroler Landesparteiobmann der FPÖ sorgte mit diesem Posting dafür, dass ein Rassismus- und Sexismus-Shitstorm losbrach.

Sachliche Kritik sollte immer willkommen sein, aber persönliche Diffamierung mit rassistischen Untertönen ist ein Aspekt, welcher die Radikalsprache emotional bedient, welche die Kränkungs-, und Minderwertigkeitsgefühle der geneigten Hörer, Leser und Wählerschaft anspricht und ihren Anhängern damit indirekt gleichsam eine Lösung für ihr „Leid“ in Aussicht stellt. Die FPÖ tut sich selbst keinen Gefallen, wenn sie die Lösung in der Radikalisierung der Sprache sucht und dies in eine digitale Beleidigungskultur, welche sich an Halbwahrheiten oder Unwahrheiten orientiert, versucht Gehör zu verschaffen.

Nicht die Herkunft steht im Vordergrund, sondern die Haltung und Einstellung. Frau Dr. Alma Zadic hat aufgrund ihrer Leistungen viel für Österreich geleistet und ihre bosnische Herkunft hat sie nie in den Vordergrund gestellt, ebenso ihre Religion. Sie selbst stammt aus einem muslimisch geprägten Land, jedoch spielt die Religion für sie keine Rolle in der Öffentlichkeit. Gerade in einem Land wie Österreich, wo es eine Trennung von Staat und Religion gibt, sollte gerade von einer ehemals staatstragenden Partei, wie es die FPÖ durch ihre Regierungsbeteiligung war, klar sein, dass Religion Privatsache ist. Wäre Frau Dr. Alma Zadic, wie unzulässiger Weise von manchen Teilen der FPÖ behauptet, eine Vertreterin des „politisierten Glaubens“, dann können Sie davon mit 100% Sicherheit ausgehen, dass die TKG diesbezügliche Verstrickungen, Haltungen und Aktivitäten längst thematisiert hätte.

Manche in der FPÖ müssen erkennen, dass Österreich auch die Heimat von Menschen mit anderen Herkünften und Religionszugehörigkeiten geworden ist. Viele dieser Menschen mit Migrationshintergrund haben für Österreich bereits viel geleistet. Wenn manche Teile der FPÖ dem schon keine Wertschätzung oder zumindest Anerkennung entgegenbringen können, dann wären diese Kräfte gut bedient, ihren Mund zu halten, um weiteren Schaden von der FPÖ und der Republik Österreich fernzuhalten.

 

Die TKG ist der Meinung, dass die neue Justizministerin, welche mit Migrationshintergrund aus Bosnien, aufgrund ihrer Herkunft und Religion (Muslima; laut Medien ist Sie ohne Bekenntnis) im 21. Jahrhundert zutiefst unwürdig unter dem Vorwand „Kritik“ laut Strafgesetzbuch § 283 Verhetzung verletzt wurde.

 

  • 283 Strafgesetzbuch (StGB) Verhetzung sagt:
  1. Wer öffentlich auf eine Weise, dass es vielen Menschen zugänglich wird, zu Hass gegen eine Kirche oder Religionsgesellschaft oder eine andere nach den vorhandenen oder fehlenden Kriterien der Rasse, der Hautfarbe, der Sprache, der Religion oder Weltanschauung, der Staatsangehörigkeit, der Abstammung oder nationalen oder ethnischen Herkunft, des Geschlechts, einer körperlichen oder geistigen Behinderung, des Alters oder der sexuellen Ausrichtung definierte Gruppe von Personen oder gegen ein Mitglied einer solchen Gruppe ausdrücklich wegen der Zugehörigkeit zu dieser Gruppe auffordert oder zu Gewalt gegen sie aufstachelt.

oder

  1. Wer öffentlich auf eine Weise, dass es vielen Menschen zugänglich wird, in der Absicht, die Menschenwürde anderer zu verletzen, eine der oben bezeichneten Gruppen in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, diese Gruppe in der öffentlichen Meinung verächtlich zu machen oder herabzusetzen ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bis zu 720 Tagessätzen zu bestrafen.

 

Wir warnen: Biologischer Rassismus ist neben kulturellem Rassismus die bei weitem intensivste, stärkste und feindseligste Form des Rassismus.

Die alten Zeiten müssen vorbei sein…

Rassistische Taten sind Hassverbrechen.

Sie richten sich gegen Menschen, nur weil diese sind, was sie sind – oder wegen etwas, das die Täter in ihnen sehen. Zugleich sind sie auch ein Angriff auf das soziale Gefüge unserer Gesellschaft als Ganzes und auf die Menschenwürde als Grundlage unseres demokratischen Rechtsstaats. (1)

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

Obmann

DI Birol Kilic

 

 

Quellen:

https://www.jusline.at/gesetz/stgb/paragraf/283

https://kurier.at/politik/inland/fpoe-fordert-nicht-angelobung-von-zadic-als-justizministerin/400718244

https://www.heute.at/s/rassismus-welle-gegen-grune-nach-fpo-posting-43700783

https://www.derstandard.at/story/2000112802978/rassistischer-hass-gegen-gruene-zadic-nach-posting-von-fpoe-politiker

(1)

https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Weitere_Publikationen/Praxis_Staerkung_Strafjustiz.pdf

https://www.facebook.com/fpoefails/

https://twitter.com/fpoefails/status/1211757870708080641/photo/1?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1211757870708080641&ref_url=https%3A%2F%2Fkurier.at%2Fpolitik%2Finland%2Ffpoe-fordert-nicht-angelobung-von-zadic-als-justizministerin%2F400718244

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
23 Dez
By: TKG 0

Türkische KULTURgemeinde: „Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2020!“

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) wünscht allen ein frohes und besinnlichesWeihnachtsfest und ein friedvolles Neues Jahr 2020!  Wir alle sind Menschen mit Heimat und Gesinnung und nicht bloß Namen oder Nummern auf einem Ausweis!

Weihnachten ist ein Fest, welches von Gläubigen, weniger religiösen und nicht religiösen Menschen gleichermaßen  gefeiert wird.

Kaum jemand kann sich den Festlichkeiten im intimen Familienkreis oder bei Freunden entziehen.

Auch nicht alle aber zehntausende Menschen aus der Türkei in Österreich. Wir freuen uns genauso. Weil die besinnliche Stimmung viele Menschen aus der Türkei die Ihre „Neue Heimat“ als Österreich sehen auch sehr berührt und Freude bereitet.

Auch im neuen Jahr wollen wir das Gemeinsame vor das Trennende stellen, nicht nur in religiösen, sondern auch in politischen und alltäglichen Angelegenheiten und Fragestellungen weil die Werte Europas glauben wir sind stärker als Hass und Gewalt.

Warum ist die Tannenbaum-Kultur auch Türkisch

Die „Urtürken“ und der Tannenbaum- Nardogan Fest immer am 22.12

Die renitente 93-Jährige ist Altertumsforscherin Prof. Dr. Muazzez Ilmiye Çig behauptet sogar die Ursprünge des Weihnachtsbaumes in der zentralasiatischen Steppe ausfindig gemacht haben.

Vor langer Zeit, so schreibt sie, laut Spiegel Bericht „huldigten dort die Vorfahren der Türken einem Gott, den sie Ulgen nannten. Dieser Gott trug einen langen Bart und einen langen Mantel, und er wohnte in einem glitzernden Palast im Himmel.

Erreichen konnte man den Palast nur über einen gewaltigen Baum, der vom Mittelpunkt der Erde bis hin zu den Sternen ragte. Um Ulgen für die Wintersonnenwende zu danken, richteten ihm die Urtürken jedes Jahr am 23. Dezember ein großes Fest aus. Nun musste Ulgen irgendwie ihre Gebete erhören. Also beschmückten die Menschen einen Baum mit kleinen Schleifen, wobei jede Schleife einen Wunsch symbolisierte. Und dann luden sie ihre Verwandten ein, sangen und tanzten um den Baum. Ein Brauch, den später die Hunnen auf ihren Kampfrössern nach Europa brachten, wo ihn alsbald die Christen übernahmen. Eine interessante Theorie. Deswegen Lametta und Lichterketten überall in Istanbul. In Istanbul lassen sich auch konservative Muslime sogar  von der globalen Weihnachtsstimmung anstecken. Zumal die Festtanne wie oben beschrieben eh eine Erfindung der „Urtürken“  ist, sagt die renitente Altertumsforscherin Muazzez Ilmiye Çig.“
    

 

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) wünscht allen ein frohes und besinnlichesWeihnachtsfest und ein friedvolles Neues Jahr 2020!

Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG)

 

 

Categories: Ausgewählt
Read More
21 Dez
By: TKG 0

Türkei-Urfa-Abrahams Geburtsort: המסע המופלא של גידי ואהרוני: עונה 1, פרק 6 המלא

Obmann der Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) Birol Kilic gratuliert Gidi Gov und Yisrael Aharoni aus Wien : “ Vielen herzlichen Dank.“
„השף ישראל אהרוני והזמר גידי גוב יוצאים למסע חובק עולם בעקבות טעמים, ריחות, צורות בישול, חומרי גלם ומאכלים מכל העולם. והפעם- הסיפור המקראי על אברהם אבינו ושבטו מתעורר לחיים: המערה שבה נולד, העיר אורפה היא אור כשדים וחרן. אורפה היא הבירה הקולינרית של טורקיה.“

Die Übersetzungen ( Video: Englisch, Deutsch, Türkisch-Untertitel) kommen…

Read More
21 Dez
By: TKG 0

Neue Studie: Genetische Abstammung zwischen westasiatischen Bauern und mitteleuropäischen Jägern

„Die größte jemals durchgeführte Studie mit dem Titel , “  INDOEUROPÄISCHE SPRACHEN STAMMEN AUS DER STEPP: ZENTRALASIEN “ hat  im September 219 eines gezeigt: Die menschlicher DNA wirft ein neues Licht auf die Herkunft von zentral- und südasiatischen Bevölkerungen. Im Fokus der Studie, an der Ron Pinhasi vom Department für Evolutionäre Anthropologie der Universität Wien als Haupt-Senior-Autor beteiligt waren, steht der Ursprung der Landwirtschaft und der indogermanischen Sprachen.“ ( Quelle 1)

Die neue Studie erforscht die genetischen Besonderheiten am Übergang zwischen Jagd und Landwirtschaft im neolithischen Mitteleuropa. Es stellte sich heraus, dass die genetische Abstammung eines der Individuen eine nahezu ausgeglichene Spaltung zwischen westasiatischen Bauern und mitteleuropäischen Jägern und Sammlern aufweist. ( Quelle 2)

WIEN. Ein internationales Forschungsteam unter NHM Wien-Beteiligung untersuchte am archäologischen Fundort Brunn am Gebirge-Wolfholz (Österreich) eine rund 7.600 Jahre alte Siedlung der frühesten Bauernkulturen in Mitteleuropa und belegt den genetischen Austausch zwischen europäischen Jägern und Bauern aus dem Nahen Osten.

Seit 30 Jahren erforscht die Prähistorische Abteilung des Naturhistorischen Museums (NHM) Wien die älteste bäuerliche Siedlung, die man in Mitteleuropa kennt – Brunn am Gebirge, Flur Wolfholz. Vor über 7.600 Jahren kamen Siedler aus dem Nahen Osten über Südosteuropa und brachten die bäuerliche Lebensweise in die mitteleuropäische Region, die damals nur sehr dünn besiedelt war. Mit der Ankunft der ankommenden Bauern mussten lokale Jäger und Sammler, die zu dieser Zeit in Europa lebten, Platz machen. Die Menschen wurden sesshaft und betrieben Vorratswirtschaft.

Die Siedlung wurde in den Jahren 1989 und 2005 ausgegraben, das Fundmaterial wird seither mit den neuesten Methoden von einem internationalen Team wissenschaftlich erforscht. Das Alter von Brunn konnte auf 5670-5050 v. Chr. bestimmt werden – die Zeit der Entstehung der Linearbandkeramischen Kultur. Der Name dieser ältesten bäuerlichen Kultur in Mitteleuropa leitet sich von der charakteristischen Verzierung der Gefäße mit einem Bandmuster aus runden und eckigen Spiralbogenlinien ab, deren Grundlage eine Welle von Migranten aus Anatolien (heute Türkei) bildete, die um 5800-5600 v. Chr. auftrat. Die Ausgrabungen ergaben eine Fundgrube an materiellen Kulturgütern sowie vier Bestattungen innerhalb des ersten Teils des Komplexes, wahrscheinlich ein Ritualzentrum einer der frühesten Agrargemeinden in Europa.

Ein von der Nature Publishing Group in Scientific Reports am 20. Dezember 2019 veröffentlichter Artikel beschreibt nun die Analyse der genetischen Abstammung sowie der Ernährung und Mobilität der dort beigesetzten Personen, die von einem interdisziplinären Team von Forscherinnen und Forschern aus den USA, Österreich und der Ukraine durchgeführt wurde.

Es stellte sich heraus, dass die genetische Abstammung eines der Individuen eine nahezu ausgeglichene Spaltung zwischen westasiatischen Bauern und mitteleuropäischen Jägern und Sammlern aufweist. Seine väterliche genetische Abstammung stimmte mit der Herkunft des Nahen Ostens überein, während seine mütterliche Abstammung für die Jäger und Sammler Europas charakteristisch war. Ein solches Abstammungsprofil macht dieses Individuum zu einem potenziellen Nachkommen einer Jäger-Sammler-Mutter und eines Bauernvaters der ersten Generation und weist somit eines der frühesten Anzeichen für eine Vermischung zwischen örtlichen Jägern und Sammlern und einheimischen Bauern auf. Der Leichnam wurde mit sechs Radiolarit-Trapezen bestattet, einer Art von lokalem Gestein, das in der Gegend des Plattensees abgebaut wurde – möglicherweise sein Geburtsort. In diesem Individuum vereinen sich symbolisch die beiden Gruppen der Bauern und der Jäger und Sammler, am Beginn der europäischen landwirtschaftlichen Revolution.

Quelle 1: 

http://www.turkischegemeinde.at/2019/09/indoeuropaeische-sprachen-stammen-aus-der-stepp-zentralasien/Quelle 2

 

Neue Studie: Nature Publishing Group, Scientific Reports 2019
Interactions between earliest Linearbandkeramik farmers and central European hunter gatherers at the dawn of European Neolithization
Alexey G. Nikitin, Peter Stadler (NHM Wien), Nadezhda Kotova (NHM Wien), Maria Teschler-Nicola (NHM Wien), T. Douglas Price, Jessica Hoover, Douglas J. Kennett, Iosif Lazaridis, Nadin Rohland, Mark Lipson, David Reich
Der Artikel (Open Access) kann über folgenden Link abgerufen werden:

Read More
16 Dez
By: TKG 0

Gratulation: Alpaslan Deliloglu- Neuer Ikea Chef in Österreich

Der 44-jährige Türke Alpaslan Deliloglu ist neuer Geschäftsführer von Ikea Österreich. Laut Kleinen Zeitung will der Familienvater das Nachhaltigkeits-Bewusstsein des Unternehmens und seiner Kunden stärken.

Ikea Österreich hat eine neue Geschäftsführung: Der 44-jährige Türke Alpaslan Deliloglu folgt auf Viera Juzova.

Alpaslan Deliloglu war zuletzt vier Jahre lang stellvertretender Country Manager von Ikea Schweiz. Zuvor hat er in der Türkei eine abwechslungsreiche Karriere in unterschiedlichen Unternehmen
absolviert. Ursprünglich wollte er Diplomat werden. Um sein Studium (internationale Beziehungen, Politik und Wirtschaft) in Kirikkale (nahe Ankara) zu finanzieren, begann er nebenbei in einer Supermarktkette den Bereich Merchandising aufzubauen – und blieb dem Handel schließlich treu.

Auch gut: Aus der Türkei für das Thema Nachhaltigkeit 

Als Ikea sich ab 2004 in der Türkei etablierte, war Alpaslan Deliloglu mit an Bord. „Wir haben in sechs Jahren fünf Stores eröffnet und ich war immer beteiligt.“ Er war unter anderem Store Manager in Istanbul, und mit nur 37 Jahren Commercial Director für die gesamte Türkei. Auch für Österreich hat der neue Ikea-Geschäftsführer ambitionierte Pläne. Vor allem will er eine Bewusstseinsänderung bewirken, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht.

Alpaslan Deliloglu ist das zweitälteste von sechs Kindern und stammt aus einer kleinen Stadt im Südosten der Türkei. Mit fünf Jahren übersiedelte die Familie nach Izmir. Das Studium verschlug ihn nach Kirikkale.
Nach Wien ist er gemeinsam mit seiner Frau und seinen beiden Kindern gekommen.

Seine persönliche Leidenschaft gehört dem Lesen, aber auch dem Sport: Paddle Tennis, Tennis, Radfahren und Skifahren. Beim Fußball ist er auf Seiten der Zuseher zu finden.

39,1 Milliarden Euro Umsatz Möbelriese Ikea macht gute Geschäfte

Gegenüber dem Geschäftsjahr 2018/2019 erhöhte sich der Netteogewinn von 1,4 auf 1,8 Milliarden Euro. Die Verkaufserlöse legten um 5,3 Prozent zu.

Der schwedische Möbelriese Ikea macht weiter gute Geschäfte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr von September 2018 bis August 2019 sei der Umsatz auf 39,1 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Ikea-Mutterkonzern Ingka am Dienstag mit. Dies war ein Plus von 5,3 Prozent binnen Jahresfrist. Unterm Strich wuchs der Gewinn kräftig auf 1,81 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,46 Milliarden Euro) Alle drei Geschäftsbereiche – Ikea Möbelhäuser, die Investmentsparte sowie der Betrieb von Shopping-Zentren – hätten sich stark entwickelt.  (Quelle: Kleine Zeitung , Foto: © Kainrath/Ikea/KK)

Categories: AusgewähltWirtschaft
Read More
10 Dez
By: TKG 0

„China Spezialist“ Kurt Seinitz : “China ist die erste digitale Diktatur der Welt”

TKG Obmann und Neue Heimat Zeitung (Yeni Vatan Gazetesi) Herausgeber Birol Kilic im Gespräch mit Kurt Seinitz (Kronen Zeitung), einem der versiertesten und erfahrensten Journalisten im deutschsprachigen Raum, über die aktuellen Entwicklungen in China und dessen Auswirkungen auf Europa.  Der  Artikel wurde in der Neue Heimat Zeitung schon am 5. Dezember 2019 veröffentlicht.

 

von Birol Kilic, Wien

Ich muss mir im Jänner 2020 in Istanbul eine Vortragsreihe über China anhören und brauche dazu Vorwissen. Deswegen habe ich Herrn Kurt Seinitz zu unserem “Kant Mittagstisch” bei der Neue Heimat Zeitung ( Yeni Vatan Gazetesi)  eingeladen, um mit ihm nicht nur über die Türkei und den Nahen Osten zu reden, sondern intensiv über China. Heutzutage ist China in aller Munde. Sogar beim letzten NATO-Treffen im Dezember in London hat man China als als Bedrohung  de facto „hochkristallisiert“.  “Peking verzeichne nach den USA die höchsten Militärausgaben, verfüge über neue Waffen, darunter auch nukleare, und breite sich nicht nur auf militärischem Weg weiter aus.Als Problembereich bezeichneten die Nato-Mitglieder den MobilfunkStandard 5G, bei dem das chinesische Unternehmen Huawei als führend gilt. Die von den USA gewünschte Selbstverpflichtung für Nato-Staaten, beim 5G-Aufbau ganz auf Huawei-Produkte zu verzichten, stand allerdings nicht in der Abschlusserklärung.” so die Presseberichte (4.12.2019) aus Londan.

China beschäftigt mich in der letzten Zeit sehr viel, weil ich bei Themen zum Nahen Osten, zum Kaspischen Meer am Balkan  oder in der Türkei wo ich immer in letzten Monaten war mit China konfrontiert wurde.

„Vorsicht China!“

Auch letzte Woche beim 13. Europäischen Mediengipfel in Lech am Arlberg habe ich sehr viel über China gehört. Ich habe mich gefragt, mit wem ich über China reden kann und ein Interview, in erster Linie für mich aber natürlich auch für unsere Leser*innen, machen kann. Da ist nur der liebe Herr Kurt Seinitz mit seinen kantigen und kritischen Meinungen eingefallen der nich Buchautor ist sondern auch Leiter des Ressors für internationale Politik bei der Kronen Zeitung,  hat in seinen letzten 50 Jahren Wissen auf der ganzen Welt gesammelt. Seinitz hat tatsächlich auch einiges über China geschrieben. Zum Beispiel das Buch mit dem Titel „Vorsicht China!“ habe ich bereits 2006 bei seiner Buchvorstellung gekauft und gelesen.  Das Buch war mehrere Wochen in den österreichischen Sachbuch-Bestsellerlisten.

 Ali Baba Chef Jack Ma als einfacher Übersetzer

Der berühmte Jack Ma, Chef des Online Handelsriesen Ali Baba, war bevor er in dieses Geschäft eingestiegen ist auch bei Kurt Seinitz als Übersetzer( Englischlehrer) in China tätig. Deswegen freut sich Jack Ma, wenn Seinitz in China ist, um ihn wieder zu sehen. Also hat Herr Seinitz vor Ort genügend zu erzählen.

Ich kenne den Leiter des Ressorts für internationale Politik bei der Kronen Zeitung seit über 20 Jahren und habe ihn bereits mehrmals zu Veranstaltungen eingeladen, bei welchen er die Menschen in der Türkei und in Österreich analysieren konnte. Beispielsweise waren wir 2009 in Istanbul gemeinsam live bei einer Diskussionssendung im Fernsehen. Wir haben sowohl dort als auch in Wien viele Veranstaltungen gemeinsam besucht. Also obwohl wir zu vielen Themen durchwegs verschiedenen Meinungen haben wissen wir, dass wir bei vielen Themen auch gegenseitig als Journalisten Beratung und Meinung holen/geben können.

Ich habe Herrn Seinitz zu einem Gespräch über die Thematik China, insbesondere über aktuelle Entwicklungen in China und dessen Auswirkungen auf Europa zu unserem Kant Tisch in unserem Verlag zu einem Mittagessen eingeladen und mit vielen Fragen zu gezettelt, denn nicht immer bekommt man Herrn Seinitz so konzentriert und dankensweise offen.

Birol Kilic: Vielen Dank für den Besuch Herr Seinitz, das ist eine große Ehre für uns. Was erwartet uns, durch die Entwicklungen in China?

Kurt Seinitz: Sehr gerne. Ich danke Ihnen für die Einladung. Ich beginne mit einem Zitat: „Mao Zedong hat China befreit, Deng Xiaoping hat China zu (bescheidenem) Wohlstand geführt und Xi Jinping wird China stark machen“. Diese Darstellung einer chinesischen Dreifaltigkeit bekam die österreichische Staatsbesuchsdelegation zu hören, als sie im Frühjahr 2018 das Reich der Mitte besuchte. Staats-, Partei- und Militär-Chef Xi Jinping wird also schon jetzt als ein besonderer Repräsentant der roten Kaiser-Dynastie hervorgehoben. Auf dem letzten Parteikongress war durchaus im konfuzianischen Sinne die Amtszeitbeschränkung von zweimal 5 Jahren aufgehoben worden, welche Deng Xiao-ping eher im westlichen Sinne eingeführt hatte, um die Wiederholung der Auswüchse der Mao-Ära zu verhindern. Jeder der Drei steht also ganz für sich für einen Geschichtsabschnitt des jüngeren Chinas.

Kilic: Können Sie bitte diese Geschichtsabschnitte etwas näher beschreiben?

Seinitz: Das ist eigentlich ganz einfach. Die Ära des Xi Jinping ist gekennzeichnet durch: Die Überzeugung, dass China einen Entwicklungsstand erreicht hat, bei dem auch die Stärke des Landes zur Geltung gebracht werden kann – ganz im Gegensatz zum Gebot des Reformpatriarchen Deng Xiaoping, wonach China in seinem Entwicklungsprozess möglichst wenig auffallen sollte, um kein Misstrauen zu erwecken.

Kilic: Was können Sie über die Notwendigkeiten innerer Korrekturmaßnahmen in China erzählen?

Seinitz: Es besteht die Notwendigkeit innerer Korrekturmaßnahmen, für den Kampf gegen die ausufernde Korruption des Herrschaftsapparates – wobei auch gleich politische Rechnungen beglichen werden, sowie die Notwendigkeit innerer wirtschaftlicher Korrekturmaßnahmen, um nicht in der sogenannten „Middle-Income-Trap“

Kilic: Was bedeutet „Middle-Income-Trap“?

Seinitz: Das ist die Stagnation an der oberen Grenze mittlerer Entwicklung und die Gefahr vieler Schwellenländer stecken zu bleiben. Es müssen neue, höhere Marktsegmente, neue Wege der Wertschöpfung erschlossen werden und natürlich Jobs, Jobs, Jobs geschaffen bzw. gesichert werden.

Kilic: Eine wie große Rolle spielen diese Jobs in der Entwicklung China’s?

Seinitz: Jobs sind das Um und Auf der Stabilität des politischen Systems in dem Reich der 1400 Millionen Menschen – das ist zweimal die EU plus die USA. Solange diese Menschen die Gewissheit haben können, dass es ihnen in ein, zwei oder fünf Jahren noch besser geht als gestern und heute, werden sie nicht das Bedürfnis haben, dieses System zu zerstören.

Kilic: Ist die chinesische Job-Maschine so wichtig?

Seinitz: Ja. Die chinesische Job-Maschine der letzten zehn bis zwanzig Jahre, durch Hereinholen ausländischer Investitionen, ist an ihre Leistungsgrenze gelangt, wenn schon chinesische Firmen ihre Produktion in billigere asiatische Länder auslagern. Peking hatte auf den Wall Street Krach von 2008 und die folgende Weltwirtschaftskrise mit einem enormen Investitionsprogramm und mit Milliardenspritzen, vor allem für die vier großen Staatsbanken, reagiert – Stichwort „too big to fail“, allerdings noch viel massiver als bei uns in Europa. Heute hat China zwar nach wie vor den größten Devisenschatz der Welt, aber eine Binnenverschuldung von mutmaßlich schon über 200 Prozent. Wobei die Zentrale in Peking Mühe hat, den Überblick über die Verschuldung von Provinzen, Gemeinden, Schattenbanken etc. zu gewinnen. Noch mehr Geld in die Wirtschaft pumpen birgt die Gefahr der Inflation. Andererseits haben die trotz von nationalem Ehrgeiz getragenen Hyperinvestitionen und Prestigeprojekte wie das größte Hochgeschwindigkeitszügenetz der Welt, die längsten und höchsten Brücken der Welt, das größte Autobahnnetz der Welt, nicht wirklich jene notwendige Masse an Jobs geschaffen.

Kilic: Jüngste Daten lassen den Schluss zu, dass China an Fahrt verliert. Die Aktienkurse sind auf Tauchfahrt gegangen. Womit hängt das zusammen?

Seinitz: Das hängt zum Teil mit Trumps Maßnahmen gegen den Freihandel zusammen, aber nicht nur. Ich möchte aber davor warnen, das Auf und Ab wirtschaftlicher Zuwachsraten – egal ob 6,8 %; 6,7 %; 6,6 % oder 6,5 % – wie einen Fetisch zu behandeln. Die Statistik wird vom jeweiligen Entwicklungsniveau gemessen, welches in China stark ansteigt. Bei niederem Niveau hatte China statistisch zweistellige Zuwachsraten. Bei noch höherem Niveau wird die Prozentzahl sinken, obwohl das Volumen zumindest gleich bleibt. Nichts desto weniger braucht China den Ausbau des Dienstleistungs- sowie des Klein- und Mittelbetriebe Sektors in einer von Konsum geleiteten Wirtschaft. Zugleich drängt der nationale Ehrgeiz sich an die Spitze der globalen Entwicklung zu setzen und da zahlt es sich aus, dass ein straff geführter Staat die Kräfte und die notwendigen Ressourcen bündeln kann.

Kilic: Welches Ziel verfolgt China? Wie kann der Staat seine Kräfte und notwendigen Ressourcen bündeln?

Seinitz: Das Ziel heißt: führende Rolle in der digitalen Welt, wie künstliche Intelligenz oder Biotechnologie. Dieses Ziel soll 2025 erreicht werden und 2035 soll Chinas Modernisierung vollendet sein. Chinas Entwicklung wird in drei Stufen beschrieben: von „Made in China“über „Made from China“ zu „Made by China“. Das Wort „Werkbank der Welt“ will China nicht mehr hören. Man macht sich bei uns kaum eine Vorstellung, wie die Chinesen der etwa 400 Millionen starken Mittelschicht heute schon in der digitalen Welt leben. In China stirbt das Geld in realer Form einfach aus. Man hat für alles eine App am Handy, kauft digital und zahlt digital. In manchen Restaurants ohne Servierpersonal wird digital bestellt und ein Roboter schiebt es an den Platz. In Geschäften und Restaurants ohne Kassen wird beim Hinausgehen automatisch abgebucht. Chinesische Touristen kommen sich bei uns in Wien wie in der wirklich alten Welt vor, wenn sie nach Kreditkarte oder gar Bargeld gefragt werden.

Kilic: Ist China somit nicht nur modernisierungswillig, sondern regelrecht modernisierungswütig?

Seinitz: Das Reich der Mitte denkt global und langfristig. Auf der Suche nach neuen Absatzmärkten und Einflussausweitung wurde die Neue-Seidenstraße-Initiative erfunden. In dieses Vorhaben werden enorme Investitionsmittel für Infrastrukturmaßnahmen außerhalb Chinas gesteckt, die ein Vielfaches des seinerzeitigen Marshallplans ausmachen. Chinas Außenpolitik ist Rohstoffsicherungs- und Exportabsatz-Politik. Diese Transport- und Niederlassungs-Strategie wird Perlenkette genannt und sie reicht von den umstrittenen Inseln im Südchinesischen Meer über Südostasien, Sri Lanka, Pakistan bis zum Golf und Ostafrika. Die Hauptroute der Neuen Seidenstraße reicht nach Europa, vornehmlich nach Deutschland im Norden, Ungarn in Zentraleuropa sowie Griechenland, Balkan im Süden. Dahinter steckt auch ein strategisches Konzept: China rollte Europa auf und Peking lässt sich das vorerst viel kosten. Wirtschaftliche Verbindungen schaffen auch Abhängigkeiten – zuweilen sehr einseitige. China hat in Europa schon mehrere „Anlandezentren“ geschaffen, von denen der Hafen von Piräus der spektakulärste ist. Peking plant von dort den Ausbau der Transitroute über den Balkan: Bulgarien, Mazedonien.

Kilic: Quizfrage die mir dazu einfällt: Wer ist früher in Belgrad: China oder die EU? Nun, wer spielt dabei in Europa eine wichtige Rolle?

Seinitz: Chinas enger Partner in Europa ist ein Forum mit dem Namen „16+1“ aus osteuropäischen, südosteuropäischen EU-Staaten und EU-Beitrittskandidaten. Diese 16 investitionshungrigen Staaten sollen mit dem Reich der Mitte eng vernetzt werden durch günstige Kredite der chinesischen Staatsbanken und Investitionen von Konzernen, die manchmal nur dem Namen nach privat sind, in denen aber staatliches Kapital steckt. So kommt es vor, dass sich chinesische Firmen in der EU an Ausschreibungen beteiligen, unschlagbar günstig anbieten, den Zuschlag erhalten und dazu noch die für dieses Projekt vorgesehene EU-Förderung, wie jüngst geschehen bei der kroatischen Brücke nach Dubrovnik. Eine chinesische Firma hat dort ein österreichisches Unternehmen ausgestochen. Österreich wollte bisher aus Vorsicht keine derartige Seidenstraßen-Verpflichtung eingehen. Staaten, die durch übermäßige China-Kredite in die Schuldenfalle – und damit in Abhängigkeit – geraten, sind ein deutliches Warnzeichen. Auch sind die bevorzugen Ansprechpartner Chinas, welches nicht nach Menschenrechten fragt, kein attraktives Beispiel. Jedenfalls treten Ungarn, Griechenland & Co. schon jetzt innerhalb der EU als politische Interessenssachwalter Chinas auf. Beide verhinderten so im Vorjahr EU-Kritik an der Menschenrechtslage in China. Tschechiens verhaltensauffälliger Präsident Milos Zeman bot China sein Land sogar als wörtlich „unsinkbaren Flugzeugträger“ an.

Kilic: Gibt es noch weitere Kotaus über China, welche Sie anführen können?

Seinitz: Ja natürlich. Südafrika beispielsweise lässt den Dalai Lama, immerhin ein Nobelpreiskollege des Nelson Mandela, nicht mehr einreisen. Die Firma Daimler entschuldige sich in Peking für ein Zitat des Dalai Lama in der Werbung. China hatte mit Konsequenzen gedroht.

Kilic: Was macht China in Europa noch?

Seinitz: Viel. Im hochentwickelten Teil Europas befand sich China in den letzten Jahren im Einkaufsrausch. Es sind strategische Vorstöße, um Hochtechnologie zu erwerben, die China zur Weiterentwicklung brauchen kann. Dahinter steckt ein ausgeklügelter Wirtschaftsplanungsapparat, die „National Development and Reform Commission“ und Parteien, welche immer das letzte Wort haben. Chinesisches Kapital hat Volvo aufgekauft, finanziert den umstrittenen britischen AKW-Riesen Hinckley Point, und hat Anteile in Betreiben wie der Deutschen Bank, Daimler, Flughafen Heathrow, Peugeot, Citroën, Pirelli, im Stromversorger des Landes Portugal, in nationalen Fluglinien und in Hotels. Weingüter in Frankreich sind das Hobby chinesischer Oligarchen.

Kilic: Ist Reichtum in China verpönt? 

Seinitz: Sicher nicht. Denn China hat bereits die weltgrößte Zahl die weltgrößte Zuwachsrate an Dollarmilliardären; jede Woche einen mehr. Spitzenunternehmer sind sogar als nationale Helden des Volkes Mitglieder des Volkskongresses, des Parlaments, und sogar Mitglieder der Kommunistischen Partei, die einmal den Kapitalismus abschaffen wollte. Das alles muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. In den meisten chinesischen Konzernen steckt aus ihrer Entstehungsgeschichte heraus staatliches Kapital. Der heute weltgrößte Telekommunikationsausrüster Huawei wurden sogar von einem Oberst der Armee gegründet. Viele Staaten haben bei Aufkäufen aus China nun die Sicherheits-Notbremse gezogen. Im Zuge seiner Disziplinierungspolitik und nach massiven Korruptions- und Misswirtschafts-Skandalen von Konzernbossen hat Chinas Führung zuletzt dem Spielraum des Privatunternehmertums deutliche Grenzen gesetzt. Staatschef Xi Jinping hat sich demonstrativ hinter die staatlichen Großkonzerne, etwa jene der Energiewirtschaft, gestellt und will den Einfluss der Partei in der Wirtschaft ausweiten. Altmarxisten spüren schon Oberwasser und melden sich zu Wort. Einer erregte nationales Aufsehen in seinem Blog, wonach der Privatsektor seine historische Aufgabe erfüllt und nun zu verschwinden habe. In der heftigen Debatte darüber wurde zwar auch spekuliert, ob es als Satire gemeint gewesen sei, doch die Reformer sind logischerweise beunruhigt.

Kilic: Was können Sie mir über die Sinisierung des Marxismus bzw. Erziehungsdiktatur in China erzählen?

Seinitz: Was heißt in China schon Kommunismus. Die Partei, die man einfach „Partei der Macht“ nennen sollte, ist zwar die größte Partei der Welt, aber ihre 78 Millionen Mitglieder sind doch nur knapp mehr als 5 Prozent der Bevölkerung. Sie nennt ihre Diktatur „soziales Management“ und ihre Ideologie „Sozialismus mit chinesischen Vorzeichen“. Meiner Meinung nach ist diese Sinisierung des Marxismus nichts anderes, als die Rückkehr zum jahrhundertealten Urzustand Chinas, dem Konfuzianismus, oder hin zu einem Neo-Konfuzianismus des 21. Jahrhunderts; zumal beide Systeme, der Sowjetkommunismus und der Konfuzianismus den gleichen Herrschaftsmechanismus haben: die straffe Macht- und Gehorsamspyramide.

Kilic: Kommen wir in eine konfuzianische Erziehungsdiktatur?

Seinitz: Nein. China ist schon eine konfuzianische Erziehungsdiktatur und die neueste Entwicklung ist die Einführung eines sogenannten „Sozialkreditsystems“. Ziel ist der gute, systemkonforme – früher hätte man gesagt: fromme – Bürger. Böse Taten werden bestraft, gute Taten belohnt. In dem Punktesystem können beispielsweise gute Taten, wie regelmäßig die Eltern besuchen – (eine konfuzianische Pflicht) – beispielsweise ein upgrading im Reiseverkehr erwirken und böse Taten können zum Ticketverbot führen. Ein solches Punktesystem funktioniert natürlich nur mit totaler, totalitärer Kontrolle. Alle elektronischen Daten des gläsernen Bürgers werden gesammelt, Straßen systematisch videoüberwacht, Übeltäter per digitaler Gesichtserkennung aus der Menge herausgefiltert. China ist die erste digitale Diktatur der Welt. Es will sein System niemandem aufdrängen. China hat keinen Missionierungseifer. Das Reich der Mitte ruht in sich selbst.

Kilic: Ist dieses China eine Gefahr für die Welt?

Seinitz: Ich meine: nein. Chaos in China wäre die wirkliche Gefahr. Das Reich der Mitte hat keine Eroberungsgeschichte wie etwa jene der Mongolen und anderer in Europa. Kein aggressives Volk baut die größte Verteidigungsmauer der Welt. China baute seinen Einfluss über Jahrtausende durch zivilisatorische Hegemonie aus. Fremde Herrscher, die dem Sohn des Himmels durch Tributbesuche ihre Aufwartung machten, wurden wohlwollend in den chinesischen Kosmos aufgenommen. Ich kann mir nicht helfen, aber bei den heutigen Staatsbesuchsempfängen in Peking und der Neue-Seidenstraße-Initiative kommen mir solche Erinnerungen in den Sinn. China ist jedenfalls das einzige Imperium der Welt, das zurückgekehrt ist. Alle anderen sind – außer mit Erbstücken – ein für allemal aus der Geschichte verschwunden.

Kilic: Ist China stabil?

Seinitz: In seiner langen Geschichte war China immer wieder auseinandergefallen, ist aber wieder zusammengewachsen. Mao Zedongs Kulturrevolution – ich nenne sie Unkultur Revolution – hätte China fast zerstört. Auch danach war Chinas KP von Flügelkämpfen gebeutelt und aktuell sagt man in der Partei dem Vorsitzenden Xi Jinping Opposition gegen seinen Kurs nach. Bei meiner Begegnung 1972 mit Maos loyalem Weggefährten und Regierungschef Zhou Enlai, der die ärgsten Auswüchse verhindert hatte, frug ich ihn pseudonaiv, weshalb es in China nur eine Partei gebe. Er erklärte das geduldig damit, dass Chinas KP eine Befreiungsbewegung gewesen sei, die dann die Verantwortung für den Aufbau Chinas übernommen hatte.„Aber“, so schloss er verschmitzt, „glauben Sie mir: Auch wenn es in einem Land nur eine Partei gibt, so gibt es doch viele Parteien in dieser Partei“. Aktuell gesehen sind wahrscheinlich die Millionäre in der Partei mit ihren Finanz- und Wirtschaftsinteressen das stabilisierende Element in China. Alles in allem ist das Reich der Mitte, wie es der frühere ORF-Korrespondent in Peking, Raimund Löw, in seinem jüngsten Buch „Weltmacht China“ ausdrückt: das größte Comeback aller Zeiten.

Kilic: Vielen Dank Herr Seinitz für diese ausführlichen Informationen. Was möchten Sie mir nun als Abschluss zum Thema China noch mitgeben?

Seinitz: Ich danke Ihnen. Ich begann mit einem Zitat und ich möchte mit einem Zitat enden. Napoleon wird der Ausspruch zugeschrieben „China ist ein schlafender Riese, lasst ihn schlafen, denn wenn er erwacht, wird die Welt erzittern“. Der Direktor des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, Prof. Eberhard Sandschneider, wurde bei einer Diskussion gefragt: „Wie lässt sich der Riese, von dem Napoleon gesprochen hat, zähmen?“ Sandschneider dazu: „Die Antwort ist ganz einfach: Gar nicht!

 

Buchtipp:

Vorsicht China! Wie das Reich der Mitte unser Leben verändert. Ecowin Verlag. Salzburg 2006, ISBN 3902404280

Zeitbombe China: Wie das Reich der Mitte unser Leben bestimmt. Ecowin Verlag. Salzburg 2012, ISBN 9783711050854

Info über China

Kurt Seinitz -Zeitbombe China!

Wie das Reich der Mitte unser Leben bestimmt

Wussten Sie? dass China mit 1,3 Milliarden Einwohnern 21 Prozent der Bevölkerung der Welt, aber nur 7 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Welt aufweist? Erst in den Achtzigerjahren konnte sich China Nahrungsmittel-Importe leisten. China ist mit steigendem Lebensstandard bald der größte Agrarimporteur der Welt.

Wussten Sie?

-dass jedem Chinesen nur knapp die Hälfte an Süßwasser zur Verfügung steht wie im Durchschnitt allen Erdenbewohnern; und auch von dieser Hälfte sind nur noch ein Viertel als „rein“ zu bezeichnen. Wasser ist Chinas größte nachhaltige Sorge.

-dass seit 2011 die Hälfte der chinesischen Bevölkerung in Städten lebt.

-dass China mit 3,2 Billionen Dollar die größten Fremdwährungsreserven angehäuft hat (40 Prozent der Welt, jede Minute plus 1 Million Dollar; statistisch 2400 Dollar pro Chinese ) und mit dem Erwerb von 750 Milliarden Dollar an US-Staatsschuldverschreibungen die defizitäre Außenhandelsbilanz der USA abstützt.

– dass der Wirtschaftsaufstieg 400 Millionen Chinesen aus der Armut geholt hat; der größte und historisch rascheste Beitrag zur Verringerung der Armut in der Welt.

-dass China der größte Energiekonsument geworden ist – und der größte Umweltsünder.

-dass in China jedes Jahr zwei AKW und jede Woche zwei Kohlekraftwerk in Betrieb gehen.

-dass es in China 80.000 Shopping-Malls Center gibt, darunter die größten der Welt – zwanzig Jahre nach dem ersten?.

-dass Shanghai  über das größte U-Bahn-Netz der Welt verfügt, aber erst 1995 die erste Linie eröffnet hatte.

-dass 200 Millionen Wanderarbeiter das neue China mit seinen 160 Millionenstädten –  ( davon 20 Megacities mit je über 10 Mio. Einwohnern )  –  aufbauen?.

– dass weitere 300 Millionen llionen Chinesen – „Industrie-Nomaden“ – ihr Glück in den Städten suchen werden?.

-dass Chongqing im Inneren Chinas der größte städtische Ballungsraum der Welt ist mit 34 Millionen Einwohnern – und funktioniert?.

– dass in der Stadt Datang jährlich 9 Milliarden Paar die Hälfte aller Strümpfe  und Socken der Welt erzeugt wird.

-dass die Zahl der Mobiltelefonbesitzer die Milliardengrenze und der Internetnutzer die 500-Millionen-Grenze überschritten hat.

-dass die Hälfte des riesigen Handelsbilanzdefizits der USA gegenüber China von US-Firmen stammt, die in China produzieren lassen?.

-dass in China 680 Menschen bei Autounfällen sterben – täglich (USA: 115)?

-dass in China mehr Menschen Englisch als Zweitsprache sprechen als in den USA als Muttersprache?.

-dass im Jahre 2007 Chinesisch bald das Englische als vorherrschende Computersprache überrundett.

-dass über eine Million Taiwanesen auf dem Festland leben mit eigener Infrastruktur, deren 40.000 Betriebe direkt oder indirekt 6 Millionenllionen Chinesen Arbeitsplätze schaffen – und damit einen Beitrag zur Stabilität in China leisten.? China ist Taiwans größter Kunde.

-dass China schon der größte IT-Hardware-Exporteur in die USA ist? Davon stammen 60 Prozent aus taiwanesischen Betrieben, die auf dem Festland produzieren.

-dass in Chinas Küstenprovinzen die Löhne  – inflationsbereinigt – in zweistelliger Höhe steigen und ein chinesischer Autokonzern auch deshalb ein Werk in Bulgarien eröffnet hat.

-dass kein Land mehr Studenten ins Ausland schickt – 600.000; in der Regel in die USA, wo Chinesen die größte Zahl an ausländischen Studenten stellen.

-In den USA stellen Chinesen das größte Kontingent an ausländischen Studenten.

-dass in Chinas Wirtschaft heute über 1100 Milliarden Dollar ausländisches Geld steckt; das meiste aus Asien ( von Auslandschinesen ) – ein Zeichen des Vertrauens.

-dass das „kommunistische“ China mit dem größten Börsengang der Geschichte, dem Verkauf von 15 Prozent der Staatsbank ICBC um 22 Milliarden Dollar, auch Privatisierungsweltmeister ist.

-dass das „kommunistische“ China 800.000 Dollar-Millionäre zählt (2002: Null), davon 105 Dollar-Milliardäre im Jahre 2012. Chinas oberste Tausend besitzen ein Vermögen von 600 Milliarden Dollar. Angesichts des Durchschnittsverdienstes eines Arbeiters in Beijing von umgerechnet 500 Euro ist die Kluft zwischen Arm und Reich größer als in den USA.

-dass China im Eiltrempo 2009 Deutschland  als Exportweltmeister und  2010 Japan als die  zweitgrößte Wirtschaftsmacht überholt hat; jeweils weit rascher als die Voraussagen. Für 2030 ist die Überrundung der USA vorausgesagt.

-dass China Autonation Nummer eins ist. VW verkauft in China mehr Autos als in Deutschland.

-dass China der größte Konsument von Gold ist.

Categories: AusgewähltWelt
Read More
05 Dez
By: Redaktion 3 0

TKG: Nikolaus! Ja zu einer Kultur des Teilens und Gebens

„Alle Jahre wieder wird leider auf die Austrotürken in Österreich durch gewisse Kreise eine Hexenjagd über die Nikolo-Weihnachtskultur veranstaltet. Wir müssen heuer leider laut, „Nein zu Nikolo-Rassismus und ja zu einer Kultur des Teilens und Gebens“ sagen. Jedes Kind kennt ihn, jedes Kind freut sich auf ihn! Unser Landsmann aus der Türkei „Nikolo“ kommt auch dieses Jahr zu den Wiener Kindern.“ so der TKG Obmann Birol Kilic.

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich(TKG) stellt klar: Die austrotürkischen Familien in Wien und in ganz Österreich haben mit dem historischen Nikolaus und dem kostümierten „Nikolo“ (mit oder ohne Bart) kein Problem, ganz im Gegenteil, sie sehen dieses Fest als kulturelle Bereicherung und als Zeichen für das barmherzige Teilen und mildtätige Geben. Der  Nikolo der auch der Schutzheilige von Russen, Serben und Griechen  und der Schutzpatron der Seeleute, Fischer, Händler, Apotheker, Schüler, Kinder, Bäcker, Schnapsbrenner, Kerzenzieher, Pfandleiher – und sogar der Diebe usw. ist auch für Muslime genau wie für die Christen ein Vorbild der Nächstenliebe! „Für die Katholiken existiert die mildtätige Bischofsfigur, die am 6. Dezember brave Kinder belohnte, weiter. „In Holland hielten die Reformierten ebenfalls an ihrem Nikolaus fest“, erklärt Becker-Huberti. Als ihre Siedler in Nordamerika Nieuw Amsterdam, das heutige New York, gründeten, feierten diese auch dort ihren „Sinterklaas“. Aus ihm wurde schließlich der volkstümliche Santa Claus – der Weihnachtsmann, der heute in der Adventszeit weltweit anzutreffen ist und der vor allem den Umsatz ankurbeln soll.“

 

Die TKG  findet das gut und bittet, dass der Hl. Nikolaus nicht als Kultureller Rassismus-Keule gegen Muslime  und insbesondere Austrotürken verwendet wird! Stattdessen soll von Politikern, Gemeinden und Pädagogen eine gemeinsame Kultur der Nächstenliebe vermittelt werden.

 

Es schmertz-Nikolaus- Diffamierung! 

 

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich fordert außerdem, diesen alljährlichen „Nikolaus-Diffamierung“ besonders gegenüber den aus der Türkei stammenden Kindern, Kleinkindern und Familien zu unterlassen! Es schmertz…Dazu gehören auch die mittlerweile entlarvten Unwahrheiten, die sich um die Wiener Kindergärten und andere Einrichtungen drehen. In der Vergangenheit haben diese Artikel zu einer Unzahl von Irritationen, Hasspostings und Hetze in den Print- und Internet-Medien geführt.

 

Wer war Nikolaus?

 

Der  Nikolaus, er wirkte Ende des 3. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts, stammt nicht aus New York oder aus Toronto und auch nicht etwa aus Rom, sondern aus der heutigen Türkei, nämlich aus der antiken lykischen Bischofsstadt Myra, dem heutigen Demre, in der Nähe der schönen Küstenstadt Antalya an der Südküste Kleinasiens.  In Demre steht auch heute noch sein (leerer) Sarkophag, die ruinöse, aber im 20. Jahrhundert restaurierte Basilika ist ein wichtiges Pilgerziel, besonders für griechisch-orthodoxe Christen. Die Gebeine kamen 1087 n. Chr. in die süditalienische Stadt Bari (Provinz Apulien) und werden, über die ganze Welt hinausgetragen, als Reliquien verehrt.

 

Wir sind stolz auf Bischof Nikolaus aus der Türkei

 

Wir, die Türkische Kulturgemeinde in Österreich und viele tausende türkische Familien in Österreich, sind sehr stolz auf „ihren“ Bischof Nikolaus, dessen Leben historisch belegt ist und dessen barmherzige Taten über den Erdkreis weitererzählt werden und die Kinderherzen erfreuen.  Wenn solch ein gutherziger Mensch und großes Vorbild aus dem eigenen Land stammt, wäre auch alles andere verwerflich! Im Gegenteil: Nikolaus von Myra ist auch für das Zusammenleben von Moslems und Christen ein perfekter Brückenbauer und ein pädagogisches Vorbild. Jedes kleine Kind, egal welcher Abstammung oder Herkunft, würde sich über die Geschichte vom Hl. Nikolaus freuen.

Während einer Hungersnot soll Nikolaus von Myra in der Türkei seinen darbenden Mitbürgern Getreide verschafft haben, indem er einige Kaufleute, deren Schiffe im Hafen von Myra vor Anker lagen, veranlasste, ihre für den Kaiser in Byzanz bestimmten Schiffsladungen nicht an ihren ursprünglichen Bestimmungsort zu bringen, sondern in die hungernden Städte und Dörfer Kleinasiens zu liefern. Als die Händler mit beklommenen Herzen weitersegelten und sich fürchteten, mit leeren Händen nach Hause zu kommen, waren die Schiffe plötzlich auf wunderbare Weise wieder vollständig beladen. Diese Legende gab den Anlass, dass neben den Kaufleuten auch die Getreidehändler, Müller und Bäcker den heiligen Nikolaus zu ihrem Zunftpatron auserkoren. Die unzähligen Patrozinien christlicher Gotteshäuser, die dem Hl. Nikolaus geweiht sind, geben davon ein beredtes Zeugnis.

Noch viele andere Legenden werden vom Hl. Nikolaus erzählt. Eine bekannte Geschichte ist, dass ein verarmter Mann sich genötigt sah, seine drei Töchter als Prostituierte zu verkaufen, weil er sie mangels Mitgift nicht standesgemäß verheiraten konnte. Nikolaus, damals noch nicht Bischof und selbst ohne entsprechende Mittel, erfuhr von der Notlage und warf in drei aufeinander folgenden Nächten je einen großen Goldklumpen durch das Fenster des Zimmers der drei Jungfrauen. Der Vater hatte nun genug Geld für die Mitgift und war nicht mehr genötigt, seine Töchter zu verkaufen. Aufgrund dieser Legende wird der Heilige oft mit drei goldenen Kugeln oder Äpfeln dargestellt. Diese Geschichte ist auch der Anlass für den Brauch, den Kindern Kleinigkeiten zum Naschen zu schenken. Dieser Brauch des Schenkens verlagerte sich später in reformatorischer Zeit auf das Weihnachtsfest. Der Rest ist bekannt.

 

„Wer Zwietracht sät, wird Hass ernten!“ 

 

Um dieses Kulturgut zu bewahren, erwarten wir von den Verantwortlichen in der Politik, den Gemeinden bei den Medien und von Pädagogen, die alljährlich über das Fest berichten oder es veranstalten, diese Tradition des „Nikolo“ an unsere christlichen und muslimischen Kinder weiterzugeben und nicht Zwietracht zu säen! Wir alle sollten mit diesem Brauchtum verantwortungsvoll umgehen und nicht die türkischen Kinder und Familien diskriminieren, als wären sie gegen den „Nikolo“. Auch die Gemeinde Wien hat nie die Nikolo-Feiern mit einem kostümierten Nikolaus untersagt, wie es in den letzten Jahren falsch in den Medien kolportiert wurde. Man ist lediglich davon abgekommen, professionelle Nikoläuse zu bestellen, da man der Meinung ist, dass dies die den Kindern bekannten Erwachsenen Personen übernehmen sollen.

Der Hl. Nikolaus darf nicht als Rassismus-Werkzeug gegen Muslime missbraucht werden! Wir sind gegen diesen „Neo-Rassismus“, also einen kulturellen Rassismus, der einen Keil zwischen die Nationen und Religionen treiben möchte oder eine Gemeinde deswegen zu Unrecht verleumdet. Wie wir gezeigt haben, eignet sich gerade der Hl. Nikolaus dazu überhaupt nicht. Dennoch versuchen alljährlich verschiedene Gruppen und Parteien, daraus politisches Kleingeld zu schlagen.

Wir wollen verhindern, dass eine Gruppe von Menschen, die eine andere Religion, Konfession oder Nationalität hat, jedes Jahr wieder auf’s Neue pauschal diskriminiert wird. Wir Austro-Türken lieben den humanistischen, christlichen Nikolaus, unseren Landsmann, und wir sind stolz auf ihn! Nein zu Nikolo-Kultureller Rassismus. Ja zu einer Kultur des Teilens und Gebens.

 

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

 

http://www.n-tv.de/reise/Myra-die-Heimat-des-Nikolaus-article591191.html

Christentum stammt aus der Türkei?

http://www.turkischegemeinde.at/?s=Christentum

Categories: Kultur
Read More
27 Nov
By: TKG 0

TKG gratuliert: Haluk Bilginer gewinnt Internationalen Emmy als bester Darsteller

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG) gratuliert aus Wien.

Der türkische Schauspieler Haluk Bilginer wurde am Montagabend in New York mit dem International Emmy als bester Darsteller in dem Alzheimer-Drama „Sahsiyet“ ausgezeichnet.

Mit ihm im Rennen für den Preis in der Kategorie „Beste Leistung eines Hauptdarstellers“ war der Krefelder Jannis Niewähner (27) für seine Rolle in der Amazon-Prime-Thrillerserie „Beat“ nominiert war.

Rache ohne Erinnerungen In dem Alzheimer-Drama „Sahsiyet“ wird Agah Beyoglu (Haluk Bilginer) eine erschütternde Diagnose mitgeteilt: er hat Alzheimer. Zunächst versinkt Agah in einer Depression – bis er sich sagt, dass das Vergessen auch seine guten Seiten haben könnte – und setzt einen alten Mordplan in die Tat um. Die Mini-Serie ist im Ranking der besten Serien aller Zeiten auf imbd auf dem 34. Rang. Zu sehen war die Serie auf der türkischen Serienplattform puhu.tv. Seinen Award widmete Haluk Bilginer seiner Tochter Nazli „in der Hoffnung, dass auch sie eines Tages die Schauspielerei zu ihrer Profession machen würde“.(Hürriyet)

https://www.youtube.com/watch?v=PgNN3p6wIO8

Haluk Bilginer ist der bestbezahlte Schauspieler der Welt

Haluk Bilginer führt die am Dienstag erschienene Jahresliste der „100 bestbezahltesten Schauspieler“ von „People With Money“ an.

Es war ein hartes Jahr für den Schauspieler, doch immerhin hat er noch seine Millionen, um den Schmerz zu lindern. Der 65-jährige Haluk Bilginer  ist auf dem ersten Platz der „People With Money“-Liste über die 10 bestbezahltesten Schauspieler 2019 mit einem geschätzten Verdienst von 46 Millionen Dollar, die er aus verschiedenen Quellen einnahm.

Haluk Bilginer führt die Jahresliste der bestbezahlten Schauspieler an

Noch im Jahr 2017 sah es so aus, als ob sich die spektakuläre Karriere des Schauspielers in einer Abwärtspirale befände. Doch plötzlich war er zurück an der Spitze. Das „People With Money“-Magazin berichtete am Dienstag, den 26. November, dass Bilginer der höchstbezahlte Schauspieler der Welt sei und unfassbare 46 Millionen $ zwischen Oktober 2018 und Oktober 2019 eingenommen habe, womit er mit 20 Millionen $ seine stärksten Konkurrenten überholt.

„People With Money“-Faktoren

Bei der Zusammenstellung der diesjährigen Liste berücksichtigt das Magazin Faktoren wie Vorauszahlungen, Profitbeteiligungen, Rückstände, Sponsoring- und Werbeeinnahmen.

Der türkische Schauspieler verfügt über ein geschätztes Vermögen von 145 Millionen $. Er verdankt sein Geld einigen klugen Aktien-Investititionen, einer beträchtlichen Anzahl von Immobilien und lukrativen Sponsoring-Verträgen mit CoverGirl-Kosmetik. Darüber hinaus besitzt er mehrere Restaurants (die „Fat Bilginer Burger”-Kette) in Ankara, ein Fußball-Team (die „Izmir Angels”), hat seine eigene Vodka-Marke auf den Markt gebracht (Pure Wonderbilginer – Türkei) und versucht nun mit seiner sich gut verkaufenden Parfüm-Linie („Von Haluk mit Liebe”) und der Mode-Linie „Verführung by Haluk Bilginer” auch eine jüngere Zielgruppe zu erreichen.

Das Ranking ist für viele Haluk-Fans sehr wichtig, die auf die triumphale Rückkehr des Schauspielers gewartet haben und was ihnen wie eine kleine Ewigkeit erschien.(Mediamass)

Haluk Bilginer ist der heißeste Schauspieler der Welt

Haluk Bilginer, 65, wurde von der berühmten Zeitschrift „Glam’Mag“ in der Ausgabe vom Dezember 2019, die diese Woche erscheint, zum „heißesten Schauspieler der Welt” (Sexiest Man Alive) gekürt.

Zum zweiten Mal in Folge – 2018 und 2019

Und der Schauspieler mit dem größten Sexappeal der Welt heißt … Haluk Bilginer!

Die Zeitschrift veröffentlicht ihre Liste der 100 Männer, für die das Wort „sexy” erfunden zu sein scheint. Und ganz oben auf der Siegertreppe steht – wie zu erwarten (wenn man bei den Promis auf dem Laufenden ist):  Haluk Bilginer.

Das zweite Mal in Folge hat unser heißer Schönling, unter anderem bekannt durch seine Rolle im Film Winter Sleep, andere nicht minder heiße Männer auf die Plätze verwiesen. Und wir haben absolut nichts dagegen einzuwenden!

Twitter-Gewitter

Schon Minuten nach Bekanntgabe des diesjährigen Gewinners, wurde Bilginers 1. Platz zum Twitter-Thema Nr. 1:

Er ist ohne Zweifel sehr gutaussehend, und hat seine Karriere nicht nur mit seinen äußerlichen Reizen aufgebaut,” schrieb ein Fan.

Das #Haluk Bilginer zum ‘Erotischsten Mann der Welt’ gewählt wurde, macht   seine Verlobte wohl zur Glücklichsten Frau der Welt?”, scherzte ein anderer.

Der größte Vorteil dieser Auszeichnung ist wohl, dass die Presse dem türkischen Schauspieler in den nächsten Wochen wohl sehr viel Aufmerksamkeit schenken wird. Und was ist Ihre Meinung? Sind Sie auch der Meinung, dass Haluk Bilginer der Schauspieler mit dem größten Sexappeal der Welt ist? Und falls nicht, für wen hätten Sie gestimmt?

https://www.youtube.com/watch?v=vhaiBAFn8LQ

https://de.wikipedia.org/wiki/Haluk_Bilginer

Categories: AusgewähltWelt
Read More
10 Nov
By: TKG 0

Hochachtung! Belit Onay wird erster türkischstämmiger Oberbürgermeister einer Großstadt

Es lebe die Republik, es lebe Deutschland!

Der türkischstämmige Onay ist bundesweit der erste Oberbürgermeister mit Migrationshintergrund in einer Landeshauptstadt.

Unglaublich aber wahr!

Erstmals erobern die Grünen  mit Belit Onay eine Großstadt im Norden von Deutschland: Belit Onay setzt sich in der Stichwahl gegen den Bewerber der CDU durch. Für die Stadt bedeutet die Wahl aber wohl keine Zäsur. Die Deutschtürken freuen sich. Der Grüne Belit Onay wird Oberbürgermeister von Hannover.

Hannover ist damit laut die WELT nach Freiburg, Darmstadt und Stuttgart die vierte Großstadt, in der ein Grüner zum Oberbürgermeister aufrückt. Der Grüne Belit Onay wird Oberbürgermeister von Hannover.

In der Stichwahl setzte sich der Landtagsabgeordnete am Sonntag mit 52,9 Prozent gegen den CDU-Bewerber Eckhard Scholz durch, der auf 47,1 Prozent der Stimmen kam. Zugleich stellt die SPD damit erstmals nach mehr als 70 Jahren nicht mehr den Oberbürgermeister in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Es lebe die Republik, es lebe Deutschland!

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) gratuliert recht herzlich.

 

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
10 Nov
By: TKG 0

ATATÜRK – 10.November: „Wir erinnern uns mit Respekt und Sehnsucht“

Atatürk (1881-1938), der Begründer der säkularen modernen Türkei,  starb am 10. November 1938 im Alter von knapp 57 Jahren.

Wir erinnern uns mit Respekt und Sehnsucht. Er wird immer wichtiger…

Wir danken ihm für die Gründung der laizistischen Republik am 29.10.1923. Damit sind unsere Vorfahren BürgerInnen (Citiyons) einer Republik, was einmalig ist unter einem mehrheitlich muslimischen Volk. Seit 1923 existiert aber leider auch eine Contra-Revolution, welche sowohl aus dem Inn- als auch aus dem Ausland bis heute Druck gegen die laizistische Republik ausübt.

Atatürk der Heerführer im 1. Weltkrieg, 1923-1938 erster Staatspräsident der Türkei, führte moderne Reformen durch und erhielt den Ehrennamen „Atatürk“, d.h. „Vater der Türken“.  Atatürks Patriotismus war nach innen gerichtet, bezog sich auf die Türkei und ihre Bevölkerung und beinhaltete nach außen keine aggressive Komponente. Atatürk lehnte eine pantürkisch motivierte imperialistische Expansion ab.

„Frieden in der Heimat (daheim), Frieden in der Welt“ war sein Motto.

„Heute sind alle Nationen der Erde fast Verwandte geworden oder bemühen sich, es noch zu werden. Infolgedessen muss der Mensch nicht nur an die Existenz und das Glück derjenigen Nation denken, der er angehört, sondern auch an das Vorhandensein und Wohlbefinden aller Nationen der Welt … Wir wissen nicht, ob uns nicht ein Ereignis, das wir weit entfernt glauben, eines Tages erreicht. Aus diesem Grund muss man die gesamte Menschheit als einen Körper und eine Nation, als sein Glied betrachten.“ (ATATÜRK)

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

 

Read More
07 Nov
By: TKG 0

Eine vergessene Allianz?

Österreich-Ungarn und das Osmanische Reich im Ersten Weltkrieg

Wenn über das Habsburger Reich und das Osmanische Reich geredet wird – oder besser gesagt: über Österreich und die Türkei – dann kommen einem meist oder zuerst die Kriege, welche zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert stattgefunden haben, in den Sinn.

Leicht vergessen werden dabei die engen wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen der beiden Mächte im 19. und 20. Jahrhundert – der Höhepunkt beider Länder (zusammen mit Deutschland und Bulgarien), betreffen die zentralen Mächte im Großen Krieg.

Nur wenige Menschen in der Türkei und in Österreich wissen, dass österreichisch-ungarische Streitkräfte an den Kämpfen in Gallipoli und in Palästina teilgenommen haben und dass Österreich-Ungarn der Türkei Material und Ausbildungsabteilungen zur Verfügung gestellt hat. Die Türken haben außerdem 32.000 Soldaten nach Galizien als Waffenbrüder in den Krieg gesendet. Davon sind ca. 12.000 türkische Soldaten gestorben und ca. 20.000 Kriegsveteranen.

Noch weniger bekannt ist die wichtige Anwesenheit geteilter Gruppen von Osmanen an der Ostfront.

Um zukünftige Forschungsaktivitäten zu diesen Themen zu diskutieren, veranstaltete das österreichische Verteidigungsministerium in Zusammenarbeit mit der Türkischen Botschaft in Wien, der türkischen Historischen Gesellschaft in Ankara (Türk Tarih Kurumu Ankara) sowie der Österreichischen Nationalen Verteidigungsakademie einen Expertenworkshop am 7.11.2019 in Wien.

In diesem Zusammenhang hat an der Österreichischen Verteidigungsakademie eine öffentliche Podiumsdiskussion mit renommierten Historikern aus beiden Ländern stattgefunden.

Vorsitzender war Dr. Erwin A. Schmidl von der National Defense Academy.

Unter dem Vorsitz von Dr. Erwin A. Schmidl von der Nationalen Verteidigungsakademie haben Fachleute aus beiden Ländern Themen wie „die Bedeutung der beide Mächte“ einander beigemessen und Einzelheiten zum „Einsatz osmanischer Streitkräfte in Galicien“ sowie „Streitkräfte vom österreichisch-ungarischen Militär im Nahen und Mittleren Osten“ erörtert. Der Stand der Forschung und die Verfügbarkeit von Quellen wurden ebenfalls angesprochen.

 

Categories: Ausgewählt
Read More
07 Nov
By: TKG 0

TKG-Gedenktag: 7. November – „Light Of Hope“

Heute gedenken wir als Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) auch den Opfern der Novemberpogrome.

Wien (OTS) – Allein in Österreich wurden in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 insgesamt 30 Juden getötet, 7.800 wurden verhaftet und rund 4.000 ins KZ Dachau deportiert. Alle Synagogen wurden verwüstet, die allermeisten komplett niedergebrannt.

Auch der „Türkische Tempel“ in der Zirkusgasse 22 in Wien.

In der Zirkusgasse 22 befand sich bis 1938 der Hauptsitz der sephardisch-türkischen Gemeinde in Wien. 1885 bis 1887 ließ diese an der Stelle eine Synagoge errichten. Sie wurde während der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 in Brand gesteckt und zerstört.

Heute Abend erinnert die jüdische Jugend Wiens, gemeinsam mit Studierenden der Uni Wien, beim Fackelzug „Light Of Hope“ an die Ereignisse vor 79 Jahren. Um 18 Uhr geht es beim Heldenplatz los, über das Juridicum führt der Weg zur Schlusskundgebung am Judenplatz.

Die Türkische KULTURgemeinde (TKG) wird mit dem Vorstand und Mitgliedern auch dabei sein.

Von etwa 200.000 österreichischen Juden wurden etwa 65.500 in der NS-Zeit getötet. Die TKG verneigt sich vor ermordeten Juden…

Türkische Kulturgemeine in Österreich (TKG)

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Informationen:

DIE WIENER TÜRKISCH-ISRAEILITISCHE GEMEINDE UND SYNAGOGE

DIE GESCHICHTE DER TÜRKISCHEN JUDEN

SELTSAME BEGEGNUNGEN: TÜRKEN IN MAUTHAUSEN-TKG-ETU DENKMAL ERRICHTET

Read More
05 Nov
By: TKG 0

„Light of Hope“ buluşması: 7. Kasım. 2019, Saat 19.00’da Heldenplatz

7.Kasım.2019,  1010, Heldenplatz’da saat 19:00´da Avusturya Universitelerin’de okuyan Musevi asıllı gençlerin her yıl düzenlediği ve kısa adı IKG olan Avusturya Musevi Cemaati‘ nin desteklediği „LIGHT OF HOPE“ adlı yürüyüşüne katılmak amacı ile buluşalım.

7. Kasım. 1938 tarihinden sonra  Nazilerin Viyana başta  olmak üzere tüm Avrupa’da Yahudiler ve   kendilerinden farklı düşünen siyasi görüşlü insanlara karşı hunharca yapılan katliam ve soykırımları anmak amacı Heldenplatz’da başlayacak  „LIGHT OF HOPE“ adlı yürüyüşe  Avusturya Türk Kültür Cemiyeti TKG’nın üyeleri ve dostları olarak katılacağız.

Bu konuda Avusturya’da yaşayan Türkler‘ in ve müslümanların Avusturya Devleti tarafından zorla komik tedavi yöntemlerine maruz kalması gerektiği gibi siyasi görüşleri tekliflerini ayrımcı ve ırkçılığın en alçak düzeyi olarak red ediyoruz. Varsa bir tedavi yöntemi buyrun tüm Avusturya’da herkese tabii tutulsun Türk toplumuda bu çoğunluğun içinde görevini yapar. Bir yandan Yahudilere karşı ırkçılık ve soykırım lanetlenirken diğer tarafdan Avusturya’da yaşayan Türk asıllı vatandaşlara Yahudiler kullanarak Avusturya sağının , Hiristiyan muhafazakar siyasi kesimin ve sözde Sol kesimin aşağılamak, karalamak ve ırkçılık yapmaya kalkması kelimenin en hafif tabiri terbiyesizliktir. Red ediyoruz. Ne Türkler toptan Yahudi nede Yahudiler’de toptan Türk düşmanı değildir.
Doğru birileri içimizen ve dışımızdan küstahca ve kin içinde Türk ve Yahudileri birbirine düşman yapmak istiyor.
Dikkatli olalım. Avusturya’da birilerinin 5. Kolu olup  maddi, manevi ve siyasi çıkarlar için ajan ve provakatörlük yapmayalım.
Sahtekarlık ve samimiyesizlik ile kraldan çok kralcı olmayalım.  Avusturya’da yaşayan Türkiye göçmenlerini din istismarı, Atatürk istismarı ve ucuz milliyetçilikler ile yarı cahil bırakıp maddi ve manevi sömürüp zalimlik yapmayalım.
Unutmayalım,“Allah‘ ın laneti zalimlerin üzerinde olsun“ (Araf, 44) ve „Aklını çalıştırmayanlar üzerine Allah lanet ve pislik yağdırır“( Yunus, 100)  indirilmiş Ayet-i Kerim vardır… Gökten tezek yağacak değil. Bakın her gün  bu kadar varlık içinde kendiniz ne görüyorsunuz. Kimseyi temsil etmeyi bırakalım..Bu kadar yağan lanet ve pislik içinde ilk önce toptan bir tövbe edelim, yanlışları tekrarlamayalım.  Aynalara küs olmayalım. Ne oldum delisi ise olmaktan çekinelim. Emin sıfatlı insanlar olalım.
 
 
Gelin izninizle tarihe kısaca ışık tutalım:

Atalarımız Avrupa´da ki Musevilere kapısını açmıştır…

Atalarımız yüzyıllar boyunca Musevine dinine mensup çeşitli milletlere ait insanlara topraklarını aşmış veya onları İspanya ve Portekiz’de olduğu gibi 1492 yıllarında bizzat oralardan gemiler ile kurtarıp kendi ülkesine getirmiş ve onlara o çağın çok ilerisinde büyük haklar ve devletin birçok önemli kademelerinde görevler vermiştir. Bu zaman içinde tüm Avrupa’da ve Rusya’da Yahudiler gettolar da yaşıyor, katliamlara uğruyor ve her türlü insanlık dışı mualemeye maruz kalıyorlardı  Belge (I)

Atatürk Türkiyesi Avrupa´da ki Musevilere kapısını açmıştır…

Avusturya ve Almanya´da Naziler  1938 -1945 yılları arasında yükselerek hem kendi ülkelerinde hem de başta Polanya, Macaristan, Fransa, Ukrayna, Rusya, Balkanlar ve Doğu Avrupa ülkelerinde  yaşayan o ülke Musevi dinine mensup vatandaşları alçakca o ülkenin kanunlarını hiçe sayarak toplama kamplarına sınırdışı ederek  yollarken  Atatürk Türkiyesi Avrupa´da ki Musevilere kapısını açmıştır…Daha fazla açmalımıydı? Evet açmalıydı.Bu övünelecek bir durum veya Yahudiler‘ in başına kalkılacak bir durum değildir. Bu bir insanlık görevidir. Az yapılmıştır ama asla fazla yapılmamıştır. Ama şu anda tarih içindeki gerçekler sisleniyor, manipüle ediliyor  ve bu insanlığı yapan milletin çocuklarına başta Avusturya olmak üzere Avrupa’da bu konuda Yahudiler kullanılarak eziyet ediliyor, aşağılanıyor ve toptan Yahudi düşmanı gösterilerek Avrupa’da 6 milyondan fazla Yahudi‘ nin soykırımına uğramasından sanki Avrupa’da ki Türkler „göbek atıyor“ gibi ifadeler ile şeytanlaştırılıyor. Türkiye’de ki siyasiler bunu kendi ve çevresinin çıkarlarının nefsi darlığı ile  göremiyorlar.  İç politikada üç beş oy daha fazla almak için veya dünyada Araplar’ın gözüne girmek için açtıkları kapanması zor yaralar  ve depremler büyük. Türkiye’nin anlı ve şanlı geçmişinden doğan artıları adeta yok sayılıyor ve eksi haline dönüştürülüyor. Acı verici!

10. Kasım.1938 Kristallnacht

Kristallnacht, “kırık camlar gecesi” (9 – 10 Kasım 1938), Nazi Almanyası’nda Yahudilere yapılan ilk büyük katliamdı.

SS Generali Heydrich’in 10 Kasım 1938 (Kristallnacht, “kırık camlar gecesi”, Yahudilere yapılan ilk büyük katliamdan önce)’de Eyalet Polisi Merkez Bürolarına ve Saha Komutanlıklarına mesajı: Selamlar: Bu gece Yahudilere karşı yapılacak önlemler.

Sadece Alman hayatına veya mülküne zarar vermeyen davranışlar yapılabilir (örneğin sinagoglar – Yahudi din evleri- yangının mahallelerde yayılma tehlikesi olmadığı sürece yakılabilir). Yahudilerin iş yerleri ve evleri tahrip edilebilir, fakat yağmalanamaz. Polis bu yönergelerin infazını gözetim altında tutup, yağmacıları tutuklamakla görevlendirilmiştir. İşyerlerinin bulunduğu sokaklarda Yahudi olmayan müesseseler her ne pahasına olursa olsun zarar görmemeleri için korunacaklardır. Gece gerçekleşen olaylar kontrol altına alınır alınmaz, belirlenmiş görevliler, her semtte yerel hapishanelerin alabildiği kadar Yahudi’yi, özellikle varlıklı Yahudileri tutuklayacaklardır. Başta sadece sağlığı yerinde, fazla yaşlı olmayan erkek Yahudiler tutuklanacaklardır. Tutuklama işlemleri biter bitmez uygun görülen toplama kampıyla irtibata geçilip Yahudilerin kamplara vakit kaybetmeden yollanması ayarlanacak…

Kristal Gece (Almanca ad ile Kristallnacht), 1938’de   9 Kasım’ı 10 Kasım’a  bağlayan gece, Nasyonal Sosyalist Partisi idâresi tarafından düzenlenen ve Yahudilere  âit ev, iş yeri ve  sinagoglara yapılmış kanlı ve ölümcül saldırıların gerçekleştiği gecenin adıdır.

O gece gerçekleşen yağma eylemleri sırasında ev, işyeri ve ibâdethanelerin tuz buz olmuş camları her yere saçılmış ve o meşûm gece ve o gecede yaşanan olaylar, halk arasında „kristal gece“ şeklinde hatırlanır olmuştur. Olayların „resmî“ asıl ismi, Almanca „Novemberpogrom„, yâni „Kasım Kıyımı“dır.

„Kasım Kıyımı“ adı verilen süreçte, 7 ile 13 Kasım 1938 arasında toplam 400 kişi öldürüldü. 1400 sinagog, Yahudîlere âit çok sayıda dinî veya sivil toplantı mekânı, binlerce işyeri, dükkân, ev ile birlikte Yahudî mezarlıkları talan ve yağma edildi.10 Kasım’dan sonra 30.000 Yahudî, toplama kamplarında gözaltına alındı, yüzlercesi bu kamplarda ya da kamplarda gördükleri muamelenin etkileri sonucu öldü.

„Kasım Kıyımı“, 1933’te başlayan Yahudî düşmanlığının düzenli bir takibe dönüşmesinin başlangıcı olarak kabul edilir. Olaylar, 3 yıl sonrasında da  Yahudi  Soykırımı’na dönüştü. Bu süreçte „Kasım Kıyımı“, Yahudî Soykırımı’nı hazırlayan temel olaylar arasında kabul edilir.

Viyana’da Türk Mabedi (Der Türkische Tempel) 10. Kasım.1938 yakılıyor

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

10 Kasım 1938 yılında  başta Paris ve tüm Almanya Sinagogları yalan ve dolan bahaneler ile Hitler Başkanlığı’nda Nasyonel Sosyalist Alman Devleti tarafından eş zamanlı yakılırken Viyana´da TÜRK MABEDI (Belge II) adı altında Osmanlı zamanında Viyana şehrine  1718 yılında imzalanan Pasarofça Anlaşması’ndan doğan haklar ile gelen başta İstanbul, Edirne ve İzmir’den gelen  Türk Museviler’in gururla kurdukları Sinagogu’da yakılıp yıkılmış hatta tüm yıkım masraflarının parası Türk Musevi Avusturya Cemiyeti’ne Viyana’da ki Nazi Hükümeti tarafından inanılmaz bir şekilde yollanmış ve zorla ödettirilmiştir.  Bununla ilgili Viyana’da Viyana Musevi Müzesi’nde 2010 yılında düzenlenen “ Die Türken in Wien“ adlı sergiye TKG  maddi ve manevi olarak sponsor olmuştur. (Belge III) Kısaca Türkler yaşatırken Naziler yakmışlar, yıkmışlar, çalmışlar ve soykırım yapmışlardır…Avusturya’da 1938 öncesi 230 bine yakın Musevi asıllı vatandaş yaşıyordu. 200 bine yakını Viyana’da. 1945’den sonra bu sayı binlere düşmüş ve şu anda bu sayı resmi sayılara göre çoğu Rusya’dan göç etmiş Museviler  ile birlikte Avusturya Musevi Cemaati’ne üye sayısına göre 1o bine yaklaşmıştır. 1938’den önce Viyana’da Türk Musevi Cemaati yıllarca aktiv olarak ikinci Viyana’da Zirkusgasse 22’de Türk Mabedi adlı Sinagogu cevresinde toplanmışlardır.

Avusturya´da yaşayan Türk asıllı Avusturya veya Türk vatandaşlarının Yahudilere karşı gocunacakları hiç bir utançları yoktur.  Tam tersine Türkler tüm dünyadaki milletleri din, dil, ırk farkı gözetmeksizin kardeş olarak görmeyi Atatürk Türkiyesin’de öğrendik. Kimse kışkırtmasın yeter…

Bu anlamda her yıl olduğu gibi Avusturya Musevi vatandaşlarının her yıl 7. Kasım tarihinde Heldenplatz´da toplanıp birinci Viyana´da Judenplatz ´ a kadar LIGHT OF HOPE adlı yürüyüşüne katılacağız. Amacımız Avusturya takribi 60 bin tüm Avrupa´da 6 milyon Musevi asilli vatandaşın medeniyetin merkezi olarak kabul edilen Batı’nın kalbinde sadece „Yahudi dinine mensup oldukları için‘  toplama kamplarında veya şehirlerde soykırıma uğramasının acısını paylaşmak ve saygı duruşunda bulunarak tarihten nefret değil ders çıkarmaktır.

Avusturya Türk Kültür Cemiyeti olarak bu anlamda Avusturya´nın Mauthausen toplama kampında soykırıma uğrayan müslüman ve musevi Türk vatandaşlarının anısına Avusturya ve Türk Devleti´nin temsilcilerinin hazır olduğu bir törenle bir anıt dikerek 2010 yılında ölümsüzleştirmiştik. (Belge IV)

Gelin 7. Kasim.2019 tarihinde saat 19:00´da Heldenplatz´da sessizce LIGHT OF HOPE yürüyüşüne katılalım, acıları paylaşalım ve Avusturya yakın tarihini iyi öğrenerek  yeni vatanımız Avusturya’da  Musevi ve Türk asıllı insanların arasına konmak istenen nifak tohumlarına karşı tariyi iyi biliyoruz, acınızı paylaşıyoruz,  barış, esenlik ve kardeşlik ve istiyoruz diyerek cevap verelim.

Avusturya Türk Kültür Cemiyeti
Türkische Kulturgemeinde in Österreich TKG

Kaynaklar:

Belge (I)

http://www.turkischegemeinde.at/1993/09/die-geschichte-der-tuerkischen-juden/

Belge (II)

http://www.turkischegemeinde.at/2016/11/tkg-gedenken-an-novemberpogrome-tuerkischer-tempel/

Belge (III)

AUSTELLUNG: „DIE TÜRKEN IN WIEN-GESCHICHTE EINER JÜDISCHEN GEMEINDE“ IM JUDISCHEN MUSEUM
http://www.turkischegemeinde.at/2010/05/austellung-die-tuerken-in-wien-geschichte-einer-juedischen-gemeinde-im-judischen-museum/

Belge(IV)

Seltsame Begegnungen: Türken in Mauthausen-TKG-ETU Denkmal errichtet

 

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
29 Okt
By: TKG 0

Herzliche Gratulation!Die laizistische Türkische Republik wurde am 29.10.1923 ausgerufen

„Frieden daheim, Frieden in der Welt!“

Am 29.10.1923 wurde die laizistische Türkische Republik mit Atatürks Motto: „Frieden daheim, Frieden in der Welt!“ ausgerufen.

Herzliche Gratulation!

Heute vor 96 Jahren wurde die laizistische Türkische Republik durch Mustafa Kemal Atatürk am 29.10.1923 in der Türkei ausgerufen! Die meisten der 82 Millionen Menschen  in der Türkei und aus der Türkei in der Welt, in Deutschland und auch in Österreich feiern heute mit dem Herzen und sagen: „Vielen Dank für die beispielhafte Gründung der laizistischen Republik Türkei, als Europa in einer der schwierigsten und dunkelste reaktiönaren Zeiten war.“

Wir danken dem Gründer der laizistischen Republik Türkei, damit sind unsere Vorfahren Bürger (Citiyons) einer Republik geworden, worauf wir sehr stolz sind. Das war in der muslimischen Welt einmalig.

Seit 1923 existiert auch eine Contra- Revolution, gegen die laizistische Republik aus dem Inland in der Türkei und dem Ausland, bis heute. Wir müssen besonders wachsam sein weil wir hier in Europa, insbesondere im deutschsprachigen Raum wie Deutschland, Österreich und der Schweiz, leider die Wirkungen der reaktionäre Contra-Revolution täglich spüren.

Die Türkei war, ist und wird ein Nachbar der Europäischen Union bleiben und ist damit für die Stabilität und Integrität des Kontinents, beginnend am Balkan, sehr wichtig. Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich wünscht sich aus Wien eine starke demokratische, rechtsstaatliche und laizistische Türkei. Ja zum Glauben, nein zum politisierten Glauben!

Es lebe die Republik in Österreich und in der Türkei!

 

.

Das Gedenken an Mustafa Kemal Atatürk ist in der Türkei sehr stark ausgeprägt. Im Dolmabahtsche-Palast (Dolmabahçe Sarayı) in Istanbul starb Mustafa Kemal am 10. November 1938.  Die Uhren im ganzen Palast stehen entsprechend alter Sitte auf seiner Todesstunde. Zum Todestag Mustafa Kemals wird in der Türkei eine Trauerminute eingelegt, zu der landesweit Sirenen erklingen.

Atatürks Patriotismus genannt hat war nach innen gerichtet, bezog sich auf die Türkei und ihre Bevölkerung und beinhaltete nach außen keine aggressive Komponente. Er lehnte eine pantürkisch motivierte imperialistische Expansion im Gegensatz zu seinem früheren Rivalen Enver Pascha ab:

„Heute sind alle Nationen der Erde fast Verwandte geworden oder bemühen sich, es noch zu werden. Infolgedessen muss der Mensch nicht nur an die Existenz und das Glück derjenigen Nation denken, der er angehört, sondern auch an das Vorhandensein und Wohlbefinden aller Nationen der Welt … Wir wissen nicht, ob uns nicht ein Ereignis, das wir weit entfernt glauben, eines Tages erreicht. Aus diesem Grund muss man die gesamte Menschheit als einen Körper und eine Nation als sein Glied betrachten.(ATATÜRK)“[23]

 

 

Die Inschrift am ANZAC-Denkmal in Gallipoli, ein Zitat von Kemal Atatürk aus dem Jahr 1934, der bei dieser Schlacht selbst an der Front stand und die meisten seiner Männer verlor: „Diese Helden, die ihr Blut vergossen und ihr Leben gelassen haben… Ihr liegt nun in der Erde eines befreundeten Staates. Daher ruhet in Frieden. Denn es gibt für uns keinen Unterschied zwischen den Johnnies und den Mehmets, dort wo sie Seite an Seite in diesem unserem Lande liegen… Ihr Mütter, die eure Söhne aus weit entlegenen Länder geschickt habt, wischt weg eure Tränen! Eure Söhne liegen nun an unserer Brust und sind in Frieden. Ihr Leben in diesem Land verloren zu haben, machte sie genauso zu unseren Söhnen.“

 

Gesellschaftsreformer (1924–1938)

Atatürk und ein Bürger, 1930

Der Bruch mit den Strukturen und Institutionen des Osmanischen Reiches blieb ein Wagnis, das Widerstand hervorrief. Einige der wichtigen Mitstreiter aus den Anfängen des Befreiungskrieges, darunter Kâzım Karabekir und Ali Fuad, trennten sich von der Volkspartei des Präsidenten und gründeten mit der Erlaubnis Mustafa Kemals im November 1924 die oppositionelle Fortschrittspartei. Diese machte sich u. a. den Respekt vor Gewissensfreiheit und religiösen Gefühlen zum Programm und gewann Unterstützung unter den Anhängern der Scharia. Zur ernsten Herausforderung der jungen Republik und ihres Präsidenten wurde diese Entwicklung, als es im Februar 1925 in Südostanatolien zu einem Aufstand von Kurden kam, deren geistiger Führer Scheich Said die Rückkehr zu Sultanat und Kalifat propagierte. Mit aller Härte und Brutalität wurde der Scheich-Said-Aufstand militärisch niedergeschlagen und dabei das Ziel verfolgt, die kurdische Opposition weitestmöglich auszulöschen. Im Juni erging ein Verbot der Fortschrittspartei; Notstandsgesetze, Pressezensur und Justizapparat wurden gegen Opponenten in Stellung gebracht. Ein 1926 in Izmir aufgedecktes Mordkomplott dreier Verschwörer gegen den Präsidenten wurde von Mustafa Kemal als Gelegenheit genutzt, mit den Häuptern der Opposition als vermeintlichen Drahtziehern des geplanten Anschlags im Rahmen eines Schauprozesses vor dem „Freiheitsgericht“ abzurechnen. Die Republik nahm Züge einer Diktatur an.

Seine gebieterische und rastlos vorwärts drängende Natur war dem Leitbild eines modernen republikanischen Staatswesens nach westlichem Orientierungsmuster verpflichtet. Schon in einer Tagebuchaufzeichnung vom 6. Juni 1918 hatte er das Grundmotiv aller späteren Reformschritte formuliert:

„Sollte ich eines Tages großen Einfluß oder Macht besitzen, halte ich es für das Beste, unsere Gesellschaft schlagartig – sofort und in kürzester Zeit – zu verändern. Denn im Gegensatz zu anderen glaube ich nicht, daß sich diese Veränderung erreichen läßt, indem die Ungebildeten nur schrittweise auf ein höheres Niveau geführt werden. Mein Innerstes sträubt sich gegen eine solche Auffassung. Aus welchem Grund sollte ich mich auf den niedrigeren Stand der allgemeinen Bevölkerung zurückbegeben, nachdem ich viele Jahre lang ausgebildet worden bin, Zivilisations- und Sozialgeschichte studiert und in allen Phasen meines Lebens Befriedigung durch Freiheit erfahren habe? Ich werde dafür sorgen, daß sie auch dahin kommen. Nicht ich darf mich ihnen, sondern sie müssen sich mir annähern.“[10]

Dieses Programm verwirklichte er Zug um Zug, nachdem er gesiegt und in der Funktion des Staatspräsidenten die erstrebte Schlüsselposition innehatte. Es war eine Vielzahl tiefer Veränderungen in Tradition und Gewohnheiten, die er seinen Landsleuten binnen weniger Jahre umzusetzen vorgab.

Auf die Abschaffung des Kalifats ließ er ein äußeres Zeichen prowestlicher Säkularisierung folgen, indem er den Hut als männliche Kopfbedeckung als Teil der „nationalen Tracht“ propagierte (Hutrevolution) anstelle des für das ganze Osmanische Reich bis dahin typischen Mischung aus Fes, Turban und Kalpak. Wer fernerhin in der Öffentlichkeit mit diesen orientalischen Kopfbedeckungen angetroffen wurde, riskierte eine Geld- oder Gefängnisstrafe. In den gleichen Zeitraum fällt das Verbot der religiösen Bruderschaften und Orden. In Ostanatolien erhob sich gegen diese Entwicklungen teilweise erbitterter Widerstand, der mit Verhängung des Ausnahmezustands, scharfen Polizeimaßnahmen und Verhaftungen beantwortet wurde. 1934 erfolgte eine zweite Kleiderreform, welche den Geistlichen das Tragen ihres Gewands nur in ihren Arbeitsbereichen (Moschee, Beerdigung) gestattete.

Eine Umwälzung gesellschaftlicher Strukturen bedeuteten die von Mustafa Kemal eingeleiteten Schritte zur Frauenemanzipation, die in einer Neuordnung des ehelichen Scheidungsrechts, in der rechtlichen Gleichstellung von Mann und Frau, in der Förderung einer höheren Schulbildung und im Universitätszugang auch für Mädchen und Frauen zum Ausdruck kam.

Wie bei seinem Reformwerk nahezu durchgängig, ist Mustafa Kemal auch hier mit eigenem Beispiel vorangegangen. Als der langjährige Junggeselle schließlich heiratete, war es Latife Uşşaki, eine selbstbewusste, von westlichen Einflüssen geprägte Frau, deren emanzipiertes Auftreten ihm imponierte. Die Trauung am 29. Januar 1923 fand ohne religiöse Zeremonie statt und wurde vom Bürgermeister von Izmir vollzogen, wobei Mustafa Kemal die Gelegenheit nutzte, zu verkünden, dass alle Eheschließungen in der Türkei künftig ebenfalls von Vertretern des Staates durchzuführen seien. In der Ehe wie in der Öffentlichkeit konnte Lâtife eigene Standpunkte vertreten und so zu einer Modernisierung des Frauenbilds in der Türkei beitragen. Dabei zeigte sich allerdings auch, dass Mustafa Kemal mit seinen Staatsgeschäften und nächtlichen Diskussionsrunden zu sehr befasst war, um der jungen Frau ein ihren Wünschen entsprechendes Eheleben zu bieten. Als ihre Kritik nach zweieinhalbjähriger Ehe das für ihn tolerierbare Maß überstieg, betrieb er die am 22. Juli 1925 erfolgte Trennung und am 12. August 1925 bekanntgegebene Scheidung durch ein Talakname.[12] In der Folge gelang es ihm mittels gezielter Förderung von ihm adoptierter Mädchen und junger Frauen im eigenen Einflussbereich, das Ziel der Frauenemanzipation erfolgreich zur Geltung zu bringen. Von grundlegender gesamtgesellschaftlicher Bedeutung war die Einführung des aktiven und passiven Frauenwahlrechts. Seit 1930 konnten Frauen an Kommunalwahlen teilnehmen, seit 1934 auch an den Parlamentswahlen.

Mustafa Kemal als oberster Lehrer der Türkei

Es ist charakteristisch für seine Arbeits- und Vorgehensweise, dass Mustafa Kemal die Reformvorstellungen, die er in groben Zügen bereits früh entwickelt hatte, einem Kreis ausgewählter Berater und Sachkundiger bei spätabendlichen Tischgesellschaften vorstellte, für die er jeweils eine spezielle Liste der Einzuladenden ausgab. Offene Kritik ertrug er schlecht und duldete sie kaum; aber ohne den Rat und die Ideen von Sachkennern gehört zu haben, machte er sich auch nicht an die politische Umsetzung seiner Projekte.

Ende 1925 wurde die islamische Jahreszählung nach der Hedschra durch die christliche Zeitrechnung abgelöst (zu Einzelheiten der Reform des Kalenders und der Jahreszählung siehe: Rumi-Kalender).[13] Zehn Jahre später trat dann der Sonntag als arbeitsfreier Tag an die Stelle des den Muslimen heiligen Freitags. Außerdem wurde das metrische System eingeführt. Die am Koranorientierte Rechtsprechung wurde durch das Schweizer Zivilrecht[13], welches mit nur unbedeutenden Anpassungen übernommen wurde, abgelöst. Die Rechtsübernahme schloss auch das moderne Erbrecht und Familienrecht des Zivilgesetzbuches ein. Daneben wurden das deutsche Handelsrecht und das italienische Strafrecht[13] übernommen.

Als Amtssprache wurde die osmanische Hochsprache der bisherigen Eliten, die stark von der höfischen Sprache Persisch und von der heiligen Sprache Arabisch beeinflusst war, in einem von Sprachwissenschaftlern begleiteten Prozess durch die türkische Volkssprache abgelöst. Bis 1928 wurde die osmanische Sprache nach islamischer Tradition in der arabischen Schrift notiert. Mustafa Kemal ließ diese durch das lateinische Alphabet ersetzen, das der vokalreichen türkischen Sprache besser entsprach. Außerdem ließ es sich mit deutlich weniger Zeitaufwand erlernen[14] und verstärkte die durch Mustafa Kemal angestrebte Westorientierung. Auch auf diesem Feld legte er persönlich Hand an, indem er, mit Tafel und Kreide umherreisend, Unterricht erteilte.

„Vater der Türken“

Heinrich Krippel bei der Erstellung der Reiterstatue für das „Onur Anıtı“ in Samsun

Am Ende des durchgreifenden Reformprozesses stand eine Änderung des Namensrechts, die zu einer effektiveren Verwaltung des Personenstandwesens führen sollte und wiederum an westliche Muster anknüpfte: Jeder Bürger der Türkei wurde zur Annahme eines Familiennamens verpflichtet. Mustafa Kemal erhielt von der Nationalversammlung mit dem Gesetz Nr. 2587 vom 24. November 1934 den Namenszusatz bzw. Nachnamen Atatürk (Vater der Türken), welcher mit dem Gesetz Nr. 2622 unter gesetzlichen Schutz gestellt wurde. Für einige Vertraute und Weggefährten suchte er selbst die künftigen ehrenden Nachnamen aus. So auch für Ismet Pascha, der wegen seiner Verdienste im Befreiungskrieg gegen die Griechen nach dem Ort seiner beiden großen Schlachtenerfolge den Nachnamen İnönü erhielt. İsmet İnönü hat als Ministerpräsident über viele Jahre Mustafa Kemal Atatürk von der alltäglichen Regierungsroutine entlastet und wurde nach dessen Tod sein Nachfolger als Staatspräsident. Mustafa Kemals Namenswahl und die Ehrenbezeugungen, die er auf sich vereinte (1926 wurde in Istanbul ein erstes Denkmalerrichtet, dem ungezählte weitere im ganzen Lande folgten, s. u.), entsprachen den zeittypischen Formen des Personenkults in autoritären Regimen. Dieser hat in der Folge eine bis heute fortwirkende integrierende Wirkung für das türkische Staatswesen entfaltet. Atatürk gelang es, als Freiheitskämpfer, Staatspräsident und „oberster Lehrer der Nation“ mit seiner Person das Vakuum zu füllen, das mit der Abschaffung von Sultanat und Kalifat sowie mit der Abkehr von herkömmlichem Brauchtum zum Zwecke der Modernisierung einherging. So hat er es zweifellos auch als seine Aufgabe angesehen, seinem nach der Kriegsniederlage in gänzlich neuem staatlichen Rahmen zu organisierenden Volk ein Selbstbewusstsein und eine Identität zu vermitteln, ohne die es womöglich keinen stabilen neuen Staatsverband hätte bilden können. Er ist dabei sehr weit gegangen. Nicht nur, indem er, in glorifizierender Absicht, die Wurzeln des Türkentums in Mittelasien bis auf Attila und Dschingis Khan zurückführte, sondern vor allem, indem er über die Türkische Geschichtsthese und die Sonnensprachtheorie die Lehrmeinung verbreiten ließ, die Türken seien das älteste Volk der Welt, von dem alle anderen Völker direkt oder indirekt abstammten.[17]

 

Außenpolitisches Wirken

Der jugoslawische König Alexander I. und Mustafa Kemal mit Zylinderhut.

Atatürks Nationalismus war nach innen gerichtet, bezog sich auf die Türkei und ihre Bevölkerung und beinhaltete nach außen keine aggressive Komponente. Er lehnte eine pantürkisch motivierte imperialistische Expansion im Gegensatz zu seinem früheren Rivalen Enver Pascha ab:

„Heute sind alle Nationen der Erde fast Verwandte geworden oder bemühen sich, es noch zu werden. Infolgedessen muss der Mensch nicht nur an die Existenz und das Glück derjenigen Nation denken, der er angehört, sondern auch an das Vorhandensein und Wohlbefinden aller Nationen der Welt … Wir wissen nicht, ob uns nicht ein Ereignis, das wir weit entfernt glauben, eines Tages erreicht. Aus diesem Grund muss man die gesamte Menschheit als einen Körper und eine Nation als sein Glied betrachten.“[23]

1932 trat die Türkei dem Völkerbund bei. 1936 wurde ihr durch das Abkommen von Montreux die im Vertrag von Lausanne noch vorenthaltene Souveränität über die Meerengen Bosporus und Dardanellen sowie die diesbezügliche Kontrolle der Schifffahrt zugestanden. Zu Griechenland konnte schon von 1930 an ein gutnachbarliches Verhältnis hergestellt werden, und beim Balkanpakt1934 in Athen war es vor allem Atatürks multilateralen Ausgleichsbemühungen zuzuschreiben, dass ein die Türkei, Griechenland, Jugoslawien und Rumänien zusammenführendes Vertragswerk geschlossen werden konnte. Im selben Jahr schlug der griechische Premierminister Venizelos – wenn auch erfolglos – Mustafa Kemal Atatürk für den Friedensnobelpreis vor.

Zu den faschistischen Diktatoren Mussolini und Hitler hielt Atatürk unmissverständlich Abstand und hieß eine Vielzahl zu Beginn der NS-Herrschaft ins türkische Exil flüchtender Wissenschaftler, Künstler und Architekten in der Türkei willkommen, die eine Mitwirkung der Exilanten bei der Modernisierung des Landes und beim Aufbau des türkischen Hochschulwesens gut gebrauchen konnte. Für manche von ihnen wurden die Universitäten von Ankara und Istanbul[24] zu neuen Wirkungsstätten. Unter denen, die in der Türkei eine Zuflucht fanden, waren der spätere Regierende Bürgermeister von Berlin Ernst Reuter sowie die Architekten Clemens Holzmeister, der den Regierungsbezirk in Ankara entwarf, und Bruno Taut, der 1938 den Katafalk zur Trauerfeier für den verstorbenen Atatürk entwerfen sollte.

Ambivalent war das Verhältnis Atatürks zur benachbarten Großmacht Sowjetunion. Beide Staaten unterstützten sich gegenseitig in dem Bemühen, die internationale Isolierung durch die Siegermächte zu überwinden. Auch die von sowjetischer Seite dem jungen türkischen Staat in begrenztem Umfang gewährten Aufbauhilfen hat Mustafa Kemal gern entgegengenommen. Von der kommunistischen Ideologie und dem sowjetischen Gesellschaftsmodell jedoch distanzierte er sich deutlich.

Bereits beim Festakt zum zehnjährigen Jubiläum der Republik Türkei im Oktober 1933 sah Mustafa Kemal einen möglichen neuen Krieg in Europa voraus und legte sein Land für diesen Fall auf einen Kurs der Neutralität fest.[25] Dem amerikanischen General Douglas MacArthur, der zur Manöverbeobachtung Anfang der 1930er Jahre die Türkei aufsuchte, gab er folgende Prophezeiung, die allerdings erst 1951 veröffentlicht wurde, mit auf den Weg:

„Meiner Meinung nach wird das Schicksal Europas wie gestern auch morgen von der Haltung Deutschlands abhängig sein. Diese außergewöhnlich dynamische und disziplinierte Nation von 70 Millionen wird, sobald sie sich einer politischen Strömung hingibt, die ihre nationalen Begierden aufpeitscht, früher oder später den Vertrag von Versailles zu beseitigen suchen. Deutschland wird in kürzester Zeit eine Armee aufstellen können, die imstande sein wird, ganz Europa, mit Ausnahme von England und Russland, zu besetzen … der Krieg wird in den Jahren 1940/45 ausbrechen … Frankreich hat keine Möglichkeit mehr, eine starke Armee aufzustellen. England kann sich bei der Verteidigung seiner Insel nicht mehr auf Frankreich verlassen. Amerika wird in diesem Krieg genau wie im Ersten Weltkrieg nicht neutral bleiben können. Und Deutschland wird wegen des amerikanischen Kriegseintritts diesen Krieg verlieren…“[26]

Alexander Rüstow-Kessler, der von 1933-1946 in Istanbul tätig war, schrieb über seine Zeit in der Emigration: „Wir Deutsche und sicherlich Österreich haben Anlass uns dankbar daran zu erinnern, dass die Türkei in den dunkelsten Stunden unserer Geschichte nach 1933 vielen vom nationalsozialistischen Regime verfolgten Deutschen und Österreich durch Atatürk Zuflucht geboten hat, auch vielen Hochschullehrern. Sie folgten dem Ruf Kemal Atatürks, der die Bedeutung von Wissenschaft und freier akademischer Forschung für ein modernes Staatswesen erkannt hatte. Sie sind hier aufgenommen worden, forschten an den Universitäten von Ankara und Istanbul und leisteten so auch einen Beitrag zum Aufbau eines modernen Hochschulwesens in der Türkei. Ich werde dem edlen und ritterlichen türkischen Volk für diese Möglichkeit immer dankbar bleiben.“ An diesen Satz möchte ich heute im Namen aller Deutschen und Österreich erinnern.“

Mustafa Kemal Pascha, genannt Atatürk, ist allgegenwärtig in der Türkei. Sein Porträt hängt in Geschäften, Büros, Wohnzimmern, sein Gesicht ist auf T-Shirts gedruckt, auf Postkarten und Postern, seine Unterschrift findet man auf Souvenirs wie Taschenmessern und Schreibgeräten.

Atatürk ist der Republikgründer, der mit militärischem Geschick und politischem Ehrgeiz aus der Konkursmasse des Osmanischen Reichs 1923 die moderne Türkei formte. Er schaffte die arabische Schrift ab, trennte strikt zwischen Religion und Staat und suchte die Anbindung an den Westen.

Mustafa Kemal Atatürk ist Gründer der Republik Türkei und erster Staatspräsident. Sein Geburtsname ist Mustafa.

Die Beinamen erhielt er im Laufe seines Lebens. Mustafa Kemal Atatürk 1881 n.Chr. ist in Thessaloniki, das damals noch zum Osmanischen Reich gehörte, als Kind von Ali Riza Efendi, und Zübeyde Hanim geboren. Von den fünf Geschwistern Atatürks starben vier bereits in ihrer Kindheit, nur Makbule Atadan lebte bis zum Jahre 1956. Sein eigenes Geburtsdatum steht nicht genau fest, so dass er dafür später den 19. Mai wählte, an dem er 1919 mit 38 Jahren in der anatolischen Küstenstadt Samsun landete, um die Kräfte für die Befreiung des Landes von Siegermächten und Sultanat zu sammeln. Das Geburtshaus in Thessaloniki liegt neben dem türkischen Generalkonsulat.

Ein Teil des Gebäudes ist der Öffentlichkeit zugänglich und zeigt eine umfangreiche Ausstellung über Mustafa Kemal Atatürk. Während seiner Schulausbildung verlor er 1888 seinen Vater. Eine Weile blieb er bei seinem Onkel auf dem Rapla Bauernhof, kehrte dann nach Saloniki zurück und beendete seine Schule. In 1893 trat er als zwölfjähriger in die Askeri Rüştiye (Militärschule) ein. In dieser Schule wurde durch seinen Mathematiklehrer Mustafa Bey seinem Namen „Kemal“ (Vollkommener) angehängt, da er seine Schulleistungen würdigen wollte.

Die Abschlussprüfung 1895 absolvierte er als Viertbester. Im Anschluss an diese Ausbildung begann er in Istanbul sein Studium auf der Harp Okulu (Wehrdienstschule) zum Offizier. In 1902 wurde er Leutnant und setzte seine schulische Laufbahn auf der Wehrdienstakademie fort bis zum Hauptmann. In den Jahren 1905-1907 stand er in Damaskus im Dienst der fünften Armee der Osmanen, stieg weiter in seiner Offizierslaufbahn auf und wurde nach Monastir in die dritte Armee versetzt. In Damaskus kam Atatürk in Kontakt mit einem jungtürkisch-oppositionell ausgerichteten Beteiligten an einem gescheiterten Attentat auf Sultan Abdülhamid II. Nach Verbüßung einer Gefängnisstrafe war jener nach Syrien in die Verbannung geschickt worden und betrieb nun einen Buchladen, u.a. mit verbotenen französischen Schriften. Mit ihm gründete Mustafa Kemal die revolutionäre Organisation „Vaterland und Freiheit“, für die er in Jerusalem, Jaffa und Beirut weitere Mitglieder anwarb. Ende 1906 gab ihm sein militärischer Vorgesetzter Rückendeckung für eine verdeckte Reise zurück nach Saloniki, wo er Zugang zu den führenden Köpfen der jungtürkischen Opposition suchte und eine Zweigstelle seiner Organisation gründete. Der Gefahr, dort als Deserteur entdeckt zu werden, entkam er durch rechtzeitige Rückreise nach Syrien. Am 19. April 1909 nahm er in der in Istanbul einmarschierenden Armee der Befreiungsbewegung die Stellung als Generalstabchef ein. Im Jahre 1910 wurde er nach Frankreich geschickt, wo er an den Picardie-Manövern teilnahm und Französisch sowie westliche Lebensart lernte. In 1911 nahm Mustafa Kemal gemeinsam mit einer Gruppe von Freunden im Gebiet von Tobruk und Derne gegen Italien teil. Durch den Sieg am 22.12.1911 erhielt er im Anschluss den Titel des Kommandeurs von Derne. Als im Oktober 1912 der Balkankrieg ausbrach, beteiligte sich Mustafa Kemal mit den Truppen in Gallipoli und Bolayır am Krieg. Bei der Rückeroberung von Dimetoka und Edirne hat er große Dienste geleistet. Im Jahre 1913 wurde er zum Militärattache von Sofia ernannt und wurde er im Jahre 1914 zum Oberstleutnant ernannt. Seinen Dienst als Militärattache beendete er im Januar 1915. In der Zwischenzeit brach der I. Weltkrieg aus und das osmanische Reich brach zusammen.

Mustafa Kemal wurde mit der Gründung der 19. Division in Tekirdağ beauftragt. Zum größten Ruhm gelang Mustafa Kemal in Çanakkale, da es ihm in schweren und verlustreichen Kämpfen gelang die Meerenge „unpassierbar“ zu gestalten. Aber auch die englischen und französischen Flotten mussten am 18. März 1915 bei der Passierung der Dardanellen schwere Verluste hinnehmen, worauf entschlossen wurde, auf der Halbinsel Gallipoli Truppenlandungen vorzunehmen. Die am 25. April 1915 Arıburnu (Schlachtort auf Gallipoli) erreichenden Besatzungstruppen wurden durch die 19. Division unter dem Kommando Mustafa Kemals bei Conkbayırı aufgehalten. Aufgrund dieses Erfolges Mustafa Kemals wurde er zum Oberst ernannt. Die Engländer setzten am 6.-7. August 1915 abermals bei Arıburnu zum Angriff an. Der Kommandant der Anafartalar Gruppe (Anafartalar = Orte auf der Halbinsel Gallipoli) Mustafa Kemal erzielte am 9.-10. August den Sieg bei Anafartalar. Diesem Sieg folgte am 17. August der Sieg bei Kireçtepe und am 21. August der zweite Sieg bei Anafartalar. Der Widerstand musste mit 253.000 Soldaten bezahlt werden. Mustafa Kemal nahm nach Çanakkale 1916 bei den Kriegen in Edirne und Diyarbakır teil. Am 1.4.1916 stieg er zum Generalmajor auf. Nach Kämpfen mit russischen Truppen, konnte er die Rückeroberung von Muş und Bitlis erreichen.

Nach seinen kurzen Einsätzen in Damaskus und Aleppo kehrte er im Jahre 1917 wieder nach Istanbul zurück. Gemeinsam mit Kronprinz Vahidettin Efendi reiste er nach Deutschland, wo er eine genaue Analyse der Front vornahm. Nach dieser Reise erkrankte er und wurde in Wien als auch in Karlsbad behandelt. Am 15. August 1918 kehrte er als Kommandant der VII. Armee nach Aleppo zurück. An dieser Front führte er erfolgreiche Abwehrkämpfe gegen die englischen Streitkräfte. Am 31. Oktober 1918, einen Tag nach der Unterzeichnung des Waffenstillstandes von Mudros, wurde er zum Kommandanten der schnellen Eingreifstruppen ernannt. Als diese Armee aufgelöst wurde, kehrte er am 13. November 1918 nach Istanbul zurück und wurde im Harbiye Nezâreti (Kriegsministerium) beauftragt. Als die Entente Staaten nach dem Waffenstillstand von Mudros begannen, die osmanischen Armeen zu vereinnahmen, ging Mustafa Kemal am 19. Mai 1919 als Inspektor der 9. Armee nach Samsun. Mit dem in Amasya veröffentlichten Rundschreiben „Die Unabhängigkeit des Volkes wird durch die Entschlossenheit und Entscheidung des Volkes wieder gewonnen“ hat er am 22. Juni 1919 den Sivas-Kongress einberufen. In den am 23. Juli bis zum 7. August 1919 in Erzurum und am 4.-11. September 1919 in Sivas stattfindenden Kongressen wurden die Strategien zur Befreiung der Heimat festgelegt. Es gibt Kontroversen unter Historikern, in wie weit der dabei vorgestellte türkische Nationalismus eine Reaktion auf den von Briten geschürten anti-osmanischen arabischen Nationalismus war. Am 27. Dezember 1919 wurde Mustafa Kemal in Ankara mit großer Begeisterung empfangen. Am 23. April 1920 wurde durch die Eröffnung der Großen Türkischen Nationalversammlung ein wichtiger Schritt Richtung Gründung der Türkischen Republik unternommen. Mustafa Kemal wurde zum Vorsitzenden der Nationalversammlung und der Regierung gewählt.

Die Grosse Türkische Nationalversammlung akzeptierte die Gesetze, die zur erfolgreichen Durchführung des Befreiungskrieges notwendig waren, und begann umgehend mit deren Umsetzung. Der Türkische Befreiungskrieg begann am 15. Mai 1919 zur Befreiung von Izmir von der durch Briten unterstützten griechischen Besatzung, was mit der Befreiung Izmirs endete. Am 20. September 1920 folgten die Befreiung von Sarıkamış, Kars (30. Oktober 1920) und Gümrü (7. November 1920) und Sieg von Sakarya (13. September 1921). Im Anschluss ernannte die Grosse Türkische Nationalversammlung am 19. September 1921 Mustafa Kemal zum Generalfeldmarschalls mit dem Ehrentitel „Gazi“. Der Befreiungskrieg wurde am 24. Juli 1923 mit der Unterzeichnung des Vertrages von Lausanne abgeschlossen. Das im Vertrag von Sevres in viele kleine Enklaven zergliederte Land wurde wieder zusammengeführt. Am 23. April 1920 wurde in Ankara mit der Eröffnung der Grossen Türkischen Nationalversammlung die Gründung der Türkischen Republik bekannt gegeben. Am 1. November 1922 wurde das Amt des Kalifen und das Sultanat voneinander getrennt, das Sultanat abgeschafft. Somit wurden die Verbindungen mit dem Osmanischen Reich auf der Verwaltungsebene abgebrochen. Am 13. Oktober 1923 wurde die Republik akzeptiert, Atatürk wurde einstimmig zum Staatspräsidenten gewählt.

Am 3. März 1924 wurde auch das Kalifat durch Atatürk abgeschafft. Zu den Umgestaltungen des Rechts- Und Gesellschaftssystems gehörte die Abschaffung des islamischen Rechts [scharia], das aber ohnehin nur noch in einer pervertierten Form in den Resten des Osmanischen Reichs den Menschen keinen Schutz bieten konnte. Auch die daran gekoppelten Symbole wurden verboten, u.a. in den Hut- und Bekleidungsneuordnungen (25. November 1925). Das Tragen von Turbanen in der Öffentlichkeit wurde unter Strafandrohung verboten. Am 21. Juni 1934 folgte die Einführung des Familiennamens nach westlichem Vorbild. Am 30. November 1925 wurden die Derwischklöster und Heiligengrabmäler geschlossen. Am 26. November 1934 wurden Beinamen und frühere Titel abgeschafft. Ende 1925 wurde die islamische Zeitrechnung durch den Gregorianischen Kalender mit der Zählung ab Christi Geburt ersetzt. 1935 trat dann der Sonntag als arbeitsfreier Tag an die Stelle des den Muslimen heiligen Freitags. Bis 1931 wurden alle internationalen Maßeinheiten wie z.B. das Metermaß eingeführt. 1929/30 ereignete sich die Geschichte um die Bewegte Villa (Yürüyen Köşk). Als wichtigsten „Reformansatz“ Atatürks wird immer die Einführung der laizistischen Rechtsordnung durch die Herausgabe der Türkischen Zivilgesetze und anderer Gesetze angegeben (1924-1937).  Insbesondere die Trennung von Staat und Religion in Form des Laizismus wird ihm zugeschrieben. Allerdings liegt hierbei oft eine verklärte Betrachtungsweise des Osmanischen Reichs vor, da bereits zuvor der Scheichülislam eine Instanz war, welche die oberste religiöse Autorität stellte, während der Kalif und Sultan der Erbmonarchie die weltliche Macht beanspruchte. Nach der Einführung des Familiennamengesetzes wurde am 24. November 1934 an Mustafa Kemal von der Grossen Türkischen Nationalversammlung (der Familienname „ATATÜRK“ (Stammvater der Türken) verliehen.

Atatürk wurde am 24. April 1920 sowie am 13. August 1923 zum Vorsitzenden der TBMM gewählt. Das TBMM hat Atatürk in den Jahren 1927, 1931 und 1935 wiederum zum Staatspräsidenten gewählt. Am 29. Januar 1923 heiratete Atatürk Latife Hanım (Foto links). Die Trauung fand ohne religiöse Zeremonie statt und wurde vollzogen vom Bürgermeister von Izmir, wobei Atatürk die Gelegenheit nutzte zu verkünden, dass alle künftigen Eheschließungen in der Türkei ebenfalls von Vertretern des Staates durchzuführen seien. Die Ehe dauerte bis zum 5. August 1925 und wurde nach einer Auseinandersetzung, dessen Hintergründe nie veröffentlicht wurden, geschieden. Atatürk adoptierte die Mädchen Afet Inan, Sabiha Göktschen, Fikriye, Ülkü, Nebile, Rukiye, Zehra und den Hirtenjungen Mustafa. Die Jungen Abdurrahim und Ihsan wurden unter seine Obhut genommen.

Zur ernsten Herausforderung der jungen Republik und ihres Präsidenten wurde im gleichen Jahr eine Entwicklung, als im Februar 1925 in Südostanatolien ein Aufstand der Kurden ausbrach, dessen geistiger Führer, Scheich Said, die Rückkehr zu Sultanat und Kalifat propagierte. Der Aufstand wurde militärisch besiegt und Scheich Said hingerichtet. Im Gleichen Jahr gab es zudem Widerstand gegen die Hutrevolution. Zwischen dem 15. und 20. Oktober 1927 hielt er in dem Gebäude des ersten Parlaments, das heute Museum der Republikzeit ist, seine berühmte Marathonrede, die als Nutuk bekannt geworden ist. 1928 folgte die Buchstabenrevolution. Gekoppelt an die Reformen Atatürks wurde das Bildungs- und Kulturwesen umgestaltet. Am 1.11.1928 wurden die neuen türkischen Buchstaben auf Basis der Lateinischen eingeführt. Dieser Bruch mit der osmanischen Zeit führte dazu, dass die meisten Türken den Heiligen Qur’an nicht mehr in der Originalschrift lesen konnten. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass zum Ende des Osmanischen Reichs die Analphabetenrate ohnehin sehr hoch war. Die Inhalte des Heiligen Qur’an waren nur sehr wenigen Geistlichen [ulama] bekannt. Atatürk ließ den Heiligen Qur’an ins Türkische übertragen und las im Dolmabahtsche-Palast (Dolmabahçe Sarayı) als erster aus der Übersetzung vor. Zuvor gab es nur eine Übersetzung von den Nichtmuslimen Zeki Megamiz und Mihran Efendi. Atatürks Idee jedoch, dass in den Moscheen statt auf Arabisch nur noch auf Türkisch gebetet werden sollte, erwies sich als undurchführbar und wurde zurückgenommen. Von grundlegender gesellschaftlicher Bedeutung war die Einführung des aktiven und passiven Frauenwahlrechts. Seit 1930 konnten Frauen an Kommunalwahlen teilnehmen, seit 1934 auch an den Parlamentswahlen. Im Jahre 1937 vermachte Atatürk seine Bauernhöfe der Schatzkammer sowie einen Teil seiner Grundbesitze an die Stadtverwaltungen von Ankara und Bursa.

In seinem Erbe wurden seine Schwester, seine Adoptivkinder sowie das Institut für Türkische Sprache und Geschichte bedacht. Zu den Diktatoren Mussolini und Hitler hielt Atatürk unmissverständlich Abstand und hieß eine Vielzahl zu Beginn der NS-Herrschaft ins Exil flüchtender Wissenschaftler, Künstler und Architekten in der Türkei willkommen, die bei der Modernisierung des Landes und beim Aufbau des türkischen Hochschulwesens mithalfen. Für manche von ihnen wurden die Universitäten von Ankara und Istanbul zu neuen Wirkungsstätten. Unter denen, die in der Türkei eine Zuflucht fanden, waren z.B. der spätere Berliner Regierende Bürgermeister Ernst Reuter und der Architekt Bruno Taut, der 1938 den Katafalk zur Trauerfeier für den verstorbenen Atatürk entwerfen sollte. Biographen bescheinigen ihm zudem eine Zuneigung zu seinem Pferd Sakarya und seinem Hund Fox. In seinem Privatleben genoss er auch Alkohol, was zwar allgemein bekannt war aber aufgrund der islamischen Gebote dazu nie thematisiert wurde zu seinen Lebzeiten. Er starb am 10. November 1938, um 9.05 Uhr im Dolmabahtsche-Palast an einer Leberzirrhose, die nicht mehr geheilt werden konnte. Sein Leichnam wurde gegen alle Traditionen des Islam aufgebahrt. Erst neu Tage nach seinem Ableben soll im Dolmabahtsche-Palast (Dolmabahçe Sarayı) auf Drängen einer Verwandten ein Ritualgebet für Verstorbene durchgeführt, wobei umstritten ist, ob die religiösen Riten eingehalten wurden. Atatürk wurde nach Ankara überführt und am 21. November 1938 vorübergehend im Ethnographische Museum Adana in Alkohol zeremoniell bestattet. Nach dem Bau des Anıtkabir (Gedenkgrabstätte) wurde er am 10. November 1953 mit einer Zeremonie umgebettet.

Manche Aussagen, die Atatürk nach seinem Ableben zugeschrieben wurden, darunter Schmähaussagen, die Atatürk angeblich gegen Prophet Muhammad (s.) geäußert haben soll, wurden ihm von einigen westlichen Orientalisten zugeschrieben, finden sich aber nicht in originalen türkischen Quellen, so dass ihr Wahrheitsgehalt umstritten ist. Unbestritten hingegen ist seine besondere nationalistisch orientierte Denkweise, die so weit ging, dass er die Wurzeln des Türkentums in Mittelasien bis auf Attila und Dschingis Khan in glorifizierender Art zurückgeführte und die Lehrmeinung verbreiten ließ, die Türken seien eines der ältesten Völker der Welt, von dem viele der anderen Völker direkt oder indirekt abstammten; eine Lehrmeinung, die heute noch in der Türkei vorhanden ist. Außenpolitisch hatten insbesondere seine Befreiungskämpfe Wirkung. So verehrte ihn 1944 Indiens späterer Ministerpräsident Dschawaharlal Nehru als Vorkämpfer der Unabhängigkeit von den Kolonialmächten. Das Gedenken an Mustafa Kemal Atatürk ist in der Türkei sehr stark ausgeprägt. Im Dolmabahtsche-Palast (Dolmabahçe Sarayı) in Istanbul starb Mustafa Kemal am 10. November 1938.

Die Uhren im ganzen Palast stehen entsprechend alter Sitte auf seiner Todesstunde. Zum Todestag Mustafa Kemals wird in der Türkei eine Trauerminute eingelegt, zu der landesweit Sirenen erklingen. Sein Abbild findet sich auf sämtlichen Münzen und Geldscheinen der türkischen Währung. In vielen türkischen Städten stehen mehrere Atatürk-Statuen auf öffentlichen Plätzen und Parks. Daneben befinden sich in fast allen öffentlichen Gebäuden Büsten von Atatürk und einige Einrichtungen tragen seinen Namen: der Atatürk-Staudamm, der Internationale Flughafen Istanbuls (Atatürk Havalimanı) und das Istanbuler Atatürk Olimpiyat Stadı. Als erstes Denkmal Atatürks gilt eine Arbeit des österreichischen Bildhauer Heinrich Krippel auf der Saray-Spitze in Istanbul, welches 1925 entstand. Die Büste wurde zahllose Male reproduziert und findet sich überall im Land. Im Güvenpark in Ankara steht das „Denkmal des Vertrauens“. Es wurde 1935 nach den Entwürfen der österreichischen Bildhauer Clemens Holzmeister, Anton Hanak und Josef Thorak errichtet und trägt als Inschrift ein Zitat von Atatürk: „Türke, rühme dich, arbeite und vertraue. (Türk, öğün, calış, güven.).“ Das „Siegesdenkmal“ Atatürks des italienischen Bildhauers Pietro Canonica von 1927 auf dem Sieges-Platz in Ankara zeigt ihn in Uniform. Das „Republik-Denkmal“ (1927) des österreichischen Bildhauers Heinrich Krippel auf dem Ulus-Platz in Ankara zeigt Atatürk auf einem Pferd und soll den türkischen Freiheitskampf symbolisieren.

Categories: Ausgewählt
Read More
28 Okt
By: TKG 0

Provokation – Wider der Vernunft-Wer hat hier der Regie geführt?

Austrotürken distanzieren sich von diesen rüpelhaften Jugendlichen

These: „Inszenierte Kundgebung um die Türk*innen in Verlegenheit zu bringen“

Rätselhafte Demo am Stephansplatz – 18.10.2019, wovon in der türkischen „Community, Presse oder sozialen Medien“ weder jemand gesprochen noch geschrieben hat (auch keine österreichischen) und niemand über Wissen dazu verfügt.

Nur die Onlinezeitung „Presseservice-Wien“, welche kein Impressum  beinhaltet. Die Domain ist über eine niederländische Hosting-Firma registriert (AltusHost B.V.) und auf einem Server von Key Systems gelagert. Zu Recht beunruhigende bzw. neugierig gewordene Austro-Jüdische soziale Medien, Onlinezeitungen und Vereine haben darüber auch bzw. teilungen einen Bericht geteilt.

Der Bericht der Onlinezeitung „Presseservice-Wien“ lautet wie folgt:

„Am 18.10.2019 demonstrierten am Stephansplatz in der Wiener Innenstadt zwischen 50 und 100 türkische NationalistInnen und RechtsextremistInnen. Die auffällig jungen DemonstrantInnen versammelten sich neben dem Stephansdom und zeigten offen ihre Gesinnung: Neben türkischen Flaggen waren durchgehend der Wolfsgruß und mindestens einmal die 3 Halbmonde (Erkennungszeichen der rechtsextremen türkischen Partei MHP) zu sehen. Auch der Rabia-Gruß wurde oft gezeigt, was als Symbol der islamistischen Muslimbruderschaft gilt.Ein paar Demonstrant_innen marschierten unter „Takbir, Allahu Akbar“ Rufen Richtung Schwedenplatz, während zahlreiche türkische Nationalist_innen weiterhin am Stephansplatz blieben. Dort riefen sie antisemitische Parolen wie „Verdammt sei Israel“, sowie andere die direkt Bezug auf den laufenden Einmarsch der Türkischen Armee in Nordsyrien nahmen, wie „Sind in Rojava einmarschiert und haben eure Mütter gefickt“.“[1]  Video anschauen

Laut der Onlinezeitung , welche unter dem Namen „Presseservice-Wien“ geführt wird, sich als „Netzwerk freier Foto-Journalist*innen“ bezeichnet und welche sich laut Selbstdefinition als „Medienprojekt zur Dokumentation sozialer Bewegungen und rechter Mobilisierung in Zentral- und Osteuropa“ definiert, hat einige Bilder von der Demonstration ins Internet gestellt.

Die Polizei war von der Kundgebung genauso überrascht, wie viele türkische Vereine und die türkische Botschaft in Wien, weil absolut keine Informationen über die Personen oder einer dahinterstehenden Gruppierung vorhanden waren. Nach Recherchen der Türkischen Kulturgemeinde wurde diese Demonstration auch nicht ordnungsgemäß bei der zuständigen Behörde gemeldet und genehmigt.

Wir wollen Frieden daheim und Frieden in der Welt

Die Türkische Kulturgemeinde verurteilt jegliche Hetze gegen Israel auf diese Art in Österreich auf das Schärfste. Wir haben uns schon immer ausdrücklich gegen das Importieren der Konflikte von den Herkunftsländern nach Österreich gestellt und dies stark abgelehnt sowie verurteilt! Die Türkische Kulturgemeinde verurteilt Beschimpfungen über Afrin in Syrien und allgemein gegen Kurden aufs Schärfste. Wir wollen Frieden daheim und Frieden in der Welt.

Derartige Demonstrationen in Österreich bewirken, dass die ohnehin vorhandenen Vorbehalte und die Ablehnung gegenüber Türken in Österreich noch mehr angefochten werden. Diese entbehrlichen Verhaltensweisen von einigen wenigen Orientierungslosen wird so im Sinne der Sippenhaftung ausgedehnt und verursacht Schaden für alle aus der Türkei stammenden Mitbürger, mitunter aufgrund der undifferenzierten Berichterstattung. Solche Steilvorlagen werden von den politischen Rechten selbstverständlich gerne aufgegriffen und parteipolitisch instrumentalisiert. Die jüngste Forderung von FPÖ-Chef Norbert Hofer, die Verleihung der österreichischen Staatsbürgerschaft an Türken auszusetzen, ist nur eines von vielen Beispielen.[2]

Die TKG stellt sich die Frage, ob Identitätsfeststellungen bei der spontanen Kundgebung am Stephansplatz durchgeführt worden sind?

Wer waren diese Personen? Wer hat diese spontane Demonstration organisiert? Gibt es Vereine, welche hier im Hintergrund mitgewirkt haben? Wer bereitet einen derartigen Nährboden auf? Stecken Geheimdienste hinter den Organisatoren? Welche Strukturen gibt es da, wo Jugendliche auf Abruf organisiert in der Öffentlichkeit auftreten? Wurde der Verfassungsschutz eingeschaltet und wird ein Bericht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht?

These: „Inszenierte Kundgebung um die Türk*innen in Verlegenheit zu bringen“

Die Jugendlichen machen optisch keinen austrotürkischen Eindruck. Die T-Shirts, die Fahnen, die Inszenierung – das ist alles wie Schauspiel der Superlative jedoch sicherlich nicht das, was wir Türk*innen in Österreich wirklich sind. Wer übernimmt die Verantwortung dieser Pogrome?

Man gewinnt den Eindruck, dass diese Jugendlichen hier von Kräften dirigiert werden, welche bewusst die Provokation und die Aufmerksamkeit suchen. Dieses inszenierte Demo-Theater auf dem Stephansplatz mit den skandierten Slogans, die vielen türkischen Fahnen sowie das Auftreten der Jugendlichen, deuten darauf hin, dass hier eine koordinierte Vorgehensweise naheliegt. Als Gesellschaft müssen wir uns die sicherheitspolitisch relevante Frage stellen, wofür diese Jugendlichen noch alles bereit sind, instrumentalisiert zu werden? Heute eine spontane Demonstration, morgen ein in Auftrag gegebener Übergriff? Einschüchtern von Andersdenkenden oder gar ein Auftrag unliebsame Personen aus dem Weg zu räumen?

Wer trägt für solche Entwicklungen die Verantwortung und vor allem wer hat ein Interesse daran? Gerade bei diesen Punkten müssen die türkischen Vereine, die Medien und insbesondere unsere Sicherheitsbehörden sehr vorsichtig sein und dürfen die Entwicklungen nicht auf die leichte Schulter nehmen!

Wir als TKG stellen uns entschieden gegen die inflationäre Verwendung der türkischen Fahne. Diese Fahne erfüllt uns Türken mit Stolz, genauso, wie die österreichische Fahne oder die Fahnen anderer Nationen, weil wir großen Respekt gegenüber allen Ländern haben. Wir als TKG setzen uns für Frieden in der Welt ein. Jedoch kann man ohne Frieden im eigenen Haus nicht an dem Frieden in der Welt arbeiten.

Wir als TKG rufen alle türkischen und kurdischen Vereine & Verbände dazu auf, gerade in sensiblen und angespannten Zeiten wie diesen, besondere Aufmerksamkeit und Besonnenheit zu Tage zu legen. In der Vergangenheit, insbesondere in den letzten 5 Jahren, hat man – gerade in Wien – sehr viele Fehler gemacht. Die Vorurteile der Aufnahmegesellschaft gegenüber den aus der Türkei stammenden Mitbürgern sitzen tief. Solche Fehlentwicklungen, vor denen wir als TKG schon seit Jahren warnen, sind ein aufgelegter Elfmeter ohne Tormann für die geistigen „Zündler“ in unserer Gesellschaft. Deshalb braucht es auf beiden Seiten versöhnliche Töne und geistige Brückenbauer, welche die Gemeinsamkeiten, trotz der vorhandenen Unterschiede, in den Vordergrund stellen.

Juden und Türken können und dürfen nicht Feinde werden. Weil sie Brüder & Schwestern sind.

Der TKG ist bewusst, dass viele ÖsterreicherInnen mit jüdischem Glauben, in den letzten Jahren durch verstörende Entwicklungen verängstigt wurden. Diesem verloren gegangenem Vertrauen werden wir durch den entschiedenen Kampf gegenüber jegliche Form von Antisemitismus weiterhin entschieden entgegentreten, unabhängig aus welcher Ecke solche Angriffe kommen. Wir müssen einen Konsens mit gutem Willen finden, friedliche Kanäle öffnen und nicht abwarten bis durch Vorurteile und Verhetzungen das gesellschaftliche Klima kippt. Die Mehrheit der Türken in Österreich schätzen die Juden in Österreich, weil sie vorbildliche Menschen sind und nie die Feinde der Türken waren oder sind. Ganz im Gegenteil. Die Mehrheit der Juden in Österreich ist immer gegen Rassismus und Diskriminierungen gegenüber Türken aufgestanden und hat EINSPRUCH erhoben.[3] Juden und Türken können und dürfen nicht Feinde werden. Weil sie Brüder & Schwestern sind![4]

Wir als TKG werden unseren Beitrag weiterhin dazu leisten, dass in unserer Heimat Österreich das Miteinander in den Vordergrund gestellt wird und Fehlentwicklungen mit Empathie, aber mit aller Offenheit und Ehrlichkeit thematisiert werden. Als wehrhafte Demokraten ist uns die österreichische Verfassung „heilig“, weil sie hart erkämpft wurde, unsere Rechte schützt und uns Rechte gewährt, welche für viele Mitbürger mit Migrationshintergrund in ihren Herkunftsländern keine Selbstverständlichkeit darstellen.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)
Obmann
DI Birol Kilic

[1] https://presse-service.at/2019/10/18/tuerkisch-nationalistische-kundgebung-in-wien-18-10-2019/?
fbclid=IwAR1RckAN0QbEXOEZWvPZHDUrDY6ABUSOdGdwDPBbxu2papPw4lwwoUJW3Ws

[2] https://kurier.at/politik/inland/hofer-fordert-vorerst-keine-staatsbuergerschaft-fuer-tuerken/400645607

[3] http://www.turkischegemeinde.at/…/muzicant-gestern…/

[4] http://www.turkischegemeinde.at/…/tkg-gedenken-an…/ und http://www.turkischegemeinde.at/…/die-geschichte-der…/

 

 

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
26 Okt
By: TKG 0

TKG: „Alles Gute zum Nationalfeiertag. Es lebe die Säkuläre  Republik Österreich!“

Österreich feiert mit seinem Nationalfeiertag die „immerwährende Neutralität“ ab 26.OKTOBER.2019 und Türkische Kulturgemeinde(TKG) feiert mit.

Für die Türkische Kulturgemeinde in Österreich bedeutet Demokratie  vom Volk gewählte Regierung und Republik dem Gemeinwohl dienende Politik. Es ist wichtig, dass Österreichs Engagement für Frieden, für Menschenrechte und Menschenwürde auch global vertreten wird.

Nach dem 26. Oktober 1955 konnte Österreich auch darangehen ein Instrument aufzubauen, das die Aufgabe hatte, die neu erreichten Werte Frieden, Freiheit, Rechtsstaat, SäkularitätGewaltenteilung und Unabhängigkeit zu schützen und souveränes Österreich zu verteidigen.

Wir müssen in Österreich die Gründung der Zweiten Republik und infolgedessen einhergehende Neuanfang, den es nach 1945 und der Schreckensherrschaft des Nationalsozialismus gegeben hat, ein großes Geschenk ist.

Deswegen brauchen wir mehr „Frieden in der Heimat, Frieden in der Welt“. Deswegen ist die Nationalfeiertag für die TKG Tag des Friedens.

Es lebe die Säkuläre Republik Österreich! Alles Gute zum Nationalfeiertag und die „immerwährende Neutralität“

Türkische Kulturgemeinde in Österreich

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
17 Okt
By: TKG 0

TKG verlangt das Stoppen des „Importes von Problemen“ nach Österreich aufgrund von Kriegen im Nahen Osten!

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) bietet in aller Freundschaft alle Institutionen und Privatpersonen aufgrund der Emotionalisierung der Probleme aus dem Nahen Osten und der Türkei, welche in Österreich großen Schaden anrichten und insbesondere eine Störung des inneren Friedens verursachen können.

Die Austrotürken darf man nicht mehr als Selbstbedienungsladen für den Gewinn von Stimmen einzelner Parteien oder für die Erhöhung der LeserInnen Zahlen benutzen.

Der Gewinn von Stimmen auf Kosten der in Österreich lebenden Türken ist auf das Schärfste zurückzuweisen. Wir möchten nicht zum Spielball der innenpolitischen und außenpolitischen Entwicklungen in Österreich oder aus der Türkei missbraucht werden und werden auch jegliche Stimmungsmache mit größter Aufmerksamkeit verfolgen.

Wir hoffen, dass die verantwortlichen PolitikerInnen und Medien das kommende Problem sehen und dagegen agieren, anstatt unter dem Vorwand „Feuerlöscher“ in Österreich zu sein als „Brandstifter bzw. Brandbeschleuniger“ agieren…

Wir Austrotürken dürfen auf der anderen Seite nicht vergessen, dass wir in einem neutralen Land mit einer anderen Vergangenheit, anderen Sitten und anderen Sensibilitäten leben. Sprichwort: „Andere Länder, andere Sitten!“

Die TKG verlangt von den in Österreich lebenden aus der Türkei stammenden Menschen vor allem nicht zu vergessen, dass sie nun in Österreich leben und bei Diskussionen zu gewissen Themen nicht unbedingt emotionalisiert teilnehmen sollten. Dabei sind Themen gemeint, welche die Türkei, Türkinnen/Türken, Kurden oder Syrien betreffen, beziehungsweise bei welchen entweder gegen Türkinnen/Türken oder gegen Kurden unter dem Vorwand „Terror, Unterdrückung bzw. Frieden“ gehetzt wird und am Ende Tot, Verletzung, Brand oder Verhetzung eintreten könnte. Das wollen wir in Österreich nicht.

Genauso wie wir, als die Türkische Kulturgemeinde als wehrhafter Demokraten in Österreich uns immer schon gegen jegliche Ausübung von Gewalt ausgesprochen haben, stehen wir auch als in Österreich lebende türkische Staatsangehörige und ÖsterreicherInnen mit türkischen Wurzeln, unseren beiden Ländern nach Atatürks Motto „Friede in der Heimat. Friede im eigenen Land.“ weiterhin diesem Vorsatz verpflichtet. Unsere neue Heimat ist Österreich mit allen seinen Facetten.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich

 

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
10 Okt
By: TKG 0

Tödlichen Schüsse in Halle: Licht oder Dunkelheit, wir alle haben die Wahl !

Der Terror am jüdischen Versöhnungstag Yom Kippur in Halle ist bestialisch. Attentäter wollte in Synagoge eindringen, in der sich an Jom Kippur 51 Menschen aufhielten.

Mehr als 70 Jahre nach Auschwitz ist der Antisemitismus in Europa leider virulenter denn je.

„Antisemitismus nach Auschwitz“ verstehen wir in Europa auch als „Dunkelheit“. Licht oder Dunkelheit (Antisemitismus und  Rassismus), wir alle haben die Wahl …Es ist Ihres Zeit besser ein kleines Licht anzuzünden als über die Dunkelheit zu klagen.

In Halle ereignete sich eine ziemlich exakte Kopie des Attentats von Christchurch. Ein rechtsradikaler Mann filmt live, wie er sein Auto verlässt, um in einer religiösen Einrichtung (dort zwei Moscheen, hier eine Synagoge) Menschen mit einem Schnellfeuergewehr wahllos zu erschießen – wie in einem Computer-Ballerspiel“ so Matthias Döpfner. Ein Hallenser Nazi nimmt sich einen Australischen Nazi zum Vorbild. Für Nazis macht es keinen Unterschied, ob sie Juden oder Türken (Döner Laden)  zu töten.  Am Ende ermordet zwei Deutsche, eine 20-jährige Merseburgerin und eine 40-jährige Hallenserin.

Unser tiefes Mitgefühl und unsere Anteilnahme  gelten jetzt  den Opfern der tödlichen Schüsse in Halle, ihren Familien und Angehörigen in Deutschland.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

Categories: Ausgewählt
Read More
30 Sep
By: TKG 0

TKG gratuliert zum Wahlerfolg

Wien (OTS) – Wir, die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) gratulieren der ÖVP unter Sebastian Kurz, den Grünen und den NEOS zum Wahlerfolg am 29. September sehr herzlich.

Diese Wahl hat die österreichische Demokratie mit ihrer freiheitlich demokratischen Grundordnung gestärkt. Laut Messungen unserer Community sind auch sehr viele Austro-TürkenInnen zur Wahl gegangen. Das ist eine Stärkung an die österreichische Vielfalt und Demokratie. Die Mehrheit der AustrotürkenInnen wünschen sich eine starke säkulare demokratische Republik Österreich mit einer starken Gewaltentrennung.

Des Weiteren bedanken wir uns bei der SPÖ, weil sie „die Menschlichkeit“  beim Wahlkampf hervorgehoben hat. Eine Eigenschaft, welche ab und zu vergessen wird, unter dem Strich jedoch wirklich zählt.

Europa und Österreich erwarten schwierige und turbulente Zeiten, in welchen stabile, gesunde, verfassungspatriotische, wehrhafte sowie demokratische Politikerinnen und Politiker am Meisten gebraucht werden.

Deswegen freuen wir uns, dass Österreich wieder gezeigt hat, dass es als „viel gerühmtes“, „viel geliebtes“„viel geprüftes“ Land, und als „Heimat großer Töchter und Söhne“ auch möglich ist, diese schwierige Prüfung zu meistern – Hochachtung.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

 

Categories: Ausgewählt
Read More
25 Sep
By: TKG 0

TKG: „Wählen ist Bürgerpflicht! Wir gehen am 29. September 2019 wählen“

Östereich  ist das Land der Berge, Land am Strome, Land der Äcker, Land der Dome, Land der Hämmer und zukunftsreich.
Österreich ist der Heimat großer Töchter und Söhne. Österreich ist vielgerühmt, vielgeliebt  und vielgeprüft. Der 29. Oktober 2019  wird für Österreich  deswegen eine neue Prüfung, entscheidende Wahl   und Wendepunkt in seiner Geschichte, weil in Europa und der gesamten Welt turbulente Zeiten erwartet werden. Es muss uns bewusst sein. Österreich ist leider keine Insel der Seligen mehr. Die alten Zeiten sind vorbei.

Deswegen sehen viele liberale Menschen aus der Türkei, besonders „die freiheitlich-demokratische säkulare Grundordnung“  in Österreich als ihre neue Heimat an und werden sich auch weiterhin für die Zukunft des Landes engagieren und bei den bevorstehenden Wahlen sich einbringen.

Die aus der Türkei stammenden Bürger, welche jetzt mehr als einem halben Jahrhundert bereits in Österreich leben, haben sehr viele Rechte und natürlich auch Pflichten. Als verantwortungsbewusste Mitbürger wünschen wir  von ganzem Herzen nur das Beste für Österreich. Wählen gehen zu können ist ein Privileg und für uns Bürgerpflicht, welcher wir gerne nachkommen. Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) ruft alle Mitglieder und BürgerInnen aus der Türkei auf am 29. September 2019 unbedingt wählen (Bürgerpflicht) zu gehen.

Es leben in Österreich ca. 280.000 Menschen (ca. 50% davon besitzen die österreichische Staatsbürgerschaft) aus der Türkei, die seit über 50 Jahren Österreich in allen Bereichen unsere Gesellschaft mit aufgebaut und mitgestaltet haben.

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) sieht die Republik Österreich als ein liberal demokratisches Staatswesen.
Unsere hart erkämpften Werte und Prinzipien in Österreich dürfen niemals zur Disposition stehen.
Noch wichtiger ist, dass sich die Republik Österreich als eine rechtsstaatliche und auf Gewaltenteilung sehr bedachte Kultur nach dem 2. Weltkrieg entwickelt hat und infolge dessen ist diese identitätsbildende Prägung Österreichs und seine Rechtsordnung und Traditionen zu bewahren, zu schützen und zu respektieren, egal woher man abstammt.  Die gleichen Maßstäbe würden wir uns auch von der Türkei bzw. in der Türkei erwarten und selbiges einfordern.

Die Türkische Kulturgemeine in Österreich(TKG) als Think Thank und Brückenbauer ist gegen jegliche Einmischung aus dem Ausland, sei es Pro oder Contra. Wir sind absolut unparteiisch und wünschen uns nur, dass die besten Ideen, Vorschläge und politischen Konzepte unser schönes Österreich weiter voranbringt, unabhängig von ideologischen Haltungen. Die Türkische Kulturgemeinde Österreich hat sich seit seiner Gründung als Zusammenschluss von wehrhaften Demokraten immer für eine säkulare, rechtsstaatliche und freiheitliche Grundordnung ausgesprochen.

Wir von der TKG sind der festen Überzeugung, dass mit Vernunft, Verstand und Anstand bezogene Haltung eine wesentliche Voraussetzung ist, um selbständig zu entscheiden, welche Partei man in Österreich wählt.

Deswegen bieten die Nationalratswahlen am 29. September 2019 in Österreich eine Gelegenheit durch Teilnahme an den Wahlen nicht nur ein Bürgerrecht als wehrhafte und verfassungspatriotische Demokraten zu nutzen, sondern auch seine Bürgerpflicht  zu erfüllen.

Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG)

DI Birol Kilic
Obmann

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
23 Sep
By: TKG 0

EINLADUNG ZUR ERÖFFNUNG: ISTANBUL ISTANBUL

EINLADUNG ZUR ERÖFFNUNG

MAURIZIO CIRILLO
Istanbul, Istanbul

Mittwoch, 9. Oktober 2019 | 18.30 Uhr
Zur Ausstellung: Michael Höpfner, Künstler

Wien Museum MUSA | STARTGALERIE, Felderstraße 6-8, 1010 Wien
Ausstellungsdauer: 10. Oktober – 6. November 2019
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr | Eintritt frei

Bitte melden Sie sich hier zur Eröffnung an!
angelika.seebacher@wienmuseum.at

In seiner künstlerischen Arbeit bewegt sich Maurizio Cirillo im Spannungsfeld zwischen Wahrheitsansprüchen und Darstellungskonventionen, zwischen der Erfahrung und dem Bild. Der urbane Raum steht im Fokus – Orte dienen dem Künstler als treibende Kraft. Sich selbst setzt er dabei stets in Kontext zu dem ihn umgebenden Raum.

In Istanbul, Istanbul spürt Cirillo sichtbaren und unsichtbaren Realitäten der rapide wachsenden Metropole am Bosporus nach. Träume und Utopien, Zerfall, aber auch Zuversicht, Freiheit, Wirklichkeit oder Einbildung sind die Themen, denen er sich widmet – Reflexionen eines dreimonatigen Aufenthalts in Istanbul, während dessen zahlreiche Fotografien und Videos entstanden.

Zu Fuß erkundete Cirillo die Peripherie der Stadt: öffentlicher Raum, der zusehends privatisiert wird; Landerweiterungen und die dadurch entstehenden Uferpromenaden; Freizeiteinrichtungen und Shoppingmalls; der neue Flughafen und Gated Communities. Sind diese urbanen Wüstenlandschaften – Nicht-Orte, in denen Utopie und Zerfall eng beieinanderliegen – die Erinnerungsorte unserer Zeit? Woran sollen sie erinnern? Woran möchten wir uns erinnern? Die raumgreifende Installation Istanbul, Istanbul gibt mögliche Antworten.

Maurizio Cirillo, geboren 1987 in Wien, studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien | 2017 Theodor Körner Preis, Auslandsatelierstipendium Istanbul, BKA | 2016 Startstipendium des BKA | 2014 Ö1 Talentestipendium, Finalist.
www.mauriziocirillo.com

Categories: AusgewähltKultur
Read More
18 Sep
By: TKG 0

TKG: „Einspruch!Österreich steht nicht vor einer ‚Massenmigration‘ aus der Türkei“

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) bittet die österreichischen Politiker, die Türkei und das Flüchtlingsthema in der Innenpolitik nicht schon wieder für den österreichischen Wahlkampf zu missbrauchen.

Österreich steht weder vor einem neuen ‚Grenzsturm‘ noch vor einer ‚Massenmigration‘ aus der Türkei.

Die TKG wünschst sich und empfiehlt daher, dass zumindest die Hetze über das Flüchtlingsthema, insbesondere bezogen auf die Türkei, gestoppt wird!
Denn diese beinhaltet nicht nur sehr viel kulturellen Rassismus(Kulturalismus), sondern auch falsche Informationen und schadet für das Zusammenleben in Östereich.

Man kann zur Regierung in Ankara und den Präsident Erdogan, wie es auch wir tun,  kritisch stehen, aber man muss hier trotzdem die Spreu vom Weizen trennen. Präsident Erdogan ist nicht die Türkei und die Türkei ist nicht Präsident Erdogan! Das Verhältnis von Türkei und Österreich ist  sicher historisch belastet aber nicht schlimmer als das Verhältnis zwischen Deutschland-Frankreich gewesen.  Alle Regierungen sind sind vergänglich. Für uns sind die zwei Länder nämlich Österreich und die Türkei Freunde und nicht Feinde.

Fakten

Fakt ist, dass in der Türkei (Regierung) aber auch in der EU sehr viele Fehler bezüglich der Syrien Politik gemacht wurden.

Man muss daraus dringet etwas lernen.

Fakt ist aber ebenfalls, dass die Türkei bis jetzt ca. 35 Milliarden Euro für die Flüchtlinge an Kosten ausgegeben hat und die EU bisher nicht einmal 3 Milliarden € an die Türkei basierend der Vereinbarung zwischen EU-Türkei bezahlt hat. Die Vereinbarung zwischen der EU und der Türkei, bei welcher Seitens der EU für die Türkei eine Flüchtlingshilfe von 6 Milliarden Euro zugesagt wurde, ist eigentlich ein Scherz, bei dem sich die EU nun aus der Verantwortung gezogen und den noch offenen Betrag bis jetzt nicht bezahlt hat. Statt auf die Türkei verbal einzuprügeln und als Projektionsfläche für die eigenen politischen Versäumnisse zu missbrauchen, müssten sich die EU und die Mitgliedsländer eigentlich bei der Türkei bedanken, welche sich stets an die Vertragsvereinbarung gehalten hat damit die EU und Österreich mindestens Glaubwürdig bleibt.

Glaubwürdigkeit

Stattdessen wird in den EU-Ländern, insbesondere in Österreich – (Wahlkampfzeit ist die Zeit der kollektiven Unvernunft) – gegen die Türkei, unter dem Vorwand Präsident Erdogan, pauschal gehetzt, anstatt die Großzügigkeit und Menschlichkeit der Türkei in dieser Flüchtlingsfrage zu schätzen. Mit dieser Vorgehensweise verliert die EU einen wichtigen Partner, nicht nur in der Bewältigung der Flüchtlingsthematik, sondern auch in vielen anderen politischen Belangen für die EU. Politik auf Augenhöhe sieht anders aus. Die EU, inkl. Österreich verspielen damit die restliche Glaubwürdigkeit.

Man kann zur Regierung in Ankara und den Präsident Erdogan, wie es auch wir tun, kritisch stehen, aber man muss hier trotzdem die Spreu vom Weizen trennen. Präsident Erdogan ist nicht die Türkei und die Türkei ist nicht Präsident Erdogan!

Vorsicht!

Die von den christlichen Neonazis ausgehenden Massenmorde in verschiedenen Ländern auf der Erde, zuletzt das Christchurch-Attentat in Neuseeland, nehmen immer auf Österreich und ihre Geschichte (die Türkenbelagerung 1683) Bezug. Dabei wird das Thema aus dem Zusammenhang gerissen und für die Hetze gegenüber der ca. 240.000 Austrotürkinnen und -türken und ca. 800.000 Austromusliminnen und -muslime verwendet.“ So die Behauptungen aus verschiedenen Kreisen in der Türkei und in der muslimische Welt.

 

Wir warnen!

Es ist eine große Verantwortung, sagt der Verstand.  Es ist viel Sorge, sagt die Angst. Es ist eine enorme Herausforderung, sagt die Erfahrung.
Deswegen muss Österreich muss sich endlich aus dem Missbrauch der Türkei-Politik, welche auch Türken-Hetze und Moslem-Hetze in dreifacher Ausgabe beinhaltet, retten, bevor es zu spät ist. Das wollen wir nicht.  Wir als TKG warnen seit Jahren als einsame Rufer in der Wüste vor einer Polarisierung und Spaltung!
Die Menschen aus der Türkei sind kein Selbstbedienungsladen für die primitiven, kulturellen und rassistischen Gefühle sowie die Projektionsfläche & Ablenkungsmasse für die Fehler sowie Versäumnisse der Politik. Für die türkische Bevölkerung sind die 4 Millionen Flüchtlinge eine immense Herausforderung in vielerlei Hinsicht. Daher wäre es die Aufgabe der EU, zumindest 80 % dieser Geflüchteten aufzunehmen und in den EU-Ländern gerecht zu verteilen.

 

Zurückführung nach Syrien

Lassen wir die Kirche im Dorf. Es ist nicht nur die Aufgabe der Türkei, sondern auch der EU, die ca. 4 Millionen geflüchteten Menschen zu unterstützen und damit eine konstruktive und zielführende Zurückführung nach Syrien, über die Türkei, schritt für schritt zu gewährleisten. Deswegen sollten wir hoffen, dass die Türkei stabil bleibt und dass in Syrien bald wieder Frieden herrscht und neue Häuser, Wohnungen und Infrastrukturen aufgebaut werden können.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich

Categories: Ausgewählt
Read More
12 Sep
By: TKG 0

TKG begrüßt Max Zirngasts Freispruch durch türkische Staatsanwaltschaft

Es ist nicht nur für die vier Angeklagten eine sehr erfreuliche Nachricht, sondern sicherlich auch für viele Austrotürkinnen und -türken, die sich für die Türkei einen starken demokratisch freiheitlichen Rechtsstaat wünschen. Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) begrüßt Herrn Zirngast in seiner Heimat und ist glücklich, dass er trotz der Erlebnisse weiterhin der Türkei und den Menschen, welche sich nach Freiheit und Gerechtigkeit sehnen, verbunden bleibt und für die Demokratie kämpft.

Türkei-EU: Kopenhagener Kriterien

Eine Rückkehr zu den Kopenhagener Kriterien der EU und einer Gewaltenteilung in der Türkei ist nicht nur für die Türkei von wesentlicher Bedeutung, sondern auch für die internationalen Beziehungen und potenziellen Investoren. Denn ohne Sicherheit kein Vertrauen. Die Türkei ist für die EU von immenser Bedeutung, aber auch umgekehrt. Die TKG wünscht sich eine starke demokratische, freiheitliche und wirtschaftlich florierende unabhängige Türkei, die mit der EU auf Augenhöhe freundschaftlich kooperiert und für das Wohl der Bürgerinnen und Bürger sowohl in der EU als auch in der Türkei bemüht ist. Das Schicksal der EU ist mit dem der Türkei geografisch und strategisch eng verbunden. Deshalb ist für beide Seiten ein Austausch auf Augenhöhe von enormer Bedeutung, sei es in der Flüchtlingshilfe oder im Kampf gegen jede Form von Extremismus bzw. Terrorismus.

Partnerschaft mit der Türkei ohne Scheinheiligkeit und Überheblichkeit

Der Obmann der Türkischen Kulturgemeinde Österreich Birol Kilic:Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG), eine Think Tank NGO, ist stets als Brückenbauer auf Augenhöhe zwischen Österreich und der Türkei in den unterschiedlichsten Belangen bemüht und stellt die Probleme der beiden Länder, manchmal leise manchmal laut, in aller Nüchternheit offen dar. Wie wir es seit Monaten in allen Ebenen gemacht haben.  Wir können den Terror und Terrorismus in anderen Ländern nicht „soft“ oder „hard“ solidarisieren oder sympathisch finden. Wir verurteilen jede Form von Extremismus und Terrorismus und ihre Verherrlichungen, unabhängig davon was die Motive dafür sind und in welchem Land es stattfindet. Die EU soll die Türkei unbedingt wieder als konstruktiven und zielführenden Freund gewinnen und dafür ohne Überheblichkeit die ersten Schritte setzen. Die EU braucht die Türkei und die Türkei braucht die EU. Wie gestern, wie heute und wie sicherlich auch in der Zukunft. Es wäre wünschenswert, dass sich die Türkei und die EU bei der Terrorismusbekämpfung gegenseitig ohne Scheinheiligkeit unterstützen und Empathie zeigen. Genauso wollen wir keinen McCarthyismus bzw. Gesinnungskontrolle in der Türkei.“

(BILD: APA/AFP/ADEM ALTAN)

Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG)

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
09 Sep
By: TKG 0

Stadt Wien – 1993: Die Geburt der säkularen modernen Türkei und Atatürk’s Gedanken

Damals als die modernen Euro-Türken mit ihrem Säkularitätsverständnis in der Stadt Wien hoch geschätzt wurden.

von Murat Gündüz

WIEN. Die Stadt Wien hat die säkularen türkischen Vereine bis zum Jahre 1998 mit Anerkennung geschätzt. Hier haben wir einen Beweis aus dem Jahre 1993, also vor genau 26 Jahren, als ein Verein unabhängig, mit seinen eigenen Mitteln und mit Sponsoren aus der Mitgliedschaft, etwas sehr wichtiges für das gerade sehr aktuelle Thema „säkulares Leben in der Stadt Wien“ organisiert hat.

Mit dem Titel „Die Gründung der modernen, säkularen Türkei und Atatürk’s Gedanken und Verdienste“ wollte der Verein EATA insbesondere die säkulare Lebenserfahrungen aus der Türkei nach Wien und nach Europa nahe bringen, weil sie damals eines gesehen haben: Die Vermischung Politik und Religion könnte in Österreich für die Zukunft ein Problem darstellen. Weil sich in Österreich, Deutschland, Belgien etc. seit 1980 reaktionäre Vereine etabliert haben, welche eigentlich politische reaktionäre Parteien aus der Türkei waren.
Diese Partien (Vereine) haben der säkularen Türkei den Kampf angesagt und wurden deswegen mehrmals Verboten. Gerade diese anti-modernen, reaktionäre Vereine haben die demokratische Grundordnung der Türkei bis zu den Zehen missbraucht. Mit der Konferenz wollte man somit die Europäer und Eurotürken wachrütteln. Die Türkei ist das einzige unter 54 Ländern, in welchem mehrheitlich Musliminnen und Muslime Leben und säkular laizistisch ist. Seit 1923! Von den Erfahrungen und dem KnowHow der Säkularismus schätzenden Türkinnen und Türken  sollte man Gebrauch machen. Und dafür, sollte man den Ablauf der Gründung der modernen säkularen Türkei bis jetzt kennen.

Da die Konferenz vom 11.-13. November 1993 mit ca. 500 AkademikerInnen und StudenteInnen aus verschiedensten Ländern sehr erfolgreich organisiert wurde, hat die Stadt Wien ihre Anerkennung und ihren Dank für die Veranstaltung ausgesprochen. Ob die Stadt Wien in den bisher vergangenen 26 Jahren gebrauch aus diesem Erfahrungen gemacht hat, ist leider nicht bekannt.

Auf jedem Fall aber wurde die Urkunde damals während der offiziellen Belobigungsfeier, welche im Zentrum der Stadt Wien stattgefunden hat, von dem damaligen Bürgermeisters Dr. Helmut Zilk, Vize Bürgermeister und Präsident des Wiener Tourismusverbandes Hans Mayr und vom Präsidenten der Wiener Handelskammer Komm.-Rat Dr. Walter Nettig unterschrieben. Auf dieser Anerkennungsurkunde steht folgendes: „Die Stadt Wien, die Wiener Handelskammer und das Kongreßbüro des Wiener Tourismusverbandes sprechen ihre Anerkennung und ihren Dank aus für die erfolgreiche Veranstaltung – Meeting of the European Association of Turkish Academic 11.-13. November 1993

Birol Kilic, damals Sprecher der EATA (Verband der türkischen Akademiker in Europa), sagte gegenüber der damals renommierten täglichen Zeitung Hürriyet folgendes: „Wir haben zwischen dem 11. und 13. November 1993 eine Konferenz mit dem Titel ‚Die Geburt der modernen Türkei und Atatürk’s Gedanken und Verdienste in Wien‘ mit großer Freude organisiert. Bei der Konferenz zu welcher sehr viele AkademikerInnen aus verschiedenen Ländern aus Europa nach Wien gekommen sind, waren unter anderem sehr viele ÖsterreicherInnen dabei. Das ist eine Bestätigung für unsere Arbeit und für das Zusammenleben in Wien, wo für uns Säkularität als Sauerstoff der Demokratie und dem Rechtstaat eine immense Bedeutung hat. Diese Anerkennungsurkunde der Stadt Wien hat uns sehr viel Kraft und Zustimmung gegeben.“

EATA hat sich damals wie folgt vorgestellt:

EATA – Die ab 1987 aktive Europäische Vereinigung Türkischer Akademiker. Ein europaweites Netzwerk türkisch-stämmiger Studierender und Absolventen, welches seit 2005 de facto nicht mehr funktioniert.

Zumeist in Westeuropa geboren oder zumindest aufgewachsen, gehören unsere Mitglieder der sogenannten „Zweiten Generation“ an.

EATA ist das großflächigste Netz der Zweiten Generation in Europa lebender Türken.

EATA ist eine unabhängige, überparteiliche, supraethnische und suprakonfessionelle Vereinigung.

EATA trägt zur Bildungsmobilität, vertieften Integration und effizienten Interessenvertretung der türkischen Bevölkerung Westeuropas bei.

EATA leistet einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung und fördert den europäisch-türkischen Dialog auf kultureller, politischer und wirtschaftlicher Ebene.

EATA ist um ein objektives Bild der türkischen Bevölkerung und der Türkei in der europäischen Öffentlichkeit bemüht.

EATA steht in engem Dialog und Zusammenarbeit mit politischen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Institutionen in Westeuropa und der Türkei.

EATA besteht aus lokalen eingetragenen Vereinen. Diese sind als gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt.

EATA finanziert sich aus Zuwendungen der Privatwirtschaft und Projektfördergelder sowie aus Spenden und Mitgliedschaftsbeiträgen.

 

Read More
05 Sep
By: TKG 0

Indoeuropäische Sprachen stammen aus der Stepp: Zentralasien

WIEN. Die größte jemals durchgeführte Studie alter menschlicher DNA wirft ein neues Licht auf die Herkunft von zentral- und südasiatischen Bevölkerungen. Im Fokus der Studie, an der Ron Pinhasi vom Department für Evolutionäre Anthropologie der Universität Wien als Haupt-Senior-Autor beteiligt waren, steht der Ursprung der Landwirtschaft und der indogermanischen Sprachen.

 

Die Ergebnisse erscheinen aktuell in der Zeitschrift „Science“. Die Steppe bezeichnet eine Vegetationszone, die aufgrund von ganzjährigem Wassermangel lediglich von Gräsern und Kräutern bewachsen ist. Das Wort Steppe entstammt dem Russisch-Tatarischen „step“ und bedeutet im übertragenen Sinne soviel wie „nicht-bebautes Land“. Das weltweit größte Areal an zusammenhängenden Steppengebieten bildet die Eurasische Steppe. Von Ungarn, über Rumänien, die Ukraine, Russland, Kasachstan, die Mongolei bishin nach China wird eine Strecke von mehr als 6.000km zurückgelegt.Auch in anderen Erdteilen kommen Steppen vor, allerdings werden z.T. kulturell bedingt andere Begrifflichkeiten genutzt. Zu den steppenähnlichen Gebieten zählen Landschaften mit den Begriffen.(I)

Die Genome von 524 Individuen

Ein internationales Team von GenetikerInnen, ArchäologInnen und AnthropologInnen analysierte die Genome von 524, bislang nie untersuchten prähistorischen Individuen aus Zentral- und Südasien. Das Genom, auch Erbgut eines Lebewesens oder eines Virus, ist die Gesamtheit der materiellen Träger der vererbbaren Informationen einer Zelle oder eines Viruspartikels: Chromosomen, Desoxyribonukleinsäure (DNS = DNA) oder Ribonukleinsäure (RNS = RNA) bei RNA-Viren, bei denen RNA anstelle von DNA als Informationsträger dient. Im abstrakten Sinn versteht man darunter auch die Gesamtheit der vererbbaren Informationen (Gene) eines Individuums. Die Menschen sind verschieden. Braune Haare, blaue Augen, wie groß wir sind und wie viel Schlaf wir brauchen – vieles wird von unseren Genen beeinflusst. Das Genom des Menschen – auch Erbgut genannt – besteht aus vielen tausend Genen und drei Milliarden einzelnen „Buchstaben“, die zusammen einmalig wie ein Fingerabdruck sind.

Diese Genome wurden miteinander und mit zuvor sequenzierten verglichen und mit archäologischen, sprachlichen und historischen Aufzeichnungen kontextualisiert. So konnten wichtige Details darüber gewonnen werden, wer in dieser riesigen Region vom Mesolithikum (vor etwa 12.000 Jahren) bis zur Eisenzeit (bis vor etwa 2.000 Jahren) lebte und was das für die Menschen bedeutet, die heute dort leben.

„Mit diesen Proben können wir subtile Wechselwirkungen zwischen Populationen sowie Ausreißer innerhalb von Populationen erkennen“, sagt David Reich von der Harvard Medical School: „Diese Studie unterstreicht die Stärke groß angelegter alter DNA-Studien und verändert unsere Sicht auf die Vergangenheit.“

Die Studie behandelt zwei der tief greifendsten kulturellen Veränderungen im alten Eurasien, die mit Bevölkerungsbewegungen verbunden sind: den Übergang von der Jäger- und-Sammler-Kultur zur Landwirtschaft und die Verbreitung der indoeuropäischen Sprachen, die heute von den Britischen Inseln bis nach Südasien gesprochen werden. „Wirklich aufregend an der Studie ist, wie sie Genetik mit Archäologie und Linguistik verbindet“, erklärt Ron Pinhasi vom Department für Anthropologie der Universität Wien: „Wir haben Daten, Methoden und Perspektiven aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen zusammengeführt: Dieser integrative Zugang ermöglicht, dass wir so viele Informationen über die Vergangenheit gewinnen konnten“.

Außerdem ermöglichten neue Sampling-Methoden, den Schaden an den Skeletten möglichst gering zu halten – was laut Co-Autorin Maria Teschler-Nicola vom Department für Evolutionäre Anthropologie der Universität Wien enorm wichtig ist –, aber dennoch aufschlussreiche genetische Daten aus Regionen zu bekommen, in denen das Untersuchungsgut oft unzureichend erhalten ist.

Ursprung der Indoeuropäischen Sprachen

Indoeuropäische Sprachen – Hindi/Urdu, Bengali, Punjabi, Persisch, Russisch, Englisch, Spanisch, Gälisch und mehr als 400 andere – bilden die größte Sprachfamilie der Welt.

Steppe-Hypothese“ versus „Anatolische Hypothese“

Seit Jahrzehnten debattieren Spezialisten darüber, wie sich die indoeuropäischen Sprachen in so weit voneinander entfernte Teile der Welt ausbreiten konnten. Vielleicht über Hirten aus der eurasischen Steppe, die so genannte „Steppe-Hypothese“?

Oder reisten sie mit Bauern, die sowohl aus Anatolien (heute Türkei) nach Westen als auch nach Osten zogen – die „Anatolische Hypothese“?

Die neue „Science“-Studie erbrachte nun, was Südasien betrifft, eine überzeugende Neuerkenntnis: „Wir können eine Ausbreitung von Bauern mit anatolischen Wurzeln nach Südasien ausschließen, was das Kernstück der Hypothese ist, dass Bevölkerungsbewegungen aus Anatolien und über den Iran sowohl für die Verbreitung der Landwirtschaft als auch für indoeuropäische Sprachen nach Südasien verantwortlich waren“,“ sagte Reich. „Das ist ein Schachmatt für die anatolische Hypothese.

Die aDNA-Analyse zeigt: Sie stammen von Steppen-Viehzüchtern 

Eine neue Beweislinie für einen Steppenursprung der indoeuropäischen Sprachen ist, dass die genetischen Muster den Indo-Iranischen und Balto-Slawischen Zweig überzeugend verbinden. Die aDNA-Analyse zeigt, dass beide Sprachzweige aus einer Untergruppe von Steppen-Viehzüchtern stammen, die sich vor fast 5.000 Jahren in den Westen, nach Europa, bewegten und sich dann, innerhalb der folgenden 1.500 Jahre, wieder ostwärts nach Zentral- und Südasien ausbreiteten. Dies liefert eine einfache Erklärung in Bezug auf die Bevölkerungsbewegungen des prähistorischen Menschen, für die ansonsten rätselhaften gemeinsamen sprachlichen Merkmale dieser beiden Zweige des Indo-Europäischen, die heute durch große geografische Entfernungen getrennt sind.

Ursprünge der Landwirtschaft

Die Studie informiert auch darüber, ob der Wandel einer Wirtschaftsform stärker von Populationsbewegungen oder dem Kopieren von Ideen oder lokalen Erfindungen getrieben wurde. In Europa haben aDNA-Studien deutlich gemacht, dass die Landwirtschaft zusammen mit einem Zustrom von Menschen mit Abstammung aus Anatolien ankam.

Die neue Studie zeigt eine ähnliche Dynamik im Iran und in Zentralasien, d.h., dass anatolische Abstammung und Landwirtschaft ungefähr zur gleichen Zeit ankamen. Die Ausbreitung der Landwirtschaft in diesen Regionen wurde also auch durch Wanderbewegungen der Menschen angetrieben.

Die Ausbreitung der Landwirtschaft beinhaltete also nicht nur eine westliche Richtung von Anatolien nach Europa, sondern auch eine ostwärts gewandte von Anatolien nach Asien, quasi eine bronzezeitliche Seidenstraße

In Südasien sieht die Situation ganz anders aus

Die ForscherInnen fanden keine Spur von anatolischer Abstammung, die ein Kennzeichen der Ausbreitung der Landwirtschaft nach Westen ist. Das bedeutet, dass die Landwirtschaft in Südasien nicht auf die Zuwanderung von Menschen zurückzuführen ist – zumindest nicht auf Menschen aus den früheren Bauernkulturen des Westens. Stattdessen nahmen die lokalen Bevölkerungen diese Wirtschaftsform an. „Vor der Ankunft der Steppen-Viehzüchter, die ihre indoeuropäischen Sprachen vor viertausend Jahren brachten, finden wir keine Hinweise auf große Bevölkerungsbewegungen nach Südasien„, so Reich.

Quell: Publikation in „Science“
The formation of human populations in South and Central Asia
Narasimhan et al., Science 365, eaat7487 (2019)

(I) http://www.biologie-schule.de/vegetationszone-steppe.php

https://genomaustria.at/unser-genom/

Read More
27 Aug
By: TKG 0

TKG: „Wie kann der 2 Meter große Messer-Täter frei herumlaufen?“

Die TKG wünscht Andac A. eine gute Besserung nach der niederträchtigen Messerattacke in Wien.

Frage: Wie kann der 2 Meter große Täter immer noch frei in Wien herumlaufen?

von Antonia Gabriel -Türkische Kulturgemeinde in Österreich

Wien. Andac A. ist ein junger, ruhiger und lieber Mann der in Wien Architektur studiert und bisher mit ÖsterreicherInnen nie Probleme gehabt hat – ganz im Gegenteil. Was aber Andac A. am 24. August 2019, einem Samstagabend, gegen 22 Uhr widerfahren ist, wird sein Leben für immer prägen.

Herr Andac zeigt uns hier den ungefähren Ort des Geschehens.

„….dass ich eine tiefe blutige Wunde am Rücken habe“ 

Der Vorfall ereignete sich im 17. Wiener Bezirk in der Taubergasse, Höhe Rosensteingasse. Andac A. hat, wie viele andere junge Menschen in einer der sichersten Städte der Welt (Wien) mit Kopfhörern auf der Straße Musik gehört, als er am Weg zu einem Freund war und wurde dabei von hinten von einem unbekannten Mann (ca. 2 Meter groß, kurze Haare, Dreitagebart) niederträchtig, skrupellos und menschenfeindlich mit einem Messer in den Rücken gestochen. Andac A. kennt den Mann nicht. Als ihm der Stich zugefügt wurde, hat er zuerst geglaubt, dass es nur ein unglaublich brutaler Faustschlag war, da er durch den schnellen harten Stoß das Messer garnicht spürte. Erst nach mehreren Minuten, nachdem er von dem Mann weggelaufen war, stellte er fest, dass die Stelle nass war. Er hat daraufhin Panik bekommen und sofort angefangen nach Hilfe zu schreien. Den Ablauf beschreibt Andac A. dann wie folgt: „Als ich weggelaufen bin und nach Hilfe geschrien habe, sind Menschen auf mich zugekommen und haben mir gesagt, dass ich eine tiefe blutige Wunde am Rücken habe. Dann habe ich verstanden, dass dieser Mann, den ich gerade noch am Straßenrand stehen gesehen habe, versucht hat, mich zu erstechen. Ich kann mich noch erinnern, dass er etwas in der Hand hatte, was für mich wie ein Holzbrett ausgeschaut hat. Vermutlich war darin das Messer versteckt. Ich hatte mir so etwas wirklich nicht erwartet. Man hat mich dann sofort in das Lorenz Böhmer Unfallkrankenhaus gebracht, in welchem ich bis jetzt noch auf der Intensivstation liege. Ich fühle noch immer einem Schockzustand und muss erst verstehen, wie das alles passiert ist.“

Wir haben in Namen der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG) Herrn Andac A. am 27. August  mit unserem Obmann der TKG, Birol Kilic, besucht und ihm nicht nur gute und baldige Genesung gewünscht, sondern auch eine sofortige anwaltliche Hilfe und eine einmalige finanzielle Unterstützung angeboten, was wir als NGO bei solchen extremen Fällen ad hoc zur Verfügung haben. Andac A. hat sich höflich mit folgenden Worten bedankt: “ Vielen herzlichen Dank. Ihr Besuch hat mich sehr gefreut und ist eine große Unterstützung.“ Die finanzielle und anwaltliche Hilfe hat er jedoch abgelehnt.

„Der Täter war ca. 2 Meter groß hat kurze Haare und einen Dreitagebart!“

Herr Andac A. hat das Profil des Täters wie folgt beschrieben: „Er war ca. 2 Meter groß hat kurze Haare und einen Dreitagebart.“  Des Weiteren erzählte er: „Warum man bis jetzt kein Phantombild für die Fahndung verlangt hat ist mir ein Rätsel. Man könnte mir ja vielleicht auch sofort mehrere Bilder zeigen, von Personen, welche in Fragen kommen könnten. Vielleicht könnte ich den Täter ja sofort erkennen. Aber man hat mir nur kurz ein paar Fragen gestellt und eine Visitenkarte hinterlassen. Das war alles von letzten Samstag bis heute (Dienstag,27.09.2019). Der Täter wollte mich umbringen (Das Messer hat das Herz de facto um 3 cm verfehlt). Ich kenne den Täter nicht und er läuft jetzt weiter unauffällig in der Öffentlichkeit in Wien herum. Man hat mich in dem Krankenhaus sehr gut behandelt, wofür ich mich insbesondere bedanken möchte. Ein Dank gilt auch den Behörden, welche vor Ort sehr schnell und gut reagiert haben. Ich habe in meinen Leben mit niemanden einen Streit und lebe grundsätzlich ein sehr ruhiges Leben. Es ist alles ein Wunder, dass ich noch lebe. Wie kann in Wien so etwas passieren und wer wird vom den Täter wohl das nächste Opfer sein? Es geht hier nicht nur um mich, sondern um die Sicherheit der gesamten Gesellschaft.“

Akute Gefahr für das Gemeinwohl- Wer ist das nächste Opfer?

Der Obmann der TKG Birol Kilic wünscht im Namen der Türkische Kulturgemeinde in Österreich , Herrn Andac A. baldige Genesung und fordert die rasche Erstellung eines Phantombildes vom Täter, welcher für das Gemeinwohl eine akute Gefahr darstellt, sowie dessen Verteilung an die österreichische und besonders an die wiener Presse denn der 2 Meter große skrupellose Messermann (Täter) egal welcher Abstammung mit kurzen Haaren darf  in Wien nicht frei herum spazieren und stellt folgende Frage: „Wer ist das nächste Opfer?“ (TKG, Wien,28.08.2019)

28-Jährigen in Rücken gestochen: Jetzt spricht das Opfer
https://www.oe24.at/oesterreich/chronik/wien/28-Jaehrigen-in-Ruecken-gestochen-Jetzt-spricht-das-Opfer/394776333

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
20 Aug
By: TKG 0

TKG: Beileidsbekundung für das plötzliche Ableben von Rudolf Hundstorfer!

Unser aller Mitgefühl in diesen schweren Stunden seiner Familie, Freunden und Bekannten.

Wien (OTS) – Mit großem Bedauern, tiefer Betroffenheit und Trauer haben wir vom Ableben von Rudolf Hundstorfer erfahren.

Der Obmann der TKG, Birol Kilic: „Unser Freund Rudolf Hundstorfer war eine engagierte Persönlichkeit der österreichischen Demokratie und hat Solidarität mit den Schwächsten der Gesellschaft immer gezeigt. Er war ein vorbildlicher Mensch und hat sich für das gesellschaftliche Miteinander, Gerechtigkeit und insbesondere ein friedliches Zusammenleben eingesetzt. Wir danken ihm herzlich.“

Im Namen des gesamten Vorstandes der TKG und unseren MitgliederInnen, sowie unseren vielen Mitbürgern und Mitbürgerinnen aus der Türkei in Österreich sprechen wir unser tiefstes Beileid und Mitgefühl den nahen Angehörigen aus.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG)

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
16 Aug
By: TKG 0

TKG: Vorsicht! In Österreich ist der Rechtsextremismus und politisierte Glaube stärker geworden.

Gegen Demokratie und Verfassungsfeindliche Organisationen, egal aus welcher Richtung muss man ohne Scheinheiligkeit und Freunderlwirtschaft vorgehen.

Wien (OTS) – Die TKG begrüßt nach dem Verfassungsschutzbericht diese Woche den Willen der Parteien der ÖVP und FPÖ gegen rechtsextreme, linksextreme und insbesondere religiöse Verfassungs- und Demokratiefeindliche Gruppierungen vorzugehen.

Die TKG diagnostiziert und fordert:

1) Fakt ist, dass sich seit der ÖVP-FPÖ Regierung die rechtsextremen Gruppierungen und der politische Islam und dessen Gruppierungen  in Österreich psychologisch gestärkt fühlen und mit ihren Aktivitäten den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat in Österreich, mit seiner Gewaltentrennung, als Selbstbedienungsladen sehen. Diejenigen die sich als Brandlöscher darstellen, missbrauchen die demokratischen Grundstrukturen in Österreich und somit verliert die Bevölkerung, egal welcher Abstammung, das Vertrauen gegenüber dem Rechtsstaat Österreich und seiner Gewaltenteilung. Das ist das schlimmste was der Republik Österreich passieren kann. Wir müssen dem Rechtsstaat Österreich mit seiner Gewaltenteilung und mit seiner demokratischen Verfassung nicht mit dubiosen politischen Haltungen unter dem Vorwand Liberalismus bzw. Patriotismus untergraben. Österreich soll seine Reputation als Exporteur und Tourismusland, mit einer starken demokratischen Verfassung sowie mit einer Vielfalt und Rechtsstaatlichkeit, nicht verlieren.

2) Der politisierte Glaube, egal welcher Religion, ist eine Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung und ist für die TKG in Österreich, wie die Proponenten unseres Vereins seit 30 Jahren warnen, verfassungsfeindlich. Für die autochonen und die zugewanderten Migrantinnen die Ihren Lebensmittelpunkt in Österreich sehen, sollte die säkulare Verfassung der Republik Österreich das wichtigste und verbindlichste „heilige Buch“ sein, bei dem wir geprüft, gecheckt und gerüttelt werden. Wenn es nötig ist müssen wir als wehrhafte Demokraten dafür auch kämpfen. Deswegen fordern wir von allen Parteien gegen den politisierten Glauben und ihre Proponenten, die in Österreich unter dem Vorwand Religionsfreiheit den guten Willen und die Unwissenheit von Politikern, Journalisten und der Bevölkerung missbrauchen, einen offenen und demokratischen Widerstand. Hier muss man die Spreu vom Weizen trennen. Das bedeutet den Glauben Islam nicht vorsätzlich mit dem politisierten Islam zu vermischen. Weil diese Vermischung die Vertreter des reaktionären, fundamentalistischen und politisierten Glaubens stärkt. Sie sehen sich als Opfer und mischen in den demokratischen Diskussionen als Brandlöscher mit, obwohl sie fleischgewordene Brandstifter sind. Es kann nicht sein, dass Parteien aus dem Ausland, die in der Türkei gegen die laizistische Verfassung gekämpft haben und deswegen gegen die demokratische Grundordnung verstoßen, in Österreich als Ansprechpersonen für Problemlösungen angenommen werden.

3) Leider ist in der Regierung ÖVP-FPÖ der Rechtsextremismus und insbesondere der politische Islam gestärkt und noch mehr salonfähig gemacht worden. Wir fordern, dass die Sprache gegenüber Muslimen und Musliminnen bzw. gegenüber dem Glauben Islam in Österreich nicht pauschal feindlich und hetzerisch verwendet wird. Diese kulturalistische Sprache in sozialen Medien, Zeitungen und Fernsehen von Parteien und ihren Proponenten, hat das Zusammenleben in Österreich nicht gestärkt sondern nur die politischen Islamvertreter. Die größten Verlierer sind die 700.000 Muslime in Österreich, die sich in Österreich integriert haben und die österreichische Verfassung als ihre eigene sehen und schätzen.

4) Wenn hier ein Wille da ist, gegen den Demokratiefeindlichen und politisierten Glauben vorzugehen, muss man sobald wie möglich definieren was man mit politischen Islam meint und wer die Akteure in Österreich sind. Hinter den Türen mit einigen sehr parteiischen Beamten bzw. mit den angeblichen Experten, hat man das Problem bis jetzt nicht gelöst, sondern ganz im Gegenteil, den politischen Islam in Österreich gestärkt und betoniert.

Wir bitten hier die Spreu vom Weizen zu trennen und sich von Pauschalisierungen gegenüber MuslimInnen zu distanzieren. Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich kennt das Problem und möchte das Problem überparteilich und ohne Freunderlwirtschaft im Interesse der freiheitlich demokratischen Grundordnung und für die Stärkung der säkularen Verfassung der Republik Österreich und seiner BürgerInnen gelöst sehen.

Türkischer KULTURgemeinde in Österreich (TKG)

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
16 Jul
By: TKG 0

TKG: „Leider agiert die EU im Zypern-Konflikt gegenüber der Türkei verantwortungslos“

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) fordert von der EU und der Türkei eine friedliche Lösung im Gaststreit um den Mittelmeerraum von Zypern.

Die EU-Außenminister haben am Montag im Gasstreit mit Zypern Sanktionen gegen die Türkei verhängt. Ankara hat nun angekündigt, seine umstrittenen Bohrungen fortzusetzen: „Die beschlossenen Maßnahmen werden keine Auswirkung auf die Entschlossenheit der Türkei zur Fortsetzung ihrer Kohlenwasserstoffaktivitäten im östlichen Mittelmeer haben“, hieß es aus dem türkischen Außenministerium.

Die EU-Außenminister hatten unter anderem entschieden die EU-Mittel für die Türkei zu kürzen. Zudem will die Wertegemeinschaft den Dialog mit der Türkei stoppen und die Verhandlungen über ein Luftverkehrsabkommen aussetzen. Die EU-Außenminister forderten die EU-Kommission auf, einen Vorschlag für Finanzsanktionen gegen türkische Verantwortliche zu erarbeiten, die an den Bohrungen beteiligt sind. Die Europäische Investment Bank soll die Konditionen für Finanzhilfen an Ankara überprüfen.

Die EU verliert damit seine unabhängige Friedensmission und seine Stabilität als Exporteur

Faktum: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Wenn man das Titelbild aus der Vogelperspektive bzw. vom Weltall aus betrachtet, sollte man sehen, warum die Türkei, als Inhaber der längsten Küste des östlichen Mittelmeers, mit der Nähe zu Nordzypern, so eine emotionale, geschichtliche, politische, traditionelle und wirtschaftliche Bindung hat. Zypern ist de facto ein verlängerter Arm der geografischen Türkei. Hier kann kein Partner die vorhandenen Vereinbarungen, die seit Jahrhunderten mit kausalen Gründen entstanden sind und auch 1960 in der Verfassung von Zypern verankert wurden, als die Griechen und Türken gemeinsam dort gelebt haben außer Acht lassen. Bei der Gründung der föderativen Verfassung im Jahre 1960 haben die griechischen und türkischen Zyprioten eines festgehalten (sinngemäß): „Zypern darf nicht Mitglied einer Vereinigung oder eines Bündnisses werden, in welchem sowohl die Republik Griechenland als auch die Republik Türkei gleichberechtigte Mitglieder sind.“ Die EU hat hier im Jahre 2004 leider einen großen Fehler gemacht, indem sie Südzypern als Vollmitglied aufgenommen hat. Dieser Konflikt wurde dadurch zu einem EU-Konflikt gemacht und diese kann jetzt nicht mehr unparteiisch gegenüber dem Brand im Mittelmehr als Feuerlöscher agieren. Jetzt ist sie in einem Zustand, in welchem die EU als Brandbeschleuniger kritisiert wird.

Die EU verliert mit dieser Entscheidung seine Friedensmissions-Funktion als unabhängiger Mediator von Südosteuropa bis zum Mittelmeer und exportiert Instabilität bei einem blutigen Konflikt in Zypern.

Aber vorerst: EU-Türkei Beziehung – Die Kopenhagener Kriterien

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich kritisiert die AK-Partei seit Jahren in folgenden Bereichen: Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit und elementare Menschenrechte. Sie wünscht sich eine Türkei welche einen Weg findet, zurück zum starken Parlamentarismus sowie Säkularität in der Staatsverwaltung und in allen anderen Lebensbereichen. Die Türkei steht in vielen Bereichen unter einem enormen Druck von Terrororganisationen, welche den Staat im In- und Ausland erpressen und somit das Leben der Bürger, sowie die Regierung einschränken. Eine schwache demokratische Türkei bedeutet aber nicht, dass sie von der EU, aufgrund des Zypern-Konfliktes, wie ein Knecht behandelt werden muss. Die EU sollte der Türkei nicht wie ein Dompteur Anweisungen und Drohungen geben, sondern versuchen, den Brand mit Diplomatie zu lindern. Die EU agiert hier jedoch gerade als Brandbeschleuniger und das nicht vor der Haustür, sondern im eigenen Haus, wo der Brand am meisten Schaden anrichten wird, wovor wir jetzt noch warnen müssen.

Wir fragen uns: Warum erlaubt die EU so etwas? Ist das die Gier des Gasvorkommens?

Ist die EU wie die NATO ein Kriegsbündnis, in welchem man als Mitglied Solidarität zeigen muss? Wie auch der österreichische Außenminister Schallenberg heute in den Medien ausgesagt hat, so einen Fall gibt es nicht. Welchen Druck möchte man hier gegenüber der Türkei, außer zurück zu den Kopenhagener-Kriterien, ausüben? Die Kopenhagener Kriterien, die die Staaten für ihre Aufnahme in die EU zu erfüllen haben, werden auch als drei übergeordnete Kriterien dargestellt: das „politische Kriterium“, das „wirtschaftliche Kriterium“ und das „Acquis-Kriterium“: Die Werte, auf die die Union gegründet wurde, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören.

EU-Türkei Flüchtlingsabkommen und lächerliche EU Drohungen

Die Türkei hat bis jetzt 4 Millionen Flüchtlinge aufgenommen und betreut und nicht nach Europa (laut der EU-Türkei Vereinbarung) weitergeschickt. Es wurden dafür aus eigenen Ressourcen ca. 35 Milliarden Euro verrichtet. Was sind diese „paar“ Milliarden Euro, wenn die EU ständig syrische Flüchtlinge in die Türkei sendet oder damit droht. Man sollte eher transparent und offen über die 4 bis 5 Millionen Flüchtlinge in der Türkei reden und überlegen wie man diese Menschen gerecht in der EU verteilt. Die paar Milliarden Euro kann die EU selber behalten. Unserer Meinung nach hat hier die Ankara Regierung von Anfang an eine falsche, gefährliche Syrien-Politik verfolgt.

Fakten über den Zypern-Konflikt:

Die EU wurde mehrmals, bevor das griechische Südzypern im Jahre 2004 Vollmitglied der EU geworden ist, von unabhängigen Experten mit folgenden Argumenten gewarnt:

1- Die Gewässer in Nordzypern und Umgebung sind der Festlandsockel der Türkischen Republik und deshalb müssen die Rechte der türkischen Zyprer unbedingt berücksichtigt werden. Der türkische Norden ist eigenständig, seit dem die türkische Armee 1974 in Folge eines Militärputsches griechischer Klerikalfaschisten intervenierte. Es sind tausende Tötungen der türkischen Zyprer durch Massaker von klerikalfaschistischen Zyprern verursacht worden. Die Bevölkerung in der Türkei agiert hier deswegen sehr sensibel und emotional und erwartet auch von der EU Empathie. Vergessen wir nicht: ein EU-Plan zu Wiedervereinigung wurde 2004 vom griechischen Zypern abgelehnt und vom türkischen Zypern zugesagt und trotzdem hat die EU unverantwortlich die gesamte Insel, ohne Lösung dieser Probleme, mit der Leaderschaft des griechischen Zyperns als Vollmitglied der EU akzeptiert und das Problem leider zu einem inneren EU-Problem gemacht. Bis jetzt wurde mit der Floskel „Solidarität“ als Brandbeschleuniger je nach Fall, in verschiedenen politischen Lagen, mit dem Zypern-Konflikt entweder die Türkei erpresst oder unter Druck gesetzt und damit das Problem unlösbar gemacht. So agiert eine friedensstiftende und Stabilität exportierende Union wie die EU im Normalfall nicht. Die EU hat hier bei vielen Konflikten, anstatt diese als neutraler Mediator zu lösen, eine große Krise mit egoistischen Zielen und vielen Folgen verursacht. Die TKG ruft alle EU Verantwortlichen dazu auf, neutral und friedensstiftend zu agieren und fordert die Mitgliedsstaaten dazu auf, sich nicht als Geisel nehmen zu lassen.

2- Bei der Gründung der föderativen Verfassung im Jahre 1960 haben die griechischen und türkischen Zyprioten eines festgehalten: „Zypern darf nicht Mitglied einer Vereinigung oder eines Bündnisses werden, in welchem sowohl die Republik Griechenland als auch die Republik Türkei gleichberechtigte Mitglieder sind.“  Die EU hat hier von Anfang an  einen großen Fehler gemacht, indem sie erst Griechenland und nachher Südzypern als Vollmitglied aufgenommen hat und diesen Konflikt dadurch zu einem EU-Konflikt gemacht hat. Die Gewährung der EU-Mitgliedschaft an die griechische Seite von Zypern (Südzypern), im Jahr 2004, machte das chronische Problem jetzt unlösbar.  Der Ausgangspunkt des Konflikts (1955) durch das griechisches Zypern und infolgedessen die UNO (März 1964) und die türkische Truppen (Juli 1974) auf Zypern sind nicht umsonst stationiert. Unter dem Einfluss von den zwei griechischen Stimmen (Griechenland & Südzypern) ist die EU ein Teil des Problems geworden und kann infolgedessen nicht mehr neutral und unabhängig zur Zusammenarbeit zwischen den beiden Seiten beitragen. Noch dazu hat die griechische Seite auf der Insel den UN-Plan für eine föderale Lösung abgelehnt und die türkische Seite diesem zugestimmt. Warum hat die EU die griechische Seite dafür belohnt, dass sie zu einer von den Vereinten Nationen unterstützten Lösung (Annan-Plan, 2004) mit 75% Nein gesagt hat, während die türkisch-zypriotische Seite mit 65% Ja gesagt hat? Warum soll nun die türkische Seite (Nordzypern), die für den UN-Plan mit ‚ja‘ gestimmt hat, ungerecht, parteiisch und gegen die eigenen Interessen von der EU behandelt werden? Die EU hat hier seine Vermittlerrolle verloren und soll somit nicht noch mehr Benzin ins Feuer gießen.

3- Die EU ignoriert vorsätzlich die regionalen und legalen Ansprüche und Rechte der Republik Türkei als Garant für die Unabhängigkeit der “Republik Zypern”, neben England und Griechenland, wie in dem London-Zürich-Abkommen von 1960 festgelegt ist. Hier sollte man wissen, dass drei Länder (nicht mehr und nicht weniger) durch das London-Zürich-Abkommen, für die Zukunft des Zypern-Konfliktes etwas zu sagen haben. Die restlichen beteiligten Länder und unter anderem auch die EU, können das Abkommen von 1960 nicht ignorieren. Bei der Gründung der föderativen Verfassung im Jahre 1960 haben die griechischen und türkischen Zyprioten eines festgehalten: Zypern darf nicht Mitglied einer Vereinigung oder eines Bündnisses werden, in welchem sowohl die Republik Griechenland und die Republik Türkei gleichberechtigte Mitglieder sind. Mit Verlaub wiederholen wir: Die EU hat hier einen großen Fehler gemacht, indem sie erst Griechenland und nachher Süd-Zypern als Vollmitglied aufgenommen hat und diesen Konflikt dadurch zu einem EU-Konflikt gemacht hat. Die EU weiß keinen Weg mehr um rauszukommen, weil die griechischen Zyprioten und Griechenland die EU als Geisel genommen haben.

4- Die EU ignoriert die Existenz und die Rechte der türkischen Zyprioten, aus einer Zeit in der zypriotische Türken und Griechen zusammen in einer Föderation gelebt haben und deren Rechte in der Verfassung von Zypern von 1960 verankert sind. Die zypriotisch-griechische Seite sagt auch heute, dass die 1960 festgelegte föderative Verfassung, in welcher der erste Präsident der Republik Zypern, Makarios III, im Jahre 1963, 13 Artikel der Verfassung einseitig geändert hat und damit den Zypern-Konflikt ausgelöst hat. Hier liegt in der multiplen Kausalität die erste Ursache des Problems (die Ursache und ihre Wirkungen). Wenn die EU ein Friedensstifter ist und nicht Instabilität, sondern Stabilität in die Nachbarschaftsregionen exportieren möchte, sollte sie hier aufhören einseitig und willkürlich als Brandbeschleuniger zu agieren.

5- Ob es uns gefällt oder nicht: Die Türkei hat nicht nur das Recht, ihre eigenen Völker und territoriale Rechte auf dem Festlandsockel zu schützen, sondern ist verpflichtet, die Rechte und Interessen der türkischen Zyprioten in Zypern durch das London-Zürich-Abkommen von 1960 zu verteidigen. Diese unterschriebene Vereinbarung kann die EU nicht willkürlich Makulatur erklären.

Die EU sollte hier seine moderate Haltung als Brückenbauer, Friedensstifter und als Stabilitäts-Exportier in die Region zurück besinnen. Sonst wird sie Probleme in einer unübersehbaren Dehnung bekommen, von welchen wir, die TKG, als Think Tank Organisation hier und heute als stolze EU Bürger warnen.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich
Obmann
DI Birol Kilic

Categories: Ausgewählt
Read More
12 Jul
By: TKG 0

Bosnien-Srebrenica: Völkermord mitten in Europa – Niemals vergessen!

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt den serbischen Abgeordneten, Vladimir Dukanovic, von der regierenden Fortschrittspartei, scharf.

Wien. Anlässlich des Jahrestages des Völkermordes von Srebrenica, hat die Türkische Kulturgemeinde in Österreich am 11. Juli eine Gedenkveranstaltung an einem privaten Ort mit organisiert. Der Völkermord ereignete sich im Juli 1995 in Folge des Bosnien-Krieges. Die Türkische Kulturgemeinde hat mit ca. 250 Personen an die mehr als 8000 Opfer des Völkermordes gedenkt. Noch heute werde neue Opfer geborgen und beigesetzt.

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) fordert von der EU und von den Balkanstaaten, den Srebrenica Völkermord  und dessen Ursachen ohne Vertuschung genau zu erforschen. Die Frage welche wir ergründen möchten ist, wie es zu einem solchen Völkermord-Verbrechen mitten in Europa, vor den Augen der EU, kommen konnte? Könnten in Europa nochmals Srebrenica-ähnliche Völkermorde passieren? Was kann man dagegen tun? Es ist egal welche Seite und welche aktuellen gesellschaftlichen, politischen oder wirtschaftlichen Entwicklungen solche teuflischen Ausartungen begünstigen.

Sei wachsam!

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) hat auch den serbischen Abgeordneten, Vladimir Dukanovic von der regierenden Fortschrittspartei, wegen primitiven, hetzenden und verbrecherische Aussagen scharf kritisiert und alle Muslime am Balkan sowie in ganz Europa um Wachsamkeit gebeten und davor gewarnt, auf solche Provokationen einzusteigen, weil diese Menschen aus Serbien sich selber disqualifizieren. Dukanovic sagte gestern: „Ich möchte das serbische Volk zum Tag der Befreiung von Srebrenica beglückwünschen und mich bei General Ratko Mladic für die hervorragend ausgeführte Militäroperation in Krivija 1995 bedanken.“

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich stellt zwei Fragen an die EU und an die türkische Regierung:

1. Uns würde interessieren, ob die EU die Regierungspartei in Serbien aufgrund der Aussagen vom Abgeordneten Dukanovic warnen wird und mit welchen Argumenten? Oder wird einfach zur Tagesordnung übergegangen ohne es zu erwähnen?

2. Uns würde auch interessieren, ob die türkische Regierung in Ankara, welche mit der serbischen Regierung eine gute Beziehung hat, die serbische Regierung warnen wird und mit welchen Argumenten? Oder ob auch hier einfach zur Tagesordnung übergegangen wird ohne etwas zu erwähnen?

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich teilt die Schmerzen der Hinterbliebenen vom Bosnien-Srebrenica Völkermord und drückt auch heute nochmals Mitgefühl und Anteilnahme aus. Wir werden es niemals vergessen.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

Categories: Ausgewählt
Read More
05 Jul
By: TKG 0

Die TKG distanziert sich von dem getrennten Badetraum für Frauen!

„Wir fordern die Politik und Parteien, die Medien und die Gesellschaft auf auch das volle Glas zu sehen und ab jetzt die Spreu vom Weizen zu trennen. Die „Wiener Partei“ ist alles aber  weder eine Türkenpartei noch Migrantenpartei. Finden sie bitte ein  andere Attribut!“
Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

 

Wien (OTS) – Die Türkische Kulturgemeine in Österreich (TKG) vertritt nur ihre Mitglieder als säkulare Think Tank Organisation und fordert die Politik auf, nicht durch die SÖZ-Partei die gesamte Austro-Türkische Community mit billigen Methoden zu sataniesieren.

Die angebliche moderne Idee mit emanzipatorischen, feministischen, glänzenden und scheinheiligen Worten der SÖZ-Partei, getrennte Bäder für Frauen, ist und bleibt für die TKG ein Unfug und wir distanzieren uns.

Feststellung: Die „Wiener Partei“ ist keine „Türken Partei“

Die Gründer dieser Partei sind „ob es uns gefällt oder nicht“  aus zweiter oder dritter Generation ÖsterreicherInnen und politisierte orthodoxe MuslimeInnen aus der Türkei und haben hier, mithilfe der demokratischen Grundordnung die ihnen erlaubt eine Wiener Partei zu gründen, gehandelt.  Die  SÖZ  Bewegung ist ist alles aber weder eine Türken- noch Migrantenpartei, sondern eine Wiener Partei, die aus den jahrelangen Fehlern der ansässigen Parteien, insbesondere der SPÖ , den Grünen, der ÖVP und der FPÖ durch multiple Kausalitäten entstehen konnte.

Wir als TKG nehmen diese Gründung zur Kenntnis, obwohl es uns nicht gefällt, weil hier die gesamten Menschen aus der Türkei, auch wenn sie mit dieser Partei nichts zu tun haben wollen und die Ideen nicht teilen, mit dem Begriff „Türken-Partei“ in Mitleidenschaft gezogen werden. TKG distanziert sich  ausdrücklich als Think Tank NGO von dieser Bewegung.

Wenn andere Parteien die SÖZ Forderungen bzw. Ideen kritisieren wollen, sollten sie bitte unter der Vorwand Kritik nicht alle TürkInnen oder MigrantInnen mit dem, zum Schimpfwort gewordenen Begriff „Türken-Partei“ bzw. Migranten-Partei“, schikanieren bzw. satanisieren. Sie würden sicherlich auch nicht den Begriff „Juden-Partei“ in Österreich verwenden.

Taten und Kritik: Kritik an der Wiener Partei

Auf der anderen Seite müssen wir, als säkulare, wehrhafte Demokraten, anhand von ihren Taten und Forderungen ohne Hetze dieser Bewegung messen die wir sehr gut kennen.

Die Forderungen der Bewegung hier in Österreich sind ein alter Schmäh um die Gesellschaft zu Spalten und dann das ewige Opfer zu spielen.  Es  ist auch nichts anderes als, die durch Jahrhunderte durch Reform, Renaissance und Aufklärung gewonnen Rechte für Frauen und Männer, die überall gleich sein sollten, mit dieser reaktionären Gedanken unter dem Vorwand Religionsfreiheit zu untergraben.

Viele moderne Menschen, aus der laizistischen Türkei stammende Menschen die in Österreich integriert sind und auch durchaus gläubig sind, können mit dieser in Wahrheit reaktionären Idee  mit emanzipatorischen, feministischen, glänzenden und scheinheiligen Worten nichts anfangen.  Die Mehrheit der Menschen aus der Türkei fühlen sich von beiden Seiten( die über dieser Bewegung alle Türken in Österreich sataniesieren ) verfolgt und angegriffen, obwohl sie in Österreich mit den Werten, Sitten und Gebräuchen der Aufnahmegesellschaft seit Jahrzehnten in Einklang leben.

Wir fordern die Politik und Parteien, die Medien und die Gesellschaft auf auch das volle Glas zu sehen und ab jetzt die Spreu vom Weizen zu trennen. Die „Wiener Partei“ ist alles aber  weder eine Türken- noch Migrantenpartei. Finden sie bitte ein  andere Attribut!

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

Categories: AusgewähltReligion
Read More
01 Jul
By: TKG 0

Bundesabgeordneter in Linz angegriffen. TKG wünscht gute Genesung!

Der Bundesabgeordnete wurde gestern im Beisein seiner 11-jährigen Tochter in Linz grundlos attackiert und mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Wien – Der Bundesabgeordnete Efgani Dönmez wurde gestern Abend, um 21.30 Uhr, während er mit seiner Tochter auf der Landstraße in Linz unterwegs war, von einem Tschetschenen unbegründet angegriffen. Der 23-jährige Angreifer hat sich hinter einem Auto versteckt und hat Dönmez und seine Tochter auf der Fußgängerzone überraschen attackiert.

Nachdem der Täter Dönmez bereits verbal bedroht hat, hat er einen Regenschirm eines Wettbüros genommen und angefangen auf Dönmez einzuschlagen. Dieser konnte seine Tochter beschützen, indem er sie hinter sich schob. Durch die Abwehrhaltung brach sich Dönmez einen Finger, des Weiteren trug er eine Platzwunde am Kopf sowie mehrere Prellungen davon. Die Polizei hat den Täter mit tschetschenischer Abstammung festgenommen. Der junge Erwachsene wirkt ziemlich agil und gesund. TKG stellt sich die Frage ob dieser Angriff ein Auftrag von Dritten war und wie sicher Linzi insbesondere im Bereich Linz-Landstrasse ist ?

Wir als TKG differenzieren stets die Spreu vom Weizen. Nicht die Herkunft, sondern das Verhalten zählt. Und für das eigene Verhalten ist jede Person selber zuständig. Wenn sich jemand danebenbenimmt oder straffällig wird, muss sie/er mit den darauffolgenden harten gesetzlichen Strafen leben. In solchen Fällen ist es auch wichtig, dass durch die Kooperation der Behörden untereinander, aufenthaltsbeendigende Maßnahmen gesetzt werden, damit wir unsere Gesellschaft und die Bürgerinnen und Bürger genau vor jenen schützen, die sich nicht an unsere Gesellschaft anpassen und unsere Rechtsordnung nicht respektieren und einhalten. Die Republik Österreich darf für niemanden nicht zum Selbstbedienungsladen von importierter Gesetzlosigkeit werden!

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) wünscht dem Bundesabgeordneten baldige Genesung und alles Gute für die Tochter, welche zum Glück mit einem Schrecken davon gekommen ist!

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
23 Jun
By: TKG 0

TKG gratuliert Imamoglu und den Istanbuler WählerInnen für die unglaubliche demokratische Reife

Wien (OTS) – Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG) gratuliert dem neuen Bürgermeister Ekrem Imamoglu (54,3% Stimmen, mit mehr als 800.000 stimmen Mehrheit), welcher mit dem Slogan „Alles wird schöner werden“ aufgetreten ist, herzlich.

TKG wünscht allen IstanbulerInnen, nach dieser unglaublichen demokratischen Reife obwohl die Wahlen nicht fair waren, alles Gute aus Wien.

Man sollte der Türkei weiter vertrauen weil die Türkei ist in der Welt gerade ein Beispiel dafür, dass Demokratien nicht so leicht sterben.

TKG gratuliert genauso dem Kandidaten der AK Partei, Herrn Binali Yildirim (45% Stimmen), für seine schnelle (als erste) und persönliche Stellungnahme der Niederlage ohne Hetze, damit, keine Spannung in der Türkei sowie im Ausland (wie in Österreich) bei den aus der Türkei stammenden Menschen, aufkommen.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG)
Obmann
DI Birol Kilic

„Istanbul-Wahl ein starkes Signal für die Demokratie“

https://tvthek.orf.at/topic/News/13869393/Magazin-1/14017721/Die-Folgen-der-Buergermeisterwahl-in-Istanbul/14517878

„Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) wünschte allen Istanbulern, „nach dieser unglaublichen demokratischen Reife, obwohl die Wahlen nicht fair waren, alles Gute aus Wien“. In einer Aussendung betonte TKG-Obmann Birol Kilic am Montag: „Man sollte der Türkei weiter vertrauen. Die Türkei ist in der Welt gerade ein Beispiel dafür, dass Demokratien nicht so leicht sterben.“

https://www.sn.at/politik/weltpolitik/freude-und-erleichterung-nach-oppositionssieg-in-istanbul-72370855

https://www.nachrichten.at/politik/aussenpolitik/istanbul-wahl-ein-starkes-signal-fuer-die-demokratie;art391,3141521

https://volksblatt.at/erdogan-gegner-im-freudentaumel/

 

https://www.tt.com/ticker/15785702/freude-und-erleichterung-nach-oppositionssieg-in-istanbul

 

https://www.suedtirolnews.it/politik/freude-und-erleichterung-nach-oppositionssieg-in-istanbul

https://www.vn.at/newsticker/wiederholung-der-buergermeisterwahl-in-istanbul/1405455

 

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190624_OTS0026/tkg-gratuliert-imamoglu-und-den-istanbuler-waehlerinnen-fuer-die-unglaubliche-demokratische-reife

 

Read More
17 Jun
By: TKG 0

TKG begrüßt die parlamentarische Entscheidung zur Schließung des KAICIID

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG): „Die parlamentarische Entscheidung der Republik Österreich ist weder „purer Populismus, Symbolpolitik“ noch „unglaubliche Heuchelei“ sondern eine sachlich begründbare Entscheidung jenseits von Interesse und Macht.“

WIEN. Am 12. Juni 2019 beschloss der Nationalrat der Republik Österreich das „International König Abdullah bin Abdulaziz Zentrum“ für interreligiösen und interkulturellen Dialog, besser bekannt als KAICIID, in Wien zu schließen. Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) begrüßt diese Entscheidung. Der bevorstehenden Schließung waren jahrelange Kritik – seit der Gründung im Jahre 2011 – an dem Zentrum und seiner Tätigkeit vorangegangen.

Der Staat kann und muss Organisationen schließen, bei denen Religion als Vorwand missbraucht wird. Wenn fundamentale Menschenrechte missachtet werden und ein Verbot aller anderen Religionen, außer dem Wahhabismus, selbst im 21. Jahrhundert noch Staatsräson ist, dann kann und darf nicht unter dem Deckmantel für „interreligiösen und interkulturellen“ Austausch dieser Doppelbödigkeit eine Bühne und Scheinlegitimität gewährt werden. Und das gerade in Wien, wo sämtliche internationale Institutionen, wie zum Beispiel die UNO ihren einen Sitz haben. Die TKG betrachtet diese Irreführung der Öffentlichkeit mit großer Skepsis. Die Legitimität einer – per Selbstdefinition – international agierenden „religiösen“ Organisation, welche sich bei gröbsten Verstößen gegen fundamentale Menschenrechte kaum zu Wort meldet, ist mehr als zu hinterfragen.

Die Entscheidung des österreichischen Nationalrates ist weder „ purer Populismus,  Symbolpolitik“ noch „ unglaubliche Heuchelei“ , wie manche Kritiker in den letzten Tagen behaupten. Ganz im Gegenteil, viele Kritiker haben seit dem Jahre 2012 , wie zum Beispiel der Verfassungsrechtler Theo Öhlinger in seiner Kritik am Islamgesetz Frage aufgeworfen, warum die Finanzierungsvorschriften für Vereine nur für Moscheen, nicht aber für das KAICIID gelten (2) oder der österreichisch-jüdische Autor Doran Rabinovici mit folgenden Argumenten lautstark gewarnt: „Wer den Dialog wahrhaftig sucht, kann so ein Dialogzentrum nicht wollen. Nicht nur deshalb, weil die Hoffnung, dass das KAICIID in Riad die Gemäßigten zum Zug bringen würde, sich nicht bewahrheitete. Wichtiger ist, dass durch so eine Art des Dialogs der ganze Islam auf eine einzige islamistische Spielart reduziert und echte Dialogarbeit diskreditiert wird. Das Wiener Dialogzentrum war bisher eine saudische Fata Morgana. So ein Trugbild aus der Wüste ist gefährlich, weil es in die Irre leitet und eine Oase vorspiegelt, wo keine ist.“ (3)

Wir fassen in Namen der Türkischen Kulturgemeinde in Österreich (TKG) einige Punkte über das KAICIID nochmals zusammen, die zum Nachdenken anregen sollten:

1- Das KAICIID wird irreführender Weise gegenüber der Öffentlichkeit als Zentrale für „interreligiösen Dialog“ dargestellt. Mit einem an den Lebensrealitäten orientierten, der in Österreich lebenden Menschen, hat dieses „interreligiöse Dialogzentrum“ kaum etwas zu tun. Leider haben derartige Placebos dazu geführt, dass die Begrifflichkeit des „interreligiösen Dialogs“ mittlerweile zu einer sehr inflationär verkommenen Worthülse geworden ist. Worin genau dieser vermeintliche interreligiöse Dialog, dieses von Saudi-Arabien finanzierten Zentrums, bestanden haben soll, erschließt sich ausnahmslos den darin aktiven Personen. Dieses vermeintliche „interreligiöse Dialogzentrum“ wird von Kritikern in Österreich als ein Trojanisches Pferd für die „Nahost-Konflikte- Akteure und Interessen“ im EU-Raum sowie dem angrenzenden Balkan angesehen.

2- Den begrüßenswerten interreligiösen Dialog sucht man nicht mit den zahlreichen Muslimen, welche ihren Lebensmittelpunkt in Österreich haben, sondern gerade ausgerechnet mit jenen, die eine Auslegung reaktionär-puritanischen Strömung des Islams praktizieren. Dieser reaktionär-puritanischen Strömung des Islams ist man auch noch behilflich in Österreich und in Europa Fuß zu fassen und ihre bedenklichen Ansichten salonfähig zu machen. Das KAICIID bemüht sich – laut Eigendefinition – auch um die „soziale Eingliederung von Menschen, welche auf der Flucht in Europa sind“ und versucht somit Einfluss auf die europäischen Aufnahmegemeinschaften, durch einen Zwei-Säulen-Ansatz zu nehmen“.  welchen Einfluss der Wahhabismus auf Gesellschaften hat, ist mittlerweile in bestimmten Ländern und Regionen des Balkans unübersehbar.  Wollen wir als aufgeklärte, offene Gesellschaft solchen Einflüssen den roten Teppich ausrollen und unter einer falsch verstandenen „interreligiöse Dialog“ deren Ausbreitung mit staatlicher Unterstützung der Republik Österreich auch weiterhin zusehen?

3- Der Hauptträger des KAICIID ist das Königreich Saudi-Arabien, dem der Umgang mit Menschenrechten leider sehr fremd ist. Der interreligiöse Dialog aus Sicht Saudi-Arabiens zeichnet sich durch blutige Auseinandersetzungen zwischen Wahhabiten (Sunnitisch), Sunniten und Schiiten, Alawiten (Syrien) und Aleviten (Türkei) aus. Andere religiöse Strömungen als der Wahhabismus sind in Saudi Arabien strengstens verboten. Für Juden besteht ein Einreiseverbot. Christen und andere Angehörige von Religionsgemeinschaften werden gerade nur geduldet. Saudi-Arabien und seinen Unterstützern fehlt, mit Verlaub, genau aus diesen Gründen, jede Legitimation auch nur den Anschein eines interreligiösen Dialogs erwecken zu können. Daran kann auch das Faktum nichts ändern, dass österreichische Firmen gute Geschäfte mit Saudi-Arabien machen, wie auch mit anderen Ländern, in denen Menschenrechte mit Füßen getreten werden. KAICIID war z.B bis jetzt ebenso untätig gegen die international grassierende Genitalverstümmelung, der allein in Europa hunderttausende Kinder jährlich zum Opfer fallen.

4- Nach seiner eigenen Definition strebt das KAICIID an, „religiöse Würdenträger und politische Entscheidungsträger zusammenzubringen, um multilaterale Initiativen des sozialen Zusammenhalts und Konfliktlösungen zu entwickeln und umzusetzen.“ Das bedeutet, die Tätigkeit des KAICIID ist hauptsächlich politisch ausgerichtet. Aus diesem Grund genießen das KAICIID und seine Funktionäre auch diplomatische Immunität und sind von nationalem Recht weitgehend ausgenommen. Das war ein Hauptpunkt der bisherigen Kritik am KAICIID. Ob religiöse Würdenträger in politische Ziele eingebunden sind, ist belanglos, weil auch dadurch das Fehlen religiöser Ziele nicht kaschiert werden kann

5- Das KAICIID gibt an, weder eine Botschaft, noch eine „NGO“, noch eine politische Vertretung eines Staates zu sein. Trotzdem wurden dem KAICIID und seinen Mitarbeitern durch das Sitzabkommen diplomatische Privilegien und Immunität zugestanden. Dadurch kann die Arbeit kaum bis gar nicht von Außenstehenden eingehend geprüft werden. Dadurch genießt dieses Zentrum Vergünstigungen, welche anderen privaten Organisationen sonst nicht zustehen. Das war ein Hauptpunkt der bisherigen Kritik am KAICIID, weil religiöse Würdenträger keine politische Sonderstellung in Anspruch nehmen sollten und sich auch nicht staatsbürgerlichen Pflichten entziehen dürften! Vor allem dann nicht, wenn sie in politische Ziele eingebunden sind, was auch das Fehlen religiöser Ziele nicht kaschieren kann.

„International König Abdullah bin Abdulaziz Zentrum“ (KAICIID) hat rechtlich gesehen Botschaftsstatus und damit entzieht sich diese Organisation der Kontrolle unseres Rechtsstaates. Sh. Art. 4 bis 6 des folgenden Abkommens: Für uns sieht dies wie ein Knebelvertrag aus unter dem Vorwand Pacta sunt servanda (Verträge sind einzuhalten). Warum wurde dann diese Institution und deren handelnde Akteure mit diplomatischen Immunitäten bzw. mit vielen Befreiungen (Steuer etc.) ausgestattet?

https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20008559

Interessant ist auch was der Vorstand von KAICIID, seit der Diskussion um die Schließung, auf ihrer offiziellen Webseite verfasst hat. Dieses Statement birgt politische Sprengkraft in sich: „KAICIID is not an embassy, or NGO, or in any way the policy arm of any state, including Saudi Arabia. It is not a sinister extension of any state’s influence or strategies. […] To misunderstand this amounts to a wilful ignoring of basic facts and outcomes, revealed easily through even the most basic research of the Centre’s activities.“

https://www.kaiciid.org/news-events/news/kaiciid-board-endorses-centres-mission-after-austrian-vote

6- Das KAICIID ist, nach der eigenen Darstellung, vorwiegend in Ländern aktiv, in denen islamische Gruppen Staatsgebilde islamischer Prägung gegen eine nicht-islamische Mehrheit errichten wollen; darunter Zentralafrikanische Republik, Nigeria, Myanmar. Man hört nicht, dass das KAICIID dort das Blutvergießen eingeschränkt oder verhindert hätte. Wenn das „interreligiöse Dialogzentrum“ KAICIID wirklich ernstgenommen werden möchte, sollte es seinen inhaltlichen Schwerpunkt auf den intrerreligiösen Konflikt innerhalb der muslimischen Welt legen, der jährlich zahllose tausende Todesopfer fordert und hier durch eine durchdachte Kooperationen in Erscheinung tritt. Denn der wahre und dauerhafte Frieden beginnt immer zuerst im eigenen Haus.

7- Wenn Menschenrechte angesprochen werden, dann kann deren Auslegung nicht in Saudi-Arabien beginnen. Deshalb war es auch falsch, Saudi-Arabien die führende Rolle durch Geld im KAICIID zu überlassen, wo sehr viele PolitikerInnen und ihre Söhne, Tochter, Verwandten für die PR Lobby in Österreich zum Fremdschämen durch sehr hohe materiellen Interessen gedeckt wurden. Die KritikerInnen in Österreich wurden mit Hilfe von hochbezahlten PR-Agenturen versucht, mundtot oder lächerlich zu machen bzw. als Querulant zu bezeichnen. Insbesondere seit der Gründung im Jahre 2011 des „interreligösen Dialogzentrums“ in Wien, welches von Saudi-Arabien finanziert wird, wurden seither dutzende Hinrichtungen von Gegnern des saudischen Regimes durchgeführt. Der Mordauftrag am Regimekritiker Jamal Kashoggi in der saudischen Botschaft in Istanbul, stammte, wie die informierte Öffentlichkeit mittlerweile weiß aus Saudi Arabien. Der Krieg gegen jemenitische Schiiten, welcher gegenwärtig einer der größten humanitären Katastrophen und hunderttausenden Toten und Verletzten den Weg geebnet hat und von Saudi-Arabien angeführt wird, sollte auch den letzten Abgeordneten des österreichischen Parlamentes die Augen öffnen. Ein Dialog mit jenen Kräften, die gegen fundamentale Grundsätze der Menschenrechte verstoßen, darf keine Plattform für Scheindialoge gegeben werden.

Deswegen war die Entscheidung absolut richtig, das KAICIID in Wien zu schließen und dem Schein ein Ende zu bereiten.

Wir als Türkische Kulturgemeinde in Österreich als Think Tank NGO stehen weiterhin als konstruktive Ansprechpartner und Brückenbauer zwischen den Kulturen, Ländern und Religionen gerne den Mitgliedern des Nationalrates und der Zivilgesellschaft zur Verfügung. Woran wir uns jedoch niemals beteiligt haben und werden, ist Heuchelei und Augenauswischerei.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich

 

Quellen:

Bild:

https://www.kaiciid.org/de/who-we-are/%C3%BCber-uns

(1)
Datum: 05.10.2011

Die Presse: Dialogzentrum der Saudis in Wien löst hitzige Debatte aus

https://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/698385/Dialogzentrum-der-Saudis-in-Wien-loest-hitzige-Debatte-aus

Datum: 9.7.2012

König-Abdullah-Zentrum in Wien „eine Farce“

https://derstandard.at/1339639819248/Interreligioeser-Dialog-Koenig-Abdullah-Zentrum-in-Wien-eine-Farce

(2)
Datum: 10.10.2014

Wiener Zeitung: IS-TERROR: Das Geld der Saudis

https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/668974_Das-Geld-der-Saudis.html

(3)
Datum: 9.2.2015
Das Wiener Dialogzentrum als Fata Morgana

https://derstandard.at/2000011480279/Das-Wiener-Dialogzentrum-als-Fata-Morgana

 

Read More
04 Jun
By: TKG 0

Gesegnetes und friedliches Ramadan Fest

Wir wünschen allen MuslimenInnen und unseren MitgliederInnen ein gesegnetes und friedliches Ramadan Fest in unserer schönen Heimat Österreich.

Wir wünschen uns wegen Ramadan Fest für alle Menschen in Österreich, egal welcher Religion sie angehören oder nicht angehören, friedliche und glückliche Tage. Wir wünschen uns für unsere neue Heimat das Beste, das Schönste und das Tugendhafteste.

Ramazan Bayramınız  içtenlikle  kutlarız. Ramadan Mubarak.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich
Obmann
Dipl.-Ing. Birol Kilic

(c) Bild-Vadi Restaurant

 

 

Allg. Informationen:

Ramadan ?

Ramadan heißt übersetzt so viel wie „der heiße Monat“. Gemeint ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender. An einem Tag in diesem Monat soll der Koran auf die Erde gesandt worden sein. Dieser Zeitpunkt wird auch „Nacht der göttlichen Bestimmung“ genannt und wird hauptsächlich am 27. Ramadan gefeiert. Da der Termin durch den Koran jedoch nicht genau festgelegt ist, gibt es hier Unterschiede. In Deutschland wird dieser Zeitraum nach Angaben des Zentralrates der Muslime in Deutschland exakt astronomisch berechnet. Gefastet wird den gesamten Monat lang jeweils von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, in diesem Jahr vom 6. Juni bis zum 4. Juli.

Darauf verzichten die Muslime im Ramadan

Nach dem muslimischen Gesetz bedeutet Fasten die Enthaltung von bestimmten Dingen: Verboten sind der Verzehr von Speisen und Getränken, Rauchen, Geschlechtsverkehr und Trunkenheit, so die Informationsplattform „islam.de“. Außerdem sind üble Nachrede, Verleumdung, Lüge und Beleidigung streng untersagt. Schweigen gehört ebenfalls zur Enthaltsamkeit im Ramadan.

Jeder Muslim, der geistig zurechnungsfähig, volljährig und körperlich dazu im Stande ist, muss fasten. Auch Minderjährige können fasten, hier gibt es aber ein Unterscheidungsvermögen. Schwangere, Kranke und Kinder sind nicht zum Fasten verpflichtet, wie die Informationsseite „islam.de“ bekannt gibt.

Schwangere und Kranke müssen die versäumten Fastentage aber nachholen. Laut einer Statistik, auf die sich das „National Bureau of Economic Research“ der USA bezieht, fasten die meisten schwangeren Muslimas trotzdem. Dadurch reduziere sich häufig das Geburtsgewicht des Kindes und die Länge der Schwangerschaft, wodurch körperliche und geistige Behinderungen der Kinder viel wahrscheinlicher würden.

Ramadan Fest beendet den Fastenmonat

Am Ende des Fastenmonats, nach 29 beziehungsweise 30 Tagen, feiert man das Fest des Fastenbrechens, auch als kleines Fest oder Zuckerfest bekannt. Die Vorbereitungen beginnen bereits in den letzten Tagen des Fastenmonats.

Vorher muss jeder Muslim eine pflichtmäßige Spende entrichten, die auch als Almosensteuer des Fastenbrechens bekannt ist. Sie kommt Bedürftigen zugute und gehört nach Angaben des Verbandes der islamischen Kulturzentren zu den wichtigsten Pflichten eines Moslems. Anschließend wird drei Tage lang gefeiert, dieses Jahr vom 7. bis 9 Juli.  Der erste Tag ist dabei laut „islam.de“ der Familie gewidmet. Obwohl das „große“ Opferfest im Pilgerfahrtsmonats eigentlich das höchste Fest der Muslime ist, wird das Fastenbrechen traditionell größer und umfangreicher gefeiert, ähnlich wie Weihnachten bei den Christen .(tkg, dpa)

 

Categories: AusgewähltReligion
Read More
03 Jun
By: TKG 0

TKG wünscht der Expertenregierung viel Erfolg

Österreich ist seit dem 27. Mai 2019 nicht mehr das alte Österreich und sicher auch kein Selbstbedienungsladen!

Die Republik Österreich erlebt die turbulentesten Zeiten seit der Gründung der 2. Republik, welche nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland für große Aufmerksamkeit sorgen.

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) als verfassungspatriotische säkulare Think Tank NGO wünscht der neuen Expertenregierung nicht nur viel Kraft, sondern Augenmaß, Geduld, Besonnenheit und viel Erfolg.

Wir danken dem Herrn Präsidenten Van der Bellen herzlich als Anker der Stabilität der Republik Österreich.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG)

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
01 Jun
By: TKG 0

HÄUSLICHE GEWALT

Wir möchten mit diesem Beitrag darauf hinweisen, dass es Hilfsmöglichkeiten in der Türkei für Frauen die unter körperlicher Gewalt des Partners leiden, gibt!
Da oft die Scham und Angst überwiegen und diejenigen sich nicht trauen um Hilfe zu bitten, machen wir hier stellvertretend einen Beitrag.

KEINER MUSS SICH SCHLAGEN LASSEN!

Hier möchten wir euch Zufluchtsorte, Schutzmöglichkeiten, Hilfsorganisationen, Anwälte und ähnliches aufzeigen.❤️

Die FRAUENHÄUSER İN DER TÜRKEİ heissen „MOR ÇATI”.
Fast jede größere Stadt hat eine „Sube“ = Filiale.
Hier ein Link zu der Organisation. Die Webseite ist auf englisch und türkisch verfügbar:
https://www.morcati.org.tr/tr/

ANWÄLTINNEN İN ALANYA:
http://www.hurriyet.com.tr/…/avukatlar-kadina-siddete-dikka…

ONAR ISTANBUL bietet auch Beratung an. Sie haben auch eine Facebook Präsenz:
https://m.facebook.com/nardernek/

FRAUEN SCHUTZ- UND SOLİDARİTÄTSZENTREN (Webseite auch auf englisch verfügbar).
Vor Jahren super moderne staatliche Projekte, mit Bewachung, Psychologinnen, Ärztinnen und Krankenschwestern ausgestattet. Haben auch neue Identität ermöglicht. http://www.siginaksizbirdunya.org/…/48-siddet-onleme-ve-izl…

WEITERE Ansprech- und Hilfeadressen, auch „ulusal“; dörfliche Frauen, Frauen im Osten (Frauenmenschenrechte) http://www.kadinininsanhaklari.org/hakkimizda/biz-kimiz/

EİNE WEITERE ADRESSE GEGEN GEWALT GEGEN FRAUEN:

http://morsalkim.org.tr/biz-kimiz/

ABSCHLİESSEND NOCH EİN SEHR HİLFREİCHES DOKUMENT:

Hilfsorganisationen und Gewaltpräventions- und Überwachungszentren
mit Ortsangabe und Telefonnummern in der ganzen Türkei:
https://lookaside.fbsbx.com/…/Informationen%20Hilfsorganisa…

 

HİER ERFAHRUNGSBERİCHTE VON BETROFFENEN:

“Habe leider genug Erfahrung damit: Ruft die Polizei! Die bringt Euch zum nächsten Arzt, um Verletzungen festzustellen. Auf der Polizeiwache könnt ihr einen Dolmetscher rufen lassen. Die Anzeige wird aufgenommen. Gleichzeitig sollt Ihr einen ANNÄHERUNGSVERBOT einfordern (das geht problemlos) – auf Türkisch UZATLASTIRMA KARARI (sorry, schreibe mit deutscher Tastatur). Der Täter darf sich Euch dann 1 Monat nicht nähern. Das wird kurzfristig automatisch durch Staatsanwaltschaft und Gericht bestätigt (Polizei schickt das dahin, es ergeht dann ein Gerichtsbeschluss). Jede Polizeiwache (karakol) hat eigentlich eine Beamtin, die sich um Opfer häuslicher Gewalt kümmert – das nennt sich KADIN MASASI. Wenn der Täter gegen das Verbot verstößt, sofort Polizei Bescheid sagen, der ist dann erst einmal weg. Wenn das Annäherungsverbot ausläuft, wird dich die Beamtin jede Woche anrufen und fragen, ob alles in Ordnung ist, du gehst zur Wache und unterschreibst jede Woche. Wenn du nicht in Ruhe gelassen wirst durch den Täter, ergehen gegen ihn weitere Maßnahmen. Nehmt die Anzeige nicht zurück, bis zur Gerichtsverhandlung dauert es ein paar Monate. Auch VERBALE Gewalt könnt und solltet ihr anzeigen.
[…] Das Annäherungsverbot ist natürlich auch ein Wegweisungsbeschluss für die Wohnung. Der darf sich der Täter auch nicht mehr nähern.“

„Die Unterlassungsklage ist hier in der Türkei ganz einfach… Ihr geht entweder zum Karakol oder zum Staatsanwalt direkt… Die Papiere gehen direkt zum Richter. Der wird entweder innerhalb 24 Std. den Paragraphen erlassen oder ablehnen. Es bedarf keiner Vernehmung da es eine Notsituation ist. Deshalb besser direkt beim Gericht beantragen. Am nächsten Tag holt ihr euch den Erlass (karar) beim Gericht ab. Ihr habt dann die Kopie. Das Gericht schickt dann eine zu eurem Wohnort Karakol das Original. Karakol ruft euch an oder kommt zu euch wegen eurer Unterschrift. Dem anderen wird der Erlass auf die gleiche Weise vorgetragen. Um den Peiniger aus eurem Leben zu entfernen – als Sofortmassnahme ruft ihr Karakol oder die Polizei direkt an. Zu Gewalt gehört, Schimpfen (küfür), handgreiflich werden und auch hoher Alkoholkonsum. Er wird sofort mitgenommen und darf die Wohnung erst mal nicht betreten. Der Paragraph gegen Gewalt schützt euch am Anfang. Es gibt gegen Wiederholung / Wiederhandlung Androhung von Zwangsmassnahmen…
[…] Gibt nicht auf, dass Leben ist zu schön dafür 🎶🌻☮️💗

„Jede Adliye (Gericht) in der Türkei verfügt über eine Abteilung, die euch Hilfestellung gibt. Sie setzen Schreiben auf, beraten und ihr bekommt Prozesskostenhilfe. Diese Abteilung gibt es auch für Minderjährige.“

„Wenn ihr geringes oder kein Einkommen habt, dann könnt ihr auch zur Anwaltskammer gehen (avokat barosu), dort wird man euch Hilfestellung geben und einen Anwalt, der euch umsonst vertritt.“

WİR HOFFEN, WİR KÖNNEN BETROFFENEN DAMİT HELFEN!

Quelle: Für Deutsche in der Türkei, Rückkehrer, Auswanderer u Langzeiturlauber

Categories: AusgewähltTourismus
Read More
20 Mai
By: TKG 0

TKG Einladung:“Wir sollten unbedingt wählen gehen“

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) lädt alle Mitglieder sowie BürgerInnen dazu ein, bei der EU-Wahl 2019 unbedingt eine Stimme abzugeben. In Österreich findet die Wahl am Sonntag, den 26. Mai statt. Hierzulande stehen sieben Parteien zur Wahl: ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grüne, NEOS, Europa Jetzt und die KPÖ Plus.
Die Wahlen zum EU-Parlament haben bereits begonnen. Vom 23. bis zum 26. Mai wählen die BürgerInnen der EU-Mitgliedstaaten ein neues Europaparlament. Gewählt werden EU-weit 751 EU-Abgeordnete, davon 18 in Österreich. EU-weit sind 427 Millionen Bürger zur Wahl aufgerufen.
Die Europawahl gibt auch den Startschuss für das große Sesselrücken in Brüssel, wählt das neue Europaparlament doch die künftige EU-Kommission. Die ersten Länder, in denen gewählt wurde, waren am Donnerstag Großbritannien und die Niederlande. Am Freitag wird in Irland abgestimmt, auch in Tschechien beginnt die Wahl. Die Ergebnisse werden aber erst am Sonntag veröffentlicht, wenn auch in allen anderen EU-Ländern die Abstimmung beendet ist.
 
Mehr Info:
 
 
 
 
Categories: AusgewähltPolitik
Read More
06 Mai
By: TKG 0

Mauthausen 2019: „Niemals Nummer. Immer Mensch.“

Über 9.000  Menschen, darunter die Überlebenden des ehemaligen Konzentrationslagers, aus dem In- und Ausland haben in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen an der Befreiungsfeier am 5. Mai 2019 teilgenommen. Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) war mit einer Delegation dabei.
„An Mauthausen zu erinnern bedeutet Trauer und Fassungslosigkeit angesichts eines Symbols für Terror, Leid und Unmenschlichkeit. Es bedeutet aber auch, ganz entschieden die Verantwortung für die Fundamente unseres Staates heute zu übernehmen: Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Toleranz und Menschenwürde! Wir teilen diesen Haltung mit Herzen“

Der gemeinsame Auszug aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ehemaligen Konzentrationslager gilt als symbolischer Akt der Befreiung am 5. Mai 1945, vor 74 Jahren.

Concentration camp survivor Ed Mosberg and a delegation from the U.S. attend the commemoration at the former concentration camp KZ Mauthausen, by U.S troops on May 5, 1945 at the memorial site in Mauthausen, Austria, May 5, 2019. Reuters

 

 

Gemeinsam mit den Überlebenden des ehemaligen Konzentrationslagers haben heute mehr als 9.000 Menschen trotz winterlicher Temperaturen an der internationalen Befreiungsfeier der KZ-Gedenkstätte Mauthausen teilgenommen. Der gemeinsame Auszug aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem ehemaligen Konzentrationslager gilt als symbolischer Akt der Solidarität und als Erinnerung an die Befreiung am 5. Mai 1945. Österreichweit gibt es mehr als 100 Gedenkfeiern mit dem Schwerpunktthema „Niemals Nummer. Immer Mensch.“.

Anlässlich der internationalen Gedenk- und Befreiungsfeier des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen erinnerten mehr als 9.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland gemeinsam mit den Überlebenden an die Gräueltaten des NS-Terrors und gedachten zum 74. Mal der Befreiung der Häftlinge. An den Orten ehemaliger Außenlager finden österreichweit mehr als 100 Gedenkfeiern statt. Das Gedenken in Mauthausen ist weltweit das größte mit Kranzniederlegungen und Delegationen aus mehr als 100 Ländern, die in ihren Landessprachen begrüßt werden. Das diesjährige Gedenken widmet sich dem Schwerpunktthema „Niemals Nummer. Immer Mensch.“ und setzt ein Zeichen gegen die grausame Ideologie des Entzugs der Menschenwürde und der Individualität. Zu den Gedenkfeiern lädt seit Jahrzehnten das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) in enger Zusammenarbeit mit der Österreichischen Lagergemeinschaft Mauthausen (ÖLM) und dem Comité International de Mauthausen (CIM).

 

 

 

Diesjähriges Schwerpunktthema „Niemals Nummer. Immer Mensch.“

Im Zuge der namentlichen Erfassung der Häftlinge im Konzentrationslager Mauthausen wurden den Häftlingen ihre Eigennamen geraubt. Nach einer grausamen Prozedur, begleitet von Einschüchterungen, Drohungen, Schikanen und Stockschlägen durch SS-Angehörige und Funktionshäftlinge, waren die Häftlinge, die diese und weitere Gewaltexzesse überlebten, nur mehr eine „Nummer“, unter der sie sich auszuweisen hatten. Das diesjährige Schwerpunktthema „Niemals Nummer. Immer Mensch.“ erinnert daran, wie Menschen zur Zeit des Nationalsozialismus kategorisiert und nummeriert wurden und gibt den Menschen ihre Namen zurück, indem es Einzelschicksale der verfolgten und ermordeten Menschen in den Vordergrund stellt.

Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich, ruft angesichts der Aktualität des diesjährigen Schwerpunktthemas zu Solidarität und Menschlichkeit auf: „Wir sehen das Wiedererstarken von Gruppierungen, die Identität zum Thema machen, die Entindividualisierung und Entsolidarisierung vorantreiben und die die Gesellschaft bewusst spalten wollen. Es liegt an uns, sich der Menschenverachtung entgegenzustellen und die Menschenwürde von uns allen zu verteidigen.“

Das Mauthausen Komitee Österreich erinnert an die Opfer des NS-Terrors und deren Namen, indem die Einzelschicksale zahlreicher Häftlinge des KZ Mauthausen und aus den Außenlagern in ganz Österreich aufgearbeitet und über die sozialen Medien sowie auf der Website des MKÖ an deren Schicksal und vor allem an deren Menschsein erinnert wird.

Seit 2006 widmen sich die Gedenk- und Befreiungsfeiern jedes Jahr einem speziellen Thema, das zur Geschichte des KZ Mauthausen bzw. zur NS-Vergangenheit Österreichs in Beziehung steht. Der Gegenwartsbezug bildet bei jedem Jahresthema einen essentiellen Bestandteil und soll vor allem für junge Menschen einen Bezug zu ihrer Erfahrungswelt herstellen.

(Foto: KZ-Gedenkstätte Mauthausen)

Delegationen aus mehr als 100 Ländern

An der Gedenk- und Befreiungsfeier nehmen jährlich zehntausende Menschen aus Europa und der ganzen Welt teil, darunter die letzten Überlebenden des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager sowie zahlreiche Jugendliche aus Österreich und der ganzen Welt. Weit über 90 Prozent der Opfer waren weder Deutsche noch Österreicher, weshalb das Gedenken an die Opfer des Konzentrationslagers Mauthausen und seiner Außenlager einen besonderen internationalen Stellenwert hat.

Die diesjährige Gedenkfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen begann mit Gedenkfeiern bei den nationalen Denkmälern. Am Morgen gab es auch eine Protestaktion der Präsidenten internationaler Lagerkomitees, die auf die Sperrung der „Todesstiege“ und des Steinbruchs durch den jüngsten Umbau aufmerksam machten. Auf der „Todesstiege“ im Steinbruch wurden tausende Häftlinge in den grausamen Tod getrieben, sie gilt international als eine der wichtigsten Erinnerungsstätten, die durch den Umbau eine Trivialisierung erfuhr.

Unter der musikalischen Begleitung von „Musica Viva“, dem Chor der Pfarre Mauthausen, traten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum ökumenischen Wortgottesdienst unter der Leitung von Alfred Hochedlinger zusammen. Der Gottesdienst wurde von Diözesanbischof Dr. Manfred Schauer, von Bischof Dr. Michael Bünker und von Metropolit Dr. Arsenios Kardamakis gehalten. Auf das gemeinsame Andenken der Religionen folgte die Internationale Jugendgedenkfeier und die geordnete Aufstellung der Jugendorganisationen sowie der großen italienischen Delegation am ehemaligen Appellplatz.

Die gemeinsame Befreiungsfeier auf dem ehemaligen Appellplatz begann mit der Verlesung des Mauthausen Schwurs, den die ehemaligen Häftlinge wenige Tage nach der Befreiung verfassten. Der Schwur wird traditionell in mehreren Sprachen verlesen – ein symbolischer Akt an einem Ort, an dem Deutsch die einzig erlaubte Sprache war und die Benützung der eigenen Sprachen verboten und verfolgt wurde.

Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich, richtete seine Begrüßungsworte an die tausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer, insbesondere an die KZ-Überlebenden und an die zahlreichen anwesenden Jugendlichen. Im Rahmen der gemeinsamen Befreiungsfeier erfolgten die Kranzniederlegungen, unter anderem durch mehr als 100 Delegationen. Während der Kranzniederlegung sprachen Vertreterinnen und Vertreter der nationalen Opferorganisationen der Länder Weißrussland, Luxemburg, Slowenien und Österreich in den jeweiligen Landessprachen. Durch das Programm führten mehrsprachig die beiden Schauspielerinnen Konstanze Breitebner und Mercedes Echerer, die musikalische Gestaltung kam vom Ensemble „Widerstand“ und der „Militärmusik OÖ“.

Den Höhepunkt der Gedenk- und Befreiungsfeier im ehemaligen KZ Mauthausen bildet der gemeinsame Auszug aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende der Feierlichkeit. Ähnlich der ersten Befreiungsfeiern der KZ-Überlebenden aus dem ehemaligen „Schutzhaftlager“ wird mit dem Auszug die Befreiung der KZ-Inhaftierten im Jahr 1945 symbolisiert. Auch dieses Jahr wurde die Spitze des Auszugs aus Mauthausen von den KZ-Überlebenden, u. a. Shaul Spielmann, Ed Mosberg, Anna Hackl, Ewgenij Hrol, György Frisch, Stanislaw Zalewski, Jan Wojciech, Lucjan Miller und Ryszard Sempka, gemeinsam mit US-Soldaten der amerikanischen Botschaft sowie Schülerinnen und Schülern der NMS Mauthausen gebildet.

Bei der weltweit größten Gedenk- und Befreiungsfeier in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen gedachten tausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Opfer des NS-Terrors und setzten damit ein beeindruckendes Zeichen für ein „Niemals wieder“.

Statements österreichischer Spitzenpolitiker

Bundespräsident Alexander Van der Bellen
„Anlässlich der Gedenkfeier zur Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen erinnern wir an die Schicksale der Menschen, die dem NS-Terror zum Opfer gefallen sind. Mit Fassungslosigkeit und Trauer blicken wir auf dieses Symbol der Menschenverachtung, Gewalt und Intoleranz und gedenken dem unfassbaren Leid der Menschen. „Niemals Nummer. Immer Mensch.“ ist ein Aufruf an uns alle, sich für Menschenwürde, Rechtsstaatlichkeit und für eine freie, demokratische Gesellschaft einzusetzen.“

Präsident des Nationalrates Wolfgang Sobotka
„Wir tragen die Verantwortung, dass Abgrenzung und Ausgrenzung nicht noch einmal die Oberhand in unserer Gesellschaft gewinnen. Bildung und Erziehung haben sich als wirksames Gegenmittel zu Rassismus und Antisemitismus erwiesen. Antisemitismus geht uns alle an.“

Bundeskanzler Sebastian Kurz
„Am 5. Mai 1945 wurde das Konzentrationslager Mauthausen befreit. Auch heute, 74 Jahre später, erinnern wir uns an die damals verübten Verbrechen und gedenken insbesondere den rund 66.000 Jüdinnen und Juden aus Österreich, die in der Shoah ermordet wurden. Österreich hat eine besondere historische Verantwortung, jüdisches Leben in unserem Land aktiv zu unterstützen und gegen jede Form des Antisemitismus anzukämpfen. Denn nur, wenn Juden uneingeschränkt in Frieden, Freiheit und Sicherheit leben können, kann aus einem „Niemals vergessen“ ein „Nie mehr wieder“ werden.“

Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung Heinz Faßmann
„Wir brauchen Zusammenhalt, Toleranz und gegenseitigen Respekt, um den gesellschaftlichen Frieden in Europa zu wahren. Die Gedenk- und Befreiungsfeier in Mauthause erinnert uns jährlich neu an unsere Verantwortung. Es braucht eine starke und lebendige Erinnerungskultur, um wachsam zu bleiben und um sicherzustellen, dass sich die Schrecken des Nationalsozialismus nie wiederholen. An unseren Schulen ist eine aktive Erinnerungspolitik deshalb integrativer Bestandteil schulischer Bildung.“

SPÖ-Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner
„Der Nationalsozialismus kam nicht über Nacht, sondern in vielen kleinen Schritten. Die Grenzen des politischen und menschlichen Anstandes wurden jeden Tag aufs Neue überschritten, verschoben und damit täglich neu gesetzt. An solche Grenzüberschreitungen kann und darf sich die Politik und die Gesellschaft niemals gewöhnen, denn die größte Bedrohung ist die schrittweise Gewöhnung an solche Überschreitungen. Wenn wir uns heute an diesem Ort zusammengefunden haben, dann ist dies nicht nur ein Zeichen unserer Ehrerbietung an alle Opfer des Antisemitismus und des Nationalsozialismus, sondern auch ein Zeichen: Als Gesellschaft übernehmen wir die Verantwortung dafür, dass dies nie wieder geschehen darf. Nie wieder.“

LINKS:

KZ-Gedenkstätte Mauthausen: TKG und über 10.000 gedenken der Befreiung

Read More
28 Apr
By: TKG 0

Attentat auf US-Synagoge: TKG verurteilt das Hassverbrechen gegenüber Juden scharf

Im kalifornischen Poway hat ein 19-jähriger Weißer auf jüdische Gottesdienstbesucher geschossen. Der Bürgermeister spricht von einem „Hassverbrechen“. Eine Frau wurde getötet, drei weitere Menschen wurden verletzt.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt das Hassverbrechen gegenüber Juden scharf und verlangt gegen den Antisemitismus und Hass gemeinsam zu kämpfen. Die TKG trauert um den Verlust dieses Lebens und wünscht den verletzten baldige Genesung.

Medien berichten unter Berufung auf den Bezirkssheriff Bill Gore, dass die Ermittlerinnen und Ermittler derzeit eine Hassschrift untersuchten, die der mutmaßliche Täter offenbar in den sozialen Medien hinterließ. Darin schreibe der Verfasser, dass Juden „nichts als die Hölle“ verdient hätten. „Ich werde sie dorthin schicken.“ Der Autor des antisemitischen Textes soll darin auch auf Brenton Tarrant, den Attentäter von Christchurch, Bezug nehmen. Der Rechtsextremist Tarrant soll für den Anschlag auf zwei Moscheen in Neuseeland am 15. März 2019 verantwortlich sein. Bei dem Angriff wurden 50 Menschen getötet. Der Autor des Pamphlets bekenne sich auch zu einem Brandanschlag auf eine Moschee in Escondido, Ende März – einer Stadt unweit von Poway in Kalifornien. Damals war ein Feuer in einer Moschee gelegt worden, das gelöscht werden konnte; verletzt wurde niemand.

In Kalifornien war es kürzlich erst zu einem weiteren Angriff gekommen, der nach Überzeugung der Polizei Muslimen galt. Bereits am Dienstag war ein 34-jähriger US-Armeeveteran in Sunnyvale mit seinem Auto in eine Menschengruppe gefahren. Neue Beweise zeigten, dass der Verdächtige die Opfer aus rassistischen Gründen angegriffen habe, teilte die Polizei nun mit. Er habe sie für Muslime gehalten. Acht Menschen waren bei dem Vorfall am Dienstag verletzt worden, ein 13-jähriges Mädchen schwebte danach in Lebensgefahr. Nach Überzeugung der Ermittler steuerte der Mann sein Fahrzeug absichtlich in die Menschengruppe. Der Verdächtige wurde festgenommen. Ein Polizeisprecher sagte, ihm werde versuchter Mord in acht Fällen vorgeworfen. Zeugen hätten ausgesagt, dass er nach der Kollision Gott gedankt habe. Der Sender ABC berichtete, der Verdächtige sei 2005 und 2006 mit der US-Armee im Irak gewesen. Laut seiner Familie sei er danach wegen einer posttraumatischen Belastungsstörung in Behandlung gewesen.

 

Categories: Ausgewählt
Read More
24 Apr
By: TKG 0

TKG Sparring in Wien: WBA Weltmeister Deutsch-Türke Firat Arslan gegen Yavuz Kuscu

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich und der Boxclub der Wiener Linien laden herzlichst zu einem Sparring-Kampf unter dem Motto „Boxen statt Gewalt“ zwischen dem Halbschwergewichts-Weltmeister Firat Arslan und dem Aufsichtsratsmitglied der Box-Federation Türkei Yavuz Kuscu (lebt in Wien als Unternehmer), am Samstag, den 27.04.2019 um 12:00 Uhr im Boxclub der Wiener Linien ein.

Anschließend wird der Halbschwergewichts-Weltmeister Firat Arslan mit Yavuz Kuscu einen kurzen Vortrag über seinen Werdegang zu einem erfolgreichen Sportler vor Jugendlichen halten. Weiters werden Firat Arslan und Yavuz Kuscu über die Integrationsvereine und deren Bemühungen, Jugendliche durch Lern-, Ausbildungs- und Integrationsprojekte zu unterstützen, sprechen.

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG), der „Boxclub der Wiener Linien“ und der Österreichisch-Türkische Handelsverband bedanken sich herzlich für das Sponsoring der Organisation bei der „Yeni Vatan Gazetesi“ (Neue Heimat Zeitung). www.yenivatan.at 

Veranstaltungsdaten:

Datum und Zeit: 27.04.2019 um 12.00 Uhr

Ort: Boxclub der Wiener Linien (Währingergürtel 40, 1180 Wien)

Anfahrt: U6 Michelbeuern-AKH, Ausgang: Gürtel – Linie 42 Michelbeuern-AKH

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten Sie höflichst, aufgrund begrenzter Zuschauerzahl, um eine Rückmeldung unter der folgenden E-Mail-Adresse: office@oethv.org

Categories: Ausgewählt
Read More
22 Apr
By: TKG 0

TKG teilt ihre tiefe Betroffenheit und Trauer mit dem sri-lankischen Volk und den Christen

Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) teilt ihre tiefe Betroffenheit und Trauer mit dem sri-lankischen Volk und insbesondere den Christen, im Hinblick auf die Bombenattentate in Colombo auf Sri Lanka. Wir verurteilen die extremen salafistischen Teufel, die nicht nur Feinde normaler MuslimInnen, sondern auch Feinde der gesamten Menschheit geworden sind.

TKG: „Wir sind Freunde von Jesus, nicht seine Feinde“

Wussten Sie?

…Jesus wird im Koran als Wort Gottes anerkannt.
….Im Koran werden der Koran und Jesus als Wort Gottes, als Geist Gottes, als Barmherzigkeit Gottes für die Welt bezeichnet.
…Jesus wird im Koran gewürdigt als Gesandter, als Prophet und Messias.
…Im Koran wird der Zusammenhang zwischen Jesus und der Barmherzigkeit stark betont.
…Jesus ist im Koran eine Botschaft der Liebe, eine Botschaft der Barmherzigkeit.
….der Koran würdigt Jesus und verwendet dafür christliche Hoheitstitel.
…Koran Sure 19, 34 f.: „Das ist Jesus, Sohn Marias, als Wort der Wahrheit, über das sie uneins sind….“ Kein Christ sagt, Gott habe ein gezeugtes (Biologisches) Kind, sondern einen Sohn Gottes im Sinne der Offenbarung Gottes Jesus…
 ….Koran Sure 3, 43/44 : „Du warst nicht bei ihnen, als sie ihre Lose warfen, wer nun von ihnen Pfleger für Maria sei! Du warst nicht bei ihnen, als sie sich darum stritten! Damals, als die Engel sprachen: „O Maria! Siehe, Gott verkundet dir ein Wort von sich. Sein Name sei: „Christus Jesus, Sohn der Maria“.“
…Was ist die  Bedeutung des Begriffes Christus? – Die erste Anwendung des Begriffes wird in Antiokeia, im Süden der Türkei, verwendet. Das Wort Christ stammt aus der hebräischen Sprache. Das Wort “mashia” bedeutet “mit Öl geschmiert, durch Öl gesegnet”. Die israelitischen Pfarrer und Könige wurden, wenn sie zum Einsatz kamen, mit Öl gesegnet. An vielen Stellen der Tora (erster Teil der hebräischen Bibel) kann man über diesen Prozess lesen. Das Wort “Mashia” war ein Titel des israelitischen Königs. Die arabische Übersetzung des Wortes hat auch dieselbe Bedeutung, nämlich “mit Öl geschmiert”. Die griechische Übersetzung dafür lautet “Khristos”, woraus das Wort “Khristianos” abgeleitet wird. Und genau dieses Wort wird zum ersten Mal in Antiokeia (heute Antakya, liegt im Süden der Türkei) zum Ausdruck gebracht. “Khristos” bedeutet “Folger des Messias, Freund des Messias”. Wir sind Freunde von Jesus, nicht seine Feinde. Türkische Kulturgemeine in Österreich (TKG) 


Problem: Salafitentum gemischt mit dem politisierten Glauben

Der Terror im Nahen Osten, beginnend mit dem IS, den man islamisch nennt und damit alle Muslime unter Generalverdacht stellt, hat seine Quelle leider im Salafitentum, der aus Saudi Arabien, zusammen mit dem Öl und mithilfe des Westens, in die Welt exportiert wurde. Der gesamte Terror in den letzten Jahren, durch den IS oder ähnliche Terror-Organisationen wie die in Sri Lanka, hat etwas gemeinsam mit dem Taliban, Bin Laden und dem 12. September. Alle sind Terroristen: Sie haben Ihre Wurzeln, Theologien und Konfessionen mit dem Saudi Arabischen Salafitentum und dem politisierten Glauben gemischt. In Zusammenhang mit dem politisierten Islam ist das Salafitentum eine tickende Zeitbombe, die leider auch von der westlichen Welt direkt oder indirekt durch Geheimdienste unterstützt wird.

National Thowheeth Jama’ath (NTJ) in Sri Lanka kommt von dem Salafitentum

Laut seriösen Presseberichten vermutet die Regierung von Sri Lanka ein international verzweigtes Netzwerk hinter den tödlichen Anschlägen am Ostersonntag. Ohne Hilfe von außen hätte die bisher wenig bekannte Islamistengruppe „National Thowheeth Jama’ath“ (NTJ) die Angriffe gar nicht durchführen können, hieß es unter Berufung auf Geheimdienstinformationen. Die National Thowheeth Jama’ath (NTJ), als fundamentalistische Gruppe, hat die religiöse Ideologie des Salafitentums aus Saudi Arabien adaptiert. Die von der Regierung verantwortlich gemachte Islamistengruppe NTJ ist laut Agenturberichten kaum öffentlich in Erscheinung getreten: „Bisher wurde die Gruppe vor allem im Zusammenhang mit der mutmaßlichen Beschädigung buddhistischer Statuen in dem Inselstaat genannt. NTJ-Anführer Abdul Razik wurde bereits vor den Anschlägen mehrmals inhaftiert. Er wurde der Anstachelung zu religiösen Unruhen beschuldigt. Nach einem Vorfall im Jahr 2016 hatte der Chef der radikalen Buddhistengruppe BSS vor einem „Blutbad“ gewarnt, sollte Razik nicht bald ins Gefängnis kommen.“ Frage: Warum wurde der NTJ-Anführer Abdul Razik nicht schon unter Kontrolle gebracht?

Unantastbar gemachtes muss dringend tastbar gemacht werden

Islam bedeutet Friede und Glück

Warum? Denn das Wort „Islam“ des Korans hat als Wurzel die Worte „selam“ und „silm“ und diese bedeuten „Friede“, „Glück“, „Wohlbefinden“ und „Vertrauen“. Infolgedessen sind unserer Meinung nach alle Muslime in Österreich und der gesamten Welt, die ihr „wahres Islam“-Bekenntnis aus dem Koran beziehen, verpflichtet, durch ihre Taten und Handlungen das Wort „selam“ auch zu leben – für sich und gegenüber dem Nächsten – und gewaltbereitende und selbstverherrlichende Theologien des Islam, die wir als „verfälschten Islam“ bezeichnen, kritisch zu betrachten, ja, sich von diesen um ihres Theologie Willen zu distanzieren.

Man muss transparent darüber reden und der Teufel muss einen Namen bekommen.

Neben dem Salafitentum muss sich die muslimische Welt auch allgemein über die „Theologie der Gewalt und Verachtung“ ehrlich und selbstkritisch diskutieren.

1)  Wenn manche Verse im Koran aus dem historischen Kontext absichtlich und missbräuchlich gerissen werden, bekommen die MuslimInnen Probleme. Was kann man dagegen machen? Der koranische Islam verabscheut Terror, Scheinheiligkeit und Unmenschlichkeit. Die faschistische Ideologie einer pseudo-islamischen Dogmatik ist dagegen gewaltbereit und gewaltverherrlichend. Eine sehr schwierige Aufgabe ist daher die Aufklärung, um die Spreu (namentlich den „verfälschten Islam“) vom Weizen (dem „wahren Islam“) trennen zu können. 

Also den „wahren Islam“, der auf Friede, Wohlbefinden und Nächstenliebe beruht, von dem „verfälschten, traditionalistischen Islam“. Der verfälschte Islam, auf den sich auch alle terroristischen Gruppen berufen, hat seine Wurzeln in der umayyadischen Dynastie, die ihren Höhepunkt mit dem 6. Kalifen Yazid I. ibn Muawiya (reg. 680-683) feierte: Mit dieser Herrscherdynastie ist der ursprüngliche Islam bereits sehr früh korrumpiert und verfälscht worden: Theologie der Gewalt durch verfälschten Islam, der uns bis jetzt beschäftigt.

2)  Plus dazu kommt das Problem unter dem Deckmantel „der Prophet Mohammed hat das gesagt und wir verfolgen alles was er gesagt und gemacht hat“ (Hadith) produzierten Lügen die in den Theologiebüchern seit Jahrhunderten niedergeschrieben und etabliert worden sind und behandelt werden, als ob es ein Gottesgebot wäre und unantastbar gemacht wurde. Der Begriff Hadith (Erzählung, Bericht) bezeichnet die Überlieferungen über die  Aussprüche und Handlungen des Propheten Mohammed, sowie über die Handlungen Dritter, die er stillschweigend gebilligt haben soll. Der Begriff wird sowohl für die Gesamtheit dieser Überlieferungen verwendet, als auch für die einzelne Überlieferung. In letzterem Fall wird dazu der Plural „Hadithe“ gebildet. Die große Bedeutung der Hadithe im verfälschten Islam ergibt sich daraus, dass die Handlungsweise (Sunna) des Propheten einen normativen Charakter besitzt und nach dem Koran die zweite Quelle der islamischen Normenlehre (FIKIH) darstellt. Die Hadithe gelten als das Mittel, über das sich die nachkommenden Generationen über diese Handlungsweise (Propheten) informieren können. Darum wird das Studium der Hadithe noch heute als einer der wichtigsten Zweige der islamischen religiösen Wissenschaften angesehen.

Arabische Traditionen, Gebräuche und Sitten sind nicht der Koran- Islam

Der politisierte Islam nützt eben diese verfälschte, nicht annehmbare Theologie der Gewalt, die auf den Traditionen, Gebräuche und Sitten der arabischen Halbinsel basiert. Die arabischen Traditionen, Gebräuche und Sitten sind nicht der koranische Islam. Das Problem liegt außerhalb des Korans, der Zeit- und artgemäß interpretiert gehört. Die „islamische Theologie mittendrin“ wird von jedem innerhalb und außerhalb missbraucht und wie von Dr. Frankenstein im Labor zur Teufel-Erzeugung verwendet, wie zum Beispiel in Sri Lanka. (Bild: AP)

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

Info:

TKG-Aufklärungsversuch: Was ist der Islam und was ist er nicht?

http://www.turkischegemeinde.at/2017/09/tkg-aufklaerungsversuch-was-ist-der-islam/

TKG UNTERSTÜTZT DEN PROTESTAUFRUF GEGEN DIE VERFOLGUNG VON CHRISTEN IM IRAK
http://www.turkischegemeinde.at/2014/08/tkg-unterstuetzt-den-protestaufruf-gegen-die-verfolgung-von-christen-im-irak/

CHRISTENTUM STAMMT AUS DER TÜRKEI?
http://www.turkischegemeinde.at/2010/09/christentum-stammt-aus-der-tuerkei/

Koran Sure 5, 112 ff.
„Als nun die Junger sprachen: „O Jesus, Sohn Marias,
vermag dein Herr, zu uns zu senden einen Tisch vom Himmel?“
Er sprach: „Fürchtet Gott, sofern ihr gläubig seid!“
Sie sprachen: „Wir wollen von ihm essen und Herzenssicherheit gewinnen
und uns vergewissern, dass du die Wahrheit zu uns sprachst,
und wollen das bezeugen.“
Jesus, der Sohn Marias, sprach: „O Gott, unser Herr!
Schick einen Tisch zu uns herab vom Himmel, auf dass er uns ein Fest sei,
für unseren Anfang und für unser Ende, und Zeichen sei von dir.
Teil uns Gutes zu! Du bist der Beste derer, die versorgen.“
Gott sprach: „Siehe, ich sende ihn zu euch herab.“

Koran Sure 19, 16 bis 30
„Und gedenke der Maria im Buch:
Damals, als sie sich zurückzog an einen Ort im Osten
und sich abschirmte vor ihnen.
Da sandten wir unseren Geist zu ihr.
Der trat vor sie als Mensch hin, wohlgestaltet.
Sie sprach: „Siehe, ich nehme meine Zuflucht vor dir beim Erbarmer,
sofern du gottesfürchtig bist.“
Er sprach: „Ich bin Gesandter deines Herrn,
auf dass ich dir einen lauteren Knaben schenke!“
Sie sprach: „Wie soll mir denn ein Knabe werden,
da mich kein menschlich Wesen je berührte
und ich auch keine Dirne bin?“
Er sprach: „So spricht dein Herr:
„Das ist mir ein Leichtes.“
Auf dass wir ihn zu einem Zeichen machen für die Menschen –
und solches als Barmherzigkeit von uns.
Da wurde es beschlossene Sache.
So ward sie mit ihm schwanger
und zog sich zurück mit ihm an einen weit entfernten Ort.
Da liesen die Wehen sie zum Stamm der Dattelpalme kommen.
Sie sprach:
„Weh mir! Ach wäre ich zuvor doch schon gestorben
und ganz und gar vergessen!“
Da rief es ihr von unten zu: „Bekümmere dich nicht!
Dein Herr lies unter dir ein Wasser fliesen.
Rüttle den Stamm der Dattelpalme – hin zu dir,
damit sie frische Früchte auf dich fallen lasse!
Dann iss und trink, und sei guten Mutes!
Wenn du dann irgendeinen Menschen siehst, so sprich:
„Siehe, ich gelobte dem Erbarmer ein Fasten;
so kann ich heute zu keinem menschlich Wesen sprechen!“
Dann kam sie mit ihm zu den Ihren, ihn tragend. Sie sprachen: „O Maria, da hast du etwas Unerhörtes getan!
O Schwester Aarons, dein Vater war kein schlechter Mann
und deine Mutter keine Dirne.“
Da deutet sie auf ihn. Sie sprachen:
„Wie sollen wir zu einem sprechen, der noch ein Kind ist in der Wiege?“
Er sprach: „Siehe, ich bin der Knecht Gottes!
Er gab mir das Buch und machte mich zum Propheten.“

Alle Auszüge aus: Der Koran. Neu übertragen von Hartmut Bobzin. CH Beck, 2. Auflage, München 2017. 832 Seiten. „

Read More
21 Apr
By: TKG 0

TKG: „FROHE OSTERFEIERTAGE-HAYIRLI PASKALYA! SO FEIERT MAN OSTERN IN DER TÜRKEI“

TKG: „Wir wünschen unseren christlichen Freunden, allen MitgliedernInnen, Nachbarn und auch allen anderen, die dieses christliche Fest nicht begehen,
frohe Osterfeiertage “

Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG)

 

Hayirli Paskalya! So feiert man Ostern in der Türkei

Auch in der Türkei wird an manchen Orten Ostern gefeiert, vor allem in Ostanatolien. Will man sich gegenseitig „Frohe Ostern!“ wünschen, so sagt man dort „Hayirli Paskalya!“. Aber wie wird Paskalya in der Türkei gefeiert? Hier ein paar Eindrücke.

Was wäre Ostern ohne einem leckeren Hefezopf? Das dachte man sich wohl auch in der Türkei. Deshalb wird dort an  Ostern ein Osterkuchen aus Hefeteig gebacken. Das Besondere daran ist, dass in den Kuchen traditionell eine Münze eingebacken wird – wer diese dann beim Verspeisen findet, der kann sich über Gesundheit und Glück freuen. Aber natürlich gibt es in der Türkei noch viele weitere Gaumenfreunden zu Ostern. Deswegen kommt an den Feiertagen meist die ganze Familie zusammen, um gemeinsam leckeren Fisch und grüne Linsen zu essen. Das ist nämlich Brauch am Karfreitag.

Gibt es in der Türkei auch Ostereier?

Und auch auf die Ostereier muss man bei einem Osterfest in der Türkei nicht verzichten. Hierzu gibt es sogar einen speziellen Brauch. Zwei Personen müssen ihre Ostereier gegeneinander schlagen und derjenige, dessen Ei nicht zerbricht wird auch wieder mit Gesundheit und Glück beschenkt. Neugierig geworden? Wer nun vielleicht sogar über die Osterfeiertage einen Urlaub in der Türkei machen möchte, weiß nun zumindest, dass man auch dort sehr gut Ostern feiern kann. In manchen Orten in der Türkei gibt es außerdem auch christliche Kirchen, in denen man zur  Ostermesse gehen kann. Na dann, Hayirli Paskalya! (Myheimat.de)

 

Izmir – türkische Ostern für Anfänger

von Marie Christen

Die Türkei fällt einem vielleicht nicht als erstes ein, wenn man an das Osterfest denkt, doch auch hier wird das Fest mit seinen ganz eigenen Osterbräuchen zelebriert! Erlebt türkische Ostern mit uns!

FROHE OSTERN!

Hayirli Paskalya! (Frohe Ostern!) wird euch in der Türkei gewünscht! Nicht viele Türken feiern das Osterfest, auch ist es kein gesetzlicher Feiertag und doch überrascht die Türkei mit einigen Osterbräuchen.

Ostern ist auch hier ein Fest der Familie, alle kommen zusammen und veranstalten ein großes Festessen! Für die Feiertage wird ein Osterkuchen aus Hefeteig gebacken, also ganz ähnlich wie bei uns. Doch das Besondere und außergewöhnliche steckt hier im Detail: In den Hefezopf wird nämlich eine Münze mit eingebacken und wer diese dann findet oder verspeist, soll sich dem Glauben nach besonderer Gesundheit und Glück in diesem Jahr erfreuen dürfen. Aber natürlich gibt es noch andere Freuden für den Gaumen wenn man türkische Ostern feiert. An Karfreitag zum Beispiel wird sich in großer Runde getroffen und statt Osterbrot werden traditionell Fisch und grüne Linsen zum Mittag serviert.

izmir_stock_000008072578small

Auch die Ostereier werden in der Türkei nicht vergessen. Hier muss man sie allerdings nicht erst finden, denn in der Türkei gibt es diesbezüglich einen speziellen Brauch. Hierbei schlagen zwei Personen ihre Ostereier gegeneinander und derjenige, dessen Ei nicht zerbricht wird auch hier wieder mit Gesundheit und Glück gesegnet! Neugierig geworden? Dann besucht doch mal…

IZMIR

Die Perle an der türkischen Ägäis hat dir so einiges zu bieten! Die drittgrößte Stadt der Türkei, nach Istanbul und Ankara, wurde 3000 v. Chr. gegründet und ist somit eine der ältesten Städte der Welt. Viele verschiedene Kulturen haben während der wechselvollen Stadtgeschichte ihre Spuren hier hinterlassen.

Das Hafenviertel sowie der moderne Innenstadtbereich mit seinem Basarviertel, dem Museum und dem Kulturpark bieten eine Vielfalt an Besichtigungsmöglichkeiten. Besonders Kulturliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Neben zahlreichen Museen findet man in Izmir auch ein Staatstheater und die Staatsoper mit einem berühmten Orchester. Musikfreunde reisen aus der ganzen Türkei an, um das Orchester spielen zu hören!

izmir_istock_000011334293xsmall

Der Uhrturm auf dem Konak-Platz ist nicht nur Wahrzeichen der Stadt sondern auch ein Symbol für die Befreiung von der griechischen Besatzung. Unweit davon befindet sich das Archäologische Museum, das mit Funden aus der Antike aufwarten kann und absolut einen Besuch wert ist. Wer einen besonderen Ausblick über die Bucht von Izmir erleben möchte, sollte sich nicht scheuen, den Berg Kadifekale zu erklimmen. Auf diesem Berg lassen sich heute noch Ruinen einer eindrucksvollen Burg und ihrer Mauern, die während der Herrschaft von Alexander des Großen errichtet wurden, finden. Man kann also sagen, dass Izmir ein Ort mit großer Vergangenheit hat, die bis in die Moderne hineinreicht. Ein toller Ort um Kultur hautnah zu erleben oder für ein paar Tage zu entspannen. Also…packt die Ostereier ein, fahrt nach Izmir und Hayirli Paskalya! (blog.surprice-hotels.com)

 

CHRISTENTUM STAMMT AUS DER TÜRKEI VON BIROL KILIC

http://www.turkischegemeinde.at/christentum-stammt-aus-der-tuerkei/

TKG: „CHOR DER ZIVILISATIONEN AUS ANTAKYA IN WIEN“
https://www.youtube.com/watch?v=ZAemEhCq5-U&feature=youtu.be

Categories: AusgewähltReligion
Read More
16 Apr
By: TKG 0

Notre-Dame-Brand: Türkische Kulturgemeinde in Österreich ist erschüttert und trauert mit

Wien (OTS) – Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) und ihre Vorstände und Mitglieder sind über den Brand der Notre-Dame erschüttert und trauern mit allen Christinnen und Christen sowie allen anderen betroffenen Menschen, welche hier nicht nur ein Gotteshaus, sondern ein Kulturerbe für die Welt und Menschheit sehen.

Obmann der TKG, Birol Kilic äußerte sich wie folgt: „Die Bilder des Notre-Dame-Brandes haben mich nicht nur verstört, sondern haben auch größtes Mitgefühl und Schmerz in mir ausgelöst, weil wir aus der Türkei stammenden Menschen wissen, wie wichtig solche Weltkulturerben für die Menschenscheit sind. Die Notre-Dame gehört nicht den Französinnen und Franzosen, sondern uns allen. Deshalb werden wir mit Sicherheit auch Spenden für die Restaurierung der Notre-Dame sammeln und versuchen den Wiederaufbau zu unterstützen. Der Schmerz ist heilbar, wenn man ihn teilt. Wir teilen diese Schmerzen und bieten unsere kleine aber wichtige Unterstützung an. Aus der Asche der Notre-Dame könne durch einen Solidaritätsakt, für das Zusammenleben mit Würde und Menschlichkeit, ein europaweites Projekt werden.“

Categories: AusgewähltReligion
Read More
09 Apr
By: TKG 0

BESA: Ein Ehrenkodex – Die Rettung von Juden durch muslimische Albaner zur Zeit des Holocaust

Eine Analyse von Birol Kilic

Wien am 09.04.2019

Wir haben vor Kurzem bei einer Veranstaltung des österreichischen Sportministeriums im Zusammenhang mit dem Thema bzw. Buch „Islamischer Antisemitismus“ (Titelbild: Der ewige wandernde Jude) einige Länder mit einer mehrheitlich muslimischen Bevölkerung als Beispiele genannt, die auf keinen Fall automatisch Antijüdisch bzw. Antisemitisch eingestellt sind. Wir brauchen mehr positive Beispiele die das Zusammenleben fördern.

Das „Der ewige wandernde Jude“-Vorurteil ist in mehrheitlich muslimischen Ländern, in der Form wie es im Abendland vorhanden war, nicht existent. Dieses Vorurteil gab es auch in den letzten 1400 Jahren (Beginn Islam) kaum, weil „Der ewige wandernde Jude“ eine Figur aus christlichen Volkssagen ist, dessen Quellen in der Bibel liegen und somit im 13. Jahrhundert entstanden sind. Die Muslime und insbesondere Menschen aus der säkularen modernen Türkei sollten großes Interesse haben, hier die Ängste der Juden gegenüber der Aufnahmegesellschaft durch Aufklärung aus der Welt zu schaffen, da es ein großes Potential an Problemen gibt. Egal von welcher Seite gehetzt wird, wir brauchen eine Lösung ohne antimuslimischen bzw. antitürkischen Rassismus gelten zu lassen.

Das Buch mit dem Titel, „Islamischer Antisemitismus“, welches bei dieser Veranstaltung vorgestellt wurde, hatte den Ewigen wandernden Juden als Titelbild, was zum Fremdschämen ist, da dieser eigentlich mit dem Islam bzw. Koran nichts zu tun hat. Ich will hier nicht über dieses Buch eine Rezension schreiben, obwohl ich über 71 Faktenbasierte, nicht den Tatsachen entsprechende, Verse, Behauptungen und für den psychologischen Krieg bekannte Propaganda Methoden, durch akribisches studieren des Buches notiert habe. Das Buch ist eine billige Nachmache von den „Protokollen der Weisen von Zion“ und ist unter dem Strich und unter dem Vorwand gegen den politischen Islam zu kämpfen, was wir verurteilen und uns distanzieren, nicht glaubwürdig. Das Bild, aus farbigem Holzschnitt, wurde 1852 von Gustave Doré produziert und ist seit 2007 als Reproduktion in einer Ausstellung im Yad Vashem zu sehen. Doch ich frage mich, was dieses Bild mit dem Islam bzw. mit dem islamischen Antisemitismus zu tun haben soll?

Original-Der wandernde Ewige Jude, farbiger Holzschnitt von Gustave Doré, 1852, Reproduktion in einer Ausstellung im Yad Vashem, 2007

 

Yad Vashem, Wien-1940-Der ewige Jude-Propaganda gegen Juden in Wien mit dem Bild , „Der wandernde ewige Jude“ angelehnt an den farbigen Holzschnitt von Gustave Doré, 1852

 

Besa – Albanien und Juden 

BESA ist ein Ehrenkodex, der tief in der albanischen Kultur verankert und in den Glauben der albanischen Muslime verflochten ist. Es diktiert eine moralische Instanz, die so wichtig ist, dass eine Nichteinhaltung Schande über einen Selbst und die Familie bringt. Einfach gesagt schreibt Besa Verantwortlichkeit für andere vor, die Hilfe brauchen. In Albanien und dem Kosovo wurden Familien aufgenommen und versteckt, auch wenn man selbst und die eigene Familie dadurch in Lebensgefahr gebracht wurde. Diese Familien waren nicht nur Juden aus den eigenen Städten sondern Juden aus anderen europäischen Ländern, die von den Nazis geflohen sind.

Albanien, ein kleines, bergiges Land an der Südostküste der Balkanhalbinsel, zählte eine Bevölkerung von 803.000 Einwohnern. Darunter waren nur 500 Juden. Nachdem Hitler 1933 die Macht in Deutschland übernommen hatte, fanden viele Juden Zuflucht in Albanien. Es gibt keine genauen Angaben über deren Anzahl, aber verschiedene Quellen gelangen zu der Einschätzung, dass zwischen 600 und 1.800 jüdische Flüchtlinge aus Deutschland, Österreich, Serbien, Griechenland und Jugoslawien nach Albanien kamen, in der Hoffnung, von hier aus nach Israel oder an andere Fluchtorte zu gelangen. Nach der Besetzung Albaniens durch die Deutschen im Jahr 1943 weigerte sich die Bevölkerung Albaniens in einem außergewöhnlichen Akt, die Anweisungen der Besatzer zu befolgen und ihnen Listen mit den Namen der Juden auszuhändigen, die unter ihnen lebten. Darüber hinaus versorgten verschiedene staatliche Einrichtungen viele jüdische Familien mit gefälschten Papieren, mit denen sie sich unter die Lokalbevölkerung mischen konnten.

Die Albaner schützten nicht nur ihre eigenen jüdischen Bürger, sondern gewährten auch jenen Flüchtlingen Zuflucht, die nach Albanien gekommen sind, als es noch unter italienischer Herrschaft stand und die nun in der ständigen Gefahr lebten, in Konzentrationslager deportiert zu werden. Die bemerkenswerte Unterstützung, die den Juden entgegengebracht wurde, war begründet in dem Ehrenkodex Besa, der noch heute in Albanien als der höchste ethische Wert gilt. Besa heißt wörtlich „ein Versprechen halten“. Jemand, der nach dem Prinzip Besa handelt, ist jemand, der sein Wort hält, jemand, dem man sein eigenes Leben und das seiner Familie anvertrauen kann. Die Hilfe, die Juden und Nicht-Juden gewährt wurde, kann als Angelegenheit nationaler Ehre verstanden werden. Die Albaner scheuten keine Mühe, um zu helfen, ja sie konkurrierten sogar untereinander um das Privileg, Juden zu retten. Sie handelten aus Mitleid, menschlicher Güte und dem Bedürfnis, Menschen in Not zu helfen, sogar denen, die einen anderen Glauben oder eine andere Herkunft hatten als sie. Albanien, ein europäischer Staat mit einer muslimischen Mehrheit, brachte zuwege, woran andere europäische Länder scheiterten.

Alle Juden, die während der deutschen Besatzung innerhalb der Staatsgrenzen Albaniens lebten, und zwar albanische Staatsbürger ebenso wie Flüchtlinge, wurden – bis auf einige Mitglieder einer einzigen Familie – gerettet. Es ist eine beeindruckende Tatsache, dass in Albanien am Ende des Krieges mehr Juden lebten als zuvor. (0)

Über einen Zeitraum von fünf Jahren hat Norman H. Gershman diese berührenden Geschichten und Fotos in dem Buch „BESA: Ein Ehrenkodex“ (Englisch) aufgeschrieben und gesammelt. Das Buch deckt eine vergessene Zeit in der Geschichte auf, die langsam aus einem isolierten kommunistischen Regime auftaucht und zeigt die passionierte Seite einfacher Leute die Juden gerettet haben. Sie haben dabei in Ihrem wahren muslimischen Glauben gehandelt.

Präsident Jimmy Carter schreibt über das Buch folgendes: „Ich hoffe, dass sich diese Fotos und Geschichten in der Welt verbreiten. Sie bringen Hoffnung für eine Zukunft in der Muslime und Juden ihre Konflikte überwinden und sich auf ihre gemeinsame Menschlichkeit besinnen.“

James Earl „Jimmy“ Carter Jr. (* 1. Oktober 1924 in Plains, Georgia) ist ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei. Er war zwischen 1977 und 1981 der 39. Präsident der Vereinigten Staaten. Von 1971 bis 1975 bekleidete er das Amt des Gouverneurs von Georgia.

Asher Naim, ein israelischer Diplomat, schreibt folgendes:  „Durch Norman H. Gershmans Ausstellungen und Bücher ist es möglich, das wahre Gesicht von Menschlichkeit zu sehen, welches in einem individuellen und kollektiven Licht auf die bescheidenen, jedoch mutigen, muslimischen Albaner scheint, welche, geleitet durch den Kodex des Besa, nach Juden gesucht und sie als Gäste aufgenommen, aber niemals als Fremde behandelt haben.“

Asher Naim (December 28, 1929 – November 11, 2016) ist ein israelischer Diplomat, welcher in israelischen Missionen in die USA, Finnland, Äthiopien, United Nations und Südkorea gedient hat. Naim war von 1990 bis 1991 Israels Botschafter in Äthiopien und hat 1991 eine wichtige Rolle in der Operation Solomon gespielt, bei der ungefähr 14.200 äthiopische Juden nach Israel in nur einem Tag transportiert wurden.

Thomas Peter Lantos, ein US-amerikanischer Politiker jüdischer und ungarischer Herkunft:  „Norman H. Gershman hat sich dafür entschieden, die Welt mit der Tradition des Besa zu belehren und zu beleuchten, welche heutzutage stark, bedeutsam und wunderbar angebracht ist, im Hinblick auf die Hindernisse auf dem Weg zu Frieden, mit denen wir zu kämpfen haben.“

Thomas Peter „Tom“ Lantos (* 1. Februar 1928 in Budapest; † 11. Februar 2008 in Bethesda, Maryland) war ein US-amerikanischer Politiker ungarischer Herkunft.

Herman Bernstein, der amerikanische Botschafter Albaniens, 1934 : „Es gibt keine Spur von Judendiskriminierung in Albanien, denn Albanien ist heute eines der seltenen Länder in Europa, in denen es weder religiöse Vorurteile noch Hass gibt, obwohl sich die Albaner selbst aus drei verschiedenen Glaubensgruppen zusammensetzen.“

 

Islamischer Antisemitismus

Aber das Buch „Islamischer Antisemitismus“, welches ich akribisch gelesen habe, hat kurz und prägnant folgende Message: Alle MuslimeInnen sind antisemitisch bzw. Judenfeindlich. Ich finde, dass dieser kulturelle Rassismus (Neo Rassismus) gegenüber allen MuslimeInnen bis zum Himmel stinkt. Diese Pauschalisierung, vor allem gegenüber Juden und Israel, ist ziemlich hinterhältig, feindlich und nicht zielführend. Ich habe bei dieser Veranstaltung, bei der ich immerhin fair und korrekt von den Organisatoren behandelt wurde, meine Einsprüche kundgetan. Ich will mit dieser Analyse nur sachlich Aufklären, weil ich mich dazu, als Österreicher mit türkischen Wurzel und einer säkularen Einstellung, verpflichtet fühle.

Der Ewige Jude (auch der Wandernde Jude) ist eine Figur aus christlichen Volkssagen, die im 13. Jahrhundert entstand. Das Neue Testament (NT) erwähnt im Rahmen der Passionserzählungen verschiedene Knechte und Soldaten, die Jesus misshandelt haben sollen und die in späteren Versionen der Ahasver-Legende mit dem Ewigen Wanderer oder als der Ewige Jude identifiziert wurden: Sie erzählten ursprünglich von einem Menschen unbekannter Herkunft, der Jesus Christus auf dessen Weg zur Kreuzigung verspottete und dafür von diesem verflucht wurde, unsterblich durch die Welt zu wandern.

Das anonyme deutschsprachige Volksbuch vom Ewigen Juden, gedruckt erschienen in Leiden 1602, machte aus dieser Figur einen Juden und gab ihm den Namen Ahasveros. Diese Variante verbreitete sich in ganz Europa. Fast alle der vorwiegend mündlich überlieferten Orts- und Volkssagen entstanden nach 1602 und beruhten auf der Leidener Legende. Doch sie lösten den ewigen Wanderer bald von seiner Beziehung zur Passion Jesu und machten ihn zum Sinnbild für die Leidensgeschichte des ganzen Judentums. Seine Rastlosigkeit wurde nicht mehr als durch konkrete Schuld verursachte göttliche Strafe, sondern als natürliche Eigenschaft aller Juden verstanden. So gab der lutherische Theologe und Orientalist Johann Jacob Schudt (1664–1722) der Figur in seinem Werk Jüdische Merckwürdigkeiten (1714–1717) folgende Deutung (1): „Dieser umlauffende Jude seye nicht eine eintzelne Person, sondern das gantze Jüdische nach der Creutzigung Christi in alle Welt zerstreuete umherschweifende und nach Christi Zeugnuss biss an den jüngsten Tag bleibende Volck.“

 

Yad Vashem ehrt 22.000 nicht-jüdische Retter von Juden

In Yad Vashem, dem Holocaust Memorial in Jerusalem, ehrt man mehr als 22.000 nicht-jüdische Retter von Juden, die während des Holocausts als „Gerechte unter den Völkern“ gehandelt haben. Die meisten davon sind Christen. Ein kleiner Anteil davon sind jedoch auch Muslime aus Albanien, aus der Türkei, Marokko und anderen naheliegenden Regionen.

Die Signifikanz ihrer Taten übersteigt die kleine Anzahl der Retter, 56 Gerechte wurden aus Albanien geehrt, welche Juden während der deutschen Besetzung von 1943-44 aufgenommen haben.

So wie überall auf der Welt in der Zeit des 2. Weltkriegs, wurden die Juden in Albanien von den Deutschen besonders ins Augenmerk genommen. Aber ihr Schicksal hat sich durch den alten und hochheiligen Brauch des Besa – das Wort der Ehre, erheblich verändert. Wenn dir in Albanien jemand das Besa-Wort in einer bestimmten Weise gibt, ist er dazu verpflichtet, dieses Wort zu halten, koste es, was es wolle. Das hat, zusammen mit einem anderen alten Prinzip der Albaner, jemandem der Hilfe braucht Hilfe zu geben, viel bewirkt.

Nahezu alle 2000 jüdischen Albaner konnten Auschwitz entkommen, da sie versteckt oder auf eine andere Art und Weise von den vorwiegend muslimischen albanischen Landsleuten beschützt wurden. Überlebende berichten, dass sich die Albaner darüber gestritten haben, wer die Ehre haben darf, die fliehenden Juden zu beschützen, ein Phänomen, von dem man in keinem anderen europäischen Land unter der Macht der Nazis gehört hat. Dieses islamische Verhalten der Aufopferung und Gnade feiert die Vernunft des Lebens und die Sicht auf die Anderen, den Fremden, als Familienmitglied.

Ironischerweise blieben die Geschichten jahrelang vergraben, wegen des rigiden kommunistischen Regimes in Albanien, welches jeden Kontakt zur Außenwelt verbot. Dadurch kamen die Geschichten der geretteten Juden in Albanien erst vor Kurzem zum Vorschein. Als dann, vor einigen Jahren, Norman H. Gershman das erste Mal Yad Vashem betrat und von seinem Wunsch, professionelle Fotos von den Gerechten in verschiedenen europäischen Ländern zu machen, erzählte, wurde er auf Albanien und seine Retter aufmerksam gemacht.

Norman H. Gershmans Weg

Seine unzähligen Besuche dort und seine Begegnungen mit den gutherzigen Bewohnern haben einen tiefen Eindruck bei Norman hinterlassen. Er ist ein anderer Mann und sein Buch ist ein Zeugnis für den Glauben und die Hingabe der Retter für die Werte der Menschlichkeit, genauso wie seine Entschlossenheit die Nachricht über die Existenz dieser Menschen an die Öffentlichkeit zu bringen. Er hat seine Investigationen von den Kriegszeiten in Albanien intensiviert und auch auf den Kosovo ausgebreitet, eine Region, die immer noch unter einem zerstörerischen Krieg leidet und auch von einer beträchtlichen Zahl an Muslimen bewohnt wird. Man kann nur hoffen, dass Gershmans Dokumentationen der Gesichter und Geschichten dieser einfachen Leute mit den Herzen aus Gold, zukünftige Generationen inspiriert und an das Potenzial von Gutem erinnert, dass in jedem und jeder herrscht, sowie als Vorbilder in anderen schweren Zeiten dienen. Norman H. Gershmans klare und bewegende Fotos dieser Ritter des Geistes, gemeinsam mit den persönlichen Erinnerungen an diese Taten, sollten von jedem und jeder, der sich um die Zukunft der Menschheit sorgt, gesehen und gelesen werden.(2) Norman H. Gershman hat Geschichten aus dunklen Zeiten vor der Vergessenheit gerettet, in denen Juden von Muslimen, während der deutschen Besetzung in Albanien, beschützt und aufgenommen wurden. Er hat sich um den Dialog und um Verständnis zwischen Juden und Muslimen bemüht.

Die Gemeinsamkeiten Abrahamistischer Religionen und Gershmans Buch

Neben dem Christentum bilden das Judentum und der Islam die drei „abrahamistischen“ Religionen, die alle auf den Propheten Abraham zurückzuführen sind. Die Botschaft der Gemeinsamkeiten vieler grundlegender Werte ist eine, die heute zutiefst notwendig ist.

Durch dieses Buch hat sich der etablierte Fotograf Norman von der traditionellen Rolle eines Fotojournallisten entfernt und ist zu einem Historiker, mit den Fähigkeiten und Intentionen zwei Glaubensrichtungen in Zeiten großer Auseinandersetzungen zusammenzubringen, geworden. Sein Talent als humanistischer Fotograf und Dokumentarist wird hier veranschaulicht, indem seine Linse die guten Intentionen der albanischen Familien einfängt. Obwohl die meisten erst jetzt von diesen Heldentaten erfahren, schafft es Norman H. Gershman sicherzustellen, dass diese Geschichten noch für Generationen bewahrt werden.

Das Buch ist mehr als eine Sammlung von Bildern. Um es zu kreieren, ist Norman mehrmals nach Albanien gereist. Er hat mit den Menschen, die involviert waren und mit deren Kindern gesprochen, um die Geschichten zu protokollieren. Er hat Fotos von den Familien gemacht, wie sie heute, nach all den Jahren, aussehen. Fotos, die, verschmolzen mit den Geschichten und Artefakten aus der Vergangenheit die Gershman gesammelt hat, durch ein emotionales und beispielloses Fenster in eine vergessene Periode der Geschichte Einblick bieten. Ethnografie, mit Leuten zu sprechen, um ihre Geschichten und Kulturen besser zu verstehen, hat Norman in diesem Buch großartig zustande gebracht.

Norman hat so auch ein Licht auf die wahre Natur des Islams, als mitfühlende und abrahamistische Religion, geworfen. Für die albanischen Muslime war es eine religiöse Tat, Juden zu retten, durch das enge Band, das zwischen Juden und Moslems im Islam besteht. Indem sie Juden gerettet haben, waren sie gute Muslime. Die tiefe Verbindung zwischen dem Islam und dem Judentum, zusammen mit der Verbindung, die beide Religionen zum Christentum haben, was den dritten Punkt in dem abrahamistsichen Dreieck bildet, muss anerkannt und diskutiert werden.

Wir sind oft schuldig, wenn wir unseren Glauben in Gegenüberstellung oder Gegensätzlichkeit zu anderen Glaubensrichtungen stellen und eine Exklusivität erwarten. „Wir sind die Reinsten, die Besten,“ sagen wir zu uns selbst. Diese Annahme ist ein Mythos, weil es so viel Osmose, Synthese und Überlappungen zwischen den Religionen gibt.

Der Islam sieht sich als abrahamistische Glaubensrichtung und absorbiert das abrahamistische Vermächtnis: Begriffe des Heiligen, Monotheistischen, Allmächtigen und Unsichtbaren, die 10 Gebote, viele diätische Vorschriften, die großen Propheten- all diese Elemente reflektieren die übernommene abrahamistische Tradition. Abraham ist so wichtig für die Muslime, dass er fünf Mal am Tag erwähnt wird, bei jedem Gebet. Das größte Heiligtum der Muslime, die Kaaba in Mekka, wird stark mit Abraham assoziiert. Der heilige Prophet des Islams, Friede sei mit ihm, war stolz seine Abstammung von Abraham zu verlautbaren.

Norman zeigt uns eine humane, akzeptierende muslimische Gemeinschaft. Sein Interview mit Baba Haxhi Reshat Bardhi, der Vorsitzende des albanischen Bektaschi Orden, reflektiert Mitgefühl und Humanismus im Islam: „Wir Bektaschi sehen Gott überall und in jedem,“ erklärt er. „Gott ist in jeder Pore und jeder Zelle. Das heißt, dass jeder Gottes Kind ist. Es kann keine Ungläubigen geben. Es kann keine Diskriminierung geben. Wenn man ein gutes Gesicht sieht, sieht man das Gesicht Gottes. ‚Gott ist Schönheit, Schönheit ist Gott‘. Es gibt keinen Gott außer Gott.“

Es ist eine Zeit der Herausforderungen, aber auch eine Zeit der Möglichkeiten. Viele Initiativen wurden ergriffen, die in Angesicht auf die Geschichte der abrahamistischen Religionen ein Durchbruch sind. Normans Buch ist ein exzellentes und aktuelles Beispiel dafür.

Wir müssen erkennen, dass der Weg nach vorne durch Dialog stattfindet, wir müssen erkennen, wie wichtig diese Aufgabe ist. Ein kontinuierlicher holistischer Weg ist notwendig: Kurzfristige und oberflächliche Maßnahmen reichen nicht mehr aus. Ich sehe Normans Buch als ein wunderbares Werkzeug und eine Bemühung, Dialog und Verständnis zwischen den abrahamistischen Religionen zu schaffen. Ich habe die Hoffnung, dass seine unvergleichlichen Leistungen von Juden, Muslimen und Christen gelesen und diskutiert werden.

Normans Studien des albanischen Exempels sind ein Zeugnis eines islamischen Verhaltensmusters, das sich fundamental von denen unterscheidet, die man heutzutage überall in den Schlagzeilen liest. Es ist eine Bestandsaufnahme von Taten, die nichts mit Rache, Vergeltung, Hass und Selbstmord zu tun haben, sondern von Mitgefühl, Güte und Hilfe für Personen einer anderen Glaubensrichtung und Herkunft sprechen. Ich hoffe das Beispiel, der albanischen Retter wird als Vorbild für andere dienen, die in ihre Fußstapfen treten und echte Menschlichkeit zeigen, wenn sie vor ähnliche moralische Herausforderungen gestellt sind. Wir haben alle die Aufgabe, nicht nur das Böse des Holocausts in Erinnerung zu behalten, sondern auch das Gute, das die nicht jüdischen Retter, in Form einer helfenden Hand, für die Juden in Not geboten haben.

Als zivilisierte Gesellschaft sind wir an einem Scheideweg. Diese Brücken zwischen den Religionen und Kulturen zu bauen ist nicht mehr intellektueller Zeitvertreib, es ist eine Notwendigkeit, wenn wir das 21. Jahrhundert überleben wollen. Die transzendierte Humanität, die Norman H. Gershman in den Gesichtern und Geschichten der Menschen dokumentiert hat, hat eine tiefgreifende inspirierende Botschaft in Zeiten von Konflikt und Konfrontationen und ich hoffe, diese wird viele Menschen erreichen. Die Intention und Geistlichkeit in Normans Buch und die initiativen die ergriffen wurden, sind dasselbe: Rauszugehen, zu reisen, die verwundete Welt zu retten, zu lernen, zuzuhören, miteinander zu sprechen und Verständnis zu schaffen. (2)

ALI SHEQER PASHKAJ

„Warum hat mein Vater sein Leben und das des ganzen Dorfes riskiert, um einen Fremden zu retten? Mein Vater war ein frommer Muslim. Er glaubte, dass man ins Paradies kommt, wenn man ein Leben rettet.“

Enver Pashkaj vor einer Statue des albanischen Nationalhelden Skanderbeg Fotograf: Norman H. Gershman

Unsere Heimatstadt ist Pukë. Mein Vater besaß einen Lebensmittelladen. Es war der einzige Laden dieser Art im Umkreis von Meilen. Eines Tages kam ein deutscher Transport mit neunzehn albanischen Gefangenen auf dem Weg zur Zwangsarbeit vorbei, und mit einem Juden, der erschossen werden sollte. Mein Vater sprach ausgezeichnet deutsch. Er lud die Nazis in seinen Laden ein und bot ihnen Essen und Wein an. Er zwang ihnen den Wein regelrecht auf, bis sie betrunken waren. In der Zwischenzeit versteckte er einen Zettel in einem Stück Melone, das er dem jungen Juden gab. Dort hieß es, er solle hinausspringen und in den Wald zu einem bestimmten Platz fliehen. Die Nazis waren wütend über diese Flucht, aber mein Vater bestand auf seiner Unschuld. Sie brachten meinen Vater in das Dorf und stellten ihn an die Wand, um Informationen aus ihm herauszuholen, wo der Jude sich versteckt hielt. Viermal setzten sie ihm die Pistole an den Kopf. Sie kamen zurück und drohten, das ganze Dorf niederzubrennen, wenn mein Vater nicht gestehen würde. Mein Vater hielt durch, und schließlich zogen sie ab. Mein Vater holte den Mann aus dem Wald ab und versteckte ihn in seinem Haus, bis der Krieg vorüber war. Sein Name war Yeoshua Baruchowiç. Es gab dreißig Familien in diesem Dorf, aber niemand wusste, dass mein Vater einen Juden versteckte. Yeoshua ist noch am Leben. Er ist Zahnarzt und lebt in Mexiko.

Erzählt von Enver Pashkaj (Ali Sheqer Pashkajs Sohn).

Am 18. März 2002 wurde Ali Sheqer Pashkaj von Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern anerkannt.

 

DESTAN UND LIME BALLA

„Alle in unserem Dorf waren Muslime. Wir haben die Kinder Gottes unter unserem Besa beschützt.“

Lime Balla Fotograf: Norman H. Gershman

Ich wurde 1910 geboren. Im Jahr 1943, zur Zeit des Ramadan, kamen 17 Leute aus Tirana in unser Dorf, Shengjergji. Sie waren alle auf der Flucht vor den Deutschen. Am Anfang wusste ich nicht, dass sie Juden waren. Wir teilten sie unter den Dorfbewohnern auf. Wir nahmen drei Brüder namens Lazar auf. Wir waren arm – wir hatten nicht einmal einen Esstisch – aber wir erlaubten ihnen kein einziges Mal, für Essen oder Unterkunft zu bezahlen. Ich ging in den Wald um Holz zu hacken und Wasser zu holen. Wir zogen Gemüse in unserem Garten, so hatten wir jede Menge zu essen. Die Juden blieben für 15 Monate in unserem Dorf versteckt. Wir kleideten sie wie Bauern, wie uns selbst. Sogar die Ortspolizei wusste, dass das Dorf Juden versteckte. Ich kann mich erinnern, dass sie viele verschiedene Sprachen sprachen. Im Dezember 1944 verließen die Juden unser Dorf und gingen nach Priština, wo unser Neffe, der bei den Partisanen war, ihnen half. Danach verloren wir jeden Kontakt mit den Brüdern Lazar. Erst im Jahr 1990, fünfundvierzig Jahre später, nahmen Sollomon und Mordehaj Lazar von Israel aus Kontakt mit uns auf. Erzählt von Lime Balla.  Am 4. Oktober 1992 wurden Destan Balla und seine Frau Lime Balla von Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern anerkannt.

IE BRÜDER HAMID UND XHEMAL VESELI

„Unsere Eltern waren fromme Muslime und glaubten wie wir auch, dass „jedes Klopfen an der Tür ein Segen Gottes“ ist. Wir haben nie Geld von unseren jüdischen Gästen genommen. Alle Menschen sind von Gott. Besa existiert in jeder albanischen Seele.“

Von links nach rechts: Hamid Veseli, Xhemal Veseli Fotograf: Norman H. Gershman

Unser verstorbener Bruder Refik war der erste, der von Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern anerkannt wurde. Jetzt haben wir beide dieselbe Ehre dafür erfahren, dass wir die Famile von Joseph Ben Joseph und die Familie Mandil aufgenommen haben. Unter italienischer Besetzung arbeitete Joseph für mich (Hamid) in meinem Bekleidungsgeschäft, Moshe Mandil arbeitete in dem Fotostudio unseres Bruders Refik. Beide Familien waren Flüchtlinge aus Jugoslawien.

Als im Jahr 1943 die deutsche Besetzung begann, wurden die beiden jüdischen Familien in unser Haus in Krujë gebracht. Xhemal ging mit den Eltern Tag und Nacht 36 Stunden lang, um unser Haus zu erreichen. Wir kleideten sie wie die Leute vom Dorf. Zwei Tage später transportierten wir die Kinder nach Krujë. Tagsüber versteckten wir die Erwachsenen in einer Höhle in den Bergen. Die Kinder spielten mit anderen Kindern im Dorf. Alle Nachbarn wussten, dass wir Juden versteckten. Eines Tages durchsuchten die Deutschen das Dorf. Sie gingen von Haus zu Haus und suchten nach einem Gewehr, das verloren gegangen war. Sie haben das Gewehr nie gefunden und exekutierten den Soldaten, der es verloren hatte.

Wir haben die Juden neun Monate lang bei uns versteckt, bis zur Befreiung. Wir haben jeden Kontakt mit der Familie Ben Joseph verloren. Sie haben Jugoslawien zu früh verlassen, und wir befürchteten, dass die Deutschen sie auf dem Rückzug ermordet haben. Die Familie Mandil ist ebenfalls in ihr Heim in Jugoslawien zurückgegangen. Unser Bruder Refik hat sie nach dem Krieg besucht und hat mit Moshe Fotografie studiert. Die Familie Mandil ist später nach Israel ausgewandert.

Viermal haben wir Albaner unsere Tür geöffnet. Das erstemal für die Griechen während der Hungersnot im Ersten Weltkrieg, dann für die italienischen Soldaten, die in unserem Land ankamen, nachdem sie sich den Alliierten ergeben hatten, dann für die Juden während der deutschen Besetzung, und in jüngster Zeit für die albanischen Flüchtlinge aus dem Kosovo, die auf der Flucht vor den Serben waren. Nur die Juden haben uns ihre Dankbarkeit erwiesen. Erzählt von Hamid Veseli und Xhemal Veseli. Am 23. Mai 2004 wurden die Brüder Hamid und Xhemal Veseli von Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern anerkannt.

BESIM UND AISHE KADIU

„Mein Vater sagte, die Deutschen müssten seine Familie umbringen, ehe er zuließe, dass sie unsere jüdischen Gäste umbrächten.“

Merushe Kadiu Fotograf: Norman H. Gershman

Wir lebten in dem Dorf Kavajë. Im Jahr 1940 versteckte unsere Familie für kurze Zeit zwei griechische Juden vor den italienischen Faschisten. Sie hießen Jakov und Sandra Batino und sie waren Geschwister. Sie kamen aus Tirana zu uns. Ihr Vater wurde von den Italienern in einem Lager festgehalten. Später, 1944, baten Jakov und Sandra uns noch einmal um Unterschlupf, aus Furcht vor den Nazis. Eine andere Familie versteckte ihre Eltern bei sich. Sandra, Jakov und ich waren enge Freunde. Wir haben alle in einem Schlafzimmer geschlafen. Ich kann mich erinnern, dass wir ein Loch in das Gitter unseres hinteren Schlafzimmerfensters gesägt haben, damit sie fliehen konnten, falls die Deutschen entdeckten, dass sie sich bei uns versteckt hielten. Wir hielten andauernd Ausschau nach den deutschen Patrouillen. Als die Deutschen mit den Razzien begannen und von Haus zu Haus gingen, um Juden zu suchen, brachte mein Vater Jakov und Sandra in ein abgelegenes Dorf. Von da an versorgten wir sie mit allem was nötig war, bis zur Befreiung. Das gab eine große Feier in Kavajë. Ich erinnere mich noch an das Telegramm, das wir von Jakov und Sandra erhielten, und an die Freude über die Befreiung. Sie verließen Tirana bald und gingen dann nach Israel. Ich habe so viele wunderbare Briefe und Bilder aus Israel. Im Jahr 1992 wurde ich von dort eingeladen, um die Auszeichnung als Gerechte unter den Völkern stellvertretend für meine Familie entgegen zu nehmen, und für eine Zeit lang war ich die Vorsitzende der Albanisch-Israelischen Gesellschaft. Es waren Jahre voller Angst damals, aber Freundschaft ist stärker als jede Angst. Erzählt von Merushe Kadiu (Besim und Aishe Kadius Tochter). Am 21. Juli 1992 wurden Besim Kadiu und seine Frau Aishe Kadiu von Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern anerkannt.

 

NURO HOXHA

„Als überzeugte Muslime erreichte unser Schutz und unsere Menschlichkeit auch selbstverständlich für die Juden. Warum? Besa, Freundschaft und der heilige Koran. Dies ist ein Bild meines Vaters, das ich in meinem Herzen bewahre.“

Sazan Hoxha mit einer Fotografie seines Vaters, Nuro Hoxha Fotograf: Norman H. Gershman

Ich bin der älteste Sohn von Nuro Hoxha, der hier in der Gemeinde von Vlorë als Lehrer und als religiöser Muslim gut bekannt war. Ich kann mich an diese furchtbare Zeit erinnern, als die Nazis von Griechenland nach Vlorë kamen, und die Juden sich verstecken mussten. Ich war zehn Jahre alt. Die Juden von Vlorë, Berat und Elbasan hatten seit 1490 in Albanien gelebt, und viele kamen auf der Flucht von Ioannina in Griechenland hierher.

Mein Vater nahm vier jüdische Familien auf. Sie waren alle seine Freunde. Ich weiß noch, was mein Vater ihnen sagte, als er sie aufnahm: „Jetzt sind wir alle eine Familie. Es wird euch kein Leid geschehen. Meine Söhne und ich werden euch gegen jede Gefahr mit unserem eigenen Leben verteidigen.“

Wir versteckten die Familien in unterirdischen Bunkern, die von unserem großen Haus ausgingen. Es waren drei Generationen der Großfamilie von Ilia Sollomoni und Mojsi Negrin, ingesamt zwölf Leute. Es gab noch andere, an deren Namen ich mich nicht mehr erinnere. Die Bunker waren miteinander verbunden, und es gab mehrere Fluchtwege. Mein Job war es, den Familien Essen in den Bunker zu bringen und einzukaufen, was sie brauchten. Alle Einwohner von Vlorë waren Antifaschisten, und alle wussten, dass viele Familien Juden versteckten. Erzählt von Sazan Hoxha (Nuro Hoxhas Sohn). Am 21. Juli 1992 wurde Nuro Hoxha von Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern anerkannt.

 

Norman H. Gershman schreibt: viele Leute haben mich gefragt wieso ich, 60 Jahre nach den Geschehnissen, albanische Muslime, die Juden während des 2. Weltkrieges gerettet haben, aufsuche und ich antwortete wie folgt: 

„Ich wurde 1932 in New Jersey geboren, weit weg von den aufsteigenden Gefahren des Nazismus in Zentraleuropa. Als Kind habe ich aufmerksam Radio gehört und von der wachsenden Bedrohung des Krieges und den darauffolgenden Ereignissen gelernt. Ich erinnere mich, dass mich meine Mutter darauf hingewiesen hat, meine Mahlzeiten in dem Bewusstsein zu essen, dass Juden in Europa verhungern. Der Krieg in Europa und das Wissen von dem Holocaust, der dort stattgefunden hat, haben meine Weltanschauung geprägt und wurde zu dem Hintergrund auf dem sich mein Leben, als weltlicher amerikanischer Jude, langsam entfaltet hat. Meine fotografischen Reisen haben mich in die ehemalige Sowjetunion geführt, zu den Ruinen von Auschwitz und in das Warschau Getto und, erst kürzlich, nach Albanien und in den Kosovo. In meiner Arbeit mit den Albanern und ethisch albanischen Muslimen, die bereitwillig ihre Türen für Tausende, vor Nazis fliehenden, Juden geöffnet haben, habe ich es auf mich genommen, als eine Art Botschafter zu reisen. Als Jude und im Namen der jüdischen Bevölkerung habe ich nach jeder fotografischen Sitzung jeder Familie für die Rettung der Juden während des Holocaust gedankt. Porträtfotografie ist meine Art zu verstehen und anderen meinen angeborenen Glauben an die Herzensgüte und Einheit der Menschen nahezubringen – Qualitäten, die die Grenzen aller Ethnien, Religionen und Nationen überschreiten.“

 

Ich hoffe hiermit habe ich genügend Gründe niedergeschrieben, warum ich bei dieser Veranstaltung besonders Albanien, im Zusammenhang mit dem BESA-Ehrenkodex, als Beispiel genannt habe. (Birol Kilic, 9.04.2019)

Buch: Besa, Muslim who saved Jews in World War II, Norman H. Gershman

 

DIE GESCHICHTE DER TÜRKISCHEN JUDEN
http://www.turkischegemeinde.at/1993/09/die-geschichte-der-tuerkischen-juden/

Austellung: „Die Türken in Wien-Geschichte einer jüdischen Gemeinde“ im Judischen Museum

TKG: GEDENKEN AN NOVEMBERPOGROME-„TÜRKISCHER TEMPEL“
http://www.turkischegemeinde.at/2016/11/tkg-gedenken-an-novemberpogrome-tuerkischer-tempel/

50 JAHRE NACH DEN MASSAKERN VON AUSCHWITZ, TREBLINKA UND DACHAU
http://www.turkischegemeinde.at/1995/09/50-jahre-nach-den-massakern-von-auschwitz-treblinka-und-dachau/

SELTSAME BEGEGNUNGEN: TÜRKEN IN MAUTHAUSEN
http://www.turkischegemeinde.at/2009/11/seltsame-begegnungen-tuerken-in-mauthausen/


Quellen:

(0) https://www.yadvashem.org/

(1)  Alex BeinDie Judenfrage Band 1: Anmerkungen, Exkurse, Register, Deutsche Verlagsanstalt 1980, S. 77

(2) The international Raoul Wallenberg Foundation Direktor 

(3) Ibn Khaldun Vorsitzender der Islamwissenschaft  America University, Washington, D.C.

 

Read More
22 Mrz
By: TKG 0

TKG: „Das vorbildliche Verhalten Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern“

Wien-Das vorbildliche Verhalten und die Politik der neuseeländischen Premierministerin Jacinda Ardern nach dem Terrorakt gegenüber Muslimen im eigenen Land ist mit Hochachtung und Dankbarkeit, nicht nur von vielen Menschen aus der Türkei in Österreich, sondern auch in Europa und in der Türkei, empfangen und geschätzt worden. Wir haben es mit einer großartigen Nation namens Neuseeland zu tun, die in der Zeit des Kummers, Schock, Leid und Angst nicht aufgibt, sondern eine beispielhafte Zusammengehörigkeit der Bürger und Bürgerinnen in einem Rechtstaat zeigt.

Premiermisterin Ardern und der moralisch bestirnte Himmel 

Der abendländische Philosoph Immanuel Kant hat von dem Himmel über mir und dem moralischen Gesetz in mir wie folgt erzählt: „Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.“

Zum ersten Mal haben wir eine christliche Politikerin, die nicht nur im Inland, in ihrem Heimatland, nämlich in Neuseeland in dem nun Trauer, Kummer, Angst und Schmerz herrschen, Menschlichkeit und Empathie für alle seine BürgerInnen gezeigt hat. Sie hat auch Hoffnung für die Zukunft in den kantisch bestirnten Himmel nicht nur gemalt, sondern auch als kategorischen Imperativ in die Herzen der Menschen ornamentiert. Alle Menschen in Neuseeland sind ihre Bürger und Bürgerinnen. Sie sind im Schutz der parlamentarischen Demokratie Neuseelands. Diese vorbildliche Haltung und Nicht-Pauschalisierung und Nicht-Satanisierug anderer Religionen, Konfessionen, Kulturen, Nationen und Andersdenkenden wünschen wir uns auch für Europa, für die Türkei und für die Welt. Deswegen muss man heutzutage einen großen Dank an die Nation Neuseeland und seine Premierministerin aussprechen, weil ihre Aktionen in unserem Herzen wieder schöne Dinge in Gang gesetzt haben, die wir mit der Zeit noch definieren müssen

Was vor einer Woche in Neuseeland passiert ist, war ein niederträchtiger Terrorakt von einem, aus Australien stammenden „christlichen Bürger“, der sich als Nazi bekennt und sich wegen der Türkenbelagerung 1683 und dem Balkanmassaker das Recht herausnimmt, allen Muslimen und vor allem Türken in Europa und in der Welt mit Mord und Genozid zu drohen. Diese Gedanken, die der Terrorist sicher nicht alleine niedergeschrieben und veröffentlicht hat kennen wir aus Wien aus mehreren öffentlichen Diskussionen, Büchern, Soziale Medien und leider auch von PolitikerInnen. Das Kochbuch für diese Gedanken wird seit langem in mehreren Hauptstädten nicht nur in Europa, sondern in der Welt unter dem Vorwand Abendland versus Morgenland, Aufklärung bzw. Nahe-Ost Konflikte vorbereitet. Und zwar sogar von manchen sehr Intellektuellen Menschen, auch Philosophen die man unter dem Kulturclash salonfähig gemacht hat. Kurz gesagt: Wir sind nicht schockiert von den Gedanken des Terroristen, der wie IS Terroristen auch in den Laboren der Irakischen Gefängnissen von den vorhandenen „Theologie des Verachtens Kochbücher“ produziert wurde.

Stellvertretende transnationale Hybrid Krieg

Der Terrorakt in Neuseeland ist in die Geschichte eingegangen und wird jahrelang viele Geheimdienste, Wissenschaftler, Politiker, Journalisten und Sozialforscher beschäftigen.  Die Art und Weise, wie kaltblütig der Terrorist Menschen in einem den friedlichsten Ländern der Welt umgebracht und seine Tat gefilmt hat, hat eines gezeigt: Dieser stellvertretende transnationale Hybrid Krieg hat vorsätzlich Neuseeland als Laborland gewählt.

Der „christliche terrorist“ ist nur eine Wirkung von dem multikausalen, vielschichtigen und langen vorbereiteten Krieg. Die Verursacher feiern in ihren Luxusgebäuden, manche mit Wein, manche mit Tees.

 

Categories: AusgewähltPolitik
Read More
15 Mrz
By: TKG 0

TKG: Der Terroranschlag in Neuseeland – Christchurch ist ein Anschlag gegen die Menschheit

Wien (OTS) – Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt den teuflischen Terror gegen die Muslime in der Moschee in Neuseeland – Christchurch und ruft alle Politiker, Medien, Autoren, Publizisten und Verantwortliche in der Welt und insbesondere in Österreich dazu auf, nicht unter dem Vorwand Kritik gegen Andersgläubige bzw. Nationen, Kulturen zu Hetzen.

Wir wissen nicht, wer hinter diesem unmenschlichen Terror steht. Wir wissen aber, dass in Österreich sehr viele Brandstifter und Brandbeschleuniger unter dem Vorwand Aufklärung und Repräsentanz, mit einem Feuerwehranzug, einen irreversiblen Brand setzen können und leider wollen.

Die Muslime in Österreich, insbesondere die Menschen aus der Türkei, wollen keine Hetze gegenüber ihren Glauben und/oder ihrer Abstammung und sie wollen sich von niemanden außer sich selbst als Bürger/Citoyens vertreten wissen, vor allem nicht durch „politisierte Glaubensgesellschaften“ die eigentlich de facto wie eine „kripto politische Partei“ auf vielen Ebenen arbeiten und Hochzeiten tanzen und damit die Atmosphäre in Österreich leider zum Nachteil der gesamten Muslime vergiften.

Die Türkische Kulturgemeinde teilt die Schmerzen mit den Hinterbliebenen und trauert mit ihnen.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)

 

 

Categories: Ausgewählt
Read More
01 Mrz
By: TKG 0

TKG Stellungnahme: Parlament-IFES Antisemitismus Studie!

TKG begrüßt die Idee des Parlamentspräsidenten, das gesellschaftliche Problem „Antisemitismus in Österreich“ umfassend und auf wissenschaftlicher Basis zu beleuchten.

WIEN. Eine IFES Studie im Auftrag des Parlaments sieht in Österreich einen „Kern-Bodensatz“ für Antisemitismus von zehn Prozent.

TKG Haltung bezüglich Antisemitismus: Wir alle – Juden, Christen, Muslime, Agnostiker, Atheisten und Andersgläubige – wir alle müssen aufstehen, wir alle müssen Menschlichkeit in den Mittelpunkt rücken – und wir dürfen nicht wegschauen.  Um es mit Elie Wiesels Worten zu sagen: „Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit.“  Mit diesen Aussagen sind wir einverstanden aber unter der Voraussetzungen wie zum Beispiel ohne Scheinheiligkeit, Verleumdungen und  Pauschalisierung gegenüber  andere Glaubensrichtungen unter dem Vorwand wir kämpfen gegen Antisemitismus.. Die  Politik sollte die alte, früher stigmatisierte Minderheit der Juden nicht so an die Brust drücken, um die neue Minderheit, die Muslime, zu stigmatisieren. Die Juden sollten nicht missbraucht werden, um die Muslime pauschal  in Österreich und in der EU allgemein als unverträglich zu kennzeichnen.

In den Berichten haben wir folgendes gelesen: „Laut einer Studie des Instituts IFES, ist der Antisemitismus bei jenen Menschen in Österreich, die türkisch oder arabisch sprechen, weit verbreitet . Das zeige sich auch durch eine signifikante Ablehnung des Staates Israel. Der Aussage „Wenn es den Staat Israel nicht mehr gibt, dann herrscht Frieden im Nahen Osten“ stimmten insgesamt zehn Prozent zu.  Arabisch sprechende Menschen stimmten mit 70 Prozent zu, bei türkischsprachigen war es knapp die Hälfte.“

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) begrüßt die Idee von Parlaments Präsident Wolfgang Sobotka mit der folgenden Aussage: „Österreich sei keine Insel der Seligen, weswegen das gesellschaftliche Problem des Antisemitismus auch in Österreich umfassend und auf wissenschaftlicher Basis beleuchtet werden müsse.

Die nötige Äquidistanz

Das Mindeste was wir als TKG bitten ist folgendes: Die Wissenschaftler und Studien sollen die nötige Äquidistanz, wissenschaftliche Reife und Unabhängigkeit gegenüber den Auftraggebern, den Protagonisten und gegenüber dem Thema transparent und ohne Hütchenspiele zu spielen vorweisen. 

Wichtige Frage

Die wichtige Frage welche vor allem beantwortet werden sollte ist folgende: Ist der Anti-Judaismus/Antisemitismus ein Produkt der Nahost-Konflikte bzw. der Israelisch-Palästinensischen-Konflikte oder eine religiöser Konflikt, der auf den Koran basiert, welcher für die Muslime das einzige korrektiv Wirkung habende Indikator Mittel (Furkan: wahr und nicht wahr) bezüglich der Religion „Islam“ ist?

Link

https://www.krone.at/1874136

https://kurier.at/politik/inland/antisemitismus-studie-sieht-kern-bodensatz-von-zehn-prozent/400421900

https://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/5587801/Studie_Arabische-und-tuerkische-Migranten-sind-judenfeindlicher

https://www.ifes.at/

https://derstandard.at/2000098783773/Studien-Zehn-Prozent-der-Menschen-in-Oesterreich-antisemitisch-Anteil-ruecklaeufig

Categories: Ausgewählt
Read More
20 Feb
By: TKG 0

Kulturkampf im Klassenzimmer – Wo bleibt die Lösung?

Cajetan-Felder-Institut

Verein zur Förderung liberaler Kommunalpolitik

Podiumsdiskussion Mi., 20.02.2019, 19 Uhr


Palais Palffy, Figaro-Saal

Wien 1., Josefsplatz 6

Diskutanten:

Mag. Heinrich HIMMER

Bildungsdirektor des Stadtschulrates für Wien

Dipl.-Ing. Birol KILIC
Publizist, Herausgeber, Verleger
Obmann der türkischen Kulturgemeinde in Österreich-Think Tank

KO BR Monika MÜHLWERTH

Klubobfrau der freiheitlichen Bundesratsfraktion

Vizepräsidentin des Stadtschulrates für Wien a.D.

Dr. Kurt SCHOLZ

Vorsitzender des Zukunftsfonds der Republik Österreich

Präsident des Stadtschulrates für Wien a.D.

 

Diskussionsleitung:

Komm.-Rat Walter Prinz

Präsident des Cajetan-Felder-Instituts

Read More
18 Feb
By: TKG 0

TKG Stellungnahme bezüglich des Religionsunterrichts

In den letzten Wochen gab es große Aufregung.

Beim Religionsunterricht der Islamischen Glaubensgemeinschaft (IGGÖ) wurde „IGGÖ“ anstatt „Islam“ eingetragen. Dagegen habe es heftige Proteste gegeben, worauf einige NGOs einen Musterbrief an Schulkinder verteilen ließen, um die Bezeichnung „IGGÖ“ anzufechten.

Auch die Türkische KulturGemeinde in Österreich, eine Think Tank-Denkfabrik NGO, wurde von verschiedenen Seiten um ihre Meinung dazu gebeten. Wir wollen daher hier in aller Höflichkeit unser Wissen und unsere Meinung bei einem so wichtigen Thema auch kundtun:

Für uns stellt sich die Sache ganz einfach dar.

Der Islam teilt sich in verschiedene unterschiedliche Glaubensrichtungen, darunter die Sunniten, Schiiten und Aleviten. Niemand, keine NGO und keine Organisation hat hier ein Monopol. Ein einheitlicher islamischer Religionsunterricht ist deshalb nicht möglich.

„Interpretation der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich“

Die IGGÖ führt seit 1983 laut Lehrplan einen Religionsunterricht durch, in dem nicht der Islam insgesamt gelehrt wird, sondern eine eigene Interpretationen des Islams, nach der Interpretation der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich“, welche wir auch respektieren.

https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20007378

Deshalb ist es richtig, diese Version des Unterrichts unter dem Begriff „IGGÖ“ einzutragen.

Die Darstellung der IGGÖ, sie würde alle Glaubensrichtungen des Islam vertreten, ist mit der Interpretation der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich ausgeschlossen. Die „Glaubenslehre“ der IGGÖ, die am 26. Juni 2016 der Bundeskanzleramt Kultusbehörde vorgelegt worden war, ist sehr unklar gehalten und lässt nicht erkennen, welche Glaubensrichtungen davon umfasst sind. Die zusammenhangslosen Zitate aus dem Koran und anderen Stellen, können daran nichts ändern.

Eine Vertretung der Schiiten und der Aleviten ist der IGGÖ nicht möglich. Beide Glaubensrichtungen sind in selbständigen Glaubensgemeinschaften organisiert und können deshalb nicht gemeinsam vertreten werden. Die Aleviten sind seit 2013 als eigenständige Religionsgesellschaft anerkannt, die Schiiten, als Religionsbekenntnis anerkannt, warten seit Jahren auf ihre volle Anerkennung. Die wenigen Vertreter des Iran in der IGGÖ sind nicht repräsentativ für die Schiiten die gerade als Bekenntnisgemeinschaft der durch BKA Kultusamt anerkannt wurden. Ob die IGGÖ sunnitisch ist, ist ebenfalls unklar. Außerdem hatte die Kultusbehörde die Zulassung einer sunnitischen Glaubensgemeinschaft schon früher abgelehnt, weil die Voraussetzungen nicht erfüllt waren.

In dem Verfahren um Anerkennung der Schiitischen und der Alevitischen Glaubensgemeinschaften hatte die IGGÖ in Stellungnahmen (belegbar) behauptet, beide seien nicht islamisch. Deshalb wäre es auch theologisch mit Verlaub nicht glaubwürdig, würde die IGGÖ auch diese Glaubensrichtungen vertreten wollen.

Zu den Aleviten hatte die IGGÖ geschrieben: sondern ja viel mehr vertritt diese Glaubensrichtung eine Glaubenstheologie, die der islamischen Glaubenstheologie diametral entgegensteht (Stellungnahme vom 21. August 2009)

Wiener Zeitung:“ Als das Kultusamt die IGGiÖ zu einer Stellungnahme aufforderte, erklärte die heimische Islamvertretung, sie sehe „in dem Antrag eine unzulässige grobe Einmischung in die inneren Angelegenheiten der IGGiÖ“ und erhebe „deswegen Einspruch gegen eine positive Erledigung des Antrags“. Und: Das Alevitentum vertrete „eine Glaubenstheologie, die der islamischen Glaubenstheologie diametral entgegensteht.“
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/archiv/56014_Die-neue-islamische-Konfession.html?fbclid=IwAR3nS6jPdbsNHNEY-sJngpORWrNHOFUdDRqfL6NK0PnWepXP94X3h-fXqmY

Zu den Schiiten hatte die IGGÖ geschrieben: „Sunniten und Schiiten stimmen in den Glaubensgrundlagen ohne Unterschiede überein. Die dem Antrag beigelegte Lehre spiegelt nicht die offizielle Lehre der Schia wieder (Stellungnahme vom 24. August 2012).

Die aus Sicht der IGGÖ nicht vorhandenen Unterschiede zwischen Schiiten und Sunniten hatten in den letzten Jahrhunderten bis in die jüngste Zeit (Jemen) Millionen Menschen das Leben gekostet.

Artikels 15 Staatsgrundgesetz: Religionsgemeinschaften wie jede Gesellschaft, den allgemeinen Staatsgesetzen unterworfen.

Das sind persönliche Meinungen aus der IGGÖ, die nur eine Anzahl mehr oder weniger politischer Vereine vertritt, aber keine religiöse Organisation darstellt. Die Eigendarstellung der IGGÖ nach außen hin ist auch keine innere Angelegenheit, die in den Bereich des Artikels 15 Staatsgrundgesetz fallen würde.

Artikel 15 Staatsgrundgesetz: „Jede gesetzlich anerkannte Kirche und Religionsgesellschaft hat das Recht der gemeinsamen öffentlichen Religionsübung, ordnet und verwaltet ihre inneren Angelegenheiten selbständig, bleibt im Besitze und Genusse ihrer für Cultus-, Unterrichts- und Wohlthätigkeitszwecke bestimmten Anstalten, Stiftungen und Fonde, ist aber, wie jede Gesellschaft, den allgemeinen Staatsgesetzen unterworfen.“
https://rdb.manz.at/document/ris.n.NOR12000055


Verwirrung! Sondern was? Eine eigene Interpretationen des Islam?

Das Thema wurde von der IGGÖ zuletzt noch weiter verwirrt, indem die IGGÖ behauptete, sie sei überkonfessionell. Das bedeutet in der Konsequenz, dass die IGGÖ keine Religionsgemeinschaft ist. Denn eine Religionsgemeinschaft kann nur an eine bestimmte, konkret umschriebene Religion gebunden sein. Das heißt, die IGGÖ ist nicht islamisch, nicht christlich, nicht buddhistisch, sondern – was?

Die Eigendefinition als überkonfessionell bedeutet aber auch, dass die IGGÖ keinen eigenen Religionsunterricht abhalten dürfte, da sie keine eigene, bestimmte Religion vertritt. Offen bleibt dabei, was eigentlich die IGGÖ in all den Jahren bisher als Religion unterrichtete.

Wir halten es für eigenartig, dass diese wichtigen Umstände von den Schulbehörden seit 1983 nicht beachtet worden sind.
Wir wiederholen : Die IGGÖ führt seit 1983 laut offiziellen Lehrplan welcher auch vom Ministerium veröffentlicht wurde und wird einen Religionsunterricht durch, in dem nicht der Islam insgesamt gelehrt wird, sondern eine eigene Interpretationen des Islam, nach der Interpretation der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich

Verunsicherung

Es blieb nicht aus, dass Schulkinder von diesen Wirren verunsichert worden sind. Die Verunsicherung der Schulkinder und Familien, vor allem im Bereich der Pflichtschulen, wurde noch dadurch gesteigert. Sie vermitteln dadurch ein falsches Bild des Islam und beeinträchtigen die Integration der Kinder in die Gesellschaft.

Warum ist die Bezeichnung IGGÖ richtig? 

Die Bezeichnung des Religionsunterrichts der IGGÖ, mit „IGGÖ“, ist deshalb folgerichtig, jedenfalls so lange, als sich die IGGÖ nicht zu einer bestimmten Religion und Glaubensrichtung bekennt. Umgekehrt wird auch für die Schiiten die Bezeichnung SCHIA und für die Aleviten die Bezeichnung ALEVI verwendet.

Trotz des sehr umständlichen und in Europa einzigartigen Kirchenrechts ist der Religionsunterricht als solches eigentlich nirgends geregelt.

„Ende gut, alles gut“

Vor allem auch nicht im Islamgesetz 2015, das von Vertretern der IGGÖ  mitverfasst worden war und auf das sich die IGGÖ gern stützt. Laut APA Meldung (Siehe die berichte am 26.07.2015) haben wir folgendes gelesen: „Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich, Fuat Sanac, zeigt sich versöhnt mit der Regierung. „Ende gut, alles gut“, sagte er im APA-Interview zum mittlerweile in Kraft getretenen Islamgesetz.
https://religion.orf.at/stories/2723325/

Zur Lösung können wir nur die Regelung empfehlen, die zum Beispiel in der Türkei besteht. Dort steht für alle Religionen egal ob Muslim, Christ bzw. Judentum in dem Religionsunterrichtsfach folgendes geschrieben: „Religion und Ethik.“ Seit der Gründung der modernen Türkei. Diese Vereinfachung würde auch in Österreich das Sammelsurium an verschiedensten Richtungen und Definitionen beseitigen.

Fazit:  Artikels 15 Staatsgrundgesetz: „Religionsgemeinschaften sind wie jede Gesellschaft, den allgemeinen Staatsgesetzen unterworfen!“

Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG)

 

Informationen-Link:

Gesetzlich anerkannte Kirchen und Religionsgesellschaften
https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/82/Seite.820015.html?fbclid=IwAR35n9JqbaThKY4EU8nYt0eu6-4F-gWIc7aefipiE0SNgh6Q-4soQpA5hKw

1. Gesamte Rechtsvorschrift für Islamgesetz 2015  (  SIHEE: IGGÖ und ALEVI -GLEICHBERECHTIGT)
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20009124

2. Staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaften -SIEHE:  DIE  SCHIITEN ( SCHIA)
https://www.bundeskanzleramt.gv.at/religiose-bekenntnisgemeinschaften

https://www.help.gv.at/Portal.Node/hlpd/public/content/82/Seite.820016.html

3. Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für Lehrpläne – Alevitischer Religionsunterricht an Volksschulen, Hauptschulen, NMS, AHS, BMS, BHS, Fassung vom 18.02.2019
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20008767

4.Das Bildungsministerium anerkennt die „Islamische Alevitische Glaubensgemeinschaft in Österreich“.Die neue islamische Konfession
Wiener Zeitung:“ Als das Kultusamt die IGGiÖ zu einer Stellungnahme aufforderte, erklärte die heimische Islamvertretung, sie sehe „in dem Antrag eine unzulässige grobe Einmischung in die inneren Angelegenheiten der IGGiÖ“ und erhebe „deswegen Einspruch gegen eine positive Erledigung des Antrags“. Und: Das Alevitentum vertrete „eine Glaubenstheologie, die der islamischen Glaubenstheologie diametral entgegensteht.“
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/archiv/56014_Die-neue-islamische-Konfession.html?fbclid=IwAR3nS6jPdbsNHNEY-sJngpORWrNHOFUdDRqfL6NK0PnWepXP94X3h-fXqmY

5.  Türkisch Islamgesetzt 2015
https://www.bmeia.gv.at/fileadmin/user_upload/Zentrale/Integration/Islamgesetz/Islamgesetz_2015_Tuerkisch_Zusammenfassung.pdf?fbclid=IwAR2m54gmZglA7slv1KfB2pqkj4HOIY_ajFnDJWFrlHCnb34rGlpGjxeLMlQ

6. „Ende gut, alles gut“
https://religion.orf.at/stories/2723325/

Categories: AusgewähltReligion
Read More
08 Feb
By: TKG 0

Kommt die Gewalt aus dem Islam? Zehn Behauptungen und zehn Antworten

Immer wieder wird Terrorismus mit dem Islam in Verbindung gebracht, weil Täter sich auf die Religion berufen. Doch Gewalt mit dem Islam gleichzusetzen, ist falsch. Eine Einordnung von Ahmad Milad Karimi, der in Münster Islamwissenschaft lehrt.

Behauptung 1: Der Islam ist eine gewalttätige Religion

Der Islam selber kann nicht handeln und auch keine Gewalt ausüben. Islam ist die Bezeichnung für eine Weltreligion mit gegenwärtig ca. 1,6 Milliarden Anhängern. Ein Urteil über den Islam kommt entweder aus dem theologischen Bewusstsein dieser Religion oder aus der empirischen Beobachtung der Muslime. Der Hang zur Gewalt ist keine religiöse Begebenheit.

Hingegen lassen sich die Friedenspotenziale der Religion des Islam theologisch begründen. Der Islam versteht sich als ein Weg der Glückseligkeit: Seine Ethik mit allen Tugenden, die uns seit der Antike bekannt sind, besteht darin, das mittlere Maß zu halten, jenes zwischen zwei Extremen, Übermaß und Mangel. Der Islam als Religion bewegt Muslime dazu, „Frieden zu stiften zwischen den Menschen“ (Koran 2,224). Dafür begreift sich der Koran als Rechtleitung und der Prophet Muhammad als Vorbild.

Das Ziel des Korans ist Gerechtigkeit, nicht zum Beispiel das Abhacken von Händen. Das Handabhacken ist eine Strafe aus dem 7. Jahrhundert. Nicht das Abhacken der Hände ist spezifisch islamisch, nicht der Strafvollzug ist das erklärte Ziel des Islam, sondern die Herstellung einer gerechten Gesellschaftsordnung. Deshalb sind die Strafandrohungen im Koran aus diesem Bewusstsein heraus zu lesen. Heute ist die Welt nicht mehr dieselbe wie damals.

Behauptung 2: Der Koran legitimiert Attentate und Selbstmordattentate

Der Koran versteht sich als eine entschiedene Liebeserklärung Gottes an die Menschen allesamt (vgl. Koran 5,54). In diesem Sinne ist der Koran für Muslime die Offenbarung Gottes, die leitet, trägt, tröstet, zum Guten überzeugt und verpflichtet, das Leben bejaht, Vielfältigkeit und Andersartigkeit würdigt, Hass und Zerstörung klar ablehnt.

In diesem Sinne gibt der Koran zu bedenken: „Wenn einer erhält jemanden am Leben: es soll sein, als hätte er erhalten die Menschen am Leben, allesamt“, wie auch die Tötung eines Menschen derart begriffen wird, „als hätte er getötet die Menschen, allesamt“ (Koran 5,32). Attentäter und Selbstmordattentäter wollen Zerstörung und Vernichtung. Damit ist jeder Mensch jederzeit wert, vernichtet zu werden – für ein größeres Ziel, das aber nicht in diesem Leben zu finden ist.

Dieser militante Nihilismus leugnet die Schöpfung und damit im Wesentlichen den Schöpfer. Sie kehren die Position der islamischen Religion um: Sie leugnen Gott. Attentate und Selbstmordattentate sind deshalb nicht im Entferntesten aus dem Koran zu legitimieren. Denn wer glaubt, so steht es im Koran, der lebt in Demut, der vertraut Gott, spielt aber nicht selbst Gott.

Behauptung 3: Muhammad ist ein Kriegstreiber

Es gibt viele Mythen um den Propheten Muhammad. Es lässt sich nicht leugnen, dass er in seinem Leben Feldzüge – zum größten Teil gegen die Mekkaner – unternommen hat. Es ist aber falsch, die Gründe der Feldzüge undifferenziert bloß kriegerisch zu deuten. Ebenso falsch ist es, seine Person und sein Gesamtwerk, ja seine Botschaft ausschließlich auf diese Feldzüge zu reduzieren. Die muslimische Denktradition hat dafür nahezu eine eigene literarische Erzähltradition entwickelt, die sich peinlich genau mit den einzelnen Feldzügen befasst. Darin werden die Ursachen, Ziele, Verluste, Strategien analysiert und kritisch gewürdigt.

Der Prophet Muhammad hat für die Muslime eindeutig eine völlig andere Bedeutung. Wie der Koran nahelegt, ist er entsandt worden „aus Barmherzigkeit für die Welten“ (Koran 21,106). Die Prinzipien, die er im Bewusstsein der Muslime verkörpert, sind Gerechtigkeit, Güte und Frieden. Muhammad tritt als moralisches Vorbild hervor. Er ermutigt die Muslime nicht zum Schlechten noch stiftet er Intoleranz, sondern an ihm haben die Muslime „ein Vorbild, ein schönes“ (Koran 33,21). Er ist entsandt worden, um den Charakter der Menschen zu vervollkommnen.

Behauptung 4: Muhammad ist der einzig wahre Prophet

Der Islam begreift sich wesentlich als eine Religion, welche die überlieferte Tradition des Juden- und Christentums neu formuliert. Alle drei Religionen beziehen sich auf den Stammvater Abraham. Darüber hinaus legt der Islam einen eigenen theologischen Standpunkt des Gottesbildes dar. Zum islamischen Selbstverständnis gehört die Würdigung der vorausgegangenen monotheistischen Traditionen, also des Juden- und Christentums. Der Prophet Muhammad gilt als Prophet und Gesandter, der in der Tradition einer Reihe von Propheten steht, die von Gott entsandt wurden (vgl. Koran 3,144), um das Gute zu gebieten und das Schädliche abzuwehren.

Ohne Zweifel genießt der Prophet Muhammad eine herausragende Wertschätzung als letzter Prophet. Doch von Adam, Abraham, Hiob, Mose, Jesu und vielen anderen prophetischen Persönlichkeiten ist im Koran ausdrücklich die Rede. Sie werden ausnahmslos mit höchster Würdigung und Anerkennung bedacht – als Vorbilder, Lehrer und Wegweiser. So wird im Koran empfohlen: „Sagt: ‹Wir glauben an Gott und an das, was uns wurde herabgesandt, und was Abraham wurde herabgesandt, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen, und was empfingen Mose und Jesus, und was empfingen die Propheten von ihrem Herrn. Nicht unterscheiden wir unter ihnen und Ihm wir sind ergeben.›“ (Koran 2, 136).

Behauptung 5: Der Islam ist eine politische Ideologie

Nicht der Islam ist eine politische Ideologie, sondern der Islam kann für diese oder jene politische Ideologie instrumentalisiert werden. Dabei geht die Ideologie stets dem Islam voraus. Nicht Muslime sind ideologisch, sondern Ideologen können auch Muslime sein. Hierfür bietet aber der Islam keine spezifische Plattform an.

Es ist ein historisches Faktum, dass politischen Ideologen islamischer Prägung kaum adäquate theologische Ausbildung erfahren haben. Zumeist handelt es sich um Amateure mit mangelhafter intellektueller Anschauung und marginalem Verständnis der vielfältigen und von Mehrdeutigkeit getragener Geistesgeschichte der islamischen Tradition. Für das Phänomen der Ideologisierung trägt nämlich der Islam dasselbe Schicksal wie das Christentum und der Buddhismus.

Behauptung 6: Der Islam strebt die Weltherrschaft an, Jihad ist der Weg dahin

Bereits am Anfang der ersten Sure des Korans wird deutlich hervorgehoben, dass allein Gott die oberste Gewalt zukommt: „Das Lob Gott, dem Herrn der Welten, dem Barmherzigen und dem Erbarmer, dem Herrscher am Tage des Gerichts“ (Koran 1,2-4). Der Islam ist aber nicht Gott. Gegen den Anspruch, alle Menschen sollen Muslime werden, wird im Koran gesagt: „Für jeden von euch haben Wir Richtung und Weg bestimmt. Und hätte Gott gewollt, hätte Er euch gemacht zu einer Gemeinschaft, einer einzigen. Aber Er wollte euch in dem prüfen, was Er euch gegeben. So wetteifert um die guten Dinge! Zu Gott werdet ihr zurückkehren, allesamt, und dann wird Er euch offenlegen, worüber ihr uneins wart“ (Koran 5,48).

Jihad bedeutet weder Krieg noch heiliger Krieg. Sondern es geht hierbei um die individuelle Abmühung auf dem Wege Gottes (vgl. Koran 61,11). So wird in der islamischen Geistestradition sehr differenziert mit diesem Phänomen umgegangen. Zum Beispiel wird zwischen dem kleinen und dem großen Jihad unterschieden. Der große Jihad gilt als der innere Kampf des Menschen mit sich selbst, mit dem Ziel, Selbstkontrolle, Reinheit der Seele und Veredelung des Charakters zu erlangen. Dabei ist entschieden zu sagen, dass eine aktive, verletzende Gewalt schlicht verboten ist. Für das individuelle Leben der Muslime ist Jihad allein als verteidigende, abwehrende Gewalt legitimiert, was auch völkerrechtlich zulässig ist.

Behauptung 7: Es ist nicht erlaubt, den Koran zu interpretieren. Es gilt das geschriebene Wort.

Der Koran ist die Offenbarung des einen Gottes. Diese Offenbarung ist sprachlich vermittelt. Der Grundcharakter dieser sprachlichen Vermittlung ist ästhetisch: Der Koran ist zutiefst poetisch, er hat Klang, Rhythmus, Melodie, Takt, Reim; grundsätzlich ist der Koran geprägt von Metaphern, Analogien, Gleichnissen, Sprachbildern, Erzählungen, Fragmenten, Andeutungen etc. Der Zugang zu dieser „progressiven Universalpoesie“ – um eine Wendung des Literaturhistorikers A.W. Schlegel zu gebrauchen – ist ausschließlich die Interpretation. Muslime verhalten sich zum Koran im Akt des Verstehens. Die beabsichtigte Botschaft des Korans will nämlich verstanden sein.

Insofern gilt das geschriebene Wort für das Bewusstsein des Menschen. Jedes Bewusstsein ist aber historisch, im umfassenden Sinne geprägt vom historischen Kontext. Daher muss jeder, der den Koran verstehen will, nicht nur die historischen Bedingungen bedenken, sondern auch seine eigenen Voraussetzungen wahrnehmen. Der Umgang mit dem Koran wird dadurch aber nicht beliebig. Verständnis setzt zwar Pluralität voraus, aber die Auslegung hat auch konkrete Rahmenbedingungen zu erfüllen. Sie muss plausibel sein, den Zeitgeist berücksichtigen, die Offenheit des Korans bewahren und im Einklang mit dem Gesamttext stehen.

Behauptung 8: Im Koran wird zur Erniedrigung und Unterdrückung der Frauen aufgerufen

Im Koran lässt sich ein solcher Aufruf nicht einfach finden. Frauen und Männer sind gleichwertig. Der Islam kennt keine Erbsünde, die auf Eva zurückgeführt wird. Im Koran werden Eva und Adam verführt, Eva tritt nicht als Verführerin auf. Im Koran wird nicht selten von den frommen und gläubigen Frauen im gleichen Atemzug gesprochen wie von den frommen und gläubigen Männer. Historisch lässt sich zeigen, dass sich die Stellung der Frauen mit der Entstehung des Islam deutlich verbessert hat. So mahnt der Prophet die Männer: „Der Beste unter euch ist derjenige, der am besten zu seiner Frau ist.“ Frauen gerecht zu behandeln, ist klar aus dem Koran zu entnehmen. Die Frauen, von denen wir aus dem Umkreis des Propheten erfahren, waren stets selbstbewusste, mutige, starke Frauen. Somit ist im Koran selber kein Grund gegeben, Frauen zu unterdrücken oder gar zu erniedrigen. Eine solche Haltung muss als eine Perversion der Religion des Islam bezeichnet werden.

Es ist aber auch anachronistisch und falsch, aus den heutigen, emanzipatorischen Errungenschaften heraus über das Frauenbild im Koran zu urteilen. Im Kontext der Zeit zeigt der Koran einen revolutionären Fortschritt für die Frauen. Dies sollte der Geist sein, den die Muslime auch heute in ihrer Auslegung des Korans zu beachten haben. Mit anderen Worten: Die Vision, die der Koran im Kontext des 7. Jahrhunderts auf der arabischen Halbinsel formuliert, ist nicht erreicht: die Würdigung der Frau in allen Belangen des Lebens.

Behauptung 9: Muslime verachten Andersgläubige und Nichtgläubige

Muslime verachten die, die andere verachten. Der Islam erhebt keinen absoluten Exklusivanspruch. Jedoch ist das Verhältnis der Muslime zu den Nichtmuslimen differenziert. In aller Deutlichkeit gibt der Koran vor, dass Muslime weder Andersgläubige und Nichtgläubige ignorieren sollen noch sie verachten oder gar mit Gewalt und unter Zwang zum Islam bekehren sollen. „Streitet mit den Leuten der Schrift [d.h. Juden und Christen] nur in schöner Weise!“ (Koran 29,46), heißt es im Koran. An keiner Stelle des Korans findet sich ein Pauschalurteil über die Juden und Christen. Sehr wohl aber ist eine dezidierte Kritik an einem bestimmten Verständnis jüdischer oder christlicher Prägung zu lesen. Die Kritik bezieht sich aber immer auf einen bestimmen religiösen Gegenstand. Zum Beispiel wird das jüdische Verständnis der Erwählung des einen Volkes mit dem Argument zurückgewiesen, dass es gegen die universale Zuwendung Gottes verstößt. Weiter wird im Koran der Gedanke der Christologie und die damit verbundene Trinität abgelehnt, weil er die absolute Einheit Gottes verletzt.

Der Koran empfiehlt also eine argumentative und ästhetische Streitkultur für das Gute, Wahre und Schöne. Weiter ist zu lesen: „Gott ist unser Herr und euer Herr. Uns unsere Werke und euch eure Werke! Kein Streitgrund zwischen uns und euch. Gott wird uns versammeln. Und zu Ihm führt die Heimkehr“ (Koran 42,15). Der Islam predigt aber auch keinen Relativismus. Nicht an Gott zu glauben wird nicht für gleichwertig geachtet; jedoch nicht Menschen richten über Menschen in dieser Angelegenheit, sondern eben allein Gott.

Behauptung 10: Scharia bedeutet Frauen steinigen und Hände abhacken

Die Scharia ist kein Buch, in dem dieses oder jenes steht, keine Gesetzessammlung oder ein bestimmter Teil des Korans, sondern die Bezeichnung für Gottes Urteil. Sie ist auch kein Handbuch zur Legitimation von Gewalt. Der Begriff Scharia bezeichnet einen Weg, den Weg zur unerschöpflichen Quelle. Eine eindeutige Klärung des Begriffs gibt es nicht in der islamischen Tradition. Vielmehr wird das Phänomen Scharia perspektivisch gedeutet: Es ist eben Gottes Urteil, das das menschliche Verhalten und Handeln beurteilt, ein Urteil also, das sich naturgemäß vom menschlichen Urteil unterscheiden muss. Der Mensch verfügt demnach nicht über die Scharia, er kann nur versuchen, sie zu verstehen und nachzuvollziehen.

Aus der Perspektive des Menschen ist die Scharia eine Norm, die das ethische und moralische Handeln des Menschen begründet. Sie ist aber für den Menschen nicht gänzlich erfassbar. Die Scharia ist absolut, aber der Mensch kann die göttlichen Instanz nur annähernd ergründen, verstehen und beurteilen. Aus diesem Bewusstsein heraus ist im Islam eine eigene Disziplin der Rechtsgelehrsamkeit hervorgegangen, die sich eben fiqh (Verständnis) nennt. Die Rechtswissenschaft vertritt also nicht die Scharia, sondern ein (relatives) Verständnis derselben. Es ist aber sehr wohl eine Wissenschaft, sie ist methodisch bestimmt, historisch begründet und vor allem an Kriterien gebunden, die unter anderem vom Koran als erste sowie von der Sunna als prophetische Quelle ausgehen.

Der Koran versteht sich als eine entschiedene Liebeserklärung Gottes an die Menschen allesamt (vgl. Koran 5,54). In diesem Sinne ist der Koran für Muslime die Offenbarung Gottes, die leitet, trägt, tröstet, zum Guten überzeugt und verpflichtet, das Leben bejaht, Vielfältigkeit und Andersartigkeit würdigt, Hass und Zerstörung klar ablehnt.

In diesem Sinne gibt der Koran zu bedenken: „Wenn einer erhält jemanden am Leben: es soll sein, als hätte er erhalten die Menschen am Leben, allesamt“, wie auch die Tötung eines Menschen derart begriffen wird, „als hätte er getötet die Menschen, allesamt“ (Koran 5,32). Attentäter und Selbstmordattentäter wollen Zerstörung und Vernichtung. Damit ist jeder Mensch jederzeit wert, vernichtet zu werden – für ein größeres Ziel, das aber nicht in diesem Leben zu finden ist.

Dieser militante Nihilismus leugnet die Schöpfung und damit im Wesentlichen den Schöpfer. Sie kehren die Position der islamischen Religion um: Sie leugnen Gott. Attentate und Selbstmordattentate sind deshalb nicht im Entferntesten aus dem Koran zu legitimieren. Denn wer glaubt, so steht es im Koran, der lebt in Demut, der vertraut Gott, spielt aber nicht selbst Gott.

Behauptung 3: Muhammad ist ein Kriegstreiber

Es gibt viele Mythen um den Propheten Muhammad. Es lässt sich nicht leugnen, dass er in seinem Leben Feldzüge – zum größten Teil gegen die Mekkaner – unternommen hat. Es ist aber falsch, die Gründe der Feldzüge undifferenziert bloß kriegerisch zu deuten. Ebenso falsch ist es, seine Person und sein Gesamtwerk, ja seine Botschaft ausschließlich auf diese Feldzüge zu reduzieren. Die muslimische Denktradition hat dafür nahezu eine eigene literarische Erzähltradition entwickelt, die sich peinlich genau mit den einzelnen Feldzügen befasst. Darin werden die Ursachen, Ziele, Verluste, Strategien analysiert und kritisch gewürdigt.

Der Prophet Muhammad hat für die Muslime eindeutig eine völlig andere Bedeutung. Wie der Koran nahelegt, ist er entsandt worden „aus Barmherzigkeit für die Welten“ (Koran 21,106). Die Prinzipien, die er im Bewusstsein der Muslime verkörpert, sind Gerechtigkeit, Güte und Frieden. Muhammad tritt als moralisches Vorbild hervor. Er ermutigt die Muslime nicht zum Schlechten noch stiftet er Intoleranz, sondern an ihm haben die Muslime „ein Vorbild, ein schönes“ (Koran 33,21). Er ist entsandt worden, um den Charakter der Menschen zu vervollkommnen.

Behauptung 4: Muhammad ist der einzig wahre Prophet

Der Islam begreift sich wesentlich als eine Religion, welche die überlieferte Tradition des Juden- und Christentums neu formuliert. Alle drei Religionen beziehen sich auf den Stammvater Abraham. Darüber hinaus legt der Islam einen eigenen theologischen Standpunkt des Gottesbildes dar. Zum islamischen Selbstverständnis gehört die Würdigung der vorausgegangenen monotheistischen Traditionen, also des Juden- und Christentums. Der Prophet Muhammad gilt als Prophet und Gesandter, der in der Tradition einer Reihe von Propheten steht, die von Gott entsandt wurden (vgl. Koran 3,144), um das Gute zu gebieten und das Schädliche abzuwehren.

Ohne Zweifel genießt der Prophet Muhammad eine herausragende Wertschätzung als letzter Prophet. Doch von Adam, Abraham, Hiob, Mose, Jesu und vielen anderen prophetischen Persönlichkeiten ist im Koran ausdrücklich die Rede. Sie werden ausnahmslos mit höchster Würdigung und Anerkennung bedacht – als Vorbilder, Lehrer und Wegweiser. So wird im Koran empfohlen: „Sagt: ‹Wir glauben an Gott und an das, was uns wurde herabgesandt, und was Abraham wurde herabgesandt, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen, und was empfingen Mose und Jesus, und was empfingen die Propheten von ihrem Herrn. Nicht unterscheiden wir unter ihnen und Ihm wir sind ergeben.›“ (Koran 2, 136).

Behauptung 5: Der Islam ist eine politische Ideologie

Nicht der Islam ist eine politische Ideologie, sondern der Islam kann für diese oder jene politische Ideologie instrumentalisiert werden. Dabei geht die Ideologie stets dem Islam voraus. Nicht Muslime sind ideologisch, sondern Ideologen können auch Muslime sein. Hierfür bietet aber der Islam keine spezifische Plattform an.

Es ist ein historisches Faktum, dass politischen Ideologen islamischer Prägung kaum adäquate theologische Ausbildung erfahren haben. Zumeist handelt es sich um Amateure mit mangelhafter intellektueller Anschauung und marginalem Verständnis der vielfältigen und von Mehrdeutigkeit getragener Geistesgeschichte der islamischen Tradition. Für das Phänomen der Ideologisierung trägt nämlich der Islam dasselbe Schicksal wie das Christentum und der Buddhismus.

Behauptung 6: Der Islam strebt die Weltherrschaft an, Jihad ist der Weg dahin

Bereits am Anfang der ersten Sure des Korans wird deutlich hervorgehoben, dass allein Gott die oberste Gewalt zukommt: „Das Lob Gott, dem Herrn der Welten, dem Barmherzigen und dem Erbarmer, dem Herrscher am Tage des Gerichts“ (Koran 1,2-4). Der Islam ist aber nicht Gott. Gegen den Anspruch, alle Menschen sollen Muslime werden, wird im Koran gesagt: „Für jeden von euch haben Wir Richtung und Weg bestimmt. Und hätte Gott gewollt, hätte Er euch gemacht zu einer Gemeinschaft, einer einzigen. Aber Er wollte euch in dem prüfen, was Er euch gegeben. So wetteifert um die guten Dinge! Zu Gott werdet ihr zurückkehren, allesamt, und dann wird Er euch offenlegen, worüber ihr uneins wart“ (Koran 5,48).

Jihad bedeutet weder Krieg noch heiliger Krieg. Sondern es geht hierbei um die individuelle Abmühung auf dem Wege Gottes (vgl. Koran 61,11). So wird in der islamischen Geistestradition sehr differenziert mit diesem Phänomen umgegangen. Zum Beispiel wird zwischen dem kleinen und dem großen Jihad unterschieden. Der große Jihad gilt als der innere Kampf des Menschen mit sich selbst, mit dem Ziel, Selbstkontrolle, Reinheit der Seele und Veredelung des Charakters zu erlangen. Dabei ist entschieden zu sagen, dass eine aktive, verletzende Gewalt schlicht verboten ist. Für das individuelle Leben der Muslime ist Jihad allein als verteidigende, abwehrende Gewalt legitimiert, was auch völkerrechtlich zulässig ist.

Behauptung 7: Es ist nicht erlaubt, den Koran zu interpretieren. Es gilt das geschriebene Wort.

Der Koran ist die Offenbarung des einen Gottes. Diese Offenbarung ist sprachlich vermittelt. Der Grundcharakter dieser sprachlichen Vermittlung ist ästhetisch: Der Koran ist zutiefst poetisch, er hat Klang, Rhythmus, Melodie, Takt, Reim; grundsätzlich ist der Koran geprägt von Metaphern, Analogien, Gleichnissen, Sprachbildern, Erzählungen, Fragmenten, Andeutungen etc. Der Zugang zu dieser „progressiven Universalpoesie“ – um eine Wendung des Literaturhistorikers A.W. Schlegel zu gebrauchen – ist ausschließlich die Interpretation. Muslime verhalten sich zum Koran im Akt des Verstehens. Die beabsichtigte Botschaft des Korans will nämlich verstanden sein.

Insofern gilt das geschriebene Wort für das Bewusstsein des Menschen. Jedes Bewusstsein ist aber historisch, im umfassenden Sinne geprägt vom historischen Kontext. Daher muss jeder, der den Koran verstehen will, nicht nur die historischen Bedingungen bedenken, sondern auch seine eigenen Voraussetzungen wahrnehmen. Der Umgang mit dem Koran wird dadurch aber nicht beliebig. Verständnis setzt zwar Pluralität voraus, aber die Auslegung hat auch konkrete Rahmenbedingungen zu erfüllen. Sie muss plausibel sein, den Zeitgeist berücksichtigen, die Offenheit des Korans bewahren und im Einklang mit dem Gesamttext stehen.

Behauptung 8: Im Koran wird zur Erniedrigung und Unterdrückung der Frauen aufgerufen

Im Koran lässt sich ein solcher Aufruf nicht einfach finden. Frauen und Männer sind gleichwertig. Der Islam kennt keine Erbsünde, die auf Eva zurückgeführt wird. Im Koran werden Eva und Adam verführt, Eva tritt nicht als Verführerin auf. Im Koran wird nicht selten von den frommen und gläubigen Frauen im gleichen Atemzug gesprochen wie von den frommen und gläubigen Männer. Historisch lässt sich zeigen, dass sich die Stellung der Frauen mit der Entstehung des Islam deutlich verbessert hat. So mahnt der Prophet die Männer: „Der Beste unter euch ist derjenige, der am besten zu seiner Frau ist.“ Frauen gerecht zu behandeln, ist klar aus dem Koran zu entnehmen. Die Frauen, von denen wir aus dem Umkreis des Propheten erfahren, waren stets selbstbewusste, mutige, starke Frauen. Somit ist im Koran selber kein Grund gegeben, Frauen zu unterdrücken oder gar zu erniedrigen. Eine solche Haltung muss als eine Perversion der Religion des Islam bezeichnet werden.

Es ist aber auch anachronistisch und falsch, aus den heutigen, emanzipatorischen Errungenschaften heraus über das Frauenbild im Koran zu urteilen. Im Kontext der Zeit zeigt der Koran einen revolutionären Fortschritt für die Frauen. Dies sollte der Geist sein, den die Muslime auch heute in ihrer Auslegung des Korans zu beachten haben. Mit anderen Worten: Die Vision, die der Koran im Kontext des 7. Jahrhunderts auf der arabischen Halbinsel formuliert, ist nicht erreicht: die Würdigung der Frau in allen Belangen des Lebens.

Behauptung 9: Muslime verachten Andersgläubige und Nichtgläubige

Muslime verachten die, die andere verachten. Der Islam erhebt keinen absoluten Exklusivanspruch. Jedoch ist das Verhältnis der Muslime zu den Nichtmuslimen differenziert. In aller Deutlichkeit gibt der Koran vor, dass Muslime weder Andersgläubige und Nichtgläubige ignorieren sollen noch sie verachten oder gar mit Gewalt und unter Zwang zum Islam bekehren sollen. „Streitet mit den Leuten der Schrift [d.h. Juden und Christen] nur in schöner Weise!“ (Koran 29,46), heißt es im Koran. An keiner Stelle des Korans findet sich ein Pauschalurteil über die Juden und Christen. Sehr wohl aber ist eine dezidierte Kritik an einem bestimmten Verständnis jüdischer oder christlicher Prägung zu lesen. Die Kritik bezieht sich aber immer auf einen bestimmen religiösen Gegenstand. Zum Beispiel wird das jüdische Verständnis der Erwählung des einen Volkes mit dem Argument zurückgewiesen, dass es gegen die universale Zuwendung Gottes verstößt. Weiter wird im Koran der Gedanke der Christologie und die damit verbundene Trinität abgelehnt, weil er die absolute Einheit Gottes verletzt.

Der Koran empfiehlt also eine argumentative und ästhetische Streitkultur für das Gute, Wahre und Schöne. Weiter ist zu lesen: „Gott ist unser Herr und euer Herr. Uns unsere Werke und euch eure Werke! Kein Streitgrund zwischen uns und euch. Gott wird uns versammeln. Und zu Ihm führt die Heimkehr“ (Koran 42,15). Der Islam predigt aber auch keinen Relativismus. Nicht an Gott zu glauben wird nicht für gleichwertig geachtet; jedoch nicht Menschen richten über Menschen in dieser Angelegenheit, sondern eben allein Gott.

Behauptung 10: Scharia bedeutet Frauen steinigen und Hände abhacken

Die Scharia ist kein Buch, in dem dieses oder jenes steht, keine Gesetzessammlung oder ein bestimmter Teil des Korans, sondern die Bezeichnung für Gottes Urteil. Sie ist auch kein Handbuch zur Legitimation von Gewalt. Der Begriff Scharia bezeichnet einen Weg, den Weg zur unerschöpflichen Quelle. Eine eindeutige Klärung des Begriffs gibt es nicht in der islamischen Tradition. Vielmehr wird das Phänomen Scharia perspektivisch gedeutet: Es ist eben Gottes Urteil, das das menschliche Verhalten und Handeln beurteilt, ein Urteil also, das sich naturgemäß vom menschlichen Urteil unterscheiden muss. Der Mensch verfügt demnach nicht über die Scharia, er kann nur versuchen, sie zu verstehen und nachzuvollziehen.

Aus der Perspektive des Menschen ist die Scharia eine Norm, die das ethische und moralische Handeln des Menschen begründet. Sie ist aber für den Menschen nicht gänzlich erfassbar. Die Scharia ist absolut, aber der Mensch kann die göttlichen Instanz nur annähernd ergründen, verstehen und beurteilen. Aus diesem Bewusstsein heraus ist im Islam eine eigene Disziplin der Rechtsgelehrsamkeit hervorgegangen, die sich eben fiqh (Verständnis) nennt. Die Rechtswissenschaft vertritt also nicht die Scharia, sondern ein (relatives) Verständnis derselben. Es ist aber sehr wohl eine Wissenschaft, sie ist methodisch bestimmt, historisch begründet und vor allem an Kriterien gebunden, die unter anderem vom Koran als erste sowie von der Sunna als prophetische Quelle ausgehen.

 

Dieser Artikel erschien ursprünglich beim Schweizer Radio und Fernsehen, srf.ch/kultur.

 

Categories: AusgewähltReligion
Read More
07 Feb
By: TKG 0

TKG zu Mord an Beamten auf der BH Dornbirn

Wien (OTS) – Die Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG) hat von der schrecklichen Bluttat auf der BH Dornbirn aus den Medien erfahren. Mit großer Betroffenheit und Trauer haben wir den Tod des Beamten vernommen. Unser großes Mitgefühl gilt der Familie des Opfers und dessen Arbeitskolleginnen und -kollegen. Diese schreckliche Gewalttat in Worte zu fassen fällt uns schwer. In diesen schmerzvollen Stunden sind unsere Gedanken bei den Hinterbliebenen.

Wir als TKG bieten den Familienangehörigen und MitarbeiterInnen der BH Dornbirn gerne unsere Hilfe an. Vergangenes Unrecht können wir nicht rückgängig machen, jedoch möchten wir gerne einen Beitrag leisten um den Schmerz zu überwinden und die Wunden zu heilen.

Mit aufrichtigem Mitgefühl und in tiefer Trauer
die Türkische Kulturgemeinde Österreich
Obmann
Dipl.-Ing. Birol Kilic

Read More
02 Feb
By: TKG 0

TKG Einladung: Boxen statt Gewalt

Sparring:Timy Shala WBF und IBO Inter-Continental Light Heavyweight Titel und Austrian International Light Heavyweight Titel und Ali Yavuz Kuscu Box Club Wiener Linien

Wien (OTS) – Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich und der „Boxclub der Wie ner Linien“ laden herzlichst zu einem Sparring-Kampf unter dem Motto „ Boxen statt Gewalt“ zwischen dem Halbschwergewichts-Intercontinental meister  Timy Shala und Ali Yavuz Kuscu von Box Club Wiener Linien am Mitwoche, den 6.02.2019 um 19:00 Uhr im Boxclub der Wiener Linien ein.

Anschließend wird Herr Timy Shala einen kurzen Vortrag, über seinen Werdegang  in Österreich vom Kind zu einem erfolgreichen Sportler sowie Manager  vor Jugentlichen halten.

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG),
der „Boxclub der Wiener Linien“ und der  Österreich-Türkische Handelsverband bedanken sich herzlich für das Sponsoring der Organisation.

Veranstaltungsdaten:

Datum und Zeit: 6.02.2019 um 19:00 Uhr Sparring

Ort: Boxclub der Wiener Linien (Währingergürtel 40, 1180 Wien)

Anfahrt: U6 Michelbeuern-AKH, Ausgang: Gürtel – Linie 42 Michelbeuern-AKH

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten Sie höflichst, aufgrund begrenzter Zuschauerzahl, um eine Rückmeldung unter der folgenden E-Mail-Adresse: office@oethv.org

Tel.: +43 676 614 9323

Categories: Sport
Read More
27 Jan
By: TKG 0

Holocaust-Gedenktag „Wir müssen uns gemeinsam gegen diese Normalisierung des Hasses stellen“

Heute am 27.Januar gedenken wir-Türkische Kulturgemeinde in Österreich(TKG)- der Millionen Opfer des Nationalsozialismus. Wir müssen verhindern, dass „alte“ und „neue“ Formen des Antisemitismus und Rassismus alltäglicher Begleiter werden.Wir dürfen rassistischer und antisemitischer Hetze und Ausgrenzung keinen Raum geben.Ausgrenzung, Hetze und Vorurteilen müssen wir Aufklärung und Wachsamkeit der Zivilgesellschaft und des Rechtsstaates entgegenstellen. Religionen könnten besondere Akzente für den Frieden setzen – und zwar mit Besinnung auf den Kern aller Religionen zum Schutz der Menschenwürde.  Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen unter anderem auch MigratenInnen in Österreich zur Wachsamkeit mahnen

NO-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet warnt vor Ausgrenzung bestimmter Gruppen!

Wien. Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am Sonntag hat die UNO-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet vor wachsenden Ausgrenzungstendenzen gewarnt. „Wir sehen heute eine starke Zunahme vieler Formen von Hass, einschließlich des Giftes des Antisemitismus‘ und anderer Angriffe auf Minderheiten“, erklärte sie in Genf.

Dazu gehörten auch körperliche Übergriffe auf Kinder und Erwachsene sowie Kampagnen gegen ganze Völker, ethnische Minderheiten und Migranten – „in einigen Fällen auch mit der Unterstützung durch Staatenlenker“, kritisierte Bachelet, ohne Namen zu nennen.

„Gegen die Normalisierung des Hasses“

Ebenso prangerte sie die steigende Tendenz an, die Ereignisse des Holocaust zu verharmlosen oder gar zu leugnen. „Wir müssen uns gemeinsam gegen diese Normalisierung des Hasses stellen“, unterstrich Bachelet. Es gelte, gemeinsam die „langsam wachsende Flut von Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und andere Versuche, bestimmte Gruppen ihrer Menschlichkeit und ihrer Rechte zu berauben“, zurückzudrängen.

Es sei wichtig zu bedenken, dass der Holocaust nicht mit den Gaskammern begonnen habe. „Dieser Hass entwickelte sich allmählich aus Worten, Stereotypen und Vorurteilen – durch rechtliche Ausgrenzung, Entmenschlichung und Gewalteskalation“, betonte die UNO-Kommissarin. Auch heute stehe man vor ähnlichen Tendenzen. „Angesichts solcher Versuche, Gruppen zu entmenschlichen und zu dämonisieren, müssen wir zusammenstehen in der Verteidigung der Menschenrechte.“ Nur dadurch könne sichergestellt werden, dass sich ein solcher Völkermord nie mehr wiederhole, unterstrich Bachelet.

Sie erinnerte an die Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau am 27. Jänner 1945. In dem größten Vernichtungslager der Nazis seien Menschen in den Gaskammern oder durch Zwangsarbeit, Hunger, Krankheiten und angebliche „medizinische“ Experimente getötet worden. „Zu den Opfern der Nazi-Lager gehörten neben Millionen Juden Hunderttausende Roma und Sinti, Menschen mit Behinderungen, Homosexuelle, Kriegsgefangene, politische Dissidenten und Mitglieder von Widerstandsbewegungen aus dem gesamten besetzten Europa“, so Bachelet. „An diesem Internationalen Tag des Gedenkens bringen wir für die Opfer dieses schrecklichen Verbrechens Respekt und Trauer zum Ausdruck.“( Wiener Zeitung)

 

Read More
25 Jan
By: TKG 0

TKG: „Einspruch, lieber Herr Kardinal“

Kurier: Kardinal Schönborn spricht sich gegen Kopftuch-Verbot aus

Die These: 
„Kardinal Christoph Schönborn lehnt ein Kopftuchverbot ab, er setzt stattdessen auf Bildung. Es müsse in einer pluralistischen Gesellschaft möglich sein, verschiedene religiöse Symbole im öffentlichen Raum zu haben, sagte er am Samstag auf Ö1. Andernfalls stünden auch die Kreuze auf Kirchen oder religiöse Symbole wie Turbane oder die Kippa zur Disposition.

 
Die Antithese der Türkische Kulturgemeinde in Österreich (TKG)
„Kilic: Wir sind dafür, nicht weil die Regierung das plant, sondern weil wir wissen und seit über 20 Jahren davor warnen, dass manche Schulen und Vereine als verlängerte Arme politischer Parteien aus dem Ausland hier in Österreich Fuß gefasst haben. Unser Wunsch ist jedoch weitreichender: Wir möchten zumindest ein Kopftuchverbot im gesamten Pflichtschulbereich bis zum Erreichen der Religionsmündigkeit mit 14 Jahren. Allerdings sollte im Gesetz nicht das Wort Kopftuch vorkommen, sondern Kopfbedeckungen aller Art, damit das verfassungsrechtlich nicht angreifbar ist, weil es für alle Kinder ohne Ausnahme gelten sollte.“

TKG Synthese:

TKG -AUFKLÄRUNGSVERSUCH: IM KORAN SUCHT MAN DAS „KOPF-TUCH“ ALS GEBOT VERGEBLICH!

Categories: AusgewähltReligion
Read More
08 Jan
By: TKG 0

TKG verurteilt den Gewaltakt gegen Frank Magnitz scharf

Es kann und darf keine Legitimation für einen gewalttätigen Angriff geben. Drei vermummte Täter und Brutalität sind für die Zukunft kein gutes Zeichen. Gewalt darf niemals Mittel politischer Auseinandersetzung sein.

Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich (TKG) verurteilt den Gewaltakt gegen den Landeschef der AfD in Bremen, Frank Magnitz, scharf.

In demokratischen Rechtsstaaten, wie es Deutschland und Österreich sind, darf Gewalt bzw. politisierter Hass, egal auf welcher Seite, nicht toleriert und akzeptiert werden.

Was in Deutschland passiert beeinflusst auch Österreich. Wir hoffen von den Polizeibehörden in Deutschland eine schnelle Aufklärung.

Wir kennen politische Gewalt und Morde, deswegen  wissen wir, dass diese Gewalt und Gewalttaten eine kettenförmige Reaktion in naher Zukunft auslösen können.  Gewalt darf niemals Mittel politischer Auseinandersetzung sein.

Wir erwarten als wehrhafte Demokraten von den Politikerinnen, Medien und NGOs in Deutschland und in Österreich hier die freiheitlichen demokratischen Grundstrukturen zu respektieren und nicht zu Hetzen. Wir müssen nicht die gleiche politische Weltanschauung, Abstammung, Religion bzw. Konfession haben. Wir sollten uns aber an die Goldenen Regeln des Zusammenlebens halten: „Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.“

Wir wünschen Frank Magnitz baldige Genesung.

Türkische Kulturgemeinde in Österreich
Obmann
DI Birol Kilic

Categories: Ausgewählt
Read More